Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 209338
Vorher
Blitz 21-27 GmbHDevOps GmbH
Eingetragen
9.2.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens, Erwerb, Halten, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen im In- und Ausland sowie entgeltliche Beratung, Unterstützung und Management von Beteiligungen mittels betriebswirtschaftlicher und administrativer Leistungen und Finanzierungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dagmar Griesmeier
seit 6.11.2024
Geschäftsführer
Rolf Thomas Pasel
seit 4.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
GOD Management GmbHEigenbeteiligung
3.96%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DevOps Holding GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hyand Group GmbH (vormals: DevOps GmbH)

Braunschweig

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Der vorliegende Konzernlagebericht der Hyand Group GmbH (vormals DevOps GmbH) und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ("Hyand-Group") umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Die Kennzahlen gelten, sofern nicht anders vermerkt, für den genannten Berichtszeitraum und beziehen sich auf die Hyand-Group. Informationen aus anderen Zeiträumen werden entsprechend benannt. Ebenso sind Maßnahmen und Kennzahlen, die sich auf einzelne Teilgesellschaften, Standorte und Marken beziehen, entsprechend gekennzeichnet.

A. Wirtschaftsbericht

Durch das ungebrochen hohe Tempo in der Digitalisierung ist der zügige Ausbau des Unternehmens zu einem der Top 15 IT-Beratungshäuser für branchenspezifische Geschäftsprozesse in Deutschland Ziel der Hyand-Group. Durch die hohe Kompetenz der Mitarbeitenden im In- und Ausland in den adressierten Kernbranchen entwickelt die Hyand-Group, branchenspezifische Produkte und Lösungen. Das realisierte und weiter geplante Wachstum in Verbindung mit dem fokussierten Geschäftsmodell und angestrebten hohen Margen sollen nachhaltig den Wert des Unternehmens steigern. Die Hyand-Group investiert in strategische Geschäftsentwicklung, das Recruiting und Marketing sowie den Ausbau der Vertriebskapazitäten. Diese Investitionen und unsere hohe Branchen- und Beratungsexpertise sind das Fundament für die erfolgreiche Fortführung unserer Wachstumsambitionen. Um sich beständig weiter als technologisch führende Unternehmensgruppe im Bereich der Softwareentwicklung weiter zu entwickeln investiert die Hyand-Group stark in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Auch die fortlaufende Weiterentwicklung unseres gruppeneigenen Softwareentwicklungsprozesses ist elementar wichtig, um Vorteile in der Wettbewerbsfähigkeit generieren zu können. Besonders durch die letzten Jahre mit der Covid 19-Pandemie, Cyber-Attacken aber auch dem Voranschreiten künstlicher Intelligenz ist Unternehmen bewusst geworden, wie wichtig moderne und zukunftsfähige IT-Infrastrukturen sind. Die dafür benötigte IT wird jedoch immer komplexer, sodass Unternehmen auf die Expertise eines IT-Partners angewiesen sind. Als herstellerunabhängiger Lösungsanbieter mit einem umfassenden Leistungsportfolio ist die Hyand-Group dafür bestens positioniert und bedient mit ihren Dienstleistungen sowohl DAX 40 Konzerne als auch den Mittelstand und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Hyand-Group ist in mehrere Geschäftsfelder unterteilt.

Consulting:

Erbringung von Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Anforderungsmanagement, Business Architektur, Enterprise Architekturmanagement, Sicherheit, Projektmanagement und Access und Identity Management.

Softwareentwicklung:

In diesem Geschäftsfeld werden Kundenprojekte sowohl auf Gewerk- als auch auf Dienstvertrags-Basis umgesetzt. Der Leistungsumfang erstreckt sich hierbei von der klassischen Cobol- über etablierte Java-, Net-, DevOps- und SAP- bis hin zu innovativen modernen Cloud-Entwicklungen. Im Weiteren erfolgt die Vermarktung von Lizenzen für eigenentwickelte (Datenbank-) Lösungen. Zudem erfolgt im Rahmen von Back2Back Verträgen die Vergabe von ganzen Gewerken an Nachunternehmer.

Application Management:

Erbringung und Organisation von Supportdienstleistungen sowohl auf Gewerk- als auch auf Dienstvertrags-Basis. Die Leistungen umfassen die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Systemen sowie den Anwendungssupport an 24 Stunden in 7 Tagen der Woche.

Die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH), GOD Nearshore SE und die Ströhmer Software GmbH als verbundene Unternehmen der Hyand-Group GmbH und die IT-Forum Beratung und Software GmbH als Gemeinschaftsunternehmen setzen ein sehr komplementäres Leistungsportfolio im primären Kundensegment der Automotive-Branche um. Gemeinsam nutzt man Synergien, um in der Leistungserbringung den Kunden daraus resultierende Mehrwerte bereitzustellen.

Die in 2021 gegründeten Tochtergesellschaften als Near- und Offshore-Gesellschaften UAB GOD Lithuania, Litauen und der G.O.D. India Software Solutions Prv. Ltd., Indien, haben sich im Geschäftsjahr 2023 weiter etabliert und tragen positiv zur Geschäftstätigkeit der Hyand-Group bei.

2. Zusammenfassende Darstellung der gesamtwirtschaftlichen und der Branchensituation

2023 war die deutsche Wirtschaft zu großen Teilen des Jahresverlaufs von stagnierendem Wachstum geprägt. Im vierten Quartal entwickelte sich das Wirtschaftswachstum sogar negativ.

Insbesondere zeigte sich dies bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), das sich im Vergleich zu 2022 (+ 1,8 %) um -0,3 % reduzierte. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war stark beeinflusst von den Folgen des Kaufkraftverlusts aufgrund der Energiepreiskrise, welche besonders zu einer Abschwächung des privaten Konsums geführt hat. Im Weiteren wirkten sich die geringere Wachstumsentwicklung der Weltwirtschaft auf die Märkte sowie die weiterhin angespannten Situationen der aktuellen geopolitischen Spannungen und Krisen nachteilig aus.

Die weiterhin kritische Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt zudem hemmend auf ein mögliches Wachstum nachhaltig ein. In ihrer Jahresprojektion im Januar 2023 ist die deutsche Bundesregierung von einem Wirtschaftswachstum von 0,2 % ausgegangen, musste diese Einschätzung primär aufgrund des Rückgangs des privaten Konsums im laufenden Jahr mehrfach anpassen.

Während die Bundesregierung ihre Prognose zunächst im Frühjahr 2023 auf Basis der sich normalisierenden Inflationsraten noch auf ein Wachstum von 0,4 % anhob, korrigierte sie diese anschließend im Rahmen der Herbstprojektion aufgrund von anhaltenden geo- und geldpolitischen Krisen deutlich nach unten auf einen Rückgang um 0,4 %.

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Trotz einer leichten Erholung bei der Zahl der Beschäftigten, besonders zum Ende des Jahres, bleibt die Zahl der Arbeitslosen weitestgehend konstant. Insgesamt ist die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen leicht zurückgegangen und Neueinstellungen werden kritischer betrachtet. Mit einer Besserung der Lage wird erst ab dem Frühjahr 2024 gerechnet, sollte die Konjunktur wieder in Schwung kommen.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2023 haben sich in den Wirtschaftsräumen, in denen die Hyand-Group hauptsächlich tätig ist, unterjährig deutlich eingetrübt und waren teilweise sogar von Rückgang geprägt. Insofern waren die Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als herausfordernd zu bewerten.

Der deutsche Branchenverband Bitkom veröffentlichte zuletzt im Januar 2024 seine Entwicklungsprognosen für die Branche. Er erwartet für 2023 ein merklich gebremstes Wachstum beim deutschen Markt für Informationstechnik von 2,2 % auf 142,9 Mrd. €.

Auf Basis von Schätzungen der Bitkom werden die für die Hyand-Group relevanten Marktvolumen der Segmente Software 2023 mit 41,5 Mrd. € und IT-Services mit 49,4 Mrd. € angegeben. Festzustellen war, dass die branchenspezifischen Rahmenbedingungen spürbar herausfordernder als im Vorjahr waren, jedoch weiterhin gute Rahmenbedingungen für die Geschäftsentwicklung von der Hyand-Group bieten.

Insgesamt konnte die Hyand-Group ihre Marktstellung behaupten. Neben den im vorstehenden Wirtschaftsbericht aufgeführten Faktoren gab es in den für die Hyand-Group relevanten Märkten keine wesentlichen Ereignisse außerhalb der Unternehmensgruppe, die sich auf den Geschäftsverlauf signifikant ausgewirkt haben.

3. Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

In 2023 hat die Hyand-Group ihre wirtschaftliche Situation in einem herausfordernden Marktumfeld weiter positiv entwickeln können.

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum 2023 bei T€ 62.627 (Vorjahr: T€ 66.180). Zu den Umsatzerlösen trugen M&A Transaktionen im Berichtszeitraum mit T€ 338 bei. Der Rückgang in den Umsatzerlösen resultiert primär aus der planmäßigen Beendigung nicht-strategischer Back2Back-Geschäftsaktivitäten mit einem Partner sowie einem temporär rückläufigen Geschäftsvolumen in den Bereichen Consulting und Application Management. Im Kerngeschäft des Geschäftsfelds Softwareentwicklung konnte die Hyand-Group ihre Umsatzerlöse deutlich steigern. Zudem trug die IT-Forum Beratung und Software GmbH infolge ihrer erstmaligen Quotenkonsolidierung mit T€ 1.742 zum Umsatz im Geschäftsfeld Softwareentwicklung bei.

Weiterhin bildet der gezielte Einsatz bewährter Partnerfirmen ein probates Mittel, um konkrete kundenseitig getätigte Projektaufträge zu realisieren.

Der Personalbestand der Tochtergesellschaften GOD Nearshore SE, GOD India Software Solutions Pvt. Ltd. und UAB GOD Lithuania konnte in einem herausfordernden Marktumfeld weiter gesteigert werden. Die darüber geschaffenen höheren Personalkapazitäten stellen einen wichtigen Eckpfeiler für das erwartete zukünftige Umsatzwachstum im Geschäftsfeld Softwareentwicklung dar.

Die Reaktionsfähigkeit und Flexibilität der Hyand-Group ermöglichen es, die Bedürfnisse unserer Kunden adäquat zu bedienen, um Umsatzwachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern realisieren zu können.

4. Forschung & Entwicklung

Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) wurden innerhalb des Konzerns durch die Tochtergesellschaften Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) und der GOD Nearshore SE realisiert. Wir setzen in unserer F&E auf Eigenforschung und Eigenentwicklung. Die organisatorische Aufstellung unserer F&E-Aktivitäten erfolgt dabei über alle drei Geschäftsfelder und auch über die Tochtergesellschaften übergreifend. Der Hauptfokus liegt hierbei auf der Optimierung und Verbesserung der Lieferleistungen. Folgende Themenfelder wurden im Berichtsjahr umgesetzt:

Bereitstellung von Basisfunktionen für Webapplikationen.

Optimierung der Prozesse und Methoden für die Softwareentwicklung und die

Durchführung von Beratungsleistungen.

Entwicklung eines internen Projektmanagement Tools zum Monitoring von agilen Projekten.

Automatisierung der Analyse zur Verwendung von Open Source Software.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Ertragslage vor Abschreibungen auf bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte und im Rahmen der Akquisition der GOD-Gruppe in 2021 erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Diese Entwicklung ist zu einem guten Teil auf die planmäßige Beendigung einer nicht-strategischen Back2Back-Geschäftsbeziehung mit einem Partner und dem temporär rückläufigen Geschäftsvolumen in den Bereichen Consulting und Application Management sowie gestiegenen Aufwänden für den Bezug von Dienstleistungen für M&A und Integrationsprojekten zurückzuführen. Der Bereich Softwareentwicklung konnte sich außerhalb des Bereichs der Back2Back-Geschäfte mit Partnern weiter positiv entwickeln und ein Umsatzwachstum generieren.

Im Berichtsjahr 2023 weist die Hyand-Group einen Konzernjahresfehlbetrag T€ -6.233 (Vorjahr: T€ -1.729) aus.

Auf den Konzernjahresfehlbetrag haben sich die buchhalterischen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände aus Unternehmenserwerben mit TEUR -9.776 (Vorjahr: T€ -9.738) ausgewirkt.

Zudem haben sich die Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen im Geschäftsjahr um T€ 898 auf T€ -3.956 (Vorjahr: T€ -3.058) erhöht, was primär auf den allgemeinen Anstieg der variablen Zinsen im Zuge der umgesetzten Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen ist.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in 2023 wesentlich bedingt durch das gesunkene steuerliche Organschaftseinkommen (steuerliche Organschaft Hyand Group GmbH und Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH)) auf T€-342 (Vorjahr: T€ -1.020) gesunken.

Die Konzernunternehmen erzielten für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023 folgenden unkonsolidierten Jahresüberschuss:

Die Hyand Group GmbH hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.205 (Vorjahr: T€ 7.024) erwirtschaftet.

Die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) hat im Berichtsjahr ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erwirtschaftet. Das Jahresergebnis von T€ 0 resultiert aus dem Abschluss eines Gewinnabführungsvertragesin 2002 zwischen der Hyand-Group GmbH (Organträgerin) und der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) (Organgesellschaft). Zudem wurde die EPCon IT-Consulting GmbH, Minden, im Geschäftsjahr 2023 auf die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) verschmolzen.

Die GOD Nearshore SE hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 645 (Vorjahr: T€ 639) erzielt.

Die Ströhmer Software GmbH weist im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -209 (Vorjahr: T€-140) aus.

Die UAB GOD Lithuania hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 373 (Vorjahr: T€ 234) erwirtschaftet.

Die G.O.D. India Software Solutions Prv. Ltd. hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 15) erwirtschaftet.

Zudem weist das erstmals in 2023 quotenkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen IT-Forum Beratung und Software GmbH einen Jahresüberschuss von T€ 341 aus, der zu 50% bzw. T€ 171 in den Konzernabschluss der Hyand-Group einbezogen wird.

2. Finanzlage

Die Hyand-Group weist trotz hoher Investitionen in Unternehmenserwerbe einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus. Diese belaufen sich per 31.12.2023 auf T€ 7.095 (Vorjahr: T€ 14.888).

Im Berichtsjahr wurden Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle Anlagenvermögen sowie in das Sachanlagenvermögen in Höhe von T€ -336 (Vorjahr: T€ -809) getätigt.

Darüber hinaus wurden analog zum Vorjahr Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 111 getilgt.

Für Unternehmenserwerbe und den Erwerb von Anteilen nichtbeherrschender Gesellschafter wurden abzüglich des übernommenen Zahlungsmittelbestands T€ -9.485 ausgezahlt.

Insgesamt betrachtet ist die finanzielle Lage der Hyand-Group im Geschäftsjahr 2023 als positiv einzustufen.

3. Vermögenslage

3.1. Anlagevermögen

Im Berichtszeitraum hat die Hyand-Group Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände unternommen, welche im Wesentlichen auf den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile an der Conwiss Consulting GmbH, Berlin, und die dabei erfolgte Neubewertung der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 9.332 zurückzuführen sind. Dazu wurden im Zuge eines Asset Deals T€ 157 an Geschäfts- oder Firmenwerten erworben sowie im Rahmen von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im immateriellen und im Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 335 investiert.

3.2. Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf T€ 11.588 (Vorjahr: T€ 15.453). Dabei handelt es sich überwiegend um offene Rechnungen aus dem vierten Quartal der Tochtergesellschaft Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH). Die Forderungen und Leistungen belaufen sich auf ein Viertel des Jahresumsatzes der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH).

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 1.841 (Vorjahr T€ 1.702) und resultieren insbesondere aus den Umsatzsteuervorauszahlungen sowie Gewerbe- und Körperschaftsteuererstattungsansprüchen der Hyand Group GmbH.

3.3. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital beläuft sich zum Abschlussstichtag auf T€ 26.481 (Vorjahr: T€ 33.320). Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt somit zum Abschlussstichtag 28,1 % des Gesamtkapitals.

Im Rahmen der Akquisition der GOD-Gruppe in 2021 hat sich die Hyand-Group darüber hinaus durch Aufnahme von Bankdarlehen sowie durch sonstige Darlehensverbindlichkeiten finanziert und verfügt weiterhin über signifikante eingeräumte ungenutzte Kreditlinien. Die im syndizierten Kreditvertrag vereinbarten Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2023 durchgängig eingehalten.

3.4. Miet- und Pachtverträge

Die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) mietet langfristig Büroräumlichkeiten in der Roseliesstr. 1 in 38126 Braunschweig an. Zusätzlich zu den bestehenden Büroflächen in Braunschweig Roseliesstraße 1 besteht die Anmietung von Büroflächen in der Goeppert-Mayer-Straße 2 als Campus-Erweiterung weiter fort.

Die Bürofläche in Wolfsburg, Max von Laue Weg 11b wurde im Geschäftsjahr gekündigt und wird in 2025 aufgegeben. Unverändert im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt wurde die Anmietung mehrerer Arbeitsplätze im Rahmen der Arbeitsplatzüberlassung bei einem wichtigen Kunden.

Durch die GOD Nearshore SE und der Ströhmer Software GmbH wurden wie in den Vorjahren die Büroflächen in Pl. Nowy Targ 28 in Breslau, Polen, und in der Münchener Str. 23 in Ingolstadt, Deutschland, angemietet.

Durch die UAB GOD Lithuania und die G.O.D. India Software Solutions Prv. Ltd. wurden die 2022 neu angemieteten hochmodernen Büroflächen an den Standorten Kaunas in der Jonavos str. 60C in und Pune im 6th floor pentagon P-2 Magarpatta city weiter genutzt. Ebenfalls fortgeführt wurde die Anmietung der Büroflächen durch die UAB GOD Lithuania am Standort in Vilnius in der Zalgirio g 135.

Mit Akquisition der Conwiss Consulting GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2023 kommen Mietverträge für Räumlichkeiten in der Brandenburger Str. 5A, 14467 Potsdam hinzu. Der Mietvertrag für diese Räumlichkeiten wurde im Februar 2024 um zwei Jahre verlängert.

4. Personalbereich

4.1. Mitarbeiterentwicklung

Die Verteilung der Angestellten 527 (Vorjahr: 466) setzt sich zusammen aus 427 (Vorjahr: 399) Festangestellten in Vollzeit und 100 (Vorjahr: 67) Festangestellten in Teilzeit.

Insgesamt betrug die Anzahl der Mitarbeitenden inklusive der Auszubildenden und dualen Studenten zum 31.12.2023 auf FTE-Basis 500,9, wobei ein FTE einem Mitarbeiter mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden entspricht.

Es werden 19 Auszubildende und duale Studenten beschäftigt.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 waren die Arbeitnehmer in den Geschäftsfeldern Consulting, Software-Entwicklung und Application Management sowie den Bereichen Zentrale Verwaltung (Finanz- und Rechnungswesen, Personal, Controlling, Administration) tätig.

Darüber hinaus bilden die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) und die Ströhmer Software GmbH Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und duale Studenten der Informatik aus. Die Regelarbeitszeit für Arbeitnehmer in Vollzeit, Auszubildende und Praktikanten lag im Berichtsjahr bei 40 Stunden in der Woche (Montag bis Freitag) bzw. bei 174 Stunden im Monat.

Die wöchentliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer in Teilzeit betrug üblicherweise zwischen 20 und 38,75 Stunden.

Die Struktur des Stammpersonals der Hyand-Group hat im Berichtsjahr keinen signifikanten Veränderungen unterlegen.

Angesichts der Unternehmensgröße ist das Ausmaß der natürlichen Fluktuation als gering einzustufen. Der Personalbestand konnte im Berichtsjahr um 13 % gesteigert werden. Dieser Anstieg resultiert nahezu vollständig aus M&A Tätigkeiten.

4.2. Aus- und Weiterbildung

Die Hyand-Group verfolgt das Ziel, den weiter zunehmenden Bedarf an Fach- und Führungskräften verstärkt auch aus den eigenen Reihen zu generieren. Aus- und Weiterbildung, die Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften sowie das Wissensmanagement haben deshalb bei der Hyand-Group einen besonders hohen Stellenwert. Der Personalbereich konzipiert und organisiert zentral für die in- und ausländischen Gesellschaften Entwicklungsprogramme für Fach- und Führungskräfte sowie begleitende Programme zu Ausbildung und dualem Studium. Zudem verfügt Hyand-Group über hauseigene Akademien im Bereich DevOps und Cobol. Es ist angedacht, das Akademiekonzept weiter auszubauen um das Portfolio an Schulungen für die Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen deutlich zu erweitern.

4.3. Arbeitgeberattraktivität

Die Hyand-Group sieht sich als zukunftsstarken Arbeitgeber und bietet unternehmerischen Freiraum mit klaren Zielen, Wertschätzung und Verbundenheit in einem starken engagierten Team sowie viele Möglichkeiten, die Work-Life-Balance individuell zu gestalten. Flache Hierarchien ermöglichen zudem die frühe Übernahme von Verantwortung und fördern unternehmerisches Denken bei allen Mitarbeitenden. Zufriedene Mitarbeitende und ein wertschätzendes, sicheres Arbeitsumfeld sind für die Hyand-Group essenzielle Bestandteile der Arbeitskultur.

Die Hyand-Group hat ein Arbeitskonzept geschaffen, das flexible Arbeitszeiten und -orte mit modernen Kommunikationstechnologien zu einem produktiven Arbeitsumfeld vereint. Die Arbeitsansätze sind durch ihre Flexibilität hervorragend darauf ausgelegt, die jeweiligen Arbeits- und Projektanforderungen in Einklang zu bringen. Durch den konsequenten Einsatz von Web-Konferenz-Systemen wurden die etablierten Kommunikations-, Entwicklungs- und Unternehmensprozesse fortgeführt sowie die Produktivität und die Lieferfähigkeit uneingeschränkt aufrechterhalten.

C. Risiko- und Chancenbericht

Das Ziel des Risikomanagements der Hyand-Group ist es, Risiken und Chancen frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten, Chancen durch geeignete Maßnahmen wahrzunehmen sowie wirtschaftliche Schäden zu begrenzen.

Die wesentlichen Risiken der Geschäftsentwicklung liegen in der geringen Kundendiversifikation, dem Fachkräftemangel und in dem unvorhersehbaren Einfluss des Kriegs in der Ukraine auf die wirtschaftliche Gesamtlage.

Infolge des zum Berichtszeitpunkt andauernden Ukrainekonflikts können sich Auswirkungen auf die Lieferketten ergeben und darüber auf die Auftragslage oder dem Zugang zu Märkten ergeben.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden noch keine nachteiligen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns identifiziert.

Um den vorgenannten Risiken angemessen begegnen zu können und diese entsprechend zu mitigieren, wurden regelmäßige Controllingaktivitäten stärker ausgeprägt und etabliert. Es werden Forecasts auf Basis der vorhandenen Geschäftszahlen und Planungsannahmen erstellt und dem verantwortlichen Personenkreis in monatlichen Abständen zur Verfügung gestellt. Dazu wird das Berichtswesen mithilfe von täglich bzw. quartalsweise erstellten Finanzberichten und Kennzahlen (KPI's) unterstützt.

Forderungsausfallrisiken werden kontinuierlich durch unser Debitorenmanagement analysiert und mit der Bildung von Einzelwertberichtigungen bilanziell abgebildet. Darüber hinaus wird der Liquiditätsstatus der Gesellschaft regelmäßig überwacht, sodass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft anhand einer laufend aktualisierten Liquiditätsplanung gesichert ist.

Das aktuelle Marktgeschehen ist von einer hohen Dynamik geprägt. Die Themen digitale Strategie, Cloud-Technologien, Digitale Transformation und die Transformation zur Elektro-Mobilität verändern permanent die Anforderungen und das Leistungsspektrum aller IT-Dienstleister.

Mit der Etablierung der E-Mobilität im Automobilbereich und den daraus resultierenden neuen Produktideen und Projekten, die die Innovation und den Einsatz von neuen Technologien fördern, sehen wir eine zusätzliche Entwicklungsperspektive unseres Unternehmens.

Die Fähigkeit, relevante Veränderungen in unseren Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen und diese zeitnah zu bedienen, wird für eine erfolgreiche Fortentwicklung des Geschäfts von zentraler Bedeutung sein.

Aus heutiger Sicht zeichnen sich aus der Gegenüberstellung der Risiken und der Tragfähigkeit des Konzerns keine den Fortbestand gefährdenden Risiken ab.

Die Geschäftsführung der Hyand Group GmbH ist davon überzeugt, die sich bietenden Chancen auch in der Zukunft nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken einzugehen.

D. Voraussichtliche Entwicklung

Mit dem aktuellen Personalstamm sowie den unterjährig im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten M&A Aktivitäten und der technisch, methodischen und fachlichen Ausrichtung der Geschäftsfelder ist die Unternehmensgruppe für die nächsten Jahre zukunftssicher aufgestellt. Für die Zukunft wird die Unternehmensgruppe ihre lokalen und Shoring-Kapazitäten und Kundenbeziehungen weiter ausbauen, um für die Zukunft die Position als skalierfähiger IT-Dienstleister weiterhin zu festigen und auszubauen. Hierzu ist das oberste deutsche Konzernunternehmen die DevOps Holding GmbH, Braunschweig, im Januar 2024 einen Zusammenschluss mit der MT-Gruppe aus Ratingen eingegangen. Der Zusammenschluss wurde im März 2024 mit Eintragung im Handelsregister vollzogen und soll künftig dazu führen sich als TOP 15 IT Dienstleister in Deutschland zu etablieren.

Für das Jahr 2023 rechnen wir mit einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse sowie einer leichten Verbesserung des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahr.

 

Braunschweig, 7. Mai 2024

Rolf Pasel

Thorsten Kollet

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 72.825.426,72 72.752
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 71.361.208,30 70.726
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 25.901.929,64 29.855
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.459.278,66 40.871
II. Sachanlagen 1.463.218,42 1.468
1. Technische Anlagen und Maschinen 124.837,19 139
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.257.101,44 1.248
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 81.279,79 81
III. Finanzanlagen 1.000,00 558
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 557
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.050.398,91 32.147
I. Vorräte 398.952,95 104
1. Unfertige Leistungen 392.528,21 100
2. Geleistete Anzahlungen 6.424,74 4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.556.547,62 17.155
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.588.355,52 15.453
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 127.685,83 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.840.506,27 1.702
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.094.898,34 14.888
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 217.447,07 131
94.093.272,70 105.030

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 26.480.568,56 33.320
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 33.669.326,60 33.892
III. Konzernbilanzverlust (-) -7.556.508,45 -1.109
IV. Nicht beherrschende Anteile 267.750,41 437
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.051.943,18 4.167
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 182.563,44 0
2. Steuerrückstellungen 549.686,36 1.245
3. Sonstige Rückstellungen 3.319.693,38 2.922
C. VERBINDLICHKEITEN 55.526.823,65 58.028
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.305.927,00 35.417
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.689.069,85 7.890
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.484.246,58 10.936
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.371,65 10
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.039.208,57 3.775
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 147.407,66 194
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 7.886.529,65 9.321
94.093.272,70 105.030

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 62.626.993,95 66.180
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 306.568,22 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.410.359,84 353
4. Materialaufwand 19.360.253,63 23.980
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.360.253,63 23.980
5. Personalaufwand 30.399.493,60 26.189
a) Löhne und Gehälter 25.437.287,09 21.865
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.962.206,51 4.324
- davon für Altersversorgung: EUR 237.552,58 (Vorjahr: TEUR 209)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.212.914,85 10.174
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.305.908,04 4.009
8. Erträge aus assoziierten Unternehmen 0,00 178
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.924,13 0
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.955.630,99 3.058
- davon an verbundende Unternehmen: EUR 535.068,71 (Vorjahr: TEUR 813)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 341.178,58 1.020
12. Ergebnis nach Steuern -6.227.533,55 -1.719
13. Sonstige Steuern 5.446,82 10
14. Konzernjahresfehlbetrag (-) -6.232.980,37 -1.729
15. Nicht beherrschte Anteile -214.867,39 -171
16. Gewinnvortrag/-verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.108.660,69 791
17. Konzernbilanzverlust (-) -7.556.508,45 -1.109

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Konzernanhang

Die Hyand Group GmbH (vormals DevOps GmbH) mit Sitz in Braunschweig ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig seit dem 14.01.2021 unter der Nummer HRB 209338 eingetragen.

Der Konzernabschluss der Hyand Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Darüber hinaus wurde auch ein Konzernlagebericht erstellt.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgte gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Angaben zum Konsolidierungskreis

Die Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen.

1. Einbezogene Unternehmen

Alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die unter rechtlichem und/oder maßgeblichem Einfluss der Hyand Group GmbH stehen, sind gem. § 290 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konsolidierungskreis sind neben der Hyand Group GmbH die folgenden Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Hyand Group GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Gesellschaft/Teilkonzern Sitz Land Anteil
in %
Jahresabschluss
Verbundene Unternehmen gem. §§ 271 Abs. 2, 290 HGB
Gehalten von der Hyand Group GmbH
Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) Braunschweig Deutschland 100,00 2023
Conwiss Consulting GmbH Berlin Deutschland 100,00 2023
Gehalten von der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH):
GOD Nearshore SE Braunschweig Deutschland 66,67 2023
Ströhmer Software GmbH (i.L) Ingolstadt Deutschland 100,00 2023
UAB GOD Lithuania Vilnius Litauen 100,00 2023
G.O.D. India Software Solutions Pvt. Ltd. Pune Indien 100,00 2023

Das Wirtschaftsjahr der G.O.D. India Software Solutions Pvt. Ltd, Indien, ist der Zeitraum vom 01.04.2023 bis 31.03.2024. Aufgrund von Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Erstellung eines Zwischenabschlusses zum 31.12.2023 verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die 100%-Tochter der Hyand Group GmbH, die EPCon IT-Consulting GmbH mit Sitz in Minden seitwärts auf die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH oder GOD mbH) verschmolzen.

Im Frühjahr 2023 wurden die rechtlichen Anteile an der Ströhmer Software GmbH mit Sitz in Ingolstadt durch die Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH), Braunschweig, erworben.

2. Assoziierte Unternehmen

Gesellschaft/Teilkonzern Sitz Land Anteil
in %
Jahresabschluss
Beteiligungen gem. §§ 271 Abs. 1, 311 Abs. 1 HGB
Gehalten von der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH):
IT-Forum Beratung und Software GmbH Braunschweig Deutschland 50,00 2023

Die Bilanzierung für das Gemeinschaftsunternehmen IT-Forum Beratung und Software GmbH wurde im Geschäftsjahr geändert und auf Quotenkonsolidierung umgestellt. Durch die geänderte Darstellung wird die wirtschaftliche Aussagekraft erhöht und an die wirtschaftliche Beurteilung durch unsere externen Stakeholder darunter auch Kreditinstitute angeglichen. Der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich in Bezug auf den quotenkonsolidierten Anteil an der IT-Forum Beratung und Software GmbH wie folgt dar:

Position in EUR
Umsatzerlöse 1.751.606,99
Jahresüberschuss 170.718,26
Anlage- und Umlaufvermögen sowie Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 883.124,92
Rückstellungen und Verbindlichkeiten 435.540,86

III. Konsolidierungsmethoden sowie Bilanzierung und Bewertung

1. Erstkonsolidierung und Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte in Form der Neubewertungsmethode. Das bedeutet, dass in den Konzernabschluss zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft, an der ein Kapitalanteil erworben wurde, zu deren Zeitwerten übernommen wurden. Ein sogenannter aktiver Unterschiedsbetrag ergibt sich, wenn der Beteiligungsbuchwert größer als das anteilige Eigenkapital zu Zeitwerten und ein passiver Unterschiedsbetrag, wenn der Beteiligungsbuchwert kleiner als das anteilige Eigenkapital zu Zeitwerten ist.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2023 zu 100% erworbenen Conwiss Consulting GmbH, Berlin, entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 9.331.505,54 Euro, welcher als Differenz zwischen den Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 9.875.000,00 Euro und dem zu eliminierenden Zeitwert des Eigenkapitals der Conwiss Consulting GmbH in Höhe von 543.494,46 Euro ermittelt wurde. Dem Erwerb von 100% der Geschäftsanteile an der Conwiss Consulting vorgelagert fand ein Anlagenkauf statt, bei dem die Conwiss Consulting für 895.000,00 Euro alle betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände, primär Kundenverträge der Conwiss IT-Consulting GmbH erworben hat. Auf Grundlage einer handelsrechtlichen Kaufpreisallokation wurden im Rahmen der Zeitwertermittlung kundenbezogene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 895.000,00 Euro angesetzt. Der aus der Erstkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von insgesamt 9.331.505,54 Euro wurde aktiviert und wird über die Dauer von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund des Asset Deals und der darüber erworbenen kundenbezogenen immateriellen Vermögensgegenstände bestehen zwischen dem handelsrechtlichen Abschluss, in dem die Zeitwertanpassungen buchhalterisch erfasst wurden, und dem für die Steuerbemessung maßgeblichen Rechenwerk keine Differenzen, weswegen keine passive latenten Steuern gebildet wurden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Hyand Group GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt, mit der Ausnahme, dass in Abweichung von § 301 Abs. 2 HGB als Erstkonsolidierungszeitpunkt der Geschäftsjahresbeginn herangezogen wurde.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bilanzierte Geschäfts- und Firmenwerte werden mangels Möglichkeit einer verlässlichen Schätzung entsprechend § 253 Abs. 3 S.3 u. 4 HGB über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der jeweiligen voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände - orientiert an den steuerlichen AfA-Tabellen - vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Nettoanschaffungskosten 800,00 Euro nicht überschreiten, wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen (Genossenschaftsanteile) wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte und unfertige Leistungen werden zu Herstellkosten bewertet. Diese umfassen neben den direkten Fertigungslohnkosten angemessene Fertigungsgemeinkosten. Darauf erfolgen bei Bedarf Wertberichtigungen unter Berücksichtigung der bis zur Fertigstellung noch zu erwartenden Kosten und der Realisierbarkeit der daraus entstehenden Kundenforderungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gem. § 266 Abs. 2 B. II. HGB sind zum Nominalwert ausgewiesen. Zur Bilanzaufstellung sind alle erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für Guthaben bei bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen Kontoauszüge zum Bilanzstichtag vor.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr sind gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet worden.

Es wurden Rechnungsabgrenzungen auf der Aktivseite der Bilanz für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, gebildet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten nach Vorgaben des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Dabei wurden alle Geschäftsvorfälle und Risiken nach kaufmännischer Art und Weise beurteilt und bewertet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Ansatz des Erfüllungsbetrags. Erfüllungsbetrag ist der Betrag, der zur Begleichung einer Verbindlichkeit zukünftig zu entrichten ist. Hierbei werden entsprechende Lohn-, Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden die nachfolgenden Entwicklungen sofern notwendig und einschlägig einbezogen:

• Lohn- und Gehaltssteigerungen

• Karriereentwicklungen

• Fluktuation der Belegschaft

• Rententrend

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es wurden Rechnungsabgrenzungen auf der Passivseite der Bilanz für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, gebildet.

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Aktiva und Passiva aus Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften in fremder Währung erfolgte gem. § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Eigenkapitalposten wurden zum historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden mit Ausnahme der Abschreibungen mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im nachstehenden Forderungsspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum 31.12.2023 insgesamt
Euro
davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.588.355,52 11.588.355,52 0,00 0,00
Forderungen gegen Gesellschafter 127.685,83 127.685,83 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.840.506,27 1.721.638,71 38.567,42 80.300,14
Gesamtbetrag 13.556.547,62 13.437.680,06 38.567,42 80.300,14

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in 2023 mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 118.867,56 Euro.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum 31.12.2022 insgesamt
Euro
davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.452.731,92 15.452.731,92 0,00 0,00
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.702.395,96 1.583.192,43 2.500,00 116.703,53
Gesamtbetrag 17.155.127,88 17.035.924,35 2.500,00 116.703,53

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in 2022 mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 119.203,53 Euro.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 217.447,07 Euro beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Mietlizenzen und Versicherungen.

4. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital beträgt 100.000,00 Euro (Vorjahr: 100.000,00 Euro).

Die Kapitalrücklagen betragen 33.669.326.60 Euro (Vorjahr: 33.891.869,38 Euro).

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Rückstellungen für Tantieme sowie Rückstellungen für von Arbeitnehmern noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub und Überstunden bei der Tochtergesellschaft Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH).

6. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 8.881,00 Euro.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 845.825,38
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 480.698,49
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 480.698,49
verrechnete Aufwendungen 16.598,62
verrechnete Erträge 37.158,62

Der Erfüllungsbetrag für die Pensionsverpflichtungen wurde unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Rechnungszins von 1,82 % und einer erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerung von 0,00 % auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für den Wertansatz der verrechneten Vermögenswerte wurde der beizulegende Zeitwert mit Hilfe anerkannter versicherungsmathematischer Grundsätze und unter Berücksichtigung der aktuellen Einkommensteuer-Hinweise bestimmt.

Infolge der Quotenkonsolidierung der IT-Forum Beratung und Software GmbH im Geschäftsjahr 2023 wurden 50% bzw.. 182.563,44 Euro der mit den verrechnungsfähigen Vermögenswerten saldierten Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen im Konzernabschluss der Hyand-Group als Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung betrifft den zu Ende 2023 ausgeschiedenen Geschäftsführer der auch 25% Gesellschafter der IT-Forum Beratung und Software GmbH ist.

7. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 Euro bis 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.305.927,00 111.252,00 35.194.675,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.689.069,85 3.3689.069,85 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.484.246,58 0,00 11.484.246,58
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.371,65 8.371,65 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 5.039.208,57 5.039.208,57 0,00 0,00
Gesamtbetrag 55.526.823,65 8.847.902,07 46.678.921,58 0,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit gegenüber der Conwiss IT-Consulting GmbH, deren Begleichung nicht durch Barmittel erfolgt, sondern durch Kapitalmaßnahmen beglichen wird, an deren Ende sich die Conwiss IT-Consulting GmbH an der DevOps MEP GmbH & Co. KG beteiligen wird.

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 Euro bis 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.417.179,00 111.252,00 305.927,00 35.000.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.889.957,61 7.889.957,61 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.935.753,42 0,00 0,00 10.935.753,42
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.662,40 10.662,40 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.775.145,70 3.775.145,70 0,00 0,00
Gesamtbetrag 58.028.698,13 11.787.017,71 305.927,00 45.935.753,42

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich sowohl in 2023 als auch in 2022 um die Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin DevOps Holding GmbH, München.

8. Passive latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf den Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen Abschluss, in dem die fortgeführten Zeitwertanpassungen zum 31.12.2023 in Höhe von insgesamt 24.997.515,97 Euro buchhalterisch erfasst wurden, und dem für die Steuerbemessung maßgeblichen Rechenwerk. Die über den Unternehmenserwerb der Conwiss Consulting GmbH erworbenen Kundenbeziehungen in Höhe von 895.000 Euro sind sowohl steuerlich als auch handelsrechtlich abzuschreiben, weswegen ein Ansatz latenter Steuern entfällt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 30-31,58 %. Außer der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag wurde bei der Ermittlung der latenten Steuern grundsätzlich die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH) berücksichtigt. Die Latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den entgeltlich erworbenen kundenbezogenen immateriellen Vermögensgegenständen. Die passiven latenten Steuern zum 31.12.2023 betragen 7.886.529,65 Euro.

V. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsfeldern wie folgt:

Umsatzerlöse
in EURO
2023 2022
Consulting 7.704.626,61 10.287.888,00
Softwareentwicklung 48.505.102,25 48.323.752,91
Application Management 6.417.265,09 7.568.269,48
Gesamt 62.626.993,95 66.179.910,39

Bestandsveränderungen

Die Bestandsveränderungen betrugen im Geschäftsjahr 306.568,22 Euro.

Sonstige betriebliche Erträge

Die betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2023 betrugen 1.410.359,84 Euro (Vorjahr: 353.435,45 Euro). Der Anstieg resultiert aus der Weiterverrechnung von Beratungskosten (1.150.000 Euro) an die projektbeteiligten Unternehmen, darunter auch das Mutterunternehmen der Hyand Group GmbH.

Materialaufwand

Die Aufwände für bezogene Leistungen verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 um 4.619.976,82 Euro auf 19.360.253,63 Euro. Ursächlich hierfür war primär die planmäßige Beendigung einer Geschäftsbeziehung mit einem Partner im Back2Back-Geschäft.

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr erhöht sich von 26.189.051,17 Euro in 2023 auf 30.399.493,60 Euro in 2023, wobei die Erhöhung primär aus einem höheren Personalbestand und allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhungen resultiert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 6.305.908,04 Euro und liegen bedingt durch hohe Einmalkosten im Bereich M&A Beratung und Integration um 2.295.567,88 Euro deutlich über dem Vorjahr mit 4.010.340,16 Euro. Zudem trug die Quotenkonsolidierung der IT-Forum Beratung und Software GmbH zu der Erhöhung bei.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 10.212.914,85 Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 3.955.630,99 Euro liegen insbesondere aufgrund des gestiegenen Zinsumfelds um 897.805,00 Euro über dem Vorjahr.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 341.178,58 Euro (Vorjahr: 1.020.098,30 Euro) sind insbesondere infolge des auch durch hohe Einmalkosten gesunkenen Organschaftseinkommens (Ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Hyand Group GmbH und der Hyand Technology GmbH (vormals: GOD mbH)) deutlich gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Angaben zum Abschlussprüferhonorar § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers, das in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt ist, gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüfungsleistungen 65.000,00 Euro
b) andere Bestätigungsleistungen 5.000,00 Euro
c) Steuerberatungsleistungen 0,00 Euro
d) sonstige Leistungen 0,00 Euro

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Verteilung der Angestellten 474 (Vorjahr: 466) setzt sich zusammen aus 375 (Vorjahr: 399) Festangestellten in Vollzeit und 99 (Vorjahr: 61) Festangestellten in Teilzeit.

Es werden 19 Auszubildende und duale Studenten in Vollzeit beschäftigt.

Die Anzahl von Personen in der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 6 Personen.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer bei der IT Forum betrug 30,0.

3. Namen der Geschäftsführer

Zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

- Herr Igor Krahne, Geschäftsführer, Braunschweig (bis 06.03.2024)

- Herr Ralf Holland, Geschäftsführer, Wendeburg (bis 06.03.2024)

- Herr Thorsten Kollet, Geschäftsführer, Weißenthurm

- Herr Rolf Pasel, Geschäftsführer, München (ab 06.03.2024)

4. Vergütungen der Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe über die Bezüge unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag, § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB

Der im Jahresabschluss der Muttergesellschaft, Hyand Group GmbH, zum 31.12.2023 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 1.204.729,69 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Befreiung von der Offenlegungspflicht

Die deutsche Kapitalgesellschaft Hyand Technology GmbH (vormals: GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH), Braunschweig mit Ergebnisabführungsvertrag oder mit einer freiwilligen Verpflichtung zur Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs sowie der Nichtveröffentlichung ihres Jahresabschlusses in Anspruch.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Am 31. Januar hat die Muttergesellschaft der Hyand Group GmbH Verträge über die Fusion mit der MT-Gruppe, Ratingen geschlossen. Im Rahmen der Fusion wird die oberste deutsche Holdinggesellschaft der MT-Gruppe in die DevOps Holding GmbH gegen Gewährung neuer Anteile für die Altgesellschafter der MT-Gruppe eingebracht.

Im März 2024 wurde entschieden, das verbundene Unternehmen Ströhmer Software GmbH zu liquidieren und die Gesellschaft aufzulösen. Das Liquidationsverfahren ist eröffnet.

 

Braunschweig, 7. Mai 2024

Rolf Pasel

Thorsten Kollet

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 38.212.718,55 8.911,07 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 48.921.421,29 9.538.187,03 0,00
87.134.139,84 9.547.098,10 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 181.239,62 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.758.346,33 326.998,52 40.101,75
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 81.279,79 0,00 0,00
2.020.865,74 326.998,52 40.101,75
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 556.881,64 0,00 556.881,64
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00
557.881,64 0,00 556.881,64
89.712.887,22 9.874.096,62 596.983,39
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Zugänge Konsolidierungskreis
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 896.088,00 39.117.717,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 58.459.608,32
896.088,00 97.577.325,94
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 181.239,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.407,00 2.119.650,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 81.279,79
74.407,00 2.382.169,51
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 1.000,00
0,00 1.000,00
970.495,00 99.960.495,45
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 8.357.237,38 4.858.550,60 0,00 13.215.787,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.050.619,50 4.949.710,16 0,00 13.000.329,66
16.407.856,88 9.808.260,76 0,00 26.216.117,64
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 42.006,84 14.395,59 0,00 56.402,43
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 510.782,09 390.258,50 38.491,93 862.548,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
552.788,93 404.654,09 38.491,93 918.951,09
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
16.960.645,81 10.212.914,85 38.491,93 27.135.068,73
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 25.901.929,64 29.855.481,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.459.278,66 40.870.801,79
71.361.208,30 70.726.282,96
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 124.837,19 139.232,78
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.257.101,44 1.247.564,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 81.279,79 81.279,79
1.463.218,42 1.468.076,81
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 556.881,64
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
1.000,00 557.881,64
72.825.426,72 72.752.241,41

Konzern-Kapitalflussrechnung

2023
TEUR
2023
TEUR
Periodenergebnis -6.233 -1.729
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.213 10.174
Abnahme der Rückstellungen -556 -2.011
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 146 -255
Abnahme / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.929 -3.244
Abnahme (-) / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.474 5.336
Zinsaufwendungen 3.952 3.058
Ertragsteueraufwand 341 1.020
Ertragsteuerzahlungen -2.198 -1.462
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.120 10.887
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -327 -798
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -9 -11
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -178
Einzahlungen von Gesellschaftern ins Kapital 0 759
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -9.427 -1.474
Erwerb von Minderheitsanteilen -58 -151
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -9.821 -1.853
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Krediten -111 -111
Gezahlte Zinsen (-) -3.330 -2.928
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -189 -307
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -3.630 -3.346
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -9.331 5.688
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.538 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.888 9.200
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.095 14.888

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2023

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklagen
EUR
Gewinn-/Verlustvortrag
EUR
Stand 01.01.2023 100.000,00 33.891.869,38 791.419,58
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
Veränderung Minderheitenkapital 0,00 0,00 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -222.542,78 0,00
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 0,00 -1.900.080,27
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 100.000,00 33.669.326,60 -1.108.660,69

Fortsetzung:

Konzernjahresergebnis
EUR
Nicht beherrschende Anteile
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand 01.01.2023 -1.900.080,27 436.930,17 33.320.138,86
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
Veränderung Minderheitenkapital 0,00 -200.000,00 -200.000,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 -184.047,15 -184.047,15
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -222.542,78
Einstellung in Gewinnrücklagen 1.900.080,27 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis -6.447.847,76 214.867,39 -6.232.980,37
Stand 31.12.2023 -6.447.847,76 267.750,41 26.480.568,56

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hyand Group GmbH, Braunschweig

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Hyand Group GmbH, Braunschweig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hyand Group GmbH, Braunschweig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 7. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 16. September 2024.

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