ASG Airport Service Gesellschaft mbH

60549 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 40446
Eingetragen
12.9.1995
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Allgemeine GebäudereinigungLuftsicherheitsdienste
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen an Flughäfen weltweit, insbesondere die Flugzeug- und Gebäudereinigung sowie die Übernahme derartiger Dienstleistungen für Dritte, am Frankfurter Flughafen als Subunternehmer der Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Trutz Schneider
seit 16.5.2025
Prokura
Frank Riedel
seit 18.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ASG Airport Service Gesellschaft mbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ASG Airport Service Gesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ASG Airport Service Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASG Airport Service Gesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt D. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Allgemeines" sowie "Nachtragsbericht - Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "C. Voraussichtliche Entwicklung und deren Chancen und Risiken", dort Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag aufgrund des mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres sowie der unter Pandemieeinfluss entstandenen Jahresfehlbeträge der Vorjahre bilanziell überschuldet ist. Das unter Einfluss der Corona Pandemie eingebrochene Umsatzniveau hat das Niveau des Vorkrisenzeitraums zwar wieder erreicht, aber Kostensteigerungen im Bereich Personal- und Sachkosten führen wieder zu einer Verschärfung der Lage.

In ihrer Planung weist die Gesellschaft ab dem Bilanzstichtag bis zum Ende des Prognosezeitraums mit Umstellung des Geschäftsmodelles zum 1. März 2025 eine Ergebniserholung aus, die in einem nur noch leicht negativen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025 und einem leicht positiven Ergebnis für den verbleibenden Teil des Prognosezeitraums im Geschäftsjahr 2026 enden soll. Um die durch die Kostensteigerungen bedingte bereits bestehende und die künftige Liquiditätslücke im unteren zweistelligen Millionenbereich zu decken, ist die Gesellschaft auf finanzielle Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Im Zuge dessen hat die Gesellschaft von den Gesellschaftern WISAG Airport Service Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und Fraport AG, Frankfurt am Main, verzinsliche Darlehen von insgesamt TEUR 18.800 erhalten, für welche durch die Darlehensgeber ein Kündigungsverzicht bis zum 30. November 2026 erklärt wurde. Von der ursprünglich bereitgestellten Linie sind zum Stichtag 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2024 insgesamt EUR 10,4 Mio. abgerufen. Der Differenzbetrag von TEUR 8.400 wurde im Geschäftsjahr 2025 zum Ausgleich aufgelaufener negativer Cashpool-Salden verwendet, so dass der Darlehensrahmen zum Aufstellungszeitpunkt vollumfänglich ausgeschöpft ist.

Zudem ist der ab 1. März 2025 beginnende Vertrag mit der Lufthansa Gruppe bis zum 28. Februar 2026 fest geschlossen und enthält zwei Verlängerungsoptionen (28. Februar 2027 und 28. Februar 2028). Die gesetzlichen Vertreter gehen in ihrer derzeitigen Planung davon aus, dass die erste Verlängerungsoption durch die Lufthansa Gruppe gezogen wird und sie somit mindestens bis zum 28. Februar 2027 Kunde der ASG Airport Service Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, bleibt. Es besteht allerdings weiterhin das Risiko, dass der Vertrag zum 28. Februar 2026 beendet wird. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist somit sowohl von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafter als auch von dem Eintreten der Prämissen der Planung abhängig. Sollten die Planannahmen nicht eintreten, ist die Gesellschaft über die Darlehen und den ermittelten Finanzierungsbedarf hinaus auf weitere Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Auch nach Ablauf des Prognosezeitraums - und somit dem Wiederaufleben der kurzfristigen Kündbarkeit der Darlehen der Gesellschafter - wird die ASG Airport Service Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, voraussichtlich von der weiteren finanziellen Unterstützung der Gesellschafter abhängig sein.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt D des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. November 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sommerrock, Wirtschaftsprüfer

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 29,00
II. Sachanlagen 114.380,82 187.971,79
114.380,82 188.000,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 326.686,99 258.416,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.457.071,29 2.634.075,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 385.032,94 301.174,86
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 797.772,69 744.264,57
4. Sonstige Vermögensgegenstände 134.198,71 116.089,24
5.774.075,63 3.795.604,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 260.481,87 262.252,17
6.361.244,49 4.316.272,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.484,30 3.388,49
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.879.158,55 9.677.015,63
19.358.268,16 14.184.677,79

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Verlustvortrag -9.937.015,63 -6.561.393,77
III. Jahresfehlbetrag -3.202.142,92 -3.375.621,86
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.879.158,55 9.677.015,63
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.422.205,59 1.791.234,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 718.795,20 528.214,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.593.012,13 6.944.715,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.431.688,39 3.409.354,89
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.192.566,85 1.511.158,19
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 63.688,03 (Vj. EUR 53.018,34)
davon aus Steuern EUR 102.987,98 (Vj. EUR 550.435,20)
17.936.062,57 12.393.443,53
19.358.268,16 14.184.677,79

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR 2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 29.068.160,98 22.117.902,43
2. Sonstige betriebliche Erträge 801.948,20 60.518,54
29.870.109,18 22.178.420,97
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 867.798,73 690.360,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.089.269,19 3.705.747,65
8.957.067,92 4.396.108,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.998.357,11 15.181.604,13
b) Soziale Abgaben 3.316.835,38 2.872.660,57
20.315.192,49 18.054.264,70
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 114.789,78 181.029,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.184.947,89 2.622.529,38
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.416,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 479.467,41 380.192,40
davon an verbundene Unternehmen EUR 368.155,05 (Vj. EUR 298.951,40)
479.467,41 378.776,20
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag* 0,00 100.225,00
10. Ergebnis nach Steuern -3.181.356,31 -3.354.062,22
11. Sonstige Steuern -20.786,61 -21.559,64
12. Jahresfehlbetrag -3.202.142,92 -3.375.621,86

* Die hier positiv dargestellten Beträge stellen einen Ertrag dar

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Die Gesellschaft ist i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss der ASG Airport Service Gesellschaft mbH (kurz: "ASG") für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Posten des Anlagevermögens sind in der Bilanz zusammengefasst und werden daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Tatsachen wird auf Abschnitt "Nachtragsbericht - Bestandsgefährdende Risiken" in diesem Anhang sowie auf den Abschnitt "C. Voraussichtliche Entwicklung und deren Chancen und Risiken", hier insbesondere auf Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" im Lagebericht verwiesen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ASG Airport Service Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 40446 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer für die einzelnen Positionen des Anlagevermögens wie folgt vorgenommen:

Anlagegegenstände Abschreibungsmethode/ Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände linear / 3 - 5
Technische Anlagen und Maschinen linear / 3 - 5
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear / 3 - 13

Bei unterjährigen Zu- und Abgängen werden immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG, deren Anschaffungskosten bis EUR 800,00 betrugen, wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgt am Jahresende zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

In der Ground Service Equipment-Werkstatt wurde hinsichtlich der Bewertung der Vorräte, von einer Vereinfachungsregel Gebrauch gemacht. Kleinartikel mit einem Einzelpreis bis EUR 7,49 wurden in Gruppen mit einem Festwert bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestand

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung des Kassenbestandes erfolgt zum Nennwert.

Auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen wurde zur Absicherung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Wertberichtigung i.H.v. 1,5 % gebildet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefasst dargestellten Anlagepositionen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe)

Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Arbeitskleidung, Reinigungsutensilien, Ersatzteile und Reparaturmaterialien.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2023 ausschließlich aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen i.H.v. EUR 385.032,94 (i. Vj. EUR 301.174,86).

Die ASG hat zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 4.457.071,29 (i. Vj. EUR 2.634.075,83). Daneben hat die Gesellschaft Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i.H.v. EUR 797.772,69 (i. Vj. EUR 744.264,57). Diese bestehen gegenüber der Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main, ("Fraport AG"), der Minderheitsgesellschafterin des Unternehmens, und resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.

Die sonstigen Vermögensgegenständen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 134.198,71 (i. Vj. EUR 116.089,24). Sie bestehen zum Stichtag vor allem aus geleisteten Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer.

Eigenkapital

Das Eigenkapital veränderte sich im Zuge des Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres weiterhin negativ. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 12.879.158,55 (i. Vj. EUR 9.677.015,63).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für ausstehende Rechnungen, nicht genommenen Urlaub, Überstunden sowie Tantiemen. Im Geschäftsjahr 2023 war der Posten insbesondere geprägt von Rückstellungen für ausstehende Gutschriften und bisher nicht eingegangene Rechnungen von Personaldienstleistern. Der insgesamt hierfür zurückgestellte Betrag beläuft sich auf EUR 1.422.205,59 (i. Vj. EUR 1.791.234,26). Hierdurch wurden sämtliche erkennbare Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten ausreichend berücksichtigt. Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Sachverhalte sind alle kurzfristiger Natur.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 10.593.012,13 (i. Vj. EUR 6.944.715,84) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen i.H.v. EUR 248.170,04 (i. Vj. EUR 121.815,64), um Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling i.H.v. EUR 4.543.842,09 (i. Vj. EUR 2.944.900,20) sowie um Verbindlichkeiten aus in Anspruch genommenen Darlehen i.H.v. EUR 5.801.000,00 (i. Vj. EUR 3.878.000,00). Die Darlehen bestehen gegenüber der WISAG Aviation Service Holding SE (EUR 497.000,00) sowie gegenüber der WISAG Airport Service Holding GmbH & Co. KG (EUR 5.304.000,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultieren i.H.v. EUR 5.096.000,00 (Vj. EUR 3.249.000,00) im Wesentlichen aus einem weiteren Gesellschafterdarlehen gegenüber der Fraport AG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus ausstehenden Löhnen, Lohnsteuer und Nebenkosten i.H.v. EUR 1.186.752,49 (i. Vj. EUR 1.031.621,87).

Es sind alle Verbindlichkeiten wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Pfandrechte oder ähnliche Rechte. Hinsichtlich der Gesellschafterdarlehen verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in der Hauptsache mit Flugzeugreinigungen im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen i.H.v. EUR 2.707,45 (i. Vj. EUR 17.735,65), Erträgen aus der Veräußerung von Anlagevermögen i.H.v. EUR 1.549,00 (i. Vj. EUR 11.683,66), sowie Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 709.280,26 (i. Vj. EUR 4.555,75) und aus der Auflösung wertberichtigter Forderungen i.H.v. EUR 16.740,00 (i. Vj. EUR 13.180,00). Die Auflösung von Rückstellungen betrifft dabei eine nicht mehr zu erfüllende Rückvergütung gegenüber einem Großkunden.

Im Geschäftsjahr 2023 sind EUR 758.981,16 periodenfremde Erträge angefallen (i. Vj. EUR 17.735,75). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind außergewöhnlich.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Konzernumlage i.H.v. EUR 396.796,69 (i. Vj. EUR 332.439,75), Kosten für KFZ i.H.v. EUR 724.682,05 (i. Vj. EUR 563.740,83) und Raummiete inkl. Nebenkosten i.H.v. EUR 990.332,72 (i. Vj. EUR 854.221,58). Des Weiteren waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen geprägt durch Bewirtungskosten und Geschenke i.H.v. EUR 99.042,81 (i. Vj. EUR 78.414,13) sowie durch Nutzungsentgelte i.H.v. EUR 250.462,90 (i. Vj. EUR 126.742,92), beispielsweise für die Personalbuslinie.

Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. EUR 73.931,63 (i. Vj. EUR 91.498,12) angefallen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwand aus der Verzinsung der Darlehen und des Cash-Pooling-Bestands. Die Zinsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 479.467,41 (i. Vj. EUR 380.192,40).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Jahr 2023 sind ergebnisbedingt keine Ertragsteuern angefallen. In 2022 handelt es sich um Steuererstattungen für Vorjahre i.H.v. EUR 100.225,00.

Folglich sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine Steueraufwendungen enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Ergänzende Angaben

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 durchschnittlich 544 (i. Vj. 522) Arbeitnehmer. Hiervon waren 503 gewerblich und 41 in der Verwaltung tätig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf EUR 1.038.069,42. Aus Leasingverträgen ergibt sich über die Vertragslaufzeit derselben eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. EUR 178.657,38. Aus unbefristeten Mietverträgen mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten und mehr für Büroräume, Lagerflächen, Werkstatt und Betriebsausstattung ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. EUR 859.412,04.

Diese Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um zum einen die Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb von Vermögensgegenständen sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen das Risiko des Werteverzehrs nicht tragen zu müssen. Somit bestehen keine wesentlichen Risiken und die Zahlungen sind in Zukunft planbar.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu marktunüblichen Konditionen.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 war Herr Falk Leuschner, Kaufmann, Dresden, bis zum 06.11.2023 zum Geschäftsführer bestellt. Mit Wirkung zum 06.11.2023 wurde die Bestellung von Herrn Leuschner widerrufen und Herr Frank Riedel, Kaufmann, Tannheim, zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hat nach Drittelbeteiligungsgesetz sowie § 7 des Gesellschaftsvertrages einen Aufsichtsrat, dem folgende Personen angehören:

- Vorsitzende -

Angela Stuhr, Geschäftsführerin WISAG Aviation Service Holding SE, Frankfurt am Main

- Mitglieder -

Monika Kohler, Mitglied im Leitungsteam Bodenverkehrsdienste der Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main (stellvertretende Vorsitzende)

Michael Rüschenbaum, Berater im Bereich operatives Controlling, Abrechnung, Leistungsverrechnung bei Flight Delight Air Catering GmbH, Kelsterbach

Erol Oruc, hauptberuflicher Betriebsratsvorsitzender der ASG (Arbeitnehmervertreter)

Efstathios Doukidis, Werkstattmitarbeiter der ASG (Arbeitnehmervertreter)

Brigitte Press, Senior Vice President Ground Services und Ramp-/ Passenger Services der Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main

Die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder betrugen im Berichtsjahr insgesamt EUR 7.800 (i. Vj. EUR 7.800).

Honorar der Abschlussprüfer

Das von den Abschlussprüfern berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt EUR 33.000,00 und besteht ausschließlich aus dem Honorar für Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AVECO Holding AG, Frankfurt am Main, einbezogen. Die AVECO Holding AG, Frankfurt am Main, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird beim elektronischen Unternehmenszeiger offengelegt.

Nachtragsbericht - Bestandsgefährdende Risiken

Zum Bilanzstichtag besteht eine bilanzielle Überschuldung aufgrund des mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres sowie der unter Pandemieeinfluss entstandenen Jahresfehlbeträge der Vorjahre. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in dem Abschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" in Abschnitt "C. Voraussichtliche Entwicklung und deren Chancen und Risiken" im Lagebericht.

Im Sommer 2025 haben sich die Gesellschafter der Gesellschaft entschlossen, zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft Darlehen von insgesamt TEUR 18.800 unter Anrechnung der bereits zur Auszahlung gelangten Gelder zur Verfügung zu stellen, für welche durch die Darlehensgeber ein Kündigungsverzicht bis zum 30. November 2026 erklärt wurde.

 

Frankfurt am Main, den 28. November 2025

Frank Riedel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuch.
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen 506.837,12 0,00 0,00 506.837,12 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 20.185,68 0,00 0,00 20.185,68 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 394.186,98 24.393,61 0,00 347.470,22 71.110,37
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.727.566,75 16.886,21 0,00 625.922,09 1.118.530,87
2.141.939,41 41.279,82 0,00 993.577,99 1.189.641,24
2.648.776,53 41.279,82 0,00 1.500.415,11 1.189.641,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuch.
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen 506.808,12 0,00 0,00 506.808,12 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 19.224,40 958,28 0,00 20.182,68 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 374.058,90 8.817,46 0,00 347.464,22 35.412,14
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560.684,32 105.014,04 0,00 625.850,08 1.039.848,28
1.953.967,62 114.789,78 0,00 993.496,98 1.075.260,42
2.460.775,74 114.789,78 0,00 1.500.305,10 1.075.260,42
Nettobuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software-Lizenzen 0,00 29,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 0,00 961,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.698,23 20.128,08
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.682,59 166.882,43
114.380,82 187.971,79
114.380,82 188.000,79

Lagebericht 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die ASG Airport Service Gesellschaft mbH (kurz: ASG) ist als Dienstleister für Flugzeugkabinenservice (Reinigung und Ausstattung) am Flughafen Frankfurt tätig. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen sowie Personal-Serviceleistungen für die Fraport-Kantine angeboten.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in einer herausfordernden Phase. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,9% im Jahr 2022 verzeichnete die Wirtschaft 2023 eine Schrumpfung um 0,3%. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind u.a. folgende Treiber:

Gestiegene Energiepreise durch die Ukraineinvasion Russlands

Gehemmte Binnennachfrage, da die Reallohnverluste 2020 - 2023 noch nicht vollständig aufgeholt werden konnte

Unsicherheit aufgrund anhaltender Inflation

Zunehmende internationale Konkurrenz durch China und Indien, die immer häufiger auch in High-Tech-Branchen drängen.

Binnenwirtschaftliche Herausforderungen durch einen zunehmenden Mangel an Fachkräften sowie einer verschleppten Digitalisierung

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich von der Fähigkeit der neuen Bundesregierung ab, innergesellschaftliche Brücken zu bauen und das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland wieder zu stärken. Dazu gehören beispielsweise Investitionen in Schlüsselbereiche wie der Digitalisierung, Verteidigung und grüne Technologien aber auch Neuregelungen zur Migration, um den Arbeitskräftebedarf trotz alternder Gesellschaft auch künftig decken zu können.

2. Entwicklung der Branche

Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V, Berlin, an deutschen Flughäfen ca. 197,2 Millionen Fluggäste abgefertigt. Damit lag das Passagieraufkommen 20% über Vorjahr aber immer noch 20% unter dem Vorkrisenniveau in 2019. Das Wachstum am Frankfurter Flughafen entsprach mit 21,5% dem Branchenschnitt. Trotz dieses Wachstums lag das Passagieraufkommen aber immer noch 16% unter dem Niveau von 2019.

Während sich der globale Flugmarkt bereits vollständig von der Coronakrise erholt hat, leiden die deutschen Flughäfen unter den seit 2020 massiv gestiegenen Standortkosten. Die hohen Gebühren und Steuern führen dazu, dass Airlines ihr Flugangebot in Deutschland absenken und sowohl ihre Flugfrequenz als auch die angeflogenen Standorte reduzieren. In Zukunft ist nicht mit einer Beseitigung der Wachstumshemmnisse zu rechnen, da kommende umweltpolitische Regulierungen die Last in Zukunft sogar noch steigern werden. Insgesamt lässt die Politik aktuell keinen Willen erkennen den Flugstandort Deutschland zu fördern, vielmehr ist die über Steuer und Gebühren indirekt verursachte Eindämmung des Flugverkehrs Ausdruck des politischen Willens in Deutschland über einen reduzierten Flugverkehr das Klima zu schützen. Eine Bewertung dieser Politik findet hier ausdrücklich nicht statt.

3. Geschäftsverlauf

Die ASG zieht die folgenden finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren heran:

Umsatz

Earnings after Tax (EAT)/ Jahresergebnis

Flugzeugabfertigungen

Allgemein lässt sich das Geschäft in drei Felder unterteilen: Erstens die Flugzeugreinigung sowie die dazugehörige Kabinenausstattung, zweitens die technischen Dienstleistungen (Reparatur und Wartung von Abfertigungsequipment) durch die ASG-Werkstatt sowie die Personalgestellung für die Fraport-Kantine. Dabei machte die Reinigung und Kabinenausstattung in 2023 knapp 91% des Umsatzvolumens aus, die Werkstatt generierte 6% der Erlöse und die Personalgestellung für die Kantine knapp 3%.

Bis März 2023 wirkte sich der Krieg in der Ukraine und der Cyberangriff negativ auf die Abfertigungen aus. Mit Beginn des Sommerflugplans stiegen die Abfertigungen aber signifikant an. Insgesamt über das gesamte Geschäftsjahr profitierte die Gesellschaft mit 166.400 Flugzeugabfertigungen von einer positiven Marktentwicklung. Dies entsprach einem Anstieg von 8,8% im Berichtsjahr, der primär mit dem Hauptkunden Lufthansa-Gruppe erzielt wurde, aber auch von vielen anderen Kunden mitgetragen wurde. Aufgrund der erhöhten Fluganzahl hat sich der Geschäftsfeldumsatz für die Flugkabinenservices um TEUR 6.374 auf TEUR 26.621 erhöht. Dies entspricht einem Zuwachs von 31,5% und liegt somit deutlich über dem Vorjahr. Auch in der Werkstatt spiegelt sich die positive Marktentwicklung mit einem Anstieg der Erlöse um TEUR 370 auf TEUR 1.666 wider. Das kleinste Geschäftsfeld Personalgestellung Kantine generierte mit TEUR 781 ebenfalls ein Wachstum von über einem Drittel.

Das Geschäftsmodell unterliegt einer starken Saisonalität mit hohen Peaks in den Sommermonaten. Zur Abdeckung dieser Peaks bediente sich die ASG in 2023 einer hohen Anzahl an Zeitarbeitskräften. Die damit verbundene Kostenbelastung führte aber nicht wie erhofft zu einer zufriedenstellenden Performance. Zur Überwindung dieses Problems hat das ASG-Management beschlossen, das Geschäftsmodell in 2025 umzustellen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Punkt C. "Voraussichtliche Entwicklung und deren Chancen und Risiken".

4. Ertragslage

Umsatz nach Produkten der ASG

Bezeichnung 2023 2022
TEUR % TEUR %
Flugzeugkabinenservice 26.621 91,6 20.247 91,5
Technische Dienste 1.666 5,7 1.296 5,9
Kantinenspüldienst 781 2,7 575 2,6
29.068 100 22.118 100

Die erzielten Umsatzerlöse liegen rund EUR 1,8 Mio. über den in 2022 prognostizierten Umsätzen. Dabei konnten sowohl im Tätigkeitsfeld Flugzeugkabinenservice als auch bei den technischen Diensten Zuwächse gegenüber dem Plan erzielt werden, während sich die Kantinenspüldienste auf Planniveau befinden. Ursächlich für die Steigerung gegenüber dem Vorjahr und gegenüber Plan ist die deutlich höher ausgefallene Erholung aus dem Corona-Tief.

Die Materialaufwandsquote steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 30%, was im Wesentlichen auf den vermehrten Einsatz von Leiharbeitnehmern zurückzuführen ist. Das gestiegene Flugvolumen führte auch zu deutlich erhöhten Peaks, was wiederum den vermehrten Einsatz begründet. Die Personalkostenquote reduzierte sich trotz Annualisierung der Tarifanpassung in 10/22 um knapp 13% auf 68%. Diese Entwicklung spiegelt die gestiegene Auslastung des Mitarbeiterstammes durch die erhöhte Anzahl an Flugabfertigungen wider. Weiterhin wurden sowohl die Personal- als auch die ANÜ (Arbeitnehmer-Überlassung)-Kosten durch eine deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegende Krankenstandsquote von ca. 11% belastet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 562 auf TEUR 3.185 (Vorjahr TEUR 2.623). Die erhöhte Betriebsaktivität sorgte für deutlich höhere Aufwendungen im Bereich KFZ und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für deutlich höhere Heiz- und Energiekosten. Zusätzlich sorgte die anhaltende Inflation für flächendeckenden Kostendruck auf allen Positionen.

Insgesamt musste die ASG im Jahr 2023 einen Jahresfehlbetrag nach Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR -3.202 verzeichnen. Neben Inflationseffekten sorgte insbesondere der erforderliche Rückgriff auf Leiharbeitnehmer dafür, dass sich die um EUR 7 Mio. gestiegenen Umsätze nicht in einer proportionalen Ergebnisverbesserung niederschlagen konnte.

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt 1,8% der Bilanzsumme (ohne nicht durch Eigenkapital gedeckten Jahresfehlbetrag) und besteht im Wesentlichen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderung gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnissen besteht, resultieren allesamt aus erbrachten Dienstleistungen und betragen am Stichtag 31. Dezember 2023 TEUR 5.774 und liegen damit über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.796). Der Anstieg ist das Resultat der deutlich gestiegenen Umsätze.

Beschaffung

Die ASG unterhält im Gebäude 458 am Flughafen Frankfurt am Main ein Lager, in dem das Ausstattungsmaterial der Airlines gelagert und von dort auf die jeweiligen Flugzeuge gebracht wird. Des Weiteren ist im Gebäude 123 ein Handlager vorhanden. Seit 2010 ist die ASG sogenannter "reglementierter Lieferant für Bordvorräte". Für die Technischen Dienste befindet sich im Gebäude 101 ein Warenlager. Im Gebäude 123 ist für die Kfz-Werkstatt noch ein kleines Lager eingerichtet.

Investitionen

Investitionen fallen im Rahmen unserer Dienstleistung in geringem Umfang an. Die zur Beförderung unserer Arbeitsteams und des Ausstattungsmaterials eingesetzten Fahrzeuge und Hubwagen befinden sich teilweise in Eigentum und sind teilweise geleast. Der Fuhrpark wird bei Bedarf rollierend erneuert und auf Basis des Flugvolumens bei Bedarf größenseitig angepasst.

6. Finanzlage

Das Eigenkapital ist durch die laufenden Verluste seit Beginn der Corona-Krise aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 12.879 (Vj. TEUR 9.677). Zur Finanzierung der seit dem Geschäftsjahr 2020 entstandenen Verluste, sowie für die zum Betrachtungszeitpunkt 31. Dezember 2023 zu erwartende künftige Liquiditätsausstattung im Prognosezeitraum stellen die Gesellschafterinnen WISAG Airport Service Holding GmbH & Co. KG und Fraport AG verzinsliche Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 18.800 bereit.

Die ASG ist seit 1. April 2022 wieder im Cash-Pool der WISAG Aviation Service Holding SE beteiligt.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung im Berichtsjahr als nicht zufriedenstellend. Trotz der deutlich gesteigerten Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr, konnte die Gesellschaft mit dem vorhandenen Personal die operative Leistung nicht bewältigen. Zur Bewältigung der Peaks waren großen Mengen Leiharbeitnehmer erforderlich, die wiederrum zu einer Steigerung der Aufwendungen geführt haben. Letztendlich konnte die angestrebte Ergebnisverbesserung nicht wie gewünscht realisiert werden.

7. Personal

Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte die ASG 544 Mitarbeiter, was einem Aufwuchs von 22 Mitarbeitern gegenüber Vorjahr bedeutet. Das Mitarbeiterwachstum fand primär im operativen Bereich statt (503 zu 485 MA), im Verwaltungsapparat wurden dagegen nur 4 Stellen abgebaut.

Die Zusammensetzung der Beschäftigten hat sich trotz Aufwuchs nicht verändert, weiterhin sind 20% der Arbeitskräfte in Teilzeit angestellt und knapp 40% weiblich.

Die Entlohnung im gewerblichen Bereich basiert auf dem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk. Der Lohn setzt sich zusammen aus dem tariflichen Stundenlohn, Erschwerniszuschlag sowie weiteren Zuschlägen für Mehr- und Nacht- sowie Sonn- und Feiertagsarbeit. Hinzu kommen außertarifliche Funktionszulagen.

C. Voraussichtliche Entwicklung und deren Chancen und Risiken

Aufgrund der verspäteten Aufstellung im November 2025 folgt hier die Kommentierung für die nachfolgenden Geschäftsjahre 2024 bis 2026.

Plan-Ist Vergleich für das Geschäftsjahr 2024

Im Jahr 2024 erwirtschafte die ASG einen Gesamtumsatz von EUR 28,5 Mio. und lag damit EUR 2,9 Mio. unter Plan. Haupttreiber für die Entwicklung war die ausbleibende Erholung aus dem Corona-Tief, so dass insgesamt ca. 17.000 Flüge fehlten. Weiterhin war der Anteil an kleineren Kontinental-Fliegern höher, so dass der durchschnittliche Erlös ebenfalls leicht unter Plan lag. Das reduzierte Flugvolumen konnte nicht in niedrigere Kosten überführt werden, da zur Stabilisierung der operativen Situation auf ein hohes Maß an Fremdarbeiter zurückgegriffen werden musste. In der Folge verfehlte das Ergebnis nach Steuern und Zinsen mit EUR -5,1 Mio. den ursprünglichen Plan um EUR 3,4 Mio.

Prognose 2025 und 2026

Die ASG stellt in 2025 ihr Geschäftsmodell um und legt den Fokus auf die Reinigung der größeren Interkontinental-Maschinen. Für die Lufthansa-Gruppe werden künftig nur noch die großen Interkontinentalmaschinen und keine kleinen Kontinentalflieger mehr abgefertigt. Das kleinteilige Kontinentalgeschäft wird nur noch für die übrigen Kunden sowie einen sehr geringfügigen Teil der Lufthansa-Flotte aufrechterhalten. Die Abfertigung der kleineren Kontinentalmaschinen der Lufthansa-Gruppe wird künftig durch die Wettbewerber erfolgen. Dieser Geschäftsmodellwechsel wurde bereits in einem neuen Vertrag mit der Lufthansa-Gruppe mit Start zum 01.03.2025 rechtlich bindend vereinbart. Im Rahmen des Vertrages konnten höhere Handlingsraten durchgesetzt werden. Das neue Geschäftsmodell wird erwartungsgemäß zu einer Reduktion des Abfertigungsvolumens um knapp 45% führen, wobei die daraus resultierenden Umsatzverluste vollständig durch die erhöhten Handlingraten kompensiert werden können.

Weiterhin wurde entschieden, künftig auf Leiharbeitnehmer zu verzichten und stattdessen die Belegschaft mit Ausrichtung auf das neue Geschäftsmodell auszubauen. Durch die erhöhte Eigenleistungsquote erhofft sich das Management die Performanceprobleme insbesondere im nächsten Sommer in den Griff zu bekommen.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Entscheidung gefällt, die Personalgestellung für die Fraport-Kantine zu beenden. Sämtliche Ressourcen der Gesellschaft werden künftig auf die Kerngeschäftsfelder Flugzeugabfertigung und Werkstattdienstleistungen konzentriert.

Umsatzerwartung Plan 2025

Flugzeugkabinenservice TEUR 26.743
Technische Dienste TEUR 2.109
Kantinenspüldienst TEUR 0

Insgesamt betragen die für 2025 erwarteten Erlöse durch die Abfertigung von knapp 99.000 Flügen sowie die Werkstattdienstleistungen TEUR 28.852 und liegen damit in Summe rund 2% über den Erlösen im Jahr 2024 (TEUR 28.364). Auf Grundlage der bekannten Effekte im Personal- und Sachkostenbereich einerseits sowie dem Umsatzwachstum durch die Preiseffekte erwartet die Gesellschaft für das Gesamtgeschäftsjahr 2025 ein nur noch leicht negatives EAT i.H.v. voraussichtlich TEUR 532, welches damit eine deutliche Ergebnisverbesserung infolge der getroffenen Maßnahmen reflektiert.

Für das Geschäftsjahr 2026 gehen wir von einem leichten Umsatzwachstum sowie einem leicht positiven Ergebnis aus.

Bestandsgefährdendes Risiko

Zum Bilanzstichtag besteht eine bilanzielle Überschuldung aufgrund des mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres sowie der unter Pandemieeinfluss entstandenen Jahresfehlbeträge der Vorjahre. Das unter Einfluss der Corona Pandemie eingebrochene Umsatzniveau hat das Niveau des Vorkrisenzeitraums zwar schon wieder erreicht, aber Kostensteigerungen im Bereich Personal- und Sachkosten haben wieder zu einer Verschärfung der Lage geführt. Teilweise begründet sich diese Entwicklung auch durch die weiterhin hohe Krankenquote der Gesellschaft. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt am Ende des Berichtsjahres 2023 TEUR 12.879 und betrug am Ende des Berichtsjahres 2024 vorläufig 17.982 TEUR.

In ihrer Planung weist die Gesellschaft ab dem Bilanzstichtag bis zum Ende des Prognosezeitraums mit Umstellung des Geschäftsmodelles zum 1. März 2025 eine Ergebniserholung aus, die in einem nur noch leicht negativen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025 und einem leicht positiven Ergebnis für den verbleibenden Teil des Prognosezeitraums im Geschäftsjahr 2026 enden soll. Um die durch die Kostensteigerungen bedingte bereits bestehende und die künftige Liquiditätslücke im unteren zweistelligen Millionenbereich zu decken, ist die Gesellschaft auf finanzielle Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Im Zuge dessen hat die Gesellschaft von den Gesellschaftern WISAG Airport Service Holding GmbH & Co. KG und Fraport AG verzinsliche Darlehen von insgesamt TEUR 18.800 erhalten, für welche durch die Darlehensgeber ein Kündigungsverzicht bis zum 30. November 2026 erklärt wurde. Von der ursprünglich bereitgestellten Linie sind zum Stichtag 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2024 insgesamt EUR 10,4 Mio. abgerufen. Der Differenzbetrag von TEUR 8.400 wurde im Geschäftsjahr 2025 zum Ausgleich aufgelaufener negativer Cashpool-Salden verwendet, so dass der Darlehensrahmen zum Aufstellungszeitpunkt vollumfänglich ausgeschöpft ist.

Der ab 1. März 2025 beginnende Vertrag mit der Lufthansa Gruppe ist bis zum 28. Februar 2026 fest geschlossen und enthält zwei Verlängerungsoptionen bis maximal 28. Februar 2028. Die gesetzlichen Vertreter gehen in ihrer derzeitigen Planung davon aus, dass die erste Verlängerungsoption durch die Lufthansa Gruppe gezogen wird und sie somit mindestens bis zum 28. Februar 2027 Kunde der ASG bleibt. Es besteht allerdings weiterhin das Risiko, dass der Vertrag zum 28. Februar 2026 beendet wird und insofern eine gewisse Planungsunsicherheit innerhalb des Prognosezeitraums. Das Auslaufen des Vertrages hätte massive Auswirkungen auf die Ertragslage und den Personalbedarf der Gesellschaft.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist somit sowohl von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafter als auch von dem Eintreten der Prämissen der Planung abhängig. Sollten die Planannahmen nicht eintreten, ist die Gesellschaft über die Darlehen und den ermittelten Finanzierungsbedarf hinaus auf weitere Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Auch nach Ablauf des Prognosezeitraums - und somit dem Wiederaufleben der kurzfristigen Kündbarkeit der Darlehen der Gesellschafter - wird die ASG voraussichtlich von der weiteren finanziellen Unterstützung der Gesellschafter abhängig sein.

Chancen und Risiken

Im Folgenden berichten wir zusammengefasst über die Chancen und Risiken:

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und dient der frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken. Die Risikobewertung erfolgt auf Basis quantitativer und qualitativer Kriterien, wobei sowohl interne als auch externe Risiken berücksichtigt werden. Der Risikomanagementprozess umfasst die kontinuierliche Überwachung von Risiken sowie die Entwicklung von Strategien zur Risikominderung und -vermeidung. Die Ergebnisse der Risikomanagementaktivitäten fließen in die strategische Planung ein und unterstützen uns dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen. Hierzu ziehen wir insbesondere Forecasts und Plan-Ist-Vergleiche heran, um zeitnah steuernd einwirken zu können.

Chancen

Ein signifikanter Rückgang der Inflation sowie eine Erholung der Konjunktur könnten zu einer Erhöhung der verfügbaren Haushaltseinkommen führen, was wiederum eine gesteigerte Nachfrage nach Flugreisen zur Folge haben würde.

Eine Chance bietet eine mögliche rasche Beendigung der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, wodurch die geopolitische Stabilität gefördert würde, was sich positiv auf die globale Wirtschaft und den internationalen Handel auswirken kann und somit den Flugverkehr beleben würde.

Eine weitere Chance sehen wir darin, dass in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit Airlines zunehmend Wert auf langfristige und stabile Lieferantenbeziehungen legen, was es ermöglicht, höhere Preise am Markt durchzusetzen und somit die wirtschaftliche Stabilität der Branche zu unterstützen.

Risiken

Makroökonomische Risiken: Eine Verschlechterung der makroökonomischen Bedingungen, beispielsweise durch unvorhersehbare politische Entscheidungen, kann den Druck auf Airlines erhöhen. Infolgedessen könnte es schwieriger werden, Inflations- und Tarifeffekte an die an Kunden weiterzugeben, was die Rentabilität der Unternehmen gefährden könnte. Wir schätzen dieses Risiko als möglich mit moderater Auswirkung ein.

Risiken der Kundenstruktur: Die hohe Konzentration auf wenige Kunden kann zu einer erheblichen Umsatzvolatilität führen. Der Verlust eines oder mehrerer Hauptkunden könnte zu einem drastischen Rückgang der Einnahmen führen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens gefährden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum bestandsgefährdenden Risiko.

Personalrisiken: Streiks von Mitarbeitern können zu langanhaltenden Betriebsunterbrechungen führen, die den Flugbetrieb stören und die Kundenzufriedenheit negativ beeinflussen. Daneben können überdurchschnittlich hohe Krankenstandsquoten den operativen Geschäftsbetrieb wie auch die Ergebnissituation belasten. Zu den Personalrisiken zählen auch ein nicht ausreichendes Angebot an qualifizierten Personen am Arbeitsmarkt sowie die Fluktuation von Mitarbeitern. Um diesen Personalrisiken begegnen zu können, liegt unser Augenmerk auf der Mitarbeiterzufriedenheit sowie insbesondere auf der Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung. Wir schätzen dieses wahrscheinlich mit moderater Auswirkung ein.

Liquiditätsrisiken: Aufgrund der derzeitigen Finanzlage des Unternehmens besteht ein hohes Liquiditätsrisiko. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum bestandsgefährdenden Risiko.

IT-Risiken: Cyberattacken, Computerviren und Hackerangriffe können zu schwerwiegenden und anhaltenden Betriebsunterbrechungen führen, die die Effizienz und Sicherheit der Betriebsabläufe erheblich beeinträchtigen. Durch die Einbindung in die IT-Systeme der Muttergesellschaft und deren Schutzmechanismen begegnen wir diesem Risiko und schätzen dieses möglich mit moderater Auswirkung ein.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Basierend auf den dargestellten Einzelrisiken, dem bestehenden Risikomanagementsystem und der derzeitigen Entwicklung des operativen Geschäftes unterliegt der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft dem unter Punkt "Bestandsgefährdendes Risiko" dargestellten bestandsgefährdenden Risiko. Die übrigen Risiken bewegen sich in einem Chancen- und Risikoprofil, das typisch und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden ist.

D. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Anteil an Frauen in der Geschäftsführung der ASG beträgt 0%. Dies entspricht der durch den Aufsichtsrat vorgegebenen Zielgröße von 0%. Die Zielgröße von 0% wurde festgelegt, da derzeit nur ein Geschäftsführer bestellt ist und eine über Null hinausgehende Zielgröße zu starken Einschränkungen bei der Auswahl zukünftiger Bewerber führen würde. In der zweiten Führungsebene der ASG beträgt der Frauenanteil 60% bei einer festgelegten Zielgröße von 30%. In der dritten Führungsebene der ASG beträgt der Frauenanteil 33,33% bei einer festgelegten Zielgröße von 30%. Im Aufsichtsrat liegt der Frauenanteil bei 33% und liegt damit über der Zielgröße von 30%. Somit sind sämtliche Zielgrößen in den gesetzten Fristen bereits erreicht.

 

Frankfurt am Main, den 28. November 2025

Frank Riedel, Geschäftsführer

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