Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 341786
Eingetragen
31.5.1999
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenRückgewinnung sortierter WerkstoffeSammlung gefährlicher Abfälle
Gegenstand
a. die Sammlung, der Transport, die Behandlung und Verwertung von Abfällen; b. der Betrieb von Abfallverwertungs- und Beseitigungssanlagen einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen; c. die Beschafffung und Wartung von Kraftfahrzeugen und Maschinen. Die Gesellschaft soll insbesondere die abfallpolitischen Zielsetzungen des Rhein-Neckar-Kreises fördern und unterstützen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

AVR Service GmbH

Sinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVSEITE:

Zum
Vergleich
31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.211,76 13.798,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.760.746,35 2.864.467,12
2. technische Anlagen und Maschinen 2.373.603,06 2.728.638,10
3. Fuhrpark 4.326.911,08 3.325.278,76
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.247,04 56.067,82
9.704.449,81 9.267.614,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.273.957,50 2.273.957,50
2. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2.275.957,50 2.275.957,50
11.986.619,07 11.557.370,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 879.129,10 1.011.408,76
2. Unfertige Leistungen 0,00 0,00
879.129,10 1.011.408,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.398.334,24 2.185.301,21
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.398.334,24 (2.185.301,21)
2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen 99.800,20 139.290,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 99.800,20 (139.290,80)
3. sonstige Vermögensgegenstände 904.212,58 14.371,10
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 904.212,58 (6.537,08)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 0,00 (0,00)
2.402.347,02 2.338.963,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.578.048,98 2.148.079,37
5.859.525,10 5.498.451,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.872,20 6.080,17
17.852.016,37 17.061.901,71

PASSIVSEITE:

Zum
Vergleich
31.12.2010
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.507.211,03 1.507.211,03
III. Gewinnrücklagen 5.701.000,00 3.905.000,00
IV. Gewinnvortrag 715,31 456,48
V. Jahresüberschuss 1.090.983,70 1.796.258,83
9.299.910,04 8.208.926,34
9.299.910,04 8.208.926,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 27.700,00 526.010,00
2. sonstige Rückstellungen 733.268,78 1.071.774,72
760.968,78 1.597.784,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.332.415,60 4.420.207,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 947.792,20 (1.627.792,20)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 0,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 940.101,26 825.984,89
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 940.101,26 (825.984,89)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.212.831,30 1.679.251,92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.487.320,19 (1.029.251,92)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 1.202.666,67 (250.000,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 78.911,50 237.538,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 78.911,50 (237.538,73)
- davon aus Steuern: EUR 75.027,17 (78.692,51)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (11.406,49)
7.564.259,66 7.162.983,34
E. Passive latente Steuern 226.877,89 92.207,31
17.852.016,37 17.061.901,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Zum
Vergleich
2010
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.698.523,56 26.572.433,47
2. Bestandsveränderungen -23.968,40 411,16
3. sonstige betriebliche Erträge 2.049.596,00 3.352.923,86
Betriebliche Erträge 28.724.151,16 29.925.768,49
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -652.207,78 -587.500,21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.013.074,00 -8.478.303,48
-7.665.281,78 -9.065.803,69
Rohergebnis 21.058.869,38 20.859.964,80
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.818.047,14 -6.642.046,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.522.400,28 -1.515.458,53
- davon für Altersvorsorge: EUR 72.973,04 (-70.553,04)
-8.340.447,42 -8.157.505,11
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.927.311,40 -1.971.670,20
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.190.776,38 -8.088.207,21
7. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 147.900,00 102.000,00
Betriebsergebnis 1.748.234,18 2.744.582,28
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.047,45 10.909,13
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -153.876,08 -168.286,57
-123.828,63 -157.377,44
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.624.405,55 2.587.204,84
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -449.925,87 -710.638,09
12. sonstige Steuern -83.495,98 -80.307,92
13. Jahresüberschuss 1.090.983,70 1.796.258,83
Ergebnis nach Steuern 1.090.983,70 1.796.258,83
Abstimmsumme nach Umgliederungen 1.090.983,70 1.796.258,83
Gesamte Erträge 28.902.098,61 30.038.677,62
Gesamte Aufwendungen -27.811.114,91 -28.242.418,79
Abstimmung: 1.090.983,70 1.796.258,83
Differenz: 0,00 0,00
Steuerquote 29,2% 28,3%

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und Regelungen des GmbH-Gesetzes, wie sie für große Kapitalgesellschaften gelten, aufgestellt.

Der Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB zugrunde gelegt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bestandsnachweise

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, das Sachanlagevermögen sowie die Finanzanlagen werden in einem Bestandsverzeichnis geführt, aus dem sich auch die für den Anlagespiegel erforderlichen Daten ergeben.

Über Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen Saldenlisten auf den Abschlussstichtag vor.

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind durch geeignete Unterlagen nachgewiesen.

Der Nachweis der liquiden Mittel erfolgt durch Kassenbücher und durch letztvorhandene Tagesauszüge. Kassenprotokolle und Bankbestätigungen liegen vor.

Für Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zweckdienliche Nachweise für Ansatz und Bewertung gegeben.

Bewertung

Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt, mit der Ausnahme von Personalgestellungskosten bei den Abfallanlagen.

Im Vergleich zum Vorjahr werden die Aufwendungen für das von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte Personal auf den Abfallanlagen nicht mehr unter dem Posten Fremdpersonal als Aufwendungen für Bezogene Leistung ausgewiesen sondern als Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung im sonstigen betrieblichen Aufwand. Ziel ist es die originären Fremdpersonalkosten für den operativen Abfuhrbetrieb als Fremdpersonalkosten auszuweisen um somit einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu ermöglichen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordnungsfähigen Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Bei allen Behältern, die vor dem 1. Januar 2008 nicht als GWG sofort abgeschrieben wurden, wird der Abgang zum Ende des zehnten Kalenderjahres - vom Anschaffungsjahr an gerechnet - unterstellt. Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst, die auf der Grundlage tatsächlicher Nutzungsdauern bemessen werden.

Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und soweit zulässig nach der degressiven Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen vorgenommen. Die Abschreibungen werden pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG von 150,01 bis 1.000,00 werden ab 2008 entsprechen den steuerlichen Vorgaben in einem Sammelposten aktiviert und dieser über 5 Jahre aufgelöst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie nicht abgerechnete Leistungen werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die latenten Steuern sind auf die gegenüber der Steuerbilanz abweichenden Bilanzansätze in einem gesonderten Abgrenzungsposten erfasst und wurden nach der Liability-Methode und der Comprehensive-Methode ermittelt. Nach der Liability-Methode werden die aktuellen oder, sofern absehbaren, künftigen Steuersätze angewandt. Gemäß der Comprehensive-Methode werden latente Gewinnsteuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Werten der Steuerbilanz und der Handelsbilanz berücksichtigt.

Die latenten Steuern - unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie des Solidaritätszuschlages werden für den Jahresabschluss mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 27,95 % bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

B. Angaben zur Bilanz

Aktivseite

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich zum 31.12.2011 wie folgt zusammen:

Unternehmen Sitz Anteile
in %
Eigenkapital 31.12.2011 Ergebnis 2011
AVR Gewerbe Service GmbH Sinsheim 51% 4.500 T€ 494 T€

Es besteht eine Beteiligung von 2 T€ am Stammkapital der BGV-Versicherung AG.

Die Vorräte in Höhe von 879 T€ beinhalten Ersatzteile für Fuhrpark und Maschinen in Höhe von 715 T€ sowie Diesel- und Heizölbestände in den Betriebsstätten in Höhe von 164 T€.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 100 T€ (Vorjahr: 139 T€) betreffen mit 16 T€ (Vorjahr: 26 T€) den Gesellschafter AVR GmbH, mit 1 T€ (Vorjahr: 1 T€) die AVR Gebäude Service GmbH, mit 79 T€ (Vorjahr: 112 T€) die AVR Gewerbe Service GmbH sowie mit 4 T€ (Vorjahr: 0 T€) die AVR Energie GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus debitorischen Kreditoren sowie Körperschaftsteuererstattungsansprüchen und Gewerbesteuererstattungsansprüchen des Berichtsjahres.

Passivseite

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.000 T€.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 1.507 T€.

Die Gewinnrücklagen betragen 5.701 T€ (Vorjahr: 3.905 T€) und resultieren aus Jahresüberschüssen früherer Jahre.

Steuerrückstellungen waren aufgrund der geleisteten Vorauszahlungen für den Veranlagungszeitraum 2011 nicht zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

In T€ 2011 2010
Urlaub 309 223
Unterlassene Instandhaltungskosten 0 17
Berufsgenossenschaft 43 55
Abfallverwertungskosten 13 10
Ausstehende Rechnungen 340 718
Jahresabschluss, Prüfungs- und Beratungskosten 11 14
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 17 17
Rechtsstreitigkeiten 0 18
733 1.072

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

  Gesamtbetrag
in T€
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr § 268 Abs. 5 HGB
in T€
mit einer Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren
in T€
mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren § 285 Nr. 1 a HGB
in T€
Verbindlichkeiten § 285 Nr. 2 HGB        
1. gegenüber Kreditinstituten 2.332 948 1.384 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 940 940 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 4.213 1.487 1.523 1.203
4. Sonstige Verbindlichkeiten 79 79 0 0
7.564 3.454 2.907 1.203

Es bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.213 T€ (Vorjahr: 1.679 T€) betreffen die AVR Gewerbe Service GmbH mit 13 T€ (Vorjahr: 9 T€) sowie die AVR GmbH mit 4.200 T€ (Vorjahr: 1.670 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 1.089 T€ aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von 3.106 T€ aus zwei verzinslichen Gesellschafterdarlehen sowie aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Organträger in Höhe von 18 T€.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 79 T€ (Vorjahr: 238 T€) bestehen im Wesentlichen aus der Lohn- und Kirchensteueranmeldung Dezember in Höhe von 75 T€ (Vorjahr: 79 T€). Des Weiteren sind noch Lohn und Gehaltsverbindlichkeiten in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 138 T€) sowie Bankzinsen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 9 T€) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Bei den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB handelt es sich um Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen und Mietverträgen für Büro- und Betriebsstätten.

In T€ Jahr Leasing Miete/
Wartung
gesamt davon ggü. verb. Unternehmen gesamt Vorjahr
2012 87 1.287 1.374 1.285 1.325
2013 - 2016 120 3.541 3.661 3.541 3.609
ab 2017 0 4.869 4.869 4.869 5.754
Summe 207 9.697 9.904 9.695 10.688

Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalschonung erreicht wird. Ein Risiko besteht darin, dass die geleasten und gemieteten Gegenstände nicht benötigt werden. Eine Chance besteht darin, dass die Kapitalbindung vermieden wird und durch die Mietverträge das wirtschaftliche Risiko nicht auf die AVR Service GmbH übergeht.

Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo von rd. T€ 42 für Zahlungsverpflichtungen aus offenen Bestellungen, die noch zu regulieren sind.

Der Steuerlatenzenspiegel nach § 285 Nr. 29 HGB zeigt folgende Entwicklung:

Sachverhalt Buchwert Steuerwert Differenz Steuersatz latente Steuer
%
Anlagevermögen 11.986.619,07 11.226.591,38 -760.027,69 27,95 -212.427,74
Urlaubsrückstellung 309.800,00 258.100,00 - 51.700,00 27,95 -14.450,15
-226.877,89

Die steuerlichen Mehrabschreibungen ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Wertansätze im Sachanlagevermögen.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse von rd. 26.699 T€ (Vorjahr: 26.572 T€) werden überwiegend im Inland erzielt. Von den erzielten Umsätzen wurden 431 T€ (Vorjahr: 602 T€) in den Niederlanden erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2.050 T€ (Vorjahr: 3.353 T€) resultieren überwiegend aus den Verkäufen von Sachanlagevermögen 162 T€ (Vorjahr: 346 T€), Erlösen aus Geschäftsbesorgung 232 T€ (Vorjahr: 350 T€), Dienstleistungen 448 T€ (Vorjahr: 475 T€), Mieterlösen 194 T€ (Vorjahr: 175 T€) sowie aus Weiterberechnungen in Höhe von 854T€ (Vorjahr: 759 T€) für Dieselverkäufe, Biomüll und Restebeseitigung.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 652 T€ (Vorjahr: 588 T€) bestehen im Wesentlichen aus Kosten für Gas, Strom und Wasser.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 7.013 T€ (Vorjahr: 8.478 T€) bestehen überwiegend aus Subunternehmerkosten und Verwertungskosten.

Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter beträgt 6.818 T€ (Vorjahr: 6.642 T€). Für soziale Abgaben und Altersversorgung wurden 1.522 T€ (Vorjahr: 1.515 T€) aufgewendet.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 1.927 T€ (Vorjahr: 1.972 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.191 T€ (Vorjahr: 8.088 T€) sind im Wesentlichen Grundstücksaufwendungen 2.045 T€ (Vorjahr: 1.872 T€), Verwaltungsaufwendungen 2.257 T€ (Vorjahr: 1.427 T€), Fuhrparkaufwendungen 3.767 T€ (Vorjahr: 3.699 T€), Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen für die Sortieranlage 750 T€ (Vorjahr: 640 T€) sowie Betriebsaufwendungen von 260 T€ (Vorjahr: 299 T€) enthalten.

Der Beteiligungsertrag in Höhe von 148 T€ (Vorjahr: 102 T€) resultiert aus einer Gewinnausschüttung der AVR Gewerbe Service GmbH.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betragen 30 T€ (Vorjahr: 11 T€). Die Zinserträge betreffen Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 154 T€ (Vorjahr: 168 T€) betreffen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten und Zinsaufwendungen für zwei Gesellschafterdarlehen. Die Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen betragen 32 T€ (Vorjahr: 6 T€).

Die Ertragsteuerbelastung ergibt sich im Wesentlichen aus der Gewerbesteuerbelastung und der Körperschaftsteuerbelastung sowie dem darauf entfallenden Solidaritätszuschlag 2011. Darüber hinaus ergeben sich aufgrund steuerlicher Mehrabschreibungen latente Steueraufwendungen in Höhe von 135 T€ (Vorjahr: 92 T€).

Die Sonstigen Steuern von 83 T€ (Vorjahr: 80 T€) betreffen Grundsteuer und Kfz-Steuer des lfd. Geschäftsjahres.

D. Sonstige Angaben

Angaben zu Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zum Geschäftsführer

 

Herr Alfred Ehrhard,

 

Herr Thomas Drewer

bestellt. Auf die Angaben der Geschäftsführer-Vergütung gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 berechnete Gesamthonorar beträgt 8 T€. Es entfällt in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiteranzahl

Im Geschäftsjahr 2011 waren durchschnittlich 196 Mitarbeiter (Vorjahr: 191) (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Auf den Kaufmännischen Bereich entfielen 26, auf den operativen Bereich 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mitgliedschaft im Konzern

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH mit Sitz in Sinsheim, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim offen gelegt.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten wurden außerhalb der Börse gehandelte OTC-Instrumente genutzt. Dazu gehören insbesondere Zinsbegrenzungsgeschäfte (Caps). Die Geschäfte werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei der AVR Service GmbH nicht zu Handelszwecken genutzt. Dem Zinscap liegt eine kongruente Kreditfinanzierung zu Grunde, so dass eine Bewertungseinheit vorliegt. Der Abschluss des Zinscaps erfolgte, um Planungssicherheit für die Zukunft zu erreichen und einen Schutz gegen ein eventuell steigendes Zinsniveau zu erhalten. Damit ist eine volle Partizipation an Zinssenkungen gewährleistet und im Falle des Übersteigens der Zinsobergrenze bei 5% eine Ausgleichszahlung von Kreditinstituten garantiert. Im Erwerbszeitpunkt lag ein Festzinssatz von 4,75% für eine Laufzeit von 10 Jahren (bis 15.01.2013) vor. Der variable Zinssatz lag bei 2,75%. Ausgehend von der entrichteten Capprämie ergab sich somit ein über die Laufzeit zu erwartender Zinsvorteil von 1%. Der Zinscap hat am Stichtag einen Marktwert von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0,1). Die Bewertung der Zinsderivate erfolgte auf Basis einer marktnahen Bewertung unter Berücksichtigung der Zinskurve (Barwertmethode), die sich mit der Bewertungsmitteilung des Kreditinstitutes zum Bilanzstichtag deckt. Das mit dem CAP abgesicherte Darlehen wurde zum 31.12.2011 vollständig über eine Sondertilgung zurückgeführt. Der rechnerische Buchwert des CAP zum 31.12.2011 von T€ 7,8 (Vorjahr: T€ 11,6) wird aufgrund der Darlehensrückführung zum 31.12.2011 vollständig abgewertet.

 

Sinsheim, 27. Februar 2012

Alfred Ehrhard, Geschäftsführer

Thomas Drewer, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs- Herstellungskosten 1.1.2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2011
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 92.801,43 297,47 93.098,90
92.801,43 297,47 0,00 0,00 93.098,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Grundstück und Erbbaurechte 456.652,12 456.652,12
Gebäude 2.375.664,25 10.460,00 2.386.124,25
Außenanlagen 706.989,83 706.989,83
3.539.306,20 10.460,00 0,00 0,00 3.549.766,20
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 9.435.483,22 535.368,58 314.195,66 9.656.656,14
Betriebsvorrichtung 697.062,41 2.205,00 699.267,41
10.132.545,63 537.573,58 314.195,66 0,00 10.355.923,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 386.356,84 3.290,00 383.066,84
Container und Absetzmulden 582.022,88 582.022,88
Sonstige BGA 528.514,43 13.993,84 542.508,27
GWG Altbestände 797.687,15 797.687,15
GWG 150 € bis 1.000 € Sammelposten 100.378,16 28.142,93 128.521,09
2.394.959,46 42.136,77 3.290,00 0,00 2.433.806,23
3. Fuhrpark
PKW 403.707,98 82.488,23 142.788,12 343.408,09
LKW 9.258.914,34 1.854.845,44 726.833,16 56.067,82 10.442.994,44
9.662.622,32 1.937.333,67 869.621,28 56.067,82 10.786.402,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 56.067,82 25.247,04 -56.067,82 25.247,04
56.067,82 25.247,04 0,00 -56.067,82 25.247,04
25.785.501,43 2.552.751,06 1.187.106,94 0,00 27.151.145,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.273.957,50 2.273.957,50
Genossenschaftsanteile 2.000,00 2.000,00
2.275.957,50 0,00 0,00 0,00 2.275.957,50
28.154.260,36 2.553.048,53 1.187.106,94 0,00 29.520.201,95
Kumulierte Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 1.1.2011 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2011
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 79.003,07 7.884,07 86.887,14
79.003,07 7.884,07 0,00 86.887,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Grundstück und Erbbaurechte 0,00 0,00
Gebäude 432.357,30 73.026,06 505.383,36
Außenanlagen 242.481,78 41.154,71 283.636,49
674.839,08 114.180,77 0,00 789.019,85
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 7.113.294,28 790.341,34 262.237,20 7.641.398,42
Betriebsvorrichtung 290.613,25 50.308,82 340.922,07
7.403.907,53 840.650,16 262.237,20 7.982.320,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 321.510,16 47.832,93 2.814,05 366.529,04
Container und Absetzmulden 552.212,63 16.125,50 568.338,13
Sonstige BGA 390.125,62 27.222,81 417.348,43
GWG Altbestände 797.687,15 797.687,15
GWG 150 € bis 1.000 € Sammelposten 40.261,26 25.699,94 65.961,20
2.101.796,82 116.881,18 2.814,05 2.215.863,95
3. Fuhrpark
PKW 246.637,43 77.279,22 124.035,50 199.881,15
LKW 6.090.706,13 770.436,00 601.531,83 6.259.610,30
6.337.343,56 847.715,22 725.567,33 6.459.491,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
16.517.886,99 1.919.427,33 990.618,58 17.446.695,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
16.596.890,06 1.927.311,40 990.618,58 17.533.582,88
Zuschreibung Buchwert 31.12.2010
Buchwert 31.12.2011
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 6.211,76 13.798,36
0,00 6.211,76 13.798,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Grundstück und Erbbaurechte 456.652,12 456.652,12
Gebäude 1.880.740,89 1.943.306,95
Außenanlagen 423.353,34 464.508,05
0,00 2.760.746,35 2.864.467,12
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 2.015.257,72 2.322.188,94
Betriebsvorrichtung 358.345,34 406.449,16
0,00 2.373.603,06 2.728.638,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 16.537,80 64.846,68
Container und Absetzmulden 13.684,75 29.810,25
Sonstige BGA 125.159,84 138.388,81
GWG Altbestände 0,00 0,00
GWG 150 € bis 1.000 € Sammelposten 62.559,89 60.116,90
0,00 217.942,28 293.162,64
3. Fuhrpark
PKW 143.526,94 157.070,55
LKW 4.183.384,14 3.168.208,21
0,00 4.326.911,08 3.325.278,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 25.247,04 56.067,82
0,00 25.247,04 56.067,82
0,00 9.704.449,81 9.267.614,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.273.957,50 2.273.957,50
Genossenschaftsanteile 2.000,00 2.000,00
0,00 2.275.957,50 2.275.957,50
0,00 11.986.619,07 11.557.370,30

Lagebericht 2011 der AVR Service GmbH

A) Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft ist in ihrer Aufgabenstellung auf die technisch-operative Durchführung der öffentlichen Abfallabfuhr im Rhein-Neckar-Kreis sowie der Umsetzung der technischen abfallwirtschaftlichen Maßnahmen des Kreises als öffentlich-rechtlichem Entsorgungsträger ausgerichtet. Auftraggeber ist dabei die Muttergesellschaft AVR GmbH. Die Abrechnung der Kosten, die in Erfüllung des öffentlichen Auftrags entstehen, erfolgt auf Basis einer Selbstkostenerstattung, dabei werden die Vorschriften sowohl des Preisrechts als auch des Gebührenrechts beachtet.

Die öffentliche Abfallabfuhr besteht aus Rest- und Biomüllabfuhr sowie Sperrgut- und Altholzabfuhr sowie einer Reihe weiterer Dienstleistungen im gesamten Gebiet des Rhein-Neckar-Kreises. Des Weiteren erfolgte die Abfuhr der Grünen Tonne plus im gesamten Rhein-Neckar-Kreis sowie die Sortierung dieser Abfälle in der Sortieranlage Sinsheim. Weiter betreibt die Gesellschaft verschiedene Abfallentsorgungs- und Servicecenter.

Alleiniger Gesellschafter ist die AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH. Die AVR Service GmbH hält eine Beteiligung von 51% an der AVR Gewerbe Service GmbH.

B) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Berichtsjahr ergibt sich eine Jahresleistung von 28.724 T€ (Vorjahr: 29.926 T€). Dabei war das Vorjahr geprägt durch die nachträgliche Abrechnung des Selbstkostenerstattungspreises 2009 für den hoheitlichen Entsorgungsauftrag mit der AVR GmbH in Höhe von 858 T€ sowie weitere kleinere Einmaleffekte.

Der Materialaufwand verringerte sich auf 7.665 T€ (Vorjahr: 9.066 T€). Die Verrechnung des Betriebspersonals der Abfallanlagen von der AVR GmbH wurde bis 2010 unter Fremdpersonal gebucht, ab 2011 wird diese Verrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht. Eine wesentliche Einsparung wurde bei den Aufwendungen für Subunternehmer erreicht, vor allem durch die Übernahme des Behälteränderungsdienstes, der ab 2011 in eigener Regie abgewickelt wird.

Der Personalaufwand veränderte sich im Berichtsjahr um +182 T€ auf 8.340 T€ (Vorjahr: 8.158 T€). In der Gesellschaft waren durchschnittlich 196 Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen beschäftigt (Vorjahr: 191), davon 170 gewerbliche und 26 kaufmännische Beschäftigte (inkl. Auszubildenden).

Die Abschreibungen sanken um 45 T€ auf 1.927 T€ (Vorjahr 1.972 T€).

Daneben ergab sich eine Erhöhung um 1.103 T€ bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 9.191 T€ (Vorjahr: 8.088 T€). Der größte Teil der Erhöhung entfällt auf die geänderte Verbuchung der Aufwendungen für das Betriebspersonal der Abfallanlagen, die bis 2010 unter Fremdpersonal gebucht wurden. Aufgrund der Preisentwicklung bei Kraftstoffen stiegen daneben insbesondere die Kosten für Diesel von 1.652 T€ auf 1.782 T€.

Die Zinsaufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 168 T€ um 14 T€ auf 154 T€ aufgrund ausgelaufener Darlehen. Die Zinserträge stiegen aufgrund höherer Liquidität von 11 T€ auf 30 T€.

Nachdem das Jahresergebnis 2010 noch von dem Sondereffekt der nachträglichen Selbstkostenerstattung für das Jahr 2009 geprägt war, liegt das Ergebnis vor Steuern 2011 wieder auf dem normalen Niveau. Enthalten sind Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 162 T€ sowie ein Beteiligungsertrag von 148 T€. Der unter dem Vorjahr liegende Gewinn von insgesamt 1.091 T€ sorgt für geringere Werte bei den Rentabilitätskennzahlen:

2011 2010
Gesamtkapitalrentabilität 9,5 15,7%
Eigenkapitalrentabilität 11,7 21,9%

Finanzlage

Die Investitionen des Jahres 2011 von 2.553 T€ gingen hauptsächlich in den Erwerb von Fahrzeugen (1.963 T€) und in Technische Anlagen und Maschinen (538 T€).

Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse zur Verfügung. Nach DVFA/SG ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.018 T€.

Es lässt sich eine Cashflow-Rate (Cashflow/Umsatz) von 11,3% (Vorjahr: 14,2%) ableiten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 790 T€ auf 17.852 T€ (Vorjahr: 17.062 T€). Die Veränderung ist sowohl auf die Erhöhung des Anlagevermögens um 429 T€ auf 11.987 T€ als auch der liquiden Mittel um 361 T€ auf 5.860 T€ zurückzuführen.

Auf der Aktivseite der Bilanz nahm das Anlagevermögen um 429 T€ zu. Die Erhöhung des Umlaufvermögens setzt sich aus den Veränderungen der liquiden Mittel +430 T€ sowie der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände +63 T€ und der Vorräte -132 T€ zusammen.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 1.091 T€ auf 9.300 T€. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 52,1% (Vorjahr: 48,1%).

Die Rückstellungen lagen mit 761 T€ um 837 T€ unter dem Vorjahresniveau von 1.598 T€.

Die Summe der Verbindlichkeiten lag mit 7.564 T€ um 401 T€ über dem Vorjahr (7.163 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 4.213 T€ und liegen 2.534 T€ über dem Vorjahreswert. In dieser Position macht sich die geänderte Finanzierungsstrategie bemerkbar, Darlehen werden seit 2011 über die Muttergesellschaft AVR GmbH aufgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um insgesamt 2.247 T€, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 114 T€.

C) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

D) Risikobericht

Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen werden wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente genutzt. Zudem ist die Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der AVR GmbH einbezogen. Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden vierteljährlich die aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechendes Berichtswesen kommuniziert.

Die Gesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung der AVR GmbH eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht.

Aus dem Abfuhr- und Entsorgungsbetrieb resultieren betriebliche Risiken, z. B. der Ausfall von Fahrzeugen oder Maschinen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einer systematischen Planung und Instandhaltung des Fuhrparks und der technischen Anlagen. Da die Gesellschaft ihre Kosten im Rahmen einer Selbstkostenabrechnung an die Muttergesellschaft AVR GmbH abrechnet und die Wertstoffe aus der öffentlich-rechtlichen Abfallsammlung im Auftrag der Muttergesellschaft AVR GmbH vermarktet und diese Erlöse entsprechend weiter gibt, besteht kein wesentliches Preis- und Mengenrisiko.

Ein Finanzierungsrisiko kann durch Liquiditätsprobleme oder Forderungsausfälle entstehen. Die Gesellschaft verfügt über genügend Eigenkapital, sodass Liquiditätsprobleme nicht zu erwarten sind. Auch größere Forderungsausfälle sind bedingt durch die Selbstkostenabrechnung mit der Muttergesellschaft AVR GmbH unwahrscheinlich. Hinweise auf den Eintritt weiterer wesentlicher Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt.

E) Prognosebericht

Im Erfolgsplan 2012 wurden Erlöse von 41.431 T€ geplant. Die Planung der gesamten Aufwendungen inklusive der Ertragssteuern beläuft sich auf 40.774 T€, sodass mit einem Gewinn nach Steuern von 657 T€ gerechnet wird. Die bisherige Entwicklung lässt erwarten, dass diese Zielvorgabe eingehalten werden kann. Die deutliche Erhöhung sowohl der Erlöse als auch der Aufwendungen gegenüber 2011 kommt dadurch zustande, dass die Weitergabe der Erlöse aus Wertstoffvermarktung und Beteiligung der Lizenznehmer am Sammelsystem Grüne Tonne plus an den Rhein-Neckar-Kreis in 2012 nicht mehr saldiert, sondern getrennt als Erlöse und Aufwendungen gezeigt werden. In der Planung für 2012 sind dies insgesamt 12.008 T€, die ergebnisneutral an den Rhein-Neckar-Kreis weitergegeben werden.

Investitionen sind für das Jahr 2012 in Höhe von 2.972 T€ vorgesehen, hauptsächlich Fahrzeugersatz (1.501 T€) und Fuhrparkerweiterung (699 T€) sowie Radlader und Stapler (184 T€).

Nachdem das Jahresergebnis 2010 noch von dem Sondereffekt der nachträglichen Selbstkostenerstattung für das Jahr 2009 geprägt war, liegt das Ergebnis vor Steuern 2011 wieder auf dem normalen Niveau. Im Rahmen der Selbstkostenerstattungsregelung wird auch in den nächsten Jahren von einem stabilen positiven Ergebnis ausgegangen.

 

Sinsheim, den 27. Februar 2012

Die Geschäftsführung

Alfred Ehrhard

Thomas Drewer

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses der AVR Service GmbH

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 17.852.016,37 €
Der Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 1.090.983,70 €
wird genehmigt.
Der daraus resultierende Bilanzgewinn in Höhe von 1.091.699,01 €
ergibt sich aus Gewinnvortrag 2010 in Höhe von 715,31 €
sowie dem Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 1.090.983,70 €
und wird wie folgt verwendet:
Der Gewinnrücklage wird ein Betrag in Höhe von 1.090.000,00 €
zugeführt. Die übrigen 983,70 €
verbleiben auf dem Gewinnvortragskonto.

Beschluss der Gesellschafterversammlung der AVR Service GmbH:

Die Gesellschafterversammlung der AVR Service GmbH hat in der Sitzung am 25. Mai 2012 den Jahresabschluss 2011 wie folgt festgestellt:

1. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 17.852.016,37 €
2. Der Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 1.090.983,70 €
wird genehmigt.
Der daraus resultierende Bilanzgewinn in Höhe von 1.091.699,01 €
ergibt sich aus Gewinnvortrag 2010 in Höhe von 715,31 €
sowie dem Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 1. 090.983,70 €
und wird wie folgt verwendet:
Der Gewinnrücklage wird ein Betrag in Höhe von 1.090.000,00 €
zugeführt. Die übrigen 983,70 €
verbleiben auf dem Gewinnvortragskonto.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AVR Service GmbH, Sinsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Tätigkeit der Gesellschaft und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft, sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 27. Februar 2012

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wambach, Wirtschaftsprüfer

Hahn, Wirtschaftsprüfer

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