Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 16943
Eingetragen
15.7.1999
Branche
Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Papier, Karton und PappeHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von hochwertig bedruckten Papiererzeugnissen, wie z.B. Papierservietten und Papiertischtücher.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Isabel Träger
seit 6.3.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Duni ABSWE
54.00%
Duni ABSWE
46.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Duni Paper + Design Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
54.00%
Duni Paper + Design Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
46.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paper + Design GmbH Tabletop

Wolkenstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2021

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchensituation

Die Paper + Design GmbH Tabletop (im Folgenden auch kurz Paper + Design genannt) stellt in ihrer Produktionsstätte in Wolkenstein Produkte für den gedeckten Tisch auf Basis von Zellstoff her, im Wesentlichen Servietten und Tischdecken. Die Produkte werden hauptsächlich in Deutschland, aber auch in anderen Ländern der Europäischen Union sowie darüber hinaus vertrieben. Das Unternehmen gehört seit 2014 zum schwedischen Duni-Konzern.

Der Markt für die Produkte der Gesellschaft ist in Europa seit einiger Zeit von erheblichen Überkapazitäten geprägt. Dies und der fortschreitende Konzentrationsprozess im Einzelhandel erhöhten auch im Jahr 2021 den ohnehin bereits sehr hohen Wettbewerbsdruck weiter.

2. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Paper + Design mit externen Kunden ist im Vergleich zum Jahr 2020 leicht um 214 k€ (ca. 1%) gestiegen.

Die Verkäufe an andere Unternehmen des Duni-Konzerns, also die konzerninternen Umsätze, sind um ca. 15% gestiegen (+ 684 k€).

3. Produktion und Beschaffung

Im zweiten Halbjahr 2021 waren die Kapazitäten in der Serviettenproduktion vollständig ausgelastet. Mehrproduktionen erfolgten ausschließlich an zusätzlichen Sonnabenden vor Ort, so dass externe Produktionen vermieden werden konnten. Dies hat sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Der Produktmix änderte sich im Wesentlichen nicht.

Die Beschaffungspreise für Zellstoff sind im Vergleich zum Vorjahr markant gestiegen. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die COVID-19 Pandemie, eine hohe Nachfrage der Papierfabriken und eine daraus resultierende Unterangebotssituation durch niedrige Lagerbestände der Zellstoffproduzenten. Eine Tonne Langfaser-Zellstoff (NBSK) kostete im Jahresmittel USD 1.190 (Vorjahr USD 841). Quelle: www.foex.fi

Die Beschaffungspreise für Verpackungsmaterialien und Chemikalien lagen über Vorjahresniveau, steigende Kosten sind in allen Segmenten zu verzeichnen.

4. Investition und Finanzierung

Im Jahr 2021 wurden 952 k€ in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen lagen dabei unter den Abschreibungen in Höhe von 1.835 k€. Die Finanzierung der Investitionen wurde aus dem laufenden Cashflow des Unternehmens getätigt.

Die Schwerpunkte lagen im Wesentlich bei verschiedenen kleineren Investitionen:

Software (136 k€)

Bauten (43 k€)

Maschinen u. techn. Anlagen (400 k€)

Druckwalzen (189 k€)

Flur- und Förderfahrzeuge (17 k€)

Betriebsausstattung (12 k€)

Andere Anlagen (153 k€)

5. Personal und Personalentwicklung

Im Jahresdurchschnitt wurden 222 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich 9 Auszubildende in unserem Unternehmen überwiegend in Vollzeit beschäftigt (Vorjahr 229). Im Ausbildungsjahr 2020/2021 wurde die Anzahl der Auszubildenden auf 9 erhöht und wurde im Jahr 2021 weiterhin fortgeführt. Die angebotenen Berufsbilder sind Mediengestalter Digital/Print (m/w/d), Industriekaufmann (m/w/d), Medientechnologe Druck (m/w/d) und Mechatroniker (m/w/d). Ausschließlich der Ausbildungsplatz des dualen Studenten wurde im Oktober 2021 nicht wieder neu besetzt, da der beschäftigte Student während des anschließenden Vollzeit-Masterstudiums weiterhin als Werkstudent beschäftigt wird. Im Rahmen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung wurden zahlreiche Angebote gemacht und ein attraktives Weiterbildungsbudget geplant. In der kontinuierlichen Personalentwicklung sehen wir weiterhin ein wichtiges Instrument der Wertschätzung der Mitarbeiter und der damit verbundenen Mitarbeiterbindung und Sicherstellung der Arbeitgeberattraktivität.

6. Qualitätsmanagement und betrieblicher Umweltschutz

Die Paper + Design ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015. Darüber hinaus liegen Zertifikate für EMAS III, IFS HPC High Level, BRC, SMETA, FSC und SWAN-Nordic Ecolabel vor. Die Anzahl der Kundenaudits ist aufgrund der pandemischen Lage auf zwei gesunken. Beide Audits, durchgeführt vom Kunden H&M, wurden erfolgreich bestanden.

Das Unternehmen ist Inhaber des Sächsischen Energiepasses für Unternehmen der Sächsischen Energieagentur. Außerdem produzieren wir Servietten aus Recyclingmaterial nach den Maßstäben des Blauen Engels. Somit wird der Primärzellstoffeinsatz in Teilen durch Recyclingzellstoff ersetzt.

Die verschiedenen Zertifizierungen spiegeln die Anstrengungen und das Bekenntnis zum Qualitätsbewusstsein und zum Umweltschutz wider. Wir verweisen auf die Umwelterklärungen unter http://www.paper-design.de/nachhaltigkeit.html.

7. Forschung und Entwicklung

Um auf internationaler Ebene den aktuellen Trends aus Interieur und Fashion zu folgen und gerecht zu werden, erfahren die verschiedenen Kollektionen der Marke Paper + Design tabletop® eine jährliche Überarbeitung, wobei ein großer Anteil der Designs erneuert wird. Ständige Trendbeobachtungen und Analysen von Scannerzahlen unserer Kunden fließen dabei in diesen wichtigen Prozess ein.

Paper + Design ist ein Pionier bei der Entwicklung und Optimierung des Serviettenproduktion im Digitaldruck. Die Vermarktung von Servietten und weiteren Tabletop-Produkten, die in kleinen Losgrößen und nach Kundenwunsch individuell mittels Digitaldrucktechnik hergestellt werden können, wurde weiterentwickelt. Die Optimierung von Prozessen wurde weiter vorangetrieben.

II. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Neben den Umsatzerlösen sind das Rohergebnis und das Ergebnis nach Steuern die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2021 verringerte sich das Rohergebnis im Wesentlichen in Folge des oben beschriebenen Wettbewerbsdrucks auf TEUR 15.095 (Vorjahr TEUR 15.495).

Der Personalaufwand erhöhte sich auf 7.921 k€ (Vorjahr 7.632 k€). Die Paper + Design hat für die Monate März und April 2021 75 k€ Kurzarbeitergeld erhalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 3.934 k€ (Vorjahr 3.768 k€).

Das Ergebnis vor Steuern betrug 1.391 k€ (Vorjahr 2.106 k€). Der Planansatz 2021 konnte auf Grund der Herausforderungen der weiterhin anhaltenden Covid-19-Krise nicht erreicht werden.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich von 22.453 k€ zum 31.12.2020 auf 21.363 k€ zum 31.12.2021. Dies ist im Wesentlichen auf eine geringe Investitionstätigkeit und einen gesunkenen Forderungsbestand am Bilanzstichtag zurückzuführen.

Der Bestand an Vorräten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 660 k€ auf 6.251 k€.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verringerten sich zum Ende des Geschäftsjahres 2021 auf 4.245 k€ gegenüber 4.690 k€ zum Ende des Vorjahres.

Das Eigenkapital beträgt unverändert 14.089 k€. Die Eigenkapitalquote liegt bei 66% und somit 3 Prozentpunkte höher als zum Vorjahresstichtag. Grund für die Erhöhung ist die gesunkene Bilanzsumme. Das erzielte Jahresergebnis wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Duni Paper+Design Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist gesichert und erfolgt nach wie vor durch ein Darlehen der Gesellschafterin bzw. indirekt über den Cash-Pool des Duni-Konzerns.

III. Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Chancen

Im Verlauf des Jahres 2021 wurde die Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb des Duni-Konzerns weiter intensiviert, um in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Logistik und Vertrieb weitere Synergien zu heben. Auch im Bereich IT wurde die Zusammenarbeit wesentlich vertieft. Die im Rahmen einer umfangreichen Neustrukturierung geschaffenen gemeinsamen Vertriebsteams gewährleisteten auch weiterhin ein erfolgreiches Agieren am Markt. Key Account und Customer-Service arbeiten eng verzahnt und effektiv zusammen. Marketing für die Marke Paper+Design sowie interne Kommunikation sind aus einer funktionalen Marketingabteilung von Bramsche aus etabliert.

Im Rahmen der Pandemie-Einschränkungen haben Haushalte bzw. Endkunden ihr Einkaufsverhalten speziell im Bereich NonFood / Geschenkartikel stark verändert. Die teilweise Schließung verschiedener Handelszweige und das Meiden überfüllter Innenstädte aus Angst vor Ansteckung hatte zur Folge, dass Nonfood- und Nearfood-Bedarfe, zu denen auch Servietten und Dekoartikel gehören, in den LEH oder Drogeriebereich verlegt wurden. Hier ist die Paper + Design tabletop GmbH mit ihren Marken-Sortimenten oder im Rahmen ihrer Eigenmarken-Kompetenz gut vertreten und kann massiv profitieren.

Weiterhin gilt als Erfolgsfaktor, dass die Marke Paper + Design mit ihrem ausgeprägten Design-Ansatz immer stärker eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Duni Platzierung im Lebensmitteleinzelhandel darstellt und dort speziell jüngere Zielgruppen anspricht. Paper + Design bildet mit ergänzenden Regaleinheiten und Display-Möglichkeiten neue Impulse für breitere Käufergruppen, die mit einer gemeinsam erheblich größeren Vertriebsmannschaft optimal national vertrieben werden. Das Duni-Portfolio findet wiederum in der von Paper + Design fokussierten Fachhandelslandschaft zusätzlichen Absatz. Im Bereich Private-Label-Tender arbeiten Key-Account-Teams und Fabriken beider Marken erfolgreich eng zusammen.

2. Risiken

Bereits seit 2020 stellt sich die Zelltuch-Industrie wachsenden Herausforderungen in Bezug auf die Rohstoff-Versorgung und damit massiv steigende Rohstoffpreise. Sowohl im Bereich Virgin als auch bei Recycled Tissue sind die verfügbaren Mengen begrenzt, massive Verteuerung ist die Folge. Preiserhöhungen waren am Markt unausweichlich und auch Paper+Design musste die Abgabepreise massiv anpassen, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Positiv ist daraus erwachsen, dass viele Handelsunternehmen ihre Mengen bereits vor Ablauf der Kontrakte neu ausgeschrieben haben, so dass Dunigroup und speziell Paper+Design hier profitieren konnten.

Die angespannte Lage auf dem europäischen Logistikmarkt birgt zusätzlich das Risiko erhöhter Logistikosten bei gleichzeitig schlechterer Performance der Dienstleister. Die Verschärfung der Lieferkettenproblematik stellt das Unternehmen in der Beschaffung von Kartonagen und anderen Packstoffen darüber hinaus vor Herausforderungen.

Aufgrund der coronabedingten Turbulenzen und Verschiebungen am Markt waren konkrete Abverkäufe stark schwankend und kaum planbar. Daraus resultierend sind durch geplante Kollektionswechsel größere Altbestände am Lager, die im Folgejahr über Sonderaktionen mit Preisabschlägen vermarktet werden müssen.

3. Ausblick

Nachdem sich die pandemische Lage im Frühjahr des Jahres 2022 merklich entspannt hat, hat der Angriff auf die Ukraine neue Herausforderungen für Industrie und Handel beschert: Stark steigende Energiekosten haben Zellulose-Hersteller dazu bewogen, energieintensive Papierproduktion zu pausieren. Eine weitere Verknappung der Rohstoffversorgung ist die Folge. Glücklicherweise ist die Dunigroup mit eigener Papierherstellung bei Rexcell in Skapafors/Schweden vertikal integriert, so dass die Ausmaße und Folgen für die Dunigroup und Paper+Design erst im 3. Quartal 2022 spürbar und deutlich schwächer als für den Wettbewerb ausfallen werden.

Im Konsumverhalten der Haushalte zeichnen sich deutliche Zuwächse im Bereich Dekoration für Feierlichkeiten ab, jedoch ist auch ein Spartrend und der Griff zur kostengünstigen Eigenmarken-Alternative spürbar.

Für das Jahr 2022 wird das Rohergebnis sowie das Ergebnis nach Steuern auf dem Niveau des Jahres 2021 geplant.

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.474,20 302.397,20
3. Geleistete Anzahlungen 390.367,00 318.916,00
  658.841,20 621.313,20
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 5.376.878,66 5.660.987,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.380.334,00 4.113.864,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.024.847,00 985.009,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 317.089,78 269.167,30
  10.099.149,44 11.029.027,96
  10.757.990,64 11.650.341,16
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.622.575,47 2.284.627,47
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 200.899,63 90.152,97
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.427.090,27 3.216.141,19
  6.250.565,37 5.590.921,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.136.474,66 1.922.804,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.052.464,92 2.732.859,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 56.163,72 33.942,07
  4.245.103,30 4.689.606,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21.377,99 448.780,01
  10.517.046,66 10.729.307,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.180,09 73.762,92
  21.363.217,39 22.453.411,72

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 13.788.599,21 13.788.599,21
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
  14.088.599,21 14.088.599,21
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen 1.514.661,75 1.718.595,75
C. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 615.932,68 586.829,42
D. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 83.275,17 31.660,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 713.903,04 538.966,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.818.486,57 4.968.553,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten 528.358,97 520.207,33
(davon aus Steuern € 61.587,03; 31.12.2020 € 66.100,79)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 13.689,04; 31.12.2020: € 11.940,43)    
  5.144.023,75 6.059.387,34
  21.363.217,39 22.453.411,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Rohergebnis 15.094.920,34 15.494.501,35
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 6.576.450,15 6.349.015,47
b) Soziale Abgaben 1.344.973,59 1.282.531,25
  7.921.423,74 7.631.546,72
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.834.697,94 1.965.999,96
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.933.730,86 3.768.080,28
(davon aus Währungsumrechnung € 705,13; Vorjahr € 257,62)    
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.015,81 22.381,10
(davon an verbundene Unternehmen € 14.015,81; Vorjahr € 22.381,10)    
6. Ergebnis nach Steuern 1.391.051,99 2.106.493,29
7. Sonstige Steuern 51.372,41 50.628,44
8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.339.679,58 2.055.864,85
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Paper+Design GmbH tabletop hat ihren Sitz in Wolkenstein OT Hilmersdorf und ist unter der Nummer HRB 16943 im Handelsregister des Amtsgericht Chemnitz eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den relevanten Bestimmungen des Gesetzes, betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas gemäß § 265 Abs. 5 HGB wird in der Bilanz ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw., in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Material und Lohn sowie Gemeinkostenzuschläge in steuerlich gefordertem Umfang. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen.

Als Nutzungsdauer der abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zugrunde gelegt:

selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 4 Jahre
Software 4 Jahre
Gebäude 20-50 Jahre
Außenanlagen 10 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-10 Jahre

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsaufwand erfasst, wenn sie vermindert um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag, € 250,00 nicht übersteigen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und an Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge. Die Zuschläge wurden auf der Basis der im Geschäftsjahr angefallenen Kosten ermittelt. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch Wertberichtigungen entsprochen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital beträgt € 300.000,00.

In Höhe der erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen werden Zugänge zum "Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen" passiviert. Die folgende ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens korrespondiert mit der Abschreibungsmethode der jeweils bezuschussten Sachanlagen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag und die erhaltenen Anzahlungen zum Nennwert angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, wobei bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr noch nicht realisierte Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft bei der Paper+Design GmbH Tabletop (Organgesellschaft) nicht gebildet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 11 ff. dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T€ 1.405 (Vorjahr: T€ 2.292) aus Cashpooling und mit T€ 647 (Vorjahr: T€ 441) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Ansparstunden, ausstehende Rechnungen und noch zu gewährende Boni.

4. Verbindlichkeiten

31.12.2021 Davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2020 Davon mit einer Restlaufzeit
T€ ≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
T€ ≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 83 83 0 32 32 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 714 714 0 539 539 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.819 3.819 0 4.968 4.968 0
Sonstige Verbindlichkeiten 528 528 0 520 520 0
  5.144 5.144 0 6.059 6.059 0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Sicherungsrechte wie Eigentumsvorbehalte und verlängerte Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 2.000 (Vorjahr T€ 2.500) aus Darlehen, mit T€ 1.340 (Vorjahr T€ 2.056) aus der Ergebnisabführung, mit T€ 486

(Vorjahr T€ 456) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 43) aus Umsatzsteuer. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 3.346 (Vorjahr T€ 4.526) gegenüber der Gesellschafterin.

5. Rohergebnis

Im Rohergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 0,1 (Vorjahr T€ 0,1) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 213 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 151 gewerbliche Arbeitnehmer und 62 Angestellte. Des Weiteren wurden 9 Auszubildende beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschusses waren:

Herr Joachim Oskar Steeg, Site Manager

Herr Manfred Richard Hargarten, Director Sales Table Top DACH

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge hat die Gesellschaft mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von T€ 3.802 und finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 88 davon T€ 3 mit einer Laufzeit < 1 Jahr und T€ 85 mit einer Laufzeit > 1 Jahr.

4. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DUNI AB, Malmö/Schweden, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist im Internet unter www.bolagsverket.se erhältlich.

5. Nachtragsbericht

Die Covid-19-Pandemie hat sich im neuen Geschäftsjahr bisher kaum auf die Gesellschaft ausgewirkt. Hinsichtlich der aktuell erwarteten Auswirkungen der Ukraine/Russland-Krise verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Eine belastbare Schätzung der finanziellen Auswirkungen dieser Krise auf die Gesellschaft ist aufgrund der seit Kriegsausbruch fortbestehenden hohen Unsicherheiten bislang nicht möglich.

 

Wolkenstein, den 28. Oktober 2022

Manfred Hargarten, Geschäftsführer

Joachim Steeg, Geschäftsführer

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Abgänge Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermöpgensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 63.443,24 0,00 0,00 0,00 63.443,24
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.482.321,45 23.186,50 12.881,55 41.315,00 2.533.941,40
3. Geleistete Anzahlungen 318.916,00 112.766,00 0,00 -41.315,00 390.367,00
  2.864.680,69 135.952,50 12.881,55 0,00 2.987.751,64
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 11.050.448,60 60.058,83 0,00 0,00 11.110.507,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.615.925,45 74.367,55 130.603,79 46.795,93 27.606.485,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.424.941,51 455.403,15 731.562,05 123.931,98 5.272.714,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 269.167,30 226.142,43 7.492,04 -170.727,91 317.089,78
  44.360.482,86 815.971,96 869.657,88 0,00 44.306.796,94
  47.225.163,55 951.924,46 882.539,43 0,00 47.294.548,58
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermöpgensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 63.443,24 0,00 0,00 63.443,24
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.179.924,25 98.422,50 12.879,55 2.265.467,20
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.243.367,49 98.422,50 12.879,55 2.328.910,44
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 5.389.460,94 344.167,83 0,00 5.733.628,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.502.061,45 854.689,48 130.599,79 24.226.151,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.439.932,51 537.418,13 729.483,05 4.247.867,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  33.331.454,90 1.736.275,44 860.082,84 34.207.647,50
  35.574.822,39 1.834.697,94 872.962,39 36.536.557,94
Buchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermöpgensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.474,20 302.397,20
3. Geleistete Anzahlungen 390.367,00 318.916,00
  658.841,20 621.313,20
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 5.376.878,66 5.660.987,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.380.334,00 4.113.864,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.024.847,00 985.009,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 317.089,78 269.167,30
  10.099.149,44 11.029.027,96
  10.757.990,64 11.650.341,16

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Paper + Design GmbH Tabletop, Wolkenstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Paper + Design GmbH Tabletop, Wolkenstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paper + Design GmbH Tabletop für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 28. Oktober 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dirk Leja, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 25. November 2022 festgestellt.

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