FAIRTRADE FINANCE AGLiquidiert
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FAIRTRADE FINANCE AGHAMBURGJahresabschluss zum 31.Dezember 2006BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2006Aktiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006FAIRTRADE FINANCE AG, HAMBURG
3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung3.1. Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang für das Geschäftsjahr 2006FAIRTRADE FINANCE AG, HAMBURG1. Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss gemäß den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des § 340a Abs. 1 HGB aufzustellen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 ff., §§ 264 ff. sowie §§ 340 ff. HGB aufgestellt worden. Ausweis und Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 erfolgten nach dem Gliederungsschema der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten ab. Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Fremdwährungsposten werden zu Stichtagskursen umgerechnet. 3.2. Angaben gemäß §§ 8 und 9 RechKredV Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten Forderungen an Kreditinstitute sind mit TEUR 7.116 innerhalb von drei Monaten fällig. Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 169 sind innerhalb von drei Monaten fällig. 3.3. Angaben gem. § 35 RechKredV 3.3.1. Angaben zu Aktien und anderen nicht verzinslichen Wertpapieren Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere beinhalten lediglich börsennotierte Wertpapiere. 3.3.2. Angaben zu sonstigen Vermögensgegenständen Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Courtagen in Höhe von TEUR 281 und Forderungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 104. 3.3.3. Angaben zu sonstigen Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 77, Verbindlichkeiten aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 79 und Verbindlichkeiten aus Courtagen von TEUR 6. 3.3.4. Aufgliederung der Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag für die Geschäftsjahre 2005 und 2006. Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Tantiemen. 4. Sonstige Angaben 4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen und ähnlichen Verträgen resultieren jährliche finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 398. Die Laufzeit der Verträge beträgt zwischen einem und drei Jahren. 4.2. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr sind durchschnittlich 21 (Vorjahr 21) Arbeitnehmer beschäftigt worden. 4.3. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrates Die Bezüge des Vorstands betragen TEUR 537. Die Bezüge des Aufsichtsrates betragen T€ 36. 4.4. Vorstand Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an:
4.5. Aufsichtsrat
4.6. Angaben gemäß § 160 AktG Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.260.800,00 und ist eingeteilt in 12.608 Nennbetragsaktien mit einem Betrag von EUR 100,00 je Aktie. Es handelt sich hierbei um stimmberechtigte Namensaktien. Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, hält 6.360 (=50,444 %) der Aktien.
Hamburg, im April 2007 FAIRTRADE
FINANCE AG, Hamburg
Christian Kalischer Detlef Lübbe BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FAIRTRADE FINANCE AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 20. April 2007 BDO
Deutsche Warentreuhand
Dr.
Zemke
ppa.
Butte
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2006 ist für die FAIRTRADE nach 2005 abermals sehr erfolgreich verlaufen. Vor allen Dingen der Bereich der Skontroführung in offenen Investmentanteilen und die Skontroführung Aktien konnten wiederum überproportional zum hervorragenden Jahresergebnis beitragen. Der Bereich der Skontroführung Renten lieferte ebenfalls ein ordentliches Ergebnis, wenngleich insgesamt gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Courtageerlöse und Erträgen aus Finanzgeschäften in Höhe von rund 4,5% verzeichnet werden musste. Die Bereiche des institutionellen Geschäftes in Aktien und Renten konnten leider nichts zum positiven Jahresergebnis beisteuern. Das Ergebnis 2006 beläuft sich auf 1.451.007,85 €. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 1.260.800,- €. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die Gesellschaft beabsichtigt die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 1.039.200,- €. Mit Wirkung zum 2. Januar 2007 weitet die Gesellschaft ihr Geschäft deutlich aus und übernimmt die gesamte Skontroführung am Börsenplatz Hannover. Ausblick und Risiken der zukünftigen Entwicklung Ausblick Die Marktentwicklung wird für das Jahr 2007 positiv gesehen. Die Ertragssituation könnte aber noch stärker zu Gunsten des Fondshandels ausfallen, da dieser Bereich seinen Marktanteil am gesamten börslichen Handel in Fonds im Bereich von 45 - 50% zu festigen scheint. Insgesamt wird für diesen Bereich noch ein deutlicher Umsatzzuwachs erwartet. Im institutionellen Bereich, dem Salestrading, wird einzig im Bereich Aktien ein positiver Ausblick erwartet, weswegen der Bereich Renten drastisch verkleinert wird. Im Bereich Skontroführung Aktien wird sehr viel davon abhängen, wie sich die Plätze Hamburg und Hannover im Rahmen einer möglichen Neuverteilung des Orderflows unter MIFID-Gesichtspunkten werden behaupten können. Eine Vorhersage ist trotz der hervorragenden Angebote hinsichtlich Preis und Kosten äußerst schwer. Der Vorstand geht aber davon aus, dass ein Ergebnis auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres zu erreichen sein wird. Für den Bereich Skontroführung Renten wird eine leichte Verschlechterung der Ertragssituation erwartet. Es sollte somit also insgesamt ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt werden können. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist eine Vorhersage für das Geschäftsjahr 2008 noch schwieriger. Der Vorstand ist aber zuversichtlich, dass 2008 erste zusätzliche Erträge aus neuen Geschäftsfeldern erzielt werden können, die in 2007 aufgebaut werden. Somit könnte sich, immer unter der Voraussetzung, dass sich in der Börsenlandschaft hinsichtlich des Orderflows nichts Nennenswertes ändert, in 2008 noch eine leichte Steigerung des 2007er Ergebnisses erzielen lassen. Der Vorstand weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Voraussagen in dieser Branche sehr schwierig sind und daher nur eine geringe Aussagekraft haben. Entwicklung der Branche Der Wettbewerb unter den Finanzdienstleistern hat sich auch in 2006 weiter verschärft. Es hat verschiedene Übernahmen gegeben und die Anzahl der Anbieter hat sich weiter verringert, die durchschnittliche Größe der einzelnen Unternehmungen ist weiter angestiegen. Die Harmonisierung des europäischen Kapitalmarktes zwingt zu größeren Einheiten. Die technischen Anforderungen steigen deutlich bei durch den Wettbewerb abnehmenden Margen. Risiken Die Umsetzung der MIFID zum Herbst 2007 könnte deutliche Auswirkungen auf den Orderflow zu den Regionalbörsen haben. Die Gesellschaft ist gezwungen technisch deutlich aufzurüsten um den steigenden Anforderungen hinsichtlich der Ausführungsgeschwindigkeit nachkommen zu können. Trotzdem könnte es zur Flowkonzentration auf einige wenige Börsen und Systeme kommen und den Umsatz an den Börsen Hamburg und Hannover deutlich schwächen. Betroffen wären hier hauptsächlich die Sparten Skontroführung Aktien, Renten und Zertifikate. Im Bereich Skontroführung Fonds sieht sich die Gesellschaft gut gerüstet, wenngleich nach dem Markteintritt Frankfurts in 2006 und dem damit verbundenen Verlust von Marktanteilen auch damit gerechnet werden muss, dass es Versuche geben wird den Handel in offenen Investmentfonds auf andere Plattformen zu heben. Weitere Risiken sieht der Vorstand noch im Bereich der derzeit noch nicht zu quantifizierenden Zahlungen an die EDW im Zusammenhang mit der Insolvenz der Phönix Kapitaldienst GmbH. Hier wurden im Geschäftsabschluss 2006 vorsorglich 300.000.- € zurückgestellt. Niederlassungen Die Gesellschaft unterhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Niederlassungen. Bericht über die Verbindungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz Der Vorstand der FAIRTRADE FINANCE AG hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 einen Abhängigkeitsbericht gern. § 312 AktG erstellt. Der Bericht erhält folgende Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen worden."
Hamburg, 19. April 2007 FAIRTRADE
FINANCE AG
Franz Christian Kalischer Detlef Lübbe |
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