German Seal Tec GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Kolbe seit 27.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Roland Reim seit 6.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Meissner AG Modell- und WerkzeugfabrikBiedenkopfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Meissner AG stellt Werkzeuge für die Anwendungsbereiche Gießerei, Blasform und Fahrzeugauskleidung her. Dieses bisherige Kerngeschäft wird nun ergänzt mit Automatisierungslösungen als Ergänzung der Werkzeughandhabung, aber auch davon losgelöst mit abgeschlossenen Automatisierungsprojekten für andere Anwendungen. Mit der Erweiterung unserer Service-Dienstleistungen bieten wir unsere Kompetenz und Unterstützung für alle während der Werkzeuglebensdauer in Frage kommenden Tätigkeiten an. Die Nutzung unserer technischen Möglichkeiten zur Bearbeitung von großen Bauteilen in Kleinserie oder als Einzelteil bildet eine weitere Ergänzung unseres Portfolios. Unsere Kapazität am Standort Biedenkopf-Wallau wird unterstützt durch Standorte in Bulgarien und China. 2. Ziele und Strategien Unsere Kernkompetenz besteht in der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen und Vorrichtungen. Dieses Produktspektrum erweitern wir um Lösungen, die vor- und nachgelagerte Handhabungsprozesse automatisieren, nutzen die vorhandene Kompetenz aber auch für die Entwicklung und Herstellung von Automationslösungen außerhalb der typischen Werkzeug-Anwendungsbereiche. Unsere für Großteile ausgelegte Bearbeitungskompetenz und -kapazität nutzen wir für die Lohnbearbeitung von Kleinserien und Einzelteilen mit entsprechenden großen Abmessungen. Die Abhängigkeit vom Neuwerkzeuggeschäft verringern wir, indem wir unsere Erfahrung, unser Know-How und die vorhandene Bearbeitungskapazität in anderen Bereichen einsetzen, den Kostenvorteil unserer Auslandsstandorte weiterhin nutzen und die Service-Dienstleistung fokussiert am Markt platzieren. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Branche Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4 % gesunken. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende deutlich abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das Bruttoinlandsprodukt trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %). Für das gesamte Jahr 2022 haben die neuesten Berechnungen das Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt +1,9 %) bestätigt (Statistisches Bundesamt vom 24.02.2023). Nachdem im ersten Quartal 2023 ein Rückgang des realen BIP um 0,1 Prozent verzeichnet wurde, stagnierte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2023. In beiden Quartalen war das Wachstum deutlich schwächer als zuvor erwartet. Die Reallohnverluste belasteten den privaten Konsum in der ersten Jahreshälfte 2023 weiter. Zusätzlich führte die schwache Dynamik der Auslandsnachfrage zu gedämpften Exporten. Der öffentliche Verbrauch ging im ersten Quartal zurück, was auf das schrittweise Auslaufen der CoVID-19-bezogenen Ausgaben zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu stützte eine Erholung der Investitionen nach einem schwachen letzten Quartal 2022 das Wachstum. Wenngleich die Entwicklung in China schwach ausgefallen ist, hat die Weltwirtschaft in der ersten Jahreshälfte etwas besser als erwartet abgeschnitten. Die Aussichten für das globale Wachstum und den globalen Handel bleiben im Vergleich zum Frühjahr allerdings weitgehend unverändert, was bedeutet, dass die EU-Wirtschaft nicht auf starke Unterstützung durch die Auslandsnachfrage zählen kann. In der ersten Jahreshälfte 2023 hat sich die Inflation infolge sinkender Energiepreise und eines nachlassenden Inflationsdrucks bei Nahrungsmitteln und Industrieerzeugnissen weiter rückläufig entwickelt. Im Euro-Währungsgebiet erreichte die Inflation im Juli einen Wert von 5,3 %, sodass der im Oktober 2022 verzeichnete Höchststand von 10,6 % halbiert werden konnte, und sie blieb im August stabil (Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 11.09.2023). Nach dem ersten Halbjahr des Jahres 2023 befindet sich der deutsche Pkw-Markt 13 Prozent im Plus (1,4 Mio. Einheiten). Trotz der soliden Wachstumsrate ist der Abstand zum Vorkrisenniveau weiterhin groß: Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 liegen die Neuzulassungen 24 Prozent darunter. In den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres wurden insgesamt 299.500 E-Pkw abgesetzt. Das sind 2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt gut 2,2 Mio. Pkw produziert. Das entspricht einem Plus von 32 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Trotz der positiven Tendenz der vergangenen Monate verbleibt auch das Produktionsniveau noch signifikant unterhalb des Vorkrisenniveaus. So wurden in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres noch 10 Prozent weniger Fahrzeuge hergestellt als im ersten Halbjahr des Vor-Corona-Jahres 2019 (VDA vom 05.07.2023). 2. Geschäftsverlauf Trotz lahmender Konjunktur konnte der Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Durch einen moderaten Arbeitsplatzabbau und Kurzarbeit wurde die Personalstärke an die erforderliche Kapazität angepasst. Die Unternehmensstrategie sieht keinen weiteren signifikanten Arbeitsplatzabbau vor, da das angestrebte Wachstum, insbesondere durch die neuen Geschäftsfelder, nur mit qualifizierten Mitarbeitern umzusetzen ist. Das Jahresergebnis zeigt ggü. dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung und entspricht mit -1,27 Mio. der Planung. Trotz vielfältiger Herausforderungen verlief das Geschäftsjahr 2022/2023 aus Sicht des Vorstandeszufriedenstellend. Die zum Erreichen der Wachstumsziele erforderlichen Maßnahmen wurden eingeleitet und sind teilweise bereits umgesetzt. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zeigen Wirkung und werden konsequent weitergeführt. Auf dieser Basis erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr wieder ein positives Jahresergebnis. a) Umsatz-, Gesamtbetriebsleistungs- und Ertragsentwicklung Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um TEUR 1.288 gestiegen. Aufgrund des Aufbaus der Bestände um TEUR 1.512 ist die Gesamtbetriebsleistung um TEUR 4.113 auf TEUR 25.050 gestiegen. Damit einher ging eine erhebliche Steigerung des Rohergebnisses um TEUR 5.533 von TEUR 11.697 auf TEUR 17.230, insbesondere verursacht durch eine Steigerung der Gesamtleistung und der sonstigen betrieblichen Erträge. Dies hat bei bestmöglicher Anpassung der Kosten an die aktuelle Entwicklung zu einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von ca. EUR 1,3 Mio. geführt, welches einer Verbesserung von ca. EUR 3,7 Mio. zum Vorjahr entspricht. b) Beschaffung Die zahlreichen Krisen, angefangen von den Nachwirkungen der Pandemie über die teilweise noch bestehenden Lieferkettenproblematiken und die kriegsbedingten Krisen, war - von wenigen Einzelfällen abgesehen - haben sich auf die Beschaffung von Materialien und Fremdleistungen ausgewirkt, indem sich Lieferzeiten zum Teil erheblich verlängert haben. Die Preise für Materialien und Fremdleistungen sind wie alle anderen Kosten durch die anhaltende Inflation deutlich gestiegen. Bei Engpassmaterialien wie Elektronikbauteile gestiegen war der inflationsbedingte Preissprung am größten. Trotz dieser Herausforderungen ist es dem Unternehmen gelungen, die Material- und Fremdleistungsversorgung während des Berichtszeitraums und auch darüber hinaus jederzeit zu gewährleisten. c) Investitionen Durch die aktuelle schwierige Marktsituation sah sich das Unternehmen veranlasst, seine Investitionstätigkeit vorübergehend deutlich zurückzufahren und zunächst nur die notwendigen Erhaltungsinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung vorzunehmen. Allerdings wird an der mittel- und langfristigen Strategie festgehalten, alle erforderlichen Investitionen durchzuführen, um das Unternehmen technologisch weiterhin auf hohem Stand zu halten. Die Investitionstätigkeit wird sich in Zukunft aber - anders als in der Vergangenheit - nicht mehr nur auf den Standort in Biedenkopf-Wallau konzentrieren, sondern auch dort vorgenommen, wo das Unternehmen im Zuge seiner Umstrukturierung alleine oder mit Joint Venture Partnern tätig sein wird, auch an sogenannten Low Cost Standorten. Trotz der vorübergehend eingeschränkten Investitionstätigkeit ist die Ausstattung des Unternehmens weiterhin auf einem sehr modernen Stand. Hier macht sich weiterhin bezahlt, dass bislang stets in ausreichendem Umfang in modernste Technik investiert worden ist. d) Finanzierungsbereich Die bestehenden langfristigen Darlehensverbindlichkeiten des Unternehmens sind wie vorgesehen weiter zurückgeführt worden. Aufgrund dessen hat das Unternehmen bis auf einen Restbetrag in Höhe von TEUR 198 keine langfristigen Darlehensverbindlichkeiten mehr. Aufgrund seiner sehr guten Eigenkapitalausstattung musste das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des negativen Ergebnisses keine neuen Darlehen aufnehmen. Zur Stärkung der Innenfinanzierung hat das Unternehmen jedoch wesentliche Teile seines Anlagevermögens im Rahmen einer Sale-and-Lease-back Transaktion verkauft und wieder zurück geleast. Im Rahmen dieser Transaktion ist der Meissner AG eine Netto-Liquidität in Höhe von TEUR 1.836 zugeflossen. Weiterhin wurde ein Darlehen auf Basis eines Kontokorrentmodells in Höhe von TEUR 1.000 vom Hauptgesellschafter zugesagt. Der von der Hauptversammlung am 3. Mai 2023 beschlossene Gewinnverwendungsvorschlag wurde wie beschlossen umgesetzt; der Bilanzverlust sowie der Verlustvortrag aus dem Vorjahr wurden auf neue Rechnung vorgetragen. e) Personalbereich Die Mitarbeiterzahl ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 planmäßig gesunken. Es waren 208 (i. Vj. 229) Mitarbeiter bei der Meissner AG beschäftigt. Davon waren 181 Arbeitnehmer im Produktionsbereich (i. Vj. 198), 23 Arbeitnehmer in der Verwaltung (i. Vj. 26) und 4 Arbeitnehmer in sonstigen Bereichen (i. Vj. 5) tätig. Darüber hinaus standen 20 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis mit der Meissner AG, und zwar im Rahmen von "klassischen" Ausbildungsverhältnissen oder als Studenten in einem dualen Studiengang. Die Meissner AG ist weiterhin als eines der wenigen Unternehmen hessenweit als "Best Place to learn" für hervorragende Arbeit in der Ausbildung zertifiziert. In Relation zur Betriebsleistung hat sich die Personalaufwandsquote auf 53,4 v.H. (Vorjahr 58,5 v.H.) vermindert, was auf die absolut niedrigeren Personalkosten zurückzuführen ist. Der zu verzeichnende Personalabbau wurde durch "Frühverrentung", verstärkte Altersteilzeit, die Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverhältnisse und den Abschluss von Aufhebungsverträgen sowie Eigenkündigung erreicht. Der Personalabbau war Teil der geplanten Umstrukturierung. f) Managementsystem Im Rahmen seiner regelmäßigen Überprüfung hat der TÜV im zurückliegenden Geschäftsjahr das Qualitätsmanagementsystem der Meissner AG revidiert und dem Unternehmen erneut das Zertifikat nach DIN ISO 9001 erteilt. Das Unternehmen verfügt damit weiterhin über ein uneingeschränkt funktionierendes und zertifiziertes Managementsystem. Zusätzlich hat das Unternehmen im August 2023 wieder eine Prüfung des Umweltmanagementsystems durchgeführt und dabei das Zertifikat nach DIN ISO 14001 erhalten. C. Lage der Gesellschaft Trotz des erneut zu verzeichnenden Verlustes und den anhaltenden wirtschaftlichen Problemen der Branche ist die aktuelle Lage des Unternehmens immer noch stabil. Krisenbedingt war die Entwicklung der Betriebsleistung und der Ertragslage weiterhin negativ, dank der stets vorausschauenden und konservativen Finanzpolitik sind die Vermögens- und Finanzlage aber nach wie vor zufriedenstellend bzw. ausreichend. 1. Ertragslage Aufgrund der beschriebenen Umstände musste das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von ca. TEUR 1.266 nach Steuern verzeichnen, welches eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr darstellt. Im Ergebnis abgebildet sind positive Sondereffekte aus dem Verkauf von Anlagevermögen im Rahmen der Sale-and-Lease-Back Transaktion in Höhe von TEUR 2.441. Dem gegenübergestellt sind Leasingraten und sonstige Kosten aus der Sale-and-Lease-Back Transaktion in Höhe von TEUR 492 und sonstige negative Sondereffekte aus der Anpassung des Geschäftsmodells von TEUR 1.699 abgebildet. 2. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR -1.506 (i. Vj. TEUR - 5.517). Die Liquiditätsentwicklung der Meissner AG zeigt sich in der Kapitalflussrechnung, die sich wie folgt darstellt:
Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 389 (i. Vj. TEUR -2.189). 3. Vermögenslage Es wurde anhaltend konservativ abgeschrieben und es wurden Maschinen und sonstige Betriebsausstattung im Rahmen einer Sale-and-lease-back Transaktion verkauft. Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich dadurch vermindert, und zwar um TEUR 1.060 auf TEUR 4.151. Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände verminderte sich um TEUR 127 auf TEUR 70. Die Finanzanlagen haben sich zum Bilanzstichtag um TEUR 600 auf nunmehr TEUR 1.864 vermindert. Die Minderung entfällt hier auf die Rückzahlung von Darlehen. Die Bestände haben sich im Vergleich zum Vorjahr unter Berücksichtigung erhaltener Anzahlungen von TEUR 3.845 auf TEUR 4.314 erhöht. Gleichzeitig verminderten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nämlich um TEUR 1.964 auf TEUR 3.545. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei ca. 58,1 v.H., wodurch das Unternehmen weiterhin über eine gute Eigenkapitalausstattung verfügt. Der Auftragsbestand zum 31.08.2023 mit EUR 11,8 Mio. bewegte sich auf dem üblichen Niveau und entspricht einer Umsatzreichweite von ca. 5-6 Monaten. D. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde neben dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine insbesondere durch weitere politische Krisen und Umweltereignisse (Dürren, Brände, Fluten) geprägt. Die drastisch gestiegene Inflation hat zwar zu niedrigeren Ausgaben beim privaten Konsum geführt, allerdings wurden PKW-Käufe davon nicht beeinflusst. Laut VDA wurden von Januar bis einschl. Juli 2023 ca. 2,5 Mio. Pkw in Deutschland produziert, wobei die Produktion von E-Pkw besonders stark gewachsen ist. Der Ausblick für die Pkw-Produktion trübt sich laut VDA weiter ein, das Vorkrisenniveau von 2019 wird deutlich unterschritten. Neben den marktseitigen Einflüssen liegt die größte Herausforderung für das Unternehmen im aggressiven Wettbewerb von Werkzeugherstellern aus China. Da zahlreiche Kunden Werkzeuge direkt aus China beziehen, erwarten wir keinen spürbaren Anstieg im Neuwerkzeug-Umsatz trotz Erholung des Marktes. Um Wachstum realisieren zu können, ist eine Ergänzung des Kerngeschäfts mit neuen Geschäftsfeldern erforderlich. Diese neuen Geschäftsfelder orientieren sich an den Marktpotentialen einerseits und vorhandenen Kompetenzen andererseits. Hierbei fokussieren wir uns auf Non-Automotive-Anwendungen, um dadurch die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu verringern. Bei der Lohnbearbeitung sehen wir ein Marktpotential bei großen Bauteilen in Kleinserien und Einzelteilfertigung, wofür wir die vorhandene Kapazität unserer Bearbeitungszentren einsetzen. Bei der Nachfrage nach Automations-Lösungen für Einzelanlagen und Prozesse können wir ebenfalls unsere vorhandenen Kompetenzen einsetzen. Dies ist losgelöst vom Neuwerkzeug-Geschäft. Für die neuen Geschäftsfelder konnten bereits Aufträge akquiriert werden, wie beispielsweise für die Lebensmittelherstellung, den allg. Maschinenbau oder die Nutzfahrzeug-Ausstattung. Bei Neuwerkzeugen steht die Ergänzung mit Automationslösungen hin zu projektierten Turn-Key-Prozessen im Vordergrund. Durch die Anwendung von neuen Bearbeitungstechnologien (Laserschweißen) können wir unseren Kunden weitere Vorteile bei Kosten, Termin und Lebensdauer bieten. Durch die Erweiterung unseres bisherigen Kerngeschäfts und die Ausweitung auf Non-Automotive-Anwendungen eröffnen sich somit die angestrebten Wachstumspotentiale. Nach einem besseren Jahresergebnis 2022/23 gegenüber dem Plan erwarten wir für das Geschäftsjahr 23/24 ein ausgeglichenes Ergebnis. Dies bei einer konservativen Planung der Betriebsleistung von EUR 26,0 Mio.. Die ersten 3 Monate des neuen Geschäftsjahres verliefen planmäßig. So konnte trotz der schleppend anlaufenden Konjunktur bei einer Betriebsleistung von EUR 5,8 Mio. ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erzielt werden. E. Chancen- und Risikobericht a) Chancen Das im 1. Halbjahr 2023 neu entwickelte Geschäftsmodell ist auf Wachstum ausgerichtet und basiert auf zusätzlichen Geschäftsfeldern, die das bisherige Kerngeschäft ergänzen und auf der Nutzung der vorhandenen Kompetenzen beruhen. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass mittelfristig nur noch ca. 50 % des Umsatzes auf das Neuwerkzeuggeschäft entfallen und 50 % durch die neuen Geschäftsfelder Automation, Lohnbearbeitung, Laserauftragsschweißen und durch die Fokussierung auf Service-Dienstleistungen erzielt werden. Die Kompetenz am Standort wird dadurch erhalten, dass etwa 50 % der Neuwerkzeuge und Komponenten am Stammsitz Wallau gefertigt und ca. 50 % vom chinesischen Standort bezogen werden. Um die Abhängigkeit von China zu verringern, soll der vorhandene Standort in Bulgarien zu einem Produktionsstandort ausgebaut werden. Großes Potential liegt im Bereich Service. Kompetenter Service kann nicht durch Hersteller aus Fernost ausgeführt werden, einen vorhandenen Wettbewerb sehen wir derzeit nicht. Diese Leistung wird von unseren europäischen Kunden bereits nachgefragt, auch chinesische Hersteller sind an der fachkundigen Bereitstellung von Service interessiert. Als Service bieten wir sämtliche während der Lebensdauer eines Formwerkzeugs erforderlichen Leistungen an, wie z.B. die Inbetriebnahme, die Durchführung von Änderungen und Reparaturen oder den Nachweis der CE-Konformität. Es ist davon auszugehen, dass ein Rückgang der Investitionen in Neuwerkzeuge einen Anstieg in der Instandhaltung von vorhandenen Werkzeugen bewirkt, sodass ein gewisser Ausgleich zu erwarten ist. Aktivitäten zur Effizienzsteigerung am Standort Wallau sind im Gange und zeigen Wirkung. Dadurch erwarten wir eine Steigerung der Ertragsmarge und Wettbewerbsvorteile im Vergleich zu anderen europäischen Werkzeugherstellern. b) Risiken Das Scheitern des neuen Geschäftsmodells wird als unwahrscheinlich angesehen. Die umfangreichen Maßnahmen sind mit konkreten Marktpotentialen und konkretem Kundeninteresse hinterlegt. Zur weiteren Absicherung liegen für die Hauptprojekte Alternativ-Pläne vor, um den Fortschritt und das angepeilte Wachstum zu realisieren. Das Unternehmen verfügt nach wie vor über eine gute Eigenkapitalausstattung. Dennoch musste im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder der Betriebsmittelkredit in Anspruch genommen werden. Eine Fortführung des bisherigen Finanzierungsumfangs ist zwingend notwendig. Die Gespräche mit langjährigen Finanzierungspartnern über die weitere Bereitstellung von Betriebsmittelkrediten sind kurz vor Abschluss. Das neue Geschäftsmodell wird als valide betrachtet, weshalb davon ausgegangen wird, dass die Bewilligung in Kürze erfolgt. Das Unternehmen sieht trotz der derzeitigen Krise für das laufende Geschäftsjahr kein Risiko, das seinen Bestand gefährden würde. Das Unternehmen ist aber dennoch von einer zukünftig verbesserten Ergebnislage abhängig. In der monatlich angepassten 24 Monate-Liquiditätsplanung werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft erfasst. Zur Finanzierung der laufenden Geschäfte stehen die Kontokorrentlinien der Hausbanken zur Verfügung. Es wird nicht erwartet, dass es zu Liquiditätsengpässen kommen wird. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen von wesentlicher Bedeutung bestehen aus den vorgenannten Gründen für das Unternehmen nur dann, wenn es zu größeren und dauerhaften Zahlungsausfällen von Kunden kommen sollte. Dem Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Gewährung von Zahlungszielen wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Im Auslandsgeschäft wird mit Vorauskasse sowie Akkreditiven gearbeitet. Darüber hinaus gewährleisten jedenfalls in Deutschland und in der EU die auch individuell vereinbarten Eigentumsvorbehalte an den Produkten des Unternehmens eine zusätzliche Sicherheit, da diese in aller Regel für die Produktion von Teilen eingesetzt werden, auf die die OEM für die Aufrechterhaltung ihrer Produktion angewiesen sind. Die Faktura erfolgt überwiegend in Euro, Fremdwährungsgeschäfte werden systematisch abgesichert. c. Gesamtaussage Es bleibt festzuhalten, dass zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022/2023 und auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts unter Berücksichtigung der eingeleiteten Umstrukturierung und in Erwartung des Eintritts der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft keine akuten Risiken erkennbar waren, die den Fortbestand der Meissner AG im Geschäftsjahr 2023/2024 gefährden könnten. F. Sonstige Angaben Bezüglich des Erwerbs eigener Anteile verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Biedenkopf-Wallau/Lahn, den 24. Januar 2024 gez. Roland Reim, Vorstandsvorsitzender gez. Volker Bück, Mitglied des Vorstands BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft firmiert unter Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik mit Sitz in Biedenkopf-Wallau/Lahn. Sie wird bei dem Amtsgericht Marburg unter HRB 3056 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss der Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik, Biedenkopf-Wallau/Lahn, im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023, ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB; für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 158 AktG angewandt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung und Offenlegung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB bzw. 327 HGB in Anspruch. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Gewerbliche Schutzrechte sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Softwareprogramme sind zu Anschaffungskosten bewertet und über eine Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren pro rata temporis linear abgeschrieben worden. 2. Sachanlagen Die Zugänge sind zum Anschaffungspreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt worden. Die geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungen sind planmäßig nach der linearen bzw. degressiven Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen worden.
Die Zugänge sind im Geschäftsjahr zeitanteilig abgeschrieben worden. Ab dem 01.01.2018 sind alle abnutzbaren beweglichen Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht überstiegen haben, im Jahr der Anschaffung als Aufwand behandelt worden. Zudem wurde im Rahmen einer Betriebsprüfung ein Sammelposten gebildet und über sechs Jahre aufgelöst. Die geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden wesentliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens im Rahmen einer Sale-and-lease-back - Transaktion an einen Leasinggeber veräußert und dann zurück geleast. Die Leasingdauer beträgt 48 Monate. 3. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert worden. Die Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zu Anschaffungskosten bilanziert worden. Der vollständige Verkauf von Anteilen an Unternehmen wurde entsprechend abgebildet. 4. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten zzgl. Nebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt worden. In Teilen wurde ein Festwert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung bewertet worden. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sind auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten, der Werteverzehr des Anlagevermögens und angemessene Verwaltungskosten in die Herstellungskosten mit einbezogen worden. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Stundensätzen auf Basis des Kalenderjahres 2022 ermittelt. Der Ansatz der geleisteten und erhaltenen Anzahlungen erfolgt zu den Nettobeträgen ohne Umsatzsteuer. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert unter Berücksichtigung einer ca. 2,5 %igen Pauschalwertberichtigung auf den gesamten Forderungsbestand sowie einer weiteren ca. 1,0 %igen Pauschalwertberichtigung auf die nicht durch Warenkreditversicherungen versicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktiviert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, mit Ausnahme des Aktivwertes, zum Nennwert bewertet. Die Aktivwerte aus Versicherungsansprüchen sind mit dem beizulegenden Zeitwert gemäß dem Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin, vom 02.09.2023 bewertet. 6. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. 7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. 8. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. 9. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostenänderungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 11. Umrechnung von Fremdwährungsposten Die Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden am Entstehungstag mit dem Devisen-Mittelkurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden haben sämtlich eine erwartete Restlaufzeit kleiner als ein Jahr und wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB bewertet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den angefügten Anlagenspiegel. 2. Angaben zum Anteilsbesitz Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen aufgeführt, an denen die Meissner AG mindestens 20 v. H. der Anteile besitzt:
1) Jahresabschluss zum 31.12.2021 2) Jahresabschluss zum 31.12.2022 (noch nicht testiert) 3) Jahresabschluss zum 30.06.2023 Die SB Meissner GmbH ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung der wirtschaftlichen Überschuldung haben die Darlehensgeber Rangrücktritte in Höhe von insgesamt TEUR 300 auf die der Gesellschaft zugesagten Gesellschafterdarlehen erklärt. Diese entfallen in Höhe von TEUR 250 auf die Meissner AG, wovon TEUR 100 bisher zahlungswirksam in Anspruch genommen wurden. Ein Risiko im Hinblick auf die Unternehmensfortführung besteht aufgrund der Entwicklung in 2022 und 2023 aktuell nicht. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 28) sowie Darlehenszinsen (TEUR 4). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 11 enthalten. Diese betreffen Ansprüche der Gesellschaft auf die Erstattung von Einkommen- bzw. Ertragsteuern. 4. Eigene Aktien Der Bestand an eigenen Aktien hat sich gegenüber dem Vorjahr mit EUR 96.540,00 (Vj. EUR 95.940,00) um EUR 400,00 verändert. 5. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 3.150.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es besteht aus 52.500 nennbetragslosen Stückaktien. 6. Gesetzliche Rücklagen Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG beträgt zum Ende des Geschäftsjahres EUR 315.000,00 und entspricht 10. v. H. des gezeichneten Kapitals. 7. Satzungsgemäße Rücklagen Die satzungsgemäßen Rücklagen sind gemäß § 22 der Satzung in Höhe von 50 v. H. des Jahresüberschusses zu bilden, bis sie die Summe der gesetzlichen und satzungsmäßigen Rücklagen EUR 511.000,00 erreicht haben. Die satzungsgemäßen Rücklagen betragen zum Ende des Geschäftsjahres EUR 439.991,03. 8. Bilanzgewinn/ Bilanzverlust In dem Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 8.376.419,38 enthalten. 9. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellung für das Arbeitszeit-Kann-Konto (TEUR 1.253) ist mit den entsprechenden Rückdeckungsversicherungen (TEUR 1.254) gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert worden. Zudem wurden die Rückstellungen für die Altersteilzeit (TEUR 234) mit den entsprechenden Rückdeckungsversicherungen (TEUR 234) gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert worden. Die Rückdeckungsversicherungen sind an die jeweiligen Arbeitnehmer verpfändet worden. 10. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignung gesichert. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.159 durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. 11. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat eine Patronatserklärung für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens abgegeben. Aufgrund der Beteiligungshöhe, der Geschäftsführungsstruktur und der zukünftigen geschäftlichen Beziehungen ist das Risiko der Inanspruchnahme als gering einzustufen. Die Patronatserklärung richtet sich ausschließlich an die VR Bank Lahn-Dill eG. Der Betrag der Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft gegenüber der VR Bank Lahn-Dill eG belief sich zum 31. August 2023 auf TEUR 422. Zusätzlich ist für diese Verbindlichkeit eine Grundschuld in Höhe von T€ 500 auf das Grundstück "Bennerhalle" eingetragen. 12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.659 für das Geschäftsjahr 2023/2024 und TEUR 1.662 für die Jahre 2024/2025 bis 2027/2028 resultieren im Wesentlichen aus Sale-and-Lease-back Geschäften, Pacht- und Leasingverträgen, Versicherungen sowie sonstigen Dienstleistungsverträgen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Periodenfremdes Ergebnis Das periodenfremde Ergebnis enthält Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 2.748 sowie Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 113. Die Buchgewinne und die Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens resultieren im Wesentlichen aus der Sale-and-Lease-Back Transaktion. Zu Einzelheiten verweisen wir auf den Lagebericht. 2. Personalaufwand Der Personalaufwand beinhaltet außergewöhnliche Aufwendungen aus der Anpassung der Belegschaftsstärke in Höhe von T€ 1.055. 3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuern handelt es sich im Wesentlichen um ausländische Quellensteuern in Höhe von TEUR 63. V. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 208 Arbeitnehmer (i. Vj. 229) (Voll- und Teilzeitstellen) beschäftigt. Davon waren 180 Arbeitnehmer im Produktionsbereich (i. Vj. 198), 23 Arbeitnehmer in der Verwaltung (i. Vj. 26) und 4 Arbeitnehmer im sonstigen Bereich (i. Vj. 5) tätig. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 20 Auszubildende (i. Vj. 26) beschäftigt. 4. Organe Zum einzelvertretungsberechtigten Vorstand im Geschäftsjahr 2022/2023 war Herr Rechtsanwalt Tilman Löffelholz - Vorstandsvorsitzender - bestellt. Die Bestellung von Herrn Löffelholz galt bis zum 20.02.2023 und die Eintragung der Abberufung erfolgte im Handelsregister am 06.03.2023. Als weiterer einzelvertretungsberechtigter Vorstand im Geschäftsjahr 2022/2023 war Herr Volker Bück - Vorstand Finanzen - bestellt. Die Bestellung von Herrn Bück gilt bis zum 31.12.2026. Ab dem 20.02.2023 ist zum einzelvertretungsberechtigten Vorstand Herr Roland Reim - Vorstandsvorsitzender - bestellt. Die Eintragung der Berufung zum Vorstandsvorsitzenden erfolgte im Handelsregister am 06.03.2023. Die Bestellung von Herrn Reim gilt bis zum 20.02.2026. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2022/2023 die folgenden Personen an: Herr Dr. Klaus Faber, Ingenieur - Vorsitzender des Aufsichtsrats - Herr Torsten Lehn, Konstrukteur - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats - Herr Rainer Schmidt, Modellkontrolleur - Mitglied des Aufsichtsrats bis 03.Mai 2023 - Herr Dave Workman - Mitglied des Aufsichtsrats ab 03.Mai 2023- Herr Christoph Schwarz - Mitglied des Aufsichtsrats ab 03.Mai 2023- Die Amtszeit des Aufsichtsrats endet am 31. Dezember 2026 und verlängert sich bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das vierte Geschäftsjahr nach Beginn ihrer Amtszeit beschließt. Die Bezüge und Aufwandsentschädigungen des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 11. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Nachtragsbericht Weiterhin wurde nach dem Bilanzstichtag die Erstellung eines Gutachtens nach dem Standard der deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW S6) fertig gestellt, welches eine positive Fortbestehensprognose bescheinigt. Zu den bestandsgefährdenden Tatsachen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht (D. Prognosebericht und E. Chancen- und Risikobericht).
Biedenkopf-Wallau/Lahn, den 24. Januar 2024 gez. Roland Reim, Vorstandvorsitzender gez. Volker Bück, Mitglied des Vorstands
Bericht des Aufsichtsratsan die Hauptversammlung über die Prüfung der Geschäftsführung, des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Aufsichtsrat der MEISSNER AG, Modell- und Werkzeugfabrik, hat die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres überwacht. Zu diesem Zweck ist er vom Vorstand regelmäßig mündlich und schriftlich über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben unterrichtet worden. Zu erwähnen sind insbesondere die zum Ende eines jeden Monats erfolgte Berichterstattung mit Vorlage einer Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung, die regelmäßig erstellte Liquiditätsplanung sowie die ausführliche mündliche Berichterstattung im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wurde in die Bücher und die geschäftlichen Unterlagen Einsicht genommen. Nach den Feststellungen des Aufsichtsrats entsprach die Geschäftsführung der Gesellschaft im Berichtszeitraum allen gesetzlichen, satzungsmäßigen und sonstigen Anforderungen. Die Aufsichtsratsmitglieder haben den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Im schriftlichen Umlaufbeschluss vom 11. März 2024 wurde der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes gebilligt und festgestellt. Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus den ihm von der Abschlussprüferin, der Theobald Jung Scherer AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Gießen, vorgelegten Prüfungsbericht zustimmend zurKenntnis genommen. Die Abschluss-Prüferin hat der Gesellschaft einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüferin an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss einstimmig. Dieser ist damit festgestellt. Demnach soll der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.265.871,29 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2022/2023 geleistete Arbeit.
Biedenkopf-Wallau, den 11. März 2024 gez. Torsten Lehn, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 Abs. 2 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt V Nr. 6 im Anhang sowie auf die Angaben in den Abschnitten D und E des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft auf die Fortführung des bisherigen Finanzierungsumfangs angewiesen sowie von einer zukünftig verbesserten Ergebnislage abhängig ist. Die hierzu eingeleiteten Maßnahmen sind laut Geschäftsführung ausreichend, daher steht aus Sicht der Geschäftsleitung der Fortführung des Unternehmens nichts entgegen. Wie in Abschnitt V Nr. 6 des Anhangs und Abschnitten D und E des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Gießen, den 24. Januar 2024 THEOBALD
JUNG SCHERER AG
gez. Prof. Dr. Hubert Jung, Wirtschaftsprüfer gez. Sebastian Jung, Wirtschaftsprüfer |
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