Agora ADVICE GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lindsay Kathryn Kirking seit 22.4.2025 | Geschäftsführer |
Philippe Humbert seit 27.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Circana, LLC | 94.00% |
Information Resources DHC, Inc. | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Circana GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Geschäftsmodell Die Circana GmbH ist ein Spezialist für Handelsforschung in einem der wichtigsten Märkte für Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Als Partner für die Konsumgüterbranche und den Konsumgüterhandel unterhält das Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu national und international tätigen FMCG-Herstellern sowie zu den "Key Accounts" des Konsumgüterhandels in Deutschland. Circana GmbH bietet seinen Kunden ein umfassendes Verständnis der Shopper Journey von zu Hause bis zum Kaufzeitpunkt, indem das Verhalten natürlicher Käufer so nah wie möglich am Entscheidungszeitunkt beobachtet und untersucht wird. Strategie- und Aktivierungsexpertise auf Basis künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens sollen Kunden helfen, Preis- und Verkaufsförderungsentscheidungen sowie die Ausführung im Handel zu verbessern. Big Data Analytics erlauben insbesondere:
Die Circana GmbH betreibt in Deutschland Standorte in Nürnberg und Düsseldorf. Im April 2023 wurde eine neue Zweigniederlassung in München errichtet. Die Circana GmbH ist mittelbares Tochterunternehmen eines US-amerikanischen Konzerns, der Circana, LLC, Wilmington (Delaware)/USA (im Folgenden auch: Circana, LLC). Im Zuge des Zusammenschlusses der Circana, LLC mit The NPD Group, Inc., New York/USA (im Folgenden auch: NPD Group) beschloss die Gesellschafterversammlung vom 25. Mai 2023 die Umfirmierung in Circana GmbH. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 3. August 2023. 2. Allgemeine wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Branche Die folgenden wesentlichen wirtschaftlichen oder branchenspezifischen Rahmenbedingungen beeinflussten den Marktforschungsbereich im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2023:
3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Umstellung bestehender und die Aufnahme neuer Kunden auf unsere neue und flexiblere Plattform- und Datenbanktechnologie Liquid Data abgeschlossen. Diese Technologie bietet Kunden eine Sicht auf die Märkte innerhalb eines Bereichs oder über verschiedene Bereiche hinweg. Das Vertriebsteam verkaufte diese Technologie erfolgreich an potenzielle Kunden. Im Übrigen war die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Circana GmbH im Geschäftsjahr 2023 deutlich geprägt durch die Stabilisierung der Datenqualität und damit die Stabilisierung der Zufriedenheit unseren Kunden. Wir verzeichnen sowohl umsatz- aus auch kostenseitig eine insgesamt stabile Entwicklung des Kerngeschäfts. Die Unstimmigkeiten in unseren Datenlieferungen, die im Juni 2022 festgestellt wurden und im Geschäftsjahr 2022 zu den aufwandswirksam erfassten Kompensationszahlungen im Volumen von rd. Mio. EUR 2,4 führten, konnten in 2023 vollständig abgeschlossen werden, was ebenso mittelfristige Wachstumsimpulse ermöglicht hat. Mit dem Verschmelzungsvertrag vom 2. November 2023 wurde die Retail Solutions Deutschland GmbH, München, mit Wirkung zum 1. April 2023 auf die Gesellschaft verschmolzen. Die verschmolzene Gesellschaft erwirtschaftete im Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 138 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 9. Beschäftigung Die Circana GmbH beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 144 Mitarbeiter (Vorjahr: 137 Mitarbeiter). Eine erhebliche Anzahl von Mitarbeitern wurde weiterhin eingesetzt, um das Liquid Data-Acceleration-Projekt voranzutreiben. Anders als im Vorjahr kam es in 2023 zu weniger Abgängen, insbesondere in der Consulting-Sparte verblieben nahezu alle Mitarbeiter im Unternehmen. 4. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 190, nachdem im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.081 verzeichnet worden war. Die Datenproblematik und die daraus resultierenden Folgekosten hatten im Vorjahr zu einmaligen Belastungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.447 geführt. Der in 2023 erwirtschaftete Jahresüberschuss als einer der beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft liegt mit Mio. EUR 0,2 leicht unter der für 2023 prognostizierten Bandbreite von Mio. EUR 0,5 bis Mio. EUR 1,0. Die Umsatzerlöse, die einen weiteren bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator der Gesellschaft darstellen, nahmen im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 210 (-0,8 %) ab. Diese Entwicklung setzt sich aus den folgenden, zum Teil gegenläufigen Tendenzen zusammen:
Die Planrechnungen für das Geschäftsjahr 2023 sahen einen moderaten Anstieg der Umsatzerlöse um bis zu 2,0 % vor. Grund für die Nichterfüllung der Wachstumsvorgabe ist, dass es dem Management schlechter als erwartet gelungen ist, die Neukundengewinne zu erzielen und gleichzeitig die Umsatzrückgänge durch Preissenkungen bei den Vertragsverlängerungen gering zu halten. Die Felddatenerhebung wurde inhaltlich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 weitgehend unverändert fortgeführt. Insgesamt erhöhten sich die Datenkosten, die sich in den Aufwendungen für die bezogenen Leistungen niederschlagen, um 7,0 % auf insgesamt TEUR 11.622. Damit haben sich die Aufwendungen für die bezogenen Leistungen gegenläufig zu der Umsatzentwicklung gezeigt. Hintergrund ist der Ankauf zusätzlicher Daten, die sowohl den Filialbestand auf der Ebene der bereits bestehenden als auch die Hinzunahme der neuen Vertragspartner betreffen. Diese Mehraufwendungen stehen im Einklang mit der Erwartung von zusätzlichem Geschäft im nachfolgenden Geschäftsjahr 2024. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 668 auf TEUR 2.990 erhöht, hauptsächlich aufgrund von periodenfremden Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 589). Ein Sondereffekt betrifft die in 2023 erfolgten Weiterbelastungen der in 2022 entstandenen Personalkosten an eine Schwestergesellschaft in den Niederlanden in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 0). Positiv auf die Ertragslage wirkten sich ferner die um TEUR 164 höheren Weiterbelastungen an die Konzerngesellschaften insbesondere als Folge der gestiegenen Kosten für den Betrieb und den weiteren Ausbau des Rechenzentrums in Meerbusch aus. Gegenläufig gingen die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Vereinnahmung der verjährten, nicht abgerufenen Kundengutschriften um TEUR 67 auf TEUR 32 zurück. Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 % auf TEUR 11.982 (Vorjahr: TEUR 12.047). Im Vorjahr enthielt der Personalaufwand den Einmaleffekt der im Zuge des Zusammenschlusses mit der NPD Group, Inc., New York/USA, fällig gewordenen Auszahlungen an die (auch ehemaligen) Geschäftsführer und die leitenden Angestellten in Höhe von insgesamt TEUR 700. Ein entsprechender Einmaleffekt ist im Geschäftsjahr 2023 nicht aufgetreten. Um den Einmaleffekt des Vorjahres bereinigt stieg der Personalaufwand im Vorjahresvergleich um TEUR 635 (+ 5,6 %). Neben den turnusgemäßen Gehaltsanpassungen korrespondiert der Anstieg des Personalaufwands zu der von 137 auf 144 gestiegenen durchschnittlichen Arbeitnehmeranzahl. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.639 auf TEUR 4.445 resultiert aus mehreren, zum Teil gegenläufigen Effekten:
5. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft lässt sich anhand einer verkürzten Kapitalflussrechnung wie folgt darstellen:
Die deutliche Verbesserung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit geht insbesondere auf einen Einmaleffekt des Vorjahres zurück. Seinerzeit flossen Zahlungen in Höhe von TEUR 1.335 an die von den Datenunstimmigkeiten im Juni 2022 betroffenen Einzelhändler ab, die im Zuge der gütlichen Einigung über die Kompensationsansprüche vereinbart wurden. Auch die geringeren Vorauszahlungen für Software- und Wartungsverträge für das europäische Rechenzentrum sowie geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund von neuerdings quartärlichen Vorauszahlungen haben den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit positiv beeinflusst. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war ähnlich dem Vorjahr geprägt durch den Ausbau der Aktivitäten des europäischen Rechenzentrums. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war geprägt durch eine Rückführung des Darlehenssaldo mit der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 800 im Stichtagsvergleich. 6. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme TEUR 18.996 im Vergleich zu TEUR 20.151 im Vorjahr. Die Abnahme resultiert aus den nachfolgend dargestellten, zum Teil gegenläufigen Effekten: Das Anlagevermögen hat sich durch den weiteren Ausbau des europäischen Rechenzentrums in Meerbusch auf TEUR 5.648 erhöht (Vorjahr: TEUR 4.225). Die durch den Betrieb des europäischen Datencenters korrespondierenden Abschreibungen wurden wie im Vorjahr größtenteils an andere Konzerngesellschaften weiterbelastet. Das Umlaufvermögen minderte sich auf TEUR 9.886 (Vorjahr: TEUR 11.789). Dies ist hauptsächlich bedingt durch den Rückgang des Bankguthabens auf TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 1.838). Der Abfluss der liquiden Mittel im Stichtagsvergleich ist zurückzuführen auf die vorgenannten Kompensationszahlungen sowie auf einen konsolidierteren Ansatz zum konzernweiten Liquiditätsmanagement auf Seiten der obersten Konzerngesellschaft. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 704 auf TEUR 2.722 geht insbesondere auf die Verzögerung in der Realisierung von Analytics-Projekten mit einem Großkunden zum Jahresende zurück. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen einen leichten Rückgang um TEUR 153 auf TEUR 5.731 auf. Der zum Stichtag geringere Forderungssaldo geht auf die in 2023 eingeführten, quartärlichen Vorauszahlungen für wiederkehrende Transaktionen zurück. Diese betreffen insbesondere die Weiterbelastungen für die Nutzung des europäischen Rechenzentrums in Meerbusch durch andere Konzerngesellschaften. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen ebenfalls einen Rückgang um TEUR 304 auf TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 642) auf, der durch die geringeren Vorsteuererstattungen für die Monate November und Dezember 2023 begründet ist. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Voraus bezahlte Wartungsaufwendungen für den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag, die in den folgenden Geschäftsjahren weitgehend an Konzerngesellschaften weiterbelastet werden. Im Vorjahresvergleich verringerte sich der Bilanzposten um TEUR 346 auf TEUR 1.129. Das hohe Niveau des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens zum Vorjahresstichtag ging insbesondere auf Ausgaben für Lizenzen zurück, die für den Ausbau der Kapazitäten des europäischen Rechencenters in Meerbusch erforderlich wurden. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verringerte sich um TEUR 328 auf TEUR 2.333. Diese Veränderung setzt sich aus zwei gleichgerichteten Effekten zusammen: Zum einen hat der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresüberschuss den Fehlbetrag zum Stichtag 31. Dezember 2023 um TEUR 190 reduziert. Zum anderen resultierte aus der Verschmelzung der Retail Solutions Deutschland GmbH, München, nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 2. November 2023 eine Einstellung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von TEUR 138 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 341 auf TEUR 4.096. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die um TEUR 895 rückläufigen Rückstellungen für Nachleistungen, die in Folge der an die Einzelhändlerkunden ausgezahlten Kompensationsleistungen aus der vorgenannten Datenproblematik deutlich zurückgingen. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Einzelhändlergebühren um TEUR 237 sowie die Rückstellungen für die Nachlaufkosten um TEUR 113. Im Übrigen entfällt die Veränderung der sonstigen Rückstellungen auf eine Vielzahl kleinerer, zum Teil gegenläufiger Effekte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 408 auf TEUR 5.322 und korrespondieren zu den höheren Ankaufsvolumen zusätzlicher Daten, die für das Folgegeschäftsjahr bezogen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 8.748 (Vorjahr: TEUR 10.419) und haben sich wie folgt entwickelt:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 495 auf TEUR 534 gestiegen. Der Anstieg betrifft die Kundenvorauszahlungen für die kapazitätsbedingt noch nicht erbrachten Dienstleistungen an mehreren Projekten. 7. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 7.1 Risikomanagement und Risiken der künftigen Entwicklung Bestandsgefährdungsrisiko Zu dem Bestandsgefährdungsrisiko zählen die gesetzlichen Vertreter die Abhängigkeit von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin, insbesondere die zeitliche Befristung der harten Patronatserklärung bis zum 31. Dezember 2025. Die gesetzlichen Vertreter streben die Verlängerung der harten Patronatserklärung an. Liquiditätsrisiken Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine fortlaufende Liquiditätsplanung erstellt, die wöchentlich an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Finanzdisposition dient. Vor dem Hintergrund der angespannten makroökonomischen Situation wurde ein noch stärkerer Fokus auf die Liquiditätsplanung und -überwachung gelegt, um frühzeitige Veränderungen und Ausfallrisiken im Zusammenhang mit eingehenden Zahlungen zu erkennen und unter anderem mit der angemessenen Steuerung von Lieferanten und ausgehenden Zahlungen zu reagieren. Grundsätzlich wird das Geschäft der Kunden des Unternehmens, d.h. von Herstellern und Unternehmen aus der FMCG-Branche, als stabil eingeschätzt. Mit Schreiben vom 1. November 2005 und Ergänzungs-/Ersatzvereinbarungen vom 3. September 2012 hat die Gesellschafterin den Rangrücktritt ihrer Forderungen aus dem am 31. Oktober 2005 begebenen Darlehen in Höhe von ursprünglich TEUR 41.848 erklärt. Mit der Verlängerungsvereinbarung vom 31. März 2021 wurde die Laufzeit des Darlehens bis zum 31. März 2031 verlängert. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 betrug der Darlehenssaldo TEUR 7.487 (Vorjahr: TEUR 8.287). Der vorgenannte Rangrücktritt umfasst die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe der jeweils zum Bilanzstichtag bestehenden bilanziellen Überschuldung und sieht ferner vor, dass auch künftige Ansprüche der Circana, LLC einem qualifizierten Rangrücktritt unterworfen werden, sofern ansonsten eine bilanzielle oder insolvenzrechtliche Überschuldung eintritt. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Saldo der mit einem Rangrücktritt versehenen Ansprüche TEUR 2.333 (Vorjahr: TEUR 2.661) und entsprach damit dem Betrag der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft zum Stichtag. Zudem hat sich die Gesellschafterin, die Circana, LLC, mit Datum vom 24. September 2024 gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, diese bis zum 31. Dezember 2025 im Bedarfsfall in der Weise finanziell auszustatten, dass die Gesellschaft stets in der Lage ist, ihren gegenwärtigen Verpflichtungen nachzukommen. In Abhängigkeit von der tatsächlichen künftigen Geschäftsentwicklung könnte die Fortführung der Geschäftstätigkeit die Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel durch die Gesellschafterin erfordern. Nach dem Ablauf der Befristung der Erklärung vom 31. Dezember 2025 besteht ein Liquiditäts- und damit ein Bestandsgefährdungsrisiko. Operative Geschäftsrisiken Die gesetzlichen Vertreter gehen davon aus, dass der aggressive Preiskampf zwischen den Marktforschungsdienstleistern mittelfristig anhalten wird. Grundsätzlich hat das Unternehmen aufgrund seiner schwächeren globalen Präsenz im Vergleich zu seinem Hauptwettbewerber einen Wettbewerbsnachteil hinsichtlich global aufgestellter Markenartikelhersteller. Dies hat sich in der Vergangenheit im Verlust von einzelnen Großkunden gezeigt. Die zunehmende Konzentration auf der Handelsseite einerseits und die Reduzierung der Anzahl potenzieller Kunden durch Fusionen und Übernahmen auf der Kundenseite andererseits stellen latente Risiken für weitere Expansionsvorhaben dar. Im Zuge der Unstimmigkeiten in den Datenlieferungen an die Kunden im Juni 2022, die im Abschnitt 3. "Geschäftsverlauf der Gesellschaft" dargestellt werden, haben wir die internen Prozesse über den gesamten Produktionsablauf kontrolliert. Wir begegnen dem Risiko der fehlerhaften Datenlieferungen nunmehr insbesondere dadurch, dass wir einen erweiterten Governance-Prozess (dreistufiger Review und Sign-off) implementiert haben, der die Freigabe durch das Senior Management garantiert. Neben der Stärkung des Governance-Prozesses arbeiten wir gemeinsam mit den Einzelhändlern an der Verbesserung der Informationen, die wir zur Überprüfung unserer Hochrechnung auf der Grundlage von Stichproben verwenden. An die Datenproblematik des Vorjahres schlossen sich gütliche Einigungen mit den Kunden über Kompensationsansprüche an. Über den seinerzeit veranschlagten Aufwand hinaus kam es zu vergleichsweise geringen Nachforderungen einiger Kunden im Jahr 2023. Damit sind nun sämtliche Ansprüche restlos vertraglich abgegolten. Die Deckung des Finanzbedarfs aus den vorgenannte Risiken erfolgt durch die Einbindung in das Finanzmanagement der Gesellschafterin und insbesondere durch deren liquiditätsstützende Maßnahmen, die im Abschnitt "Liquiditätsrisiken" dargestellt sind. Ausfallrisiken Das Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen umfasst die Gefahr, dass offene Kundenforderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden regelmäßig im Rahmen des monatlichen Konzern Reportings analysiert und überwacht. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Weitergehende Ausfallrisiken im Forderungsbestand sehen wir derzeit nicht. 7.2 Chancen der künftigen Entwicklung Marktanteilswachstum zu Lasten der Wettbewerber Die Chancen der Gesellschaft werden grundsätzlich in einem weiteren Marktanteilswachstum zu Lasten der Wettbewerber gesehen, da nicht von einer generellen Vergrößerung des Marktes für "Retail Tracking Services" auszugehen ist. Die jüngsten erfolgreichen Kundengewinne internationaler Großunternehmen zeigen, dass die Gesellschaft grundsätzlich an Wettbewerbsstärke hinzugewonnen hat. Ausschlaggebend hierfür ist das überlegene Technologieangebot der Gesellschaft, von dem gerade große Unternehmen im besonderen Maße profitieren. Besondere Wachstumsmöglichkeiten sieht die Gesellschaft entsprechend auf Basis technologischer Lösungen zur "Real time" - Datenintegration - auch außerhalb des Kerngeschäfts mit Markenartikelherstellern und den Konzernen des Lebensmitteleinzelhandels. Hervorzuheben ist hier insbesondere der Pharmabereich. Auch das Produktportfolio im Bereich "Analytical Services" bietet Chancen, durch nutzenorientierte Lösungsansätze den Markterfolg der Kunden zu steigern. Darüber hinaus bietet die sog. "Retail Private Cloud" für die Handelsbereiche Food und Nonfood Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen Handel und Markenartikelherstellern am Point-of-Sale zum Nutzen beider Seiten erheblich zu stärken. Ferner eröffnen Datenintegrationsprojekte, die unternehmenseigene, länderübergreifende Daten mit Fremddaten Dritter strukturidentisch verknüpfen, Möglichkeiten bei relevanten Kunden erfolgreich zu wachsen. Die Gesellschaft konnte diesbezüglich ihre Kompetenz seit 2018 bereits unter Beweis stellen. Zusammenschluss mit NPD Group Am 1. August 2022 verkündete Information Resources, Inc. (nunmehr unter Circana, LLC firmierend) einen Zusammenschluss mit der NPD Group, einem Unternehmen, das Datendienste für Kunden anbietet. Ein solcher Zusammenschluss der Circana, LLC und in der Folge auch der Circana GmbH sollte weitere Wachstumschancen eröffnen, nicht zuletzt in der Parfümeriebranche, in der die NPD Group stark ist, nachdem sie 2019 entsprechende Einzelhandelskunden von Circana, LLC und der Circana GmbH gewonnen hat. Im Zuge der Integration der beiden Firmen ist auch die Umfirmierung des Konzerns auf die Marke "Circana" zu sehen. Aus dem zeitgemäßeren Auftritt der Gesellschaft mit der von Grund auf erneuerten Corporate Identity leiten sich Chancen für das Marketing ab, um die eigene Positionierung gegenüber Wettbewerbern stärker hervorzuheben. Der Zeitpunkt ist für das deutsche Geschäft überaus günstig, insbesondere mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen. Ein weiterer Schritt zur Integration ist die Verschmelzung der vormaligen npdgroup Deutschland GmbH mit Sitz in Nürnberg (nunmehr als Circana Group GmbH firmierend) auf die Gesellschaft. Die Circana Group GmbH ist in der Marktforschung in der Spielzeugbranche sowie im Markt für Freizeitangebote sowie in der Gastronomie tätig. Der Verschmelzungsvertrag vom 13. August 2024 sieht die Aufnahme durch Übertragung des Vermögens der Circana Group GmbH als Ganzes gemäß § 2 Nr. 1 UmwG auf die Circana GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2024 zu Buchwerten vor. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten die gesetzlichen Vertreter, dass die übertragende Gesellschaft mit den Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und einem Jahresüberschuss in der Bandbreite zwischen Mio. EUR 0,5 und Mio. EUR 0,6 zu der Geschäftsentwicklung der Circana GmbH beiträgt. 8. Prognosebericht Seit der sukzessiven Reduzierung und schließlich dem Aufheben der Corona-Beschränkungen im Mai 2022 gingen wir von einer Erholung der Konjunktur in Deutschland aus. Diese Erholung wurde jedoch durch die zunehmend volatile Situation bei den Rohstoff- und insbesondere Energiekosten und die Belastungen durch den Ukraine- Konflikt konterkariert. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel stieg im August 2024 um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2023, wobei er gleichzeitig vor der Herausforderung steht, die Kosten zu senken. Dadurch verringert sich das Potenzial für zusätzliche Servicekäufe von Circana GmbH. Wir sind jedoch der Ansicht, dass der Großteil der Kundenbasis der Gesellschaft stabil ist, wobei Risiken für die Kunden in der Aufrechterhaltung der Lieferketten liegen. Die Gesellschaft hat bereits reagiert und analytische Dienstleistungen und schnelle Marktberichte entwickelt, die ihren Kunden wichtige Einblicke in die Vorbereitung und Reaktion auf Verbrauchertrends während der anhaltenden Krise und deren Auswirkungen nach der Krise bieten. Neben einer deutlichen Intensivierung der Marketingaktivitäten und dem direkten Kontakt mit Kunden und potenziellen Kunden verzeichnen die neuen Services bereits jetzt eine steigende Nachfrage. Basierend auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2024 erwarten wir auf Basis unserer aktuellen Planungsrechnungen für das Geschäftsjahr 2024 für das bisherige Geschäft der Circana GmbH einen moderaten Anstieg der Umsatzerlöse um bis zu 2,0 %. Insbesondere durch die Neuentwicklungen im "Real time"-Datenaustausch zwischen Herstellern und Handel auf sehr granularem Datenaggregationsniveau sowie durch Erweiterung des Datenspektrums für einen solchen Datenaustausch mit Supply Chain Daten (Lieferkettendaten) erwarten wir eine positive Umsatzentwicklung in 2024. Im Übrigen halten sich Neukundengewinne und Umsatzrückgänge durch Preissenkungen bei Vertragsverlängerungen derzeit die Waage. Vor dem Hintergrund des Wegfalls der für die Ertragslage belastenden Einbußen im Zuge der Datenproblematik, und einer zunehmend stabileren Situation bei den Lieferketten und den Rohstoffkosten rechnen die gesetzlichen Vertreter trotz der Belastungen durch den Krieg in der Ukraine im Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss in der Bandbreite von Mio. EUR 0,5 bis Mio. EUR 1,0. Die Verbesserungen im Produktionsablauf und in der Kostenstruktur kommen ergebnisfördernd hinzu. Aus der Verschmelzung der Circana Group GmbH erwarten die gesetzlichen Vertreter für das Geschäftsjahr 2024, dass die zum 1. Januar 2024 übertragende Gesellschaft mit den Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und einem Jahresüberschuss in der Bandbreite zwischen Mio. EUR 0,5 und Mio. EUR 0,6 zu der Geschäftsentwicklung der Circana GmbH beiträgt.
Düsseldorf, den 8. November 2024 Die Geschäftsführung Barry Denis Quayle Philippe Humbert Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Circana GmbH mit Sitz in Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 63961) ist auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 25. Mai 2023 wurde die Firma der Gesellschaft in "Circana GmbH" geändert. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 3. August 2023. Die Umfirmierung markierte einen weiteren Schritt der Integration, nachdem die Information Resources, Inc., Chicago/USA, (nunmehr firmierend unter Circana, LLC, Wilmington (Delaware)/USA 1 ) (die Gesellschafterin) am 1. August 2022 einen Zusammenschluss mit The NPD Group, Inc., New York/USA, bekanntgegeben hat. Ziel der Integration ist es, das Produktportfolio weiter zu erweitern und Synergien aufzubauen, um dem Kunden mehr Produkte und Lösungen anzubieten. Die Circana GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Vorgaben des § 275 HGB. Bei der Aufstellung und bei der Offenlegung des Jahresabschlusses sind größenabhängige Erleichterungen teilweise in Anspruch genommen worden. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Es besteht eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Bestandsgefährdungsrisiko). Aufgrund der harten Patronatserklärung der Gesellschafterin, der Circana, LLC, sowie der unterstützenden Maßnahme des Rangrücktritts wurde der Jahresabschluss der Gesellschafhaft unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich weiterer Informationen verweisen wir auf die Ausführungen zum Risikomanagement und Risiken der künftigen Entwicklung in Abschnitt 7.1 des Lageberichts.
1 Nachfolgend kurz: Circana, LLC
II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen (drei bis fünf Jahre) bewertet. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer (10 Jahre bei Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, drei bis 13 Jahre bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung). Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Zur Berücksichtigung allgemeiner Risiken wurden pauschale Wertberichtigungen von den einzelnen Forderungsgruppen abgesetzt. Der Pauschalwertberichtigungssatz beträgt unverändert 1 %. Für bei der Abschlussaufstellung zweifelhaft erscheinende Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungsausgänge vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, und sind zum Nominalbetrag angesetzt. Eigenkapital Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 245. Mit dem Verschmelzungsvertrag vom 2. November 2023 wurde die Retail Solutions Deutschland GmbH, München, (nachstehend "übertragende Gesellschaft) unter Auflösung ohne Abwicklung auf die Circana GmbH (nachstehend "übernehmende Gesellschaft") verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte im Wege der Aufnahme durch Übertragung des Vermögens der Retail Solutions Deutschland GmbH als Ganzes gemäß § 2 Nr. 1 UmwG mit Wirkung zum 1. April 2023 zu Buchwerten (§ 24 UmwG). Die alleinige Gesellschafterin der übertragenden Gesellschaft, die Retail Solutions International, Inc., Wilmington/USA, verzichtete im Zuge der Verschmelzung auf die Gewährung von Anteilen an der übernehmenden Gesellschaft. Eine Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft findet gemäß § 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG nicht statt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 16. Januar 2024. Die bilanzielle Abbildung der Verschmelzung erfolgte dergestalt, dass der positive Differenzbetrag, d.h. der Nettobuchwert der zum 1. April 2023 übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden in die Kapitalrücklage der Circana GmbH nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 137.824,86 eingestellt wurde. Es handelt sich um einen sog. side-stream-merger. Rückstellungen Die Steuer- und Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Es findet keine explizite Fremdwährungsabsicherung statt. Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts. Danach werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich die Differenz in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren wird und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben. Ferner werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berechnet. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Vermögen Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang). Die Gesellschaft besitzt keine Kapitalanteile an anderen Unternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten:
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten sind Vorauszahlungen für Wartungsverträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Ein wesentlicher Anteil dieser Wartungsaufwendungen wird in den nächsten Geschäftsjahren an Konzernunternehmen weiterbelastet. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch anfallende Kosten für noch nicht abgeschlossene Aufträge (Cost to Complete) sowie Mitarbeitergratifikationen, Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Wie im Vorjahr werden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.748 (Vorjahr: TEUR 10.419) durch die Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.322 (Vorjahr: TEUR 9.195) geprägt. Im Übrigen betreffen die Verbundverbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen aus Geschäftsbeziehungen mit den weiteren Konzernunternehmen. Die Gesellschafterverbindlichkeiten setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
Die Gesellschafterverbindlichkeiten haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt: im Geschäftsjahr 2021 und vorher:
seit dem Geschäftsjahr 2022:
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Vorgänge belief sich das zum 31. Dezember 2023 verbleibende Gesellschafterdarlehen auf TEUR 7.487 (Vorjahr: TEUR 8.287). Mit Vertrag vom 1. November 2005 und Ergänzungs-/Ersatzvereinbarung vom 3. September 2012 wurde eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung zu obigem Darlehensvertrag abgeschlossen, die die Verpflichtung im insolvenzrechtlichen Sinne dem Eigenkapital gleichstellen soll und sich im Umfang auf den Betrag der bilanziellen Überschuldung erstreckt. Die Vereinbarung sieht ferner vor, dass auch künftige Ansprüche der Circana, LLC, einem qualifizierten Rangrücktritt unterworfen werden, sofern ansonsten eine bilanzielle oder insolvenzrechtliche Überschuldung eintritt. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Saldo der mit einem Rangrücktritt versehenen Ansprüche TEUR 2.333 (Vorjahr: TEUR 2.661).
2 Zum damaligen Zeitpunkt unter Information
Resources, Inc. firmierend
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beinhalten die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und belaufen sich auf TEUR 7.487 (Vorjahr: TEUR 8.287). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse stellen sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 896; Vorjahr: TEUR 591) und aus der Vereinnahmung von verjährten Kundengutschriften (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 99) enthalten. Weitere periodenfremden Erträge betreffen die Weiterbelastungen der in 2022 entstandenen Personalkosten an eine Schwestergesellschaft in den Niederlanden in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 0). V. Sonstige Pflichtangaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschafterin Circana, LLC hat mit Wirkung zum 1. November 2005 einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von TEUR 3.478 gegenüber der Gesellschaft ausgesprochen. Danach lebt die Verbindlichkeit dann und insoweit wieder auf, als die Gesellschaft ein positives Eigenkapital ausweist. Das Risiko aus diesem Geschäft besteht in der Rückzahlungsverpflichtung der Verbindlichkeit; den Vorteil sehen wir in dem zeitlichen Aufschub der Rückzahlungsverpflichtung. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 144 (Vorjahr: 137) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) beschäftigt. Die Mitarbeitergruppen stellen sich wie folgt dar:
Konzernzugehörigkeit, Geschäftsführung und nahestehende Personen Die Gesellschaft wird nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Circana, LLC (kleinster Kreis) sowie der Information Resources Group Holdings, Inc., Wilmington (Delaware)/USA, (größter Kreis) einbezogen. Der jeweilige Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaften erhältlich. Eine Offenlegung erfolgt nicht. Geschäftsführer der Gesellschaft waren:
Die Geschäftsführung übt ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus. Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a, b HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 75 und enthält Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 50 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 25. Niederlassungen Am 13. April 2023 wurde unsere neue Zweigniederlassung in München in das Handelsregister eingetragen. Standort sind die Räumlichkeiten der Retail Solutions Deutschland GmbH (nachfolgend kurz: RSI). Die Errichtung der Niederlassung steht im Zusammenhang mit der in 2023 erfolgten Verschmelzung der RSI auf die Gesellschaft. Nachtragsbericht Mit dem Verschmelzungsvertrag vom 13. August 2024 wurde die Circana Group GmbH, Nürnberg, (nachstehend "übertragende Gesellschaft) unter Auflösung ohne Abwicklung auf die Circana GmbH (nachstehend "übernehmende Gesellschaft") verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte im Wege der Aufnahme durch Übertragung des Vermögens der Retail Solutions Deutschland GmbH als Ganzes gemäß § 2 Nr. 1 UmwG mit Wirkung zum 1. Januar 2024 zu Buchwerten. Die alleinigen Gesellschafterinnen der übertragenden Gesellschaft verzichteten im Zuge der Verschmelzung auf die Gewährung von Anteilen an der übernehmenden Gesellschaft. Eine Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft findet gemäß § 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG nicht statt. Die Eintragung in das Handelsregister stand zum Aufstellungszeitpunkt noch aus. Mit ersten messbaren Auswirkungen auf das Geschäft der Circana GmbH ist erst mittelfristig zu rechnen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten die gesetzlichen Vertreter, dass die übertragende Gesellschaft mit den Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und einem Jahresüberschuss in der Bandbreite zwischen Mio. EUR 0,5 und Mio. EUR 0,6 zu der Geschäftsentwicklung der Circana GmbH beiträgt. Mit der Erklärung vom 24. September 2024 hat die Gesellschafterin, die Circana, LLC, erklärt, die Gesellschaft jederzeit bis zum 31. Dezember 2025 mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Düsseldorf, den 8. November 2024 Die Geschäftsführung Philippe Humbert Barry Denis Quayle Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Circana GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Circana GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Circana GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angabe I. "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 7.1 "Risikomanagement und Risiken der künftigen Entwicklung" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der Jahresfehlbeträge früherer Geschäftsjahre zum Bilanzstichtag eine bilanzielle Überschuldung von TEUR 2.333 aufweist und die Fortführung der Geschäftstätigkeit von der weiteren Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig sei. Wie in Angabe I. und Abschnitt 7.1 dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dargestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 8. November 2024 Deloitte
GmbH
Martin Mißmahl, Wirtschaftsprüfer Lilia Grigo, Wirtschaftsprüferin |
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