NEOTECHNIK GmbHLiquidiert
48291 Telgte, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Münstermann seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Michael Malchow seit 15.1.2015 | Prokura |
Hartmut Hollmann seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Rainer Karl seit 15.1.2015 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NEOTECHNIK GmbHBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013LageberichtUnternehmensdarstellung Bei dem Unternehmen NEOTECHNIK GmbH handelt es sich um einen 1919 gegründeten Anlagenhersteller der Luft- und Entstaubungstechnik mit all seinen vielfältigen Anwendungsbereichen mit den Schwerpunkten in der Gießerei- und Tabakindustrie. Aus strategischen Gründen in Bezug auf zusätzlich Märkte und Produkte wurde das Unter-nehmen unter teilweiser Einbindung der Altgesellschafter in Form von Genussrechten mit Wirkung zum 01.10.2008 an die Bernd Münstermann GmbH & Co. KG in Telgte verkauft. Allgemeine Situation Über das gesamte Geschäftsjahr gab es für den Auftragseingang keine Regelmäßigkeiten zur Planung auf Erfahrungswerten. Ursache war trotz vorhandener geplanter Auftrags-vergaben unregelmäßige Stopps der Projekte, Überarbeitungen und Verschiebungen von vergabebereiten Projekten. Der Umsatz konnte nur mit ca. 8,8 MEUR bei Abbau von Auftragsbestand erzielt werden. Unserer Einschätzung nach spiegelt dies die Unsicherheit der Betreiberfirmen in Bezug auf Investitionsentscheidungen - vor allem in den Gießereien und der Energiewirtschaft - wieder. Unter Berücksichtigung der vielen bekannten zu realisierenden Projekte scheint es zwar Investitionsverschiebungen zu geben, von einer neuen Krisenzeit gehen wir allerdings für unseren Produktbereich noch nicht aus. Wir erwarten eine Normalisierung der Auftragslage zum Ende dieses Jahres. Nach wie vor gibt es ausreichend Anfragetätigkeiten mit einem Volumen von ca. 50 MEUR pro Jahr, für die auch Entscheidungen anstehen werden. Seit September hat nach der Sommerpause auch der Auftragseingang wieder planmäßiges Niveau erreicht und der Auftragsbestand konnte zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung ca. 2,4 MEUR erreichen mit reellen Chancen auf weitere Steigerung. Aufgrund der derzeitig vorhandenen Aufträge mit hohem Eigenfertigungsanteil ist eine Vollauslastung aller Abteilungen bis Ende Februar abgesichert. Personal Nach den beiden vorangegangenen guten Geschäftsjahren wurde der Personalbestand wieder auf das erforderliche Niveau unserer 10 MEUR-Verkaufsplanung angepasst. Die in der Vergangenheit erfolgten Erfahrungen mit Leihpersonal und Steigerung der Zukäufe brachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse in Bezug auf Qualität und Termintreue. So wurde der Verkauf um einen erfahrenen Verkäufer, die Konstruktion mit einem jungen Ingenieur mit dem Ziel der Projektleitertätigkeit sowie zwei Gesellen mit Ausbildung im eigenen Haus mit dem Ziel größerer Eigenfertigungstiefe und Verbesserung der Qualität aufgestockt. Zur Absicherung der hohen elektrotechnischen Anforderungen ist die zusätzliche Einstellung eines Elektro-Ingenieurs / Technikers für den bevorstehenden Alterswechsel des derzeitigen Elektromeisters vorgesehen. Investitionen Aufgrund der angespannten Ergebnislage wurden nur Ersatzinvestitionen durchgeführt und der EDV-Bereich von Hardware und Lizenzen aktualisiert sowie die Einführung des neuen EDV-Programms Modus-Navision mit Startbeginn im ersten Quartal 2014 fortgesetzt. Tochtergesellschaft NEOTECHNIK (Qingdao) Ltd. Die Finanzierung der JV-Gesellschaft in Qingdao (China) wurde in der Vergangenheit durch rein deutsches Engagement abgesichert und im Oktober 2012 im Rahmen einer Erhöhung des Grundkapitals aufgrund des sich stabilisierenden Auftragseingangs in China mit einem Personalstamm von derzeit über 20 Mitarbeitern auf den chinesischen Betrieb bzw. Partner übertragen. Beide JV-Partner haben unter Beibehaltung des 51 %-Anteils zugunsten NEO-D die Erhöhung auf 2.000.000 RMB (ca. 240.000 EUR) beschlossen und Ende November 2013 vollzogen. Dies erhöhte die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft und erfüllt auch die Teilnahmebedingungen an größeren staatlichen chinesischen Ausschreibungen, für die größtenteils dieses Grundkapital Vergabevor-aussetzung ist. Weitere Kapitalerhöhungen sind für Ende Dezember / Anfang 2014 geplant. Die Geschäftsführung wurde durch unseren chinesischen Ingenieur der Muttergesellschaft mit zehnjähriger Berufserfahrung im Anlagengeschäft übernommen und erzielte bereits stark verbesserte Verkaufs- und Ergebniserfolge. Die für die Zukunft anstehenden Lizenzgebühren sollen zur Aufrechterhaltung der Beteiligungsverhältnisse und Liquidi-tätsverbesserung zur Kapitalerhöhung genutzt werden. Liquidität Hervorzuheben ist der hohe Forderungsbestand zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund Auslieferung einiger Großprojekte in den letzten beiden Monaten des Wirtschaftsjahres. Wegen erwarteter Zahlungseingänge wird von einer Normalisierung zum Ende des Jahres auf Vorjahresniveau ausgegangen. Die Absicherung der Forderungen erfolgt größtenteils durch Kreditversicherung und Abwicklung von Akkreditiven. Die Liquidität konnte jederzeit sichergestellt werden. Die Zahlungen an die Lieferanten erfolgten im Regelfall unter Ausnutzung von Skonto. In Zeitspannen mit besonders hohen Projektkosten erfolgte die Unterstützung durch die Muttergesellschaft. Die verfügbaren Avalrahmen bei Banken und Versicherungen sind großzügig ausgelegt und sichern das Bürgschaftsvolumen für die geplanten Umfänge jederzeit ab. Eigenkapital Das Eigenkapital konnte aufgrund des geringen Jahresergebnisses auf dem bestehenden Niveau gehalten werden. Die Genussrechte der Altgesellschafter waren für den sorgfältigen Gesellschaftsübergang auf 5 Jahre festgeschrieben. Im Rahmen gewünschter klarer Gesellschafterverhältnisses zur Muttergesellschaft erfolgt die Auszahlung planmäßig zu Beginn des neuen Geschäftsjahres. Chancen und Risiken Trotz des erfolgten Auftragseinbruchs im vergangenen Geschäftsjahr halten wir auch für dieses Folgejahr an unserer Planung von 10 MEUR Auftragseingang und Umsatz auf der Grundlage der derzeitig bekannten Projekte und Verkaufs- und Beratungsgespräche fest. Bei erfolgreicher Fortsetzung der Vertriebsstrategie mit Schwerpunkten für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche von Rauchgasanlagen, erhöhter Anforderung der Gießereien in Bezug auf Energieeinsparung sowie für den Vertrieb mit verstärktem Focus auf die russischen Länder und Auswirkungen der positiven Entwicklung der chinesischen Tochtergesellschaft sollte eine entsprechende Planungssicherheit vorliegen. Sollte sich die weltwirtschaftliche Lage nicht wesentlich verschlechtern oder politische Entscheidungen zu Ungunsten der Gießereien und der Energieerzeugungsanlagen gefällt werden, gehen wir von einer Fortsetzung der vor drei Jahren gestarteten positiven Entwicklung für die Folgejahre aus.
Bielefeld, im November 2013 gez. Bernd Münstermann gez. Hartmut Hollmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Erläuterungen Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des HGB und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es werden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB angewandt. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktivseite der Bilanz Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, um planmäßige Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend steuerrechtlicher Vorschriften linear vorgenommen. Die Zugänge an beweglichen Wirtschaftsgütern des Geschäftsjahres wurden pro rata temporis abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von € 150,00 bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden im Rahmen einer Stichtagsinventur zum 30.09. aufgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgte ein Ansatz mit dem niedrigen beizulegenden Wert. Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Aufträge wurde mit dem den Grad der Fertigstellung entsprechenden Herstellungskosten bewertet. Die Anzahlungen für die bereits in Produktion befindlichen Projekte wurden bis max. der Höhe der entsprechenden Herstellkosten offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nominalbetrag bewertet worden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert angesetzt. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passivseite der Bilanz Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt analog § 266 HGB. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen in Höhe von € 5.348,00 entfallen auf noch nicht veranlagte Ertragsteuern des Berichtsjahres. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Von den ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 557 entfallen T€ 401 auf Restarbeiten für bereits abgerechnete Aufträge, T€ 40 auf Überstunden, T€ 45 auf Urlaubsrückstände, T€ 44 auf Gewährleistungen, € 19 auf interne und externe Abschluss- und Prüfungskosten, T€ 5 auf Archivierungskosten sowie T€ 3 auf Provisionen. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Nettoanzahlungen wurden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB max. bis zur Höhe der entsprechenden Herstellungskosten offen von den Vorräten abgesetzt. Die verbleibenden werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Sonstige Angaben sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB
Angaben gem. § 285 Nr. 6 HGB Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 8.50500 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, Gewerbesteuer Vorjahre € 1.262,00 und € 10.753,00 auf ausländische Quellensteuer. Anzahl der beschäftigten Personen gem. § 285 Nr. 7 HGB Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Mitglieder der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 10 HGB Dipl.-Ing. Bernd Münstermann, Telgte Dipl. Betriebswirt Hartmut Hollmann, Leopoldshöhe Sonstiges Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Angaben nach § 285 Nr.11 HGB (Beteiligungsbesitz) unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB. Es bestehen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB in Höhe von € 1.383.575,30. Es handelt sich überwiegend um von Banken und Versicherungen eingegangene Bürgschaften (Avalkredite) für erhaltene Anzahlungen und Garantieleistungen. Eine Inanspruchnahme erfolgte bisher nicht. Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss wird auf Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen.
Bielefeld, den 18. November 2013 gez. Dipl.-Ing. Bernd Münstermann gez. Dipl.-Betriebswirt Hartmut Hollmann Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2013 festgestellt. BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NEOTECHNIK GmbH, Bielefeld für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung, eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Paderborn, 23. November 2013 Dipl. Kfm. Ulrich Nolte, Vereidigter Buchprüfer |
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