DSV Air & Sea GmbHLiquidiert

28195 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 25854 HB
Vorher
ABX LOGISTICS Air & Sea (Deutschland) GmbHDSV Air & Sea (Germany) GmbH
Eingetragen
8.6.1994
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen
Gegenstand
Die Planung, die Koordination, die Durchführung und Vermittlung von nationalen und die Vermittlung von internationalen Transporten aller Art auf dem See-, Luft-, Binnengewässer- und Landwege inklusive Chartern und Verchartern sowie Operieren von Schiffen, Flugzeugen und anderen Transportmitteln, das Zusammenstellen geeigneter Ladungen, das Vermitteln damit zusammenhängender Geschäfte und die Beratung damit im Zusammenhang stehender Geschäfte, ferner Spedition, Verpackung, Stauerei, Umschlag und Lager; der Handel mit Waren im Rahmen von Logistik-Projekten, die einer der oben beschriebenen Dienstleistungen zum Inhalt haben.

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Oldag
seit 16.1.2020
Prokura
Michael Eder
seit 10.1.2020
Prokura
Volker Böhringer
seit 11.12.2019
Prokura
Andre Winter
seit 11.12.2019
Prokura
Nils Henrik Appelhoff
seit 11.12.2019
Prokura
Patrick Marzahn
seit 11.12.2019
Prokura
Matthias Schäfer
seit 11.12.2019
Prokura
Franziska Sonka
seit 11.12.2019
Prokura
Stefan Pleick
seit 11.12.2019
Prokura
Michael Seitzl
seit 11.12.2019
Prokura
Dilshan Liu
seit 11.12.2019
Prokura
Nicole Grantz
seit 11.12.2019
Prokura
Heiko Vogt
seit 11.12.2019
Prokura
Rouven Kenneth Behge
seit 11.12.2019
Prokura
Kai Schwärig
seit 11.12.2019
Prokura
Jamin Naziri
seit 2.8.2019
Prokura
Malte Sommer
seit 21.2.2019
Prokura
Frank Sobotka
seit 9.10.2018
Geschäftsführer
Nicole Dams
seit 21.2.2018
Prokura
Jörg Rössler
seit 22.11.2017
Prokura
Olaf Pfaus
seit 5.7.2016
Prokura
Marco Perez
seit 30.5.2016
Prokura
Michael Hollstein
seit 30.5.2016
Prokura
Thomas Christensen
seit 20.8.2015
Prokura
Niels Lahme
seit 20.8.2015
Prokura
Alban Lajci
seit 13.8.2014
Prokura
Jörg Löhner
seit 13.8.2014
Prokura
Kris Anné
seit 29.4.2014
Prokura
Pietro Sinato
seit 23.10.2013
Prokura
Nicolai Knudsen
seit 2.10.2009
Geschäftsführer
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert75.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DSV Air & Sea Holding A/SDNK
75.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
563.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

DSV Air & Sea GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DSV Air & Sea GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSV Air & Sea GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSV Air & Sea GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (1DW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschrif-

ten entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzllchen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 27. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Philipp Bußmann, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

A. Grundlagen des Unternehmens

Die DSV Air & Sea GmbH bietet das komplette Spektrum innerhalb der Transportkette per Luft und See inklusive aller vor- und nachgelagerter Aufgaben wie Abholung, Konsolidierung, Distribution oder Verzollung. Dabei haben unsere Kunden die Wahl zwischen einer Vielzahl service- und zeitdefinierter Produkte. Dank des weltweiten Netzwerks des DSV-Konzerns bieten wir unseren Kunden größtmögliche Kontrolle über ihre Sendung und gleichbleibende Qualitätsstandards. Durch Volumenvereinbarungen mit renommierten Reedereien und Fluggesellschaften bieten wir zudem gesicherte Kapazitäten bei hoher Abfahrtsdichte und attraktiven Raten.

Unser weitreichendes physisches Netzwerk machen wir durch unsere IT-Lösungen noch intelligenter. So bieten wir neben komplexem Ordermanagement und Track & Trace Systemen auch intelligente Schnittstellen zu Kundensystemen.

Durch unsere ausgeprägte Regionalstruktur mit Betriebsstätten in ganz Deutschland stehen unseren Kunden in unmittelbarer Nähe Ansprechpartner mit speziellem lokalem Know-how zur Verfügung.

Im August 2018 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Frank Sobotka übernahm die operative Geschäftsführung für die Luft- und Seefracht von Tobias Schmidt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz zahlreicher Handelskonflikte, insbesondere zwischen den weltweit größten Volkswirtschaften USA und China, aber auch Unsicherheiten aufgrund des bevorstehenden, voraussichtlich ungeordneten Brexit, geht der IWF für 2018 von einem Weltwirtschaftswachstum von 3,7 % aus. Zwar liegt dieses 0,2 Prozentpunkte niedriger als noch im April 2018 prognostiziert, aber dennoch in etwa auf dem Niveau von 2017. Für die Schwellenländer in Asien und Europa (abgesehen von der Türkei) sind die Aussichten weiterhin positiv, für die Schwellländer in Lateinamerika, dem mittleren Osten und die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind die Aussichten, trotz anhaltender Erholung insbesondere für rohstoffexportierende Länder gedämpft. 1

Die Inflation in den führenden Volkwirtschaften hat sich recht unterschiedlich entwickelt. Während im Euro-Raum und Japan die Inflation hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, entwickelte sie sich in Großbritannien und den USA wie prognostiziert. 2

Im Euroraum fiel das Wachstum des BIP mit 1,8% im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer aus. 3 Während in Ländern wie Frankreich, Italien oder Großbritannien das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr leicht unter dem europäischen Durchschnitt lag, ergab sich insbesondere in den östlichen EU-Ländern Ungarn (+4,9%) und Slowenien (+4,5%) ein überdurchschnittliches Wachstum. 4 Die Arbeitslosenquote des Euroraums sank weiter und erreichte 7,8% (Vorjahr: 8,7%). Deutlich über dem Durchschnitt lag sie weiterhin in Griechenland und Spanien. 5

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das BIP in China, trotz des Handelskonflikts mit den USA, um 6,6 % erhöht. Für die Zukunft geht man aber von einer stärkeren Eintrübung des BIP-Wachstum durch steigenden Handelsbarrieren wie bspw. Strafzölle und ein Abebben der Nachfrage aus den Schwellenländern aus. 6

1 vgl. https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/iwf-wachstumsprognose-konkunktur-weUwirtschaft vom 9.10.2018
2 vgl. ebenda
3 vgl. Eurostat - Pressemitteilung Euroindikatoren vom 14.02.2019
4 vgl. https://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=tec00115&plugin=0 abgerufen am 14.03.2019
5 vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160142/umfrage/arbeitslosenquote-in-den-eu-laendern/ abgerufen am 14.03.2019
6 vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14560/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-china/ abgerufen am 13.03.2019

Während das Wirtschaftswachstum in den USA im zweiten und dritten Quartal 2018 noch bei 4,2% bzw. 3,4% lag, verlangsamte sich das Wachstum insbesondere bedingt durch den Handelskonflikt mit China zum Jahresende und betrug im vierten Quartal 2018 nur noch 2,6%, so dass das BIP-Wachstum 2018 bei 2,9 % lag. Haupttreiber des Wachstums waren das weitere Anziehen der Investitionen sowie weiterhin kräftige Nachfrage der privaten Haushalte. 7

In den Schwellenländern lag das Wirtschaftswachstum in 2018 mit 4,7 % zwar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch ist die Wirtschaft in diesen Länder unter Druck geraten. Insbesondere in der Türkei und Argentinien nahm die Entwicklung krisenhafte Züge an. War die Aussicht Anfang des Jahres bedingt durch allgemeine weltwirtschaftliche Lage und steigende Rohstoffpreise noch gut, wurde sie auch insbesondere durch die restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank eingetrübt. 8

Aufgrund der weiter positiven Lage am Arbeitsmarkt und dem damit einhergehenden höheren verfügbaren Einkommen hat sich der private Konsum in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 2% erhöht. 9 Daneben trugen insbesondere die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation mit + 3,7 % sowie das Baugewerbe mit + 3,6 % zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei. Insgesamt wuchs die Wirtschaft in Deutschland solide und stetig jedoch geringer als in den beiden vorangegangenen Jahren gegenüber dem Vorjahr um 1,5%. 10

Auch wenn sich China und die USA im Handelskonflikt anzunähern scheinen, besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich möglicher weiterer Strafzölle. Hier stehen insbesondere Straffzölle durch die USA auf europäische Autos aber auch Strafzölle gegen Indien oder die Türkei mit entsprechenden zu erwartenden Gegenmaßnahmen hinsichtlich US-Produkten im Raum. Außerdem herrscht immer noch Unsicherheit in welcher Form der Brexit erfolgen wird und somit auch welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Insgesamt herrscht eine deutlich höhere Unsicherheit als noch im letzten Jahr und wie sich bereits zum Ende des Jahres 2018 zum Teil gezeigt hat ist eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums zu erwarten.

7 vgl. https://www.haspa-kapitalmarkt.de/2019/02/28/usa-starkes-wachstum-im-2-quartal/ vom 28.02.2019
8 vgl. https://www.imf.org/external/datamapper/NGDP RPCH@WEO/ADVEC/WEOWORLD/OEMDC abgerufen am 4.03.2019
9 vgl. https://www.gfk.com/de/insights/press-release/deutschland-private-konsumausgaben-steigen-2018-um-zwei-prozent/ vom 09.02.2019
10 vgl. Statistisches Bundesamt Begleitmaterial zur Pressekonferenz Bruttoinlandsprodukt 2018 für Deutschland vom 15.01.2019

II. Marktentwicklung

Seefracht

Im Jahr 2018 gab es in der Seefracht sehr viele Veränderungen am Reederei-Markt. Diverse Konsolidierungen endeten in neu formierten Allianzen. Der Markt bereinigte sich so stark, dass nun nur noch 3 nennenswerte Allianzen am Markt agieren. Drei japanische Carrier verschmolzen zu einem Unternehmen, 11 während kleinere Player übernommen wurden. Dies hatte in der zweiten Jahreshälfte starke Auswirkungen auf die Qualität der Dienstleistungen und Abfahrtsfrequenzen. 12 Zum Jahresende verabschiedete die internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) die Verordnung IMO2020, wonach bis 2020 neue Emissionsgrenzen für Seeschiffe gelten. Die Kosten für die Umsetzung der Verordnung wurde von Experten auf 60 Milliarden Euro taxiert. Dies verunsicherte die Kunden und verhinderte mehrjährige Vertragsabschlüsse. 13

Luftfracht

Die Luftfracht-Branche verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 einen Anstieg im Frachtvolumen von 3,5%. Das Wachstum fiel damit schwächer aus als noch in 2017 (+9,0 %). Ursächlich hierfür waren neben protektionistischen Tendenzen auch die gestiegenen Ölpreise. 14

Aufgrund etwas zurückhaltender Exportaktivitäten lag das Wachstum in Europa mit 3,2% leicht unter dem weltweiten Durchschnitt. 15

Der Average Price pro kg hat sich von 2,06 USD auf 1,64 USD verringert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten in 2018 schneller als die Nachfrage gewachsen sind.

11 Vgl. https://www.lpsenloglstics.com/de/news-reader/neue-reederei-allianz-ab-dem-01-april-2018.html vom 29.03.2018
12 vgl. https://www.joc.com/maritime-news/container-lines/japanese-carriers%E2%80%99-financials-solid-new-one-venture_20180131.html vom 31.01.2018
13 vgl. https://www.bomin.com/de/news-info/imo-2020-change/countdown-bis-2020-800-tage.html abgerufen am 07.03.2019cddd
14 vgl. Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft: Jahresbilanz 2018 Zur Lage der deutschen Luftverkehr-Wirtschaft S. 9
15 vgl. ebenda

II. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat den für das Kalenderjahr 2018 prognostizierten Umsatz übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten der Umsatz und der Rohertrag gesteigert werden.

1) Ertragslage

Die Gesellschaft generiert ihre Umsätze in den Bereichen Luft- und Seefracht. Im Kalenderjahr 2018 addierten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 492.865 und lagen damit um 6,5% über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 462.938).

Davon entfallen TEUR 182.641 (Vorjahr: TEUR 195.440) auf die Seefracht und TEUR 305.536 (Vorjahr: TEUR 262.374) auf die Luftfracht. Vom Umsatz in der Luftfracht entfallen TEUR 32.190 (Vorjahr: TEUR 31.261) auf den Expressbereich.

Die mengenmäßige Leistungserbringung im Bereich der Sendungsanzahl aller Sparten liegt ebenfalls über dem Vorjahresniveau (+6,0%). Der Anstieg der Sendungsanzahl ist dabei im Wesentlichen dem Luftfrachtgeschäft zuzuschreiben, während in den anderen Geschäftsbereichen nur eine leichte Steigerung zu verzeichnen war. Insgesamt befand sich die Ertragslage auf Vorjahresniveau.

Zu den Sparten:

Luftfracht

Die Sendungsproduktion in dieser Sparte ist zum Vorjahr um +6,3% gestiegen von 1.402.563 auf 1.491.613 Sendungen, der Zuwachs im Umsatz von TEUR 262.374 auf TEUR 305.536 entspricht +16,5%. Die Rohertragsmarge betrug 17,2%, der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 19,1%. Die Steigerung der Sendungszahl entfällt neben dem traditionellen Export- und Importgeschäft im Wesentlichen auf das Expressgeschäft. In 2018 sind Geschäfte aus dem Wirtschaftszweig Industrial erweitert worden. Die Entwicklungen im Luftfrachtgeschäft werden deutlicher, wenn der Expressbereich gesondert betrachtet wird.

Beim Export (ohne Expressgeschäft) liegt das Geschäftsvolumen in der Produktion im Bereich der Sendungsanzahl um 3,6% über dem des Vorjahres. Der Umsatzzuwachs beträgt +8,3%, wobei der Rohertrag zum Vorjahr um -2,3% zurückgegangen ist. Die Ursache hierfür ist auf eine bewusste Reduzierung des Großkundengeschäfts zurückzuführen. Dagegen hat das Standardgeschäft sowohl im Sendungsvolumen um +8,4% als auch im Rohertrag um +1,6% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, dennoch lag die Rohertragsmarge unter Vorjahresniveau.

Im Import ist die Sendungsanzahl um +13,4% angestiegen. Der Umsatzzuwachs beträgt +32,6% und der Zuwachs des Rohertrages +13,8%. Im Standardgeschäft sind sowohl die Sendungszahlen (+11,0%) als auch der Umsatz deutlich gestiegen (+26,1%), die Profitabilität ist jedoch zurückgegangen (-2,5 Prozentpunkte). Es gilt nach wie vor und wie auch im Export, dass sich die Rohertragsmarge im Großkundengeschäft (2018: -2,08%) deutlich von der im Standardgeschäft (2018: 21,49%) unterscheidet. Insgesamt ist die Rohertragsmarge insbesondere bedingt durch den Rückgang im Standardgeschäft, um insgesamt -2,97 Prozentpunkte zurückgegangen.

Im Bereich Industrial konnte das Sendungsvolumen konnte nochmals um +25,7% gesteigert werden. Der Umsatz konnte von TEUR 22.754 auf TEUR 35.426 erhöht werden, was einem Zuwachs von +55,7% entspricht. Zwar konnte der Rohertrag an sich um +25,5% gesteigert werden, jedoch ist das übernommene Neugeschäft durch eine deutlich niedrigere Rohertragsmarge gekennzeichnet als das bisherige Bestandsgeschäft, weshalb die Marge im Vergleich zum Vorjahr um weitere -3,2 Prozentpunkte gesunken ist.

Die Express-Sparte konnte eine Steigerung bei den abgefertigten Sendungen von 1.133.977 auf 1.204.256 verzeichnen (+6,2%). Nach wie vor ist sie die profitabelste Sparte innerhalb der Organisation. Die Rohertragsmarge verbesserte sich leicht (+0,78 Prozentpunkte) auf 37,1%. Die Entwicklung in den einzelnen Express Produkten fiel unterschiedlich aus. Während im Express Export-Bereich sowohl die Umsätze von TEUR 21.631 auf TEUR 20.776 (-4,0%) als auch der Rohertrag von TEUR 7.911 auf TEUR 7.807 (-1,3 %) zurückgingen, stiegen dagegen im Express Import-Bereich sowohl der Umsatz von TEUR 4.075 auf TEUR 4.690 (+15,1%) als auch der Rohertrag von TEUR 1.872 auf TEUR 2.259 (+20,7%) im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Express Parcel-Bereich konnten die Umsätze von TEUR 5.555 auf TEUR 6.723 (+21,0%) sowie der Rohertrag von TEUR 1.573 auf TEUR 1.875 um +19,2% deutlich gesteigert werden.

Seefracht

Die Produktion im Bereich der Sendungsanzahl ist verglichen mit dem Vorjahr um +3,3% von 171.135 auf 176.738 Sendungen gestiegen, während sich der Umsatz um -6,5% auf TEUR 182.641 im Berichtsjahr (Vorjahr: TEUR 195.440) verringert hat. Der Rohertrag ist um -3,1% auf TEUR 36.405 zurückgegangen. Wohingegen sich die Rohertragsmarge auf 19,9% (Vorjahr: 19,2%) leicht verbessert hat.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Sendungsanzahl beim Export auf 53.477 leicht erhöht (Vorjahr: 52.959 Sendungen). Der Umsatz ist um -9,4% auf TEUR 63.155 gesunken während die Rohertragsmarge leicht von 17,3% auf 16,7% zurückgegangen ist. Der absolute Rohertrag verschlechterte sich um -12,4%. Dieses Rückgang kommt vornehmlich aus einem schwächeren Sea Export LCL Geschäft.

Beim Import war die Anzahl der abgefertigten Sendungen im Berichtsjahr mit 33.701 rund +3% höher als im Vorjahr (32.639). Beim Umsatz liegt der Wert mit TEUR 59.233 um +4,4% über dem des Vorjahres (TEUR 56.742). Die Rohertragsmarge verbesserte sich leicht von 14,1% im Vorjahr auf 15,4% % im Berichtsjahr. Der absolute Rohertrag stieg um +13,3% auf TEUR 9.094 (Vorjahr: TEUR 8.024).

Im Projektbereich verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um -31,2% von TEUR 18.777 auf TEUR 12.910. Die Sendungszahl erreichte mit 1.200 Sendungen nicht die des Vorjahres (1.454). Auch der Rohertrag ging um -25,7% zurück, wohingegen sich die Rohertragsmarge um +1,3 Prozentpunkte verbessert hat.

Im Bereich Industrial ist das Sendungsvolumen um +5,1% gestiegen. Der Umsatz hat sich von TEUR 50.230 auf TEUR 47.244 verringert, was einem Rückgang von -5,9% entspricht. Der Rohertrag blieb nahezu konstant (-0,3%).

Ergebnis

Das Ergebnis der DSV Air & Sea GmbH vor Ergebnisabführung betrug im Kalenderjahr 2018 TEUR +25.312 (Vorjahr: TEUR +24.425).

Das Ergebnis war im Berichtsjahr, wie in den Vorjahren, durch planmäßige Firmenwertabschreibungen (TEUR 1.780) belastet.

Der Materialaufwand stieg im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens von TEUR 373.868 um TEUR 27.803 auf TEUR 401.671.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 799 Mitarbeiter (Vorjahr 837) beschäftigt. Trotz der geringeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist der Personalaufwand von TEUR 42.547 um TEUR 4.167 auf TEUR 46.714 angestiegen. Dies ist neben einer allgemeinen Gehaltserhöhung im Wesentlichen auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung einer Abteilung zurückzuführen.

2018
TEUR
2017
TEUR
Umsatzerlöse 492.865 462.938
Materialaufwand 401.671 373.868
Rohertrag 91.194 89.070
EBITDA 27.970 26.723
Betriebsergebnis (vor Finanzergebnis, Steuern) 25.765 24.287
Finanzergebnis -422 -481
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 25.312 24.425

2) Finanzlage

Die Liquiditätssituation zum Abschlussstichtag der Gesellschaft ist im Vergleich zum 31. Dezember 2017 verbessert. Die Liquidität zweiten Grades (flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen/kurzfristige Verbindlichkeiten/Rückstellungen) lag zum 31. Dezember 2018 bei 123,6% und somit über der des Vergleichsstichtags (118,9%).

Der vereinfachte operative Cashflow ergibt sich wie folgt:

2018
TEUR
2017
TEUR
Periodenergebnis vor Ergebnisabführung / Ergebnisübernahme 25.312 24.425
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.205 2.436
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen 1.287 -1.585
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -1.657 -1.893
Cashflow 27.147 23.381

Der vereinfachte operative Cashflow hat sich von TEUR 23.381 auf TEUR 27.147 verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf ein höheres Periodenergebnis sowie die Veränderung der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Dem entgegen steht die Abführung des Ergebnisses 2017 in Höhe von TEUR 24.425 (Vorjahr TEUR 6.877).

3) Vermögenslage

Werte
in EUR
31.12.2018 31.12.2017
Anlagevermögen 9.779 12.159
Umlaufvermögen/Rechnungsabgrenzungsposten 131.330 133.993
= Aktiva 141.109 146.152
Eigenkapital 20.492 20.492
Rückstellungen 44.684 50.261
Verbindlichkeiten 75.933 75.399
= Passiva 141.109 146.152

Der Deckungsgrad des Anlagevermögens (Anlagevermögen/ Eigenkapital) beträgt 209,6% (Vorjahr: 168,5%), unter Einbeziehung des langfristigen Fremdkapitals ergibt sich mit 356,0% ein höherer Wert als im Vorjahr. Die Anlagequote sank im Laufe des Berichtsjahrs auf 6,9% (Vorjahr: 8,3%).

Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2018 betrugen TEUR 113 und konnten damit die Abschreibungen in diesem Bereich TEUR 401 nicht kompensieren.

Der Rückgang des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf die geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR -4.149) zum Stichtag zurückzuführen. Der Rückgang resultiert dabei sowohl aus geringeren Forderungen gegen die DSV AIS aus konzerninternen Finanzierungen, als auch aus geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig hierzu entwickelten sich die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR+1.160) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 1.483).

Die Eigenkapital-Quote (Eigenkapital/Gesamtkapital) hat sich aufgrund der gegenüber dem Vorjahr geringeren Bilanzsumme von rund 14,0% zum 31. Dezember 2017 auf 14,5% zum diesjährigen Bilanzstichtag erhöht.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 50.261 um TEUR 5.577 auf TEUR 44.684 zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen.

4) Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage

Zwar konnte das prognostizierte EBITDA von TEUR 32.101 mit TEUR 27.970 bedingt durch Sondereffekte nicht ganz erreicht werden, es ist jedoch weiterhin deutlich positiv. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 492,865 lagen um TEUR 13.600 über den prognostizierten Umsatzerlösen (TEUR 479.300). Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2018 zufrieden.

5) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Indikatoren zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung spielen auch wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren eine Rolle.

Folgende Leitsätze prägen unser unternehmerisches Selbstverständnis:

Wir sind erfolgreich, wenn wir unsere Kunden nachhaltig begeistern.

Wir berücksichtigen alle Kunden-, Gesetzes-, Normen- und DSV-Anforderungen in einem integrierten Managementsystem.

Compliance, Quality, Environment, Energy, Health, Safety & Security sind wichtige Anforderungen für unseren Erfolg.

Wir setzen Dienstleister ein, die diese Anforderungen erfüllen.

Wir achten bei der Beschaffung auf Energieeinsatz, Energieverbrauch und Energieeffizienz.

Wir stellen alle notwendigen Ressourcen und Informationen bereit und setzen diese sparsam und umweltschonend ein.

Wir gehen zuverlässig und vertrauensvoll mit den uns anvertrauten Produkten um.

Wir messen unsere Leistungen und leiten daraus unsere Ziele ab.

Wir verbessern uns kontinuierlich.

Wir fördern und fordern die Qualifikationen unserer Mitarbeiter.

Wir handeln vorausschauend - die gesetzlichen Bestimmungen verstehen wir als Mindestanforderung.

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt.

Das QEHS System ist ein wichtiger Bestandteil der DSV Compliance und wird im integrierten Ansatz jährlich weiterentwickelt.

QEHS steht für die zertifizierten Managementsysteme

ISO 9001 (Quality)

ISO 14001 (Environment)

ISO 50001 (Energy)

OHSAS 18001 (Health, Safety)

Das damit verbundene Compliance Programm ist von der Geschäftsführung als Steuerungselement mit höchster Priorität eingestuft. Es ist vollständig in die Managementaufgaben und die operativen Strukturen integriert. Im Mittelpunkt des Programmes steht insbesondere die Vermeidung von Compliance-, Umwelt-, Arbeits- und Sicherheitsvorfällen. Ein Fokus liegt auf praxisgerechter Schulung und Unterweisung der Mitarbeiter und Kontraktoren in der gesamten Wertschöpfungskette. Die Basis dafür bildet ein engmaschiges Kontroll- und Reportingsystem.

Die Nachhaltigkeit ist ein weiteres Ziel, das bereits seit längerer Zeit auf der Agenda der DSV Group zu finden ist. Auch hier sieht die Geschäftsführung in der Kombination von verantwortungsvollen und gut ausgebildeten Mitarbeitern und der Nutzung von sicherer und umweltfreundlicher Technik einen zentralen Weg, um einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Umwelt zu leisten und gleichzeitig die ökonomische Effizienz zu steigern.

C. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Die Positionen der Geschäftsführung sind derzeit adäquat besetzt und es besteht keine Veranlassung hieran momentan etwas zu ändern. Aus diesem Grund planen die Gesellschafter bis zum 30. Juni 2020 weiterhin mit keinen Frauen in der Geschäftsführung.

Anders stellt sich die Situation im Top-Management dar. Hier plant die Geschäftsführung bis zum 30. Juni 2020 auch künftig mit zwei Frauen, der Prokura in der DSV Air & Sea GmbH erteilt worden ist. Dies entspricht einer derzeitigen und künftigen Quote von 6,9%.

Die festgelegten Zielgrößen werden regelmäßig hinsichtlich Ihrer Aktualität hinterfragt und gegebenenfalls neu definiert. Des Weiteren findet laufend eine Überprüfung der Zielerreichung statt.

D. Prognosebericht

Trotz des für 2019 prognostizierten Rückgangs der Wachstumsraten sowohl für die weltweite Wirtschaft als auch für die Wirtschaft in Deutschland, gehen wir davon aus, die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens weiter fortsetzen zu können.

Wir rechnen mit einer moderaten Ausweitung des Geschäftsvolumens mit stabiler Ergebnissteigerung. Auf Basis eines Umsatzbudgets von TEUR 486.810 wird ein positives EBITDA von TEUR 40.978 erwartet. Hierbei ist eine Rohertragsmarge etwa auf Vorjahresniveau, unter Berücksichtigung, dass sich die Gesellschaft seit Eingliederung in den DSV Konzern bereits auf einem sehr hohen Ergebnisniveau befindet, geplant.

Ein weiterhin stringentes Kostenmanagement sowie Neukundengeschäfte, insbesondere im Express-, Projekt- und Luftfrachtgeschäft sollen dazu beitragen, die Unternehmensziele stabiles und stetiges Wachstum und Verbesserung des Betriebsergebnisses für das Jahr 2019 zu realisieren.

Die Gesellschaft verfolgt weiterhin die permanente Weiterentwicklung bedarfs- und marktorientierter Logistikkonzeptionen.

E. Chancen- und Risikobericht

I. Operative Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ergebnislage

Ein Rückgang des allgemeinen wirtschaftlichen Wachstums würde den Wettbewerbsdruck entsprechend erhöhen und könnte das operative Ergebnis negativ beeinflussen.

Die gestiegenen Aufwendungen für die Abdeckung des Haftungsrisikos bei Transportschäden werden die Unternehmensrendite erheblich belasten. Hierdurch wird ohne eine grundlegende Rationalisierung aller Produktionsabläufe die Erwirtschaftung einer angemessenen EBIT-Quote nur sehr schwer möglich sein. Weiterhin kann die Entwicklung des Wechselkurses vom US-Dollar zum Euro, durch ihren direkten Einfluss auf den Rohertrag ein Risiko für die Geschäftsentwicklung vor allem in der Sparte der Seefracht darstellen.

Ebenso ist unser Geschäft in einigen Auslandsmärkten von der Zusammenarbeit mit den bisherigen Agenten abhängig. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein Agentenwechsel in den jeweiligen Märkten zu erheblichen Einbußen führen kann.

Ein weiteres Risiko stellen auch die Frachtraumverknappungen dar. Damit verbundene gestiegene Frachtraten würden das EBIT ebenfalls negativ beeinflussen.

In der Seefracht führt die zum Jahresende von der internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) verabschiedete Verordnung IMO2020, wonach bis 2020 neue Emissionsgrenzen für Seeschiffe gelten und die damit vermutlich verbundenen Kosten für deren Umsetzung, zu Verunsicherungen bei den Kunden was mehrjährige Vertragsabschlüsse erschweren oder verhindern kann.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene betragen die Forderungsausfälle 0,02% zum operativen Umsatz.

Für eine weitere Reduzierung des Risikos wurden verschiedene Maßnahmen ausgebaut bzw. implementiert. Dazu gehören die Intensivierung des Kreditmanagements sowie der Ausbau des Reportings. Des Weiteren besteht eine Warenkreditversicherung.

Finanzierungsrisiken

Die gegenwärtige Unsicherheit an den weltweiten Kapitalmärkten kann zu einer allgemeinen Erhöhung der Risikoaufschläge führen. Daher kann eine weitere Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für Unternehmen an den Fremdkapitalmärkten nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte sich auch auf den Fremdkapitalzinssatz der Gesellschaft negativ auswirken und damit zu erhöhten Kosten für die Konzernfinanzierung führen.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Unternehmens wird durch das zentrale Cash Management sichergestellt. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrolle und zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen gesteuert und sichergestellt.

III. Risikomanagement

Das bei unserer Gesellschaft angewandte Risikomanagementsystem basiert auf einem Risk MAP mit der systematischen Darstellung identifizierter Risiken. Weiterhin bestehen umfassende Controllinginstrumente, um die Geschäftsentwicklungen zeitnah zu überwachen und, sofern erforderlich, geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Ziel hierbei ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und ihre Ursachen zu erhalten und somit zeitnah unerwünschten Entwicklungen entgegenzuwirken. Regelmäßig werden innerhalb der Geschäftsleitung erkennbare Risiken diskutiert und bewertet sowie konkrete Handlungen auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen eingeleitet. Zudem ist unsere Gesellschaft in das monatliche Berichtswesen des neuen Gesellschafters DSV einbezogen.

Wesentlichen potenziellen Risikofaktoren begegnen wir durch geeignete Sicherungsmaßnahmen. So erfolgt eine zeitnahe Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und eine Überwachung des Cash Flows mittels einer wöchentlichen Cash Flow Planung.

Für mögliche Schadensfälle im Speditions- und Lagergeschäft haben wir zur Begrenzung finanzieller Risiken Versicherungen abgeschlossen.

IV. Chancen der künftigen Entwicklung

Für eine weitere Steigerung der Umsätze und damit verbundene Gewinnung von Marktanteilen liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten und dem engeren Zusammenarbeiten mit den weltweiten DSV Gesellschaften. Letztlich wird auch die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft Einfluss auf unser zukünftiges Wachstum nehmen.

V. Gesamtbild der Risikolage

Von den operativen Risiken sind für die DSV Air & Sea GmbH weiterhin die Zusammenarbeit mit Agenten sowie Frachtraumverknappungen verbunden mit einem Anstieg der Frachtraten am bedeutendsten einzustufen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtrisikoposition auf einem gleichbleibenden Niveau.

 

Bremen, den 27. März 2019

DSV Air & Sea GmbH

Die Geschäftsführung

Frank Sobotka

Nicolai Knudsen

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 1.825,33 25.965,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.899.632,92 10.679.559,51
  8.901.458,25 10.705.525,28
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 138.912,57 196.815,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 696.459,39 1.214.131,08
  835.371,96 1.410.946,59
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 28.537,16 28.537,16
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.498,11 13.498,11
  42.036,27 42.036,27
  9.778.866,48 12.158.508,14
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 95.689,68 74.871,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.420.391,25 52.937.580,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.076.254,81 76.225.077,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.645.964,35 3.486.183,02
  131.142.610,41 132.648.841,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 45.719,27 1.216.535,15
  131.284.019,36 133.940.247,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.607,23 53.212,24
  141.109.493,07 146.151.967,70

Passiva

   
31.12.2018
31.12.2017
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 563.000,00 563.000,00
II. Kapitalrücklage 19.929.145,20 19.929.145,20
  20.492.145,20 20.492.145,20
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.510.069,00 11.372.034,00
2. Steuerrückstellungen 11.845,10 40.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 32.162.270,33 38.849.103,32
  44.684.184,43 50.261.137,32
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.486.682,57 856.028,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.498.725,77 27.507.249,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.850.909,92 28.175.607,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 19.096.845,18 18.859.799,01
(davon aus Steuern € 682.133,88; Vorjahr € 603.364,22)    
  75.933.163,44 75.398.685,18
  141.109.493,07 146.151.967,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
2017
1. Umsatzerlöse 492.864.567,75 462.937.575,33
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.335.464,66 6.561.922,55
(davon aus der Währungsumrechnung € 1.517.335,05; Vorjahr € 1.391.533,05)    
3. Materialaufwand    
a) bezogene Waren 3.282,56 11.194,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 401.667.433,95 373.857.187,58
4. Personalaufwand 401.670.716,51 373.868.382,11
a) Löhne und Gehälter 38.833.953,52 36.160.442,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 7.879.769,99 6.386.349,94
(davon für Altersversorgung € 1.594.159,47; Vorjahr € 172.108,61)    
  46.713.723,51 42.546.792,46
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.205.416,39 2.436.214,97
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.845.134,48 26.361.256,47
(davon aus der Währungsumrechnung € 1.482.612,08; Vorjahr € 1.456.767,32)    
7. Erträge aus Beteiligungen 116.556,93 126.399,29
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.934,64 95.838,88
(davon aus verbundenen Unternehmen € 116.734,64; Vorjahr € 95.628,09)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 660.507,70 703.337,97
(davon an verbundene Unternehmen € 175.183,30; Vorjahr € 184.334,02)    
(davon Aufwendungen aus der Abzinsung € 440.815,73; Vorjahr €498.614,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand, im Vorjahr Ertrag) -34,81 650.645,33
11. Ergebnis nach Steuern 25.342.990,58 24.456.397,40
12. Sonstige Steuern 30.796,63 31.312,51
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 25.312.193,95 24.425.084,89
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

(1) Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die DSV Air & Sea GmbH mit Sitz in Bremen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Nummer HRB 25854 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den einschlägigen Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme, und wird grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben. In begründeten Fällen erfolgt die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts über einen darüber hinausgehenden Zeitraum, maximal über eine Laufzeit von 15 Jahren. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, wird der niedrigere Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts gemäß § 253 Abs. 5 Satz 3 HGB beibehalten.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet; abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt; Bauten auf fremden Grundstücken (Mietereinbauten) über die Restlaufzeit der Verträge, regelmäßig über 5 Jahre, die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 10 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen werden aktuell nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zum Einzelwert von EUR 250,00 (bis zum 31. Dezember 2017 EUR 150,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anschaffungen von Sachanlagen mit Einzelwerten über EUR 250,00 (bis zum 31. Dezember 2017 EUR 150,00) bis zu EUR 1.000,00 sofern diese insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 aus Vereinfachungsgründen Sammelposten gebildet und diese entsprechend der steuerlichen Wahlvorschrift pauschalierend mit 20 % jährlich abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten vermindert um notwendige Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen werden grundsätzlich wertberichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Auszahlungen zu Nennwerten vor dem Bilanzstichtag soweit sie für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der DSV Road GmbH (Organträger), hat die DSV Air & Sea GmbH als Organgesellschaft keine latenten Steuern zu berücksichtigen. Die zu latenten Steuern führenden Differenzen werden auf der Ebene des Organträgers berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei wird als Abzinsungszinssatz der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (3,21 % p.a.). Als Bewertungsgrundlagen für die Sterbewahrscheinlichkeiten wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Bewertung wie folgt berücksichtigt:

Gehaltstrend 2,10 % p.a. (Vj. 2,00 %)
Rententrend 1,35% p.a. (Vj. 1,25%)

Für die versicherungsmathematische Ermittlung der Jubiläumsverpflichtungen wurden ebenfalls die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Zinssatz in Höhe von 3,21 % (Vj. 3,68 %) zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurden analog zu den Rückstellungen für Pensionen 2,10 % p.a. (Vj. 2,00 %) angesetzt.

Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode).

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung der Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel auf der letzten Seite dieses Anhangs dargestellt. Hinsichtlich der Aufstellung des Beteiligungsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB nehmen wir die Erleichterung nach § 286 Abs. 3 HGB in Anspruch, da die Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung sind.

Den wesentlichen Teil der immateriellen Vermögensgegenstände stellt der Firmenwert dar. Mit einem Buchwert zum Jahresende i. H. v. TEUR 8.900 (Vj. TEUR 10.680) entfällt dieser auf den Erwerb und die anschließende Verschmelzung einer Gesellschaft im Jahr 2009. Der Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde auf 15 Jahre festgelegt, da es sich bei der erworbenen Gesellschaft um ein langjährig am Markt etabliertes, ertragsstarkes Unternehmen handelte, welches mit der Verschmelzung in ein erweitertes, weltweit agierendes Firmennetz des DSV Konzerns integriert wurde. Dadurch konnte die Ertragskraft nachhaltig gesichert werden, wie das erneut sehr positive Jahresergebnis zeigt. Neue Erkenntnisse, welche zu einer Veränderung der Restnutzungsdauer von 6 Jahren führen würden, haben sich nicht ergeben.

Neben dem Firmenwert fällt unter die immateriellen Vermögensgegenstände erworbene Software zur Ergänzung unseres im Jahr 2012 neu eingeführten operativen Systems. Daneben fällt auch die Entwicklung von spezieller erworbener Software, die ausschließlich auf das Geschäft mit Großkunden ausgerichtet ist, in diese Bilanzposition.

Die Sachanlagen betreffen Bauten auf fremden Grundstücken (Mietereinbauten) sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung (hauptsächlich Hardware sowie Mobiliar im administrativen Bereich). Die Gesellschaft unterhält keinen eigenen Fuhrpark, Frachtleistungen werden ausschließlich durch Dritte erbracht.

Für den unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungsbesitz hat sich im Berichtsjahr keine Änderung ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 72.076 (Vj. TEUR 76.225) sind Finanzforderungen gegen die DSV A/S i. H. v. TEUR 60.394 (Vj. TEUR 61.511) enthalten. Die Forderungen gegen die Alleingesellschafterin i.H.v. TEUR 92 (Vj. TEUR 20) wurden gegen entsprechende Verbindlichkeiten verrechnet. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuern (TEUR 1.402) sowie durchlaufende Posten (Zölle, Einfuhrumsatzsteuern) (TEUR 3.136).

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage beinhaltet, wie im Vorjahr, andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB sowie das im Rahmen der Verschmelzung von der UTi Deutschland GmbH übernommene Reinvermögen.

Pensionsrückstellungen

Auf Grund des versicherungsmathematischen Gutachtens für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr neben einer Inanspruchnahme durch Rentenzahlungen von TEUR 718, eine Zuführung in Höhe von TEUR 1.452 sowie ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 404. Die Pensionsverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.324 (Vj. TEUR 1.141). Er unterliegt infolge des Ergebnisabführungsvertrags keiner Abführungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen enthält im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 23.064; Vj. TEUR 27.588), Risiken aus Transportschäden (TEUR 1.681; Vj. TEUR 3.192), Jahresabschlussvergütungen (TEUR 1.551; Vj. TEUR 2.197) sowie zur Abdeckung diverser Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 2.429; Vj. TEUR 2.650).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.487 (Vj. TEUR 856) resultieren aus Factoring.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 26.106 (Vj. TEUR 25.050) auf die Alleingesellschafterin, wovon wiederum TEUR 25.312 (Vj. TEUR 24.425) die Gewinnabführung betreffen. Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von TEUR 92 mit entsprechenden Verbindlichkeiten saldiert. Forderungen aus dem Verbundbereich in Höhe von TEUR 3.335 wurden im Berichtsjahr mit entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält mit insgesamt TEUR 14.554 (Vj. TEUR 13.157) hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Eingangszöllen und Einfuhrumsatzsteuern gegenüber den Zollbehörden.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 492.865 (Vj. TEUR 462.938) und betreffen Speditionsleistungen in Höhe von TEUR 488.077 (Vj. TEUR 457.814).

Umsatzerlöse aus Speditionsleistungen

2018
TEUR
2017
TEUR
Nach Regionen    
Deutschland 284.785 267.597
EU-Länder und übriges Europa 75.956 69.680
Nord- und Lateinamerika 94.680 83.871
Übrige Regionen 32.656 36.666
  488.077 457.814
Nach Tätigkeitsbereichen    
Seefracht 182.541 195.440
Luftfracht 305.536 262.374
  488.077 457.814

Die Umsatzerlöse aus sonstigen Tätigkeitsbereichen von TEUR 4.788 (Vj. TEUR 5.124) betreffen ausschließlich die Region Deutschland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.432 (Vj. TEUR 2.726) sowie aus Zahlungseingängen auf abgeschriebene und ausgebuchte Forderungen in Höhe von TEUR 68 (Vj. TEUR 572). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1.517 (Vj. TEUR 1.392).

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck in Höhe von TEUR 171 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 21.845; Vj. TEUR 26.361) betreffen die Vertriebs- und Verwaltungskosten, insbesondere Mieten und Instandhaltungskosten für angemietete Büroräume und Betriebsanlagen, Versicherungsprämien, Fremdkosten für Datenverarbeitung, Verwaltungskostenumlagen von verbundenen Unternehmen sowie Wertberichtigungen zu Forderungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 288 (Vj. TEUR 68).

Finanzergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 441 (Vj. TEUR 499) enthalten.

(5) Ergänzende Angaben

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es lagen im Geschäftsjahr 2018 keine Geschäfte vor, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen würden.

Außerbilanzielle Geschäfte

im Rahmen eines Factoring werden zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit zum Teil Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft, zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 5.979 (Vj. TEUR 4.207) verkauft, wovon TEUR 4.126 noch nicht fällig waren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverträge für Immobilien 2.463 6.759 867 9.222
sonstige Wartungs- und Leasingverträge 603 486 0 1.089
  3.066 7.245 867 10.311

Honorar des Abschlussprüfers

Für Prüfungsleistungen wurde vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 ein Honorar i. H. v. TEUR 40 (Vj. TEUR 35) berechnet. Darüber hinaus wurden TEUR 11 (Vj. TEUR 43) für steuerliche Beratungsleistungen abgerechnet.

Geschäftsführung und Angaben zu den Bezügen

 

Frank Sobotka, Chief Executive Officer, Speditionskaufmann, Bremen (ab 31.08.2018)

 

Tobias Schmidt, Chief Executive Officer, Schifffahrtskaufmann, Bremen (bis 31.08.2018)

 

Nicolai Knudsen, Chief Financial Officer, Diplom-Ökonom, Bremen

Hinsichtlich der Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2018 zur gleichen Zeit Bezüge von der Gesellschaft erhielt.

Als Pensionsbezüge wurden früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen im Berichtsjahr TEUR 105 (Vj. TEUR 57) gewährt; die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber dieser Personengruppe betrugen TEUR 1.585 (Vj. TEUR 944).

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2018 wurden durchschnittlich 799 (Vj. 837) Mitarbeiter beschäftigt. Darunter waren 798 Angestellte (Vj. 835) und 1 gewerblich tätiger Mitarbeiter (Vj. 2).

Konzerneinbezug und befreiender Konzernabschluss

Die DSV Air & Sea GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der DSV Road GmbH. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft.

Die DSV Road GmbH ist wiederum ein 100 %iges Tochterunternehmen der DSV Road Holding A/S, Hedehusene/Dänemark, die zu 100 % der obersten Muttergesellschaft des DSV Konzerns, der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark, gehört.

Über diese Beteiligungsverhältnisse sind die DSV Air & Sea GmbH ebenso wie die DSV Road GmbH in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Aktieselskabsregisteret, Kampmannsgade 1, DK-1604 Kopenhagen V erhältlich. In andere Konzernabschlüsse wird die Gesellschaft nicht einbezogen.

Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wird Gebrauch gemacht. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde von der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dieser Konzernabschluss wird in deutscher Sprache übersetzt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers unter der DSV Solutions Group GmbH, Bremen, eingereicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Bremen, den 27. März 2019

DSV Air & Sea GmbH

Geschäftsführung

Frank Sobotka

Nicolai Knudsen

Entwicklung des Anlagevermögens 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018
Zugang
Abgang
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 2.811.144,44 0,00 525.343,10 2.285.801,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 26.698.900,00 0,00 0,00 26.698.900,00
  29.510.044,44 0,00 525.343,10 28.984.701,34
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 844.853,53 1.557,25 107.942,94 738.467,84
2. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.596.225,62 111.787,29 1.205.419,58 3.502.593,33
  5.441.079,15 113.344,54 1.313.362,52 4.241.061,17
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.261.096,18 0,00 0,00 4.261.096,18
2. Beteiligungen 40.117,92 0,00 0,00 40.117,92
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.498,11 0,00 0,00 13.498,11
  4.314.712,21 0,00 0,00 4.314.712,21
  39.265.835,80 113.344,54 1.838.705,62 37.540.474,72
Abschreibungen
01.01.2018
Zugang
Abgang
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 2.785.178,67 24.140,44 525.343,10 2.283.976,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.019.340,49 1.779.926,59 0,00 17.799.267,08
  18.804.519,16 1.804.067,03 525.343,10 20.083.243,09
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 648.038,02 59.460,19 107.942,94 599.555,27
2. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.382.094,54 341.889,17 917.849,77 2.806.133,94
  4.030.132,56 401.349,36 1.025.792,71 3.405.689,21
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.261.095,18 0,00 0,00 4.261.095,18
2. Beteiligungen 11.580,76 0,00 0,00 11.580,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.272.675,94 0,00 0,00 4.272.675,94
  27.107.327,66 2.205.416,39 1.551.135,81 27.761.608,24
Buchwerte
31.12.2018
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 1.825,33 25.965,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.899.632,92 10.679.559,51
  8.901.458,25 10.705.525,28
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 138.912,57 196.815,51
2. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 696.459,39 1.214.131,08
  835.371,96 1.410.946,59
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 28.537,16 28.537,16
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.498,11 13.498,11
  42.036,27 42.036,27
  9.778.866,48 12.158.508,14

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres regelmäßig, vorwiegend durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung, sowie im Rahmen zweier Sitzungen über die Lage und die aus Sicht des Aufsichtsrats positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Im Berichtsjahr 2018 fanden zwei ordentliche Sitzungen statt.

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, prüfte den Jahresabschluss und den Lagebericht der DSV Air & Sea GmbH für das Geschäftsjahr 2018 und erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigt Jahresabschluss und Lagebericht der DSV Air & Sea GmbH für das Geschäftsjahr 2018.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der DSV Road GmbH, wurde der gesamte Jahresüberschuss 2018 an die DSV Road GmbH abgeführt.

 

Hedehusene, 27. Juni 2019

Carsten Trolle, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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