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VOLKSBANK BOPPARD EGLiquidiert
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VOLKSBANK BOPPARD EGBoppardJahresabschluss zum 31. Dezember 2007Bestandteile Jahresabschluss
1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2007Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007
3. AnhangA. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig aufgelöst. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage des Schreibens des BMF vom 10. Januar 1994. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden durch Abschreibungen an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten Vermögensgegenstände werden, weil sie lediglich ein Zinsänderungs- und Emittentenrisiko enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Unterschiedsbeträge zwischen dem Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag haben wir in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die mit dem Zeitwert bilanziert werden - zu dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6a EStG nach dem Teilwertverfahren auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) in vollem Umfang gebildet. Vor dem Hintergrund der in der Versicherungswirtschaft üblichen Abzinsungssätze (Bemerkung: 2,75 %) für Pensionsrückstellungen sowie der besonderen biometrischen Risiken haben wir unseren Abzinsungssatz auf 3 % belassen. Im abgelaufenen Jahr wurden die als Direktzusage bestehenden Pensionsverpflichtungen, mit Ausnahme der auf die Hinterbliebenen entfallenden Anteile, an die Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen (VGU) e. V. ausgelagert. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten haben wir gemäß § 340h Abs. 1 HGB mit dem Kassakurs und nicht abgewickelte Termingeschäfte mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Aufwendungen wurden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. In den Fällen, in denen keine besondere Deckung, aber eine Deckung in derselben Währung vorlag, wurden Umrechnungserträge zur Abdeckung eines nur vorübergehend wirksamen Aufwandes verwandt. Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) werden nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln bewertet. Dienen sie jedoch der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten, werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Aufgrund ökonomischer Zusammenhänge wurde bei der Bewertung der CHF-Refinanzierungsdarlehen (Passiva 1 b) vom Grundsatz der Einzelbewertung abgewichen und für Zwecke der Bewertung eine Bewertungseinheit gebildet. B. Entwicklung des Anlagevermögens 2007
• In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 63.568.841 Forderungen an die zuständigen genossenschaftlichen Zentralbanken enthalten. • Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 9.874.829 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. • Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 13.392.790 fällig. • In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
• In folgenden Posten sind enthalten:
• In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. • Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 5.508.703 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 487.503 enthalten. • In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:
• Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 152.066 (Vorjahr EUR 0) enthalten. • Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 925 (Vorjahr EUR 1.225). • In den dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
• In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 983.689 enthalten. • In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 17.562.546 Verbindlichkeiten gegenüber den zuständigen genossenschaftlichen Zentralbanken enthalten. • Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. • Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 189.990 (Vorjahr EUR 232.306) enthalten. • In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
• In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 6.080.001 enthalten. • Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
• Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
• Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte und ein Zins-Währungsswap. Die Devisentermingeschäfte und der Zins-Währungsswap dienen ausschließlich der Deckung von Zins- und Wechselkursschwankungen. Sie sind die Gegenpositionen für die CHF-Refinanzierungsdarlehen gegenüber der WGZ BANK Luxembourg S. A. sowie gegenüber der DZ BANK International S. A. (Microhedge). In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivatgeschäfte zusammengefasst. Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben. Volumen im Derivatgeschäft (Angaben in TEUR)
• Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung• Die Provisionserträge aus Dienstleistungsgeschäften machen 0,5 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. • In den a) Sonstigen betrieblichen Erträgen (G+V-Posten 8) und in den b) Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (G+V-Posten 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
• Im GuV-Posten 10a sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.272 enthalten, die aus der Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf die Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen (VGU) e. V. angefallen sind. • Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen zu 100,0 % auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. E. Sonstige AngabenAuf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats und früherer Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. • Für die Angehörigen und Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder bestehen zum 31.12.2007 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 159.447. • Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 265.682 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 750.295. • Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 461.000. Es handelt sich ausschließlich um Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 461.000. • Die Zahl der 2007 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt. • Mitgliederbewegung
• Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
• Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
• Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Boppard, 14. März 2008 Volksbank Boppard eG Der Vorstand Neubauer Steinmann Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VOLKSBANK BOPPARD EG, Boppard, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 5. Mai 2008 Genossenschaftsverband
Frankfurt e.V.
i. V. Hoeck, Wirtschaftsprüfer i. V. Duffner, Wirtschaftsprüfer Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 27. Mai 2008 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007I. Geschäftsverlauf1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr real um 2,5 % (nach 2,7 % im Vorjahr) deutlich über dem langfristigen Trend gewachsen. Der Aufschwung wurde gleichermaßen von Impulsen der Inlands- und Auslandsnachfrage getragen. Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen um 4,9 % zu, die Bauinvestitionen waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Gleichzeitig blieb der Export weiter auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die privaten Konsumausgaben lagen um 0,6 % niedriger, gleichzeitig erhöhten sich die Ausgaben des Staates um 2,0 %. Der Anstieg der Verbraucherpreise lag bei 2,3 % (nach 1,7 % im Vorjahr), erstmals seit 1994 wurde eine Jahresteuerungsrate über 2 % ermittelt. Preistreiber waren neben der Mehrwertsteuererhöhung erneut die Energiekosten. Allerdings lag die Preisentwicklung immer noch unter der des Euro-Raumes (+ 3,1 %). Die Konjunkturerholung spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Im Jahresdurchschnitt lag die Erwerbslosenquote bei 8,3 % (Vorjahr 9,8 %). Im Durchschnitt waren 649.000 mehr beschäftigt als im Jahr zuvor. Der deutsche Staat (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung) wies erstmals seit Ende der 80er Jahre einen Haushaltsüberschuss von 0,1 % aus. Die Europäische Zentralbank leitete im Dezember 2005 die Zinswende ein. Dieser geldpolitische Kurs setzte sich bis zum ersten Quartal fort, im März und im Juni wurde der Leitzins in zwei Schritten auf dann 4 % angehoben. In der zweiten Jahreshälfte änderte sich die geldpolitische Lage. In den USA spitzte sich die Hypothekenkrise zu, auch europäische Märkte wurden in Mitleidenschaft gezogen. Vor diesem Hintergrund verzichtete die EZB auf weitere Zinserhöhungen, vielmehr wurde durch die Bereitstellung von Liquidität versucht, eine Stabilisierung der Zinsen am Geldmarkt zu erreichen. In den USA wurde der Trend zu Zinserhöhungen durchbrochen. Die Fed senkte in mehreren Schritten die Zinsen deutlich. Der Euro gewann gegenüber dem Dollar nochmals deutlich an Stärke. Der Aktienmarkt setzte zu Beginn des Jahres seine Aufwärtsrallye fort. Nach zwischenzeitlichen Rückschlägen verzeichnete der Deutsche Aktienindex im Juli mit 8.106 Punkten ein historisches Hoch. Die US-Hypothekenkrise und deren Folgen führten zu einem kurzzeitigen Rückgang der Kurse. Der Markt erholte sich im Herbst jedoch wieder. Der DAX bewegte sich in einem Korridor zwischen 7.500 und 8.000 Punkten und ging Ende des Jahres mit 8.067 Punkten aus dem Handel. Die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind erneut gewachsen. Die addierte Bilanzsumme stieg um 4 % (nach 2,8 % im Vorjahr). Die Einlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 %, die Ausleihungen stiegen um 1,9 %. Der Konzentrationsprozess setzte sich auf niedrigem Niveau fort, im Dezember gab es 1.232 Volksbanken und Raiffeisenbanken (im Vorjahr 1.255) mit 12.393 Bankstellen, 210 weniger als zum Jahresende 2006. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich erneut um rund 160.000 auf 16,1 Mio. 2. Entwicklung der Volksbank Boppard eG
Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %. Dies ist überwiegend auf die Rückzahlung von Refinanzierungsmitteln zurückzuführen. Die deutliche Reduzierung der außerbilanziellen Geschäfte resultiert aus dem Rückgang unwiderruflicher Kreditzusagen.
Das Wachstum der Kundenforderungen lag mit 3,9 % (nach 3,5 % im Vorjahr) erneut deutlich über dem der Gruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die Wertpapieranlagen wurden nahezu halbiert, um einerseits potentielle Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der Wertpapiermärkte zu minimieren und andererseits von den hohen Zinsen am Geldmarkt zu profitieren. Die Wiederanlage erfolgte nahezu ausschließlich in kurzfristigen Bankeinlagen.
Die bei Kreditinstituten aufgenommenen Mittel reduzierten sich im Rahmen vereinbarter Tilgungen. Die Spareinlagen waren aufgrund der Suche unserer Kunden nach höherrentierlichen Anlagen rückläufig. Diese Mittel wurden überwiegend in Wertpapiere und Investmentanteile sowie in bankeigene Inhaberschuldverschreibungen investiert. Die Position "verbriefte Verbindlichkeiten" beinhaltet ausschließlich die im Jahr 2007 erstmals aufgelegten Schuldverschreibungen unserer Bank.
Die Erträge aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Die Vermittlungserträge konnten aufgrund verstärkter Kreditvermittlungen für die Teambank sowie im Zusammenhang mit unserem Vertrieb für die Bausparkasse Schwäbisch Hall gesteigert werden. Investitionen Der Abriss des alten Geschäftsstellengebäudes in Emmelshausen und dessen Neubau war die wesentliche Investition in diesem Geschäftsjahr. Neben den durch uns genutzten Flächen wurden zwei Gewerbeeinheiten veräußert, zwei weitere Einheiten werden im eigenen Bestand gehalten und sind vermietet. Daneben wurde die EDV-Ausstattung weiter optimiert ebenso wie die Kundenselbstbedienungseinheiten. Personal- und Sozialbereich Auch die Abläufe in Banken werden zunehmend optimiert, dies insbesondere in kundenfernen Bereichen. Daher hat sich die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im Jahr 2007 weiter vermindert. So beschäftigten wir zum Jahresende 58 Vollzeit- und 35 Teilzeitkräfte (im Vorjahr 61 Vollzeit- und 36 Teilzeitmitarbeiter/innen). Durchschnittlich wurden 8,0 Auszubildende auf den Bankberuf vorbereitet. Unsere Auszubildenden, die zum Jahreswechsel ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, haben ihre Prüfungen mit sehr gutem Erfolg absolviert; die Auszeichnung als bester Absolvent der IHK Koblenz für einen der neuen Bankkaufleute zeigt die hohe Qualität der Ausbildung in unserem Haus. Auch die bereits erfolgreich im Berufsleben stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Seminare und Schulungen mit zum Teil herausragendem Erfolg besucht. Wir haben unser Personal an insgesamt 402 Tagen geschult (Vorjahr 374), dies insbesondere bei unseren Verbundpartnern und den Bildungseinrichtungen unserer genossenschaftlichen Organisation. Auch fanden zahlreiche hausinterne Fortbildungsmaßnahmen statt, die wir überwiegend in unseren eigenen Schulungsräumen in Spay durchgeführt haben. Auch mit Beginn des neuen Schuljahres im Jahr 2007 haben wir wieder vier Stipendien für Absolventen von Hauptschulen vergeben. Ziel ist es, diesen jungen Menschen die Möglichkeit eines weiterführenden Schulabschlusses zu geben, um deren Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Daneben vergeben wir Praktikumsplätze an Schülerinnen und Schüler, um diesen das Berufsbild Bankkaufmann/-frau näher zu bringen und eine berufliche Orientierung zu ermöglichen. Im Jahr 2007 nahmen dieses Angebot 8 Schülerinnen und Schüler mit einer Dauer von insgesamt 12 Wochen wahr. Mit Wirkung vom 1. Januar 2007 haben wir eine leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungskomponente eingeführt. Diese beinhaltet die Verteilung einer möglichen freiwilligen Sonderzahlung sowie weiterer Ertragskomponenten. Kriterien hierfür sind im Vorfeld festgelegte Ziele für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren In mehrjährigem Abstand führen wir repräsentative Kundenbefragungen durch. Ziel ist es, den Grad der Zufriedenheit unserer Kunden zu erheben und zu vergleichen sowie Handlungsfelder für die Geschäftsleitung heraus zu arbeiten. Diese werden jährlich in Teilbereichen unseres Geschäftsgebietes aktualisiert. Ebenso werden eingehende Reklamationen und Beschwerden unserer Kunden erfasst und ausgewertet. Die Kundenzufriedenheit hat sich gemäß der letzten Erhebung erhöht, die Anzahl von Beschwerden und Reklamationen ist auf niedrigem Niveau konstant. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement Die Ausrichtung unserer Bank als regionale und auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtete Universalbank drückt sich in unserer schriftlich fixierten Unternehmensplanung aus. Der langfristigen Sicherstellung des Unternehmenserfolges dient neben der Planung unserer geschäftlichen Aktivitäten (Marktauftritt, Vertriebswege, Produkte, Konditions- und Preisgestaltung) die Erfassung aller potenziellen Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank haben können. Ausgehend von der Beschreibung aller potenziellen Risiken erfolgt eine Analyse anhand der tatsächlichen Gegebenheiten in unserem Hause. Dieser Risikoqualifizierung folgt die Definition einer Strategie zur Risikovermeidung und anschließend die Quantifizierung des verbleibenden Risikopotenzials, das dem vorhandenen Risikodeckungspotenzial (extern z. B. durch den Abschluss von Versicherungen, intern aus Ergebnisbeiträgen und wirtschaftlichem Eigenkapital) gegenübergestellt wird. Darauf aufbauend erfolgt die Entscheidung, ob vertretbare Risiken eingegangen bzw. unvertretbar erscheinende Risiken vermieden werden. Die ständige Überwachung erfolgt mittels Kennzahlen- und Limitsystemen, über die der Geschäftsleitung regelmäßig berichtet wird. Durch Funktionstrennung in den Arbeitsabläufen sowie durch regelmäßige Kontrollen unserer funktionsfähigen internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit und Aussagekraft des Steuerungs- und Informationssystems sichergestellt. Schwerpunkte dieses Systems sind die Überwachung der Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sowie in zunehmendem Maße der Liquiditäts-, Betriebs- und Rechtsrisiken. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist in der Abteilung Qualitätssicherung angesiedelt. Diese nimmt auch neben dem Vorstand die intensive Überwachung und Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor. Für die Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Bereich Controlling in Zusammenarbeit mit Fachbereichen verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems, dessen Kriterien strenger als die Vorschriften des KWG sind, werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert. Marktpreisrisiken In diesem Bereich steuern wir die in unseren Büchern vorhandenen Zins- und Kursänderungsrisiken. Die Messung der Zinsänderungsrisiken erfolgt anhand von Erfahrungswerten zu Zinsreagibilitäten einzelner Positionen unserer Bilanz auf Basis unserer bankinternen Zinsprognose. Die Kursänderungsrisiken werden auf gleicher Basis berechnet. Daneben stellen wir die Auswirkungen von Marktzinsveränderungen anhand festgelegter Standard-Zinsszenarien auf den Zinsüberschuss bzw. die Kurswertveränderung der bankeigenen Anlagen dar. Adressenausfallrisiken Hier untersuchen wir anhand des Ratingergebnisses unseres Kreditportfolios die Veränderungen in den einzelnen Risikogruppen. Der prognostizierte Ausfall wird in Abhängigkeit dieses Ergebnisses bezogen auf den Kreditnehmer und den Blankoanteil des Engagements ermittelt. Zur Ermittlung des Gesamtbank-Risikos wird die Summe der Risikobeträge unter Berücksichtigung eines Mindestbetrages, der aus der Erfahrung der Vergangenheit abgeleitet ist, herangezogen. Die unerwarteten Ausfälle im Kreditgeschäft werden pauschal mit einem Anteil der Blankokredite aus den Ausleihungen an eine definierte Risikogruppe berücksichtigt. Das Adressenausfallrisiko der bankeigenen Anlagen (Länder- und Emittentenrisiko) berechnen wir unter Anwendung vergangenheitsbezogener Ausfallwahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit der Restlaufzeit und des Ratings der Anlage (credit-metrix-Verfahren). Liquiditäts-, Betriebs- und Rechtsrisiken Bei der Steuerung der Liquiditätsrisiken orientieren wir uns an Fälligkeitsübersichten und den Beobachtungskennziffern des Grundsatzes II. Die Betriebs- und Rechtsrisiken quantifizieren wir nicht. Die Steuerung erfolgt anhand der Analyse der Einzelrisiken und der anschließenden Definition einer Strategie zur Risikovermeidung bzw. Risikoabwälzung. Steuerung, Überwachung und Berichtswesen Neben der Festlegung eines maximalen Risikobetrages der Bank in Abhängigkeit von der Risikotragfähigkeit (Geschäftsergebnis einer Periode, Risikodeckungspotenzial aus wirtschaftlichem Eigenkapital) erfolgt eine Budgetierung in den einzelnen Geschäftsbereichen. Die Einhaltung der Budgets, berechnet durch Vergleich des vorhandenen Risikos mit dem Budget, wird mindestens vierteljährlich überwacht. Daneben sind Limite für einzelne Geschäfte oder Geschäftsarten definiert, deren Einhaltung permanent kontrolliert wird. Sowohl die Verantwortlichen der Bereiche wie auch die Geschäftsleitung erhalten in festgelegtem Turnus Informationen über die Risikolage ihres Verantwortungsbereiches. Das gesamte Risikosteuerungs- und Überwachungssystem unterliegt der permanenten Kontrolle unserer internen Revision. Daneben bedienen wir uns eines externen Dienstleisters, um dieses hinsichtlich seiner Funktionsfähigkeit zu beurteilen und zu verbessern. Neuerungen und Verbesserungen Seit dem 1. Quartal 2004 führen wir sukzessive ein neues Controlling-Verfahren ein. Im ersten Schritt haben wir die barwertige Steuerung des Zinsbuches eingeführt. Dieses Controllinginstrument nutzen wir derzeit neben den zuvor beschriebenen Instrumentarien. Dabei werden die Zinsänderungsrisiken, die insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen den aktiven und passiven Festzinspositionen entstehen, nach der Barwertmethode anhand der sog. Value at Risk-Kennziffer, die auf der Basis der historischen Zinsentwicklung in den vergangenen 1.500 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % den möglichen Barwertverlust innerhalb eines Zeitraums von 20 Tagen angibt (historische Simulation), gemessen. Mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten berühren uns kaum, da wir im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering halten. Im Jahr 2005 haben wir mit der Umsetzung einer veränderten Kundengeschäftssteuerung begonnen, die im Jahr 2007 vollständig umgesetzt und eingeführt wurde. Ebenfalls im Jahr 2007 haben wir die Vorbereitungen zur Adressrisikosteuerung im Kreditgeschäft im Rahmen dieses neuen Verfahrens (VR-Control) abgeschlossen. Der Testlauf zeigt aussagefähige und valide Ergebnisse, so dass eine Einführung dieses Verfahrens im Jahr 2008 erfolgen kann. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
*) Passivposten 12 (Eigenkapital).
Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, das auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen dient, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung wurde von uns im Geschäftsjahr 2007 stets gut eingehalten. Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Zuweisung von 1.085.000 EUR zu den Rücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, beträgt unser Kernkapital 20,9 Mio. EUR; das sind 6,9 % der Bilanzsumme. Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung des Grundsatz I bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen. Kundenforderungen Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Wesentliche Gruppe innerhalb unserer Kreditnehmer sind nach wie vor die unselbständigen Privaten. Wesentliches Sicherungsinstrument ist die dingliche Absicherung auf Immobilien. Starkem Wertverfall unterliegende Sicherheiten sind von untergeordneter Bedeutung. Der Anteil ungesicherter Kredite ist vergleichsweise unterdurchschnittlich ausgeprägt. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2007 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Der Bestand an Wertpapieranlagen wurde im Jahr 2007 um mehr als 42 Mio. € (im Vergleich zum Vorjahr - 46,9 %) erheblich vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die Umschichtung in Termineinlagen bei unseren genossenschaftlichen Zentralbanken zurück zu führen. Wir nehmen ausschließlich Papiere mit Investmentgrade in unseren Bestand. Sämtliche Positionen sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko ist überschaubar. Veränderungen werden im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zeitnah überwacht. Währungsrisiko Die Anlagen und Refinanzierungen der Bank in Währung sind limitiert. Zur Absicherung von Wechselkursschwankungen wurden Devisentermin- und Swapgeschäfte laufzeitkongruent abgeschlossen. Das darüber hinausgehende Wechselkursrisiko ist von untergeordneter Bedeutung. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft der Bank war im Geschäftsjahr 2007 zu jeder Zeit gegeben. Es stehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Liquidität lag deutlich innerhalb der aufsichtsrechtlich geforderten Norm. Negative Veränderungen der Liquiditätslage sind derzeit nicht erkennbar. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2
zuzüglich GuV-Posten 3
Der Druck auf die Zinsspanne hält weiter an, dennoch verminderte sich der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,8 %. Der Provisionsüberschuss hingegen wurde um 3,9 % weiter gesteigert. Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen deutlich erhöht; es handelt sich hierbei um einen einmaligen Vorgang, der mit Entlastungen in künftigen Jahren einher geht. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich durch allgemeine Preissteigerungen sowie insbesondere durch höhere Aufwendungen der elektronischen Datenverarbeitung. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist daher gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % zurück gegangen. Das Bewertungsergebnis liegt um 1.804 T€ oder 76,5 % unter dem durch Sonderfaktoren beeinflussten Vorjahreswert. Aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten erfolgten Kurswertabschreibungen auf Wertpapiere; die Bildung von Einzelwertberichtigungen im Kreditgeschäft war geringer als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 30,5 % reduziert. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Bewertung in etwas niedrigerer Höhe. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die wirtschaftliche Basis unserer Bank ist unverändert gut. Eine im Vergleich zu anderen Genossenschaftsbanken gute Eigenkapitalbasis gewährleistet auch in Zukunft ausreichende Handlungsspielräume. Das Betriebsergebnis vor Bewertungsänderungen lag in 2007 geringfügig unter dem des Vorjahres. Die Verwerfungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie deren Folgen haben im Jahr 2007 keine negativen Auswirkungen auf unsere Genossenschaft gezeigt. Die potentiellen Risiken wurden auch vor dem Hintergrund einer weiterhin unsicheren Entwicklung im Jahre 2008 nochmals reduziert. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2008 zeigt eine weiterhin erfreuliche Kreditnachfrage bei unverändert starkem Wettbewerb um Einlagen. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresIm Februar 2008 konnten wir nur 10 Monate nach Beginn der Baumaßnahme unsere neu errichtete Geschäftsstelle in Emmelshausen in Betrieb nehmen. Sämtliche Flächen sind vermarktet. Das Investitionsvolumen liegt im Rahmen der Schätzung. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)In den kommenden Geschäftsjahren werden wir unsere Aktivitäten im Kundengeschäft weiter ausbauen. So ist ein kontinuierlicher Ausbau unserer Beratungsleistungen unter Berücksichtigung von kundengruppenspezifischen Bedarfssituationen bereits eingeleitet und wird kontinuierlich fortgesetzt. Damit einhergehend erwarten wir selbst vor dem Hintergrund sich verschlechternder Konjunkturprognosen eine weitere Steigerung bei den Ausleihungen und den Ausbau der betreuten Kundengelder. Wir erwarten keine gravierend negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Zusätzliche Chancen für unsere Bank sehen wir insbesondere dann, wenn die derzeitigen Prognosen für die Konjunkturentwicklung deutlich übertroffen werden. Bei weiter sich verschärfendem Wettbewerb und einer schlechter als erwartet verlaufender Wirtschaftsentwicklung ergeben sich grundsätzlich auch Risiken für die Bank. Aufgrund des installierten Steuerungs- und Informationssystems, der überdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung und unserer umsichtigen Geschäftspolitik sind wir gut gerüstet, den Risiken im Bedarfsfall erfolgreich zu begegnen. Die scharfe Wettbewerbssituation wird den Druck auf die Margen weiter erhöhen. Jedoch erwarten wir hieraus sowohl im Kundengeschäft als auch bei den Eigenanlagen keine weitere Einengung der Zinsspanne. Vielmehr sehen wir bei einer wieder steiler werdenden Zinsstrukturkurve die Möglichkeit, höhere Fristentransformationsbeiträge zu erzielen. Ferner gehen wir davon aus, dass eine weiterhin positive Entwicklung im zinsunabhängigen Geschäft erreicht werden kann. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft wird sich in den Jahren 2008 und 2009 nach unserer Prognose nicht negativ verändern. Mögliche Zinserhöhungen können jedoch bei den Eigenanlagen Wertkorrekturen erforderlich machen. Dem begegnen wir mittels Risikoreduzierung durch Laufzeitverkürzung und die Auswahl von Schuldnern mit höherer Ratingeinstufung. Für die beiden kommenden Geschäftsjahre gehen wir von einem moderat steigenden Geschäftsvolumen bei leicht abgeschwächter Ertragslage aus. Dies wird uns in die Lage versetzen, auch weiterhin eine angemessene Eigenkapitaldotierung vorzunehmen. V. ZweigniederlassungenDie Genossenschaft unterhält Zweigniederlassungen in Emmelshausen und Oberwesel.
Boppard, 31. März 2008 Volksbank Boppard eG Der Vorstand: Neubauer Steinmann Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.230.677,17 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 232,21 (Bilanzgewinn von EUR 1.230.909,38) - wie folgt zu verwenden:
Boppard, 31. März 2008 Volksbank Boppard eG Der Vorstand: Neubauer Steinmann Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Im Jahr 2007 hat der Aufsichtsrat insgesamt 10 Sitzungen abgehalten. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat bildeten die Unternehmenssteuerung, insbesondere die Ertrags- und Risikosituation sowie die Vertriebsaktivitäten. Der Aufsichtsrat hat unverändert 2 Ausschüsse eingerichtet. Der Kreditausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Wesentliche Themen bildeten Kreditgewährungen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2007 einmal zusammen. Er erörterte die Aufbereitung und Erstellung des Jahresabschlusses der Bank. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte regional zuständige Mitglieder benannt, die Prüfungshandlungen im Kreditgeschäft durchgeführt haben. Daneben sind einzelne Aufsichtsratsmitglieder in turnusmäßigem Wechsel mit der Prüfung der Aufgabenerfüllung der internen Revision sowie mit der Prüfungsverfolgung der externen Revision befasst. Der vorliegende Jahresabschluss 2007 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2007 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Hermann-Josef Breder, Klaus Büttner und Willibald Grahs aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Boppard, im Mai 2008 Der Aufsichtsrat Vorsitzender |
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