Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 82315
Vorher
Starcom Germany GmbHStarcom MediaVest Group Germany GmbH
Eingetragen
31.10.1978
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Der Betrieb einer modernen Werbeagentur und/oder die Durchführung der mit einer Media-Agentur verbundenen Dienstleistungen, insbesondere der Media-Beratung, Media-Forschung, Media-Planung, Media-Optimierung und des Media-Einkaufs sowie alle sonstigen hierzu gehörenden Dienstleistungen und die Beteiligung an in- und/oder-ausländischen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philippe Bordet
seit 25.7.2025
Geschäftsführer
Karin Roß
seit 21.7.2025
Prokura
Bettina Carolin Prange
seit 24.10.2023
Prokura
Birgit Pabst
seit 13.8.2021
Prokura
Thomas Günter Pieper
seit 15.7.2021
Prokura
Frank-Peter Lortz
seit 18.2.2018
Geschäftsführer
Birgit Konrad
seit 31.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Publicis Groupe Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leo Germany GmbH
Germany
266.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Starcom Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Starcom Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Starcom Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Starcom Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 11. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Senghaas, Wirtschaftsprüfer

Dreibholz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.497,69 1.154,48
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.778,43
8.497,69 6.932,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 294.074,53 257.652,00
2. Noch nicht abgerechnete Fremdleistungen 14.271,89 83.459,99
308.346,42 341.111,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Leistungen 97.773.274,06 88.999.096,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.627.871,37 8.880.195,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.578,00 1.193.343,97
115.402.723,43 99.072.635,99
115.711.069,85 99.413.747,98
115.719.567,54 99.420.680,89

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 266.000,00 266.000,00
II. Kapitalrücklage 81.806,70 81.806,70
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
347.806,70 347.806,70
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.711.031,05 2.840.316,42
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 620.942,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.436.503,85 45.768.567,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.577.509,84 46.882.723,27
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 8.304.746,47 (Vj. EUR 3.513.168,56)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.025.774,10 3.581.267,39
davon aus Steuern EUR 128.312,41 (Vj. EUR 126.273,37)
113.660.729,79 96.232.557,77
115.719.567,54 99.420.680,89

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.330.680,30 36.986.208,43
2. Erhöhung des Bestands unfertiger Leistungen 36.422,53 42.867,14
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.288.622,63 231.169,87
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 5.135,75 (Vj. EUR 2.865,62)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.687.959,34 -20.307.357,06
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.406.792,19 -7.261.607,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.523.153,73 -1.303.409,99
davon für Altersversorgung EUR 5.026,82 (Vj. EUR 4.081,50)
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -2.368,44 -159,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.475.243,13 -4.578.192,92
mit Rücklageanteil EUR ... (Vj. TEUR ...)
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 5.245,39 (Vj. EUR 7.799,05)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.257.694,16 -295.614,19
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.257.694,16 (Vj. EUR 295.614,19)
9. Ergebnis nach Steuern 8.302.514,47 3.513.904,06
10. Sonstige Steuern 2.232,00 -735,50
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -8.304.746,47 -3.513.168,56
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Die Gesellschaft hat erstmalig die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB überschritten. Die Rechtsfolgen treten noch nicht ein. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist identisch mit dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist dort beim Amtsgericht unter HRB 82315 eingetragen.

Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgt im Jahr 2023 unverändert zum Vorjahresabschluss.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Die Festlegung der Abschreibungsperioden orientiert sich dabei an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Darüber hinaus werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außer-planmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten bis EUR 800) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel innerhalb der Posten als Zu- und Abgang gezeigt.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die in den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen noch nicht abgerechneten Eigenleistungen umfassen die noch nicht abgerechneten Stunden für Kundenaufträge, die auf Basis von Projekthonoraren abgerechnet werden. Die noch nicht abgerechneten Eigenleistungen wurden anhand von Stundensatzkalkulationen bewertet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die Forderungen aus Leistungen enthalten auch die noch nicht endabgerechneten, aber bereits erbrachten Medialeistungen. Die entsprechenden erhaltenen Kundenanzahlungen wurden aufgerechnet.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zu-künftiger Kosten- und Preisanstiege, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6. Umsatzerlöse

Die Leistungen der Gesellschaft beruhen auf Geschäften jeder Art im Bereich der Kommunikation. Die Leistungen der Agentur werden im Wesentlichen auf Provisions- und Festhonorarbasis abgerechnet. Daneben werden auch Umsatzerlöse auf Basis von Projekthonoraren erzielt. Bei Abrechnung auf Provisions- bzw. Honorarbasis werden, wie branchenüblich, nur die Provision bzw. das Honorar selbst, d.h. Rechnungsbetrag abzüglich der direkt weiterberechneten Fremdleistungen, als Umsatzerlöse angesetzt. Die direkt weiterberechneten Fremdleistungen werden wirtschaftlich als durchlaufende Posten angesehen.

Soweit Werbezeiten auf eigene Rechnung und eigenes Risiko erworben werden und die Gesellschaft als Händler auftritt, werden der Verkauf der Werbezeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzerlösen und der entsprechende Wareneinkauf unter den Materialaufwendungen als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen.

7. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

8. Realisierung von Erträgen

Alle wesentlichen Erträge werden aus Provisionen für die Schaltung von Werbung in verschiedenen Medien oder aus Honoraren für eine umfassende Kundenbetreuung erzielt. Die Vereinnahmung erfolgt grundsätzlich zum Erscheinungstag der Werbung oder bei Erbringung der Dienstleistung. Bei Erfolgshonoraren erfolgt die Vereinnahmung erst bei endgültiger Abstimmung mit dem Vertragspartner.

9. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.

C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage).

2. Forderungen aus Leistungen

Die Forderungen aus Leistungen der Gesellschaft haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und werden aufgrund getroffener Abreden mit verschiedenen Lieferanten bis zur Zahlung der Verbindlichkeit aus bezogenen Lieferungen und Leistungen an den Gläubiger abgetreten. Infolge der vorwiegenden Teilnahme am Lastschriftverfahren mit diesen Lieferanten bestanden am Abschlussstichtag keine abgetretenen oder sicherungsübereigneten Forderungen aus erbrachten Leistungen.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 17.628 handelt es sich um Forderungen aus dem Leistungsaustausch (Vorjahr: TEUR 8.880). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 15.126 (Vorjahr: TEUR 26.617) Verbindlichkeiten aus dem Leistungsaustausch enthalten. TEUR 820 betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, aus dem Cash-Management-System resultieren TEUR 20.326 (Vorjahr: TEUR 16.752) sowie TEUR 8.305 (Vorjahr: TEUR 3.513) aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber dem Gesellschafter Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main. Wie im Vorjahr besteht die Restlaufzeit bei sämtlichen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bis zu einem Jahr.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr nur Positionen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

5. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 266.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Rückstellungen Bonus, Abschlussprüfung, ausstehende Eingangsrechnungen, Jubiläen sowie Urlaubsansprüche.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Beträge aus der Auflösung eines verjährten Postens i. H. v. TEUR 191, der Auflösung der Drohverlustrückstellung i.H.v. TEUR 1.762, die Auflösung eines periodenfremden Postens i.H.v TEUR 224 und einer sonstigen Auflösung i.H.v. TEUR 39.

9. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Unter den Materialaufwendungen werden im Wesentlichen die Aufwendungen aus Trading gezeigt. Außerdem enthält der Ausweis die Aufwendung für die sonstige Rückstellung.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Teil der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main. Über diese Gesellschaft gehört sie zum Organkreis der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. Ein eventueller Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand fällt grundsätzlich nicht auf Ebene der Gesellschaft, sondern beim Organträger an.

Daher erfolgt auch kein Ansatz von latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze werden zum 01.01.2024 wirksam werden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Zwischen der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main, und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Gewinn in Höhe von TEUR 8.305 (Vorjahr: TEUR 3.513) an die Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Zentrales Cash- Management

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 20.326 (Vorjahr: TEUR 16.752) vor.

2. Haftungsverhältnisse

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.382 (Vorjahr: TEUR 1.883) und betreffen hauptsächlich die Miete für die Büroflächen der Gesellschaft bis zum 31.12.2026. Gegenüber Dritten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 22).

4. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 144 Angestellte (Vorjahr: 146) Angestellte beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

5. Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Birgit Konrad, Frankfurt am Main

Frank-Peter Lortz, Korschenbroich

Olivier Korte, Neuss

Birgit Konrad ist hauptberuflich für diese Gesellschaft tätig.

Frank-Peter Lortz ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft als Chief Digital Officer für Publicis Media DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

Olivier Korte ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft als Chief Executive Officer für Publicis Media tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

6. Bezüge der Geschäftsführung/ ehemaliger Geschäftsführer

Auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezieht.

Auf die Angabe der Bezüge ehemaliger Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main.

8. Konzernabschluss

Den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in diesen Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/ Frankreich, erhältlich.

E. NACHTRAGSBERICHT

Zwischen dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2023) und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Starcom Germany GmbH sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

Frank-Peter Lortz

Birgit Konrad

Oliver Korte

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.339,79 3.933,22 0,00 5.778,43 26.051,44
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.778,43 0,00 0,00 -5.778,43 0,00
22.118,22 3.933,22 0,00 0,00 26.051,44
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.185,31 2.368,44 0,00 17.553,75
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.185,31 2.368,44 0,00 17.553,75
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.497,69 1.154,48
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.778,43
8.497,69 6.932,91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Starcom Germany GmbH, Frankfurt (nachfolgend "Starcom") ist Teil der PUBLICIS-Gruppe in Deutschland. Oberste Konzernmutter ist die Publicis Groupe S.A., Paris/ Frankreich (nachfolgend "Publicis Groupe"). Die globalen Aktivitäten außerhalb Frankreichs sind seit 1999 in der PUBLICIS GROUPE HOLDINGS B.V. Amsterdam/ Niederlande, gebündelt. Konzernmutter ist die PUBLICIS GROUPE S.A., Paris/ Frankreich. Die Gesellschaft ist in Deutschland an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf und Berlin vertreten.

Die Starcom bietet ihren Kunden strategische und operative Mediaplanung, Mediaeinkauf, Beratung und Mediaforschung für alle Kommunikationskanäle an. Das beinhaltet Mediengattungen wie Fernsehen, Hörfunk, Print, Online, Sponsoring, Außenwerbung etc.

Wirtschaftsbericht

Die Werbewirtschaft wuchs in Deutschland 2023 auf 48,87 Milliarden Euro (+1,6 Prozent). Damit liegt sie über dem Niveau der Corona-Krisenjahre (2020 und 2021) sowie dem Kriegsjahr 2022, wie der Dachverband der Werbewirtschaft (ZAW) in seiner vorläufigen Jahreserfassung ausweist. Die endgültigen Zahlen sollen im Frühjahr 2024 veröffentlicht werden. Das Gleiche gilt bei den anderen Kerndaten der Branche: Die Investitionen in Werbung steigen auf 37,07 Mrd. Euro (+2,5 Prozent), die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 26,06 Mrd. Euro (+1,4 Prozent). 1

1 Quelle: Dachverband der Werbewirtschaft (ZAW)

In diesem konjunkturellen Umfeld ist das Ergebnis der Starcom zu bewerten.

Die vorsichtige Prognose für das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die Entwicklung des allgemeinen Wirtschaftsgeschehens. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Inflationserwartung sowie die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben allesamt indirekten Einfluss auf Kundenbudgets.

Die Prognose aus dem Vorjahr, dass der Umsatz nur leicht steigt und das Ergebnis stabil bleibt, sind nicht eingetroffen. Beide Kennzahlen haben sich gegenüber der Prognose positiv entwickelt. Die Auswirkungen der oben genannten Einflussfaktoren war weniger bedeutend als ursprünglich erwartet. Darüber hinaus führte der Ausbau wichtiger Bestandskunden zu einem Umsatzanstieg.

Ertragslage

Bei den Umsatzerlösen ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.345 zu verzeichnen. Sie betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 42.331 (Vorjahr: TEUR 36.986). Die Steigerung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf Kundengewinne sowie gestiegene Kundenbudgets zurückzuführen. Das Tradingvolumen ist stabil im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2023 gestiegen und betragen TEUR 2.289 (Vorjahr: TEUR 231). Der Anstieg liegt im Wesentlichen in der Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Drohverlust-Rückstellung begründet.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um TEUR 619 gesunken und betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 19.688 (Vorjahr: TEUR 20.307). Mehrere, sich kompensierende Effekte führen zu dieser Entwicklung. Der Anstieg der bezogenen Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.529 wird durch gesunkene Aufwendungen für Freelancer in Höhe von TEUR 603 sowie dadurch kompensiert, dass im Vorjahr eine Drohverlust-Rückstellung gebildet werden musste.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.365 gestiegen und beträgt TEUR 9.930 (Vorjahr: TEUR 8.565). Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass sich die Mitarbeiterzahl bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres um 22 erhöht hat. Im vierten Quartal reduzierte sich die Mitarbeiteranzahl allerdings wieder um 21, sodass hier im Durchschnitt nicht mehr Mitarbeiter, aber ein deutlicher Gehaltsanstieg zu verzeichnen ist. Des Weiteren sind die Abfindungszahlungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 400 gestiegen. Sowohl bei den Löhnen und Gehältern als auch bei den Aufwendungen für Altersversorgung ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 897 gestiegen und betragen TEUR 5.475 (Vorjahr: TEUR 4.578). Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg von Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 915 zurückzuführen. Dem gegenüber steht ein Rückgang von verschiedenen betrieblichen Kosten, wie zum Beispiel Raumkosten und Kosten für Reparatur und Instandhaltung in Höhe von TEUR 239.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Leo Burnett GmbH, Frankfurt am Main wird das Ergebnis vollständig von der Muttergesellschaft übernommen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 8.303 (Vorjahr: 3.514 TEUR) und übertrifft damit die Erwartungen aus dem Vorjahr. Hauptgründe hierfür sind die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Auflösung der Drohverlust Rückstellung aus dem Vorjahr.

Finanzlage

Die Starcom Germany GmbH ist mit anderen deutschen Gesellschaften der PUBLICIS Gruppe an das Cash-Management-System angeschlossen. In diesem System werden die liquiden Mittel der Gesellschaften zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Entsprechende Guthaben und Kredite werden verzinst.

Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System mit der MMS Germany Holdings GmbH in Höhe von TEUR 20.326 (Vorjahr: TEUR 16.752). Der Anstieg ist auf höhere Forderungen zum Bilanzstichtag und damit auf einen größeren Finanzierungsbedarf zurückzuführen.

Die Finanzierung des Geschäftsvolumens ist durch den Kreditrahmen im gruppeninternen Cash-Pool gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 16.299 gestiegen und beträgt TEUR 115.720 (Vorjahr: TEUR 99.421).

Anstiege sind sowohl bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.774 als auch bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.748 zu verzeichnen. Dem gegenüber steht ein Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.192.

Der Anstieg der Passiva ist im Wesentlichen zurückzuführen auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen in Höhe von TEUR 20.668 und dem Anstieg der erhaltenden Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 621. Dem gegenüber stehen Reduzierungen bei den Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.305, bei dem Bestand aus sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.129 sowie bei dem Bestand aus sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.555.

Die Bestandsveränderungen liegen in der üblichen Geschäftstätigkeit begründet. Die Forderungen werden maßgeblich durch große Volumina von Werbeflächen für Kunden beeinflusst. Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Lieferantenverbindlichkeiten, die insbesondere durch den Mediaeinkauf bestimmt sind. Die Stichtagsbetrachtung führt bei Mediaagenturen, die den Einkauf von großen Volumina von Werbeflächen für den Kunden besorgen, regelmäßig zu großen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die bereits erwähnte Auflösung der im Vorjahr gebildeten Drohverlust-Rückstellung führt zu dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen. Die Forderungen der sonstigen Vermögensgegenstände sinken um TEUR 1.192. Dieser Rückgang ist zurückzuführen auf eine Umgliederung der Umsatzsteuer und der Kreditoren.

Die Laufzeiten der angesprochenen Bilanzposten sind ausschließlich kurzfristig.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 144 Angestellte (Vorjahr: 146) beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

Forschung und Entwicklung

Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2022 entfaltet.

Kontrollsystem

Die Agentur ist in das umfangreiche monatliche Reporting des Publicis Konzerns eingebunden. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich) analysiert. Darüber hinaus existiert ein detailliertes internes Kontrollsystem (FMC-Financial Management Controls). Diese werden durch interne Prüfer der Publicis Groupe überprüft, die direkt an das Konzernmanagement berichten.

Standardmäßig werden monatliche Forecasts erstellt und wird die Liquidität überwacht. Beides wird umfassend an die Publicis Groupe berichtet.

Es bestehen fest definierte Informationswege zum Management und in die Firmengruppe. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern erfolgt unmittelbar auf digitalem Wege. Der Geschäftsführung der Agentur obliegen die Leitung und die Kontrolle der Gesellschaft.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das folgende Kapitel enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese sind an der Verwendung von Formulierungen mit Wörtern wie "erwarten", "prognostizieren", "beabsichtigen", "planen", "anstreben", "einschätzen" und "werden" zu erkennen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken, die im Risikobericht behandelt werden. Mehrere Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Starcom liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche von dem für die Zukunft prognostizierten Geschäftsverlauf der Starcom abweicht.

Risiken bestehen hauptsächlich darin, dass Kürzungen von Werbebudgets kurzfristig erfolgen können und negative Auswirkungen auf die Umsätze der Starcom haben.

Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Agenturwert gesteigert werden kann und mögliche Risiken beherrschbar bleiben. Erforderliche bilanzielle Rückstellungen werden, soweit erforderlich, gebildet.

Gegenwärtig sind der Geschäftsführung keine operativen Risiken bekannt, und nach juristischer Einschätzung sind auch keine operativen Risiken zu erwarten, die zur Gefährdung der Starcom beziehungsweise die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

Chancen für die Starcom bestehen insbesondere in Bezug auf erfolgreiche New Business Aktivitäten (Gewinnung von profitablem Neugeschäft) sowie im Hinblick auf Neustrukturierung einzelner Fachbereiche, die der Starcom einen Vorteil im Wettbewerb mit anderen Agenturen verschaffen.

Insgesamt hängt die Entwicklung der Starcom vom Weltwirtschaftsgeschehen ab. Kundenbudget werden indirekt von der Entwicklung der Inflation, der Entwicklung des Angriffskrieges in der Ukraine sowie den Herausforderungen im Zusammenhang dem Klimawandel beeinflusst.

Ausblick

Umsatzseitig wird weiterhin der Ausbau der Bestandskunden gepaart mit Neukundengewinnung im Fokus der Aktivitäten stehen.

Im Allgemeinen ist die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft sowohl für das laufende Jahr als auch für das Geschäftsjahr 2025 von der weiteren konjunkturellen Entwicklung abhängig. Aufgrund der Auswirkungen von Kundenverlusten bzw. Transfers von Bestandskunden auf Schwesteragenturen auf das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem sinkenden Umsatzvolumen um etwa 14%, was gleichzeitig auch zu einem sinkenden Ergebnis um etwa 11% führen wird.

Der bisherige Geschäftsverlauf bestätigt die Prognose.

 

Frankfurt am Main, 30. April 2024

Die Geschäftsführung:

Birgit Konrad

Frank-Peter Lortz

Olivier Korte

Feststellung:

Die Feststellung des Jahresabschlusses der Starcom Germany GmbH zum 31.12.2023 erfolgte am 19.06.2024.

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