Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 204412
Vorher
Blitz F10-sieben GmbHAtlas Maschinen GmbH
Eingetragen
19.1.2010
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und Handel und das Vermieten von Maschinen, Geräten und Anlagen aller Art, insbesondere von Baumaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uri Toudjarov
seit 12.2.2026
Geschäftsführer
Volker Walter
seit 12.2.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Benjamin Staas
seit 23.9.2025
Prokura
Lennart Rohde
seit 23.9.2025
Prokura
Domenico D'Elia
seit 23.9.2025
Prokura
Relef Steil
seit 23.9.2025
Prokura
Gerhard Frerichs
seit 6.5.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Atlas Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Atlas GmbH

Ganderkesee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Atlas GmbH hat am 16. April 2010, in der Nachfolge der TEREX GmbH, die den Geschäftsbereich ATLAS zum 15. April 2010 im Rahmen eines Asset Deals veräußert hat, die Geschäfte aufgenommen.

Die Atlas GmbH produziert und vertreibt am Standort Delmenhorst Ladekrane, am Standort Ganderkesee (Hauptsitz) Bagger sowie am Standort Vechta Zylinder und Stahlbaukomponenten.

Mit der mittelbaren 100%-igen Beteiligung an der Vertriebsgesellschaft ATLAS Cranes UK Ltd., Bradford, bearbeitet die Atlas GmbH direkt den wichtigen britischen und irischen Markt für Ladekrane (auch im militärischen Bereich).

In ihren permanenten Bemühungen sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, hat die Atlas GmbH entschieden zum 1. Juni 2015 die Bereiche Service und Garantieabwicklung in eine separate Gesellschaft auszulagern (Atlas Group Services GmbH). Diese Gesellschaft ist nicht mit der Atlas GmbH verbunden. Die Atlas GmbH ist als mittelständisches Unternehmen einzustufen und befindet sich im Wettbewerb mit erheblich größeren Unternehmenseinheiten, bei denen unser Produktportfolio allenfalls als eine Sparte geführt wird.

2. Forschung und Entwicklung

Die Atlas GmbH entwickelt ihre vorhandenen Produkte in branchenüblichem Umfang technisch weiter und arbeitet beständig an innovativen Neueinführungen, wodurch sie in die Lage versetzt wird, sich gegen größere Wettbewerber zu behaupten. Die Forschung und Entwicklung wird produktbegleitend betrieben und ist in den laufenden Produktions- und Vertriebsprozess mit eingebunden. So ist die Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsleitung in der Lage, auf kundenbezogene Anforderungen flexibel und individuell zu reagieren. Auf Grundlagenforschung wird verzichtet.

Im Geschäftsjahr haben wir einen Schwerpunkt auf die Bedienerfreundlichkeit der Bagger sowie die Innenausstattung der Kabine gelegt. Im Rahmen der stetigen Weiterentwicklung sind auch Neuerungen an der Elektronik in die aktuelle Produktpalette eingeflossen. Im Jahr 2023 und 2024 haben bzw. werden wir im Bereich Bagger die Entwicklung und Zulassung des neuen Zweiwegebaggers vorantreiben.

In den Folgejahren werden wir im Bereich Ladekran elektronische Steuerungen einführen. Neben der Neuentwicklung eines 50 mt (Metertonnen) Ladekranes arbeiten wir an einem Projekt, das die Entwicklung eines Telematik-Systems für Ladekrane vorsieht.

Die ständige Verbesserung unserer Produkte hinsichtlich Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Ergonomie, Energieeffizienz, Sicherheit und Umweltverträglichkeit bei gleichzeitig hohem Kostenbewusstsein werden auch in Zukunft von großer Bedeutung sein.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.a Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach dem Weltwirtschaftsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das globale Wachstum aufgrund der COVID-Pandemie nach drei Jahren der Erholung zum Stillstand gekommen. Demnach wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2022 um 3,5 Prozent (Vorjahr +6 Prozent). Das Wachstum in den Industrieländern war mit 2,6 Prozent ebenfalls positiv, gegenüber einem Wachstum von 5,2 Prozent im Vorjahr. In den Schwellen- und Entwicklungsländern war das gesamtwirtschaftliche Wachstum mit 4,1 Prozent positiv (Vorjahr -6,6 Prozent). In der Eurozone ging die Wachstumsrate von 5,2 Prozent auf 3,3 Prozent zurück. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland lag mit 1,8 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,6 Prozent.

Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) lag die Wachstumsrate des Welthandelsvolumens im Jahr 2022 bei 2,7 Prozent (Vorjahr 9,4 Prozent) und damit deutlich niedriger als im Vorjahr.

Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) vom Oktober 2023 lag das Wachstum der Weltproduktion im Jahr 2022 bei 3,1 Prozent und damit unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 6,1 Prozent). Die Industrieproduktion in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent angestiegen und liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Die Entwicklung der Wirtschaft in Europa spiegelt sich auch in der Entwicklung der europäischen Bauwirtschaft wider. Im Jahr 2022 verlangsamte sich die Bautätigkeit in den 19 EUROCONSTRUCT-Ländern nach dem Corona-bedingten Einbruch im Jahr 2020 auf 2,3 Prozent (gegenüber 5,6 Prozent im Jahr 2021). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Wachstumsrate im Bauhauptgewerbe 2022 in Deutschland bei -5,1%. Sie lag damit unter der Vorjahresrate von 1,0% Prozent (reales Wachstum).

1.b Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Branchenabsatz für Baumaschinen ist in 2022 um 4,0 Prozent gesunken, wobei dies ausschließlich am größten Markt China lag. Immobilienkrise und Null-Covid-Politik ließ den chinesischen Markt um 43% einbrechen. Nordamerika und der europäische Markt wuchsen dagegen trotz Lieferengpässen zweistellig. 2022 lag der Absatz in Europa praktisch auf dem Niveau des Vorjahres und ging nur minimal um 0,6 Prozent zurück. Dies zeigt die robuste Nachfragesituation in Europa. Ohne die anhaltenden Lieferkettenprobleme hätte der Markt ein weiteres Wachstumsjahr erlebt. Berücksichtigt man die wirtschaftlichen Auswirkungen der russischen Aggression gegen die Ukraine, sieht das Bild des europäischen Marktes sogar noch positiver aus. Die Verkäufe in Europa ohne Russland - wo der Markt infolge der westlichen Sanktionen um 37 Prozent zurückging - stiegen im vergangenen Jahr um fast 3 Prozent. In Deutschland ist der Umsatz von Baumaschinen im Jahr 2022 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Laut pwc-Maschinenbau-Barometer lag die Kapazitätsauslastung der deutschen Hersteller im Maschinenbau im ersten Quartal 2022 vor Kriegsbeginn in der Ukraine bei 87,9 Prozent - nach Kriegsbeginn bei 87,7 Prozent. Nach einem leichten Anstieg der Kapazitätsauslastung im dritten Quartal 2022 auf 88,0 Prozent, stieg diese im vierten Quartal auf durchschnittlich 90,5 Prozent (Vorjahr 89,9 Prozent im Jahresdurchschnitt).

Laut VDMA hat die deutsche Baumaschinenindustrie das Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von real 3,0 Prozent (nominal 12,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. Der Branchenumsatz betrug damit 14,9 Mrd. EUR. Damit ist ein neues Rekordniveau erreicht. Im Jahr 2022 hat der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland sein Vorjahresergebnis um real 4 Prozent verfehlt. Eingetrübte Geschäftsaussichten weltweit, Nachwirkungen von Corona - vor allem in China - und der Ukraine-Krieg waren die wesentlichen Gründe für den Rückgang. Hier zeigen Hochbau-, Erdbewegungs- und Straßenbaumaschinen durchaus unterschiedliche Entwicklungen. Bei den schweren Erdbewegungsmaschinen war im Jahr 2022 ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 1 Prozent, bei den kompakten Erdbewegungsmaschinen ein Rückgang in Höhe von 2,0 Prozent zu verzeichnen. In diesem Marktsegment hat sich der Umsatz von Mobilbaggern gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent, der Umsatz von Raupenbaggern um 1,0 Prozent verbessert. Unter regionalen Gesichtspunkten hat der deutsche Markt im Jahr 2022, als größter europäischer Markt, ein Umsatzminus in Höhe von 4,0 Prozent zu verzeichnen.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatzentwicklung und Auftragsbestand

Für das Geschäftsjahr 2022 budgetierte die Geschäftsführung einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. EUR 239,8 Mio. Das Geschäftsjahr 2022 konnte bedingt durch die verbesserte Nachfrage und die sich abschwächenden Auswirkungen der Pandemie mit Umsatzerlösen in Höhe von EUR 207,4 Mio. abgeschlossen werden. Obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind, konnte der budgetierte Umsatz aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.

Der weltweite Branchenabsatz entwickelte sich im Jahr 2022 mit -4,0 Prozent negativ, wobei dies ausschließlich am größten Markt China lag. Ein Mix aus Immobilienkrise und Null-Covid-Politik ließ den chinesischen Markt um 43,0 Prozent einbrechen. Der Baumaschinenabsatz in Nordamerika und in Europa ist im Jahr 2022 trotz der Lieferengpässe zweistellig gewachsen. In Europa konzentrierte sich das Wachstum auf Süd- und Mittelosteuropa. Die größten Märkte Deutschland Frankreich und Großbritannien zeigten sich stabil. Trotzdem bleibt China weiterhin größter Einzelmarkt.

Die Atlas GmbH konnte einen deutlichen Anstieg des Umsatzes um 17,6% auf EUR 207,4 Mio. verzeichnen.

Von dem Gesamtumsatz entfallen 39,9 Prozent oder EUR 83 Mio. auf den Inlandsumsatz (Vorjahr: EUR 79 Mio.) und 60,1% oder EUR 124 Mio. wurden im Ausland abgesetzt (Vorjahr: EUR 97 Mio.). Die wichtigsten Exportmärkte lagen in Zentraleuropa und in Nordamerika.

Der Auftragsbestand lag am Ende des Jahres 2022 um 8,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf die geänderte Marktlage für Baumaschinen zurückzuführen. Diese Abweichung erklärt sich im Wesentlichen durch die weltpolitischen Rahmenbedingungen, hierbei insbesondere die Auswirkungen des Ukraine Konfliktes auf Energie- und Rohstoffpreise und deren erhebliche Auswirkungen auf die Verkaufspreise der Produkte der Atlas GmbH. Höhere Preise bei gleichzeitig steigenden Finanzierungskosten durch gestiegene Zinsen sowie die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung führen zur Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe und somit auch den Auftragseingang.

2.2 Produktion, Produkt- und Sortimentspolitik

Die Atlas GmbH entwickelt und fertigt ein umfangreiches Sortiment hochwertiger Hydraulikbagger, Materialumschlagmaschinen und Ladekranen. Die Produktion der Atlas GmbH wird durch am Wertschöpfungsprozess orientierte Maßnahmen kontinuierlich verbessert.

Die Produkte der Atlas GmbH werden ständig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst. Die Produkte zeichnen sich durch geringen Kraftstoffverbrauch, hohe Umschlagsleistung und Wirtschaftlichkeit aus.

Die Produktion war im Geschäftsjahr 2022 durchgängig gut ausgelastet. Zur Herstellung unserer Maschinen sind wir auf Vorprodukte angewiesen, die bei ihrer Herstellung bereits komplexe Lieferketten beinhalten. Engpässe in der internationalen Lieferkette haben bedingt durch den Krieg in der Ukraine und die sich abschwächende Corona-Pandemie über das Geschäftsjahr teilweise die Abläufe in der Produktion gestört.

Die Produktionsabläufe waren aufgrund der durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine Konfliktes bedingten Lieferkettenunterbrechungen temporär eingeschränkt. Diese Produktionsunterbrechungen sind durch geeignete Maßnahmen aufgefangen worden und führten zu keiner Reduzierung unseres Produktionsprogrammes für das Geschäftsjahr 2022.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Produktion gut ausgelastet.

Im Geschäftsjahr 2024 haben wir in einigen Bereichen der Produktion die Kurzarbeit eingeführt.

2.3 Beschaffung

Wurden vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine für das Jahr 2022 für Deutschland noch positive Aufholeffekte der Wirtschaftsleistung durch den Wegfall der Schutzmaßnahmen gegen die globale Covid-19-Pandemie prognostiziert, zeigen sich jedoch die Auswirkungen des Konfliktes und der damit verbundenen Sanktionen und Gegensanktionen auf die deutsche Wirtschaft deutlich.

Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf den Rohstoffmärkten: hier ist im Jahr 2022 der stärkste Anstieg der Rohstoffpreise seit der Ölkrise 1973 zu verzeichnen. Mit dem Beginn des Krieges ist der internationale HWWI-Rohstoffpreisindex (auf US-Dollar-Basis), der die Preisentwicklung der 31 meistgehandelten Rohstoffe abbildet, bis zum März 2022 um 56,8 Prozent angestiegen. Grund hierfür ist vor allem die starke Gewichtung der Energierohstoffe, die einen Importanteil von 74,5 Prozent ausmachen. Die Rohölpreise sind im Jahr 2022 um 41,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für den Euroraum ist im Jahr 2022 um 94,9% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Ab Mitte 2022 normalisierten sich viele Rohstoffpreise tendenziell. Die Preise für Energierohstoffe sind seitdem wieder deutlich gesunken. Sie liegen aber noch deutlich über dem Niveau vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie, in etwa auf Höhe des Wertes von vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine.

Gegen Ende des Jahres 2022 gaben Energie- und Metallpreise nach und die Konjunktur schwächte sich weltweit ab. Die Geldpolitik in den Industrieländern wurde straffer und die zusammengesetzten Frühindikatoren (Composite Lead Indicator; CLI) zeigten bereits im Jahr 2022 eine Trendwende an, die auch weiterhin aktuell ist. CLI sollen frühzeitige Signale für Wendepunkte in Konjunkturzyklen liefern und zeigen Schwankungen der Wirtschaftstätigkeit und ihr langfristiges Potenzial an. Der globale Wirtschaftsaufschwung und die Entwicklung der Rohstoffpreise in den Jahren 2021 und 2022 ereigneten sich größtenteils ohne Chinas Beteiligung. Die strenge Null-Covid-Politik Chinas bis November 2022 beeinträchtigte das Wirtschaftswachstum, während die Ausfuhren trotz internationaler Nachfrage durch Lieferunterbrechungen gedämpft wurden.

Bei vielen Industrierohstoffen ist auch längerfristig mit einer weiter steigenden Nachfrage zu rechnen, da sie beim Umbau der Energiewirtschaft sowie bei dem geplanten Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor im Transportwesen eine wichtige Rolle spielen. Bis 2050 soll die Welt gemäß dem Pariser Klimaabkommen Netto-Null-Emissionen erreichen, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. In diesem Zusammenhang wird die Nachfrage nach Metallen voraussichtlich erheblich zunehmen, da sie für Batterien, Elektrifizierung, Elektrolyseure, Wärmepumpen und andere energiewenderelevante Technologien unerlässlich sind.

Die Preiserhöhungen bei der Materialbeschaffung konnten zum Teil durch die Erhebung eines Materialteuerungszuschlages kompensiert werden. Durch das vorausschauende Risiko-Management und Lieferantenmanagement der Atlas GmbH konnten Lieferengpässe frühzeitig erkannt bzw. Produktionsausfälle verhindert werden.

2.4 Investitionen

Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug in 2022 EUR 1,309 Mio. (Vorjahr EUR 1,407 Mio.) und lag damit unter den Abschreibungen in Höhe von EUR 3,050 Mio. (Vorjahr EUR 2,983 Mio.).

Investitionstätigkeiten bezogen sich auf die Herstellung von Prototypen (Mustern), Vorrichtungen, Werkzeugen, die teilweise Erneuerung des Fuhrparks sowie regelmäßige Ersatzinvestitionen.

2.5 Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 323 Mitarbeiter/ -innen (Vorjahr 329 Mitarbeiter/innen) bei der Atlas GmbH beschäftigt.

Die Personalpolitik unseres Unternehmens ist unverändert auf Kontinuität und auf eine langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern an das Unternehmen ausgerichtet.

2.6 Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte aus liquiden Mitteln, die der Atlas GmbH in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Bankverbindlichkeiten sind nicht vorhanden.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

per 31.12.2022 per 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögensstruktur
Anlagevermögen 28.372 16,9% 33.117 20,6% -4.745 -14,3%
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel 9.236 5,5% 25.954 16,1% -16.718 -64,4%
Vorräte 88.057 52,3% 61.345 38,1% 26.712 43,5%
Übriges Umlaufvermögen 33.116 19,7% 29.748 18,5% 3.368 11,3%
Sonstige Aktiva 9.534 5,6% 10.847 6,7% -1.313
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 139.943 83,1% 127.894 79,4% 12.049 9,4%
Gesamte Vermögenswerte 168.315 100,0% 161.011 100,0% 7.304 4,5%
Anlagenintensität 16,9% 20,6% -3,7%
Umlaufintensität 83,1% 79,4% 3,7%
Kapitalstruktur
Eigenkapital 21.084 12,5% 16.091 10,0% 4.993 31,0%
Steuerrückstellungen 3.684 2,2% 4.749 2,9% -1.065 -22,4%
Langfristige Rückstellungen 0
Pensionsrückstellungen 60.194 35,8% 61.085 37,9% -891 -1,5%
Sonstige Rückstellungen 49.042 29,1% 51.733 32,1% -2.691 -5,2%
Kurzfristige Rückstellungen und sonstige 34.311 20,4% 27.353 17,0% 6.958 25,4%
Verbindlichkeiten
Gesamtkapital 168.315 100,0% 161.011 100,0% 7.304 4,5%
Eigenkapitalquote 12,5% 10,0% 2,5%
Anlagendeckung mit EK 74,3% 48,6% 25,7%

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Der Anlagendeckungsgrad I liegt bei 74,3 Prozent (Vorjahr: 48,6 Prozent). Aufgrund der, durch die Corona-Pandemie bedingten, zurückhaltenden Nachfrage in den Jahren 2020 und 2021 und dem daraus resultierenden Aufholeffekt im Geschäftsjahr 2022 erfolgte zum 31. Dezember 2022 ein, im Vergleich zum immer noch hohen Auftragsbestand, adäquater Aufbau des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, der im Wesentlichen auf die erheblichen Preissteigerungen bei der Beschaffung zurückzuführen ist. Nach wie vor vorhandene Schwierigkeiten in den Lieferketten führten ebenfalls zu einer erhöhten Lagerhaltung.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 161,011 Mio. um EUR 7,303 Mio. auf EUR 168,314 Mio. gestiegen. Der Anstieg der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf einem Aufbau der Vorräte, die von EUR 61,345 Mio. auf EUR 88,057 Mio. gestiegen sind. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt nun 16,9 Prozent (Vorjahr 20,6 Prozent), der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen entsprechend 83,1 Prozent (Vorjahr 79,4 Prozent).

Das Sachanlagevermögen ist um EUR 0,075 Mio. auf EUR 3,434 Mio. gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den Investitionen in Bearbeitungsmaschinen in Vechta sowie dem Ersatz von Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen ist um EUR 2,912 Mio. auf EUR 18,593 Mio. zurückgegangen. Dieser Rückgang ist vornehmlich auf eine außerplanmäßige Rückzahlung des Großteils einer Ausleihung, welche in der Vergangenheit an ein nahestehendes Unternehmen, das als Dienstleister für die Gesellschaft tätig ist, in Höhe von EUR 3,815 Mio. zurückzuführen. Die Abweichung ist des Weiteren auf eine neue Ausleihung an ein nahestehendes Unternehmen in Höhe von EUR 1,487 Mio. sowie auf eine außerplanmäßige Abschreibung einer Ausleihung in Höhe von EUR 0,400 Mio. zurückzuführen.

Das Anlagevermögen (EUR 28,372 Mio.) wird durch das Eigenkapital (EUR 21,084 Mio.) zu 74,3 Prozent (Vorjahr 48,6 Prozent) gedeckt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (10,5 Prozent). Dieser Anstieg ist auf den im Geschäftsjahr 2022 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4,993 Mio. zurückzuführen.

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist im Vergleich zum Vorjahr um 27,0 Prozent oder EUR 13,293 Mio. auf EUR 62,507 Mio. gestiegen. Diese Zunahme resultiert vornehmlich aus der Anpassung der notwendigen Bestände an den starken Anstieg von Absatz und Umsatz infolge des durch die Corona-Pandemie erfolgten Nachfragerückgangs und des dadurch bedingten Nachholeffektes bei der Nachfrage im Geschäftsjahr 2022. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist von EUR 9,949 Mio. um 54,6 Prozent oder EUR 5,430 Mio. auf EUR 15,379 Mio. angestiegen. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren ist gegenüber dem Vorjahr um 383,7 Prozent oder EUR 7,989 Mio. auf EUR 10,071 Mio. angestiegen. Dieser Anstieg ist zum einen auf die gestiegene Nachfrage zurückzuführen und zum anderen auf die noch mit Problemen behaftete Lieferkette.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind aufgrund der verbesserten Nachfragesituation gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,073 Mio. auf EUR 26,314 Mio. gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die ausschließlich Atlas UK betreffen, sind um EUR 0,089 Mio. auf EUR 1,749 Mio. angestiegen, da sich das Geschäft mit Atlas UK im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 aufgrund der Erholung von den Übergangsschwierigkeiten infolge des Brexits etwas verbessert zeigte.

Der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme lag bei 19,7 Prozent (Vorjahr: 18,5 Prozent). Der Anteil der Guthaben bei den Kreditinstituten verringerte sich um EUR 16,717 Mio. auf EUR 9,236 Mio.

Die aktiven latenten Steuern sind nach Saldierung mit passiven latenten Steuern um EUR 1,321 Mio. auf EUR 9,481 Mio. gesunken. Der Anstieg des Aktivüberhangs resultiert vornehmlich aus der Differenz der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Handelsrecht und Steuerrecht sowie aus der geänderten steuerlichen Bewertung des Goodwills nach Handelsrecht und Steuerrecht.

3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital ist mit einem Betrag in Höhe von EUR 21,084 Mio. (Vorjahr EUR 16,091 Mio.) ausgewiesen. Der im Berichtsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt EUR 4,993 Mio.

Kennzahlen der Finanzierung 2022
in %
2021
in %
Abw. in %-Pkt.
Eigenkapitalquote Eigenkapital 12,5 10,0 2,5
Gesamtkapital
Fremdkapitalquote Fremdkapital 87,5 90,0 -2,5
Gesamtkapital
Anteil lang- u. mittelfr. Fremdkapital lang-/mittelfr. Fremdkapital 76,7 81,1 -4,4
Fremdkapital
Anteil kurzfr. Fremdkapital kfr. Fremdkapital 23,3 18,9 4,4
Fremdkapital

Die Eigenkapitalquote ist bei einer um EUR 7,303 Mio. gestiegenen Bilanzsumme aufgrund der leicht zurückgegangenen Fremdkapitalquote leicht gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 12,5 Prozent (Vorjahr 10,0 Prozent).

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme hat sich mit 70,2 Prozent (Vorjahr 75,7 Prozent) deutlich verringert. Absolut haben sich die Rückstellungen um EUR 3,768 Mio. verringert. Im Wesentlichen resultiert diese Veränderung aus der Reduzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der Reduzierung der sonstigen langfristigen Rückstellungen aus der Verpflichtung zur Erstattung von Pensionsverpflichtungen an verbundene und nahestehende Unternehmen um EUR 3,582 Mio. Diese Verringerung resultiert insbesondere aus dem gesunkenen Diskontierungszinssatz in Höhe von 1,78 Prozent (Vorjahr: 1,87 Prozent) und der Entwicklung der Alterspyramide der Pensionsempfänger.

Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 17,3 Prozent (Vorjahr: 14,3 Prozent). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um EUR 6,009 Mio. auf EUR 27,412 Mio. erhöht haben. Ursächlich für diesen Anstieg sind die stark erhöhten Materialaufwendungen aufgrund der positiven Absatzentwicklung und der stark gestiegenen Preise sowie Mindestabnahmeverpflichtungen wegen Materialverknappung in einigen Bereichen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um EUR 0,017 Mio. auf EUR 1,098 Mio. erhöht.

Der Cash Flow des Geschäftsjahres ist mit EUR 16,717 Mio. negativ (Vorjahr: EUR 1,562 Mio.).

Die Atlas GmbH hat sich in dem Geschäftsjahr 2022 aus dem Cash Flow finanziert. Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind nicht vorhanden. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug per 31. Dezember 2022 EUR 9,236 Mio. (Vorjahr EUR 25,954 Mio.).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gewährleistet.

3.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 hatten wir einen, im Wesentlichen durch die sich abschwächende Corona-Pandemie und der wieder verstärkten Nachfrage, starken Anstieg des Umsatzes zu verzeichnen. Die Auslastung der Produktion war im Zeitraum Januar bis Dezember des Geschäftsjahres 2022 in einzelnen Unternehmensbereichen jederzeit gewährleistet.

Der Umsatz der Atlas GmbH stieg im Berichtsjahr um 17,6 Prozent auf EUR 207,401 Mio. (Vorjahr EUR 176,354 Mio.) an. Damit wurde der budgetierte Gesamtumsatz in Höhe von EUR 239,8 Mio. um ca. 13,5 Prozent unterschritten. Ursächlich hierfür ist maßgeblich die zögerliche Nachfrageentwicklung bei den Mobilbaggern, unserem volumenstärksten Bagger Marktsegment. In den anderen Produktsegmenten haben sich unsere Erwartungen im Wesentlichen erfüllt. Hier haben wir von der Entwicklung der Wirtschaft infolge der sich abschwächenden Corona-Pandemie und der Normalisierung der Geschäftsabläufe sowie des Baumaschinenmarktes profitiert.

Die Atlas GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4,993 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss von EUR 0,552 Mio.). Das Ergebnis wurde dabei neben den Einflüssen des Ukrainekonfliktes durch die außerplanmäßige Abschreibung eines Darlehens in Höhe von EUR 0,400 Mio. belastet. Die Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge der Zinsentwicklung und der Entwicklung der Alterspyramide der Pensionsempfänger führte im Geschäftsjahr 2022 zu einer Auflösung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie der sonstigen langfristigen Rückstellungen aus der Verpflichtung zur Erstattung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,269 Mio. (Vorjahr: Zuführung EUR 5,240 Mio.). Entsprechend wurde das Jahresergebnis positiv beeinflusst. Das für 2022 prognostizierte, deutlich positive Ergebnis wurde somit erreicht.

Der Rohgewinn beträgt nach dem Gesamtkostenverfahren EUR 43,113 Mio. (Vorjahr: EUR 53,944 Mio.). Das positive Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf EUR 8,419 Mio. (Vorjahr positives Ergebnis vor Steuern EUR 3,299 Mio.). Der Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten beträgt 78,2 Prozent (Vorjahr 70,6 Prozent) und der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten beträgt 9,0 Prozent (Vorjahr 12,5 Prozent).

Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzierten Pensionsaufwendungen um EUR 2,719 Mio. auf EUR 19,737 Mio. deutlich zurückgegangen. Die Reduzierung resultiert insbesondere aus der Altersstruktur der Pensionäre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 1,579 Mio. auf EUR 19,029 Mio. gesunken. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die gesunkenen Aufwendungen für die Zuführungen zu den sonstigen langfristigen Rückstellungen.

Unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen wird die außerplanmäßige Wertberichtigung eines Darlehens, welches an ein nahestehendes Unternehmen ausgegeben wurde, in Höhe von EUR 0,400 Mio. ausgewiesen.

Die Zinsaufwendungen übersteigen den Ertrag aus Zinsen um EUR 1,846 Mio. (Vorjahr EUR 2,250 Mio.). Unter den Zinsaufwendungen werden insbesondere Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesen (EUR 1,959 Mio.; Vorjahr EUR 2,071 Mio.).

Aufgrund der Veränderung der latenten Steuern wird, nach Addition mit den originären Steueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2022, ein Steueraufwand in Höhe von EUR 3,416 Mio. ausgewiesen, der sich negativ auf das Jahresergebnis auswirkt. Der originäre Steueraufwand ist aufgrund des deutlich positiveren Jahresergebnisses auf EUR 2,094 Mio. angestiegen.

Die Atlas GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 das angestrebte Umsatzvolumen unterschritten. Die Finanz- und Vermögenslage ist gut. Das Unternehmen präsentierte sich zum Jahresende 2022 stabil. Angesichts der guten Liquiditätssituation konnte die Atlas GmbH im Geschäftsjahr seinen finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt gerecht werden. Das Unternehmen verfolgt weiter das Ziel, seinen Marktanteil auszubauen. Das im Jahr 2022 erzielte deutlich positive Jahresergebnis kann in Anbetracht der besonderen Markteinflüsse als zufriedenstellend erachtet werden.

III. Prognosebericht

Aufgrund des anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine, der schwachen Weltkonjunktur und der sich abschwächenden Auswirkungen der Pandemie auf die Märkte, die sich in steigenden Einkaufspreisen sowie in stark gestiegenen Logistik- und Energiekosten niederschlagen, hat sich der Preisdruck, in den von der Atlas GmbH bedienten Absatzmärkten, durch einzelne Wettbewerber im Jahr 2022 ständig erhöht. Die infolge der Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 erzeugte Unsicherheit im Markt führte aufgrund der abgeschwächten Folgen der Corona Krise und einer verbesserten Nachfrage im Jahr 2022 zu einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 um 17,6% gestiegenen Umsatzgröße.

Der für das Geschäftsjahr 2022 budgetierte Gesamtumsatz in Höhe von ca. EUR 239,8 Mio. wurde um ca. 13,5% unterschritten. Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem positiven Ergebnis in Höhe von EUR 4,993 Mio. abgeschlossen, welches in dem Rahmen des prognostizierten, deutlich positiven Ergebnisses liegt.

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation. Auch in 2022 konnten die Unternehmen bei der Produktion nicht das Vorkrisenniveau erreichen. Im Jahresdurchschnitt ergab sich ein Zuwachs um 0,9 Prozent. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurde die Produktion sogar eingeschränkt, besonders deutlich im Euroraum. Ein spürbarer Anstieg der industriellen Aktivität im Dezember 2023 deutet in Verbindung mit den global verbesserten Einkaufsmanagerindizes auf eine aktuell wieder etwas größere Dynamik in der Industrie hin. So hat das IfW Kiel in seinem Konjunkturbericht Nr. 111 2024/Q1 seine Erwartung für den Zuwachs der Weltproduktion (auf Basis von Kaufkraftparitäten) für 2023 gegenüber der Dezember-Prognose 2023 um 0,8 Prozent auf 3,0 Prozent erhöht. Für das Jahr 2024 erwartet das IfW ein Wachstum der Weltproduktion von 2,8 Prozent und für 2025 einen Anstieg auf 3,1 Prozent.

Nach Angaben des IfW Kiel setzte sich der seit Mitte 2022 zu beobachtende Rückgang im weltweiten Warenhandel im Jahre 2023 fort. In der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich das Welthandelsvolumen stabilisiert, gegen Jahresende stieg es sogar wieder etwas an. Der International Monetary Fund (IMF) sieht für das Jahr 2023 einen Rückgang des Welthandelsvolumen in Höhe von -2,0 Prozent. Im Jahr 2024 ein Wachstum in Höhe von 0,7 Prozent und im Jahr 2025 ein Wachstum in Höhe von 2,2 Prozent.

In der Jahresendprognose 2023 des HWWI wurde konstatiert, "dass sich die deutsche Wirtschaft seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus bewegt."

Das IfW Kiel stellt für das Jahr 2023 ein negatives Wachstum der Industrieproduktion für den deutschen Markt in Höhe von -0,1 Prozent fest. Für das Jahr 2024 prognostiziert man ein Wachstum in Höhe von 0,1 Prozent und für das Jahr 2025 ein Wachstum von 1,3 Prozent.

Das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) sieht hingegen eine deutliche Verbesserung der Preisperspektiven. Die Inflation hat sich bereits im Jahresverlauf 2023 deutlich verringert. Für das Jahr 2024 erwartet der HWWI wieder eine Annäherung an die 2-Prozent-Marke. Die VDMA Prognose für die reale Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland rechnet für 2023 mit einem leichten Rückgang um 1,0 Prozent. Für das Jahr 2024 prognostiziert der VDMA einen Rückgang der Produktion in Höhe von -4,0 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Umsatz ging um EUR 22,5 Mio. auf EUR 184,9 Mio. zurück. Die Ursachen für diesen Rückgang liegen zum einen in der weltweiten Konjunkturschwäche und zum anderen in der Rezession der deutschen Wirtschaft, die sich auch auf die Nachfrage des Marktes für Baumaschinen in 2023 negativ auswirkt. Hohe Bestände an fertigen Baumaschinen bei dem Wettbewerb treffen dabei auf eine schwache Nachfrage, gestiegene Finanzierungskosten infolge höherer Zinsen und auf eine Unsicherheit in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Diese Situation führt zu einem verschärften Wettbewerb, dem die Atlas GmbH mit Preisnachlässen und sehr guten Finanzierungskonditionen durch Zinssubventionierung begegnet. Der Einfluss des Kriegskonfliktes auf die Lieferketten (Logistikkosten, Lieferverzögerungen) sowie auf die Einkaufspreise schlägt sich im Ergebnis nieder. Die Geschäftsführung geht derzeit von einem positiven Jahresergebnis, welches allerdings deutlich unter dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022 liegt, aus.

Auf Basis einer sich verschlechternden Auftragslage in einigen Produktbereichen, die in einigen Bereichen zum Einsatz des Instruments der Kurzarbeit führt, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Rückgang des Umsatzes in Höhe von rd. 9,2 % und bei sich nicht weiter verschlechternden Randbedingungen von einem ausgeglichenem Jahresergebnis aus.

Diese Prognosen unterliegen aber aufgrund der sich abschwächenden, aber immer noch vorhandenen Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Probleme in den Lieferketten und den derzeit nicht absehbaren Entwicklung im Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, jedoch einer erheblichen Unsicherheit.

Dieser Marktentwicklung wird derzeit in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten begegnet. Mit den Kunden wird z.B. über die vorzeitige Abnahme von bestellten Produkten gesprochen. Mit den Lieferanten wird z.B. über die Verschiebung von Bestellungen und über die Verlängerung von Zahlungszielen gesprochen.

Eine wesentliche Änderung unserer Geschäftspolitik ist nicht geplant.

Wir werden unter den aktuell getroffenen Prognosen auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

1.1 Risiken aus operativer Geschäftstätigkeit

Die bei der Gesellschaft bestehenden Risiken sind von der Geschäftsführung identifiziert worden. Sie werden im Rahmen eines Planungsprozesses unter Einbindung der verantwortlichen Führungskräfte des Unternehmens gesteuert.

Risiken in Bezug auf den Absatzmarkt sind sowohl durch die Abhängigkeit der Händler von Finanzierungsmöglichkeiten als auch in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gegeben.

Veränderungen in der Entwicklung der Weltmarktpreise auf dem Rohstoffsektor konnten im Jahr 2022 und im Jahr 2023 durch Kostenreduzierungen nur teilweise kompensiert werden. Die Atlas GmbH hat den im Geschäftsjahr 2021 eingeführten Teuerungszuschlag mit der Veröffentlichung der Preisliste für das Geschäftsjahr 2024 entfallen lassen. Wir gewähren den Kunden der Atlas GmbH damit bei Standardkonditionen einen Preisnachlass in Höhe von rd. 4,5 Prozent.

Einer möglichen Insolvenz von Schlüssellieferanten wird mit dem Aufbau von Alternativbezugsquellen begegnet.

Risiken bestehen hinsichtlich der Preisentwicklung von Stahl, Komponenten und Energie sowie der teilweise sehr langen Lieferfristen von einzelnen Komponenten mit dem sich daraus ergebenden Risiko aus langfristigen Bedarfsplanungen. Aus diesem Grunde werden Bedarfsplanungen permanent überarbeitet, um sofortige Maßnahmen ergreifen zu können. Kontinuierliche Marktbeobachtung, insbesondere im Rohstoff- und Komponentenbereich, sowie Gespräche und Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden helfen, dieses Risiko einzugrenzen.

Risiken sieht die Gesellschaft in einem sich verschärfenden Wettbewerb, der zu einem erhöhten Preisdruck und Margenverfall führen kann. Die hohen Qualitätsansprüche an die Atlas Geräte, eine sehr gute Servicequalität durch ein sehr gutes Händlernetz und die Ersatzteilversorgung sowie wettbewerbsfähige Preise bleiben notwendige Voraussetzung für das nachhaltig erfolgreiche Bestehen am Markt.

Produktrisiken sind mit einer umfassenden Deckung durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. Weitere Risiken wie Brandschäden und Betriebsunterbrechung sind ebenfalls ausreichend versichert.

1.2 Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Die konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für die Atlas GmbH von wesentlicher Bedeutung. Die zukünftigen Chancen und Risiken der Gesellschaft stehen im Einklang mit der weltweiten Branchenlage der Baumaschinenhersteller, welche sich derzeit aufgrund der Entwicklungen im Zusammenhang mit der sich abschwächenden Corona Krise, dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie die wirtschaftliche Situation in China nicht konkret absehbar darstellt. Zusätzlichen Einfluss auf die langfristige Unternehmensentwicklung und Risiken des Unternehmens hat nach wie vor die Entwicklung der volatilen Rohmaterialpreise und der US-Dollar Wechselkurs. Auf den europäischen Absatzmärkten sehen wir unsere Marktstellung gefestigt.

Zur Herstellung unserer Produkte benötigen wir Bauteile und Rohmaterialien, die teilweise lange Wiederbeschaffungszeiten besitzen. Vorsorglich wirken wir eventuellen Materialengpässen durch Vorratshaltung von zeitkritischen Komponenten und Ersatzteilen in einem großen Umfang sowie durch gezielte Dispositionen und durch intensive Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten entgegen.

Die konsequente Suche nach Chancen, die Erschließung und Nutzung von Ressourcen sowie die Realisierung und Umsetzung von Innovationen bei gleichzeitiger Abwägung der damit verbundenen Risiken stellen die Kernaufgaben unternehmerischen Handelns und damit das Führungsverständnis der Atlas GmbH dar.

1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist gut und sichert gerade in den Zeiten der negativen äußeren Einflüsse den Fortbestand des Unternehmens. Verbindlichkeiten werden nach wie vor innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Die großen Kreditversicherer werden laufend über unsere wirtschaftliche Entwicklung informiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken sind wegen der Unternehmens- und Liquiditätsplanung der Gesellschaft und des im Voraus erkennbaren Finanzbedarfs nur begrenzt vorhanden.

Ausfallrisiken sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage grundsätzlich gegeben, jedoch angesichts der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre als gering einzustufen.

Anhand der aktuell getroffenen Prognosen sowie der Liquiditätsplanung der Gesellschaft sind insgesamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind.

1.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Unser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken in Bezug auf die Liquidität, die Bestände, den Auftragsbestand, die Produktionsmenge (die Produktivität) möglichst früh zu identifizieren, bevor sie zu einer finanziellen Belastung unserer Gesellschaft werden. Hierzu steht in den einzelnen Produktsparten ein effizientes Management-Informationssystem zur Verfügung. Dieses stellt sicher, dass den Entscheidungsträgern fortlaufend geeignete Informationen zur Verfügung gestellt werden, wie z.B. tägliche Cash Flow Berichte, detaillierte Zahlungsvorschlagslisten, wöchentliche Bestandsauswertungen, etc.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen unsere Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Atlas GmbH verfügt über ein sehr zuverlässiges und gutes Händlernetz, Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil unserer Händler.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich mittels ausreichender Bankbestände.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Atlas GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Ausfallrisiken begegnen wir mit einem adäquaten Debitoren Management. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Kunden.

2. Chancenbericht

Die aktive Suche und Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Abwägung der damit verbundenen Risiken stellt eine Kernaufgabe unternehmerischen Handelns und damit der Führung der Atlas GmbH dar. Die Grundstruktur der Atlas GmbH ist erfolgsversprechend. Unsere Marktposition betrachten wir nach bisher erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt.

An allen Standorten der Atlas GmbH wurde im Geschäftsjahr 2022 und im Geschäftsjahr 2023 mit voller Personalauslastung produziert. Das Instrument der Kurzarbeit wurde in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 in Teilen des Unternehmens erfolgreich angewandt. Die Produktion konnte trotz Lieferschwierigkeiten bei einigen Lieferanten ohne Unterbrechung weitergeführt werden.

Positive Impulse können sich weiterhin aus dem Ausbau des Händlernetzes ergeben, mit dem Ergebnis steigender Umsatzerlöse. Zudem kann sich eine Erweiterung der Produktpalette positiv auf die Geschäftsentwicklung der Atlas GmbH auswirken.

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Umsatz ging um EUR 22,5 Mio. auf EUR 184,9 Mio. zurück. Die Ursachen für diesen Rückgang liegen zum einen in der weltweiten Konjunkturschwäche und zum anderen in der Rezession der deutschen Wirtschaft, die sich auch auf die Nachfrage des Marktes für Baumaschinen in 2023 negativ auswirkt. Hohe Bestände an fertigen Baumaschinen bei dem Wettbewerb treffen dabei auf eine schwache Nachfrage, gestiegene Finanzierungskosten infolge höherer Zinsen und auf eine Unsicherheit in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Diese Situation führt zu einem verschärften Wettbewerb, dem die Atlas GmbH mit Preisnachlässen und sehr guten Finanzierungskonditionen durch Zinssubventionierung begegnet. Der Einfluss des Kriegskonfliktes auf die Lieferketten (Logistikkosten, Lieferverzögerungen) sowie auf die Einkaufspreise schlägt sich im Ergebnis nieder. Die Geschäftsführung geht derzeit von einem positiven Jahresergebnis, welches allerdings deutlich unter dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022 liegt, aus.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem Rückgang des Umsatzes in Höhe von rd. 9,2 % und einer deutlichen Verschlechterung des Jahresergebnisses gegenüber dem Jahr 2022 und dem Jahr 2023 aus.

Der Anstieg der Weltproduktion hat sich nach einem schwachen ersten Halbjahr 2022 im dritten Quartal vorübergehend verstärkt. Die weltwirtschaftliche Aktivität erhöhte sich im Laufe des Jahres 2023 im moderaten Tempo. Die Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat ihren Höhepunkt wohl überschritten. Die Rohstoffpreise haben zuletzt nachgegeben und dürften im Prognosezeitraum weiter langsam sinken. Das Ifw Kiel rechnet in ihrem Konjunkturbericht Nr. 111 (2024/Q1) damit, dass die Weltkonjunktur sich vorerst weiter abschwächt. Für 2024 und 2025 erwartet der International Monetary Fund (IMF) ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,8 Prozent bzw. 3,1 Prozent. Das Wachstum des Welthandelsvolumens wird vom IMF für 2024 und 2025 mit 0,7 Prozent bzw. 2,2 Prozent prognostiziert.

Der VDMA (lt. der Deutschen Verkehrs Zeitung (DVZ); Konjunktur und Märkte) senkt seine Prognose für den deutschen Maschinenbau für das Jahr 2024. Die Bestellungen im Maschinenbau sinken, die Auftragspolster werden immer dünner. Eine echte Trendwende scheint vorerst nicht in Sicht. Der VDMA geht von einem Produktionsrückgang bei den deutschen Maschinenbaufirmen im Jahr 2023 in Höhe von real 1,0 Prozent aus. Der VDMA rechnet für das Jahr 2024 mit einem weiteren realen Produktionsrückgang in Höhe von 4,0 Prozent. Dem VDMA erscheint eine echte Trendwende nicht in Sicht. In den USA könnte die Investitionstätigkeit konjunkturell bedingt nachlassen und in China dürfte sie schwach bleiben. Beide Länder sind wichtige Märkte für Maschinen. Auch aus dem Inland werden keine wesentlichen Impulse erwartet.

3. Gesamtaussage

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der unternehmerischen Geschäftspolitik zu erwarten. Den Herausforderungen der nachwirkenden wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise und den Folgen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine werden wir mit allen erforderlichen Mitteln begegnen, um die Gesundheit der Mitarbeiter/-innen und die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens zu bewahren.

Weitere konkrete Risiken der Atlas GmbH, die im Lagebericht erwähnenswert wären, existieren nicht. Ebenso sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Atlas GmbH gefährden können.

 

Ganderkesee, den 30. Juli 2024

Atlas GmbH

Geschäftsführung

Brahim Stitou

Britta Frey

Peter Goerlich

Reinhold Hammersen

Uwe Hinrichs

Wolfgang John

Mitko Koev

Frank Lueken

Ali Olafzoglu

Ralf Ostendorf

Joseph Quatmann

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.053.177,00 699.692,00
2. Marke ATLAS 923.061,00 1.333.315,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.367.598,00 6.218.957,00
6.343.836,00 8.251.964,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.476,18 260.170,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.682,00 125.077,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.511.460,71 2.421.415,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 431.645,74 552.948,29
3.434.264,63 3.359.611,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.983.200,00 13.983.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 4.610.210,15 7.521.984,11
18.593.410,15 21.505.184,11
28.371.510,78 33.116.759,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe 62.507.241,28 49.213.773,60
2. Unfertige Erzeugnisse 15.379.312,40 9.949.333,87
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.070.486,75 2.081.949,62
4. Geleistete Anzahlungen 100.268,00 100.268,00
88.057.308,43 61.345.325,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.313.740,35 23.240.442,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.749.348,86 1.660.453,87
3. Forderungen gegen Gesellschafter 22.850,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.029.708,29 4.847.314,07
33.115.647,50 29.748.210,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.236.268,91 25.953.717,66
130.409.224,84 117.047.253,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.638,97 44.998,66
D. Aktive latente Steuern 9.481.161,16 10.801.981,98
168.314.535,75 161.010.993,47

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklage
andere Gewinnrücklagen 4.266.453,10 4.266.453,10
III. Gewinnvortrag 11.799.509,52 11.247.791,13
IV. Jahresüberschuss 4.992.923,60 551.718,39
21.083.886,22 16.090.962,62
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 60.193.847,00 61.084.917,00
2. Steuerrückstellungen 3.684.333,62 4.748.838,09
3. Sonstige Rückstellungen 54.254.923,00 56.067.034,00
118.133.103,62 121.900.789,09
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 586.940,83 534.447,52
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.343.355,21 21.368.094,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.775,81 35.327,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.098.474,06 1.081.372,21
(davon aus Steuern€ 218.844,32; Vorjahr: € 210.955,87)
29.097.545,91 23.019.241,76
168.314.535,75 161.010.993,47

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 207.400.513,69 176.354.151,59
2. Vermehrung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 13.045.727,91 -404.480,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.889.009,62 4.066.402,70
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 164.287.581,67 122.409.922,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.567.458,26 4.539.822,40
170.855.039,93 126.949.744,54
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.315.362,02 15.923.044,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.421.720,41 6.533.127,90
(davon für Altersversorgung € 106.126,80; Vorjahr: € 3.110.459,09)
19.737.082,43 22.456.172,42
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.049.764,56 2.982.826,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.028.651,94 20.607.949,58
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 234.706,23 276.481,48
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 400.000,00 1.470.378,16
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.081.194,76 2.526.845,34
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.415.660,31 2.731.596,67
(davon aus der Veränderung latenter Steuern: Aufwand von € 1.320.820,82; Vorjahr: Ertrag von € 1.904.666,95)
12. Ergebnis nach Steuern 5.002.563,52 567.041,67
13. Sonstige Steuern 9.639,92 15.323,28
14. Jahresüberschuss 4.992.923,60 551.718,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Atlas GmbH mit Sitz in Ganderkesee im Handelsregister Amtsgericht Oldenburg unter der Nummer HRB 204412.

Die Atlas GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist der Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Atlas GmbH geht bei den Bewertungen von einem Going-Concern des Unternehmens aus. Auftragssituation, Ausstattung mit Liquidität sowie eine positive operative Geschäftsentwicklung sind Merkmale, die eine positive Fortführungsprognose indizieren.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Ausnahmen bilden zum einen SAP R3 - Lizenzen; diese werden über 10 Jahre abgeschrieben und zum anderen EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für die entgeltlich erworbene Marke ATLAS beträgt 15 Jahre.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere die Marke ATLAS, vertreten durch ATLAS Vertragshändler sowie das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft.

Entsprechend wird auch der Geschäfts- oder Firmenwert über 15 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des Anzahlungsbetrags ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwendungen erfasst. Für Gegenstände des Anlagevermögens zwischen EUR 251 und EUR 1.000 werden jährliche Sammelposten gebildet, die über 5 Jahre abgeschrieben werden.

Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens betragen für Gebäude 12 bis 50 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 13 Jahre und für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder bei dauernden Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Bei einer dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind mit durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Unfertige Erzeugnisse sowie Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sind auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aufgrund eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Darüber hinaus werden, sofern vorhanden, aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) zugrunde gelegt, sowie - identisch zum Vorjahr - eine Fluktuation in Höhe von 0,00 % bis 8,00 % (alters- und geschlechtsspezifische Fluktuation) unterstellt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die voraussichtliche Höhe der Inanspruchnahme und die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich demnach wie folgt:

Restlaufzeit Garantie Prozentualer Anteil 2022 Prozentualer Anteil 2021
Kleiner (gleich) 1 Jahr 74 % 94 %
2 Jahre 10 % 3 %
3 Jahre und mehr 16 % 3 %

Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung und einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Es bestehen zum 31. Dezember 2022 Anteile an folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
[in %]
Eigenkapital
[in Tsd.]
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
[in Tsd.]
Stichtag der vorliegenden Information
Unmittelbar
Atlas FF GmbH & Co. KG, Ganderkesee 100 EUR 20 EUR 2 31.12.2022
Aptus 543. GmbH, Ganderkesee 100 EUR 26 EUR 0 31.12.2022
FF UK Holding GmbH, Ganderkesee 100 EUR 23 EUR -1 31.12.2022
FF UK Holding Verwaltungs GmbH
& Co. KG, Ganderkesee 100 EUR 13.881 EUR -5 31.12.2022
Mittelbar
Atlas Cranes UK Ltd., Newhouse 100 EUR 25.980 EUR 1.398 31.12.2022

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.749 (Vorjahr TEUR 1.660) resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen und haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 1.820 (Vorjahr TEUR 1.933) auf debitorische Kreditoren. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr TEUR 45) enthalten, die im Wesentlichen auf Aufwendungen für Versicherungen entfallen und Aufwand für das Folgejahr 2023 darstellen.

Aktive latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 9.481 (Vorjahr TEUR 10.802). Die Gesellschaft macht im Geschäftsjahr 2022 von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt.

Die ermittelten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 14.761 (Vorjahr TEUR 16.185) resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.280 (Vorjahr TEUR 5.383) führen, resultieren im Wesentlichen aus der Bildung anderer steuerlicher Sonderposten im Zusammenhang mit Rücklagen in Verbindung mit Pensionsverpflichtungen sowie aus abweichenden Wertansätzen des Geschäfts- oder Firmenwerts.

Zur Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,88 % herangezogen

Eigenkapital

Das in der Bilanz ausgewiesene gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000 ist voll eingezahlt.

Der Betrag, um den der Ansatz der aktiven latenten Steuern die gebildeten passiven latenten Steuern übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Pensionsrückstellungen

Es ergeben sich zum 31. Dezember 2022 ein versicherungsmathematischer Wert der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 109.236 (Vorjahr: TEUR 112.818).

Die Pensionsverpflichtungen der Atlas GmbH belaufen sich am Bilanzstichtag auf T€ 60.194 (Vorjahr T€ 61.085) und werden unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Darüber hinaus hat Atlas sich verpflichtet, die Pensionsverpflichtungen gegenüber den Rentenempfängern und den unverfallbar Ausgeschiedenen an die Atlas FF zu erstatten. Zudem hat sich Atlas verpflichtet die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die in Vorjahren aus der Gesellschaft in die Atlas Spare Parts bzw. Atlas Group Services übergegangen sind, zukünftig an die Gesellschaften zu ersttaten. Die Verbindlichkeiten hieraus betragen am 31. Dezember 2022 T€ 49.042 (Vorjahr T€ 51.733) und werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Entsprechend wird auch der Aufwand aus der Zuführung zu diesen Rückstellungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Die Pensionsverpflichtungen liegen um TEUR 4.867 (Vorjahr: TEUR 8.006) - davon TEUR 1.755 (Vorjahr: TEUR 2.933) für die ATLAS FF, ATLAS Spare Parts und ATLAS Group Services - unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,44 %; Vorjahr: 1,35 %) ergeben hätte.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 3.112 (Vorjahr: TEUR 5.073) unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Sonstige Rückstellungen (pensionsähnlich) 49.042 51.733
Gewährleistungen 3.081 2.641
Verpflichtungen aus dem Personalber. (Urlaub, Boni, etc.) 915 656
Ausstehende Rechnungen 708 517
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 220 220
Sonstige Rückstellungen 289 300
Total 54.255 56.067

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 29.098 (Vorjahr TEUR 23.019) sind in Höhe von TEUR 28.834 (Vorjahr: TEUR 22.755) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 264) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 35) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach Sparten:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Maschinen (Bagger u. Krane) 164.814 79,5% 134.309 76,2%
Maschinen (Bagger u. Krane) gebraucht 728 0,3% 1.648 0,9%
Ersatzteile 27.898 13,5% 28.449 16,1%
Werkzeuge und Sonstige 13.961 6,7% 11.948 6,8%
Total 207.401 100,0% 176.354 100,0%

Nach geografisch bestimmten Märkten:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Inland 82.716 39,9% 78.951 44,8%
Export 124.685 60,1% 97.403 55,2%
davon
Europa 85.461 68,5% 76.383 78,4%
Asien 9.331 7,5% 11.105 11,4%
Amerika 26.679 21,4% 7.747 8,0%
Sonstige 3.214 2,6% 2.168 2,2%
Total 207.401 100,0% 176.354 100,0%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 34; Vorjahr TEUR 495), Erträge aus Gutschriften von Lieferanten (TEUR 340; Vorjahr TEUR 520), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 652; Vorjahr TEUR 2.263), Erträge aus Schadensersatzleistungen der Garantieversicherung (TEUR 639; Vorjahr TEUR 408) sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 1.179; Vorjahr TEUR 17). Die periodenfremden Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus nahe stehenden Unternehmen aufgrund von Effekten aus Betriebsprüfungen sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Löhne und Gehälter 16.315 15.923
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.422 6.533
davon
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 171 209
Aufwendungen für Altersversorgung 106 3.110
19.737 22.456

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.050 (Vorjahr TEUR 2.983) enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen. Darin enthalten sind die planmäßigen Abschreibungen auf die Marke Atlas in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr TEUR 410).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Fremdleistungen 6.649 5.861
Miet- und Leasingkosten 2.378 2.374
Energie 2.235 1.494
Instandhaltung 1.688 1.466
Übrige 1.491 2.798
Ausgangsfrachten 1.132 1.934
Versicherungen 1.031 1.461
Zuführung Einzelwertberichtigung 617 0
Reisekosten 480 312
Zuführung Garantierückstellung 440 0
Werbe- und Ausstellungskosten 367 166
Rechts- und Beratungkosten 350 322
Beiträge und Gebühren 111 81
Zuführung zu sonstigen Rückstellungen (pensionsähnlich) 35 1.939
Provisionen 25 400
19.029 20.608

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind, wie auch im Vorjahr, nicht enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf Darlehen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr TEUR 1.470).

Finanzergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.959 (Vorjahr TEUR 2.071) im Zusammenhang mit der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstigen langfristigen Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.416 (Vorjahr TEUR 2.732) resultieren aus der Steuerberechnung für das Geschäftsjahr 2022 und der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR -1.321 (Vorjahr Ertrag TEUR 1.905).

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten Aufwand für Grundsteuer in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 6) und für Kraftfahrzeugsteuern in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9).

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter/-innen im Jahresdurchschnitt 2022
Anzahl
2021
Anzahl
Angestellte 85 91
Gewerbliche Mitarbeiter/-innen 235 235
Auszubildende 3 3
323 329

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernanhang der Atlas Holding GmbH, Ganderkesee, erfolgt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Altas Holding GmbH einbezogen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 15.883 2.353 11.177 1.765
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 15.883 2.353 11.177 1.765
aus Wartungsverträgen 314 46 226 42
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
16.197 2.399 11.403 1.807

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Gewerbeimmobilien an den Standorten Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Atlas Holding GmbH, Ganderkesee, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Für die Atlas GmbH bestehen am 31.12.2022 keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Geschäftsführung

Brahim Stitou, Delmenhorst, CEO

Filip Filipov, Chicago, Illinois / USA, Geschäftsführender Gesellschafter der Muttergesellschaft Atlas Holding GmbH, bis zum 26. August 2022

Britta Frey, Delmenhorst, Leiterin Ersatzteilgeschäft

Peter Goerlich, Stuhr, Leiter Konstruktion Mobilbagger

Reinhold Hammersen, Dinklage, Produktionsleiter Stahlbau, Kranmontage und Werkzeuge Standort Vechta

Uwe Hinrichs, Dötlingen, Leiter Qualitätskontrolle, Service und Garantieabwicklung Bagger

Ralf Hoffmann, Vechta, Leiter IT, bis zum 7. April 2022

Wolfgang John, Ganderkesee, Leiter Finanzen (CFO)

Mitko Koev, Delmenhorst, Leiter Konstruktion Radlader und Kabinen

Frank Lueken, Hude, Leiter Produktentwicklung - Sonderprojekte Bagger

Ali Oflazoglu, Delmenhorst, Leiter Materialwirtschaft

Ralf Ostendorf, Edewecht, Leiter Produktentwicklung - Sonderprojekte Kran

Thomas Pfautsch, Delmenhorst, Leiter Konstruktion Industriebagger, bis zum 7. April 2022

Joseph Quatmann, Lohne, Leiter Vertrieb Kran

Manfred Schuch, Gerabronn, Leiter Konstruktion Stahlbau, bis zum 7. April 2022

Michael Wegner, Nienburg, Leiter Personal / Rechtsabteilung, bis zum 7. April 2022

Herbert Woehl, Delmenhorst, Leiter Arbeitssicherheit, Subventionen und baurechtliche Belange, bis zum 7. April 2022

Die Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr 2022 betragen insgesamt TEUR 1.200 (Vorjahr TEUR 1.623).

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.473 (Vorjahr TEUR 4.448) zurückgestellt.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellten Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) der Altas Holding GmbH, Ganderkesee, einbezogen. Infolgedessen nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts. Der Konzernabschluss der Atlas Holding GmbH, Ganderkesee, ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Unternehmensregister bekannt machen zu lassen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, vor.

 

Ganderkesee, den 30. Juli 2024

Atlas GmbH

Geschäftsführung

Brahim Stitou

Britta Frey

Peter Goerlich

Reinhold Hammersen

Uwe Hinrichs

Wolfgang John

Mitko Koev

Frank Lueken

Ali Olafzoglu

Ralf Ostendorf

Joseph Quatmann

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.855.576,02 493.997,68 0,00 0,00 7.349.573,70
2. Marke ATLAS 6.153.800,00 0,00 0,00 0,00 6.153.800,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 17.930.568,88 0,00 0,00 0,00 17.930.568,88
30.939.944,90 493.997,68 0,00 0,00 31.433.942,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 629.038,96 0,00 92.715,09 92.715,09 629.038,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.734.011,38 190.695,76 0,00 0,00 11.924.707,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.367.917,28 589.460,50 63.438,62 30.736,50 21.990.079,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 552.948,29 34.851,16 -156.153,71 0,00 431.645,74
34.283.915,91 815.007,42 0,00 123.451,59 34.975.471,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.983.200,00 0,00 0,00 0,00 13.983.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 18.000.277,47 1.486.521,20 0,00 3.998.295,16 15.488.503,51
31.983.477,47 1.486.521,20 0,00 3.998.295,16 29.471.703,51
97.207.338,28 2.795.526,30 0,00 4.121.746,75 95.881.117,83
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.155.884,02 140.512,68 0,00 6.296.396,70
2. Marke ATLAS 4.820.485,00 410.254,00 0,00 5.230.739,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.711.611,88 1.851.359,00 0,00 13.562.970,88
22.687.980,90 2.402.125,68 0,00 25.090.106,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 368.868,78 29.694,00 0,00 398.562,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.608.934,38 55.090,76 0,00 11.664.025,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.946.501,57 562.854,12 30.736,50 19.478.619,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.924.304,73 647.638,88 30.736,50 31.541.207,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 10.478.293,36 400.000,00 0,00 10.878.293,36
10.478.293,36 400.000,00 0,00 10.878.293,36
64.090.578,99 3.449.764,56 30.736,50 67.509.607,05
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.053.177,00 699.692,00
2. Marke ATLAS 923.061,00 1.333.315,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.367.598,00 6.218.957,00
6.343.836,00 8.251.964,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.476,18 260.170,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.682,00 125.077,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.511.460,71 2.421.415,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 431.645,74 552.948,29
3.434.264,63 3.359.611,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.983.200,00 13.983.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 4.610.210,15 7.521.984,11
18.593.410,15 21.505.184,11
28.371.510,78 33.116.759,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Atlas GmbH, Ganderkesee

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Atlas GmbH, Ganderkesee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Atlas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 30. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Konstantin Kessler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 01.08.2024 festgestellt.

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