MSD Animal Health Innovation GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Dr. Frauen seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Petra Specht seit 3.5.2024 | Prokura |
Alexander Bruns seit 3.5.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Intervet Holding B.V. | 89.90% |
Merck & Co., Inc. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Burgwedel Biotech GmbHSchwabenheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell Die Burgwedel Biotech GmbH mit ihrem Sitz in Schwabenheim, ist eine deutsche Tochtergesellschaft des weltweit tätigen US-Konzerns Merck & Co., Inc., Rahway, N.J./USA, der mit seinen verschreibungspflichtigen Medikamenten, Impfstoffen, biologischen Therapien ("MSD Humanmedizin") und Produkten für die Tiergesundheit ("MSD Tiergesundheit") innovative Lösungen für das Gesundheitswesen anbietet. Der Konzern operiert in den USA und Kanada unter dem Namen "Merck", in der restlichen Welt als "MSD". Geleitet wird der Konzern seit Juli 2021 von Robert Davis als Chief Executive Officer (CEO). Im Konzernverbund nimmt die Gesellschaft die Funktion eines Auftragsfertigers (Contract Manufacturer) ein. Sämtliche Kundenaufträge für die Tierarznei (intern und extern) werden zentral bei der Intervet International B.V., Boxmeer, Niederlande, erfasst und an die jeweilige Produktionsstätte als Produktionsauftrag weitergeleitet. Die Produktion der Gesellschaft für Konzernkunden wird zu festgelegten Transferpreisen ("cost plus") an die Intervet International B.V. veräußert. Die Ware wird dann direkt von der Gesellschaft an die Kunden versendet. Analog zum Bereich der Tierarznei nimmt die Gesellschaft auch die Funktion eines Auftragsfertigers (Contract Manufacturer) für den humanmedizinischen Bereich ein. Der Impfstoff wird zu festgelegten Transferpreisen ("cost plus") an die Merck Sharp & Dohme LLC, Rahway, N.J./USA und die Merck & Co., Inc. veräußert. Die Ware wird dann direkt von der Gesellschaft an die Kunden versendet. 1.2 Steuerungssystem Der Planungs- und Controllingprozess sowie das konzernweite Regelwerk im MSD- Konzernverbund stellen zentrale Bestandteile des Steuerungsmanagementsystems der Burgwedel Biotech GmbH dar. Das Steuerungsmanagementsystem der Burgwedel Biotech GmbH trägt dazu bei, Ziele strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. EDV-gestützte Analysen ermöglichen die Identifikation und Bewertung von Abweichungen gegenüber erwarteten Entwicklungen. Es soll die Geschäftsführung in die Lage versetzen, Entscheidungen verantwortungsvoll umzusetzen und Chancen gezielt zu nutzen. 1.3 Forschung, Entwicklung und Umwelt Innerhalb der MSD Tiergesundheit wird die Forschung & Entwicklung zentral betrieben. Forschungsergebnisse fließen an den jeweiligen zentralen IP-Eigentümer und werden an die Gesellschaften in Form von verkaufsfähigen Produkten zur Verfügung gestellt. Dabei fokussieren sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere auf die Bereiche Anti-Parasitika und Anti-Infektiva, Impfstoffe sowie auf Arzneimittel zur Behandlung nichtinfektiöser Krankheiten. Der Bereich Tiergesundheit besitzt Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA, Europa, Afrika, Australien und Asien. Zudem wird das Geschäft durch zahlreiche externe Kooperationen sowie durch Einlizenzierung von Produktkandidaten gestärkt. Der Humanbereich forscht ebenfalls zentral vor allem in den USA an neuen Medikamenten. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung Weltwirtschaft Gemäß dem Bericht der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 ab. Hierzu gab es stark regionale Unterschiede. Die durch Schwellenländer gegebenen Impulse belebten die Weltwirtschaft wieder. Die weltweite Industrieproduktion stieg im dritten Quartal leicht an, aber aufgrund der Änderungen der Finanzierungspläne blieb die Branche entkräftet. Der IWF führt aus, dass die Schwäche der weltweiten Industrieproduktion und des Welthandels durch den bedingt veränderten Konsum hervorgerufen wurde. Die hohe Inflation und das steigende Zinsniveau verursachten zudem eine statische Nachfrage. Denn durch die steigenden Energiepreise und Zinssätze verlor die Wirtschaft deutlich an Kraft. Die Auswirkungen der steigenden Zinsebenen verursachten eine Steigerung der Kaufpreise und bremsten die Dynamik der Weltwirtschaft enorm. Während die Wirtschaftsleistung in den USA stark zunahm und die Inflation zurückging, blieb die stagnierende chinesische Wirtschaft weiterhin schwach. (Quelle: World Economic Outlook Update, July 2023: Near-Term Resilience, Persistent Challenges (imf.org); BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau) Insgesamt erwartet der IWF gegenüber dem Vorjahr ein deutlich reduziertes Wirtschaftswachstum (3,0%). Dies ist primäre auf den russischen Angriffskrieg sowie die deutlich gestrafften geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückzuführen. (Quelle: BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau) Entwicklung Europa Laut der Europäischen Kommission verzeichnet die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 eine leicht ansteigende Wachstumsdynamik. Trotz dessen war die Entwicklung der Wirtschaft jedoch gewinnbringender als im Vorjahr prognostiziert. Das EU-Bruttoinlandsprodukt lag um 0,2% höher als im Frühjahr vorhergesagt. Trotz hoher Inflation sanken die Energiepreise und Rohstoffknappheit ging im ersten Quartal deutlich zurück. Doch die Kerninflation blieb weiterhin erhalten und die schwache Binnennachfrage, insbesondere des Verbrauchs, führte zu Kaufkraftverlusten. Hingegen war es für den Arbeitsmarkt ein starkes Jahr, wodurch sich der Arbeitsmarkt durch die sinkende Arbeitslosenquote auszeichnete. (Quelle: Spring 2023 Economic Forecast: an improved outlook amid persistent challenges - European Commission (europa.eu)) Entwicklung Deutschland Eine Stagnation der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 zu konstatieren. Die durch die Energiekrise verursachten Kaufpreissteigerungen deuteten auf einen starken Verlust der Kaufkraft im privaten Konsum hin. Das Wirtschaftswachstum verharrte durch die obengenannten Gründe weiterhin in allen Bereichen der Entwicklung und Produktion. Auch hier wurde das Wirtschaftswachstum stark durch die Inflation geprägt. (Quelle: DIW- Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Winterrezession) 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung Pharmamarkt Deutschland Der globale Tiergesundheitsmarkt wurde für das Jahr 2023 auf 44,0 - 62,4 Milliarden USD geschätzt - in Abhängigkeit davon, welche Gesundheitsbereiche (Biologika, Pharmazeutika, Diagnostika, Medizinprodukte/Equipment, Medizinische Futtermittelzusatzstoffe, andere) in die Schätzung einbezogen werden. Die Angaben zur durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für die Periode von 2024-2030 schwanken zwischen 9,0 % - 9,9 %. Zu den Faktoren, die das Marktwachstum vorantreiben, gehören steigende Ausgaben für die Tiergesundheit, insbesondere für Haustiere, die steigende Prävalenz bestimmter Tierkrankheiten, die Besorgnis über Zoonosen sowie diverse Initiativen von Schlüsselunternehmen. Der Haustiermarkt nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert ein und nicht zuletzt die Adoption vieler Haustiere in während der Corona Pandemie hat diese Entwicklung stark beschleunigt und den Markt beeinfluss (Quelle: Grand View Research, Animal Health Market Size, Share & Trends Analysis Report By Product, By Animal Type, By Distribution Channel, By End Use, By Region, And Segment Forecasts, 2024 - 2030; P&S Intelligence, Animal Healthcare Market Size and Share Report by Product, Animal Type, Distribution Channel - Global Industry Demand Forecast to 2030). Merck & Co. Inc. berichtete für 2023 für MSD Animal Health weltweit einen Umsatz von 5,6 Mrd. USD (Umsatz im Vorjahr 5,6 Mrd. USD). (Quelle: Merck Announces Fourth-Quarter and Full-Year 2023 Financial Results - Merck.com) und gehört damit zu den größten und umsatzstärksten Tiergesundheitsunternehmen weltweit. 2.3 Geschäftsverlauf 2023 Tierarzneibereich: Im Juni 2022 wurde durch die Konzernmutter angekündigt, die Produktion von Tierarzneimitteln (d.h. Herstellung von Antigenen, Formulierung, Abfüllung /Inspektion, Verpackung, Testung und Freigabe) am Standort Burgwedel sukzessive bis 2025 einzustellen. Die Produktionsmengen wurden im Jahr 2023 zurückgefahren. Bis Mai 2025 wird dies den Abbau von ca. 200 Arbeitsplätzen (etwa die Hälfte der Gesellschaft) bedingen. Mit dem Betriebsrat wurde im Oktober 2022 Einigung über Interessenausgleich und Sozialplan erzielt. Im Jahr 2023 wurde der Produktionsbereich für virale Antigene (Ende Juni) und eine Stabsabteilung für Projektmanagement im AH-Bereich (Ende Dezember) geschlossen. Es wurden 18 Mitarbeiter für die Kündigung aufgelistet. Einige Mitarbeiter haben sich erfolgreich um Stellen im HH-Bereich beworben, sodass nur 11 Mitarbeiter ausgestiegen sind.. Im Humanbereich wurde im Jahr 2023 die Planausbeute je Charge erreicht. Die Lieferverträge wurden erfüllt. In Summe wurde im Jahr 2023 die Planmenge Antigen getroffen und die Planmenge Impfstoffdosen um 12,6 % unterschritten, da ein Kunde einen Lagerengpass hatte. Diese Menge wurde in das Jahr 2024 übertragen. 2.4 Leistungsindikatoren Die beiden Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die Mitarbeiterfluktuation ist der bedeutsamste nicht finanzielle Leistungsindikator für die Bewertung unserer Geschäftsentwicklung. Deshalb nehmen wir im Wirtschaftsbericht, im Risiko- und Chancenbericht und im Prognosebericht auf diese Steuerungskennzahlen Bezug. Umsatzerlöse Die Burgwedel Biotech GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 90,1 Mio. Damit hat das Unternehmen die im Vorjahr aufgestellte Prognose eines konstanten oder leicht steigenden Umsatzniveaus (Umsatzerlöse Vorjahr: EUR 131,9 Mio.) deutlich verfehlt. Dies ist auf einen deutlich geringeren Absatz des ERVEBO Impfstoffs (EUR - 25,6 Mio.) sowie negative Effekte durch Transferpreisanpassungen zurückzuführen. Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte mit EUR 6,6 Mio. bzw. 7,3% der Umsatzerlöse die im Vorjahr prognostizierten Bandbreite in Höhe von 6,0 - 8,0%. Fluktuationsquote Die Mitarbeiterfluktuationsquote im Berichtsjahr 2023 beträgt 9,1 % nach einem Wert von 7,0 % für 2022 und liegt somit innerhalb des für 2023 prognostizierten Bereichs von 6,0 - 10,0% und ist in der Teilbetriebsschließung Tierarznei begründet. 3 Lage der Gesellschaft3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse betragen EUR 90,1 Mio. (Vorjahr: EUR 131,9 Mio.). Diese entfallen insgesamt auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Die Verringerung um EUR -41,8 Mio. ist auf geringere Abverkäufe des Ebola Impfstoffs sowie Transferpreisanpassungen zurückzuführen. Der Gesamtaufwand (ohne Berücksichtigung des Zinsaufwands) in Höhe von EUR 95,0 Mio. (Vorjahr: EUR 122,1 Mio.) setzt sich im Wesentlichen aus Materialaufwendungen EUR 30,5 Mio. (Vorjahr: EUR 25,3 Mio.), Personalaufwendungen EUR 34,9 Mio. (Vorjahr: EUR 35,8 Mio.), Abschreibungen EUR 14,2 Mio. (Vorjahr: EUR 14,1 Mio.) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen EUR 15,4 Mio. (Vorjahr: EUR 29,9 Mio.) zusammen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahr Aufwendungen aus der Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit der Schließung des Teilbereichs der Tierarznei in Höhe von EUR 16,7 Mio. enthalten. Das EBIT beträgt zum Bilanzstichtag EUR 6,6 Mio. und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR -3,2 Mio. aufgrund gesunkener Gesamtaufwendungen und der damit zusammenhängenden Ziel-EBIT-Marge reduziert. Für Zwecke der Margenberechnung wird der Gesamtaufwand nach dem Umsatzkostenverfahren herangezogen. 3.2 Finanzlage Die Burgwedel Biotech GmbH deckt ihren gewöhnlichen Finanzierungsbedarf aus dem operativen Cashflow und durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens. Dabei nimmt sie die Dienstleistungen der Merck Sharp & Dohme Finance Europe (ETC), London, England in Anspruch. Sämtliche Geldanlage- bzw. Finanzierungsangelegenheiten, die Abwicklung des Ausgleichs konzerninterner Forderungen bzw. Verbindlichkeiten (Netting) sowie Fremdwährungszahlungen der Burgwedel Biotech GmbH werden gegen Zahlung einer Gebühr durch das ETC abgewickelt. Die Liquidität der Gesellschaft ist so zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Zum 31 Dezember 2023 bestehen Cash-Pool-Forderungen (gegenüber ETC) in Höhe von EUR 54,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.). Beim Cash-Pooling-Verfahren werden in der Regel täglich sämtliche Soll- und Habenumsätze verdichtet und auf das ETC Euro-Pool-Konto bei der Citibank in London übertragen. Die Konten werden in EURO geführt. Die Verzinsung der Guthaben bzw. der Kredite erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 26,7 (Vorjahr: TEUR 26,0). Das Cash-Pooling ist unbefristet und der Höhe nach nicht begrenzt. Die Geschäftsführung hat auch keine Erkenntnisse, dass der Cashpooling Vertrag kurzfristig gekündigt werden soll. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 61,5% ist gegenüber dem Vorjahr (67,1%) insbesondere durch die höhere Bilanzsumme reduziert. Dies ist auf deutlich erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Intercompany) zurückzuführen. Die liquiden Mittel haben sich wie folgt verändert:
3.3 Vermögenslage In der Burgwedel Biotech GmbH wurden im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von EUR 3,5 Mio. getätigt. Dies waren im Wesentlichen Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in die Nachhaltigkeit (u.a. PV-Anlagen auf zwei Dächern sowie ein Programm zur Analyse von Gebäudedaten). Investitionen in Anlagen dienen der Sicherstellung der vorhandenen Kapazität sowie der Erweiterung für zukünftige Volumenanstiege und/oder neue Produkte. Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem zum 31. Dezember 2022 vorhandenen Bestand um rund EUR 15,4 Mio. auf EUR 67,9 Mio. erhöht. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 23,0 Mio. (Vorjahr: EUR 24,1 Mio.) und umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 2,0 Mio., Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) sowie personalbezogene Rückstellungen (EUR 21,0 Mio., Vorjahr: EUR 21,3 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen im Jahr 2023 EUR 52,9 Mio. und erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um EUR 25,2 Mio. Dies ist auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr trotz nicht erreichter Erwartungen positiv verlaufen. 4 Chancen-, Risiken- und PrognoseberichtDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft trägt dazu bei, Risiken strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. Es soll Geschäftsführung und Mitarbeiter in die Lage versetzen, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bestimmt maßgeblich die Art und Weise, wie mit Risiken umgegangen werden soll. Die Risikoziele leiten sich insbesondere aus den leistungswirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Zielsetzungen des MSD-Konzernverbunds ab. Dabei werden auch Aussagen hinsichtlich der generellen Risikoorientierung bzw. der spezifischen Risikostrategie getroffen. Risikobeurteilungen sind ein wesentliches Werkzeug zur Beurteilung der laufenden und zukünftigen Geschäftsentwicklungen und eine wichtige Grundlage für Entscheidungen. Damit halten wir die Risiken des operativen Geschäftes unter Kontrolle. Im Folgenden werden die maßgeblich identifizierten Chancen und Risiken betreffend der Gesellschaft beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Aufzählung handelt. Die hier dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist. Weitere Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder die derzeit als weniger bedeutend eingeschätzt werden, könnten dennoch Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kategorisiert.
Gemäß vorangegangener Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch definiert, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde eine Kategorisierung als gering (L), mittel (M) oder hohes Risiko (H) vorgenommen. 4.1 Chancenbericht Marktchancen Im Vertriebsbereich der Tierarznei ergeben sich durch die geplante Schließung des Bereiches keine weiteren Chancen. Für die Burgwedel Biotech GmbH bestehen Vertriebschancen durch die Produktion von Impfstoffen für den Humanbereich. Ende 2019 wurden die notwendigen Zulassungen erteilt und ab Ende 2020 ist die Herstellung für den Markt angelaufen. 2021 war das erste Jahr mit voller Produktion, die die Erwartungen leicht übertraf. Chancen für steigende Volumen ergeben sich vor allem aus dem Ausbruchsgeschehen von Ebola (Zaire Subtyp), welches kaum vorhersagbar ist. Im April 2022 kam es zu kleineren Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo und in Guinea. In 2023 gab es keine größeren Ausbrüche. Die Chance wird im mittleren Bereich eingeordnet. (M) Nachhaltigkeit von Investitionen Die in 2023 getätigten Investitionen, sowie die bereits für 2024 genehmigten Investitionen in die Anlagen der Produktionsbereiche, der Infrastruktur und für die Kapazitätserweiterungen stellen sicher, dass der Standort gemäß gültigen Qualitäts- und Sicherheitsstandards eine steigende Nachfrage innerhalb des Konzerns für den Ebola Impfstoff ermöglichen kann. Die Chance wird weiterhin auf der mittleren Stufe eingeordnet. (M) 4.2 Risikobericht Marktrisiken Es liegt ein Marktrisiko hinsichtlich einer möglichen signifikanten Nachfragereduzierung nach den in Burgwedel hergestellten Produkten vor. Jedoch werden diese Marktrisiken in einzelnen Regionen oder Produktgruppen durch die breite geographische Bearbeitung der Märkte und das vielseitige Produktionsprogramm der Gesellschaft abgemildert. Das Risiko wird weiterhin auf der mittleren Stufe eingeordnet. (M) Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Standort Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Krieg gegen die Ukraine. Für diese Märkte, die zusammen etwa 1,5% des Absatzes der Burgwedel Biotech GmbH ausmachen, ist das Risiko als hoch zu betrachten, diesen Umsatzanteil zu verlieren. Insgesamt sind die Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft jedoch als gering einzustufen. (L) Eine reduzierte Anlieferung von Energie, insbesondere Gas, hätte erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen. Für diesen Fall besteht eine Notfallplanung für den gesamten Standort. Daher wird das Risiko als gering eingestuft (L). Produktrisiko Das wesentliche Risiko liegt in der Herstellung von biologischen Impfstoffen. Sollte eine erfolgreiche Herstellung nicht möglich sein (z.B.: aufgrund von Sterilitätsgründen), hat dies reduzierte Umsätze und erhöhte Vernichtungskosten zur Folge. (M) Des Weiteren besteht ein Risiko in der verfügbaren Kapazität sowie der verfügbaren Rohstoffe / Zwischenstufen, die teilweise von anderen Standorten innerhalb des Konzerns hergestellt werden. Beide Risiken werden weiterhin auf der mittleren Stufe eingeordnet. (M) Finanzwirtschaftliche und steuerrechtliche Risiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Gesellschaft aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Durch die Einbindung in den Kreditrahmen des MSD-Konzernverbunds bei der CitiBank (Cash-Pool) ist die Liquidität jederzeit sichergestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden werden deshalb als gering eingeschätzt. (L) Es besteht grundsätzlich ein Risiko zu Steuernachforderungen, wenn sich abweichende Betrachtungsweisen von einzelnen Sachverhalten durch die Finanzbehörden im Rahmen laufender Betriebsprüfungen ergeben. Diese können sich negativ auf das Jahresergebnis auswirken. Aufgrund der regelmäßigen Involvierung von Steuerrechtsexperten stuft die Geschäftsführung das Risiko der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Der resultierende potenzielle Schaden wäre moderat. (L) IT-, Cyber und Personalrisiko Ein in sich funktionierendes IT-System und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens. Das Risiko eines Netzwerk- bzw. Systemausfalls, Bedien- und Programmierfehler oder externe Faktoren (z. B. CYBER) insbesondere durch die immer weitergehende Vereinheitlichung der MSD IT-Systeme können die Leistungserbringung und daraus resultierend den Unternehmenserfolg erheblich beeinträchtigen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und den resultierenden Schaden stuft die Gesellschaft als gering ein, da fortlaufende Investitionen in Hard- und Software getätigt werden, ein weltweites Sicherungssystem implementiert ist, kontinuierlich aktualisiert wird und Zugangs- und Zugriffskontrollen durchgeführt werden. Jedoch kann bei ausreichend hoher krimineller Energie ein Angriff auf die Systeme der MSD nicht gänzlich ausgeschlossen werden. (L) Die Gefahr einer nicht beabsichtigten hohen Fluktuation und einer geringen Mitarbeitermotivation ist aufgrund der überdurchschnittlichen Vergütung, der beträchtlichen Sozialleistungen (u.a. 13. Monatsentgelt, Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge, gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme) und Sozialeinrichtungen (u.a. Kantine) als gering einzuschätzen. Diese Anreize dienen dazu, Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dieses Risiko wird daher weiterhin auf niedriger Stufe eingeordnet. (L) Prozessrisiko Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Unternehmens fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Compliance-Risiken, d.h. mögliche Verstöße von Mitarbeitern gegen rechtliche Rahmenbedingungen, werden durch das Überwachungssystem aus internen Kontrollen, Richtlinien und Audits geprüft. Diese Kontrollen werden in regelmäßigen Abständen u.a. durch die Corporate Audit Group vorgenommen. Daneben wird die Compliance durch den unternehmenseigenen Compliance Officer überwacht und es finden regelmäßige Risikobewertungen mit dem Leadership Team als Leitungsgremium der Gesellschaft statt. Das Eintrittsrisiko und der daraus resultierende Schaden sind aufgrund der regelmäßigen Kontrollen als gering zu werten. (L) Gesamtbetrachtung der Risiken Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Burgwedel Biotech GmbH sind weitere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Bei Eintritt der dargestellten Risiken würde die Entwicklung der Gesellschaft nicht wesentlich beeinflusst werden. Zudem ist die Risikolage gegenüber dem Vorjahr unverändert. 4.3 Prognosebericht Entwicklung Weltwirtschaft Die globalisierte Wirtschaft zeichnet sich, laut dem jüngsten Bericht der IWF als stabil aus. Die hohe Inflation, welche eine starke Preissteigerung mit sich brachte, soll bis zum Jahresende einen schwachen Rückgang verspüren. Die Unsicherheit der Finanzierungslagen durch die Zinssteigerung, welche aktuell auf einem stabilen Niveau zu verzeichnen ist, soll bestehen bleiben. Im Immobiliensektor ist eine große Ungleichheit in unterschiedlichen Regionen der globalisierten Wirtschaft weiterhin zu erwarten. Darüber hinaus sollen sich die Industrieländer von der Krise schneller erholen als die Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Reformen im Immobiliensektor in China werden weiterhin als belastend betrachtet und dennoch soll die Umstrukturierung für den globalen Welthandel große Wachstumschancen bringen. Zudem wird in den USA ein mäßiges Wachstum der Wirtschaft erwartet, sollte eine Abschwächung der Geldpolitik vorgegeben wird. Allgemein haben die Länder, bedingt durch die Coronakrise, eine hohe Staatsverschuldung, welche zu einer Inflexibilität der Länder in weiteren Krisen führen wird. Die jüngste Prognose der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1% und im kommenden Jahr 3,2%. Vor allem in den Industrieländern prognostiziert der IWF eine große Entwicklung des Bruttoinlandproduktes durch den Fortschritt der künstlichen Intelligenz. Jedoch bleibt die Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin schwach verteilt. Insgesamt wird die Dynamik des globalen Wirtschaftswachstums als schwach eingeschätzt. (Quelle: IMF World Economic Outlook, April 2024 (imf.org)). Entwicklung Europa Für die stagnierende europäische Wirtschaft wird ein Wachstum von 0,9% im Jahr 2024 und 1,7% im Jahr 2025 prognostiziert. (Quelle: Europäische Kommission, Winterprognose 2024 (europa.eu)). Entwicklung Deutschland Die Europäische Kommission prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,3%. Für das Jahr 2025 wird eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts von 1,2% erwartet. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die weiterhin bestehende Energiekrise werden für ein nur moderates Wachstum sorgen. (Quelle: Europäische Kommission, Winterprognose 2024 (europa.eu)). Branchenentwicklung Der Tiergesundheitsmarkt weltweit sollte sich in den nächsten Jahren weiterhin positiv entwickeln. Es entspricht für die Zeitperiode von 2022 - 2030 zu einem durchschnittlichen prognostizierten Jahreswachstum von 10,0% im Nominalwert. (Quelle: Grand View Research, Animal Health Market Estimates & Trend Analysis from 2022 to 2030). Das Wachstum wird in allen globalen Regionen erwartet. Der Rest der Welt und der Ferne Osten werden im Prognosezeitraum voraussichtlich die am schnellsten wachsenden Regionen sein, wobei Lateinamerika und Osteuropa ebenfalls ein gutes Wachstum aufweisen. Das Wachstum in Nordamerika und Westeuropa ist geringer. Für Westeuropa wird ein nominales Wachstum von etwa 5,0% erwartet, was einem realen Wert von etwa 2,0% entspricht. Mit der strategischen Entscheidung, den Produktionsbereich für Tierarzneiimpfstoffen bis 2025 einzustellen, wird zukünftig der Fokus auf dem Bereich der Humanmedizin liegen. Dort ist die Geschäftsentwicklung weitestgehend losgelöst von der Branchenentwicklung in Deutschland, da es für den Ebola Impfstoff feste Abnahmeverträge gibt. Entwicklung Umsatz, EBIT und Mitarbeiterfluktuation Für das Jahr 2024 wird ein konstanter Umsatz im Vergleich zu 2023 erwartet, was den Humanbereich betrifft. Die Vermarktung des Humanimpfstoffes ERVEBO® läuft gegen langfristige Lieferverträge, hier ist das konstante Niveau erreicht. Auf der Tierarzneiseite hängen die Umsätze von der Volumenallokation seitens des Konzerns in den Werken ab. Es wird hier für 2024 mit deutlich sinkenden Volumen durch die Betriebsteilschließung Tierarznei gerechnet. Insgesamt geht die Geschäftsführung daher von deutlich sinkenden Umsatzerlösen aus. Das operative Ergebnis (EBIT) wird sich unseren Einschätzungen nach konstant entwickeln. Wir gehen daher von einem EBIT zwischen 6 - 8 % der Umsatzerlöse aus. Für die Mitarbeiterfluktuation geht die Geschäftsführung von einer Bandbreite zwischen 20 - 40 % aus, da in 2024 viele Bereiche der Tierarznei geschlossen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen können, wenn sich die den zukunftsbezogenen Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen sollten.
Burgwedel, den 28. November 2024 Burgwedel Biotech GmbH Geschäftsführung Dr. Tim Pöpken Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine AngabenDie Burgwedel Biotech GmbH hat ihren Sitz in Schwabenheim. Sie wird beim Amtsgericht Mainz unter der Registernummer HR-B 44150 geführt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BiLRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren angewendet wurde. Angaben, die nach den gesetzlichen Regelungen wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, sind überwiegend im Anhang enthalten. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze AktivaDie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibung erfolgt pro-rata-temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Dabei werden folgende Abschreibungszeiträume zugrunde gelegt:
Im Juni 2022 gab die Gesellschaft bekannt, dass die Produktionsaktivitäten betreffend den Geschäftsbereich Animal Health ins Ausland verlagert werden sollen. Dieser Prozess wird voraussichtlich 2025 abgeschlossen, sodass das Anlagevermögen dieses Geschäftsbereichs über die nun verkürzte Restnutzungsdauer abgeschrieben werden. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert, maximal jedoch mit den fortgeführten Anschaffungskosten, bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um nicht saldierungsfähiges Deckungsvermögen (da nicht verpfändet), § 246 Abs. 2 S. 2 HGB, welches zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wird. Dies entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer unter Berücksichtigung der neuen Bewertungssystematik des IDW RH FAB 1.021 zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt anhand des gleitenden Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit - Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) und Beitragsbemessungsgrenzen-Steigerungen von jährlich 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) zugrunde gelegt sowie eine Rentendynamik in Höhe von 1,0 % bis 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) p.a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck wurde sofort einmalig erfolgswirksam erfasst. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 0,1 Mio. (2022: EUR 0,3 Mio.) Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führte zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Das saldierungsfähige Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 1,8 Mio. (2022: EUR 1,8 Mio.) wurde mit den saldierungsfähigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. saldiert. Darüber hinaus wurde saldierungsfähiges Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 4,0 Mio. (2022: EUR 2,8 Mio.) mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. saldiert. Zudem wurden Aufwendungen in Höhe von EUR 0,15 Mio. mit Erträgen saldiert. Die Steuerrückstellungen werden nach den geltenden Steuersätzen und Steuergesetzen zum Bilanzstichtag für die laufende und für die früheren Perioden bemessen. MSD fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG im Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für die Burgwedel Biotech GmbH im Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar 2 nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in Euro auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt (Zugangsbewertung). Die Posten der Bilanz werden gemäß § 256a HGB zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet (Folgebewertung). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern (Steuersatz 31,05%). Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:
Gewinn- & Verlustrechnung Umsatzerlöse werden nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 nur dann berücksichtigt, wenn Sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Erträge aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige betriebliche Erträge gezeigt, wohingegen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt werden. Die Währungsumrechnung erfolgt zum Transaktionszeitpunkt und zum Bilanzstichtag. 3 Erläuterung zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 8,2 Mio. (2022: EUR 30,7 Mio.) sowie aus Cash-Pooling Forderungen in Höhe von EUR 54,1 Mio. (2022: EUR 7,5 Mio.). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25,0. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
4 Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse aus Warenverkäufen gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf: Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 79,3 (2022: TEUR 27,5) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35,5 (2022: TEUR 54,2) enthalten. Da sich die Restrukturierungskosten für die Teilbetriebsschließung des Tierarzneibereichs auf einen Sozialplan beziehen, wurden die Aufwendungen für die Restrukturierungskosten im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwand umgegliedert. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen durch Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (EUR 1,5 Mio.). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Erträge aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 360,4 (2022: TEUR 0,0) sowie Erträge gegen verbundene Unternehmen von TEUR 898,9 (2022: TEUR 0,0) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von TEUR 0,0 (2022: TEUR 630,4) sowie Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 18,6 (2022: TEUR 129,6) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 909,5 (2022: periodenfremde Aufwendungen TEUR 204,2) enthalten. 5 Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 372 Mitarbeiter beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Ausschüttungssperre Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
Zum Bilanzstichtag 31 Dezember 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Organe der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Merck & Co., Inc., Rahway, N.J./USA (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser kann im Internet unter der Internet-Adresse 'www.merck.com' abgerufen werden. Honorar der Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 21,0. Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 25,2 Mio., der sich aus dem Jahresüberschuss von EUR 6,1 Mio. und dem Gewinnvortrag von EUR 19,1 Mio. ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023 haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Burgwedel, den 28. November 2024 Burgwedel Biotech GmbH Die Geschäftsführung Dr. Tim Pöpken ANLAGENSPIEGELKalenderjahr / Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Burgwedel Biotech GmbH, Schwabenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Burgwedel Biotech GmbH, Schwabenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Burgwedel Biotech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Clemens Jung, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss / Shareholders' resolutionder / ofBurgwedel Biotech GmbH
Boxmeer, 05.12.2024
Intervet Holding B.V. durch/by Marcus Hendrikus Johannes Melssen Director
München, 05.12.2024
MSD Verwaltungs GmbH durch/by Jutta König, Geschäftsführerin Kevin Peters, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. Dezember 2024 festgestellt. |
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