AB Gebrüder Heinz GmbHLiquidiert
59269 Beckum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Heinz seit 4.10.2019 | Liquidator |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.61% | |
| 42.48% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Albert Bursch Medizintechnik Vertriebs GmbH | 5.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AB Gebrüder Heinz GmbH (vormals: Albert Bursch Medizintechnik Vertriebs GmbH)Beckum (vormals: Ahlen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Lagebericht per 30.09.2015I. Wirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Die Verunsicherung um die Wirtschaftsentwicklung in China sowie in anderen Rohstoffproduzierenden Schwellenländern hat die Risiken wieder stärker in den Blick treten lassen. Das wirtschaftliche Umfeld ist schwieriger geworden. Die Industrieproduktion ist moderat aufwärtsgerichtet. Im Bausektor gibt es nach dem schwachen Frühjahr Anzeichen einer Belebung. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, jedoch mit etwas geringerer Dynamik (Pressemitteilung BMWi 10.09.2015). In der deutschen Gesundheitswirtschaft stehen die Zeichen auf Wachstum. Die Gesundheitswirtschaft nahm im Frühsommer 2015 weiter Fahrt auf und blickt nach zwischenzeitlich etwas vorsichtigeren Erwartungen vom Jahresbeginn nun wieder optimistischer in die Zukunft, so die Konjunkturumfrage der DIHK vom Frühsommer 2015. Der Gesundheitssektor ist weiterhin ein Wachstumsmarkt, mit folgenden Wachstumsfaktoren: - Zunehmender Bedarf medizinischer Behandlung - Steigende Nachfrage nach innovativen Produkten - Medizinischer Fortschritt - Zunehmendes Gesundheitsbewusstsein, das zu einem steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen- und Einrichtungen führt Dieses Wachstum zu finanzieren ist die Herausforderung für die Zukunft. Die Finanzlage vieler Krankenhäuser ist sehr angespannt. In diesem Umfeld wachsen private Trägerschaften überdurchschnittlich. Des Weiteren profilieren überregionale Einkaufsgemeinschaften. Dies gilt nicht nur für Krankenhäuser, sondern in gleichen Maß für Nidergelassene Ärzte. II. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens in 2014/2015 Die AB Gebrüder Heinz GmbH (vormals: Albert Busch Medizintechnik-Vertriebs-GmbH) ist primär im klinischen Bereich tätig. Der Klinikbereich des Gesundheitswesens ist im Allgemeinen von Konjunkturzyklen relativ unabhängig, nicht jedoch von gesundheitspolitischen Gegebenheiten. Die AB Gebrüder Heinz GmbH ist durch Eigenkapital und Gesellschafterdarlehn solide finanziert und benötigt für das operative Geschäft keine Bankkredite. Alle Zahlungen erfolgen unter Ausnutzung der Skontierung. Die Bilanzsumme zum 30.09.2015 hat sich zum 30.09.2015 um 1.200 TEUR = 23,6 % erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der vorfällig gezahlten ersten Kaufpreisrate aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebs. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist nach wie vor ausgeglichen. Das langfristig gebundene Sachanlage- und Finanzanlagevermögen ist in vollem Umfang durch Eigenkapital finanziert. Mit einer Eigenkapitalquote bei gestiegener Bilanzsumme von 41,0 % im Vergleich zu 49,1 % im Vorjahr ist das Unternehmen nach wie vor solide aufgestellt. Die Liquidität im kurzfristigen Bereich hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 249 TEUR erhöht. Nach erfolgten Umzug und Zusammenlegung der verschiedenen Betriebsstellen sowie eine weitere Anpassung der EDV konnte durch Optimierungen das Rohergebnis des Berichtsjahres auf 3.488 TEUR gesteigert werden, was einer Erhöhung von 505 TEUR entspricht. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 48 TEUR auf 2.550 TEUR gestiegen. Die Relation zum Umsatz betrug 17,4 % gegenüber 19,6 % im Vorjahr. Insgesamt ergibt sich ein nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gegliedertes Betriebsergebnis von 100 TEUR (Vorjahr: ./. 383 TEUR). Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung von 483 TEUR. Das Finanzergebnis lag mit ./. 9 TEUR um 25 TEUR über dem des Vorjahres. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses von ./. 20 TEUR (Vorjahr: + 2 TEUR) und nach Berücksichtigung der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 83 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag ./. 357 TEUR). Der Cash-Flow it um 466 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. III. Risikomanagement Zur Risikoprävention setzt das Unternehmen auf ein ausgebautes Risikomanagementsystem zur konsequenten Überwachung der Geschäftsrisiken. Als Unternehmen zum Vertrieb von medizinischen Instrumenten und ärztlichen Einrichtungsgegenständen ist die Gesellschaft mit den spezifischen Risiken der Branche konfrontiert. Zu diesen gehören insbesondere kunden- und branchenbezogene Nachfragerückgänge, Ausfallrisiken bei Kunden, Liquiditätsrisiken, Personalrisiken und EDV-Sicherheit. Diese Faktoren werden in die strategischen Überlegungen und Planungen einbezogen, um die sich möglicherweise ergebenden Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, so gut wie möglich zu begegnen. Die bestehenden Verfahren, Regelungen, das Berichtswesen und die sonstigen Anweisungen sind geeignet, die Geschäftsführung über die Entwicklung und die Bewältigung der Risiken zeitnah und sachgerecht in Kenntnis zu setzen. Zur Absicherung von Ausfallrisiken wird ein striktes Forderungsmanagement betrieben. Die Liquiditätssicherung ist im Wesentlichen durch hohes Eigenkapital und ausreichende Gesellschafterdarlehen gewährleistet. IV. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 01.Oktober 2015 wurde der gesamte operative Geschäftsbetrieb sowie die Beteiligung an der AMEFA Großhandels GmbH veräußert. Die Gesellschaft ist somit nicht mehr operativ tätig. V. Ausblick Aus Altersgründen wurde mit Wirkung zum 01. Oktober 2015 der gesamte operative Geschäftsbetrieb veräußert. Die AB Gebrüder Heinz GmbH ist nicht mehr operativ tätig. Der operative Geschäftsbetrieb wird nun durch die Erwerberin, die Bursch Medizintechnik GmbH, fortgesetzt. Die Geschäftsführung liegt in neuen Händen. Die Bursch Medizintechnik GmbH gehört zur Firmengruppe der Seidel medipool GmbH, München, die wie die AB Gebrüder Heinz GmbH inhabergeführt ist und für Fachkompetenz im medizinischen Markt steht. Die Übernahme dient der Sicherung, Bündelung und dem Ausbau der Leistungsfähigkeit im Bereich der Investitionsgüter und medizintechnischer Geräte, Instrumentarien und Dienstleistungen an den jeweiligen Standorten. Die Geschäfte werden seit dem 01. Oktober 2015 unter der Firmierung Bursch Medizintechnik GmbH von Ahlen aus weiter geführt und ausgebaut. Die AB Gebrüder Heinz GmbH ist in der Zukunft nur noch vermögensverwaltend tätig.
Ahlen, 14. Januar 2016 AB Gebrüder Heinz GmbH (vormals: Albert Bursch Medizintechnik Vertriebs GmbH) Volker Heinz Bilanz per 30.09.2015AB Gebrüder Heinz GmbHAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung per 30.09.2015AB Gebrüder Heinz GmbH
Entwicklung des Anlagevermögens per 30.09.2015AB Gebrüder Heinz GmbH
Anhang per 30.09.20151. Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss zum 30. September 2015 ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs-kosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Für bewegliche, selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von über 150,00 EUR bis zu 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet, der im Jahr des Zugangs und in den vier folgenden Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben wird. Die Vorräte sind unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Waren sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Abwertungen für Bestandrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Bei den zum Nominalwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Ansatz des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte ebenfalls zum Nennwert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig ermittelt. Die Pensionsverpflichtungen wurden zum Barwert nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 4,12 % ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des BilMoG zum 01. Oktober 2010 hatte sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 149.586,00 EUR ergeben. Dieser Betrag wurde in 2014/2015 in Höhe von 1/15 (= 9.973,00 EUR) zugeführt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beträgt 99.721,00 EUR. Die sonstigen Rückstellungen decken alle ungewissen Verbindlichkeiten und tragen den im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken Rechnung. Sie werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Anlageposten ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenpiegel. In den sonstigen Vermögensgegenständen und in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Beträge in Höhe von 290 TEUR (Lieferantenboni) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen (80 TEUR) und andere (202 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie für die sonstigen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten bestellt. In den Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. Nennenswerte nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 a HGB bestehen in Form eines langfristigen Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages mit der Albert Bursch GmbH & Co. KG, Ahlen, längerfristigen Mietverträgen aus der Anmietung von Geschäftsgebäuden und einem Leasingvertrag. Der hieraus zu erwartende Aufwand für das Folgejahr beträgt rd. 141 TEUR. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Handelserlöse aus dem Verkauf von medizintechnischen Geräten und Artikeln. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Posten in Höhe von 34 TEUR enthalten. 5. Sonstige Angaben Es wurden in 2014/2015 durchschnittlich 46 Mitarbeiter beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Volker Heinz, Beckum. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2014/2015 von 82.881,95 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Ahlen, 14. Januar 2016 AB
Gebrüder Heinz GmbH
Volker Heinz Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers per 30.09.2015Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AB Gebrüder Heinz GmbH (vormals: Albert Bursch Medizintechnik Vertriebs GmbH) für das Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis 30.09.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss-prüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, 14. Januar 2016 Weber
& Richter GmbH
B. Baumeister, Wirtschaftsprüfer T. Liesenkötter, Wirtschaftsprüfer |
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