Abfallwirtschaft Nordharz GmbH
Brockenblick 1, 38855 Wernigerode, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Hirschfeld seit 20.1.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 34.33% | |
Landkreis Harz | 32.83% |
| 32.83% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Abfallwirtschaft Nordharz GmbHWernigerodeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31.12.2023A. GrundlagenI. Organisation und Leistungsangebot Die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH (kurz: AWN) ist eine gemeinsame Gesellschaft (PPP-Gesellschaft), deren Gesellschafter die REMONDIS Kommunale Dienste Ost GmbH, Kloster Lehnin und der Landkreis Harz sind. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 67,16 % von der REMONDIS Kommunale Dienste Ost GmbH und zu 32,84 % vom Landkreis Harz gehalten. Am Standort Wernigerode betreibt die AWN einen Betriebshof mit Umschlagplatz für diverse Abfälle zur Verwertung, für Abfälle zur Beseitigung sowie für Altglas. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über eine Sortieranlage und eine Ballenpresse. Sie beschäftigt sich außerdem mit der Aufbereitung von verwertbaren Abfällen (z. B.: Altholz). Darüber hinaus wird von der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH eine Vielzahl von Logistikdienstleistungen im Bereich der Entsorgung angeboten. Hier sind vorrangig die Sammlung und der Transport von Haus- und Sperrmüll sowie Baum- und Strauchschnitt zu nennen. Die Gesellschaft sammelt und transportiert außerdem Pappe, Papier, Kartonagen, Glas und Leichtverpackungen sowie andere Wertstoffe aus Haushalten, von öffentlichen Einrichtungen und Gewerbe- und Industriebetrieben. Außerdem betreibt die AWN einen Containerdienst und ist als beauftragter Dritter für den ortsansässigen Wasser- und Abwasserverband im Bereich der dezentralen Fäkalienentsorgung aktiv. Dienstleistungen im Bereich der maschinellen Straßenreinigung rundet das Betätigungsfeld der Gesellschaft ab. II. Forschung und Entwicklung Die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH realisiert u.a. diverse anlagengestützte Kunststoff-Sortierleistungen. Im Interesse qualitativer und quantitativer Verbesserungen des Outputs wurde in zahlreichen Versuchen erfolgreich nach Optimierungspotentialen gesucht. Die Erkenntnisse führten zu Spezifikationen der Anlagentechnik. Im Ergebnis konnten der Materialdurchsatz und die Output-Qualität verbessert werden. III. Änderungen im Geschäftsjahr Für die Gesellschaft gab es keine relevanten Änderungen bei der Anzahl der Dienstleistungsverträge. Der Leistungsumfang blieb nahezu unverändert. Die Situation auf dem Markt für Sekundärrohstoffe ist trotz positiver Tendenzen weiterhin angespannt. B. WirtschaftsberichtI. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Die deutsche Kreislaufwirtschaft ist weiterhin von einer Branchenkonsolidierung und von Zusammenschlüssen von Marktteilnehmern geprägt. Darüber hinaus ist die Branche auch weiterhin von (Re-) Kommunalisierungstendenzen gekennzeichnet. Im Bereich der dualen Systeme sind nach einigen Änderungen nun wieder 10 Systemanbieter bundesweit aktiv. Damit hat sich die Anzahl der Systembetreiber gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Im Jahr 2023 erlebte die deutsche Wirtschaft in vielen Bereichen nach mehreren Jahren wirtschaftlichen Aufschwungs eine Stagnation, zum Teil auch einen spürbaren Einbruch. Hauptgründe für diese Entwicklung waren neben politisch motivierten Änderungen von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch weiterhin die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die Nachwirkungen der CORONA-Pandemie. Die Auswirkungen der Energiewende und die sich zunehmend schwieriger darstellende Situation auf dem Arbeitsmarkt und dem einhergehenden Mangel an Fachkräften erschwert in vielen Branchen die wirtschaftliche Situation. Das nachlassende Vertrauen in die Beständigkeit wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen, die zurückgehende Binnennachfrage und ein stagnierender, teilweise rückläufiger Außenhandel sorgten darüber hinaus für unternehmerische Zurückhaltung bei neuen Investitionen. In der Gesamtbetrachtung des Jahres 2023 reagierten die meisten Märkte gegenüber den Vorjahren mit Stagnation. Das Abfall- und Wertstoffaufkommen verblieb auf Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen verbesserte sich im Jahr 2023 etwas. Ein Großteil der in der deutschen Kreislaufwirtschaft gesammelten Wertstoffe wie Metalle, Papier, Glas und Kunststoffe werden international als Rohstoffe für die Produktion vermarktet. Ein hohes Preisniveau auf den Rohstoffmärkten unterstützt die Recycling- und Verwertungstechnologien und schafft neue Wertschöpfungspotenziale für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erholte sich das Preisniveau für mehrere Sekundärrohstoffe (Papier, Holz, Altmetall), jedoch gab es zum Teil auch Schwierigkeiten bei der Absteuerung einiger Materialien. Insbesondere der internationale Handel mit Sekundärrohstoffen entwickelte sich nicht in dem gewünschten Ausmaß. Seitdem China, der ehemalige Hauptimporteur von Sekundärrohstoffen, die Einfuhr von Wertstoffen aus Aufbereitungsprozessen stark reglementiert, sind spürbare Veränderungen beim Handel vor allem mit Altpapier und Kunststoffen festzustellen. Gerade für die Vermarktung dieser Sekundärrohstoffe mussten neue Absatzwege gefunden werden. Diese Aufgabe konnte im letzten Jahr gut bewältigt werden, die internationale Nachfrage bewegt sich jedoch nur auf gleichbleibendem Niveau. Die verstärkte Nachfrage im Inland führte zu einer Erhöhung der Sekundärrohstoffpreise bei Altpapier und Altholz. Die nationale Nachfrage nach dem Sekundärrohstoff Altholz hat sich gegenüber dem Vorjahr belebt. Trotz weiterhin gefüllter Vorratslager bei den Altholzverwertern war ein signifikanter Nachfrageanstieg festzustellen. Die veränderte Marktsituation führte letztlich auch zu einer geänderten Preisgestaltung auf dem Altholzmarkt. 2. Geschäftsverlauf Die Hauptauftraggeber der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH sind öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger sowie die Betreiber der dualen Systeme. Die regionale Marktstruktur im Einzugsgebiet der AWN hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesellschaft erfüllt u. a. Entsorgungsdienstleistungen als Drittbeauftragter bei der Sammlung und dem Transport kommunaler Abfälle. Die kommunalen Hausmüll-, Sperrmüll- und Pappe-/ Papier-Sammlungen sowie die Erfassung der Leichtverpackungen (LVP) sind durch fortlaufende Vertragsverhältnisse weiterhin gesichert. Die neu abgeschlossenen Entsorgungsverträge zu verbesserten Konditionen hatten im abgeschlossenen Geschäftsjahr eine Verbesserung des Betriebsergebnisses zur Folge. Die Aktivitäten im Bereich der Sortieranlage wurden im Verlauf des Geschäftsjahres kontinuierlich fortgesetzt. Damit konnte die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH auch die Umschlagaktivitäten als ein wesentliches Geschäftsfeld kontinuierlich fortführen. Im Bereich des Containerdienstes sind nach wie vor zahlreiche kleinere Wettbewerber auf dem Markt vertreten, gegen die sich die AWN erfolgreich durchsetzen konnte. Mehrere größere Aufträge haben auch diesen Dienstleistungsbereich positiv beeinflusst. Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 wurde für 2023 ein im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichbleibender Jahresüberschuss prognostiziert. Dieses Ziel konnte übertroffen werden, wobei sich die Entwicklung des Jahresüberschusses deutlicher darstellte als zunächst vermutet. Wesentliche Faktoren dafür waren die verbesserten Konditionen bei mehreren relevanten Erfassungsaufträgen sowie der Großaufträge im Containerdienst. II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Ertragslage Im Berichtsjahr wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 17,66 Mio. € (Vorjahr: 15,29 Mio. €) realisiert. Damit lag dieser über dem Vorjahresniveau. Die seit Anfang 2023 wirksamen Entgelte für die kommunalen Entsorgungsleistungen führten dazu, dass der in den letzten Jahren defizitäre Bereich nun ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Im Bereich der gewerblichen Entsorgungsleistungen wurden in Bedarfsfällen Preisanpassungen vorgenommen. Der Umsatz wurde zu 68 % im Bereich Logistik, zu 25 % im Bereich Sortierung, Aufbereitung und Vermarktung von Wertstoffen und zu 7 % im Bereich Vermietung und sonstige Erlöse erwirtschaftet. Der Personalaufwand lag inklusive Fremdpersonal im Berichtsjahr mit 6.144,2 T€ über dem Vorjahresniveau. In der Gesellschaft wurden durchschnittlich 135 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 138 Mitarbeiter).
Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 1.840,5 T€ um 330,6 T€ über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2023: 4.011 T€) haben sich gegenüber dem Vorjahr um 211 T€ erhöht. Maßgeblich dafür sind Einzelwertberichtigungen sowie höhere EDV- und Energiekosten. Der Zinsaufwand hat sich aufgrund fremdfinanzierter Ersatzinvestitionen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Jahresergebnis der AWN beläuft sich vor Steuern auf 2.666,4 T€ und liegt damit über dem des Vorjahres (977,6 T€). Die Rentabilität stellt sich gemessen an der Cashflow-Wertschöpfungsquote wie folgt dar:
Cashflow = Jahresüberschuss vor EE-Steuern abzgl. Gewerbesteuern zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten abzgl. Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen abzgl. Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens zzgl. des approximierten Tilgungsanteils aus den Leasingaufwendungen zzgl. der Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind zzgl. der Zunahme der Rückstellungen zzgl. der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Wertschöpfung = Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen abzgl. Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1.239,3 T€ von 2.519,4 T€ auf 3.758,7 T€ erhöht. Gemessen am Rohertrag hat sich die EBITDA-Quote von 22,4 % im Vorjahr auf 31,3 % im Jahr 2023 erhöht. Der Anteil des Jahresüberschusses am Rohertrag erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 % auf 15,6 %.
Rohertrag = Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung bzw. abzgl. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen. EBITDA = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4.282,2 T€ auf 11.059,4 T€ (Vorjahr 6.777,2 T€). Dies ist im Wesentlichen auf die Investitionstätigkeit in den Fuhrpark und in den Behälterbestand sowie auf ein höheres Bankguthaben zurückzuführen. Auf der Passivseite der Bilanz wirkten sich der höhere Jahresüberschuss, höhere Rückstellungen sowie höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen entsprechend aus. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote wie folgt:
Eigenkapital = Gezeichnetes Kapital + Kapitalrücklage + Gewinnrücklagen +Gewinnvortrag + Jahresüberschuss Bilanzsumme = Summe Aktiva oder Summe Passiva. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 (632,4 T€) wurde in voller Höhe an die Gesellschafter ausgeschüttet. Im Berichtsjahr wurden mehr Kredite aufgenommen als zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 1.627,9 T€ auf 3.326,3 T€ erhöht (2022: 1.698,4 T€). Die Verbindlichkeiten aus allgemeinen Lieferungen und Leistungen nahmen um 103,4 T€ ab. Gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich die Verbindlichkeiten im Berichtszeitraum um 462,7 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 17,0 T€. Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.072,2 T€. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere Steuerrückstellungen sowie höhere Rückstellungen im Personalbereich zurückzuführen. Die Summe der weiteren sonstigen Rückstellungen lag etwa auf dem Vorjahresniveau. 3. Finanzlage Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von 3.742,6 T€ aus (Vorjahr: 533,9 T€). Die nachfolgend dargestellten Cashflows wurden gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 berechnet. Cashflow aus operativer Tätigkeit: Zur Finanzierung der Ersatzinvestitionen nahm die Gesellschaft zusätzliche Darlehen auf. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt einen Wert von 4.797,2 T€ (Vorjahr: 2.012,0 T€). Der Quotient aus Netto-Finanzschulden zu EBITDA beträgt - 11,08 %.
* Netto-Finanzvermögen Netto-Finanzschulden = Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel abzgl. Wertpapiere des Anlagevermögens abzgl. Wertpapiere des Umlaufvermögens abzgl. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (jeweils zum Stichtag). EBITDA = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Cashflow aus Investitionstätigkeit Die Investitionen des Jahres 2023 in Höhe von 2.674,1 T€ betrafen vor allem notwendige Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark und Behälterbestand sowie in technische Sachanlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen lag bei - 2.506,5 T€ (Vorjahr: - 1.096,1 T€). Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 918,0 T€ (Vorjahr: - 1.449,3 T€). Dieser enthält die Ausschüttung des Jahresüberschusses des Vorjahres in Höhe von 632,4 T€. Im Berichtsjahr stand der AWN durchschnittlich eine nicht ausgenutzte Kreditlinie in Höhe von 801,0 T€ zur Verfügung. III. Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Zusammenfassend zeigte sich aus der Sicht der Geschäftsführung im Berichtsjahr eine Stabilisierung der operativen Aktivitäten. Der Preisverfall bei einigen Sekundärrohstoffen konnte gestoppt werden. Negative Einflüsse auf das Gesamtergebnis hatten die Auswirkungen der Energiewende und des Ukraine-Krieges mit einhergehenden Preissteigerungen für Energie und Dieselkraftstoff. Darüber hinaus gestaltete sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten schwierig. Neben den zum Teil erheblichen Preissteigerungen stellte auch die (Nicht-)Verfügbarkeit von z. B. Fahrzeugen, Behältern oder Ersatzteilen ein zunehmendes Problem dar. Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss oberhalb des Vorjahresniveaus erzielt werden. C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenI. Chancen- und Risikobericht Zur Erfassung der Chancen und Risiken und zum Umgang mit diesen werden wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente genutzt. Zudem ist die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann SE & Co. KG einbezogen. Zusätzlich zum Ad-Hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert. Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnis-Reporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Planabgleich unterzogen und somit eine Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Chancen bestehen im möglichen weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit sowohl im Bereich Sortierung/Aufbereitung als auch im Bereich Logistik. Risiken betreffen u. a. die Entwicklung des Arbeitsmarktes, der Absatzmärkte für Sekundärrohstoffe und die Entwicklung der Einkaufspreise z. B. für Treibstoffe. Im Übrigen wird auf den Abschnitt "Ausblick des Unternehmens" verwiesen. Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt und nicht erkennbar. II. Prognosebericht 1. Entwicklung der Rahmenbedingungen Nach aktueller Gesetzeslage müssen Gewerbe- sowie Bau- und Abbruchabfälle weitestgehend vorbehandelt bzw. aufbereitet werden. Diese Rahmenbedingung ermöglicht Dienstleistern der Kreislaufwirtschaft die Erweiterung ihrer Geschäftsfelder. Die sich allmählich verbessernden Vermarktungsmöglichkeiten von Sekundärrohstoffen, sowohl national als auch international, begründen den damit verbundenen wirtschaftlichen Erfolg. Chancen aus Investitions- oder Kooperationsmöglichkeiten werden einzelfall-spezifisch geprüft. Dem Ausfallrisiko von Leistungsforderungen begegnet die AWN mit einem intensiven Debitorenmanagement mit optimierten Mahn- und Inkassoprozessen. 2. Ausblick des Unternehmens Nachdem im Jahr 2022 die langfristigen Verträge für die kommunale Abfallentsorgung neu ausgeschrieben wurden und die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH sich mit ihrer lokalen Kenntnis, dem Standortvorteil und einer engagierten Kalkulation erfolgreich an der Ausschreibung beteiligt hat, zeigen die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2023, dass durch die Verteidigung der vertraglichen Leistungen eine solide Basis für den Fortbestand des Unternehmens und die Sicherung der Arbeitsplätze für die Beschäftigten geschaffen werden konnte. Parallel zu den kommunalen Entsorgungsleistungen wurden im Jahr 2022 auch die Verträge für die Sammlung von Altglas für die Vertragsgebiete Landkreis Harz und Landkreis Goslar neu ausgeschrieben. Auch diese Beauftragungen bleiben nach erfolgreicher Angebotsabgabe bei der AWN und sichern auch für die kommenden Jahre eine stabile Basis für die geschäftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft. Es ist und bleibt das Ziel, auch in den kommenden Jahren die wesentlichen Verträge für die Sammlung, den Transport und den Umschlag für unterschiedliche Wertstoffe und Abfälle zu sichern. Für die Sortierung von Kunststoffen, Folie und Papier wird die vorhandene Technik in zunehmendem Maße genutzt. Darüber hinaus werden Gewerbeabfälle nach den Festlegungen der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) sortiert. Damit sieht sich die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH aufgrund ihrer Organisationsstruktur gut positioniert, die Herausforderungen, die sich aus dem novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetz und aus der GewAbfV ergeben, zu erfüllen. Potenzielle Chancen, die sich bspw. aus einer möglichen Einführung der flächendeckenden Bioabfallsammlung und -verwertung oder aus einer Freigabe der gewerblichen Sammlung, mit einhergehendem Umsatz- und Ergebniseffekt ergeben würden, können somit genutzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Situation bei einigen AWN-Kunden durch die Auswirkungen der Energiewende, die Entwicklung der Energie- und Dieselkosten sowie der Preisentwicklung auch auf anderen Beschaffungsmärkten auf deren geschäftliche Aktivitäten auswirkt. Diese Auswirkungen könnten auch Einfluss auf den Umfang unserer Dienstleistungsaktivitäten haben. Die Neuverträge für die kommunalen Entsorgungsleistungen führten im Geschäftsjahr 2023 zu verbesserten Leistungsentgelten. Die Vorgaben dieser Verträge, der Abschluss eines neuen Tarifvertrages für die Beschäftigten der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH mit Wirkung ab Januar 2024, die Erhöhung der Maut-Kosten sowie die CO 2 -Besteuerung werden sich auf das Geschäftsjahr 2024 jedoch negativ auswirken. Bei den geschäftlichen Aktivitäten mit den gewerblichen und industriellen Kunden muss mit einigen Einschränkungen gerechnet werden. Aus den genannten Gründen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich geringerer Jahresüberschuss prognostiziert.
Wernigerode, den 13. Februar 2024 Dirk Hirschfeld Stefan Rist Bilanz zum 31.12.2023Abfallwirtschaft Nordharz GmbH, WernigerodeAmtsgericht Stendal, HRB 100 985AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2023Abfallwirtschaft Nordharz GmbH, Wernigerode
I. GRUNDLAGENDie Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß §§ 264 und § 267 Abs. 2 und 4 HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODENDie Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen geändert: In der Bilanz:
In der Gewinn- und Verlustrechnung:
Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. Aktiva: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei vor dem 01.01.2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 01.01.2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:
Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht. Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € (bis 2017: 150 €) werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € (bis 2017: 150 €) zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € (bis 2017: 150 €) und 800 € (bis 2017: 410 €) werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse ist insbesondere bei Wertstoffen aus dem Recyclingprozess unverhältnismäßig aufwändig, so dass sie retrograd aus dem Veräußerungswert abzüglich Gewinne und anteiliger Verwaltungs- und Vertriebskosten abgeleitet werden. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Einnahmen bzw. Ausgaben, die Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse, Zulagen und Investitionsförderungen zur Anschaffung und Herstellung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen:Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 298.970,04 € (Vorjahr 270.258,55 €). Folgende Beträge größeren Umfangs sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten, entstehen rechtlich jedoch erst nach dem Abschlussstichtag: 16.414,45 € (noch nicht abzugsfähige Vorsteuer). Aktive latente Steuern: Der Saldo der latenten Steuern zum Bilanzstichtag resultiert aus 71.911,81 € aktiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern erhöhen sich im Geschäftsjahr um 5.484,25 €. Eigenkapital: Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 1.715.200,00 €. Im Eigenkapital ist ein Betrag von 71.911,81 € aus der Aktivierung latenter Steuern potentiell zur Ausschüttung gesperrt. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, unterlassene Instandhaltungen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Schadenersatzansprüche gebildet. Verbindlichkeiten: Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Insgesamt sind von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 373.650,00 € durch Sicherungsübereignungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 539.265,65 € (Vorjahr: 76.609,08 €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 539.265,65 € (Vorjahr: 76.609,08 €). Weitere Angaben zur Bilanz: Über die Verwendung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschusses entscheidet die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführung empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresüberschuss an die Gesellschafter auszuschütten. Die Aufteilung erfolgt gemäß dem Gesellschaftsvertrag. Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 632.434,02 € wurde laut Gesellschafterbeschluss in voller Höhe an die Gesellschafter ausgeschüttet. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Aufwendungen:Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. sonstige Steuern in Höhe von 47.972,86 € (Vorjahr 47.070,62 €). Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen / Erträge: Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen beträgt -36,00 € (Vorjahr 20,00 €). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag: In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für Vorperioden in Höhe von 8.736,18 € enthalten. V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRESZwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. VI. ERGÄNZENDE ANGABEN Arbeitnehmerzahlen:Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers: Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMENMitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS SE & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANENDer Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an: Herr Dirk Hirschfeld, Quedlinburg, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH Herr Stefan Rist, Magdeburg, Geschäftsführer der REMONDIS Verwaltungsgesellschaft mbH Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Wernigerode, den 13. Februar 2024 Abfallwirtschaft Nordharz GmbH Dirk Hirschfeld Stefan Rist Anlagengitter zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Abfallwirtschaft Nordharz GmbH, Wernigerode Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH, Wernigerode, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Abfallwirtschaft Nordharz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 8. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Dominik Walschus, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.05.2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen