Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
CCL Label GmbH
Industriestraße 2, 83607 Holzkirchen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Andrusch seit 14.4.2023 | Geschäftsführer |
Benjamin Hamzaj seit 15.3.2023 | Prokura |
Alexander Hermann Webert seit 15.3.2023 | Prokura |
Christian Utz seit 13.3.2008 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Syrix Holding Germany GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CCL Label GmbH
HolzkirchenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der CCL Label GmbH, HolzkirchenA. Grundlagen der Gesellschaft Die CCL Label GmbH in Holzkirchen ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Syrinx Holding Germany GmbH in Holzkirchen und gehört damit zum Konzern der kanadischen CCL Industries Inc. CCL Label GmbH in Holzkirchen entwickelt, produziert und vermarktet Haftetiketten für die Produktausstattung. Schwerpunkte bilden Anwendungen in den Bereichen Körperpflege ("Home & Personal Care") und Süßwaren ("Confectionary"). Ferner werden Haftetiketten für Verpackungsbehälter der Nahrungsmittel-Industrie ("Food") sowie für Getränkeflaschen ("Beverage") und sonstige Anwendungen ("Specialities") hergestellt. Seit dem 01.04.2021 befindet sich neben dem Sitz in Holzkirchen eine weitere Betriebsstätte in Hamburg, hier werden Art-Works & Designs für den Markt erstellt, verwaltet & vermarktet. Im Rahmen eines Asset Deal wurden hierbei die Mitarbeiter sowie die Vermögenswerte des vormaligen Unternehmens in die CCL Label GmbH integriert. Bei den Vermögenswerten handelte es sich im Wesentlichen um Software sowie Kundenstamm. Der Absatz unserer Produkte erfolgt hauptsächlich im Inland sowie in den europäischen Ländern. B. Wirtschaftsbericht B1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit auf nahezu demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona Pandemie. Während der Energiekrise und durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,2%. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor (6,9%), ist mit knapp 6 % allerdings immer noch auf einem hohen Niveau. Die Teuerung wurde, wie im vergangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungsmaßnahmen milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 teilweise ab. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis September 2023 insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Hochwertig gestaltete Etiketten sind für die Markenartikelhersteller ein unverzichtbares Mittel, um ihre Erzeugnisse aus dem reichhaltigen Marktangebot hervorzuheben. Produkte müssen im Regal des Einzelhandels auffallen, um in die Hand genommen zu werden. Die Forderungen unserer Kunden nach attraktiven Dekorationen haben daher nicht nachgelassen. Wir unterstützen sie bereits in den frühen Phasen der Produktneugestaltung durch unsere erfahrenen Techniker und Spezialisten und helfen unseren Partnern ihre Produkte optimal im Markt zu platzieren. Dabei versuchen wir gemeinsam mit unseren Kunden auch neue Ansätze für Produktausstattungen zu entwickeln, um einerseits den hohen technischen und gestalterischen Anforderungen gerecht zu werden - und andererseits dem sich immer stärker vorhandenen Verbraucherbewusstsein nach ökologischer Herstellung und Wiederverwendbarkeit bzw. Recyclingfähigkeit der Verpackungen Rechnung zu tragen. Im Bereich der Flaschenausstattung haben sich Folienetiketten - insbesondere im Premiumsegment - weitgehend etabliert, da man mit diesen Materialien hochwertige Dekorationen realisieren kann, ohne dass dabei die vergleichsweisen hohen Kosten einer Direktbedruckung anfallen. Selbstklebende, transparente Folienetiketten für Getränkeflaschen, die nach Produktgebrauch innerhalb der Abfüllbetriebe wie ein Papier-Label im Recyclingprozess abgewaschen werden können, haben sich ebenfalls am Markt etabliert. Der dazu erforderliche Materialverbund wurde vor Jahren von uns entwickelt und für viele Länder auch außerhalb Europas patentiert. Großunternehmen der Getränkeindustrie setzen diese Art der Dekoration weltweit ein. Die nach wie vor starke Orientierung der Endverbraucher auf günstige Discounter-Artikel führt bei unseren Kunden in der Markenartikelindustrie zu einem starken Preisdruck, welcher wiederum auch deutlich auf unsere Erzeugnisse wirkt. Als Hersteller müssen wir versuchen, den rückläufigen Preistrend durch Prozessoptimierungen im Ablauf sowie die Produktivitätssteigerungen & Innovation in der Fertigung zu kompensieren. Dies erreichen wir, unter anderem, durch eine hohe Standardisierung im Maschinenpark sowie bei den eingesetzten Materialien. B2. Geschäftsverlauf Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bedarfsentwicklung zeigte sich unterschiedlich - einige bestehende Kunden traten mit einer erhöhten Nachfrage an unser Unternehmen heran - andere hingegen blieben hinter den Erwartungen zurück. Zudem wurden einzelne Produktlinien aufgrund des Preisdrucks von Kunden abgezogen und an Konkurrenten vergeben. Neu hinzu kamen eine kleine Anzahl kleinerer Kunden mit Entwickklungspotential. Insgesamt entwickelt sich unser Marktumfeld sehr dynamisch und stellt uns stets vor neue Herausforderungen. B2.1. Umsatzentwicklung
Der Gesamtumsatz (HGB) lag im Geschäftsjahr 2023 auf dem Vorjahresniveau. In unserem Kerngeschäft, den Marktbereichen "Home- & Personal Care" und "Confectionary/Food", konnten wir unsere Kunden bei anstehenden Produkt-Relaunches oder neuen Projekten weiterhin durch innovative Produktionstechnologien und eine kompetente Betreuung von der Leistungs-, Innovations- und Konkurrenzfähigkeit des Standortes Holzkirchen überzeugen. Es besteht jedoch bei fast allen Kunden eine Fokussierung auf die Zielgröße Preis. Somit ist ein sehr starker Preis- und Margendruck zu beobachten. Den Marktbereich "Beverage/Specialities" erschließt ein weltweit ausgerichtetes Sales-Team für die gesamte CCL-Gruppe, wobei die Produktion für den europäischen Raum überwiegend in den beiden deutschen CCL-Standorten Meerane und Holzkirchen erfolgt. Dabei übernimmt das Schwesterwerk in Meerane den Hauptteil der Fertigung im Tiefdruck, während sich die Produktion im Werk Holzkirchen überwiegend auf spezielle Etiketten beschränkt, die aufgrund der technischen Maschinenausstattung oder wegen der Kapazitätssituation nicht am Standort in Meerane produziert werden können. Der Anteil des Marktbereiches Beverage/Specialities am Gesamterlös des Werkes in Holzkirchen ist im Jahr 2023 auf 4,1% gesunken (Vorjahr 7,1%). Der Umsatzanteil des Bereichs Artwork stieg in 2023 auf 1,8% (Vorjahr 1,4%). B2.2. Wesentliche Leistungsindikatoren Aufgrund der Zugehörigkeit der Gesellschaft zu einem internationalen Konzern wird die Planung des Unternehmens unter Berücksichtigung der Bilanzierungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die wesentlichen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und das operating result (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, ohne außergewöhnliche Einmaleffekte und Konzernumlagen). Die Vorjahresprognose ging für das Jahr 2023 von einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich aus. Dieses Ziel wurde mit einem Umsatz, der marginal über dem des Vorjahres liegt, übertroffen. Für das operating result wurde eine Steigerung im niedrigen zweistelligen Bereich prognostiziert. Dieses Ziel konnte mit einem operating result von 3,03 Mio. € und damit unter dem des Vorjahres (3,14 Mio. €) nicht realisiert werden. B2.3. Beschaffung Aufgrund der verbesserten Verfügbarkeit konnte der Lagerbestand an Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen abgebaut werden, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Dies zeigt sich im verminderten Jahresendbestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Dieser liegt 39% unter dem Vorjahr. Das Preisniveau ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, insbesondere im Bereich Rohstoffe und Energie. B2.4. Produktion Unsere Druckmaschinen waren im ersten Quartal 2023 gut ausgelastet. Im zweiten und dritten Quartal brach die Nachfrage nach unseren Produkten stark ein. Der April 2023 war der umsatzschwächste Monat der letzten Jahre. Grund hierfür waren die gut gefüllten Lager unserer Kunden u.a. aufgrund einer Preiserhöhung unsererseits zum 01.04.2023. Im vierten Quartal zog die Nachfrage wieder stark an. Zeitweise projektbezogene Auslastungsspitzen konnten - soweit erforderlich - durch zusätzliche Schichten an den Wochenenden überbrückt werden. Der Bereich der Digital-Kombinationsdruckverfahren erfreut sich generell einer erhöhten Nachfrage. Hier liegt auch weiterhin der Fokus auf der Aus- und Weiterbildung für unsere Mitarbeiter, um den Bedarf zu decken. Die Investitionen in diese Technologie haben sich erfreulich entwickelt, und die Maschinen sind mittlerweile gut belegt. Durch die Kombination der Vorteile digitaler und konventioneller Druckverfahren wollen wir die immer anspruchsvoller werdenden Kundenvorgaben noch besser und bedarfsgerechter umsetzen. Mit unseren modernen Kombinationsdruckmaschinen sind wir in der Lage, alle Druckverfahren (Digital-, Flexo-, Sieb-, Offset- und Tiefdruck) in einer Maschine je nach Bedarf zu kombinieren. Für einfachere Druckmotive, wie z.B. bei Rückseitenetiketten, stehen ebenfalls darauf spezialisierte und passende Druckmaschinen zur Verfügung. Dieser Maschinenpark ermöglicht es, Effizienz und Produktivität weiter zu steigern und so den Herausforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Durch Inspektionssysteme mit integriertem Datentransfer zwischen den Druckmaschinen und den angegliederten Schneidemaschinen, die für alle Produktionslinien verfügbar sind, konnten die Aufträge hinsichtlich Menge und Qualität zielgerichtet produziert werden. In einer Vielzahl von Projekten wurden Schwachstellen analysiert und Prozessabläufe bzw. technische Verfahrensweisen optimiert. Maschinen- wie auch Infrastrukturausstattungen wurden angepasst und modernisiert. Wichtige Projekte waren dabei u.a. die Entwicklung einer Inline Klebstoffbeschichtung, die Überarbeitung und Zentralisierung des Farbmanagements, Verbesserung und Digitalisierung der bestehenden Rüst- und Druckprozesse sowie die datentechnische Integration und Standardisierung der Prozesse in den Repro- / PrePress-Bereichen. Auch in Zukunft werden wir diese Projektarbeiten fortführen, um dadurch eine Vereinfachung und Verbesserung unserer Prozessabläufe zu erreichen. B2.5. Investitionen Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1,2 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €) investiert - wobei die Mittel im Wesentlichen für die Erweiterung und Optimierung bestehender Druck- und Produktionsmaschinen, diverse Hard- und Software sowie für sonstige Anschaffungen im Produktions- und Administrationsbereich eingesetzt wurden. Die Investitionen tragen dazu bei, unsere Marktposition zu sichern, damit wir weiterhin mit modernsten Anlagen flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren können. B2.6. Mitarbeiter
2023 wurden durchschnittlich 255 Mitarbeiter (Vorjahr 259) sowie 11 Auszubildende (Vorjahr 10) beschäftigt (Mitarbeiter gemäß § 267 HGB). Ausgebildet wurden die Berufsbilder "Industriekaufmann/-frau" und "Medientechnologe/in Druck" sowie "Mediengestalter/in". Die Kapazitäten im Hybrid- und Tiefdruck waren im ersten und letzten Quartal 2023 gut ausgelastet. Die nachfrageschwachen Monate in den Quarten 2 und 3 wurden genutzt, um Überstunden abzubauen. B2.7. Forschung & Entwicklung / Anwendungstechnik / Qualitätssicherung In den Bereichen Entwicklung/Anwendungstechnik und Qualitätssicherung/Labor haben wir insgesamt 15 Mitarbeiter beschäftigt, die für alle Marktbereiche technische Unterstützung leisteten. Kernaufgaben waren überwiegend Verbesserungen bei der Produkt- und Prozesssicherheit sowie Herausforderungen in der Verfahrens- und Materialentwicklung. Darüber hinaus konnten wir unsere Marktposition durch qualifizierte, anwendungstechnische Unterstützung bei Projekten für unsere Bestands- und Neukunden stärken. Auch die weltweite Koordination der lokalen Fertigung für globale Marken haben wir erfolgreich begleitet. Eine schnelle Umsetzung von technischen Anforderungen aus dem Markt trug dazu bei, Bestandskunden zu sichern und Neukunden zu gewinnen. Weitere Schwerpunkte waren Farb- und Materialweiterentwicklungen, die Unterstützung des Vertriebes bei anwendungstechnischen Fragen sowie die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender Prozesse und Verfahren zur Erweiterung der Produktpalette - z.B. für die Entwicklung verschiedener, neuer Klebstoffbeschichtungsverfahren. B3. Wirtschaftliche Lage B3.1. Ertragslage
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 hat sich insgesamt um 0,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erhöht, wobei durch die erfolgreichen Aktivitäten unserer Sales-Teams stets auch neue Projekte und Produkt-Relaunches umgesetzt werden konnten. Einzelne Produktlinien wurden aufgrund des Preisdrucks von Kunden abgezogen und an Konkurrenten vergeben. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 2,1 Mio. € und konnte damit gegenüber dem Vorjahresergebnis (1,8 Mio. €) gesteigert werden. Die in den Vorjahren begonnenen und konsequent fortgeführten Optimierungsmaßnahmen entfalteten ihre Wirkung im gestiegenen Umsatz je Mitarbeiter, sowie im gesteigerten Unternehmensergebnis. Zudem leisten die Optimierungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des Geschäftes. Sowohl im Druckbereich wie auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen wurden vorhandene Prozesse überprüft und stetig optimiert sowie wo möglich digitalisiert. Für die spezifische Geschäfts- und Produktstruktur im Jahr 2023 haben sich der Materialaufwand um 8 Mio. € und die Personalkosten um 0,05 Mio. € erhöht. Bezogen auf die Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen ergab sich dadurch eine Materialaufwandsquote von 46,1% (Vorjahr 46,9% %) sowie eine Personalkostenquote von 32,1% (Vorjahr 31,6%). Die Materialaufwandsquote hat sich vor allem aufgrund eines niedrigeren Preisniveaus im Bereich Grundmaterial reduziert. Die Personalkostenquote konnte aufgrund der leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl und dem reduzierten Aufwand für Pensionsrückstellungen ungefähr auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen musste im April wegen der Insolvenz eines Lohnabfüller eine Einzelwertberichtigung in Höhe von 344 T€ gebildet werden, die jedoch im Laufe des Jahres bis auf 49 T€ reduziert werden konnte. Im April wurde für den gewinnbringenden Verkauf einer ungenutzten Maschine zur Herstellung von Tuben ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 979 T€ verbucht. Das Jahresergebnis von 1,6 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Syrinx Holding Germany GmbH abgeführt. Im Konzern-Reporting nach IFRS lag das operating result 2023 bei 3,03 Mio. € (Vorjahr 3,14 Mio. €). B3.2 Vermögenslage Bei einer gesamten Bilanzsumme von 30,8 Mio. € (Vorjahr 36,8 Mio. €) zeigt die Bilanz 2023 auf der Aktivseite nach Investitionen von 1,2 Mio. € ein Anlagevermögen von 12,6 Mio. € (Vorjahr 15,1 Mio. €). Die Positionen des Umlaufvermögens bewegen sich innerhalb einer normalen Schwankungsbreite für unser Unternehmen. Die Vorräte haben sich mit 6,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (7,4 Mio. €) verringert, zurückzuführen auf die reduzierte Bevorratung mit Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich mit 10 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (10,6 Mio. €) ebenfalls leicht reduziert. Auf der Passivseite der Bilanz haben sich die Rückstellungen mit 8,7 Mio. € verringert (Vorjahr 9,2 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 7,5 Mio. € (Vorjahr 8,1 Mio. €) ebenso reduziert und befinden sich damit in einem normalen Rahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen fielen auf 7,9 Mio. € (Vorjahr 12,7 Mio. €). Auf den Gesellschafter entfallen dabei 7,3 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €). Die Minderung ist zurückzuführen auf die Rückzahlung von Darlehen (5,5 Mio.€) und die Erhöhung der Verbindlichkeit aus Gewinnabführung des Berichtsjahres von 1,6 Mio.€. Bei einer niedrigeren Bilanzsumme (-6 Mio. €) und unverändertem Eigenkapital (Ergebnisabführung) ergibt sich für 2023 eine Eigenkapitalquote von 21,1% (Vorjahr 17,7%). B3.3. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft ist auch durch die Einbindung in das zentrale Cash-Management der CCL-Gruppe abgesichert. Die liquiden Mittel (Kassenbestand / Guthaben bei Kreditinstituten) belaufen sich 2023 auf 1,6 Mio. € (Vorjahr 3,6 Mio. €). Es bestehen derzeit keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Investitionen über 1,2 Mio. € wurden aus dem operativen Cashflow bzw. der verfügbaren Liquidität bezahlt. Die Gesellschaft konnte während des Berichtszeitraums ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. B3.4. Gesamtaussage Für das abgelaufene Geschäftsjahr kann somit ein positives Fazit getroffen werden. Die Gesellschaft hat die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen trotz eines volatilen Marktumfelds stabil bewältigt. Bei annähernd gleichem Umsatz konnte - durch Kostensenkungen im Materialaufwand und bei gleichem Personalaufwand - das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern im Jahr 2023 mit 2,1 Mio. € das Niveau des Vorjahresergebnisses (1,8 Mio. €) sogar etwas übertreffen. Das Unternehmen ist somit durch konsequente Prozessoptimierungen und technologische Weiterentwicklungen sowie durch die umgesetzten personalen Restrukturierungsmaßnahmen auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet. C. Chancen / Risiken / Prognose C1. Chancen & Risiken Die Einbindung unseres Werkes in den kanadischen CCL-Konzern im Jahr 2005 hat sich auf unser Geschäft nachhaltig positiv ausgewirkt. Als Mitglied einer Unternehmensgruppe im Bereich der Etiketten- und Verpackungsindustrie mit derzeit weltweit gut 205 Produktionsstandorten sehen wir unsere Position gestärkt. Unsere global agierenden Kunden schätzen es, dass wir ihre Projekte, die wir im europäischen Markt starten, anschließend bei vorgegebenen Qualitätsstandards mit Hilfe unserer Schwester-Firmen auch international (z.B. in Südamerika oder in Asien) umsetzen können. In unseren Kernbereichen "Home & Personal Care" / "Confectionary" / "Food" und "Beverage" befinden sich laufend neue Projekte und Produkt-Relaunches in der Entwicklungsphase und werden marktreif gemacht für einen Produktauftritt in den Regalen des Einzelhandels. Viele, bereits in den Vorjahren begonnene, Projekte wurden in 2023 erfolgreich umgesetzt und haben zu einer insgesamt stabilen Entwicklung beigetragen. Mit einer ausgewogenen Kundenstruktur in verschiedenen Marktbereichen versuchen wir, dem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, das sich aus einer Konzentration der Umsatzerlöse auf nur wenige Großkunden ergeben könnte, und zudem reduzieren sich dadurch auch die Risiken aus dem Ausfall von Kundenforderungen. So ergibt sich ein Risiko auf mittlerem Niveau. CCL Label GmbH Holzkirchen ist seit Jahren Teil des konzerninternen CCL Home & Personal Care Bereichs, zu dem in Europa weitere CCL-Werke in Frankreich, England und Polen zählen. Ziel ist es, gemeinsam und in enger Zusammenarbeit neue und bestehende Absatzmärkte zu erschließen, die Nutzung vorhandener Kapazitäten zu optimieren und durch gegenseitige technische Unterstützung sowie koordiniertes Supply-Chain-Management Synergien zu heben. Auf diese Weise versuchen wir, insbesondere auf europäischer Ebene - die wichtigen Marktbereiche "Home & Personal Care" und "Confectionary/Specialities" für den Standort Holzkirchen und die CCL-Gruppe weiter auszubauen. Durch die Konzerneinbindung sehen wir Potenziale, neue europäische und internationale Kunden mit unserem vielfältigen Leistungsangebot, als weltweit agierender Etiketten-Hersteller, zu erreichen. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch eine volatile Nachfragesituation und erhöhten Kosten für unsere Rohstoffe. Die Nachfrage unserer Kunden war im ersten Quartal stark, gefolgt von zwei umsatzschwachen Quartalen, aufgrund einer Preisanpassung unsererseits. Erst im vierten Quartal konnten wir eine gestiegene Nachfrage unserer Produkte verzeichnen. Da sich die Verfügbarkeit der Rohstoffe verbesserte, konnte der Rohwarenbestand im Laufe des Jahres erheblich abgesenkt werden. Insgesamt konnten wir eine stetige Lieferfähigkeit unserer Produkte gewährleisten, was uns zu einem zuverlässigen Partner unserer Kunden am Markt macht. Mit dieser Fähigkeit möchten wir uns auch weiterhin von der Konkurrenz abheben und sehen so die Chance neue Partner und Aufträge zu gewinnen. Auf der Kostenstruktur in unserem Unternehmen liegt selbstverständlich ein großer Fokus. Trotz anhaltend hoher Inflation sind in 2023 die Preise im Materialbereich und Dienstleistungssektor leicht gesunken. Wir gehen für die Zukunft von einer weiteren Entspannung an den Rohstoffmärkten aus. In unseren hart umkämpften Absatzmärkten sehen wir dabei allerdings ein Risiko, dass fallende Rohstoffkosten an den Kunden weitergegeben werden müssen da ansonsten Produktlinien abgezogen werden könnten. Andererseits eröffnen sich dadurch neue Chancen für unsere erfahrenen Entwicklungs- und Anwendungstechniker gemeinsam mit unseren Kunden neue kreative Lösungen zu suchen und passgenau umzusetzen. Um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und qualitativ sehr hochwertige Produkte zu markt- und wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten zu können, arbeiten wir konsequent an neuen Maschinenkonzepten und an der Optimierung unserer Prozesse und Kostenstrukturen. Allerdings stehen wir dabei in einem europäischen Wettbewerb, in dem von den Kunden ausgeschriebene Produktlinien teilweise auch zu Preisen an Konkurrenten vergeben werden, die letzten Endes kaum kostendeckend sein können. Hier immer die richtige Balance zu finden, einerseits dem Kundenwunsch nach günstiger Preisstellung nachzukommen, um die Aufträge zu sichern, andererseits aber eine angemessene Gewinnspanne zu erzielen, ist ein Risiko, dem wir im täglichen Geschäft laufend begegnen. Bestehende Produkt-Ranges, die beim Relaunch von unseren Kunden am Markt angeboten werden, können natürlich abgezogen werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir auch künftig - gemeinsam mit unseren Kunden - zu fairen und für beide Seiten tragfähigen Abschlüssen gelangen werden. Insgesamt sehen wir hier ein Risiko im mittleren Bereich. Die Weltwirtschaft wurde auch im Jahr 2023 u.a. durch den Ukraine-Konflikt und die Energiekrise wesentlich beeinflusst. Allerdings werden unsere Produkte für täglich benötigte Konsumgüter verwendet ("Home & Personal Care" / "Confectionary" / "Food" / "Beverage" sowie "Specialities"). Die Nachfrage blieb deshalb, trotz unterjähriger Volatilität, zum größten Teil stabil. Durch die Entspannung an den Rohstoffmärkten konnten wir die Sicherheitsbestände, zur Sicherung unserer Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden, herunterfahren und so das gebundene Kapital maßgeblich senken. Darüber leisten unsere Mitarbeiter eine hervorragende Arbeit und stellen mit ihrem Engagement sicher, dass unsere Produkte planmäßig ausgeliefert werden. Allerdings stehen wir in einem stark umkämpften Marktumfeld, in dem tendenziell fast alle Projekte am Markt neu ausgeschrieben werden. Trotz langjähriger Zusammenarbeit und Kundenbindung lässt es sich dabei nicht vermeiden, dass auch Projekte und Produkttranchen, die schon über Jahre hinweg erfolgreich am Standort produziert wurden, aus Preisgründen oder aus strategischen Überlegungen heraus, unerwartet abgezogen werden. Wir stufen das Risiko ebenso als mittelgroß ein. C2. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer sinkenden Inflation sowie einer weiteren Entspannung an den Rohstoffmärkten. Im Bereich Energie- & Entsorgung rechnen wir allerdings mit stagnierenden oder steigenden Kosten, solange der anhaltende Konflikt in der Ukraine die Situation zusätzlich belastet. Kundenseitig vermerken wir eine stabile Nachfrage in einem nach wie vor von großer Konkurrenz geprägtem Markt. Aus heutiger Sicht erwarten wir für das laufende Jahr ein leichtes Wachstum des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr, im niedrigen einstelligen %-Bereich. Um dem weiterhin hohen Konkurrenzdruck in unseren Marktbereichen entgegenzuwirken, werden konsequent Maßnahmen zur Prozessoptimierung vorangetrieben und ein starker Fokus auf die Kostenentwicklung gelegt. Bedingt durch die erfolgreiche Durchführung dieser Maßnahmen erhoffen wir deshalb beim Leistungsindikator "operating result" (IFRS/Konzern-Reporting) im Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr im niedrigen zweistelligen %-Bereich - dabei werden wir weiterhin vorsichtig agieren, um gegebenenfalls unsere Produktions- und Kostenstrukturen möglichst flexibel an geänderte Marktsituationen anpassen zu können. Die Gesellschaften im CCL-Konzern sind zur Überwachung der operativen Risiken in den Planungs- und Reporting-Prozess des CCL-Konzerns eingebunden. Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften werden im Konzern gesteuert und überwacht, zudem findet eine regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungen statt. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus heutiger Sicht nicht. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Entwicklungen - insbesondere auch im Hinblick auf den andauernden Ukraine-Konflikt sowie das sich abzeichnende verlangsamte Wirtschaftswachstum - von unseren Erwartungen abweichen können.
Holzkirchen, den 04. Oktober 2024 Franz Andrusch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die CCL Label GmbH, Industriestr. 2, 83607 Holzkirchen, hat ihren Sitz in Holzkirchen, Landkreis Miesbach und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 156421 geführt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gesellschaft stellt den Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert geblieben. Die erworbenen immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen (3-5 Jahre), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (3-20 Jahre), angesetzt. Zugänge werden ab dem Monat der erstmaligen Nutzung abgeschrieben. Nachträgliche Herstellungskosten werden während einer angemessenen verkürzten Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge an beweglichen und unbeweglichen Anlagegütern im Jahre 2023 wurden linear abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden im Jahr des Erwerbs in voller Höhe aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis € 800 wurde ab dem Geschäftsjahr 2019 in der Handelsbilanz vom Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht und im Jahr der Anschaffung zugleich ein Abgang unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter der Vorjahre besteht weiterhin ein Sammelposten, der über die verbleibende Restlaufzeit linear abgeschrieben wird. Die Bewertung des Umlaufvermögens erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu tatsächlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit der Wiederbeschaffungspreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser zugrunde gelegt. Lagerrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Die Eigenerzeugnisse sind teilweise mit den Herstellungskosten und teilweise mit dem individuellen niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt ausgehend von Sollkosten. Sie enthalten neben den direkten Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Bei erkennbaren wesentlichen Abweichungen der Parameter für die Einzelauftragskalkulation erfolgt zum Bilanzstichtag in Einzelfällen eine Anpassung an die Istkosten. Der niedrigere beizulegende Wert wird durch Vergleich der kalkulierten Herstellungskosten mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös am Bilanzstichtag ermittelt. Der Verkaufserlös wird dazu um die noch anfallenden Kosten nach dem Bilanzstichtag vermindert. Lagerrisiken wird sowohl durch Einzelwertberichtigung als auch durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sind pauschal ermittelte Wertberichtigungen angesetzt. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen sind auf der Basis eines Zinsfußes von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) nach versicherungsmathematischer Berechnung (projizierte Einmalbeitragsmethode) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden - wie im Vorjahr - die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden mit einer jährlichen Anpassung von derzeit 2,50 % bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtung berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Zinsfußes für die Abzinsung wurde gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre herangezogen. Bis einschließlich 2015 wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre herangezogen; dieser betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1,76 % (Vorjahr 1,44 %). Der Unterschiedsbetrag im Verpflichtungswert gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich per 31.12.2023 auf T€ 48 (Vorjahr T€ 228). Eine Abführungssperre kam nicht zur Anwendung. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf Basis der den Restlaufzeiten entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge aufgrund der Veränderung längerfristiger Rückstellungen werden als Bestandteil des Zinsergebnisses gezeigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Soweit Aufwendungen und Erträge in fremder Währung von einem in Euro geführten Bankkonto gezahlt werden bzw. eingehen, werden sie mit dem Kurs am Tage des Zahlungsvorgangs bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem ungünstigeren Devisenkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1,2 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) investiert. Die Anlagenzugänge fielen dabei auf die Erweiterung und Optimierung bestehender Druck- und Produktionsmaschinen, diverse Hard- und Software, sowie sonstige Anschaffungen sowohl für den Produktions- als auch Administrationsbereich. Vorräte Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Bestand der Vorräte in 2023 insgesamt um T€ 884 gesenkt. Dabei haben sich die Fertigerzeugnisse und Handelswaren um T€ 29 reduziert und der Bestand der Halbfertigwaren um T€ 7 erhöht. Der Bestand der Rohstoffe wurde um T€ 862 reduziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristiger Natur (< 1 Jahr). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 712 reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 123 T€. Aktive latente Steuern Es bestehen Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Diese Bewertungsunterschiede führen zu aktiven latenten Steuern, die wegen der bestehenden Organschaft beim Organträger zu berücksichtigen sind. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind u.a. gebildet für Personalaufwendungen (T€ 1.273), Kundenansprüche (T€ 406) und ausstehende Rechnungen (T€ 143).
Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte gesichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über T€ 7.938 entfallen T€ 7.273 auf Verbindlichkeiten (kurzfristiges Darlehen) gegenüber dem Gesellschafter, T€ 665 (Vorjahr T€ 1.554) resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen Konzernunternehmen. Im Geschäftsjahr wurden T€ 5.500 des Gesellschafterdarlehens getilgt, T€ 1.637 wurde aus dem Gewinn 2023 an die Gesellschafter abgeführt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse 2023 wurden zu ca. 94,0 % in den Marktbereichen "Home-& Personal Care" und "Confectionary" sowie zu 4,2 % im Marktbereich "Beverage" erzielt, zudem entfielen auf den Marktbereich "Artwork" 1,8 %. Sonstige betriebliche Erträge Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen u.a. T€ 260 auf die Auflösung von Rückstellungen, T€ 231 auf Erträge aus Schadenersatzansprüchen, sowie T€ 163 auf Mitarbeitersachbezüge und Lohnerstattungen. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 3) angefallen. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen waren T€ 265 periodenfremd. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen sowie die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter bis € 800. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Verwaltungsumlagen (T€ 60), Rechts- und Beratungskosten sowie EDV- und sonst. Dienstleistungen (T€ 741), Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 1.374), Instandhaltungen (T€ 2.120), Ausgangsfrachten (T€ 968), Provisionen (T€ 554) und Fremdleistungen für Reinigung und Entsorgung (T€ 437) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen waren nicht vorhanden. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 6) angefallen. Zinsergebnis In den Zinsaufwendungen sind die aus der Veränderung der Rückstellungen für Pensionen resultierenden Zinskomponenten enthalten.
Steuern Aus Vereinfachungsgründen verzichtet der Organträger analog zum Vorjahr auf die Gewerbeertragsteuerumlage (Vorjahr T€ 0). Aufwand aus Gewinnabführung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Syrinx Holding Germany GmbH, Holzkirchen, als Organträger und der CCL Label GmbH als Organgesellschaft ist der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.637.274,42 (Vorjahr € 1.435.910,24) abzuführen. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen und dem Mietvertrag für das Gebäude belaufen sich auf T€ 1.806. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.517. Es besteht ein Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in Höhe von T€ 198. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 59,5 berücksichtigt. Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt
Von der Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9. a) HGB wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Für ehemalige Geschäftsführer wurden in 2023 Ruhegehälter i.H.v. T€ 52 bezahlt - die bestehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 822 sind in voller Höhe in den Pensionsrückstellungen enthalten. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Syrinx Holding Germany GmbH, Holzkirchen. Der Konzernabschluss - sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis von Unternehmen - wird von der CCL Industries Inc., Willowdale/Kanada, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist bei CCL Industries Inc. Investor Relations Department Willowdale/Kanada als Download unter www.cclind.com verfügbar und wird von der Syrinx Holding Germany GmbH Holzkirchen im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Holzkirchen, den 04. Oktober 2024 Franz Andrusch, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CCL Label GmbH, Holzkirchen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CCL Label GmbH, Holzkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CCL Label GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. Oktober 2024 KPMG
AG
Leistner, Wirtschaftsprüfer Blochberger, Wirtschaftsprüferin |
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