Mediaplus Performance GmbH & Co. KG

81671 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRA 99242
Vorher
Plan.Net Performance GmbH & Co. KGPlan.Net Impact GmbH & Co.KG
Eingetragen
26.6.2012

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Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Serviceplan Group SE & Co. KG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Konzernlagebericht

I. Grundlage des Konzerns

Die Serviceplan Group ist die größte unabhängige, partnergeführte Agenturgruppe Europas. Vor über 50 Jahren als Werbeagentur gegründet, entwickelte Serviceplan rasch das Konzept vom "Haus der Kommunikation", das bis heute einzige komplett integriert aufgestellte Agenturmodell, das alle modernen Kommunikationsdisziplinen unter einem Dach vereint: Ob Markenstrategen, Kreative, Media-, Digital- oder Technologie-Experten, Marktforscher, PR-Berater oder Sales-Profis. Mit 24 eigenen Standorten sowie weiteren Partnerschaften ist die Serviceplan Group in insgesamt 34 Ländern weltweit und in allen wichtigen Wirtschaftsräumen vertreten. Neben den drei größten Agenturmarken Serviceplan, Mediaplus und Plan.Net zählen zur Gruppe das Marktforschungsinstitut Facit sowie die strategische Unternehmensberatung Consulting. Die Serviceplan Gruppenholding als Konzernmuttergesellschaft erbringt neben dieser Eigenschaft Shared-Service Leistungen für die Agenturen der Unternehmensgruppe auf sämtlichen Gebieten der Verwaltung und Neugeschäftsunterstützung.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 verzeichnet die Serviceplan Group mit einem Honorarumsatz von EUR 623 Mio. (Vj. EUR 488 Mio.) das mit Abstand beste Ergebnis seit ihrer Gründung im Jahr 1970. Unverändert belegt sie mit deutlichem Vorsprung bereits seit vielen Jahren Platz 1 im Umsatzranking der größten inhabergeführten Agenturen in Deutschland.

Dieser Erfolg geht vor allem auf das Konzept "House of Communication" zurück, bei dem die Bausteine Creative & Content, Experience & Commerce und Media & Data integriert gedacht und für Kunden individuell und agil umgesetzt werden. Damit gelingt es, zahlreiche große, internationale, integriert aufgestellte Etats zu gewinnen oder zu verteidigen. Ebenso verschafft diese Kultur einen Vorteil in der Gewinnung und Weiterentwicklung der besten Talente, die der entscheidende Erfolgsfaktor für weiteres Wachstum sind.

Die Customized-Agency-Konzepte wie Serviceplan Bubble, The Marcom Engine oder Serviceplan Docks haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 weiter etabliert und stärken das Angebot als integrierter Kommunikationsdienstleister. Die Serviceplan Group schafft damit hoch individuelle, aber skalierbare Customized Solutions für jeden Kunden, die nicht nur auf dessen Bedürfnisse und Ziele, sondern auch auf die Volatilität und Unsicherheit der Märkte ausgelegt sind. Durch den Umzug in das neue Münchener House of Communication wird diese integrierte Arbeitsweise zwischen allen Bereichen der Serviceplan Group durch die transparente Architektur nochmals unterstrichen.

Weiterhin verzeichnet die Agenturgruppe eine steigende Nachfrage nach Digitalisierungsleistungen. Das Honorarvolumen von Mediaplus (inkl. Facit) und Plan.Net lag im vergangenen Geschäftsjahr um rund 21 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Zudem setzt die Serviceplan Group weiterhin auf die zunehmende Internationalisierung. Mit Etablierung der Mediaplus Realtime und ihrem integrierten und datenzentrierten Beratungs-, Knowledge- und Realisations-Hub werden länderübergreifend alle Ressourcen für eine global skalierbare Kampagnenplanung und -exekution in Echtzeit gebündelt. Daneben wird auch die Internationalisierung des Digitalgeschäfts der Plan.Net weiter vorangetrieben. Ziel ist es, die Plan.Net Group auf globaler Ebene als einen der führenden Digitaldienstleister für Digital Experience und Commerce zu etablieren.

Erneut konnten zahlreiche Awards und Auszeichnungen bei den führenden Wettbewerben wie New York Festival, LIA, effie awards oder Clio Awards gewonnen werden, davon 86-mal Gold, 75-mal Silber, 68-mal Bronze sowie achtmal Grand Prix sowie mehrfache Auszeichnungen als "Independent Agency of the Year".

Bei den Cannes Lions verzeichnete Serviceplan im Jahr 2022 mit der Auszeichnung zum "Independent Network of the Year" und zur "Craft Agency of the Year" sowie einem Grand Prix-, einem Titanium-, vier Gold-, drei Silber- und drei Bronze-Löwen das bisher erfolgreichste Jahr seit Gründung von Serviceplan.

In den digitalen Kategorien des BVDW-Kreativrankings konnte die Serviceplan Group die meisten Preise gewinnen und steht damit erneut an der Spitze. Als erste Agentur überhaupt konnte sich Mediaplus zum dritten Mal in Folge den Award "Mediaagentur des Jahres" des Deutschen Mediapreises 2022 sichern.

Die jährlich durchgeführte Kundenbefragung der Serviceplan Group zeigt regelmäßig Spitzenwerte in der Kundenzufriedenheit. Dies führt seit Bestehen der Group zu entsprechend überdurchschnittlichen Verweildauern der Kunden.

Im Bereich Personal konnte die deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegende Fluktuationsrate insgesamt leicht gesenkt werden. Zudem liegt die regelmäßig digital erhobene Kolleg:innenzufriedenheit auf einem hohen Niveau. So gibt es partnerschaftlich vereinbarte Karriere-Entwicklungspläne sowie eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Das Mentoringprogramm "PLUS - The Mentoring Program by Serviceplan" vernetzt Kolleg:innen mit Führungskräften aus der Agenturgruppe, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren.

Mit dem Umzug in das neue Münchener House of Communication positioniert sich die Serviceplan Group weiter als attraktiver Arbeitgeber. Die offene Architektur unterstützt das flexible Arbeiten (Activity Based Working) und entspricht den Ansprüchen an ein modernes, eigenverantwortliches und integriertes Arbeiten.

Weiterhin werden zweimal jährlich sämtliche Mitarbeiter:innen der Unternehmensgruppe im In- und Ausland um ein 360°-Feedback gebeten, woraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden. Die Gesamtzufriedenheit der Mitarbeiter:innen liegt gemäß der Anfang 2022 durchgeführten Befragung bei 74 von 100 möglichen Punkten und liegt damit leicht über dem Niveau der letzten Jahre. Dabei werden stets Bereiche mit Verbesserungspotenzial identifiziert, Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung zusammen mit der Geschäftsführung analysiert und konkrete Maßnahmen umgesetzt.

In Ergänzung werden mit allen die Unternehmensgruppe verlassenden Mitarbeiter:innen "Exit Interviews" geführt, um die Beweggründe ihres Ausscheidens genauer zu analysieren. Meist liegen die Gründe jedoch aufgrund des sehr niedrigen Durchschnittsalters der Mitarbeiter:innen im privaten Bereich. Auch mit Trainees und Praktikant:innen werden vergleichsweise aufwändige Feedback-Gespräche geführt, um sie an das Unternehmen zu binden. Des Weiteren können Feedback und Verbesserungswünsche über den sogenannten "direkten Draht" geäußert werden. Ebenso werden monatlich zufällig ausgewählte Mitarbeiter:innen zu einem Austausch mit Vertretern des (Holding-) Topmanagements eingeladen.

Die Serviceplan Group fördert Projekte und Ideen, die neben oder in Ergänzung zu den täglichen Aufgaben der Mitarbeiter:innen in Eigeninitiative und in Eigenverantwortung entstanden sind. Unter dem Namen "Ownership" wird diese Haltung gefördert, um damit den individuellen Fähigkeiten und Zielen der Mitarbeiter:innen Raum zu geben und dadurch deren Motivation zu steigern.

Um schnell und unbürokratisch helfen zu können, wurde vor einigen Jahren durch Serviceplan der Verein weCare e.V. gegründet. Der Verein wird jährlich mit einem Budget ausgestattet, um hilfsbedürftige Mitarbeiter:innen der Serviceplan Group sowie deren Angehörige in den Fällen, in denen diese unverschuldet in persönliche Notsituationen insbesondere durch Unfall, Krankheit, Behinderung oder einen Todesfall geraten sind, materiell und finanziell unterstützen zu können. Zudem werden mithilfe von weCare wohltätige und gemeinnützige Organisationen unterstützt, wie beispielsweise für in der Ukraine-Krise engagierte Vereinigungen.

Als größte inhabergeführte Agenturgruppe Europas ist die Serviceplan Group auch beim Thema Nachhaltigkeit Vorreiter - in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Eine der wichtigsten Maßnahmen dabei ist, dass alle deutschen Standorte bereits im Zeitraum Juli 2020 bis Juni 2021 klimaneutral waren. Daneben setzt sich die Serviceplan Group auch aktiv gegen jegliche Diskriminierung ein und fördert ein offenes, vorurteilsfreies und diverses Arbeitsumfeld für alle.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem sich die Wirtschaft im Wirtschaftsjahr 2021/2022 von den pandemiebedingten Rückschlägen erholt hat, trüben sich die wirtschaftlichen Aussichten aufgrund der Preisanstiege für Energie sowie der Belastungen durch den Krieg in der Ukraine deutlich ein. Im Ergebnis wird erwartet, dass die Wirtschaft erneut in eine Rezession gleitet (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 95, 2022/Q3).

Die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit gestörten Lieferketten, hoher Inflation sowie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine schlagen sich deutlich in der konjunkturellen Entwicklung nieder. Während das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im dritten Quartal 2021 um 1,8 % sowie im vierten Quartal 2021 um 1,2 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist, war aufgrund der gesunkenen Auswirkungen der Corona-Pandemie im ersten Quartal 2022 ein Anstieg um 3,9 % zu verzeichnen. Dieser leichte Aufschwung schwächte sich allerdings im zweiten Quartal 2022 erneut leicht ab (+1,5 %). Im Vorjahresvergleich lag das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2022 um lediglich 1,5 % höher als im Vorjahresquartal, welches noch stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst war (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 322 vom 29. Juli 2022).

Die Entertainment- und Medienbranche in Deutschland konnten eine deutliche Erholung der Umsätze um +10,7 % auf EUR 63,5 Mrd. verzeichnen. Damit wurde das Vorkrisenniveau von 2019 in Höhe von EUR 62,2 Mrd. übertroffen. Dieses starke Wachstum resultiert vor allem aus wieder zur Verfügung stehenden Werbebudgets, aus Aufholeffekten sowie nachhaltigen Veränderungen des Konsumverhaltens.

Während bei analoger Werbung ein Anstieg der Umsätze um 6,0 % auf EUR 40,7 Mrd. zu verzeichnen war, konnte die digitale Werbung wie Onlinewerbung, Internetvideo und Virtual Reality ihr dynamisches Wachstum um 22,3 % auf EUR 22,9 Mrd. fortsetzen (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2022 - 2026).

b. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die Grundlage der Steuerung des Unternehmens sind, gehören Honorarerlöse, Umsatzrendite (Vorsteuerergebnis in Relation zum Rohertrag; dieser wird berechnet als Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand), EBT (Bruttoergebnis) sowie der Cashflow.

c. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsindikatoren nicht finanzieller Art sind bei der Serviceplan Group vor allem die durch jährliche Umfragen ermittelte Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen und der Kunden.

d. Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Trotz der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen, entwickelte sich die Serviceplan Group im Wirtschaftsjahr 2021/2022 gegenüber den Wettbewerbern überdurchschnittlich und konnte das mit Abstand beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte verzeichnen. Dies liegt zum einen an der zunehmenden Vernetzung von Kunden, die einen großen Bedarf an unterschiedlichen Kommunikationsdienstleistungen haben, zum anderen sind auch Größenvorteile ein wesentlicher Grund für die anhaltend positive Entwicklung. Ausschlaggebend dafür war die gute Entwicklung aufgrund der Gewinnung neuer, attraktiver Kunden, dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts sowie der Verteidigung großer Werbeetats in Ausschreibungen.

Trotz der weiterhin schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde das prognostizierte Wachstum der Honorarerlöse erreicht. Die Umsatzerlöse der Serviceplan Group liegen mit EUR 1.388,3 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1.109,2 Mio.). Der größte Unternehmensbereich war dabei wie bereits im Vorjahr der Bereich Media-plus (+30,3 % von EUR 1.006,4 Mio. auf EUR 1.311,7 Mio. Umsatzerlöse vor Konsolidierung). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 5,5 Mio. auf EUR 7,0 Mio. gesunken. Dies begründet sich in hohen Einmaleffekten im Vorjahr aufgrund von Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen gegenüber Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG sowie aufgrund von Versicherungserstattungen. Proportional zu den Umsatzerlösen liegt auch der Materialaufwand mit EUR 1.088,3 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 856,5 Mio.). Mit 2.536 Mitarbeiter:innen im Jahresdurchschnitt ist die Mitarbeiterzahl der Unternehmensgruppe deutlich angestiegen (Vj. 2.126 Mitarbeiter:innen), was zu einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen in Höhe von 19,5 % bzw. EUR 31,6 Mio. geführt hat. Zusätzlich führten Gehaltsanpassungen und gestiegene Tantiemen zur Erhöhung der Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 44,7 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Vorjahr waren Einmaleffekte, insbesondere für Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Darlehen gegenüber Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG in Höhe von EUR 7,3 Mio. enthalten. Obwohl das Finanzergebnis aufgrund niedrigerer Zinserträge um EUR 0,3 Mio. gesunken ist, ist das EBT um EUR 17,3 Mio. auf EUR 65,6 Mio. angestiegen und übertrifft damit die Prognose des Vorjahres deutlich. Insgesamt hat sich der Konzernjahresüberschuss, der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfällt, trotz gestiegener Ertragsteuern (EUR +4,3 Mio.) um EUR 10,3 Mio. von EUR 19,8 Mio. auf EUR 30,1 Mio. erhöht. Die Umsatzrendite ist im Berichtsjahr von 18,2 % im Vorjahr auf 21,3 % leicht angestiegen und übertrifft damit die Prognose aus dem Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 263,5 Mio. um EUR 88,9 Mio. auf EUR 352,4 Mio. stark angestiegen. Das Anlagevermögen hat sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Geschäfts- und Firmenwerte aufgrund von Erstkonsolidierungen (Anstieg um EUR 3,6 Mio.) sowie der geleisteten Anzahlungen (Anstieg insgesamt um EUR 4,4 Mio.) um EUR 8,1 Mio. erhöht. Die Vorräte liegen mit EUR 7,7 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt sowie aufgrund des gestiegenen Abrechnungsvolumens gegenüber dem Vorjahr um EUR 58,7 Mio. auf EUR 157,2 Mio. deutlich angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Cashclearing und sonstiger Verrechnungen gegenüber Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG um EUR 11,2 Mio. auf insgesamt EUR 125,9 Mio. erhöht. Die liquiden Mittel sind zudem gegenüber dem Vorjahr um EUR 15,8 Mio. auf EUR 20,7 Mio. gestiegen.

Während sich bei den Passiva die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 7,9 Mio. auf EUR 12,9 Mio. erhöht haben, sind stichtagsbedingt neben den erhaltenen Anzahlungen (+EUR 9,1 Mio.) auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 6,9 Mio.) angestiegen. Von den gesamten Verbindlichkeiten von EUR 199,7 Mio. haben EUR 189,7 Mio. eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltenen Anzahlungen kann von Tag zu Tag im zweistelligen Millionenbereich schwanken, je nachdem wann die Einzahlungen von Kunden für deren Mediaschaltungen valutiert werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Cashclearing gegenüber Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG um EUR 10,9 Mio. auf insgesamt EUR 51,2 Mio. erhöht.

Das Konzerneigenkapital in Höhe von EUR 87,2 Mio. hat sich zum 30. Juni 2022 signifikant erhöht und ist somit um EUR 18,5 Mio. (+27,0 %) höher als noch im Vorjahr mit EUR 68,7 Mio. Aufgrund des starken Anstiegs des Umlaufvermögens hat sich die Eigenkapitalquote dennoch von 26,1 % im Vorjahr auf 24,7 % leicht verringert. Die Steuerrückstellungen haben sich von EUR 7,9 Mio. im Vorjahr um EUR 5,0 Mio. auf EUR 12,9 Mio. erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund von Zuführungen zu Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie zu Personalrückstellungen um EUR 24,7 Mio. von EUR 24,5 Mio. auf EUR 49,2 Mio. gestiegen.

Die liquiden Mittel am Ende der Berichtsperiode liegen mit EUR 20,7 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau und liegen ganz überwiegend in Form von Bankguthaben vor. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Dieser hat sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 42,8 Mio. erhöht. Hauptursache hierfür ist der deutliche Anstieg des Konzernjahresüberschusses um EUR 12,8 Mio. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich insgesamt ein Mittelabfluss von EUR 5,6 Mio. (Vj.: Mittelabfluss von EUR 17,7 Mio.). Im Vorjahr erfolgten hier vor allem hohe Auszahlungen an Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG. Die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit sind um EUR 7,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 20,7 Mio. gesunken. Die Prognose eines positiven Cashflows wurde somit realisiert. Aufgrund der zum 30. Juni 2022 vorhandenen liquiden Mittel, des vergleichsweise geringen Niveaus der Bankverbindlichkeiten sowie nicht in Anspruch genommener Kreditlinien in Höhe von EUR 99,3 Mio. betrachten wir die Finanzierung der Unternehmensgruppe als sichergestellt.

e. Gesamtwürdigung des Geschäftsjahres

Die Serviceplan Group hat mit dem Geschäftsjahr 2021/2022 trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen.

So war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Serviceplan Group im Geschäftsjahr 2021/2022 unverändert sehr stabil. Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse haben sich um 25,2 % auf EUR 1.388,3 Mio. deutlich erhöht, die Honorarumsätze sind von EUR 343,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 456,0 Mio. stark angestiegen. Das Konzernjahresergebnis ist somit signifikant um EUR 10,3 Mio. auf EUR 30,1 Mio. gestiegen. Trotz des hohen Anstiegs des Konzerneigenkapitals um EUR 18,5 Mio. ist die Eigenkapitalquote aufgrund der deutlich höheren Bilanzsumme leicht auf 24,7 % gesunken. Unter Berücksichtigung der schwierigen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen, konnte das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres die Erwartungen der Geschäftsleitung übertreffen. Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung insgesamt als günstig.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement der Serviceplan Group dient dem Zweck, Risiken, die das Wachstum und den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen und damit ihre Auswirkungen zu begrenzen. Dabei wird auf ein integriertes Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem gesetzt, das in allen Gesellschaften implementiert ist und das darüber hinaus einem kontinuierlichen Optimierungsprozess unterliegt. Die Identifizierung und Bewertung von Risiken sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgen durch die jeweiligen Fachbereiche und Geschäftsführer:innen. Wirtschaftliche Risiken werden in regelmäßigen Abständen durch den Vorstand der Serviceplan Group analysiert, bewertet und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Zudem informiert der Vorstand regelmäßig den Aufsichtsrat über die zu erwartenden Risiken und die zur Gegensteuerung eingeleiteten Maßnahmen. Der Erfolg dieser wird im Rahmen des monatlichen Berichtswesens überwacht und kommuniziert.

Dieser Ansatz wird nicht nur auf die Risiken beschränkt. Ziel des Risikomanagements ist es auch, Chancen zu identifizieren und für das Unternehmen nutzbar zu machen. Die Risikopolitik des Konzerns entspricht dem Bestreben, nachhaltig und profitabel zu wachsen.

Aus dem täglichen Geschäftsablauf ergeben sich in allen Geschäftsbereichen die folgenden, nachstehend dargestellten Risiken und Chancen:

a. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld

Die Werbeausgaben der Unternehmen sind hoch positiv korreliert mit der wirtschaftlichen Situation in den jeweiligen Ländern der Werbekunden. Eine Eintrübung oder ein abrupter Abriss der (Welt-)Konjunktur hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Werbebudgets der Kunden und damit auf die wirtschaftliche Situation der Serviceplan Group.

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Herbst und Winter 2021 aufgrund des Wegfalls der meisten Corona-Schutzmaßnahmen eine leichte Erholung, gerät aber seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine zunehmend unter Druck. Die anhaltend hohe Inflation und die Unsicherheit über die Energieversorgung und ihre Kosten wirken sich insbesondere auf die Dienstleistungsbranche aus. Im verarbeitenden Gewerbe dämpfen zusätzlich Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten die Produktion. Die Deutsche Bundesbank geht in ihrer aktuellen Prognose für den Winter davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession rutscht. Die Unsicherheit hinsichtlich des gesamtwirtschaftlichen Ausblicks ist weiterhin hoch, da sich der weitere Verlauf der Konjunktur kaum vorhersagen lässt. Es wird erwartet, dass die neu angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung zur Dämpfung der hohen Energiepreise dieser Entwicklung entgegenwirken (Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Oktober 2022).

Da die Binnenmarktnachfrage für den wirtschaftlichen Erfolg der Serviceplan Group als wichtigster Einflussfaktor angesehen wird, da diese am stärksten die Werbebudgets unserer Kunden beeinflusst, ist das aktuelle und sich abzeichnende konjunkturelle Umfeld unserer Ansicht nach stark risikobehaftet, wenngleich sich auch weiterhin Chancen ergeben. Staatliche Konjunkturmaßnahmen können dem Rückgang allerdings entgegenwirken, einzelne Unternehmen und/oder Branchen selbstverständlich eine Ausnahme darstellen. Weiterhin können exogene Störungen, wie beispielsweise Wechselkursschwankungen, politische Unruhen, internationale Handelsstreitigkeiten und Sanktionen auf das Geschäftsfeld und die wirtschaftliche Situation der Serviceplan Group negativen Einfluss ausüben.

Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Daher werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Einzelfällen durch Abschluss einer Kreditversicherung abgesichert. Ferner werden alle offenen Forderungen regelmäßig überprüft und überfällige Posten konsequent gemahnt. Zudem wurde mit einzelnen größeren Kunden Vereinbarungen über Reverse Factoring abgeschlossen, um bei längeren Zahlungszielen vorzeitige Zahlungseingänge zu erhalten.

b. Branchenrisiken

Werbebeschränkungen oder Werbeverbote unterliegen stets den Änderungen der Gesellschaftsnormen. Diese regulatorischen Restriktionen werden durch die Bundesregierung oder die Europäische Union beschlossen und können sich kurzfristig negativ auf die Ergebnissituation auswirken. Als Beispiele kann hier Werbung für Tabak genannt werden, zudem ist durch die Ampelkoalition ein Verbot für an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt geplant.

Daneben verzeichnet die Branche zunehmend einen Trend zur Vergabe von Werbebudgets als Ausschreibung von einzelnen Projekten, und nicht mehr die Vergabe in Form von pauschalen Vergütungsmodellen wie Jahresetats. Dies hat zur Folge, dass der Akquisitionsaufwand im Vergleich zum ausgeschriebenen Etat steigt, die Planungssicherheit über ein Jahr abnimmt sowie die Ressourcenplanung weiter erschwert wird. Durch ein sorgfältiges Prüfen der Ausschreibungen und ein enges Projektcontrolling kann hier sichergestellt werden, dass das Risiko hinsichtlich der Rentabilität von Projekten minimiert wird.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft zeigt ebenso kein erhöhtes Risiko, da der Branchenmix sehr ausgewogen ist und der Großteil der Kunden größere und mittelständische Unternehmen sind. Zudem sehen wir uns als Agenturgruppe sehr gut aufgestellt, diesen Entwicklungen mit kreativen und innovativen Lösungen entgegenzutreten.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Zinssätzen.

Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Unternehmens jederzeit sichergestellt werden kann, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln sowie ausreichenden Kreditlinien vorgehalten. Zudem wird das bestehende Liquiditätsmanagement, welches unter anderem ein Monitoring der weltweiten Banksalden der Beteiligungsunternehmen beinhaltet, durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung weiter ausgebaut.

Das Zinsrisiko der Serviceplan Gruppenholding resultiert im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehens- und Kontokorrentverbindlichkeiten in der Euro-Zone. Durch ein Darlehen, welches flexibel als zinsgünstiges Eurodarlehen oder als klassisches Bankdarlehen in Anspruch genommen werden kann, ist das Zinsrisiko in diesem Bereich allerdings begrenzt.

Das Risiko aus der Umkehr von Zinssätzen in Form von Negativ- oder Strafzinsen hat sich aufgrund des Anstiegs der Zinssätze deutlich verringert. Noch im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Serviceplan Gruppenholding in ihrer Funktion als Konzernobergesellschaft im Bereich des inländischen Cash-Poolings diesem Risiko ausgesetzt und war verpflichtet, auf Bankguthaben, die einen bestimmten Betrag überschreiten, Negativzinsen zu zahlen. Dieses Risiko konnte durch entsprechendes Liquiditätsmanagement weiter reduziert werden.

d. Risiken aus dem möglichen Verlust von Schlüsselkunden

Der Wegfall oder die erhebliche Reduktion von Werbebudgets von Schlüsselkunden führt zu einem Rückgang von Umsatzerlösen und aufgrund der zeitlich verzögerten Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen kurzfristig zu einer schlechteren Ergebnissituation. Der Verlust von Schlüsselkunden kann vielfältig begründet sein, was nicht immer durch die Gesellschaft zu vertreten ist, beispielweise durch den Rückgang der Konjunktur, Änderungen von Personal oder Geschäftsmodellen auf Kundenseite sowie Gesetzesänderungen.

Die Kundenstruktur der Serviceplan Group zeigt hierzu ein deutlich unterdurchschnittliches Risiko, da der Branchenmix sehr ausgewogen ist und immer noch eine nennenswerte Anzahl der Kunden größere und mittelständische Unternehmen sind. Zudem beträgt der Umsatzanteil des mit Abstand größten Einzelkunden trotzdem weniger als 10 %. Mit einigen großen, internationalen Konzernen, von denen ein nennenswertes "Cluster-Risiko" ausgehen könnte, konnten die längerfristigen Verträge erneuert bzw. sogar ausgebaut werden. Zudem werden Ergebnisbeeinträchtigungen durch Beendigung von Kundenbeziehungen durch eigenes schuldhaftes Verhalten im Fall der Fälle größtenteils durch gruppenweite Risikoversicherungen abgefedert.

e. Risiken aus dem Verlust von Schlüsselpersonal

Für beratende Unternehmen ist qualifiziertes Personal der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Durch den Wegfall von Schlüsselpersonal oder dadurch, dass für Wachstum nötiges Personal nicht ausreichend besetzt werden kann, resultiert ein unmittelbares, wirtschaftliches Risiko. Grundsätzlich ist die Werbebranche von hoher Fluktuation geprägt. In Verbindung mit der allgemeinen demografischen Entwicklung sowie dem fortgeführten Wachstumskurs der Serviceplan Group wird sich der Wettbewerb um Talente sicherlich noch verschärfen.

Ein Erfolgsfaktor der Serviceplan Group, der sich insbesondere in Krisenzeiten bewährt hat, ist das inhabergeführte Partnermodell. Jedes Unternehmen der Agenturgruppe wird von ein bis zwei Geschäftsführer:innen geleitet, die zugleich substanziell am Unternehmenserfolg beteiligt sind. Alle Partner:innen sind im Tagesgeschäft involviert und kümmern sich persönlich um ihre Kunden. Dies ermöglicht eine hohe Agilität und schnellere und flexiblere Entscheidungen, ohne dass auf kurzfristige ROI-gesteuerte Interessen von Shareholdern Rücksicht genommen werden muss. Zugleich kann Serviceplan ihren Kunden eine maximale Beratungskontinuität anbieten, was sich in deutlich überdurchschnittlichen Kundenverweildauern niederschlägt. Auch weist die Serviceplan Group dadurch auf Top-Führungsebene eine geringe Fluktuation auf. Auf Ebene der Mitarbeiter:innen wird mittels aktiver Personalpolitik, attraktiver Weiterbildungsmaßnahmen und einem leistungsorientierten Entlohnungsmodell erreicht, die Talente weit über Branchendurchschnitt lange an das Unternehmen zu binden.

f. Risiken aus Änderungen der Schlüsseltechnologien

Veränderungen von Schlüsseltechnologien im Bereich der Kommunikation bergen Risiken sowohl hinsichtlich bestehender als auch zukünftiger Kundenbeziehungen. Wenn Technologietrends nicht frühzeitig erkannt werden und für die Kunden nicht oder verspätet als Kommunikationsideen angeboten werden können, reduzieren sich bestehende Werbebudgets der Kunden oder neue Budgets können nicht erfolgreich akquiriert werden.

Die Entwicklung der Vorjahre bezüglich verschiedener Kommunikationsdisziplinen sowie die zunehmende Verflechtung von on- und offline wird weiter voranschreiten. Einer der entscheidenden Erfolgstreiber der Gesellschaft ist es, die spezifischen Stärken unterschiedlicher Kommunikationsdisziplinen zu kombinieren. Das Serviceplan Group Konzept "House of Communication" bietet die Basis für "ÜberCreativity": Creative & Content, Experience & Commerce und Media & Data - alle diese Bausteine werden integriert gedacht und für Kunden individuell und agil umgesetzt. Des Weiteren werden mit Kunden spezielle Customized-Agency-Konzepte entwickelt. Mittels "Innovationstagen", "Competence Circles" und Fachseminaren holt die Serviceplan Group zudem frühzeitig ihre Kunden hinsichtlich neuer Trends ins Boot und gestaltet mit ihnen gemeinsam ihre zukunftsorientierten Kommunikationsansätze.

g. Risiken aus dem Bereich Sustainability

Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung unternehmerischen Handelns und den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Dabei wird vor allem geprüft, welche Auswirkungen die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens auf Umwelt sowie soziale und ökonomische Aspekte hat. Kunden, Investoren, Mitarbeiter:innen und die Öffentlichkeit fordern zunehmend Informationen, die über die rein finanzielle Berichterstattung hinausgehen und erwarten, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen, indem sie die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Geschäftsmodells kennen und im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung steuern.

Die Serviceplan Group hat die Notwendigkeit zu nachhaltigem Handeln frühzeitig erkannt und ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und gegenüber den Menschen bewusst. Die deutschen Standorte der Agenturgruppe waren bereits im Zeitraum Juli 2020 bis Juni 2021 klimaneutral. Hierzu wurde mit Unterstützung eines auf Klimaschutz spezialisierten, externen Partners zunächst die CO 2-Bilanz der Group berechnet, eine Strategie und diverse konkrete Maßnahmen zur CO 2-Reduktion umgesetzt und Restemissionen durch "Gold Standard" zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Die Klimaneutralität aller europäischen Standorte soll noch im Jahr 2022 erzielt werden. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen werden kontinuierlich überprüft und jährlich angepasst. Daneben setzt sich die Serviceplan Group auch aktiv gegen jegliche Diskriminierung ein und fördert ein offenes, vorurteilsfreies und diverses Arbeitsumfeld für alle.

Sustainability beinhaltet aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen hinsichtlich mehr Effizienz, die Steigerung des Unternehmensimages, höherer Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Rekrutierung junger Mitarbeiter:innen.

h. Chancen und Prognose

Es wird erwartet, dass sich die Umsätze der Entertainment- und Medienindustrie zwischen 2021 und 2026 durchschnittlich um 3,4 % pro Jahr auf EUR 75,0 Mrd. erhöhen. Der größte Anteil davon wird auch weiterhin mit nicht-digitalen Umsätzen erzielt werden, das Wachstum wird aber vor allem durch die digitalen Bereiche vorangetrieben, z. B. durch den zunehmenden Einsatz von Marketing Clouds oder Programmatic Advertising (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2022 - 2026).

Die Konvergenz von "Online" und "Offline" wird sich damit weiter fortsetzen und birgt zukünftig wachsende Marktchancen für die Serviceplan Group. Mit ihren integrierten Unternehmensbereichen Plan.Net (Online), Mediaplus (Offline, TV, etc.), klassischer Kreativdisziplinen, Marktforschung und Customized-Agency-Konzepten kann die Wertschöpfungskette entlang der Bedürfnisse der Kunden ganzheitlich erschlossen werden. Bestandskunden können somit ohne weiteren Akquisitionsaufwand in Volumen und Ertrag ausgebaut werden. Aufgrund der zunehmenden Komplexität werden Kooperationen und strategische Allianzen weiter an Bedeutung gewinnen.

Der Vorstand weist jedoch auch darauf hin, dass die getroffenen Prognosen und Erwartungen auf Annahmen basieren, deren Eintreten von der tatsächlichen Entwicklung des Umfelds und der Branche erheblich beeinflusst werden können. Der weitere Verlauf der Weltkonjunktur lässt sich weiterhin kaum prognostizieren.

Die zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den heutigen Erwartungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen abweichen können.

Das Geschäftsjahr 2022/2023, das am 1. Juli 2022 gestartet ist, wird weiterhin geprägt von den Auswirkungen durch hohe Inflation, der Energiekrise sowie den andauernden Krieg in der Ukraine. Diese außergewöhnliche Situation führt zu einem erneut herausfordernden Jahr. Keywords wie Konsolidierung, Effizienz, Kostendruck und datenbasierte Kommunikation werden nach Einschätzung des Vorstands weiter an Bedeutung gewinnen. Dies erfordert den Digitalisierungs-Push der vergangenen Monate konsequent und kreativ weiterzuverfolgen. Die Serviceplan Group hat den Anspruch, weiterhin flexibel, fortschrittlich und effizient zu agieren und das Geschäft in Deutschland sowie auf internationaler Ebene stetig weiterzuentwickeln. Die Serviceplan Group hat daher bereits viele Maßnahmen angestoßen, um das gemeinsame Ziel zu verfolgen, die Agenturgruppe zu festigen und sie zuverlässig und zukunftsfähig für ihre Kunden sowie ihre Mitarbeiter:innen aufzustellen. Daher gehen wir davon aus, dass die Zufriedenheit der Kunden und der Mitarbeiter:innen auch im neuen Geschäftsjahr auf sehr hohem Niveau verbleibt.

In das neue Geschäftsjahr 2022/2023 ist die Serviceplan Group optimistisch gestartet. Einerseits bleibt die Marktsituation aufgrund der oben genannten Einflüsse schwierig, andererseits stimmen zahlreiche Neukundengewinne und die Verteidigung von großen Etats bei unseren Bestandkunden in den ersten Monaten des neuen Wirtschaftsjahres sehr zuversichtlich. Somit ist die aktuelle Auftragslage trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen als ausgesprochen positiv zu bewerten, zumal aufgrund der Größe und Struktur der Serviceplan Group keine Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Branchen bestehen. Insgesamt wird mit einem Wachstum der Honorarumsätze im einstelligen Prozentbereich sowie dem Erreichen einer Umsatzrendite im Wirtschaftsjahr 2022/2023 in ähnlicher Höhe wie im vorangegangenen Wirtschaftsjahr gerechnet. Somit gehen wir von einem moderaten Anstieg des EBT aus. Zudem wird ein positiver Cashflow prognostiziert. Für das kommende Wirtschaftsjahr stehen im Rahmen der strategischen Internationalisierung der Agenturgruppe u.a. der weitere Ausbau des Near- und Offshoringangebots sowie die Erschließung neuer Märkte auf der Agenda. Die Geschäftsentwicklung wird somit insgesamt als günstig betrachtet.

 

München, 24. Januar 2023

Serviceplan Group SE & Co. KG, München

Vertreten durch: persönlich haftende Gesellschafterin

Serviceplan Group Management SE, München

Vertreten durch:

Vorstand

Florian Haller

Alexander Schill

Dr. Fabian Prüschenk

Markus Noder

Matthias Brüll

Wolf Ingomar Faecks

Konzernbilanz

AKTIVA

30.06.2022
EUR
30.06.2021
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.181.053 1.080.183
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.914.123 2.279.066
3. Geleistete Anzahlungen 910.316 0
  8.005.492 3.359.249
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 903.215 1.101.814
2. Technische Anlagen und Maschinen 527.681 317.201
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.785.275 1.952.349
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.476.056 0
  6.692.227 3.371.365
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.445.986 1.385.811
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 755.607 549.367
3. Sonstige Ausleihungen 450 180.451
  2.202.043 2.115.630
  16.899.761 8.846.243
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.027.823 797.286
2. Geleistete Anzahlungen 6.690.072 6.234.233
  7.717.895 7.031.519
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.222.802 98.491.303
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.323.370 706.871
3. Forderungen gegen Gesellschafter 18.102.923 21.554.981
davon gegen Gesellschafter des Mutterunternehmens TEUR 17.382 (Vj. TEUR 20.282)    
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 625.872 4.366.532
5. Sonstige Vermögensgegenstände 125.867.684 114.710.796
  304.142.652 239.830.482
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.703.108 4.895.276
  332.563.655 251.757.277
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.983.004 2.910.755
  352.446.420 263.514.275

PASSIVA

   
30.06.2022
EUR
30.06.2021
EUR
Eigenkapital    
I. Kommanditeinlage 756.287 756.287
II. Gewinnrücklagen 90.057.626 70.270.811
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.679 -25.038
IV. Anteile anderer Gesellschafter -3.641.921 -2.338.746
  87.173.671 68.663.314
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 883.298 162.137
2. Steuerrückstellungen 12.922.523 7.941.649
3. Sonstige Rückstellungen 49.170.763 24.462.391
  62.976.584 32.566.177
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.890.927 4.953.090
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.183.384 20.107.294
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82.104.856 75.231.301
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.894.239 1.843.600
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 21.840.967 17.970.868
davon gegen Gesellschafter des Mutterunternehmens TEUR 2.775 (Vj. TEUR 708)    
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, mit denen    
ein Beteiligungsverhältnis besteht 516.034 117.781
7. Sonstige Verbindlichkeiten 51.240.150 40.385.736
davon aus Steuern TEUR 19.910 (Vj. TEUR 18.048)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 628 (Vj. TEUR 501)    
  199.670.557 160.609.670
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.625.608 1.675.115
  352.446.420 263.514.275

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

2021/2022
EUR
EUR 2020/2021
EUR
1. Umsatzerlöse 1.388.268.857   1.109.175.502
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 230.537   6.706
3. Andere aktivierte Eigenleistung 212.200   0
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.035.038   12.580.877
davon aus Währungsdifferenzen TEUR 292 (Vj. TEUR 11)      
    1.395.746.632 1.121.763.084
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -27.719   -12.380
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.088.247.312   -856.508.809
  -1.088.275.031   -856.521.189
    307.471.601 265.241.896
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -168.341.516   -140.841.696
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -25.857.787   -21.709.897
davon für Altersversorgung TEUR -276 (Vj. TEUR -207)      
  -194.199.303   -162.551.594
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.681.717   -2.935.491
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.698.376   -52.649.123
davon aus Währungsdifferenzen TEUR -111 (Vj. TEUR -41)      
    64.892.205 47.105.688
9. Erträge aus Beteiligungen 122.767   93.701
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.426.729   1.642.119
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -180.000   0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -682.476   -582.859
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für laufende Pensionen TEUR -19 (Vj. TEUR -6)      
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.843.594   -11.541.968
14. Ergebnis nach Steuern   49.735.632 36.716.681
15. Sonstige Steuern -49.955   -22.699
16. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen -334.578   -107.498
17. Konzernjahresüberschuss   49.351.099 36.586.484
18. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn   -19.203.826 -16.783.454
19. Konzernjahresüberschuss, der auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfällt   30.147.273 19.803.030

Konzernanhang

I. Vorbemerkung

Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB vorliegenden Konzernabschluss aufgestellt.

Die Serviceplan Group SE & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich.

Der Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss für folgende Tochterunternehmen, die ihrerseits Mutterunternehmen sind, mit der Konsequenz, dass diese Tochterunternehmen einen Konzernabschluss nicht aufzustellen brauchen:

- hmmh multimediahaus AG, Bremen

- Mediaplus Germany GmbH & Co. KG, München

- Mediateam 360 GmbH & Co. KG, München

- Plan.Net Germany GmbH & Co. KG, München

- Plan.Net Technology GmbH, München

- Serviceplan Consulting Group GmbH & Co. KG, München

- Serviceplan Germany GmbH & Co. KG, München

Die Serviceplan Group SE & Co. KG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Abschlüsse auf den Stichtag des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2022 aufgestellt.

Davon ausgenommen sind die Luminescent Digital Private Limited sowie die Luminescent Software Private Limited, deren Abschlüsse zum 31. März aufgestellt werden. Zudem werden die Abschlüsse der Mediaplus Medianest Sp. z.o.o. sowie der Plan.Net Technest Sp. z.o.o. zum 31. Dezember aufgestellt. Diese Unternehmen werden aufgrund eines auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlusses in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Beteiligungs- und Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Serviceplan Group SE & Co. KG, München sowie inländische und ausländische Tochterunternehmen. Erstmals wurden konsolidiert:

- Mediaplus Medianest Sp. z.o.o., Warschau, Polen

- Oestreicher & Wagner GmbH, München

- Plan.Net Technest Sp. z.o.o., Warschau, Polen

- Serviceplan Make GmbH & Co. KG, München (vormals: Serviceplan Solutions 1 GmbH & Co. KG, München)

Im Geschäftsjahr wurden folgende Anwachsungen und Verschmelzungen vorgenommen:

- Verschmelzung der bemorrow GmbH, Berlin, auf die Serviceplan Consulting Group GmbH & Co. KG, München

- Verschmelzung der Mediaplus International GmbH, München, auf die Mediaplus International GmbH & Co. KG, München

- Verschmelzung der Plan.Net Business Intelligence GmbH & Co. KG, München, auf die Plan.Net Journey GmbH & Co. KG, München

- Verschmelzung der Serviceplan Campaign & Content GmbH & Co. KG, München, auf die Serviceplan Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg

Zudem wurde die NEVEREST L.A. LLC, Los Angeles, USA, sowie die Serviceplan Activation + Logistics GmbH, Bremen, endkonsolidiert.

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Anteil am Kapital
in %
Bereich Gruppenholding  
Serviceplan Group SE & Co. KG, München 1) -
Haus der Kommunikation Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 1) 2) 45,00
Haus der Kommunikation Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 100,00
Haus der Kommunikation Köln GmbH & Co. KG, Köln 1) 75,00
House of Communication GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Ruby Works Joint Venture GmbH, München 51,00
Serviceplan Premium Services GmbH, München 100,00
THE MARCOM ENGINE GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
überlab GmbH & Co. KG, München 100,00
(vormals: Serviceplan Content Berlin GmbH & Co. KG, Berlin) 1)  
Bereich Consulting  
Serviceplan Consulting Group GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Serviceplan Strategy GmbH & Co. KG, München 1) 95,00
Bereich Agenturholding  
Serviceplan Germany GmbH & Co. KG, München 75,48
(vormals: ServicePlan Management GmbH & Co. Beteiligungs KG, München) 1)  
beckhealth GmbH & Co. KG, München 1) 80,00
NAMOTO GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Neverest GmbH & Co. KG, München 1) 90,00
Oestreicher & Wagner GmbH, München 85,00
Serviceplan Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 1) 100,00
Serviceplan Bubble GmbH & Co. KG, München 1) 85,00
Serviceplan Campaign 1 GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Serviceplan Campaign 2 GmbH, München 90,00
Serviceplan Campaign 3 GmbH, München 87,00
Serviceplan Campaign 4 GmbH & Co. KG, Nürnberg 1) 90,00
Serviceplan Design Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 70,00
Serviceplan Docks GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 89,00
Serviceplan Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 99,99
(vormals: Serviceplan Campaign Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg) 1)  
Serviceplan Health & Life GmbH & Co. KG, München 1) 90,00
Serviceplan Köln GmbH & Co. KG, Köln 1) 100,00
Serviceplan Public Relations & Content GmbH & Co. KG, München 1) 75,00
Serviceplan Make GmbH & Co. KG, München 100,00
(vormals: Serviceplan Solutions 1 GmbH & Co. KG, München) 1)  
Bereich Mediaplus  
Mediaplus Germany GmbH & Co. KG, München 76,66
(vormals: Mediaplus Gruppe für innovative Media GmbH & Co. KG, München) 1)  
Facit digital GmbH, München 56,00
Facit Research GmbH & Co. KG, München 1) 82,84
Jung von Matt IMPACT GmbH, Hamburg 2) 48,00
Mediaplus Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 1) 85,00
Mediaplus Engine GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Mediaplus Forward GmbH & Co. KG, München 1) 80,00
Mediaplus Geo Intelligence GmbH & Co. KG, Köln 1) 73,90
Mediaplus Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 87,58
Mediaplus International GmbH & Co. KG, München 100,00
(vormals: Mediaplus media 2 GmbH & Co. KG, München) 1)  
Mediaplus Köln GmbH & Co. KG, Köln 1) 90,00
Mediaplus media 1 GmbH & Co. KG, München 1) 100,00
Mediaplus Medianest Sp. z.o.o., Warschau, Polen 51,00
Mediaplus Realtime GmbH & Co. KG, München 100,00
(vormals: Prex Programmatic Exchange GmbH & Co. KG, München) 1)  
mediascale Gesellschaft für innovative Medienvermarktung mbH & Co. KG, 92,00
München 1)  
mediascale Köln Gesellschaft für innovative Medienvermarktung mbH & Co. KG, 85,00
Köln 1)  
Mediateam 360 GmbH & Co. KG, München 1) 51,00
Mediateam Regio GmbH & Co. KG, Holzkirchen 1) 74,90
Nayoki Mediaplus GmbH & Co. KG, München 1) 2) 50,00
WEFRA LIFE MEDIAPLUS GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg 1) 51,00
WEFRA LIFE MEDIAPLUS 2 GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg 1) 51,00
Bereich Plan.Net  
Plan.Net Germany GmbH & Co. KG, München 1) 78,71
(vormals: Plan.Net Gruppe für digitale Kommunikation GmbH & Co. KG, München)  
Future Marketing GmbH, Düsseldorf 51,00
hmmh multimediahaus AG, Bremen 80,00
Luminescent Digital FZ-LLC, Fujairah, V.A.E. 51,00
Luminescent Digital Private Limited, Bangalore, Indien 99,99
Luminescent Software Private Limited, Trivandrum, Indien 99,00
Plan.Net Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 1) 100,00
Plan.Net Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 100,00
Plan.Net Journey GmbH & Co. KG, München 90,00
(vormals: Plan.Net connect GmbH & Co. KG, München) 1)  
Plan.Net Köln GmbH & Co. KG, Köln 1) 90,00
Plan.Net media Erste Mediaagentur Aktiengesellschaft, München 95,22
Plan.Net Neo GmbH & Co. KG, München 1) 95,00
Plan.Net Performance GmbH & Co. KG, München 1) 90,00
Plan.Net Pulse GmbH, München 100,00
Plan.Net Radical CRM GmbH & Co. KG 100,00
(vormals: Plan.Net Vorratsgesellschaft 1 GmbH & Co. KG, München) 1)  
Plan.Net Technology GmbH, München 95,00
Plan.Net Technology srl, Timisoara, Rumänien 100,00
Plan.Net Technest Sp. z.o.o., Warschau, Polen 51,00
(vormals: Juicy Unlimited Sp. z.o.o., Warschau, Polen)  

1) Die Gesellschaften machen von der Befreiungsmöglichkeit des §264b HGB Gebrauch

2) Einbeziehung aufgrund Stimmrechtsverhältnisse

Anzugebender Anteilsbesitz

Die Einbeziehung nachstehend genannter Unternehmen in den Konzernabschluss ist unterblieben, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB):

Anteil am Kapital
in %
Bereich Gruppenholding  
Haus der Kommunikation GmbH, München 100,00
Haus der Kommunikation Berlin Management GmbH, Berlin 100,00
Haus der Kommunikation Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
HDK Haus der Kommunikation Köln Management GmbH, Köln 100,00
THE MARCOM ENGINE Management GmbH, München 100,00
überlab Management GmbH, München 100,00
(vormals: Serviceplan Content Berlin Management GmbH, Berlin)  
Bereich Consulting  
Serviceplan Consulting Group Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Strategy Management GmbH, München 100,00
Bereich Agenturholding  
Serviceplan Germany Management GmbH, München 100,00
(vormals: ServicePlan Management GmbH, München)  
Beck Health Management GmbH, München 100,00
NAMOTO Management GmbH, München 100,00
Neverest Management GmbH, München 100,00
Serviceplan ArtNest TOB, Kiew, Ukraine 100,00
Serviceplan Berlin Management GmbH, Berlin 100,00
Serviceplan Bubble Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Campaign 1 Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Campaign 4 Management GmbH, Nürnberg 100,00
Serviceplan Campaign & Content Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
(vormals: Serviceplan Campaign Hamburg Management GmbH,  
Hamburg)  
Serviceplan Content Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
Serviceplan Design Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
Serviceplan Docks Management GmbH, Hamburg 100,00
Serviceplan Health & Life Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Köln Management GmbH, Köln 100,00
Serviceplan Public Relations & Content Management GmbH, München 100,00
Serviceplan Make Management GmbH, München 100,00
(vormals : Serviceplan Solutions 1 Management GmbH, München)  
Serviceplan Solutions Technical Services Management GmbH, München 100,00
Bereich Mediaplus  
Mediaplus Germany Management GmbH, München 100,00
(vormals: MediaPlus Management GmbH, München)  
Facit Research Verwaltung GmbH, München 100,00
Mediaplus Berlin Management GmbH, Berlin 100,00
Mediaplus Engine Management GmbH, München 100,00
Mediaplus Forward Management GmbH, München 100,00
Mediaplus Geo Intelligence Verwaltung GmbH, Köln 74,90
Mediaplus Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
Mediaplus International Verwaltung GmbH, München 100,00
(vormals: Mediaplus media 2 Management GmbH, München)  
Mediaplus Köln Management GmbH, Köln 100,00
Mediaplus media 1 Management GmbH, München 100,00
Mediaplus Realtime Management GmbH 100,00
(vormals: Prex Programmatic Exchange Management GmbH,  
München)  
Mediaplus Vorratsgesellschaft 2 Management GmbH, Hamburg 100,00
Mediaplus Vorratsgesellschaft 3 Management GmbH, München 100,00
(vormals: Mediaplus International Management GmbH, München)  
MediaScale Management GmbH, München 100,00
MediaScale Köln Management GmbH, Köln 100,00
Mediateam 360 Management GmbH, München 100,00
Mediateam Regio Management GmbH, Holzkirchen 74,90
Nayoki Mediaplus Management GmbH, München 55,00
WEFRA LIFE MEDIAPLUS MANAGEMENT GmbH, Neu-Isenburg 51,00
Bereich Plan.Net  
Plan.Net Germany Management GmbH, München 100,00
(vormals: Plan.Net Management GmbH, München)  
Plan.Net Berlin Management GmbH, Berlin 100,00
Plan.Net Business Intelligence Management GmbH, München 100,00
Plan.Net Journey Management GmbH, München 100,00
(vormals Plan.Net connect Management GmbH, München)  
Plan.Net Hamburg Management GmbH, Hamburg 100,00
Plan.Net Innovation Management GmbH, München 100,00
Plan.Net Köln Management GmbH, Köln 100,00
Plan.Net media Erste Management GmbH, München 100,00
Plan.Net Neo Management GmbH, München 100,00
Plan.Net Performance Management GmbH, München 100,00
Plan.Net Radical CRM Management GmbH, München 100,00
(vormals: Plan.Net Vorratsgesellschaft 1 Management GmbH, München)  

Für nachfolgend genannte Unternehmen erfolgt nach § 311 Abs. 2 HGB keine Anwendung von §§ 311 f. HGB, da diese Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird (assoziiertes Unternehmen), für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:

Anteil am Kapital
in %
Bereich Gruppenholding  
BAUERSERVICEPLAN GmbH, Berlin 50,00
wetravel GmbH, München 49,00
Bereich Agenturholding  
Bietergemeinschaft Heinrich Bauer Verlag KG/Serviceplan Berlin 50,00
GmbH & Co. KG GbR, Berlin  
Neverest Poland Sp. z.o.o., Warschau, Polen 25,00
Neverest Poland Sp. z.o.o. Sp. Komandytowa, Warschau, Polen 24,99
Serviceplan Solutions Print SAS, Courbevoie, Frankreich 25,14
Bereich Mediaplus  
MGMP Magna Global Mediaplus GmbH, Hamburg 49,00
Total Mediaplus GmbH & Co. KG, München 40,00
Total Mediaplus Management GmbH, München 40,00
Bereich Plan.Net  
Thaltegos GmbH, München 25,10

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach § 301 Abs. 1 und 3 HGB. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag ist, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Juli 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Werden nach Erlangen des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben oder veräußert, werden diese Transaktionen als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang abgebildet. Bei einem Erwerb werden die Vermögensgegenstände und Schulden anteilig in Höhe des Zuerwerbs neubewertet. Ein sich nach der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden neubewerteten Eigenkapital ergebender Unterschiedsbetrag wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 301 Abs. 3 und 309 HGB zu behandelt. Bei einer teilweisen Anteilsveräußerung ohne Verlust der Beherrschung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Anteile erfolgswirksam behandelt.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen bzw. Ausleihungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Zwischenergebnisse im Sinne des § 304 HGB und waren demzufolge auch nicht zu eliminieren.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach § 308a HGB. Es kommt die Umrechnung zu Stichtagskursen zur Anwendung, da es sich um selbstständig operierende Unternehmen handelt. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Kapitalanteile, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung des Konzernabschlusses entspricht den §§ 264c, 266 und 275 HGB. Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit nach § 265 Abs. 1 HGB wurde beachtet.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Serviceplan Group SE & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Verwendung der Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über vier Jahre abgeschrieben, die Abschreibung beginnt im Zugangsjahr. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben, die Abschreibung beginnt im Zugangsjahr. Die Abschreibungsdauer bemisst sich dabei an den Branchengegebenheiten, wodurch sind eine vorsichtige Bewertung der Geschäfts- und Firmenwerte ergibt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.

Das Festkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rücklagen entsprechen den Gesellschafterbeschlüssen bzw. der Regelung im Gesellschaftsvertrag.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 30. Juni 2022 erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB und unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) mit einem Abzinsungssatz von 1,78 % p.a. berechnet und es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Weitere Annahmen bzgl. Anwartschaftstrend, BBG-Trend, Rententrend und Fluktuation liegen der Bewertung nicht zugrunde.

Zur Absicherung eines Teils der Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Die Rückdeckungsversicherungen sind zum 30. Juni 2022 zu den beizulegenden Zeitwerten bewertet (Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen TEUR 140) und wurden, soweit die Voraussetzungen gegeben sind, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Rückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 325) saldiert. Es verbleiben nach Verrechnung Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 185. Die Zeitwerte des Deckungsvermögens weichen unwesentlich von den entsprechenden historischen Anschaffungskosten ab. Es wurden keine Aufwendungen und Erträge verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 29 (Vj. TEUR 44).

Die Bewertung einer weiteren Pensionsrückstellungen erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) mit einem Abzinsungssatz von 1,37 % p.a. sowie mit einer Rentendynamik (Inflation) von 1,75 % p.a. berechnet. Zudem wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Weitere Annahmen bzgl. Anwartschaftstrend, BBG-Trend, Rententrend und Fluktuation liegen der Bewertung nicht zugrunde. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 47.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, grundsätzlich berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Fremdwährungsposten werden im Einzelabschluss zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden die auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenmittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Realisierung des Umsatzes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs auf den Auftraggeber, nach vertraglich vereinbarter Kundenabnahme bzw. nach Erbringung der vereinbarten Leistung.

Aufwendungen werden zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. Bezugs verbucht.

V. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus beiliegendem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Firmenwert

Der Nettowert des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung hat sich aufgrund von Zugängen, Abgängen und planmäßigen Abschreibungen von TEUR 2.279 auf TEUR 5.914 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Serviceplan Solutions 1 GmbH & Co. KG (TEUR 3.761) sowie aus dem Rückkauf von Minderheitsanteilen. Gegenläufig wirkten sich planmäßige, unterjährige Abschreibungen aus.

Vorräte

Unter den Vorräten sind im Wesentlichen unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 1.028 (Vj. TEUR 797) im Zusammenhang mit noch nicht fertiggestellten Kundenprojekten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.06.2022 davon mit einer Restlaufzeit
insgesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.223 157.223 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.323 2.323 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 18.103 18.103 0 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 626 626 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 125.868 124.925 758 185
  304.143 303.200 758 185
30.06.2021 davon mit einer Restlaufzeit
insgesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.491 98.491 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 707 707 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 21.555 21.107 448 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.367 4.367 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.147.114 113.025 1.686 0
  239.830 237.696 2.134 0

Latente Steuern

Aktive latente Steueransprüche ergeben sich aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Rückstellungen. Die Bewertung erfolgt mit einem effektiven Steuersatz in Höhe von 17,15 %. Aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 HGB unterbleibt der Ansatz aktiver latenter Steuern.

Latente Steuern gemäß § 306 HGB haben sich nicht ergeben.

Eigenkapital

Das Kapital der Kommanditisten beträgt EUR 756.287,07 und wurde zum Nennwert bewertet.

Der Konzernabschluss der Serviceplan Group SE & Co. KG wird vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für ausstehende Rechnungen, Tantiemen, sowie Media-Abgrenzungen. Daher handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Rückstellungen, die nicht abzuzinsen sind.

Verbindlichkeiten

30.06.2022 davon mit einer Restlaufzeit
insgesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.891 3.058 9.833 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.183 29.183 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82.105 82.105 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.894 1.894 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 21.841 21.841 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 516 516 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 51.240 51.081 159 0
  199.671 189.678 9.992 0
30.06.2021 davon mit einer Restlaufzeit
insgesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.953 4.953 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.107 20.107 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.231 75.231 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.844 1.844    
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.971 17.442 529 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 118 118 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 40.386 40.386 0 0
  160.610 160.081 529 0

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag besteht eine Bürgschaft unter Verzicht auf die Einrede der Vorausklage der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der Bank BNP Paribas SA i. H. v. TEUR 400. Sicherungszweck ist die Absicherung eines Darlehens, welches die Serviceplan Paris SAS bei der BNP Paribas SA im Dezember 2017 aufgenommen hat. Das Darlehen wurde aufgenommen zur Finanzierung der Modernisierung von Büroräumlichkeiten in Paris und hat eine Laufzeit von fünf Jahren bei einer unveränderlichen Verzinsung i. H. v. 1,3 %. Diese Bankbürgschaft ist befristet bis zum 11. März 2023 bzw. bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens. Derzeit ist aufgrund der Planung von einer selbständigen Bedienung des Darlehens durch die Serviceplan Paris SAS auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als sehr gering eingeschätzt.

Eine weitere Bürgschaft der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der Bank BNP Paribas SA besteht i. H. v. TEUR 160. Diese dient als Sicherheit für eine Kreditlinie der Serviceplan Group France SA in gleicher Höhe. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie wird diese mit einem unveränderlichen Zinssatz . H. v. 1,2 % verzinst. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Da die Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt, wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Zudem besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der el Leasing & Service AG für die Leasingnehmer Saint Elmo's Management GmbH & Co. Beteiligungs KG und Serviceplan International GmbH & Co. KG i. H. v. TEUR 50 sowie der Project M GmbH i. H. v. TEUR 15. Die Bürgschaft dient zur Sicherung der Zahlungsansprüche einschließlich Zinsen der abgeschlossenen Leasingverträge und ihrer Beendigung. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, da die Gesellschaften die zugrundeliegenden vertraglichen Leistungen erfüllen.

Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat eine Patronatserklärung gegenüber der Serviceplan Group France SA i. H. v. TEUR 7.000 abgegeben. Mithilfe dieser Erklärung soll die Unternehmensfortführung der Serviceplan Group France SA und ihrer Tochtergesellschaften sichergestellt werden sowie die Eröffnung eines französischen Präventivverfahrens (ad-hoc Mandat oder Schiedsverfahren) ermöglicht werden. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum bis 30. Juni 2024. Die zugrundeliegenden vertraglichen Leistungen werden erfüllt, wodurch das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt wird.

Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat eine harte Patronatserklärung i. H. v. TEUR 2.500 gegenüber Kunden der Mediaplus Italia S.r.l. zur Gewährleistung der Erfüllung von Verbindlichkeiten ausgesprochen, welche im Rahmen des Mediavertrags entstehen. Diese Patronatserklärung ist befristet und endet spätestens zum 31. März 2023. Hier ist von einer selbständigen Erfüllung durch die Mediaplus Italia S.r.l. auszugehen.

Des Weiteren besteht eine harte Patronatserklärung i. H. v. TRUB 100.000 der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der MAGMA RUS LLC zur Sicherung der Kreditlinie. Diese Patronatserklärung gilt vom 8. Juli 2020 und ist befristet bis zum 7. August 2021. Mit Wirkung zum 13. Juli 2021 wurde diese bis zum 31. Januar 2023 verlängert. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.06.2022
TEUR
Miet- und Leasingverträge  
im Folgejahr 17.309
im 2. bis 5. Jahr 71.912
ab dem 6. Jahr 122.937
  212.158

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2021/2022
TEUR
Umsatzerlöse  
- nach Sparten  
Media-Bereich 1.311.696
Plan.Net-Bereich 184.842
Serviceplan-Bereich 157.543
Übrige 160.311
Erlöse lt. Summen-GuV 1.814.391
abzüglich Konsolidierungen -426.122
  1.388.269

Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten wurde verzichtet, da der überwiegende Teil der Umsätze im Inland erzielt wird.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 4.612 (Vj. TEUR 8.224) Erträge enthalten, die früheren Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtungen sowie von Rückstellungen.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 430) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.197 (Vj. TEUR 1.088) enthalten, die früheren Wirtschaftsjahren zuzuordnen sind. Diese resultieren überwiegend aus der Unterdeckung von Rückstellungen. Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen aus Wertberichtigung von Darlehen in Höhe von TEUR 1.911 (Vj. TEUR 7.348) sowie aus Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 1.692 enthalten (Vj. TEUR 163).

Zinsergebnis

In den Zinserträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 1 (Vj. TEUR 75), in den Zinsaufwendungen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 19 (Vj. TEUR 46) enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 513) enthalten.

VII. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

30.06.2022
TEUR
Liquide Mittel 20.703
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -58
  20.645

Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen resultieren aus Wertberichtigungen von Darlehen in Höhe von TEUR 1.911 (Vj. TEUR 7.348).

VIII. Angaben zu nahestehenden Personen

Mit den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Leistungsbeziehungen betreffend Cashpooling bzw. Erbringung von Werbeleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Es bestehen keine nicht marktüblichen Transaktionen mit nahestehenden Personen.

IX. Befreiungsvorschrift des § 264b HGB

Die unter dem Punkt II und mit 1) gekennzeichneten Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

X. Sonstige Angaben

Vorstand

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Serviceplan Group SE & Co. KG ist die Serviceplan Group Management SE, München, mit einem Grundkapital von EUR 120.000,00. Mitglieder des Vorstands dieser Gesellschaft sind:

- Herr Florian Haller, Vorstandsvorsitzender (CEO), München

- Herr Alexander Schill, CCO, Hamburg

- Herr Dr. Fabian Prüschenk, CFO, Feldafing

- Herr Markus Noder, Managing Partner, München

- Herr Ronald Focken, Kommunikationswirt, München (bis 7. Juli 2022)

- Herr Matthias Brüll, Managing Partner, Düsseldorf (seit 28. September 2021)

- Herr Wolf Ingomar Faecks, Managing Partner, München (seit 28. September 2021)

- Herr Vincent Schmidlin, Managing Partner, Hamburg (von 28. September 2021 bis 30. September 2022)

Die Mitglieder des Vorstands sind bis auf Herrn Florian Haller von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit.

Die Bezüge des Vorstands der Serviceplan Group Management SE beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 5.951.

Herr Florian Haller ist stets einzelvertretungsberechtigt. Die anderen Vorstandmitglieder vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Mitglied des Vorstandes oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Zum Stichtag bestanden ausgereichte Darlehen an Mitglieder des Vorstands in Höhe von TEUR 598 (Vj. TEUR 705). Ein Darlehen (TEUR 336; Vj. TEUR 448) hat eine Gesamtlaufzeit von fünf Jahren seit dem 1. Juli 2019. Ein weiteres Darlehen i. H. v. TEUR 262 (Vj. TEUR 252) hat eine Gesamtlaufzeit von drei Jahren seit dem 1. Juli 2020. Die Verzinsung der Darlehen beträgt jeweils 2 % pro Jahr. Im Geschäftsjahr wurden Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 110 getilgt.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Serviceplan Group Management SE, München, sind

- Herr Dr. Peter Haller, Werbeberater, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats),

- Frau Anke Schäferkordt, Medien-Managerin, Köln,

- Frau Sibylle Stempel, Unternehmerin, München sowie

- Herr Jerry Buhlmann, Manager, Sussex, Großbritannien (seit 27. Oktober 2021).

Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten.

Mitarbeiteranzahl

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter:innen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.536, wovon 2.144 Vollzeit- und 392 Teilzeitbeschäftigte waren.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 197, für Steuerberatungsleistungen TEUR 357 und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 12.

Ergebnisverwendung

Der Ergebnisverwendungsvorschlag sieht eine Thesaurierung des Gewinns des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 33.223 (Vj. TEUR 17.850) von mindestens 25 Prozent vor. Der nicht thesaurierte Betrag steht den Gesellschaftern zur Entnahme zur Verfügung.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben.

 

München, den 24. Januar 2023

Serviceplan Group SE & Co. KG

Vertreten durch:

persönlich haftende Gesellschafterin Serviceplan Group Management SE

Vertreten durch:

Vorstand

Florian Haller

Alexander Schill

Dr. Fabian Prüschenk

Markus Noder

Matthias Brüll

Wolf Ingomar Faecks

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Serviceplan Group SE & Co. KG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Group SE & Co. KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Serviceplan Group SE & Co. KG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Januar 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Hager, Wirtschaftsprüfer

Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2021
EUR
Währungsänderung
EUR
Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.420.608 -407 1.604.262 614.632 -258.498 9.380.597
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.068.489 0 3.820.954 1.620.508 0 21.509.950
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 487.206 423.110 0 910.316
  23.489.096 -407 5.912.422 2.658.250 -258.498 31.800.864
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.441.520 -414 99.577 81.822 -2.410.122 2.212.383
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.236.550 -202 584.533 590.750 -19.766 2.391.865
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.648.529 -1.292 336.005 373.145 -282.564 5.073.822
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 7.751 3.476.056 0 3.483.807
  10.326.600 -1.909 1.027.865 4.521.772 -2.712.452 13.161.876
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.385.811 0 49.432 10.743 0 1.445.986
2. Beteiligungen 549.367 0 9.300 196.940 0 755.607
3. Sonstige Ausleihungen 180.451 -2 0 0 0 180.450
  2.115.630 -2 58.732 207.683 0 2.382.043
  35.931.326 -2.318 6.999.019 7.387.706 -2.970.950 47.344.782
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2021
EUR
Währungsänderung
EUR
Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -6.340.424 345 -1.652.803 -463.940 257.278 -8.199.545
2. Geschäfts- oder Firmenwert -13.789.423 0 240.641 -2.047.045 0 -15.595.827
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
  -20.129.847 345 -1.412.162 -2.510.986 257.278 -23.795.372
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -3.339.706 173 -34.271 -300.004 2.364.640 -1.309.167
2. Technische Anlagen und Maschinen -919.349 202 -570.629 -393.030 18.622 -1.864.183
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.696.180 1.100 -371.812 -477.697 256.042 -3.288.547
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 -7.751 0 0 -7.751
  -6.955.235 1.475 -984.462 -1.170.731 2.639.304 -6.469.649
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 -180.000 0 -180.000
  0 0 0 -180.000 0 -180.000
  -27.085.082 1.820 -2.396.624 -3.861.717 2.896.582 -30.445.021
Buchwerte
30.06.2022
EUR
30.06.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.181.053 1.080.183
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.914.123 2.279.066
3. Geleistete Anzahlungen 910.316 0
  8.005.492 3.359.249
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 903.215 1.101.814
2. Technische Anlagen und Maschinen 527.681 317.201
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.785.275 1.952.349
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.476.056 0
  6.692.227 3.371.365
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.445.986 1.385.811
2. Beteiligungen 755.607 549.367
3. Sonstige Ausleihungen 450 180.451
  2.202.043 2.115.630
  16.899.761 8.846.243

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Summe Rücklagen Gewinnrücklage Sonstige Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag/
01.07.2020 756.287 57.747.082 -6.518 -10.269.235
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 2.913.248 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 0 0 0
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss 0 0 0 202.446
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -18.520 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -125.760
  0 2.913.248 -18.520 76.686
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
30.06.2021 756.287 60.660.330 -25.038 -10.192.549
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 4.261.621 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 0 0 0
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss 0 0 0 1.953.308
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 26.717 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 3.227.643
  0 4.261.621 26.717 5.180.951
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
30.06.2022 756.287 64.921.951 1.679 -5.011.598
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
01.07.2020 12.688.911 60.916.527
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -3.121.616 -208.368
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -9.364.849 -9.364.849
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 0
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss -202.446 0
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0
Währungsumrechnung 0 -18.520
Sonstige Veränderungen 0 -125.760
  -12.688.911 -9.717.497
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss 19.803.030 19.803.030
30.06.2021 19.803.030 71.002.060
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -4.462.430 -200.809
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -13.387.291 -13.387.291
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 0
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss -1.953.308 0
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0
Währungsumrechnung 0 26.717
Sonstige Veränderungen 0 3.227.643
  -19.803.030 -10.333.741
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss 30.147.273 30.147.273
30.06.2022 30.147.273 90.815.592
Nicht beherrschende Anteile Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
01.07.2020 -16.763.713 13.279.725 -3.483.988 57.432.539
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 -208.368
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 -15.559.008 -15.559.008 -24.923.857
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 -603.231 -603.231 -603.231
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss 13.279.725 -13.279.725 0 0
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises 290.311 0 290.311 290.311
Währungsumrechnung 0 0 0 -18.520
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -125.760
  13.570.036 -29.441.964 -15.871.928 -25.589.425
Änderungen des Konsolidierungskreises 233.716 0 233.716 233.716
Konzernjahresüberschuss 0 16.783.454 16.783.454 36.586.484
30.06.2021 -2.959.961 621.215 -2.338.746 68.663.314
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 -200.809
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 -19.449.224 -19.449.224 -32.836.515
Ausschüttungen bei Kapitalgesellschaften 0 -886.246 -886.246 -886.246
Thesaurierung Konzernjahresüberschuss 621.215 -621.215 0 0
Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises -192.463 0 -192.463 -192.463
Währungsumrechnung 0 0 0 26.717
Sonstige Veränderungen 0 0 0 3.227.643
  428.752 -20.956.685 -20.527.933 -30.861.674
Änderungen des Konsolidierungskreises 20.932 0 20.932 20.932
Konzernjahresüberschuss 0 19.203.826 19.203.826 49.351.099
30.06.2022 -2.510.277 -1.131.643 -3.641.920 87.173.671

Konzernkapitalflussrechnung

2021/2022
TEUR
2020/2021
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit    
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter 49.351 36.586
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.862 2.935
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 23.762 1.793
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 1.911 7.348
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (ohne Gesellschafter) -60.292 -56.096
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (ohne Gesellschafter) 14.617 37.347
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 56 83
Zinsaufwand (+) 682 583
Zinsertrag (-) -1.427 -1.642
sonstige Beteiligungserträge (-) -123 -94
Ertragssteueraufwand (+)/-ertrag (-) 15.844 11.542
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -5.488 -7.709
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 42.755 32.676
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1 34
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.943 -831
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 17 65
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.522 -695
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 1.764
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -208 -419
Einzahlungen (+) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 126 0
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis -1 -1.028
Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 3.452 4.007
Auszahlungen (-) an Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG -3.084 -21.806
erhaltene Zinsen (+) 1.427 1.100
erhaltene Dividenden (+) 123 94
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.612 -17.715
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Auszahlungen (-) aus Kapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -208
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 15.083 0
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -6.700 -4.450
gezahlte Zinsen (-) -643 -548
Auszahlungen (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens -13.588 -9.365
Auszahlungen (-) an andere Gesellschafter -14.894 -13.709
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -20.742 -28.280
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 16.401 -13.319
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -175 151
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27 -16
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.392 17.576
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.645 4.392
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 20.703 4.895
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -58 -503
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.645 4.392

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