Beteiligungsgesellschaften
Brockhaus Stahl GmbH
Kahley 10, 58840 Plettenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Constantin Walter seit 23.1.2025 | Prokura |
Jens Olberts seit 22.12.2023 | Geschäftsführer |
Frank Wever seit 12.1.2021 | Prokura |
Caspar Norman Brockhaus seit 2.9.2010 | Geschäftsführer |
Dirk Eberhard Brockhaus seit 8.3.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 62.94% | |
| 33.06% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brockhaus Stahl GmbHPlettenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Brockhaus Stahl GmbH hat ihren Sitz in Plettenberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 3192 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Brockhaus Stahl GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die Aktivierung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt bei den gewerblichen Schutzrechten vier und sieben Jahre. Die Abschreibung erfolgt durchgängig pro rata temporis. (2) Sachanlagen Die Aktivierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt bei den beweglichen Anlagen zwischen drei und zwanzig Jahren. Die Abschreibung erfolgt durchgängig pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand verbucht. Solche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, bei denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 800 betragen, werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000, werden im Jahr ihrer Anschaffung über einen Zeitraum von fünf Jahren pro rata temporis abgeschrieben. (3) Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten werden die Material- und Fertigungsgemeinkosten durch Zuschlagssätze wie z.B. für das Walzen, Glühen und Spalten erfasst. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen im Wege eines Factorings verkauft und darüber hinaus durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Auf den Forderungsbestand aus dem Selbstbehalt wurden, soweit geboten, Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung gebildet. (5) Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbar gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. (6) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden verzinst. (7) Geschäftsvorfälle in fremder Währung Im Berichtsjahr wurden keine Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in fremder Währung getätigt. 4. Einzelangaben zur Bilanz (8) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang detailliert dargestellt. (9) Forderungen Innerhalb der Forderungen werden Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von EUR 16.800 mit einer Restlaufzeit >5 Jahren enthalten. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. (10) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Geschäftsjahre. (11) sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Zahlungen an die Berufsgenossenschaft. (12) Verbindlichkeiten Nach Restlaufzeiten gegliedert im Einzelnen:
Zur Sicherung der gewährten Kredite hat die Gesellschaft mit den beteiligten Kreditinstituten einen Sicherheiten-Treuhandvertrag geschlossen. Als Sicherheiten wurden eine außerhalb des Grundbuches an die Treuhänderin abgetretene und vollstreckbare Eigentümer-Grundschuld in Höhe von insgesamt EUR 3.200.000,00 auf dem Betriebsgelände, Kahley 18, 58840 Plettenberg, eingetragen im Grundbuch Eiringhausen, Amtsgericht Plettenberg und die Verpflichtungserklärung (Negativ-Erklärung) das Objekt Herscheider Str. 81, 58840 Plettenberg, nicht ohne Zustimmung der an dem Sicherheiten-Treuhandvertrag beteiligten Banken zu belasten oder zu veräußern bestellt. Zudem wurden die Warenlager Kahley 18 und Herscheider Strasse 81 in Plettenberg sicherungsübereignet. Außerhalb des Sicherheiten-Treuhandvertrages wurden der Postbank der Ratenkredit der NRW.Bank Förderkredit und eine Hochkonvektions-Haubenofen-Anlage als Sicherheit bestellt. Die Gesellschaft weist zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3) aus. (13) Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. (14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. (2) Fremdwährungen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Fremdwährungsgeschäfte getätigt. 6. Sonstige Pflichtangaben (1) Personal Im Jahresdurchschnitt waren folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
(2) Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt und im Handelsregister eingetragen:
Dr. Johannes Gentil ist mit Wirkung zum 30. September 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (3) Konzernzugehörigkeit Die Brockhaus Industrie, Plettenberg ist die Muttergesellschaft der kleinsten und der größten Gruppe, in die die Ergebnisse der Gesellschaft konsolidiert werden. Die oberste beherrschende Gesellschaft ist zeitgleich die Muttergesellschaft der kleinsten und der größten Gruppe. Der Konzernabschluss der Brockhaus Gruppe wird im Unternehmensregister offengelegt. (4) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 755.637,38 auf neue Rechnung vorzutragen.
Plettenberg, 31. Mai 2024 Caspar N. Brockhaus, Geschäftsführer CEO Brockhaus Group Dirk E. Brockhaus, Geschäftsführer Jens Olberts, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2024 festgestellt.
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Unser Unternehmen ist in der Stahlbranche als Kaltwalzwerk tätig. Im Kaltwalzwerk werden Stahlcoils in mehreren Prozessschritten zu einem hochwertigen Bandstahl-Produkt veredelt. Diese Produkte werden von unseren Kunden zu Komponenten weiterverarbeitet, die z.B. im Automobilbau verwendet werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im vergangen Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft in eine Rezession geraten. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 0,3 % ab. Damit ist die deutsche Wirtschaft in einem weiterhin herausfordernden Umfeld ins Stocken geraten. Gründe dafür sind unter anderem das deutlich erhöhte Zinsniveau, was Investitionstätigkeiten in Gewerbe- und Privatwirtschaft beschränkt, sowie geopolitische Herausforderung, die den Erholungstrend nach der Corona- Pandemie deutlich dämpften. 1 Die Kaltwalzindustrie verzeichnete 2023 das historisch schlechteste Jahr seit 2009. Die Nachfrage der deutschen Automobilindustrie hat sich nach den Verwerfungen in den Corona-Jahren bis zum Jahr 2022 im Jahr 2023 weitestgehend stabilisiert, verbleibt aber auf einem niedrigen Niveau. Das gehemmte Wachstum in der deutschen Bauindustrie und den damit verbundenen Branchen führte zu einer deutlichen Reduzierung der Nachfrage aus diesem Sektor. 2. Geschäftsverlauf und Lage Zur Steuerung des Unternehmens werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern verwendet. Aus einer Abnahme der Versandmenge um 8,1% gegenüber 2022, reduzierte sich der Umsatz auf T€ 42.425 (Vorjahr T€ 50.264). Aufgrund der herausfordernden Umstände des verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2023 haben wir das Forderungsausfallrisiko als hoch eingestuft. Unsere Zusatzversicherung hat uns in 2023 ermöglicht auch Forderungen von bonitätsschwachen Kunden abzusichern. Unversicherte Forderungen haben wir nur in Ausnahmefällen und in besonders geringem Umfang zugelassen. Leider kam es dennoch zu einer Insolvenz, die sich aufgrund des oben aufgeführten Risikomanagements allerdings nur geringfügig auf das Ergebnis auswirkte. Trotz Ergebnisrückgang sind wir vor dem Hintergrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2023 zufrieden. Unser Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 1.095 (Vorjahr T€ 2.093) innerhalb unserer internen Planung und leicht oberhalb des im Vorjahr prognostizierten Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.000. a) Finanzlage Die Veränderung im Eigenkapital von T€ 4.950 auf T€ 5.706 ist auf das Jahresergebnis von T€ 756 (Vorjahr T€ 1.416) zurückzuführen. Im Jahr 2023 konnten wir eine Reihe von kleineren Investitionsvorhaben im Rahmen unseres KVP erfolgreich abschließen. Diese ermöglichen uns Effizienzsteigerung innerhalb unserer Produktionsabläufe und die Realisierung von Einsparpotenzialen. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt zum Stichtag T€ 4.901 (Vorjahr T€ 5.948) und ist im Wesentlichen mit der Leistung wesentlicher Steuerrückstellungen an das Finanzamt für das Veranlagungsjahr 2021 begründet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Stichtag bei T€ 3.246 (Vorjahr T€ 2.626) und sind somit um T€ 620 höher als im Vorjahr, was auf einen stichtagsbedingten Effekt zurückzuführen ist. Demgegenüber stehen um T€ 750 verringerte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der teilweisen Tilgung externer Finanzierung. Die Liquiditätssituation verblieb über den gesamten Geschäftsverlauf auf einem starken Niveau. Der operative Cashflow (Cashflow aus laufender Tätigkeit) der Gesellschaft war im gesamten Berichtsjahr deutlich positiv. Die Finanzierung der Gesellschaft im abgeschlossenen Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. b) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist von T€ 4.752 auf T€ 5.239 gestiegen. Zugängen in Höhe von T€ 1.152 standen Abschreibungen in Höhe von T€ 665 gegenüber. Das kurzfristige Vermögen der Gesellschaft liegt mit T€ 8.474 (56,6%) um T€ 1.519 unterhalb des Werts zum Vorjahr (T€ 9.993 (63,0%)). Die Vorräte verringerten sich von T€ 8.658 auf T€ 7.238. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auf T€ 553 (Vorjahr T€ 822). Dies begründet sich in geringeren nicht versicherten Forderungen eines bestimmten Abnehmers. c) Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern liegt bei T€ 1.095 (Vorjahr 2.093). Die Umsatzrendite vor Steuern sank von 4,2% in 2022 auf 2,7% in 2023. Die EBITDA Marge (Jahresergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern) lag in 2023 bei 5,1% (Vorjahr 5,5%). Die Ertragsminderung lässt sich maßgeblich aus einem Rückgang der Versandmenge in einem allgemein gedämpften konjunkturellen Klima ableiten. Die Betriebsaufwendungen in Höhe von T€ 9.502 (Vorjahr T€ 10.318) bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von T€ 4.050 (Vorjahr T€ 3.879) und sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 4.749 (Vorjahr T€ 5.812). d) Gesamtwürdigung Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv, da die gesetzten Ziele für das Geschäftsjahr 2023 erreicht werden konnte und die Entwicklung der Gesellschaft im direkten Vergleich zur Entwicklung der Kaltwalzindustrie als positiv eingeschätzt werden kann. Ebenfalls konnte eine durchweg positive Situation der liquiden Mittel beibehalten werden. 3. Risikomanagementziele und -methoden Die Brockhaus Stahl GmbH verfügt als Instrument zur Unternehmenssteuerung über ein Risikomanagementsystem, das die Geschäftsführung und die Führungskräfte bei der gezielten Handhabung der unternehmerischen Risiken unterstützt. Mit diesem Risikomanagementsystem wird die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesellschaft zur Erreichung der Unternehmensziele geschaffen und die Sicherung des Unternehmensbestandes durch Früherkennung bestandsgefährdender und sonstiger Risiken mit dem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht. Das Risikomanagement basiert auf dem strategischen Controlling, dem operativen Controlling und einem internen Überwachungssystem. Schwerpunkt des strategischen Controllings ist die strategische mittelfristige Planung und Steuerung der Fokusmärkte. Wesentliche Entwicklungen werden erfasst und bewertet. Auf der Basis von Markt- und Wettbewerbsanalysen werden Chancen und Risiken berücksichtigt, die die Grundlage für die Managemententscheidungen sind. Das operative Controlling prüft laufend die operativen Risiken. Die interne Überwachung erfolgt durch das Qualitätsmanagement. Dieses ist der Geschäftsführung direkt zugeordnet. Es prüft und bewertet die Einhaltung interner Vorgaben und Verfahrensanweisungen. Als wesentliche Finanzierungsinstrumente werden bei Kreditinstituten aufgenommene Darlehen verwendet. Daneben wendet die Gesellschaft das Factoring- und das Leasingverfahren an. Besondere Finanzierungsinstrumente setzt die Gesellschaft darüber hinaus nicht ein. 4. Risiken der zukünftigen Entwicklung Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der IWF ein weltweites Wachstum von 3,1 %. Risiken liegen in geopolitischen Entwicklungen wie dem Nahostkonflikt und dem Krieg in der Ukraine, einem anhaltenden Anstieg der Inflation und einer Verlangsamung des Wachstums in China. Für den Euro- Raum wird ein Anstieg um 0,9 % prognostiziert. Für Deutschland wird die Zunahme voraussichtlich nur 0,5 % betragen. In der deutschen Mittelstands- und Industrielandschaft mehren sich die Herausforderungen: Neue gesetzliche Vorgaben und Berichtspflichten, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit, erfordern erhebliche Investitionen und Anpassungen in den Betriebsabläufen. Steigende Lohnkosten und ein fortwährend, im internationalen Vergleich, hohes Energiepreisniveau erschweren die Situation zusätzlich. Die Risiken unserer zukünftigen geschäftlichen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen, insbesondere jedoch in der Entwicklung der Stahl- und Automobilindustrie. Inwieweit sich der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes bestehende Krieg in der Ukraine bzw. der Nahostkonflikt auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken, kann nicht abschließend beurteilt werden. Als international agierendes Unternehmen sind wir auf einen funktionierenden Welthandel angewiesen. In welchem Ausmaß sich die Negativ-Faktoren aus den zunehmenden geopolitischen Konflikten auf Umsatz und Vorsteuerergebnis der Gesellschaft auswirken, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen. 5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 Das erste Quartal des Jahres 2024 war deutlich ertragsstärker als das Vorjahresquartal, für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir, bei weiterhin gedämpfter Konjunktur, ein Ergebnis leicht über Vorjahresniveau. Ebenfalls rechnen wir mit einer leichten Umsatzsteigerung im direkten Vergleich zum Vorjahr.
Plettenberg, 31. Mai 2024 Brockhaus Stahl GmbH Caspar N. Brockhaus, Geschäftsführer CEO Brockhaus Group Dirk E. Brockhaus, Geschäftsführer Jens Olberts, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brockhaus Stahl GmbH, Plettenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Brockhaus Stahl GmbH, Plettenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brockhaus Stahl GmbH, Plettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 31. Mai 2024 HSMV-Hansen
Schotenroehr Müller Voets Partnerschaftsgesellschaft
mbB
Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer Manuel Boers, Wirtschaftsprüfer |
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