Türmerleim GmbH
Arnulfstraße 43, 67061 Ludwigshafen am Rhein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Weiland seit 29.4.2016 | Geschäftsführer |
Matthias Pfeiffer seit 12.4.2006 | Geschäftsführer |
Thomas Dr. Pfeiffer seit 12.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Vermögensverwaltung Pfeiffer (VVP) eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Türmerleim GmbHLudwigshafen am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Rechnungslegung Die Türmerleim GmbH ist bei dem Registergericht am Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein unter der Firmennummer HRB 1212 registriert und hat ihren Firmensitz in der Arnulfstr. 43, 67061 Ludwigshafen am Rhein. Der Jahresabschluss der Türmerleim GmbH, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft gilt nach den Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB als eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in zusammengefasster Form aufgestellt worden, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 276 HGB angewendet und die Posten Nr. 1 bis 5 der Gewinn- und Verlustrechnung i. S. v. § 275 Abs. 2 HGB zu einem Rohergebnis zusammengefasst und auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse verzichtet. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen wird grundsätzlich linear über die in der amtlichen AfA-Tabelle für den Wirtschaftszweig "Chemische Industrie" des Bundesministers der Finanzen vorgegebenen steuerlichen Nutzungsdauern abgeschrieben, da davon ausgegangen wird, dass diese den voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern entsprechen. In Einzelfällen wird leistungsabhängig abgeschrieben. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die Zugänge an geringwertigen Anlagegütern (Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00) werden seit dem 1. Januar 2018 im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Bis zum 31. Dezember 2017 wurde für Zugänge an geringwertigen Anlagegütern (Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00) ein jährlicher Sammelposten gebildet, welcher über fünf Jahre abgeschrieben wird. Gegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 nicht übersteigen, werden direkt als Aufwand erfasst. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten, sofern nach dem Niederstwertprinzip nicht der niedrigere Marktpreis bzw. niedrigere beizulegende Wert am Abschlussstichtag anzusetzen ist. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu den Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Finanzierungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Für Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet und aktiv abgesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält nur transitorische Posten in engerem Sinne. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch und setzt keine aktiven latenten Steuern an. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Anspruchsberechtigten bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rechnungszinsfuß wurde mit 1,82 % in Anlehnung an den Zinssatz der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 festgelegt. Dabei wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HBG in Anspruch genommen und von einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 10 Jahren ausgegangen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HBG aus der Umstellung des Durchschnittszinssatzes von 7 Jahren (1,74 %) auf 10 Jahre (1,82 %) beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 68.820,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Erträge und Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden wie in den Vorjahren im operativen Ergebnis ausgewiesen. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden jeweils unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind binnen eines Jahres fällig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten hauptsächlich debitorische Kreditoren von TEUR 380 (i. Vj. TEUR 440), kurzfristige Kautionen von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 66), Darlehen von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 6), Ansprüche auf Erstattungen von steuerlichen Nebenleistungen von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 9) und Ansprüche auf Steuererstattungen von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 157). Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 3.100.000,00. Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19.September 2023 wurde aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2022 in Höhe von EUR 2.169.673,36 Euro eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.620.000,00 vorgenommen. Der restliche Jahresüberschuss in Höhe von EUR 549.673,36 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 2.068.239,23 eine Gewinnausschüttung von EUR 1.800.000,00 vorzunehmen und EUR 268.239,23 auf neue Rechnung vorzutragen. Rückstellungen
Der Erfüllungsbetrag für Pensionen von EUR 4.819.109,00 (davon EUR 1.451.436,00 für laufende Pensionen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen) wurde mit den Aktivwerten aus den Rückdeckungsversicherungen von EUR 1.592.938,00 verrechnet. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Zeitwerten, welche den steuerlichen Aktivwerten entsprechen, angesetzt. Die Steuerrückstellungen wurden gebildet für laufende Ertragsteuern des Jahres 2023 sowie für sonstige Steuern der Vorjahre (EUR 546.674,04, i. Vj. EUR 538.535,78). Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Beträge für Tantiemen, Verpflichtungen aus Resturlaub und Überstunden sowie Verpflichtungen für Mitarbeiterjubiläen. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der - ungesicherten - Verbindlichkeiten und ihre Restlaufzeiten ergeben sich wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben den bereits vermerkten Beträgen für Sozialbeiträge insbesondere Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Darlehen von nahestehenden Unternehmen, sowie kreditorische Debitoren. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von EUR 67.427,15 (i. Vj. EUR 83.424,41) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 27.541,48 aus dem Verrechnungsverkehr (i. Vj. EUR 113.268,46). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 56 (i. Vj. 55) gewerbliche Arbeitnehmer und 58 (i. Vj. 57) Angestellte (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Angaben gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von EUR 500,- (i. Vj Zinsaufwand EUR 600) enthalten. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse sowie keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 in Höhe von EUR 61.355,04 (i. Vj. EUR 92.032,56) gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Davon sind EUR 30.677,52 innerhalb eines Jahres fällig. Weiterhin wurde nach dem Verkauf mehrerer Parkplatzflächen an ein nahestehendes Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 ein Mietverhältnis über die Nutzung dieser Flächen begründet. Die Laufzeit des Mietverhältnisses ist derzeit unbegrenzt. Monatlich sind daraus Mietaufwendungen in Höhe von EUR 1.125,00 zu zahlen. Somit sind insgesamt EUR 13.500,00 innerhalb des nächsten Geschäftsjahres fällig. Daneben bestehen seit den Jahren 2018 und 2019 Verträge über die Miete und Wartung von Hard- und Software mit einer Laufzeit bis zum 31. Juli 2023 bzw. 31. Juli 2024. Die daraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 3.997,00, wovon Beträge in Höhe von EUR 3.997,00 innerhalb eines Jahres fällig sind. Es bestehen fünf Kfz-Leasingverträge mit Laufzeiten zwischen dem 30. Juli 2024 und dem 30. November 2026. Die daraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 87.822,19, wovon Beträge in Höhe von EUR 38.070,48 innerhalb eines Jahres fällig sind. Mitglieder der Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt:
Die Berufsbezeichnung ergibt sich aus der Organstellung. Nachtragsbericht Das Jahr 2024 ist weiterhin geprägt von einer sehr großen Unsicherheit. Die im Nachgang von Corona gestörten Lieferketten haben sich zwar erholt, Ukraine-Konflikt und Inflation belasten aber das Verbraucherverhalten nach wie vor, hinzu kommen deutlich gestiegene Zinssätze und potentielle Kosten für die Umsetzung der Klimaschutzpläne Deutschlands und der EU. Zudem besteht eine große Unsicherheit hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung, insbesondere im wichtigen Bausektor sind die Erwartungen recht schlecht. Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen, über die zu berichten wäre.
Ludwigshafen am Rhein, den 6. August 2024 Türmerleim GmbH Geschäftsführung Dr. Thomas Pfeiffer Matthias Pfeiffer Martin Weiland Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen Wir produzieren und vertreiben Klebstoffe für die etikettierende Industrie, die Papier- und Verpackungsindustrie, die Holzindustrie und die Zigarettenindustrie. Die Produktion der Klebstoffe erfolgt in Ludwigshafen am Rhein und in Schifferstadt. Der Vertrieb der Produkte erfolgt hauptsächlich über den Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein sowie über internationale Vertriebspartner. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft liegt in Deutschland. Um in den bisherigen Tätigkeitsfeldern - der Getränke-, der Papier-, der Verpackungs- sowie der Zigaretten herstellenden und der holzverarbeitenden Industrie - die Markt-position zu festigen und auszubauen, arbeitet die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ständig an der Neuentwicklung und Verbesserung der Produkte. Die Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen rund TEUR 743, mehr als 90 % hiervon entfielen auf Personalaufwendungen, der Rest auf Sachaufwendungen. Die Türmerleim GmbH ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Wirtschaftsbericht Das Geschäftsjahr endet mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.068 (im VJ TEUR 2.170). Die Ergebnisveränderung liegt v.a. an gestiegenen Personalkosten und einer höheren Steuerbelastung. Gegenläufig wirkten ein erhöhtes Rohergebnis und gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen. Das Rohergebnis beträgt TEUR 18.383 (VJ TEUR 18.026). Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8% gesunken, die Materialaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug TEUR -247 (VJ TEUR +196). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 512 gestiegen (VJ TEUR 248). Der Anstieg liegt insbesondere an Erträgen aus Anlageabgängen sowie an Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen. Letztere wurden in den Vorjahren gegen den Aufwand aus der immer niedrigeren Abzinsung unserer Pensionsrückstellungen verrechnet, dies war 2023 aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus nicht mehr notwendig. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 465 erhöht (VJ Verminderung um TEUR 33). Dies liegt v.a. an erfolgten Tariflohnerhöhungen, erhöhten erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen, höheren Sozialabgaben und höheren Aufwendungen für Altersvorsorge. Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt 114 (VJ 112) Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 5.565 (VJ TEUR 5.978). Die Veränderung geht im Wesentlichen auf niedrigere Kosten im Zusammenhang mit dem leicht gesunkenen Umsatz (Frachten und Vertriebsprovisionen) und mit dem niedrigeren Lagerbestand (insb. gesunkene externe Lagerkosten) zurück. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen haben sich um TEUR 63 auf TEUR 89 vermindert. Die Erträge aus Zinsen und ähnlichen Erträgen betragen TEUR 23 (VJ TEUR 5). Das Vorsteuerergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 392 auf TEUR 3.024 verbessert. Mit unserem Finanzmanagement sichern wir die Liquidität für den laufenden Geschäftsverkehr und für unsere Investitionen. Der Bestand an liquiden Mitteln (im Wesentlichen Bankguthaben) beträgt zum Jahresende TEUR 1.479 (VJ TEUR 1.196). Wir waren während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, unsere fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Bilanzsumme ist mit TEUR 14.555 (VJ TEUR 17.902) deutlich gesunken. Das Eigenkapital zum Jahresende beträgt TEUR 8.015 (VJ TEUR 7.567), was einer Eigenkapitalquote von ca. 55 % (VJ 42 %) entspricht. Das Anlagevermögen wurde planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen und Abgänge übersteigen die Zugänge, so dass das Anlagevermögen um TEUR 305 sinkt. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte um TEUR 2.862 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 266 gesunken, die Guthaben bei Banken sind um TEUR 283 gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 197 gesunken. Im Vorjahr sind die Lagervorräte deutlich erhöht worden, um bei der knappen Rohstofflage die Liefersicherheit zu gewährleisten. Da sich die Rohstoffsituation in 2023 entspannt hat, konnten die hohen Lagervorräte wieder abgebaut werden. Auf der Passivseite standen zum Stichtag erhöhte Rückstellungen zu Buche. Zum einen haben sich die Pensionsrückstellungen erhöht, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die sonstigen Rückstellungen sind ebenfalls deutlich, die Steuerrückstellungen leicht gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 20 auf TEUR 994 gesunken, die sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund der Rückführung von in Vorjahren aufgenommenen Darlehen um TEUR 4.014 gesunken. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der im Vorjahr stark gestiegene Umsatz nahezu gehalten und der Rohertrag leicht verbessert werden konnte. Das Vorsteuerergebnis hat sich deutlich verbessert, aufgrund einer höheren Steuerbelastung im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis nach Steuern nur leicht verbessert. Der Geschäftsverlauf 2023 liegt leicht über unseren Erwartungen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist nach wie vor solide. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Das Jahr 2024 ist weiterhin geprägt von einer sehr großen Unsicherheit. Die im Nachgang von Corona gestörten Lieferketten haben sich zwar erholt, Ukraine-Konflikt und Inflation belasten aber das Verbraucherverhalten nach wie vor, hinzu kommen deutlich gestiegene Zinssätze und potentielle Kosten für die Umsetzung der Klimaschutzpläne Deutschlands und der EU. Zudem besteht eine große Unsicherheit hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung, insbesondere im wichtigen Bausektor sind die Erwartungen recht schlecht. An oberster Stelle steht bei uns die Sicherheit von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die in Folge der Pandemie gestiegenen Kosten, z.B. für Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen, haben sich wieder normalisiert. Wie erwartet sind die Auswirkungen der Pandemie für die Gesellschaft insgesamt überschaubar geblieben. Die deutliche Verschlechterung der Rohstofflage aufgrund der Pandemie und des Ukraine-Konflikts hat sich in 2023 dahingehend verbessert, dass es kaum noch zu Engpässen bei Rohstoffen gekommen ist. Das durch die Knappheiten deutlich gestiegene Kostenniveau hat sich jedoch gehalten. Aufgrund einer zu erwartenden leichten Entspannung bei den Rohstoffkosten und einem zu erwartenden Rückgang der Konjunktur - insbesondere im zweiten Halbjahr 2024 - erwarten wir grundsätzlich für das Jahr 2024 einen leichten Umsatzrückgang. Der Rohertrag sollte auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt erwarten wir ein positives Jahresergebnis in etwa auf Niveau des Vorjahres. Positive Impulse für das Jahresergebnis erwarten wir uns von unseren Neuprodukten aus der F&E-Abteilung sowie aus der Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen. Wir unterhalten ein den Erfordernissen unseres Unternehmens angepasstes Früherkennungssystem zur Überwachung unternehmensspezifischer Risiken. Im Folgenden sind die wesentlichen Risikokategorien dargestellt: Markt/Wettbewerb Unsere Absatzmöglichkeiten werden von der allgemeinen Entwicklung der von uns belieferten Branchen sowie vom Verhalten unserer Wettbewerber beeinflusst. F+E Die Entwicklung neuer bzw. verbesserter Produkte setzt voraus, technische, regulatorische und marktbedingte Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Dies ist eine Hauptaufgabe unseres technischen Verkaufs. Wir werden auch zukünftig ausreichende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten betreiben, um die sich wandelnden Kundenanforderungen zu erfüllen. Der Einfluss von regulatorischen Veränderungen wird jedoch immer schwieriger vorherzusehen und abzuschätzen. Personal Die Fluktuation ist in unserem Unternehmen gering. Im Hinblick auf die altersbedingte Fluktuation erfolgten bereits Neueinstellungen von Mitarbeitern mit entsprechender Qualifikation, so dass ein nahtloser Know-How Transfer gesichert ist. Es wird hinsichtlich zu besetzender Stellen allerdings immer herausfordernder, qualifiziertes Personal zu finden. Hinsichtlich der Personalkosten stellen die zu erwartenden Tariflohnerhöhungen der kommenden Jahre eine absehbare Ergebnisbelastung dar. Des Weiteren ist mit einer weiteren Höherbewertung unserer Pensionsrückstellungen zu rechnen, die aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus aber deutlich milder als in den Vorjahren ausfallen wird. Beschaffung Türmerleim legt großen Wert auf die Qualität der eingesetzten Rohstoffe, die vom Lieferanten durch Analysenzertifikate nachzuweisen ist und die durch entsprechende Kontrollen überprüft wird. Wichtige Rohstoffe werden, sofern möglich, von mehreren Lieferanten bezogen und in ausreichender Menge auf Lager gehalten. Rohstoffpreiserhöhungen können erfahrungsgemäß oft nur anteilig an die Kunden weitergegeben werden. Finanzen/Liquidität Wir planen unsere Liquidität fortlaufend, indem die erwarteten Zahlungsströme gegenübergestellt werden. Ausfallrisiken Wir verfügen über einen breit gestreuten Kundenkreis und die Insolvenz eines einzigen Kunden würde uns insgesamt nicht in Schwierigkeiten bringen. Branchenrisiken, die sich auf die Solvenz von Kunden auswirken, könnten theoretisch bestehen. Trotz der Covid 19-Pandemie, des Ukraine-Konflikts, gestörten Lieferketten und der Inflation ist bislang noch keine nennenswerte Zunahme der Insolvenzen in unserem Kundenkreis festzustellen. Wir schätzen dieses Risiko jedoch aus den genannten Gründen sowie aus der in manchen Branchen sehr schwachen konjunkturellen Entwicklung als wesentlich erhöht gegenüber den Vorjahren ein. Sonstige Risiken Risiken, die die zukünftige Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind momentan nicht erkennbar. Insofern ist der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Die aufgeführten Einzelrisken beurteilen wir, soweit nicht explizit erwähnt, sowohl von der Bedeutung für das Unternehmen her als auch bezüglich der erwarteten Konsequenzen als geringfügig. Chancen Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit ergeben sich Chancen in Verbindung mit einer positiven Entwicklung der Nachfrage nach unseren Produkten - auch z.B. aufgrund der Nachfragesteigerung im Getränke-Mehrwegbereich oder aufgrund der perspektivisch steigenden Nachfrage für unsere Holzklebstoffe durch den Trend zu umweltfreundlichen Lösungen im Bau durch Bauen mit Holz.
Ludwigshafen/Rhein, den 6. August 2024 Türmerleim GmbH Geschäftsführung Dr. Thomas Pfeiffer Matthias Pfeiffer Martin Weiland Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Türmerleim GmbH Ludwigshafen am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Türmerleim GmbH Ludwigshafen am Rhein- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Türmerleim GmbH Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 6. August 2024 KPMG
AG
Bähr, Wirtschaftsprüfer Jürgens, Wirtschaftsprüfer |
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