OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH

Jacobsrade 86, 22962 Siek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 3705 AH
Eingetragen
20.12.2005
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
Der Handel mit Waren aller Art einschließlich Nahrungs- und Genußmitteln, insbesondere die Herstellung und der Vertrieb von Pistazien, Erdnüssen, Studentenfutter, Trockenfrüchten und Mischobst.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thomas Arlt
seit 22.3.2019
Prokura
Ernst Matthias Peters
seit 22.3.2019
Prokura
Jens Alfred Vergin
seit 20.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Jens Alfred Vergin
Ahrensburg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH

Siek

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Grundlagen der Gesellschaft

OMNITRADE ist im Handel und der Röstung von Nüssen, Schalen- und Trockenfrüchten tätig. Dabei erfolgt der Einkauf bei Lieferanten weltweit und der Verkauf direkt an Großkunden sowie über eine Schwestergesellschaft an den Lebensmitteleinzelhandel.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, wie den extremen Energiepreiserhöhungen, gekennzeichnet. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Damit befindet sich Deutschland in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2022 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 1,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 20 vom 13.01.2023).

Der Einzelhandel erzielte nach Schätzungen im Jahr 2022 real 0,3% weniger Umsatz und nominal 8,2% mehr Umsatz. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider. Im Jahr 2021, in welchem der bisher höchste Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe erzielt wurde, stiegen die Umsätze real gegenüber dem Vorjahr 2020 um 0,8 % und gegenüber 2019 um 5,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 006 vom 06.01.2023).

Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund dieser konjunkturellen Entwicklung konnte OMNITRADE seinen Absatz bei den Schlüsselprodukten auf hohem Niveau stabilisieren.

Auch im Jahr 2022 konnte der LEH auf eine gute Umsatzentwicklung zurückblicken. Unsere Produkte, Nüsse und Trockenfrüchte, sind im Trend gesunder Ernährung. Der Lebensmitteleinzelhandel weitet diese Kategorie immer weiter aus, so dass wir über alle Artikel unseren Absatz und Umsatz weiter steigern konnten.

Der USD war im Jahresverlauf sehr volatil. Anfang 2022 war der Wechselkurs noch bei etwas über USD 1,13 per EURO, im weiteren Verlauf verlor der EURO aber immer weiter an Wert und hatte Ende September seinen Tiefpunkt mit USD 0,96 erreicht. Im weiteren Jahresverlauf erholte sich der EURO wieder und quotierte Ende 2022 bei USD 1,07.

Die Absatzmengen bei allen Produkten haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Hauptumsatzträger 2022 waren dabei wieder Pistazien in der Schale. Daneben wurden folgende Produkte in nennenswerten Umsatzgrößenordnungen gehandelt:

Treenuts (Mandeln, Cashews, Haselnüsse, Walnüsse in der Schale, Macadamia, Pekan)

Erdnüsse in der Schale

Kürbiskerne

Pistazienkerne

Trockenfrüchte (Mango, Ananas, Blaubeeren, Physalis, Sauerkirschen, Feigen und Datteln)

Die Diversifizierung in unterschiedliche Geschäftsaktivitäten und Produkte, die zum definierten Portfolio passen, wurde auch im Jahr 2022 erfolgreich weiterverfolgt. Die Umsätze bei Cashews und Mandeln sind weiter gestiegen.

Die Rohwarenpreise entwickelten sich auch im Jahr 2022 uneinheitlich. Die Preise für Pistazien waren im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Die Cashew-Preise sind im Laufe des Jahres um 10% teurer geworden. Ähnliche Entwicklungen hatten wir bei Mandeln und anderen Produkten.

Obwohl die Rohwareneinstände in USD oftmals gleichgeblieben sind, war der feste USD für Abschlüsse im Jahresverlauf ein wichtiger Preistreiber.

Die in der Pandemie angespannte Beschaffungssituation hat sich im Verlauf des Jahres 2022 sukzessiv entspannt. Insbesondere die Frachten sind für alle Destinationen gesunken und teilweise auf das Niveau vor der Pandemie zurückgefallen.

Durch den wiederholten Gewinn verschiedener Tender bei mehreren großen Lebensmitteleinzelhändlern über unsere Schwestergesellschaft sind die Mengen bei Erdnüssen und Pistazien im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte ein Umsatz von etwa EUR 362 Mio. erzielt werden. Der Umsatz ist damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 16% gestiegen. Auf Grund der vorstehend genannten Entwicklungen war der Umsatz damit höher als prognostiziert.

Nüsse und Trockenfrüchte sind mittlerweile ein Teil unserer täglichen Ernährung geworden und werden ganzjährig konsumiert. War früher die sogenannte Nuss- und Trockenfrucht Saison in der kalten Jahreszeit, insbesondere zu Weihnachten, ist der Konsum ganzjährig stark angestiegen und damit Ausdruck eines gesunden und aktiven Lebensstils. Dadurch produzieren wir mittlerweile kontinuierlich über das ganze Jahr auf hohem Niveau. Unsere Röstanlagen sind aufgrund der ganzjährigen Nachfrage unterschiedlichster Produkte sehr gut ausgelastet.

Im Jahr 2022 haben wir unseren hochmodernen Maschinenpark durch eine eigene Stickstoff Erzeuger Anlage ergänzt. Wir produzieren daher ab Mitte des Jahres unseren Stickstoff für die Schutzatmosphären Begasung unserer Beutel selbst, was eine nicht unerhebliche Kostenersparnis und Vereinfachung bedeutet.

Insgesamt betreiben wir 15 hochmoderne Verpackungsanlagen, mit insgesamt 6 Doystyleanlagen und 9 Schlauchbeutel Linien mit nachgelagerten automatischen Packern.

Im laufenden Jahr haben wir unseren ersten Röster ersetzt, der seit 2014 bei uns im Betrieb war.

Unser Maschinenpark wird dabei laufend auf Verbesserungen hin überprüft und erweitert.

Im abgelaufenen Jahr 2022, konnten wir unsere Zertifizierung nach IFS wiederholen. Dabei wurde das IFS-Zertifikat für Broker und Food erreicht.

Der Personalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere in der Produktion, weiter erhöht. Ende des Jahres 2022 haben wir im gewerblichen Bereich insgesamt etwa 79 Festangestellte.

Dabei konnten wir viele, vormals Zeitarbeitskraftbeschäftigte, in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen. Durch die Erhöhung der direkt Beschäftigten geht auch eine bessere Produktivität und Arbeitsqualität einher, die insbesondere bei qualifizierten Arbeiten mit Zeitarbeitskräften nicht zu erreichen ist.

Unsere kaufmännische Mannschaft, inklusive der Auszubildenden, ist auch in diesem Jahr mit insgesamt 41 Beschäftigten nahezu ähnlich besetzt wie im Vorjahr.

Der Weg über die Ausbildung qualifizierter junger Leute wird weiterverfolgt, so dass alle zwei Jahre neue ausgebildete Kaufleute die Stammmannschaft verstärken können. Ende 2022 hatten wir insgesamt 11 Auszubildende. Das schon in den Vorjahren definierte Ziel, im gewerblichen Bereich auszubilden, konnten wir bisher noch nicht umsetzen.

Die Umsetzung aller wichtigen unternehmerischen Ziele konnte auch im Jahr 2022 gewährleistet werden, was die stabile Unternehmenslage belegt.

Der in den letzten Jahren eingeleitete Konsolidierungsprozess wurde auch 2022 weiterverfolgt. Insbesondere die konsequente Ausrichtung auf margenstarke Geschäfte und die konsequente Umsetzung von Diversifizierung in die "richtigen" Produkte zeigt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.

Ertragslage

2022
TEUR
% 2021
TEUR
% Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 362.271 100,0 311.522 100,0 50.749
Materialaufwand -321.177 -88,7 -262.822 -84,4 -58.355
Bruttoergebnis/ Rohertrag 41.094 11,3 48.700 15,6 -7.606
Löhne und Gehälter -6.319 -2,0 -5.806 -1,9 -513
Abschreibungen -3.754 -1,0 -3.140 -1,0 -614
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.246 -8,3 -22.245 -7,1 -8.001
Sonstige betriebliche Erträge 3.222 1,0 2.528 0,8 694
Betriebsergebnis 3.997 1,1 20.037 6,4 -16.040
Finanzergebnis -6 0,0 -8 0,0 2
Ertragssteuern -94 0,0 -5.755 -1,8 5.661
sonstige Steuern -3 0,0 -3 0,0 0
Jahresüberschuss 3.894 1,1 14.271 4,6 -10.377

Aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 50,8 Mio. (+ 16,3 %) gestiegen. In Folge des Anstiegs des Umsatzvolumens kam es auch zu einem Anstieg des Materialaufwands (+ 22,2 %). Dieser Anstieg des Materialaufwands fiel im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse höher aus. Der Anstieg des Materialaufwands ist auf die Aufwertung des US-Dollar gegen über dem Euro in 2022 zurückzuführen, da vornehmlich Waren in US-Dollar bezogen werden. Durch den Anstieg des US-Dollar Kurses sind die Einkaufspreise in Euro trotz ansonsten relativ konstanter Produzentenpreise angestiegen.

Die Löhne und Gehälter sind um 8,8 % auf EUR 6,3 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf die höhere Mitarbeiteranzahl zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 8,0 Mio. ist im wesentlichen verursacht durch erhöhte Aufwendungen für Kursdifferenzen, Verpackungskosten und Miete.

Das Finanzergebnis beinhaltet sowohl Zinsaufwendungen als auch -erträge aus erhaltenen bzw. gewährten Darlehen.

Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von EUR 3,9 Mio. aus, der im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfällt.

Finanzlage

Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 61,6% aus. Somit finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen aus dem operativen Cash-Flow. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag EUR 10,8 Mio. Folglich ist die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht (+ 10,4 %) und die Gesellschaft in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund des internationalen Geschäfts setzt sich der Bestand an liquiden Mittel aus Euro- und US-Dollar-Guthaben zusammen.

Begründet durch die Art des Geschäfts mit weltweitem Einkauf in USD und Verkauf in Europa in EUR ist die Gesellschaft Wechselkursrisiken ausgesetzt, denen unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet wird.

Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft keine wesentlichen Investitionen vorgenommen.

Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Vermögen TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 16.918 9,1 19.283 11,0 -2.365 -12,3
Vorräte 86.993 46,8 92.566 52,7 -5.573 -6,0
Kurzfristige Forderungen 70.786 38,1 54.011 30,7 16.775 31,1
Flüssige Mittel 10.836 5,8 9.815 5,6 1.021 10,4
Übrige Aktiva 162 0,1 123 0,1 39 31,7
185.695 100,0 175.798 100,0 9.897 5,6
Kapital
Eigenkapital 114.303 61,6 110.409 62,8 3.894 3,5
Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten 70.954 38,2 65.389 37,2 5.565 8,5
Passvie latente Steuern 438 0,2 0 0,0 438 < 100%
185.695 100,0 175.798 100,0 9.897 5,6

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um EUR 2,4 Mio. reduziert. Der Rückgang ist auf die üblichen Abschreibungen zurückzuführen.

Der Rückgang der Vorräte ist darauf zurückzuführen, dass die im Vorjahr marktbedingt hohen Lagerbestände auf Grund des gestiegenen Geschäftsvolumens wieder auf ein weitgehend normales Niveau abgebaut werden konnten. Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen (EUR +16,8 Mio.) ist durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der höheren Umsätze sowie Forderungen gegen das Finanzamt begründet.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss auf EUR 114,3 Mio. angestiegen.

Die Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind aufgrund des gestiegen Absatzes und daraus folgenden höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 8,5 % auf EUR 71,0 Mio. gestiegen.

Aufgrund einer abweichenden Steuerbilanz wurden zum Stichtag passive latente Steuern in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: T€ 0) ausgewiesen.

Chancen- und Risikobericht

Die Produktionsanlagen konnten im Jahr 2022 voll ausgelastet werden. Fast über das ganze Jahr wurde 3-schichtig an mindestens 6 Tagen in der Woche gearbeitet. In der Trockenfruchtsaison von September bis Dezember wurde zeitweilig an 7 Tagen 3-schichtig gearbeitet, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.

Größere Mengen sind jetzt nur noch durch bessere Planung zu erreichen - wir arbeiten daher stetig daran, die Produktion weiter zu konsolidieren, um noch effizientere Produktionsabläufe zu erreichen. Das mittlerweile 9. Jahr in unserer eigenen Produktion und auch 2023 zeigen, dass wir diesem Ziel Stück für Stück näherkommen.

Alle unsere Kunden haben ihre Geschäfte mit uns weiter ausgeweitet, da die Kategorie Nüsse und Trockenfrüchte für den Lebensmitteleinzelhandel einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

Insbesondere bei Pistazien konnten wir die verarbeitete Menge auch mit anderen Kunden signifikant erhöhen. Das war insofern wichtig, da ein großer Kunde ab Ende 2024 seine Pistazien selbst verarbeiten wird.

Wir haben daher ab Ende 2022 noch ca. eineinhalb Jahre, um uns auf diese Situation einzustellen.

Um so wichtiger werden unsere anderen Kunden im Lebensmitteleinzelhandel, mit denen wir schon in den letzten Jahren unsere Geschäftsbeziehung ausgeweitet haben.

Das Projekt für die Ende 2021 angeschaffte neue ERP-Software ist mit Schulungen im September 2022 gestartet, nachdem der ERP-Anbieter im Standardprogramm noch Anpassungen vornehmen musste. Die Schulungen laufen seit diesem Zeitpunkt. Allerdings ist die Einführung deutlich komplexer als Eingangs gedacht. Wir rechnen heute mit einer Einführung im Laufe des Jahres 2024.

Um unser immer komplexer werdendes Geschäft vernünftig abbilden zu können, müssen wir unsere internen Strukturen kontinuierlich verbessern. Neben der Erweiterung unseres ERP-Systems benötigen wir qualifiziertes hochmotiviertes Personal, um diese Aufgaben auch langfristig zu gewährleisten. Im Jahr 2022 konnten wir uns im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich gut verstärken.

Um weiter zu wachsen, müssen wir unsere Anstrengungen auf der Suche nach qualifiziertem Personal weiterverfolgen, wobei die anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland diese Suche nicht unbedingt einfacher macht.

Durch die seit Ende 2016 zugekaufte externe Beratung und Analyse konnten wir auch 2022 einige definierte Projekte und Ziele zu Ende bringen bzw. neue Rationalisierungspotentiale identifizieren.

Die Geschäftsführung und auch der Mitarbeiterstamm sind hoch motiviert, sich den zukünftigen Aufgaben zu stellen. Der in Folge positive Geschäftsabschluss 2022 und die sich abzeichnenden Perspektiven zeigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.

Prognosebericht

Der EURO hat sich im Laufe des Jahres stabilisiert und hat sich von seinen Tiefstständen erholt. Haben wir uns Ende 2021/Anfang 2022 bei der Währungsrelation verschätzt, konnten wir für die Ende 2022 abgeschlossenen Geschäfte eine bessere Deckung zur Kalkulation abschließen.

Auch für 2023 erwarten wir, was den Absatz angeht, ein Jahr, das unsere Kapazitäten wieder komplett auslastet. Die Geschäfte dazu wurden teilweise im letzten Quartal 2022 abgeschlossen.

Wir erwarten daher für 2023 eine signifikante Erhöhung des Jahresgewinns im Vergleich zum Vorjahr. Wir erwarten, dass sich der Gesamtumsatz 2023 nochmals steigern wird, da unser Hauptprodukt Pistazien um mehr als 10% teurer geworden ist. Damit bestätigt sich zum wiederholten Mal das hohe Niveau der letzten Jahre.

Für das Jahr 2024 rechnen wir aufgrund des genannten Verlustes eines Großkunden mit einem rückläufigen Gesamtumsatz gegenüber 2023

 

Siek, den 29. Februar 2024

Jens Vergin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN 16.918.377,36 19.283.006,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 388.639,12 247.854,50
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.313,82 151.567,04
2. Geleistete Anzahlungen 284.325,30 96.287,46
II. Sachanlagen 16.529.738,24 19.035.152,21
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.208.043,74 8.663.102,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.062.495,01 2.327.854,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 259.199,49 8.044.195,07
B. UMLAUFVERMÖGEN 168.614.472,40 156.391.998,07
I. Vorräte 86.993.286,82 92.565.819,67
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 85.956.665,87 92.565.819,67
2. Geleistete Anzahlungen 1.036.620,95 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 70.785.509,55 54.010.791,53
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.515.902,92 53.316.415,63
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.269.606,63 694.375,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.835.676,03 9.815.386,87
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 161.956,46 123.083,18
185.694.806,22 175.798.087,96

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 114.302.983,58 110.409.279,68
I. Gezeichnetes Kapital 21.300.000,00 21.300.000,00
II. Bilanzgewinn 93.002.983,58 89.109.279,68
- davon Gewinnvortrag: € 89.109.279,68 (Vorjahr: € 74.837.536,26)
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.222.469,71 8.269.295,00
1. Steuerrückstellungen 1.281.210,00 3.626.130,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.941.259,71 4.643.165,00
C. VERBINDLICHKEITEN 67.731.297,50 57.119.513,28
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.389.046,46 51.205.057,73
2. Sonstige Verbindlichkeiten 3.342.251,04 5.914.455,55
- davon aus Steuern: € 1.805.250,63 (Vorjahr: € 64.947,21)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 8.767,91 (Vorjahr: € 21.616,14)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 438.055,43 0,00
185.694.806,22 175.798.087,96

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 362.270.610,49 311.521.493,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.222.088,31 2.528.400,28
3. Materialaufwand 321.176.738,38 262.821.645,40
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 320.563.751,67 262.105.418,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 612.986,71 716.226,47
4. Personalaufwand 6.318.598,55 5.806.357,02
a) Löhne und Gehälter 5.437.914,45 4.958.133,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 880.684,10 848.223,57
- davon für Altersversorgung: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.753.666,98 3.139.777,74
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 30.246.110,69 22.245.357,01
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.042,89 3.003,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.051,83 10.542,89
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 94.386,36 5.754.469,87
10. Ergebnis nach Steuern 3.897.188,90 14.274.747,42
11. Sonstige Steuern 3.485,00 3.004,00
12. Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag) 3.893.703,90 14.271.743,42
13. Gewinnvortrag 89.109.279,68 74.837.536,26
14. Bilanzgewinn 93.002.983,58 89.109.279,68

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) und den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt.

Die OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Jacobsrade 86, 22962 Siek, hat ihren Sitz in Siek und ist unter der Nummer HR B 3705 im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(a) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Einzelanschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

(b) Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Anschaffungsnebenkosten wurden pauschal berücksichtigt. Hilfsstoffe wurden als Festwert angesetzt.

(c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden individuell einzelwertberichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) gebildet.

(d) Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet.

(e) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten im Einzelbetrag bis zu EUR 400,00 sind regelmäßig nicht gebildet.

(f) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

(g) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

(h) Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern des Vorjahres und des Geschäftsjahres betreffen im wesentlichen temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz aufgrund der Anwendung des § 256a HGB.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von rund 11 % (Hebesatz 320 %) von insgesamt rund 27 %.

Die Bilanzierung erfolgt vor Gewinnverwendung.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

(a) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenbuchwerte ist dem Anlagenspiegel (letzte Seite des Anhangs) zu entnehmen.

(b) Rückstellungen

Folgende wesentliche Posten sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten:

2022 TEUR 2021
TEUR
Drohverlustrückstellung 140 3.318
Personalbezogene Verpflichtungen 1.591 1.092
Jahresabschlusskosten 79 70
Sonstige 131 163

Zum Stichtag wurde eine Drohverlustrückstellung für offene Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 140 gebildet.

(c) Verbindlichkeiten und Sicherheitsrechte

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Weitere Sicherungsrechte oder Pfandrechte bestehen nicht.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Abnahmeverträge mit Lieferanten und Mietverträge in üblicher Höhe.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.429 (Vorjahr: TEUR 5.309).

Aufgrund von Unterschiedsbeträgen zur Steuerbilanz werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Der Passivüberhang beruht im Wesentlichen auf Differenzen in der Abschreibungsmethode des Sachanlagevermögens sowie auf Bewertungsunterschieden in Bezug auf Fremdwährungsverbindlichkeiten und -forderungen.

(d) Fremdwährungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.116 (Vorjahr: TEUR 855) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 8.260 (Vorjahr: TEUR 4.667) aus der Währungsumrechnung enthalten.

(e) Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 52) enthalten, die im Wesentlichen auf die Entschädigung eines Lieferanten aufgrund von nicht abgenommener Ware zurückzuführen sind.

IV. Sonstige Angaben

(a) Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Herr Jens Vergin, Kaufmann, Hamburg.

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

(b) Geschäftsführerbezüge

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

(c) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

(d) Arbeitnehmer

Die Omnitrade Handelsgesellschaft mbH hat während des Geschäftsjahres neben dem Geschäftsführer 119 Mitarbeiter (Vorjahr: 108 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 38 kaufmännische und 81 gewerbliche Mitarbeiter.

e) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 53. Das genannten Honorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 35 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 18.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind durch den in Nahost ausgebrochenen militärischen Konflikt eingetreten. Trotz zu verzeichnender Einflüsse auf einzelne Regionen, aus denen die Gesellschaft verschiedene Waren bezieht, werden für das Jahr 2022 keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Hierzu wird auf die Darstellung im Lagebericht unter Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen.

 

Siek, den 29. Februar 2024

gez. Jens Vergin

ANLAGENSPIEGEL

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
Verschmelzung
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 234.614,71 0,00 6.638,06 0,00 0,00 241.252,77
2. Geleistete Anzahlungen 96.287,46 0,00 284.325,30 (96.287,46) 0,00 284.325,30
330.902,17 0,00 290.963,36 (96.287,46) 0,00 525.578,07
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 21.208.064,03 0,00 19.572,50 7.530.639,01 956.023,43 27.802.252,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.448.897,50 0,00 1.167.975,99 333.798,26 167.521,06 6.783.150,69
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.044.195,07 0,00 154.233,33 (7.768.149,81) 171.079,10 259.199,49
34.701.156,60 0,00 1.341.781,82 96.287,46 1.294.623,59 34.844.602,29
35.032.058,77 0,00 1.632.745,18 0,00 1.294.623,59 35.370.180,36
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.047,67 53.891,28 0,00 0,00 136.938,95
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
83.047,67 53.891,28 0,00 0,00 136.938,95
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.544.961,40 3.005.270,40 956.023,43 0,00 14.594.208,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.121.042,99 694.505,28 94.892,59 0,00 3.720.655,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
15.666.004,39 3.699.775,68 1.050.916,02 0,00 18.314.864,05
15.749.052,06 3.753.666,96 1.050.916,02 0,00 18.451.803,00
RESTBUCHWERTE
31.12.2022
31.12.2021
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.313,82 151.567,04
2. Geleistete Anzahlungen 284.325,30 96.287,46
388.639,12 247.854,50
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.208.043,74 8.663.102,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.062.495,01 2.327.854,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 259.199,49 8.044.195,07
16.529.738,24 19.035.152,21
16.918.377,36 19.283.006,71

Zu dem vollständigen Jahresabschluss zuzüglich Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Siek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OMNITRADE Handelsgesellschafts mbH, Siek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMNITRADE Handelsgesellschafts mbH, Siek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. März 2024

COUNSEL TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tönjes Langemann, Wirtschaftsprüfer

Arndt Ochs, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Gewinnverwendung

Durch Gesellschafterbeschluss vom 04. April 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Siek, festgestellt. Zudem wurde beschlossen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 93.002.983,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.