Corning GmbH
Carl-Billand-Straße 1, 67661 Kaiserslautern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Johannes Goldmann seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Christine Ultes seit 27.12.2024 | Prokura |
Johannes Schaan seit 27.12.2024 | Prokura |
Florian Gabriel seit 1.8.2023 | Prokura |
Daniel Dr. Düpont seit 3.2.2023 | Prokura |
Benjamin Rathgeber seit 13.4.2017 | Prokura |
Steffen Schmid seit 13.4.2017 | Prokura |
Thomas Neuberger seit 15.8.2016 | Prokura |
Klaus Wellstein seit 21.6.2010 | Geschäftsführer |
Ulrike Maria Bertinchamp seit 24.2.2010 | Geschäftsführer |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Corning Holding GmbHWiesbadenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des KonzernsDie Corning Holding GmbH, Wiesbaden, ist eine Tochtergesellschaft der Corning International Corporation, Delaware/USA. Zum 31. Dezember 2022 war die Corning Holding GmbH alleinige Anteilseignerin der Corning GmbH, Kaiserslautern. Zwischen der Corning Holding GmbH und der Corning GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. In der Corning Holding GmbH sind im Wesentlichen die typischen Holdingaktivitäten, u. a. Zentralfunktionen von Rechnungswesen, Recht und Treasury/Steuerwesen eingegliedert. Die Corning Holding GmbH unterstützt alle dem weltweiten Corning-Konzern angehörigen Tochtergesellschaften in Deutschland. Der Konzern ist in fünf Geschäftsbereichen aktiv:
Der weltweite Corning-Konzern ist nach Geschäftsbereichen organisiert und wird in erster Linie nach den US-Konzernvorgaben gesteuert. Weitere Informationen zur Unternehmenspolitik der US-Muttergesellschaft sind auf deren Internet-Seite ersichtlich: www.corning.com. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In der Corning GmbH sind alle unter A. genannten Geschäftsbereiche aktiv. Seit nunmehr über 35 Jahren produziert und vertreibt der Geschäftsbereich Corning Environmental Technologies (CET) Keramikprodukte für die Abgasnachbehandlung. 1 Die Produktpalette umfasst Substrate als Träger von Katalysatoren, Partikelfilter für Benzinmotoren sowie Dieselpartikelfilter für sowohl Pkws als auch Nutzfahrzeuge. 2 Die Umsätze im Jahr 2022 sind deutlich um 16% gestiegen (€ 557,8 Mio. / Vorjahr € 480,4 Mio.), trotz weiterhin weltweit schwieriger Rahmenbedingungen nach COVID, Halbleitermangel und weltweit gestörter Lieferketten in den Vorjahren sowie durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine seit Februar 2022. Die Produktion von Automobilen, insbesondere von deutschen Marken, hat sich gegenüber dem Vorjahr erholt. Der Export (besonders nach China) blieb für das Jahr wachstumsbestimmend, die Autozulassungen in Deutschland verhalten. 3 Die unterschiedliche Entwicklung im Benzin- bzw. Dieselmotorensegment national und auch international hat aber insgesamt zu der von der Geschäftsführung erwarteten Umsatzentwicklung geführt - die Umsätze für Dieselfilter im Pkw Bereich sind mit 59% gestiegen, die Folgen der "Diesel Gate" Verunsicherung scheinen überwunden. Für Benzinmotoren haben sich dagegen die Umsätze für Katalysatorenträger um + 3% erhöht, für die Ausrüstung mit GPF zur weiteren Verbesserung der Luftqualität und Feinstaubvermeidung konnte der Umsatz um 11% erhöht werden. Der Umsatz im Lkw-Geschäft ist mit + 26% erwartungsgemäß deutlich gewachsen. Die Auftragslage war durchgängig zufriedenstellend. Die in der Industrie übliche mehrjährige Vergabe von Aufträgen bei gleichzeitig sehr volatilen Abrufen im kurzfristigen Bereich war wie schon im Vorjahr eine große Herausforderung in der Planung von Produktion und Logistik. Die in den Jahren 2020 und 2021 von Pandemie und Halbleitermangel nachhaltig gestörten Lieferketten haben sich nur langsam erholt, bleiben besonders im Transportgewerbe eine knappe Ressource und sind allgemein weiter von deutlichen Preissteigerungen geprägt. Während die Kosten für Energie (Strom und Gas) deutlich gestiegen sind, sind die im Herbst 2022 befürchteten Versorgungsengpässe oder gar -ausfälle von Gas auch dank staatlicher Markteingriffe ausgeblieben. Die anderen Geschäftsbereiche vertreiben technische Industrieprodukte für die optische Industrie, die Automobilindustrie im Bereich Innenausstattung, die Halbleiter- und Telekommunikationsindustrie sowie Laborartikel aus Glas und Kunststoff für industrielle und institutionelle Anwender. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Konzerns wird in erster Linie durch den Geschäftsbereich CET geprägt. Während das Geschäftsergebnis für 2022 verhalten optimistisch prognostiziert wurde, haben sich Umsatz und Ertrag deutlich positiver entwickelt. Während die Konzernumsätze um € 77,4 Mio. (+ 16,1%) gegenüber dem Vorjahr stiegen, wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz um € 14,4 Mio. (+35,0%) gesteigert. Mit den wachsenden Umsätzen stieg die Bruttomarge in Höhe von 9,9% über das Vorjahresniveau von 8,6%. Während der Umsatz mit Produkten im Pkw-Bereich um 13% gesteigert wurde, sind die Umsätze im Bereich Nutzfahrzeuge um 26% gestiegen. Nachdem sich die internationalen Transportkapazitäten wieder etwas stabilisiert haben, sind die hohen Kosten für Luftfracht im Jahre 2022 entfallen. Dies hat sich als bedeutender Beitrag zur Steigerung des Betriebsergebnisses erwiesen und die Kostensteigerungen insbesondere für Energie teilweise abmildern können. Investitionen erfolgten überwiegend zur weiteren Automatisierung und Rationalisierung. Regelmäßige und umfassende Wartungsarbeiten der bestehenden Anlagen sicherten auch im Jahr 2022 wieder einen effizienten Dauerbetrieb. Die Bereiche Corning International, Corning Life Sciences, Corning Automotive Glass Solutions und Corning Optical Fiber sind für die operative Geschäftsentwicklung des Konzerns von eher geringer Bedeutung. Sämtliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden über die Muttergesellschaft in deren internationalen Forschungszentren koordiniert. Die Produkt- und Prozessentwicklungen konzentrierten sich wie in den Vorjahren auf die Erweiterung der technischen Kompetenz im Segment Automotive sowie der Bearbeitung von Produkten und Materialien zur Verwendung in der Benzinpartikelfilterproduktion. 3. Personalentwicklung/Mitarbeiter Im Durchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern 1.260 Mitarbeiter (Vorjahr 1.028 Mitarbeiter) beschäftigt. Für den Standort Kaiserslautern gilt der Manteltarifvertrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE); die Vergütung wird ergänzt durch lokale und konzernweite variable Komponenten für alle Mitarbeiter. Durch den gezielten Einsatz variabler Vergütungskomponenten werden für alle Mitarbeiter Leistungsanreize gesetzt, welche die Unternehmensphilosophie von "leistungs- und marktorientierter Vergütung" widerspiegeln. Das Werk Kaiserslautern hatte im Jahr 2022 eine stabile Beschäftigungslage unter vollumfänglicher Nutzung der bestehenden Flexibilisierungsinstrumente (Wochenend-Aushilfspool, Leiharbeitnehmer). Nach einer Kurzarbeitsphase Ende 2021 stabilisierte sich die Auftragslage im Januar und ab Februar wurden wieder verstärkt alle Flexibilisierungsinstrumente genutzt. Bedingt durch den Ukrainekonflikt sowie die strikte Null-Covid Politik Chinas kam es im Laufe des Jahres zu teils kurzfristigen Produktionsschwankungen, die jedoch durch Einsatz der Flexibilisierungsinstrumente abgefedert werden konnten. Die betriebliche Ausbildung hat weiterhin einen großen Stellenwert und wird im Bereich technisch-gewerblicher Berufe wie Industriemechaniker/in, Betriebselektriker/in, Mechatroniker/in oder Maschinen- und Anlagenführer/in sowie im Bereich kaufmännischer Berufe wie Industriekaufmann/-frau durchgeführt. Die laufenden Ausbildungskooperationen mit einem benachbarten Industrieunternehmen sowie dem IHK-Bildungszentrum wurden im Jahr 2022 fortgeführt. 4. Kennzahlen Der Konzern ist fest in das Steuerungssystem der Muttergesellschaft eingebunden. Lokale Kenngrößen sind die Brutto-Umsatzrendite (Gewinn nach Steuern abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/ Umsatz) in Höhe von 6,6% (Vorjahr 3,6%) sowie Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € + 35,4 Mio. (Vorjahr € -3,7 Mio.). Der stark gestiegene Cashflow resultiert aus gestiegenem Konzerngewinn. Geschäftsbereichsspezifische Kenngrößen für CET sind die Liefertreue (Ship to request 85,0% gegenüber 70,1% im Vorjahr) und das Debitorenmanagement (10,2% überfällige Forderungen gegenüber 8,0% im Vorjahr). Ziel war, die Kennzahl für Liefertreue wieder auf 2019er Niveau (82,5%) zu heben, diese Erwartung wurde trotz weiterhin knapper Logistikkapazitäten sogar übertroffen. Die überfälligen Forderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 8,0% auf nunmehr 10,2% leicht verschlechtert. Wären die Zahlungseingänge der ersten Tage im Januar bereits vor dem Neujahrswochenende erfolgt, wäre dagegen eine weitere Verbesserung auf unter 6% erfolgt. Die Altersstruktur bleibt erfreulich, so sind alle überfälligen Forderungen weniger als 60 Tage überfällig (Vorjahr weniger als 30 Tage) und damit im Rahmen der Prognose. 5. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Chancengleichheit Der Konzern lässt sich effizientes, sicheres und nachhaltiges Wirtschaften durch interne und externe Institutionen bestätigen. Zu den Zertifikaten gehören für die Corning GmbH:
Der Konzern ist in das Nachhaltigkeitskonzept der US-Muttergesellschaft eingebunden, über das die Konzern-Internet-Seite informiert 4 und auch den im März 2023 erstellten ausführlichen Nachhaltigkeitsreport 5 enthält. Ebenso wird das Thema Chancengleichheit auf vielfältige Weise durch den Mutterkonzern adressiert und weltweit für alle Tochterunternehmen eingefordert. Eine explizite Frauenquote gibt es nicht. Detaillierte Informationen zu "Diversity, Equity & Inclusion" finden sich auf der Internetseite des Konzerns 6 . 6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Bilanzsumme um € 42,9 Mio. oder 8 % erhöht. Auf der Aktivseite ist diese Veränderung im Wesentlichen auf den Anstieg des Umlaufvermögens zurückzuführen - die Vorräte sind um € 13,9 Mio. und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 29,3 Mio. gestiegen, letztere insbesondere resultierend aus starken Umsätzen in den letzten beiden Monaten des Jahres und Fälligkeiten über den Dezemberultimo hinaus. Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Passivseite ist im Wesentlichen auf den Konzernjahresüberschuss von € 25,3 Mio., den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € 7,3 Mio., den Anstieg der Pensionsrückstellungen um € 5,0 Mio. und der Steuerrückstellungen € 2,6 Mio. zurückzuführen. Das Anlagevermögen wird zu 64,8 (Vorjahr 53,9%) durch das Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote in Bezug zur Bilanzsumme beträgt 26,3%% (Vorjahr 23,6%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden € 21,4 Mio. in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen entfallen im Wesentlichen auf Investitionen zur Prozessverbesserung und zur Automatisierung bei der Corning GmbH. Eine Verstärkung der Kapitalstruktur durch das Mutterunternehmen ist nicht nötig. Finanzlage Die langfristige Finanzierung des Konzerns erfolgt durch von Corning Hungary Data Services LLC. (CHDS), Budapest/Ungarn, gewährte Darlehen. Die Verbindlichkeiten bestehen zum Aufstellungszeitpunkt aus einem variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von nominal € 50 Mio. Das festverzinsliche Darlehen mit Fälligkeit Januar 2023 wurde zurückbezahlt. Das weiterhin bestehende, variabel verzinsliche Darlehen wurde im Januar 2022 um weitere 5 Jahre bis Januar 2027 verlängert. Die Darlehensverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 betrugen einschließlich der Zinsen € 100,7 Mio. Der Finanzmittelfond betrug zum 31. Dezember 2022 € 167,6 Mio. Zum Stichtag bestanden Cash Pool Verbindlichkeiten gegenüber Corning Hungary Data Services LLC. (CHDS), Budapest/Ungarn von € 167,9 Mio. Durch den Cash Pool und das Darlehen der CHDS stehen jederzeit Finanzmittel zur Verfügung, ohne externe Banken in Anspruch nehmen zu müssen, da alle Finanzierungstätigkeiten innerhalb des internationalen Konzernverbundes geregelt werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 € + 35,4 Mio. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € - 1,1 Mio. besteht aus der Zahlung von Zinsen. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen 2022 insgesamt € 557,8 Mio. (Vorjahr € 480,4 Mio.). Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 16,1% zum Vorjahr. Der Umsatz entfällt mit 82,6% auf Europa, mit 5,2% auf Asien, mit 8,6% auf Nordamerika und mit 3,6% auf andere Regionen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen beinhalten Lizenzgebühren für die Herstellung und den Vertrieb von Produkten des Geschäftsbereichs CET in Höhe von € 72,3 Mio. (Vorjahr € 64,6 Mio.). Die Ertragslage ist weiterhin von hohem Kostendruck geprägt. Trotz der erfreulichen Umsatzsteigerung und der damit einhergegangenen Produktionsauslastung sind aufgrund des sehr kurzfristiges Abrufverhalten der Kunden wiederum hohe Mehrkosten für die notwendige Flexibilität angefallen. Wie auch in den vergangenen Jahren bleibt die starke Abhängigkeit von Rohmaterialien und Energie, d.h. Kosten für Strom und Gas, die ein entscheidender Wettbewerbsnachteil gegenüber den Schwesterwerken in den USA (und China) darstellen. Die Versorgungssicherheit mit Gas ist zumindest in naher Zukunft gewährleistet. Materialkosten aufgrund weltweiter Knappheit/Inflation und erhöhte Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung haben das Ergebnis belastet. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 25,4 Mio. fällt im Jahr 2022 höher als im Vorjahr aus. Der Steueraufwand in Höhe von € 11,6 Mio. setzt sich aus Steuern für das laufende Jahr (€ 9,1 Mio.), dem Ertrag für Vorjahre (€ 0,2 Mio.) und dem Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern (€ 2,7 Mio.) zusammen. Der Konzernjahresüberschuss betrug für das Geschäftsjahr 2022 € 25,3 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.). Das Konzernergebnis beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von € 1,5 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.) für die Darlehen der CHDS. 7. Abschließende Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts Umsatz und operatives Ergebnis haben sich grundsätzlich aufgrund der zukunftsweisenden Investition in Gasoline Particle Filter Kapazitäten sehr positiv entwickelt. Die beiden Krisenjahre 2020 und 2021 sind weitgehend überwunden, weiterhin angespannt bleibt die Situation bezüglich der deutlichen Kostensteigerungen für Energie (Gas und Strom). Die seit Ende 2022 hohe Inflation wird den Kostendruck auf Material- und Personalkosten verstetigen. Die Entwicklung der Umsätze und Kosten in den ersten vier Monaten des Folgejahres unterstützt diese Einschätzung. Die einzige Fremdwährung von Bedeutung ist der USD, allerdings haben die Wechselkurse nur wenig Einfluss auf das Ergebnis. Die überwiegende Mehrzahl der Transaktionen sowohl im Verkauf als auch bei der Beschaffung sind in Euro fakturiert. Haupteinfluss auf das Betriebsergebnis haben die Produktionskosten in Deutschland. Zweitwichtigster Faktor ist die Handelsmarge auf Produkte, die im Konzern beschafft werden und - teilweise weiterbearbeitet - an Dritte verkauft werden. Im Rahmen der Vertriebskosten sind die Personalkosten der größte Einzelposten. C. PrognoseberichtDie Geschäftsleitung des Konzerns sieht dem kommenden Jahr aufgrund der Beruhigung der Lieferketten und des voraussichtlichen Ausbleibens einer globalen Rezession optimistisch entgegen. Die Verwerfungen in den Lieferketten der weltweiten Automobilindustrie insbesondere bei der Versorgung mit Halbleitern sind seit mehreren Monaten im Rückschritt, eine sukzessive Verbesserung ist zu erwarten. Eine weiterhin sehr hohe Inflation stellt aber ein nicht unerhebliches Risiko auf Umsatz und Ergebnis dar. Die global vernetzte Automobilindustrie wird insbesondere von der Entwicklung in China beeinflusst, die Beendigung des Corona Lockdowns beeinflussen die Markterholung positiv. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind eher indirekter Natur auf den Konzernerfolg. Das beendete Engagement der OEMs in Russland aufgrund weltweiter Sanktionen wird den Konzernumsatz gering beeinflussen, fehlende Zulieferteile aus der Ukraine spielen mittlerweile keine nennenswerte Rolle mehr. Der Fahrzeugmix - Benzin, Diesel, Hybrid, Plug-in-Hybride - ist durch z.T. kurzfristiger Kaufprämien, aber auch hohe Auftragsrückständen der Hersteller schwer vorhersehbar. Das Wachstum des Batteriefahrzeugmarktes wird sich durch reduzierte Kaufprämien verlangsamen. Für das Konzernergebnis wird die höhere Wertschöpfung bei Abgasanlagen für Verbrennungsmotoren den Mengenverlust durch den steigenden Batteriefahrzeuganteil am Markt ausgleichen. Des Weiteren bleiben die starken Zulassungszahlen von leichten Nutzfahrzeugen ("Sprinter-Klasse") ein Garant für weiterhin stabile Umsätze in diesem Bereich. Da dieses Segment hauptsächlich mit Diesel motorisiert ist, ist mit einem sehr soliden Umsatz bei Dieselfiltern und Dieselkatalysatorträgern zu rechnen. Neben den Klimazielen bleibt die Luftqualität und damit Feinstaub- und Stickoxidvermeidung ein wichtiges Thema für die Automobilindustrie. Im November 2022 wurden die neuen Euro 7 Grenzwerte und Starttermine festgelegt, allerdings gibt es hier verstärkte Lobbyarbeit der Hersteller, insbesondere bezüglich des Starttermins 7 . Die stringentere Abgasreinigung wird eine wachsende Wertschöpfung je Fahrzeug für das Unternehmen darstellen. Dementsprechend rechnet das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts mit keinen nennenswerten Umsatzeinbrüchen. Im Nutzfahrzeugbereich wird weiterhin ein hoher Auftragseingang erwartet. Lkw-Hersteller wie Traton und Daimler Truck berichten in ihren Pressemitteilungen über volle Auftragsbücher. Die Abgassysteme der Nutzfahrzeuge sind komplex und hochvolumig, was einen positiven Effekt auf die Ertragslage des Konzerns haben wird. Bezogen auf die Kenngrößen erwartet die Geschäftsführung für das Folgejahr ein verhalten positives Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich- abermals also Wachstum in einem schwierigen Umfeld. Für die Ertragslage sieht sie Geschäftsführung eine eher rückläufige Lage: Die Brutto-Umsatzrendite wird wegen des gestiegenen Kostendrucks (Energie, Material, Personal), leicht sinken, der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird rückläufig sein - beide Werte tendenziell im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der negative Effekt ausgeringerem operativen Ergebnis wird durch reduziertes Investitionsvolumen abgemildert. Auch hier bleibt eine wertgenaue Prognose schwierig bis unmöglich - die Verunsicherung der Automobilkäufer bzgl. eines Verbots des Verbrennungsmotors für Neufahrzeuge, die wirtschaftliche Verunsicherung durch den Russland-Ukraine-Krieg und hohe Inflation werden auch weiterhin die Ertragslage stärker belasten als den Umsatz. Unter der Voraussetzung gleichbleibender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen geht die Geschäftsführung auch für das Geschäftsjahr 2024 zum Berichtszeitpunkt von einer dem Geschäftsjahr 2023 entsprechenden Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren aus. Die geschäftsbereichsspezifischen Kenngrößen für CET sind Liefertreue und Debitorenmanagement. Die Liefertreue wird voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2022 stabil bleiben, gleiches wird für die Ziele im Debitorenbereich angestrebt. Im Debitorenmanagement bleibt das Zahlungsverhalten der Abnehmer zugunsten ihres eigenen Liquiditätsmanagement schwer einzuschätzen, die Geschäftsführung geht aber von einer Stabilisierung der Überfälligkeiten im kurzfristigen Bereich (bis 30 Tage) aus. Der Bedarf an flüssigen Mitteln des Konzerns wird durch den Cash Pool gedeckt bzw. der Überschuss wird im Rahmen des Cash Pools investiert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Cash Pool auch weiterhin für die Deckung des Liquiditätsbedarfs ohne Restriktionen verfügbar bleibt und die Darlehen bei längerfristigem Liquiditätsbedarf entsprechend prolongiert werden. Die Liquidität des Unternehmens ist somit durch die diversen Konzerninstrumente nach derzeitiger Kenntnis auch über das Geschäftsjahr 2022 hinaus gewährleistet. Neben den bereits erfolgten Investitionen der Vorjahre und der Inbetriebnahme der Anlagen werden die Abschreibungen auch in den Folgejahren auf hohem Niveau bleiben. Im Falle einer akuten Gefährdung der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft geht die Geschäftsführung von entsprechender Unterstützung durch den Gesellschafter bei der Stärkung des Eigenkapitals aus. D. Risiko- und ChancenberichtDer Konzern ist in das Risk Management der US-Muttergesellschaft eingebunden, die als börsennotiertes Unternehmen auch besonderen Risk Management Anforderungen der Börsenaufsicht unterliegt. Generell unterliegt der Konzern dem Konjunkturrisiko der Automobilbranche und der Abhängigkeit von wenigen großen Einzelkunden. Hohe Inflation und lange Lieferzeiten für Endkunden und das Risiko einer globalen Rezession stellen einen schwer einzuschätzenden Risikofaktor auf die Zulassungszahlen dar. Die steigende Inflation beeinflusst gleichermaßen Umsatz und Ertrag. Während einerseits die Endkunden zur vorsichtigeren Kaufentscheidungen tendieren und damit den Umsatz beeinflussen, wirkt sich die Inflation andererseits deutlich auf die Ertragslage aus. Steigende Kosten infolge geringeren Angebots zeigen sich insbesondere bei Energie, Transportkapazitäten, Rohmaterialien und Verpackungsmaterialien. Die Weitergabe der Kostensteigerung ist aufgrund der Marktmacht der Automobilindustrie nur bedingt möglich. Eher unwahrscheinlich ist ein Rückrufkostenrisiko aufgrund von gravierenden Qualitätsmängeln der Produkte, mit dann jedoch wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Den bestehenden Risiken bei Forderungsausfällen begegnet der Konzern durch Vorgabe und Überwachung von Zahlungszielen und einem aktiven Forderungsmanagement. Besondere Forderungsausfallrisiken bei Großkunden (Klumpenausfallrisiken) bestehen zurzeit nicht. Die strukturellen Änderungen in der Lieferkette (Übernahmen, Abspaltungen) im Zuge der Transformation weg vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität bringen wirtschaftliche Herausforderungen, denen nicht alle Marktteilnehmer im gleichen Maße gewachsen sein werden. Das Forderungsausfallrisiko gegenüber der in der Vergangenheit finanziell äußerst soliden Abnehmerbasis wird wachsen. Refinanzierungsrisiken wirkt der Konzern durch ein internationales Cash-Managementsystem im weltweiten Corning-Konzern entgegen. Die Währungsrisiken aus USD-Transaktionen, vor allem aufgrund von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, werden gemäß den Corning Incorporated Konzernrichtlinien durch das weltweite Treasury-Department innerhalb des Konzerns der Corning Incorporated, USA, abgesichert. Der Konzern unterliegt einem üblichen Zinsänderungsrisiko, da es sich bei einem der konzerninternen Darlehen um ein Darlehen mit flexiblem Zinssatz handelt, der jährlich angepasst wird. Durch die getroffenen Gegenmaßnahmen sind die Auswirkungen der oben genannten Forderungsausfall-, Zins- und Währungsrisiken als unwesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzustufen. Hinsichtlich der Risiken für die Vermögensgegenstände verweisen wir neben der obigen Darstellung auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang. In allen genannten Kategorien ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos moderat. Daher und auf Basis eines weltweiten Risikomanagements lassen sich nach Ansicht der Geschäftsführung keine Existenz bedrohenden Risiken für den Gesamtkonzern erkennen. Die Automobilindustrie bietet weiterhin auch große Chancen für das Wachstum des Konzerns, da dem bestehenden Kundenstamm auch andere, zukunftsträchtige Produkte (z.B. Spezialgläser und Glasfaser) für den Einbau im Auto angeboten werden. Chancen ergeben sich speziell für den Geschäftsbereich Environmental Technologies im Bereich von Filtern der dritten Generation für Benzinfahrzeuge mit Direkteinspritzung, für die die notwendigen Kapazitäten am Standort Kaiserslautern aufgebaut wurden. Die Bezeichnung "Filter der dritten Generation" bezieht sich auf deren Filtrationsleistung - während bei Einführung (Erste Generation) deren Effizienz bei etwa 80% lag, sind die derzeitigen "Filter der dritten Generation" mittlerweile bei einer Leistung von ca. 99%. Die Bemühungen zur Feinstaubreduzierung werden auch weiterhin weltweit die Nachfrage nach Produkten zur Verbesserung der Luftreinheit fördern. Qualifizierte technische Beratung, eine breite Produktpalette auch für Spezialanforderungen sowie diverse Flottentestangebote erweitern das Produktportfolio an die gesamte Lieferkette. Obwohl die Diskussion über die Zukunft des Elektromotors auf breiter Basis medial geführt und die Elektrifizierung durch kommunale Infrastrukturinvestitionen sowie politische Entscheidungen zu den Klimaschutzzielen gefördert wird, sieht die Geschäftsführung die Risiken eher im mittel- bis langfristigen Bereich. Die Geschäftsführung sieht im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen der strukturellen Chancen und Risiken. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden nicht gesehen.
Wiesbaden, den 23. Juni 2023 Die Geschäftsführung
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https://www.corning.com/worldwide/en/products/environmental-technologies.html
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. AllgemeinesDer Konzernabschluss der Corning Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Für die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist das Umsatzkostenverfahren gewählt worden. Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 244 HGB in Euro aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Konzernanhang aufgeführt. Sitz des Unternehmens und des zuständigen Registergerichts ist Wiesbaden, HRB 11691. II. Konsolidierungskreis1. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Corning Holding GmbH, Wiesbaden, sind folgende Unternehmen einbezogen:
2. Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB Die Corning GmbH, Kaiserslautern, macht von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. III. Konsolidierungsgrundsätze1. Konsolidierungsstichtag und Erstkonsolidierungszeitpunkte Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag der Corning Holding GmbH aufgestellt worden. In den Konzernabschluss einbezogen wurde der Jahresabschluss des Tochterunternehmens zum Konsolidierungsstichtag.
Die Gesellschaft erstellte zum 31. Dezember 2000 erstmals den Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB a.F. (Neubewertungsmethode). Dabei wurden die Anschaffungswerte der Beteiligungen an den Tochterunternehmen mit dem neu bewerteten Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entstanden ist, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. 3. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. 4. Erfolgskonsolidierung Die konzerninternen Umsätze und sonstigen betrieblichen Erträge werden gemäß § 305 Abs. 1 HGB mit den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet. Zinserträge werden mit den Zinsaufwendungen aufgerechnet. Erträge aus Beteiligungen werden durch Einstellung in das vorgetragene Eigenkapital eliminiert. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAllgemeine Angaben Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen werden linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die geschätzte Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden und Außenanlagen zwischen 10 und 40 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 20 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über € 250 aber weniger als € 1.000 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten im Anlagevermögen erfasst und im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren zu je einem Fünftel aufgelöst. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Ist-Kosten, durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades. Die Herstellungskosten beinhalten Materialkosten, Fertigungslöhne sowie anteilige Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereiches sowie anteilige Abschreibungen. Für schwerverkäufliche Erzeugnisse und Einzelteile werden entsprechende Abwertungen vorgenommen; unverkäufliche Artikel werden voll abgewertet. Handelsware wird zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Oktober 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und auf den Bilanzstichtag prognostiziert wurde. Der Zinssatz weicht im Berichtsjahr nicht von dem Zinssatz zum Bilanzstichtag ab. Dieser Zinssatz betrug 1,79 % (Vorjahr 1,87 %). Bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 2.731 (Vorjahr T€ 3.910). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25 % (Vorjahr 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % (Vorjahr 2,0 %) zugrunde gelegt, sowie eine mittlere Fluktuationswahrscheinlichkeit unterstellt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,45 % (Vorjahr 1,35 %) p.a. für die durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Der verwendete Rechnungszinssatz entspricht dem von der Bundesbank im Monat Oktober 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und auf den Bilanzstichtag prognostiziert wurde. Der Zinssatz weicht im Berichtsjahr nicht von dem Zinssatz zum Bilanzstichtag ab. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einzahlungen vor dem Stichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit am Bilanzstichtag innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,47 % (Vorjahr 30,29 %) für Wiesbaden (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,65 % für die Gewerbesteuer) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 305 HGB beruhen, werden ebenfalls mit dem effektiven Steuersatz im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass sich im Hinblick auf die den aktiven latenten Steuern auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge zugrunde liegenden Planungsannahmen Unsicherheiten ergeben, die zu einer abweichenden Einschätzung der Nutzbarkeit der Verlustvorträge in den nächsten fünf Jahren führen könnten. Fremdwährungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem Konzernanlagespiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Bei den im Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022 aufgeführten Abschreibungen auf das Anlagevermögen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 9.339 (Vorjahr T€ 9.347). Darin enthalten sind sonstige Vermögensgegenstände aus Ansprüchen aus einer Rückdeckungsversicherung von T€ 9.209 (Vorjahr T€ 9.210). Alle übrigen Forderungen, inklusive der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Steuererstattungsansprüche von T€ 3.923 (Vorjahr T€ 5.850), haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 21.409 (Vorjahr T€ 23.950) ergeben sich wie folgt:
4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns während des Geschäftsjahres und des Vorjahres ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 18.369 (Vorjahr T€ 19.368) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für sonstige Personalaufwendungen in Höhe von T€ 10.981 (u.a. Urlaubsverpflichtungen, Jubiläumsverpflichtungen, Erfolgsbeteiligung) sowie für Preisrisiken (T€ 2.612). Für ausstehende Kostenrechnungen wurden im Geschäftsjahr Rückstellungen in Höhe von T€ 2.261 gebildet. 6. Verbindlichkeiten
Das Darlehen i.H.v. T€ 100.000 setzt sich, wie im Vorjahr, aus T€ 50.000 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr und T€ 50.000 mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zusammen. 7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Corning Incorporated, Corning/USA, einbezogen werden, die allerdings nicht Tochterunternehmen der Corning Holding GmbH sind. Gegenüber der Corning Hungary Data Services LLC, Budapest/Ungarn (CHDS) bestehen Cash-Pool-Verbindlichkeiten der Corning GmbH in Höhe von T€ 167.869 (Vorjahr T€ 168.283), die im Finanzmittelfonds enthalten sind und Cash-Pool-Forderungen der Corning Holding GmbH, Wiesbaden, in Höhe von T€ 102.811 (Vorjahr T€ 90.176). Die restlichen Forderungen gegen Konzernunternehmen in Höhe von T€ 2.553 (Vorjahr T€ 10.078) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin besteht keine Forderung (Vorjahr T€ 2.440). Gegenüber der Corning Hungary Data Services LLC, Budapest/Ungarn (CHDS), bestehen weiterhin Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 100.736 (Vorjahr T€ 100.675). Sie setzen sich aus Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten zusammen. T€ 33.080 (Vorjahr T€ 25.417) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen aus Lieferungen und Leistungen. Hiervon entfallen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter T€ 18.885 (Vorjahr T€ 14.218). 8. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 368 (Vorjahr T€ 428) resultieren aus temporären Differenzen und entfallen auf folgende Bilanzposten:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der vollkonsolidierten Tochterunternehmen teilen sich geographisch wie folgt auf:
Der Konzern ist unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen für den Geschäftsbereich Environmental Technologies tätig. Die anderen Geschäftsbereiche sind eher von untergeordneter Bedeutung. 2. Personalaufwand
3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 1.458, Vorjahr T€ 862) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung (T€ 1.255, Vorjahr T€ 715), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren (T€ 203, Vorjahr T€ 96). Das Jahresergebnis ist durch periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 203 (Vorjahr T€ 96) beeinflusst. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 3.264, Vorjahr T€ 2.209) sind unter anderem Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.301 (Vorjahr T€ 292) enthalten. 5. Sonstige Zinsen und Erträge In den Zinserträgen (T€ 289, Vorjahr T€ 100) sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 252 (Vorjahr T€ 80) sowie aus der Abzinsung in Höhe von T€ 26 (Vorjahr T€ 19) enthalten. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen (T€ 3.185, Vorjahr T€ 5.205) beinhalten Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.547 (Vorjahr T€ 1.087). In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe T€ 1.637 (Vorjahr T€ 4.118) enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In diesem Posten sind Steueraufwendungen für 2022 in Höhe von T€ 9.066 (Vorjahr T€ 4.793), Steuererträge für Vorjahre in Höhe von T€ 244 (Vorjahr T€ 235), und Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von T€ 2.481 (Vorjahr T€ 7.528) enthalten. VII. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Vorteil dieser Miet- und Leasingverträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB sowie keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 3. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung in Höhe von T€ - 167.555 besteht aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 314 sowie den Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der Corning Hungary Data Services LLC. in Höhe von T€ 167.869. 4. Konzerneigenkapital Der an die Gesellschafter am Konzernabschlussstichtag ausschüttbare Betrag beläuft sich auf T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Die gesetzliche Ausschüttungssperre beträgt T€ 23.773 (Vorjahr T€ 27.432). 5. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
6. Organe des Konzerns Die gesetzlichen Vertreter der Corning Holding GmbH sind:
Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wurde im Geschäftsjahr 2022 gem. § 314 (3) HGB verzichtet. 7. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung empfiehlt, den Jahresüberschuss der Corning Holding GmbH in Höhe von T€ 25.274 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Corning Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der Corning Incorporated, Corning, New York, USA, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Corning Incorporation, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird unter U.S. Securities and Exchange Commission unter der Nummer CIK 0000024741 veröffentlicht. 9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 ergaben sich nicht.
Wiesbaden, den 23 Juni 2023 Ulrike Bertinchamp Theodora Kalaitsidou Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022(Anlage zum Anhang)
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Corning Holding GmbH, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Corning Holding GmbH, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - gprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Corning Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 23. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Katrin Blumert, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 23.06.2023 gebilligt. |
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