EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Arlt seit 22.3.2019 | Prokura |
Ernst Matthias Peters seit 22.3.2019 | Prokura |
Jens Alfred Vergin seit 20.12.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OMNITRADE Handelsgesellschaft mbHSiekJahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Grundlagen der Gesellschaft OMNITRADE ist im Handel und der Röstung von Nüssen, Schalen- und Trockenfrüchten tätig. Dabei erfolgt der Einkauf bei Lieferanten weltweit und der Verkauf direkt an Großkunden sowie über eine Schwestergesellschaft an den Lebensmitteleinzelhandel. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, wie den extremen Energiepreiserhöhungen, gekennzeichnet. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Damit befindet sich Deutschland in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2022 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 1,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 20 vom 13.01.2023). Der Einzelhandel erzielte nach Schätzungen im Jahr 2022 real 0,3% weniger Umsatz und nominal 8,2% mehr Umsatz. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider. Im Jahr 2021, in welchem der bisher höchste Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe erzielt wurde, stiegen die Umsätze real gegenüber dem Vorjahr 2020 um 0,8 % und gegenüber 2019 um 5,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 006 vom 06.01.2023). Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund dieser konjunkturellen Entwicklung konnte OMNITRADE seinen Absatz bei den Schlüsselprodukten auf hohem Niveau stabilisieren. Auch im Jahr 2022 konnte der LEH auf eine gute Umsatzentwicklung zurückblicken. Unsere Produkte, Nüsse und Trockenfrüchte, sind im Trend gesunder Ernährung. Der Lebensmitteleinzelhandel weitet diese Kategorie immer weiter aus, so dass wir über alle Artikel unseren Absatz und Umsatz weiter steigern konnten. Der USD war im Jahresverlauf sehr volatil. Anfang 2022 war der Wechselkurs noch bei etwas über USD 1,13 per EURO, im weiteren Verlauf verlor der EURO aber immer weiter an Wert und hatte Ende September seinen Tiefpunkt mit USD 0,96 erreicht. Im weiteren Jahresverlauf erholte sich der EURO wieder und quotierte Ende 2022 bei USD 1,07. Die Absatzmengen bei allen Produkten haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Hauptumsatzträger 2022 waren dabei wieder Pistazien in der Schale. Daneben wurden folgende Produkte in nennenswerten Umsatzgrößenordnungen gehandelt:
Die Diversifizierung in unterschiedliche Geschäftsaktivitäten und Produkte, die zum definierten Portfolio passen, wurde auch im Jahr 2022 erfolgreich weiterverfolgt. Die Umsätze bei Cashews und Mandeln sind weiter gestiegen. Die Rohwarenpreise entwickelten sich auch im Jahr 2022 uneinheitlich. Die Preise für Pistazien waren im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Die Cashew-Preise sind im Laufe des Jahres um 10% teurer geworden. Ähnliche Entwicklungen hatten wir bei Mandeln und anderen Produkten. Obwohl die Rohwareneinstände in USD oftmals gleichgeblieben sind, war der feste USD für Abschlüsse im Jahresverlauf ein wichtiger Preistreiber. Die in der Pandemie angespannte Beschaffungssituation hat sich im Verlauf des Jahres 2022 sukzessiv entspannt. Insbesondere die Frachten sind für alle Destinationen gesunken und teilweise auf das Niveau vor der Pandemie zurückgefallen. Durch den wiederholten Gewinn verschiedener Tender bei mehreren großen Lebensmitteleinzelhändlern über unsere Schwestergesellschaft sind die Mengen bei Erdnüssen und Pistazien im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte ein Umsatz von etwa EUR 362 Mio. erzielt werden. Der Umsatz ist damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 16% gestiegen. Auf Grund der vorstehend genannten Entwicklungen war der Umsatz damit höher als prognostiziert. Nüsse und Trockenfrüchte sind mittlerweile ein Teil unserer täglichen Ernährung geworden und werden ganzjährig konsumiert. War früher die sogenannte Nuss- und Trockenfrucht Saison in der kalten Jahreszeit, insbesondere zu Weihnachten, ist der Konsum ganzjährig stark angestiegen und damit Ausdruck eines gesunden und aktiven Lebensstils. Dadurch produzieren wir mittlerweile kontinuierlich über das ganze Jahr auf hohem Niveau. Unsere Röstanlagen sind aufgrund der ganzjährigen Nachfrage unterschiedlichster Produkte sehr gut ausgelastet. Im Jahr 2022 haben wir unseren hochmodernen Maschinenpark durch eine eigene Stickstoff Erzeuger Anlage ergänzt. Wir produzieren daher ab Mitte des Jahres unseren Stickstoff für die Schutzatmosphären Begasung unserer Beutel selbst, was eine nicht unerhebliche Kostenersparnis und Vereinfachung bedeutet. Insgesamt betreiben wir 15 hochmoderne Verpackungsanlagen, mit insgesamt 6 Doystyleanlagen und 9 Schlauchbeutel Linien mit nachgelagerten automatischen Packern. Im laufenden Jahr haben wir unseren ersten Röster ersetzt, der seit 2014 bei uns im Betrieb war. Unser Maschinenpark wird dabei laufend auf Verbesserungen hin überprüft und erweitert. Im abgelaufenen Jahr 2022, konnten wir unsere Zertifizierung nach IFS wiederholen. Dabei wurde das IFS-Zertifikat für Broker und Food erreicht. Der Personalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere in der Produktion, weiter erhöht. Ende des Jahres 2022 haben wir im gewerblichen Bereich insgesamt etwa 79 Festangestellte. Dabei konnten wir viele, vormals Zeitarbeitskraftbeschäftigte, in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen. Durch die Erhöhung der direkt Beschäftigten geht auch eine bessere Produktivität und Arbeitsqualität einher, die insbesondere bei qualifizierten Arbeiten mit Zeitarbeitskräften nicht zu erreichen ist. Unsere kaufmännische Mannschaft, inklusive der Auszubildenden, ist auch in diesem Jahr mit insgesamt 41 Beschäftigten nahezu ähnlich besetzt wie im Vorjahr. Der Weg über die Ausbildung qualifizierter junger Leute wird weiterverfolgt, so dass alle zwei Jahre neue ausgebildete Kaufleute die Stammmannschaft verstärken können. Ende 2022 hatten wir insgesamt 11 Auszubildende. Das schon in den Vorjahren definierte Ziel, im gewerblichen Bereich auszubilden, konnten wir bisher noch nicht umsetzen. Die Umsetzung aller wichtigen unternehmerischen Ziele konnte auch im Jahr 2022 gewährleistet werden, was die stabile Unternehmenslage belegt. Der in den letzten Jahren eingeleitete Konsolidierungsprozess wurde auch 2022 weiterverfolgt. Insbesondere die konsequente Ausrichtung auf margenstarke Geschäfte und die konsequente Umsetzung von Diversifizierung in die "richtigen" Produkte zeigt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist. Ertragslage
Aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 50,8 Mio. (+ 16,3 %) gestiegen. In Folge des Anstiegs des Umsatzvolumens kam es auch zu einem Anstieg des Materialaufwands (+ 22,2 %). Dieser Anstieg des Materialaufwands fiel im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse höher aus. Der Anstieg des Materialaufwands ist auf die Aufwertung des US-Dollar gegen über dem Euro in 2022 zurückzuführen, da vornehmlich Waren in US-Dollar bezogen werden. Durch den Anstieg des US-Dollar Kurses sind die Einkaufspreise in Euro trotz ansonsten relativ konstanter Produzentenpreise angestiegen. Die Löhne und Gehälter sind um 8,8 % auf EUR 6,3 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf die höhere Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 8,0 Mio. ist im wesentlichen verursacht durch erhöhte Aufwendungen für Kursdifferenzen, Verpackungskosten und Miete. Das Finanzergebnis beinhaltet sowohl Zinsaufwendungen als auch -erträge aus erhaltenen bzw. gewährten Darlehen. Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von EUR 3,9 Mio. aus, der im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfällt. Finanzlage Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 61,6% aus. Somit finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen aus dem operativen Cash-Flow. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag EUR 10,8 Mio. Folglich ist die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht (+ 10,4 %) und die Gesellschaft in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund des internationalen Geschäfts setzt sich der Bestand an liquiden Mittel aus Euro- und US-Dollar-Guthaben zusammen. Begründet durch die Art des Geschäfts mit weltweitem Einkauf in USD und Verkauf in Europa in EUR ist die Gesellschaft Wechselkursrisiken ausgesetzt, denen unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet wird. Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. Vermögenslage
Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um EUR 2,4 Mio. reduziert. Der Rückgang ist auf die üblichen Abschreibungen zurückzuführen. Der Rückgang der Vorräte ist darauf zurückzuführen, dass die im Vorjahr marktbedingt hohen Lagerbestände auf Grund des gestiegenen Geschäftsvolumens wieder auf ein weitgehend normales Niveau abgebaut werden konnten. Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen (EUR +16,8 Mio.) ist durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der höheren Umsätze sowie Forderungen gegen das Finanzamt begründet. Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss auf EUR 114,3 Mio. angestiegen. Die Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind aufgrund des gestiegen Absatzes und daraus folgenden höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 8,5 % auf EUR 71,0 Mio. gestiegen. Aufgrund einer abweichenden Steuerbilanz wurden zum Stichtag passive latente Steuern in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: T€ 0) ausgewiesen. Chancen- und Risikobericht Die Produktionsanlagen konnten im Jahr 2022 voll ausgelastet werden. Fast über das ganze Jahr wurde 3-schichtig an mindestens 6 Tagen in der Woche gearbeitet. In der Trockenfruchtsaison von September bis Dezember wurde zeitweilig an 7 Tagen 3-schichtig gearbeitet, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Größere Mengen sind jetzt nur noch durch bessere Planung zu erreichen - wir arbeiten daher stetig daran, die Produktion weiter zu konsolidieren, um noch effizientere Produktionsabläufe zu erreichen. Das mittlerweile 9. Jahr in unserer eigenen Produktion und auch 2023 zeigen, dass wir diesem Ziel Stück für Stück näherkommen. Alle unsere Kunden haben ihre Geschäfte mit uns weiter ausgeweitet, da die Kategorie Nüsse und Trockenfrüchte für den Lebensmitteleinzelhandel einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Insbesondere bei Pistazien konnten wir die verarbeitete Menge auch mit anderen Kunden signifikant erhöhen. Das war insofern wichtig, da ein großer Kunde ab Ende 2024 seine Pistazien selbst verarbeiten wird. Wir haben daher ab Ende 2022 noch ca. eineinhalb Jahre, um uns auf diese Situation einzustellen. Um so wichtiger werden unsere anderen Kunden im Lebensmitteleinzelhandel, mit denen wir schon in den letzten Jahren unsere Geschäftsbeziehung ausgeweitet haben. Das Projekt für die Ende 2021 angeschaffte neue ERP-Software ist mit Schulungen im September 2022 gestartet, nachdem der ERP-Anbieter im Standardprogramm noch Anpassungen vornehmen musste. Die Schulungen laufen seit diesem Zeitpunkt. Allerdings ist die Einführung deutlich komplexer als Eingangs gedacht. Wir rechnen heute mit einer Einführung im Laufe des Jahres 2024. Um unser immer komplexer werdendes Geschäft vernünftig abbilden zu können, müssen wir unsere internen Strukturen kontinuierlich verbessern. Neben der Erweiterung unseres ERP-Systems benötigen wir qualifiziertes hochmotiviertes Personal, um diese Aufgaben auch langfristig zu gewährleisten. Im Jahr 2022 konnten wir uns im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich gut verstärken. Um weiter zu wachsen, müssen wir unsere Anstrengungen auf der Suche nach qualifiziertem Personal weiterverfolgen, wobei die anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland diese Suche nicht unbedingt einfacher macht. Durch die seit Ende 2016 zugekaufte externe Beratung und Analyse konnten wir auch 2022 einige definierte Projekte und Ziele zu Ende bringen bzw. neue Rationalisierungspotentiale identifizieren. Die Geschäftsführung und auch der Mitarbeiterstamm sind hoch motiviert, sich den zukünftigen Aufgaben zu stellen. Der in Folge positive Geschäftsabschluss 2022 und die sich abzeichnenden Perspektiven zeigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist. Prognosebericht Der EURO hat sich im Laufe des Jahres stabilisiert und hat sich von seinen Tiefstständen erholt. Haben wir uns Ende 2021/Anfang 2022 bei der Währungsrelation verschätzt, konnten wir für die Ende 2022 abgeschlossenen Geschäfte eine bessere Deckung zur Kalkulation abschließen. Auch für 2023 erwarten wir, was den Absatz angeht, ein Jahr, das unsere Kapazitäten wieder komplett auslastet. Die Geschäfte dazu wurden teilweise im letzten Quartal 2022 abgeschlossen. Wir erwarten daher für 2023 eine signifikante Erhöhung des Jahresgewinns im Vergleich zum Vorjahr. Wir erwarten, dass sich der Gesamtumsatz 2023 nochmals steigern wird, da unser Hauptprodukt Pistazien um mehr als 10% teurer geworden ist. Damit bestätigt sich zum wiederholten Mal das hohe Niveau der letzten Jahre. Für das Jahr 2024 rechnen wir aufgrund des genannten Verlustes eines Großkunden mit einem rückläufigen Gesamtumsatz gegenüber 2023
Siek, den 29. Februar 2024 Jens Vergin BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) und den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt. Die OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Jacobsrade 86, 22962 Siek, hat ihren Sitz in Siek und ist unter der Nummer HR B 3705 im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (a) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Einzelanschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. (b) Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Anschaffungsnebenkosten wurden pauschal berücksichtigt. Hilfsstoffe wurden als Festwert angesetzt. (c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden individuell einzelwertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) gebildet. (d) Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet. (e) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten im Einzelbetrag bis zu EUR 400,00 sind regelmäßig nicht gebildet. (f) Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. (g) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. (h) Latente Steuern Die passiven latenten Steuern des Vorjahres und des Geschäftsjahres betreffen im wesentlichen temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz aufgrund der Anwendung des § 256a HGB. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von rund 11 % (Hebesatz 320 %) von insgesamt rund 27 %. Die Bilanzierung erfolgt vor Gewinnverwendung. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz (a) Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenbuchwerte ist dem Anlagenspiegel (letzte Seite des Anhangs) zu entnehmen. (b) Rückstellungen Folgende wesentliche Posten sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten:
Zum Stichtag wurde eine Drohverlustrückstellung für offene Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 140 gebildet. (c) Verbindlichkeiten und Sicherheitsrechte Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Weitere Sicherungsrechte oder Pfandrechte bestehen nicht. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Abnahmeverträge mit Lieferanten und Mietverträge in üblicher Höhe. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.429 (Vorjahr: TEUR 5.309). Aufgrund von Unterschiedsbeträgen zur Steuerbilanz werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Der Passivüberhang beruht im Wesentlichen auf Differenzen in der Abschreibungsmethode des Sachanlagevermögens sowie auf Bewertungsunterschieden in Bezug auf Fremdwährungsverbindlichkeiten und -forderungen. (d) Fremdwährungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.116 (Vorjahr: TEUR 855) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 8.260 (Vorjahr: TEUR 4.667) aus der Währungsumrechnung enthalten. (e) Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 52) enthalten, die im Wesentlichen auf die Entschädigung eines Lieferanten aufgrund von nicht abgenommener Ware zurückzuführen sind. IV. Sonstige Angaben (a) Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herr Jens Vergin, Kaufmann, Hamburg. Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. (b) Geschäftsführerbezüge Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. (c) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. (d) Arbeitnehmer Die Omnitrade Handelsgesellschaft mbH hat während des Geschäftsjahres neben dem Geschäftsführer 119 Mitarbeiter (Vorjahr: 108 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 38 kaufmännische und 81 gewerbliche Mitarbeiter. e) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 53. Das genannten Honorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 35 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 18. V. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind durch den in Nahost ausgebrochenen militärischen Konflikt eingetreten. Trotz zu verzeichnender Einflüsse auf einzelne Regionen, aus denen die Gesellschaft verschiedene Waren bezieht, werden für das Jahr 2022 keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Hierzu wird auf die Darstellung im Lagebericht unter Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen.
Siek, den 29. Februar 2024 gez. Jens Vergin ANLAGENSPIEGEL
Zu dem vollständigen Jahresabschluss zuzüglich Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Siek Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OMNITRADE Handelsgesellschafts mbH, Siek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMNITRADE Handelsgesellschafts mbH, Siek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 20. März 2024 COUNSEL
TREUHAND GMBH
Tönjes Langemann, Wirtschaftsprüfer Arndt Ochs, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Gewinnverwendung Durch Gesellschafterbeschluss vom 04. April 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der OMNITRADE Handelsgesellschaft mbH, Siek, festgestellt. Zudem wurde beschlossen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 93.002.983,58 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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