PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft

Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 74165
Eingetragen
19.1.2005
Branche
Erbringung sonstiger juristischer DienstleistungenRechtsanwaltskanzleien und NotariatePatentanwaltskanzleien
Gegenstand
Beratung und Vertretung in Rechtsangelegenheiten sowie die sonstigen für Rechtsanwälte gesetzlich und berufsrechtlich zulässigen Geschäftsbesorgungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Dr. Garbers
seit 26.3.2026
Prokura
Tobias Oest
seit 5.2.2026
Prokura
Sören Eike Hennies
seit 31.3.2025
Prokura
Gloria Müller
seit 31.3.2025
Prokura
Prokura
Luisa Koepchen
seit 31.3.2025
Prokura
Michael Caprano
seit 31.3.2025
Prokura
Lisa Wiesmann
seit 31.3.2025
Prokura
Maximilian Beermann
seit 31.3.2025
Prokura
Carolin Rost
seit 31.3.2025
Prokura
Linda Kohal
seit 31.3.2025
Prokura
Johannes Wicke
seit 31.3.2025
Prokura
Philipp Kopp
seit 31.3.2025
Prokura
Linda Prigge
seit 31.3.2025
Prokura
Jamilia Becker
seit 31.3.2025
Prokura
Lena Höppner
seit 31.3.2025
Prokura
Heiner Mecklenburg
seit 31.3.2025
Prokura
Paul Bruno Hartwig
seit 31.3.2025
Prokura
Fabian Dr. Schirmer
seit 31.3.2025
Prokura
Prokura
Thorsten Dr. Zumwinkel
seit 22.11.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Jörg Schwerin
seit 22.11.2024
Prokura
Gerhard Wacker
seit 22.11.2024
Vorstandsmitglied
Andy Hansen
seit 22.11.2024
Prokura
Alexander Dr. Theusner
seit 22.11.2024
Prokura
Stephan Martin Gerner
seit 29.4.2024
Prokura
Prokura
Nicole Henne-Fischer
seit 21.9.2023
Prokura
Dirk Dr. Stiller
seit 5.9.2013
Vorstandsmitglied
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bericht des Vorstands

I. Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft (PwC Legal) hat das Geschäftsjahr 2022/2023 (1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023) trotz der vielfältigen Herausforderungen gut bewältigt.

Die PwC Legal ist seit vielen Jahren in der rechtlichen Beratung und im Projektgeschäft tätig und zeichnet sich durch ihre interdisziplinäre Rechtsberatung in höchster Qualität aus. Unsere Dienstleistungen reichen unter anderem vom Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, Deals/M&A, Energie- und Klimarecht, Kartell-, Vergabe- und Beihilfenrecht bis zum Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht. Sofern die Beratung auch steuerliche oder betriebswirtschaftliche Aspekte beinhaltet, beziehen wir die entsprechenden Expert:innen der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC GmbH) in unsere Projekte ein. Zu unseren Mandanten zählen Publikumsgesellschaften und inhabergeführte Unternehmen genauso wie Privatpersonen oder Unternehmen der öffentlich-rechtlichen Körperschaften.

Die mehr als 220 PwC Legal Anwält:innen an den 18 deutschen Standorten sind Teil des weltweiten Legal-Netzwerks von PwC, das mit über 3.500 Rechtsanwält:innen in mehr als 100 Ländern tätig ist.

Die PwC Legal hat mit der PwC GmbH einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der die Zusammenarbeit im operativen Geschäft regelt. Ebenfalls auf Basis dieses Kooperationsvertrages bezieht die PwC Legal administrative Unterstützungsleistungen wie Lohn- und Gehaltsabrechnung, Rechnungswesen, IT-Services, ausgestattete Büroräume und Ähnliches von der PwC GmbH.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin geprägt von internationalen Krisen, einem schwachen Welthandel sowie hohen Inflationsraten. Die aktuelle Prognose des IWF zur weltweiten Wirtschaftsleistung anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) spiegelt dies wider. Nach einem Anstieg des BIP im Kalenderjahr 2022 von 3,5 Prozent, geht der IWF für 2023 und 2024 jeweils nur noch von einem Anstieg in Höhe von 3,0 Prozent aus. Für Deutschland fällt die Prognose des IWF noch ungünstiger aus. Im Kalenderjahr 2022 erreichte Deutschland noch ein Wachstum des BIP in Höhe von 1,8 Prozent. Dagegen wird für 2023 ein Rückgang von 0,3 Prozent und für 2024 ein geringes Wachstum von 1,3 Prozent erwartet.

Die insbesondere durch gestiegene Rohstoff-, Energie- und Nahrungsmittelpreise angetriebene Inflation und die Reaktion der EZB mit Zinserhöhungen rückt in Deutschland zunehmend in den Fokus. Nach dem Statistischen Bundesamt lag die Inflationsrate im Kalenderjahr 2022 in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent. Gemäß Prognosen der Bundesbank und führender Wirtschaftsinstitute (ifo Institut, München und IfW, Kiel) werden für das Kalenderjahr 2023 im Durchschnitt Inflationsraten von 5,8 bis 6,0 Prozent und für 2024 von 2,1 bis 3,1 Prozent erwartet. Damit einhergehend hat die EZB seit Juli 2022 den Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) zehn Mal in Folge von 0,0 Prozent auf 4,50 Prozent erhöht.

Der Blick auf das branchenbezogene Umfeld zeigt folgende Rahmenbedingungen und deren Veränderung. Insbesondere durch Gesetzgebungsinitiativen und regulatorische Entwicklungen ergaben sich weiterhin neue Fragestellungen für unsere Mandanten. Unternehmen waren gerade in den Bereichen Digitalisierung und Regulierung mit einer Vielzahl neuer und komplexer rechtlicher Fragen konfrontiert. Auch gesellschaftliche Veränderungen schaffen neue Nachfrage, zum Beispiel im Bereich Arbeits- und Migrationsrecht. Insgesamt haben sich diese Rahmenbedingungen belebend auf unsere Branche ausgewirkt.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Als eine der großen Rechtsanwaltsgesellschaften im deutschen Markt konnten wir an der Branchenentwicklung partizipieren. In Deutschland haben wir unsere Mandanten insbesondere auch im Transaktionsgeschäft sowie in verschiedenen branchenspezifischen Fragestellungen unterstützt. Durch eine konsequente Differenzierung (multidisziplinär, international, digital) zu unseren Wettbewerbern aus dem klassischen Kanzleiumfeld in Verbindung mit weiterem anorganischen und organischen Wachstum im strategisch wichtigen "High-End-Bereich" konnten wir unser Rechtsberatungsgeschäft in einigen Segmenten weiter ausbauen.

Im Bereich der Entwicklung digitaler Systeme zur rechtlichen Beratung unserer Mandanten ("Legal Tech") entwickeln wir für eine Vielzahl unserer Beratungstätigkeiten technische Lösungen, die teilweise bei unseren Mandanten direkt eingesetzt werden. Zugleich entlasten diese Lösungen unsere Anwältinnen und Anwälte. Zusammen mit der PwC GmbH bauen wir eine Praxis für Dispute Resolution auf, die langfristig mithilfe eigener technischer Lösungen ein umfassendes Claim-Management gewährleisten kann.

Weiter verstärkt haben wir die Zusammenarbeit in unserem globalen PwC Legal-Netzwerk. Diese Zusammenarbeit führt dazu, dass wir vermehrt Mandate gemeinsam mit unseren Anwaltskolleg:innen aus anderen Ländern in grenzüberschreitenden Teams betreuen.

Die Gesamtleistung der PwC Legal ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,1 Mio. € von 91,2 Mio. € auf 90,1 Mio. € gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 1,2 Prozent. Damit wurde die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Gesamtleistung im mittleren einstelligen Prozentbereich verfehlt. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Rückgang bei den geleisteten abrechenbaren Stunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 2,6 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €) und sind damit um 1,5 Mio. € gewachsen. Dies resultiert mit 1,9 Mio. € aus der Inanspruchnahme der Rückstellung für nachlaufende Projektkosten, die aus Vereinfachungsgründen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Im Zusammenhang mit dem gestiegenen durchschnittlichen Personalbestand sind die Personalaufwendungen auf 31,8 Mio. € (Vorjahr 27,0 Mio.€) gestiegen. Dementsprechend konnten die extern zugekauften bezogenen Leistungen reduziert werden und betrugen noch 53,1 Mio. € nach 58,6 Mio.€ im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf 4,6 Mio.€ (Vorjahr 3,6 Mio. €) gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Reisekosten, Wertberichtigungen und anderen Verwaltungskosten.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von -0,5 Mio. € (Vorjahr -0,4 Mio. €) und der Steueraufwendungen von 1,0 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) ergibt sich im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Mio. € nach einem Jahresüberschuss von 1,3 Mio. € im Vorjahr.

Damit ergibt sich eine positive Abweichung von unserer Vorjahresprognose, nach der wir mit einem Jahresergebnis im hohen fünfstelligen Bereich gerechnet haben. Die Abweichungen resultieren aus Erträgen aus der Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen in Höhe von rund 0,3 Mio. € und aus gegenüber der Prognose niedrigeren Aufwendungen für Veranstaltungen, Bewirtungen und Kasino.

Vermögens- und Finanzlage

Im Berichtsjahr beträgt das Gesamtvermögen 36,7 Mio. € nach 43,6 Mio. € im Vorjahr. Die Verringerung in Höhe von 6,9 Mio. € resultiert aus dem Rückgang des Umlaufvermögens um 5,3 Mio. € und des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um 1,6 Mio. €. Innerhalb des Umlaufvermögens sind die in Arbeit befindlichen Aufträge um 3,5 Mio. € auf 11,1 Mio. € und die Bankguthaben um 2,7 Mio. € auf 1,8 Mio. € gesunken. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die leicht um 0,9 Mio. € auf 23,7 Mio. € gestiegen sind.

Die Finanzierung wird durch einen langfristigen Darlehensvertrag mit der PwC GmbH sichergestellt. Zum Bilanzstichtag valutiert die Darlehensverbindlichkeit mit 14,5 Mio. € nach 19,5 Mio. € im Vorjahr. Daneben erfolgt die Finanzierung durch das Eigenkapital in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr 7,5 Mio. €), die Rückstellungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) und die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €). Die Kapitalbindung im Netto-Umlaufvermögen hat sich damit um 1,0 Mio. € reduziert.

Die kurzfristigen Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen die liquiden Mittel um 10,7 Mio. €. Demgegenüber betragen die kurzfristigen Forderungen aus Leistungen 21,4 Mio. €. Die Liquidität ist unverändert gesichert.

Personal

Die Zahl der Mitarbeiter:innen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die PwC Legal beschäftigte durchschnittlich 264 Mitarbeiter:innen nach 226 Mitarbeiter:innen im Vorjahr. Zum 30.06.2023 betrug die Anzahl der Mitarbeitenden 275 (30.06.2022: 235 Mitarbeitende). Daneben nimmt die PwC Legal Dienstleistungen der PwC GmbH in Anspruch.

Mit der gezielten und kontinuierlichen Weiterbildung unserer Mitarbeitenden haben wir dazu beigetragen, die hohen Qualitätsansprüche unserer Mandanten zu erfüllen und unsere Teams zu entwickeln. Hinzu kommt ein umfangreiches digitales Trainingsangebot, welches zur freien Verfügung steht. Mit unseren Lernpfaden unterstützen wir gezielt die bedarfsorientierte Qualifizierung unserer Mitarbeiter:innen. Zudem haben wir die technische Basis für die Vergabe von digitalen Zertifikaten gelegt, mit denen unsere Mitarbeiter:innen ihre Trainingserfolge sowohl intern als auch gegenüber Dritten nachweisen können.

Die digitale Transformation bleibt ein wichtiger Baustein des Weiterbildungsangebots. Ein Schwerpunkt war das Digital Accelerator-Programm mit einem umfangreichen Lernangebot zu den Themen Datenanalyse, Automatisierung und künstliche Intelligenz. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir Trainings, die zur Eindämmung der Coronapandemie zunächst virtuell stattfanden, wieder in Präsenz durchführen. Je nach Zielsetzung haben wir für eine Vielzahl an Trainings am virtuellen Setting festgehalten und leisten damit auch einen Beitrag zur Flexibilität im Alltag.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkungen auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage und der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns haben, sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Wesentliche Chancen und Risiken

Chancen für den weiteren Ausbau unseres Geschäfts sehen wir in den kommenden Jahren insbesondere in den erhöhten Anforderungen zu Compliance und Governance in allen Bereichen, insbesondere Datenschutz und Intellectual Property. Daneben wird die Digitalisierung aller Lebens- und Unternehmensbereiche für eine weiter hohe Nachfrage nach rechtlichen Beratungsprodukten in diesem Bereich sorgen. Das gilt insbesondere für den Bereich technischer rechtlicher Dienstleistungen (Legal Tech), der weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Mit Blick auf die weltweite Entwicklung haben wir für alle Wirtschaftsbereiche ein umfangreiches und wirksames Krisenmanagement aufgebaut, um unsere Kunden auch unter schwierigen Umständen bestmöglich betreuen zu können. Dieses Angebot haben wir im Laufe des Jahres um weitere Dienstleistungen im Bereich der Rechtsberatung ausgebaut.

Den Herausforderungen des Marktes begegnen wir, indem wir unser Dienstleistungsangebot stetig überprüfen, weiterentwickeln und strategisch positionieren. Zudem bauen wir unsere sehr hohen Qualitätsstandards weiter aus. Wir investieren in unsere Mitarbeitenden, Technologien und in Trainings, die nötig sind, um die Qualität und insbesondere die Einhaltung von Compliance-Vorschriften zu gewährleisten.

Die zunehmend sichtbare Marktstellung der PwC Legal in Deutschland bietet weitere Chancen im Hinblick auf die Gewinnung neuer Mandate und qualifizierter junger Rechtsanwält:innen. Die Mitgliedschaft im globalen PwC-Netzwerk und insbesondere die Kooperation mit der PwC GmbH sind dabei ein Erfolgsgarant.

Unser umfassendes und integriertes Risiko- und Qualitätsmanagement auf höchstem Niveau ist ein wesentlicher Baustein für unsere Qualitätsführerschaft im Markt. Unsere Managementsysteme werden stetig aktualisiert und nationalen wie internationalen Beratungsstandards ebenso wie aktuellen Erkenntnissen angepasst. Bausteine sind u.a. definierte Prozessstandards, kontinuierliches Monitoring, Konsultationspflichten, interne Reviews und Kontrollsysteme mit entsprechender Maßnahmensteuerung. Vor allem der Informationssicherheit (einschließlich IT-Sicherheit) kommt dabei unser besonderes Augenmerk zu. Die abstrakten Haftungsrisiken für unsere anwaltliche Tätigkeit bleiben bestehen; hierfür haben wir in berufsüblichem Umfang Versicherungen abgeschlossen.

Bei der Einschätzung der Risiken für die Geschäftsentwicklung beobachten wir mögliche Einflüsse der aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland und der Welt, deren Auswirkungen auf unsere Geschäftslage und die unserer Mandanten sowie die aktuelle Entwicklung des regulatorischen Umfelds. Für das nächste Geschäftsjahr erwarten wir, insbesondere auch aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Inflationsrisikos, weiterhin von Unsicherheit geprägte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Hinzu kommen Herausforderungen wie die rasant fortschreitende Digitalisierung, die damit verbundenen disruptiven Entwicklungen in einzelnen Branchen, aber auch die spürbaren Auswirkungen des demografischen Wandels.

Bestandsgefährdende Risiken sind für unser Unternehmen nach unserer Einschätzung nicht zu erkennen.

Prognosebericht

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir weiterhin erhebliche Unsicherheiten und Unwägbarkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die fortlaufende Transformation und ein stetiger Wandel werden das Geschäftsjahr prägen. Die Komplexität der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wird zunehmen und die Entscheidungsfindung erschweren.

In diesem Umfeld werden die Rechtsberatungsleistungen der PwC Legal stark nachgefragt werden. Unser Dienstleistungsangebot und unsere Expertise werden wir durch organisches und anorganisches Wachstum stärken, weiterentwickeln und gezielt erweitern. Unter den beschriebenen Rahmenbedingungen erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr einen Anstieg der Gesamtleistung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Daraus abgeleitet planen wir mit einem Jahresergebnis in der Größenordnung von rund 1 bis 2 Mio. €.

II. Anhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft (PwC Legal), Frankfurt am Main, ist im Handelsregister unter der Nr. HRB 74165 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Das Geschäftsjahr läuft jeweils vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Die PwC Legal ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 eine große Kapital-gesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend wurde der Posten Nr. 3 Gesamtleistung eingefügt, der ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die PwC Legal nimmt auf Basis des Kooperationsvertrags vom 22.12.2014 mit der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC GmbH), Frankfurt am Main, diverse Dienstleistungen gegen Entgelt in Anspruch.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Kosten für Verwaltung und soziale Angelegenheiten oder mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Sie enthalten auch Honorare der freien Mitarbeiter und verauslagte Reisekosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalabwertungen, bilanziert. Für die Umrechnung von Beträgen in fremder Währung haben wir die Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages verwendet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bei den Rückstellungen für Pensionen kommt als versicherungsmathematisches Verfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G (aktuariell modifiziert anhand eines Gutachtens von Prof. Heubeck im Hinblick auf die längere Lebenserwartung von Berufsträgern) zur Anwendung. Als Diskontierungssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet (1,80 Prozent, Vorjahr 1,78 Prozent).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Für die Umrechnung von Beträgen in fremder Währung haben wir die Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages verwendet.

3. Erläuterung der Posten des Jahresabschlusses

Die laufenden Nummern verweisen auf die entsprechenden Abschlussposten.

Nr. 1 In Arbeit befindliche Aufträge

Die in Arbeit befindlichen Aufträge setzen sich wie folgt zusammen:

Vorjahr
T€
1. In Arbeit befindliche Aufträge 11.583.560 14.822
2. abzüglich erhaltener Anzahlungen 529.243 262
11.054.317 14.560

Nr. 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Vorjahr
T€
1. Forderungen aus Leistungen 21.383.323 21.635
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.389.359 1.228
23.772.682 22.863

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Nr. 3 Guthaben bei Kreditinstituten

Es handelt sich um das laufende Bankkonto.

Nr. 4 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 50.000 € und ist in 50.000 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1 € eingeteilt und liegt in Händen der Aktionäre Herr RA StB Björn Viebrock, Münster, Herr RA Dr. Christian Feldmüller, Bad Soden, Herr RA Dr. Thomas Fischer, Oberursel und Herr WP RA StB Dr. Henning Hönsch, Potsdam. Die Aktien lauten auf den Namen und sind nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragbar.

Nr. 5 Rückstellungen

Vorjahr
T€
1. Rückstellungen für Pensionen 451.567 354
2. Steuerrückstellungen 1.707.085 1.856
3. Sonstige Rückstellungen 7.228.838 8.948
9.387.490 11.158

Bei den Rückstellungen für Pensionen handelt es sich um Verpflichtungen aus freiwilliger Zusatzversorgung. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 4 T€ und ist ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen weit überwiegend für Ansprüche unserer Mitarbeitenden (Boni, Urlaub, Jahresarbeitszeitguthaben und Dienstjubiläen) und außerdem für ausstehende Eingangsrechnungen.

Nr. 6 Verbindlichkeiten

Vorjahr
T€
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.988 1.074
(sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 17.727.851 23.828
davon aus Steuern 2.856.569 € (Vorjahr 3.240 T€)
18.125.839 24.902

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten das Darlehen von der PwC GmbH zur Wahrung der Liquidität in Höhe von 14.500 T€ (Vorjahr 19.500 T€). Des Weiteren bestehen sie im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Lohnsteuer. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 3.264.645 € (Vorjahr 4.328 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 14.500.000 € (Vorjahr 19.500 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Nr. 7 Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen setzt sich aus treuhänderisch verwalteten Bankguthaben zusammen; ihm stehen gleich hohe Herausgabeverpflichtungen gegenüber.

Nr. 8 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stammen sämtlich aus den für eine Rechtsanwaltsgesellschaft zugelassenen Tätigkeitsbereichen und schließen auch die weiterberechneten Reisekosten mit ein.

Nr. 9 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit 1.963 T€ (Vorjahr 73 T€) Erträge aus der Inanspruchnahme der Rückstellung für nachlaufende Projektkosten. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen sowie Versicherungs- und Kostenerstattungen enthalten. Die gesamten periodenfremden Erträge betragen 520 T€ (Vorjahr 730 T€). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 26 T€ (Vorjahr 36 T€) enthalten.

Nr. 10 Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen werden weit überwiegend von der PwC GmbH im Rahmen des Kooperationsvertrages vom 22.12.2014 bezogen. Daneben sind die Leistungen von Gesellschaften des internationalen PwC-Netzwerks enthalten.

Nr. 11 Personalaufwand

Vorjahr
T€
1. Löhne und Gehälter 27.813.995 23.756
2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.977.393 3.105
3. Aufwendungen für die Altersversorgung 90.847 184
31.882.235 27.045

Sowohl die Mitglieder des Aufsichtsrats als auch der Vorstand haben für das Geschäftsjahr keine Bezüge von der PwC Legal erhalten. Die Mitglieder des Vorstands üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr - ohne Vorstandsmitglieder - 264 Mitarbeitende (Vorjahr 226 Mitarbeitende) beschäftigt. Am 30. Juni 2023 betrug die Gesamtzahl der Mitarbeitenden 275.

Nr. 12 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten alle übrigen Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebs, insbesondere Versicherungsprämien, die überwiegend weiterbelasteten Aufenthalts- und Reisespesen des Fachpersonals und die Kosten der beruflichen Qualifizierung unserer Mitarbeiter:innen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 40 T€ (Vorjahr 50 T€) enthalten. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen 30 T€ (Vorjahr 30 T€) und betreffen Abschlussprüfungsleistungen.

Nr. 13 Finanzergebnis

Vorjahr
T€
1. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.052 12
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -533.366 -433
-494.314 -421

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für das Darlehen von der PwC GmbH. Daneben sind die Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen von 2 T€ (Vorjahr 2 T€) und der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von 6 T€ (Vorjahr 5 T€) enthalten.

4. Weitere Anhangangaben

Vorgänge mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zwischen dem Bilanzstichtag und dem Datum der Aufstellung nicht eingetreten.

III. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 weist einen Bilanzgewinn von € 9.132.283 aus. Wir schlagen vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Bardividende 3.000
2. Gewinnvortrag 9.129.283
Bilanzgewinn 9.132.283

 

Frankfurt am Main, den 20.11.2023

DER VORSTAND

Kast

Dr. Stiller

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

(Nr. des Anhangs) 30.06.23 Vorjahr
T€
A. Umlaufvermögen 36.590.215 41.880
I. In Arbeit befindliche Aufträge (1) 11.054.317 14.560
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 23.772.682 22.863
III. Guthaben bei Kreditinstituten (3) 1.763.216 4.457
B. Rechnungsabgrenzungsposten 110.397 1.741
36.700.612 43.621
C. Treuhandvermögen (7) 1.626.320 3.908

Passiva

(Nr. des Anhangs) 30.06.23 Vorjahr
T€
A. Eigenkapital 9.187.283 7.561
I. Gezeichnetes Kapital (4) 50.000 50
II. Gesetzliche Rücklage 5.000 5
III. Bilanzgewinn 9.132.283 7.506
B. Rückstellungen (5) 9.387.490 11.158
C. Verbindlichkeiten (6) 18.125.839 24.902
- 36.700.612 43.621
D. Treuhandverbindlichkeiten (7) 1.626.320 3.908

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

(Nr. des Anhangs) 30.06.23 Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse (8) 93.369.113 82.248
2. Veränderung des Bestands an in Arbeit befindlichen Aufträgen -3.238.876 9.006
3. Gesamtleistung 90.130.237 91.254
4. Sonstige betriebliche Erträge (9) 2.576.882 1.104
5. Aufwendungen für bezogene Leistungen (10) 53.065.995 58.567
6. Personalaufwand (11) 31.882.235 27.045
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) 4.625.133 3.632
8. Finanzergebnis (13) -494.314 -421
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.009.920 1.374
10. Sonstige Steuern 25 0
11. Ergebnis nach Steuern 1.629.496 1.319
12. Jahresüberschuss 1.629.496 1.319
13. Gewinnvortrag 7.502.787 6.187
14. Bilanzgewinn 9.132.283 7.506

Mitglieder des Aufsichtsrats

Björn Viebrock

Rechtsanwalt, Steuerberater

Geschäftsführer der PwC GmbH

Münster

Vorsitzender

Dr. Thomas Fischer

Rechtsanwalt

Prokurist der PwC GmbH

Oberursel

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Christian Feldmüller

Rechtsanwalt

Prokurist der PwC GmbH

Bad Soden

Mitglieder des Vorstands

Dr. Dirk Stiller

Rechtsanwalt

Frankfurt am Main

Daniel Kast

Rechtsanwalt

Berlin

Geschäftsstellen

Zentrale:

Frankfurt am Main, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37

Niederlassungen:

Berlin, Kapelle-Ufer 4

Bielefeld, Kreuzstraße 35

Bremen, Domshof 18-20

Düsseldorf, Georg-Glock-Str. 22

Erfurt, Bahnhofstraße 38

Essen, Huyssenallee 58

Hamburg, Alsterufer 1

Hannover, Fuhrberger Straße 5

Kassel, Monteverdistraße 2

Köln, Konrad-Adenauer-Ufer 11

Leipzig, Querstraße 13

Mannheim, Glucksteinallee 43-45

München, Bernhard-Wicki-Straße 8

Nürnberg, Ostendstraße 100

Osnabrück, Niedersachsenstraße 14

Saarbrücken, Europaallee 31

Stuttgart, Friedrichstraße 14

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigen oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagerbericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentliche Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 20. November 2023

Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Ök. Alexander Heide, Wirtschaftsprüfer

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Eine Verwendung des oben dargestellten Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Kassel, den 20. November 2023

Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Ök. Alexander Heide, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht. Er ist vom Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 wurde von der Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kassel, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers ohne Einwendungen zu.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend den Jahresabschluss nebst Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

 

Frankfurt am Main, den 20. März 2024

Der Aufsichtsrat

Björn Viebrock, Vorsitzender

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 20. März 2024

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung vom 20. März 2024 hat gemäß Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 9.132.283,00 wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Bardividende 3.000,00
2. Gewinnvortrag 9.129.283,00
3. Bilanzgewinn 9.132.283,00

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