Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Rosenthal GmbH
Philip-Rosenthal-Platz 1, 95100 Selb, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franco Coppo seit 26.6.2024 | Geschäftsführer |
Magnus Lauer seit 9.10.2018 | Prokura |
Martin Bauer seit 8.1.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Arcturus s.r.l. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rosenthal GmbHSelbJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023ROSENTHAL GMBH, SELBA. Gesamtwirtschaftliche Situation / Branchensituation 2023 2023 waren mit 45,9 Mio. Menschen so viele erwerbstätig wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt um 330.000 Personen (+0,7%). Nach 5,3% im Jahr 2022 stieg die Arbeitslosenquote 2023 leicht auf 5,7% an. Damit waren im Jahr 2023 durchschnittlich 2,61 Mio. Personen nach 2,24 Mio. Personen im Jahr 2022 erwerbslos. Im Jahresdurchschnitt 2023 haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Im Jahr 2022 hatte die Inflationsrate noch bei +6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für die Verbraucherinnen und Verbraucher um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Die als Kerninflation bezeichnete Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, lag 2023 bei +5,1 %, nach +3,8 % im Jahr 2022 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit weiter verstärkt. Mit dieser Kenngröße wird deutlich, dass die Teuerung auch in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2023 ebenfalls hoch war. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Nach einem Wachstum von 1,8% im Vorjahr kam die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland sorgten für ungünstige Finanzierungsbedingungen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch während der Corona Pandemie hat sich damit nicht weiter fortgesetzt. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Der positive Trend für die im Verband der keramischen Industrie zusammengeschlossenen Unternehmen aus dem Vorjahr hat sich nicht fortgesetzt. Im Vergleich zu 2022 ist ein Umsatzrückgang von 1,6% zu verzeichnen der im Inland (-0,4%) schwächer als im Ausland (-2,5%) ausfällt. Die Produktionsmenge in Tonnen ist von 26.296 auf 22.634 zurückgegangen (-13,9%); der deutlich geringere Umsatzrückgang erklärt sich über gesteigerte Kiloerlöse (+10,9%). Die Anzahl der Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr um 1% angestiegen (2.870 zu 2.843). Der deutsche Einzelhandel hat im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 %) und 2023 (-3,3 %) rückläufig. Damit lag der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 noch 1,3 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9 % und nominal um 0,4 % gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1 % bzw. 11,5 %), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0 % niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8 % höher als im Jahr 2019. Das deutsche Gastgewerbe hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 8,5 % mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Bedingt durch im Jahresverlauf 2023 starken Preisanstiegen sind die nominalen Umsätze deutlich gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Demgegenüber waren die realen Umsätze nach hohen Zuwächsen zu Jahresbeginn vor allem in der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Die ungewöhnlich hohen Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen spiegeln das stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 % niedriger, während der nominale Umsatz um 8,8 % höher ausfiel. B. Geschäftsmodell Rosenthal GmbH Rosenthal GmbH betreibt die Fertigung, den Einkauf und den Vertrieb hochwertiger Güter der Tischkultur. Dabei ist die Rosenthal GmbH klassisch in Produktentwicklung, Produktion, Beschaffung, Marketing und Vertrieb sowie administrative Bereiche gegliedert. Wesentliche Beschaffungsmärkte sind Deutschland, Teile Osteuropas und der asiatische Raum. Wesentliche Absatzmärkte sind der Heimatmarkt Deutschland, Europa, Nordamerika sowie der Mittlere Osten. Sich änderndes Konsumverhalten und Importe günstigen Porzellans aus Fernost stellen bestimmende externe Einflussfaktoren dar. C. Geschäftsverlauf der Rosenthal GmbH Marketing- und Vertriebsaktivitäten Im Jahr 2023 waren für die Rosenthal GmbH keine Auswirkungen der globalen Pandemie mehr zu spüren, jedoch brachte nach dem Überfall der Ukraine durch Russland im Frühjahr 2022 im letzten Quartal dieses Jahres ein zweiter Konflikt im Nahen Osten neue Herausforderungen mit sich. Die Folgen beider Kriege und der damit verbundenen Inflation führten zu zusätzlicher Unsicherheit und zurückhaltendem Kaufverhalten bei den Endverbrauchern. Trotz teils verhaltener und schwankender Auftragseingänge, insbesondere in Europa und Deutschland, sowie der ansteigenden Inflation konnten allerdings weitere Preiserhöhungen vermieden werden. Nach einer zweijährigen, pandemiebedingten Unterbrechung konnte die Rosenthal GmbH im Februar endlich wieder an der international führenden Messe der Konsumgüterbranche, der Ambiente in Frankfurt, teilnehmen. Mit einem Messestand von über 500 Quadratmetern und einem neuen, offenen und einladenden Standkonzept war das Unternehmen in der Lage, Kunden die neuesten Innovationen zu präsentieren. Besonderes Augenmerk lag auch auf dem HoReCa-Bereich, der auf einer großzügigen Fläche vertreten war. Im Jahr 2023 gab es auch Grund zum Feiern. Die langjährige Kooperation mit Versace feierte ihr 30-jähriges Jubiläum, während Thomas bereits seit stolzen 120 Jahren besteht. Zu Ehren dieses besonderen Anlasses wurde eine eigens dafür kreierte Serie von 30 limitierten Bechern mit Deckel entworfen, die exklusiv für Versace gestaltet und begleitet von hochwertigem POS-Material vermarktet wurden. Das Jubiläum von Thomas wurde ebenfalls gebührend gefeiert und mit attraktiven Preisaktionen gewürdigt. Die in 2023 neu eingeführten Produkte unter der Marke Versace zeichneten sich wie üblich durch ihre erstklassige Qualität und Exklusivität aus. Das Sortiment wurde um neue Bilderrahmen und Serviettenringe erweitert, sowie um weitere Dining-Kollektionen mit aufwändigem Dekor. Zusätzlich wurde eine Kollektion mit speziellem Weihnachtsdekor und einigen limitierten Artikeln präsentiert, um die Feiertage auf besonders stilvolle Weise zu verschönern. Bei Thomas wurden insbesondere Klassiker wie Sunny Day und Trend um neue Farbvarianten erweitert, um die Kollektionen noch vielfältiger zu gestalten. Zudem wurde ein ansprechendes Preis-Set mit Daily Bowls präsentiert, das sowohl praktisch als auch ästhetisch ansprechend ist und Kunden ein attraktives Angebot bietet. Mit der einfühlsam gestalteten Kollektion rund um die ikonische Weihnachtsglocke setzte Hutschenreuther im Jahr 2023 die feine Handschrift der renommierten tschechischen Illustratorin Renáta Fucikova mit der Sammeledition "Weihnachtsklänge" erfolgreich fort. Zusätzlich wurde das Repertoire um die alljährliche und ebenfalls limitierte Weihnachtslieder-Kollektion mit der Serie "Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen" erweitert, die die festliche Atmosphäre der Feiertage einfängt und in kunstvollen Details zum Leben erweckt. Bei der Marke Rosenthal wurde in der Produktgestaltung auf bewährte Klassiker gesetzt. Sowohl die beliebte Serie Maria als auch die junge Kollektion Junto als Stoneware-Variante wurden in neuen Farben präsentiert. Auch die Vase Node erstrahlte in einer neuen Farbgebung und wurde zusätzlich mit fröhlichen Streifen auch als Mini-Version eingeführt. TAC, ein weiterer All-Time Favorit, präsentierte sich in zwei neuen, modernen Farben, ergänzt um festliches Gold-Dekor. Als innovative Ergänzung wurde auch noch eine neue Form von TAC vorgestellt: der sogenannte Allrounder. Diese Neuheit bestehend aus Teller und Schüssel wurde speziell entwickelt, um den Anforderungen moderner Tischkultur gerecht zu werden und sich vielseitig einzusetzen. Besonders hervorzuheben ist die Einführung eines neuen Produkts, das vorerst ausschließlich im Rosenthal Online-Kanal präsentiert wurde. Dabei handelt es sich um einen doppelwandigen Becher, der dafür entwickelt wurde, kalte Getränke länger kalt und heiße Getränke länger warm zu halten. Der Launch von "The Mug+" wurde von einer internationalen Online-Kampagne begleitet, die auf verschiedenen Social-Media-Plattformen sowie in Zusammenarbeit mit namhaften Medienpartnern durchgeführt wurde. Sowohl das Produkt als auch die Kampagne waren gezielt auf eine neu definierte und jüngere Zielgruppe ausgerichtet - die "Mix und Match" Buyer Persona. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums im HoReCa-Bereich nach Überwindung der Pandemie hat das Unternehmen verstärkt seinen Fokus auf internationale Hotel- und Gastronomiefachmessen gerichtet, darunter die Internorga in Hamburg und die Gast in Salzburg. Im Gegensatz zum Fachhandel herrschte in der Tourismusbranche weiterhin eine positive Stimmung, wenngleich diese zum Jahresende hin wieder leicht abflaute. Auch beteiligte sich Rosenthal in Kooperation mit Sambonet in 2023 wieder am Event "Koch des Jahres" als Sponsor. Daraus resultierende neue Kontakte werden z.T. auch für die Neuentwicklung von Produkten für die Hotel- und Gastronomie zu Rate gezogen. Im Jahr 2023 wurden im Rahmen einer digitalen Neuheiten-Präsentation, die durch künstliche Intelligenz (AI) unterstützt wurde, die neuen Kollektionen für das Jahr 2024 vorgestellt. Die Moderation erfolgte durch Avatare, die die Veranstaltung lebendig und interaktiv gestalteten. Diese innovative Herangehensweise ermöglichte es erneut, internationale Vertriebsmannschaften, Agenten und Distributoren auf die kommenden Neuheiten vorzubereiten und sie optimal über Produktentwicklungen zu informieren. Zum Jahresende hin wurden Marktforschungen und Statistiken für den deutschen Markt studiert, um die aktuellen Entwicklungen im Markt genau zu verstehen. Mithilfe von Daten von Drittanbietern sowie ausführlichen Recherchen wurden die Bedeutung und das Potenzial von Porzellan auf dem deutschen Markt sorgfältig ermittelt und analysiert. Darauf aufbauend werden Produkt-, Vertriebs- und Markenstrategien für die Zukunft erstellt. Um das eher verhaltene und wechselhafte Jahr im Handel zu beleben, wurden unterjährig verschiedene Maßnahmen ergriffen, um sowohl den Rein-Verkauf anzustoßen als auch den Abverkauf zu unterstützen. Neben Preisaktionen, die sowohl digital als auch am Point of Sale (POS) kommuniziert wurden, gab es gezielte Aktionen, wie beispielsweise im Rahmen des 120-jährigen Jubiläums von Thomas. Zusätzlich wurden spezielle Aktionen zur Weihnachtszeit für die neuen Rosenthal TAC-Kollektionen durchgeführt, um das Interesse der Kunden zu wecken und den Umsatz zu steigern. Forschung und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind in absoluten Werten leicht gesunken und sind gemessen am ebenfalls gesunkenen Umsatz mit 2,05% auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Außenfinanzierung Die Außenfinanzierung der Rosenthal GmbH setzt sich aus 3 Bausteinen zusammen: Kapitalrücklage: Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Juli 2009 stellte der Gesellschafter, die Arcturus S.r.l, Mailand/Italien, für die Finanzierung des Kaufs von Vermögenswerten der Rosenthal GmbH TEUR 14.975 als Kapitalrücklage zur Verfügung. 2. Gesellschafterdarlehen: Der durch die Muttergesellschaft Arcturus S.r.l. bereitgestellte Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 10.000, welche im Jahr 2023 bis zu einer Höhe von TEUR 6.300 in Anspruch genommen wurde. 3. Förderdarlehen der UniCredit Bank AG München: Im Juni 2020 wurde mit der UniCredit Bank AG München ein Förderdarlehen über TEUR 8.000 abgeschlossen. Dieses Förderdarlehen wird über die KfW Bankengruppe, Frankfurt/Main im Zuge der Sondermaßnahme "Corona Hilfe für Unternehmen" refinanziert. Im Jahr 2023 wurden planmäßig vier Tilgungszahlungen geleistet und das Darlehen auf TEUR 1.333 zurückgeführt. Personal- und Sozialbereich Am 31. Dezember 2023 waren in der Rosenthal GmbH 653 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 7 Auszubildende und 163 Teilzeitkräfte (Kopfzahlen ohne Elternzeitler, Dauerkranke und Erwerbsminderungsrentner auf Zeit). Die durchschnittlichen Personalkosten je Beschäftigten auf Basis des 12-Monats-Durchschnitts der FTE-Zahlen betrugen im Jahr 2023 T€ 56,7 (2022: T€ 54,9). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt im Wesentlichen begründet in der Anhebung der Entgelte gemäß Tarifabschlüssen aus dem aktuellen Jahr sowie dem Vorjahr. Tarifverhandlungen Über die in das Jahr 2023 hineinwirkenden Effekte der vergangenen Tarifrunde hinaus (zuletzt Erhöhung der Tarifsätze um 1,3% per Januar 2023), ergaben die aktuellen Tarifverhandlungen des Jahres 2023 im Wesentlichen zwei Einzelergebnisse, deren Umfang und Zeitpunkt der Realisierung in Abhängigkeit vom Unternehmenserfolg und in Verbindung mit tariflichen Öffnungsklauseln definiert wurden. - Inflationsausgleichsprämie: Es wurde eine Betriebsvereinbarung zum Entfall der Inflationsausgleichsprämie für das Jahr 2023 abgeschlossen - hierzu wurde die tarifliche Öffnungsklausel hinsichtlich der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens in Anspruch genommen. Bezüglich der Prämie 2024 vereinbarten die Sozialparteien eine erneute Diskussion, sofern ein absehbar positives Betriebsergebnis erzielen werden kann. - Anhebung der Entgelte in drei Stufen: die Erhöhung um 200 EUR pro Monat wurde regulär zum 01.08.2023 umgesetzt. Bezüglich der zweiten und dritten Stufe mit einer Erhöhung um weitere jeweils 50 EUR pro Monat (zum 1.1.2024 und 01.08.2024) wurde im Rahmen der Öffnungsklausel mit den Sozialpartnern vereinbart, diese um jeweils drei Monate zu verschieben und dementsprechend zum 01.04.2024 bzw. zum 01.11.2024 umzusetzen. Die Arbeitswelt ist aufgrund der Globalisierung und der Internationalisierung der Märkte sowie zunehmender Technologisierung einem raschen Wandel unterworfen. Ebenso wirken sich gesellschaftliche Veränderungen wie der verstärkte Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ("work-life-balance") sowie der demografische Wandel nachhaltig auf die Arbeitswelt aus. Diesem Wandel wird das Unternehmen in den nächsten Jahren Rechnung tragen und hat hierzu im Personalmanagement zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Die Digitalisierung und Prozessoptimierung im Personalmanagement gehört dabei ebenso dazu wie die Einführung flexibler Arbeitszeitformen und -modelle. Sowohl die gewerbliche als auch kaufmännische Ausbildung werden wieder verstärkt in den Fokus rücken, um eine hinreichende und stellenorientierte Nachfolgeplanung zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt zukunftsorientierter Personalarbeit liegt im Employer Branding und in der Personalentwicklung. Die Attraktivität des Unternehmens und Lebenslanges Lernen sind nur zwei Themen, die für die Zukunft in Angriff genommen werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Betriebsrat und dem Personalmanagement ist kooperativ, konstruktiv und von gegenseitigem Respekt geprägt. Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst und erfüllt die gesetzlich vorgeschriebene Zahl der Beschäftigung von Schwerbehinderten mehr als deutlich. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Mitarbeitenden für ihr Engagement, ihre Solidarität und ihren hohen Einsatz bei der Gestaltung und Sicherung einer erfolgreichen Zukunft unseres Unternehmens. Darstellung der Lage Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum VJ um 6,5% zurückgegangen. Der Rückgang betrifft dabei im Haushaltsbereich alle Märkte und auch alle Marken. Besonders betroffen waren der amerikanische Markt und die Volumenmarken. Die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres konnte der Hotel- und Restaurantservice im Jahr 2023 fortsetzen. Sowohl im Inland als auch im Ausland konnte weiteres Wachstum in Summe von 10% erzielt werden. Die Umstellung des Online-Handels auf eine neue Internet-Plattform wurde im Jahr 2022 abgeschlossen und der Umsatz mit der neuen Plattform konnte um 25% gesteigert werden. Der Umsatz des stationären Handels bewegt sich in etwa auf Vorjahresniveau.
Nach einem Jahresüberschuss von TEUR 1.847 im Jahr 2022 ist im Jahr 2023 ein maßgeblich durch Maßnahmen zur Bestandsreduzierung ausgelöster Verlust von TEUR 8.107 zu verzeichnen. Verwendung der Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) der Rosenthal GmbH
Bilanzstruktur der Rosenthal GmbH Aktiva
Vermögenslage Im Jahr 2023 wurden größere Investitionen in neue Hard- uns Software getätigt. Das Investitionsvolumen liegt deutlich über dem VJ. Wesentlich Investitionen im Geschäftsjahr 2023 waren die Erneuerung der Server im eigenen Rechenzentrum einschließlich neuer Betriebssystem Software, der Abschluss der Einführung der neuen Business Warehouse Software, ein Update der Archivierungssoftware sowie Werkzeuge für Produktneuheiten. Nach dem starken Abstieg des Vorratsvermögens im Jahr 2022, wurden 2023 Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt, die das Vorratsvermögen zurück auf das übliche Maß gebracht haben. Bedeutende Reduzierungen wurden dabei sowohl im Bereich der eigengefertigten Ware als auch im Bereich Handelsware erzielt. Der Forderungsbestand ist gegenüber 2022 um ca. 28% gesunken. Zum einen ist dieser Rückgang im geringeren Umsatz, zum anderen durch hohe Zahlungen verbundener Unternehmen begründet. Die Eigenkapitalquote sank gegenüber dem Vorjahr und beträgt nun 56,4%. Finanzlage Der Bestand an flüssigen Mitteln ist bedingt durch den Mittelzufluss aus dem Abbau des Vorratsvermögens und durch den Mittelzufluss aus dem Abbau des Forderungsbestandes von EUR 0,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,6 Mio. zum 31. Dezember 2023 angewachsen. Die Kreditlinie des Mutterunternehmens Arcturus S.r.l. wurde im Wirtschaftsjahr 2023 bis Ende des Jahres in einer Höhe von TEUR 6.300 in Anspruch genommen. Das im Juni 2020 der UniCredit Bank AG München aufgenommene Förderdarlehen über TEUR 8.000 wurde mit TEUR 2.667 planmäßig getilgt und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.333. Dieses Förderdarlehen wird über die KfW Bankengruppe, Frankfurt/Main im Zuge der Sondermaßnahme "Corona Hilfe für Unternehmen" refinanziert. RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT Risikomanagement, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das Risikomanagement der Rosenthal GmbH zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage zu minimieren. Die Steuerung des Risikomanagements wird durch den Risikomanagementbeauftragten durchgeführt. Dabei werden die finanziellen Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns identifiziert, bewertet und gegebenenfalls gesichert. 1. Finanzwirtschaftliche Risiken Zinsrisiken Das Risiko aus deutlich gestiegenen Zinssätzen wird durch die Finanzierung im Arcturus Konzernverbund und einem fixen Zinssatz für das Förderdarlehen der UniCredit Bank AG München abgemildert. Zusätzlich wurde Fremdkapital über Avalbürgschaften (TEUR 791) in Anspruch genommen. Währungsrisiken Die Rosenthal GmbH vertreibt ihre Waren weltweit. Ein spürbarer Anteil der Umsatzerlöse wird dabei in US-Dollar fakturiert. Das Risiko aus Schwankungen des Wechsel-Kurses US $ zu EUR wird dadurch minimiert, dass auch ein größerer Teil der Handelswaren im Dollarraum eingekauft wird. Der geringere Zahlungsmittelzufluss durch geringeren Umsatz im Dollarraum wurde in 2023 durch einen geringeren Zahlungsmittelabfluss durch gesunkenen Zukauf von Handelsware in US $ kompensiert. Neben diesem "Natural Hedging" werden derzeit keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt Liquiditätsrisiko Mit der Finanzierung im Konzernverbund Arcturus sowie dem Förderdarlehen der Unicredit Bank AG ist die Liquidität der Rosenthal GmbH gesichert. Der operative Cash Flow war im Jahr 2023 bedingt durch den Mittelzufluss aus niedrigeren Vorratsvermögens und niedrigeren Forderungsbestand positiv. Hieraus wurden die Investitionen des Jahres 2023 bestritten, während die planmäßige Rückzahlung des Förderdarlehens durch Mittelzufluss aus dem Konzernverbund Arcturus finanziert werden konnte. Kreditrisiko Alle Debitoren werden vor Aufnahme in den Kundenstamm einer Bonitätsprüfung unterzogen. Das vergebene Kreditlimit kann nur in Abstimmung mit der Geschäftsleitung in begründeten Einzelfällen übergangen werden. Die Bonität der Debitoren unterliegt einer laufenden Prüfung - Zahlungskonditionen werden bei sich verschlechternder Bonität entsprechend angepasst. Die Forderungsausfälle des Jahres 2023 liegen wieder auf sehr niedrigem Niveau der Jahre 2021 und früher. (TEUR 19 = 0,02 %/Umsatz nach TEUR 168 in 2022). 2. Umweltrisiken Mögliche Risiken von Altlasten mit einer Sanierungsverpflichtung werden regelmäßig im Rahmen der Tätigkeiten zur Dokumentation nach der DIN EN ISO 14001:2015 untersucht. Derzeit sind an keinem Standort nennenswerte Altlasten bekannt. 3. Marktrisiken Gesamtwirtschaftliche Risiken Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2023 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren (-0,1%) und im kommenden Jahr um 1,7% zulegen. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau in diesem Jahr etwas verlangsamen. Bereits im kommenden Jahr dürfte die Arbeitslosenquote wieder auf 5,1% sinken, nach 5,7% in diesem und 5,3% im vergangenen Jahr. Für die vorliegende Prognose des ifo Institutes gibt es mehrere Risikofaktoren. Die Binnenkonjunktur könnte durch die hohe Inflation stärker gedämpft werden als in der vorliegenden Prognose unterstellt. Unklar ist die Reaktion der privaten Haushalte auf die hohen Preisanstiege und die damit einhergehenden geringere zur Verfügung stehende Liquidität. Eine Erhöhung der Sparquote ist vorstellbar um aus einem Vorsichtsmotiv heraus einen zunehmenden Anteil des Einkommens beiseitezulegen. Damit würde der private Konsum stärker beeinträchtigt werden. Die heimische Preisdynamik könnte sich langsamer abschwächen als erwartet, weil z.B. Tariflohnanstiege oder Gewinnausweitungen höher ausfallen. Der Rückgang der Kerninflationsrate würde sich verzögern und eine restriktivere geldpolitische Reaktion erfordern. Vor allem die Baukonjunktur dürfte dadurch noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. Kurzfristig könnte sich das Verarbeitende Gewerbe kräftiger erholen, wenn sich die angebotsseitigen Engpässe schneller auflösen als erwartet. Der Auftragsstau bei den Industrieunternehmen ist nach wie vor beträchtlich, und mittlerweile nehmen auch die Neuaufträge wieder zu. Zudem besteht in den energieintensiven Bereichen, deren Produktion Ende 2022 um 17% niedriger lag als noch ein Jahr zuvor, enormes Aufholpotenzial. Der kräftige Anstieg der Industrieproduktion im Januar 2023 war maßgeblich auf diese Bereiche zurückzuführen, die von sinkenden Gas- und Strompreisen profitieren. Internationalisierung des Geschäftes Der Trend der Vorjahre mit steigenden Umsätzen im Auslandsgeschäft, konnte im Jahr 2023 nur sehr eingeschränkt fortgesetzt werden. Der Umsatzrückgang ist mehrheitlich dem deutschen Markt anzulasten. Stabilität in Europa und den Märkten der restlichen Welt sowie ein Umsatzrückgang im amerikanischen Markt, führen zu einem Rückgang des Anteils deutscher Markt am Umsatz von 0,7 Prozentpunkten und einer entsprechenden Steigerung der internationalen Märkte. Damit ist die Verteilung Deutschland / International jetzt 49,6% zu 50,4%. Der Trend der größeren Wachstumschancen in internationalen Märkten als im umkämpften und begrenzten deutschen Markt setzt sich also weiter fort. Absatzrisiken Durch die Segmentierung in die Geschäftsfelder, Retail, Hotel- und Restaurant Service sowie eigenen Einzelhandel kann der Umsatzrückgang in einem Bereich durch Wachstum in anderen Bereichen ausgeglichen oder zumindest teilweise kompensiert werden. Deutliches Wachstum im Gastronomiesektor im Geschäftsjahr 2023 zeigt wie wichtig die Segmentierung des Geschäftes ist. Beschaffungsrisiken Eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht nur in einem sehr begrenzten Umfang. Um eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, wird die Beschaffung grundsätzlich auf mehrere Lieferanten verteilt. Dabei werden langjährige, für beide Seiten erfolgreiche Partnerschaften angestrebt und entsprechend gepflegt Nachdem der Stau bei Aufträgen für Hochwertware weitgehend abgebaut werden konnte, wurden sowohl die Auftragsvergabe für externe Dienstleister als auch der Einsatz von Leiharbeitskräften im Jahr 2023 deutlich zurückgefahren. Während im Bereich der eigenbeschafften Energie kaum Kostensteigerung spürbar wurden, wurden deutlich erhöhte Energiekosten durch die Vermieter im Bereich Einzelhandel weitergegeben. Beginnend Ende 2023 und fortgesetzt zu Beginn des Jahres 2024 werden Tranchen des Energiebedarfes für die Jahre 2024 - 2026 beschafft. Die durchschnittlichen Bezugskosten liegen dabei wieder auf einem wie vor dem Ukrainekrieg. Ein breit aufgestellter und lang bestehender Lieferantenpool sichert die Lieferkette von Rosenthal ab. Mit der Transformation zum Zentraleinkauf wurden und werden Lieferverträge für alle Standorte neu definiert und vereinheitlicht. Risiken in der Lieferkette für zugekaufte Ware, bestehen vor allem bei Überseeartikeln. Neben stark schwankenden Containerfrachtpreisen und der allgemeinen Containerverfügbarkeit an asiatischen Häfen werden die Seewege als potenzieller Faktor für Lieferverzögerungen gesehen. Im Vergleich zum Vorjahr verfügen die Zulieferer wieder über freie Produktionskapazitäten und können Aufträge ohne große Verzögerungen abarbeiten, wobei die Verfügbarkeit von Fachkräften im Produktionsbereich (v.a. Glasbläserbereich) zunehmend als kritisch betrachtet wird. Auswirkungen von Kostensteigerungen waren im ersten Halbjahr 2023 noch spürbar, jedoch ist ab dem 3. Quartal 2023 bereits Entspannung eingetreten, so dass für 2024 keine signifikanten Kostensteigerungen zu erwarten sind. 4. Produktionsrisiken Die Fortsetzung der Erneuerung der entscheidenden Basistechnologien und die richtige Balance zwischen Eigenfertigung und Zukauf bei Dritten, erhalten und steigern die Flexibilität. Ebenso können über diesen Mix aus Eigen- und Fremdfertigung die Mengen schnell an Veränderungen des Absatzes angepasst werden. Erhöhte Absatzmengen werden durch ein gesteigertes Zukaufvolumen abgefedert. Die Wahrscheinlichkeit eines Anlagenausfalles größeren Ausmaßes ist äußerst gering. Großschäden und Betriebsunterbrechungen sind durch entsprechende Versicherungen gedeckt. 5. Rechtliche Risiken Bestehende rechtliche Risiken unterliegen der laufenden Überwachung. Für den möglichen Eintritt einzelner rechtlicher Risiken sind ausreichende Rückstellungen gebildet. 6. Chancen Die sich seit einige Jahren abzeichnenden Wachstumsfelder Hochwertprodukte, Hotel- und Gastronomiebereich und die weitere Internationalisierung des Geschäftes haben sich in Teilen im Jahr 2023 weiter verfestigt. Diese anhaltende Entwicklung bietet die Chance auf weiteres Wachstum und eine Verbesserung der Ergebnissituation über höhere Erlöse margenträchtiger Produkte. So eröffnet etwa die wiedereinsetzende Nachfrage von Fluglinien und Cruise Lines Wachstumschance und insbesondere die Bautätigkeit im Mittleren Ost bringt Möglichkeiten Hochwertprodukte in die Luxushotellerie zu verkaufen. Des Weiteren stellt das gezielte Projektgeschäft ("make-to-order") im Hochpreissegment eine große Chance für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Ausblick Die Erwartungen an das Jahr 2023 wurden bei der Gesamtleistung bei weitem nicht erfüllt. Die Notwendigkeit bei sinkenden Umsätzen aus Gründen der Optimierung des Cash Flow signifikant Bestände abzubauen hat das Jahresergebnis deutlich in die Verlustzone gebracht. Die anfänglich optimistische Erwartung der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hat sich damit im Gesamtjahr 2023 bei weitem nicht erfüllt. Für 2024 geht die Geschäftsführung von einer Fortsetzung der herausfordernden wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres aus. In dieser kritischen Situation wird sich die Geschäftsführung auf die beschleunigte Umsetzung der bereits für 2023 skizzierten Schwerpunkte konzentrieren, insbesondere eine fortlaufende Stärkung des Marken- und Produktportfolios, die verstärkte Bearbeitung internationaler Märkte und großer Hotel- und Gastronomieprojekte, sowie die Schaffung einer zukunftsfähigen Organisationsstruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Rosenthal GmbH. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 startete die Geschäftsführung der Rosenthal GmbH offizielle Verhandlungen mit den Sozialpartnern zum "fit4future"-Programm mit dem Ziel, noch im laufenden Jahr eine Einigung auf einen Interessenausgleich und entsprechenden Sozialplan zu erreichen. Die Geschäftsführung der Rosenthal GmbH strebt mit den getroffenen und noch zu treffenden Entscheidungen eine moderater Weiterentwicklung des Umsatzes bei gleichzeitig deutlicher Verbesserung der Entwicklung des Jahresergebnisses an. Erklärung zur Unternehmensführung Die Geschäftsführung einer Gesellschaft, die der Mitbestimmung unterliegt, hat Zielgrößen für einen Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie Fristen zu deren Erreichung verbindlich festzulegen. Ferner hat die Geschäftsführung Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung festzulegen. Die Geschäftsführung legt ferner Zielgrößen für einen Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung fest. Als Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde 33,33 % festgelegt. Durch Neuwahlen zum Betriebsrat bekleidet derzeit keine Frau eines der drei Mandate. Die aktuelle Quote beträgt demnach 0 %. Die Zielgröße wurde 2023 bei der Besetzung des Aufsichtsrats verfehlt. Die Zielgröße für die Geschäftsführung wurde in 2023 eingehalten, da im Lauf des Jahres eine Frau im Rahmen der Nachfolgeregelung die Position als Geschäftsführerin einnahm. Die Geschäftsführung hat als Zielgröße für die erste Führungsebene eine Frauenquote von 0 % und für die zweite Führungsebene eine Quote von 29 % festgelegt. Die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurden in 2023 erfüllt.
Selb, 29. April 2024 gez. Lotte Franch Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ROSENTHAL GMBH, SELBAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben Grundsätzliche Angaben Die Rosenthal GmbH mit Sitz in Selb ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Hof unter der Register-Nr. HRB 4617 eingetragen. Der Jahresabschluss der Rosenthal GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Erläuterungen Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264, §§ 268-274a, 276-278 und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Ansatzwahlrechte werden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 268 Abs. 2 HGB in einer gesonderten Übersicht dargestellt. Im Anlagespiegel sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen. 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände: Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 10 Jahre. 1.2. Sachanlagen: Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen sind generell nach der linearen Methode vorgenommen. Sofern die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. 1.3. Geringwertige Wirtschaftsgüter: Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden in Anwendung der steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wird die steuerliche Vorgehensweise in der Handelsbilanz beibehalten. 1.4. Finanzanlagen: Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern der beizulegende Wert niedriger ist, wird dieser angesetzt. 1.5. Anteilsbesitz: Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Anteile von mindestens 20% an den folgenden Unternehmen:
2. Umlaufvermögen 2.1. Vorräte: Fertigerzeugnisse sind mit Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Bewertung des Vorratsvermögens folgt zwei verschiedenen Prinzipien. Zum einen werden Materialien, die nicht mehr Bestandteil der aktuellen Kollektion sind bzw. Reichweiten über 10 Jahre aufweisen, mit einem Abschlag von 95% des ursprünglichen Wertes versehen, zum anderen werden Materialien, die bestimmte Reichweitengrenzen überschreiten, mit gestaffelten Abschlägen versehen. Basis für die Berechnung des Abschlages bilden dabei die kalkulierten Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch die anteiligen Gemeinkosten. Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für mangelnde Verwertbarkeit, Überreichweiten etc. sind angemessene Abschläge gemäß dem oben beschriebenen Verfahren vorgenommen. 2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a S.1 HGB) zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für das allgemeine Kreditrisiko pauschal ermittelte Wertberichtigungen abgesetzt. Die pauschal ermittelte Wertberichtigung wird sowohl für das Inland als auch für das Ausland mit 1,0% angesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit Ausnahme der Mietkautionen (TEUR 40), haben sämtlichen Forderungen Restlaufzeiten von unter einem Jahr. 3. Flüssige Mittel: Es handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten; außerdem werden hier Schecks, Kassenbestände und Kreditkartenguthaben ausgewiesen. Der Kassenbestand, die Kreditkartenguthaben und das Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 5. Aktive latente Steuern: Die aktiven latenten Steuern werden unter der Prämisse ausreichender Gewinne errechnet und ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und betreffen das Anlagevermögen sowie sonstige Vermögensgegenständen und Rückstellungen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 28,095 %. Betroffen sind folgende Vermögensgegenstände: - Anteilsbesitz TEUR 22,7 Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden bereits im Wirtschaftsjahr 2022 vollständig aufgebraucht. 6. Eigenkapital: Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ausgewiesen und zum Nominalwert angesetzt. Das Stammkapital beträgt TEUR 25. 7. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bzw. des Kostenanfalls dotiert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Wesentliche Posten in den sonstigen Rückstellungen betreffen Aufwendungen für Archivierung (TEUR 100 (Vj. TEUR 100)), Ungewisse Risiken (TEUR 132 (Vj. TEUR 0)) Gewährleistung (TEUR 379 (Vj. TEUR 402)), Provisionen (TEUR 318 (Vj. TEUR 481)) und aus dem Personalbereich (TEUR 1.424 (Vj. TEUR 1.910)). 8. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten werden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a S.1 HGB) zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit folgenden Ausnahmen. Im Vorjahr hatten TEUR 1.333 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. In 2023 haben Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.300 eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen bestehen aus der Inanspruchnahme eines Gesellschafterdarlehens (TEUR 6.300) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 443). Im Vorjahr bestanden diese ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen: Es bestehen Bürgschaften aus Mietverhältnissen und gegenüber dem Zoll. Diese belaufen sich auf TEUR 791 (Vj. TEUR 662). Da von einer planmäßigen Erfüllung der Mietverträge ausgegangen wird, erwarten wir keine Inanspruchnahme der Bürgschaften. Ebenso wird von einer weiterhin rechtskonformen Führung des Zollagers ausgegangen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus wesentlichen Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf TEUR 2.637 (VJ TEUR 3.160). Davon sind TEUR 803 (Vj. TEUR 819) innerhalb eines Jahres fällig. 10. Außerbilanzielle Geschäfte: Leasingverträge: Zweck: Anmietung von Fahrzeugen. Immobilienverträge: Zweck: Anmietung von Verkaufsläden. Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen/Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge/Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit. 11. Ausschüttungsgesperrte Beträge Im Sinne von § 268 Abs. 8 HGB liegen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 6) vor. Diese entfallen in voller Höhe auf die Aktivierung latenter Steuern. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse:
2. Sonstige betriebliche Erträge: Die periodenbezogenen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge der Dienstwagennutzung (TEUR 279), weiterberechnete Sachkosten (TEUR 252), öffentliche Mittel im Rahmen der Carbon-Leakage Kompensation (TEUR 115), Währungsgewinne (TEUR 88), weiterberechnete Personalkosten (TEUR 32) sowie andere Aufwandsrückerstattungen (TEUR 85). 3. Periodenfremde Erträge: Die periodenfremden Erträge enthalten die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 82, Vj. TEUR 215) und die Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 19, Vj. TEUR 33). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten und Gebäudeverwaltung (TEUR 3.298), EDV und Kommunikation (TEUR 1.992), Vertriebskosten (TEUR 7.112) sowie Marketing- und Pressekosten (TEUR 2.765). 5. Periodenfremde Aufwendungen: Der Großteil der periodenfremden Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 sind Wertberichtigungen auf Forderungen aus den Vorjahren (TEUR 76). IV. Vorgänge besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 startete die Geschäftsführung der Rosenthal GmbH offizielle Verhandlungen mit den Sozialpartnern zum "fit4future"-Programm mit dem Ziel, noch im laufenden Jahr eine Einigung auf einen Interessenausgleich und entsprechenden Sozialplan zu erreichen. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführer und Mitglieder des Aufsichtsrates: Geschäftsführer ist: Herr Mads Ryder, Chief Executive Officer (eingetreten am 21 Juni 2021) - bis 30. September 2023 Frau Lotte Franch, Chief Executive Officer - ab 01. Oktober 2024 Mitglieder des Aufsichtsrates sind: Herr Matthias Stecher (Vorsitzender), Rechtsanwalt Advant - Beiten Herr Mario Niklas, freigestellter Betriebsrat Rosenthal GmbH Herr Dott. Pierluigi Coppo, Geschäftsführer Sambonet Gehalt als Geschäftsführer haben im Jahr 2023 Herr Mads Ryder und Frau Lotte Franch von der Gesellschaft bezogen. Daher wird auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf TEUR 18. 2. Arbeitnehmer: Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 beträgt:
3. Honorar des Abschlussprüfers: Für das Geschäftsjahr wurden folgende Aufwendungen für Leistungen des zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 bestellten Abschlussprüfers erfasst: für die Abschlussprüfung TEUR 53, für andere Bestätigungsleistungen TEUR 7 und für steuerliche Beratung TEUR 12. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 8.107.176,95 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Konzernverhältnisse Oberstes Mutterunternehmen ist die: Arcturus S.r.l., Mailand/Italien. Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den nach den lokalen italienischen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Arcturus S.r.l. mit Sitz in Mailand/Italien einbezogen. Der Konzernabschluss der Arcturus S.r.l. wird im italienischen Handelsregister (Registro delle imprese) veröffentlicht. Die Berichtsgesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch.
Selb, 29. April 2024 Die Geschäftsführung Lotte Franch Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rosenthal GmbH, Selb: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rosenthal GmbH, Selb, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosenthal GmbH, Selb, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 29. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Welsch, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder Rosenthal GmbH ("Gesellschaft")Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen. Die Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2023 wurden am 15. Mai und 16. November 2023 abgehalten. Der Geschäftsführer Mads Ryder hat an der Sitzung vom 15. Mai 2023, die Geschäftsführerin Lotte Franch hat an der Sitzung vom 16. November 2023 teilgenommen. Der Aufsichtsrat war zu jeder Zeit vollständig über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft wie auch über deren wirtschaftliche und generelle Situation informiert. Die Geschäftsführerin Lotte Franch hat dem Aufsichtsrat in der Sitzung vom 15. Mai 2024 über den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 und über die aktuelle Lage und Entwicklung der Gesellschaft berichtet und Auskunft gegeben. Die Buchführung und der Jahresabschluss der Gesellschaft mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von dem Abschlussprüfer Rödl & Partner geprüft und am 29. April 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht anhand des dazugehörigen Prüfungsberichts des Abschlussprüfers eigenständig geprüft. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen gegeben. Am 15. Mai 2024 fand die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats unter Beteiligung des gewählten Abschlussprüfers statt. Der Aufsichtsrat hat in der Bilanzsitzung den Bericht des Abschlussprüfers über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung entgegengenommen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer eingehend beantwortet. Unter Einbeziehung dieses Berichts hat der Aufsichtsrat daraufhin den Jahresabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 abschließend erörtert und gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für deren tatkräftige Mitarbeit bei der Bewältigung aller im Berichtsjahr gemeisterten vielfältigen Herausforderungen.
München, im Mai 2024 Der Aufsichtsrat gez. Matthias W. Stecher, Vorsitzender Der Jahresabschluss wurde am 15. Mai 2024 festgestellt. |
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