Musashi Holdings Europe GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Schartmann seit 25.8.2025 | Prokura |
Daniel Zander seit 18.6.2024 | Prokura |
Stefan Preuße seit 26.5.2023 | Prokura |
Torsten Subke seit 30.1.2023 | Prokura |
Simon Beckers seit 16.11.2022 | Geschäftsführer |
David Beckers seit 13.7.2022 | Geschäftsführer |
Harald Wambsganss seit 12.7.2018 | Prokura |
Stefan Himmel seit 27.10.2017 | Prokura |
Nils Barthelmeh seit 9.5.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Musashi Europe GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Musashi Luechow GmbHBad SobernheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Angaben zur Gesellschaft und zum Geschäftsmodell Die Musashi Luechow GmbH mit Sitz in Bad Sobernheim betreibt ein Schmiedewerk am Standort Lüchow (Wendland). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Deutschland. Die Produktion findet ausschließlich am Standort in Lüchow statt. Seit 2016 gehört die Gesellschaft zur Unternehmensgruppe der japanischen Musashi Seimitsu Industry Co., Ltd. ("Musashi") sowie dem Minderheitseigentümer und ebenfalls japanischen Co-Investor Sumitomo Corporation. Insofern lag und liegt weiterhin ein Fokus auf einer nachhaltigen Integration in die Musashi-Gruppe. Die Inhalte haben sich hierbei auf verschiedene operative Bereiche erweitert (z.B. Nutzung von Musashi Know-how bzgl. Produktionssystemen oder die Harmonisierung von IT-Systemen). Die Gesellschaft ist Teil des europäischen Segments der Musashi-Gruppe, im Folgenden "Musashi Europe" Musashi Europe ist ein europäischer Hersteller von warmgewalzten nahtlosen Ringen, Achsantriebs- und Tellerrädern für Differentialgetriebe, sowie von einbaufertigen Differenzialen und Parksperrenrädern. Die Gesellschaft produziert mittels Horizontalschmiedepressen (Hatebur-Anlagen) und Ringwalzwerken. Die mögliche Bandbreite der Rohlingsgewichte reicht von 50 bis 7.500 g und hinsichtlich des Rohlingsdurchmessers bis maximal 185 mm. Die Ringwalzwerke sind derzeit auf eine maximale Durchmessergröße von 230 mm ausgelegt. Die maximale Ringbreite beträgt 80 mm. 2. Ziele und Strategien Der Wandel in der Automobilindustrie hinsichtlich der Zunahme von Elektromobilität wird zunehmend sichtbar, und bei Kundenanfragen für neue Projekte sehr deutlich. Dies birgt Risiken für Teile des Produktportfolios, aber auch Chancen. Erklärtes Ziel ist es unverändert, das Produkt- und Technologiespektrum durch Umsetzung der 2018 entwickelten Strategie kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern, auf die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und somit den Grundstein für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu legen. Die dafür auch organisatorisch notwendigen Anpassungen und Veränderungen wurden Anfang 2018 eingeleitet und werden konsequent weiterverfolgt. In 2019 wurde beispielsweise der Bereich Forschung und Entwicklung gegründet. Ziel ist es, durch Vernetzung mit Musashi Japan, auch in Europa den Zugang zu Kunden möglichst früh im Applikations-Entwicklungsprozess sicherzustellen. 3. Steuerungssystem Das Unternehmenssteuerungssystem ist darauf ausgerichtet, die Gesellschaft langfristig gestärkt und wettbewerbsfähig am Markt zu positionieren, indem Wachstumschancen und -potentiale identifiziert und umgesetzt werden. In diese Strategie sind alle Tochtergesellschaften der Musashi Europe eingebunden, da diese in der Fertigung sehr eng zusammenarbeiten. Weiterhin wird die Musashi Europe-Gruppe seit der Übernahme zunehmend in das Steuerungssystem der globalen Musashi-Gruppe eingebunden. Bestandteile sind hierbei zum Beispiel interne Strukturen wie regelmäßige Management-Audits an den Standorten der Gesellschaften, Audits durch den japanischen Mutterkonzern oder die Einführung der J-SOX-Prozesse und -Standards. Die Einbindung in diese internationalen Steuerungsstrukturen wurde in 2023 ausgeweitet. Die im Unternehmen eingesetzten Steuerungsgrößen für die Geschäftsprozesse orientieren sich an den Interessen und Ansprüchen der Eigentümer und Kapitalgeber, d.h. auf Basis der Renditeerwartungen erfolgt die Steuerung durchgehend langfristig ertragsorientiert. Gewährleistet wird dies durch die kontinuierliche Optimierung und ständiges Überwachen der wesentlichen Kosten und Umsatzerlöse. Eine konsequente Überwachung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Vorratsbestände gehört ebenfalls dazu. Wichtige Kennzahlen sind dabei: Umsatzerlöse, operatives Betriebsergebnis (EBIT) und Jahresüberschuss (Net Income). 4. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung bei Musashi Europe richten sich unverändert vorwiegend darauf, technisch passende Produktlösungen anzubieten, die auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Im Zuge der wachsenden Elektrifizierung im Antriebsstrang von PKW und zukünftig auch LKW, gewinnt die Herstellung neuer Produkte, wie z. B. Hohlwellen für elektrische Achsen, Zwischenwellen, Stirnräder und Differentiale im Elektroantrieb, zunehmende Bedeutung. Hierbei geht es einerseits um die Gewährleistung bestimmter Produkteigenschaften und andererseits um die technische Herstellbarkeit zu wettbewerbsfähigen Kosten im Rahmen einer Großserienfertigung. Musashi Europe greift dabei vorwiegend auf Ressourcen in den zentralen Entwicklungsabteilungen bei Musashi in Japan zurück. Die entsprechenden Aktivitäten innerhalb der Musashi Europe Organisation werden durch eine eigene zentrale Engineering Abteilung gesteuert. Diese koordiniert die Entwicklungstätigkeiten mit Musashi in Japan und unterstützt die Industrialisierung von Projekten innerhalb der Musashi Europe Werke. Um die Wissensbasis in Europa zu stärken, besteht ein Austausch von Ingenieuren zwischen Japan und Europa sowie zwischen den europäischen Werken. Dieser Austausch konnte im Geschäftsjahr 2023 erneut verstärkt werden, um den Wissenstransfer von Japan nach Europa intensiver zu fördern. Musashi in Europa wird auch zukünftig auf die Ressourcen im Konzern zurückgreifen können, um die eingesetzte Fertigungstechnologie weiterzuentwickeln, Verbesserungen in der Produktion vorzunehmen (KAIZEN) und um neue Fertigungsverfahren zu ergänzen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Konjunktur hielt sich laut Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, nach einer Abschwächung in 2022, im Verlauf des Jahres 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Weltproduktion ist in 2023 um 3,1 Prozent gestiegen. Insgesamt ist die Weltwirtschaft um ca. 2,1 Prozent gewachsen nach einem Wachstum von 3,1 Prozent im vergangenen Jahr. Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Energiepreise haben sich im Vergleich zu 2022 etwas erholt und sind wieder auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, bleiben aber angesichts der anhaltenden Krisen- und Konfliktsituationen weltweit weiterhin volatil. Dadurch werden die energieintensiven Bereiche wie die Schmieden von Musashi Europe wieder teilweise entlastet, während das Beschaffungsrisiko weiterhin besteht. Insbesondere die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiterhin entspannt. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 bieten erstmalig Nährboden für einen Erholungskurs der Industrie nach Einbruch durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020. Während die Nachwehen der Pandemie, der Einfluss des Ukrainekrieges sowie die Knappheit in der Halbleiterbeschaffung als Residuale für das Unternehmen definiert werden können, sorgen anhaltend hohe Inflation, hohe PKW-Preise sowie steigende Importe für eine eingeschränkte Nachfrage bei den einheimischen Herstellern. So konnte das Produktionsniveau in West- und Zentraleuropa von 2016 mit 20,2 Millionen produzierten Fahrzeugen erneut nicht erreicht werden. Laut S&P Global Mobility (ehem. IHS Markit) lag das Produktionsniveau im Jahr 2023 im entsprechenden Absatzmarkt bei 16,6 Millionen Fahrzeugen, was weiterhin einen Einbruch von 18% versus 2016 darstellt. Auch im deutschen Heimatmarkt zeichnet sich ein vergleichbares Bild ab. Laut S&P Global Mobility beläuft sich der Einbruch der PKW-Produktion hier auf fast 30% im gleichen Vergleichszeitraum und ist damit stärker als im Europavergleich. Besonders hervorzuheben sind die zunehmenden Markteintritte chinesischer Hersteller, welche durch die beschriebene Internationalisierung verstärkt als Wettbewerb auftreten und in 2023 europäische Nachfrage teilweise über Importe bedienten. Das Bild auf dem Markt für Nutzfahrzeuge in Europa, welcher für Musashi Europe neben dem PKW-Geschäft ebenfalls eine elementare Rolle spielt, gestaltete sich zwar positiver, aber die Produktion liegt weiterhin unter Vor-Corona-Niveau. Vor der Corona- Pandemie im Jahr 2020 wurden im Jahr 2019 laut dem europäischen Automobilverband 365.000 Nutzfahrzeuge >3,5 t verkauft. Demgegenüber waren es im Jahr 2023 347.000 Einheiten, was einen Rückgang von 4,9% bedeutet. Gegenüber dem Vorjahr 2022 hat sich der Nutzfahrzeugmarkt in Europa allerdings erholt mit einem Plus von 16,3%. Zusammenfassend betrachtet befindet sich der Nutzfahrzeugmarkt auf einem schnelleren Erholungspfad als der PKW-Markt, allerdings rechnet Musashi Europe mit einer ersten Abkühlung der Nachfrage für das kommende Geschäftsjahr. 3. Geschäftsverlauf Umsatz Der Umsatz der Musashi Luechow GmbH stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rd. 3,7% von 154,8 m EUR auf 160,5 m EUR. Jahresergebnis Das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) liegt mit 4,6 m EUR über den 2,7 m EUR des Vorjahres und ist somit um 1,8 m EUR angestiegen, wobei hierin 1,4 m EUR Sondereffekte aus der Zuschreibung von Festwerten sowie aus Erträgen aus dem Strompreisbremsgesetz enthalten sind. Vergleich mit der Vorjahresprognose Die Geschäftsführung erwartete für das Geschäftsjahr 2023 einen leichten Umsatzanstieg, welcher jedoch weitestgehend auf weitere Inflationseffekte zurückzuführen ist, während mit Produktionsvolumina auf Vorjahresniveau gerechnet wurde. Zudem wurde eine deutliche Ergebniserholung geplant. Beide Erwartungen sind wie zuvor beschrieben eingetreten. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 wird insgesamt als zufriedenstellend eingeschätzt. 4. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Gesellschaft hat bei einem Umsatz von 160,5 m EUR (Vorjahr 154,8 m EUR), einem Bestandsabbau von 1,0 m EUR (Vorjahr Bestandsaufbau von 3,5 m EUR) und sonstigen betrieblichen Erträgen von 1,8 m EUR (Vorjahr 0,4 m EUR) eine Gesamtleistung von 161,3 m EUR nach EUR 158,7 m EUR im Vorjahr erzielt. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf 122,0 m EUR nach 119,3 m EUR im Vorjahr, was einer Materialaufwandsquote von 75,7% im Verhältnis zur Gesamtleistung nach 75,2% im Vorjahr entspricht. Der Personalaufwand verringerte sich um 2,2 m EUR auf 22,6 m EUR. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich von 290 auf 288 reduziert. Die Abschreibungen sind mit 1,6 m EUR um 0,2 m EUR über dem Vorjahresniveau (1,4 m EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 10,1 m EUR fast unverändert auf Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis hat sich im Wesentlichen durch die gestiegenen Zinssätze gegenüber dem Vorjahr von -0,2 m EUR auf -0,1 m EUR verbessert. Vor Ergebnisabführung wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 4,6 m EUR nach 2,7 m EUR im Vorjahr erzielt. Finanzlage Verbindlichkeiten bestehen grundsätzlich in Euro. Sämtliche Unternehmen der Musashi Europe-Gruppe sind untereinander im Rahmen eines Cash-Poolings verbunden, wobei die Muttergesellschaft Musashi Europe GmbH als Cash-Poolführerin fungiert. In vereinfachter Ermittlung wurde ein positiver Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen sowie Veränderung der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen) in Höhe von 8,3 m EUR erzielt. Zum Stichtag bestehen liquide Mittel in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr 0,5 m EUR). Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,6 m EUR auf 68,9 m EUR reduziert. Das Anlagevermögen ist dabei um rund 1,7 m EUR auf 12,9 m EUR gestiegen und setzt sich aus immateriellen Vermögensgegenständen (0,1 m EUR, Vorjahr 0,1 m EUR) und Sachanlagevermögen (12,8 m EUR, Vorjahr 11,0 m EUR) zusammen. Das Vorratsvermögen hat sich um rund 2,6 m EUR von 26,5 m EUR auf 23,9 m EUR verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 0,4 m EUR verringert und belaufen sich auf 8,2 m EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 12,0 m EUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken und betragen 10,3 m EUR. Hingegen haben sich die Forderungen gegen Gesellschafter von 0,0 m EUR auf 10,1 m EUR erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 1,1 m EUR auf 2,8 m EUR erhöht. Das Eigenkapital beläuft sich aufgrund des Gewinnabführungsvertrags auf unverändert 23,5 m EUR, die Eigenkapitalquote hat sich leicht von 32,9% auf 34,2% verbessert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse hat sich von 16 TEUR im Vorjahr auf 12 TEUR verringert. Die Rückstellungen haben sich um 2,2 m EUR erhöht und umfassen Rückstellungen für Pensionen (29,9 m EUR nach 28,5 m EUR im Vorjahr) sowie sonstige Rückstellungen (4,1 m EUR nach 3,3 m EUR im Vorjahr). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 6,4 m EUR im Vergleich zu 12,7 m EUR im Vorjahr deutlich gesunken, wohingegen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 0,1 m EUR nur leicht reduziert haben (Vorjahr 0,2 m EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben sich um 1,8 m EUR erhöht und betragen zum Bilanzstichtag 4,6 m EUR (Vorjahr 2,7 m EUR). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stellt sich insgesamt als zufriedenstellend dar. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung stellen für Musashi Luechow neben dem EBIT, dem Umsatz und dem Free Cashflow des Industriegeschäfts auch die Investitionen bedeutsame finanzielle Indikatoren dar. Diese werden monatlich gemessen und die Entwicklung gegen- über Vorjahr sowie insbesondere gegen- über dem Budget analysiert. 6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren werden in der Musashi Europe Gruppe auch verschiedene nichtfinanzielle Größen für die Steuerung des Unternehmens genutzt. Von besonderer Bedeutung sind hierbei der Absatz der Produkte, der auch als Basis für die Kapazitäts- und Personalplanung eingesetzt wird, sowie die Beschäftigtenzahl. Weiterhin wird, da die Musashi Europe Gruppe eine produzierende Unternehmensgruppe ist, der Output der Maschinen und Produktionslinien sehr engmaschig beobachtet (z.B. als Teile pro Tag oder Teile pro Stunde). C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Auch wenn das 1. Quartal 2024 bei den Gesamtzulassungen in der europäischen Union mit 4,4% über dem Vorjahresquartal liegt, bleiben die Aussichten für die Automobilindustrie weiterhin getrübt. Erneute Volumeneinbußen für Musashi Europe, getrieben durch hohe Fahrzeugpreise, geringere Nachfrage sowie durch eine weiterhin stark beschleunigte Marktdurchdringung von batterieelektrischen Fahrzeugen, können daher nicht ausgeschlossen werden. Für den Nutzfahrzeugmarkt ist eine erste Abkühlung zu erwarten, nachdem die letzten drei Jahre von starker Nachfrage geprägt waren. Basierend auf den Auftragsbüchern scheint diese starke Nachfrage zu sinken, was sich auch im Abrufverhalten der LKW-Kunden von Musashi Europe widerspiegelt. Darüber hinaus entwickelt sich die Elektrifizierung im Antriebsstrang von Nutzfahrzeugen wesentlich langsamer als es im PKW-Bereich zu betrachten ist. Dies äußert sich vor allem in den vom europäischen Automobilverband veröffentlichten Marktanteilen, bei welchen elektrisch zu ladende Nutzfahrzeuge lediglich 1,5% der Gesamtzulassungen in Europa darstellen. Diese Entwicklung stellt dementsprechend keine kurzfristige Gefährdung für das verbrennerlastige Produktportfolio von Musashi Europe im entsprechenden Geschäftsbereich dar. Im Zuge der Elektrifizierung im PKW-Bereich ergeben sich kontinuierlich neue Potenziale. Geplante Umsätze und Absätze im elektrifizierten Bereich werden mit starkem Wachstum prognostiziert. Eine verstärkte Marktdurchdringung der entsprechenden Technologie sowie Modelle mit höherer Erschwinglichkeit für eine breite Konsumentenschicht könnten dafür sorgen, dass die Nachfrage auf Konsumentenseite weiterhin steigt und die Nachfrage nach Verbrennern weiter fällt, auch wenn viele der Hersteller aktuell zumindest vorübergehend wieder stärker zum Verbrenner umzuschwenken scheinen. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Umsatzrückgang, welcher durch sinkende Umsätze im LKW-Bereich und in weiteren Nicht-PKW-Bereichen sowie einer sinkenden Inflation getrieben sein wird. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis (vor Ergebnisabführung) auf Niveau des Vorjahres erwartet. Mit der unverändert soliden Finanzkraft der globalen Musashi-Gruppe ist weiterhin eine stabile Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gegeben. Abschließend wird an dieser Stelle nochmals bestätigt, dass der Geschäftsverlauf, die Geschäftsergebnisse und die Lage der Gesellschaft entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen dargestellt und wesentliche Chancen und Risiken beschrieben sind. 2. Risikobericht (inklusive Angaben zum Risikomanagementsystem) Die Musashi Europe-Gruppe ist ein internationaler Zulieferer in der Automobilindustrie, mit Schwerpunkt in Europa. Somit unterliegen die geschäftlichen Tätigkeiten von Musashi Europe den üblichen Risiken in der Automobilindustrie, wie z. B. starken Nachfrageschwankungen im PKW- und im LKW-Markt. Aktuell bestehen darüber hinaus weitere Risiken in einer anhaltend hohen Inflation, welche sich in einer sinkenden Kaufkraft sowie weiterhin hohen PKW-Preisen äußert sowie in einer Nachfrageverschiebung hin zu Nicht-EU-Herstellern. Ferner befindet sich die gesamte Branche in einem Prozess der Technologietransformation von Verbrennungsmotoren mit komplexen Getrieben hin zu batterieelektrisch und mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen mit einfachen Untersetzungsgetrieben. Hiervon ist Musashi in besonderer Weise betroffen, da aktuell noch viele Teile produziert und verkauft werden, welche zur Produktion komplexer Getriebe benötigt werden. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Entwicklung hin zu batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen erneut stark beschleunigt. Nahezu alle namhaften Fahrzeughersteller in Europa haben angekündigt, die Produktion von Verbrennungsmotoren innerhalb der kommenden zehn Jahre vollständig aufgeben zu wollen. Darüber hinaus hat die europäische Union nun ein offizielles Verbot der Verbrennertechnologie beschlossen, welches mit 2035 das erste Jahr avisiert, in welchem keine neuen PKW mit Verbrennermotor mehr verkauft werden dürfen. Wenngleich die Nachfrage nach Teilen für Elektroachsen bei Musashi derzeit stetig wächst, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Zuwächse bei Teilen im Elektroantrieb die Rückgänge bei Teilen in verbrennungsmotorisch betriebenen Fahrzeugen nicht vollständig ausgleichen können. Vor diesem Hintergrund werden bei Musashi Europe weiterhin detaillierte Analysen erstellt, die untersuchen, welche negativen Auswirkungen die Elektrifizierung auf die einzelnen Werke bei Musashi in Europa haben wird, welche Potenziale im Elektroantrieb vorhanden sind und welche Möglichkeiten für eine zukünftige Belieferung in alternative Märkte bestehen. Auf Basis dieser Analysen sind individuelle Zukunftspläne je Standort entwickelt worden, die eine entsprechende Neuausrichtung umfassen und auf deren Basis bereits erste Projekte zur Erhöhung der Zukunftstauglichkeit umgesetzt bzw. gestartet wurden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Beschäftigtenzahlen in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken werden und hat daher im Mai 2022 einen Transformations-, Zukunfts- und Sozialtarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen, der Regelungen für zukünftig ggf. notwendige Anpassungsmaßnahmen enthält. Das Risikomanagement, welches Bestandteil der Geschäftsprozesse ist und als wesentliches Element die unternehmerischen Entscheidungen mit beeinflusst, wird in den letzten Jahren durch verstärkte Marktforschung und spezielle Beobachtung des Automobilmarktes unterstützt. Hier wird auch regelmäßig mit dem Mutterkonzern in Japan zusammengearbeitet. Auswirkungen solcher Analysen sind z. B. bei Investitionsentscheidungen zu sehen oder der Initiierung von strategischen Projekten sowie Initiativen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Stärker als früher werden diese in einen globalen Kontext der Musashi-Gruppe einbezogen. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf bestandsgefährdende und andere wesentliche Risiken ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Musashi-Gruppe eingebettet. Daher wird hierzu auch auf die Berichterstattung im Lagebericht des japanischen Mutterkonzerns verwiesen. Als besonderes Ziel leitet sich daraus ab, frühzeitig über Indikatoren zur Erkennung potenzieller Risiken zu verfügen. Nach den Erfahrungen aus der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 sowie aus der Corona-Pandemie wird dieser Thematik besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Im operativen Geschäft als Automobilzulieferer in der Warmumformung und Metallbearbeitung liegen die hauptsächlichen Risiken nach wie vor in der Entwicklung der Stahlpreise (Vormaterial), inklusive Schrott- und Legierungszuschläge, sowie in der Durchsetzbarkeit der Verkaufspreise gegenüber den Abnehmern. Durch die weiterhin hohe Preisinflation insbesondere im Energiebereich und bedingt dadurch auch beim Vormaterial Stahl sowie im Werkzeug- und Transportbereich besteht weiterhin ein Risiko der tatsächlichen Weitergabe von Preissteigerungen an die Abnehmer. Aus diesem Grund wird diesem Geschäftsrisiko weiterhin höchste Aufmerksamkeit seitens der Geschäftsführung gewidmet. Analyse- und Reportingtools wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut verbessert, um die Transparenz von Kostensteigerungen auf Kunden- und Produktebene für die Geschäftsführung zu steigern und entsprechende Preisverhandlungen fortführen zu können. Angebots- und Nachfrageschwankungen auf den Zuliefer- bzw. Rohstoffmärkten können zu Lieferengpässen, Qualitätsmängeln bei der Roh- und Fertigware und erhöhten Logistik- und Herstellungskosten führen, die nicht oder nicht vollständig über höhere Preise kompensiert werden können. Ein konjunkturelles Risiko ist ebenfalls vorhanden, was sich in schwachen Wachstumserwartungen für die europäische Wirtschaft widerspiegelt. Da die Gesellschaft mittelbar über ihre Muttergesellschaft teilweise außenfinanziert ist, bestehen Liquiditäts- und/oder Zinsänderungsrisiken. Zur Absicherung der Liquiditätsrisiken kann Musashi Europe jedoch auf eine Patronatserklärung der japanischen Muttergesellschaft zurückgreifen. Zusätzlich sind die vorhanden Kreditlinien durchweg durch Garantieerklärungen der japanischen Muttergesellschaft Musashi Seimitsu Industry Co., Ltd. abgesichert. Aufgrund der Kundenstruktur, unterstützt durch eine im Jahr 2019 abgeschlossene Warenkreditversicherung, werden aktuell keine wesentlichen Ausfallrisiken für das Geschäft der Musashi Europe Gruppe gesehen. Ein Währungsrisiko besteht de facto nicht, da alle Fakturierungen in Euro erfolgen. Rechtliche Risiken resultieren typischerweise aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht, gewerblicher Rechtsschutz sowie aus Produkthaftung und Gewährleistung. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken, soweit erforderlich, durch den eigenen Justiziar, die jeweiligen Fachabteilungen sowie unter Einbeziehung externer Spezialisten analysiert. Zusammenfassung der Risikolage Zusammenfassend bestehen keine Risiken, die die Gesellschaft zum Aufstellungszeitpunkt in ihrem Bestand ernsthaft gefährden. Gleichwohl werden die Unternehmensstrukturen vor dem Hintergrund der technologischen Marktveränderungen überprüft und entsprechend angepasst. 3. Chancenbericht (inklusive Angaben zum Chancenmanagementsystem) Im Zuge der weiter voranschreitenden Konsolidierung des Marktes für Schmiedeteile im Automobilsektor bestehen Chancen für Musashi, bestehende Marktanteile auszuweiten und entsprechendes Neugeschäft zu generieren. Musashi ist technologisch im Wettbewerbsvergleich breit aufgestellt. Neben der vertikalen und horizontalen Warmschmiedetechnologie kommen unterschiedliche Verfahren der Wärmebehandlung zum Einsatz. In weiteren Fertigungsstufen werden Schmiederohlinge durch Musashi zerspanungstechnisch bearbeitet. Ferner umfasst das Leistungsspektrum auch die Kaltumformung und Zerspanung von (Hohl-) Wellen sowie Zwischenwellen für Elektroantriebe. Darüber hinaus ist Musashi global in allen wichtigen Automobilmärkten vertreten und somit in der Lage, seine Kunden je nach Anforderung aus lokaler Fertigung zu versorgen. Innerhalb der vergangenen Jahre wurde bei Musashi in Europa bewusst in Fertigungstechnologien investiert, die auf die Produktion von Schmiedeteilen im Elektroantrieb ausgerichtet sind. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 erste Modifikationen von bestehenden Maschinen durchgeführt, um diese zukunftstauglich zu gestalten. Weitere Investitionen für zusätzliche Modifikationen wurden bereits freigegeben und die Projekte entsprechend vorangetrieben. Ziel des Chancenmanagements ist es, die zum Beispiel im Zuge der Elektrifizierung des Antriebsstrangs neu entstandenen Teilepotenziale mit den jeweiligen Wachstumschancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für Musashi zu nutzen. Durch das Ergreifen von Chancen sollen geplante Ziele abgesichert oder übertroffen werden. Im Chancenmanagement werden auch relevante, umsetzbare Chancen betrachtet, die bisher nicht in eine Planung eingeflossen sind. Im Sinne eines Chancenmanagementsystems werden systematisch mögliche Geschäftschancen katalogisiert und nachverfolgt. Beispiele hierfür wären Potenziale in benachbarten Schmiedemärkten (sog. E- Bikes oder auch Pedelecs), Neugeschäft aus der Marktkonsolidierung sowie die Lokalisierung globaler Geschäftsmodelle des Mutterkonzerns in Europa. Ausgangspunkt sind hier insbesondere Vertriebsaktivitäten. Für 2024 ist weiterhin die Fortführung eines systematischen Innovations- und Geschäftsentwicklungsprozesses vorgesehen. Intern unterstützt wird die Geschäftsführung hierbei insbesondere durch den Unternehmensbereich "Management Projects & Strategy".
Bad Sobernheim, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung der Musashi Luechow GmbH gez. Takayuki Miyata gez. Simon Beckers gez. Marko Löwentraut gez. David Beckers Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke im Anhang gemacht. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführungstätigkeit aufgestellt. 2. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Musashi Luechow GmbH mit Sitz in Bad Sobernheim im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 20246 eingetragen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren linear vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (2 - 50 Jahre) linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für die Schmiedewerkzeuge (Grund- und Kontaktwerkzeuge) wurden Festwerte gebildet. Erhaltene Investitionszuschüsse wurden anteilig den Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens zugeordnet, für welche die Gesellschaft Fördermittel erhalten hat. Dieser Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der korrespondierenden Anlagegegenstände aufgelöst. Die Gesellschaft hat den Bruttoausweis gewählt, und somit auf die Ausübung des Wahlrechts verzichtet, den Investitionszuschuss direkt von den Anschaffungskosten abzusetzen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die erfolgswirksame Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten und fortgeführt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Heubeck "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum Bilanzstichtag verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 2,75 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % (Vj. 2,00 %) berücksichtigt. Für die Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen des Einflusses steuerrechtlicher Maßnahmen auf das Jahresergebnis und der daraus resultierenden künftigen Belastung Das Ergebnis wurde im Berichtszeitraum durch Auflösungen von aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften gebildeten Sonderposten wie folgt beeinflusst:
4. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Es wurden im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 0) für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.000 und ist vollständig eingezahlt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 504. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.346, Vj. TEUR 1.268), Urlaubsansprüche (TEUR 341, Vj. TEUR 301), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 323, Vj. TEUR 323), Treueprämien (TEUR 371, Vj. TEUR 362), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 354, Vj. TEUR 346), Zeitkonten (TEUR 126, Vj. TEUR 255) sowie Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 161, Vj. TEUR 109) gebildet. Verbindlichkeiten
Wie im Vorjahr gibt es keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr und keine gestellten Sicherheiten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Schadensfällen TEUR 2 (Vj. TEUR 201), Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 306, Vj. TEUR 31), Erlöse aus der Zuschreibung von Festwerten (TEUR 408, Vj. TEUR 0) sowie aus den Erträgen aus dem Strompreisbremsgesetz (TEUR 989, Vj. TEUR 0). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 306 (Vj. TEUR 48) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Verbundbereich (TEUR 4.427, Vj. TEUR 5.096), Aufwendungen für Reparatur (TEUR 4.279, Vj. TEUR 3.913), Miet- und Leasingkosten (TEUR 139, Vj. TEUR 83), Personalnebenkosten (TEUR 447, Vj. TEUR 383), Gebühren und Beiträge (TEUR 417, Vj. TEUR 329), Beratungskosten (TEUR 130, Vj. TEUR 138) sowie um Aufwendungen zur Ausbuchung einer nicht werthaltigen Forderung (TEUR 30, Vj. TEUR 0). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 126 (Vj. TEUR 146) periodenfremden Aufwendungen enthalten. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn Hierbei handelt es sich um den aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinn an die Musashi Europe GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 4.563. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Außergewöhnliche Erträge sind in Höhe von TEUR 989 für Zuschüsse aus dem Strompreisbremsgesetz sowie in Höhe von TEUR 408 für die Anpassung von Festwerten aufgrund der durchgeführten Inventur angefallen. 6. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist gesamtschuldnerischer Mithafter aus dem Kreditvertrag zwischen der Musashi Europe GmbH, Frankfurt am Main, als Darlehensnehmer und der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, sowie der MUFG Bank (Europe) N.V., Düsseldorf, als Darlehensgeber. Die Restschuld zum Stichtag beträgt TEUR 2.766. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der bestehen Liquiditätsausstattung der Darlehensnehmerin als unwahrscheinlich eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 16.723, die folgenden Sachverhalte betreffen:
Die Verträge enden zwischen 2024 und 2026. Außerbilanzielle Geschäfte Factoring
Operating Leasing
Langfristige Strom- und Gasbezugsverträge
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor. Ausschüttungssperre Für die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 1 eine theoretische Ausschüttungssperre sowie für den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 504 eine Gewinnausschüttungssperre, die jedoch aufgrund der frei verfügbaren, für Ausschüttungen auflösbaren Rücklagen entsperrt wird. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende/Praktikanten):
Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren folgende Personen im Geschäftsjahr bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe bezüglich der Aufwendungen für die Mitglieder der Geschäftsführung im Berichtszeitraum unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB, da nur Marko Löwentraut eine Vergütung für seine Tätigkeit von der Gesellschaft erhalten hat. Zum Bilanzstichtag wurden den Mitgliedern des Geschäftsleitungsorgans keine Kredite oder sonstige Vorschüsse gewährt. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 61 und umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Die Berichtsgesellschaft wird als 100-prozentiges Tochterunternehmen vollständig in den Konzernabschluss der Musashi Seimitsu Industry Co., Ltd., Toyohashi, Aichi / Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. In Ausübung der Befreiungsvorschrift nach §§ 291, 292 HGB in Verbindung mit der Verordnung über befreiende Konzernabschlüsse von Mutterunternehmen in einem Drittstaat (KonBefrV) hat das oberste inländische Mutterunternehmen, die Musashi Holdings Europe GmbH, Frankfurt am Main, auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts verzichtet. Der befreiende Konzernabschluss der Musashi Seimitsu Industry Co., Ltd., Toyohashi, Aichi / Japan, wird nach den Japanese Generally Accepted Accounting Principles (J-GAAP) aufgestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Musashi Seimitsu Industry Co. Ltd., Toyohashi, Aichi / Japan, werden in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Ergebnis wird entsprechend des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschafterin Musashi Europe GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Bad Sobernheim, 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung der Musashi Luechow GmbH gez. Takayuki Miyata gez. Simon Beckers gez. David Beckers gez. Marko Löwentraut Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Musashi Luechow GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Musashi Luechow GmbH, Bad Sobernheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Musashi Luechow GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 5. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
gez. Sommerrock, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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