Optima Versicherungs-AktiengesellschaftLiquidiert
20459 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr. Ising seit 27.8.2012 | Prokura |
Doris Lewandowski seit 21.2.2012 | Prokura |
Jan Dr. Zeibig seit 21.2.2012 | Prokura |
Jürgen Bauer seit 24.2.2011 | Prokura |
Karl Walter seit 24.2.2011 | Prokura |
Uwe Rosenbaum seit 24.2.2011 | Prokura |
Bernd Michael Melcher seit 24.2.2011 | Prokura |
Ulrich Frenzel seit 24.2.2011 | Prokura |
Alois Dittrich seit 24.2.2011 | Prokura |
Christoph Röttger seit 24.2.2011 | Prokura |
Ernst-Peter Klein seit 26.11.2010 | Prokura |
Edgar Dr. Martin seit 14.7.2009 | Vorstandsmitglied |
Ulrich Dr. Staab seit 2.7.2009 | Prokura |
Gregor Dr. Habermann seit 16.3.2009 | Prokura |
Andreas Dr. Hasse seit 9.12.2008 | Prokura |
Wilfried Henkel seit 4.1.2008 | Prokura |
Ulrike Annette Weber seit 4.1.2008 | Prokura |
Stefan Heisig seit 30.12.2004 | Prokura |
Claus Scharfenberg seit 18.11.2004 | Vorstandsmitglied |
Welf Reinhold seit 1.7.2003 | Prokura |
Gunnar Rutz seit 1.11.2001 | Prokura |
Andrea Grell-Villmeter seit 1.11.2001 | Prokura |
Robert Schmidt seit 1.11.2001 | Prokura |
Hartwig Roggenbuck seit 1.11.2001 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Optima Versicherungs-AktiengesellschaftHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Optima Versicherungs-AktiengesellschaftAdmiralitätstr. 67, 20459 Hamburg, Telefon (040) 36139-0 Eingetragen beim Amtsgericht Hamburg Nr. HRB 7449 Geschäftsbericht 2011Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2012 R+V Gruppe - Vereinfachte Darstellung
Zahlen zum Geschäftsjahr
Lagebericht Bericht des VorstandesHiermit legen wir die Bilanz zum 31. Dezember 2011 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 sowie den dazugehörigen Anhang vor. Die Erläuterungen hierzu bilden einen Bestandteil dieses Berichtes. Wir haben im Berichtsjahr als Erstversicherer in der Bundesrepublik Deutschland folgende Versicherungsarten betrieben:
Geschäft und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeitDie Optima Versicherungs-AG, gegründet 1954, gehört dem R+V Konzern an und ist damit Bestandteil der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Ihr Versicherungsprogramm umfasst das Kraftfahrtversicherungsgeschäft. Organisatorische und rechtliche StrukturDie Anteile der Optima Versicherungs-AG werden zu 100 % von der Condor Allgemeine Versicherungs-AG gehalten, die wiederum eine 100%ige Tochter der R+V KOMPOSIT Holding GmbH ist. Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH ist eine 100 %ige Tochter der R+V Versicherung AG. Die R+V Versicherung AG fungiert als Obergesellschaft des R+V Konzerns. Sie erstellt einen Teilkonzernabschluss nach IFRS, in den die Optima Versicherungs-AG einbezogen wird. Die R+V Versicherung AG befindet sich über direkt und indirekt gehaltene Anteile mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank. Weitere Anteile werden von der WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank sowie anderen genossenschaftlichen Verbänden und Instituten gehalten. Der Vorstand der R+V Versicherung AG trägt die Verantwortung für das gesamte Versicherungsgeschäft innerhalb der DZ BANK Gruppe. Der Einzeljahresabschluss der Optima Versicherungs-AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Die Vorstände der Gesellschaften der R+V sind teilweise in Personalunion besetzt. Der R+V Konzern wird geführt wie ein einheitliches Unternehmen. Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns findet ihren Niederschlag darüber hinaus in den zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen umfangreichen Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvereinbarungen. Die Optima Versicherungs-AG hat ihren Sitz in Hamburg. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenAufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages der Optima Versicherungs-AG mit der Condor Allgemeine Versicherungs-AG entfällt gemäß § 316 AktG die Pflicht zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichtes. PersonalberichtDie Optima Versicherungs-AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Auf der Grundlage der bestehenden Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge werden die Aufgaben durch Mitarbeiter der Gesellschaften der R+V übernommen. Die Grundsätze der Personalarbeit der R+V gelten uneingeschränkt auch für unsere Gesellschaft. Als attraktiver Arbeitgeber verfolgt R+V konsequent eine Personalstrategie, die vor allem das Engagement der Mitarbeiter und eine nachhaltige Kompetenzsicherung zum Ziel hat. Im Kampf um die Talente setzt das Unternehmen stark auf die Ausbildung von Nachwuchskräften. So bietet R+V zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten, wie z. B. duale Studiengänge für die Abschlüsse:
Zudem werden Berufsausbildungsplätze mit den Abschlüssen zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen mit den Fachrichtungen Versicherung und Fachinformatik sowie Anwendungsentwicklung angeboten. Die Traineeprogramme im Innen- und Außendienst sind Einstiegs- und Ausbildungsprogramme für Hochschulabsolventen. Jährlich beginnen etwa 15 bis 20 engagierte Berufseinsteiger nach ihrem Studium ihr Traineeprogramm im Innendienst von R+V in verschiedenen Fachbereichen. Auch das Traineeprogramm im Außendienst bietet Hochschulabsolventen verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Im Berichtsjahr begannen in diesem Programm 9 Berufseinsteiger, davon 8 in der Entwicklung zum Personen- beziehungsweise Firmenkundenbetreuer und 1 Trainee in der Ausbildung zum Vertriebstrainer/Vertriebscoach. R+V bietet durch flexible Arbeitszeiten und Teilzeitangebote die Rahmenbedingungen, um Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Umfangreiche Informations- und Beratungsangebote unterstützen die Mitarbeiter bei Fragen zu den Themen Elternzeit und Pflege von Angehörigen. Im Jahr 2011 wurden an den Standorten Wiesbaden, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart Eltern-Kind-Büros eingerichtet, um Eltern bei Betreuungsengpässen zu unterstützen. Es sind zusätzliche Eltern-Kind-Büros an weiteren Standorten geplant. 2011 wurde das Konzept für das Betriebliche Gesundheitsmanagement als wichtiger Bestandteil der Personalstrategie auf eine neue Grundlage gestellt. Folgende Bausteine werden für Mitarbeiter und Führungskräfte angeboten: Sozialberatung, Personalmaßnahmen wie Wiedereingliederung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Seminare für Mitarbeiter und Führungskräfte zu Gesundheitsthemen, Angebote in der Freizeit, z. B. zur Bewegung und Entspannung, Förderung von Betriebssportgruppen, Gesundheitsmaßnahmen der R+V Betriebskrankenkasse. Die Anzahl der psychischen Erkrankungen steigt gemäß BKK-Studien bundesweit jährlich an. Empirische Untersuchungen belegen, dass bei frühzeitigen Interventionen der Entstehung von psychischen Erkrankungen entgegengewirkt werden kann. Aus diesem Grund erhalten Mitarbeiter Unterstützung durch die Sozialberatung und im Bedarfsfall eine psychologische Krisenberatung sowie Akutintervention von HumanProtect. Die HumanProtect Consulting GmbH, die 2011 ihr zehnjähriges Bestehen feierte, ist eine Tochtergesellschaft der R+V. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements hat R+V 2011 am Standort Wiesbaden ein firmeninternes Fitnesszentrum zu attraktiven Konditionen eröffnet. Dort können Mitarbeiter unter Anleitung ausgebildeter Trainer Sport treiben und so beispielsweise Muskel- und Skeletterkrankungen sowie Herz-/Kreislauferkrankungen vorbeugen. Die Resonanz der Mitarbeiter auf das neue Sportangebot ist durchweg positiv. An den dezentralen Standorten, wie zum Beispiel Stuttgart, Hannover und Frankfurt wird die Einrichtung von Fitnessflächen für örtliche Betriebssportgruppen geprüft. R+V hat 2011 turnusgemäß im zweijährigen Rhythmus wieder eine unternehmensübergreifende Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Rücklaufquote ist gegenüber 2009 von 73 % auf 76 % angestiegen. Der Mitarbeiter-Engagement-Index erhöhte sich von 79 % im Jahr 2009 auf 81 % in 2011. Der Benchmark-Vergleichswert anderer befragter Unternehmen der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich hingegen im gleichen Zeitraum von 70 % auf 64 % deutlich verschlechtert. R+V kann sich somit auch hinsichtlich des Mitarbeiterengagements deutlich positiv vom Markt absetzen. Mit der Einführung des neuen Intranets hat R+V, basierend auf der technischen Plattform Microsoft Sharepoint, hinsichtlich der Innendarstellung der Mitarbeiterinformation und -kommunikation einen neuen Stand erreicht. Die neue Arbeitsmittelplattform ermöglicht neben dem bekannten redaktionellen Arbeiten in einem Contentmanagement-System die meisten Formen der modernen Zusammenarbeit und Kommunikation. R+V entschied sich bewusst für die unternehmensweite Nutzung der Social-Media-Module Diskussionsforum, Blog und Wiki. In den kommenden Jahren wird R+V den damit angestoßenen kulturellen Wandel in der innerbetrieblichen Kommunikation und Zusammenarbeit gezielt fördern und begleiten. NachhaltigkeitsberichtDie Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft, Kunden und Mitarbeiter spielt in der Geschäftspolitik der R+V traditionell eine zentrale Rolle. Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit setzte R+V im Jahr 2011 wegweisende Projekte um und erzielte dabei beachtliche Erfolge. Unter anderem erhielt R+V von der Ratingagentur oekom research im Rahmen des Ratings der DZ BANK Gruppe den begehrten "Prime-Status" für besonders nachhaltige Unternehmen. Dieses viel beachtete Gütesiegel bescheinigt ein überdurchschnittliches Engagement in den Bereichen Umwelt und Soziales. In das Rating flossen rund 70 Einzelindikatoren aus sämtlichen Ressorts der R+V ein. Bewertet wurden von den oekom-Analysten unter anderem Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung, Maßnahmen zu fairen Geschäftsabläufen sowie die Integration von Umweltfaktoren in den Produkten. Darüber hinaus belegten die Condor Versicherungen und die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG Spitzenplätze im Wettbewerb "Nachhaltige Kundenorientierung in der Assekuranz". In der Studie des Marktforschungsinstituts ServiceValue GmbH und der AMC Finanzmarkt GmbH bescheinigten die 5.700 befragten Versicherungskunden Condor und KRAVAG eine besonders nachhaltige Kundenorientierung sowie eine hohe soziale und ökologische Verantwortung. Die soziale und ökologische Verantwortung ist seit langem fest in allen Entscheidungsprozessen der gesamten R+V verankert und nimmt auch künftig einen hohen Stellenwert ein. Zur besseren Vernetzung der vielfältigen Aktivitäten wurde beschlossen, zum Frühjahr 2012 die Positionen eines Nachhaltigkeitsbeauftragten und eines Umweltschutzbeauftragten neu zu schaffen. Beide Mitarbeiter koordinieren und kontrollieren konzernweit die Umsetzung der Leitlinien der R+V zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz. Zusätzlich werden sie Konzepte entwickeln, wie R+V ihr nachhaltiges Engagement weiter ausbauen kann. Zur Weiterentwicklung und intensiveren Vernetzung der Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen wird R+V ab 2012 regelmäßig Nachhaltigkeitskonferenzen veranstalten. Der Nachhaltigkeitsbeauftragte wird hier mit Vertretern aller Ressorts und mit Repräsentanten zentraler Steuerungsgremien, wie beispielsweise der Produktkommission, quartalsweise eine Bilanz der bisherigen Arbeit ziehen und künftige Projekte abstimmen. Der Klimaschutz spielt in der Nachhaltigkeitsstrategie der R+V eine wichtige Rolle. Ein beispielhaftes Projekt dafür ist die umweltschonende Korrespondenz der R+V: Seit 2011 werden die jährlich rund 32,5 Millionen Kundenbriefe klimafreundlich mit GOGREEN, dem Service der Deutschen Post DHL, verschickt. Der Ausstoß des Kohlendioxids (CO 2 ), der beim Transport der Briefe anfällt, wird durch Investitionen in Klimaschutzprojekte vollständig ausgeglichen. Das Kompensationsvolumen ist beachtlich und liegt bei rund 1.000 Tonnen CO 2 pro Jahr. Aktiven Klimaschutz durch Vermeidung des klimaschädlichen CO 2 praktiziert R+V auch in ihrem Ende 2010 bezogenen Neubau für rund 1.200 Mitarbeiter der Wiesbadener Konzernzentrale. Das Gebäude wird durch die umweltschonende Erdwärme-Technologie (Geothermie) versorgt und ist mit einem hochmodernen und effizienten Energiemanagement ausgestattet. Beim Zukunftsthema emissionsfreie Mobilität beteiligte sich KRAVAG in Hamburg an der "Modellregion Elektromobilität" und stellte dort ein eigenes Elektrofahrzeug in Dienst. Ein weiterer Schwerpunkt des nachhaltigen Handelns von R+V liegt auf der Schaffung attraktiver Arbeitsplätze, um mit motivierten Mitarbeitern die erfolgreiche Entwicklung der R+V fortzusetzen. Dank der zahlreichen Angebote, etwa der Eltern-Kind-Büros und des Fitnesszentrums, erhielt R+V im Jahr 2011 bereits zum vierten Mal vom Researchunternehmen CRF die begehrte Auszeichnung "Top Arbeitgeber Deutschland". Zudem beteiligte sich R+V erstmals am bundesweiten Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber" der Great Place to Work® Institute - und wurde auf Anhieb mit dem Gütesiegel "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2011" ausgezeichnet. Die Position als attraktiver Arbeitgeber bietet der R+V Vorteile bei der Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte und bindet Mitarbeiter aus den eigenen Reihen noch enger an das Unternehmen. Auch 2011 unterstützte R+V zahlreiche gemeinnützige Initiativen, die ihre Wurzeln in der genossenschaftlichen Idee "Hilfe zur Selbsthilfe" haben. Die Spanne reicht dabei von der Aktion Kinder-Unfallhilfe, die sich für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr einsetzt, über ein Theaterensemble mit behinderten Menschen der Lebenshilfe Wiesbaden e.V. bis hin zur Wiesbadener Stiftung BürgerKolleg. Das BürgerKolleg bietet als bundesweit erster Verein speziell für ehrenamtlich tätige Menschen in Wiesbaden unentgeltlich Schulungen und Weiterbildungen an. Bei der Kundenbetreuung stehen traditionell die Werte Partnerschaft und Leistung im Mittelpunkt. Das dokumentiert unter anderem das Bekenntnis von R+V zum Verhaltenskodex für den Vertrieb von Versicherungsprodukten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Die kundenfreundlichen und von allen inländischen Versicherungsgesellschaften der R+V unterzeichneten Verhaltensregeln waren auch 2011 eine Richtschnur für die Arbeit der R+V. Vertriebsweg und -unterstützungAus Überzeugung arbeiten die Condor Versicherungen im Vertrieb seit Unternehmensgründung ausschließlich mit unabhängigen Maklern, Mehrfachagenten und Assekuradeuren zusammen. Mit ihrer Marktkenntnis und besonderem Know-how können diese Geschäftspartner eine individuelle und sachgerechte Beratung im Sinne unserer gemeinsamen Kunden bieten. Gleichzeitig stellt dieser Vertriebsweg eine ständige Herausforderung für die Condor Versicherungen dar: Produkte und Service müssen so gut sein, dass sie unsere Geschäftspartner und auch den Verbraucher wirklich überzeugen. Diese Qualität zeigt sich nicht nur im Produktdesign, sondern auch in der Vertriebsunterstützung. Wir sind für unsere Geschäftspartner da: Schnell, freundlich und kompetent! Dank dieser Dienstleistungs-Philosophie haben sich die Condor Versicherungen zu einem anerkannten Maklerversicherer entwickelt. Wir werden alles daran setzen, diese Position zu behaupten und auszubauen. Unsere Überzeugung ist: "Qualität ist Zukunft". Bundesweit sorgen acht Geschäftsstellen mit den Vertriebsbeauftragten und dem unterstützenden Innendienst für die Betreuung der Geschäftspartner vor Ort. Hinzu kommt die Zeichnungsstelle Bremen GmbH & Co. KG, die Geschäft für die Condor Versicherungen zeichnet und verwaltet, hauptsächlich in den Bereichen Sach, Gewerbe und Industrie. Die Zeichnungsstelle Bremen GmbH & Co. KG arbeitet ebenfalls bundesweit mit unabhängigen Maklern, Mehrfachagenten und Assekuradeuren zusammen. Regelmäßiger Kontakt und Informationsaustausch, aber auch Seminare und Schulungen schaffen eine vertrauensvolle und für beide Seiten erfolgreiche Atmosphäre. Zusätzlich unterstützend wirkt das Leistungsspektrum des Condor Service-Centers, das nahezu fallabschließend arbeitet. Ein Service, dessen Qualität weit über dem Branchendurchschnitt liegt. VerbandszugehörigkeitDie Gesellschaft ist unter anderem Mitglied folgender Verbände/Vereine:
Optima Versicherungs-AG im MarktMarktpositionMit der Optima Versicherungs-AG als reinen Kraftfahrtversicherer und ihrer Spezialisierung auf das preisorientierte Privatkundengeschäft konnten die Condor Versicherungen ihre Marktpositionierung als anerkannte Versicherer im Vertriebssegment über unabhängige Versicherungsmakler, Mehrfachagenten und Assekuradeure weiter festigen. Mit ihren wettbewerbsfähigen Produkten, dem Service-Center, dem Marketing und ihren Vertriebsaktivitäten sowie ihrem eigenen hohen Qualitätsanspruch hat sich die Optima Versicherungs-AG im Markt gut bei ihren Vertriebspartnern positioniert. Im gewohnt hart umkämpften Geschäftsfeld der Kraftfahrtversicherungen wurde im Jahr 2011 mit dem innovativen und leistungsstarken Produktangebot ein Wachstum über Marktdurchschnitt erzielt. Trotz der erheblichen Auswirkungen der Finanzkrise - auch auf die deutsche Versicherungswirtschaft - fällt das Ergebnis wiederum zufriedenstellend aus. Schaden-ManagementKunden der Optima Versicherungs-AG können sich auch im Schadenfall auf eine umfangreiche und professionelle Unterstützung verlassen. Das Schadenmanagement wird unter Beteiligung der carexpert KFZ-Sachverständigen GmbH, eine Tochtergesellschaft der R+V, und zusätzlichen externen Dienstleistern stetig optimiert und führt so zu zahlreichen Servicevorteilen für den Kunden (wie z. B. dem Werkstattservice), aber auch zu einer Reduzierung der Schadenaufwendungen. Hierzu trägt entscheidend das intensivierte Schadenverhütungsmanagement bei, dessen Intention einerseits die Schadenprävention und andererseits die Reduzierung der Schadenhöhe durch schnelles und professionelles Handeln im Schadenfall ist. SoliditätMit der Zugehörigkeit der Condor Versicherungen zur R+V sind wir fester Bestandteil der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die sich ergänzenden Geschäftsfelder der Gesellschaften der R+V eröffnen den Unternehmen zusätzliche Marktchancen. Mit der R+V verfügen die Condor Versicherungen über einen starken Eigentümer und erfahren eine weitere Stärkung ihrer Basis zur Fortsetzung ihrer soliden und kontinuierlichen Geschäftspolitik. Die auf Kontinuität und Solidität ausgerichtete Strategie der Condor Versicherungen wird durch die Beurteilung der internationalen Ratingagentur Fitch Ratings bestätigt. Die Optima Versicherungs-AG hat im Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS-Rating) über alle Bewertungskriterien hinweg ein "A+"-Rating mit dem Ausblick stabil erhalten. Dieses drückt aus, dass sich unsere als "stark" bewertete Gesellschaft insgesamt durch eine hohe Leistungsfähigkeit, sehr starke Kapitalausstattung und geringe Risikofaktoren auszeichnet. Dieses begehrte Finanzstärke-Siegel wird von Fitch nur an Versicherer vergeben, die durch ihre hohe und beständige Leistungsfähigkeit den Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungsnehmern und Vertragspartnern dauerhaft und sicher nachkommen werden können. Geschäftsverlauf der Optima Versicherungs-AG im ÜberblickDie Optima Versicherungs-AG setzte ihren erfolgreichen Kurs auch in 2011 weiter fort. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 14,1 % und übertrafen damit die Wachstumsrate des Kraftfahrtversicherungsmarktes deutlich, der ein Plus von 3,5 % auswies. Der seit Jahren anhaltende intensive Preiswettbewerb in der Kraftfahrt-Versicherung, begleitet von einer marktweit zu beobachtenden steigenden Schadenhäufigkeit, wirkte sich unverändert belastend auf die technische Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2011 aus. Ferner belasteten mehrere lokale Hagelereignisse im zweiten Halbjahr 2011 die Geschäftsjahresschadenquote. Mit einer für das Geschäftsjahr 2011 erzielten Combined Ratio brutto von 94,9 % für den Versicherungszweig Kraftfahrt, behauptet sich die Optima Versicherungs-AG mit ihrer ertragsorientierten Zeichnungspolitik weiterhin erfolgreich gegen diesen negativen Markttrend. Über die wesentlichen Leistungsindikatoren zum Geschäftsverlauf berichten wir wie folgt: Die gebuchten Bruttobeiträge der Gesellschaft erhöhten sich von 24.677,1 Tsd. Euro im Vorjahr um 14,1 % auf 28.166,9 Tsd. Euro im Berichtsjahr. Für eigene Rechnung erhöhten sich die verdienten Beiträge von 16.429,0 Tsd. Euro um 15,0 % auf 18.890,1Tsd. Euro. Der Bestand der mindestens einjährigen Versicherungsverträge konnte um 17,6 % auf 170.512 Stück gesteigert werden. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen mit brutto 12,0 % (Vorjahr 12,5 %) der gebuchten Beiträge unter dem Niveau des Vorjahres, für eigene Rechnung ergaben sich 8,5 % (Vorjahr 8,6 %) der verdienten Beiträge. Die Schadenquote brutto lag mit 82,9 % über dem Vorjahr (78,0 %), für eigene Rechnung reduzierte sie sich im Berichtsjahr leicht auf 85,9 % der verdienten Beiträge (Vorjahr 87,4 %). Der Schadenverlauf des Berichtsjahres ist weiterhin geprägt durch die Belastungen aus dem strengen Winter zu Jahresbeginn, verbunden mit einem marktweiten Anstieg der Schadenhäufigkeiten und Tendenzen zu steigenden Reparaturkosten. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung war im Berichtsjahr mit einem Gewinn von 1.070,6 Tsd. Euro nach einem Gewinn von 728,3 Tsd. Euro im Vorjahr wiederum positiv. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 530,3 Tsd. Euro (Vorjahr Entnahme 1.131,6 Tsd. Euro) errechnet sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 1.601,0 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinn 1.859,9 Tsd. Euro). Selbst abgeschlossenes VersicherungsgeschäftDie gebuchten Beiträge in der Kraftfahrtversicherung stiegen deutlich von 24.388,6 Tsd. Euro im Vorjahr um 14,1 % auf 27.822,9 Tsd. Euro im Berichtsjahr. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung erhöhten sich dabei stark um 12,8 % auf 16.484,4 Tsd. Euro, für eigene Rechnung stiegen sie um 13,6 % auf 10.889,3 Tsd. Euro. Die Schadenquote in Prozent der verdienten Beiträge für eigene Rechnung reduzierte sich von 81,4 % im Vorjahr auf 76,4 % im Berichtsjahr. Nach einer Zuführung von 467,4 Tsd. Euro zur Schwankungsrückstellung (Vorjahr Entnahme 312,7 Tsd. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 1.503,8 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinn 1.561,8 Tsd. Euro). In der Fahrzeug-Vollversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 16,8 % auf 9.300,5 Tsd. Euro, für eigene Rechnung stiegen sie um 16,7 % auf 6.505,5 Tsd. Euro. Die Schadenquote in Prozent der verdienten Beiträge für eigene Rechnung lag bei 100,8 % (Vorjahr 97,7 %). Das Vollkasko-Geschäft schloss nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 811,1 Tsd. Euro (Vorjahr Entnahme 649,2 Tsd. Euro) mit einem versicherungstechnischen Gewinn in Höhe von 42,3 Tsd. Euro ab (Vorjahr Gewinn 182,0 Tsd. Euro). In der Fahrzeug-Teilversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 12,5 % auf 2.038,0 Tsd. Euro, die gebuchten Beiträge für eigene Rechnung erhöhten sich um 12,4 % auf 1.425,3 Tsd. Euro. Die Schadenquote in Prozent der verdienten Beiträge für eigene Rechnung lag bei 90,2 % (Vorjahr 89,7 %). Der Schwankungsrückstellung wurde im Bereich der Fahrzeug-Teilversicherung ein Betrag von 186,6 Tsd. Euro entnommen (Vorjahr Entnahme 169,7 Tsd. Euro). Es ergab sich danach ein versicherungstechnischer Gewinn von 89,7 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinn von 99,7 Tsd. Euro). Die gebuchten Bruttobeiträge der Kraftfahrt-Unfallversicherung stiegen leicht auf 10,5 Tsd. Euro (+3,1 %). Es ergab sich ein versicherungstechnisches Ergebnis von -30,7 Tsd. Euro (Vorjahr +9,2 Tsd. Euro). In Rückdeckung übernommenes GeschäftDie Optima Versicherungs-AG betreibt das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft nicht mehr aktiv. ErtragslageBeitragseinnahmenDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Geschäftsjahr 2011 deutlich von 24.677,1 Tsd. Euro um 14,1 % auf 28.166,9 Tsd. Euro. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung stiegen im Berichtsjahr um 15,0 % auf 18.890,1 Tsd. Euro. Die Selbstbehaltsquote lag mit 66,9 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 66,6 %). VersicherungsleistungenDie Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle lagen mit 23.408,9 Tsd. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 19.231,7 Tsd. Euro. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich von 78,0 % im Vorjahr auf 82,9 % im Berichtsjahr. Die Bruttogeschäftsjahresschadenquote stieg von 90,0 % auf 93,2 %. Unter Berücksichtigung der Abwicklungsergebnisse der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen für Vorjahresschäden und dem Ergebnis aus der Rückversicherung belief sich der Schadenaufwand für eigene Rechnung auf 16.234,4 Tsd. Euro (Vorjahr 14.356,5 Tsd. Euro). Die bilanzielle Nettoschadenquote betrug 85,9 % (Vorjahr 87,4 %). Aufwendungen für den VersicherungsbetriebDie Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 10,4 % und betrugen 3.400,8 Tsd. Euro. Bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge reduzierte sich die Bruttokostenquote von 12,5 % auf 12,0 %. Die Combined Ratio brutto erhöhte sich in Folge des schlechteren Schadenverlaufes von 90,5 % im Vorjahr auf 94,9 % im Berichtsjahr. Versicherungstechnisches ErgebnisIm Gesamtgeschäft ergab sich vor Veränderung der Schwankungsrückstellung ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis von +1.471,6 Tsd. Euro (Vorjahr +2.403,5 Tsd. Euro). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung schloss mit +1.070,6 Tsd. Euro ab (Vorjahr +728,3 Tsd. Euro). Der Schwankungsrückstellung wurden 530,3 Tsd. Euro entnommen (Vorjahr Entnahme 1.131,6 Tsd. Euro). Nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung betrug das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung +1.601,0 Tsd. Euro (Vorjahr +1.859,9 Tsd. Euro). KapitalanlageergebnisDie Optima Versicherungs-AG erwirtschaftete aus ihren Kapitalanlagen laufende Erträge in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Die ordentlichen Aufwendungen betrugen 0,1 Mio. Euro. Per Saldo ergab sich ein ordentliches Ergebnis in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 2.3 Mio. Euro). Die laufende Durchschnittsverzinsung gemäß der Verbandsformel beträgt 2,8 % (Vorjahr 4,0 %). Das Vorjahr wurde dominiert durch die Veräußerung der Anteile an der Condor Lebensversicherungs-AG an die R+V Personen Holding GmbH im Rahmen der Neuordnung der Konzernbeteiligungen und der Ergebnisabführung an die Condor Allgemeine Versicherungs-AG. Die Lage auf dem Rentenmarkt wurde im vergangenen Jahr maßgeblich von der durch die hohe Staatsverschuldung einiger Länder Südeuropas und Irlands ausgelöste Eurokrise geprägt. Die Folgen der Staatsverschuldungskrise waren Bonitätsherabstufungen der betroffenen Staaten und weiterer Emittenten durch die Ratingagenturen. Unter diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren bei den Kapitalanlagen der Optima Versicherungs-AG Abschreibungen in Höhe von 106,1 Tsd. Euro erforderlich. Die Gesellschaft hatte weder Zins- noch Kapitalausfälle zu verzeichnen. Durch Veräußerungen von Kapitalanlagen erzielte die Optima Versicherungs-AG einerseits Buchgewinne in Höhe von 80,6 Tsd. Euro. Andererseits entstanden Buchverluste in Höhe von 102,8 Tsd. Euro. In der Summe ergab sich ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von minus 128,3 Tsd. Euro. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen als Summe des ordentlichen sowie des außerordentlichen Ergebnisbeitrags belief sich damit für das Geschäftsjahr 2011 auf 1,5 Mio. Euro gegenüber 31,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag bei 2,6 % (Vorjahr: 54,0 %). Sonstiges ErgebnisDie sonstigen Erträge beliefen sich auf 247,0 Tsd. Euro. Diesen standen sonstige Aufwendungen in Höhe von 262,0 Tsd. Euro gegenüber. GesamtergebnisDas Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 3,0 Mio. Euro. Es lag damit deutlich unter dem vom Sondereffekt im Kapitalanlageergebnis geprägten Ergebnis des Vorjahres von 32,6 Mio. Euro. Die Optima Versicherungs-AG führte auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ihren Gewinn in Höhe von 3,0 Mio. Euro an die Condor Allgemeine Versicherungs-AG ab. FinanzlageDie Optima Versicherungs-AG verfügt zum 31. Dezember 2011 über ein Eigenkapital in Höhe von insgesamt 17,1 Mio. Euro, das aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Condor Allgemeine Versicherungs-AG unverändert zum Vorjahr ist. Es setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von 2,4 Mio. Euro, einer Kapitalrücklage von 13,7 Mio. Euro und Gewinnrücklagen von 1,0 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Optima Versicherungs-AG ist wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen, insbesondere auch im Hinblick auf die bevorstehende Neuausrichtung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen im Zuge der Einführung von Solvency II. Zusätzlich stehen der Gesellschaft mit der per 31. Dezember 2011 verfügbaren Schwankungsrückstellung von 4,7 Mio. Euro für zukünftige Perioden weitere Sicherheitsmittel zur Verfügung, um stark schwankende Schadenverläufe in der Kraftfahrtversicherung auszugleichen. Die Optima Versicherungs-AG konnte im Geschäftsjahr jederzeit ihre Auszahlungsverpflichtungen erfüllen. Anhaltspunkte für eine künftige Liquiditätsgefährdung sind nicht erkennbar. VermögenslageBestand an KapitalanlagenDas Jahr 2011 wurde an den Kapitalmärkten durch die Staatsschuldenkrise und die daraus resultierende Konjunkturabkühlung dominiert. Die Zinsen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fielen zeitweise auf einen neuen historischen Tiefstand von 1,7 % und erholten sich bis Jahresende nur leicht auf 1,8 %. Die Zinsdivergenz in Euroland nahm deutlich zu. Die europäischen Aktienmärkte, gemessen am Euro Stoxx 50, fielen in 2011 um 18,4 %. Der Kapitalanlagebestand der Optima Versicherungs-AG hatte aufgrund des Sondereffektes im Vorjahr aus der Veräußerung der Anteile der Condor Lebensversicherungs-AG einen Rückgang um 41,6 % zu verzeichnen und erreichte zum 31. Dezember 2011 einen Wert von 41,4 Mio. Euro. Die für die Neuanlage zur Verfügung stehenden Mittel wurden überwiegend in Zinsträger investiert. Dabei wurde durch Anlagen u. a. in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefe sowie durch Anlagen in verschiedene Regionen breit diversifiziert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos wird bei allen Zinstiteln auf eine gute Bonität der Emittenten geachtet. Die durchgerechnete Aktienquote zu Marktwerten belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 4,0 % gegenüber 2,8 % im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der stillen Lasten in Höhe von 0,3 Mio. Euro in den gemäß § 341 b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen wies die Optima Versicherungs-AG zum 31. Dezember 2011 eine Reservequote von 1,9 % (Vorjahr 0,7 %) aus. In der Kapitalanlage werden soziale, ethische und ökologische Grundsätze dahingehend berücksichtigt, dass die Optima Versicherungs-AG wissentlich und bewusst nicht in Kapitalanlagen investierte, die den allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsprinzipien widersprechen. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Bruttorückstellungen beliefen sich per 31. Dezember 2011 auf 31,5 Mio. Euro (Vorjahr 30,2 Mio. Euro). Nach Abzug der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile waren die versicherungstechnischen Nettorückstellungen zum Bilanzstichtag mit 22,4 Mio. Euro (Vorjahr 22,1 Mio. Euro) dotiert. Den größten Anteil an den gesamten versicherungstechnischen Nettorückstellungen verzeichnete die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die sich um 5,0 % auf 17,4 Mio. Euro erhöhte. Zusammenfassende Würdigung des GeschäftsverlaufsAuch 2011 konnte die Optima Versicherungs-AG wieder ihre gute Positionierung als Kraftfahrtversicherer im Maklermarkt behaupten und weiter ausbauen. Die Gesellschaft sieht sich damit in ihrer strategischen Ausrichtung bestätigt und wird diese konsequent weiterverfolgen. Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen im wettbewerbsintensiven Kraftfahrtversicherungsmarkt um 14,1 % (Markt +3,5 %). Die bilanzielle Nettoschadenquote reduzierte sich von 87,4 % auf 85,9 %, die Bruttokostenquote belief sich mit 12,0 % unterhalb des bereits günstigen Niveaus des Vorjahres von 12,5 %. Das Kapitalanlageergebnis ohne technischen Zins reduzierte sich erwartungsgemäß gegenüber dem durch einen Sondereffekt geprägten Ergebnis der Vorperiode deutlich auf 1,5 Mio. Euro. Insgesamt gelang es der Optima Versicherungs-AG im Jahr 2011, infolge der positiven und im Einklang mit den gesetzten Zielen stehenden Entwicklung, in allen ergebnisrelevanten Bereichen ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen. RisikoberichtRisikomanagementprozessKern des Geschäftsmodells der Optima Versicherungs-AG ist die Übernahme und das Managen von Risiken. Dementsprechend ist das Risikomanagement der Optima Versicherungs-AG als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet. Es umfasst alle systematischen Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Hauptziel der Risikomanagementprozesse ist die Sicherstellung der Solidität und Sicherheit für Versicherungsnehmer und Anteilseigner sowie die langfristige Unternehmensfortführung. Darüber hinaus sollen mit Hilfe des Risikomanagementprozesses bestandsgefährdende Risiken und andere negative Entwicklungen, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können, frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden. Ein über alle Gesellschaften der R+V implementierter Risikomanagementprozess legt Regeln zum Umgang mit Risiken fest und bildet die Grundlage für ein zentrales Frühwarnsystem. Auch Beteiligungen werden in das Risikomanagement der Optima Versicherungs-AG einbezogen. Die Grundsätze des Risikomanagements basieren auf der verabschiedeten und jährlich zu aktualisierenden Risikostrategie der R+V. Diese leitet sich aus der Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung der in der Frühjahrsklausur des Vorstands verabschiedeten strategischen Vier-Jahres-Planung ab. Im Konzernrisikohandbuch wird die Steuerung der Risiken mit umfangreichen Darstellungen zu Methoden, Prozessen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Ein Grundprinzip der Risikoorganisation und der Risikoprozesse ist die Trennung von Risikoüberwachung und Risikoverantwortung. Die Funktionen der für den Aufbau von Risikopositionen Verantwortlichen sind personell und organisatorisch von der unabhängigen Risikocontrollingfunktion getrennt. Die identifizierten Risiken werden den folgenden Risikokategorien zugeordnet: Versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Konzentrationsrisiko, operationelles Risiko, strategisches Risiko und Reputationsrisiko. Auf Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und Schwellenwerte erfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertung aller bedeutenden Risiken der Gesellschaft in einer Datenbank. Bei Überschreitung eines definierten Indexwertes werden Maßnahmen eingeleitet. Zusätzlich wird durch eine gezielte Abfrage bei Führungskräften und Mitarbeitern gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt werden. Die identifizierten Risiken werden in der vierteljährlich stattfindenden Risikokonferenz abschließend bewertet. Das zentrale Risikoberichtswesen sorgt für Transparenz in der Berichterstattung. Bei Existenz gefährdenden Veränderungen von Risiken sind Meldungen an das zuständige Vorstandsmitglied und den Leiter der Risikokonferenz vorgesehen. Die risikorelevanten Unternehmensinformationen werden den zuständigen Aufsichtsgremien im regelmäßigen Turnus zur Verfügung gestellt. Bereits im Rahmen der Produktentwicklung werden die Auswirkungen auf das Unternehmensrisikoprofil analysiert und beurteilt. Auch bei der Planung und Durchführung von Projekten werden Risikogesichtspunkte berücksichtigt. Größere Projekte und Investitionen werden regelmäßig in der Investitions- oder Produktkommission sowie im Finanzausschuss beurteilt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Ergebnisse, Maßnahmen sowie auf die Budgeteinhaltung gelegt. Erforderliche Kurskorrekturen werden sofort eingeleitet. R+V verfügt über ein ganzheitliches Business Continuity Managementsystem mit einer zentralen Koordinationsfunktion. Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagern für IT-Technik, Gebäude und Personal unterstützt hierbei in fachlichen Themenstellungen, dient der Vernetzung der Notfallmanagement-Aktivitäten in der R+V und berichtet über wesentliche Feststellungen und über die durchgeführten Notfallübungen an die Risikokonferenz der R+V. Durch das Business Continuity Managementsystem wird gewährleistet, dass der Geschäftsbetrieb der R+V in einem Krisenfall aufrecht erhalten werden kann. Dafür notwendige Geschäftsprozesse sind identifiziert und im Rahmen einer Notfallplanung mit personellen Ressourcen unterlegt. Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur umfasst das gesamte Risikomanagement. Gegenstand der Risikoinventur im Einzelnen ist die Überprüfung und Dokumentation sämtlicher bekannter Einzel- und Kumulrisiken sowie des Risikotragfähigkeits- und des Business Continuity Managementsystems. Dabei werden auch die verwendeten Indikatoren und Schwellenwerte überprüft. Die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystems und deren Wirksamkeit werden durch die interne Revision geprüft. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmen verabredet und von der internen Revision nachgehalten. Versicherungstechnisches RisikoDas versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. In der Schaden- und Unfallversicherung sind die versicherungstechnischen Risiken primär bestimmt durch das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Das Prämien- und Schadenrisiko umfasst das Risiko, dass zukünftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher als erwartet ausfallen. Die Risikosteuerung der Optima Versicherungs-AG erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, eine risikogerechte Tarif- und Produktgestaltung sowie durch ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Risikoprofiles ist die Optima Versicherungs-AG stets bestrebt, große Einzelrisiken zu vermeiden. Durch den Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten wird das Management frühzeitig in die Lage versetzt, unerwartete oder gefährliche Bestands- und Schadenentwicklungen zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen der veränderten Risikosituation begegnen zu können. Um die genannten Risiken beherrschbar zu machen, unterliegt die Preisfindung einer genauen Kalkulation unter Verwendung mathematisch-statistischer Modelle. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte in der Kraftfahrtversicherung eine Neupositionierung der Marken und Produkte über die Tarifgestaltung im Neugeschäft bzw. über Beitragsanpassungen im Versicherungsbestand. An der Zielsetzung, mit den eingeleiteten Maßnahmen ein ausgewogenes Verhältnis von Ertrag und Risiko zu erreichen, wird auch in 2012 festgehalten. Marktbeobachtungen und eine permanente Kontrolle der ergriffenen Maßnahmen ermöglichen frühzeitige Handlungsoptionen zur Geschäftssteuerung im Sinne der eingeschlagenen Risikoneigung. Von besonderer Bedeutung und Teil des Prämien- und Schadenrisikos sind Kumulrisiken, die aus dem Eintritt eines einzelnen Schadenereignisses verbunden mit einer Häufung von Schadenfällen resultieren. Die Risikoeinschätzung von Elementarereignissen wie Erdbeben, Sturm, Überschwemmung und Hagel erfolgt durch regelmäßige, auf dem Versicherungsbestand basierende Studien. Entscheidungsgrundlage für den Umfang des erforderlichen Rückversicherungsschutzes sind Naturkatastrophen-Exposuremodellierungen renommierter Anbieter (zumeist international führender Rückversicherungsmakler und -gesellschaften). Gegenstand dieser Modelle sind unter anderem Schätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Ermittlung von Wiederkehrperioden. Durch Vergleichsmöglichkeiten im Einsatz verschiedener Tools, wie zum Beispiel RMS, EQECAT oder AIR, wird ein gesichertes Ergebnisspektrum für abzuleitende Managemententscheidungen geliefert. Der Schadenverlauf im Geschäftsjahr 2011 entsprach den unternehmerischen Erwartungen, so dass keine Veränderungen in der passiven Rückversicherungsstruktur vorgenommen werden müssen. Zur Schadenbegrenzung und Schadenverhütung stellt die R+V ein Netz verschiedener Dienstleistungstöchter zur Verfügung, deren spezialisierte Serviceangebote die Kunden und Vertriebspartner in Vertrags-, Risikopräventions- oder Sanierungsfragen begleiten. Eine dieser Dienstleistungstöchter ist z. B. die carexpert Sachverständigen GmbH als konzerneigene Sachverständigenorganisation mit Zuständigkeit für Besichtigung, Begutachtung, Regulierung von Schäden rund um das KFZ, Massenschaden-Management und Unfallrekonstruktion. Das Reserverisiko betrifft das Risiko, dass die Schadenreserven, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen wurden, nicht ausreichend bemessen sind. Die Schätzung der Verpflichtungen ist mit Unsicherheiten behaftet. Die Bestimmung der Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten erfolgt nach allgemein anerkannten Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis auf der Grundlage von Annahmen. Diese basieren auf unternehmenseigenen Erfahrungen, aktuariellen Statistiken und Auswertungen übriger zur Verfügung stehender Informationsquellen. Für bekannte, aber auch für unbekannte Schäden sind Schadenrückstellungen in ausreichender Höhe dotiert. Die Abwicklung dieser Reserven wird ständig verfolgt und Erkenntnisse hieraus fließen wieder in aktuelle Schätzungen ein. Risiken aus FinanzinstrumentenIm Rahmen der Bereitstellung des Versicherungsschutzes für die Kunden sehen sich Versicherungsunternehmen im Rahmen der Kapitalanlageprozesse spezifischen Markt-, Kredit-, Liquiditäts- sowie Konzentrationsrisiken ausgesetzt. Diese können zu einem dauerhaften Wertverlust der Kapitalanlagen führen und - in letzter Konsequenz - die Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen gefährden. Insoweit haben die Risiken aus Finanzinstrumenten den Charakter eines Asset-Liability-Risikos. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch Beachtung der generellen Leitlinie einer möglichst großen Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität. Durch Wahrung einer angemessenen Mischung und Streuung der Kapitalanlagen trägt die Anlagepolitik der Optima Versicherungs-AG dem Ziel der Risikominimierung in besonderem Maße Rechnung. Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei der Optima Versicherungs-AG durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne Kapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivische Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen sicher gestellt. Die Optima Versicherungs-AG nimmt fortlaufend Erweiterungen und Verfeinerungen des Instrumentariums zur Risikoeinschätzung und -beurteilung bei der Neuanlage und der Beobachtung des Anlagebestandes vor, um den Veränderungen an den Kapitalmärkten zu begegnen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu begrenzen oder zu vermeiden. Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten oder strukturierten Produkten sind in innerbetrieblichen Richtlinien explizit geregelt. Darin enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Durch ein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden die verschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und transparent dargestellt. Auf organisatorischer Ebene begegnet die Optima Versicherungs-AG Anlagerisiken durch eine strikte funktionale Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling. Die folgenden Erläuterungen zu den Risikokategorien Markt-, Kredit-, Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko beziehen sich sowohl auf Risiken aus Finanzinstrumenten als auch auf Risiken aus sonstigen Bereichen. MarktrisikoDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisiko schließt das Währungskurs-, Zinsänderungs- und Asset-Liability-Risiko ein. Zur Messung möglicher Marktrisiken ihrer Kapitalanlagen führte die Optima Versicherungs-AG zum Stichtag 31. Dezember 2011 Szenarioanalysen unter folgenden Prämissen durch: Für direkt und über Fonds gehaltene Aktien wurde die Auswirkung eines 20%igen Kursrückgangs auf den Zeitwert dieser Positionen simuliert. Für festverzinsliche Wertpapiere, Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie für Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wurde die Auswirkung einer Verschiebung der Zinskurve um einen Prozentpunkt nach oben oder nach unten auf den Zeitwert dieser Wertpapiere und Ausleihungen ermittelt. Im Rahmen der Standard-Berichterstattung werden unterjährig fortlaufend Stress-Simulationen zur Darstellung der Auswirkungen adverser Kapitalmarktszenarien auf die Bestands- und Ergebnisentwicklung durchgeführt. Als Simulationsparameter werden u. a. ein 35 %iger Rückgang der Aktienkurse, eine Verschiebung der Zinskurve um 200 Basispunkte sowie ein Stress der Währungsbestände um eine jährliche Standardabweichung angesetzt. Darüber hinaus wird für den Bestand der Optima Versicherungs-AG aller zinstragenden Anlagen regelmäßig eine Durationsanalyse durchgeführt. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines Forderungsausfalls oder einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung von Bonität (Credit-Spread) von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat. Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität vorgenommen. Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mit Hilfe von Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinien kontinuierlich überprüft. Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise ermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das Kreditrisiko gegenübergestellt. Kontrahentenrisiken werden ferner durch ein Limitsystem begrenzt. 88,9 % (Vorjahr 91,3 %) der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren wiesen am 31. Dezember 2011 ein Standard & Poor's Rating gleich oder besser als "A", 47,8 % (Vorjahr 56,0 %) eines gleich oder besser als "AA" auf. Die Kapitalanlagen der Optima Versicherungs-AG wiesen im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Zins- und Kapitalausfälle auf. Die Optima Versicherungs-AG war zum 31. Dezember 2011 mittelbar und unmittelbar nicht in Staatsanleihen Portugals, Italiens, Irlands, Griechenlands und Spaniens investiert. Die Summe aller Anlagen bei Banken zum 31. Dezember 2011 betrug bei der Optima Versicherungs-AG 28,0 Mio. Euro. Mit 30,3 % handelte es sich bei diesen Anlagen um Titel, für die eine besondere Deckungsmasse zur Besicherung existiert. Mit 76,8 % waren diese Anlagen zudem hauptsächlich bei deutschen Banken investiert. Die verbleibenden 23,2 % entfielen hauptsächlich auf Institute des EWR. Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und an Versicherungsvermittler. Diesen wird durch ein effektives Forderungsausfallmanagement begegnet. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ausreichend bemessen sind. Das Ausfallrisiko für die Abrechungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die ständige Überwachung der Standard & Poor's-Ratings und die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellen begrenzt. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Unternehmen nicht oder nur zu erhöhten Kosten in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Die Liquidität der Optima Versicherungs-AG wird zentral gesteuert. Für alle Gesellschaften der R+V wird im Rahmen der Mehrjahresplanung eine integrierte Simulation zur Bestands- und Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie zur Entwicklung der Zahlungsströme durchgeführt. Basis der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagen und der allgemeinen Verwaltung. Im Rahmen der Neuanlage wird die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernisse kontinuierlich geprüft. Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattung für das laufende Jahr wird die erwartete Entwicklung der Zahlungsströme der Optima Versicherungs-AG detailliert dargestellt. Darüber hinaus wird im Cash Management ergänzend eine taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen. Durch Stress-Simulationen wesentlicher versicherungstechnischer Parameter wird die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität unter krisenhaften Marktbedingungen regelmäßig überprüft. Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der Optima Versicherungs-AG, die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Aufgrund der für den gesamten Planungszeitraum prognostizierten jährlichen Liquiditätsüberschüsse und der hohen Fungibilität der Wertpapierbestände ist die jederzeitige Erfüllbarkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern gewährleistet. KonzentrationsrisikoDas Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotenzial haben. Durch die Präsenz in unterschiedlichen Vertriebsregionen verfügt die Optima Versicherungs-AG über ein vielfältiges, bundesweit gestreutes Kundenspektrum. Exponierte Einzelrisiken sind ebenso wie der Kumulfall im Elementar- und Massenunfallrisiko rückversichert, so dass die Gesellschaft keinen ausgeprägten Konzentrationsrisiken ausgesetzt ist. Von vertrieblicher Bedeutung im Zusammenhang mit den Konzentrationsrisiken sind vorhandene größere Versicherungsbestände von einzelnen Vertriebspartnern oder starke Abhängigkeiten in den Vertriebswegen. Daher werden regelmäßig Auswertungen und Analysen der Bestände hinsichtlich möglicher Konzentrationen durchgeführt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind in den Versicherungsbeständen mit Blick auf Kunden oder Vertriebspartner keine Konzentrationsrisiken festzustellen. Das Anlageverhalten der Optima Versicherungs-AG ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentration im Portfolio zu vermeiden und durch eine weitgehende Diversifikation der Anlagen eine Minimierung der Risiken zu erreichen. Hierzu trägt die Einhaltung der durch die Anlageverordnung und weiteren aufsichtsrechtlichen Bestimmungen vorgegebenen quantitativen Grenzen gemäß des Grundsatzes der angemessenen Mischung und Streuung bei. Eine Analyse der Emittentenstruktur des Bestandes ergab kein signifikantes Konzentrationsrisiko. Darüber hinaus bestehen im Rahmen der Anlagen bei Banken keine Konzentrationsrisiken bei einzelnen Kreditinstituten. Im IT-Bereich gewährleisten umfassende physische und logische Schutzvorkehrungen die Sicherheit von Daten und Anwendungen sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes. Eine besondere Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von Datenverarbeitungssystemen. Die Condor Versicherungen und die R+V haben hier Vorsorge getroffen durch jeweils zwei getrennte Rechenzentrumsstandorte mit Daten- und Systemspiegelung, besonderer Zutrittssicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungen und abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate. Ein definiertes Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall wird durch turnusmäßige Übungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungen erfolgen in unterschiedlichen Gebäuden mit hoch abgesicherten Räumen. Die Telekommunikationsinfrastruktur ist sowohl intern in den Gebäuden als auch für den Zugriff zum externen Netz hochredundant ausgelegt. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse oder durch mitarbeiterbedingte, systembedingte oder auch externe Vorfälle. Das operationelle Risiko umfasst auch Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Das wesentliche Instrument der Optima Versicherungs-AG zur Begrenzung der operationellen Risiken stellt das interne Kontrollsystem (IKS) dar. Durch Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen und durch die Überprüfung der Anwendung und Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme durch die interne Revision wird dem Risiko von Fehlentwicklungen und dolosen Handlungen vorgebeugt. Auszahlungen werden weitestgehend maschinell unterstützt. Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und Berechtigungsregelungen sowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe aufgrund des hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzliche Sicherheit. Manuelle Auszahlungen werden grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Das Compliance-Management-System der R+V besteht aus den dezentralen Komponenten Kartellverstöße, Geldwäsche/Boykottliste, Datenschutzverletzungen, Außenwirtschaftsverordnung, Insiderverstöße, Diebstähle, Erkenntnisse aus dolosen Handlungen, Verhaltensgrundsätze im Geschäftsverkehr, Vertrauensanwalt und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Beschwerdestelle. In der Compliance-Konferenz unter Vorsitz des Compliance-Beauftragten berichten die Themenverantwortlichen über wesentliche Vorfälle innerhalb der R+V und über Maßnahmen, die getroffen wurden, um solche oder ähnliche Vorgänge künftig zu verhindern. Neben der Berichterstattung an die Risikokonferenz berichtet der Compliance-Beauftragte der R+V unmittelbar an den Vorstandsvorsitzenden. Den operationellen Risiken im Vertrieb begegnet die Optima Versicherungs-AG einerseits mit intensiven und regelmäßigen Weiterbildungsmaßnahmen für den Außendienst gemäß den Rahmenbedingungen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Andererseits werden die operationellen Risiken durch ein Bündel von analysierenden und qualitätssichernden Maßnahmen gesteuert, wozu insbesondere entsprechende Annahmerichtlinien gehören. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden insbesondere die Fluktuation im Außendienst sowie die Projektrisiken und die Risiken aus möglicher Falschberatung betrachtet. Anhand geeigneter Indikatoren und festgelegter Schwellenwerte wird hierbei verfolgt, wie sich diese Risiken im Zeitablauf entwickeln und davon abhängig werden ggf. Steuerungsmaßnahmen eingeleitet. Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch etablierte Prozesse unter Verwendung von Best Practices. Alle servicerelevanten Ereignisse werden erfasst und entsprechend ihrer Klassifizierung verfolgt. In einer täglich stattfindenden Konferenz werden die aktuellen Themen behandelt und der Bearbeitung zugeordnet. In monatlich stattfindenden Konferenzen werden unter Beteiligung der IT-Bereichsleiter bei Überschreitung festgelegter Schwellenwerte in Bezug auf die Einhaltung von Service Level Agreements (z. B. Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten) Maßnahmen ergriffen. Diese Maßnahmen umfassen zum Beispiel die Eskalation von Problemschwerpunkten, die Abstimmung und Nachverfolgung von Gegenmaßnahmen sowie die Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten zur Störungsvermeidung. Dem Risiko personeller Engpässe begegnet die R+V mit gezielten Programmen im Bereich Personalmarketing. Eine breite Berufsausbildung, das Angebot berufsintegrierter Studiengänge und attraktive Traineeprogramme gewährleisten die Nachwuchsförderung. Durch eine nachhaltige Personalentwicklung und den Ausbau des Talentmanagements stellt R+V sicher, dass die Mitarbeiter stetig gefördert und qualifiziert werden, um zukünftigen Personalbedarf auch aus dem eigenen Haus decken zu können. Zu den dabei eingesetzten Instrumenten zählen unter anderem ein Potenzialeinschätzungsverfahren, die systematische Nachfolgeplanung und Qualifizierungsprogramme. Im Interesse einer dauerhaften Personalbindung werden regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Auf Basis der Mitarbeiterbefragung in 2011 werden Handlungsfelder zur Mitarbeiterbindung und zum Engagement der Mitarbeiter identifiziert und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Personalmanagements eingeleitet. Die Zulässigkeit von Zuschlägen für unterjährige Prämienzahlungen in Verbraucherverträgen ohne Effektivzinsangabe ist rechtlich umstritten. Für die Zukunft wurden vorsorglich spartenübergreifend eine Umstellung der Tarife bzw. der Tarifkalkulation und eine Anpassung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen vorgenommen. Strategisches RisikoDas strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld (inkl. Gesetzesänderungen und Rechtsprechung) angepasst werden. Die Steuerung des strategischen Risikos basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für die Unternehmensbereiche der Condor Versicherungen. Im Rahmen des jährlichen strategischen Planungsprozesses wird die strategische Planung für die kommenden vier Jahre vorgenommen. Dem strategischen Risiko begegnen die Condor Versicherungen durch die strategische Planung und die Aufnahme weiterer wesentlicher strategischer Themen in die jeweils im Frühjahr stattfindende Vorstandsklausur. Dazu wendet Condor die gängigen Instrumente des strategischen Controllings an, sowohl externe strategische Markt- und Konkurrenzanalysen, als auch interne Unternehmensanalysen, wie etwa Portfolio- oder SWOT-Analysen. Die Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses in Form von verabschiedeten Zielgrößen werden im Rahmen der operativen Planung für die kommenden drei Jahre operationalisiert und jeweils im Herbst vom Vorstand verabschiedet. Die Implementierung der dort gefällten Entscheidungen wird regelmäßig im Rahmen des Plan-Ist-Vergleiches quartalsweise nachgehalten. Des Weiteren ist die Verzahnung zwischen dem strategischen Entscheidungsprozess und dem Risikomanagement organisatorisch geregelt. Änderungen in der Geschäftsstrategie mit Auswirkungen auf das Risikoprofil der Gesellschaft finden ihren Niederschlag in der Risikostrategie. Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerb unterliegen einer ständigen Beobachtung, um rechtzeitig auf Chancen und Risiken reagieren zu können. Strategische Risiken aus Sicht der IT bestehen insbesondere bei der Abwicklung von (Groß-) Projekten zur Einführung neuer Versicherungsprodukte oder zur Erfüllung neuer oder geänderter gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Auch weitreichende Plattformentscheidungen werden im Rahmen von strategischen Risiken behandelt. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko ist das Risiko eines direkten oder zukünftigen Verlusts von Geschäftsvolumen, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens oder der gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergibt (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden). Die Beibehaltung beziehungsweise die Steigerung des positiven Images der Condor Versicherungen im Maklermarkt und in der Öffentlichkeit ist ein wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik. Immer wieder sind branchenweit Tendenzen zu negativen Bewertungen und Berichterstattungen zu Versicherungsprodukten durch die Medien zu registrieren. Um einen Imageschaden für die Condor Versicherungen gar nicht erst entstehen zu lassen, wird bei der Produktentwicklung und allen anderen Bestandteilen der Wertschöpfungskette auf einen hohen Qualitätsstandard geachtet. Darüber hinaus wird die Unternehmenskommunikation der Condor Versicherungen zentral über das Ressort Vorstandsvorsitz koordiniert, um einer falschen Darstellung von Sachverhalten wirkungsvoll und geschlossen entgegen treten zu können. Die Berichterstattung in den Medien über die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und die Condor Versicherungen im Besonderen wird über alle Ressorts hinweg beobachtet und laufend analysiert. Zusätzlich wird die Entwicklung aussagekräftiger Indikatoren, zum Beispiel der Storno- und Beschwerdequote für die Beurteilung des Reputationsrisikos herangezogen. Ratingergebnisse und Marktvergleiche der für die Kundenzufriedenheit maßgeblichen Parameter Service, Produktqualität und Beratungskompetenz werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt. Aus IT-Sicht werden insbesondere Ereignisse betrachtet, die zu einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führen könnten. Beispielhaft zu nennen sind eine Verletzung der Vertraulichkeit der Daten, mangelnde Verfügbarkeit der vom End- oder Geschäftskunden erreichbaren IT-Systeme (Portale) oder durch mangelnde Betriebssicherheit hervorgerufene Schadenereignisse in der IT-Technik. Die IT-Sicherheitsstrategie wird daher kontinuierlich überprüft und an die aktuelle Bedrohungslage angepasst. Ebenso wird die Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipien regelmäßig geprüft. RisikotragfähigkeitDie Berechnung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit (Solvabilitätsquote) der Optima Versicherungs-AG erfolgt unter Beachtung der aktuell geltenden, branchenbezogenen Gesetzgebung und beschreibt den Grad der Überdeckung der aufsichtsrechtlich geforderten Mindest-Solvabilitätsspanne durch verfügbare Eigenmittel. Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der Optima Versicherungs-AG überschreitet per 31. Dezember 2011 die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Genehmigungspflichtige Eigenmittel werden bei der Berechnung der Solvabilitätsquote nicht berücksichtigt. Auf Basis der im Rahmen der internen Planung angewendeten Kapitalmarktszenarien zeigt sich, dass die Solvabilitätsquote der Optima Versicherungs-AG auch zum 31. Dezember 2012 oberhalb der gesetzlichen Mindestanforderung liegen wird. Die Messung der ökonomischen Risikotragfähigkeit erfolgt in der R+V mittels eines internen Risikokapitalmodells. Hierbei wird der Kapitalbedarf ermittelt, der notwendig ist, um mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit eintretende Wertschwankungen ausgleichen zu können. Neben der quartalsweisen Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und der als Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehenden Eigenmittel setzt R+V dieses Modell für Ad-hoc Berichterstattungen und Planungsrechnungen ein. Die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der Optima Versicherungs-AG das benötigte Risikokapital übersteigt. Solvency IIDie EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren intensiv an einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem Arbeitstitel Solvency II. Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Europäischen Rates wurde am 25. November 2009 verabschiedet. Sie soll bis 2013 in nationales Recht umgesetzt werden. Die Anwendung der Solvency II-Regeln auf Basis von Übergangsfristen ist nach derzeitigem Stand ab 2014 vorgesehen. Die R+V ist durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des GDV und der BaFin auf die künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft somit die Grundlage einer erfolgreichen Umsetzung der mit Solvency II einhergehenden Anforderungen. Zur Vorbereitung auf Solvency II werden bei der Optima Versicherungs-AG Proberechnungen zum Standardmodell durchgeführt. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageEin großer Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung der Optima Versicherungs-AG ist die Schuldenkrise im Euro-Raum. Die hier skizzierten Instrumente und Analysemethoden zeigen, dass der Optima Versicherungs-AG ein umfassendes System zur Verfügung steht, das im Sinne eines effizienten Risikomanagements den Erfordernissen der Identifikation und Bewertung von Risiken gerecht wird. Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der Optima Versicherungs-AG überschreitet per 31. Dezember 2011 die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Auch die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der Optima Versicherungs-AG das benötigte Risikokapital übersteigt. R+V geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass die von den PIIGS-Staaten, der EU, dem IWF und der EZB ergriffenen Maßnahmen, außer in Griechenland, eine Refinanzierung der Staaten und Banken gewährleisten. Bis auf die weiterhin unsichere Situation auf den Kapitalmärkten sind aus heutiger Sicht keine weiteren Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Optima Versicherungs-AG nachhaltig beeinträchtigen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungFür 2012 rechnen Experten damit, dass sich der Aufschwung in Deutschland abschwächt. So prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten vom November 2011 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent. Die bisherige Geschäftsentwicklung in der Versicherungsbranche bezeichnet der Branchenverband GDV angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. Für 2012 hält er in seiner Prognose vom November 2011 bei aller bestehenden Unsicherheit eine weitere Verbesserung für die Gesamtbranche für möglich. Entwicklung an den KapitalmärktenDie Entwicklung an den Kapitalmärkten wird 2012 durch die Staatsschuldenkrise in Europa bestimmt bleiben. In den Euroländern wird von einer engeren Kooperation ausgegangen. Diese wird sehr wahrscheinlich in einem Dreiklang aus mehr Reformen, mehr europäischer Fiskalpolitik und mehr Hilfe der EZB bestehen. Es wird schwer sein, die verlorene Glaubwürdigkeit bei Bürgern und Kapitalmarktteilnehmern wieder herzustellen, um so die dauerhafte private Refinanzierung von Staatsschulden zu gewährleisten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Krisenjahre kann aber auch eine Verschärfung der Krise nicht ausgeschlossen werden, zumal sie auf eine deutliche Konjunkturabkühlung im ersten Halbjahr in Europa trifft. Zum Jahresende werden Zinsen und Aktienkurse auf heutigem Niveau oder leicht steigend erwartet. Die Optima Versicherungs-AG richtet ihre Kapitalanlagestrategie auf Sicherheit, Liquidität und Rendite aus. Dies beinhaltet auch eine explizite Risikosteuerung einzelner Emittenten und Länder, unter anderem über die Festlegung von Limiten. Dadurch sind die Portfolien breit diversifiziert aufgestellt. Staatsanleihen aller Euro-Krisenländer sind in der R+V mit einem Portfolioanteil von etwa 3 % eher unterdurchschnittlich gewichtet und werden streng begrenzt. Der hohe Anteil festverzinslicher und bonitätsstarker Wertpapiere im Kapitalanlagebestand sorgt dafür, dass die versicherungstechnischen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Die Duration soll weder deutlich verlängert noch verkürzt werden. Die Chancen an den Kreditmärkten sollen unter der Voraussetzung weiterhin hoher Qualität der Titel und breiter Streuung der Kreditrisiken genutzt werden. Das Aktienengagement soll beibehalten werden, kann aber marktabhängig und bei entsprechender Risikotragfähigkeit der Gesellschaft auch wieder erhöht werden. Diese auf Sicherheit bedachte langfristige Anlagestrategie, verbunden mit einem modernen Risikomanagement, ist auch 2012 bestimmend. Die heute schon bekannten Anforderungen aus Solvency II werden, sofern möglich, berücksichtigt. Bei Fortschreibung der Kapitalmarktsituation vom Jahresende 2011 auf den 31. Dezember 2012 unter Beibehaltung der in 2011 angewandten Methoden zur Ermittlung von dauerhaften Wertminderungen wird das Ergebnis aus Kapitalanlagen einen positiven Beitrag voraussichtlich auf Vorjahresniveau zum Jahresergebnis leisten. Optima Versicherungs-AG im MarktAuch künftig ist zu erwarten, dass sich die äußeren Rahmen- und Marktbedingungen für die Versicherungswirtschaft weiter verändern werden. Wie schon in der Vergangenheit wird die Optima Versicherungs-AG die sich daraus ergebenden Chancen nutzen. Risiken, die sich aus den Änderungen entwickeln, werden erkannt und beherrschbar gemacht. Unseren Vertriebsweg über unabhängige Makler und Mehrfachagenten sehen wir auch für die Zukunft als besonders ausbaufähig an. Dem bestehenden Preiswettbewerb am Markt begegnen wir effektiv mit unseren erstklassigen Produkten und Serviceleistungen unter Aufrechterhaltung unserer ertragsorientierten Zeichnungspolitik. Durch die Umsetzung der neuen Kompositstrategie in der R+V, die mit diversen Einzelmaßnahmen verbunden ist, strebt die Optima Versicherungs-AG ein nachhaltiges und ertragreiches Wachstum über Markt an. Kontinuierliche Verbesserungen der Produktivität und der Prozessabläufe, sowie die Absicherung und der Ausbau der überdurchschnittlichen Mitarbeiter-, Vertriebspartner- und Kundenzufriedenheit werden weitere Erfolgskomponenten sein. Unsere Produkte erfahren kontinuierlich eine qualitative Weiterentwicklung und wir sichern somit stetig deren Leistungsfähigkeit für den Kunden. Die aktive Pflege der Beziehungen zu unseren Vertriebspartnern und der kontinuierliche Ausbau unserer Serviceleistungen werden zur positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs beitragen. Die weltweit zu verzeichnende Klimaveränderung bringt zunehmend Unwetterereignisse mit sich, die auf der Schadenseite zu steigenden Aufwendungen führen. Wir reagieren auf diese neuen Anforderungen, in enger Zusammenarbeit mit unseren Rückversicherungspartnern, mit konsequenter Auswertung von Schadenereignissen sowie Klimaprognosen und darauf aufbauend mit einer stetigen Überprüfung und Weiterentwicklung unserer bestehenden Rückversicherungsstruktur sowie kontinuierlichen Verbesserung unseres Produktangebotes. Dank ausgezeichneter Kennzahlen, hoher Beratungskompetenz und Vertriebskraft sowie motivierter Mitarbeiter in der R+V sind die Aussichten der Optima Versicherungs-AG auf eine positive Geschäftsentwicklung auch für das Jahr 2012 gut. Komplettiert werden die Erfolgsfaktoren für den Wettbewerb durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern, den Gesellschaften der R+V und eine vollständige, moderne und marktgerechte Produktpalette. Insgesamt rechnet die Gesellschaft auf der Grundlage ihrer operativen Mehrjahresplanung weiterhin mit positiven versicherungstechnischen Ergebnissen in den Jahren 2012 und 2013. Vorausgesetzt, die Großschadenbelastung bleibt weiterhin im Rahmen des Erwartungswertes, wird eine rückläufige bilanzielle Bruttoschadenquote in 2012 erwartet. Die Bruttokostenquote wird sich auf dem Niveau des Jahres 2011 bewegen. FazitInsgesamt ist davon auszugehen, dass die Optima Versicherungs-AG weiterhin erfolgreich an den sich bietenden Marktchancen teilhaben und die anstehenden Herausforderungen gut bewältigen wird. Vor diesem Hintergrund blickt der Vorstand mit Zuversicht in das neue Geschäftsjahr und erwartet ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis. DankDer Vorstand spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der R+V für ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Dem Betriebsrat dankt der Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unsere Vertriebspartner, die unabhängigen Makler und Mehrfachagenten, haben auch im Jahr 2011 wieder einen großen Beitrag zum Erfolg der Optima Versicherungs-AG geleistet. Ein besonderer Dank geht an unsere Versicherungsnehmer für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Ergebnisabführung, BilanzergebnisZwischen der Condor Allgemeine Versicherungs-AG und der Optima Versicherungs-AG besteht mit Vertrag vom 15. Juli 2002 ein Ergebnisabführungsvertrag. Auf Grundlage dieses Vertrages wird das Ziel erreicht, im Rahmen der steuerlichen Organschaft positive und negative steuerliche Ergebnisse auf den Organträger zu übertragen. Das Bilanzergebnis ist ausgeglichen.
Hamburg, 1. März 2012 Der Vorstand Jahresabschluss 2011Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. 1. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f und § 341 g HGB sowie der auf Grund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.
Hamburg, den 24. Februar 2012 Der Verantwortliche Aktuar Claus Scharfenberg Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Der Jahresabschluss 2011 der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden entsprechend ihrer Zugehörigkeit wie sonstige Ausleihungen bewertet. Investmentanteile sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet, soweit sie nicht dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Investmentanteile und Inhaberschuldverschreibungen die gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden, soweit es sich um eine vorübergehende Wertminderung handelt, zum 31. Dezember 2011 mit ihrem nachhaltigen Wert angesetzt. Hierbei wurde zur Ermittlung des nachhaltigen Wertes der Marktwert herangezogen. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung im Umlauf- oder Anlagevermögen nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den Zeitwert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen mit Ausnahme der Namensschuldverschreibungen wurden mit dem Anschaffungswert angesetzt. Die Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Namensschuldverschreibungen und Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Zero-Namensschuldverschreibungen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der kapitalisierten Zinsansprüche bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden durch aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf die individuelle Laufzeit der jeweiligen Anlage zeitanteilig verteilt. Hierbei handelt es sich um die Abgrenzungen auf Namensschuldverschreibungen. Aufgrund der Änderungen nach § 341 c HGB wurden Agio- und Disagiobeträge bei Schuldscheinforderungen und Darlehen und übrigen Ausleihungen auf die jeweiligen Bestandsposten umgebucht. Für die Ermittlung der Zeitwerte wurden in der Regel Börsenkurse respektive Marktpreise oder die Netto-Ertragswertformel nach IDW S1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10 zugrunde gelegt. Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendet worden sind, entsprechen diese den Bestimmungen des § 56 RechVersV. Gemäß § 341 b Abs. 2 HGB sind 4,3 Mio. Euro Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltet auf Basis der Kurse zum 31. Dezember 2011 positive Bewertungsreserven von 30 Tsd. Euro und negative Bewertungsreserven von 263 Tsd. Euro. Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagen belaufen sich auf 788 Tsd. Euro, dies entspricht einer Reservequote von 1,9 %. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden zum Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden soweit erforderlich vorgenommen und aktivisch abgesetzt. Die Bilanzierung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gilt auch für alle übrigen Aktiva. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen. Passiva Die Bruttobeitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind für jeden Versicherungsvertrag grundsätzlich aus den gebuchten Beiträgen nach dem 360stel-System berechnet worden. Die Anteile der Rückversicherer wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt. Bei der Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile wurde das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 20. April 1974 zugrunde gelegt. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Geschäfts wurde für alle bekannten Schadenfälle individuell ermittelt. Die Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden verrechnet. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen oder verursachten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde aufgrund der in den Vorjahren beobachteten Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung erhöht. Die in diesem Posten ebenfalls enthaltene Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde entsprechend dem koordinierten Ländererlass vom 2. Februar 1973 berechnet. Der für die Renten-Deckungsrückstellung verwendete Rechnungszins ist abhängig vom Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zur Rentenzahlung eingetreten ist. Er betrug 3,25 %, falls die Verpflichtung vor 2004 eingetreten ist. Falls sie 2004, 2005 oder 2006 eingetreten ist, wurde ein Rechnungszins von 2,75 % zu Grunde gelegt. Für ab dem Jahr 2007 eingetretene Verpflichtungen betrug der Rechnungszins 2,25 %. In allen Fällen wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR und eine angemessene Verwaltungskostenrückstellung verwendet. Unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft zur Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der Aufgabe des Vereins angesetzt sowie die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge, die Storno- und Drohverlustrückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde einzelvertraglich ermittelt. Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der Vergangenheit errechnet. Die Berechnung der Drohverlustrückstellung erfolgte aufgrund von Vorjahreswerten und einer Prognose des versicherungstechnischen Ergebnisses auf der Basis des Bestands zum Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung von Zinserträgen und Restlaufzeiten. Es ergab sich kein Rückstellungsbedarf. Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Die Rückversicherungsabrechnungen basierten auf den per November vorliegenden Bruttozahlen, die durch Zuschätzungen für den Monat Dezember ermittelt wurden. Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß Anlage zu § 29 RechVersV gebildet. Alle anderen nicht versicherungstechnischen Rückstellungen sind nach § 253 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, soweit die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein Jahr beträgt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2011 wurde der Zinssatz mit Stand Oktober 2011 herangezogen. Andere Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige AngabenDie Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft ist mittelbar ertragsteuerliche Organgesellschaft der R+V Versicherung AG. Da sich die ertragsteuerlichen Konsequenzen aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Bilanzierung beim Organträger ergeben, werden die bei der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 bestehenden Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bildung von latenten Steuern bei der R+V Versicherung AG berücksichtigt (vgl. hierzu Geschäftsbericht 2011 der R+V Versicherung AG). Bei der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft erfolgt daher zum 31. Dezember 2011 kein Ausweis von latenten Steuern. Erläuterungen zu den AktivaEntwicklung der Aktivposten A I. bis II. im Geschäftsjahr 2011
A. Kapitalanlagen
A II. Sonstige Kapitanlagen - Angaben zu Finanzinstrumenten, die über ihren beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden
1) Aufgrund der gegebenen Bonität der
Emittenten und der erwarteten Gewinne der Gesellschaften,
sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch
Marktpreisänderungen bedingt.
A II. Sonstige Kapitanlagen - Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
1) Ermittelter Zeitwert wird auf
Wertstellungsdatum berechnet: Bewertungsparameter Swap- und
Geldmarktkurve.
Strukturierte Produkte wurden in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Die derivativen Bestandteile wurden mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden auf Basis der Modelle Black 76 und Ein-Faktor Hull-White und Zwei-Faktor Hull-White bewertet. D. Andere Vermögensgegenstände
F. Sonstige RechnungsabgrenzungspostenIn diesem Posten wurden im Vorjahr ausschließlich abgegrenzte Agien aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Erläuterungen zu den PassivaA. I. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital von 2.438.000,- Euro ist voll eingezahlt und eingeteilt in 4.600 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Condor Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, hat nach § 20 Abs. 4 AktG das Bestehen einer Mehrheitbeteiligung an unserer Gesellschaft angezeigt. Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden, die R+V Versicherung AG, Wiesbaden, und die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, haben gemäß § 20 Abs. 4 AktG eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft mitgeteilt. A. II. Kapitalrücklage
A. III. Gewinnrücklagen
B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2011
B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2010
B. II . Rückstellungen für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen in Höhe von 142.928,80 Euro wurden von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gemäß § 26 Abs. 2 RechVersV abgesetzt. Entsprechend dem Grundsatz vorsichtiger Bewertung ergab sich aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ein Bruttogewinn in Höhe von 2,9 Mio. Euro. C. I. Sonstige Rückstellungen
E. RechnungsabgrenzungspostenIn diesem Posten wurden im Vorjahr ausschließlich abgegrenzte Disagien aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungI. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2011
I. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2010
I. 2. Technischer Zinsertrag für eigene RechnungDer technische Zinsertrag bei der Renten-Deckungsrückstellung wurde auf Basis des jeweiligen Rechnungszinssatzes der Deckungsrückstellung ermittelt. Als Zinsträger wurde hier das arithmetische Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung zugrunde gelegt. I. 4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
I. 7. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
I. 10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Rückversicherungssaldo
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb. II. 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
II. 4. Sonstige Erträge
II. 5. Sonstige Aufwendungen
II. 7. Außerordentliches Ergebnis
II. 8. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIm Steueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag sind im Saldo Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von 2 Tsd. Euro enthalten (Vorjahr Steuererstattungen 3 Tsd. Euro). Sonstige AngabenAnzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen
Bezüge des Vorstandes und AufsichtsratesFür Mitglieder des Vorstands fielen 2011 keine Gehälter in der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft an. Die Bezüge an Vorstände wurden von der vertragsführenden Gesellschaft, der Condor Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, geleistet. Die damit übernommene Unternehmensführungsfunktion wird im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung abgegolten und ist in den Funktionsbereichskosten enthalten. An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden keine Vergütungen gezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit keine Vergütung. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen VerpflichtungenEs bestehen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften in Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 1.200 Tsd. Euro und in Namensschuldverschreibungen in Höhe von 500 Tsd. Euro (davon gegenüber verbundenden Unternehmen: 500 Tsd. Euro). Darüber hinaus bestehen keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Honorare des AbschlussprüfersFür die Leistungen des Abschlussprüfers wurde für das Geschäftsjahr ein Gesamthonorar in Höhe von 36.247,90 Euro als Aufwand (netto) erfasst (§ 285 Nr. 17 HGB). Das Honorar beinhaltet ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen. Angaben zu nahe stehenden Personen und UnternehmenIm Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Personen und Unternehmen getätigt worden. AufsichtsratDr. Norbert Rollinger - Vorsitzender - Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG Wiesbaden Rainer Neumann - stellv. Vorsitzender - Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG Wiesbaden Peter Weiler Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG Wiesbaden VorstandDr. Edgar Martin Claus Scharfenberg KonzernabschlussDie Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Der Teilkonzernabschluss der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG, Frankfurt, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.
Hamburg, den 1. März 2012 Der Vorstand Dr. Martin Scharfenberg Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Optima Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 2. März 2012 KPMG
AG
Mehren, Wirtschaftsprüfer Horst, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht und beratend begleitet. Zusammenarbeit mit dem VorstandDer Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung der Optima Versicherungs-AG regelmäßig und umfassend informiert. Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2011 in zwei Sitzungen, in denen der Aufsichtsrat am 1. Juni 2011 und 18. November 2011 zusammentrat, sowie durch vierteljährliche schriftliche Berichte. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes entgegengenommen und erörtert. Alle Maßnahmen, welche die Beschlussfassung des Aufsichtsrates erfordern, wurden eingehend beraten. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt. Im Vordergrund der Berichterstattung standen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und -perspektive sowie die Finanzkennzahlen. In besonderer Weise erörterte der Aufsichtsrat die Kapitalanlagepolitik des Vorstands vor dem Hintergrund der Euro- und Staatsschuldenkrise. Schwerpunkte der Besprechungen und Diskussionen im Aufsichtsrat bildeten ferner die Geschäftsentwicklung, die Marktpositionierung, die Integration der Gesellschaft in die R+V sowie strategische Maßnahmen zur Unternehmens- und Produktentwicklung. Darüber hinaus wurde über die Risikostrategie und das Risikomanagementsystem berichtet. Feststellung des JahresabschlussesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 eingehend geprüft. Hierzu lag der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor. An der Sitzung des Aufsichtsrates am 8. Mai 2012 nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers teil. Sie berichteten dem Aufsichtsratsplenum zusammenfassend über die Prüfungsergebnisse und standen für alle zusätzlichen Erläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 keine Einwendungen erhoben und sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Wiesbaden, den 8. Mai 2012 Der Aufsichtsrat Dr. Norbert Rollinger, Vorsitzender |
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