TLS Tief- und Leitungsbau Stahnsdorf GmbH
Selbe AdresseRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Wendrich seit 4.11.2021 | Prokura |
Steffen Reichert seit 31.1.2020 | Geschäftsführer |
Elke Sommer seit 16.12.2019 | Prokura |
Maximilian Beer seit 22.11.2018 | Prokura |
Uwe Langleist seit 30.1.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.69% | |
| 20.08% | |
| 19.97% |
| Name | Anteil |
|---|---|
TRP Bau GmbHEigenbeteiligung | 12.52% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRP Bau GmbHTeltowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die TRP Bau GmbH ist im Handelsregister unter HR B 10843, Amtsgericht Potsdam eingetragen. Die Gesellschaft führt überwiegend Bauleistungen im Bereich des Tief- und Rohrleitungsbaus aus, gesteuerte Rohrvortriebsleistungen und Horizontalbohrungen decken spezielle technologische Anforderungen ab. Das Unternehmen besteht seit 1997. Die TRP Bau GmbH beschäftigt per 31.12.2022 43 Angestellte und 162 gewerbliche Arbeitnehmer, zusätzlich 29 Auszubildende. Die TRP Bau besitzt eine anerkannte technische Kompetenz im angebotenen Leistungsspektrum, die über entsprechende Zertifizierungen bestätigt ist. Für die Leistungsplanung und -erstellung kann auf hochqualifiziertes Personal im Ingenieur- und Facharbeiterbereich zurückgegriffen werden. Die Struktur der Auftraggeber besteht vor allem aus Versorgungsunternehmen, Kommunen, Zweckverbänden, Wohnungsbaugesellschaften und privaten Investoren. Die Leistungen der Gesellschaft werden vorwiegend in den Bundesländern Brandenburg und Berlin erbracht. Die Gesellschaft betreibt keine eigenen Forschungs- oder Entwicklungsleistungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Teilbranchen im deutschen Bauhauptgewerbe haben sich im Jahr 2022 recht uneinheitlich entwickelt. Im Hochbau waren deutliche Rückgänge des Auftragseingangs zu verzeichnen, die sich auch aktuell fortsetzen. Der Tiefbau hingegen profitiert von einem grundsätzlich hohem Auftragsniveau. Für die Teilbranche Rohrleitungstiefbau, Brunnen- und Kläranlagenbau blieben gemäß Amt für Statistik die Umsätze in Brandenburg quasi konstant, die Auftragseingänge sanken jedoch um 3,6 %. In Berlin wurde ein Umsatzzuwachs von 7,2 % und ein Zuwachs der Auftragseingänge um 6,9% festgestellt. Die Zahl der Marktteilnehmer in unserem Leistungssegment ist in Berlin unwesentlich gesunken, dagegen in Brandenburg nennenswert gestiegen. Der Auftragsbestand der TRP Bau betrug zum Jahresende über 34,4 Mio. € und hat sich damit ganz erheblich erhöht. (Vorjahr 23,3 Mio. €). 2.2 Geschäftsverlauf Das geplante Ergebnis in Höhe von 1.125,0 T€ wurde im Geschäftsjahr 2022 mit 1.000,2 T€ zwar nicht umfänglich erreicht, stellt jedoch das in der Unternehmensgeschichte höchste Jahresergebnis dar. Die Gesamtleistung übersteigt mit 35.253,4 T€ den Planansatz von 31.820,5 T€ signifikant. Sie ergibt sich aus einem Umsatz von 38.395,8 T€ (Vorjahr 27.349,6 T€), einer Reduzierung des Bestandes an in Ausführung befindlichen Bauaufträgen i.H.v. 3.732,8 T€ (Vorjahr Bestandserhöhung 6.897,0 T€) und sonstigen betrieblichen Erträgen von 590,4 T€ (Vorjahr 859,7 T€). Mit 48,3% der Gesamtleistung reduzierte sich der Materialaufwand auf 17.009,9 T€ (Vorjahr 18.004,8 T€ bzw. 51,3%). Der Einsatz für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg hierbei auf 7.581,7 T€ (Vorjahr 6.741,4 T€), die Aufwendungen für bezogene Leistungen wurden hingegen auf 9.428,2 reduziert (Vorjahr 11.263,4 T€). Der Rohertrag konnte auf 18.243,5 T€ gesteigert werden (Vorjahr 17.101,5 T€). Die Personalkosten stiegen nunmehr auf 13.170,2 T€ bzw. 37,4 % (Vorjahr 12.350,6 T€ bzw. 35,2%). Investitionen wurden i.H.v. 4.272,4 T€ vorgenommen (Vorjahr 2.569,5 T€). Darin sind Anlagen im Bau von 2.897,1 T€ für einen Verwaltungsneubau enthalten. Es entstanden Abschreibungen i.H.v. 1.371,5 T€ (Vorjahr 1.343,8 T€). Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich weiter auf 1.984,8 T€ bzw. 5,6 % der Gesamtleistung (Vorjahr 1.826,8 T€ bzw. 5,2 %). Der Jahresüberschuss übersteigt mit 1.000,2 T€ den Vorjahreswert i.H.v. 903,9 T€. Der Bestand an unfertigen Bauleistungen reduzierte sich um 3.732,8 T€ auf insgesamt 17.519,0 T€ (Vorjahr 21.251,8 T€), davon sind 14.768,3 T€ über erhaltene Anzahlungen gedeckt (Vorjahr: 18.248,7 T€). Liquide Mittel sind i.H.v. 3.050,9 T€ vorhanden (Vorjahr 3.672,0 T€), davon sind 192,3 T€ für Avalkredite hinterlegt. Sämtliche Kapitaldienste aus Finanzierungsverträgen wurden planmäßig bedient. 2.3 Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist durchgehend stabil, stets steht eine ausreichende Finanz- und Liquiditätslage zur Verfügung. 2.3.1 Ertragslage Zu den Umsatzträgern gehören konstant Leistungen des Tief-, Rohr- und Fernwärmebaus. Die Kundenstruktur besteht zum großen Anteil aus öffentlichen, gebührenfinanzierten Auftraggebern. Die erhöhte Infrastrukturtätigkeit im privatrechtlichen Bereich hat jedoch insbesondere im Geschäftsbereich Berlin zugenommen. So gehören auch Wohnungsbaugesellschaften und private Investoren zum Kundenkreis. Der Auftragsbestand befindet sich mit 34.443,3 T€ auf dem höchsten Niveau seit der Unternehmensgründung (Vorjahr 23.233,0 T€). Die Margensituation hat sich im Jahr 2022 in Berlin etwas reduziert, in Brandenburg konnte sie leicht gesteigert werden. Die Umsatzrentabilität vor Steuern reduziert sich auf 3,9 % (Vorjahr 4,6 %). Die Gesamtkapitalrentabilität sinkt auf 6,8 % (Vorjahr 7,4 %), der Return on Investment (ROI) auf 9,5% (Vorjahr 9,7 %). 2.3.2 Finanzlage Im Jahr 2022 wurde auf die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet, die freien Linien betragen zum Bilanzstichtag weiterhin 2,0 Mio. €. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Avalkredite i. H. von 15,9 Mio. € bei Banken und Kreditversicherern werden mittels Vertragserfüllungs-, Gewährleistungs-, und sonstigen Bürgschaften zum Bilanzstichtag i.H.v. 57,9 % in Anspruch genommen. Der Bestand liquider Mittel ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken nennenswert auf 15,9% der Bilanzsumme (Vorjahr 19,1 %), in dieser Bilanzposition sind auch mehrjährige Gerätefinanzierungen enthalten. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Skontonutzung bedient. Die Quote der Gesamtverbindlichkeiten stieg auf 50,0% (Vorjahr 46,6%). Das Sachanlagevermögen beansprucht 46,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr 33,7 %). 2.3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage bleibt stabil. Das langfristig gebundene Vermögen ist fristenkongruent gedeckt. Trotz der deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote auf 33,4 % (Vorjahr 31,5 %) erhöht werden. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist stabil. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Ein finanzieller Leistungsindikator sank im Vorjahresvergleich. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 1.733,0 T€ (Vorjahr 2.099,0 T€), der Rückgang resultiert aus dem Verbrauch gebildeter Rückstellungen. 3. Prognosebericht Die regionale Baukonjunktur im Tiefbau bewegt sich zum Berichtszeitpunkt weiterhin auf hohem Niveau. Die überwundene Pandemie nimmt zwar keinen direkten Einfluss mehr auf die Branche, das Einkaufspreisniveau ist jedoch gestiegen. Eine wiederholte Kostensteigerung ist im Personalbereich zu erwarten. Mittel- und langfristig wird sich die bestehende Krise im Wohnungsneubau auch teilweise im Infrastrukturbau auswirken. Allerdings kann die TRP Bau auf diese Entwicklung über ihre diversifizierten Leistungen in der weiterhin wirtschaftsstarken Metropolregion Berlin-Brandenburg entsprechend regieren. Der sehr hohe Auftragsbestand zum 31.12.2022 lässt weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung für das laufende Geschäftsjahr erwarten. Wir planen für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Gesamtleistung von über 33,5 Mio. €, es wird ein Ergebnis von 830,0 T€ erwartet. Die geplanten Geräteinvestitionen liegen bei 1,6 Mio. €, für einen Verwaltungsneubau sind für das Geschäftsjahr 2023 Restinvestitionen i.H.v. über 3,1 Mio. € eingeplant. Die Akquisition wird unter Beachtung der langjährigen Kundenbeziehungen stets der Marktlage angepasst Dem Fachkräftemangel und den zunehmenden Demografieeffekten wird konsequent durch einen verstärkten Fokus auf Personalentwicklungs- und Personalbindungsmaßnahmen Rechnung getragen. Bei der Auswahl der Fachkräfte, aber auch von Auszubildenden und Absolventen wird darauf geachtet, dass eine erfolgreiche Eingliederung in die Unternehmensorganisation auch langfristig als möglich erscheint. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht 4.1.1 Branchenspezifische Risiken Das Jahr 2023 hat aufgrund geopolitischer Entwicklung gewisse Unsicherheiten in den Märkten verursacht Die TRP Bau ist weitestgehend als Dienstleister für die kritische Versorgungsinfrastruktur tätig, die in Krisenzeiten einen priorisierten Stellenwert einnimmt. Unsere öffentlichen Kunden sind gebührenfinanziert und besitzen damit eine relativ stabile Einnahmestruktur. Die Tendenz der Bevölkerung, in größere Ballungsräume zu ziehen, ist ungebrochen. Die Standorte der TRP Bau GmbH liegen ausschließlich in der Metropolregion Berlin-Brandenburg bzw. in präferierten Brandenburger Standorten. Damit ist die Gesellschaft leistungstechnisch als auch geografisch überdurchschnittlich gut positioniert. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend wertmäßig quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben. 4.1.2 Ertragsorientierte Risiken Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in den möglichen Auswirkungen eingeschränkter Lieferketten aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation, aktuell weniger in den Pandemiefolgen. Haushaltspolitisch geprägte Rückgänge des Auftragsvergabeverhalten der öffentlichen Hand sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs bleiben abzuwarten. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen. Darüber hinaus sind aktuell keine ertragsorientierten Risiken erkennbar. 4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierungsstruktur erkennen wir derzeit keine negativen finanzwirtschaftlichen Einflüsse auf unsere Gesellschaft. Die notwendigen Kreditaufnahmen wurden mit Beginn der Zinserhöhungsphase abgeschlossen. Andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte werden nicht eingegangen. Bei erwartetem Geschäftsverlauf ist kein Risiko erkennbar. 4.2 Chancenbericht Die Auftragsvergabesituation Anfang des Jahres 2023 war weiterhin stabil, die rechnerische Auftragsreichweite deckt nun das Geschäftsjahr ab. Eine bewusste Annahme von nicht vollkostendeckenden Aufträgen wird weiterhin vermieden. Die Gesellschaft besitzt die notwendigen Ressourcen, um in den kommenden Jahren die nachgefragten Leistungsanforderungen auf hohem Qualitätsniveau befriedigen zu können. Entsprechend notwendige Requalifizierungen wurden für den Folgezeitraum erfolgreich absolviert. 4.3 Gesamtaussage Die TRP Bau GmbH konnte auch im Jahr 2022 beständig von der anhaltend guten Marktsituation profitieren. Der Bestand an unfertigen Leistungen beinhaltet Ergebnisreserven, die mit der Legung der Schlussrechnungen realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2023 soll der Bestand unfertiger Leistungen weiter abgebaut werden. Der sehr hohe Auftragsbestand führt zu einer überdurchschnittlichen Auftragsreichweite. Die weitere Optimierung von Arbeitsabläufen wird, verstärkt unter dem Einsatz digitaler Hilfsmittel, weiter vorangetrieben. Im Zusammenhang mit dem bestehenden Risikomanagementsystem werden die Bruttorisiken rollierend evaluiert. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und eigenen Guthaben bei Kreditinstituten. Die Struktur der Verbindlichkeiten hat sich aufgrund der Kreditaufnahme für den Verwaltungsneubau zwar verändert, aufgrund der gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und des gestiegenen Bilanzgewinns hat sich aber das Verhältnis Fremdkapital zum Eigenkapital nicht wesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten werden unter entsprechender Nutzung von Skonti und damit innerhalb der Zahlungsziele bezahlt. Die Liquidität wird durch Guthaben bei Kreditinstituten sichergestellt. Darüber hinaus stehen zur laufenden Disposition freie Liquiditätslinien bei den Kreditinstituten zur Verfügung. Das interne Controllingsystem ermöglicht die erforderliche Transparenz, um das Unternehmen steuern zu können. So erfolgt eine kontinuierliche Liquiditätssteuerung und ein monatlicher Soll-/Ist-Abgleich. Die vollintegrierte Unternehmensplanung erhöht die Sicherheit der unternehmerischen Entscheidungen nennenswert und bildet plausibel alternative Szenarien ab. Mittels turnusgerechtem Mahnverfahren werden Forderungen auf ihren Bestand hin bewertet und erkennbare Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen abgeschirmt. Neue Geschäftsbeziehungen werden grundsätzlich nur nach Bonitätsbewertung aufgenommen. 6. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Teltow, den 21.06.2023 Uwe Langleist, Geschäftsführer Steffen Reichert, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die TRP Bau GmbH hat ihren Sitz in Teltow. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter 10843 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagen- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden diejenigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres umgegliedert, für die die Voraussetzungen gemäß Kreditwesengesetz (KWG) gegeben sind. Die Werte wurden mit ihren aktiven Abrechnungsposten saldiert. Bilanzierungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschluss-Stichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bilanziert und bewertet: Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauer beruht auf betrieblichen Erfahrungen. Bauten auf eigenen Grundstücken werden über die Nutzungsdauer von dreiunddreißig Jahren, Bauten auf fremden Grundstücken innerhalb fünf bis zwanzig Jahren, Technische Anlagen und Maschinen von eins bis zwanzig Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung von einem bis sechs Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen für alle Wirtschaftsgüter im Anschaffungsjahr 2022 wurden linear bemessen. Die Abschreibungsbeträge für Zugänge sind pro-rata-temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von 800,00 € wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Bei den Forderungen us Lieferungen und Leistungen sind für zweifelhafte Forderungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zusätzlich wurde eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 3% auf den umsatzsteuer- und einzelwertberichtigten Forderungsbestand abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Der Wert für die Pensionsverpflichtung basiert auf vertraglichen Zusagen und ist einem versicherungsmathematischen Gutachten entnommen worden. Die Steuerrückstellungen resultieren aus Steuern des Jahres 2022 und enthalten keine latenten Steuern. Sonstige Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ergibt sich aus dem Anlagespiegel. In den zurückliegenden Jahren wurde das Anlagevermögen im Anlagenspiegel ohne die geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) ausgewiesen. Ab dem Jahr 2022 weisen wir das Anlagevermögen mit den GWG aus. Daher ergibt sich ein Differenzbetrag im Anfangsbestand zum Vorjahr von 140.815,43 €. Auf dem bebauten Grundstück in Eberswalde lastet eine brieflose Grundschuld i.H.v. 500,00 T€ als Sicherung für Darlehen der Berliner Volksbank e.G. Die Finanzanlagen enthalten eine Beteiligung. Die TRP Bau GmbH ist alleinige Gesellschafterin der S Drei Rohr GmbH. Die S Drei Rohr GmbH hat ein gezeichnetes Kapital von 25,0 T€ und weist zum 31. Dezember 2022 einen voraussichtlichen Jahresgewinn vor Steuern i.H.v. 287,2 T€ aus, das Eigenkapital dieser Gesellschaft beträgt 1.001,4 T€. In Höhe von 52,0 T€ wurden Genossenschaftsanteile der Berliner Volksbank eG gezeichnet.
Eigenkapital Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von 260.000,00 € im Handelsregister eingetragen und hat dieses vollständig eingezahlt. Rückstellungen Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Verwendung der Bewertungsmethode: Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method nach IAS 19) ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 253 Abs. 2 Satz 2, 4 und 5 HGB): - durchschnittlicher Marktzins von 1,78 % 10-Jahres-Durchschnittszins - Rententrend 1% jährlich - Rechnungsgrundlagen nach Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Das Planvermögen mit Anschaffungskosten in Höhe von 437,2 T€ und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 489,5 T€ wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen von 833,9 T€ saldiert. Der Erfüllungsbetrag der saldierten Pensionsverpflichtungen wurde zum 31.12.2022 mit einem Wert in Höhe von 344,4 T€ angesetzt. Die Aufwendungen aus den Zuführungen zum Planvermögen von 21,2 T€ und die Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen von 25,6 T€ wurden mit den Erträgen aus dem Zeitwertansatz des Planvermögens von 32,5 T€ saldiert. Der angewandte Zinssatz wurde bereits in 2015 umgestellt, vom Durchschnittszins der letzten 7 Jahre auf den Durchschnittszins der letzten 10 Jahre. Zum 31.12.2022 ergibt sich daraus ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 17,8 T€, der solange einer Ausschüttungssperre unterliegt, bis die frei verfügbaren Rücklagen zzgl. der Gewinnvorträge und abzgl. der Verlustvorträge mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Aufgrund des DAV Ergebnisberichts vom 26.04.2022 (aktuarielle Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen) wurde das Wahlrecht für das Aktivprimat zur Bewertung gewählt. Der daraus resultierende Betrag von 62 T€ wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen zum weitaus überwiegenden Teil ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit den noch nicht abgeschlossenen Bauvorhaben der Gesellschaft. Ferner bestehen Verpflichtungen im Wesentlichen gegenüber dem Personal und aus Gewährleistungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden sämtlich im Inland, vorwiegend in der Region Berlin-Brandenburg erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Kostenweiterbelastungen, Entschädigungen für Versicherungsleistungen und Auflösungen von Rückstellungen. Der Umsatz mit dem verbundenen Unternehmen S Drei Rohr GmbH betrug insgesamt 839,9 T€ (Vorjahr 625,8 T€). Im Materialaufwand sind 404,2 T€ (Vorjahr 281,5 T€) bezogene Bauleistungen von der S Drei Rohr GmbH enthalten. Die sozialen Abgaben i.H.v. 3.262,0 T€ enthalten Altersvorsorgeaufwendungen für die Alterssicherung i.H.v. 38,6 T€ (Vorjahr 32,8 T€). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Kosten für Lagerhaltung und Räumlichkeiten, Rechts und Beratungskosten sowie Verwaltungs- und Werbekosten enthalten. Das Finanzergebnis enthält einen Betrag von 25,6 T€ (Vorjahr 69,9 T€) aus dem Zinsanteil der Pensionsrückstellungen. In der Position Steuern aus Einkommen und Ertrag entfällt ein Teilbetrag von 29,7 T€ auf eine Rückstellungsbildung für das Jahr 2021. VI. Sonstige Pflichtangaben Es bestehen folgende finanziellen Verpflichtungen in T€:
Sämtliche Mietverträge sind innerhalb eines Jahres kündbar. Der Gesellschaft steht als Bürgschaftskredit für bauvertragliche Verpflichtungen ein Rahmen i.H.v. 15.953,0 T€ zur Verfügung. Es wurden Avale im Gesamtwert von 9.236,3 T€ (Vorjahr 12.344,5 T€) ausgereicht, davon 597,5 T€ als Rückbürgschaften. Weiterhin sind 192,3 T€ Guthaben zur Besicherung von Avalkrediten hinterlegt. Seit Unternehmensgründung wurde die TRP Bau GmbH aus keiner Bürgschaft in Anspruch genommen, so dass die Gesellschaft das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering einschätzt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 313,3 T€, die des Beirates 34,0 T€. Aufgliederung der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 205 Mitarbeiter, im Vorjahr 207 Mitarbeiter beschäftigt:
Mitglieder der Gesellschaft Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an: Herr Dipl.-Ing. Uwe Langleist, Stahnsdorf, Geschäftsführer zuständig für die Region Brandenburg Herr Dipl.-Ing. Steffen Reichert, Ludwigsfelde, Geschäftsführer zuständig für die Region Berlin Mitglieder des Beirats Herr Dipl.-Ing. Dr. Lutz Mackebrandt, Berlin, (Vorsitzender), Unternehmensberater Herr Dipl.-Ing. Thomas Schürer, Potsdam, Ingenieur Herr Dipl.-Staatswiss. Ulrich Junghanns, Frankfurt/Oder, Unternehmensberater Herr Dipl.-Finanzwirt Michael Krug, Schönwalde-Glien, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Frey, Kleinmachnow, Ingenieur Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag vor Ergebnisverwendung von 4.422.515,33 €. Von dem Bilanzgewinn sind die nachfolgenden Beträge zur Ausschüttung gesperrt:
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 5.310.305,85 € auf neue Rechnung vorzutragen. Ein Gesellschafterbeschluss liegt zurzeit nicht vor. VII. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 besitzen. sonstige Berichtsbestandteile
Teltow, den 21.06.2023 Uwe Langleist, Geschäftsführer Steffen Reichert, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.07.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die TRP Bau GmbH Wir haben den Jahresabschluss der TRP Bau GmbH, Teltow, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRP Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 26. Juni 2023 Weber,
Stäps & Partner mbB
Holger Stäps, Wirtschaftsprüfer |
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