Siebte GZS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IHS Global GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens IHS ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Erhebung, Analyse und Auswertung unabhängiger Länder- und Brancheninformationen. IHS Länderanalysen bieten konstant aktualisierte Nachrichten zu Geschäftsbedingungen, wirtschaftlichen Aussichten und Risiken in mehr als 165 Ländern. Dazu gehören insbesondere die Analyse von Wirtschaftsdaten und -prognosen, politische Analysen, Sicherheitsrisikoanalysen und regulatorische Analysen. Die Brancheninformationen von IHS bieten detaillierte Daten, Analyse und Prognosen insbesondere für die Branchen Finanzen, Energie, Telekommunikation, Handel und Transport, Landwirtschaft, Bau, Verbrauchsgüter und Einzelhandel sowie Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Chemie. Führungskräfte, die an strategischen Entscheidungen und der Unternehmensplanung beteiligt sind, nutzen diese ständig aktualisierten Informationen regelmäßig. Die zeitnahen Analysen, detaillierten Länderberichte, Risikobewertungen und Prognosen ermöglichen es unseren Kunden, Marktchancen und Risiken quasi weltweit auszuwerten und ihre globalen Wettbewerbsstrategien besser planen zu können. 2. Forschung und Entwicklung Einige unserer Mitarbeiter arbeiten an Produkten des IHS - Konzerns mit. Die Rechte an diesen Produkten gehören jedoch nicht der IHS Global GmbH. Die dazugehörigen Kosten werden mit einem Gewinnaufschlag an die Schwestergesellschaften weiterberechnet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung ist gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,7% gestiegen. In den Vorjahren 2014 und 2013 lagen die Wachstumsraten noch bei 1,6% und 0,5%. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,3% lag. Entwicklung der Branche Im Laufe des Jahres 2015 setzte der gesamte Informationssektor seinen positiven Trend fort. Das durchschnittliche organische Wachstum der vergleichbaren Unternehmen in der Branche befand sich für 2015 im mittleren einstelligen Bereich. Im Vergleich zum Wachstum der Weltwirtschaft (gemessen am weltweiten, realen Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr) um insgesamt 3,2% im gleichen Zeitraum ist die Entwicklung positiv. Dieses auch bereits in der Vergangenheit bessere Wachstum charakterisiert das Merkmal der Informationsbranche und ihr Abonnement basiertes Geschäftsmodell. 2. Geschäftsverlauf Die IHS Global GmbH ist ein Unternehmen der weltweiten IHS Gruppe. IHS ist ein führendes Informationsunternehmen mit umfassendem Inhalt, Einblick und Fachwissen in Schlüsselbereichen, die die globale Geschäftslandschaft von heute formen. Firmen und Regierungsorgane in aller Welt nutzen unsere Produkte und Lösungen, um schnellere und souveräne Entscheidungen zu treffen. Die IHS-Konzernstrategie beruht auf einem gleichmäßigen organischen Wachstum sowie Wachstum aus Akquisitionen. Dieses spiegelt sich auch in dem Ergebnis der deutschen Niederlassung wider. Der Bedarf an kritischen Informationen und Wissen bei Unternehmen und Regierungen ist nach wie vor sehr hoch, sodass auch zukünftig mit einer positiven Geschäftsentwicklung gerechnet werden kann. Die Konzernstruktur wurde im Wirtschaftsjahr 2015 geändert. Die Muttergesellschaft der Berichtsgesellschaft hat sich von der IHS Global Inc (USA) über die IHS Luxembourg SARL (Luxembourg) sowie die IHS International Holdings Limited (UK) auf die IHS Group Holdings Limited (UK) geändert. Europäische Gesellschaften sollen hier zukünftig gebündelt werden, bevor die Konsolidierung mit übergeordneten Gesellschaften stattfindet. Mit handelsrechtlicher Wirkung zum 01. Dezember 2015 wird die Invention Machine Germany GmbH im Wege einer Side-Step-Verschmelzung in die Berichtsgesellschaft aufgenommen. Die Invention Machine Germany GmbH wurde durch die IHS-Gruppe in 2012 gekauft. Die derzeitigen Geschäftsführer sind im Anhang aufgeführt. Während des Berichtszeitraums wurde die Gesellschaft geführt durch: Jaspal Chahal Steen Lomholt-Thomsen Simon Dunlop Christian Lang Keiner der Geschäftsführer war während des Berichtszeitraums wirtschaftlich am Stammkapital der Gesellschaft oder einer weiteren Gesellschaft des Konzerns beteiligt. 3. Lage a. Vermögenslage Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir für stabil. Die Bilanzsumme vermindert sich im Berichtsjahr um T€ 175,4 auf T€ 5.493,9. Innerhalb der Bilanz ergeben sich folgende wesentliche Veränderungen: Die Bilanzansätze der immateriellen Vermögensgegenstände wurden sowohl durch planmäßige, als auch außerplanmäßige Abschreibung vermindert. Wesentlich hat sich dabei die außerplanmäßige Abschreibung eines in 2001 erworbenen Geschäfts- und Firmenwertes i.H.v. T€ 502,8 ausgewirkt. Bei den Restbuchwerten der immateriellen Vermögensgegenstände handelt es sich lediglich um "Erinnerungswerte". Die Sachanlagen bleiben im Wesentlichen konstant und wurden planmäßig abgeschrieben. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen stieg deutlich um 144,5% oder T€ 203,8. Die Ursache hierfür ist die Verlagerung bestimmter Consulting-Umsätze in die lokalen Gesellschaften. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die ebenfalls ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten, vermindern sich um T€ 265,2 und gehen einher mit den zu fakturierenden Kosten aus dem "Cost plus - Verfahren". Die liquiden Mittel (T€ 2.458,8) konnten auf dem Niveau vom Vorjahr (T€ 2.517,6) gehalten werden. Die Eigenkapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr insgesamt Verringert. Das Jahresergebnis 2014 wurde vollständig dem Eigenkapital zugeführt. Dem entgegen Stand ein Übernahmeverlust i.H.v. T€ 1.893,5 aus der Verschmelzung mit der Invention Machine Germany GmbH. Der Verlust wurde mit den frei verfügbaren Eigenkapitalanteilen verrechnet. Die Kapitalrücklage verringert sich um T€ 1.881,7 der Verlustvortrag erhöht sich um T€ 11,8. Der Jahresüberschuss i.H.v. T€ 621,3 reicht nicht aus um den kumulierten Verlustvortrag i.H.v. T€ 726,6 zu kompensieren. In Folge dessen entsteht ein "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" i.H.v. T€ 80,2. Die Rückstellungen machen ca. 43,2% der Bilanzsumme aus (VJ: ca. 59,5 %). Diese enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Provisionen und Boni (ca. 35,4%), Rückstellungen für Aktienvergütungen (ca. 29,7%) sowie Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub (ca. 13,9%). Die Verbindlichkeiten gliedern sich in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um T€ 2.002,8 auf T€ 2.505,8 (VJ: T€ 503,0). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den mit der Verschmelzung der Invention Machine Germany GmbH übernommenen Darlehenverpflichtungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aufgrund unserer positiven Cash-Situation nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. b. Ertragslage Die gesamten Umsatzerlöse verringern sich auf T€ 19.176,8 (VJ: T€ 20.476,2), das entspricht einer Reduzierung um 6,3%. Da die IHS Global GmbH im überwiegenden Teil auf Basis eines Service Agreement operiert, stehen die meisten Umsatzerlöse in direktem Zusammenhang mit den anfallenden Kosten. Dieses Service Agreement beinhaltet eine Kostenfakturierung unter Anwendung der Cost Plus Methode. Weitere Umsatzerlöse erwirtschaftet das Unternehmen durch Consulting-Leistungen, welche direkt dem Kunden in Rechnung gestellt werden. Die hierauf anfallenden Kosten sind nicht Bestandteil des oben beschriebenen Service Agreement. Die Umsätze belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 599,8 (VJ: T€ 267,7). Die Personalkosten sind um T€ 600,7 gestiegen. Der gegenläufigen Effekt, Umsatzentwicklung zu Personalkostenentwicklung, resultiert im überwiegenden Maße aus dem Rückgang der Consulting-Umsätze. Auch die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 9,7 höher ausgefallen. Die variablen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken stärker im Vergleich zur Umsatzentwicklung, was u. a. aus einem außerordentlichen, jährlich nicht wiederkehrenden Marketing-Events resultiert. Die Kosten der Warenabgabe sind von T€ 105,5 auf T€ 265,8 gestiegen. Grund hierfür sind diverse große Projekte, für die vermehrt Fremdleistungen eingekauft wurden. Durch die Umstellung der Rechnungstellung auf Cost Plus wird die IHS Global GmbH nur noch in Ausnahmefällen mit Material-Einkaufskosten belastet. Die Abschreibungen setzten sich zusammen aus planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen, sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung eines in 2001 erworbenen Geschäfts- und Firmenwert i.H.v. T€ 502,8. Das Finanzergebnis spielt im Abschluss der IHS Global GmbH eine untergeordnete Rolle. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr für die IHS Global um rund T€ 1.577,2 gesunken. Dies liegt im überwiegenden Maße am geringeren Umsatz sowie der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes. Außerordentliche Aufwendungen gab es im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2015 nicht. Aufgrund des positiven Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt die Steuerbelastung für das Abschlussjahr T€ 574,5 (VJ: T€ 901,0). c. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Investitionstätigkeiten beschränken sich auf Akquisitionen deutscher Gesellschaften sowie den Kauf deutscher Niederlassungen von bereits durch andere IHS-Ländergesellschaften akquirierten Unternehmen. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen in Form von Intercompany Darlehen wovon ein Betrag i.H.v. T€ 1.750,0 als mittelfristig einzuordnen ist; im Bereich der Rückstellungen sind insbesondere die Rückstellungen für Aktienoptionen und Aufbewahrung als mittel- bzw. langfristig einzuordnen. Die Struktur unserer fixen Kosten ist weitgehend stabil. Die Aufwendungen für die Warenabgabe sind verbunden mit Transfer-Pricing-Verträgen und somit als stabil zu bezeichnen. Diese entwickeln sich in gleichem Maße wie der Umsatz für die entsprechenden Produktgruppen. Die Finanzlage stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:
III. Nachtragsbericht Im Wirtschaftsjahr 2016 implementierte das Global Treasury Team ein Cash-Pooling für die internationalen Bargeldbestände. Ziel ist es, überschüssiges Kapital besser anzulegen und verzinst zu bekommen. Eine Einführung für die Berichtsgesellschaft wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 stattfinden. Weiterhin ist geplant, dass die Berichtsgesellschaft zum 01.12.2016 auf die R.L. Polk Germany GmbH verschmolzen wird. Die R.L. Polk Germany ist ebenfalls eine Gesellschaft der IHS Gruppe und wurde in 2013 akquiriert. IV. Prognosebericht Die positive Lagebeurteilung und Prognose zum vorangegangenen Bilanzstichtag waren für das Umsatzvolumen im Hauptgeschäftssektor zutreffend. Bei den außerhalb des Service-Agreements abgerechneten Consulting-Leistungen war ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2016 eine leicht steigende Entwicklung des Umsatzvolumens. Durch die in den vergangenen Jahren umgesetzte Umstellung des Geschäftsmodells wurden Umsätze überwiegend durch die Kostenweiterverrechnung an andere IHS Gesellschaften generiert. Durch das gewählte Cost Plus Verfahren rechnen wir mit einem zufriedenstellenden Ergebnis. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird kompensiert werden können. Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2017 rechnen wir aufgrund des gewählten Geschäftsmodells ebenfalls mit einer leichten Umsatzsteigerung sowie einem positiven EBIT. Bedingt durch die überwiegend direkte Abhängigkeit der Kosten zum Umsatz gehen wir davon aus, dass wir unsere Umsatzrendite in den Folgejahren ebenfalls stabil halten können. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht einschließlich Risikomanagement und - methoden Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, existieren nicht. Da es weltweit keinen vergleichbaren Wettbewerber gibt, der eine ähnlich breite und tiefe Produktpalette anbietet wie IHS, beschränkt sich der Wettbewerb auf jeweils lokale Wettbewerber der einzelnen Sparten. Mit der Breite der angebotenen Leistungen und deren Qualität sind wir gegen etwaige Wettbewerber gut gerüstet. Der Aufwand für den Warenabgang wird zu fast 100% von Schwestergesellschaften bezogen, sodass eine Liefersicherheit jederzeit gewährleistet ist. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten. Eine Finanzierung über Kreditlinien von Banken ist nicht notwendig. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Unser Geschäftsmodell benötigt keine Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. 2. Chancenbericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft das Neugeschäft durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Des Weiteren werden die Produkte neu akquirierter Unternehmen schnell in unser Produktportfolio aufgenommen und den Bestandskunden präsentiert. Aufgrund einer Verschlankung der Gesellschaftsstrukturen und einer Vereinheitlichung der IT-Systeme im IHS-Konzern wurden alle Kundenverträge der IHS Global GmbH auf die IHS Global SA (Schweiz) übertragen. Diese Veränderung erfolgte in 2012 und vereinfacht seitdem Vertragsabschlüsse und den gesamten Vertragsprozess mit IHS . Durch die Implementierung und Einführung des Cash-Pooling im kommenden Wirtschaftsjahr wird die konzernweite Liquiditätssteuerung der jeweiligen Konzerneinheiten zukünftig optimiert. Dabei können die Konzerngesellschaften einerseits mit ausreichend Liquidität versorgt werden, während gleichzeitig die Kosten der Liquiditätssteuerung verbessert werden können. Die geplante Verschmelzung der Berichtsgesellschaft auf die R.L.Polk Germany GmbH im nächsten Wirtschaftsjahr wird ebenfalls zu einer Verschlankung der Gesellschaftsstrukturen und infolgedessen zu einer Optimierung konzerninterner Abläufe führen. 3. Gesamtaussage Die IHS Global GmbH ist durch seine Wettbewerbsstärke für eine positive Unternehmensentwicklung solide aufgestellt. Es wird eine insgesamt konservative Risikopolitik verfolgt. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die IHS Global GmbH unterhielt im Geschäftsjahr eine rechtlich nicht selbstständige Niederlassung in München, eine rechtlich nicht selbstständige Niederlassung in Düsseldorf und eine rechtlich nicht selbstständige Niederlassung in Essen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Erläuterungen Die IHS Global GmbH, Frankfurt am Main, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB i. V. m. § 267 IV S. 1 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 II (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die folgenden Angaben als sogenannte davon - Vermerke ausgewiesen:
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear auf Basis einer Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Aus dem Erwerb des Teilbereichs der Microhill (DRI) sowie des Teilbereichs der Primark (Wefa) wurde im Jahr 2001 die Global Insight (Deutschland) GmbH als Vorgängergesellschaft der Berichtsgesellschaft gegründet. Der aus dem Erwerb der beiden Teilbereiche resultierende Geschäftswert wurde in Abhängigkeit der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung des Geschäftsbereichs linear über 15 Jahre abgeschrieben. Grundlage für diese Einschätzung ist, dass das Zurverfügungstellen von Informationen in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen, von Analyse- und Beratungsdiensten und die dabei erzielten Margen ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Erfolges der ehemaligen Global Insight (Deutschland) GmbH sind. Die Informationsdienste sind branchenübergreifend und insofern nicht von negativen Entwicklungen abhängig, die in einer Branche stattfinden. Ein Wegfall von Teilbranchen wird durch neue Branchen abgefangen und teilweise bedarfsmäßig übertroffen. Es ist mittelfristig nicht absehbar, dass der Markt für eine Verwendung der Zurverfügungstellung von Informationen in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen schrumpfen wird. Darüber hinaus wurde aus dem Erwerb der beiden o.g. Gesellschaften in 2001 ein Geschäfts- und Firmenwert i.H.v. 502.827,16 EUR nicht durch planmäßige Abschreibungen vermindert, was im Geschäftsjahr durch eine außerplanmäßige Abschreibung nachgeholt wurde. Den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt eine Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren zugrunde. Das Sachanlagevermögen wird linear bzw. degressiv abgeschrieben. Die Zugänge ab dem Wirtschaftsjahr 2003/2004 werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig über die zwischen dem Zugangszeitpunkt und dem Ende des Geschäftsjahres verbleibende Zeitspanne abgeschrieben (pro rata temporis). Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben (Poolabschreibung). Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert abzüglich angemessener Abwertungen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden soweit erforderlich angemessene Einzelabwertungen abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind zum Nennwert angesetzt. Die Flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und den ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie sind mit den Beträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen: Die in der Bilanz ausgewiesenen Positionen des Anlagevermögens sind in ihrer Gliederung und Entwicklung im Berichtsjahr im vorstehenden Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt T€ 1.376. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 1.376 (Vj.: T€ 1.642) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Mitzugehörigkeitsvermerk). Forderungen aus Cash-Pooling sind nicht vorhanden. Ferner sind wie im Vorjahr keine Forderungen aus Darlehensverträgen in dem Posten enthalten. Es bestehen zum 31.12.2015 Forderungen gegenüber der Gesellschafterin IHS Global Limited i.H.v. € 224.105,33. Im Vorjahr betrugen die Forderungen gegenüber der damaligen Gesellschafterin IHS Global Inc., USA, € 1.079.045,29. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuern in Höhe von T€ 423 (Vj: T€ 0) enthalten. Eigenkapital: Das Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro ist eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31.12.2015 Euro 0,00 (Vj.: 1.881.696,13 Euro). Der Übernahmeverlust i.H.v. 1.893.473,28 Euro aus der Verschmelzung mit der Invention Machine Germany GmbH wurde mit den frei verfügbaren Eigenkapitalanteilen verrechnet. Die Kapitalrücklage verringert sich um 1.881.696,13 Euro, der Verlustvortrag erhöht sich um 11.777,15 Euro auf 726.642,42 Euro. Unsere Bilanz weist zum 31.12.2015 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" im Sinne des § 268 Abs. 3 HGB i.H.v. 80.280,61 Euro aus, da der Jahresüberschuss i.H.v. 621.361,81 Euro nicht ausreicht um den kumulierten Verlustvortrag i.H.v. 726.642,42 Euro zu kompensieren. Wir gehen von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB aus und erstellen den Jahresabschluss unter going-concern Gesichtspunkten. Rückstellungen: Steuerrückstellungen werden nach dem Stand des Veranlagungsverfahrens und der beabsichtigten Gewinnverwendung berechnet. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten i.H.v. T€ 574 (Vj.: € 901) das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen enthalten:
Der Ertrag aus der Abzinsung von Rückstellungen beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 5 (Vj.: T€ 4). Der Aufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 4 (Vj.: T€ 32). Verbindlichkeitenspiegel gem. § 285 Nr. 1 und 2 HGB Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sowie der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2015:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus folgenden Posten:
Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen T€ 214 (Vj.: T€ 110). Eine Abgrenzung ist geboten aufgrund der Tatsache, dass die Serviceverträge für die Zurverfügungstellung von Informationen mit den Kunden regelmäßig für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr geschlossen werden. D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung In dem Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist eine außerplanmäßige Abschreibung gem. §253 Abs. 3 S. 3 HGB i.H.v. € 502.827,16 enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnungen betragen € 21.852,20 (VJ: € 20.602,47). E. Sonstige Angaben 1. Verschmelzung Aufgrund der Verschmelzung mit der Invention Machine Germany GmbH zum 01.12.2015 ist die Vergleichbarkeit der Bilanzzahlen zum 31.12.2015 zu den Vorjahreszahlen eingeschränkt. Folgende Vermögenswerte wurden zum 01.12.2015 von der Invention Machine Germany GmbH übernommen:
2. Organe - Christopher Guy McLoughlin, Castlebar (GB), Kaufmann (einzelvertretungsberechtigt), ab 21.12.2016 - Kathryn Ann Owen, Bristol (GB), Kauffrau (einzelvertretungsberechtigt), ab 21.12.2016 - Jaspal Chahal, Egham (GB), Juristin (einzelvertretungsberechtigt), bis 21.12.2016 - Simon Dunlop, Surrey (GB), Kaufmann (einzelvertretungsberechtigt), bis 21.12.2016 - Steen Lomholt-Thomsen, Berkshire (GB), Kaufmann (einzelvertretungsberechtigt), bis 26.01.2017 - Christian Lang, Landsberg (D), Kaufmann (einzelvertretungsberechtigt), bis 28.09.2016 Die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr € 441.452. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr € 185.952. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus nicht bilanzierten Verpflichtungen Es bestehen folgende, nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Aus Mietverträgen: Es werden Geschäftsräume in München, Frankfurt am Main und Düsseldorf gemietet. Nachfolgend die Erläuterung zu den ausgewiesenen Verpflichtungen:
4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:
5. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung beabsichtigt nach Zustimmung der Gesellschafterversammlung folgendes:
6. Konzernabschluss Die IHS Global GmbH wurde in den Konzernabschluss der IHS Inc., 15 Inverness Way East, Englewood, Colorado 80112, USA, einbezogen. Dies stellte den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss ist einsehbar unter folgender Adresse: www.ihs.com (Investor Relations). Der kleinste Konsolidierungskreis ergab sich auf Ebene der damaligen Muttergesellschaft IHS Group Holdings Ltd., Berkshire, UK. Diese war nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. 7. Weitere Angaben Alleinige Gesellschafterin ist die IHS Global Ltd., The Capital Building, Oldbury, Bracknell, Berkshire RG12 8FZ, UK (100%).
Frankfurt, den 23.03.2017 gez. Christopher Guy McLoughlin, Geschäftsführer gez. Kathryn Ann Owen, Geschäftsführer Anlagespiegel
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2015 - 31.12.2015Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 502.827,16 EUR. 1.1.2014 - 31.12.2014Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 0,00 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.04.2017 festgestellt. BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IHS Global GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 28. April 2017 Manfred Vieten, Vereidigter Buchprüfer |
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