Volksbank im Bergischen Land eG

Remscheid

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal GnR 238
Vorher
VOLKSBANK REMSCHEID - SOLINGEN EGVolksbank Remscheid-Solingen eG
Eingetragen
4.7.2003
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften sowie von Warengeschäften, unter anderem a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandgeschäftes einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen sowie das Immobiliengeschäft; j) die Beteiligungen; k) der Handel in Waren aller Art. Der Geschäftsbetrieb kann auf Nichtmitglieder ausgedehnt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henning Wichart
seit 22.7.2024
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Sven Chudzinski
seit 11.6.2021
Prokura
Kristina Hellwig
seit 16.1.2019
Prokura
Ulrich Berning
seit 11.1.2018
Prokura
Mathias Prestenbach
seit 8.12.2017
Prokura
Oliver Niehaus
seit 7.9.2017
Prokura
Klaus Sticht
seit 7.9.2017
Prokura
Jörn Steinberg
seit 7.9.2017
Prokura
Thomas Willczek
seit 15.1.2015
Prokura
Mike Fahlenbock
seit 9.7.2014
Prokura
Andreas Bona
seit 25.6.2012
Prokura
Prokura
Oliver Kaul
seit 13.1.2005
Prokura
Andreas Otto
seit 3.8.2004
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank im Bergischen Land eG

Remscheid

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): "Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023"

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate von Maximalwerten im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Der Euro blieb relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August 2023 bis zum 13. Oktober 2023 von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und das Jahr 2023 mit 1,10 US-Dollar beschließen.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Sie erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar 2023 bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 2023 5,5 % seines Kurswertes. Von Anfang November bis Jahresende legte er um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

Wirtschaftliche Entwicklung im heimischen Raum

Quelle: Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid: "IHK-Konjunkturbericht Jahresbeginn 2024"

Zum Jahresbeginn 2024 ist das Konjunkturklima im Bergischen Städtedreieck weiter trüb. Bei jedem vierten Unternehmen laufen die Geschäfte gut, bei 30 % hingegen schlecht. 45 % bewerten ihre gegenwärtige Lage als befriedigend. Im Vergleich der drei bergischen Großstädte schneidet die Remscheider Wirtschaft zurzeit am schwächsten ab, da hier der Wertschöpfungsanteil der Dienstleister niedriger ist als in den beiden Nachbarstädten. Trotz der unbefriedigenden Entwicklung der Konjunktur bleibt die finanzielle Lage der bergischen Wirtschaft robust: Immerhin sechs von zehn Unternehmen schätzen ihre Finanzlage als unproblematisch ein. Ein Aufschwung für die bergische Wirtschaft ist nicht in Sicht. Jeder dritte Betrieb befürchtet, dass sich seine Lage im Jahr 2024 verschlechtern wird. Nur 16 % hoffen auf eine Verbesserung. Besonders pessimistisch ist das Gastgewerbe. Seit Jahresanfang unterliegen Speisen in der Gastronomie wieder einem Mehrwertsteuersatz von 19 %. Die Gastwirte sehen sich gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, und befürchten daher, dass die Gäste weniger konsumieren werden.

Die Sorgen um die Standortbedingungen haben in den vergangenen Monaten spürbar zugenommen. 58 % der Umfrageteilnehmer befürchten, dass die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ihre Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten beeinträchtigen könnten. Zahlreiche Unternehmen kritisieren die mangelnde Zuverlässigkeit der Bundesregierung. Auch die überbordende Bürokratie schwächt die Attraktivität des Standorts Deutschland. Als Beispiele werden das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die Nachhaltigkeitsberichterstattung genannt. Nur 13 % der Umfrageteilnehmer wollen zusätzliche Stellen schaffen. Während die Dienstleistungsbranchen ihren Personalbestand erhöhen möchten, beabsichtigen die übrigen Wirtschaftszweige, Stellen zu streichen. Dies gilt in besonderem Maße für den Großhandel.

Die bergische Industrie bewertet ihre aktuelle Geschäftslage ähnlich wie im Herbst 2023. Jeder vierte Umfrageteilnehmer bezeichnet seine Lage als gut, 31 % hingegen als schlecht. Der Geschäftslageindex verharrt mit einem Wert von minus fünf Punkten im negativen Bereich. In zahlreichen Betrieben gehen weniger Bestellungen ein: Bei 45 % sind die Produktionskapazitäten niedriger als normal ausgelastet. Lediglich 12 % rechnen damit, dass die Talsohle durchschritten ist und die Konjunktur in den kommenden Monaten an Fahrt gewinnen wird. Die geringe Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft belastet das Auslandsgeschäft. Hinzu kommt, dass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland verschlechtert hat, vor allem bei den Energiekosten.

Der Pessimismus zeigt sich auch bei den für das laufende Jahr geplanten Investitionen: Weitaus mehr Betriebe wollen ihre Budgets kürzen als aufstocken. Die Investitionen konzentrieren sich insbesondere auf Ersatzbeschaffungen. Erfreulicherweise berichten die Unternehmen, dass Produktinnovationen wieder an Gewicht gewinnen. Angesichts der geringen Nachfrage bleiben Investitionen zur Kapazitätserweiterung von weit untergeordneter Bedeutung. Die geringe Investitionsneigung schlägt sich auch bei den Stimmungsindikatoren im Maschinenbau nieder: Sie haben sich im Vergleich zum Herbst letzten Jahres stark verschlechtert. Aufgrund der negativen Rückmeldungen aus dem Maschinenbau und der Werkzeugindustrie ist die Stimmung in der Remscheider Industrie zurzeit schlechter als in den beiden Nachbarstädten. Die zunehmende Unzufriedenheit mit dem Standort Deutschland führt bislang nicht dazu, dass die bergische Wirtschaft verstärkt im Ausland investieren würde. Auffällig ist jedoch, dass die Auslandsengagements nun häufiger dazu dienen sollen, Kosten einzusparen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Die Eurozone bleibt die bevorzugte Zielregion für Auslandsinvestitionen, gefolgt von China und den USA.

Die Inflationsraten sind in den vergangenen Monaten tendenziell gesunken, während die Löhne zulegten. In der Folge hat sich die Kaufkraft der Verbraucher stabilisiert. Dennoch bleibt ihre Stimmung getrübt, auch wegen der ungünstigen Konjunkturaussichten. Die verunsicherten Konsumenten halten ihr Geld zusammen. Die Einzelhändler beklagen zudem, dass die zahlreichen Baustellen die Attraktivität der Innenstädte beeinträchtigen und die Kundenfrequenz in den Geschäften senken. Hinzu kommt, dass die stark gestiegenen Betriebskosten die Gewinne verhageln. Im Ergebnis sehen nur 14 % der Einzelhändler die gegenwärtige Wirtschaftslage als gut an, 40 % hingegen als schlecht. Der Anteil der negativen Lageeinschätzungen ist im Einzelhandel im Branchenvergleich am höchsten. Die Unternehmen bleiben für den Geschäftsverlauf in den kommenden Monaten unverändert pessimistisch.

Die wirtschaftliche Lage im bergischen Verkehrsgewerbe hat sich in den vergangenen Monaten wenig verändert und bleibt aufgrund des negativen Marktumfeldes angespannt. Über drei Viertel der Unternehmen sehen in den Treibstoffkosten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Betriebe. 56 % der Betriebe bewerten die Arbeitskosten als Risiko für ihr unternehmerisches Handeln und sehen sich im Nachteil gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Wachsende Bürokratie bei voraussichtlich gleichzeitigem Wegfall von Förderprogrammen belastet die Transportbranche zusätzlich. Knapp die Hälfte der Unternehmen treibt die Sorge, dass die ungünstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen negative Auswirkungen auf ihren wirtschaftlichen Erfolg haben werden. Fast die Hälfte der Verkehrsunternehmen geht von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus, nur 9 % erwarten eine bessere und 44 % eine schlechtere Geschäftslage. Auch bei den zu erwartenden Umsätzen und Erträgen ist die Stimmung innerhalb der Verkehrsbranche weiterhin wenig optimistisch. Wegen der schwächelnden Konjunktur rechnen 40 % der Unternehmen mit sinkenden Umsätzen und 44 % gehen von Ertragsrückgängen aus.

Wie bereits im Herbst letzten Jahres bewerten die Dienstleistungsbranchen ihre Geschäftslage überwiegend positiv. Sie tragen wesentlich dazu bei, die Konjunktur zu stabilisieren. Vor allem die Rückmeldungen aus der IT-Branche sind ausgesprochen positiv. Die Lageeinschätzungen der Immobiliendienstleister sind wegen der hohen Baukosten und des immer noch hohen Zinsniveaus durchwachsen. Die Umfrageteilnehmer aus dem Kreditgewerbe gehen einmütig davon aus, dass das Zinsniveau im Jahr 2024 weiter sinken wird, was die Immobilienwirtschaft entlasten würde. Die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung geht auch am Dienstleistungssektor nicht spurlos vorüber. Dies zeigt sich beispielsweise bei den Unternehmensberatungen, deren Auftragseingänge aus der Industrie sinken. Bei den Geschäftserwartungen für das Jahr 2024 hat sich die Stimmung erfreulicherweise spürbar aufgehellt. Vor wenigen Monaten waren die Pessimisten noch in der Mehrzahl. Nun starten die Dienstleister mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr. Immerhin ein Drittel erwartet, dass sich die Wirtschaftslage demnächst verbessern wird. Die Zuversicht spiegelt sich auch in den Umsatz- und Gewinnprognosen wider.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Insgesamt sind die bilanziellen Kundeneinlagen um 0,2 % auf rd. EUR 860 Mrd. gesunken, während die Kundenkredite um 2,6 % auf rd. EUR 777 Mrd. anstiegen. Die addierte Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Zahl der Kreditgenossenschaften ist um 40 Institute oder - 5,4 % auf 697 gesunken.

Die Entwicklung der Mitgliedsbanken des Genoverbandes e. V. (ohne Spezialinstitute) ist ebenfalls von einem Bilanzsummenanstieg gekennzeichnet. Die addierten Bilanzsummen dieser Banken erhöhten sich um 0,8 % auf EUR 474,0 Mrd. (Vorjahr: 5,1 %). Ebenfalls ein Zuwachs konnte bei den Forderungen an Kunden verzeichnet werden; sie erhöhten sich um 3,1 % auf EUR 320,0 Mrd. (Vorjahr: 7,8 %). Die Einlagen und Schuldverschreibungen (einschließlich nachrangige Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital) erhöhten sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf EUR 348,5 Mrd. (Vorjahr: 5,1 %).

2. Entwicklung der Volksbank im Bergischen Land eG

Wir verstehen uns als regional tätiges Kreditinstitut, welches seine primären Geschäftsaktivitäten auf die Mitglieder, die zugleich Eigentümer des Instituts sind, und auf die Kunden des Bergischen Landes ausrichtet. Derzeit verfügen wir neben der Hauptverwaltung über 20 Zweigstellen und 2 SB-Zweigstellen. Unsere Geschäftsprozesse sind auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet. Unser Geschäftsgebiet umfasst das Bergische Land um die drei bergischen Großstädte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Wir sind unmittelbar durch demografische Entwicklungen, aber auch von konjunkturellen, politischen und regulatorischen Entwicklungen und den Entwicklungen an den Finanzmärkten beeinflusst.

Eine unserer wesentlichen Aufgaben ist die Versorgung der heimischen Wirtschaft mit Finanzierungsmitteln. Mit dieser starken Ausrichtung auf das mittelständische Firmenkundengeschäft, das etwa 69,7 % unseres gesamten Kundenkreditgeschäftes ausmacht, sowie auf unser Privatkundenbaufinanzierungsgeschäft, dessen Anteil am Kundenkreditgeschäft bei 26,1 % liegt, sind wir in besonderem Maße auch von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Kundengruppen abhängig.

Im Berichtsjahr lag das Bewertungsergebnis bei der Risikovorsorge für Bonitätsrisiken im Kundenkreditgeschäft bei - 0,15 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) nach + 0,15 % im Vorjahr. Dagegen hat sich das Bewertungsergebnis für den Wertpapierbereich mit + 0,38 % der dBS (nach - 1,87 % im Vorjahr) wieder deutlich verbessert, so dass sich addiert ein gesamtes Bewertungsergebnis von + 0,23 % der dBS ergab. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rund 231,1 % verbessert. Hinsichtlich der Ertragslage verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt II. 2. und bezüglich der Vermögenslage auf Abschnitt II. 4. dieses Lageberichts.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der Volksbank im Bergischen Land eG reduzierte sich um TEUR 75.452 auf TEUR 2.981.030. Ursächlich hierfür ist der gleichzeitige Rückgang der Forderungen an ebenso wie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie ein Rückgang der Einlagen von Kunden. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum von 1,6 % wurde nicht ereicht.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 2.981.030 3.056.481 -75.452 -2,5

Aktivgeschäft

Die schwächere Gesamtwirtschaft 2023 hat sich, anders als noch im Vorjahr, in einem Rückgang insbesondere der Kundenforderungen und der Treuhandvermögen niedergeschlagen. Das für die Kundenforderungen angestrebte Wachstumsziel von 6,0 % wurde nicht erreicht. Während die täglich fälligen Forderungen an Kunden sowie die Darlehensforderungen im Eigenbestand im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert waren, waren die Refinanzierungsdarlehen (Programmkredite der öffentlichen Hand) deutlich rückläufig.

Der Bestand an täglich fälligem Geld bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank hat sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt erneut deutlich verringert. Fällige Termingeldanlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank sowie fällige Wertpapiere wurden umgeschichtet in Einlagefazilitäten bei der Deutschen Bundesbank. Dadurch sind die Forderungen gegenüber Kreditinstituten insgesamt um TEUR 18.169 (9,1 %) sowie die Wertpapieranlagen im Berichtszeitraum um TEUR 1.913 (0,2 %) gesunken. Wie bei den Kundenforderungen hat auch bei den Treuhandvermögen die schwächere Gesamtwirtschaft zu einem deutlichen Rückgang geführt.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Barreserve 18.195 26.816 -8,621 -32,1
Forderungen an Kreditinstitute 181.122 199.291 -18.169 -9,1
davon: langfristig 1.274.782 1.299.542 -24.760 -1,9
Wertpapieranlagen 968.140 970.053 -1.913 -0,2
Beteiligungen 53.304 53.206 98 0,2
Verbundene Unternehmen 26.318 26.318 0 0,0
Treuhandvermögen 113.890 123.495 -9.605 -7,8

Passivgeschäft

Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 46.182 bzw. 2,2 % gesunken. Der im Vorjahr prognostizierte Anstieg von 3 % wurde damit nicht erreicht. Bedingt durch die im Vorjahr eingetretene Zinswende hat erneut eine deutliche Umschichtung von den kurzfristigen Sichteinlagen und, in geringem Maße, von den Spareinlagen zu Gunsten der Termineinlagen stattgefunden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtszeitraum um TEUR 43.855 (9,4 %) gesunken. Ursächlich hierfür war, bei einem Anstieg der Geldaufnahmen bei der genossenschaftlichen Zentralbank, ein Rückgang der zweckgebundenen Programmkredite der öffentlichen Hand sowie der Auslauf der Geldaufnahmen bei der Bundesbank.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 420.921 464.776 -43.855 -9,4
Kundengelder 2.078.133 2.124.315 -46.182 -2,2
Spareinlagen 270.494 277.104 -6.610 -2,4
täglich fällige Einlagen 1.385.846 1.698.321 -312.475 -18,4
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 421.793 148.890 272.903 183,3
verbriefte Verbindlichkeiten 13.050 4.308 8.742 202,9
Treuhandverbindlichkeiten 113.890 123.495 -9.605 -7,8

Latente Steuern

In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB haben wir aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 22.229 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.496 ausgewiesen.

Außerbilanzielles Geschäft

Die Eventualverbindlichkeiten betreffen Bürgschaften und Gewährleistungen, die wir für unsere Kunden übernommen haben, sowie in Höhe von TEUR 12.361 Credit Default Swaps (CDS), die wir im Rahmen von Kreislauftransaktionen mit anderen Genossenschaftsbanken (VR-Circle der DZ BANK AG) zur Diversifizierung der Adressenausfallrisiken abgeschlossen haben. Die Grundgeschäfte wurden bei den Anleihen und Schuldverschreibungen bzw. den Verbrieften Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei diesen Kreislauftransaktionen treten wir sowohl als Sicherungsgeber als auch als Sicherungsnehmer auf.

Die anderen Verpflichtungen betreffen ausschließlich unwiderrufliche Kreditzusagen, die alle nicht ausgenutzten befristeten Zusagen umfassen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus einem Rückgang bei den offenen Zusagen bei Kontokorrentkrediten.

Außerbilanzielle Geschäfte Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Eventualverbindlichkeiten (Vermerkposten 1b) unter dem Strich) 47.274 35.626 11.648 32,7
Andere Verpflichtungen (Vermerkposten 2c) unter dem Strich) 133.202 214.545 -81.343 -37,9

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft standen die Durchführung des Zahlungsverkehrs und das Vermittlungsgeschäft, insbesondere das Wertpapier- und Depotgeschäft sowie die Vermittlung von Krediten, Versicherungen und Bausparverträgen, im Vordergrund unserer Geschäftstätigkeit.

Hauptprovisionsträger waren der Zahlungsverkehr und die Kontoführung. Die Erträge hieraus sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Vermittlungserträge - es handelt sich hauptsächlich um Kreditvermittlungen an Verbundunternehmen sowie um Erträge aus vermittelten Versicherungen einschließlich Inkassoprovisionen - sind gestiegen, während die Erträge aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft leicht rückläufig waren. Das im Geschäftsjahr von uns vermittelte Kreditvolumen im genossenschaftlichen Verbund hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11,1 % reduziert. Mit einem Volumen von rd. EUR 12,6 Mio. wurde dabei unser Ratenkreditangebot "e@syCredit" nachgefragt. Das Vermittlungsvolumen lag mit EUR 27,3 Mio. um EUR 6,0 Mio. unter dem Vorjahresniveau.

An unsere Verbundpartner haben wir 2023 ein Kreditvolumen von EUR 27,3 Mio., und zwar zum größeren Teil im Bereich der langfristigen Darlehen, vermittelt. Insgesamt belief sich der vermittelte Bestand Ende 2023 auf EUR 310,6 Mio. (Vorjahr EUR 308,9 Mio.).

Mit 21.528 (Vorjahr 19.746) Wertpapierkauf- und -verkaufsaufträgen bei 5.306 (Vorjahr 5.080) Kundendepots wurden im Berichtsjahr Gesamtumsätze in Höhe von EUR 332,6 Mio. (Vorjahr EUR 288,2 Mio.) getätigt. Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Investitionen

Wie in der Vergangenheit hat die Bank auch im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreiche Baumaßnahmen im Gesamtvolumen von EUR 2,8 Mio. durchgeführt. Neben dem Neubau einer weiteren Kindertagesstätte in Solingen und der Renovierung des Standortes Ronsdorf wurde an dem Gebäude der Hauptverwaltung der Austausch der Heizanlage begonnen.

Personal- und Sozialbereich

Die Bank beschäftigte zum Jahresende 2023 insgesamt 371 aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 368), davon 27 Auszubildende (Vorjahr 29) und 118 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr 109).

Neben der Weiterbildung in der GenoAkademie in Forsbach und der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur ist uns auch die Weiterbildung im eigenen Haus wichtig. Nach 433 Tagen im Jahr 2022 haben wir im Jahr 2023 mit 511 Tagen wieder mehr Schulungstage durchgeführt als im Vorjahr. Darüber hinaus haben wir in zahlreichen Coachings vor Ort und Trainings-on-the-job die Kolleginnen und Kollegen trainiert und qualifiziert. Daneben wurden intern zur Qualifikation in allen Bereichen zahlreiche Workshops und Informationsveranstaltungen gehalten. Viele unserer jungen Nachwuchskräfte nutzen darüber hinaus aktiv die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote der genossenschaftlichen Bildungsträger, der Frankfurt School of Finance & Management oder der FOM (Fachhochschule für Ökonomie und Management). Dieses Engagement in der Freizeit unterstützen wir gern - auch finanziell.

Eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung ist die Basis für eine erfolgreiche Berufstätigkeit und unerlässlich für den Erfolg unserer Bank. 2023 haben wir acht neue Auszubildende eingestellt. In einem herausfordernden und sich verschlechternden demographischen Umfeld geben wir so jungen Menschen die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank im Bergischen Land eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellen soll.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungen, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen. Mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Wir verwenden dabei als finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren das Betriebsergebnis vor Bewertung und die Cost-Income-Ratio. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für die als wesentlich eingestuften Risiken Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche durch monatliche und/oder quartalsweise Risikoreports informiert. Darüber hinaus führen wir quartalsweise sowie gegebenenfalls anlassbezogene Stresstests durch, deren Vorlage zeitnah erfolgt.

Im Berichtsjahr haben sich in der Risikotragfähigkeitskonzeption wesentliche Änderungen ergeben. Zum 1. Januar 2023 wurde die Risikotragfähigkeitskonzeption auf eine barwertnahe Steuerung umgestellt, so dass die Risikotragfähigkeit mittels der normativen und ökonomischen Perspektive ermittelt wird.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit sowohl das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive) als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9% mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9%-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

Risikokategorien

Für unsere Bank wurden die folgenden Risikokategorien als wesentlich eingestuft:

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko umfasst vor allem das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken. Ebenfalls ordnen wir das Beteiligungsrisiko den Adressenausfallrisiken zu.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation (VR Rating, in Ausnahmefällen BVR I Rating).

Die Verfahren ermöglichen, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu 99,9 % mit diesen Verfahren klassifiziert.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemisst die Bank nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach den Wertermittlungsrichtlinien der Beleihungswertverordnung (BelWertV) angesetzt.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit Value at Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt die "unerwarteten Verluste" an, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 % innerhalb von zwölf Monaten nicht überschritten werden. Dieser Credit-Value-at-Risk wird monatlich mit Hilfe des KPM-KG barwertig ermittelt. Dabei finden, neben den vorgenannten Parametern, ebenfalls das LGD-Modell und auch Sektorparameter Berücksichtigung.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und die Zusammensetzung der Sicherheiten.

Verlust- bzw. Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen (z. B. Diversifizierung des Kreditportfolios durch Unterbeteiligungen Dritter, Anpassung der Kreditvergabegrundsätze im Neugeschäft, Einsatz von in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe eingesetzten Kreislauftransaktionen - VR Circle).

Die Kundenforderungen sind nach Branchen und Größenklassen gegliedert. Durch die von uns definierten kreditgeschäftlichen Globalziele haben wir konkrete Ziele sowohl in Bezug auf die erwarteten Verluste in einzelnen Geschäftsfeldern als auch bonitätsabhängig für einzelne Kreditengagements definiert. Der Bestand von EUR 6,7 Mio. an Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ist von untergeordneter Bedeutung.

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtungen entfallen wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf die Branche Grundstücks- und Wohnungswesen, das Baugewerbe und die Branche Metallerzeugung und -bearbeitung. Durch die Überwachung und Begleitung unserer Kreditnehmer sowie die Identifizierung dieser Kreditnehmer im Rahmen der von uns definierten kreditgeschäftlichen Globalziele halten wir die eingegangenen Risiken für gering.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kreditnehmer in den vergangenen Jahren macht der Anteil der nicht einwandfreien Engagements einen Anteil von 6,7 % unseres Kreditvolumens aus. Durch die intensive Betreuung und Überwachung dieser Engagements halten wir die Risiken für überschaubar.

Das Risikovolumen der nicht einwandfreien Engagements (Risikoklassen D - Ausfallrate von 4,0 % bis 99,9 % - und E - Ausfallrate von 100,0 % -) betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 139,2 Mio. und hat sich damit um EUR 21,1 Mio. erhöht. Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Unter Berücksichtigung unserer Eckwert- und Kapitalplanung gehen wir davon aus, in den nächsten Jahren alle akuten Risiken aus dem laufenden Ergebnis und gegebenenfalls aus Vorsorgereserven abdecken zu können.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 nach kaufmännischen Grundsätzen mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Den bestehenden latenten Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen gegenüber. Bei der Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen legen wir seit 2019 die IDW Stellungnahme IDW RS BFA 7 zugrunde. Die für Kreditrisiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt bzw. Einzelrückstellungen auf der Passivseite ausgewiesen.

Adressenausfallrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und keine Papiere mit einem Rating schlechter als Baa3 bei Moody's bzw. BBB bei Standard & Poor's und Fitch in den Bestand nehmen. Papiere im so genannten Non Investment Grade halten wir in einem stark begrenzten Umfang (rd. 3,6 % des Wertpapierbestandes) und in der Regel nur innerhalb von Investmentfonds. Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Form von Fonds halten wir derzeit in Höhe von EUR 378,9 Mio.; die Ausfallrisiken aus dem Fondsbereich quantifizieren wir anhand von separaten VaR-Kennziffern für das Adressenausfallrisiko und das Marktrisiko und weisen diese getrennt im Markt- bzw. Adressenausfallrisiko aus.

Die festverzinslichen Wertpapiere, bei denen keine dauerhafte Wertminderung vorliegt, wurden weiterhin nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Im Bereich der Beteiligungsrisiken messen wir die Risiken mit einem Konfidenzniveau von 99,9% und einer Halterdauer von 250 Tagen. Hierzu setzen wir das parcIT Tool Betris ein. Dieses Modul basiert auf einem Multiplikator-Ansatz. Die Risiken betragen zum Stichtag EUR 12,2 Mio. Das Limit beträgt EUR 12,8 Mio. und ist zu 95,1 % ausgelastet.

Die zum 31.12.2023 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für die wesentlichen Adressenausfallrisiken (EUR 107,3 Mio.) zu 84,1 % aus.

Für das Berichtsjahr 2023 lässt sich festhalten, dass sich die durch die verschiedenen Krisen befürchteten Verschlechterungen im Adressenausfallrisiko bemerkbar gemacht haben. Eine abschließende Beurteilung und Prognose des weiteren Verlaufes ist aufgrund der immer noch bestehenden Unsicherheiten nicht möglich.

Neben der zuvor beschriebenen Umstellung auf eine barwertnahe Steuerung haben sich keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr ergeben.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir über einen Value at Risk - Ansatz mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Diese Messverfahren misst die Veränderung der Barwerte auf Basis verschiedener Zinsveränderungen und umfasst alle Komponenten des Zinsänderungsrisikos. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Um der Modellschwäche bei einem deutlichen Marktzinsanstieg zu begegnen, betrachten wir dabei verschiedene historische Zeiträume und wählen den Zeitraum mit dem höchsten Risiko. Weiter betrachten wir im Rahmen der normativen Perspektive die Veränderung der Zinsergebnisse in verschiedenen Zinsszenarien. Das Limit für die barwertig gemessenen Risiken (EUR 63,0 Mio.) war zum Stichtag mit 96,2 % ausgelastet. Limitüberschreitungen haben sich im Jahresverlauf nicht ergeben.

Es bestehen keine Zinsswaps zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden, da eine Nettoreserve im Zinsbuch in Höhe von TEUR 36.085 bestand.

Zum 31. Dezember 2023 entfallen EUR 378,9 Mio. auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Für die Kursrisiken aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, die wir monatlich mit Value at Risk-Ansätzen messen, sind Limite festgesetzt.

Einen Teil unserer Wertpapiere, insbesondere der festverzinslichen Wertpapiere und die aus den Kreislauftransaktionen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe stammenden Wertpapiere sowie unseren Spezialfonds, halten wir im Anlagevermögen. Unseren Wertpapierbestand haben wir somit sowohl dem Anlagevermögen als auch der Liquiditätsreserve zugeordnet. Zum Bilanzstichtag wurde der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere im Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Hieraus ergibt sich eine Stille Last in Höhe von EUR 57,1 Mio. Der Buchwert der betreffenden Papiere beträgt EUR 536,2 Mio., der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 479,1 Mio. Bei zwei Emittenten mit einem Volumen in Höhe von nominal EUR 3,0 Mio., bei denen sich voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung ergibt, haben wir im Anlagevermögen eine außerordentliche Abschreibung vorgenommen. Der Spezialfonds, welcher sich ebenfalls im Anlagevermögen befindet, wurde ebenfalls nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Im Bereich der Immobilienrisiken messen wir die Risiken ebenfalls mit einem Konfidenzniveau von 99,9% und einer Halterdauer von 250 Tagen. Hierzu bedienen wir uns einem gewichteten Stellvertretermodell. In diesem Stellvertretermodell übertragen wir vergleichbare Risikokennziffern aus dem Immobilienfondsbereich auf unseren Eigenbestand. Die Risiken betragen zum Stichtag EUR 2,8 Mio. Das Limit beträgt EUR 3,3 Mio. und ist zu 84,9 % ausgelastet.

Im Bereich der Fremdwährungsrisiken messen wir die Risiken mit einem Konfidenzniveau von 99,9% und einer Halterdauer von 250 Tagen. Die Risiken betragen zum Stichtag EUR 0,03 Mio. Das Limit beträgt EUR 0,3 Mio. und ist zu 12,4 % ausgelastet.

Für alle wesentlichen Marktpreisrisiken haben wir ein Gesamtlimit von EUR 84,6 Mio. festgelegt. Zum Stichtag war dies mit EUR 77,2 Mio. (91,3 %) ausgelastet.

Einen Handelsbestand unterhalten wir nicht.

Neben der zuvor beschriebenen Umstellung auf eine barwertnahe Steuerung haben sich keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr ergeben.

Operationelle Risiken

Neben Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Die zum 31. Dezember 2023 gemessenen Risiken lasten das Verlustlimit für Operationelle Risiken (EUR 15,5 Mio.) zu 88,4 % aus.

Neben der zuvor beschriebenen Umstellung auf eine barwertnahe Steuerung haben sich keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr ergeben.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Hierbei beachten wir die aufsichtsrechtlichen Kennziffern und halten diese ein. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Auf Basis unserer Liquiditätsplanung schätzen wir das Refinanzierungsrisiko als gering ein. Das quantitative Refinanzierungsrisiko zum Stichtag beträgt TEUR 1.021 und das Limit (TEUR 1.300) ist zum Stichtag mit 78,5 % ausgelastet.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Neben der zuvor beschriebenen Umstellung auf eine barwertnahe Steuerung haben sich keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr ergeben.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Das Gesamtbanklimit war im vergangenen Jahr stets eingehalten.

Die Eigenmittelanforderungen hat das Institut im Berichtsjahr eingehalten. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beläuft sich die Gesamtkapitalquote im Sinne von Art. 92 Abs. 2c CRR auf 17,02 % und liegt damit über der Mindestanforderung. Die für die Gesamtkapitalquote berücksichtigten Eigenmittel belaufen sich auf TEUR 318.305. Die gesamten Eigenmittelanforderungen von 13,95 %, welche sich aus der Mindestanforderung von 8,00 %, einem SREP-Zuschlag von 1,0 % und der bankindividuellen Eigenmittelzielkennziffer von 4,00 % (unter Berücksichtigung eines Kapitalerhaltungspuffers von 2,50 %) und dem antizyklischen Kapitalpuffer von 0,95 % zusammensetzen, haben wir zum Stichtag somit ebenfalls eingehalten.

Infolge der verschiedenen Kriegsausbrüche wurden die durch die Coronapandemie schon geschwächten Volkswirtschaften weiteren Krisen ausgesetzt. Die Energiepreise sowie die Inflationsraten haben sich 2023 auf immer noch hohem Niveau leicht entspannt. Die Zentralbanken halten aktuell an ihrem restriktiven Kurs fest, wenngleich für den Jahresverlauf 2024 erste Zinssenkungen in Aussicht gestellt worden sind. Aktuell beobachten wir eine konstante Entwicklung bei unseren Wertpapieranlagen. Dennoch bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten, eine abschließende Beurteilung ist derzeit schwer möglich, da ein Ende der Krisen nicht absehbar ist.

Nach aktuellem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 - auch unter Berücksichtigung der weiterhin bestehenden Planungsunsicherheiten - angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank gegeben. Die dargestellten Risiken können jedoch die künftige Entwicklung unserer Bank umso mehr beeinträchtigen, je länger die Krisen anhalten und gegebenenfalls sogar noch eskalieren. Bestandsgefährdende Risiken sind aber auch aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

2. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 48.452 46.013 2.439 5,3
Provisionsüberschuss 2) 18.740 17.730 1.010 5,7
Verwaltungsaufwendungen 41.206 40.601 605 1,5
a) Personalaufwendungen 25.811 24.931 880 3,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen 15.395 15.670 -275 -1,8
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 25.461 35.321 -9.860 -27,9
Bewertungsergebnis 4) -1.949 -50.623 48.674 -96,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.512 -15.302 38.814 -253,7
Steueraufwand (Vorjahr Steuerertrag) 5) 4.034 -15.955 19.989 -125,3
davon Aufwand aus latenten Steuern (Vorjahr: Ertrag) 420 -20.153 20.573 -102,1
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.000 0 8.000 0,0
Jahresüberschuss 11.478 653 10.825 1.657,7

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 sowie abzüglich GuV-Posten 17 und 18

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

5) GuV-Posten 23 bis 24

Der Zinsüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Sowohl die Zinserträge (TEUR + 13.801) als auch die Zinsaufwendungen (TEUR + 13.254) sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die hier eingerechneten Erträge aus Beteiligungen und Investmentanteilen haben im Berichtsjahr ebenfalls, und zwar um TEUR 1.892, zugenommen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere Ausschüttungen aus Investmentfonds sowie erstmals im Berichtsjahr Erträge aus den im Vorjahr gegründeten Tochtergesellschaften. Die an der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) gemessene Zinsmarge liegt mit 1,59 über dem Vorjahresniveau. Unsere Prognose aus dem Vorjahr (1,61 %) haben wir nicht erreicht, da - bei steigenden Durchschnittszinssätzen - die Kundenforderungen entgegen unserer Planung rückläufig waren.

Der Provisionsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % gestiegen. Sowohl die Provisionserträge, hier insbesondere die Erträge aus Zahlungsverkehr und Kontoführung, als auch die Provisionsaufwendungen sind leicht gestiegen. Den im Vorjahr prognostizierten Anstieg um EUR 0,2 Mio. haben wir deutlich übertroffen, da die Erträge aus dem Zahlungsverkehr stärker als prognostiziert gestiegen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 14.654 auf TEUR 2.505 deutlich gesunken. Hier gab es im Vorjahr als einmaligen Sondereffekt einen Ertrag aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von rd. TEUR 11.040. Zudem sind im Berichtsjahr durch die Einbringung von Bestandsimmobilien in Tochtergesellschaften die Mieterträge deutlich reduziert.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Der Anstieg war leicht höher als im Vorjahr prognostiziert (EUR 0,6 Mio.). In Relation zur dBS ist er mit 0,85 % gegenüber dem Vorjahresstand gestiegen, da im Berichtsjahr die anteilige Zahlung der Inflationsausgleichsprämie erfolgte.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % reduziert. Dabei sind die Aufwendungen für Instandhaltung sowie die Aufwendungen für die Bankenabgabe deutlich gesunken, während insbesondere die Raumaufwendungen deutlich angestiegen sind. Letzteres steht ebenfalls im Zusammenhang mit der Einbringung von Bestandsimmobilien in Tochtergesellschaften. Der im Vorjahr prognostizierte Anstieg von EUR 1,4 Mio. ist nicht eingetreten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 3.967 stellen abweichend zum Vorjahr einen Aufwand dar. Im Vorjahr wurde erstmalig von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und latente Steuern unsaldiert angesetzt, was zu einem Ertrag von saldiert TEUR 20.153 führte. Im Berichtsjahr hat die Veränderung der latenten Steuern zu einem Aufwand von TEUR 420 geführt. Die Aktivierung von Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 3.746 hat den Steueraufwand ebenfalls positiv beeinflusst.

Über die oben genannten Einmaleffekte hinaus haben betriebswirtschaftlich außerordentliche bzw. periodenfremde Erfolgsfaktoren die Ertragslage 2023 nur unwesentlich beeinflusst.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,39 % (Vorjahr 0,02 %).

Neben dem Jahresüberschuss ist das Betriebsergebnis vor Bewertung für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung. Es ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um periodenfremde Erfolgsposten bzw. Einmaleffekte/Sondereinflüsse und weicht insofern von dem Wert auf Seite 17 dieses Lageberichts ab. Es liegt nach dieser betriebswirtschaftlichen Sichtweise im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 25.101 bzw. 0,82 % der dBS (Vorjahr TEUR 24.266 bzw. 0,80 % der dBS) über dem Vorjahresniveau. Den im Vorjahr prognostizierten Wert von 0,81 % der dBS haben wir überschritten. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt unter dem Bundesdurchschnitt der Genossenschaftsbanken (1,00 % der dBS) und unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe (Primärgenossenschaften mit einer Bilanzsumme über EUR 2,5 Mrd. und unter EUR 5,0 Mrd.) des Genoverbandes (1,21 % der dBS). Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungs- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Zins-, Provisions- und sonstigen betrieblichen Erträgen ermittelt haben, ist mit 62,8 % gegenüber dem Vorjahr (63,5 %) leicht gesunken. Die Vorjahresprognose von 63,9 % haben wir unterschritten. Im Durchschnitt vergleichbarer Institute lag die Cost-Income-Ratio bei 61,4 % (Bundesdurchschnitt der Genossenschaftsbanken) bzw. bei 54,4 % (Durchschnitt der Vergleichsgruppe des Genoverbandes; Primärgenossenschaften mit einer Bilanzsumme über EUR 2,5 Mrd. und unter EUR 5,0 Mrd.).

Mit dem Betriebsergebnis vor und nach Bewertung sind wir zufrieden, da die finanziellen Leistungsindikatoren erreicht wurden bzw. besser als geplant waren. Die erforderliche Einzelrisikokreditabschirmung haben wir durchgeführt. Dabei haben wir im Berichtsjahr ein saldiertes negatives Gesamt-Bewertungsergebnis aus der Bewertung von Krediten, Wertpapieren und Beteiligungen erzielt. Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 11.478 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 653) gestiegen. Er erlaubt unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages aus dem Vorjahr neben der Vorwegzuweisung zu den Rücklagen in Höhe von TEUR 9.868 die Ausschüttung einer Dividende von 4,0 % zuzüglich eines Bonus von 2,0 %.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Bank war im Berichtsjahr in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Auf Basis unserer Liquiditätsplanung und den danach vorhandenen und zu erwartenden Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und das Europäische System der Zentralbanken ist für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr nicht mit einer Beeinträchtigung unserer Zahlungsfähigkeit zu rechnen.

Den Mindestreserveverpflichtungen gegenüber der Deutschen Bundesbank sind wir nachgekommen.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Die zum 01. Oktober 2015 eingeführte Kennziffer Liquidity Coverage Ratio (Mindestliquiditätsquote; LCR) lag, bei einer Anforderung von 100 %, zum Ende des Berichtsjahres bei 132,6 %; die Anforderung wurde während des gesamten Berichtszeitraums erfüllt.

Die zum 28. Juni 2021 eingeführte Kennziffer Net Stable Funding Ratio (Strukturelle Liquiditätsquote; NSFR) lag, bei einer Anforderung von 100 %, zum Jahresende bei 129,1 %; auch diese Anforderung wurde während des gesamten Berichtszeitraums eingehalten.

Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben.

4. Vermögenslage

Die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten gemäß Art. 72 Capital Requirements Regulation (CRR) stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 341.028 319.631 21.397 6,7
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 318.305 314.707 3.598 1,1
Harte Kernkapitalquote 14,0 % 13,6 %
Kernkapitalquote 14,0 % 13,6 %
Gesamtkapitalquote 17,0 % 16,5 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Rücklagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um eine Vorwegzuweisung in Höhe von TEUR 9.868, die noch der Zustimmung durch die Vertreterversammlung bedarf.

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die nach den Bestimmungen der CRR und des KWG vorgegebenen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung sowie -auslastung und die diesbezüglichen Meldeanforderungen wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 eingehalten. Die Struktur des bilanziellen Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital und Rücklagen) ist wegen des sehr hohen Anteils der Ergebnisrücklagen günstig. Der prozentuale Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 5,8 % (Vorjahr 5,3 %).

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch in den nächsten 12 Monaten auszugehen.

Die Mindestqoute von 3 % bei der am 28. Juni 2021 eingeführten Leverage Ratio haben wir eingehalten.

Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen; gemessen an der Bilanzsumme

Aktiva

Berichtsjahr
in %
Vorjahr
in %
Forderungen an Kreditinstitute 6,1 6,5
Forderungen an Kunden 52,5 52,2
Wertpapieranlagen 32,5 31,7

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14,1 15,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 69,7 69,5
verbriefte Verbindlichkeiten 0,4 0,1

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen unserer Bank (inkl. Zinsabgrenzung) setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 926.264 916.819 9.445 1,0
Liquiditätsreserve 41.876 53.234 -11.358 -21,3

Die Bewertung der Wertpapieranlagen der Liquiditätsreserve erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip, gleichwohl würden sich bei steigender Zinsentwicklung Risiken im Wertpapierbestand ergeben. Bei der Bewertung der Wertpapiere im Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 haben wir wie im Vorjahr das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet; hierdurch wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 57,1 Mio. vermieden. Einem Teil der Schuldverschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 12,9 Mio. liegen Kreislauftransaktionen mit anderen Genossenschaften zugrunde; wir fungieren hier sowohl als Sicherungsgeber als auch als Sicherungsnehmer.

Vom gesamten Wertpapierbestand sind Ende 2023 54,6 % bei der Deutschen Bundesbank beleihbar.

Weitere Informationen zu wesentlichen Aktiv- und Passivstrukturen

Unsere Vermögensstruktur ist durch die Forderungen an Kunden geprägt, wobei in unserem Hause traditionell die Firmenkundenkredite (Kredite der mittelständischen gewerblichen Wirtschaft) mit einem Anteil von 69,7 % der Kundenkredite überwiegen. Bei den Größenklassen ist festzuhalten, dass bis auf die Größenklasse größer EUR 5 Mio. (Anteil von 34,2 %) keine der neun von uns definierten Größenklassen einen Anteil (gemessen am Risikovolumen) von über 30 % ausmacht. Im Bereich der Firmenkundenkredite ist mit 23,9 % bzw. 7,2 % ein Schwerpunkt in den Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen bzw. Metallerzeugung und Bearbeitung erkennbar. Unser Netto-Blanko-Risikovolumen beläuft sich auf 38,8 % des gesamten Kreditvolumens nach 39,3 % im Vorjahr.

Etwa 73,4 % unserer Aktiva sind Ende 2023 festzinsgebunden (wobei der größte Teil auf planmäßig zu tilgende Kundendarlehen entfällt), dem rund 31,3% Festzinspassiva gegenüber stehen.

Unsere Hauptrefinanzierungsquelle sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Einlagen). Die Sichteinlagen sind 2023 die größte Einlagengruppe.

Von Bedeutung sind auch die Bankverbindlichkeiten mit 14,1 % der Gesamtmittel.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Damit ist die Möglichkeit einer Inanspruchnahme der Bank bis zur Höhe von TEUR 7.285 verbunden. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Geschäfte unserer Bank haben sich zufriedenstellend entwickelt, da das operative Geschäft im Wesentlichen - mit Ausnahme der oben erläuterten Abweichungen - den in der Vorperiode berichteten Prognosen entsprach.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

1. Prognose des Geschäftsverlaufs mit Chancen und Risiken

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Der Russland-Ukraine-Krieg und der Krieg in Gaza haben weiterhin Auswirkungen auf die Finanzmärkte und wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen. Die Inflation im Euroraum hingegen hat sich in den letzten Monaten deutlich reduziert. Die Zentralbanken in den USA und in Europa halten zum Erstellungszeitpunkt des Berichtes an ihrer restriktiven Geldpolitik fest. Auch wenn sich die Situation momentan stabilisiert hat, können die geopolitischen Spannungen weiterhin dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, als nicht zutreffend erweisen, da durch weitere Eskalationen Veränderungen eintreten können. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist.

Eine weitere Eskalation des Krieges und die sich daraus ergebende wirtschaftliche Entwicklung kann bedingt durch notwendige Risikoabschirmungen wie Abschreibungen und Wertberichtigung auf Forderungen und Wertpapiere auch im Geschäftsjahr 2024 zu erheblichen negativen Auswirkungen und zu einem deutlichen Ergebnisrückgang führen. Die weitere Entwicklung bleibt ungewiss und muss intensiv beobachtet werden. Aufgrund der weiterhin unsicheren Prognoselage ist es zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzbar, wie sich dies explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen würde.

Die zuvor beschriebenen Unwägbarkeiten werden uns weiter im Jahr 2024 begleiten. Unabhängig von diesen Prognoseunsicherheiten sind wir aber im Rahmen des Strategieprozesses zu der Einschätzung gekommen, dass die vorgenannten Einflussfaktoren keine grundsätzliche Auswirkung auf unsere nachfolgend beschriebene strategische Ausrichtung haben. Dennoch haben wir uns strategisch dazu entschieden, insbesondere im Bereich der festverzinslichen Eigengeschäfte die Laufzeiten zu reduzieren und den in den Vorjahren begonnen Abbau der Zinsänderungsrisiken weiter fortzuführen.

Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, trotz der weiterhin bestehenden Prognoseunsicherheiten, dass sich unsere Ertragslage zufriedenstellend entwickelt und sich unsere Vermögens- und Finanzlage angemessen darstellt.

Vor diesem Hintergrund werden die nachfolgenden Ausführungen zur erwarteten Geschäftsentwicklung getroffen.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme wird aufgrund von geplantem Wachstum voraussichtlich um 1,8 % steigen.

Aktivgeschäft

Trotz einer herausfordernden Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Jahr von einem Wachstum in Höhe von ungefähr 2,0 % im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auf unserer Erwartung, dass die langfristigen Zinsen nur noch leicht steigen, während wir bei den kurzfristigen Zinsen von leichten Rückgängen ausgehen. Darüber hinaus unterliegt unsere Prognose zum Kundenkreditgeschäft der Annahme einer steigenden Kreditnachfrage im Bereich der Baufinanzierungen sowie dem Firmenkundengeschäft sowie Potenzialen im Bereich des (privaten) Förderkreditgeschäftes. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation wollen wir im Bereich der vermittelten Darlehen wachsen, da hier entsprechende passive Geschäftspositionen aufgebaut werden können.

Zudem erwarten wir einen leichten Rückgang im Bereich unserer festverzinslichen Wertpapiere und der Fondsbestände in unserem Depot A. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten werden sich voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Vor diesem Hintergrund ist ein Rückgang des Eigenanlagebestandes geplant.

Passivgeschäft

Im passiven Kundeneinlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks von einem Wachstum von ungefähr 2,3 % aus. Wir haben für unsere Kundinnen und Kunden ein Produktportfolio von Kündigungsgeldern, Termingeldern und Spareinlagen eingeführt, mit dem wir für alle Laufzeiten entsprechende Alternativen bieten können. Ausgehend von unserer Zinsprognose erwarten wir weitere Verschiebungen im Bereich der Passivprodukte. Insbesondere das Produkt Wachstumssparen erfreut sich dabei weiter großer Beliebtheit. Auf niedrigerem Niveau gehen wir jedoch weiterhin davon aus, dass es zu Umschichtungen vom Einlagengeschäft in Verbundprodukte (Investmentfonds, Zertifikate sowie in geringem Maße Versicherungsprodukte) kommen wird.

Dienstleistungs und Provisionsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir steigende Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden und aus der Vermittlung von Investmentfondsanteilen. Sowohl das Wertpapiergeschäft als auch die Vermittlung von Versicherungen, wenn auch in geringem Umfang, werden nach unserer Einschätzung von dem zunehmenden Bedarf an privater Altersversorgung profitieren. Die Vermittlung von Wohnungsbaukrediten an die Hypothekenbanken in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie von Bauspardarlehen wird tendenziell steigen, da wir von einem höheren vermittelten Volumen an die Hypothekenbanken ausgehen. Bei der Vermittlung von privaten Anschaffungsdarlehen an die Teambank erwarten wir eine leicht positive Umsatzentwicklung.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf, insbesondere wenn die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt und sich die konjunkturelle Entwicklung besser als von uns unterstellt entwickelt. Im Dienstleistungsgeschäft können sich Chancen ergeben, wenn eine unerwartet gute Börsenentwicklung zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen wird.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus weiteren unerwartet hohen Zinsanstiegen, welche sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken können. Gleiches gilt für eine unter den Erwartungen liegende wirtschaftliche Entwicklung.

2. Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Um auch im nächsten Jahr für das geplante Kreditneugeschäft ein ausreichendes haftendes Eigenkapital gemäß Artikel 92 der CRR sicherzustellen, ist die Fortführung des nachrangigen Sparbriefprogramms sowie die Ausgabe weiterer Geschäftsanteile vorgesehen. Darüber hinaus ist der strategische Aufbau einer rollierenden Nachrangkapitalstruktur geplant. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung werden wir gemäß unserer Kapitalplanung im kommenden Jahr einhalten.

Die im vorigen Abschnitt dargestellten Risiken werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage im nächsten Jahr haben.

Wesentliche Chancen, die zu einer besseren Entwicklung der Vermögenslage führen können, sehen wir in einer Verbesserung der Konjunktur, in einer Beendigung des Russland-Ukraine-Krieges und einem damit einhergehenden - über Plan liegenden - Kreditwachstum, bei gleichbleibend günstigen Bewertungsergebnissen. Dieses Szenario stufen wir momentan als unwahrscheinlich ein.

Die Regelungen der CRR (II) und CRD (V) haben Auswirkungen auf unsere Kapitalplanung. Wir tragen diesen mit der weiteren geplanten Stärkung der Rücklagen sowie des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB Rechnung. Die sich aus dem antizyklischen Kapitalpuffer und dem Systemrisikopuffer für den Wohnimmobiliensektor ergebenden Auswirkungen haben wir bei unseren Planungen berücksichtigt. Wir erwarten unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keine außergewöhnlichen Belastungen sowie Risiken aus der Umsetzung.

Finanz- und Liquiditätslage

Auf Basis unserer Liquiditätsplanung und den danach vorhandenen und zu erwartenden Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und das Europäische System der Zentralbanken werden wir die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die NSFR und LCR auch im folgenden Jahr einhalten. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist daher auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem sinkenden Zinsniveau und nur moderaten Schwankungen im Verlauf des Jahres 2024 ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft rechnen wir für 2024 mit einem nahezu konstanten Zinsergebnis. Bezogen auf das durchschnittliche Geschäftsvolumen (BISTA) erwarten wir insgesamt eine Bruttozinsspanne von 1,59 %.

Unser Provisionsergebnis wird auch im nächsten Jahr durch die Erträge aus der Kontoführung, dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapiergeschäft und aus dem Vermittlungsgeschäft an die Teambank geprägt sein. Wir erwarten hier eine Steigerung um rd. EUR 0,9 Mio.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen im Jahr 2024 auf Grund einer Tariferhöhungsowie der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie um ca. EUR 1,2 Mio. erhöhen. Unsere Personalplanung sieht für 2024 eine konstante Mitarbeiterzahl vor.

Für die Anderen Verwaltungsaufwendungen planen wir aufgrund von allgemeinen Preissteigerungen sowie niedrigeren Instandhaltungsmaßnahmen und Beiträgen einen um rd. EUR 0,3 Mio. niedrigeren Wert.

Insgesamt erwarten wir für 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr ein leicht höheres Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von etwa EUR 25,5 Mio. bzw. rd. 0,84 % der dBS. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen für das nächste Jahr rechnen wir mit einer höheren Cost-Income-Ratio in Höhe von ca. 62,88 %. Wir tragen mit dieser Planung den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung.

Aus der Bewertung von Forderungen erwarten wir auf Basis der in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe entwickelten Verfahren und der von uns beschriebenen und prognostizierten konjunkturellen Entwicklung ein Netto-Risikoergebnis in Höhe von EUR 6,2 Mio. Grundlage unserer Planungen sind zum einen die zuvor beschriebenen Rating- und Scoringmodelle (erwartete Verluste) sowie die auf Basis gemachter Erfahrungen geschätzten Auflösungen von in den Vorjahren gebildeten Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen.

Aus der Bewertung der Wertpapiere sowie der im Bestand befindlichen Fonds wird sich für 2024 bei der von uns unterstellten Zins- und Börsenentwicklung voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von etwa EUR 3,3 Mio. ergeben. Die Planung basiert auf dem gemilderten Niederstwertprinzip.

Das Bewertungsergebnis sowohl aus der Bewertung von Kundenforderungen als auch aus der Bewertung der Wertpapiere ist aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten mit Unwägbarkeiten behaftet. Diesen Unwägbarkeiten begegnen wir mit den aus den dargestellten Risikomanagementsystemen erhaltenen Steuerungsimpulsen.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für das nächste Jahr mit einem Jahresüberschuss (nach Dotierung der Vorsorgereserven gem. § 340f HGB und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB) von etwa EUR 5,5 Mio. bis EUR 6,5 Mio.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken, die wir zuvor ausführlich erläutert haben.

3. Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und dem Geschäftsverlauf

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte zufriedenstellend entwickeln werden.

Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens- und Finanzlage sowie mit einer zufriedenstellenden Ertragslage, sodass es uns möglich sein wird, alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

Die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges sowie des Konfliktes im nahen Osten ist nicht vorhersehbar; dies führt unverändert zu einer erhöhten Prognoseunsicherheit in Bezug auf die Entwicklung an den Finanzmärkten sowie der Unternehmen und unserer Kunden. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, als nicht zutreffend erweisen.

Inwieweit sich die weitere Entwicklung der Polykrisen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 niederschlagen würde, ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzbar und nicht abschließend quantifizierbar. Die weitere Entwicklung ist insbesondere aufgrund der nicht vorhersehbaren weiteren Kriegsverläufe sowie der daraus resultierenden Auswirkung mit Unsicherheit behaftet.

Dies könnte zur Folge haben, dass durch einen Ertragsrückgang, Kreditausfälle, Wertpapierabschreibungen und Rückstellungsbildungen im Geschäftsjahr 2024 das geplante Ergebnis nicht erreicht werden kann.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten operativen Ziele des Jahres 2024, auch in dem weiterhin herausfordernden Umfeld, weitestgehend zu erreichen.

IV. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Remscheid, den 31. Mai 2024

Volksbank im Bergischen Land eG

Der Vorstand

Otto

Fried

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

Genossenschaftsregisternummer 238 beim Amtsgericht Wuppertal

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 17.199.283,29 16.353
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 995.240,83 10.463
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 995.240,83 (10.463)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 18.194.524,12 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 130.043.555,44 112.325
b) andere Forderungen 51.078.118,62 181.121.674,06 86.966
4. Forderungen an Kunden 1.563.765.530,81 1.596.489
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 807.249.566,67 (770.877)
Kommunalkredite 38.834.775,38 (49.572)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 104.485.490,77 114.547
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 100.371.320,25 (109.377)
bb) von anderen Emittenten 484.715.696,05 589.201.186,82 491.064
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 428.571.186,79 (451.606)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 589.201.186,82 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 378.938.887,53 364.442
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 51.034.139,67 50.935
darunter:
an Kreditinstituten 2.352.517,31 (2.415)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.270.230,00 53.304.369,67 2.270
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 2.223.060,00 (2.223)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.318.129,19 26.318
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 113.890.488,77 123.495
darunter: Treuhandkredite 113.890.488,77 (123.495)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.961,00 34
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 30.961,00 0
12. Sachanlagen 17.105.081,76 15.880
13. Sonstige Vermögensgegenstände 16.822.199,31 15.882
14. Rechnungsabgrenzungsposten 107.928,63 116
15. Aktive latente Steuern 22.228.595,00 28.902
Summe der Aktiva 2.981.029.556,67 3.056.481

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 165.898,27 148
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 420.755.234,18 420.921.132,45 464.628
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 212.703.031,21 262.814
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 57.790.870,49 270.493.901,70 14.289
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.385.846.011,58 1.698.321
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 421.793.372,43 1.807.639.384,01 2.078.133.285,71 148.890
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 13.050.000,03 4.308
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 13.050.000,03 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 113.890.488,77 123.495
darunter: Treuhandkredite 113.890.488,77 (123.495)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.724.478,54 3.063
6. Rechnungsabgrenzungsposten 84.322,66 154
6a. Passive latente Steuern 2.496.309,00 8.750
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.749.331,00 2.702
b) Steuerrückstellungen 930.420,75 930
c) andere Rückstellungen 4.021.332,66 7.701.084,41 4.357
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 57.228.572,99 54.810
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 110.000.000,00 102.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 27.188.940,00 27.165
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 48.000.000,00 43.066
cb) andere Ergebnisrücklagen 97.000.000,00 145.000.000,00 92.066
d) Bilanzgewinn 1.610.942,11 173.799.882,11 525
Summe der Passiva 2.981.029.556,67 3.056.481
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 47.274.199,94 35.626
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 47.274.199,94 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 133.202.113,53 133.202.113,53 214.545
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 49.441.100,26 36.674
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 8.483.438,02 57.924.538,28 7.450
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 183,86 (23)
2. Zinsaufwendungen 17.767.950,91 40.156.587,37 4.514
darunter: erhaltene negative Zinsen 48.337,87 (1.045)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 6.036.648,00 5.098
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.242.712,10 1.305
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 1.015.994,80 8.295.354,90 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 20.830.818,41 19.603
6. Provisionsaufwendungen 2.090.355,34 18.740.463,07 1.873
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.505.407,11 14.654
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 20.171.316,56 19.914
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.639.602,58 25.810.919,14 5.017
darunter: für Altersversorgung 1.914.471,17 (1.437)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 15.395.080,98 41.206.000,12 15.670
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.218.305,73 2.105
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 285.203,69 371
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 11.668.546,33 9.551
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -11.668.546,33 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 41.071
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 9.719.606,67 9.719.606,67 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.527.196,77 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.512.166,48 -15.302
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.967.464,93 -16.049
darunter: latente Steuern 420.339,00 (-20.153)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 66.407,31 4.033.872,24 94
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.000.000,00 0
25. Jahresüberschuss 11.478.294,24 653
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 647,87 4
11.478.942,11 657
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
11.478.942,11 657
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 4.934.000,00 66
b) in andere Ergebnisrücklagen 4.934.000,00 9.868.000,00 66
29. Bilanzgewinn 1.610.942,11 525

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie in anderen Aktivposten enthaltene Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Soweit der Nennwert über dem Auszahlungsbetrag (ggf. über den Anschaffungskosten) liegt, wurde der Unterschiedsbetrag grundsätzlich in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt; er wird planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch ausreichende Wertkorrekturen ebenso Rechnung getragen wie dem allgemeinen Kreditrisiko.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell (ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien). Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie die nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip (Anschaffungskosten oder niedrigerer Kurswert bzw. beizulegender Wert) bewertet und dabei grundsätzlich die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Soweit der Kurswert oder Marktpreis bzw. der beizulegende Wert des Stichtages über dem Buchwert lag, wurden die Wertpapiere mit dem höheren Wert, maximal mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Hintergrund ist eine zutreffende Darstellung der Ertragslage. Dadurch wurden zinsinduzierte Abschreibungen in Höhe von EUR 57.112.026 vermieden. Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind Schuldverschreibungen in Höhe von EUR 12.890.868, die in Zusammenhang mit Kreislauftransaktionen mit anderen Genossenschaftsbanken zur Diversifizierung der Adressenausfallrisiken (VR-Circle) stehen, enthalten. Wir fungieren dabei sowohl als Sicherungsnehmer als auch als Sicherungsgeber.

Die Sicherungsnehmerpositionen in getrennt bilanzierten Credit Default Swaps, die der Absicherung von Ausfallrisiken dienen, ohne zugleich einer Bewertungseinheit i. S. v. § 254 HGB zugeordnet zu sein, werden als erhaltene Kreditsicherheiten bei der Ermittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen oder Rückstellungen für die abgesicherten Geschäfte berücksichtigt und nicht eigenständig bilanziert.

Die Sicherungsgeberpositionen in getrennt bilanzierten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übernommen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, werden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Optionsgeschäfte, Credit Default Swaps) im Nichthandelsbestand wurden - sofern sie nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Bewertungseinheiten oder als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung dienen - nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln mit ihrem Marktpreis bewertet. Soweit eine verlässliche Bewertung zum Stichtag aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgte die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern.

Sofern Zinsderivate zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Zinsbuch eingesetzt werden, sind sie von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Zinsbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Eine getrennte Bilanzierung erfolgte, soweit aus dem eingebetteten Derivat im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen resultieren.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften einschließlich der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Einzelne Beteiligungen resultieren aus in Vorjahren geschlossenen Tauschgeschäften und sind teilweise nach Tauschgrundsätzen unter Gewinnrealisierung und teilweise nach Tauschgrundsätzen unter Buchwertfortführung bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Aktive und passive latente Steuern wurden unsaldiert ausgewiesen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Soweit der Erfüllungsbetrag höher als der Ausgabebetrag ist, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen; er wird planmäßig getilgt.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Nennbetrag einer Forderung und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Forderung verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind zum Teil auf einen Pensionsfonds der R+V Pensionsfonds AG und auf den BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG ausgelagert worden. Die restlichen Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31.12.2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Differenzbetrag, der sich aus der Anpassung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt, beträgt EUR 36.534.

Rückstellungen wurden zulässigerweise nicht gebildet für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von EUR 3.926.728.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Währungsumrechnung

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden wie folgt auf Euro umgerechnet:

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben sowie weder dem Handelsbestand zugeordnet noch bezüglich des Währungsrisikos in eine Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB einbezogen sind, sind imparitätisch bewertet.

Ergebnisse aus der Währungsumrechnung für besonders gedeckte Geschäfte sind im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, wobei die satzungsmäßigen Mindestdotierungen zu den Ergebnisrücklagen Beachtung fanden.

Korrektur in laufender Rechnung

Im Jahresabschluss 2022 sind die passiven latenten Steuern auf Grund der Verwendung eines fehlerhaften Steuersatzes für bestimmte Sachverhalte um EUR 2,6 Mio. zu hoch angesetzt worden. Hiervon betroffen sind der Bilanzposten "Passive latente Steuern" sowie korrespondierend der GuV-Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

Die zutreffende Bilanzierung wurde durch eine Korrektur in laufender Rechnung (gem. IDW RS HFA 6) im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vorgenommen. Die Vermögens- und Ertragslage des Vorjahres ist in entsprechender Höhe negativ und die Vermögens- und Ertragslage des Jahres 2023 positiv beeinflusst. Die Liquiditätslage ist hierdurch nicht betroffen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 398.463 8.750 (a) 0 (a) 395.216
0 (b) 11.997 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 19.331.460 2.037.058 (a) 0 (a) 21.368.518
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.685.580 404.647 (a) 0 (a) 11.587.108
0 (b) 503.119 (b)
Summe a 31.415.503 2.450.455 (a) 0 (a) 33.350.842
0 (b) 515.116 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.335 11.917 (a) 0 (a) 0 (a) 364.255 30.961
0 (b) 0 (b) 11.997 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 7.223.935 464.117 (a) 0 (a) 0 (a) 7.688.052 13.680.466
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.913.257 742.272 (a) 0 (a) 0 (a) 8.162.492 3.424.616
0 (b) 0 (b) 493.036 (b)
Summe a 15.501.527 1.218.306 (a) 0 (a) 0 (a) 16.214.799 17.136.043
0 (b) 0 (b) 505.033 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 961.880.305 -39.040.076 922.840.229
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 53.885.453 -581.083 53.304.370
Anteile an verbundenen Unternehmen 26.318.129 0 26.318.129
Summe b 1.042.083.887 -39.621.159 1.002.462.728
Summe a und b 1.073.499.390 1.019.598.771

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (Aktivposten Nr. 3) sind EUR 122.733.002 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (Aktivposten Nr. 4) sind EUR 113.284.980 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (Aktivposten Nr. 5) werden im Geschäftsjahr 2024 EUR 19.263.690 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen) fällig. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgen bei den Schuldverschreibungen aus VR-Circle planmäßige Tilgungen in Höhe von EUR 3.257.558.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten Nr. 5) in Höhe von nominal EUR 97.300.000 wurden der Deutschen Bundesbank als Sicherheit verpfändet.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 und A 6 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 589.201.187 561.814.455 27.386.732 539.592.434
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 6.146.691 0 6.146.691 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapieren des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen in Höhe von EUR 57.112.026 unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind und Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen nicht erkennbar sind.

Der Buchwert der betreffenden Papiere beträgt EUR 536.242.193 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen), der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 479.130.167.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sowie den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 136.084.308 184.677.157
Forderungen an Kunden (A 4) 18.269.695 0 2.077.068 2.230.774
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 89.990.322 74.725.547

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Wir halten folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:

Anlageziel Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. UIN727; Mischfonds in Aktien (weltweit), Renten, Rohstoff-, Immobilien- und Beteiligungsfonds sowie Derivaten (ohne Währungsderivate) 363.145.910 0 5.871.764

Bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände, die eine Aussetzung der Rücknahme unter Berücksichtigung der Interessen der Bank erforderlich erscheinen lassen, kann eine Beschränkung der täglichen Rückgabemöglichkeit erfolgen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Genossenschaft hält an folgenden Unternehmen Beteiligungen, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft von Bedeutung sind:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,01 2023 10.758.000 2023 478.000
b) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster 0,77 2023 119.597 2023 3.016
c) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 1,22 2023 3.549.641 2023 88.744
d) VR Ventures Fonds GmbH & Co. KG 4,83 2022 19.564 2022 0
e) Paribus Renditefonds XXIV GmbH & Co. KG, Hamburg 9,26 2022 19.172 2022 778
f) Münchener Hypothekenbank eG, München 0,18 2023 1.785.889 2023 102.121
g) Fundus Immobiliengesellschaft mbH, Hilden 100,00 2023 651 2023 0
h) Fundus Immobiliengesellschaft 1 GmbH & Co. KG, Remscheid 100,00 2023 14.470 2023 585
i) Fundus Immobiliengesellschaft 2 GmbH & Co. KG, Remscheid 100,00 2023 10.310 2023 456
j) Fundus Immobiliengesellschaft 3 GmbH & Co. KG, Remscheid 100,00 2023 461 2023 15
k) Fundus Immobiliengesellschaft 4 GmbH & Co. KG, Remscheid 100,00 2023 426 2023 11

Mit den unter Buchstaben g) - k) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Mit dem unter Buchstabe g) genannten Unternehmen ein Ergebnisabführungsvertrag. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 1 und Abs. 2 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte (Aktivposten Nr. 9) betreffen ausschließlich Treuhandkredite, die wir in eigenem Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Aktivposten Nr. 12 (Sachanlagen) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.117.191 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 3.424.616 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände (Aktivposten Nr. 13) sind als wesentliche Einzelposten Steuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 9.612.993, Forderungen aus Verrechnungskonten im Zahlungsverkehr in Höhe von EUR 4.283.441 sowie Forderungen aus Provisionszahlungen der Union Investment Gruppe in Höhe von EUR 2.155.991 enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Aktivposten Nr. 14) sind EUR 66 Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (Vorjahr EUR 153) enthalten.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern (Aktivposten Nr. 15) stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Vorsorgereserve nach § 340f HGB und der Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7, der Bewertung von Investmentfonds sowie mit Pensions- und anderen langfristigen Rückstellungen.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde grundsätzlich ein Steuersatz von 32,8 % zugrunde gelegt. In den Fällen, wo die Steuerlatenz nur für die Körperschaftsteuer relevant ist, haben wir einen Steuersatz von 15,8 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände wie folgt enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) 3.052.021 4.064.932
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 5.002.794 3.005.165

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 9.454.922 enthalten. Einen Sortenbestand unterhalten wir nicht.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 10.000.000 10.000.000 8.497.100 22.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 42.341.164 145.792.791 495.613.952 766.475.069

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 16.088.260 20.026.953 165.255.519 217.322.540
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 89.839 56.996.830 265.093 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 272.850.374 108.423.764 30.710.283 8.000.000

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Passivposten Nr. 1) sind EUR 380.149.193 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Begebene Schuldverschreibungen

Von den begebenen Schuldverschreibungen (Passivposten Nr. 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR 2.000.001 fällig.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten Treuhandverbindlichkeiten (Passivposten Nr. 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten Sonstige Verbindlichkeiten (Passivposten Nr. 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 1.298.975
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 989.117

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (Passivposten Nr. 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 10.164 (Vorjahr EUR 14.589) enthalten.

Passive latente Steuern

Die mit den bilanzierten latenten Steuerschulden (Passivposten Nr. 6a) zusammenhängenden latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderung
EUR
Stand zum Ende des Geschäftsjahres
EUR
Aktive latente Steuern 28.902.207 -6.673.612 22.228.595
Passive latente Steuern 8.749.582 -6.253.273 2.496.309

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Einbringung von Bestandsimmobilien in Tochtergesellschaften.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde grundsätzlich ein Steuersatz von 32,8 % zugrunde gelegt. In den Fällen, wo die Steuerlatenz nur für die Körperschaftsteuer relevant ist, haben wir einen Steuersatz von 15,8 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden zulässigerweise nicht gebildet für mittelbare Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und Pensionsanwartschaften in Höhe von EUR 3.926.728.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (Passivposten Nr. 9) in Höhe von EUR 1.075.550 an.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind von den Gläubigern nicht kündbar; sie haben Ursprungslaufzeiten zwischen 6 und 15 Jahren. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 2 und 13 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 1,0 % bis 4,0 % ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 380.266.636 359.642.885
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 4.916.314 662.777 1.446.663 1.484.501

Eigenkapital

Die unter Gezeichnetes Kapital (Passivposten Nr. 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 26.077.385
b) der ausscheidenden Mitglieder 1.105.555
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 6.000

Die Ergebnisrücklagen (Passivposten Nr. 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 43.066.000 92.066.000
Einstellungen
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 4.934.000 4.934.000
Stand 31.12.2023 48.000.000 97.000.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Einzelrückstellungen gedeckt. Durch die Anwendung des Standards IDW RS BFA 7 wurde für die latenten Kreditrisiken eine Rückstellung gebildet. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden sowie Verpflichtungen aus Credit Default Swaps. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten zeigen nicht die zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da sie nach unserer Einschätzung überwiegend ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Bei den Kreditzusagen gehen wir dagegen von einer überwiegenden Inanspruchnahme aus. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde ebenfalls ausreichend Rechnung getragen.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 198.056.158

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 9.380.769 und in den unter dem Strich vermerkten Eventualverbindlichkeiten im Gegenwert von EUR 72.398 enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 1.063 (Vorjahr Verminderung EUR 184) erhöht.

Provisionserträge

Die Provisionserträge (GuV-Posten 5) aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft sowie für die Vermittlung von Krediten, Versicherungen sowie Bausparverträgen sind für die Gesamttätigkeit der Bank von wesentlicher Bedeutung; sie machen rd. 0,7 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten Nr. 8) ist der folgende nicht unwesentliche Einzelbetrag enthalten:

Art EUR
Mieterträge 848.663

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 185.619 (Vorjahr EUR 256.354) Erträge aus der Währungsumrechnung und mit EUR 25.130 (Vorjahr EUR 2.528) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten Nr. 12) betreffen mit EUR 1.169 (Vorjahr EUR 825) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, mit EUR 33.978 (Vorjahr EUR 80.362) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und mit EUR 10.084 (Vorjahr EUR 2.939) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV-Posten 23) umfassen insgesamt EUR 3.967.465 (Vorjahr Ertrag von EUR 16.049.008). Davon entfallen EUR 4.670.338 (Vorjahr EUR 2.739.433) vornehmlich auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit. Daneben entstand ein Aufwand aus der Veränderung der ausgewiesenen latenten Steuer in Höhe von saldiert EUR 420.339 (Vorjahr Ertrag von EUR 20.152.625).

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 4.189.334 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 186.276 enthalten.

Hiervon entfallen wesentliche Beträge auf:

Posten der GuV Betrag Ertrag
EUR
8 - Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 296.344
23 - Steuererstattungen Vorjahre 1.157.786
23 - Korrektur latente Steuern 2022 in laufender Rechnung 2.588.241

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates auf EUR 178.761. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 128.578.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 130.007 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 96.415.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 36.534. Aus dem Ausweis latenter Steuern resultiert ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von EUR 23.180.150. Diesen Beträgen stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz enthalten, aber für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist die Garantieverpflichtung gegenüber der Sicherungseinrichtung des BVR in Höhe von EUR 7.284.504.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 44 3
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 186 111
230 114

Außerdem wurden durchschnittlich 24 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 10.867 5.294.482 23.279.570
Veränderung aus geänderter Haftsumme 2023 -23.279.570
Zugang 2023 205 173.415 0
Abgang 2023 563 252.420 0
Ende 2023 10.509 5.215.477 0

Mit Satzungsänderung vom 31.05.2021 wurde die beschränkte Nachschusspflicht der Mitglieder ausgeschlossen (eingetragen im Genossenschaftsregister am 23.06.2021). Die Änderung der Nachschusspflicht wurde durch das Registergericht Wuppertal am 18.04.2023 bekannt gemacht.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 395.025
Höhe des Geschäftsanteils EUR 5

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (ohne Umsatzsteuer) schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

Zuführung aus dem Jahresabschluss 2023 EUR 202.125
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 47.713
- Steuerberatungsleistungen EUR 49.297
- Sonstige Leistungen EUR 3.333

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Otto, Andreas, - Vorsitzender - , Bankvorstand für den Marktbereich

Fried, Christian Tobias, Bankvorstand für den Marktfolgebereich

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Schäfer, Thomas, - Vorsitzender - , Geschäftsführender Gesellschafter der SOLIDA-Werk Werkzeugtechnik GmbH & Co. KG

Wildemann, Roger, - stellvertretender Vorsitzender - , Managementberater

Bauer, Inga, Geschäftsführende Gesellschafterin der Bauer und Böcker GmbH & Co. KG

Ebbinghaus, Prof. Dr. Mark, Selbstständiger Wirtschaftsprüfer

Fischer, Klaus, Hotelier

Kochenrath, Peter, Unternehmer

Kranz, Bernd-Volker, Selbstständiger Unternehmensberater

Porsch, Wolfgang, Geschäftsführender Gesellschafter der Periplast Werkzeugbau und Kunststoffverarbeitung Beteiligungs GmbH & Co. KG, (bis 13.10.2023)

Westeppe, Paul, Mediaberater

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist kein Vorgang von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 11.478.294,24 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 647,87 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 9.868.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 1.610.942,11) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 1.071.425,85
Bonuszahlung 2,00 % 535.712,93
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
Vortrag auf neue Rechnung 3.803,33
1.610.942,11

 

Remscheid, den 31. Mai 2024

Volksbank im Bergischen Land eG

Der Vorstand

Otto

Fried

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt Bewertung der Kundenforderungen dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.563,8 Mio. EUR. Dies entspricht 52,5 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 47,3 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 133,2 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Aufbauend auf den vorstehend genannten Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kredite an Kreditnehmer aus der Baubranche und von den konjunkturellen Risiken besonders betroffenen Branchen berücksichtigt.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäftes nach § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Holger Gathmann.

 

Düsseldorf, 31. Mai 2024

Genoverband e.V.

Karsten Ernstberger, Wirtschaftsprüfer

Holger Gathmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 11.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 11.478.294,24 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 647,87 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

Unser Blick auf das Geschäftsjahr 2023 ist sehr ambivalent: Wir freuen uns über ein gutes operatives Ergebnis unserer Volksbank im Bergischen Land, sehen aber auch das herausfordernde Umfeld: Die bereits Ende 2022 eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung erfüllte sich nicht, die dämpfenden Einflüsse überlagerten sich vielfach. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die Belastungen durch die hohe Inflation, Materialengpässe und teilweise noch bestehende Coronaschutzmaßnahmen gebremst. Im Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Fachkräftemangel hierzulande und großen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Im Herbst 2023 eskalierenden Nahost-Konflikts. Dennoch zeigten sich die Unternehmen im Bergischen Land wie schon im Vorjahr noch widerstandsfähig. Allerdings machen sich auch in unserer Region die negativen Rahmenbedingungen immer mehr bemerkbar.

Der Aufsichtsrat hat im Jahre 2023 weiter von der Möglichkeit der Bildung eines separaten Prüfungsausschusses Gebrauch gemacht. Ihm obliegt unter anderem die Überwachung der Abschlussprüfung; insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Dienstleistungen. Unter Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Mark Christof Ebbinghaus tagte der Ausschuss im vergangenen Jahr einmal.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 S. 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung von Aufsichtsrat und Vorstand obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand umfassend beraten und seine Geschäftsführung konsequent überwacht. Insbesondere haben wir uns ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung sowie der Strategie und Planung der Bank befasst. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir immer eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Entwicklungen der Bank. Die Unterrichtung erfolgt unmittelbar auf gesichertem elektronischem Weg.

Schwerpunkte der Berichterstattung waren

die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung,

die finanzielle Entwicklung und die Ertragslage der Bank,

die Auswirkungen des starken Zinsanstieges,

die Eigenanlagen der Bank,

das Risikomanagement sowie

Geschäfte und Ereignisse, die für die Bank von erheblicher Bedeutung waren.

Auch zwischen den Sitzungen wurden wir vom Vorstand über wichtige Vorgänge unaufgefordert informiert.

Die regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes erfolgte quartalsweise schriftlich unter Beifügung ausführlicher Dokumentationen, Analysen und Bewertungen aus dem internen Rechnungswesen der Bank über die Entwicklung der Ertrags- und Vermögenslage im Vergleich mit dem Vorjahr sowie den Planwerten.

Ebenfalls im vierteljährlichen Rhythmus wurde die Risikolage der Bank ausführlich und umfassend dargestellt. Die Risikoberichte wurden jeweils besprochen. Wir haben uns insbesondere informiert über

die Entwicklung des Kreditportfolios nach Strukturmerkmalen,

die Analyse der Wertberichtigungen und Abschreibungen,

die Ursachen eingetretener Kreditausfälle,

Maßnahmen zur Risikooptimierung des Kreditportfolios,

die Migrationsbewegungen zwischen den einzelnen Ratingklassen im Kreditportfolio,

die Aufstellung aller Großkredite sowie

sämtliche Kreditentscheidungen, die über die Regelgrenzen der Kreditrisikostrategie hinausgingen.

Wir haben uns über die Maßnahmen berichten lassen, die der Vorstand zum Umgang mit akuten Folgen der gesamtwirtschaftlichen Situation initiiert und umgesetzt hat. Dabei richtete sich der Blick insbesondere auf die Risiken im Kreditgeschäft und bei den Eigenanlagen der Bank.

In insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit den oben genannten Themen beschäftigt. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf jeweils vorbereitende Unterlagen für alle Zusammenkünfte in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Zudem fand im abgelaufenen Jahr eine Schulung zu den "Besonderheiten der Bankbilanz" statt.

Wir haben uns als Aufsichtsorgan selbst davon überzeugt, dass der Jahresabschluss zutreffend aus der Buchführung und den Inventaren unserer Bank entwickelt worden ist. Wir haben an der Inventur zum Jahresabschluss teilgenommen, den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns im Rahmen der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen geprüft und keine Einwendungen erhoben. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließen wir uns an. Die Buchführung und der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Jahr 2023 werden vom Genoverband e.V., Düsseldorf, geprüft. Der Genoverband e.V. hat uns die Unabhängigkeit der an der Abschlussprüfung beteiligten Mitarbeiter bestätigt.

Den Bericht über die gesetzliche Jahresabschlussprüfung werden wir entgegennehmen und kritisch prüfen. Ein Prüfungsschwerpunkt wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden nicht gesetzt. Im Anschluss wird sich der Aufsichtsrat im Rahmen einer gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems intensiv befassen. Über das Ergebnis der Prüfung wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Für Frau Inga Bauer und die Herren Bernd-Volker Kranz und Wolfgang Porsch endete mit Ablauf der Vertreterversammlung am 13. Juni 2023 turnusmäßig die Amtszeit im Aufsichtsrat; sie wurden zur Wiederwahl vorgeschlagen und erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Mit Ablauf der diesjährigen Vertreterversammlung endet die Amtszeit der Herren Roger Wildemann, Peter Kochenrath und Paul Westeppe. Ihre Wiederwahl ist zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Herr Wolfgang Porsch hat sein Mandat zum 13. Oktober 2023 niedergelegt. Der Vertreterversammlung wird vorgeschlagen, dass dieses Mandat nicht neu besetzt werden soll.

Mit Blick auf die vergangenen und die kommenden Jahre gleichermaßen sind wir uns sicher: Steter Wandel, weiterhin herausfordernde Rahmenbedingungen und leider immer wieder auch nicht kalkulierbare Ereignisse werden die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region und weltweit begleiten und beeinflussen. Wir sind froh und dankbar, in dieser Situation auf einige wichtige Konstanten setzen zu können. Das sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ihnen danken wir von Herzen für ihr Engagement und ihren großen persönlichen Beitrag - Jahr für Jahr - zum Erfolg unserer Bank. Das sind Sie, unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden, Vertreterinnen und Vertreter, die uns vertrauen. Mit Ihnen gemeinsam finden wir Lösungen. Und das ist nicht zuletzt der Genossenschaftsgedanke mit seinen Werten wie Zusammenhalt, Mitgestaltung und Regionalität, der Grundlage unseres Handelns ist und Sicherheit und Orientierung gibt.

Und so stellt sich Ihre Volksbank im Bergischen Land auch 2024 den Herausforderungen unserer Zeit, um mit Ihnen und für Sie zu handeln.

 

Remscheid, im April 2024

Der Aufsichtsrat

Thomas Schäfer, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Volksbank im Bergischen Land eG, Remscheid

Die Volksbank im Bergischen Land eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank im Bergischen Land eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank im Bergischen Land eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 69.698.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 300,4.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 23.512.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 3.967 und betreffen sowohl laufende wie auch latente Steuern.

Die Volksbank im Bergischen Land eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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