Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Kairies seit 6.7.2022 | Prokura |
Istvan Podmaniczky seit 9.4.2020 | Prokura |
Matthias Jürgen Ochs seit 1.8.2017 | Geschäftsführer |
Marc Tesch seit 3.1.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesdruckerei Gruppe GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
genua GmbHKirchheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisation und Geschäftsgegenstand Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Kirchheim bei München und betreibt weitere Standorte in Köln, Stuttgart und Berlin. Im Jahr 2018 wurde genua von einer zweiköpfigen Geschäftsführung geleitet. Diese stehen den Bereichen P (Products), C (Customers), M (Marketing) und S (Strategy, Administration & Sales) vor. Seit 2015 gibt es eine zweite Ebene, die im Jahr 2017 auf insgesamt acht Abteilungsleiter erweitert wurde. Im Jahr 2018 wurde die zweite Führungsebene um die Abteilung IT-Infrastructure mit einem Abteilungsleiter erweitert. Darunter agieren in den jeweiligen Fachbereichen Gruppenleiter. Das Unternehmen entwickelt Software im Bereich gehobener IT-Sicherheitssysteme, insbesondere für Gateways und Verschlüsselungen. Diese Software wird auf speziell entwickelte oder konfektionierte Hardware integriert und die resultierenden Komplettsysteme werden vermarktet. Die Produkte werden zu einem großen Teil beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach dem Standard Common Criteria in der Stufe EAL4+ zertifiziert, um vom öffentlichen Sektor eingesetzt werden zu können. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte zum einen an öffentliche Auftraggeber, unter anderem an Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Zum anderen spricht das Unternehmen mit den Produkten Abnehmer der Privatwirtschaft aus verschiedenen Branchen an. Schwerpunkte finden sich in der Industrie im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus sowie bei Unternehmen und Organisationen des Gesundheitssektors. Der Vertrieb erfolgt direkt und über qualifizierte Vertriebspartner (vorwiegend Systemhäuser). 2. Forschungs- und Entwicklungsbericht Das Produktportfolio wurde in 2018 um die zwei Kooperationsprodukte gs-gate und genua Advanced Secure Connect ergänzt, welche die sichere Datenauswertung via Internet von Maschinen bzw. sichere Fernwartung ermöglichen. Die Produkte genugate, genuscreen, genubox und genucenter sowie das Produkt vs-top wurden auch in 2018 kontinuierlich weiterentwickelt. Bei letzterem wurde ein weiterer Notebookhersteller mit aufgenommen, um den Kundenwunsch nach mehr Hardwareoptionen nachzukommen. Zudem war die Entwicklung eines Field Programmable Gate Array (FPGA) ein Schwerpunkt im Jahr 2018. Dies sind programmierbare Chips/Prozessoren, welche eine deutlich erhöhte Rechenleistung ermöglichen und somit die Performance der Produkte beim Datendurchsatz und der Datenanalyse erheblich steigern. Das Forschungsteam von genua arbeitete 2018 an einer Reihe von Forschungsprojekten, dazu gehören die Projekte APT Sweeper (Früherkennung und Abwehr von Advanced Persistent Threats), INDI (Intelligente Intrusion-Detection-Systeme für Industrienetze), SarDiNe (Netzsicherheit basierend auf Software Defined Networking), SENDATE (Hochsicherheits-Network-Building-Block für Hochgeschwindigkeitsnetze) sowie RiskViz (Risiken industrieller IT: Metriken, Messung, Visualisierung). Die Projekte SarDiNE, INDI, RiskViz und APT Sweeper konnten im Jahr 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem betreibt genua das Eigenforschungsprojekt QuaSIModO (Quantensichere IPsec-Module und -Operationsmodi) ohne Drittmittelförderung. Die Ergebnisse der bisher abgeschlossenen Forschungsprojekte finden Anwendung in der Weiterentwicklung bestehender und der Entwicklung neuer Produkte. Die Gesamtkosten für den Bereich Forschung und Entwicklung belaufen sich auf 3.789 T€ (im Vorjahr 3.452 T€). Dies entspricht einem Anteil am Umsatz von 11,3 v.H. (im Vorjahr 11,5 v.H.). Davon wurden 199 T€ (im Vorjahr 48 T€) Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Eigenleistung aktiviert. Aus dieser Aktivierung und den Aktivierungen der Vorjahre resultierten Abschreibungen in Höhe von insgesamt 186 T€. Ein wichtiger Pfeiler unserer Innovationskraft ist ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Ende 2018 lag die Mitarbeiterzahl in diesem Bereich bei 47 (im Vorjahr 40). Für das Jahr 2019 ist kein Aufbau von Forschungsstellen geplant. Wir halten jedoch an der strategischen Ausrichtung weitere Investitionen für den Teilbereich Forschung bereitzustellen, wie schon in den Vorjahren, fest. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich somit nicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Brutto-Inlands-Produkt in Deutschland wuchs im Jahr 2018 um 1,5%. Die Gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind damit als positiv zu bewerten. Es muss beachtet werden, dass sich die Wachstumsprognosen verringern (Wachstum Brutto-Inlands-Produkt 1% in 2019) und auch der Ifo Index zum Geschäftsklima sich negativ entwickelt (Rückgang der Erwartungskomponente um 3,1 Punkte) (Quelle: Deutsch Bank: "Die R-Frage" von 05. Februar 2019). Laut dem Branchenverband bitkom wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr der IT-Markt um 3,1% und auch für das Jahr 2019 wird ein weiteres Wachstum mit 2,5 % erwartet (Quelle: bitkom: Jahres-Pressekonferenz vom 10. Januar 2019). Öffentliche Auftraggeber Im Bereich der öffentlichen Auftraggeber bilden Budgetzuweisungen, Haushaltskürzungen und Haushaltssperren, beispielsweise in Wahljahren, einen relevanten Einflussfaktor auf die Umsätze von genua. Positiv wirken sich die wachsenden Staatsausgaben, im Jahr 2018 +1,1%, aus, welche durch einen positiven Haushaltsüberschuss von 59,2 Mrd. Euro gestützt werden (Quelle: Deutsch Bank: "Die R-Frage" von 05. Februar 2019). Durch das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) sind die Rahmenbedingungen für die Produkte und Dienstleistungen von genua in regulierten Märkten weiterhin sehr gut. Industrie Im Bereich der Privatwirtschaft sind konjunkturelle Einflüsse für die Investitionstätigkeit im Bereich IT-Sicherheit spürbare externe Einflussfaktoren. Die verstärkten Bemühungen der Industrie im Bereich der sog. "Industrie 4.0" bieten genua ein weiteres, sehr innovatives und spannendes Feld für den Ausbau bestehender und die Entwicklung weiterer Produkte und Dienstleistungen, da immer mehr Maschinen und Komponenten in den Unternehmen mit dem Internet verbunden sind und abgesichert werden müssen. Hier hat durch öffentlichkeitswirksame Sicherheitsvorfälle eine Sensibilisierung am Markt stattgefunden. Eingeschränkt werden diese positiven Entwicklungen jedoch von Handelshemmnissen und Währungsrisiken, welche bei den Unternehmen direkt oder indirekt zu Umsatzrückgängen führen können. Dagegen kann sich ein steigender Kostendruck, dem Unternehmen unserer Zielbranchen unterliegen, positiv hinsichtlich IT-Investitionen auswirken, da Kosteneinsparungen durch Digitalisierung realisiert werden sollen. Hierdurch wird auch der Bereich der IT-Security an Bedeutung gewinnen. 2. Geschäftsverlauf genua konnte im Jahr 2018 den deutlichen Umsatzzuwachs aus dem Jahr 2017 bestätigen und sogar um weitere 11% steigern. Im Geschäftsjahr lagen die Umsatzerlöse bei 33.460 T€, dies sind 3.342 T€ mehr als im Vorjahr. Die Zuwächse resultieren im Wesentlichen aus deutlich gestiegenen Umsätzen mit öffentlichen Auftraggebern, welche sich zum Teil aus realisierten Großprojekten ergeben. Somit konnte die verminderte Anzahl an Großprojekten im Bereich der industriellen Kunden kompensiert werden. Der Rohertrag (Umsatz abzüglich Materialaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Erträge, aktivierte Eigenleistungen und Bestandsveränderungen) betrug 26.185 T€, das sind 4.095 T€ mehr als im Vorjahr. Prägend für das erfolgreiche Geschäftsjahr waren das in 2018 weitere Umsatzwachstum und eine signifikant verbesserte Situation im Wareneinkauf. Trotz der Umsatzsteigerung, insbesondere im Bereich der Produktverkäufe, konnte der Materialaufwand um 399 T€ auf 7.968 T€ verringert werden. Dies basiert im Wesentlichen auf einem optimierten Bezug der Einzelkomponenten der verkauften Hardwareappliances sowie einem verbesserten Produktabsatzmix. Die Besetzung von offenen Stellen aus dem Jahr 2017, der geplante Aufbau und die Besetzung weiterer Stellen sowie eine ergebnisbedingt gestiegene Erfolgsbeteiligung führten zu einem Anstieg der Personalkosten auf 15.139 T€ (im Vorjahr 13.631 T€). Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen bedingt durch steigende Investitionen, Personalaufbau und das weitere Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr um 440 T€ zu. Insgesamt konnte genua im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4.684 T€ (im Vorjahr 3.274 T€) erwirtschaften. 3. Lage des Unternehmens Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist positiv zu beurteilen. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Investitionen ins Anlagevermögen zeigten sich im Wesentlichen in der Erhaltung der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 5,2 v.H. (im Vorjahr 5,8 v.H.). Positiv ist die Eigenkapitalquote von 52,3 v.H. zu beurteilen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wie in den Vorjahren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz gestiegenen Umsatzerlösen von 30,7 v.H. an der Bilanzsumme auf 23,2 v.H. gesunken. Hintergrund ist, dass der Umsatz mit Vertriebspartnern mit verlängerten Zahlungszielen, durch den Ausbau des Direktvertriebes unterproportional gewachsen ist. Bei der Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens hat der Anteil kurzfristiger Vermögensgegenstände, bei Betrachtung der absoluten Werte erheblich zugenommen (+7.099 T€), zum einen durch die sehr positive Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, zum anderen durch den Abschluss langfristiger Support- und Update-Verträge, deren Bezahlung für die gesamte Laufzeit zum Teil im Jahr 2018 erfolgt ist. Letzteres zeigt sich auf der Passivseite in dem signifikant gestiegenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten (+24,4 v.H.). Ein weiterer Effekt ist die Erhöhung der Vorräte, zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Der Anteil der Verbindlichkeiten beträgt insgesamt 9,1 v.H. (im Vorjahr 9,3 v.H.). Absolut betrachtet sind die Verbindlichkeiten bedingt durch erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen des 4. Quartals im Bereich Marketing, Personalentwicklung und Beratung sowie die Ausschöpfung der Zahlungsziele im Wareneinkauf um 637 T€ gestiegen. Der Anstieg im Bereich der Rückstellungen ist maßgeblich durch die ergebnisabhängige Erhöhung der Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter sowie ausstehende Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern bedingt. Finanzlage Unsere Finanzlage ist ebenfalls als sehr stabil zu bezeichnen. Die erwirtschafteten Ergebnisse werden thesauriert und stärken so langfristig das Eigenkapital. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 5,0 v.H. (im Vorjahr 4,8 v.H.) der Bilanzsumme. Unser Finanzmanagement ist grundsätzlich darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist weiter sehr stabil. Die Eigenkapitalquote beträgt 52,3 v.H. (im Vorjahr 49,2 v.H.). Kurzfristige sowie langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten aus der Beanspruchung der eingeräumten Kreditlinien (600 T€) bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2018 nicht. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 7.875 T€ (im Vorjahr 6.200 T€), der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt 959 T€ (im Vorjahr 441 T€) und aus Finanzierungstätigkeit 0 T€ (im Vorjahr 0 T€).
Aufgliederung der Umsatzerlöse / Umsatz nach Segmenten Die im Inland erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 32.661 T€ (im Vorjahr 28.971 T€) stellen 97,6 v.H. (im Vorjahr 96,2 v.H.) der gesamten Umsatzerlöse dar. In EU-Ländern wurde ein Umsatz von 534 T€ (im Vorjahr 992 T€) erzielt, was 1,6 v.H. (im Vorjahr 3,3 v.H.) des Gesamtumsatzes entspricht. Die restlichen Erlöse basieren auf Umsätzen in Drittländern in Höhe von 264 T€ (im Vorjahr 154 T€) und entsprechen damit 0,8 v.H. (im Vorjahr 0,5 v.H.) der gesamten Erlöse. Die Umsatzerlöse aus Produktlieferungen betragen für das Jahr 2018 24.816 T€ (im Vorjahr 22.005 T€), die Dienstleistungserlöse betragen 8.292 T€ (im Vorjahr 7.693 T€) und die übrigen Erlöse belaufen sich auf insgesamt 351 T€ (im Vorjahr 419 T€). Ertragslage Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Der Umsatzzuwachs ist auf die konsequente Ausweitung und Professionalisierung der Vertriebsarbeit der Vorjahre zurückzuführen sowie auf die steigende Attraktivität der Produkte durch kontinuierliche Weiterentwicklung. Dabei wurde der Zuwachs ausschließlich im Inland erzielt. Wichtige Treiber dieser Entwicklung waren die Akquise bzw. Fortführung mehrerer Großprojekte sowie ein steigender Absatz von mobilen Systemen. Die Vertriebserfolge der Vorjahre führten zusätzlich zu steigenden Erlösen mit Dauerverträgen. Obwohl das Umsatzwachstum im Wesentlichen auf Produktverkäufen basiert, hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlöse) um 4,0 v.H. Punkte auf 23,8 v.H. verringert. Ermöglicht hat dies ein optimierter Warenbezug und ein steigendender Absatz von Produkten mit einem geringeren Hardwareanteil. Die Personalkosten sind im Berichtszeitraum absolut gestiegen. Die Erhöhung resultiert aus in der Planung 2018 berücksichtigten Einstellungen und Anpassungen der bestehenden Gehälter sowie einer Zunahme der Mitarbeitererfolgsbeteiligung im Zuge des verbesserten Jahresergebnisses 2018. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Umsatz ist auf 11,0 v.H. (im Vorjahr 10,7 v.H.) gestiegen. Durch verstärkte Investitionen in die Personal- und Unternehmensentwicklung haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 440 T€ auf 3.664 T€ zugenommen. Dazu zählen unter anderem gestiegene Fortbildungskosten, Ausgaben Personalbeschaffung und -bindung sowie Rechts- und Beratungskosten. Im Rückblick auf den Prognosebericht 2017 konnten wir im Jahr 2018 die damals geplanten Umsatzzuwächse durch eine gute Marktlage und Marktbearbeitung realisieren und sogar übertreffen. Der Auftragsbestand zum 31.12.2018 liegt mit 7.662 T€ über den Vergleichswerten der Vorjahre. Die Kostenentwicklung ist der Umsatzentwicklung angemessen und die Verbesserung des Wareneinkaufs ist nachhaltig. Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft und ihre Lage als insgesamt gut. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung verwenden wir im Wesentlichen die folgenden Kennzahlen: Return on Investment (ROI), Earnings before interest and taxes (EBIT), Cash Flow sowie die Umsatz- und Eigenkapitalrendite. Entwicklung der nachfolgenden Kennzahlen:
Die Verbesserung zum Vorjahr und der Planung basiert im Wesentlichen auf den im Geschäftsverlauf und der Lage des Unternehmens dargestellten positiven Effekten. Die Gesellschaft steuert nicht aktiv nach nicht finanziellen Leistungsindikatoren, allerdings werden sogenannte weiche Faktoren regelmäßig betrachtet, um die Lage des Unternehmens in seiner Gesamtheit zu erfassen. Kundenbelange genua konnte die Zusammenarbeit mit Stammkunden weiter ausbauen und festigen. Die in 2017 gestarteten Kooperationen mit Herstellern im Bereich Maschinenbau und Softwareentwicklung wurden weiter ausgebaut, um eine Verbreiterung der Vertriebsbasis zu ermöglichen. Im Bereich industrieller Kunden gelang es die projektbezogene Zusammenarbeit insbesondere bei Standortvernetzung und Fernwartung stark auszubauen. Weiterhin wurden weitere Großkunden mit internationalen Betriebsstätten in diesem Bereich erschlossen, die mittelfristig eine Umsatzerhöhung bedeuten und auch internationales Wachstum ermöglichen sollen. Die zu Beginn des Jahres um den Bereich Kommunikation erweiterte Abteilung Produkt Marketing wird durch ein enges Zusammenwirken mit der Produktentwicklung dieses weiter positiv unterstützen. Arbeitnehmerbelange Die Managementebene unterhalb der Geschäftsführung wurde im Jahr 2018 um die Abteilung IT-Infrastructure erweitert. Der Relevanz der internen IT für das weitere Unternehmens- und Mitarbeiterwachstum der Gesellschaft sowie der Optimierung der Arbeitsmittel wurde hiermit Rechnung getragen. Die Abteilungsleitung IT berichtet an den Geschäftsführer für den Bereich S. Die bewährten kleineren Einheiten im Bereich der Produktentwicklung, die eine flexible Führung und Reaktion auf geänderte Anforderungen erlauben, stellen weiterhin die passende Organisationsform dar. Das Unternehmen weist nach wie vor eine für die Branche ungewöhnlich ausgeglichene Altersstruktur auf, wobei durch das hohe Engagement im Ausbildungsbereich auch viele Mitarbeiter unter 20 Jahren im Unternehmen beschäftigt sind. Für neue Führungskräfte besteht ein umfangreiches Fortbildungsangebot, das durch ein intern entwickeltes Transferprogramm ergänzt wird. Das strategische Projekt der Fachkarriere wurde im Jahr 2018 weiterentwickelt und um den Bereich der Führungskräftegewinnung und -vorbereitung erweitert. Dieses Programm startet im ersten Quartal 2019. Gesellschaftliches Engagement genua engagiert sich in der Gemeinde Kirchheim in vielfältiger Weise. So unterstützen die Auszubildenden und Studierenden der genua GmbH gemeinnützige Einrichtungen, wie z. B. Schulen, kostenlos bei IT-Problemen. Das Programm zur lokalen Unterstützung bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms wurde fortgeführt. Weiterhin betreibt genua eine eigene Kindertagesstätte, deren Nutzung nicht nur den eigenen Mitarbeitern, sondern auch Einwohnern übriger Kommunen offen steht. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. IV. Prognosebericht Trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und im Euroraum ist eine Prognose wie auch in den Vorjahren schwierig, da geopolitische Veränderungen im Rahmen der transatlantischen Partnerschaft und deren langfristige Folgen nicht abschätzbar sind. Mögliche Handels- und Exportbeschränkungen einzelner Länder und die Folgen des Austritts von Großbritannien aus der EU können negative Folgen auf die Investitionsbereitschaft der Industriekunden haben und das internationale Wachstum über global agierende Kunden von genua erschweren. Andererseits ist IT-Sicherheit, auch bei Veränderung der internationalen Rahmenbedingungen, nach wie vor in Deutschland ein Wachstumsmarkt, so dass wir die Entwicklung unserer Gesellschaft als stabil einschätzen und von einem kontinuierlichen Umsatzwachstum ausgehen. Unsere aktuellen Planungen gehen im kommenden Jahr 2019 von einer weiteren Erhöhung des Umsatzniveaus auf 36,5 Mio. € und einem Geschäftsergebnis, das bei 3,1 Mio. € liegen soll, aus. Weiterhin gehen wir von einem Return on Investment (ROI) in Höhe von 14,5 v.H. sowie einem EBIT in Höhe von 4,5 Mio. € aus. Dies ergäbe eine Umsatzrendite vor Steuer in Höhe von 12,3 v.H. und eine Eigenkapitalrendite in Höhe von 16,6 v.H. Für das Geschäftsjahr 2019 sind verstärkt Investitionen in die Organisation und IT-Infrastruktur geplant, um das bereits realisierte Wachstum zu verstetigen und weiter ausbauen zu können. Die weiterhin positive Planung der Unternehmensentwicklung basiert auf der Annahme einer weiter wachsenden Nachfrage nach IT-Sicherheitsprodukten, einer Verbreiterung der Kundenbasis durch Kooperationen und einer Aktualisierung des Produktportfolios zum Teil mit neuen Technologien. Aufgrund der nachhaltigen Geschäftspolitik, die auch für das Jahr 2019 keine wesentlichen Veränderungen vorsieht, werden wir stets in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. V. Chancen- und Risikobericht des Unternehmens 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Der Markt im Bereich der IT-Sicherheit ist ein Wachstumsmarkt, in dem sowohl etablierte Unternehmen als auch Newcomer zueinander in Wettbewerb treten. Durch das große Marktpotential findet ein intensiver Wettbewerb statt, der weiter zunehmen wird. Der Trend zur Konzentration durch Unternehmensübernahmen und -zusammenschlüsse, insbesondere von kleinen sehr innovativen Unternehmen verstärkt sich und die Clusterung der nationalen Anbieter ist in 2018 weiter fortgeschritten. Der Markt für gehobene Sicherheitsprodukte, in dem genua sich überwiegend positioniert, zeichnet sich durch eine geringe Anbieterdichte und relativ hohe Markteintrittshürden aus. Dem gegenüber steht die Anforderung qualitativ besonders hochwertiger Produkte verbunden mit aufwendigen Zertifizierungs- und Zulassungsprozessen. Eine Zunahme der Wettbewerbsintensität kann letztlich dazu führen, dass weniger Projekte gewonnen werden und die Preise bei gleichbleibender Leistung sinken. Der Markt der IT-Sicherheit ist jedoch nicht frei von konjunkturellen Veränderungen. Sofern sich die Konjunktur deutlich negativ verändert, kann dies auch die Kundennachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen, woraus dann deutliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Die oben beschriebenen Risiken stellen für die Gesellschaft signifikante Risiken dar, da sich diese branchenspezifischen externen Faktoren nur schwer direkt beeinflussen lassen. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit sowie mit einem hohen Maß an Qualität und Flexibilität begegnen. Die Abhängigkeit von Großprojekten soll mit einer noch stärkeren Diversifizierung der Kundenstruktur im Bereich der Industrie entgegengewirkt werden. Hierzu wurden bereits Kooperationen mit Komplementäranbietern gestartet und sollen weiter ausgebaut werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die potentiellen Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft betreffen, sind von untergeordneter Bedeutung. Ertragsorientierte Risiken Der Arbeitsmarkt im IT-Bereich ist von einem grundlegenden Fachkräftemangel geprägt und nach wie vor, insbesondere im Großraum München, sehr angespannt. Sofern sich dieser Trend weiter verstärkt, können sich daraus Risiken für die Ertragslage ableiten lassen. Dies betrifft unmittelbar den Bereich der Dienstleistungen. Andere Risiken für die Ertragslage sind Ausfälle der technischen Infrastruktur, die zu Arbeitsausfall führen können, und Lieferengpässe bei Lieferanten. Die genannten Risiken können den Effekt haben, dass Kundenaufträge nicht mehr bedient werden können und damit Umsatz- und Ertragsziele nicht erreicht werden. Aufgrund der aktuell stabilen Geschäftsentwicklung, vorhandener Versicherungen und weiterer risikominimierender Maßnahmen in der Lieferantenkette sehen wir jedoch keine wesentlichen ertragsorientierten Risiken. 2. Chancenbericht Position im Markt genua konnte sich als Anbieter für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben nachhaltig etablieren. Durch fortlaufende Produktinnovationen und eine hohe Bereitschaft spezielle Anforderungen der Kunden dieses Segments zu berücksichtigen, gehen wir davon aus, unsere Position weiter ausbauen zu können. Im privatwirtschaftlichen Bereich konnte genua die traditionell gute Marktposition für Speziallösungen weiter festigen, um Umsatz und Absatz mittelfristig auszubauen. Durch neue Kooperationen hat sich weiteres Wachstum ergeben, dessen Fortsetzung wir auch in Zukunft erwarten. Der Anteilseigner Bundesdruckerei verstärkt die Positionierung von genua als zuverlässigem Partner. Durch eine weitere Produktdifferenzierung des bestehenden Portfolios schaffen wir die Möglichkeit, neue Kundensegmente, gerade im Bereich der Privatwirtschaft, zu erreichen. Arbeitsmarktsituation genua begegnet dem Fachkräftemangel in der IT seit Jahren durch ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und durch vielfältige Initiativen zur Mitarbeiterbindung. Im Ausbildungsbereich bieten wir fünf verschiedene Ausbildungsrichtungen an. Ferner bieten wir Studierenden technischer und betriebswirtschaftlicher Fachrichtungen die Möglichkeit, ihr Studium entweder mit einer einschlägigen Ausbildung oder der sogenannten vertieften Blockpraxis im Unternehmen im Rahmen eines dualen Studiums zu kombinieren. Bachelor- und Masterarbeiten werden von uns kontinuierlich in verschiedenen technischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen angeboten und betreut. Mitarbeiter, die sich berufsbegleitend z.B. durch die Fortbildung zum Fachwirt oder durch ein Bachelor- oder Masterstudium weiter qualifizieren wollen, werden von genua hierbei aktiv unterstützt. Umfangreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie Vertrauensarbeitszeit, variable Wochenarbeitszeit, einen zentral gelegenen Co-working-space, Unterstützung bei Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen führen gemeinsam mit einem weitreichenden Maßnahmenkatalog interner Weiterbildung und systematischer Personalentwicklung dazu, dass wir eine im Branchenvergleich niedrige Fluktuation aufweisen. Früherkennungssystem Im Rahmen eines unternehmensweiten Projekts wurde bei genua unter Beteiligung aller relevanten Gruppen ein umfangreiches Instrumentarium zur Früherkennung von Risiken und Chancen entwickelt. Dieses Instrumentarium dient der laufenden Steuerung der einzelnen Unternehmensbereiche sowie des Gesamtunternehmens. Die Indikatoren werden rollierend auf ihre Relevanz und notwendige Weiterentwicklung überprüft und entsprechend überarbeitet. Risiko-Chancen-Management-System Unter Berücksichtigung der Konzernvorgaben des Hauptgesellschafters Bundesdruckerei wurde bei genua im Geschäftsjahr 2017 ein Risiko-Chancen-Management-System etabliert. Dieses System wurde auf die bestehenden Organisationsstrukturen und Prozessabläufe angepasst und wird bei Änderungen entsprechend weiterentwickelt. Es erfolgte eine monatliche (ab 2019 eine quartalsweise) Überprüfung und Bewertung der Einzelrisiken, quartalsweise erfolgt eine Berichterstattung an die Geschäftsführung. Das Risiko-Chancen-Management-System ermöglicht eine gezielte Risikosteuerung mit Blick auf Ursache und Wirkung, um mit ursachenbezogenen Maßnahmen negative Abweichungen von den quantitativen und qualitativen Unternehmenszielen und mögliche Schäden zu minimieren. Einheitliche Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risiko-Chancen-Management sind in einer unternehmensweit gültigen Richtlinie definiert. 3. Gesamtaussage genua sieht nach wie vor die Chance das Unternehmen gezielt weiterzuentwickeln und in einer mehrjährigen Wachstumsphase zu halten. Das Unternehmen sieht daher auf Basis der Entwicklung neuer Märkte und Produkte weiterhin die Möglichkeit 2019 einen Umsatz von 36,5 Mio. € zu erzielen. Die hierfür notwendigen Umfeldbedingungen wurden analysiert und entsprechende Schritte eingeleitet. Diese Schritte erstrecken sich sowohl auf die Produktentwicklung, auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten als auch auf die interne Struktur und das Zusammenwirken mit dem Mehrheitsgesellschafter. Die dargestellten Risiken im Bereich der Branche und Lieferfähigkeit wird mit gezielten Maßnahmen begegnet, so dass ein normales Geschäftsrisiko verbleibt. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Anlagen in kurzfristigen Wertpapieren. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, der zum größten Teil nicht ausfallgefährdet ist. Das größte Kundencluster stellen Partner dar, zu denen langjährige und intensive Kundenbeziehungen gepflegt werden. Die unserer Gesellschaft entstehenden Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln, gegebenenfalls durch Lieferantenkredite. Darüber hinaus stehen Kreditlinien zum Abruf bereit. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist der Erhalt der Organisation bei gleichzeitiger Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Risiken aus der Anlage in kurzfristige Wertpapiere bestehen durch die Abhängigkeit von Börsen- und Tageswerten mit direkter Auswirkung auf die Liquidität der Gesellschaft. Um diesem entgegenzuwirken, wurde in Wertpapiere mit einem durchschnittlichen Rating von mindestens BBB nach S&P und unter Beachtung einer breiten Streuung angelegt. Die Liquiditätslage ist sehr gut und es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind daher die Ausnahme. Die Gesellschaft arbeitet mit drei überregionalen Geschäftsbanken zusammen. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Als Basis für die Geldmitteldisposition wird ein fortlaufender Liquiditätsplan für das aktuelle Jahr und zwei Folgejahre erstellt, der laufend aktualisiert wird. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht. In Köln, Stuttgart und Berlin existieren unselbständige Betriebsstätten, die finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich in den Hauptstandort Kirchheim eingegliedert sind. Sie begründen sich in der vorteilhaften Nähe zu einem großen und strategisch wichtigen Kundenkreis. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für ein dezentrales bundesweites Mitarbeiterwachstum.
Kirchheim, den 20. März 2019 Marc Tesch, Geschäftsführer Matthias Ochs, Geschäftsführer Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der genua GmbH, Kirchheim bei München (Amtsgericht München, HRB 98238), wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Auf Grundlage gesellschaftsvertraglicher Regelungen wird der Jahresabschluss wie für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 III HGB aufgestellt. Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren, gemäß dem § 275 II HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter, planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibung erfolgt linear. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren, entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände mit einer Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren und Sachanlagen mit einer Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben. Im Jahr 2018 wurde vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 II HGB Gebrauch gemacht. Die Aktivierung berücksichtigt die bei der Herstellung angefallenen Entwicklungsaufwendungen nach § 255 II a i.V.m. II HGB. Nach Fertigstellung erfolgt eine planmäßige, lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € (bis 31. Dezember 2017 bis 410 €) wurden im Erwerbsjahr als Anlagen erfasst und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet. Diese Methode entspricht den tatsächlichen Verhältnissen unserer Lagerhandhabung. Fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten und unfertige Leistungen zu Herstellungskosten bewertet, soweit kein niedrigerer Wert beizulegen war. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko sowie der Zins- und Skontoverlust wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 v.H. bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen sonstige Wertpapiere und wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen, bzw. Tageswerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Forderungen sowie Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursveränderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Dabei wurde am Abschlussstichtag zum Devisenkassakurs gemäß § 256a II HGB bewertet. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 € und ist mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden nach § 253 II S. 1 HGB pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 II S. 1 HGB der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger oder gleich einem Jahr werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Wegen der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2018 wird auf die Anlage zum Anhang verwiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von insgesamt 3.789 T€ getätigt. Von diesen Aufwendungen wurden ausschließlich für die Entwicklung künftiger Produkte 199 T€ aufgewendet (FPGA 181 T€ und Advanced Secure Connect 19 T€), dementsprechend in voller Höhe aktiviert und unter selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Abschreibungsdauer beträgt in Ableitung des Produktlebenszyklus fünf Jahre, der aufgrund der verwendeten Technologie nicht länger sein wird. Zum 31.12.2018 bestehen aus der Aktivierung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Nr. 8 HGB in Höhe von 501 T€ (nach Abzug der latenten Steuern 356 T€). Wir verweisen weiter auf die unter dem Abschnitt "Der Ausschüttung unterliegenden Beträge" gemachten Angaben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgenstände stellt sich wie folgt dar:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr:
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen vorausbezahlte Lizenzgebühren enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 €. Der Ausschüttung unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der einer Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Den ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt 476 T€ stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 3.742 T€ sowie der Gewinnvortrag in Höhe von 7.481 T€ gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss von 4.684 T€ bestehen daher nicht. Pensionsrückstellungen Für die Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen), welche an die Pensionsanwärter verpfändet sind. Entsprechend wurden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen nach § 246 II HGB saldiert ausgewiesen. Das Deckungsvermögen wurde zum beiliegenden Zeitwert, der dem steuerlichen Aktivwert (= Anschaffungskosten) entspricht, bewertet. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden verrechnet und unter den Zinsaufwänden ausgewiesen. Siehe auch unter Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (Zinsaufwendungen). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der PUC-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: - durchschnittlicher Marktzins von 3,21 v.H. gemäß Vereinfachungsregel für eine Laufzeit von 15 Jahren, sowie unter Berücksichtigung des 10-Jahres-Durchschnitts nach § 253 II S.1 HGB, der von der deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde - Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2 v.H. gemäß der erwarteten Dynamik laufender Renten - Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Der Aktivwert sowie der Erfüllungsbetrag aus der Pensionsverpflichtung stellen sich wie folgt dar:
Mit einer Anpassung des § 253 HGB hat der Gesetzgeber in 2016 auf die anhaltende Niedrigzinsphase reagiert. Der bislang den Berechnungen zugrunde gelegte 7-Jahres-Durchschnitt des Rechnungszinses wurde auf einen 10-Jahres-Durchschnitt umgestellt. Die Rückstellung mit einem Abzinsungssatz von 3,21 v.H. (10-Jahres-Durchschnitt) beträgt 761.511,00 €. Mit einem Abzinsungssatz von 2,32 v. H. (7-Jahres-Durchschnitt) ergibt sich eine Rückstellung von 929.731 €. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI Nr. 6 HGB in Höhe von 168.220 €. Somit ergibt sich nach Abzug der latenten Steuern ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 119.520,31 €. Verbindlichkeiten Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr:
Passive Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Einnahmen durch Dauerleistungsverträge für Update, Hotline und Systemmanagement (SSM) enthalten. Passive latente Steuern
Der Ausweis der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung nach § 274 I S.1 HGB erfolgte unter der Position gemäß § 266 Abs. 3 E. HGB: Passive latente Steuern. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 II HGB aufgestellt. Personalaufwand
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen zur Altersversorgung sind Aufwendungen zur Altersversorgung in Höhe von 169.998,40 € (VJ.: 122.214,92 €) enthalten. Abschreibungen Die Position beinhaltet Abschreibungen auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 185.870,57 € (VJ.: 178.695,00 €). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigen unter anderem Aufwendungen für Raumkosten in Höhe von 982.415,69 € (VJ.: 1.032.347,44 €), Reisekosten in Höhe von 559.345,98 € (VJ.: 521.937,54 €), Werbung und Marketing in Höhe von 481.625,38 € (VJ: 473.244,75 €) und Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 469.118,33 € (VJ: 333.444,23 €). Die periodenfremden Aufwendungen im Jahr 2018 betrugen 2.385,20 € (VJ.: 0,00 €). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen im Jahr 2018 1,87 € (VJ.: 44,41 €). Zinsaufwendungen Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt 22.688 € (VJ.: 21.062,00 €). Der Ertrag aus den Rückdeckungsversicherungen beläuft sich auf 13.731,75 € (VJ.: 12.315,17 €). Daraus ergibt sich ein (saldierter) Zinsaufwand von 8.956,25 € (VJ.: 8.746,83 €) (§ 246 II HGB), der unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten ist. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Zuführungen zu passiven latenten Steuern in Höhe von 28.271,52 € (VJ.: Ertrag 115.455,45 €) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Zum 31.12.2018 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 4.969 T€ mit einer Laufzeit von ein bis acht Jahren. Sonstige Pflichtangaben Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: Marc Tesch, Geschäftsführer für den Bereich Strategy, Administration & Sales Matthias Ochs, Geschäftsführer für den Bereich Products, Customers & Marketing Die Geschäftsführer sind entweder zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Geschäftsführerbezüge Die Gesamtvergütung der Geschäftsführung lag im Jahr 2018 bei 384.350,28 €. Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 761.511 € gebildet, der Bilanzansatz liegt, nach Abzug einer bestehenden Rückdeckversicherung, bei 208.599,99 €. Konzernzugehörigkeit Die genua GmbH ist ein Unternehmen der Bundesdruckerei GmbH, die 73 v.H. der Unternehmensanteile besitzt und einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Zum 01.01.2018 hatte der Gesellschafter Bundesdruckerei GmbH seine Anteile an der genua GmbH durch Anteilserwerb von den weiteren Gesellschaftern auf 73 v.H. erhöht. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 242 Mitarbeiter beschäftigt, diese teilen sich nach Gruppen wie folgt auf:
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Kirchheim, den 20. März 2019 Marc Tesch, Geschäftsführer Matthias Ochs, Geschäftsführer Bruttoanlagenspiegel zum 31. Dezember 2018
Sonstiger BerichtsteilAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.03.2019 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die genua GmbH, Kirchheim bei München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der genua GmbH, Kirchheim bei München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der genua GmbH, Kirchheim bei München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 20. März 2019 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Dr. Kusterer, Wirtschaftsprüfer Schmid, Wirtschaftsprüfer |
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