exceet Card AG
Senefelderstraße 10, 33100 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Süleyman Tasdemir seit 9.4.2018 | Vorstandsmitglied |
Robert Wolny seit 26.1.2011 | Vorstandsmitglied |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
exceet Card AGUnterschleißheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ANHANG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der exceet Card AG, Unterschleißheim (Amtsgericht München HRB 132558) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Zahlen entsprechen dem Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB. Dieses Gliederungsschema entspricht, den durch das BilRuG geänderten Vorschriften des HGB. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt auf Basis der Going-Concern-Prämisse. Die Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden beibehalten. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem niedrigeren Kurs am Entstehungstag bzw. am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag, soweit die Forderungen und Verbindlichkeiten nicht kurzfristig sind. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Das Wahlrecht zur Aktivierung von latenten Steuern wurde nicht in Anspruch genommen. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz würden zu einem möglichen Ansatz aktiver latenter Steuern führen. Der Steuersatz beträgt beim Ansatzwahlrecht der latenten Steuer 27,38 %. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer, bewertet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die Gesellschaft verwendet bei Neuzugängen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten bis EUR 250,00 haben, werden als Betriebsausgabe abgesetzt. Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten, soweit nötig, angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, bewertet auf Basis von Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Gemeinkostenzuschlägen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Marktpreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 183 (Vj. TEUR 91) und resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen in Höhe von TEUR 165 enthalten, sowie Darlehen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 13. Die Kautionen von insgesamt TEUR 165 haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, bei den Mitarbeiterdarlehen sind 2 TEUR länger als ein Jahr. Flüssige Mittel sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrundliegenden Verpflichtung verrechnet. Die Fristigkeit der Forderungen stellt sich folgendermaßen dar:
Eigenkapital und Börsennotierung Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage Die Hauptversammlung vom 14. August 2012 hatte die Erhöhung des Grundkapitals um EUR 1.022.584,00 zur Durchführung der Verschmelzung mit der PPC Card Systems GmbH mit dem Sitz in Paderborn beschlossen. Die Kapitalerhöhung zur Durchführung der Verschmelzung wurde am 12. Oktober 2012 in das Handelsregister eingetragen, seit diesem Zeitpunkt beträgt das gezeichnete Kapital EUR 6.314.584,00. Der Betrag, der bei der Ausgabe dieser Anteile über den Nennwert bzw. dem rechnerischen Wert hinaus erzielt wurde, wurde in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von EUR 791.272,80 eingestellt. Die Verschmelzung mit der Novacard GmbH zum 1. Januar 2013 erfolgte ohne Erhöhung des gezeichneten Kapitals. Das Reinvermögen der Novacard GmbH zum 1. Januar 2013 in Höhe von TEUR 1.192 wurde in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Zum 31.12.2020 beläuft sich die Kapitalrücklage auf TEUR 1.983. Im Geschäftsjahr 2020 gab es keine Veränderungen der Kapitalrücklage, d.h. es wurden weder Einstellung in die Kapitalrücklage noch Entnahmen aus der Kapitalrücklage vorgenommen. Aktien (Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG) Zum Ende des Berichtsjahres sind 6.314.584 Stückaktien zu einem Nennwert von EUR 1,00 je Stück ausgegeben. Beendigung der Börsennotierung Mit Datum vom 18. Februar 2011 hatte die Frankfurter Wertpapierbörse die Notierung der Aktien der damaligen Winter AG (jetzt: exceet Card AG) widerrufen. Das Registergericht München hatte zuvor am 7. Februar 2011 den Ausschluss der Minderheitsaktionäre eingetragen. Dies erfolgte auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. Dezember 2010 zum Squeeze-Out. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus dem nicht durch Nennkapital und Rücklagen gedeckten Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.718.243,58. und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 908.570,36 ein negatives Eigenkapital in Höhe von EUR 1.809.673,22 Diesem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag stehen am Bilanzstichtag qualifizierte Rangrücktritte der exceet Card Group GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 3.013 gegenüber. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen bestehen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern der Vorgängergesellschaft der Winter AG bzw. von der PPC GmbH übernommenen Verpflichtungen. Dem versicherungsmathematischen Gutachten liegt der Barwert der Rückstellungen, ermittelt nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" und unter Verwendung der "Richttafeln RT 2018 G " zugrunde. Der Diskontierungssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,83 % (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre, im Vorjahr durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78%) mit einer erwarteten Rentenanpassung von 0% für den Betriebsteil Unterschleißheim sowie mit einer erwarteten Rentenanpassung in Höhe von 1,9 % für den ehemaligen Betriebsteil Paderborn. Die Rückstellung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins beträgt 778.967 € und mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins 773.380 €. Der gem. §253 Abs.6 HGB ermittelte Unterschiedsbetrag, der der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 5.587 €. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen eines ehemaligen Geschäftsführers sowie einer Witwe eines Geschäftsführers beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 223. Die ausbezahlten Pensionen an einen ehemaligen Geschäftsführer sowie an die Witwe eines ehemaligen Geschäftsführers werden von der Firma Thales DIS Schweiz AG, Aarau, Schweiz übernommen. Es wurde nach Rücksprache mit dem IDW festgestellt, dass die Schuldübernahme durch die Firma Thales DIS Schweiz AG auch als Forderung zu aktiveren ist, diese wurde im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 307.937 Euro erfolgswirksam in laufender Rechnung nachgeholt. Die Minderung der Forderung i.H. von 16.336 Euro wurde in 2023 erfolgswirksam gebucht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bilanziert. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Es gelten die üblichen Eigentumsvorbehalte bei den Lieferantenverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferbeziehungen gegenüber Unternehmen der exceet-Gruppe. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der qualifizierten Rangrücktritte wird eine Rückzahlung erst dann erfolgen müssen, wenn künftige Bilanzgewinne, etwaige Liquidationsüberschüsse oder sonstiges freies Vermögen zu Verfügung stehen.
Aufgrund der qualifizierten Rangrücktritte wird eine Rückzahlung erst dann erfolgen müssen, wenn künftige Bilanzgewinne, etwaige Liquidationsüberschüsse oder sonstiges freies Vermögen zu Verfügung stehe Bilanzunwirksame Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die bilanzunwirksamen Geschäfte und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen belaufen sich per 31.12.2023 auf TEUR:
Miet- und Leasingverträge wurden zur Optimierung der Liquidität der Gesellschaft abgeschlossen. Bei den Leasing-Verträgen steht dem Risiko des Abflusses finanzieller Mittel, in der Regel die Minimierung des Verwertungsrisikos als Vorteil gegenüber. Die finanziellen Auswirkungen auf die zukünftige Liquidität sind in der obigen Tabelle dargestellt. Dabei wurden die vertraglichen Mindestlaufzeiten zu Grunde gelegt. Das Bestellobligo der Gesellschaft zum Bilanzstichtag betrug TEUR 3.512 Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB gegenüber anderen Dritten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz Übersicht der mit verbundenen Unternehmen und Personen zustande gekommenen Geschäfte
Mit verbunden Unternehmen exceet Card Schweiz Holding AG, exceet Card Belgie Holding BVBV, Syx Graphics BV gab es keine Geschäftsbeziehungen. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 202 enthalten. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Sonstige Angaben Anzahl Mitarbeiter
Im Vorjahr waren im Durchschnitt 87 Mitarbeiter beschäftigt. Organe der Gesellschaft Aufsichtsräte der exceet Card AG, Unterschleißheim, im Geschäftsjahr 2023 Herr Ulrich Reutner, Vorsitzender, Geschäftsführer der exceet Card Group GmbH (vormals: Visioncard Holding GmbH) Herr Jochen Hummel, stellvertretender Vorsitzender, Steuerberater Herr Wolf-Günter Freese, Unternehmensberater Vorstandsmitglieder der exceet Card AG im Geschäftsjahr 2023 waren:
Die Schutzklausel gem. § 286 Abs.4 HGB wurde in Anspruch genommen. Konzernzugehörigkeit/Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Nach einer dem Vorstand gem. § 20 Abs. 4 AktG zugegangen schriftlichen Mitteilung ist die exceet Card Group AG, Kurfürsten-Anlage 59, 69115 Heidelberg, an der exceet Card AG mit mehr als 50 % des Kapitals beteiligt. Die exceet Card Group AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger unter der HRB 9459 erhältlich. Nach einer dem Vorstand gem. § 20 Abs. 4 AktG zugegangen schriftlichen Mitteilung ist die exceet Card Group GmbH (Industriezone 3, 6175 Kematen in Tirol, Österreich, an der exceet Card AG mit mehr als einem Viertel des Kapitals mittelbar beteiligt. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Konzernkonsolidierung in den Konzernabschluss mit der exceet Card Group GmbH Kematen, mitaufgenommen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der im Firmenbuch Österreich veröffentlicht wird. Unternehmensfortführung und Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Unterschleißheim, den Der Vorstand gez. Robert Wolny gez. Süleyman Tasdemir Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die exceet Card AG, Unterschleißheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der exceet Card AG, Unterschleißheim - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der exceet Card AG, Unterschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https:/www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Singen, den xx. xxxxxxx 2024 Trewitax
GmbH
gez. Woltemate, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Dittmann, Wirtschaftsprüferin Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (Bruttodarstellung)
Bilanz zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Passiva
Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023Das Unternehmen Die exceet Card AG («exceet») ist gemeinsam mit den Gesellschaften der Unternehmensgruppe einer der führenden Kartenhersteller, Personalisierungsdienstleister und Fulfillment Partner in Europa für Smartcards aller Art. Insgesamt produziert, personalisiert und versendet die Gruppe Karten aller Art an ihren Standorten in Unterschleißheim (Deutschland), Kematen (Österreich), Prachatice (Tschechische Republik), Urdorf (Schweiz) und Yper (Belgien). Basierend auf der langjährigen Erfahrung mit Plastik- und Chipkarten bietet die exceet innovative Produkte für die Segmente:
Die exceet Card AG übernimmt für ihre Kunden alle Prozesse von der Datenverarbeitung, der Kartenfertigung und Kartenpersonalisierung sowie der Konfektionierung bis hin zum Versand und dem Lifecycle-Management der Karten. Eine der Kernkompetenzen der exceet ist die Entwicklung und der Vertrieb von kontaktbehafteten und kontaktlosen Smart Cards. Im Segment Transportation & Access bietet exceet internationalen Kunden physische und digitale Lösungen für Zahl- und Zutrittssysteme, sowie den Schutz von Systemen, Netzwerken und vertraulichen Daten. Im Segment Loyality & Giftcards ermöglicht exceet die Gestaltung von individuellen Kundenbindungsprogrammen, unter anderem für Customer Relationship Management und Rewardprogramme. Im Business Segment Banking & Government kann exceet durch das innovative Produktportfolio der Gruppe ihren Kunden umfassende Lösungen im Bereich Design, Entwicklung, Beratung, Produktion, Personalisierung und Lettershop anbieten. Diese hochqualitativen Kartenlösungen ermöglichen sichere Bezahlvorgänge - physisch und digital - sowie die korrekte Authentifizierung von Personen und Dingen. Rahmenbedingungen und Unternehmensentwicklung Die europäische Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Der globale Smartcard-Markt wird im Jahr 2023 auf 16,75 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2028 mehr als 20 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 4,57 % entspricht laut dem US-amerikanischen Analysten von Research and Markets US. Insgesamt war jedoch auch das Jahr 2023 durch zahlreiche Lieferprobleme und steigende Preise unserer Kernlieferanten für die Erstellung und Personalisierung von Karten und Verpackungen gekennzeichnet. Insbesondere die Preiserhöhungen der für exceet wichtigen Chiptechnologien und Produkte gegenüber dem Vorjahr bei gleichzeitiger Lieferzeiterhöhung von mehreren Monaten hatten nach wie vor großen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung. Dennoch zeigen unsere Kerngeschäftssegmente Banking, Access & Transportation, Goverment sowie Loyalty & Gift Cards eine stabile und positive Nachfrage. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von 22.276 TEUR (2022: TEUR 21.318) aus. Die Umsatzsteigerung resultiert maßgeblich aus dem Bereich Banking. Dort konnten wir durch die Gewinnung von Neukunden und Ausbau der Bestandskunden den Umsatz um 958.000 EUR steigern. Die exceet Card AG verfolgt eine konsequente Ausrichtung auf eine nachhaltige Produktion und eine innovative Produktentwicklung, die unsere Marktposition in den Segmenten festigt und sich gegenüber dem Wettbewerb unterscheidet. Exceet nimmt nicht nur für sein eigenes unternehmerisches Handeln die Nachhaltigkeit sehr ernst, sondern wir stehen auch in engem Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten und unterstützen diese bei der Umsetzung einer CO 2 neutralen Umweltpolitik. Ebenso zentral für diese Nachhaltigkeitsstrategie von exceet ist eine klimafreundliche Angebotspalette. Als einer der führenden Hersteller von Sicherheitslösungen für Smartcards hat exceet auch Einfluss darauf, dass Kunden und Partner ihre eigenen Klimaziele erreichen. So bietet exceet beispielsweise Banken und Handelsunternehmen eine umfangreiche Produktlinie von umweltfreundlichen Bezahlkarten und Verpackungsmaterialien an. In Kooperation mit Climate Partner und eqolytiq ermöglichen wir es Banken, Fintech-Unternehmen und Finanzdienstleistern, ihren Kunden in Echtzeit die individuellen Auswirkungen ihrer Produkte und Payment Transaktionen auf die Umwelt aufzuzeigen und wie hoch sich der CO 2 Footprint bei der Herstellung von Payment Karten darstellt. Das Thema Nachhaltigkeit und CO 2 -Reduzierung in der Fertigung und grundsätzlich im Unternehmen wird immer bedeutender für unsere Kunden bei der Auswahl ihres Fertigungs- und Fulfillment-Partners. Exceet positioniert sich hierbei hervorragend und erweitert sein Produktportfolio dementsprechend fortlaufend und zielgerecht. Davon profitieren insbesondere auch unsere Kunden in ihrem Marketing und Kundenauftritt. Dies wird untermauert durch unsere Produktionsanlagen, die durch nachhaltige Energie für die Fertigung von Smartcards jeder Art in Kematen in Tirol unterstützt werden. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der hochmodernen Produktionsgebäude unserer Schwestergesellschaft in Kematen tragen wesentlich zu unserer CO 2 -neutralen Strategie bei. Somit ist es uns gelungen, weitgehend CO 2 -neutral zu produzieren. Neben klassischen PVC-Karten bieten wir zusätzlich Bankkartenkörper aus 100 Prozent recyceltem PETG , RPVC oder Holz und Metall an. Unser umfangreiches Verpackungsangebot und eine eigene Antennenfertigung für kontaktlose RFID oder Chip-Karten runden unser Angebot ab und unterstreichen unsere Strategie der kurzen Lieferwege. Die exceet Card AG bietet ihren Bankkunden umfassende Lösungen im Bereich Design, Entwicklung, Beratung, Produktion, Personalisierung und Lettershop an. Damit ist die exceet Card AG einer der führenden Full-Service-Anbieter für Smartcards und entsprechenden Applikationen. Die exceet Card AG verfügt zusammen mit den verbundenen Unternehmen über modernste Produktionsanlagen und ist an mehreren Standorten nach höchsten Sicherheitsanforderungen für die Herstellung und die Personalisierung von Bank- und Kreditkarten von Visa und MasterCard zertifiziert und ist der einzige Hersteller, der sowohl die Kartenherstellung als auch die Personalisierung inkl. Lettershop mit Standorten in Deutschland und Österreich anbieten kann. Kunden der exceet Card AG erhalten dabei alle Leistungen aus einer Hand. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation wird auch 2023 als gut beurteilt. Das Wirtschaftsjahr 2023 ist für die Gesellschaft erfolgreich verlaufen. Insbesondere die Steigerung des Umsatzes in allen Segmenten und dem Ausbau unserer internationalen Kunden stimmt uns optimistisch für die Zukunft und zeigt, dass wir von unserem Produktangebot und unserer Innovationskraft die für uns wichtigen Märkte sehr gut bedienen. Die Prognosen des Vorjahres wurden seitens des Unternehmens erfüllt; sowohl die Umsatzerlöse als auch der Rohertrag konnten im Geschäftsjahr 2023 gesteigert werden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ausweis eines Jahresüberschusses und Ertragslage Die exceet Card AG weist für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis von TEUR 908 (2022: TEUR 738) aus. Umsatz- und Margenentwicklung Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von 22.276 TEUR (2022: TEUR 21.318) aus. Die Umsatzsteigerung resultiert maßgeblich aus dem Bereich Banking (TEUR 958) durch die Gewinnung von Neukunden und Ausbau der Bestandskunden.
Personalaufwand Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Personalaufwand in Höhe von TEUR 5.605 (2021: TEUR 5.475) aus.
Der Anstieg der Personalkosten um TEUR 129 im Vergleich zu 2022 ist, dadurch begründet, dass ein erhöhtes Auftragsvolumen mehr Personal zur Bewältigung erfordert hat. Abschreibungen / Investitionen Die Abschreibungen beliefen sich im Jahre 2023 auf TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 486). Die geringfügige Senkung der Abschreibungen resultiert aus den Verkäufen von Maschinen. Für eine höhere Produktionskapazität und neuere Technologie zu gewinnen wurden in den Bereich Technische Anlagen und Maschine 406 TEUR investiert. Vermögenslage Die Bilanzsumme reduziert sich auf TEUR 9.594 (Vorjahr: TEUR 9.619). Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag sinkt aufgrund des Jahresüberschusses 2023 auf TEUR 1.809 (Vorjahr: TEUR 2.718). Bzgl. der Eigenkapitalsituation wird auf die Kommentierung zum "Eigenkapital" verwiesen. Der Vorratsbestand lag im Berichtjahr bei TEUR 3.877 (Vorjahr: TEUR 1.971). Die weltweite Verknappung von bestimmten Rohstoffen und erhöhtes Auftragsaufkommen führte zur Erhöhung der Sicherheitsbestände und damit zur Erhöhung des Vorratsbestände im Bereich Rohstoffe. Die Gesamtverbindlichkeiten von TEUR 7.246 (Vorjahr TEUR: 7.376) sind gesunken. Einerseits führte der der Aufbau der Vorräte zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Andererseits führte die Darlehnsrückzahlung zum Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Liquiditätssituation Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen zum Bilanzstichtag rund TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 1.125). Der Rückgang der flüssigen Mittel begründet sich aus der Erhöhung der Vorräte sowie durch die Tilgung von Darlehen. Es bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 1 Million Euro. Eigenkapitalsituation Für die exceet Card AG ergibt sich per 31.12.2023 aus dem nicht durch Nennkapital und Rücklagen gedeckten Verlustvortrag von TEUR 2.718 des Vorjahres und dem Jahresüberschuss von TEUR 908 ein negatives Eigenkapital von TEUR 1.809. Diesem nicht durch Eigenkapital gedecktem Fehlbetrag stehen Rangrücktritte der exceet Card Group GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 3.013 gegenüber. Es wird zudem auf die Erläuterungen zum nachfolgenden Abschnitt "Going Concern" verwiesen. Going Concern Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten auf Basis der Going-Concern-Prämisse. Die Liquidität der exceet Card AG unterlag keinen Engpässen. Der Vorstand der Gesellschaft hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt Zweifel über den positiven Fortbestand der Gesellschaft und der Unternehmenstätigkeit. Es besteht keine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensfortführung. Die exceet Card Group GmbH hat qualifizierte Rangrücktritte für bestehende Verbindlichkeiten der exceet Card AG in Höhe von insgesamt TEUR 3.013 ausgesprochen. Beschreibung wesentlicher Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist mit Ausnahme des Teilaspekts des Risikofrüherkennungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG zur Früherkennung bestandsgefährdender Risiken gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Geschäftsbereiche und Abteilungen eingebunden. Aufgrund der mittelständischen Struktur der Gesellschaft und der starken Einbindung des Vorstands in das operative Geschäft, erfolgt die Risikokommunikation im Wesentlichen informell. Das Kernelement des Risikofrüherkennungssystems bildet hierbei die turnusmäßigen Sitzungen des Vorstands mit den leitenden Angestellten. Diese Aussagen gelten auch im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Dabei werden solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
Finanzmanagement und Finanzinstrumente Das wesentliche Ziel des Finanzmanagements stellt die Sicherung ausreichender Liquidität der Gesellschaft dar. Die Optimierung des Zinsaufwands durch Nutzung aller zinslos und zinsgünstig verfügbaren Finanzierungsquellen stellt ein weiteres wichtiges Ziel dar und wird über die gewählten Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben gesteuert. Hierzu gehört auch die entsprechende Wahl von Finanzierungspartnern wie Banken, Konzerngesellschaften oder Leasinggesellschaften, um vor allem Investitionen zu ermöglichen. Durch die im Wesentlichen auf den EUR-Raum ausgerichtete Geschäftstätigkeit bestehen keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken auf der Ertragsseite. Da die Gesellschaft keine preisgebundenen Finanzinstrumente einsetzt, ist sie keinem über das Zinsänderungsrisiko hinausgehenden Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau wird laufend aktualisiert, um frühzeitig die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicherzustellen zu können. Die Gesellschaft hat keine Art von Sicherungsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzes bilanziert. Die aus den Forderungen und Verbindlichkeiten resultierenden Risiken entsprechen dem branchenüblichen Maß. Die Ausfallrisiken aus den Forderungen werden durch entsprechende Wertberichtigungen abgedeckt. Aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen und der hohen Branchenvielfalt hat sich die exceet Card AG eine hervorragende Marktposition erarbeitet. Die starke Diversifizierung bezüglich Kunden und Auftragsvolumen bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft sichert der exceet Card AG eine hohe Unabhängigkeit von vertriebsseitig nicht beeinflussbaren Marktschwankungen. Die fortlaufende Erneuerung von Produktionskapazitäten stärkt die Marktposition der exceet Card AG weiter, da die zusätzlichen Maschinen eine noch flexiblere Produktion und effizientere Auslastung ermöglichen. Auch die Zusammenarbeit mit den zuletzt akquirierten Gesellschaften in Belgien und der Schweiz werden sich positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirken und neue Marktchancen eröffnen. Die exceet Card AG hat sich durch ihre Innovationskraft im Bereich Nachhaltigkeit sehr gut für die Zukunft positioniert und konnte sich mit der neuen Produktfamilie r-PETG- r-PVC, Holzkarten sowie Metallkarten einen relevanten Wettbewerbsvorteil erkämpfen. Die über die vergangenen Jahre kontinuierlich erfolgte Pflege des Bankkartenmarktes zeigt weiterhin gute Resultate, welche sich in höheren Umsätzen und dem Ausbau unserer internationalen Kunden zeigt. Wie auch schon im Vorjahr soll dieser margenstarke Bereich die zukünftige Ergebnisentwicklung der Gesellschaft maßgeblich prägen. Risiken Aufgrund der mittelständischen Struktur des Unternehmens und der direkten, operativen Einbindung des Vorstandes ist die zeitnahe Risikokommunikation im Rahmen des Risikomanagementsystems gewährleistet. Die Konsolidierung der Marktteilnehmer wird sich in allen Bereichen aufgrund des Preisdrucks insbesondere bei Standardprodukten weiter fortsetzen. Die exceet Card AG wird versuchen, diesem Trend durch Optimierung des Leistungsprogramms sowie durch Maßnahmen zur Verbesserung der innerbetrieblichen Produktivität und Effizienz entgegenzuwirken. Der zukünftige Markterfolg wird insbesondere von der Umsetzung innovativer Produkt- und Servicekonzepte sowie der Bearbeitung neuer Marktsegmente abhängen. Einen weiteren Risikobereich stellt der Beschaffungsmarkt dar, wie auch schon im Vorjahr. Für die Beschaffung der Fertigungsmaterialien greift das Unternehmen nach Möglichkeit für jedes Rohmaterial der Fertigung auf mindestens zwei Lieferanten zurück, um sich die nötige Unabhängigkeit gegenüber Marktschwankungen zu sichern. Ziel ist es dabei, Qualität, Preis und Liefertermintreue der Zulieferer im Wettbewerb untereinander zu optimieren. In bestimmten Einkaufssegmenten fehlt die Auswahlmöglichkeit, da Kundenvorgaben oder fehlende Wettbewerbsprodukte die Erschließung alternativer Bezugsquellen erschweren. Ausblick für 2024 Die Weltwirtschaft wächst sehr verhalten, wozu die global hohen Zinsen wesentlich beitragen. So verlangsamt sich die BIP-Entwicklung in den USA von 2,4 Prozent 2023 auf 1,3 Prozent 2024. Das ohnehin geringe Wirtschaftswachstum im Euroraum geht von 0,5 Prozent in diesem Jahr auf 0,4 Prozent im kommenden Jahr zurück. Auch im Jahr 2024 hält die Schwächephase der weltweiten Industriekonjunktur an laut zahlreichen Konjunkturprognosen. Die globalen Einkaufsmanagerindizes verzeichnen einen verhaltenen Stimmungsindikator. Insgesamt bleiben die weltwirtschaftlichen Wachstumsaussichten verhalten. Nach wie vor ist es wichtig sorgsam zu planen. Exceet verfolgt daher eine flexible Einkaufs- und Vorratspolitik, um etwaige Engpässe zu vermeiden. Davon profitieren auch unsere Kunden, die das entsprechend wertschätzen und honorieren. Ziel ist es aus einer stabilen Unternehmenslage die Marktposition im Jahr 2024 und in den Folgejahren weiter auszubauen, insbesondere auch in Verbindung mit den Gesellschaften in der Schweiz und Belgien, die das Segmentwachstum in deren Heimatmärkten unterstützen werden. Der Rohertrag soll weiter gestärkt werden. Der Vorstand strebt ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 leicht verbessertes Jahresergebnis für 2024 bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung an. Eine starke Fokussierung auf das Segment Banking und Government wird auch im Jahr 2024 weiter forciert. Dabei bleibt eine hohe Flexibilität hinsichtlich Produktionsvolumen und individuellen Designanforderungen gefragt, welche die exceet Card AG ideal erfüllen kann. Insgesamt steckt der Fintech Markt in seiner ersten Krise. Erstmalig werden schwache Finanzierungsrunden und Insolvenzen verzeichnet. Gleichzeitig werden Verschiebungen prestigeträchtiger Projekte oder Reduzierung der Kartenmengen im Rahmen von Kostensenkungsprogramme verzeichnet. Der Trend zur Profitabilität im Neonbanken- und Fintechmarkt wird sichtbarer und zeigt erste Erfolge im 4. Quartal 2023. Dies spricht dafür, dass eine leichte Erholung in dieser Branche zu erwarten ist und das Kundenwachstum zurückkehrt. Insbesondere in diesen Branchen ist es exceet in den letzten Jahren gelungen seine Position auszubauen und das Produkt- und Serviceangebot der Gesellschaft maßgeschneidert auszurichten. Die Gesellschaft agiert schon seit Jahren als Lieferant für die erfolgreichsten und bekanntesten FinTechs und Neonbanken in Europa und unterstützt diese Kunden durch eine variable Produktionsplanung und die Erfüllung höchster Qualitätsansprüche. Als Partner für traditionelle und etablierte Kunden im Banking, Transport, Government und IT Access Bereich produziert exceet vorrangig hohe Produktionsvolumen auf konstantem Niveau. Zunehmend eröffnet exceet diesem Kundenstamm nun Zugang zu innovativen und nachhaltigen Produktentwicklungen, die aktuell verstärkt nachgefragt werden. Es ist davon auszugehen, dass die unterschiedlichen Kunden ihr Produkte auf nachhaltige Materialen umstellen werden in den nächsten 24 Monaten, und dass das klassische PVC um Kartenmarkt verdrängt wird. Schlusserklärung des Vorstandes zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden.
Unterschleißheim bei München, 27.01.2024 Der Vorstand gez. Robert Wolny gez. Süleyman Tasdemir Bericht des Aufsichtsratesder Exceet Card AGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und sich während des Geschäftsjahres 2023 mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft befasst. Er hat den Vorstand außerdem bei der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft informiert. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen mit grundlegender Bedeutung für die Exceet Card AG eingebunden und hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Im Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat an folgenden Tagen entweder zu persönlicher oder fernmündlich oder in Form von Videokonferenz abgehaltener Sitzung zusammengetreten:
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023
Aufsichtsrat und Ausschüsse Alle Themen der Aufsichtsratstätigkeit wurden vom Gesamtaufsichtsrat behandelt. Ausschüsse wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht gebildet. Beschließende Ausschüsse wären stets mit dem Gesamtaufsichtsrat identisch. Beratungen im Aufsichtsrat Die Lage der Gesellschaft, insbesondere die Ergebnisentwicklung sowie die Finanz- und Wirtschaftslage der Gesellschaft, waren Gegenstand der Berichterstattungen des Vorstands an den Aufsichtsrat. Billigung des Jahresabschlusses Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung am 25.03.2024 nach eingehender Prüfung den vom Vorstand zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses ist dieser gemäß § 172 Satz 1 AktG zugleich festgestellt.
Unterschleißheim, 25.03.2024 Der Aufsichtsrat gez. Ulrich Reutner, Vorsitzender des Aufsichtsrates Feststellung Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Mit Gesellschafterbeschluss vom 25.03.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. |
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