Beteiligungsgesellschaften
General Dynamics European Land Systems-FWW GmbH
Kruseshofer Straße 22, 17036 Neubrandenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Danneberg seit 17.4.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
General Dynamics European Finance Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
General Dynamics European Land Systems-FWW GmbHNeubrandenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die General Dynamics European Land Systems-FWW GmbH, Neubrandenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der General Dynamics European Land Systems-FWW GmbH, Neubrandenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der General Dynamics European Land Systems- FWW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25. Juni 2024 KPMG
AG
gez. Sternberg, Wirtschaftsprüfer gez. Stief, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Allgemeine Hinweise Das Unternehmen ist unter der Firma General Dynamics European Land Systems - FWW GmbH mit Sitz in Neubrandenburg im Handelsregister von Neubrandenburg unter der Handelsregisternummer B 5562 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise in Anspruch genommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir - soweit erforderlich - bestimmte Angaben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit dies aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen erforderlich ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Liegt der sich danach ergebende Buchwert über dem beizulegenden Wert, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entspricht im Wesentlichen den steuerrechtlichen AfA-Höchstsätzen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert. Die in Arbeit befindlichen Aufträge (unfertige Leistungen) sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit durch die Fertigung veranlasst, berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und weitere Gemeinkosten, für die ein Aktivierungswahlrecht besteht, wurden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Es wird verlustfrei bewertet. Geleistete Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Für Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen, erfolgt die Abzinsung entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit den Abzinsungssätzen gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungen wurden mit ihrem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit der entsprechenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten weniger als ein Jahr beträgt, werden das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip bei der Umrechnung nicht angewandt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestanden im Berichtszeitraum nicht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungenspiegel in TEUR
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Lieferungen und Leistungen (TEUR 26; Vorjahr TEUR 59) sowie Umsatzsteuererstattungen (TEUR 0; Vorjahr TEUR 35). Sie stellen gleichzeitig Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 653; Vorjahr TEUR 1.324) sowie aus Cash-Pool Guthaben in Euro und US-Dollar (TEUR 6.189; Vorjahr TEUR 3.154). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Gewährleistungen, Archivierungskosten, Kosten für Berufsgenossenschaft, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jahresabschlusskosten gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 48 (Vorjahr TEUR 0) Umsatzsteuerzahlungen, mit TEUR 213 (Vorjahr TEUR 153) Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 8.439 (Vorjahr TEUR 2.326) Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag. Sie sind gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr TEUR 534) aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich branchenübliche Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 15.246 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte (in TEUR):
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige betriebliche Erträge TEUR 78 (Vorjahr TEUR 113) der sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Währungsumrechnung. Es bestehen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr TEUR 27). Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 112 (Vorjahr TEUR 58) der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus der Währungsumrechnung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 775; Vorjahr TEUR 0) betreffen Vorjahre. Geschäftsführung Herr Nico Danneberg, Geschäftsführer Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt die General Dynamics Corporation, Reston, Virginia, USA. Der Konzernabschluss wird bei der United States Securities and Exchange Commission in Washington D.C. offengelegt. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt die General Dynamics Santa Barbara Sistemas S.A., Madrid, Spanien. Er wird bei dem Deposito Central en al Registro Mercantil de Madrid, Madrid, Spanien, offengelegt. Unternehmensverträge Mit der General Dynamics European Land Systems - Deutschland GmbH, Berlin, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Neubrandenburg, 24. Juni 2024 Geschäftsführung Ergebnisverwendung Die Gesellschafterversammlung beschloss am 08. August 2024 den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.984.072,39 und den darin enthaltenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,00 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 2023I. Grundlagen des Geschäftsmodells Die General Dynamics European Land Systems - FWW GmbH (im Folgenden auch "GDELS- FWW") ist als Instandsetzer militärischer Fahrzeuge, Baugruppen und Komponenten für die Bundeswehr, die NATO und weitere Streitkräfte außerhalb des NATO-Bündnisses tätig. GDELS-FWW hat in den vergangenen mehr als 21 Jahren ihrer Existenz die Kompetenzen des Unternehmens kontinuierlich ausgebaut. Die erworbenen Qualifikationen und das umfassende Knowhow versetzen GDELS-FWW in die Lage, als kompetenter Partner für die Instandsetzung unterschiedlicher Rad- und Kettenfahrzeuge sowie Baugruppen und Komponenten der Bundeswehr, der NATO und befreundeter Streitkräfte zur Verfügung zu stehen. Die GDELS-FWW gehört zum US-amerikanischen Rüstungskonzern General Dynamics und wurde im Jahr 2019 im Rahmen eines Gesellschafterwechsels in das Konzerngeflecht aufgenommen. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen und Gesellschafterin, der General Dynamics European Land Systems - Deutschland GmbH, Berlin. Die GDELS-FWW steuert ihr Geschäft aus zwei Standorten in Neubrandenburg und verfügte im Berichtsjahr über keine weiteren Betriebsstätten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben Bedeutung für das Geschäft der GDELS-FWW. Hauptnachfrager sind staatliche Institutionen. Angesichts des Krieges in der Ukraine investieren die Bundeswehr, als Hauptkunde der GDELS-FWW, sowie die osteuropäischen Staaten aktuell verstärkt in die Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte, was sich basierend auf der Natur des Geschäftes der GDELS-FWW weiter positiv für das Unternehmen auswirken kann. 2. Branchenbezogene Entwicklung Die sicherheitspolitische Lage ist insbesondere in den östlichen NATO-Staaten, auch bedingt durch den Konflikt in der Ukraine, weiter angespannt. Diese Lage, die in den meisten Ländern Europas weiterhin zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben führen wird, wird sich nach unserer Einschätzung mittelfristig nicht ändern. Branchenbezogene Auswirkungen zeigen sich in einer Erhöhung der Rüstungsausgaben sowohl für die Beschaffung von Neusystemen als auch der Intensivierung von Instandsetzungstätigkeiten zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft von Bestandssystemen. Des Weiteren kommt die gesetzliche Forderung der EU nach fairem Wettbewerb, der internationalen Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit der GDELS-FWW zugute. Die europäische Verteidigungsrichtlinie ermöglicht es, umfassend an den deutschen, europäischen und internationalen Ausschreibungen teilzunehmen. 3. Steuerung der Gesellschaft Die zur internen Steuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Auftragseingang, der Umsatz und das Ergebnis vor Ergebnisabführung. 4. Geschäftsverlauf Der überwiegende Teil der Auftragseingänge im Rahmen des operativen Geschäftsbetriebes ist dem Instandsetzungs- und Kundendienstgeschäft zuzurechnen. Im Geschäftsjahr 2023 ist in diesen Bereichen ein Rückgang des Auftragseingangs im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Zum 31. Dezember 2023 hat der fest kontrahierte Auftragsbestand TEUR 18.341 (Vj. TEUR 20.140) betragen. Der Auftragsbestand liegt zum überwiegenden Teil in der Vertragswährung EURO vor. Der vorgenannte Auftragsbestand enthält nicht den Wert von Rahmenverträgen für Instandsetzungsarbeiten und Ersatzteile mit öffentlichen und zivilen Auftraggebern, da deren Wert nur schwer abzuschätzen ist. Der Auftragseingang in 2023 hat TEUR 31.380 (Vj. TEUR 37.958) betragen und der Umsatz lag bei TEUR 33.110 (Vj. TEUR 23.983). Das Ergebnis vor Ergebnisabführung lag bei TEUR 8.439 (Vj. TEUR 2.326). 5. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.127 gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Abarbeitung der hohen Auftragseingänge aus dem Vorjahr. Die betriebliche Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen) belief sich auf TEUR 33.009 (Vj. TEUR 24.898). Die positive Abweichung zu den geplanten Erlösen 2023 resultiert im Wesentlichen aus der positiven Auftragsentwicklung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und dem Erhalt eines Großauftrags. Der Rohertrag (Gesamtleistung - Materialaufwand) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.375 auf TEUR 22.938 gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 117 auf TEUR 422 resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Versicherungsentschädigungen gegenüber dem Vorjahr. Die Aufwandsquoten stellen sich wie folgt dar: Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) betrug im Berichtsjahr 30,5 % (Vj. 45,5 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der vermehrten kundenseitigen Beistellung von Material & Ersatzteilen. Zudem gab es im Vorjahr einen sehr materialintensiven Großauftrag. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 27,2 % (Vj. 29,4 %). Der Anstieg des Personalaufwands um TEUR 1.652 auf TEUR 8.976 resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung neuer Mitarbeiter sowie einem Anstieg der Löhne und Gehälter im Rahmen der Anpassung des Haustarifvertrages. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um durchschnittlich 21 (inklusive vier Auszubildende). Investitionen in das Sachanlagevermögen führten zu höheren Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 579 (Vj. TEUR 403). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Mietaufwendungen, gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen sowie gestiegenen Versicherungsprämien und gestiegenen Reisekosten um TEUR 993 auf TEUR 4.668. Im Zusammenhang mit dem Anstieg der Cash-Pool Guthaben erhöhten sich die Zinserträge um TEUR 154 auf TEUR 155. Die Steueraufwendungen vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 775 (Vj. TEUR 0) betreffen Vorjahre. Der Anstieg des Ergebnisses vor Ergebnisabführung auf TEUR 8.439 (Vj. TEUR 2.326) resultiert im Wesentlichen insbesondere aus dem Anstieg der Gesamtleistung sowie dem deutlichen Rückgang der Materialaufwendungen. 6. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage ist im Geschäftsjahr 2023 auf der Aktivseite durch den Anstieg der Cash- Pool-Forderungen gegen verbundene Unternehmen und auf der Passivseite durch den Anstieg des Fremdkapitals geprägt. Das Working Capital (kurzfristiges Vermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR -795 (Vj. TEUR -476). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung an den Gesellschafter. Der Bestand der liquiden Mittel verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.334 auf TEUR 2.802. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds im Berichtsjahr beträgt TEUR -532 (Vj. TEUR 2.143). Die Kapital- und Liquiditätsversorgung ist nach dem derzeitigen Stand der Unternehmensplanung durch ein Cash-Pool-Agreement mit der General Dynamics European Finance Ltd. sowie die Generierung eigener Cash Flows im Prognosezeitraum sichergestellt. Die Cash-Pool-Vereinbarung ist in der Höhe nicht begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Sie verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von 30 Werktagen gekündigt wird. Die Forderungen im Zusammenhang mit dem Cash-Pool stiegen zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.189 (Vj. TEUR 3.154) aufgrund des positiven laufenden Cash Flows. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 5.592 (Vj. TEUR 9.117). Ursächlich für den Rückgang sind im Wesentlichen geringere erhaltene Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr entsprechend dem Stand der Projektbearbeitung (TEUR 5.016; Vj. TEUR 9.070). Investitionen in das Anlagevermögen werden vornehmlich aus Eigenmitteln finanziert. In 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 910 im Wesentlichen für Maschinen sowie den Ausbau des Standortes in der Kruseshofer Str. getätigt. Die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 487 auf TEUR 2.076 im Wesentlichen durch den Anstieg des Geschäftsvolumens. Die unfertigen Leistungen sanken um TEUR 104 auf TEUR 2.216. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um TEUR 745 auf TEUR 279. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an die General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems GmbH, Kaiserslautern, an die General Dynamics European Land Systems-Mowag, Kreuzlingen, Schweiz, an die General Dynamics Land Systems Inc., Sterling Heights, USA, General Dynamics Land Systems-Canada Corporation, London, Kanada, General Dynamics European Finance Ltd. mit Sitz in St. Leonards on Sea, Großbritannien, sowie an die General Dynamics European Land Systems-Deutschland GmbH, Berlin. Gegenüber 2022 sind diese Forderungen im Wesentlichen aufgrund des Cash-Pool Guthabens (TEUR 6.189; Vj. TEUR 3.154) sowie stichtagsbedingt um insgesamt TEUR 2.297 gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der insbesondere wegen der Ergebnisabführung an den Gesellschafter gestiegenen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 17,1 % (Vj. 18,9 %). Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 96 auf TEUR 854 gesunken. Maßgeblichen Einfluss hatten hier die Rückstellungen für Urlaub & Mehrarbeit, Gewährleistungen sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um TEUR 55 auf TEUR 229. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 6.221 auf TEUR 8.700 steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung (TEUR 8.439; Vj. TEUR 2.326). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um TEUR 367 auf TEUR 167 im Wesentlichen aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. 7. Gesamtaussage Die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hat unter Berücksichtigung der positiven Leistungsentwicklung zu erfolgen. In Summe bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, insbesondere aufgrund des positiven Ergebnisses vor Ergebnisabführung in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, als positiv. III. Prognosebericht Erwartete Entwicklung der Gesellschaft Bedingt durch, aber auch unabhängig von der aktuell krisenbedingten Situation in der Ukraine geht die Gesellschaft davon aus, dass der bediente Markt im Bereich der Instandsetzung von militärischen Rad- und Kettenfahrzeugen sowie deren Baugruppen in den Folgejahren weiter wachsen wird. Nach dem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse in 2023 gegenüber dem Vorjahr geht die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 von leicht rückläufigen Umsatzerlösen aus. Auf Basis der existierenden Produktbreite sowie der laufenden, konsequenten Weiterqualifizierung des Unternehmens, rechnen wir im Jahr 2024 mit einem positiven Geschäftsverlauf bei einem deutlich höheren Auftragseingang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 und einem leicht rückläufigen positiven Ergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich zum Jahr 2023. Bei der Planung wurden leicht höhere Personalkosten sowie leicht rückläufige Materialaufwendungen im Vergleich zum Jahr 2023 angesetzt. Dabei haben wir auch den Einstieg in die Fertigung von Brückenelementen, den Ausbau der eigenen Kleinserienfertigung von Komponenten und Bauteilen sowie des Geschäfts im Privatsektor der Wehrtechnik berücksichtigt. GDELS-FWW verfügt über langfristig angemietete umfangreiche Infrastruktureinrichtungen, die einen weiteren Beschäftigungsaufwuchs ermöglichen. Die Beschäftigtenzahl hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 17 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) erhöht, neue Fachkräfte müssen weiter aufgrund der gestiegenen Auftragslage zum Jahresende 2023 kontinuierlich eingestellt werden. Zur zukunftsorientierten Erweiterung der betrieblichen Kapazitäten werden die beiden Standorte in Neubrandenburg, der ehemalige technische Bereich der Bundeswehrkaserne Fünfeichen, sowie die Produktionshallen in der Kruseshofer Straße, modern weiterentwickelt und ausgebaut. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Unternehmenssteuerung Der Krieg in der Ukraine hat bereits signifikante wirtschaftliche Auswirkungen, von denen die GDELS-FWW nur im geringen Maße negativ betroffen war. Trotzdem muss auch die Gesellschaft Chancen und Risiken ggf. neu bewerten. Die GDELS-FWW analysiert fortlaufend die gegenwärtige Lage und aktualisiert in diesem Zusammenhang Maßnahmenpläne zur Minimierung der Risiken auf Geschäftsprozesse. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus sieht die Gesellschaft Risiken in den Bereichen des branchenspezifischen Umfeldes, des ertragsorientierten Umfeldes und des finanzwirtschaftlichen Umfeldes. Branchenspezifische Risiken Wesentliche Risiken außerhalb des normalen wirtschaftlichen Risikos können wir derzeit nicht erkennen. Allerdings könnte eine vom Kunden, durch den Krieg in der Ukraine, auf der Verfügbarkeitsproblematik von Original-Ersatzteilen basierte Instandsetzung (OEM-ausgerichtete Instandsetzung) zur Benachteiligung der GDELS-FWW in wettbewerblichen Verfahren führen. Bei länger anhaltender Dauer des Ukraine-Krieges kann es grundsätzlich zu Verzögerungen in der Lieferkette bzw. zu einem Preisanstieg bei dezentral zu beschaffenden Ersatzteilen kommen. Dies könnte sich negativ auf die Umsatzentwicklung und unser Ergebnis auswirken. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko derzeit als gering bis mittel ein. Zur Abarbeitung unseres Auftragsbestandes sowie zur Realisierung unserer Unternehmensplanung benötigt die Gesellschaft eine entsprechende Anzahl an Fachkräften. Der Rekrutierungsprozess wird aufgrund der demographischen Entwicklung der Gesellschaft und der örtlichen Lage der Gesellschaft zunehmend schwierig. Bei einer nicht ausreichenden Anzahl von Fachkräften kann es zu Auftragsverschiebungen und damit zu einem negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung kommen. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko derzeit als mittleres Risiko ein. Ertragsorientierte Risiken Infolge der allgemeinen Konkurrenzsituation im Bereich der Instandhaltung militärischer und nicht-militärischer Rad- und Kettenfahrzeuge, sieht die Gesellschaft ein geringes Risiko im Bereich der ertragsorientierten Entwicklung. Ein Verlust von Marktanteilen hätte negative Auswirkungen auf unseren Auftragseingang, Umsatzerlöse und das Ergebnis. Zur Absicherung gegen Sachschäden, Feuer sowie Betriebsunterbrechung sind Versicherungen abgeschlossen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Liquiditäts- und Ertragssituation unseres Unternehmens sowie der Einbindung in die Konzernfinanzierung sind Liquiditätsrisiken derzeit von der Gesellschaft insgesamt als gering eingeschätzt worden. Währungskurs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken werden regelmäßig gemessen und wenn erforderlich begrenzt. Vor dem Hintergrund des unwesentlichen Geschäftes in Nicht-Euro-Währung und des in 2019 abgeschlossenem Cash-Pool-Agreement mit der General Dynamics European Finance Ltd. sieht die Geschäftsführung insgesamt keine wesentlichen Risiken. Ausfall- und Bonitätsrisiken bei Kundenforderungen mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis und die Liquidität werden durch das bestehende Debitorenmanagement begrenzt. Wir schätzen die Bedeutung dieses Risikos als gering ein. Das Ausfallrisiko der Cash-Pool-Forderung mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis und die Liquidität schätzen wir aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. 2. Chancenbericht Wesentliche Chancen mit positiven Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie Liquidität, sieht die Gesellschaft in der steigenden Beteiligungsquote an Ausschreibungen des wachsenden europäischen und globalen wehrtechnischen Sektors. Dies betrifft im Wesentlichen:
Wie bereits im Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche Entwicklung" beschrieben, investiert die Bundeswehr als Hauptkunde der GDELS-FWW aufgrund des Krieges in der Ukraine verstärkt in die Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte, was sich positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie Liquidität der Gesellschaft auswirken kann. Wir schätzen diese Chance als mittel bis hoch ein. Aufgrund der von uns als gut bewerteten standort- und prozessbedingten Kostenstrukturen sehen wir langfristig Wettbewerbsvorteile gegenüber unseren Mitstreitern. Die Gesellschaft geht davon aus, mittelfristig die Marktanteile ausbauen zu können. Ein Gewinn von Marktanteilen hätte positive Auswirkungen auf unseren Auftragseingang, Umsatzerlöse und das Ergebnis. 3. Gesamtaussage Die in den Vorjahren erfolgte Geschäftsausweitung konnte im Berichtsjahr fortgesetzt werden und ein weiterer positiver Geschäftsverlauf wird erwartet.
Neubrandenburg, 24. Juni 2024 Geschäftsführung |
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