Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 521796
Eingetragen
5.2.1998
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung, Verpackung und der Vertrieb von Arzneimitteln, Tierarzneimitteln und anderen Produkten sowie Dienstleistungen für Partner im Gesundheitswesen. Die Gesellschaft darf auch andere verwandte Geschäfte betreiben. Sie kann andere Unternehmen erwerben, pachten, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes dienlich sein können.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Andrea Wahl
seit 2.6.2020
Prokura
Martina Hartmann
seit 2.6.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sylvia Weimer-Hartmann
Rastatt
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Biokanol Pharma GmbH

Rastatt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 31.12.2023

Biokanol Pharma GmbH, Rastatt

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht/Betriebsstätte

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Biokanol Pharma GmbH ist ein mittelständisches Pharmaunternehmen mit Sitz in Rastatt. Der Hauptsitz befindet sich in Rastatt, eine Betriebsstätte seit Anfang 2021 in Ötigheim. Stetig zunehmende Aufträge erforderten die Erweiterung des Geschäftsbetriebes.

Mit langjähriger Erfahrung (seit Gründung im Jahr 1998) übernimmt Biokanol Pharma den kompletten Service für Arzneimittel: Verpacken, Umpacken, Serialisieren, Verschließen mit Tamper-Evident-Etiketten, Einschrumpfen im Volleinschlag auf der einen Seite und Distribution sowie Vertrieb incl. Inkasso als Dienstleistung. Auf Sonderwünsche dieser Bearbeitungen ist die Biokanol Pharma GmbH spezialisiert.

Darüber hinaus bringt Biokanol Pharma Eigenprodukte für Mensch und Tier im In- und Ausland auf den Markt.

Ein modernes Pharmalager in Ötigheim mit 5.000 qm Grundfläche und nahezu 8.000 Palettenplätzen steht zur Verfügung, die Ware kann gelagert sowie versendet werden. Auch für die Auftragsherstellung ist dort genügend Platz für das Einlagern von Ausgangsmaterialien sowie von Fertigprodukten vorhanden.

Empfänger für den Vertrieb sind u. a. der Pharmagroßhandel, Apotheken, Tierärzte und Endverbraucher. Etwa 20 Millionen Packungen mit unterschiedlichsten Produkten werden jedes Jahr - auch überregional - mit steigender Tendenz ausgeliefert.

Biokanol Pharma versteht sich als Fullservice-Dienstleister und bietet seinen Kunden durchdachte und effiziente Komplettlösungen aus einer Hand. Von der Verpackungsverarbeitung bis zur Lieferung inkl. Rechnungsstellung und Inkasso reicht das Angebotsspektrum.

Dieses gesamte Produkt- und Leistungsspektrum sichert den Kunden von Biokanol Pharma dauerhaft Wettbewerbsvorteile und sorgt für eine gute Kundenbindung.

Alle für den Umgang mit Arzneimitteln erforderlichen Zertifikate wie GMP-Zertifikat, Herstellerlaubnis, Importerlaubnis nach § 72a AMG sowie die Großhandelserlaubnis gem. § 52a AMG (GDP-Zertifikat) liegen vor.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung ist die Biokanol Pharma nicht involviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Insgesamt ist eine Konzentration der Pharmahersteller in Deutschland zu verzeichnen. Dies hat viele Gründe, es ist eine Kombination aus allgemeinen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen, die sich auf die Pharmahersteller belastend auswirken. Immer strengere Auflagen bezüglich der Qualitätsstandards für Beschaffung, Herstellung, Lagerung und Versand, hoher Preisdruck auf die Arzneimittel (v. a. auf die rezeptpflichtigen Medikamente), Preisexplosionen im Bereich der Beschaffung (Wirkstoffe, Packmittel etc.) bei gleichzeitig dramatischen Lieferzeitverlängerungen, unsicherem Weltmarkt, Lohnerhöhungen sowie immer neue bürokratische Hürden erschweren wirtschaftliches und pragmatisches Handeln. Biokanol bietet den Pharmafirmen die Auslagerung von Dienstleistungen, um diesen negativen Entwicklungen zumindest teilweise entgegenzuwirken: unsere großen Kapazitäten im Pharmalager erlauben Sicherheitspuffer; unser flexibles Angebot in der Herstellung/Verpackung unterstützt bei Abverkaufsspitzen und wechselnden Auslandsgeschäften; die Auslagerung der Distribution auf Biokanol reduziert eigene Fixkosten. So hat sich Biokanol als Dienstleister etabliert für große, mittelständische und kleine Firmen.

Der Pharmamarkt an sich ist relativ stabil, unterliegt allerdings zahlreichen nicht planbaren gesetzlichen Vorschriften. Wir haben keine Zahlungsausfälle bei unseren Firmenkunden zu verzeichnen.

Das seit 1998 bestehende Unternehmen ist am deutschen Markt sehr gut platziert. Durch seine Spezialisierung auf hochwertige branchenspezifische Dienstleistungen im Bereich Auftragsherstellung und Lagerung incl. -Distribution unter GMP- bzw. GDP-Bedingungen kann die Marktstellung weiter gefestigt werden.

Durch die Gewinnung neuer Kunden und Produkte ergibt sich eine weitere Auslastung der Produktionsstätte und dadurch eine sehr gute Wettbewerbssituation und Marktstellung.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 11,86 % ausgeweitet werden. Ursache hierfür waren insbesondere Großprojekte im Bereich Logistik und neue Aufträge in der Auftragsherstellung.

Durch Synergieeffekte sowie die weitere Auslastung der Betriebsflächen in der Betriebsstätte in Ötigheim mit noch freien Kapazitäten erwartet Biokanol Pharma weitere Effizienzsteigerungen.

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres ergibt sich wie folgt.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis -244 -51 -193 378,4
Zinsergebnis 35 25 10 40,0
Steuerergebnis -1 -1 0 0,0
Jahresergebnis -209 -26 -183 703,8

Das Betriebsergebnis hat sich trotz des Umsatzzuwachses bei gestiegenen Fixkosten und höheren Investitionen (bedingt durch die Ausweitung des Geschäftsumfanges) um T€ 193 verschlechtert.

Das positive Zinsergebnis hat sich aufgrund der höheren Zinserträge wesentlich erhöht.

Das Steuerergebnis ist im Einklang mit dem noch negativen Jahresergebnis gleich geblieben.

Haupteinflussfaktoren für das verschlechterte Betriebsergebnis sind gestiegene Personal- und Raumkosten sowie Reparaturen und erhöhte sonstige Kosten im Bereich der Logistik.

Der Jahresfehlbetrag hat sich im dritten Geschäftsjahr nach Gründung der weiteren Betriebsstätte und damit verbundenen höheren Anfangsverlusten erhöht.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote hat sich wegen der zwar höheren Bilanzsumme, in Verbindung mit einem erneut negativen Jahresergebnis auf 23 % (Vj. 28 %) vermindert.

Die Finanzschulden haben sich erhöht, es erfolgt in einigen Bereichen eine vorfinanzierte Lieferung von Arzneimitteln, welche sich aufgrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebes zum Bilanzstichtag erhöht hat.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Investitionen in das Anlagevermögen T€ 441 investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Verbesserung des Lagersystems, Investitionen in Maschinen und die IT-Technik.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gestiegen, da der Jahresfehlbetrag sich zwar erhöht hat, sich jedoch Vbl. aus L+L neben Abschreibungen erhöht haben.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.427 1.210 217 17,9
kurzfristige Vermögenswerte 4.852 4.604 248 5,3
liquide Mittel 1.753 1.281 472 36,8
ARAP 0 1 -1 0,0
Bilanzsumme 8.032 7.096 936 13,2
Passiva
Eigenkapital 1.810 2.019 -209 -10,4
Rückst. & langfristige Verbindlichkeiten 6.222 5.077 1.145 22,5
Bilanzsumme 8.032 7.096 936 13,2

Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Ersatz-/ und Neuinvestitionen unter Berücksichtigung von Werteverzehr und Anlagenabgängen.

Durch höhere Lagerkapazitäten konnte das Warenlager um 33,0% erweitert werden, um den stark erhöhten Lieferzeiten und Preiserhöhungen entgegenzuwirken. Die liquiden Mittel haben sich um 36,8% gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten und Rückstellungen führte dazu, dass diese zusammen nunmehr 77,47% der Bilanzsumme ausmachen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Betriebsergebnis und

• Branchenentwicklung.

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren stellen Umsatz sowie das Betriebsergebnis dar. Weiterhin ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 379 und ist damit um T€ 30 gestiegen. Die Umsatzrendite ist bedingt durch den Jahresfehlbetrag negativ.

Aufgrund der Umsatzzunahme, der weiteren schnellen Expansion und den damit zu erwartenden Anfangsverlusten erzielten wir ein negatives Betriebsergebnis mit T€ 244 bzw. negatives Jahresergebnis von T€ 209.

Die Pharmaverbände gingen in den Herbstprognosen 2022 von einem geringen Zuwachs für die Branche der Produktion in der Pharmaindustrie aus. Mit unserer Ausrichtung auf Lohnherstellung und Lohnlogistik grenzen wir uns mit den deutlichen Umsatzzuwächsen ab, jedoch hat auch die Biokanol Pharma GmbH mit gestiegenen Personal- und Energiekosten und steigenden Preisen zu rechnen, die aufgrund der angespannten Lage im Arzneimittelsektor (die Preise dürfen ja aufgrund des Preismoratoriums seit 14 Jahren nicht erhöht werden!) nicht im notwendigen Maße an die Kunden weitergegeben werden konnten.

4. Gesamtaussage

Unsere Umsatzentwicklung ist erfreulich und konnte die geplante Steigerung zwischen 10 und 20% erreichen. Das geplante Betriebsergebnis mit einer Steigerung von ca. TEUR 30 wurde hingegen mit einem Rückgang von TEUR 192 nicht erreicht.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, das Warenlager sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht/Betriebsstätte

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Rastatt unverändert über eine inländische Betriebsstätte in

• Ötigheim

Insgesamt beschäftigen wir 69 Mitarbeiter (67 im Vorjahr).

IV. Prognosebericht

Die Branchenentwicklung wird durch eine weitere Konsolidierung der Wettbewerber gekennzeichnet sein. Es wird mit einer deutlichen europaweiten Konzentration auf wenige Mitwettbewerber zu rechnen sein.

Die zunehmende Technisierung von Produktionsstätten und im Gesundheitswesen wird künftig dazu führen, dass erhöhte Anforderungen hinsichtlich der verschiedenen Zertifizierungen gestellt werden.

Unser Konzept des Full-Service-Dienstleisters wird sich künftig insbesondere bei der Annahme von großen Aufträgen im Bereich der Auftragsherstellung und Logistik auswirken.

Langfristige Verträge mit kooperierenden Dienstleistern werden unser Geschäft in den nächsten Jahren deutlich stabilisieren.

Die Umsatzausweitung für 2024 soll für die Bereiche Auftragsherstellung und Auftragslogistik zwischen 2 % und 5 % liegen. Innerhalb der nächsten drei Jahre wird die Ausweitung auf 5% geschätzt, wobei durch ein optimiertes Kostenmanagement ein besseres Betriebsergebnis erwartet wird. Insgesamt wird der Umsatz für 2024 leicht unter dem Niveau des Jahres 2023 geplant.

Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle in Produktion und Verwaltung aufrechterhalten.

Aufgrund eines Umsatzrückgangs in Verbindung mit Kostensteigerungen wird das Betriebsergebnis deutlich unter dem des Jahres 2023 geplant. Aufgrund von Synergieeffekten wird für 2025 jedoch eine deutliche Verbesserung erwartet.

Nachdem das Jahr 2024 in der Ertragslage insgesamt rückläufig sein wird, erwarten wir ab 2025 eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

Die zunehmende Konzentration in Chemie-, Pharma- und Gesundheitsindustrie wird zu einer deutlichen Zunahme von Aufträgen in der Auftragsherstellung und Logistik für unser Unternehmen sorgen. Die Bestandskunden bringen weitere Produkte zu uns.

Verschärfte Vorschriften im pharmazeutischen Bereich können für uns ein auskömmliches Auftragspotenzial bedeuten. Aufgrund unserer guten Reputation am Markt sehen wir gute Chancen, weitere Aufträge zu akquirieren und so unser geplantes Umsatzwachstum zu erfüllen.

Die großen Lagerkapazitäten in unserer Betriebsstätte Ötigheim werden einen deutlichen Deckungsbeitrag gewährleisten.

Nicht vorhersehbare Vorschriften für Auftragsvergaben und Einhaltung spezieller Verfahrenstechniken auf europäischer Ebene können einen erheblichen Investitionsbedarf bedeuten und weitere Neueinstellungen bedingen. Dadurch könnte es sein, dass unsere geplante Steigerung des Betriebsergebnisses nicht eingehalten werden kann.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.

Beschaffungsgeschäfte werden hauptsächlich zentral in Euro abgewickelt. Währungsrisiken in Ländern wurden bisher nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert, da sich das Volumen in überschaubarem Maße befindet.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld bei stagnierenden Preisen sowie in der Überregulierung und dem Anstieg an Bürokratieaufwand (generell, sowie im Speziellen in der Pharmabranche).

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rastatt, den 20. Juli 2024

gez. Sylvia Weimer-Hartmann, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.427.270,00 1.210.727,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 251.055,50 257.483,00
II. Sachanlagen 1.176.214,50 953.244,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.937,00 7.848,00
2. technische Anlagen und Maschinen 681.498,00 462.828,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 487.779,50 482.568,00
B. Umlaufvermögen 6.604.408,89 5.884.196,53
I. Vorräte 1.930.006,03 1.450.899,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.921.979,27 3.152.259,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.001.700,00 1.002.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.752.423,59 1.281.037,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.067,61
D. Aktive latente Steuern 211,20 381,25
Summe Aktiva 8.031.890,09 7.096.372,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.809.767,07 2.019.014,62
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 1.784.202,48 1.993.450,03
davon Gewinnvortrag 1.993.450,03 2.019.872,51
B. Rückstellungen 110.785,82 98.269,84
C. Verbindlichkeiten 6.111.337,20 4.979.087,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.741,17 4.665,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.741,17 4.665,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 105,92
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.105.490,11 4.974.422,76
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.002.092,41 4.873.147,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 103.397,70 101.275,11
Summe Passiva 8.031.890,09 7.096.372,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.592.304,94 5.949.171,24
2. Personalaufwand 2.926.815,12 2.581.920,31
a) Löhne und Gehälter 2.441.720,38 2.171.198,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 485.094,74 410.721,34
davon für Altersversorgung 3.246,23 2.425,25
3. Abschreibungen 224.482,12 180.461,46
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 224.482,12 180.461,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.684.376,71 3.237.670,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.863,51 3.521,81
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.190,74 27.284,19
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.278,47 2.600,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 170,05 -395,76
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 395,44
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 170,05
8. Ergebnis nach Steuern -208.626,79 -25.801,48
9. sonstige Steuern 620,76 621,00
10. Jahresfehlbetrag 209.247,55 26.422,48
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.993.450,03 2.019.872,51
12. Bilanzgewinn 1.784.202,48 1.993.450,03

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Biokanol Pharma GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rastatt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: 521796

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf:

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: T€ 1.197

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: T€ 1.420

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Biokanol Pharma GmbH Herstellung+Vertrieb von Arzneimitteln u. Dienstl., Rastatt

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 615.731,72 39.861,50 402.370,61
-2.167,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 615.731,72 39.861,50 402.370,61
-2.167,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.502,66 1.565,66
2. technische Anlagen und Maschinen 631.493,15 291.803,43 241.798,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.152.308,49 109.361,19 773.890,18
Summe Sachanlagen 1.792.304,30 401.164,62 1.017.254,42
Summe Anlagevermögen 2.408.036,02 441.026,12 1.419.625,03
-2.167,11
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.288,00 251.055,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 46.288,00 251.055,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 911,00 6.937,00
2. technische Anlagen und Maschinen 73.133,43 681.498,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.149,69 487.779,50
Summe Sachanlagen 178.194,12 1.176.214,50
Summe Anlagevermögen 224.482,12 1.427.270,00

Forschungs- und Entwicklungskosten

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht vorhanden.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr € 0,00.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Akive latente Steuern mit € 211 und an Steuerrückforderungen aus 2022 zur KSt € 11.221.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche an Zinsertrag aus Forderungen in Höhe von € 3.333 enthalten.

Als passive antizipative Posten wurden Aufwendungen zur Lohn-Kirchensteuer in Höhe von € 37.108,34 (12/2023), Vbl Einbehalt Arbeitnehmer in Höhe von € 1.059,30 sowie Vorausbezahlte Beiträge zur Sozialversicherung € 2.302,94 abgegrenzt.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 103.397,70 Euro (Vorjahr: 101.275,11 Euro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro.

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aud dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
(Vorjahr) Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
von mehr als 1 Jahr
EUR
davon mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.903.931 5.903.931 0 0
(Vorjahr) (4.791.550) (4.791.550) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.741 5.741 0 0
(Vorjahr) (4.665) (4.665) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 201.559 98.161 103.398 103.398
(Vorjahr) (182.873) (81.598) (101.275) (101.275)
6.111.231 6.007.833 103.398 103.398
(4.979.088) (4.877.813) (101.275) (101.275)

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 211,20 Euro.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

aus langfristigen Mietverträgen mit monatlich T€ 58 und unterschiedlichen Laufzeiten bis längstens 30.09.2030.

Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Pkw) bestehen mit jährlich T€ 5 mit Restlaufzeit unter einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht vorhanden.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 45
Angestellte 24
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 71
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 34
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 37

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Frau Sylvia Weimer-Hartmann ausgeübter Beruf: Apothekerin von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 209.247,55 Euro.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 1.784.202,48 Euro, der zu verwenden ist.

In die Rücklagen werden 0,00 Euro eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0,00 Euro vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 1.784.202,48 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rastatt, 15. Juli 2024

gez. Sylvia Weimer-Hartmann, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Biokanol Pharma GmbH, Rastatt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Biokanol Pharma GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Biokanol Pharma GmbH, Rastatt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellung im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass dolosen Handlungen resultierenden wesentlichen falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darsstellungen nicht aufgedeckt werden ,da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 16. Dezember 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Hilbig, Wirtschaftsprüfer

Dominik Schwab, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.