Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 82315
Vorher
Starcom Germany GmbHStarcom MediaVest Group Germany GmbH
Eingetragen
31.10.1978
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Der Betrieb einer modernen Werbeagentur und/oder die Durchführung der mit einer Media-Agentur verbundenen Dienstleistungen, insbesondere der Media-Beratung, Media-Forschung, Media-Planung, Media-Optimierung und des Media-Einkaufs sowie alle sonstigen hierzu gehörenden Dienstleistungen und die Beteiligung an in- und/oder-ausländischen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Publicis Groupe Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
266.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Starcom Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Starcom Germany GmbH, Frankfurt am Main

Grundlagen des Unternehmens

Die Starcom Germany GmbH, Frankfurt (nachfolgend „Starcom“) ist Teil der PUBLICIS- Gruppe in Deutschland. Oberste Konzernmutter ist die Publicis Groupe S.A., Paris/ Frankreich (nachfolgend „Publicis Groupe“). Die globalen Aktivitäten außerhalb Frank- reichs sind seit 1999 in der PUBLICIS GROUPE HOLDINGS B.V. Amsterdam/ Nieder- lande, gebündelt. Konzernmutter ist die PUBLICIS GROUPE S.A., Paris/ Frankreich. Die Gesellschaft ist in Deutschland an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf und Berlin vertreten.

Die Starcom bietet ihren Kunden strategische und operative Mediaplanung, Mediaein- kauf, Beratung und Mediaforschung für alle Kommunikationskanäle an. Das beinhaltet Mediengattungen wie Fernsehen, Hörfunk, Print, Online, Sponsoring, Außenwerbung etc.

Wirtschaftsbericht

Im Berichtsjahr 2024 befindet sich die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in der Stagna- tion, die seit Beginn der Pandemie- und Krisenjahre ab dem Jahr 2020 anhält. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. (1)

Das Bruttoinlandspro- dukt ist somit in den vergangenen fünf Jahren lediglich real um insgesamt 0,1 % gewachsen. Im Jahr 2025 erwartet der Sachverständigenrat ein geringfügiges Wachstum von 0,4 %. Die Kerninflation dürfte 3,0 % im Jahr 2024 und 2,6 % im Jahr 2025 betragen. (2)

Im kommenden Jahr ist mit geringem Wachstum zu rechnen. Die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsproduktivität sind zurückgegangen. Hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten sind hierfür die Hauptgründe. Deutschland dürfte dementsprechend auch weiterhin deutlich hinter den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaf- ten zurückbleiben.

(1) Quelle des Statistischen Bundesamts (DESTATIS)

(2) Jahresgutachten des Sachverständigenrats

In diesem konjunkturellen Umfeld ist das Ergebnis der Starcom zu bewerten.

Die vorsichtige Prognose für das Geschäftsjahr 2024 war geprägt durch die Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsgeschehens. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Inflationserwartung sowie die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben allesamt indirekten Einfluss auf Kundenbudgets.

Die Prognose aus dem Vorjahr, dass der Umsatz, und somit auch das Ergebnis, sinkt, ist eingetroffen. Der Umsatz hat sich gegenüber der Prognose allerdings positiver entwickelt, wohingegen das Ergebnis einen höheren Rückgang zeigt, als erwartet. Die Auswirkungen der oben genannten Einflussfaktoren waren bedeutend geringer als ursprüng- lich erwartet. Darüber hinaus führte der Verlust wichtiger Bestandskunden dennoch zu einem Umsatzverlust. Daher geht die Geschäftsführung insgesamt von einem günstigen Verlauf des Geschäftsjahres aus.

Ertragslage

Bei den Umsatzerlösen ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von TEUR 992 zu ver- zeichnen. Sie betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 41.339 (Vorjahr: TEUR 42.331). Die Verringerung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf Kundenverluste sowie gesunkene Kundenbudgets zurückzuführen. Das Tradingvolumen ist leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2024 stark zurück gegangen und betragen TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 2.289). Der Rückgang liegt im Wesentlichen in der Auflösung einer gebildeten Drohverlust-Rückstellung im Jahr 2023 begründet.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind nahezu gleichgeblieben und betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 19.340 (Vorjahr: TEUR 19.688).

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 1.297 gestiegen und beträgt TEUR 11.227 (Vorjahr: TEUR 9.930). Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass sich die Mitarbeiterzahl um 10 erhöht hat. Die Abfindungszahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Sowohl bei den Löhnen und Gehältern als auch bei den Aufwendungen für Altersversorgung ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 142 gestiegen und betragen TEUR 5.617 (Vorjahr: TEUR 5.475).

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main wird das Ergebnis vollständig von der Muttergesellschaft übernommen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR 3.949 (Vorjahr: 8.303 TEUR) und trifft damit nicht die Erwartungen aus dem Vorjahr. Hauptgründe hierfür sind die gesunkenen Umsatzerlöse und den gestiegenen Personalkosten sowie die Auflösung der Drohverlust Rückstellung im Jahr 2023.

Finanzlage

Die Starcom Germany GmbH ist mit anderen deutschen Gesellschaften der PUBLICIS Gruppe an das Cash-Management-System angeschlossen. In diesem System werden die liquiden Mittel der Gesellschaften zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Entsprechende Guthaben und Kredite werden verzinst.

Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System mit der MMS Germany Holdings GmbH in Höhe von TEUR 12.017 (Vorjahr: TEUR 20.326). Der Rückgang ist auf niedrigere Forderungen zum Bilanzstichtag und damit auf einen geringeren Finanzierungsbedarf zurückzuführen.

Die Finanzierung des Geschäftsvolumens ist durch den Kreditrahmen im gruppeninternen Cash-Pool gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 5.221 gestiegen und beträgt TEUR 120.941 (Vorjahr: TEUR 115.720).

Anstiege sind sowohl bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 16.804 als auch bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 192 zu verzeichnen. Dem gegenüber steht ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.968.

Der Anstieg der Passiva ist im Wesentlichen zurückzuführen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.752. Dem gegenüber stehen Reduzierungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.415, bei dem Bestand aus sonstigen Rückstellungen um TEUR 602, den Sons- tigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 204 sowie bei dem Bestand erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 309.

Die Bestandsveränderungen liegen in der üblichen Geschäftstätigkeit begründet. Die Forderungen werden maßgeblich durch große Volumina von Werbeflächen für Kunden beeinflusst. Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Lieferantenverbindlichkei- ten, die insbesondere durch den Mediaeinkauf bestimmt sind. Die Stichtagsbetrachtung führt bei Mediaagenturen, die den Einkauf von großen Volumina von Werbeflächen für den Kunden besorgen, regelmäßig zu großen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Laufzeiten der angesprochenen Bilanzposten sind ausschließlich kurzfristig.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 154 Angestellte (Vorjahr: 144) beschäf- tigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

Forschung und Entwicklung

Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2024 entfaltet.

Kontrollsystem

Die Agentur ist in das umfangreiche monatliche Reporting des Publicis Konzerns eingebunden. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich) analysiert. Darüber hinaus existiert ein detailliertes internes Kontrollsystem (FMC-Financial Management Controls). Diese werden durch interne Prüfer der Publicis Groupe überprüft, die direkt an das Konzernmanagement berichten.

Standardmäßig werden monatliche Forecasts erstellt und wird die Liquidität überwacht. Beides wird umfassend an die Publicis Groupe berichtet.

Es bestehen fest definierte Informationswege zum Management und in die Firmengruppe. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation mit den Entschei- dungsträgern erfolgt unmittelbar auf digitalem Wege. Der Geschäftsführung der Agentur obliegen die Leitung und die Kontrolle der Gesellschaft.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das folgende Kapitel enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese sind an der Verwendung von Formulierungen mit Wörtern wie „erwarten“, „prognostizieren“, beabsichtigen“, „planen“, „anstreben“, „einschätzen“ und „werden“ zu erkennen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken, die im Risikobericht behandelt werden. Mehrere Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Starcom liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche von dem für die Zukunft prognostizierten Geschäfts- verlauf der Starcom abweicht.

Risiken bestehen hauptsächlich darin, dass Kürzungen von Werbebudgets kurzfristig erfolgen können und negative Auswirkungen auf die Umsätze der Starcom haben.

Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Agenturwert gesteigert werden kann und mögliche Risiken beherrschbar bleiben. Erfor- derliche bilanzielle Rückstellungen werden, soweit erforderlich, gebildet.

Gegenwärtig sind der Geschäftsführung keine operativen Risiken bekannt, und nach ju- ristischer Einschätzung sind auch keine operativen Risiken zu erwarten, die zur Gefähr- dung der Starcom beziehungsweise die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

Chancen für die Starcom bestehen insbesondere in Bezug auf erfolgreiche New Busi- ness Aktivitäten (Gewinnung von profitablem Neugeschäft) sowie im Hinblick auf Neu- strukturierung einzelner Fachbereiche, die der Starcom einen Vorteil im Wettbewerb mit anderen Agenturen verschaffen.

Insgesamt hängt die Entwicklung der Starcom vom Weltwirtschaftsgeschehen ab. Kundenbudgets werden indirekt von der Entwicklung der Inflation, der Entwicklung des Angriffskrieges in der Ukraine sowie den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel beeinflusst.

Ausblick

Umsatzseitig wird weiterhin der Ausbau der Bestandskunden gepaart mit Neukunden- gewinnung im Fokus der Aktivitäten stehen.

Im Allgemeinen ist die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft sowohl für das laufende Jahr als auch für das Geschäftsjahr 2025 von der weiteren konjunkturellen Entwicklung abhängig. Aufgrund der Auswirkungen von Kundengewinnen auf das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem steigendem Umsatzvolumen um etwa 10%, was gleichzeitig auch zu einem ansteigenden Ergebnis um etwa 41% führen wird.

Der bisherige Geschäftsverlauf bestätigt die Prognose.

 

Frankfurt am Main, 31. März 2025

Die Geschäftsführung:

Birgit Konrad

Frank-Peter Lortz

Olivier Korte

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 11.168,73 8.497,69
I. Sachanlagen 11.168,73 8.497,69
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.168,73 8.497,69
B. Umlaufvermögen 120.929.443,40 115.711.069,85
I. Vorräte 498.369,80 308.346,42
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 332.098,72 294.074,53
2. fertige Erzeugnisse und Waren 71.316,22 14.271,89
3. geleistete Anzahlungen 94.954,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 120.431.073,60 115.402.723,43
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114.577.697,54 97.773.274,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.659.671,60 17.627.871,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 193.704,46 1.578,00
Aktiva 120.940.612,13 115.719.567,54

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 347.806,70 347.806,70
I. Gezeichnetes Kapital 266.000,00 266.000,00
II. Kapitalrücklage 81.806,70 81.806,70
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.109.232,40 1.711.031,05
1. sonstige Rückstellungen 1.109.232,40 1.711.031,05
C. Verbindlichkeiten 119.483.573,03 113.660.729,79
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 311.233,00 620.942,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 311.233,00 620.942,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.021.462,53 66.436.503,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 65.021.462,53 66.436.503,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.329.334,24 44.577.509,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 52.329.334,24 44.577.509,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.821.543,26 2.025.774,10
davon aus Steuern 153.713,70 128.314,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.821.543,26 2.025.774,10
Passiva 120.940.612,13 115.719.567,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 41.338.618,23 42.330.680,30
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 38.024,19 36.422,53
3. sonstige betriebliche Erträge 193.856,32 2.288.622,63
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 4.161,92 5.135,75
4. Materialaufwand 19.339.620,89 19.687.959,34
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.339.620,89 19.687.959,34
5. Personalaufwand 11.227.318,44 9.929.945,92
a) Löhne und Gehälter 9.452.832,78 8.406.792,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.774.485,66 1.523.153,73
davon für Altersversorgung 6.754,52 5.026,82
6. Abschreibungen 2.323,96 2.368,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.323,96 2.368,44
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.617.297,76 5.475.243,13
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 11.542,90 5.245,39
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.043,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.447.661,51 1.257.694,16
davon an verbundene Unternehmen 1.447.661,51 1.257.694,16
10. Ergebnis nach Steuern 3.949.320,10 8.302.514,47
11. sonstige Steuern 205,00 -2.232,00
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.949.115,10 8.304.746,47
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Starcom Germany GmbH, Frankfurt am Main

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Die Gesellschaft hat die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 bzw. 4 HGB zum zweiten Mal überschritten. Die Rechtsfolgen treten somit erstmalig in Kraft. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist identisch mit dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist dort beim Amtsgericht unter HRB 82315 eingetragen.

Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgt im Jahr 2024 unverändert zum Vorjahresabschluss.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Die Festlegung der Abschreibungsperioden orientiert sich dabei an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Darüber hinaus werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten bis EUR 800) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel innerhalb der Posten als Zu- und Abgang gezeigt.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die in den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen noch nicht abgerechneten Eigenleistungen umfassen die noch nicht abgerechneten Stunden für Kundenaufträge, die auf Basis von Projekthonoraren abgerechnet werden. Die noch nicht abgerechneten Eigenleistungen wurden anhand von Stundensatzkalkulationen bewertet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die Forderungen aus Leistungen enthalten auch die noch nicht endabgerechneten, aber bereits erbrachten Medialeistungen. Die entsprechenden erhaltenen Kundenanzahlungen wurden aufgerechnet.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preisanstiege, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6. Umsatzerlöse

Die Leistungen der Gesellschaft beruhen auf Geschäften jeder Art im Bereich der Kommunikation. Die Leistungen der Agentur werden im Wesentlichen auf Provisions- und Festhonorarbasis abgerechnet. Daneben werden auch Umsatzerlöse auf Basis von Projekthonoraren erzielt. Bei Abrechnung auf Provisions- bzw. Honorarbasis werden, wie branchenüblich, nur die Provision bzw. das Honorar selbst, d.h. Rechnungsbetrag abzüglich der direkt weiterberechneten Fremdleistungen, als Umsatzerlöse angesetzt. Die direkt weiterberechneten Fremdleistungen werden wirtschaftlich als durchlaufende Posten angesehen.

Soweit Werbezeiten auf eigene Rechnung und eigenes Risiko erworben werden und die Gesellschaft als Händler auftritt, werden der Verkauf der Werbezeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzerlösen und der entsprechende Wareneinkauf unter den Materialaufwendungen als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen.

7. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

8. Realisierung von Erträgen

Alle wesentlichen Erträge werden aus Provisionen für die Schaltung von Werbung in verschiedenen Medien oder aus Honoraren für eine umfassende Kundenbetreuung erzielt. Die Vereinnahmung erfolgt grundsätzlich zum Erscheinungstag der Werbung oder bei Erbringung der Dienstleistung. Bei Erfolgshonoraren erfolgt die Vereinnahmung erst bei endgültiger Abstimmung mit dem Vertragspartner.

9. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.

C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage).

2. Forderungen aus Leistungen

Die Forderungen aus Leistungen der Gesellschaft haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und werden aufgrund getroffener Abreden mit verschiedenen Lieferanten bis zur Zahlung der Verbindlichkeit aus bezogenen Lieferungen und Leistungen an den Gläubiger abgetreten. Infolge der vorwiegenden Teilnahme am Lastschriftverfahren mit diesen Lieferanten bestanden am Abschlussstichtag keine abgetretenen oder sicherungsübereigneten Forderungen aus erbrachten Leistungen.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 5.660 handelt es sich um Forderungen aus dem Leistungsaustausch (Vorjahr: TEUR 17.628). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 36.363 (Vorjahr: TEUR 15.126) Verbindlichkeiten aus dem Leistungsaustausch enthalten. Aus dem Cash-Management-System resultieren TEUR 12.017 (Vorjahr: TEUR 20.326) sowie TEUR 3.949 (Vorjahr: TEUR 8.305) aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber dem Gesellschafter Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main. Wie im Vorjahr besteht die Restlaufzeit bei sämtlichen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bis zu einem Jahr.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr nur Positionen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

5. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 266.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Rückstellungen Bonus, Abschlussprüfung, ausstehende Eingangsrechnungen, Jubiläen sowie Urlaubsansprüche.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Davon mit einer Restlaufzeit
In [TEUR] Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023 bis zu 1 Jahr Vorjahr 1 bis 5 Jahre | Vorjahr über 5 Jahre | Vorjahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 311 621 311 621 0 | 0 0 | 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.021 66.437 65.021 66.437 0 | 0 0 | 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.329 44.578 52.329 44.578 0 | 0 0 | 0
davon gegenüber Gesellschafter 3.949 8.305 3.949 8.305 0 | 0 0 | 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.822 2.026 1.822 2.026 0 | 0 0 | 0
Summe 119.484 113.661 119.484 113.661 0 | 0 0 | 0

8. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Nach Bereichen (in TEUR): 2024 2023
TV 16.788 17.190
Funk 1.889 1.935
Online 15.213 15.578
Print 3.584 3.670
Sonstige 3.865 3.958
41.339 42.331
Nach Regionen (in TEUR): 2024 2023
Inland 38.288 38.360
Ausland 3.051 3.971
41.339 42.331

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Beträge aus der Auflösung eines verjährten Postens i. H. v. TEUR 95, die Auflösung eines periodenfremden Postens i.H.v. TEUR 21 und sonstigen Auflösungen i.H.v. TEUR 78.

10. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Unter den Materialaufwendungen werden im Wesentlichen die Aufwendungen aus Trading gezeigt. Außerdem enthält der Ausweis die Aufwendung für die sonstige Rückstellung.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Teil der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main. Über diese Gesellschaft gehört sie zum Organkreis der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. Ein eventueller Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand fällt grundsätzlich nicht auf Ebene der Gesellschaft, sondern beim Organträger an.

Daher erfolgt auch kein Ansatz von latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend den Vorgaben der OECD („Säule 2-Gesetzgebung“) erlassen haben.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Zwischen der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main, und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird der im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Gewinn in Höhe von TEUR 3.949 (Vorjahr: TEUR 8.305) an die Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Zentrales Cash-Management

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 12.017 (Vorjahr: TEUR 20.326) vor.

2. Haftungsverhältnisse

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.866 (Vorjahr: TEUR 1.382) und betreffen hauptsächlich die Miete für die Büroflä-chen der Gesellschaft bis zum 31.12.2031. Gegenüber Dritten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 68).

4. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 154 Angestellte (Vorjahr: 144) Angestellte beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

5. Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

• Birgit Konrad, Frankfurt am Main

• Frank-Peter Lortz, Korschenbroich

• Olivier Korte, Neuss

Birgit Konrad ist hauptberuflich für diese Gesellschaft tätig.

Frank-Peter Lortz ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft als Chief Digital Officer für Publicis Media DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

Olivier Korte ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft als Chief Executive Officer für Publicis Media tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

6. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezieht.

7. Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2024 erfasste Gesamthonorar, das ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen ist, beträgt TEUR 37.

8. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main.

9. Konzernabschluss

Den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 wird in diesen Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/ Frankreich, erhältlich.

E. NACHTRAGSBERICHT

Zwischen dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2024) und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Starcom Germany GmbH sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten.

 

Frankfurt am Main, den 31. März 2025

Birgit Konrad

Frank-Peter Lortz

Olivier Korte

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Starcom MediaVest Group Germany GmbH, Frankfurt am Main

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2024
EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.051,44 4.995,00 0,00 0,00 31.046,44
26.051,44 4.995,00 0,00 0,00 31.046,44
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2024
EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.553,75 2.323,96 0,00 0,00 19.877,71
17.553,75 2.323,96 0,00 0,00 19.877,71
Buchwerte
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.168,73 8.497,69
11.168,73 8.497,69

sonstige Berichtsbestandteile

 

Birgit Konrad

Frank-Peter Lortz

Olivier Korte

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Starcom Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Starcom Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Starcom Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 11. April 2025

EY GmbH & Co. KG
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