SCHLESWAG Abwasser GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Kläranlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Schwarz seit 1.10.2013 | Geschäftsführer |
Holger Weber seit 11.1.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Schleswag Aktiengesellschaft | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORD-direkt GmbHNeumünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Gemäß Gesellschaftsvertrag betätigt sich die NORD-direkt GmbH (NDG) im Bereich der organisatorischen Gestaltung und der personellen Führung der kommunalen Abwasserentsorgung als Partner der Städte und Gemeinden. In diesem Zusammenhang hält die NDG Anteile an 13 Abwassergesellschaften mit kommunaler Mehrheit, die sich im Jahr 2023 nicht verändert haben. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Bereich der Erschließung von Grundstücken im Rahmen der Gewährleistung des B-Plan 52 Ratzeburg noch als Erschließungsträger, der Führung technischer Anlagen und der Erbringung sonstiger Dienstleistungen und sonstiger Geschäfte, die mit der Energie- und Wasserversorgung in Zusammenhang stehen, in einem Fall tätig. Es besteht eine enge Zusammenarbeit der NDG mit der Holsteiner Wasser GmbH (HOWA) und der SCHLESWAG Abwasser GmbH (SAWG) im Bereich Wasser und Abwasser unserer kommunalen Partner. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Markt der Abwasserentsorgung bietet weiterhin gute Entwicklungschancen. Hierbei hat sich die Verzahnung zwischen der NDG als Anteilseigner von Abwassergesellschaften und der SAWG als Betriebsführer bewährt. Neben der reinen Betriebsführung konnten weitere Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung vermittelt werden, die ein gemeinsames Auftreten der NDG, SAWG und HOWA gestärkt haben. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2023 der NDG unterlag weiterhin dem Einfluss der Entscheidungen des Gesellschafters zur Wiederaufnahme von Dienstleistungen im Erschließungsbereich. Die bestehenden Verträge mit der Stadt Ratzeburg wurden bis 2023 erfüllt. Das Erschließungsprojekt B-Plan 52 III 3. und letzter Bauabschnitt wurde im Jahr 2018 baulich fertig gestellt. Die Begrünung der Ausgleichsflächen wurde im Jahr 2019 mit anschließender Gewährleistung und Anpflanzpflege durchgeführt. Hier werden stetig Nachbesserungen von dem ausführenden Unternehmen gefordert, da die Ausführungen nicht den Vorgaben entsprechen. Ebenso wurde seitens der Stadt Ratzeburg für die tiefbauliche Ausführung Mängel angemeldet, die in 2023 durch die ausführende Firma ausgebessert worden sind. Mit einher ging die Gewährleistungsverlängerung bis Ende 2025, in der die Nord-direkt GmbH vertraglich mit der Stadt Ratzeburg einzustehen hat. Das Geschäftsfeld der Abwasserbeteiligungen ist weithin durch eine positive Entwicklung gekennzeichnet. Der Trend einer Integration von Gemeinden in die bestehenden Abwasserbeteiligungen oder die Erweiterung der Aufgabengebiete auch für die Niederschlagswasserentsorgung ist weiterhin zu verzeichnen. Die NDG ist hier bereit, auch über die Sperrminorität hinweg, unter bestimmten Voraussetzungen Gesellschaftsanteile an eine Gemeinde zur Beteiligung in der Abwassergesellschaft abzugeben. Ebenso ist erkennbar, dass die heutigen Abwassergesellschaften weitere kommunale Aufgaben übernehmen sollen, um sich zu Servicegesellschaften weiterzuentwickeln. Die Abwasserbeteiligungen sind heute ein fester Bestandteil der kommunalen Dienstleistungserfüllung, insbesondere unter Betrachtung der Aufgabenerfüllung der SAWG und HOWA. Im Jahr 2023 wurden keine weiteren Gesellschaftsanteile der NORD-direkt GmbH zur Aufnahme von Umlandgemeinden bei Abwassergesellschaften verkauft. 3. Ertragslage Das Ergebnis der NORD-direkt GmbH stieg von einem Überschuss im Vorjahr von T€ 125 auf einen Jahresüberschuss von T€ 583. Das operative Geschäftsfeld der NORD-direkt GmbH mit der Erbringung von technischen Dienstleistungen hat unter anderem dieses positive Jahresergebnis erbracht. Die zu bildenden Pensionsverpflichtungen des Jahres 2023 und der abzubildende Zins- und Rententrend der bestehenden Verträge ergaben im abgelaufenen Jahr, auf Grund der Zinssteigerung, eine wesentlich geringere Belastung und wirken unmittelbar auf das Jahresergebnis. Ebenso konnten durch den Zinsanstieg erhebliche Zinserträge T€ 314 verbucht werden, die in der Planung nicht so vorgesehen worden sind. Der Anstieg der Umsatzerlöse (T€ 1.451, Vorjahr T€ 1.269) resultiert in erster Linie aus der Erbringung von ingenieurtechnischen Dienstleistungen für Abwassergesellschaften. Die Erlöse der erbrachten Dienstleistungen für die SAWG (T€ 459) sowie der erbrachten Dienstleistungen im Rahmen von Managementleistungen gegenüber Dritten (T€ 981) bilden die wesentliche Summe der Umsatzerlöse. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr mit T€ 581 gleichgeblieben (Vorjahr T€ 581). Neben der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen (€ 76,16; Vorjahr T€ 7) ergaben sich Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 88). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 39. Es wurden keine zusätzlichen Rückstellungen für nachlaufende Kosten der Erschließung gebildet. Der Materialaufwand sank um T€ 15 auf T€ 1 (Vorjahr T€ 16). Die NORD-direkt GmbH hat für die Versorgungsleistungen in 2017 mit dem E.ON Pension Trust e.V., Essen, einen Treuhandvertrag "Past Service" (CTA Past Service) unterzeichnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Finanzergebnis ist durch ein gestiegenes Zinsniveau geprägt. Der Ansatz der Zinsaufwendungen (Vorjahr T€ 88) ist vor allem durch die Aufzinsung langfristiger Pensionsrückstellungen in 2023 auf T€ 3 gesunken. Die Zinserträge in Höhe von T€ 314 ergeben sich aus den Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Mit dem positiven Gesamtergebnis vor Steuern geht eine höhere steuerliche Belastung einher. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur der NDG ist geordnet. Das Sachanlagevermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 1 auf T€ 49. Der Bau der Wallboxen auf dem Firmengelände wurde abgeschlossen. Der Großteil des Anlagevermögens (rd. 85 %, Vorjahr 85 %) besteht aus Beteiligungen an 13 Abwassergesellschaften. Der einfache Cash-Flow (Jahresergebnis nach Steuern + Abschreibungen) beträgt T€ 591 (Vorjahr T€ 129) und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des erhöhten Jahresüberschusses und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens verbessert. Die Liquidität des Unternehmens wird als gesichert angesehen. Die NDG hat der HanseWerk AG aufgrund fester Vereinbarungen per 31. Dezember 2023 einen Betriebsmittelkredit in Höhe von T€ 9.537 (Vorjahr T€ 9.475) geben können. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31.12.2023 T€ 1.335 (Vorjahr T€ 890). Bei einer um T€ 532 höheren Bilanzsumme und gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 583 konnte die Eigenkapitalquote bei 67 % im Berichtsjahr (Vorjahr 64 %) abgebildet werden. Die Entwicklung der Rückstellungen T€ 3.586 (Vorjahr T€ 3.467) war weiterhin geprägt durch eine rechtliche Auseinandersetzung, die beim BGH anhängig ist sowie zusätzliche Rückstellung aus den Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber der Stadt Ratzeburg. Die Gesamtverbindlichkeiten sanken gegenüber dem Vorjahr um T€ 171 auf T€ 161. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft entwickelte sich im Geschäftsjahr nach Ansicht der Geschäftsführung insgesamt als zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die nachfolgenden Chancen und Risiken werden in abnehmender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt. 1. Chancen der künftigen Entwicklung Die NDG betreibt weiterhin die fortlaufende Integration von Kommunen in bestehende Abwasserentsorgungsgesellschaften und forciert den Aufbau und die Entwicklung neuer Dienstleistungsangebote in den bestehenden Abwassergesellschaften und gegenüber Dritten. Insbesondere im Bereich Ingenieurwesen werden Dienstleistungen zukünftig angeboten. Eine Überprüfung der Beteiligungsquote bei den Abwassergesellschaften erfolgt bei Bedarf und kann zu einer Senkung der Quote unter die Grenze der Sperrminorität im Einzelfall führen. Ein hoher Spezialisierungsgrad und fachliches Know-how sollen den vertraglichen Bestand sichern und weitere kommunale Partnerschaften mit den Abwassergesellschaften begründen und zukünftig absichern. 2. Risiken der künftigen Entwicklung Die Früherkennung von Risiken ist weiterhin durch vorgegebene Verfahrensabläufe und die Einführung eines internen Managementinformationssystems implementiert. Die Transparenz im Unternehmen hat einen hohen Stellenwert und ist stets gegeben. Wesentliche Risikomanagementziele sind das Sammeln von Informationen aus Marktbeobachtungen sowie die Sicherung der Geschäftsfelder durch vorausschauende Vertragsabschlüsse. Dabei sind die Größe und die Komplexität der NDG berücksichtigt worden. Der Dienstleistungsumfang in den Abwassergesellschaften steigt stetig durch zusätzliche gesetzliche und kommunale Anforderungen. Weitere Risiken, außer den allgemeinen Marktrisiken, werden nicht gesehen. 3. Prognose Mit der aktuellen Fortführung der Dienstleistung der kommunalen Erschließung wird in 2024 der Fokus auf die Entwicklung der Bauwirtschaft und auf der vertraglichen Gewährleistungsverpflichtung der Fertigstellung des 3. Bauabschnittes des B-Plan 52 in der Stadt Ratzeburg, mit der Begrünung der Ausgleichsflächen und der Anwachsverpflichtung sowie der tiefbaulichen Gewährleistung, liegen. Die Bestandssicherung und Ausweitung der Beteiligung von Städten und Gemeinden an den Abwasser- und Servicegesellschaften hat höchste Priorität. Dies kann nur in Verbindung mit dem Verbundsystem der SAWG und der HOWA als Betriebsführer und Dienstleister erfolgen. Kennzeichnend hierfür sind die vergangenen Vertragsabschlüsse. Das Jahr 2023 steht unter dem Augenmerk der projektbegleitenden ingenieurtechnischen Maßnahmen im Abwasserbereich. Es werden für die Jahre 2024 und 2025 gleichbleibende Umsatzerlöse sowie Jahresergebnisse auf dem Niveau des Jahres 2023, immer in Anbetracht der Zinsentwicklung, erwartet. Zusätzliche Dienstleistungsangebote, insbesondere für die Abwasser- und Servicegesellschaften, sind in den kommenden Jahren gleichbleibend angestrebt. Hierzu zählen u.a. die Betreuung von Straßenbeleuchtung in den Kommunen, die gemeinsamen Nutzungen von Bauhöfen oder die Entwicklung und Betreuung von hydraulischen Sanierungskonzepten und zukunftsweisenden Klärschlammentsorgungsprojekten der beteiligten Vertragskommunen. Die gemeinsame Nutzung der aufgebauten Ressourcen bei der Schwestergesellschaft SER- VICE plus GmbH, Neumünster, hat sich bewährt. Insgesamt bilden die Bestands- und Ertragssicherung des Beteiligungsportfolios, flankiert von der Bereitstellung individueller Dienstleistungen für unsere Beteiligungsunternehmen und Dritte, künftig die wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Die Nutzung gemeinsamer Ressourcen mit der HOWA und der SAWG sowie der direkten Verflechtung im Bereich der Dienstleistungserfüllung bei den Abwasser- und Servicegesellschaften ist etabliert. Die Umsätze und die Aufwendungen aus der operativen Tätigkeit der NDG werden mit Auslaufen der Erschließungsprojekte weiter sinken. Aus der mittelfristigen Holdingfunktion heraus ergeben sich dann nur noch geringe Umsätze, die durch die Beteiligungserträge gestützt werden. Für das Kalenderjahr 2023 wurden die Erwartungen insbesondere durch einmalige Erträge insgesamt übererfüllt. Das Dienstleistungsgeschäft wurde im vorgesehenen Umfang ausgeführt.
Neumünster, 2. Mai 2024 Jürgen Schwarz, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die NORD-direkt GmbH hat ihren Sitz in Neumünster und ist unter der Nummer HRB 1937 NM im Registergericht Kiel eingetragen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung in Verbindung mit dem GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Gemäß Gesellschaftsvertrag sind für die Aufstellung des Jahresabschlusses die Vorschriften des Dritten Buches des HGB für große Kapitalgesellschaften entsprechend anzuwenden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Anlagevermögen wurden die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige (lineare) Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Für Immaterielle Vermögensgegenstände und die Büro- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren angenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Anteile an den Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung ist in einigen Fällen Deckungsvermögen in Versicherungen und in einem Fall in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die NORD-direkt verwaltet. Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger vollständig entzogen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen der Fondsanteile teilt sich in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 84,9 %) und in nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 15,1 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, wurden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow- Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie zum Beispiel Zinssätze, fest. Die Bewertung des Vermögens der durch Versicherungen rückgedeckten Pensionsverpflichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, errechnet zum versicherungsmathematischen Aktivwert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus Bewertungsunterschieden zwischen Handelsrecht und Steuerrecht bei den Pensionsrückstellungen ein Aktivüberhang an aktiven latenten Steuern. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird aufgrund des § 253 Abs. 2 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Der Rechnungszins wurde mit einem für Dezember 2023 erwarteten Wert (auf Basis der von der Bundesbank zum 31. Oktober 2023 veröffentlichten Zinssätze) für eine Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % (Vorjahr 1,78 % p.a.) angesetzt. Hierbei wurden unverändert ein Einkommenstrend von 2,95 % p. a. sowie Trendannahmen zur Rentenentwicklung mit 2,20 % p. a. (Vorjahr 10,00 % p.a.) einbezogen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden die BEPS Pillar 2 Regelungen (MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG), sind aber noch nicht in Kraft getreten. Die NORD-direkt GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen, erwartet derzeit aber keine Auswirkungen. Erläuterungen zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit T€ 9.537 (Vorjahr T€ 9.475) gegen die Gesellschafterin und betreffen einen kurzfristigen Betriebsmittelkredit. Alle Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von T€ 152 (Vorjahr T€ 150) wurden mit einem Rückdeckungsanspruch der Pensionszusagen zum Zeitwert von T€ 168 (Vorjahr T€ 150), unter der Bilanzposition "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" saldiert.
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen T€ 170 (Vorjahr T€ 170). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens der weiteren Versorgungsverpflichtungen betragen T€ 87 (Vorjahr T€ 80). Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 6.601 (Vorjahr T€ 6.476) aus dem Vorjahr enthalten. Es besteht in 2023 im Vergleich zum Vorjahr keine Ausschüttungssperre (Vorjahr T€ 83), da in 2023 mit T€ 17 (Vorjahr T€ 90) aus § 253 Abs. 6 HGB sowie mit T€ -1 (Vorjahr T€ 44) aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens, unter Berücksichtigung der freien Rücklagen von T€ 51 (Vorjahr T€ 51) eine Überdeckung vorliegt. Eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB besteht wie im Vorjahr nicht. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz sämtlicher Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 für die NORD-direkt GmbH T€ 17 (Vorjahr T€ 90). Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für nachlaufende Kosten und Personalkosten gebildet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 30 (Vorjahr T€ 28) bestehen gegenüber der SERVICE plus GmbH und betreffen Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen im Inland erzielte Entgelte aus der Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von T€ 1.451 (Vorjahr T€ 1.269). Finanzergebnis Im Geschäftsjahr resultieren T€ 314 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus der Verzinsung von Forderungen gegen verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 88) resultieren aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung der entsprechenden Aufwendungen und Erträge aus dem entsprechenden Deckungsvermögen. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind die Erträge aus dem Deckungsvermögen mit T€ 0 (Vorjahr T€ 2) mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung und der Zinssatzänderung der entsprechenden Verpflichtung T€ 0 (Vorjahr T€ 2) verrechnet worden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung sowie aus der Zinssatzänderung T€ 26 (Vorjahr T€ 48) mit den entsprechenden Erträgen aus dem Deckungsvermögen T€ 22 (Vorjahr Aufwand T€ 41) verrechnet. Sonstige Angaben Periodenfremde Erträge In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 6) enthalten, da die Verpflichtungsgrundlagen entfallen sind bzw. aktuelle Kostenschätzungen erfolgten. Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden neben dem Geschäftsführer fünf (Vorjahr fünf) Angestellte beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bewegen sich im Rahmen der üblichen Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Dienstleistungs- und Leasingverträgen. Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 8 für Abschlussprüfungsleistungen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer
Bezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene besteht eine Pensionsrückstellung (T€ 441). Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist dem Anhang beigefügt. Name und Sitz des Mutterunternehmens Mutterunternehmen ist die HanseWerk AG, Quickborn. Die E.ON SE, Essen, stellt für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der E.ON SE werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn in Höhe von € 7.184.687,71 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.
Neumünster, den 2. Mai 2024 Die Geschäftsführung Jürgen Schwarz |
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