Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 15951
Vorher
systemform MediaCard GmbHSwiss Post Solutions GmbH
Eingetragen
6.9.2004
Branche
Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von Omnichannel-Dienstleistungen im Dokumentenin- und output und Business Process Outsourcing für Beteiligungsunternehmen und Dritte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Achim Schiebel
seit 3.2.2025
Prokura
Prokura
Oliver Berks
seit 6.9.2023
Prokura
Simon Jonathan Oliver
seit 15.5.2023
Geschäftsführer
Michael Spiess
seit 3.1.2022
Prokura
Roland Bretting
seit 3.1.2022
Prokura
Markus Langer
seit 25.4.2017
Geschäftsführer
Kristin Müller
seit 22.6.2015
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
SPS Holding AGCHE
97.61%
SPS Holding AGCHE
2.38%
SPS Holding AGCHE
0.01%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
SPS Germany GmbH
Germany
1.024.900 €
97.61%
SPS Germany GmbH
Germany
25.000 €
2.38%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Swiss Post Solutions GmbH

Prien

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

1. Wirtschaftliches Umfeld

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten.

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten.

1.2. Die Swiss Post Solutions im wirtschaftlichen Umfeld

Swiss Post Solutions (SPS) ist eine führende Anbieterin von Lösungen im Outsourcen von strategischen Geschäftsprozessen und von umfassenden Services in der Dokumentenverarbeitung. Die ungefähr 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezialisierte Partner von SPS weltweit betreuen Geschäftskunden in den Bereichen Versicherungen, Banken, Telekommunikation, Medien, Handel, Energieversorgung und Travel & Transportation. Als Teil der Schweizerischen Post hat die SPS ihren Hauptsitz in Bern (Schweiz) und ist international in allen wichtigen Wirtschaftsräumen präsent.

Die Swiss Post Solutions GmbH, Prien (SPS Prien) ist spezialisiert auf das Outsourcing im Bereich Gesundheitswesen. Zusammen mit dem Mutterunternehmen Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, werden sämtliche Outsourcing-Dienstleistungen in Deutschland abgedeckt.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Marktentwicklung

Im Jahr 2020 war der Kernmarkt "Gesundheitswesen"- wie schon in den vorangegangenen Jahren - weiterhin geprägt durch einen anhaltenden Konzentrationsprozess (Krankenkassen-Fusionen) und steigenden wirtschaftlichen Druck bei den gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Die Optimierung und Digitalisierung interner Prozesse, mit dem Ziel der Kostensenkung und Skalierbarkeit ist hierbei ein wesentliches Ziel der Krankenkassen. Hier unterstützt SPS ihre Kunden mit Robotics-Lösungen und Intelligent Automation. Ziel ist die Bearbeitung von Geschäftsvorfällen mittels Softwarelösungen.

Gleiche Entwicklungen bemerken wir in den Branchen Finanzdienstleistungen und Versicherung. Die anhaltende Niedrigzinsphase und neue Marktbedrohungen durch "Fintech" zwingen diese Märkte zu einem Umdenken. Dies führt dazu, dass sich zahlreiche Unternehmen zunehmend in Richtung der Auslagerung von Prozessen öffnen.

2.2. Geschäftsentwicklung

Bereits Ende 2016 begann der Rollout der zweiten Generation der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Aus dem Rollout ergaben sich seit 2017 erhebliche Mengensteigerungen gegenüber dem heutigen Regelbetrieb. Dies bedeutete eine bessere Auslastung und wirtschaftliche Situation im Kartenbereich. Für 2018 war nur noch die nachlaufende Regelversorgung zu produzieren. Der Rollout von PIN/PUK Briefen hat noch nicht begonnen, da die hierzu erforderlichen Zusatzanwendungen noch nicht existieren. Aufgrund von Neuausschreibungen der Krankenkassen verloren unsere Partner und Auftraggeber im Jahr 2018 wesentliches Auftragsvolumen. SPS hat sich deshalb bereits Ende 2017 entschlossen im Jahr 2018 aus der Kartenproduktion auszusteigen. Dies wurde zu ca. 80% bis Ende 2018 umgesetzt. Einige nachlaufende Aufträge wurden bis Ende Februar 2019 produziert. Eines der ursprünglichen Kernprodukte der Gesellschaft war in Jahr 2020 somit nicht mehr Teil des Produktportfolios.

Das Geschäftsfeld "DMP-Services" entwickelte sich stabil auf dem Niveau des Vorjahres und lässt auch für das Jahr 2021 einen stabilen Verlauf erwarten. Durch die vorgegebenen Verfahren läuft der Prozess heute nahezu vollständig elektronisch. Eine Ausweitung des Geschäfts soll in diesem Bereich über die Zusatzdienstleistungen Fallverlaufsprüfung erfolgen, die einen Teil des Fallmanagements für die DMP-Eingeschriebenen übernimmt und das Drop-out-Management verbessert.

Das Geschäftsfeld "Outputmanagement" (Verarbeitung der ausgehenden Korrespondenz) verlief im Geschäftsjahr 2020 weiter rückläufig. Mit der Siemens BKK ging ein wichtiger Kunde in diesem Segment bereits 2019 verloren. Für das Geschäftsjahr 2020 wurden den Kunden über das neue Produktionskonzept eine Vielzahl neuer, effizienter Möglichkeiten geboten: Die White-Paper-Factory ermöglicht den Vollfarbdruck auf weißem Papier und macht den Vordruck von Geschäftspapieren überflüssig. Gleichzeitig wurden die Möglichkeiten für Print on Demand eröffnet, was die Individualisierung der Kundenansprache stark vereinfacht und neue Marktpotentiale eröffnet.

Durch das Wegbrechen der beiden ertragsstärksten Kunden am Document Output Standort in Deutschland, Dettingen/Teck, zu Beginn des Berichtsjahres, der sich Ende 2019 bereits abgezeichnet hatte, entschloss sich die Muttergesellschaft, den Document Output Standort in Prien am Chiemsee im Jahr 2020 zu schließen. Die vorhandenen Document Output Aufträge wurden nach Abschluss eines Sozialplans für den Standort in Prien im Juli 2020 an den Produktionsstandort in Dettingen verlagert. Der Standort Prien wurde teilgeschlossen und der Mietvertrag zum Jahresende 2020 gekündigt. Das profitable "Rezeptgeschäft/Praxisbedarf" wird weiterhin in Prien fortgeführt. Dafür wurde eine geeignete Büroetage im Ort angemietet.

Die Entwicklung im Geschäftsfeld "Business-Process-Services (BPS)". wird weiter geprägt durch die Erweiterung der Branchenausrichtung auf die Kernmärkte Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Versicherung. Hierbei erfolgt eine konsequente Fokussierung auf das Thema Sachbearbeitung, um hier insbesondere im Hinblick auf das Gesamtportfolio der SPS die vertrieblichen und operativen Möglichkeiten hinsichtlich Automatisierungstechnologien nutzen zu können. Weiter entstanden durch die Corona-Pandemie Potentiale für temporär befristete Geschäfte, dessen wirtschaftliche Auswirkungen aber vor allem für das Jahr 2021 zu erwarten sind..

2.3. Umsatz

Die Umsatzerlöse 2020 nahmen gegenüber dem Vorjahr um 10,7% auf 30.047 T€ ab. Beeinflusst ist dies, neben der coronabedingten allgemeinen Marktschwäche, auch durch einzelne Bestandsverluste welche den Gewinn diverser Neugeschäfte überkompensierten. Die ambitionierte Planung für das Jahr 2020 konnten damit nicht erreicht werden.

2.4. Investitionen

Insgesamt wurden im Berichtsjahr ca. T€ 283 investiert, vor allem an den Standorten Hallstadt und Pulsnitz.

2.5. Qualitätsmanagement (QM)

Die geplanten Fehlerkosten für 2020 betrugen nur 0,16% vom operativen Betriebsertrag. Es konnte eine deutliche Verbesserung gegenüber 2019 durch Optimierung der Produktionsprozesse sowie Einführung zusätzlicher elektronischer Kontrollen erreicht werden.

Am Standort Hallstadt wurden die QS-Kosten mit 0,06% vom Betriebsertrag geplant und mit 0,07% leicht überschritten. Verstärkt traten Störungen in der Datenübertragung (DMP) aufgrund Hardwareproblemen auf.

BPS: Die permanente Investition in die Mitarbeiterqualifikation durch Training und Coaching (Vorbeugekosten) führt zu Verbesserung der Qualität. Bei gleichbleibenden Vorbeugekosten auf niedrigem Niveau konnten wie im Vorjahr die Fehlerkosten auf 0,01% vom Gesamtumsatz beibehalten werden.

2.6. Personal- und Sozialbereich

Zum Stichtag 31.12.2020 waren in der SPS Prien GmbH 472 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 525 Mitarbeiter).

Zum Bilanzstichtag befanden sich in der SPS Prien 3 (Vorjahr: 5) junge Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung. Damit dokumentieren wir unser Engagement, jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und sichern uns auch für die Zukunft qualifizierte Nachwuchskräfte.

Großen Wert legen wir auf eine kontinuierliche Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter, dies gilt für die heutigen und auch künftigen Führungskräfte im Besonderen. Die Qualifikations- und Weiterbildungsangebote fanden auch im Jahr 2020 reichlich Zuspruch und helfen bei einem gezielten und nachhaltigen Know-how Aufbau sowie der Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen.

2.7. Zertifizierungen

Die bestehenden Zertifizierungen nach DIN 9001, DIN 27001, DIN 1400 und FSC konnten im Rahmen der turnusmäßigen Rezertifizierung / Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt werden.

3. Darstellung der Lage

3.1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 716 T€ (Vorjahr 1.902 T€). Die Höhe des Sachanlagevermögens betrug 473 T€, die Summe der immateriellen Vermögensgegenstände betrug 244 T€.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 6.776 T€, fiel also um 1.709 T€ bzw. 20,1% (Vorjahr: 8.485 T€). Das Umlaufvermögen entfällt mit 5.722 T€ auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit 957 T€ auf die sonstigen Forderungen, auf die Vorräte mit 59 T€ und auf die flüssigen Mittel mit 38 T€.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich vor allem durch den Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellungen um 2.754 T€ auf 4.552 T€ vermindert. Die Restrukturierungsrückstellungen betreffen die Schließung des Standortes Prien.

Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote nunmehr bei 23,5 % (Vorjahr: 16,6 %).

3.2. Finanzlage

Die finanzielle Steuerung des Unternehmens erfolgt durch die Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg. Finanzmittel werden zentral beschafft und konzernintern über ein Cashpooling verteilt. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität sowie die Reduzierung der Kapitalbeschaffungskosten.

Die Auszahlungen für Investitionen wurden vollumfänglich aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

3.3. Ertragslage

Die Ertragslage der SPS Prien ist aufgrund von Sondereffekten, wie Restrukturierungsmaßnahmen und Personalreduzierung im Geschäftsjahr 2020 positiv.

Aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes Prien entstanden im Jahr 2020 weniger Aufwendungen. Für die Restrukturierung wurde im Vorjahr entsprechend eine Rückstellung gebildet.

Das Betriebsergebnis (Jahresergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern) von 6.380 T€ (Vorjahr: -1.664 T€) liegt um 8.044 T€ über dem Vorjahr, was hauptsächlich mit der Schließung des Standortes zusammenhängt. Die Planziele konnten aufgrund der oben genannten Effekte für das Geschäftsjahr 2020 erreicht werden.

4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit Ihren Chancen und Risiken

4.1. Chancen und Risiken der Gesellschaft

Das Nachfrageverhalten der Kunden aus dem Gesundheitswesen ist weitestgehend nicht beeinflussbar und stark von den politischen Rahmenbedingungen abhängig. In diesem Zusammenhang besteht auch weiterhin ein vertretbares Maß an Planungsunsicherheit.

Neuausschreibungen seitens der Kassen in allen von der SPS Prien angebotenen Dienstleistungen stellen ein deutliches Risiko für die kommenden Jahre dar. Hier wird darauf hingewiesen, dass die Beendigung der Kartenproduktion am Standort Prien in 2019 deutliche Spuren hinterließ.

Andererseits bietet die Ausweitung des Lösungsportfolios in Hallstadt neue Möglichkeiten, neue Kundengruppen zu erschließen.

Für mögliche allgemeine Schadensfälle und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Diese stellen sicher, dass sich mögliche finanzielle Folgen eintretender Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden.

Aufgrund des Covid-19-Virus besteht bei weiter steigenden Infektionszahlen das Risiko behördlicher Auflagen, die den Geschäftsbetrieb in gewissen Umfang einschränken können.

Weiterhin steigt das Risiko von Zahlungsausfällen bei Zunahme der Fallzahlen. Weitere größere Risiken sind aus der aktuellen Entwicklung mit dem Covid-19-Virus nicht erkennbar.

Wesentliche Risikomanagementziele sind die Erhaltung der Ertragskraft und der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens.

Zur Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des operativen Geschäftes besteht ein umfassendes Berichtswesen. Die Aus- und Bewertung des Berichtswesens erfolgt sowohl durch die Geschäftsleitung der Gesellschaft als auch durch das Controlling und die Geschäftsführung der Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg.

4.2. Marktchancen und Marktposition

Durch die starke Positionierung der Gesellschaft als Dienstleister für das Gesundheitswesen und die Erweiterung des Kundenportfolios auf den Industriesektor sowie dem Aufbau neuer und zukunftsträchtiger Dienstleistungen (z. B. White-Paper-Factory, Print on Demand mit Zukauf am Standort in Dettingen) und der Weiterentwicklung neuer Themen wie DMP Guide, Hybrides Outputmanagement und der Teil- und Vollautomatisierung bei der Bearbeitung von auslagerungsfähigen Geschäftsvorfällen der Kassen ist trotz schwieriger Marktbedingungen von einer stabilen Entwicklung auszugehen.

Zudem eröffnet die Erweiterung der Zielbranchen im Geschäftsfeld Business-Process-Services (BPS) auf die Finanzdienstleister im Bereich Sachbearbeitung gute Marktpotentiale, welches sich bereits in den ersten neu gewonnenen Kundenprojekten zeigt.

4.3. Voraussichtliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2018

Durch neue Produktionskonzepte, der Ausweitung der Kundensegmenten und in Folge von Corona entstandenen Marktpotentialen kann nach dem vorliegenden Kenntnisstand von einer positiven Entwicklung ausgegangen werden.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder dessen künftige Entwicklung gefährden sind zurzeit nicht erkennbar. Weder aus abgeschlossenen noch aus auslaufenden Geschäftsverbindungen liegen nennenswerte Abwicklungs- oder Prozessrisiken zu Lasten der Gesellschaft vor.

Für das Jahr 2021 wird ein stabiler Geschäftsverlauf erwartet, auch aufgrund erheblicher Kosteneinsparungen durch die Schließung des Produktionsstandortes in Prien, eine wesentliche Verbesserung des Betriebsergebnisses und der Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahr. Durch den Ausbruch der Corona Pandemie ist aber mit einem leichten Umsatzrückgang im Jahr 2021 zu rechnen.

 

Prien, 31. Mai 2021

gez. Michael Auerbach, Geschäftsführer

gez. Markus Langer, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

SWISS POST SOLUTIONS GMBH, PRIEN

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 716.434,66 1.902.372,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 243.812,69 466.666,60
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.812,69 441.666,60
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 25.000,00
II. Sachanlagen 472.621,97 1.435.705,50
1. Technische Anlagen und Maschinen 73.734,11 305.640,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.887,86 1.128.804,96
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.260,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.776.107,24 8.485.337,43
I. Vorräte 59.438,02 69.084,12
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 50.000,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.724,96 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.713,06 10.405,82
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.678,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.678.451,75 8.330.080,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.432.361,49 4.334.351,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.289.185,51 3.684.963,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 956.904,75 310.766,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 38.217,47 86.172,42
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.010,73 292.582,34
7.515.552,63 10.680.291,87

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 1.768.477,02 1.768.477,02
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Gewinnvortrag 718.477,02 718.477,02
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.551.836,56 7.306.050,37
1. Sonstige Rückstellungen 4.551.836,56 7.306.050,37
C. VERBINDLICHKEITEN 1.195.239,05 1.605.764,48
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 525,94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 329.989,04 499.119,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.174,56 511.183,54
4. Sonstige Verbindlichkeiten 833.075,45 594.935,36
- davon aus Steuern: EUR 349.484,09(Vj.: EUR 406.948,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 314,75(Vj.: EUR 85,35)
7.515.552,63 10.680.291,87

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.046.952,60 33.630.068,80
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.081,14 -12.954,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.393.136,99 858.436,89
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 128,52 (Vorjahr: EUR 365,96)
4. Materialaufwand -4.441.372,70 -6.368.862,54
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.686.157,03 -2.718.520,57
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.755.215,67 -3.650.341,97
5. Personalaufwand -12.373.060,42 -18.478.840,81
a) Löhne und Gehälter -10.403.559,79 -16.112.995,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.969.500,63 -2.365.845,31
- davon für Altersversorgung: EUR 652,25 (Vj.: EUR 43.287,63)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -686.968,08 -1.306.714,68
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.559.365,38 -9.985.002,38
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 453,47 (Vorjahr: EUR 4.241,18)
8. Betriebsergebnis 6.380.404,15 -1.663.869,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.643,05 5.107,56
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -151.001,19 -330,30
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 330,30)
11. Finanzergebnis -145.358,14 4.777,26
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -54.775,98 0,00
13. Ergebnis nach Steuern 6.180.270,03 -1.659.091,94
14. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 1.659.091,94
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -6.180.270,03 0,00
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 15951 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, um planmäßige Abschreibungen (3 - 8 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Für bewegliche Anlagegüter wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Seit 2019 werden geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 250 als sofortiger Aufwand erfasst. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten netto EUR 250 bis EUR 1.000 betragen, werden im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jährlich 20 % abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800 im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Die Bildung eines Sammelpostens ist ab dem Geschäftsjahr 2020 abgeschafft.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedriger beizulegenden Werten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs ihres Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Wechselkursänderungen zum Abschlussstichtag werden auf der Grundlage des Devisenkassamittelkurses ermittelt und ergebniswirksam berücksichtigt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

II. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 108.789,49 (Vorjahr EUR 83.842,98). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.180.396,02 (Vorjahr EUR 3.601.120,19) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

III. Eigenkapital

Durch den Gewinnabführungsvertrag vom 09.06.2020 führt die Gesellschaft den Gewinnabführungsvertrag vom 15.11.2014 mit der Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, fort. Aufgrund des fortgeführten Gewinnabführungsvertrags wurde der Gewinn in Höhe von EUR 6.180.270,03 an die Gesellschafterin abgeführt (Vorjahr Verlustübernahme in Höhe von EUR 1.659.091,94).

IV. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 4.551.836,56 (Vorjahr EUR 7.306.050,37) beinhalten im Wesentlichen:

2020 2019
TEUR TEUR
Restrukturierungsrückstellungen 3.171 5.761
Gewährleistungsrückstellungen 214 33
Urlaubsverpflichtungen 104 221
ausstehende Eingangsrechnungen 138 250
Überstundenverpflichtungen 68 137
Kundenboni 0 4
sonstige Personalrückstellungen 649 755

V. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 32.174,56 (Vorjahr EUR 511.183,54) enthalten und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 32.174,56 (Vorjahr EUR 511.172,52) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 940.931,83 enthalten, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 54.108,02 enthalten, insbesondere aus Aufwendungen aus Forderungsverlusten und Anlagenverkauf-Buchverlust.

E. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Swiss Post Solutions GmbH, Prien, waren im Geschäftsjahr:

Herr Markus Langer, Geschäftsführer, Dorsten

Herr Michael Auerbach, Geschäftsführer, Mühltal.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2020 Vorjahr
Vollzeitkräfte 218 261
Teilzeitkräfte 254 264
Gesamt 472 525
Davon Auszubildende 3 6

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31.12.2020 sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3 HGB aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 693.687,52 (Vorjahr EUR 1.606.747,24).

Konzernverhältnisse

Die Schweizerische Post AG, Bern, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2020 den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird am Sitz und auf der Homepage der Gesellschaft offengelegt und ist im Bundesanzeiger offenzulegen.

 

Prien, 31. Mai 2021

Michael Auerbach, Geschäftsführer

Markus Langer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 1.07.2021 festgestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.087.569,97 73.663,25 817.440,17 0,00 1.343.793,05
2. Geleistete Anzahlungen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00 0,00
2.112.569,97 73.663,25 842.440,17 0,00 1.343.793,05
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 410.011,05 0,00 410.011,05 0,00 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.595.533,86 75.024,19 3.558.062,04 0,00 112.496,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.721.962,93 134.234,39 2.887.585,21 0,00 3.968.612,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.260,00 0,00 1.260,00 0,00 0,00
10.728.767,84 209.258,58 6.856.918,30 0,00 4.081.108,12
12.841.337,81 282.921,83 7.699.358,47 0,00 5.424.901,17
Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.645.903,37 215.896,09 761.819,10 0,00 1.099.980,36
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.645.903,37 215.896,09 761.819,10 0,00 1.099.980,36
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 410.011,05 0,00 410.011,05 0,00 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.289.893,32 194.249,45 3.136.380,87 309.000,00 38.761,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.593.157,97 276.822,54 2.300.256,26 0,00 3.569.724,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.293.062,34 471.071,99 5.846.648,18 309.000,00 3.608.486,15
10.938.965,71 686.968,08 6.608.467,28 309.000,00 4.708.466,51
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.812,69 441.666,60
2. Geleistete Anzahlungen 0.00 25.000,00
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
243.812,69 466.666,60
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 73.734,11 305.640,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.887,86 1.128.804,96
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.260,00
472.621,97 1.435.705,50
716.434,66 1.902.372,10

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Swiss Post Solutions GmbH, Prien:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Swiss Post Solutiom GmbH, Prien, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Swiss Post Solutiom GmbH, Prien, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 31. Mai 2021

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

Karwath, Wirtschaftsprüfer

(An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)"

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