Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 160020
Eingetragen
16.7.2014
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermittlung von Krediten
Gegenstand
Die Erbringung von Anlageberatung im Sinne des § 1 Absatz 1a, Nr. 1a Kreditwesengesetz, sowie die Vermittlung des Erwerbs solcher Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Richard Radtke
seit 16.7.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Richard Radtke
Berlin
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Platoninvest GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft hat 2023 weiter an Schwung eingebüßt. Regional verlief die Entwicklung allerdings recht unterschiedlich. In China hat die abrupte Abkehr der Regierung von der Null-Covid-Politik Ende 2022 die Wirtschaft kurzfristig angefacht. Nach einer spürbaren Erholung zu Jahresbeginn ließ das Wirtschaftswachstum aber bereits im Frühjahr wieder merklich nach.

Ausgebremst wurde die Erholung vor allem durch die Probleme am Immobilienmarkt. Aber auch der Vertrauensverlust in die staatliche Wirtschaftspolitik aufgrund der Corona-Politik und der Beschränkungen vor allem gegen den Technologiesektor dürften eine Rolle gespielt haben.

Im Jahresdurchschnitt war das Wirtschaftswachstum mit 5,2 % aber immer noch deutlich höher als 2022.

In den USA hat die Wirtschaft bis zuletzt positiv überrascht. Das lag vor allem an der ungewöhnlich expansiven Finanzpolitik. Sie verhinderte, dass die massiven Leitzinsanhebungen der US-Notenbank um insgesamt 525 Basispunkte voll auf die Konjunktur durchschlugen. Trotz des Fachkräftemangels wuchs die Wirtschaft 2023 mit 2,5 % stärker als im langfristigen Durchschnitt.

Dass die Inflationsrate im Verlauf des Jahres trotz hoher Lohnsteigerungen wieder deutlich fiel, ist vor allem auf die Korrektur der Energiepreise zurückzuführen.

Anders als in den USA ist das Wirtschaftswachstum im Euroraum im Verlauf des Jahres zum Stillstand gekommen. Im Jahresdurchschnitt stieg die gesamtwirtschaftliche Leistung nur noch um 0,5 %. Neben der massiven Leitzinsanhebung der EZB seit Mitte 2022 um insgesamt 450 Basispunkte belastete auch die nachhaltige Verteuerung von Energie die privaten Haushalte und Unternehmen. Vielfach konnten Letztere ihre energiebedingt höheren Produktionskosten nur eingeschränkt an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben, was zur Folge hatte, dass die Produktion energieintensiver Waren deutlich zurückging.

In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft 2023 sogar um schätzungsweise 0,3 %. Im ersten Halbjahr verhinderte der Energiepreisschock, von dem Deutschland besonders hart getroffen wurde, eine Erholung der Wirtschaft. In der zweiten Jahreshälfte ließen dann die spürbar gestiegenen Finanzierungskosten und eine schwache Nachfrage aus dem Ausland die Wirtschaft sogar schrumpfen. Die schwache Konjunktur spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wider. Der Zuwachs bei der Beschäftigung hat merklich nachgelassen und die Zahl der Arbeitslosen ist wieder leicht gestiegen.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten war 2023 von der fortgesetzten Straffung der Geldpolitik geprägt. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation setzte die US-Notenbank den Zielkorridor für den Leitzins bis zur Jahresmitte um weitere 100 Basispunkte auf5,25 % bis 5,50 %. Die EZB hob ihren Einlagensatz bis September sogar um 250 Basispunkte auf 4,0 % an. Der Rentenmarkt reagierte zunächst mit deutlich steigenden Renditen. In der Spitze rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen mit 5 % und entsprechende Bundesanleihen mit knapp 3 %. Zur Jahreswende ließen dann Spekulationen über baldige Leitzinssenkungen die Renditen wieder deutlich fallen.

Der Aktienmarkt zeigte sich vor dem Hintergrund der gestiegenen Renditen erstaunlich robust. Zum Jahresende lagen viele Aktienindizes wieder nahe an ihren historischen Höchstständen.

Der Euro-US-Dollar-Wechselkurs bewegte sich unter Schwankungen weitgehend seitwärts.

Branchenumfeld.

Das Jahr 2023 war aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - insbesondere im Hinblick auf internationale Krisenherde sowie hohe Inflationsraten und Energiekosten - ein herausforderndes Jahr für den Bankensektor. Zwar verhinderten staatliche Maßnahmen einen Konjunktureinbruch, die negativen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft beginnen sich aber allmählich zu zeigen. Die Schwierigkeiten von US-amerikanischen Regionalbanken im ersten Halbjahr 2023 - ausgelöst durch hohe Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere im Bestand - haben das Vertrauen in den globalen Bankensektor teilweise infrage gestellt. Das betrifft auch Europa, wenngleich die Regulierung hier stärker als in den USA ausgeprägt ist. Die Geschäftserwartungen laut Ifo-Geschäftsklima trübten sich im Jahresverlauf hierzulande ein. Betroffen waren vor allem die Industrie, der Handel und das Baugewerbe. Auch die aktuellen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor lassen sowohl für Deutschland als auch den Euroraum eine schwache konjunkturelle Entwicklung erwarten. Die Inflation bewegt sich trotz zuletzt spürbarer Rückgänge weiter über dem von den Notenbanken angestrebten Ziel. Gleichzeitig sorgen die herausfordernden Rahmenbedingungen für erhebliche Unsicherheit bei den Unternehmen und dämpfen deren Investitionsbereitschaft. Dennoch haben sich die Finanzmärkte bislang als sehr robust erwiesen. Die europäischen Banken sind bislang von größeren Ausfällen verschont geblieben.

Der langjährige Boom am hiesigen Markt für Wohnimmobilien kam durch die stark gestiegenen Hypothekenzinsen zu einem abrupten Ende. Etliche Kaufinteressenten dürften sich eine Erstfinanzierung bei den aktuellen Preisen nicht mehr leisten können, zumal die anhaltend hohe Kerninflation das Budget vieler Haushalte weiterhin belastet. Risikomindernd wirken jedoch lange Zinsfestschreibungen im Bestand statt variabel verzinslicher Hypothekenkredite sowie die bevorzugte Wahl von Annuitätendarlehen statt endfälliger Hypotheken.

Die Spätfolgen der jahrelang expansiven Geld- und Finanzpolitik werden die Wirtschaft und die Kapitalmärkte auch 2024 prägen. Erwartungsgemäß werden die in rascher Folge vorgenommenen Zinserhöhungen früher oder später wieder rückgängig gemacht werden. Nach Jahren der Null- und Negativzinsen haben es die westlichen Länder mit einem völlig anderen Zinsumfeld zu tun. Viele Geschäftsmodelle werden in Schwierigkeiten geraten, da die Rentabilitätsschwelle dauerhaft gestiegen ist. Unternehmen müssen wieder um Kapital konkurrieren und höhere Zinsbelastungen stemmen. Sich an das neue Zinsumfeld anzupassen, wird viel länger dauern als bei zeitlich länger gestreckten Zinserhöhungen. In der Folge dürfte die wirtschaftliche Schwäche ungewöhnlich lange anhalten. Eine rasche Erholung ist für die westlichen Volkswirtschaften unwahrscheinlich.

Auch die chinesische Wirtschaft dürfte 2024 unter Spätfolgen leiden, wobei diese nicht von höheren Leitzinsen ausgehen, sondern beispielsweise von Übertreibungen im aufgeblähten Immobiliensektor. Diese dürften sich über viele Jahre negativ auswirken, mit der Folge, dass das Wirtschaftswachstum lange gedämpft wird. Für wenig Wachstum spricht auch der Vertrauensverlust in die staatliche Wirtschaftspolitik wegen der Corona-Politik und des Vorgehens vor allem gegen den Tech-Sektor. Hinzu kommen die Auswirkungen der politischen Spannungen zwischen China und den USA, die insbesondere den Handel mit technologischen Produkten begrenzen. Alles in allem erwarten wir für das kommende Jahr nur ein Wirtschaftswachstum von 4,0 %.

In den USA dürfte die dämpfende Wirkung der zurückliegenden massiven Leitzinsanhebungen sichtbar werden. Wir erwarten eine Wachstumsverlangsamung für das Sommerhalbjahr 2024.

Der US-Wirtschaft dürfte eine Rezession aber erspart bleiben, sodass sie im Jahresdurchschnitt 2024 wohl genauso stark wachsen wird wie 2023.

Im Euroraum dürfte die Rezession zwar im Frühjahr enden, doch der auf eine Rezession üblicherweise folgende Aufschwung wird wohl zunächst ausbleiben. Obwohl das Wachstum der Löhne bald über der Inflationsrate liegen sollte, dürfte es länger dauern, bis die Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine Erholung ihrer Kaufkraft reagieren. Denn der Einbruch der Kaufkraft war wegen der hohen Inflation - die Verbraucherpreise sind seit Ende 2020 um 18 % gestiegen - so ausgeprägt, dass die Konsumenten ihre langfristigen Einkommenserwartungen deutlich nach unten revidiert haben. Für das gesamte Jahr 2024 prognostizieren wir eine weitgehende Stagnation der Wirtschaft. Das Szenario einer ungewöhnlich langen wirtschaftlichen Schwäche gilt erst recht für Deutschland, das neben dem neuen Zinsumfeld weitere Belastungen zu verkraften hat. Die Energiepreise werden dauerhaft viel höher sein als vor der Energiekrise, und die Deglobalisierung erfordert eine Umstellung bei vielen, meist exportabhängigen Unternehmen.

Das Inflationsbild hat sich in den USA und Europa zuletzt verbessert. Dies gibt den Notenbanken Spielraum, die Zinsen zu senken. Die US-Notenbank dürfte 2024 die Leitzinsen um insgesamt 75 Basispunkte senken. Auch die EZB wird die Zinsen bis Ende 2024 wohl um insgesamt 75 Basispunkte senken. Der hohe Lohndruck im Euroraum dürfte aber dafür sorgen, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht eher bei 3 % als bei 2 % einpendeln wird. Grundsätzlich spricht das Marktumfeld mit schwachem Wachstum, fallender Inflation und Leitzinssenkungen für sinkende Renditen. Die Märkte haben davon allerdings bereits viel antizipiert, was das Abwärtspotenzial vor allem im Euroraum begrenzt. Wir erwarten die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Ende 2024 in den USA bei 3,6 % und in Deutschland bei 2,0 %.

Der Euro sollte zunächst davon profitieren, dass die EZB die Zinsen weniger aggressiv senken dürfte, als der Markt es einpreist. Im zweiten Halbjahr dürfte er aber wieder an Boden verlieren, wenn die USA die Rezession überwinden und ihre gegenüber dem Euroraum langfristig besseren Wachstumsaussichten durchschlagen. Der DAX sollte nach den kräftigen Kursgewinnen 2023 in der ersten Hälfte des laufenden Jahres zunächst eine Verschnaufpause einlegen. Denn den Unternehmen dürfte es mit Blick auf die erwartete milde Rezession im Euroraum und später in den USA schwerfallen, die optimistischen Erwartungen der Analysten für das Wachstum der Unternehmensgewinne zu erfüllen. In der zweiten Jahreshälfte dürften dann aber die fallenden Leitzinsen im Eurorn USA dem Aktienmarkt wieder Rückenwind geben.

Das Unternehmen

Die Platoninvest GmbH ist ein Finanzinstitut mit Sitz in Berlin. Es verfügt über eine Bafin-Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (Bafin) zum Erbringen von Finanzdienstleistungen als Anlageberater sowie für die Anlage- und die Abschlussvermittlung gemäß § 32 Abs. 1 KWG. Die wesentliche Dienstleistung der Gesellschaft ist die Anlage- und Abschlussvermittlung nach §32 KWG, Absatz 1 zum Zwecke der Erzielung von Erträgen.

Die Grundlage der Tätigkeit bilden aktuelle Ansätze aus der Theorie und Praxis der wertorientierten, langfristigen Kapitalanlage. Ziel der Platoninvest GmbH ist es, ausschließlich solche Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die für den Kunden einen Mehrwert in Form einer attraktiven, risikoadjustierten, langfristigen Rendite generieren. Zielkunden der Gesellschaft sind Finanzinstitute und Family Offices.

Die Produkte und Dienstleistungen

Die Platoninvest GmbH bietet ihren Kunden Beratungsleistungen auf der Grundlage eines wertorientierten Investmentansatzes an. Zum Kerngeschäft der Gesellschaft zählt insbesondere die Anlagevermittlung der von in Deutschland zugelassenen UCITS Aktienfonds der beiden Fondsgesellschaften VM Vermögensmanagement, Düsseldorf und der LSV Assetmanagement, Chicago.

Darüber hinaus gehören regelmäßige Veranstaltungen mit den Themenschwerpunkten wertorientierte Anlagen und Behavioral Finance zu den Dienstleistungen der Platoninvest GmbH.

Die Geschäftsentwicklung

Wichtigste Ertragsquelle der Gesellschaft sind die Provisionserträge aus der Kooperation mit der VM Vermögens Management GmbH und der LSV Asset Management aus Chicago. Der primäre Wachstumstreiber dieser Provisionserträge ist das Wachstum der jeweiligen Fondsvermögen durch Mittelzuflüsse bzw. einer Erhöhung der umlaufenden Anteile sowie Steigerungen des Wertes der Anteile.

Die Geschäftsstrategie der Platoninvest GmbH ist ebenso wie die Anlagephilosophie langfristig ausgerichtet. Die Gesellschaft legt größten Wert auf eine solide Bilanz und eine effiziente Kapitalallokation. Die Fixkosten werden bewusst sehr niedrig gehalten, um den Fortbestand des Unternehmens in jedem ökonomischen Umfeld sicherzustellen. Bei den nachfolgenden Vergleichs- und Entwicklungsangaben ist zu berücksichtigen, dass die Firma erst Ende des Jahres 2014 gegründet wurde.

2. Ertragslage

Das Provisionsergebnis 2023 fiel gegenüber dem Vorjahr 2022 von (T€ 624) auf T€ 398,8 (2023). Die Verwaltungsaufwendungen fielen gegenüber dem Vorjahr (T€ 364,1) um 147,2 auf T€ 216,9. Unter Berücksichtigung der genannten Veränderungen entstand im Jahr 2023 mit T€ 51,7 (2022: T€ - 57,4) ein positiver Jahresüberschuss.

3. Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 30,5 T€ . Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit lag 2022 bei -1,5 T€. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug 0 T€.

Die Veränderung der liquiden Mittel sowie des Finanzmittelbestandes belief sich somit im Jahr 2023 auf 29 T€ .

4. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft bestand im Jahr 2023 zu 17,1 % aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr 6,1 %) sowie zu 60,8% aus Forderungen gegenüber Kunden (Vorjahr 56,7%) und aus Forderungen an Gesellschafter 13,7%. Die Forderungen an Kreditinstitute (31. Dezember 2023: T€ 43,5 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2022: T€ 14,5) um T€ 29 und die Forderungen an Kunden (31. Dezember 2022) T€ 135 stiegen im Berichtszeitraum um T€ 19,4 auf T€ 154,4.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter der AG (1 Mitarbeiter) zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr (1 Mitarbeiter) gleichgeblieben.

Die Platoninvest GmbH legt besonderen Wert auf eine kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die Gesellschaft profitiert dabei von ihren engen Kontakten zu angesehenen Akademikern in Europa und den USA.

Umweltbericht

Die durch die Platoninvest GmbH erbrachten Dienstleistungen haben keinerlei nennenswerte Eigenschaften, die die Umwelt belasten. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt.

6. Nachtragsbericht

Im Jahr 2024 dürfte sich die Vermögensverwaltungsbranche mit tendenziell sinkenden Zinsen eher gut entwickeln. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Unbekannten , insbesondere im Hinblick auf globale Spannungen. Dieses anspruchsvolle Umfeld bietet dem Bereich der aktiven Vermögensverwaltung die Gelegenheit, seinen Wert im Vergleich zu passiven Fonds unter Beweis zu stellen.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren könnten Anleger die jüngsten Anpassungen als attraktiven Einstiegspunkt ansehen. Es wird auch erwartet, dass die Nachfrage nach alternativen, insbesondere privaten Investitionen hoch bleiben wird, da Investoren auf der Suche nach Diversifizierung, höheren Renditen oder Inflationsschutz sind. Regierungen dürften Investitionen in Infrastruktur - auch in puncto erneuerbare Energien - im Zuge bedeutender klimapolitischer Initiativen weiter vorantreiben. In diesem Zusammenhang sind ESG-orientierte Investitionen (ESG=Environment, Social and Governance) zu einem immer wichtigeren Thema für die Vermögensverwaltungsbranche geworden. Die Zuflüsse haben sich beschleunigt und ESG gilt als ein bedeutender langfristiger Trend, wobei sich auch die Regulierung in diesem Bereich weiterentwickeln dürfte. Es wird erwartet, dass Technologie in der gesamten Wertschöpfungskette von besonderer Bedeutung für die Branche sein wird. Zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit müssen Unternehmen fortschrittliche Datenmodelle und Analysen nutzen, Kundeninteraktionen zu unterstützen.

Wir gehen davon aus, dass der Druck auf die Margen nicht nur anhalten, sondern durch passive Anlageprodukte und einen scharfen Wettbewerb noch verstärkt wird. Trotz dieser komplexen Situation verfügt die Branche über alle Voraussetzungen, um attraktiv zu bleiben und auf ihren Wachstumspfad zurückzukehren.

Die ersten Monate 2024 haben sich für die Platoninvest GmbH gut entwickelt.

7. Risikobericht

a) Grundsätze des Risikomanagements

Die Platoninvest GmbH hat als Finanzdienstleistungsinstitut die Mindestanforderungen an das Risikomanagement der BaFin insoweit zu beachten, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten aus § 25a KWG geboten erscheint.

b) Geschäfts- und Risikostrategie

Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres wird im Rahmen einer Strategiesitzung des Geschäftsführers die Geschäftsstrategie für das kommende Geschäftsjahr und die dazu konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr festgelegt. Dabei werden die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt. Auf Basis der aktuellen Geschäfts- und Planzahlen wird das für das kommende Geschäftsjahr verfügbare Risikokapital ermittelt und daraufhin die Risikostrategie geprüft. Im Rahmen eines Geschäftsführerbeschlusses wird dann die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Allokation des Risikokapitals auf die einzelnen Risikoarten und Geschäftsbereiche für das folgende Geschäftsjahr verabschiedet. Im Falle von gravierenden Änderungen während des Geschäftsjahres werden Anpassungen vorgenommen.

c) Risikotragfähigkeit

Mindestens einmal im Jahr wird die Risikotragfähigkeit der Platoninvest GmbH für das kommende Geschäftsjahr errechnet. Ziel hierbei ist die Sicherstellung des GuV-Mindestergebnisses, der Erhalt des bilanziellen Eigenkapitals - mindestens aber der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderung - und die dauerhafte Bedienung der Ansprüche der Eigenkapitalgeber. Dabei wird die verfügbare Risikodeckungsmasse den unerwarteten und Worst-Case Verlusten aller wesentlichen Risikoarten gegenübergestellt. Die erwarteten Verluste finden bereits in der Planung Berücksichtigung. Insgesamt darf das Risikopotenzial die verfügbare Risikodeckungsmasse nie übersteigen.

d) Risikosteuerungs- und Controllingprozesse

Die Platoninvest GmbH verfügt über angemessene Risikosteuerungs- und - Controllingprozesse, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleisten. Diese Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden. Weiterhin werden diese regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst.

Nach der Geschäfts- und Risikostrategie der Platoninvest GmbH betreffen Adressrisiken die Gefahr der Entstehung von Verlusten durch eine Bonitätsverschlechterung oder den Ausfall eines Geschäftspartners. Für die inländischen Banken, bei denen die Gesellschaft Einlagen unterhält, besteht ebenfalls ein Adressenausfallrisiko. Emittentenrisiken werden als Bonitätsrisiken des Emittenten von Wertpapieren definiert und mangels Wertpapierbeständen derzeit nicht weiter berücksichtigt.

Marktpreisrisiken stellen keine originären Risiken dar, da die Gesellschaft nicht für die Wertentwicklung des von Dritten verwalteten Vermögens ihrer Kunden haftet. Ein Risiko resultiert hier jedoch aus den marktbewerteten Depots als Bemessungsgrundlage für die Vermögensverwaltungserlöse der Gesellschaft. Aus den Einlagen der liquiden Mittel bei inländischen Banken resultieren grundsätzlich keine nennenswerten Marktpreisrisiken, insbesondere kein Zinsänderungsrisiko.

Als Liquiditätsrisiken wird die Gefahr angesehen, fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht zu jedem Zeitpunkt und in erforderlicher Höhe nachkommen zu können. Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen erfolgt im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition der Berichtsgesellschaft. Der mittel- bis langfristige Liquiditätsüberschuss der Berichtsgesellschaft wird regelmäßig ermittelt, berichtet und dient zur Disposition der überschüssigen Liquidität sowie zum Treffen der entsprechenden Anlageentscheidung. Gemäß Risikoreport und Bilanz verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2023 über ein ausgeglichenes Verhältnis von freier Liquidität bei Drittinstituten und Zahlungsverpflichtungen.

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken. Das Operationelle Risiko wird bei der Platoninvest GmbH als wesentliches Risiko eingestuft. Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken wird anhand des vom Geschäftsführer durchgeführten Self Assessments vorgenommen.

8. Prognosebericht

Die Ertragsentwicklung der Platoninvest GmbH wird wesentlich von dem Volumen der Fondsmandate bestimmt. Performance und Risikoprofil der Produktpartner liegen seit Auflage im Rahmen unserer Erwartungen und bilden eine gute Grundlage für die Gewinnung neuer Anleger und damit verbundenen Mittelzuflüssen, dennoch werden Veranstaltungen und Kundenbesuche dieses Jahr weiterhin reduziert.

Da die Vorzüge einer langfristigen Anlagestrategie nicht immer kurzfristig transparent werden, wird die Entwicklung der Erträge und damit der Gewinne der Gesellschaft auch davon abhängen, wie die Finanzmärkte sich im Allgemeinen entwickeln. Kurzfristige Risiken für die geplante Geschäftsentwicklung könnten sich z.B. aus einer Neuauflage der Finanzkrise ergeben. Die Gesamtnachfrage nach Aktien ist in solchen Phasen i.d.R. rückläufig. Grundsätzlich gehen wir aber davon aus, dass in schwierigen Marktphasen die Vorzüge einer wertorientierten Strategie besonders deutlich werden. In diesen Phasen gewinnen wertorientierte Strategien traditionell Marktanteile.

Die langfristigen Perspektiven für globale, wertorientierte Aktienfonds und damit der Geschäftsentwicklung der Platoninvest GmbH beurteilen wir positiv. Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen sind ein historisch sehr geeignetes Vehikel für institutionelle und private Anleger den realen Wert ihres Vermögens zu erhalten. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Anlagevehikeln, die den realen Wert erhalten deutlich zunehmen wird.

Unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind wir der Überzeugung, dass ein konservativer, disziplinierter und langfristiger Investmentansatz sehr gute Wachstumschancen insbesondere im deutschsprachigen Raum hat. Für 2024 sind wir verhalten optimistisch, zusätzliche Anleger für den Fonds gewinnen zu können und die Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern.

 

Berlin, 30. März 2024

Richard Radtke, Geschäftsführender

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 43.541,01 14.542,24
a) täglich fällig 43.541,01 14.542,24
4. Forderungen an Kunden 154.370,52 134.881,80
12. Sachanlagen 778,00 1.321,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 50.232,33 76.417,67
15. Rechnungsabgrenzungsposten 4.920,00 10.598,00
Aktiva 253.841,86 237.760,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 68.045,13 90.037,26
7. Rückstellungen 18.500,00 32.147,41
b) Steuerrückstellungen 9.700,00 17.400,00
c) andere Rückstellungen 8.800,00 14.747,41
12. Eigenkapital 167.296,73 115.576,04
a) Eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
d) Bilanzgewinn 51.720,69 -57.398,22
Passiva 253.841,86 237.760,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 150,72
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 150,72
2. Zinsaufwendungen 51,34
5. Provisionserträge 398.800,79 624.160,58
6. Provisionsaufwendungen 69.643,50 249.659,00
8. Sonstige betriebliche Erträge 5.379,03 2.453,52
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 271.899,01 437.810,48
a) Personalaufwand 216.971,00 364.145,90
aa) Löhne und Gehälter 202.465,12 349.781,12
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.505,88 14.364,78
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 54.928,01 73.664,58
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.081,90 2.128,00
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,00 42,00
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 43,05
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 60.600,74 -63.025,38
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.880,05 -5.627,16

Anhangangaben

Platoninvest GmbH, Berlin

I. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die Platoninvest GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG und hat gem. § 340 Abs. 4 HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung von Kreditinstituten anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes, des Kreditwesengesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Grundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Fremdwährungsposten sind nicht enthalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderung erfahren.

2. Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten, diese sind zum Nennwert bewertet.

3. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert bewertet, Wertberichtigungen waren nicht zu bilden.

4. Rechnungsabgrenzungsposten (Aktiva)

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

5. Verbindlichkeiten

Die Höhe der Verbindlichkeiten wurde gem. § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag ermittelt. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

6. Rechnungsabgrenzungsposten (Passiva)

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

7. Rückstellungen

Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gem. § 253 Abs. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen decken alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und müssen daher nicht abgezinst werden.

8. Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert.

9. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen keine temporären Bewertungsdifferenzen zwischen einzelnen Posten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Ansatz- und Bewertungsunterschiede, die zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen würden, sind nicht enthalten.

III. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz gemäß § 9 RechKredV

1. Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute Restlaufzeit 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
täglich fällig 14.542 14.542
bis zu 3 Monaten 0 0
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0 0
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahren 0 0
über 5 Jahre 0 0
14.542 14.542
Forderungen an Kunden Restlaufzeit 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
täglich fällig 134.882 134.882
bis zu 3 Monaten 0 0
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0 0
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahren 0 0
über 5 Jahre 0 0
134.882 134.882

2. Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten Restlaufzeit 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
bis zu 3 Monaten 68.045 90.037
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0 0
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahren 0 0
über 5 Jahre 0 0
68.045 90.037
darunter gegenüber Gesellschaftern 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Herr Radtke 0 0
0 0

3. Eigenkapital

Eigenkapital Gliederung 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Stammkapital 25.000 25.000
Kapitalrücklage 25.000 25.000
Gewinnvortrag 65.576 122.974
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 51.721 -57.398
167.297 115.576

IV. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- u. Verlustrechnung

Die Provisionserträge verteilen sich wie folgt:

2023
EUR
2022
EUR
Provisionen aus Vermittlungsleistungen 398.801 624.160
624.160 624.160

Das Ergebnis wurde im Geschäftsjahr nicht durch Einstellungen in oder Auflösung von Sonderposten oder durch außerordentliche Erträge oder Aufwendungen beeinflusst.

Die Erträge wurden ausschließlich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

V. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ermittelt sich wie folgt:

EUR
Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2023 51.721
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 65.576
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen 0
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0
Bilanzgewinn per 31.12.2023 117.297

Die Geschäftsleitung legt folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor:

Der Bilanzgewinn soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Richard Radtke, Bankkaufmann, Berlin

Auf Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 war kein Personal in der Gesellschaft angestellt.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Gliederung 31.12.2023
EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 6.200
b) andere Bestätigungsleistungen (WpHG-Prüfung) 0
c) Steuerberatungsleistungen 0
d) sonstige Leistungen 0

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Berichtenswerte Ereignisse haben sich nicht ergeben.

5. Unterschrift gem. § 245 HGB

 

Berlin, 22.02.2024

Richard Radtke

sonstige Berichtsbestandteile

UNTERSCHRIFT GEMÄSS §245 HGB

Platoninvest GmbH, Berlin

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

 

Berlin, 22.02.2024

Richard Radtke, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Platoninvest GmbH, Berlin-Grunewald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Platoninvest GmbH, Berlin-Grunewald, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Platoninvest GmbH, Berlin- Grunewald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolo-sen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30.08.2024

Norddeutsche Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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