Bota MEP GP GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Boeke seit 12.1.2022 | Geschäftsführer |
Micaela Schönherr seit 17.9.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prime MidCo GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernabschluss Bilanz Gesamtergebnisrechnung Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung Anhang Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses 1 Informationen zum Unternehmen 2 Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses 3 Wesentliche Schätzungen und Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden Ergebnis des Geschäftsjahres 4 Umsatzerlöse 5 Aufwendungen nach Kostenarten 6 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen 7 Finanzerträge und Finanzaufwendungen 8 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Leistungen an Arbeitnehmer 9 Anzahl der Mitarbeiter 10 Leistungen an Arbeitnehmer 11 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Ertragssteuern 12 Ertragsteuerschulden 13 Ertragsteueraufwand Alternative Leistungskennzahlen 14 Angepasstes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Vermögenswerte 15 Vorräte 16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 Sachanlagen 19 Immaterielle Vermögenswerte 20 Leasingverhältnisse 21 Sonstige Vermögenswerte 22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23 Derivative Finanzinstrumente Eigenkapital und Schulden 24 Eigenkapital 25 Kapitalmanagement 26 Verzinsliche Darlehen 27 Sonstige Verbindlichkeiten 28 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29 Rückstellungen Finanzinstrumente 30 Darstellung von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien 31 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten 32 Finanzrisikomanagement Zusammensetzung des Konzerns 33 Zusammensetzung des Konzerns 34 Unternehmenszusammenschlüsse Weitere Anhangsangaben 35 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 36 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 38 Honorar des Abschlussprüfers 39 Zuwendungen der öffentlichen Hand Rechnungslegungsmethoden 40 Konsolidierungsgrundsätze 41 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden 42 Zukünftig anzuwendende neue Verlautbarungen zur Rechnungslegung Aktiva
Passiva
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Bankguthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbeständen zusammen. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses 1 Informationen zum Unternehmen Der Konzernabschluss der Prime MidCo GmbH und ihrer Tochterunternehmen (zusammen die "Gesellschaft" oder der "Konzern") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 wurde am 30. Juni 2021 durch die Unternehmensleitung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben. Die Prime MidCo GmbH wurde am 1. Februar 2018 gegründet und ist eine in Deutschland eingetragene Gesellschaft mit Sitz in Erkner. Der eingetragene Sitz der Gesellschaft lautet Dr.-Hans-Lebach Str. 6 (vormals: Berliner Straße 9), 15537 Erkner. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 238757 eingetragen. Mit Datum vom 8. November 2018 wurde die Sitzverlegung der Gesellschaft in die Dr.-Hans-Lebach Str. 6, Erkner, im Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Im vergangenen Geschäftsjahr, hat die Prime MidCo GmbH über Ihre Tochtergesellschaft Prefere Resins Holding GmbH mit Wirkung zum 28. Juni 2019 indirekt 100 Prozent der Anteile an der Prefere Melamines und Paraform Gruppe erworben. Der Konzern ist hauptsächlich mit der Produktion und Vermarktung von Phenolharzen in Deutschland, England, Polen, Frankreich, Rumänien und Finnland sowie mit der Produktion und Vermarktung von Melamin- und Methanolderivaten in Deutschland und den USA beschäftigt. 2 Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses. Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315e HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), die zum Abschlussstichtag vom IASB genehmigt, in Kraft getreten und von der Europäischen Union (EU) übernommen waren, erstellt. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt und sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. 3 Wesentliche Schätzungen und Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden Das Management nimmt Schätzungen vor und trifft Annahmen bzw. Ermessensentscheidungen, welche die im nächsten Geschäftsjahr im Abschluss zu erfassenden Beträge und Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beeinflussen können. Schätzungen und Ermessensentscheidungen werden kontinuierlich überprüft und basieren auf der Erfahrung des Managements und anderen Faktoren, darunter Erwartungen hinsichtlich künftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen angesehen werden. Neben den auf Schätzungen beruhenden Ermessensentscheidungen trifft das Management bestimmte Ermessensentscheidungen in Bezug auf die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Die Annahmen und Schätzungen des Konzerns basieren auf Parametern, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Diese Zustände und die Annahmen über die künftigen Entwicklungen können jedoch aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, eine Änderung erfahren. Solche Änderungen finden erst mit ihrem Auftreten einen Niederschlag in den Annahmen. Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten Eine Wertminderung besteht, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten liegen verfügbare Daten zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte oder beobachtbare Marktpreise abzüglich direkt zurechenbarer Kosten für die Veräußerung des Vermögenswerts zugrunde. Zur Berechnung des Nutzungswerts wird eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet. Die Cashflows werden aus dem Finanzplan der nächsten fünf Jahre abgeleitet, wobei Restrukturierungsmaßnahmen, zu denen sich der Konzern noch nicht verpflichtet hat, und wesentliche künftige Investitionen, die die Ertragskraft der getesteten zahlungsmittelgenerierenden Einheit erhöhen werden, nicht enthalten sind. Der erzielbare Betrag ist abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Abzinsungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate. Diese Schätzungen sind am relevantesten für den Geschäfts- oder Firmenwert und andere vom Konzern erfasste immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in Anhangangabe 19 dargestellt und näher erläutert. Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten Der Konzern nutzt eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten zu berechnen. Die Wertberichtigungsquoten werden auf der Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen für verschiedene (nach Kriterien wie der geografischen Region, der Produktart, dem Kundentyp und der Bonitätseinstufung sowie der Abdeckung durch eine Kreditversicherung) zu Gruppen zusammengefasste Kundensegmente mit ähnlichen Ausfallmustern bestimmt. Die Wertberichtigungstabelle basiert anfänglich auf den historischen Ausfallquoten der erworbenen Prefere Resins Gruppe. Anschließend kalibriert der Konzern die Tabelle, um seine historischen Kreditausfälle an zukunftsbezogene Informationen anzupassen. Wenn beispielsweise davon ausgegangen wird, dass sich prognostizierte wirtschaftliche Rahmenbedingungen (wie das Bruttoinlandsprodukt) im Laufe des kommenden Jahres verschlechtern, was zu einem Anstieg der Kreditausfälle in der verarbeitenden Industrie führen kann, dann werden die historischen Ausfallquoten angepasst. Zu jedem Abschlussstichtag werden die historischen Ausfallquoten aktualisiert und Änderungen der zukunftsbezogenen Schätzungen analysiert. Die Beurteilung des Zusammenhangs zwischen historischen Ausfallquoten, prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erwarteten Kreditausfällen stellt eine wesentliche Schätzung dar. Die Höhe der erwarteten Kreditausfälle hängt von Änderungen der Umstände und der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Die historischen Kreditausfälle des Konzerns und die Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind möglicherweise nicht repräsentativ für die tatsächlichen Ausfälle der Kunden in der Zukunft. Informationen über die erwarteten Kreditverluste bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten des Konzerns sind in Anhangangabe 16 enthalten. Latente Ertragsteuern Der Konzern berücksichtigt zahlreiche Faktoren, wenn die Wahrscheinlichkeit der künftigen Realisierung der latenten Steueransprüche beurteilt werden. Dazu gehören die aktuelle Ertragssituation in den einzelnen Landesgesellschaften, Erwartungen über künftige zu versteuernde Erträge, die für Steuerzwecke zur Verfügung stehenden Verlustvortragszeiträume sowie andere relevante Faktoren. Aufgrund der durch die Art der Geschäftstätigkeit bedingten Komplexität sowie künftiger Änderungen der Ertragssteuergesetze oder Abweichungen zwischen tatsächlichen und prognostizierten operativen Ergebnissen unterliegt die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Realisierung der latenten Steueransprüche den Ermessensentscheidungen und Schätzungen des Managements. Daher können die tatsächlichen Ertragsteuern erheblich von diesen Ermessensentscheidungen und Schätzungen abweichen. Der Konzern verfügt über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 15.386 (Vj.: TEUR 17.005). Diese bestehen bei Tochterunternehmen mit einer Historie von Verlusten. Ein wesentlicher Teil der Verlustvorträge verfällt nicht und kann nicht mit zu versteuernden Einkommen anderer Konzerngesellschaften verrechnet werden. In dem Maße wie bei den Tochterunternehmen nach Einschätzung des Managements und der jeweils vorliegenden Budgetplanung davon ausgegangen werden kann, dass die steuerlichen Verluste mit Gewinnen in den Folgeperioden verrechnet werden können, wurden aktive latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Weitere Erläuterungen zu steuerlichen Verlustvorträgen und anderen temporären Unterschieden, für die keine latenten Steueransprüche bilanziert wurden, sind in Anhangangabe 13 enthalten. Leistungsorientierte Pensionspläne Der Aufwand aus dem leistungsorientierten Plan nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie der Barwert der Pensionsverpflichtung werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen, die von den tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählt die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung eines angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an den Zinssätzen von Unternehmensanleihen in Währungen, die der Währung der Verpflichtung für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses entsprechen und mindestens ein AA- Rating einer international anerkannten Ratingagentur haben, wobei diese Zinssätze bei Bedarf durch Extrapolation entlang der Renditekurve an die erwartete Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung angepasst werden. Des Weiteren wird die Qualität der zugrundeliegenden Anleihen überprüft. Diejenigen, welche übermäßig hohe Kredit-Spreads aufweisen, werden aus dem Anleiheportfolio, aus dem der Abzinsungssatz abgeleitet wird, entfernt, da es sich bei diesen Anleihen nicht um erstrangige Unternehmensanleihen handelt. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Weitere Details zu den Pensionsverpflichtungen werden in Angabe 11 erläutert. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe notierter Preise in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, darunter der Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputfaktoren stützen sich so weit wie möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in hohem Maße auf Ermessensentscheidungen des Managements. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente auswirken. Für weiter gehende Angaben wird auf Anhangangabe 31 verwiesen. Ergebnis des Geschäftsjahres 4 Umsatzerlöse Der Konzern generiert seine Umsatzerlöse maßgeblich aus dem Verkauf von erzeugten Chemiegütern an externe Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Konzern verkauft seine Produkte aus seinen Produktionsstandorten an externe Kunden in ca. 50 Ländern weltweit. In der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 hat der Konzern Umsatzerlöse wie folgt erwirtschaftet:
Die Umsatzerlöse werden in der Prefere Gruppe in Höhe von TEUR 210.284 durch die Phenolics Sparte, in Höhe von TEUR 101.310 durch die Melamines Sparte und in Höhe von TEUR 48.961 durch die Paraform Sparte, vor Konsolidierung von Intercompany Geschäften in Höhe von TEUR 4.844, generiert. Die Lieferungs- und Leistungsverpflichtung des Konzerns endet bei allen Verträgen mit der Lieferung der Güter. Die dafür erzielten Forderungen werden mit Versand der Güter - also dem Zeitpunkt des unbedingten Entstehens der Gegenleistung - ausgewiesen und sind in der Regel mit Zahlungszielen zwischen 30 und 60 Tagen ausgestattet. Einzelne Kundenverträge enthalten volumenabhängige Rabatte, welche über entsprechende Verpflichtungen gegenüber dem Kunden zu Anpassungen der erfassten Veräußerungserlöse führen. 5 Aufwendungen nach Kostenarten Die Umsatzkosten, Vertriebskosten, die allgemeinen Verwaltungskosten, die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie der Wertminderungsaufwand auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte des Geschäftsjahres lassen sich wie folgt aufschlüsseln:
6 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen Die folgenden Beträge (ohne Zuschreibungen) sind in der Gesamtergebnisrechnung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember wie folgt ausgewiesen:
7 Finanzerträge und Finanzaufwendungen Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 15.902 (Vj.: TEUR 10.212) gliedert sich wie folgt in Finanzerträge und Finanzaufwendungen auf:
Die Aufwendungen aus Wechselkursänderungen resultieren im Wesentlichen aus der Veränderung des Britischen Pfund zum EUR und den damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die in EUR nominierten Darlehensverbindlichkeiten der Prefere Resins UK Holding Ltd. In den Zinsaufwendungen für Darlehensverbindlichkeiten sind Zinsen in Höhe von TEUR 949 (Vj.: TEUR 639) enthalten, die sich aus der Aufholung von Kapitalbeschaffungskosten über einen erhöhten Effektivzins (Effektivzinsmethode) ergeben und damit nicht zahlungswirksam sind. In den sonstigen Zinsaufwendungen sind neben den üblichen Bankgebühren ebenfalls TEUR 70 Gebühren im Zusammenhang mit der Administration der Darlehen enthalten. 8 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres betragen TEUR 2.193 (Vj.: TEUR 1.074) und beinhalten im Wesentlichen die Aktivierung von Eigenleistung in Höhe von 247 (Vj.: TEUR 172), die erfolgswirksame Auflösung von Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 161), verschiedene Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 738 (Vj.: TEUR 211) sowie Vergütungen für Einspeisung von Strom und Wärme von TEUR 524 (Vj.: TEUR 131). Darüber hinaus hat die Gruppe einen Forschungszuschuss in Höhe von TEUR 40 erhalten (Vj.: TEUR 141). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.124 (Vj.: TEUR 4.658) beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 997. Im vergangenen Jahr betrugen diese Kosten TEUR 2.465 und resultierten maßgeblich aus dem Unternehmenserwerb. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht aktivierungsfähige Kosten im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen ERP Software in der Melamines und Paraform Gruppe in Höhe von TEUR 539. Leistungen an Arbeitnehmer 9 Anzahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während der Berichtsperiode im Konzern beträgt 595. 10 Leistungen an Arbeitnehmer Die Leistungen an Arbeitnehmer des Geschäftsjahres gliedern sich wie folgt auf:
Die Aufteilung der Leistungen an Arbeitnehmer pro Funktion stellt sich wie folgt dar:
11 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Aus beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Konzern im Wesentlichen Versicherungsbeiträge aufgrund gesetzlicher Bestimmungen an staatliche Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen betrugen TEUR 3.007 (Vj.: TEUR 2.208) und wurden als Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen im Personalaufwand ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter des Konzerns sowie für deren Hinterbliebene gebildet. Im Konzern existieren unterschiedliche Pensionspläne, deren Ausgestaltung sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder richtet. Die Rückstellung für leistungsorientierte Versorgungspläne entspricht dem Barwert der Verpflichtungen am Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen ist der Konzern allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie Gehalts- und Rentensteigerungen, Langlebigkeit und Zinssatzänderungen sowie dem Inflationsrisiko und dem Kapitalmarkt- und Anlagerisiko ausgesetzt. Im Konzern bestanden zum Beginn des Geschäftsjahrs im Wesentlichen drei Pensionspläne, in Österreich, Frankreich sowie in Deutschland. Prefere Resins Austria GmbH Für berechtigte Mitarbeiter der Prefere Resins Austria hat die Gesellschaft Leistungen der betrieblichen Altersversicherung zurückgestellt, die den gesetzlichen Vorschriften nach österreichischem Recht entsprechen. Wie im Vorjahr waren zum 31. Dezember 2020 sechs (aktive) Mitarbeiter zuzüglich einer Mitarbeiterin aus der Geschäftsführung bezugsberechtigt. Prefere Resins France SA Das französische Rentensystem basiert auf einem "pay as you go" System. Jeder Mitarbeiter ist berechtigt, eine Basisrente aus der Sozialversicherung sowie eine Zusatzrente aus einem Beitragssystem zu empfangen. Die zu leistenden Renten der Arbeitnehmer der Prefere Resins Frankreich beruhen auf Tarifbestimmungen der Chemischen Industrie. Alle fest angestellten Mitarbeiter fallen unter diese Regelung. Dies waren im Berichtszeitraum sechzehn (aktive) Mitarbeiter zuzüglich vier Mitarbeitern aus der Geschäftsführung. Im Berichtszeittraum reduzierte sich die Anzahl der berechtigten Mitarbeiter durch Renteneintritt um eine Person. Dieser Pensionsplan wird nicht extern über einen Versicherungsvertrag finanziert. Prefere Resins Germany GmbH Für berechtigte Mitarbeiter der Prefere Resins Germany hat die Gesellschaft Leistungen der betrieblichen Altersversicherung zugesagt, die dem Betriebsrentengesetz und somit den gesetzlichen Regelungen unterliegen. Sie umfasst im Berichtszeitraum, wie im Vorjahr, drei passive Mitarbeiter sowie vier Bezugsempfänger. Prefere Melamines GmbH Die Gesellschaft hat für die ehemaligen Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe die Zusagen auf Leistungen der Ordnung der betrieblichen Grundversorgung fortgeführt und Neueintritte bis zum 31. März 2008 weiterhin bei der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG (Pensionskasse) angemeldet. Die Mitarbeiter erhalten von der Pensionskasse im Versorgungsfall eine Mitgliedsrente in Höhe von 42 Prozent p. a. der an die Pensionskasse entrichteten Mitgliedsbeiträge. Der Mitarbeiter zahlt hierfür einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von durchschnittlich 2 Prozent seines versorgungsfähigen Einkommens in die Pensionskasse ein. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich zum Mitgliedbeitrag einen Firmenbeitrag in die Pensionskasse. Der Firmenbeitrag des Arbeitgebers beträgt derzeit das sechsfache des Arbeitnehmerbeitrages. Neben den Leistungen aus der Pensionskasse erwerben die Mitarbeiter im Rahmen der Grund- und Zusatzversorgung ggf. auch noch Anwartschaften auf Firmendirektzusagen. Die Firmenrenten werden über Pensionsrückstellungen des Arbeitgebers finanziert. Die Administration der Firmenrenten erfolgt durch die Pensionskasse. Während die Grundversorgung Einkommensbestandteile bis zur RV-BBG (6.900 € brutto mtl. in 2020/ 2019) berücksichtigt, gilt die Zusatzversorgung für Einkommensbestandteile oberhalb der RV-BBG. Die Zusatzversorgung sieht eine Firmenrente von jährlich 20 Prozent des gesamten Versorgungsaufwandes des Arbeitgebers vor. Ferner werden Firmenrenten aufgrund von Zurechnungszeiten im Rahmen der Grund- und Zusatzversorgung für Invaliditäts- und Sterbefälle, die vor Vollendung des 55. Lebensjahres eintreten als Firmenrente vom Arbeitgeber gewährt. Die Pensionsverpflichtung umfasst im Berichtszeitraum siebzig aktive Mitarbeiter, achtzehn unverfallbar ausgeschiedene Mitarbeiter sowie achtundvierzig Bezugsempfänger. Prefere Paraform GmbH & Co. KG Gemäß den Gesamtbetriebsvereinbarungen vom 10. September 1992 des Regelkreises Alt-Degussa haben Betriebsrentner, die vor dem 1. April 1999 bei der damaligen Degussa AG oder der Degussa- Hüls AG eingetreten waren Anspruch auf eine monatliche Pensionszulage. Die Pensionszulage wird nach dem Ausscheiden aus den Diensten der Firma mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren oder wegen vorher eingetretener Invalidität gewährt. Die Pensionszulage beträgt jährlich für jedes anrechenbare Mitgliedsjahr 1,25 Prozent einer fiktiven Einkommensspitze, die ein Prozentsatz der im Jahr der Pensionierung gültigen Beitragsbemessungsgrenze für Jahresbezüge in der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten ist. Dabei ist dieser Prozentsatz der auf eine ganze Zahl gerundete durchschnittliche Prozentsatz, um den die Jahreseinkommen der letzten 5 Kalenderjahre vor Entstehen des Anspruchs die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze übersteigen. Anrechenbar ist die gerundete Zahl der Mitgliedsjahre in der Degussa-Pensionskasse. Die Administration des Versorgungsplanes erfolgt durch die Evonik Industries AG zusammen mit der Degussa-Pensionskasse. Für die Verpflichtung zur Zahlung einer Altersrente sowie die damit zusammenhängenden Verpflichtungen bei vorzeitigem Rentenbeginn, Dienstunfähigkeit oder Zahlung einer Hinterbliebenenrente hat die Gesellschaft Rückstellungen gebildet. Die Pensionsverpflichtung umfasst im Berichtszeitraum einhundertzweiundvierzig aktive Mitarbeiter, vierzehn unverfallbar ausgeschiedene Mitarbeiter sowie siebenundachtzig Bezugsempfänger. Im Wesentlichen wurden die folgenden Parameter der Bewertung zum 31. Dezember 2019 zugrunde gelegt:
Die folgenden Parameter wurden der Bewertung zum 31. Dezember 2020 zugrunde gelegt:
Die Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum Geschäftsjahresende sowie zum Ende des Vorjahres ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Da es in keiner Landesgesellschaft ein zugehöriges Planvermögen bzw. Rückdeckungsversicherungen gibt, entspricht die Rückstellung dem Barwert der Verpflichtung. Die für leistungsorientierte Versorgungspläne entstandenen Aufwendungen in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 setzten sich wie folgt zusammen:
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, die enthaltenen Zinsanteile sowie Zinserstattungen werden als Bestandteile der Zinsaufwendungen ausgewiesen. Beide Veränderungen werden damit ergebniswirksam erfasst. Die Neubewertung der Leistungszusage, entweder auf Grund von Änderungen der demografischen Annahmen oder auf Grund von Änderungen der finanziellen Annahmen, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Ein Anstieg bzw. Rückgang der versicherungsmathematischen Annahme zum Diskontierungssatz in Höhe von +/- 1,00 Prozent bzw. zum Gehaltstrend in Höhe von +/- 1,00 Prozent hätte auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2020 folgende Auswirkungen:
Die Prefere Resins Gruppe erwartet in den nächsten beiden Geschäftsjahren folgende Auszahlungen im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtungen.
Die durchschnittliche Restdienstzeit bis zur Alterspension beträgt für die aktiven Mitarbeiter der Prefere Resins Austria GmbH 16 Jahre und der Prefere Resins France SA 10 Jahre. Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung der Prefere Resins Germany GmbH beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 12 Jahre, die der Prefere Melamines GmbH beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 18 Jahre und die der Prefere Paraform GmbH & Co. KG 18 Jahre. Ertragssteuern 12 Ertragsteuerschulden Die Ertragssteuerschulden in Höhe von TEUR 962 (Vj.: TEUR 608) sind Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern, wie zum Beispiel Körperschaftsteuern. 13 Ertragsteueraufwand Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- bzw. Ertragsteuern zusammen. Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst folgende Posten:
Die Überleitung zwischen den sich ergebenden Ertragsteuern, die sich aus der Anwendung des gewichteten Durchschnittssteuersatzes auf den Gewinn oder Verlust des Geschäftsjahres vor Steuern ergeben würden und den tatsächlichen Ertragsteuern ist im Folgenden dargestellt:
Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Steuersatz betrug 42,25 Prozent (Vj.: 45,65 Prozent) und leitet sich von den in den einzelnen Ländern geltenden Steuersätzen, gewichtet nach dem jeweiligen Ergebnis vor Steuern, ab. Der Rückgang des Steuersatzes ergibt sich aus der geänderten, Gewichtung der Gesellschaften mit positivem Vorsteuereinkommen und ihrem jeweiligen Steuersatz zu den Gesellschaften mit negativem Vorsteuereinkommen und ihrem jeweiligen Steuersatz. Die Anpassungsposition für die unterschiedlich anzuwendenden Steuersätze resultiert aus der Bilanzierung von latenten Steuern auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Gesellschaftsebene mit einem Steuersatz, der sich zum gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Steuersatz unterscheidet. Darüber hinaus wurden latente Steuern auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Gesellschaftsebene mit einem geänderten Steuersatz auf Grund der Einbeziehung weiterer Unternehmen in die ertragssteuerliche Organschaft der Prefere Resins Holding GmbH berechnet. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in dieser Überleitungsposition ausgewiesen. Die Überleitungsposition für die latenten Steuern des Vorjahres betreffen hauptsächlich eine nachgeholte Eliminierung eines latenten Steueranspruchs auf einen lokalen Goodwill Unterschiedsbetrag. Die Überleitungsposition in der Überleitung der effektiven Steuerquote für die nicht abziehbaren Betriebsausgaben resultiert aus den steuerlich nicht vollständig abziehbaren Finanzierungsaufwendungen, welche zum größten Teil aus dem Erwerb der Prefere Resins Gruppe im Juni 2018 resultieren und im vergangenen Geschäftsjahr durch den Erwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe und den dadurch bedingten zusätzlichen Finanzierungsaufwendungen weiter angestiegen sind. Die Nutzung der bislang nicht erfassten steuerlichen Verluste resultiert aus der Verrechnung von steuerlichen Gewinnen in der französischen und rumänischen Tochtergesellschaft. Den verrechneten Verlusten standen bisher keine aktivierten latenten Verlustvorträge gegenüber, oder die Nutzung hat zur Nachaktivierung solcher Vermögensgegenstände geführt. Die positiven permanenten Differenzen ergeben sich aus unrealisierten Währungsunterschieden im Konzern, welche für steuerliche Zwecke nicht zu erfassen sind. Latente Steuern Unterschiede zwischen den bilanziellen Regelungen aus den IFRS und den gesetzlichen Steuervorschriften begründen das Entstehen temporärer Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Zwecke der Rechnungslegung und ihren steuerlichen Werten. Die steuerlichen Auswirkungen dieser temporären Differenzen und der verbleibenden steuerlichen Verlustvorträge sind nachfolgend aufgeschlüsselt:
Die aktiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen für steuerbilanzielle Zwecke aktivierte lokale Goodwills (TEUR 625, Vj.: TEUR 565). Die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte hingegen ergeben sich maßgeblich aus temporären Differenzen aus der im Rahmen der im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Erstkonsolidierung aktivierter immaterieller Vermögenswerte für Kundenlisten (TEUR 17.251, Vj.: TEUR 19.144) sowie Lizenzen (TEUR 4.750, Vj.: TEUR 5.130). Die passiven latenten Steuern auf das Sachanlagevermögen resultieren aus den im Rahmen der im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Erstkonsolidierung aufgedeckter stiller Reserven (TEUR 3.059, Vj.: TEUR 3.512) sowie aus lokalen Bewertungsunterschieden in Höhe von TEUR 4.470 (Vj.: TEUR 5.079). Die aktiven latenten Steuern auf Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne (TEUR 6.102, Vj.: TEUR 5.852) resultieren aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsverbindlichkeiten, welche hauptsächlich der Prefere Melamines und Paraform Gruppe zuzuordnen sind. Diesem latenten steuerlichen Vermögensgegenstand steht eine latenten Steuerverbindlichkeit aus der Bildung eines Ausgleichsposten in einer der erworbenen deutschen Beteiligungen entgegen, der nach den Vorschriften des § 5 Abs. 7 EStG in Höhe von TEUR 3.323 (Vj.: TEUR 3.579) gebildet wurde und jährlich mindestens in Höhe von 1/15 aufzulösen ist. Die sich daraus ergebende latente Steuerverbindlichkeit wird unter den passiven latenten Steuern für die sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die latenten Steuerverbindlichkeiten auf die verzinslichen Darlehen resultieren aus temporären Differenzen auf die im Rahmen der vergangenen Unternehmenserwerbe eingegangenen Darlehensverbindlichkeiten. Die aktiven latenten Steuern auf Verluste, die mit den gemäß der aufgestellten steuerlichen Planungsrechnung künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können, resultieren im Wesentlichen aus der Aktivierung solcher Verluste der Prefere Resins Holding GmbH (TEUR 1.810, Vj.: TEUR 1.898). Des Weiteren wurden latente Steuern auf solche Verluste in der Prefere Resins France SA in Höhe von TEUR 953 (V.: TEUR 998) ausgewiesen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung erfassten aktiven latenten Steuern auf Verluste, die mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können, betragen zum Jahresende TEUR 656 (Vj.: TEUR 709) und sind teilweise in den obigen Angaben enthalten. Der Rückgang resultiert aus der Nutzung dieser Verlustvorträge im Rahmen der Realisierung der diesen Verlustvorträgen entgegenstehenden latenten steuerlichen Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2020 bestehen im Konzern steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt TEUR 15.386 (Vj.: TEUR 17.005). In 2021 verfallen von den steuerlichen Verlustvorträgen TEUR 508, in 2023 TEUR 287, in 2024 TEUR 436 und in 2025 TEUR 425. Die übrigen steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 13.731 (Vj.: TEUR 14.793) sind zeitlich unbeschränkt vortragsfähig. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.129 (Vj.: TEUR 11.187), welche im Wesentlichen unbeschränkt vortragsfähig sind, wurden für Zwecke der latenten Steuern durch die Aktivierung entsprechender latenter Steuerforderungen berücksichtigt. Auf die verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.257 (Vj.: TEUR 5.817) wurden dagegen keine aktiven latenten Steuern bilanziert, da für diese Beträge die Generierung eines ausreichenden steuerlichen Einkommens in der näheren Zukunft nicht wahrscheinlich ist. Zum 31. Dezember 2020 besteht auf der Ebene der Prefere Resins Holding GmbH ein Zinsvortrag in Höhe von TEUR 14.247 (Vj.: TEUR 9.095). Nach der Prognoserechnung wird in der näheren Zukunft die Nutzung des Zinsvortrags auf der Ebene der Prefere Resins Holding nicht möglich sein, sodass aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.156 (Vj.: TEUR 2.394) außer Ansatz bleiben. Die erfolgsneutrale Veränderungen beizulegender Zeitwerte von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten (cash flow hedges) hatten einen eigenkapitalerhöhenden Effekt aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 22 (Vj.: eigenkapitalreduzierend TEUR 35). Die erfolgsneutral erfassten Veränderungen beizulegender Zeitwerte der Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne (auf Grund von versicherungsmathematischen Änderungen) hatten ebenso einen eigenkapitalerhöhenden Effekt aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 313 (Vj.: eigenkapitalreduzierend TEUR 8). Beide dargelegte Effekte wurden im sonstigen Ergebnis erfasst. Es bestehen zu versteuernde Differenzen in Verbindung mit Anteilen an den Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 133.634 (Vorjahr: TEUR 129.399). Da die Konzernobergesellschaft in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der Differenzen zu steuern und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die Differenzen in absehbarer Zeit auflösen, wurden für diese Differenzen keine latente Steuern abgegrenzt. Alternative Leistungskennzahlen 14 Angepasstes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Das Management des Konzerns nutzt zu Steuerungszwecken sowie zur Darstellung der Leistungsfähigkeit des Konzerns die Finanzkennzahl "angepasstes Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen". Hierzu wird das Gesamtergebnis nach Steuern um die folgenden Effekte angepasst:
Das angepasste Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ist keine fest definierte Leistungskennzahl gemäß Rechnungslegungsstandard. In der Ermittlung dieser Leistungskennzahl das Geschäftsjahr 2019 wurde der Unternehmenserwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe zum 28. Juni 2019 jeweils für den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit einbezogen.
Vermögenswerte 15 Vorräte Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Vorräte, die während des Berichtszeitraums als Aufwand erfasst wurden und Umsatzkosten darstellen, beliefen sich auf TEUR 212.336 (Vj.: TEUR 213.898). 16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Konzern weist für im gewöhnlichen Geschäftsverlauf verkaufte Güter und Dienstleistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Diese Forderungen werden von Kunden geschuldet und sind mit kurzfristigen Zahlungszielen versehen. Sie werden daher als kurzfristig eingestuft und mit dem Betrag der unbedingten Gegenleistung erfasst. Der ausgewiesene Buchwert entspricht auf Grund der Kurzfristigkeit dem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. Dezember 2020 ebenso wie zum 31. Dezember 2019 als Sicherheiten für Darlehen an Dritte verpfändet. Es werden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet, wenn objektive substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass der Konzern eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen möglicherweise nicht einziehen kann. Rechnungssalden werden nur dann abgeschrieben, und unter den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Wahrscheinlichkeit ihrer Einbringlichkeit als gering ("remote") angesehen wird. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos ist wie folgt:
Die Gesellschaft hat im vergangenen Jahr Ausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 41 gehabt. Da ein Großteil der Kunden zum Teil seit vielen Jahren Kunde der lokalen Gesellschaften ist, werden auch überfällige Forderungen nur bei tatsächlichen Indikationen auf Wertbeeinträchtigung buchhalterisch auch so behandelt. Des Weiteren ist der Konzern gegen Forderungsausfälle versichert. 17 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum 31. Dezember 2020 steht wie im Vorjahr dem Konzern eine fest zugesagte revolvierende Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.000, welche zum Jahresende in Höhe von TEUR 7.000 nicht genutzt wurde, zur Verfügung. Der Konzern hat im Rahmen seiner ursprünglichen sowie der neuen Finanzierungsvereinbarung zum 31. Dezember 2020 TEUR 32.427 (Vj.: TEUR 16.288) seiner Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Sicherheit gestellt, für den Fall, dass er seinen Verpflichtungen unter der Finanzierungsvereinbarung nicht nachkommen kann. Darüber hinaus hat der Konzern wie im Vorjahr TEUR 212 seiner Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Sicherheit unter einer Fördermittelvereinbarung gestellt. Zum Stichtag waren alle diesbezüglichen Verpflichtungen erfüllt. 18 Sachanlagen Die Veränderungen des Buchwerts der Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2020 bzw. zum 31. Dezember 2019 war das Sachanlagevermögen als Sicherheit für Darlehen an Dritte verpfändet. 19 Immaterielle Vermögenswerte
Der Konzern erforscht und entwickelt neue Produktrezepturen um den stetig steigenden Spezifikationsanforderungen gerecht zu bleiben. Für spezifische Entwicklungsprojekte prüft der Konzern die Ansatzkriterien und aktiviert bei Erfüllung die Entwicklungskosten des Projektes in den sonstigen Rechten. Im Geschäftsjahr hat der Konzern TEUR 159 (Vj.: TEUR 116) für ein Entwicklungsprojekt in den Patenten und sonstigen Rechten aktiviert. Die aktivierten Kosten sowie alle anderen hier ausgewiesenen Patente und sonstigen Rechte werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Die im Rahmen des in 2018 durchgeführten Unternehmenserwerbs identifizierte Handelsmarke wird über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Zum Geschäftsjahresende beträgt die Restnutzungsdauer 12,5 Jahre. Die Kundenverträge hat der Konzern im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen in 2018 sowie 2019 erworben. Die Kundenverträge wurden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die aktivierten Kosten für Software betreffen im Wesentlichen Nutzungslizenzen sowie Implementierungskosten für eine im letzten Geschäftsjahr begonnene Umstellung der ERP Software. Die aktivierten Kosten werden über die Laufzeit abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich durch den Konzern auf eventuelle Wertminderungen überprüft. Dazu wurde der Geschäfts- oder Firmenwert zum Erwerbszeitpunkt auf die zu Grunde liegenden identifizierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Grund von berechneten Ergebnisbeiträgen und Nutzungswerten verteilt. Zur Berechnung der Nutzungswerte werden durch das Management Annahmen herangezogen, die in dreijährigen Finanzplan- und Cashflow Prognosen Verwendung finden. Wesentliche Planungsparameter umfassen Wachstumsraten, Diskontierungsfaktoren einschließlich Wachstumsabschlägen. Darüber hinaus werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf interne und externe Faktoren, die auf einen möglichen Impairment hinweisen würden, überprüft. Zum 31. Dezember 2020 ergaben sich für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich Marktumfeld und Wachstumsraten in Bezug auf Umsatzerlöse und Kosten (2020: 3 Prozent / 2019: 3 Prozent) bzw. Ausblick, Zinsniveau, Redundanz oder Nutzungsänderung von beinhalteten wesentlichen Sachanlagen oder Vermögenswerten. Die Corona Pandemie hat sich nach Einschätzung des Managements nicht negativ auf die zukünftige Entwicklung der Gruppe ausgewirkt. Darüber hinaus beinhalten die beschlossenen Planungen weiterhin positive Ergebnis- und Cashflowbeiträge, über die zum Erwerbszeitpunkt gültigen hinaus. Der Bewertung liegt ein Abzinsungszinssatz (WACC vor Wachstumsabschlag) von 4,2 - 6,5 Prozent (Vj.: 6,9 - 7,9 Prozent) zugrunde. Für die ewige Rente wurde ein Wachstumsabschlag in Höhe von 1,5 - 2,6 Prozent (Vj.: 1,7 - 2,8 Prozent) zugrunde gelegt. Die auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten allokierten Beträge des Geschäfts- oder Firmenwerts stellen sich zum 31 Dezember 2020 wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2020 bzw. 31. Dezember 2019 waren die immateriellen Vermögenswerte, bis auf den Kundenstamm, die Handelsmarke sowie der Goodwill als Sicherheit für Darlehen an Dritte verpfändet. 20 Leasingverhältnisse Die Erstanwendung von IFRS 16 erfolgte im vergangenen Geschäftsjahr durch den Konzern nach der modifizierten retroperspektiven Methode mit dem Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2019. Ein Vertrag enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag das Recht zu Nutzung eines spezifischen Vermögenswertes für ein Zeitraum gegen ein Entgelt überträgt. a) Der Konzern als Leasingnehmer Der Konzern hat Leasingverträge für verschiedene technische Anlagen, Maschinen, Kraftfahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung, die er in seinem Betrieb einsetzt, abgeschlossen. Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen haben in der Regel Laufzeiten bis zu 3 Jahren in wenigen Ausnahmefällen bis zu 5 Jahre. Bei Kraftfahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Laufzeit üblicherweise bis zu 3 Jahren. Die Verpflichtungen des Konzerns aus seinen Leasingverträgen sind durch das Eigentum des Leasinggebers an den Leasinggegenständen besichert. Leasingverträge können Verlängerungsoptionen enthalten, die vom Management zum Zeitpunkt des Auslaufens des originären Leasingzeitraums jeweils separat bewertet werden. Die Beurteilung der Frage, ob die Ausübung dieser Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, erfordert wesentliche Ermessensentscheidungen vonseiten des Managements. Leasingverträge mit variablen Leasingzahlungen bestehen nicht. Der Konzern hat außerdem vereinzelte Leasingverträge für Maschinen abgeschlossen, die eine Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger aufweisen, sowie für Büroausstattungsgegenstände mit geringem Wert. Auf diese Leasingverträge wendet der Konzern die praktischen Behelfe an, die für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, gelten. Eine Erfassung und Ausweis dieser Leasingverträge unter den Regelungen des IFRS 16 erfolgt nicht. In der folgenden Tabelle sind die bilanzierten Nutzungsrechte und die Veränderungen während der Berichtsperiode dargestellt:
Die Leasingverbindlichkeiten werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt Entwicklung der Leasingverbindlichkeiten und die Veränderungen während der Berichtsperiode:
Darüber hinaus hat die Prefere Gruppe in der Berichtsperiode die folgenden Beträge erfolgswirksam erfasst:
Im Geschäftsjahr hat die Gruppe Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 2.274 (Vj.: TEUR 1.184) geleistet. b) Der Konzern als Leasinggeber Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf. 21 Sonstige Vermögenswerte Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Forderung aus Kaufpreisrückerstattung aus dem Unternehmenserwerb wurde im Geschäftsjahr bis auf TEUR 2.599 gezahlt. Weitere TEUR 1.100 wurden im Mai des neuen Geschäftsjahres 2021 gezahlt. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Umweltversicherungen, Warranty and Indemnity Versicherungen, sowie für laufende operative Versicherungen in Höhe von TEUR 359 (langfristig) bzw. TEUR 254 (kurzfristig) sowie für die Nutzung einer Zufahrtsstraße vorausbezahlte Pacht in Höhe von TEUR 181 (langfristig). Darüber wird eine vorausbezahlte Pacht für eine Betriebsstätte in Höhe von TEUR 732 (Vj.: TEUR 800 unter den langfristigen Vorauszahlungen ausgewiesen. 22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr eine Zahlung für eine langfristig gehaltene Mitgliedschaft an einem finnischen Energieversorgungsunternehmen in Höhe von TEUR 23. 23 Derivative Finanzinstrumente Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres hielt der Konzern ein Strompreisderivat zur Absicherung von zukünftigen Cash Flows im Zusammenhang mit Energielieferungen in Finnland. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 ist das Derivat ausgelaufen. Das Derivat wurde daher mittels Discounted Cash-Flow Bewertung (DCF) zum Marktwert zum Abschlussstichtag mit Null bewertet. Die Änderung des Marktwertes für das Absicherungsgeschäft (Cash Flow Hedge) in Höhe von TEUR -93 (Vj.: TEUR -217) wurde in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr keine weiteren Beträge aus dem sonstigen Ergebnis erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen der Refinanzierung im Geschäftsjahr 2018 hat der Konzern eine Finanzierung über TEUR 110.000 sowie eine revolvierende Kreditlinie über TEUR 10.000 neu aufgenommen. Beide Fazilitäten werden mit einem Zins basierend auf EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus der zukünftigen Entwicklung des EURIBOR hat der Konzern am 7. März 2019 einen Zinscap über TEUR 82.500 mit EURIBOR Strikerate 1 Prozent abgeschlossen. Der Zinscap beginnt mit der nächsten halbjährlichen Zinszahlung im Juni 2019 und hat eine Laufzeit bis Dezember 2021. Zum Jahresende betrug der Nominalwert des Zinscaps EUR 61. Auf Grund der mangelnden Wesentlichkeit wird der Zinscap nicht ausgewiesen. Eigenkapital und Schulden 24 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Stammkapital beträgt TEUR 25 und ist in 25.000 Anteile mit einem Nennwert von EUR 1 je Anteil aufgeteilt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beinhaltet die per Gesellschafterbeschluss vom 15. Juni 2018 beschlossene und mit selbem Datum ausgeführte Einzahlung in die freie Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 58.025. Kumulierte Ergebnisse/ Verluste Die Gewinnrücklagen sind im Geschäftsjahr aufgrund des Periodenergebnisses in Höhe von TEUR -1.285 von TEUR -7.969 auf TEUR -9.253 gesunken. Sonstige Eigenkapitalbestandteile Die sonstigen Eigenkapitalbestandteile in Höhe von TEUR -3.929 setzen sich aus der Erfassung der Rücklagen für Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -3.336 sowie Rücklagen aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne in Höhe von TEUR -593 zusammen. 25 Kapitalmanagement Das Management des Konzerns überwacht und steuert die Kapitalbasis des Unternehmens um eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens stets zu gewährleisten sowie das Vertrauen der Investoren, Gläubiger und anderen Marktteilnehmer zu rechtfertigen. Für Zwecke der Kapitalsteuerung umfasst die Kapitalbasis das Eigenkapital, also das gezeichnete Kapital sowie alle sonstigen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Kapital- und Gewinnrücklagen. Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Maximierung des Shareholder Value. Eine Auszahlung von Dividenden an die Anteilseigener sowie die Rückführung der Gesellschafterdarlehen ist auf Seiten der Prefere Resins Holding GmbH gemäß den Vereinbarungen mit den Finanzparteien nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Mittels Überwachung der Generierung von positiven Cash Flows aus dem erwirtschafteten EBITDA sichert das Management zukünftige Kapitalbedarfe sowie die weitere Stärkung der Kapitalbasis ab. Ziel des Managements ist es eine EBITDA Rendite von mindestens 11 Prozent zu erwirtschaften sowie über eine angestrebte Cash Conversion Rate von ca. 80 Prozent die Kapitalbasis des Konzerns zu festigen. Darüber hinaus überwacht das Management das Kapital mittels des Verhältnisses von Nettoverschuldung zu EBITDA der letzten zwölf Monate (Total Net Leverage Ratio), wobei die Nettoverschuldung alle Darlehensverbindlichkeiten zu Rückzahlungswerten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst. Diese Finanzkennzahl (ohne Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen) stellt ebenso eine mit den finanzierenden Kreditinstituten vereinbarte Financial Covenant dar, mittels derer die externen Anforderungen an die Kapitalstruktur gestellt werden. Bei Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahl können die Banken die betroffenen Darlehen fällig stellen bzw. treten mit dem Gesellschafter vereinbarte Ausgleichsmaßnahmen in Kraft. Zum 31. Dezember 2020 stellt sich die Financial Covenant "Total Net Leverage Ratio" auf Basis einer Zwölf-Monats Betrachtung wie folgt dar:
26 Verzinsliche Darlehen Der Konzern hat im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse verschiedene Darlehensverbindlichkeiten aufgenommen. Die verzinslichen Darlehen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
Die verzinslichen Darlehen zum Ende des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
Das Bankdarlehen über EUR 110.000.000, das Bankdarlehen über EUR 43.000.000 sowie das Bankdarlehen über EUR 10.000.000 sind mit ihrer Endfälligkeit am 19. Juni 2025 bzw. am 19. Juni 2024 in voller Höhe zurückzuzahlen. Das Bankdarlehen über EUR 10.000.000 stellt jedoch eine revolvierende Kreditlinie dar und kann jederzeit durch die Gruppe erneut in Anspruch genommen werden. Im Geschäftsjahr wurde die revolvierende Kreditlinie bis zu einer Gesamthöhe von EUR 10.000.000 (Vj.: EUR 7.000.000) in Anspruch genommen und bis zum Geschäftsjahresende 2020 in Höhe von EUR 7.000.000 (Vj.: EUR 4.000.000) wieder getilgt. Zum Jahresende des aktuellen Geschäftsjahres stehen dem Konzern somit aus dieser Kreditlinie erneut EUR 7.000.000 zur Verfügung. Im Geschäftsjahr wurde das Bankdarlehen Facility B über TEUR 110.000 außerplanmäßig und vorzeitig in Höhe von TEUR 3.130 sowie in Höhe von TEUR 5.000 getilgt. Sämtliche Gesellschafterdarlehen der Prefere Luxembourg II S.ä r.l. sehen keine regelmäßigen Tilgungen vor. Die Zinsen des Zeitraums Juli 2019 bis Juni 2020 wurden im Juni 2020 passiviert und dem Darlehensbetrag zugeführt. Zum 31. Dezember 2019 bzw. zum 31. Dezember 2020 stellen sich die Fälligkeiten der undiskontierten Finanzverbindlichkeiten auf Basis der vertraglich vereinbarten Werte wie folgt dar:
27 Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.548 (Vj.: TEUR 13.284) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern TEUR 4.375 (Vj.: TEUR 3.264), Zinsverbindlichkeiten TEUR 2.650 (Vj.: TEUR 1.278), Verbindlichkeiten aus offenen Rechnungen in Höhe von TEUR 2.904 (Vj.: TEUR 1.681) sowie Verbindlichkeiten aus vereinnahmten Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 1.159 (Vj.: TEUR 744). Zum 31. Dezember 2020 sind Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.188 (Vj.: TEUR 6.436) enthalten. Davon werden in Höhe von TEUR 4.384 (Vj:. TEUR 4.793) unter den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und TEUR 1.804 (Vj:. TEUR 1.643) unter den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten. 28 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zum 31. Dezember 2020 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 43.742 (Vj.: TEUR 41.588). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Zahlungsziele zwischen 30 und 90 Tagen und sind daher alle im Laufe eines Jahres fällig. 29 Rückstellungen Der Konzern hat für bestehende Rückbauverpflichtungen eines Gebäudes auf einem gemieteten Grundstück mit Fälligkeit von über 5 Jahren eine langfristige Rückstellung in Höhe von TEUR 386 gebildet. Bis zum Eintritt der Verpflichtung wird der Konzern regelmäßig die zu Grunde liegenden Annahmen untersuchen und ggf. Anpassungen an der Rückstellung vornehmen. Im Geschäftsjahr wurden Zuführungen aus der Verzinsung des Buchwertes für diese Verpflichtung in Höhe von TEUR 25 erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen zum Geschäftsjahresende stellen sich folgendermaßen dar:
Finanzinstrumente 30 Darstellung von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien Zum Ende des vorangegangene Geschäftsjahres hatte der Konzern einen Cash Flow Hedge zur Absicherung von Preisschwankungen für Stromlieferungen in Finnland. Im aktuellen Geschäftsjahr ist dieser Hedge ausgelaufen. Die finanziellen Vermögenswerte stellen sich zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2020 hatte der Konzern keine derivativen Finanzinstrumente, Devisentermingeschäfte bzw. sonstige Derivate abgeschlossen. Die finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern sind daher ebenso insgesamt zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
31 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente des Konzerns, mit Ausnahme derer, deren Buchwerte wie unten beschrieben angemessene Annäherungen des beizulegenden Zeitwerts sind:
Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte sowie von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten entsprechen hauptsächlich aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dieser Instrumente nahezu ihren jeweiligen Buchwerten. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Der Konzern hat bei der Bestimmung seiner zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente folgende Bewertungsklassifizierung vorgenommen. Dabei wurden folgende Methoden und Annahmen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte verwendet. Level 1: auf aktiven Märkten notierter Preis für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Level 2: andere Bewertungstechniken, bei denen alle Inputfaktoren mit wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung direkt oder indirekt auf aktiven Märkten beobachtbar sind Level 3: andere Bewertungstechniken, bei denen alle Inputfaktoren mit wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung nicht direkt oder indirekt auf aktiven Märkten beobachtbar sind Der Konzern schließt gegebenenfalls derivative Finanzinstrumente mit verschiedenen Parteien ab, insbesondere mit Finanzinstituten. Die Zinsswaps und Devisenterminkontrakte sind Derivate, welche unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens (Discounted Cash Flow Methode) mit am Markt beobachtbaren Inputparametern bewertet sind. Die beizulegenden Zeitwerte der verzinslichen Darlehen des Konzerns werden mittels der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wird der Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den Fremdfinanzierungssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraumes widerspiegelt. Nachfolgende Tabelle zeigt die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns nach Hierarchiestufen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns nach Hierarchiestufen zum Geschäftsjahresende.
32 Finanzrisikomanagement Der folgende Abschnitt erläutert die vom Konzern identifizierten finanziellen Risiken und ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns. Außerdem werden die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems des Konzerns erläutert. Relevante Instrumente sowie ihre Auswirkungen auf Bilanz und GuV, soweit wesentlich, werden dargestellt um den Zusammenhang zwischen Risikomanagement und tatsächlichem Instrument besser darzustellen. Das Risikomanagement wird unter der Aufsicht der Geschäftsführung betrieben. Die zentrale Finanzabteilung erstellt Grundsätze für ein Gesamt-Risikomanagement, welche durch die Geschäftsführung genehmigt sowie in Form von Handbüchern und Leitlinien dokumentiert und allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden. Das Risikomanagement des Konzerns beinhaltet Überwachungsmechanismen sowie Instrumente zu Steuerung für die folgenden - anschließend genauer dargestellten -Risiken, Ausfallrisiko, Liquiditätsrisiko sowie Marktrisiken wie zum Beispiel Preisrisiko, Zinsrisiko und Währungsrisiko. Die zentralen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Darlehen von Kreditinstituten und Gesellschaftern, Zahlungsmittel sowie Zins- und Währungsderivate. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit und der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Der Konzern verfügt darüber hinaus über weitere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar in seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Die wesentlichen Risiken sind im Folgenden dargestellt: Ausfallrisiko Der Konzern ist einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Darunter wird die Gefahr verstanden, dass ein Kontrahent eines Finanzinstruments bei dem anderen Kontrahenten finanzielle Verluste verursacht, indem er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko des Konzerns entsteht aufgrund von Produktverkäufen auf Kredit sowie sonstigen Geschäftsvorfällen mit Kontrahenten, die zu finanziellen Vermögenswerten (z. B. Forderungen, Guthaben bei Banken Finanzinstrumenten oder derivativen Finanzinstrumenten), führen. Das maximale Ausfallrisiko aus dem Liefer- und Leistungsverkehr des Konzerns umfasst die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47.179 (Vj.: TEUR 44.433) sowie die sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 6.583 (Vj.: TEUR 13.360). Dieses Ausfallrisiko wird durch die Nutzung von unabhängigen Bonitäts-Ratings zu Beginn der Geschäftsbeziehung sowie anschließend in regelmäßigen Abständen bei der Erstellung von Kreditlimits begrenzt. Die Einhaltung der Kreditlimits wird durch die zentrale Controllingabteilung überwacht. Das verbleibende Ausfallrisiko aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ist durch eine Kreditversicherung für alle wesentlichen Geschäftspartner begrenzt. Für nicht versicherte Geschäftspartner gibt es gesonderte Freigabeverfahren mit Genehmigung durch das Management. Das im Hinblick auf zweifelhafte Forderungen, bei denen rechtliche Maßnahmen unumgänglich sind, oder im Hinblick auf überfällige Forderungen bestehende Ausfallrisiko wird regelmäßig zentral kontrolliert. Der Konzern wendet die vereinfachte Vorgehensweise zur Bemessung der erwarteten Ausfallverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente an. Zur Beurteilung der erwarteten Ausfallverluste wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach gemeinsamen Kreditrisikomerkmalen sowie Überfälligkeiten geclustert. Des Weiteren wurden die historischen Ausfallraten (soweit verfügbar), unter Hinzuziehung der Kreditversicherung, analysiert, um einen angemessenen Näherungswert der zukünftig zu erwartenden Verlustquoten zu erhalten. Überdies werden in dieser Betrachtungsweise Hinweise auf zukünftige Änderungen dieser Quote, wie zum Beispiel Änderungen im makroökonomischen Umfeld mit wesentlichen Auswirkungen auf Geschäftsklimaindizes, hinzugezogen. Basierend auf der bestehenden Kreditversicherung sowie der Ausfallquote für die verbleibenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde die insgesamte Ausfallquote als minimal berechnet. Die etwaige Anpassung für einzelne Geschäftsbereiche bzw. von der aktuellen Pandemie betroffenen Kundengruppen um zukunftsorientierte Faktoren hat ebenfalls nicht zu einer wesentlichen Erhöhung der konzernweiten Ausfallquote geführt. Der Konzern hat daher im Geschäftsjahr eine zusätzliche Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 88 erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls Wertminderungsvorschriften, es wurde jedoch ebenfalls kein wesentlicher Wertminderungsaufwand identifiziert. Die Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte beruhen auf Annahmen und Einschätzungen des Managements über zukünftige Verlustquoten. Bei der Aufstellung dieser Quoten werden die Annahmen und Auswahl der Inputfaktoren nach dem Ermessen und den historischen Erfahrungen des Managements, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsorientierten Schätzungen vorgenommen. Marktrisiko Die Gesellschaft ist Marktrisiken, zum Beispiel aus Fremdwährungspositionen, Preisvolatilitäten und Zinsschwankungen ausgesetzt. Das Management legt Risikotoleranzgrenzen fest, die regelmäßig überwacht werden. Preisrisiko Preisschwankungsrisiken beim Ankauf der Rohstoffe werden für den größten Teil der Lieferungen über Formelpreise abgefedert, die für einen definierten Zeitraum die kalkulierten Margen sichern. Die anhaltend diskontinuierliche Preisentwicklung unserer Hauptrohstoffe stellt für alle Bereiche unseres Unternehmens eine besondere Herausforderung dar. Der im vorvergangenen Geschäftsjahr abgeschlossene Preissicherungsvertrag für Stromlieferungen über zwei Jahre ist zum 31.12.2020 ausgelaufen. Die Absicherung des Preisrisikos auf Grund schwankender Strompreise wurde nunmehr über fixe Preisstrukturen abgesichert. Zinsrisiko Der Konzern ist einem Zinsänderungsrisiko durch den Abschluss von langfristigen Kreditverträgen mit variablen Zinssätzen ausgesetzt. Zum Abschlussstichtag waren Kreditverträge mit dem Gesellschafter des Konzerns abgeschlossen und mit einem vertraglich fest fixierter Zinssatz vereinbart. Die langfristigen Kreditverträge mit Kreditinstituten hingegen beinhalten Zinssätze, welche an den EURIBOR gekoppelt sind. Zum Abschlussstichtag hat der Konzern Kreditverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 144.870 mit einer Zinslaufzeit von 6 Monaten sowie aus der revolvierenden Kreditlinie in Höhe von TEUR 3.000 mit einer Zinslaufzeit von 30 Tagen. Bezogen auf die Gesamtkreditverbindlichkeiten unterliegen damit 82 Prozent bzw. 2 Prozent der Kreditverbindlichkeiten einem Zinsänderungsrisiko. Um dieses Zinsrisiko zu minimieren schließt der Konzern Zinsswaps bzw. Zinscaps ab, mit dem Ziel die schwankenden Cash Flows aus der variablen Verzinsung durch gegenläufige fixe Zinszahlungen aus dem Absicherungsgeschäft abzusichern bzw. zu deckeln. Zur Absicherung des Zinsrisikos der originären Kreditverbindlichkeit in Höhe von TEUR 110.000 aus der zukünftigen Entwicklung des EURIBOR hat der Konzern am 7. März 2019 einen Zinscap über TEUR 82.500 mit EURIBOR Strikerate 1 Prozent abgeschlossen. Eine Erhöhung des jährlich durchschnittlichen variablen Zinssatzes um 0,25 Prozent über 0,00 Prozent, und damit unter der Strikerate des Zinscaps, würde zu einem Anstieg des Zinsaufwandes in Höhe von TEUR 375 führen. Eine Verringerung des variablen Zinssatzes, und damit weiterhin unter 0,00 Prozent, hätte keine weitere Auswirkung auf den Zinsaufwand. Währungsrisiko Die Gesellschaft ist international geschäftstätig und unterhält daher Fremdwährungspositionen, die einem Währungsrisiko unterliegen. Währungsrisiken resultieren aus zukünftigen Transaktionen sowie bilanzierten Vermögens- und Schuldenpositionen, die nicht in der funktionalen Währung des entsprechenden Konzernunternehmens lauten. Solche Positionen bestehen insbesondere in US-Dollar (USD), Britische Pfund (GBP), Polnische Zloty (PLN), Rumänischen Leu (RON). Währungsrisiken erwachsen aus künftigen Geschäftsvorfällen sowie. Der Konzern nutzt gegebenenfalls Devisenterminkontrakte, um sich gegen das Währungsrisiko aus erwarteten Transaktionen abzusichern. Diese Terminkontrakte müssen, gemäß Richtlinie, in den wesentlichen Vertragsbedingungen wie zum Beispiel Betrag und Laufzeit mit dem Grundgeschäft übereinstimmen. Gemäß dem Risikomanagementansatz des Konzerns werden solche Devisenterminkontrakte nur für hoch wahrscheinlich zu prognostizierende Transaktionen abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2020 bestanden keine Devisenterminkontrakte. Die Unternehmensleitung überwacht die Entwicklung der Wechselkurse regelmäßig, so dass bei einer Erhöhung des Risikos jederzeit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Im Rahmen der in 2018 durchgeführten Schuldenübernahme von Bankverbindlichkeiten durch die Prefere Resins UK Holding Ltd. hat das Management entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet um das Währungsrisiko zwischen der funktionalen Währung in GBP und der in EUR lautenden Bankverbindlichkeiten abzusichern. Zum 31. Dezember 2020 war für diese Risikoposition jedoch kein Sicherungsinstrument abgeschlossen worden. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen aus finanziellen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Der Konzern muss daher dafür Sorge tragen, dass jederzeit ausreichend Zahlungsmittel bzw. Finanzmittel durch zugesagte und nicht genutzte Kreditlinien vorhanden sind, um jederzeit die fällige Verpflichtungen erfüllen zu können. Der Konzern ist einem Liquiditätsrisiko durch tägliche Liquiditätsentnahmen ausgesetzt. Das Liquiditätsrisiko wird von der Unternehmensleitung mittels Überwachung des Cash Flows durch rollierende 6-Wochen-Prognosen gesteuert. Die zentrale Konzernfinanzabteilung steuert die Liquiditätsentwicklung im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses sowie auf monatlicher Basis. Dabei werdenden Ein- und Auszahlungen der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten angemessene Aufmerksamkeit unter Beachtung der Fälligkeiten von Zins- und Tilgungszahlungen sowie ggf. unter Hinzuziehung der nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien gewidmet. Darüber hinaus überwacht das Management permanent wichtige bilanzielle Kennzahlen um ggf. einen außerplanmäßigen Liquiditätsbedarf frühzeitig erkennen zu können. Maßgeblich wird hierzu die monatliche Veränderung des Working Capital, d. h. die Veränderung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überwacht. Zum 31. Dezember 2020 betrugen die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns TEUR 75.755 (Vj.: TEUR 76.238) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 43.742 (Vj.: TEUR 41.588). Das Working Capital betrug damit TEUR 32.013 (Vj.: TEUR 34.650). Der Rückgang des Working Capital im Vergleich zum Vorjahresstichtag resultiert aus der erfolgreichen Umsetzung weiterer Working Capital Management Maßnahmen. Das Working Capital zum 31. Dezember 2020 lag im Rahmen der Erwartungen und Vorhersagen des Managements. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Liquiditätsüberschüsse in Höhe von TEUR 8.130 (Vj.: TEUR 1.000) zur außerplanmäßigen Tilgung ihrer bestehenden Kreditlinien verwendet. Darüber hinaus steht eine fest zugesagte revolvierende Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.000, welche zum Jahresende in Höhe von TEUR 7.000 nicht genutzt wurde, zur Verfügung. Das Management erwartet, die zugesagte revolvierende Kreditlinie gegebenenfalls auch kurzfristig in Zahlungsmittel umwandeln und einen ungeplanten Liquiditätsbedarf so zeitnah decken zu können. Die nachstehende Tabelle zeigt die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns unterteilt in ihre jeweiligen Fälligkeiten bzw. vereinbarten vertraglichen Laufzeiten. Hierbei werden die Cash Flows als undiskontierte fällige Beträge dargestellt.
Zusammensetzung des Konzerns 33 Zusammensetzung des Konzerns Zum 31. Dezember hielt die Prime MidCo GmbH direkt oder indirekt Beteiligungen an den folgenden Tochterunternehmen:
Der Stimmrechtsanteil der Gesellschaft entspricht der aus der vorstehenden Tabelle hervorgehenden Beteiligung an dem jeweiligen Tochterunternehmen. Die Gesellschaften Prefere Resins Germany GmbH, Prefere Melamines GmbH sowie Prefere Paraform GmbH & Co. KG sind nach § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Lageberichtes sowie von der Veröffentlichung ihres Abschlusses befreit. 34 Unternehmenszusammenschlüsse Im Geschäftsjahr 2018 hat die Prime MidCo GmbH mit Wirkung zum 19. Juni 2018 über ihre Tochtergesellschaft Prime BidCo GmbH direkt 100 Prozent der Anteile an der Prefere Resins Holding GmbH sowie indirekt 100 Prozent der Anteile an den folgenden Tochterunternehmen erworben: Prefere Resins Germany GmbH, Prefere Resins Austria GmbH, Prefere Resins Finland Oy, Prefere Resins France SA, Prefere Resins France Holding SAS, Prefere Resins UK Ltd., Prefere Resins Poland Sp.z o.o., Prefere Resins Romania S.R.L.. Alle erworbenen Unternehmen zusammen bilden die Prefere Resins Gruppe. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Prime MidCo GmbH über ihre Tochtergesellschaft Prefere Resins Holding GmbH mit Wirkung zum 28. Juni 2019 direkt 100 Prozent der Anteile an den folgenden Tochterunternehmen erworben: Prefere Melamines US NewCo Inc., Prefere Melamines GmbH, Prefere Melamines Pte. Ltd. sowie Prefere Paraform Verwaltungs GmbH und Prefere Beteiligungs GmbH & Co. KG. Darüber hinaus wurden mit selben Datum indirekt 100 Prozent der Anteile an den folgenden Tochterunternehmen erworben: Prefere Paraform GmbH & Co. KG sowie Prefere Melamines LLC. Alle erworbenen Unternehmen zusammen bilden die Prefere Melamines und Prefere Paraform Gruppe. Weitere Anhangsangaben 35 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Künftige Zahlungsverpflichtungen Zum 31. Dezember 2020 hatte der Konzern noch nicht gelieferte Waren und Dienstleistungen im Wert von TEUR 7.484 (Vj.: TEUR 6.886) verbindlich bestellt. Sämtliche daraus resultierenden Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. 36 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Hauptgesellschafterin der Prime MidCo GmbH ist die Prefere Luxembourg II S.à r.l., Luxemburg. Die Hauptgesellschafterin übt einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzern aus. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Prefere Luxembourg I S.à.r.l., Luxemburg, welche wiederum durch verschiedene Investment Funds gehalten wird. Die Prefere Luxembourg II S.à r.l. stellt keinen Konzernabschluss auf. Die Anteile, welche direkt und indirekt durch die Prime MidCo GmbH gehalten werden, können der Anhangangabe 33 entnommen werden. Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen Unternehmen und Personen werden als nahestehend betrachtet, wenn sie gemeinsamer Beherrschung unterliegen oder eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen, einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben oder aufgrund gemeinsamer Führung der anderen Partei deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beeinflussen. Bei der Betrachtung aller möglichen Beziehungen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen wird der wirtschaftliche Gehalt der Beziehung und nicht allein die rechtliche Gestaltung geprüft. Für Zwecke der entsprechenden Richtlinie gilt jede Führungskraft, jedes Mitglied der Geschäftsführung (oder jede zum Geschäftsführer ernannte Person), jeweils einschließlich der unmittelbaren Familienangehörigen, und jedes von einem Mitglied dieses Personenkreises im Eigentum gehaltene oder beherrschte Unternehmen als nahestehende Person oder nahestehendes Unternehmen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die zum Geschäftsjahresende 2020 sowie 2019 offenen Salden aus Leistungen in Verbindung mit sonstigen nahestehenden Unternehmen oder Personen, die die Prime MidCo GmbH beherrschen oder maßgeblich beeinflussen:
Alle Darlehen sind mit 8 Prozent verzinst und sind nicht besichert und in bar zu erfüllen. Im Geschäftsjahr hat der Konzern für diese Darlehensverbindlichkeiten Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.236 (Vj.: TEUR 2.065) erfasst. Darüber hinaus hat die Prefere Luxembourg II S.à r.l. im Geschäftsjahr eine Management Gebühr an den Konzern in Höhe von TEUR 150 (Vj.: TEUR 150) in Rechnung gestellt. Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören Herr Dr. Arno Knebelkamp sowie Dr. Micaela Schönherr an.
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. anteilsbasierte oder andere langfristig fällige Leistungen wurden nicht gewährt. Vergütung der Mitglieder des Beirates Der Konzern hatte im Geschäftsjahr weder einen Aufsichtsrat noch einen Beirat. 37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum 1. März 2021 hat Herr Elmar Beeke seine Tätigkeit als Chief Operating Officer der Gruppe aufgenommen. Herr Beeke wird mit seinem Eintritt zunächst die Verantwortung für die Business Unit Phenolics übernehmen. Der Kaufpreis der mit Wirkung zum 28.Juni 2019 erworbenen Prefere Melamines und Paraform Gruppe wurde im Rahmen einer zu ermittelnden Schlussbilanz zum Übertragungsstichtag bestimmt. Dieser Prozess wurde zwischen der Verkäuferin und dem Management der Prefere Gruppe zum 6. März 2020 abgeschlossen und resultierte in einer Kaufpreisrückerstattung in Höhe von TEUR 4.764, welche am 13. März 2020 erhalten wurde. Darüber hinaus wurden weitere TEUR 1.100 Kaufpreis am 25. Mai bzw. am 28. Mai 2021 rückerstattet. Die Prefere Gruppe hat zum 21. März 2021 sowie zum 21. Juni 2021 Liquiditätsüberschüsse in Höhe von TEUR 4.000 bzw. TEUR 3.000 zur außerplanmäßigen Tilgung ihrer bestehenden Kreditlinien verwendet. Das Management der Gruppe hat umfangreich auf die verschiedenen lokalen Anforderungen an den Standorten reagiert und wo möglich staatliche Programme zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen, wie zum Beispiel Kurzarbeitsprogramme, genutzt. 38 Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers inkl. verbundener Unternehmen beträgt:
39 Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Zuwendungen sind im Wesentlichen an bestimmte Struktureffekte, wie zum Beispiel die Schaffung und den Erhalt einer bestimmten Anzahl von Arbeitsplätzen sowie der Verbringung bestimmter Tonnageleistungen über neu geschaffene Gleisanlagen gekoppelt. Der Prüfzeitraum zur Erfüllung dieser Struktureffekte beträgt 5-7 Jahre. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden bisher erfüllt, etwaige sonstige Unsicherheiten bestehen nicht. Darüber hinaus betreffen die im vergangenen Geschäftsjahr durch den Unternehmenserwerb zugeflossenen Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuschüsse für die Investition in eine Abluftanlage. Rechnungslegungsmethoden Die vorliegende Anhangsangabe umfasst eine Aufstellung und Erläuterung der wesentlichen, bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendeten Rechnungslegungsmethoden. 40 Konsolidierungsgrundsätze Der vorliegende Abschluss ist ein Konzernabschluss, der sich aus den Abschlüssen der Prime MidCo GmbH sowie ihren Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2020 zusammensetzt. Tochtergesellschaften sind alle Gesellschaften, die vom Konzern beherrscht werden. Die Beherrschung wird erlangt, wenn der Konzern aufgrund seiner Beteiligung an dem Beteiligungsunternehmen variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über diese verfügen kann und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen, indem er die relevanten Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens steuert. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden an die des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. 41 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden Unternehmenszusammenschlüsse Der Erwerb von Tochterunternehmen wird in der Regel unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene identifizierbare Vermögenswerte und übernommene Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt festgestellten beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die für das erworbene Unternehmen übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der eingegangenen oder übernommenen Schulden, einschließlich des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte oder Schulden aus Vereinbarungen über eine bedingte Gegenleistung, bewertet. Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert des erworbenen Reinvermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Ist die übertragene Gegenleistung geringer als der beizulegende Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens, dann wird dieser Unterschiedsbetrag unmittelbar erfolgswirksam als Erwerb unter Marktwert erfasst. Mit dem Erwerb zusammenhängende Transaktionskosten, beispielsweise für Beratungs-, Rechtsberatungs-, Bewertungs- und ähnliche Dienstleistungen, werden wie folgt behandelt. Transaktionskosten, die mit dem Erwerb in Zusammenhang stehen und aufgrund der Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten angefallen sind, werden vom Eigenkapital abgezogen; Transaktionskosten, die aufgrund der Ausgabe von Schuldtiteln im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallen sind, werden vom Buchwert der Schuldtitel abgezogen, und alle anderen Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb werden aufwandswirksam erfasst. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und, sofern erforderlich, kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen Aufwendungen, die direkt dem Erwerb der Gegenstände zuzuordnen sind. Soweit Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann in den Buchwert des Vermögenswerts einbezogen oder als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein mit der Sachanlage verbundener zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten der Sachanlage verlässlich bestimmt werden können. Die Kosten für geringfügige Reparaturen und Instandhaltung werden sofort aufwandswirksam erfasst. Der Buchwert einer Komponente, die als separater Vermögenswert bilanziert ist, wird ausgebucht, wenn diese ersetzt wird. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden durch einen Vergleich der Erlöse mit dem Buchwert ermittelt und in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden am Ende jeder Berichtsperiode überprüft und gegebenenfalls angepasst. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte der Gesellschaft umfassen hauptsächlich einen Geschäfts- oder Firmenwert, Handelsmarken, Lizenzen und Kundenverträge, erworbene Computer-Software sowie aktivierte Entwicklungskosten. Geschäfts- oder Firmenwert Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Unternehmen sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten und werden wie oben beschrieben zum Zeitpunkt des Zugangs bewertet. Sie werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens beinhalten den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts des veräußerten Unternehmens. Handelsmarken, Lizenzen und Kundenverträge Einzeln erworbene Handelsmarken und Lizenzen werden zu den historischen Anschaffungskosten angesetzt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Handelsmarken, Lizenzen und Kundenverträge werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Diese immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer (15 Jahre) und werden in der Folge zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen, bilanziert. Software Erworbene Computer-Software und sonstige Lizenzen werden mit den Kosten, die für ihren Erwerb und ihre Inbetriebnahme angefallen sind, aktiviert. Kosten, die mit der Wartung von Software-Programmen in Zusammenhang stehen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Immaterielle Vermögenswerte aus erworbener Software werden linear über ihre jeweilige Nutzungsdauer, üblicherweise über 3 Jahre abgeschrieben. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die nicht die Aktivierungskriterien nach IAS 38.47 in Verbindung mit IAS 36 erfüllen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Bisher als Aufwand verbuchte Entwicklungskosten werden nicht als Vermögenswert in einer Folgeperiode erfasst. Wertminderungen von Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen überprüft. Sollten Ereignisse oder Änderungen der Markt- oder Unternehmensgegebenheiten eintreten, die auf eine Wertminderung hinweisen, dann werden diese Vermögenswerte ebenfalls auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Sonstige Vermögenswerte werden auf Wertminderungen untersucht, sobald Ereignisse eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswertes den erzielbaren Betrag übersteigt. Ist es nicht möglich den erzielbaren Betrag eines Vermögenswertes zu ermitteln, dann werden die verschiedenen sonstigen Vermögenswerte zu einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zusammengefasst. Bei dem erzielbaren Betrag handelt es sich um den höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird definiert als die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die von anderen Vermögenswerten unabhängige Mittelzuflüsse generiert. Liegt eine Wertminderung vor, dann wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag reduziert und der Wertminderungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres erfasst. Wertgeminderte nicht finanzielle Vermögenswerte - außer der Geschäfts- oder Firmenwert - werden am Ende des auf eine mögliche Wertaufholung hin überprüft. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Beim erstmaligen Ansatz werden solche Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert erfasst. Der Nettoveräußerungserlös stellt hierbei den im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erzielbaren geschätzten Veräußerungserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Veräußerung selbst dar. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von Vorräten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten und werden auf der Grundlage der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. In die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten sind darüber hinaus die Kosten des Erwerbs sowie die Lieferungs- und Verbringungskosten enthalten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Insofern bei dem Erwerb von Rohstoffen Cashflow-Sicherungsgeschäfte eingesetzt werden, werden die hieraus resultierenden Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital in die Anschaffungs- und Herstellungskosten umgegliedert. Um den Wert von Vorräten in der Bilanz sachgerecht abzubilden, werden Wertminderungen aufgrund von veralteten und schwergängigen Vorräten berücksichtigt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und kurzfristige Einlagen bei Banken, welche eine Laufzeit von maximal bis zu drei Monaten haben, sowie einem nur unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Finanzinstrumente Erstmaliger Ansatz und Bewertung Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, werden mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. Damit ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet klassifiziert und bewertet werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Das Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie ein Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides. Folgebewertung Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in vier Kategorien klassifiziert: 1. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) Diese Kategorie hat die größte Bedeutung für den Konzernabschluss. Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
und
Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 2. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte mit Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste (Schuldinstrumente) (FVOCI) Der Konzern bewertet Schuldinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
und
Bei Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden Zinserträge, Neubewertungen von Währungsumrechnungsgewinnen und -verlusten sowie Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und so berechnet wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Die verbleibenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung wird der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. 3. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte ohne Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste bei Ausbuchung (Eigenkapitalinstrumente) (FVOCI) Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern unwiderruflich die Wahl treffen, seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Klassifizierung erfolgt einzeln für jedes Instrument. Gewinne und Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger Ertrag erfasst, wenn der Rechtsanspruch auf Zahlung besteht, es sei denn, durch die Dividenden wird ein Teil der Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswerts zurückerlangt. In diesem Fall werden die Gewinne im sonstigen Ergebnis erfasst. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente werden nicht auf Wertminderung überprüft. 4. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Ungeachtet der vorstehend erläuterten Kriterien zur Klassifizierung von Schuldinstrumenten in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet" können Schuldinstrumente beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden, wenn dadurch eine Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert würde. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente und börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, bei denen sich der Konzern nicht unwiderruflich dafür entschieden hat, sie als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu klassifizieren. Dividenden aus börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten werden ebenfalls als sonstiger Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn Rechtsanspruch auf Zahlung besteht. Ein Derivat, das in einen hybriden Vertrag eingebettet ist, der einen finanziellen Vermögenswert als Basisvertrag enthält, wird nicht separat bilanziert. Der als Basisvertrag fungierende finanzielle Vermögenswert und das eingebettete Derivat sind in ihrer Gesamtheit als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte zu klassifizieren. Ausbuchung Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen (12-Monats- ECL). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Gesamtlaufzeit-ECL). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wendet der Konzern eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Daher verfolgt er Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Bei Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, wendet der Konzern die Vereinfachung für Finanzinstrumente mit geringem Kreditrisiko an. Dabei beurteilt er zu jedem Abschlussstichtag unter Heranziehung aller angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne einen unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind, ob das Schuldinstrument ein geringes Kreditrisiko aufweist. Bei dieser Beurteilung überprüft der Konzern das interne Bonitätsrating des Schuldinstruments. Außerdem berücksichtigt er, dass ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos vorliegt, wenn vertragliche Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind. Der Konzern geht bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall aus, wenn vertragliche Zahlungen 90 Tage ohne bündige Erläuterung und Abstimmung mit dem Schuldner überfällig sind. Außerdem kann er in bestimmten Fällen bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall ausgehen, wenn interne oder externe Informationen darauf hindeuten, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Konzern die ausstehenden vertraglichen Beträge vollständig erhält, bevor alle von ihm gehaltenen Kreditbesicherungen berücksichtigt werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine begründete Erwartung besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisiert werden. Derivate Finanzinstrumente und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente, vor allem Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern sowie Devisentermingeschäfte. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des effektiven Teils der Marktwertänderung eines Derivats, dass als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cash Flow Hedges designiert wurde. Diese effektive Marktwertänderung wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, wenn das gesicherte Grundgeschäft das Ergebnis beeinflusst. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die fortlaufende Effektivität der Sicherungsbeziehung ermittelt. Eigenkapital Als Eigenkapital werden GmbH- Anteile ausgewiesen. Kosten, die mit der Ausgabe von neuen GmbH- Anteilen im Zusammenhang stehen, werden von den Erlösen - abzüglich Steuern - abgezogen ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter oder Dienstleistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von Lieferanten erworben wurden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn ihre Zahlung innerhalb von höchstens einem Jahr fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Rückstellungen Rückstellungen sind nicht-finanzielle Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Rückstellungen für Rechtsansprüche, Gewährleistungen oder Rückbauverpflichtungen werden gebildet, wenn für die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung aufgrund von vergangenen Ereignissen besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Für künftige operative Verluste werden keine Rückstellungen gebildet. Wenn mehrere gleiche Verpflichtungen bestehen, wird die Wahrscheinlichkeit des Mittelabflusses für die Gruppe als Ganzes ermittelt. Einzelne geringe Wahrscheinlichkeiten innerhalb der Gruppe bleiben unberücksichtigt, wenn ein Mittelabfluss für die gesamte Gruppe insgesamt als wahrscheinlich zu bewerten ist. Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlichen Gegenleistung dar und berücksichtigt die Risiken und Unsicherheiten, die sich aus der Verpflichtung ergeben. Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Verbindlichkeiten für Löhne und Gehälter, für bisher nicht in Anspruch genommene Urlaubstage sowie für auflaufende Krankheitstage, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 Monate nach Bilanzstichtag erfüllt werden, werden zum Bilanzstichtag in Höhe des Betrages angesetzt, der voraussichtlich zur Begleichung der Verbindlichkeit notwendig ist. Die Verbindlichkeit wird als kurzfristige Verbindlichkeit für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Verbindlichkeiten für Sonderurlaub nach langer Dienstzeit bzw. Lebensarbeitszeitkonten, die voraussichtlich nicht innerhalb der nächsten 12 Monate nach Bilanzstichtag erfüllt werden, werden zum Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungen für die bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen (Anwartschaftsbarwertverfahren) erfasst. Dabei werden zukünftige Anpassungen im Lohn- und Gehaltsniveau, Dienstzeiten etc. auf Grund von Erfahrungswerten berücksichtigt. Die Abzinsung orientiert sich an landesspezifischen Richtlinien und entspricht in der Regel den Renditen von langfristigen Unternehmensanleihen mit vergleichbarer Währung und Laufzeit wie die Verbindlichkeit. Neubewertungen auf Grund von Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen bzw. von Erfahrungswerten, werden erfolgswirksam erfasst. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen durch unabhängige Aktuare ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wird der Barwert der Verpflichtungen mit dem Zeitwert des Planvermögens saldiert. Hinsichtlich der Lebenserwartung der Planteilnehmer werden länderspezifische versicherungsmathematische Richttafeln verwendet. Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungszusagen wird durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsmittelabflüsse bestimmt. Der Abzinsungssatz orientiert sich hierbei an hochqualitativen AA-gerateten Unternehmensanleihen, die im Hinblick auf Währung und Laufzeit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen entsprechen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Parameter resultieren, werden erfolgsneutral mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet. Bonuspläne Die Prefere Resins Gruppe hat Bonuspläne aufgelegt, deren Aufwand sich maßgeblich am Konzernerfolg, also dem auf den Anteilseigner entfallenden und um bestimmte Sondereffekte angepassten Gewinn bemisst. Für die hieraus entstehende vertragliche Verpflichtung, bzw. die aus der bisherigen Praxis entsprechende faktische Verpflichtung, wird eine Rückstellung gebildet. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, über den die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, verbucht werden. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden über die geschätzte Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts ertragswirksam erfasst. Erhält der Konzern Zuwendungen in Form von nichtmonetären Vermögenswerten, so werden der Vermögenswert und die Zuwendung zum Nominalwert erfasst und über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts, basierend auf dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des entsprechenden Vermögenswerts, in gleichen jährlichen Raten ertragswirksam aufgelöst. Erfassung der Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse hauptsächlich durch den Verkauf von Phenolharzen für die Industrie. Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann und die Verfügungsgewalt über die verkauften Waren auf den Käufer übergegangen ist. Dies tritt in der Regel mit der Lieferung der Waren gemäß den vereinbarten INCO Terms ein. Die Erträge aus den veräußerten Waren werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich gegebener Rückzahlungen, Preisnachlässe oder Mengenrabatte, bewertet und stellen Forderungen für gelieferte Waren dar. Der Konzern besitzt grundsätzlich die Verfügungsgewalt über die Waren, bevor sie an den Kunden übergehen. Er tritt daher grundsätzlich als Prinzipal auf. Signifikante Finanzierungskomponenten oder Vertragskosten bestehen nicht. Die übliche Zahlungsfrist beträgt 30 bis 60 Tage ab Lieferung. Umsatzkosten Die Kosten zur Generierung des Umsatzes bestehen aus den Einkaufspreisen der erworbenen Waren und Versandkosten für eingehende Waren sowie aus Personalkosten der der Herstellung direkt oder indirekt zuordenbaren Mitarbeiter. Versandkosten, die für den Transport von Produkten von unseren Lieferanten zu uns anfallen, sind in unseren Vorräten enthalten und werden beim Verkauf von Produkten an unsere Kunden als Umsatzkosten erfasst. Abschreibungen Sachanlagen inkl. der Nutzungsrechte werden linear abgeschrieben, d. h., ihre Kosten werden über ihre geschätzten Nutzungsdauern auf ihre Restwerte verteilt:
Mietereinbauten werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Laufzeit des Mietverhältnisses abgeschrieben. Der Restwert eines Vermögenswertes ist der geschätzte Betrag, den ein Unternehmen gegenwärtig bei Abgang des Vermögenswertes nach Abzug der geschätzten Veräußerungskosten erhalten würde, wenn der Vermögenswert alters- und zustandsgemäß schon am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt wäre. Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Berichtszeitraums überprüft und bei Bedarf angepasst. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Errichtung oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts stehen, werden in dem Zeitraum aktiviert, der erforderlich ist, um den Vermögenswert fertigzustellen und für dessen beabsichtigte Nutzung bzw. Verkauf vorzubereiten. Qualifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, bis sie zu ihrer beabsichtigten Nutzung oder zum Verkauf fertiggestellt sind. Die sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ertragsteuern Ertragsteuern wurden im Abschluss gemäß den Steuergesetzen erfasst, die am Ende des Berichtszeitraums galten oder in Kürze gelten werden. Der Ertragssteueraufwand oder -ertrag umfasst tatsächliche und latente Steuern und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres erfasst, es sei denn, er wird im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst, da er sich auf Transaktionen bezieht, die in demselben oder einem anderen Berichtszeitraum ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden bzw. wurden. Laufende Steuern stellen den Betrag dar, der für zu versteuernde Gewinne oder Verluste für die laufenden oder früheren Berichtszeiträume voraussichtlich an die Steuerbehörden zu zahlen ist oder dessen Erstattung durch die Steuerbehörden erwartet wird. Zu versteuernde Gewinne oder Verluste werden geschätzt, wenn der Abschluss vor der Abgabe der entsprechenden Steuererklärungen genehmigt wird. Andere Steuern als Ertragsteuern werden in den betrieblichen Aufwendungen erfasst. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden erfasst. Bei der erstmaligen Erfassung von Vermögenswerten oder Schulden, die weder den handelsrechtlichen noch den zu versteuernden Gewinn beeinflusst hat und die nicht aus einem Unternehmenszusammenschluss resultiert, werden latente Steuern für temporäre Unterschiede nicht erfasst. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die zum Ende des Berichtszeitraums in Kraft sind oder in Kürze in Kraft treten werden und die voraussichtlich für den Berichtszeitraum gelten werden, in dem sich die temporären Unterschiede umkehren oder in dem die steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden. Aktive latente Steuern für abzugsfähige temporäre Unterschiede und steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können. Die Gesellschaft hat die Kontrolle über die Umkehrung temporärer Unterschiede im Zusammenhang mit Steuern auf Dividenden von Tochterunternehmen oder auf Gewinne bei ihrer Veräußerung ("outside basis differences"). Passive latente Steuern werden auf solche temporären Unterschiede nicht erfasst, es sei denn, das Management rechnet damit, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zukunft umkehren werden. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das jeweilige Unternehmen geschäftstätig ist, bewertet (die "funktionale Währung"). Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR), der Darstellungswährung der Gesellschaft, aufgestellt. Die Aufwendungen, Erträge, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Geschäftsbetriebe (deren Währung keine Währung eines Hochinflationslandes ist), deren funktionale Währung sich von der Darstellungswährung unterscheidet, werden wie folgt in die Darstellungswährung umgerechnet:
Transaktionen in Fremdwährung werden mit den Umrechnungskursen, die am Tag der jeweiligen Transaktion oder im Falle einer Neubewertung von Posten zum Stichtag am Tag der Bewertung gelten, in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Abwicklung solcher Transaktionen und aus der Umrechnung von auf Fremdwährungen lautenden monetären Vermögenswerten und Schulden zum Jahresendkurs werden als Ertrag oder Aufwand erfasst. Sämtliche Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "Finanzerträge und -aufwendungen" erfasst. Bei der Konsolidierung werden Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sowie von Kreditaufnahmen und sonstigen im Rahmen von Absicherungen solcher Investitionen designierten Finanzinstrumente im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Wird ein ausländischer Geschäftsbetrieb verkauft bzw. werden Kreditaufnahmen, die Teil der Nettoinvestition sind, zurückgezahlt, so werden die damit verbundenen Währungsdifferenzen als Bestandteil des Veräußerungsgewinns oder -verlusts in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Geschäfts- oder Firmenwerte und Beträge zur Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs an den beizulegenden Zeitwert werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zu Schlusskursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen und die Bilanzen aller Konzernunternehmen, die eine andere funktionale Währung als die Darstellungswährung aufweisen, werden folgendermaßen in die Darstellungswährung umgerechnet:
Klassifizierung in kurz- und langfristig Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurzfristig und langfristig. Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn:
Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn
Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden eingestuft. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Der Konzern bewertet Finanzinstrumente, beispielsweise Derivate zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem
Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. 42 Zukünftig anzuwendende neue Verlautbarungen zur Rechnungslegung Gewisse neue Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, die verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen, anzuwenden sind. Diejenigen, die für den Konzern relevant sind, werden im Folgenden beschrieben. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards zu übernehmen, falls zutreffend, wenn sie wirksam in der EU werden. Änderungen an IFRS 3 in Bezug auf die Definition eines Geschäftsbetriebs Durch die Änderung an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse wird präzisiert, dass eine integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten mindestens einen Ressourceneinsatz und ein substanzielles Verfahren umfassen muss, die zusammengenommen wesentlich zur Leistungserzeugung beitragen, um als Geschäftsbetrieb gelten zu können. Des Weiteren wird klargestellt, dass es sich auch dann um einen Geschäftsbetrieb handeln kann, wenn der Zusammenschluss nicht alle zur Leistungserzeugung erforderlichen Ressourceneinsätze und Verfahren umfasst. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, könnten sich jedoch in zukünftigen Perioden auswirken, falls der Konzern Unternehmenszusammenschlüsse durchführt. Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 in Bezug auf die Interest Rate Benchmark Reform (Phase 1 und Phase 2) Die Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sehen verschiedene Erleichterungsregelungen vor, die auf alle Sicherungsbeziehungen Anwendung finden, die von der Reform der Referenzzinssätze unmittelbar betroffen sind. Solche Sicherungsbeziehungen sind daran zu erkennen, dass die Reform zu Unsicherheiten hinsichtlich des Eintrittszeitpunkts und/oder der Höhe der referenzzinssatzbasierten Zahlungsströme aus dem gesicherten Grundgeschäft oder dem Sicherungsinstrument führt. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern keine wesentlichen Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossen hat.
Erkner, 30. Juni 2021 gez. Dr. Micaela Schönherr gez. Dr. Arno Knebelkamp gez. Elmar Boeke Konzernlagebericht 2020A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Die Prime MidCo GmbH wurde am 1. Februar 2018 gegründet und ist eine in Deutschland eingetragene Gesellschaft mit Sitz in Erkner. Mit Wirkung zum 19. Juni 2018 hat die Prime MidCo GmbH über ihre Tochtergesellschaft Prime BidCo GmbH direkt 100 Prozent der Anteile an der Prefere Resins Holding GmbH sowie indirekt 100 Prozent der Anteile an den folgenden Tochterunternehmen erworben: Prefere Resins Germany GmbH, Prefere Resins Austria GmbH, Prefere Resins Finland Oy, Prefere Resins France SA, Prefere Resins France Holding SAS, Prefere Resins UK Ltd., Prefere Resins Poland Sp. z o.o., Prefere Resins Romania S.R.L. Alle erworbenen Unternehmen zusammen bilden die Prefere Phenolics Gruppe. Mit Wirkung zum 28. Juni 2019 hat die Prefere Resins Holding GmbH direkt 100 Prozent der Anteile an der Prefere Melamines US NewCo Inc., USA, an der Prefere Melamines GmbH, Fechenheim, an der Prefere Melamines Pte. Ltd., Singapur, sowie der Prefere Paraform Verwaltungs GmbH, Mainz, und der Prefere Beteiligungs GmbH & Co. KG, Mainz, erworben. Darüber hinaus wurden mit selbem Datum direkt 90 Prozent der Anteile und indirekt 10 Prozent der Anteile an der Prefere Paraform GmbH & Co. KG, Mainz, sowie indirekt 100 Prozent der Anteile der Prefere Melamines LLC, Indian Orchard, USA, erworben. Alle erworbenen Unternehmen zusammen bilden die Prefere Melamines und Paraform Gruppe. Alle erworbenen Unternehmen zusammen bilden die Prefere Gruppe. Ein Vergleich der Angaben in diesem Abschluss sind daher nicht mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Die Geschäftstätigkeit der Prefere Gruppe umfasst die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Kunststofferzeugnissen und chemischen Grundstoffen aller Art, insbesondere von Phenolharzen, Melaminharzen, technischen Harzen und Pressmassen sowie chemischen Grundstoffen. Die wesentlichen Absatzmärkte sind die Bauindustrie, die Holz- und Möbelindustrie sowie die Automobilindustrie - hauptsächlich in Europa und USA. Die Produkte der Prefere Gruppe dienen als Ausgangsmaterialien für die Produkte der genannten Industrien, die ihre Produkte zum Teil weltweit absetzen. 2. Konzernstruktur Die Prefere Gruppe umfasst neben dem Mutterunternehmen, der Prime MidCo GmbH, Erkner, die folgenden weiteren Gesellschaften:
3. Forschung und Entwicklung Die Prefere Gruppe betreibt an den Standorten Erkner, Krems und Hamina aktiv Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich der Phenolharze für Holzwerkstoffe, Isolierung und industrielle Anwendungen. Darüber hinaus betreibt die Prefere Gruppe Forschung am Standort Fechenheim im Bereich Melaminharze. Die gesamte Forschung richtet sich im Wesentlichen auf die Fortentwicklung und Weiterentwicklung bestehender Rezepturen sowie gegebenenfalls daraus ableitbare neue Produkte gemäß individueller Kunden- und Marktnachfragen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Gruppe intensiv mit der Entwicklung von Produkten/Harzen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. 4. EU-Austritt des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland Im Juni 2016 haben sich die Bürger des vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union entschieden womit die britische EU-Mitgliedschaft wie ursprünglich vorgesehen mit Ablauf des 31. Oktober 2019 enden sollte jedoch bis zum 31. Dezember 2020 verlängert wurde. Der zum Geschäftsjahresende tatsächlich eingetretene Austritt hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gruppe hinsichtlich Geschäftsmodell, Strategie oder einer eventuellen Sitzverlegung der Gesellschaften in Aycliffe, UK. Die anfänglichen Störungen der Logistikketten zu Beginn des Jahres 2021 konnten schnell behoben werden und haben keine weiteren negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Prefere Resins UK Ltd. Ebenfalls wurden durch die getroffenen Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und dem vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland Zölle auf die Produkte der Prefere Gruppe vorerst nicht eingeführt. Das Management wird jedoch weiterhin die zukünftigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysieren und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu Begrenzung von unerwünschten Auswirkungen einleiten. 5. Covid-19 Pandemie Bis zum Einsetzen der globalen Covid-19 Pandemie im Frühjahr 2020 rechneten wir für das Geschäftsjahr mit dem Erreichen aller im Budget geplanten Performance Indikatoren. Im Laufe des Geschäftsjahres zeigten sich verschiedene Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft der Prefere Gruppe. Während Kunden im Bereich Automotive ihre Abnahmemengen reduzierten, erhöhten sich die Umsätze an Kunden der Bau- und Holzindustrie. Insgesamt sind jedoch die ursprünglich erwarteten negativen Auswirkungen ausgeblieben und das Geschäft der gesamten Prefere Gruppe hat sich als sehr krisensicher bewiesen. Das Management wird weiterhin die zukünftigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysieren und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu Begrenzung von unerwünschten Auswirkungen einleiten. B. Wirtschaftsbericht - Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Jahr 2020 verzeichnete auf globaler Ebene eine sich stark abschwächende gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einem Rückgang des erwarteten Bruttoinlandsproduktes von 2,8 Prozent im Vorjahr auf -3,5 Prozent im aktuellen Jahr. Hierbei haben sich die hochentwickelten Volkswirtschaften nahezu im selben Umfang abgeschwächt, wie die Wachstumsraten in den Schwellenländern. Diese Negativentwicklung der globalen Wachstumsprognosen zeigte sich über alle Länder und Volkswirtschaften hinweg. Die Anfang des Jahres einsetzende globale Covid-19 Pandemie hat zu einem umfassenden Kollaps der Wachstumsraten fast aller Volkswirtschaften geführt. Nur durch aggressive und sofortige monetäre, fiskalpolitische und finanzielle Gegenmaßnahmen der Regierungen konnte eine noch größere Negativentwicklung der Volkswirtschaften vermieden werden. Transferleistungen an Haushalte trieben private Ausgaben, Transferleistungen an Firmen hingegen - zusammen mit Kreditgarantien und Darlehensunterstützung - verhinderten Insolvenzen. Die im Vorjahr anhaltende Unsicherheit zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wurde im vierten Quartal beschlossen. Der internationale Handel fiel somit erneut unter das Niveau des Vorjahres. 1
1 IMF International Monetary Fund, World
Economic Outlook, Januar 2021.
Für die Euro Region rechnet der IWF nach einem BIP Wachstum von 1,3 Prozent in 2019 mit einem deutlichen Rückgang im aktuellen Jahr auf -7,2 Prozent, dafür aber mit einem erheblichen Anstieg auf 4,2 bzw. 3,6 Prozent in den folgenden Kalenderjahren. Prognostizierte Wachstumsraten in Deutschland spiegeln diese deutlichen Verluste und nachfolgenden Erholungen ebenfalls wider. Für 2021 und 2022 werden ebenfalls Steigerungsraten in Höhe von 3,5 Prozent und 3,1 Prozent vorhergesagt. 2 Auch die US-Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr mit -3,4 Prozent nur einen Rückgang zum Niveau des Vorjahres ausweisen. Einzig die chinesische Volkswirtschaft verzeichnete ein Wachstum, welches sich wenn auch auf vergleichsweise tiefem Niveau trotzdem von 6,0 Prozent auf 2,3 Prozent Wachstum negativ entwickelte. 3 Dieses negative Momentum der Weltwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr wird sich den Erwartungen nach, abhängig von der Verfügbarkeit von Impfmöglichkeiten sowie dem Auftreten weiterer Virusmutationen und nachfolgenden Infektionswellen, in einem starken Aufschwung fortsetzen. Für die hochentwickelten Volkswirtschaften prognostiziert der IWF ein weiteres Wachstum von 4,3 und 3,1 Prozent in 2021 und 2022. Für die Volkswirtschaften in den Schwellenländern hingegen sogar ein Wachstum von 6,3 und 5,0 Prozent in 2021 und 2022. 4 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Prefere Resins ist ein europäischer Hersteller von Phenol-Formaldehyd und Amino-Harzen. Diese Harze werden als wesentliche Bindemittel in verschiedensten Anwendungsbereichen der für die Prefere Resins Gruppe bedeutenden Abnehmerbranchen, insbesondere der Bau- und Automobilindustrie, sowie von deren Zulieferern genutzt, meistens in flüssiger oder Pulverform. Die Geschäfte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland haben sich im vierten Quartal 2020 erneut positiv dargestellt, erstmals wurde mit 85 Prozent wieder eine Kapazitätsauslastung ähnlich der Jahre 2017 und 2018 erreicht. Eine Trendwende im Chemiegeschäft ist auf Grund der pandemiebedingten Verluste in den Vorquartalen aber ausgeblieben und das Wachstum reichte nicht aus, um das Jahr mit einem positiven Wachstum abzuschießen. Allerdings blieb auch der wegen des Lockdowns erwartete Dämpfer der Branche aus. Die Umsätze sanken im Geschäftsjahr erneut um 4,4 Prozent, die Produktionsmenge jedoch nur um 0,8 Prozent. Auf Grund der weltweiten Erholung wurde jedoch die Prognose für 2021 durch den VCI angehoben, man rechnet nunmehr mit einem Anstieg der Chemieproduktion von 3,0 Prozent. Jeweils für den Umsatz der gesamten Branche als auch für die Mengenentwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie insgesamt sehen die Analysten des VCI bestenfalls eine Anstieg. 5
2 IMF International Monetary Fund, World
Economic Outlook, Januar 2021.
Die europäische Baubranche musste beim Volumen im vergangenen Jahr einen wesentlichen krisenbedingten Rückgang hinnehmen. Das europäische Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct weist für 2020 eine Wachstumsprognose von -5,1 Prozent aus. Während sich in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland und Schweden aber auch in Portugal positive Wachstumsraten ergaben, wurde in den Ländern Frankreich, Irland, Spanien, UK und Ungarn sowie Slowakei teilweise zweistellige Umsatzeinbrüche gemessen. Die Länder Deutschland und Schweiz verzeichneten Wachstumsraten um 0 Prozent, Österreich und Belgien lediglich leichte Verluste. Die Aussichten für 2021 und 2022 stellen sich auf Grund der Erholungseffekte aus der Krise heraus mit 3,8 bzw. 3,0 Prozent stärker dar. 6 Nach Angaben des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hat sich die Covid-19 Pandemie in 2020 auf die internationalen Automobilmärkte massiv ausgewirkt. Der europäische Pkw-Markt brach im Vergleich zum Vorjahresniveau um 24 Prozent ein, es wurden 12,0 Mio. PKW neu zugelassen und damit ca. 3,8 Mio. weniger als in 2019. In den USA wurden nur noch 14,5 Mio. verkaufte PKW und leichte Nutzfahrzeugen und damit ca. 15 Prozent weniger abgesetzt als im Vorjahr. Dabei ging der Absatz von Pkw um 28 Prozent zurück, während im Light-Truck und PKW Segment, das nunmehr 76 Prozent des Gesamtmarktes ausmacht, die Verkäufe nur um 10 Prozent fielen. Auf den asiatischen Märkten ergeben sich ähnliche Entwicklungen, in China (-6 Prozent), Japan (-11 Prozent) und Indien (-18 Prozent) entwickelten sich die Verkäufe ebenfalls teilweise drastisch unter Vorjahresniveau. 7 3. Geschäftsverlauf Für das gesamte Wirtschaftsjahr hat die Gruppe ein Produktionsvolumen von 463.793 Tonnen fakturiert. Das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 15.359 (Vj.: TEUR 10.778) beinhaltet im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr die erworbene Prefere Melamines und Paraform Gruppe für den gesamten 12 Monatszeitraum. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert daher maßgeblich aus der Einbeziehung der Prefere Melamines und Paraform Gruppe für das gesamte Wirtschaftsjahr. Das Periodenergebnis beträgt TEUR - 1.285 (Vj.: TEUR - 1.555) und wurde wesentlich durch die Abschreibungen auf die identifizierten stillen Reserven aus den Unternehmenswerben in 2018 und 2019 beeinflusst. Das um die Sondereffekte aus den Transaktions- und Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA (definiert als: Ergebnis vor Steuern, Finanzerträgen und -aufwendungen und Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr TEUR 37.768 (Vj.: TEUR 32.712). Eine Überleitung des Gesamtergebnisses nach Steuern auf das bereinigte EBITDA kann der Anhangsangabe 14 "Angepasstes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen" entnommen werden. Das Net Working Capital der Prefere Gruppe (definiert als: Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 32.013 (Vj.: TEUR 34.650). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 8.717 (Vj.: TEUR 9.337) getätigt und betreffen Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögenswerte. Im Vorjahr enthielt der Cash Flow für Investitionen noch den Erwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe in Höhe von TEUR 44.391. Im Geschäftsjahr wurden hierfür TEUR 4.764 erstattet und ebenfalls im Cash Flow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. 4. Wirtschaftslage Ertragslage Ein Vergleich der Angaben in der Ertragslage ist auf Grund des zeitlich nicht auf das volle Wirtschaftsjahr entfallenden Erwerbsvorgang der Prefere Melamines und Paraform Gruppe in 2019 nicht möglich. Im Geschäftsjahr 2020 betrug der Umsatz der Prefere Gruppe TEUR 355.944 (Vj.: TEUR 322.087). Der Auftragsbestand liegt industrieüblich bei einem zweiwöchigen Umsatzwert. Durch eine flexible Fertigung und Disposition ist die Prefere Gruppe in der Lage, die kurzfristigen Auftragseingänge fristgemäß abzuarbeiten.
6 91st EUROCONSTRUCT Conference,
Presseinformation vom 10. Juni 2021.
Die Umsatzkosten inkl. der separat ausgewiesenen Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vermögenswerten betrugen TEUR 290.336 (Vj.: TEUR 274.264). Die Umsatzkosten betragen damit im Vergleich zum Umsatz 81,6 Prozent (Vj.: 85,2 Prozent). Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 28.706 (Vj.: TEUR 19.896) und beinhalten im Wesentlichen Frachtkosten. Die Verwaltungskosten beliefen sich auf TEUR 18.307 (Vj.: TEUR 10.938) und betragen damit bezogen auf den Umsatz 5,1 Prozent (Vj.: 3,4 Prozent). Die Kosten für die Forschung- und Entwicklung betragen TEUR 3.305 (Vj.: TEUR 2.627). Im Geschäftsjahr wurden für ein Entwicklungsprojekt aktivierungsfähige Entwicklungskosten von TEUR 159 (Vj.: TEUR 116) aktiviert und werden nach Beendigung der Maßnahme den Abschreibungen zugeführt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.193 (Vj.: TEUR 1.074) beinhalten u. a. Erträge aus aktivierten Eigenleistungen, aus Weiterbelastungen an ehemalige Schwesterunternehmen und Einspeisevergütungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.124 (Vj. TEUR 4.658) beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 997. Der Rückgang resultiert aus dem Wegfall der Rechts- und Beratungskosten für den Erwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -15.902 (Vj.: TEUR -10.212) resultiert maßgeblich aus der Finanzierung der Gruppe im Zusammenhang mit dem Erwerb der Prefere Phenolics Gruppe in 2018 sowie der Prefere Melamines und Paraform Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr. Darüber hinaus hatten die Verluste aus Wechselkursveränderungen resultierend aus den Schwankungen der Umrechnungskurse hauptsächlich zwischen Euro und britischem Pfund und EUR und USD negative, größtenteils unrealisierte Auswirkungen in Höhe von insgesamt TEUR - 2.203 (Vj.:TEUR +1.712) auf das Finanzergebnis. Das Geschäftsjahr hat die Prefere Gruppe mit einem Periodenergebnis in Höhe von TEUR -1.285 (Vj.: TEUR -1.555) abgeschlossen. Das Ergebnis ist maßgeblich durch die wesentlichen Aufwendungen aus den Kaufpreisallokationen der Unternehmenserwerbe resultierenden Abschreibungen auf die identifizierten stillen Reserven beeinflusst. Finanzlage Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Geschäftsjahresende betrugen TEUR 32.639 (Vj.: TEUR 16.500). Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt TEUR 28.389 (Vj.: TEUR 15.756) und resultiert aus der sich positiv auswirkenden Eliminierung der Belastung des Betriebsergebnisses durch die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen (TEUR 20.811, Vj.: TEUR 17.588) sowie aus den im Geschäftsjahr gezahlten Finanzierungsaufwendungen (TEUR 9.573, Vj.: TEUR 8.396) und Ertragssteuern (TEUR 2.803, Vj.: TEUR 3.625). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -3.953 (Vj.: TEUR -53.721) und beinhaltet im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR 6.952 (Vj.: TEUR 8.665). Ebenfalls wurden im Geschäftsjahr TEUR 4.764 Kaufpreiserstattung im Cash Flow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hingegen beträgt TEUR -8.130 (Vj.: TEUR 40.695) und resultiert aus der weiteren außerplanmäßigen Tilgung der Senior Term Facility in Höhe von TEUR 8.130. Die Prefere Gruppe war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Im Rahmen einer konzerninternen gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung in 2018 hat die im Prefere Resins UK Holding Ltd, Aycliffe, UK, einen Teil der externen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 37.144 schuldrechtlich übernommen. Hieraus entstehen der Prefere Gruppe auf Grund des Auseinanderfallens der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Währung der Darlehensverbindlichkeit wesentliche Wechselkurseffekte. Diese Effekte haben im Rahmen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland weiter zugenommen und die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf die Umrechnungskurse verstärkt. Finanzierung Die Gesamtfinanzierung der Prefere Gruppe wird durch ein langjähriges Senior Term and Revolving Facilities Agreement mit der Deutschen Bank gesichert, welches in Teilen der Senior Term Facility mit VTB Europe SE sowie dem DWS European Direct Lending Fund syndiziert wurde. Der Erwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr wurde größtenteils durch eine Acquisition Facility unter dem Senior Term and Revolving Facilities Agreement finanziert. Darüber hinaus haben die Gesellschafter der Gruppe langjährige Darlehen sowie signifikante Eigenkapitalbeträge zur Verfügung gestellt. Die vereinbarte Covenant unter dem Senior Term and Revolving Facilities Agreement ist das Total Net Leverage, definiert als Nettoverschuldung/EBITDA. Zum Jahresende stehen der Gruppe ungenutzte Beträge in Höhe von TEUR 7.000 aus der Revolving Facility zu Verfügung. Der Umfang der Finanzierung deckte alle Mittel, die für den normalen Geschäftsbetrieb und die geplanten Investitionsvorhaben benötigt wurden. Vermögenslage Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 101.522 (Vj.: TEUR 107.865) beinhalten stille Reserven aus Kaufpreisallokationen in Höhe von TEUR 21.013 (Vj.: TEUR 23.029), welche im Geschäftsjahr über die normale Abschreibung auf Sachanlagen hinaus mit TEUR 1.544 abgeschrieben wurde. Die immateriellen Vermögenswerte resultieren ebenfalls maßgeblich aus Kaufpreisallokationen der letzten beiden Geschäftsjahre in denen um laufende Abschreibungen korrigierte stille Reserven für bestehende Kundenverträge (TEUR 84.622; Vj.: TEUR 94.170) sowie für bestehende Lizenzen (TEUR 17.923; Vj.: TEUR 19.487) identifiziert worden. Im Geschäftsjahr betrug die Abschreibung auf immaterielle stille Reserven TEUR 8.520. Die Vorräte an Rohstoffen, Verpackungen und Fertigprodukten sind mit einem Gesamtwert in Höhe von TEUR 28.576 (Vj.: TEUR 31.805) ausgewiesen. Die Entwicklung des Bestandsniveaus wird auch weiterhin durch die Volatilität von Einkaufspreisen für wichtige Rohstoffe, speziell Phenol, stark beeinflusst werden. Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47.179 (Vj.: TEUR 44.433) stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 43.742 (Vj.: TEUR 41.588) gegenüber. Die Konzernbilanzsumme liegt bei TEUR 342.836 (Vj.: TEUR 349.506), die Eigenkapitalquote hingegen ist auf Grund der wesentlichen negativen Entwicklung der sonstigen Eigenkapitalbestandteile von 14,2 Prozent zum Vorjahresende auf 13,1 Prozent zum Geschäftsjahresende gesunken. Gesamtaussage Die Leistungsindikatoren, nach denen das Management die Gruppe überwacht, haben sich im Geschäftsjahr preisbereinigt und trotz der nicht eingeplanten Covid-19 Pandemie nur leicht unter den Erwartungen und Prognosen des Managements entwickelt. Die Ertragslage der Prefere Gruppe hat sich absatzbedingt unter der Prognose entwickelt und lag mit ca. 26.700 Tonnen (- 5,5 Prozent) unter den Erwartungen. Getrieben durch die Auswirkungen des Absatzrückgangs und die deutlich gesunkenen Rohstoffpreise hat sich der Umsatz zwar negativ, durch weitere Fixkosteneinsparungen das bereinigte EBITDA mit TEUR -700 (-1,9 Prozent) jedoch nur leicht unter Budget entwickelt. Die im Geschäftsjahr 2019 erworbene Prefere Melamines und Paraform Gruppe hat sich zwar ebenfalls positiv entwickelt und die Erwartungen zum Erwerbszeitpunkt übertroffen, wurde jedoch durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie stärker beeinflusst. Das NWC liegt im Rahmen der Erwartungen des Managements inkl. der Effekte aus dem Erwerb der Prefere Melamines und Paraform Gruppe und ist industriebedingt beeinflusst durch die Preisentwicklung bei den Rohstoffen sowie der entsprechenden Durchleiteffekte. Die Finanzlage ist durch einen im Vergleich zum Vorjahresende nochmal gestiegenen Bestand an liquiden Mitteln (TEUR 32.639) gesichert. Im Geschäftsjahr wurden bestehende Darlehen außerplanmäßig in Höhe von TEUR 8.130 getilgt. Weitere Zugriffsmöglichkeiten auf liquide Mittel bestehen durch flexible Kreditzusagen, welche zum Geschäftsjahresende mit einem nicht in Anspruch genommenen Saldo von TEUR 7.000 zur Verfügung stehen. Insgesamt hat sich sowohl die Ertrags- als auch die Vermögens- und Finanzlage trotz der Covid-19 Pandemie im Geschäftsjahr ganz im Rahmen unserer Erwartungen positiv entwickelt. 5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren gehören das um Sondereffekte bereinigte EBITDA, die Entwicklung des NWC sowie das fakturierte Volumen in Tonnen, welche in der Darstellung zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage erläutert werden. Darüber hinaus nutzt das Management die Umsatzerlöse bzw. die hieraus resultierende Rohmarge zur Steuerung der Prefere Gruppe. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die Anzahl der in der Gruppe beschäftigten Mitarbeiter zum Jahresende beträgt 595 (Vj.: 593). C. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft verfolgt das Risikomanagementziel, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Risiken werden nur eingegangen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Die Risikomanagementfunktion besteht innerhalb der Gesellschaft im Hinblick auf finanzielle, betriebliche und rechtliche Risiken. Die finanziellen Risiken umfassen das Marktrisiko (einschließlich Währungsrisiko und Zinsänderungsrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Das Risikomanagement wird unter der Aufsicht der Geschäftsführung betrieben und in regelmäßigen Abständen überprüft und wenn notwendig angepasst. Im Rahmen der jährlichen Risikoerhebung identifizierte die Prefere Gruppe die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Risiken für das Geschäftsjahr 2020. Die Risiken wurden zu Klassen zusammengefasst und nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Signifikanz der Bruttoschäden, das heißt der Schadenshöhe vor Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen, priorisiert. Sich hieraus ergebende notwendige Gegenmaßnahmen werden dem Management vorgeschlagen und gegebenenfalls umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation des Unternehmens nicht wesentlich verändert, jedoch verstärkt die durch die globale Covid-19 Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise die im folgenden beschriebenen Risiken. Risiken Finanzrisiken Die Gruppe ist durch die Ausübung seines operativen Geschäftes verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt, welche durch ein aktives Risikomanagement gesteuert werden. Das Risikomanagement der Gruppe beinhaltet Überwachungsmechanismen sowie Instrumente zur Steuerung für die folgenden - anschließend genauer dargestellten - Risiken, Ausfallrisiko, Liquiditätsrisiko sowie Marktrisiken wie zum Beispiel Preisrisiko, Zinsrisiko und Währungsrisiko. Das Ausfallrisiko entsteht aufgrund von Produktverkäufen der Gesellschaft auf Zahlungsziel sowie aus sonstigen Geschäftsvorfällen die zu finanziellen Vermögenswerten führen. Das maximale Ausfallrisiko aus dem Liefer- und Leistungsverkehr der Gruppe umfasst im Wesentlichen die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47.179. Dieses Ausfallrisiko wird durch die Nutzung von unabhängigen Bonitäts-Ratings zu Beginn der Geschäftsbeziehung sowie anschließend in regelmäßigen Abständen bei der Erstellung von Kreditlimits begrenzt. Die Einhaltung der Kreditlimits wird durch die zentrale Controllingabteilung in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Controllern der Einzelgesellschaften überwacht. Das verbleibende Ausfallrisiko aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ist durch eine Kreditversicherung für alle wesentlichen Geschäftspartner begrenzt. Für nicht versicherte Geschäftspartner gibt es gesonderte Freigabeverfahren mit Genehmigung durch das Management. Das im Hinblick auf zweifelhafte Forderungen, bei denen rechtliche Maßnahmen unumgänglich sind, oder im Hinblick auf überfällige Forderungen bestehende Ausfallrisiko wird regelmäßig zentral kontrolliert. Die zentrale Konzernfinanzabteilung steuert das Liquiditätsrisiko sowie die zu Grunde liegende Liquiditätsentwicklung im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses sowie auf monatlicher Basis. Dabei werden den Ein- und Auszahlungen der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten angemessene Aufmerksamkeit unter Beachtung der Fälligkeiten von Zins- und Tilgungszahlungen sowie ggf. unter Hinzuziehung der nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien gewidmet. Darüber hinaus überwacht das Management permanent wichtige bilanzielle Kennzahlen, um ggf. einen außerplanmäßigen Liquiditätsbedarf frühzeitig erkennen zu können. Maßgeblich wird hierzu die monatliche Veränderung des Working Capital, d.h. die Veränderung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überwacht. Die Prefere Gruppe ist einem Zinsänderungsrisiko durch den Abschluss von langfristigen Kreditverträgen mit variablen Zinssätzen ausgesetzt. Die Gruppe hat zum Abschlussstichtag Kreditverträge mit seinem Gesellschafter abgeschlossen und einen vertraglich fest fixierten Zinssatz vereinbart. Die langfristigen Kreditverträge mit Kreditinstituten hingegen beinhalten Zinssätze, welche an den EURIBOR gekoppelt sind. Zum Abschlussstichtag hat die Prefere Gruppe Kreditverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 144.870 mit einer Zinslaufzeit von 3 Monaten sowie aus der revolvierenden Kreditlinie in Höhe von TEUR 3.000 mit einer Zinslaufzeit von 30 Tagen. Zur Absicherung gegen einen Anstieg des EURIBOR hat das Management im vergangenen Geschäftsjahr einen Zinscap mit einem Nominalwert von TEUR 85.500 und einer Strike Rate von 1,00 Prozent abgeschlossen. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Marktwert des Zinscaps EUR 61. Die Gesellschaft ist international geschäftstätig und unterhält daher Fremdwährungspositionen, die einem Währungsrisiko unterliegen. Währungsrisiken resultieren aus zukünftigen Transaktionen sowie bilanzierten Vermögens- und Schuldenpositionen, die nicht in der funktionalen Währung des entsprechenden Konzernunternehmens lauten. Die Prefere Gruppe nutzt gegebenenfalls Devisenterminkontrakte, um sich gegen das Währungsrisiko aus erwarteten Transaktionen abzusichern. Diese Terminkontrakte müssen, gemäß Richtlinie, in den wesentlichen Vertragsbedingungen wie zum Beispiel Betrag und Laufzeit mit dem Grundgeschäft übereinstimmen. Gemäß dem Risikomanagementansatz der Prefere Gruppe werden solche Devisenterminkontrakte nur für hoch wahrscheinlich zu prognostizierenden Transaktionen abgeschlossen. Auf Grund der Schuldenübernahme von Bankverbindlichkeiten durch die Prefere Resins UK Holding Ltd., Aycliffe, UK ergibt sich ein wesentliches Währungsschwankungsrisiko zwischen der funktionalen Währung der Gesellschaft und der in EUR lautenden Bankverbindlichkeit. Das Management hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um dieses Risiko kontinuierlich zu überwachen und ggf. in Form von Devisenterminkontrakten begrenzende Maßnahmen einzuleiten. Preisschwankungsrisiken beim Ankauf der Rohstoffe werden für den größten Teil der Lieferungen über Formelpreise abgefedert, die für einen definierten Zeitraum die kalkulierten Margen sichern. Darüber hinaus hat die Prefere Gruppe ein Strompreisderivat zur Absicherung von zukünftigen Cash-Flows im Zusammenhang mit Energielieferungen in Finnland abgeschlossen und darüber das Preisänderungsrisiko des Grundgeschäfts durch das Tauschgeschäft abgesichert. Die anhaltend diskontinuierliche Preisentwicklung unserer Hauptrohstoffe wird ständig überwacht. Betriebliche Risiken Das Risiko, dass der anstehende EU Austritt des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland ohne Vertrag und damit ungeregelt erfolgt, kann zum Aufstellungszeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Für diesen Fall würden sich für die Prefere Gruppe auf Grund anfallender Ein- und Ausfuhrzölle Nachteile bei dem Erwerb/Einfuhr von notwendigen Rohstoffen in das Königreich sowie bei dem Verkauf/Ausfuhr von fertigen Produkten in die EU ergeben. Die im vergangenen Geschäftsjahr antizipierten Auswirkungen auf den Logistikprozess haben sich als beherrschbar herausgestellt, das innerhalb der EU angemietete Zwischenlager um bei etwaigen schweren Verzögerungen weiterhin lieferfähig zu bleiben wurde zwischenzeitlich wieder gekündigt und geräumt. Beschaffungsrisiken mindern wir durch ein breites Portfolio, weltweite Einkaufsaktivitäten sowie durch Kauf zusätzlicher Rohstoffe auf den Spotmärkten. Soweit wie möglich, wird verhindert Rohstoffe von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Sofern dies im Ausnahmefall nicht möglich ist, wird diese Beziehung bewusst eingegangen und die Auswirkung möglicher Ausfälle kontinuierlich bewertet. Permanent wird die Bonität wichtiger Geschäftspartner - Kunden wie Lieferanten beobachtet. Risiken bestehen auch im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten und -informationen sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie im Schadensfall mit einer CyberCrime Versicherung. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen. Hinsichtlich der IT-Sicherheit besteht aufgrund der fortschreitenden technischen Entwicklung ein Restrisiko, das nicht vollständig beherrschbar ist. Rechtliche/regulatorische Risiken Durch die 2007 in Kraft getretene europäische Chemikalienverordnung REACH besteht das Risiko, dass unsere europäischen Kunden und wir durch die kostenintensiven Test- und Registrierungsverfahren gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern benachteiligt werden. Bestandsgefährdende Risiken aus vergangenen oder zukünftigen Entwicklungen sind nach gegenwärtigem Erkenntnisstand nicht erkennbar. Ebenfalls sind Risiken, in den vorgenannten Bereichen Finanzen, Entwicklung und Produktion sowie Absatz und Beschaffung, welche durch die Covid-19 ausgelöste Konjunkturkrise negativ verstärkt wurden und potentiell den Fortbestand der Prefere Gruppe gefährden könnten, nicht erkennbar. Chancen Durch eine gruppenweite Optimierung von Produktionsprozessen, insbesondere bei den bereichsübergreifenden Abläufen, sollen die vorhandenen Kapazitäten besser genutzt werden, um dadurch zukünftig auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können. Regulatorische Entscheidungen bieten auch Chancen, zum Beispiel: durch die Förderung des Ausbaus der regenerativen Energien sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz wird mit einer höheren Nachfrage nach unseren Produkten bei der energieeffizienten Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden gerechnet. Prognose Für das Geschäftsjahr 2020 wurde unsere Prognose des letzten Jahres nur leicht unterschritten, trotz der durch die Covid-19 Pandemie ausgelösten hohen Volatilität in den Rohstoff- und Absatzmärkten und den daraus resultierenden negativen Beiträgen. Für das Geschäftsjahr 2021 wird aufgrund einer weiteren Ausweitung des Geschäftes und insbesondere durch die erkennbar starke Belebung des Melamin- und Paraform-Geschäftes demzufolge auch eine Erhöhung des NWC erwartet. Auf Grund der zum Geschäftsjahresende hohen Rohmaterialpreise, welche bereits eine erhöhende Wirkung auf alle diese Positionen hat, wird mit einem NWC von TEUR 31.421 und damit nur leicht unter dem Niveau zum Ende des Jahres gerechnet. Diese Positionen stehen jedoch weiterhin über Rolling Forecasting und andere Effizienzinitiativen unter ständiger Beobachtung und sollen auch weiterhin erfolgreich optimiert werden. Auf Grund der ebenso erwarteten positiven Entwicklung des operativen Geschäfts gehen wir von einem Anstieg des Cashflows und der liquiden Mittel aus, welche wir für zusätzliche außerordentliche Tilgungen unserer Kreditverbindlichkeiten verwenden werden. Für das um Sondereffekte bereinigte EBITDA wird für das Geschäftsjahr 2021 ein wesentlicher Anstieg erwartet. Auf Grund der gezeigten Resilienz des Unternehmens gegenüber der Covid-19 Pandemie in 2020, wird für 2021 erneut ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis erwartet, welches sich zumindest im Rahmen des Ergebnisses des aktuellen Geschäftsjahres bewegen wird. Sollte allerdings die geplante Volumenausweitung nicht erreicht werden, so ist auch mit einem geringeren Produktionsvolumen sichergestellt, dass ein nachhaltig positives Ergebnis ausgewiesen werden kann. Um dem Verschleiß der Produktionskapazitäten entgegenzuwirken ist es wichtig, an technischen Anlagen zur Energie- und Rohstoffversorgung kontinuierliche Investitionen als Ersatz und zur Modernisierung genutzter Technik vorzunehmen. Aus den genannten Gründen sind auch für das Jahr 2021 zur Gewährleistung der Produktionssicherheit und Kapazitätserweiterung weitere Investitionen hauptsächlich an den Standorten in Erkner, Fechenheim, Mainz und Hamina (Finnland) geplant. Darüber hinaus wird am Standort Fechenheim in eine Erweiterungsinvestition, eine Formalinanlage, investiert. Weiterhin wird erwartet, dass sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in 2021 auf gleichem Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr bewegen wird. Eine andauernde Beeinträchtigung der Konjunktur und insbesondere die Risiken bei einem erneuten Erstarken der Covid-19 Pandemie könnten weiterhin eine hohe Volatilität in den Märkten erzeugen. Diese könnte zu einer Abschwächung der erwarteten Entwicklung führen. Auch die zahlreichen politischen Risikofaktoren, Unsicherheiten in der Wirtschafts- und Energiepolitik sowie geopolitische Spannungen könnten, wie für alle Unternehmen, negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben.
Erkner, 30. Juni 2021 gez. Dr. Micaela Schönherr gez. Dr. Arno Knebelkamp gez. Elmar Boeke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Prime MidCo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Prime MidCo GmbH, Erkner, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Prime MidCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 30. Juni 2021 Ernst
& Young GmbH
Beckers, Wirtschaftsprüfer Glöckner, Wirtschaftsprüfer |
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