Herding & Stich Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Walter Herding seit 9.4.2020 | Geschäftsführer |
Fabian Schünke seit 4.7.2019 | Geschäftsführer |
Wolfgang Raabe seit 8.4.2019 | Geschäftsführer |
Michael Richter seit 23.1.2017 | Prokura |
Bernhard Wennicke seit 15.3.2016 | Prokura |
Jörg-Armin Schulz seit 9.3.2012 | Prokura |
Norbert Duschner seit 3.7.2003 | Prokura |
Urs Dr. Herding seit 3.7.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 30.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Herding GmbH FiltertechnikAmbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Herding GmbH Filtertechnik, AmbergI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Herding GmbH Filtertechnik ist Hersteller von Filtermedien, Entstaubungsanlagen und Filteranlagen für die Industrie. In über 45 Jahren hat sich der Filterspezialist Herding® Filtertechnik zu einem weltweit agierenden Komplett-System-Lieferanten für die gesamte Industrie entwickelt. Trockenentstaubung und Materialrückgewinnung sind Schwerpunkte unserer Tätigkeit. Zu unseren weltweiten Kunden zählen bedeutende Systemlieferanten, Marktführer unterschiedlicher Branchen sowie Anwender mit einem hohen Anspruch an die Produktivität. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Neu- und Weiterentwicklung im Bereich der Filtermedien, der zugehörigen Filteranlagen sowie von verfahrenstechnischen Lösungen für die Gasfiltration. Wir setzen dabei sowohl auf unser eigenes hochqualifiziertes Entwicklungsteam als auch auf Partnerschaften mit Lizenznehmern, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus werden auch gemeinsame Entwicklungen mit unseren Kunden aktiv betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam. **) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Wirtschaftsraum EU-27 In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.) Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024. Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 2. Geschäftsverlauf In 2023 konnte Herding seine erfreuliche Entwicklung aus den Vorjahren weiter fortsetzen und trotz Kriegsbeeinträchtigungen und Lieferkettenproblematiken den positiven Trend gar noch verstärken. Die positive Dynamik des Umsatzwachstums aus 2021/2022 konnte nochmals mit 16,5 % in 2023 übertroffen werden. Die Materialquote konnte in 2023 auf 35,4 % gesenkt werden. Vorteilhaft wirkte sich hier das im Berichtszeitraum einmalige Zusammentreffen von mehreren Großprojekten aus unterschiedlichen Branchen aus. Die Personalkosten stiegen zum Vorjahr im Vergleich zur Umsatzsteigerung leicht unterdurchschnittlich um 15,0 %. Der Einsatz von Leiharbeitskräften hingegen konnte um 15,6 % gegenüber Vorjahr gesenkt werden. Dem Finanzergebnis war vorwiegend die positive Zinsentwicklung in Jahr 2023 zuträglich, sodass dieses auf TEUR 115 gesteigert werden konnte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt in 2023 EUR 4.636.555. 3. Lage Die Marktposition des Unternehmens entwickelte sich im Jahr 2023 sowohl auf den ursprünglichen Kernmärkten sehr positiv, aber gerade auch auf den neuen Zukunftsmärkten mit neu eingeführten Produkten dynamisch. a. Ertragslage Unsere Ergebnisquellen setzen sich aus einem ausgewogenen Mix verschiedener Kunden - und Auftragsarten zusammen. Für Kernbranchen bieten wir spezifische Lösungen, die wir in eigenen dezentralen Teams entwickeln, projektieren und fertigen. Für eine weite Spanne an diversen Branchen bieten wir Lösungen aus Standardbaureihen aber auch mit komplexen kundenspezifischen Systemlösungen. Darüber hinaus nimmt der Bereich Service aber auch das internationale Partnernetzwerk weiterhin einen bedeutenden Anteil ein. Weiter abgesichert wird die Ertragslage durch einen breiten Branchenmix. Dieser Mix versetzt uns in die Lage einerseits im Bereich des Einkaufs mit entsprechenden Einkaufsvolumina und der korrespondierenden Einkaufsmacht die geforderten Preiserhöhungen zu begrenzen, andererseits im Bereich Verkauf gerade unsere Lösungskompetenz für unsere Kunden auszubauen. Somit ergibt sich eine insgesamt stabile und ausgewogene Ertragslage. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als weiterhin sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. In absoluten Zahlen stieg das Eigenkapital um EUR 3.377.261 auf EUR 17.089.376 an. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme 60,77 %. Im Berichtszeitraum wurde zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage über zusammen 636 kwp Nennleistung ein KfW gefördertes Darlehen in Höhe von TEUR 688 aufgenommen. Zur Finanzierung unserer Absatzgeschäfte wurden erneut auch im Jahr 2023 eingeräumte Kreditlinien unserer Banken nicht in Anspruch genommen. Avalkreditlinien wurden der Umsatzsteigerung entsprechend bei den Hausbanken angepasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 113. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele, auch unter Skontoausnutzung, beglichen werden. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Aufbau des RHB-Lagers im Vorjahr bei lieferzeitenkritischen Zukaufteilen wurde wieder aufgelöst. Freiwerdende Liquidität wurde zinsbringend am Geldmarkt angelegt. c. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren spiegeln sich in der Umsatzrendite und dem Cash-Flow wider. Die Umsatzrendite vor Steuern liegt im Berichtsjahr bei knapp 7,0 %. Der Cashflow vor Steuern ist im Berichtszeitraum mit TEUR 5.121 zu erwähnen. Beide Indikatoren bewerten wir aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der im Jahr 2023 stärker werdenden Beschränkungen durch den Krieg Russland - Ukraine als äußerst positiv. III. Prognosebericht Um sowohl die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen sowie die Risiken von De-Coupling zu adressieren, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs sowohl national als auch international forcieren. In 2023 arbeiteten wir weiterhin am Ausbau unserer technischen Führungsrolle im Bereich der Prozessfiltration mit Schwerpunkt Materialrückgewinnung, der Sicherheitstechnik (Brand- und Explosionsschutz) für Filtration sowie der Filtration bei erhöhten Temperaturen. Abgerundet wird das von unseren neuen Herding Omikron Filterelementen, die uns neue Marktsegmente eröffnen. Ebenso widmen wir uns zunehmend dem Konzept 'local for local' - gerade im Bereich Service aber auch zunehmend in den Feldern Sourcing und auch Montage. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Weltwirtschaft Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Globaler Maschinenbau Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert. Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 (1) Branchenspezifische Risiken im Deutschen Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA (Originaltext) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon 069 6603 1374 (2) Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbssituation im Bereich der Filtration ist im Allgemeinen sehr angespannt. Die Märkte sind in den klassischen Industrienationen besetzt und es erfolgt größtenteils Verdrängungswettbewerb. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen ist hingegen der Markt sehr sensitiv für Preise. Insgesamt ist aber eine gewisse Bereitschaft im Markt zu verspüren unsere nötigen Preisanpassungen zu akzeptieren. Mit der konsequenten Diversifikation in Bezug auf die verschiedenen Kundenkreise, der Bearbeitung von Kernmärkten in dezentralen Teams, den Preisanpassungen am Markt, der weltweiten Vertriebsstrategie sowie der intensiven Weiter- und Neuentwicklung von Produkten und dem konsequenten Fokus auf Anwendungen, bei denen die Kunden mittels der gelieferten Technologie selbst Produktivitätsvorteile erwirtschaften, minimiert die Gesellschaft die oben beschriebenen Ertragsrisiken. Nichtsdestotrotz ist die wirtschaftliche Lage in 2024 insgesamt angespannt. (3) Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Auftragslage ist angespannt. Das Unternehmen ist aber entsprechend flexibel aufgestellt, um auch auf solche Situationen zu reagieren. (4) Risken der Energieversorgung Der größte Teil unsere Filterelemente wurde in Sinteröfen mit dem Energieträger Strom gefertigt. In 2023 wurde die Versorgung des Unternehmens mit elektrischer Energie aus eigenen Photovoltaikanlagen weiter vorangetrieben. Ziel ist es in 2024 einen wesentlichen Anteil der elektrischen Energie selber zu erzeugen. 2. Chancenbericht Unsere konsequente Mehrlieferantenstrategie versetzt uns in die Lage die Lieferfähigkeit, Preise und technische Innovation stabil zu entwickeln. Unsere Weiterentwicklung der Organisation findet zunehmend Niederschlag in einer gesteigerten Innovationsgeschwindigkeit - wobei sich Innovation auf Prozesse, Arbeitsweise aber auch Produkte und Verfahren bezieht. Insofern sind wir für die derzeitigen und kommende Herausforderungen gut gerüstet und leben Veränderungen als Chance. Die internationale Ausrichtung ermöglicht uns darüber hinaus, für international agierende Kunden ein umfassendes Konzept in Bezug auf Auftragsabwicklung, Fertigung und gerade Service vor Ort zu bieten. Insofern ist das derzeit neu benannte Konzept' 'local for local' schon lange Bestandteil unserer Strategie. Wird aber zunehmend weiter und tiefer vorangetrieben. 3. Gesamtaussage Die Gesellschaft betreibt schon seit sehr langer Zeit sowohl ein aktives Risiko- als auch Chancenmanagement. Der Fokus liegt dabei auf dem Erkennen und Heben von Chancen. Vor diesem Hintergrund und in Kombination mit unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen - auch wenn derzeit das Wachstum begrenzt und die wirtschaftliche Lage angespannt ist - gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eine seltene Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Partnerschaft mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Bankguthaben und Lieferantenkrediten sowie über Avalkredit Linien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Amberg, 1. Juli 2024 Herding
GmbH
Dr. Urs Herding, Geschäftsführer Wolfgang Raabe, Geschäftsführer Fabian Schünke, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Herding GmbH Filtertechnik, AmbergAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorgelegte Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB n.F. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB einzustufen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen nicht geändert; die Grundsätze der Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung. Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer wurden drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abnutzbares Sachanlagevermögen wurde um planmäßige Abschreibungen und um Teilwertabschreibungen, soweit erforderlich, vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen des Anlagevermögens wurden die bilanzierten Anteilsrechte und sonstigen Wertpapiere zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit notwendig, wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Teile des Vorratsvermögens wurden mit einem Festwert angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend den Vorschriften entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen (soweit erforderlich) auch die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Die Bewertung der Forderungen erfolgte, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, zum Nennwert bzw. mit ihrem beizulegenden Wert. Ausfallrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eineniedrigeren Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände sind, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, mit Nominalwerten, Rückzahlungsbeträgen und Barwerten angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Barwertverfahren berechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt. Voraussichtliche Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag wurden berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssätze verwendet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie die darauf entfallenden Erträge und Aufwendungen erfolgte zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener oder gestiegener Kurs eine Abwertung der Forderung oder eine Höherbewertung der Verbindlichkeit erforderte. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 und 6 HGB lauten in 2023 auf TEUR 1 (VJ TEUR 1). Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In diesen Positionen sind Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 2.395 (VJ TEUR 3.332) sowie Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Dienstleistungen von Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 83 (VJ TEUR 195) enthalten. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 350. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (Anteil 54 %) und Garantieleistungen (Anteil 36 %). Pensionsrückstellungen Aufgrund der Neubewertung der laufenden Pensionen in 2010 war eine Zuführung zu den Rückstellungen erforderlich. Dabei wurde das Verteilungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB im Erstjahr in Anspruch genommen. In 2011 wurde der Restbetrag komplett zugeführt. Demnach beträgt der Restbetrag für die nächsten 13 Jahre TEUR 0. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Project-Unit-Credit-Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) angesetzt. Darüber hinaus wurde ein Rententrend in Höhe von 1,5 % angenommen. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechenbaren Vermögensgegenständen liegen folgende Werte vor:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 42 (VJ TEUR 42) und Ausleihungen in Höhe von TEUR 3.000 (VJ TEUR 3.000). Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern bestanden in Höhe von TEUR 198 (VJ TEUR 144). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen derzeit jährlich TEUR 2.611 und die aus längerfristigen Leasingverträgen jährlich TEUR 306. Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Form von Bürgschaften betragen TEUR 8.170 (VJ TEUR 8.170). Ausschüttungssperre Ein Gesamtbetrag von TEUR 44 unterliegt der Ausschüttungssperre. Dieser gliedert sich wie folgt auf:
Latente Steuern Es besteht eine aktive Steuerlatenz in Höhe von TEUR 40. Diese ist im Wesentlichen auf die Unterschiede bei der Ermittlung der Abschreibungen des Sachanlagevermögens, in der Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen im Handels- und Steuerrecht zurückzuführen. Die Berechnung der aktiven latenten Steuern basiert auf einem Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag und einem Prozentsatz in Höhe von 13,24 % für die Gewerbesteuer (Gesamtbelastung 29,07%). Tabellarische Darstellung der Veränderungen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8 (VJ TEUR 2) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (VJ TEUR 1) enthalten. Darüber hinaus ist ein Ertrag von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 187 (VJ TEUR 200) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 38 (VJ TEUR 19) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (VJ TEUR 4) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten im Wesentlichen den Steueraufwand des laufenden Jahres. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss nach Einstellung in die satzungsmäßige Rücklage auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Identifikation des Unternehmens
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind in 2024 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 eingetreten. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers besteht aus den Vergütungen für die Abschlussprüfung in Höhe von EUR 17.000,00. Mitarbeiteranzahl Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 191 gewerbliche Arbeitnehmer, 165 Angestellte und 9 Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 365. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Leitungsorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung wahrgenommen von: Herrn Dr. Urs Herding, Diplom-Ingenieur Herrn Wolfgang Raabe, Betriebsleiter Herrn Fabian Schünke, MBA & Eng., Diplom-Ingenieur Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 a HGB betrugen im Berichtsjahr insgesamt TEUR 774. Hinsichtlich der Bezüge gem. § 285 Nr. 9 b HGB wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Amberg, 28. März 2024 Herding GmbH Filtertechnik Dr. Urs Herding, Geschäftsführer Wolfgang Raabe, Geschäftsführer Fabian Schünke, Geschäftsführer Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDie Gesellschafterversammlung folgt dem Vorschlag der Geschäftsleitung und trägt den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vor. Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.10.2024 festgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der AUDITAR GmbH, Sulzbach-Rosenberg, geprüft. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk am 30. August 2024 erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Herding GmbH Filtertechnik Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Herding GmbH Filtertechnik - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herding GmbH Filtertechnik für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sulzbach-Rosenberg, den 30. August 2024 AUDITAR
GmbH
Wendl, Wirtschaftsprüfer |
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