Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 105328
Eingetragen
27.12.1993
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Betrieb eines Haus- und Wohnbauunternehmens, insbesondere als Bauträger und Baubetreuer; die Gesellschaft kann auch Immobiliengeschäfte aller Art ausüben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Altvater
seit 30.3.2016
Prokura
Wolfgang Pommer
seit 8.11.2006
Geschäftsführer
Ute Pommer
seit 8.11.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
PR Wohnbau GmbHAufgelöst
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pommer Massivbau GmbH

Untereisesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

31.12.2022 31.12.2021
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.607,51 0
II. Sachanlagen 28.417,16 39
III. Finanzanlagen 138.603,37 350
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.554.183,73 4.909
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.219.316,34 1.877
III. Flüssige Mittel 1.665.387,61 4.334
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.046,87 12
9.647.562,59 11.521
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25
II. Bilanzgewinn 2.929.110,09 4.714
2.954.674,68 4.739
B. Rückstellungen 1.665.129,33 2.552
C. Verbindlichkeiten 5.027.616,18 4.230
D. Rechnungsabgrenzungsposten 142,40 0
9.647.562,59 11.521

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR TEUR
1. Rohergebnis 200.226,63 8.539
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 676.976,74 883
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 99.311,52 89
776.288,26
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 13.420,91 30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 801.052,95 1.294
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.669,25 15
6. Erträge aus Beteiligungen - 54.277,95 - 11
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 221.460,80 - 285
- 1.651.604,99 5.962
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag + 268.861,95 1.341
9. Ergebnis nach Steuern - 1.382.743,04 4.621
10. Sonstige Steuern 2.006,13 2
11. Jahresfehlbetrag (i.V.-überschuss) - 1.384.749,17 4.619

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022

der Pommer Massivbau GmbH, Untereisesheim

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Pommer Massivbau GmbH mit Sitz in Untereisesheim im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 105328 eingetragen.

Von der Möglichkeit der größenabhängigen Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung nach § 327 HGB wird Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Zugänge werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Vorräte

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden Risiken wurde durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Passiva

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zu Anlage 3) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 196.000,00 (i. V. TEUR 76) über Sicherheitsleistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Flüssige Mittel

Der Posten enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.564,59 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Garantiefälle und Personalaufwendungen sowie Prüfungs- und Steuerberatungskosten gebildet worden.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.001.757,81 1.112.104,06 585.056,84 3.698.918,71
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186.761,98 0,00 0,00 186.761,98
Sonstige Verbindlichkeiten 1.141.935,49 0,00 0,00 1.141.935,49
3.330.455,28 1.112.104,06 585.056,84 5.027.616,18

Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.698.918,71 (i.V. TEUR 1.905) sind durch Grundpfandrechte gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten, die Warenlieferungen betreffen, bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 41,43 0,00
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.615,56 3.615,56
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.138.278,50 1.236.445,81
1.141.935,49 1.240.061,37

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 12.503,38 (i.V. TEUR 13).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn EUR 2.929.110,09 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2022 bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB aus Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 791.

Die Bürgschaften sind vollständig durch Bankbürgschaften gesichert. Das Risiko für die Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den Bürgschaften bewerten wir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering.

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2023 2024-2027 2028ff. Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 63 85 0 148

VII. Sonstige Angaben

1. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 9 Mitarbeiter. Es ergibt sich folgende Zusammensetzung:

Personen
Angestellte 9
Arbeiter 0
9

2. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

3. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer:

Herrn Dr. Wolfgang Pommer, Dipl. Ingenieur Untereisesheim

Frau Ute Pommer, Kauffrau, Untereisesheim

4. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB und die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 3 und 4 HGB.

 

Untereisesheim, den 15. März 2024

Geschäftsleitung Pommer Massivbau GmbH

Dr. Wolfgang Pommer

Ute Pommer

Entwicklung des Anlagevermögens

1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.655,20 8.043,47 0,00 49.698,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.100,48 0,00 0,00 25.100,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.213,14 1.994,44 5.948,40 226.259,18
255.313,62 1.994,44 5.948,40 251.359,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 48.793,62 0,00 48.793,62 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 300.437,82 23.027,22 185.331,67 138.133,37
3. Genossenschaftsanteile 470,00 0,00 0,00 470,00
349.701,44 23.027,22 234.125,29 138.603,37
646.670,26 33.065,13 240.073,69 439.661,70
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.232,69 858,47 0,00 42.091,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.562,48 1.073,00 0,00 5.635,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 211.765,98 11.489,44 5.948,40 217.307,02
216.328,46 12.562,44 5.948,40 222.942,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
257.561,15 13.420,91 5.948,40 265.033,66
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.607,51 422,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.465,00 20.538,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.952,16 18.447,16
28.417,16 38.985,16
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 48.793,62
2. Sonstige Ausleihungen 138.133,37 300.437,82
3. Genossenschaftsanteile 470,00 470,00
138.603,37 349.701,44
174.628,04 389.109,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Grundlagen des Unternehmens

Die Pommer Massivbau GmbH ist ein renommierter Bauträger mit über 30 Jahren Erfahrung mit Firmensitz in Untereisesheim im Landkreis Heilbronn. Seit der Unternehmensgründung liegt der Fokus auf dem Geschosswohnungsbau für Eigentumswohnungen. Die Leistungen der Pommer Massivbau GmbH beziehen sich auch auf die Grundstücksakquisition und die Projektentwicklung mit ihrer technischen und kaufmännischen Abwicklung. Die Kunden sind Eigennutzer und Kapitalanleger. Ergänzend werden Gewerbeeinheiten errichtet und Objekte saniert. Die Projekte werden bundesweit jedoch schwerpunktmäßig im Raum Heilbronn, Ludwigsburg und Stuttgart errichtet. Mittlerweile wurden über 2000 Wohnungen realisiert. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist bei der Pommer Massivbau GmbH ein wichtiger Aspekt. Hierbei steht ein ganzheitlicher Betrachtungsansatz ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Belange im Vordergrund. Um einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, hat sich die Pommer Massivbau GmbH auf KfW-Effizienzhäuser und ökologische Baumaterialien spezialisiert. Hierbei steht allerdings im Vordergrund, dass die Immobilien bezahlbar bleiben und über den gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich sind. Auch Themen wie Wohnbehaglichkeit, Barrierefreiheit oder sozialer Wohnungsbau werden bei der Pommer Massivbau GmbH erfolgreich umgesetzt. Die Pommer Massivbau GmbH schafft Lebensräume, die die Bedürfnisse verschiedenster Menschen erfüllen. Die qualitativ hochwertige, zeitlose Architektur fügt sich in bestmöglichen Lagen stets harmonisch in die Umgebung ein.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Durch den Ukraine-Konflikt kam es nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich zu einer Wende. Die Inflationsrate erreichte im Jahr 2022 mit 7,9 % den höchsten Stand seit Gründung der Bundesrepublik. Die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen und Verbraucher zu entlasten, was zu einem Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte von fast 102 Mrd. Euro führte. Trotzdem konnte Deutschland die europäische Verschuldungsregel mit 2,6 % (Vorjahr 3,7 %) einhalten. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 laut Schätzung des Statistischen Bundesamts gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen, kämpft aber weiterhin mit den Auswirkungen der Energiekrise. Angesichts der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank seit Sommer 2022 Zinsanhebungen vorgenommen. Der Leitzins wurde schrittweise seit Juli 2022 von 0 % auf nunmehr 2,5 % zum Jahresende 2022 angehoben. Der Arbeitsmarkt ist insgesamt stabil, wobei die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt deutlich gesunken ist. Die Erfassung ukrainischer Geflüchteter führte ab der Jahresmitte zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Inflation stieg aufgrund von Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreisen im Jahr 2022 spürbar an.

Entwicklung der Branche

Im Jahr 2022 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen kalenderbereinigten Rückgang des realen (preisbereinigten) Auftragseingangs um 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Der nominal (nicht preisbereinigt) erfasste Auftragseingang lag mit 99,1 Milliarden Euro um 4,8 % über dem Vorjahresniveau aufgrund der gestiegenen Baupreise. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe fiel im Vergleich zum Vorjahr real um 5,8 %, stieg jedoch nominal um 9,8 % auf einen neuen Höchststand von 108,9 Milliarden Euro. Der Wohnungsbau verzeichnete dabei den höchsten Jahresumsatz von 28,0 Milliarden Euro, gefolgt vom gewerblichen Hochbau mit 25,8 Milliarden Euro. Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge um 15,1 % zurück und lagen nominal knapp unter dem Vorjahreswert bei 51,7 Milliarden Euro. Besonders stark war der Rückgang im Wohnungsbau mit einem realen Minus von 16,5 %. Der von der EZB veranlasste Zinsanstieg belastet die Immobilienmärkte aufgrund des drastischen Anstiegs der Zinsen für Baufinanzierungen. Während der Zinssatz für 10-jährige Baufinanzierungen zum Jahresanfang noch bei 1 % lag, stieg er bis Jahresende auf knapp 4 %. Die Nachfrage nach Mietwohnungen stieg, während die Märkte für Wohneigentum abkühlten. Die Bautätigkeit in Deutschland ging zurück, obwohl der Bedarf an Wohnungen weiterhin hoch ist. Es wurden 354.400 Wohnungen genehmigt. Gemäß des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 6,9 % weniger als im Vorjahr. Neben dem Zinsanstieg war die Bauindustrie mit gestiegenen Preisen, gestörten Lieferketten, Materialmangel und Fachkräftemangel konfrontiert. Mit den Baumaterialpreisen erhöhten sich auch die Preise für Arbeiten am Bau. Insgesamt verteuerten sich die Preise für den Neubau von Wohngebäuden im Jahresdurchschnitt 2022 um 16,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Geschäftsergebnis

Im Berichtszeitraum 2022 wurden die begonnenen Bauvorhaben von Bad Wimpfen und Bönnigheim nicht übergeben, wobei die laufenden Kosten für den Vertrieb, Zinsen und Verwaltung das Jahresergebnis belasten. Die Bauvorhaben sind mit deutlich positivem Deckungsbeitrag kalkuliert und mit Übergabe der Wohnungen wird sich das positive Ergebnis künftig im Bilanzgewinn niederschlagen. Der Bilanzgewinn zeigt gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang an, ist aber trotz der Kosten im Jahr 2022 mit 2.929 Tausend Euro noch deutlich im positiven Bereich. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Geschäftsjahr 2022 dennoch positiv verlaufen ist.

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 ist ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die beiden veräußerten Bauvorhaben in Bönnigheim und Bad Wimpfen erst bei abgeschlossener Übergabe in der GuV als Umsatzerlöse verbucht werden. Die erhaltenen Anzahlungen sind offen bei den Vorräten abgesetzt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden maßgeblich Investitionen für neue Grundstücke und deren Entwicklung getätigt. Weiterhin wurde in die Nutzung von Software-Tools investiert, mit welchen Optimierungen hinsichtlich Kostenplanung und Ökobilanzierung vorgenommen wurden. Im Rahmen der digitalen Transformation wurde das Anlagevermögen durch eine umfassende Erneuerung der IT- und Servertechnik aufgestockt.

Darstellung der Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Jahr 2022 geht aus der GuV ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.385 Tausend Euro hervor. Der positive Geschäftsverlauf wird sich erst mit der Übergabe der Wohnungen von Bad Wimpfen und Bönnigheim in der GuV niederschlagen. Der Jahresfehlbetrag ist durch den Gewinnvortrag von 4.714 Tausend Euro ausreichend abgedeckt. Die positiven Deckungsbeiträge aus den laufenden Projekten werden erst in den kommenden Jahren im Jahresüberschuss erscheinen.

Finanzlage

Die Finanzlage kann als sehr stabil betrachtet werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, dass Zahlungsfristen von Verbindlichkeiten fristgerecht beglichen werden und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden. Während des Betrachtungszeitraums war die Zahlungsfähigkeit der Pommer Massivbau GmbH zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Finanzierung der Bauprojekte erfolgt über klassische Bauträgerfinanzierungen sowie zusätzlichem Eigenkapitaleinsatz. Die Liquidität des Unternehmens wird als sehr gut betrachtet.

Vermögenslage

Grundsätzlich richtet sich die Vermögenslage stark an die Anzahl, Größe und Dauer von Bauprojekten. Das Vorratsvermögen hat sich durch diverse Bauprojekte erhöht. Die Bilanzsumme der Pommer Massivbau GmbH ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen sind offen von den Vorräten abgesetzt. Ohne diesen Bilanzansatz wäre die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag im Jahr 2022 bei 30,64 % im soliden Bereich.

Voraussichtliche Entwicklung

Risikobericht

Durch eine effiziente Unternehmensstruktur, niedrige Fixkosten, umfassendes Risikomanagement und das Nichtvorhandensein eines Bestandes von überbewerteten Grundstücken aus der Niedrigzinszeit konnte die Pommer Massivbau GmbH das Jahr 2022 erfolgreich bewältigen. Das Risiko für Grundstückskäufe und Projektentwicklungen hat im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Um das Risiko zu verringern besteht die Möglichkeit, in Zukunft in Projekte mit einem geringeren Investitionsvolumen zu investieren oder fertiggestellte Projekte für eine gewisse Zeit im Bestand zu behalten. Um die stagnierenden Kaufaktivitäten von Einzelkäufern auszugleichen, konzentriert sich die Pommer Massivbau GmbH verstärkt auf den Verkauf von Immobilien an globale Investoren. Themen wie ESG-Konformität und Standortauswahl werden dabei aus Sicht institutioneller Investoren und Kapitalanleger genauer analysiert. Es ist weiterhin möglich, dass die Entwicklung der Immobilienpreise nicht an die Trends der Vergangenheit anknüpft. Besonders der aktuelle Anstieg der Zinsen für Immobilienfinanzierungen und die Engpässe bei Baustoffen wie Stahl und Bitumen, aber auch die Preiserhöhungen für Baustoffe wie Holz könnten dazu führen. Dies erschwert zunehmend die Kalkulation neuer Angebote. Das Risiko der steigenden Baukosten wird durch enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, Rahmenverträgen, optimale Vergabezeitpunkten und Flexibilität bei der Baustoffauswahl so gut wie möglich reduziert. Die Risiken im Zusammenhang mit Bauträgerfinanzierungen können durch eine gute Eigenkapitalquote und alternative Finanzierungsformen abgefedert werden. Bilanzielle Risiken und Liquiditätsrisiken werden durch ein konsequentes Controlling gesteuert, und das Refinanzierungsrisiko wird durch frühestmögliche Verkaufsstarts minimiert. Die Risikobewertung der geopolitischen Spannungen und das Ergreifen angemessener Maßnahmen stellt sich als schwierige unternehmerische Aufgabe dar. Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat sich der Immobiliensektor in verschiedenen Bereichen verändert. Eine der Auswirkungen ist eine steigende Nachfrage nach energieeffizienten Immobilien, da das Bewusstsein für die strategische Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen stark gewachsen ist. Die Pommer Massivbau GmbH wird daher verstärkt auf umweltfreundliche Energiequellen setzen. Obwohl ehrgeizige Klimaziele wie die CO 2 -Neutralität bis 2040 in Baden-Württemberg gesetzt sind, ist die Pommer Massivbau GmbH entschlossen, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten. Die unerwartete Streichung von Förderprogrammen seitens der Politik stellt jedoch eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Pommer Massivbau GmbH hofft auf verbesserte Rahmenbedingungen für den Bau von Mehrfamilienhäusern in den kommenden Jahren.

Chancenbericht

Die Pommer Massivbau GmbH erwartet aufgrund des kontinuierlichen Bevölkerungswachstums und steigender Haushaltszahlen zukünftig eine Nachfrage nach Neubauwohnungen. Die Standorte Heilbronn, Ludwigsburg und Stuttgart werden nach wie vor als attraktive Wohn- und Arbeitsstandorte betrachtet, aber durchlaufen einen Wandel. Während mittelständische Unternehmen und die Automobilindustrie schwächeln, verzeichnen andere Branchen wie der Lebensmitteleinzelhandel und die Technologieindustrie einen Aufschwung. Die Errichtung eines neuen Projekt-Campus der Schwarz Gruppe und eines Innovationsparks für Künstliche Intelligenz in Heilbronn sind beispielhafte Zeichen für die Diversifizierung der Wirtschaft in der Region. Die Ansiedlung von Unternehmen in neuen Branchen und die Förderung von Innovationen können die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken und zu neuen Arbeitsplätzen führen. Die Pommer Massivbau GmbH könnte davon profitieren, indem sie sich auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen einstellt und entsprechende Immobilienlösungen anbietet. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Zinsen scheitern viele Bauträger an geplanten Immobilienprojekten. Einige von ihnen sind aufgrund der schwierigen Marktlage sogar gezwungen, Insolvenz anzumelden. Dies eröffnet der Pommer Massivbau GmbH neue und attraktive Möglichkeiten, da derzeit weniger Wettbewerber aktiv sind und bereits begonnene Projekte zu günstigen Konditionen angeboten werden. Die digitale Transformation wird ebenfalls als Chance betrachtet. Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Building Information Modeling (BIM) werden zurzeit implementiert und getestet, um Planungssicherheit, Transparenz, Qualität, Kosten- und Terminsicherheit zu optimieren. Der Klimawandel stellt für die Bau- und Immobilienwirtschaft eine große Herausforderung dar, um die Klimaziele zu erreichen. Die Nachhaltigkeit von Immobilien ist auf dem Markt längst zur Pflicht geworden, jedoch gestaltet sich die Umsetzung noch schwierig. Die Pommer Massivbau GmbH sieht hier eine vielversprechende Gelegenheit. Immer mehr Investoren, insbesondere institutionelle Anleger, zeigen Interesse an nachhaltigen Immobilien. Dies eröffnet neue und attraktive Marktchancen für das Unternehmen. Daher haben wir uns auf den Bau klimafreundlicher Wohngebäude spezialisiert. Aufgrund der klimafreundlichen Bauweise können Kunden zum Teil von günstigen Krediten profitieren.

Prognosebericht

Aufgrund des derzeit abgekühlten Marktumfelds gestaltet sich eine Prognose für das Bauträgergeschäft schwierig. Die Bauprojekte in Bad Wimpfen und Bönnigheim sind verkauft, hierdurch wird eine stabile Entwicklung für die Jahre 2023/2024 prognostiziert. Weitere Bauvorhaben befinden sich in der Planungsphase. Auf das aktuelle Marktgeschehen kann noch Rücksicht genommen werden.

 

Untereisesheim, den 15. März 2024

Dr. Wolfgang Pommer, Geschäftsführer

Ute Pommer, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pommer Massivbau GmbH, Untereisesheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pommer Massivbau GmbH, Untereisesheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pommer Massivbau GmbH, Untereisesheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Erleichterungen für die Offenlegung.

 

Stuttgart, den 15. März 2024

Dr. Breuer + Partner GmbH
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Jürgen Müller, Wirtschaftsprüfer

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