Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 11026
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng LTT GmbHEBnedgeinRnöRtöutnugng LTT-Versand GmbH
Eingetragen
20.12.2007
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Unterhaltungselektronik und Messebauartikeln sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Planung und Durchführung von Messeständen und von Licht- und Toninstallationen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Zanke
seit 3.9.2019
Prokura
Matthias Blatt
seit 28.12.2016
Prokura
Frank Gottheil
seit 20.12.2007
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LTT Group GmbH

Bocholt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Grundlagen des Unternehmens

Die LTT Group GmbH gehört zu den führenden Unternehmen in Deutschland in den Bereichen Veranstaltungstechnik. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bocholt entwickelt, produziert und vertreibt Produkte der Veranstaltungstechnik und der Elektronik europaweit. Die Gesellschaft versteht sich als professioneller Full-Service-Partner rund um Showtechnik und Veranstaltungstechnik. Hierbei bietet die Gesellschaft den Kunden durchdachte und effiziente Komplettlösungen aus einer Hand.

Unser Unternehmen steht den Kunden während des gesamten Prozesses, von der Planung bis zur technischen Umsetzung, zur Seite. Bei Bedarf stellen wir ein professionelles Planungsbüro und ein Montage-Team zur Verfügung, um eine termingerechte, sichere und reibungslose Produktkonstruktion zu gewährleisten. Durch ein flächendeckendes Vertriebsnetzwerk mit Kooperationspartnern bieten wir bundesweit Dienstleistungen an und entwickeln anwendungsspezifische Lösungen. Unser umfangreiches Produktspektrum und Leistungsangebot sichern unseren Kunden langfristige Wettbewerbsvorteile.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) laut statistischem Bundesamt um 1,9 % im Vorjahr ist im Jahr 2023 ein Rückgang des BIP um 0,3 % zu verzeichnen.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dämpft weiterhin die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023. Auch das deutlich gestiegene Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen belastet die Konjunktur. Hinzu kommen gestiegene Zinsen, die zu ungünstigeren Finanzierungsbedingungen führen und eine rückläufige allgemeine Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Jahr 2022 um 0,4 %-Punkte auf 5,7 % leicht erhöht. Trotz der oben beschriebenen Unsicherheiten zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil. Wurde der Arbeitsmarkt in den Corona-Jahren 2020 und 2021 noch deutlich durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit gestützt, kann für das Jahr 2023 festgestellt werden, dass die Inanspruchnahme von Kurzarbeit sich weiterhin verringert hat.

2.2. Branchenbezogene Marktsituation

Ausweißlich der Analysen des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung wirkte sich die gesamtwirtschaftlich rückläufige Nachfrage im Jahr 2023 weniger stark auf die Nachfrage im Bereich der Veranstaltungsbranche aus. Die Erholung der Veranstaltungsbranche setzt sich somit nach den schwierigen Corona-Jahren weiter fort. Dieser Erholung hat jedoch gegenüber den Vorjahren an Dynamik verloren. So stiegen die Umsatzerlöse der Veranstaltungsbranche von 2021 auf 2022 noch um 76,7 %. Für 2023 zeichnet sich nur noch ein Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 24,4 % ab.

Der geringere Anstieg der Umsatzerlöse resultiert in der Veranstaltungsbranche vor allem aus einer Trendwende hin von einer Nachfrageproblematik zu einer Angebotsproblematik. Im Gegensatz zu den Corona-Jahren, in denen die Nachfrage innerhalb der Veranstaltungsbranche nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist, fällt es zunehmend mehr Unternehmen schwer die nun wieder steigende Nachfrage bedienen zu können. Grund hierfür ist im Wesentlichen ein sich verstärkender Fachkräftemangel sowie weiterhin bestehende Problematiken innerhalb von Lieferketten.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze der LTT Group GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.665 angestiegen. In strategisch wichtigen Sortimenten gab es ein starkes Wachstum. Sortimente mit starkem Margendruck wurden zurückgefahren. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich somit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt wie in den Jahren 2021 und 2022 weiter sehr positiv entwickelt.

Aufgrund der langjährigen Mitarbeiterbindung sowie der Ausweitung der Lagerbestände in den Vorjahren war die LTT Group GmbH im Geschäftsjahr kaum von den oben beschriebenen branchenspezifischen Problemen betroffen und konnte ihre Kunden jederzeit eine hohe Warenverfügbarkeit bieten.

4. Geschäftsergebnis

Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 446 gesunken.

Der Anstieg der Personalkosten im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 492 auf TEUR 2.833 entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 21,0 %. Der hohe Anstieg resultiert aus der Neueinstellung von Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2023 sowie aus Gehaltsanpassungen.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 107 auf TEUR 474 erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 823 auf TEUR 5.621 erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Fracht- und Verpackungskosten, höheren Aufwendungen für Ausstellungen auf Fachmessen sowie gestiegenen Werbekosten.

5. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 496 getätigt. Diese entfallen vor allem auf Schweißtische zur Herstellung von Traversen sowie auf neue Lagerausstattung. Durch die Schweißtische können wesentlichen Produkte im Traversenbereich zukünftig am Hauptstandort in Bocholt produziert werden. Hierdurch wird die Wertschöpfungskette der LTT Group GmbH verlängert und eine weitere Unabhängigkeit von Zulieferern erreicht. Darüber hinaus wurde durch die LTT Group GmbH eine Tochtergesellschaft in Polen gegründet. Ziel ist es auch hier, durch die eigene Produktion von Traversen unabhängiger von externen Zulieferern zu werden.

6. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Beschäftigten lag im Jahresdurchschnitt bei 77 (Vorjahr 59). Die LTT Group GmbH hat seit jeher im Personalbereich eine außerordentlich geringe Fluktuationsrate. Die Mitarbeiter identifizieren sich stark mit dem Unternehmen, so dass bei vielen Mitarbeitern bereits ein langjähriges Arbeitsverhältnis besteht. Alle Stellen in verantwortungsvollen Positionen sind qualifiziert besetzt.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 312 auf TEUR 13.391. Dies entspricht einer Steigerung von 2,4 %. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 768 auf TEUR 7.086 erhöht.

Die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2023 beträgt 45,1 % (Vorjahr 43,5 %). Die Anlagenintensität blieb mit 44,3 % (Vorjahr 44,6 %) nahezu konstant.

2. Finanzlage

Der Gesellschaft standen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen durch zeitnahe Zahlung erfüllt.

Vermögen und Kapital entsprechen auch weiterhin der Geschäftsentwicklung.

3. Ertragslage

Die Wareneinsatzquote als Verhältnis vom Materialaufwand zu den Umsatzerlösen ist im Vorjahresvergleich unverändert geblieben. Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 780 auf TEUR 10.118 verbessert.

Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 446 gesunken. Grund hierfür ist vor allem der gestiegene Personalaufwand, der aus der Neueinstellung von Mitarbeitern vor allem für die eigene Produktion von Traversen resultiert.

Der geplante Geschäftsverlauf konnte erreicht werden.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist sowohl im Inland als auch im Ausland tätig. Wie bei jeder unternehmerischen Aktivität ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit verschiedene Chancen und Risiken. Viele Risiken lassen sich durch geeignete Maßnahmen weitgehend reduzieren, während andere Risiken durch Versicherungen oder andere Vorkehrungen begrenzt werden können, um ihre Auswirkungen beherrschbar zu machen.

Ein funktionierendes Kontroll- und Risikomanagementsystem ist dafür unerlässlich. Durch eine angemessene Organisationsstruktur und ein systematisches Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung zeitnah über relevante Risiken informiert wird und frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

1. Risikobericht

Nachfolgend werden die Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft haben, bewertet und der Umgang mit diesen dargestellt. Nach unserer Einschätzung sind keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden.

1.1. Konjunkturelle Risiken

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Produktstruktur weitestgehend konjunkturunabhängig tätig. Ein ungeachtet dessen vorhandenes immanentes Konjunkturrisiko wird durch die gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur der Gesellschaft kompensiert.

1.2. Absatzrisiken

Die Zusammensetzung des Produktportfolios ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und wird deshalb laufend überprüft. Weiterhin ist die laufende Beobachtung der Absatzpreise der Marktbegleiter ein Teil des Risikomanagements.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Internets ist das Risiko von Cyberangriffen und ähnlichen Bedrohungen deutlich gestiegen. Um eine kontinuierliche Verfügbarkeit unseres Onlineshops und unserer Schnittstellen sicherzustellen, halten wir Hardware und Software stets auf dem neusten Stand und führen kontinuierliche Weiterentwicklungen durch.

1.3. Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können sich dadurch ergeben, dass Kunden ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen, z. B. durch eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenz. Diesem Risiko wird mit einem leistungsfähigen internen Forderungsmanagement begegnet. In Einzelfällen werden darüber hinaus Forderungen durch entsprechende Bürgschaften von Kreditinstituten abgesichert. Die Forderungsausfallrisiken sind durch die hohe Zahl von Kunden, die den Einsatz von elektronischen Zahlungsmitteln (wie z.B. Paypal) nutzen, stark begrenzt.

1.4. Beschaffungsrisiken

Bei der Beschaffung bestehende Risiken werden durch eine effiziente Auswahlkontrolle neuer Lieferanten und Geschäftspartner gemindert. Da die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Lieferanten zusammenarbeitet, bestehen keine Lieferantenabhängigkeiten. Im Übrigen bestehen langjährige Kooperationen, die das Beschaffungsrisiko vermindern.

1.5. Rechtsstreitigkeiten

Bedeutende Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig, rechtliche Bestandsgefährdungen aus Schadenersatz- oder Gewährleistungsprozessen u. ä. liegen nicht vor.

Weitere Risiken oder Unwägbarkeiten mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die Gesellschaft bewegt sich in einer Branche, die durch ständige Innovationen lebt und in der sie gut positioniert ist.

2.1. Solide Finanzierung

Die Gesellschaft zeichnet sich durch eine solide Finanzierung aus. Dieses bietet Raum und verschafft Sicherheit für die zukünftige Entwicklung. Auch ist es durch die schlanke Struktur der Gesellschaft möglich, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

2.2. Neue Absatzgebiete

Durch die kontinuierliche Expansion des Vertriebsgebiets, insbesondere in europäischen Ländern, eröffnen sich ständig neue Märkte, die langfristig positive Auswirkungen auf die Ertragssituation haben. Zugleich ist damit zu rechnen, dass viele kleine lokale Musikgeschäfte schließen werden und der Markt sich weiterhin zugunsten weniger großer Onlinehändler verschieben wird. Als einer der größten Händler wird die LTT Group GmbH profitieren.

2.3. Verlängerung der Wertschöpfungskette

Durch den Aufbau einer eigenen Produktion von Traversen am Hauptstandort in Bocholt sowie durch die Gründung einer Tochtergesellschaft in Polen ergibt sich langfristig für die LTT Group GmbH eine Verlängerung der Wertschöpfungskette und eine damit einhergehende Verbesserung der Margen für diesen Produktbereich. Auch wird die Abhängigkeit von externen Lieferanten hierdurch weiter abgebaut und sichert die hohe Warenverfügbarkeit zukünftig ab.

2.4. Personal/ Know-how

Die Gesellschaft beschäftigt einen Großteil der MitarbeiterInnen seit vielen Jahren und hat im vergangenen Jahr das Personal noch erheblich aufgestockt. Die langjährigen Mitarbeiter sind in der Lage, sich mit ihrem Know-how schnell auf den stetigen Wandel der Handelsbranche einzustellen. Dazu erfolgt eine permanente und adäquate Beobachtung der Absatz- und Beschaffungsmärkte.

3. Ausblick

Der weiterhin anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird auch im Verlauf des Jahres 2024 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin stark beeinflussen. Trotz eines Rückgangs der Inflationsraten im ersten Halbjahr 2024 ist davon auszugehen, dass die Kosten für Energie und Material auf einem weiterhin hohen Niveau stagnieren oder sich sogar noch weiter erhöhen.

Darüber hinaus wird mit einem weiteren Nachlassen des Nachholeffektes in der Veranstaltungsbrache nach den Corona-Jahren gerechnet.

Durch die Erhöhung des Lagerbestandes in der Vergangenheit und den Aufbau einer eigenen Produktion am Hauptstandort in Bocholt sowie in Polen ist jedoch davon auszugehen, dass die LTT Group GmbH im Geschäftsjahr 2024 von den oben beschriebenen Kostensteigerungen nicht so stark betroffen sein wird.

Neben dem Aufbau der eigenen Produktion trägt die Errichtung eines weiteren Lagergebäudes im Geschäftsjahr 2024 zur Erreichung des Ziels den Kunden der LTT Group GmbH jederzeit eine hohen Warenverfügbarkeit bieten zu können, bei.

Durch die stetige Erweiterung des Sortiments, der Ausweitung des Vertriebsgebietes und den Ausbau des Onlinehandels sowie einer hohen Warenverfügbarkeit rechnet die Geschäftsführung mit einer positiven Entwicklung der Umsätze im Geschäftsjahr 2024.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 5.937.257,35 5.833.019,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.456,00 90.193,00
II. Sachanlagen 5.843.231,35 5.740.326,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.687.116,35 4.851.240,35
2. technische Anlagen und Maschinen 188.193,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 967.922,00 889.086,00
III. Finanzanlagen 37.570,00 2.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.070,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 30.000,00
3. Sonstige Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 7.453.535,57 7.244.740,95
I. Vorräte 6.561.935,78 5.669.838,11
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 523.998,22 647.944,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 759.728,95 656.056,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 131.870,84 918.846,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 925,00
Summe Aktiva 13.390.792,92 13.078.685,30

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 6.043.686,26 5.687.882,50
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 6.017.686,26 5.661.882,50
B. Rückstellungen 229.605,32 1.036.651,74
C. Verbindlichkeiten 7.117.501,34 6.354.151,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.487.734,90 4.355.357,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 294.500,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.335.266,44 1.998.793,63
Summe Passiva 13.390.792,92 13.078.685,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.122.466,96 9.338.499,25
2. Personalaufwand 2.833.055,39 2.340.761,75
a) Löhne und Gehälter 2.375.416,17 1.958.917,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 457.639,22 381.844,05
3. Abschreibungen 473.791,95 366.563,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 388.417,95 366.563,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 85.374,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.620.779,82 4.797.332,44
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.678,67 9.209,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.519,79 511,42
davon aus verbundenen Unternehmen 1.875,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.960,15 67.589,06
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 357.668,68 562.640,29
8. Ergebnis nach Steuern 757.730,76 1.204.124,13
9. sonstige Steuern 1.927,00 1.927,00
10. Jahresüberschuss 755.803,76 1.202.197,13
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.661.882,50 4.459.685,37
12. Ausschüttung 400.000,00
13. Bilanzgewinn 6.017.686,26 5.661.882,50

Anhang

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Sitz der LTT Group GmbH ist Bocholt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 11026 im Register des Amtsgerichts Coesfeld eingetragen.

2. Angaben zur Form der Darstellung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Absatz 2 HGB in Anspruch.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das unbewegliche sowie das bewegliche Sachanlagevermögen werden ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit sie abnutzbar sind, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Finanzanlagen sind auf Basis der Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bezüglich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

3.2. Vorräte

Die Waren sind unter Berücksichtigung des Verbrauchsfolgeverfahrens FiFo (first in, first out) zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 51.875,00 (2022: EUR 0,00) ausgewiesen.

3.4. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Fremdwährungskonten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3.5. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.261.882,50.

3.6. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind unter Berücksichtigung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden und tragen sämtlichen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufbewahrungskosten.

3.7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen EUR 3.036.215,50 (2022: EUR 2.533.069,59). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 4.081.285,84 (2022: EUR 3.821.081,47). Hierin enthalten sind die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von EUR 1.772.449,45 (2022: EUR 1.971.717,80).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 226.410,05 (2022: EUR 330.030,44) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 4.708,60 (2022: EUR 5.335,22).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

5. Sonstige Angaben

5.1. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3.571.081,49 wurden Grundschulden eingetragen, Forderungen der Gesellschaft in Form der Globalzession abgetreten und Kraftfahrzeuge, Einspeisevergütung und PV-Anlagen sowie das Warenlager und Inventar in den Räumlichkeiten Ferdinand-Braun-Straße 19, 46399 Bocholt, sicherungsübereignet.

5.2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist der Kaufmann Herr Frank Gottheil, Bocholt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

5.3. Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

5.4. Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 77 Arbeitnehmer beschäftigt.

5.5. Angaben zu Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz besteht

Die Gesellschaft hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital in Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Upmip Sp. z.o.o., Breslau, Polen 95,00 -40 -46

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis beziehen sich jeweils auf das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr. Die Umrechnung der Angaben zur Upmip Sp. z.o.o., Breslau, Polen, erfolgte zu einem Stichtagskurs von 1 EUR= 4,3395 PLN.

5.6. Angaben zu § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

5.7. Angaben zu § 285 Nr. 34 HGB

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bocholt, 19. August 2024

Die Geschäftsführung

gez. Frank Gottheil

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand Stand
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 159.901,77 1.010,00 0,00 160.911,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.645.793,43 17.446,70 0,00 5.663.240,13
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 189.408,13 0,00 189.408,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.835.249,15 252.642,12 4.159,65 2.083.731,62
7.481.042,58 459.496,95 4.159,65 7.936.379,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.070,00 0,00 5.070,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 30.000,00 0,00 30.000,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
2.500,00 35.070,00 0,00 37.570,00
7.643.444,35 495.576,95 4.159,65 8.134.861,65
Abschreibungen
Stand Stand
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.708,77 34.747,00 0,00 104.455,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 794.553,08 181.570,70 0,00 976.123,76
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.215,13 0,00 1.215,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 946.163,15 170.885,12 1.238,68 1.115.809,62
1.740.716,23 353.670,95 1.238,68 2.093.148,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.810.425,00 388.417,95 1.238,85 2.197.604,30
Nettobuchwerte
Stand Stand
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.193,00 56.456,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.851.240,35 4.687.116,35
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 186.193,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.086,00 967.922,00
5.740.326,35 5.843.231,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.700,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 30.000,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
2.500,00 37.570,00
5.833.019,35 5.937.257,35

Verbindlichkeiten und deren Laufzeit zum 31. Dezember 2023

Insgesamt Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
EUR EUR EUR EUR
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.487.734,90 1.406.449,06 4.081.285,84 1.772.449,45
(4.355.357,43) (534.275,96) (3.821.081,47) (1.971.717,80)
2.Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 294.500,00 294.500,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3.Sonstige Verbindlichkeiten 1.335.266,44 1.335.266,44 0,00 0,00
(1.998.793,63) (1.998.793,63) (0,00) (0,00)
Summe: 7.117.501,34 3.036.215,50 4.081.285,84 1.772.449,45
(6.354.151,06) (2.533.069,59) (3.821.081,47) (1.971.717,80)

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die LTT Group GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LTT Group GmbH, Bocholt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LTT Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bocholt, 20. August 2024

bswp Büdding ter Steege Weiß PartGmbB
WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft

gez. Frank ter Steege, Wirtschaftsprüfer

gez. Felix Büdding, Wirtschaftsprüfer

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