Delta GE 001 GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chipita Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht der Geschäftsführung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020Chipita Germany GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht a. Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage d. Abschließende Gesamtbeurteilung durch die Geschäftsführung 3. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Grundlagen des Unternehmens Chipita Germany GmbH war im Geschäftsjahr 2020 ein Konzernunternehmen der Chipita Gruppe, Europas größtem Croissants-Produzenten und Erfinder der Brotchips. Als Vertriebsgesellschaft vertreiben wir überwiegend die Produkte, die in konzerneigenen Produktionen hergestellt werden, und liefern im Rahmen unseres Dienstleistungsgedankens auch Produkte aus konzernfremden Produktionen, wenn sie ein Kundenproblem lösen können. Im Wesentlichen werden Brotchips und Croissants unter der Marke 7DAYS an den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, Holland und der Schweiz verkauft. Im Rahmen von Handelsmarkenaktivitäten werden auch Kunden im europäischen Ausland (Österreich, Italien, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Frankreich, Ungarn sowie Belgien) mit Waren versorgt. Zudem übernahm die Chipita Germany GmbH innerhalb der Chipita-Gruppe Finanzierungsaufgaben für die Chipita Gida Üretim Anonim Sirketi, Gebze, Kocaeli/Türkei. Chipita Participations Limited, Zypern, war in 2020 die alleinige Gesellschafterin der Chipita Germany GmbH. An der Chipita Participations Limited, Zypern, ist die Chipita S.A., Athen/Griechenland, zu 100 % beteiligt. Chipita Germany GmbH wurde in 2020 in den Konzernabschluss der Chipita S.A einbezogen. 2. Wirtschaftsbericht a. Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt im Jahr 2020 nach einer 10-jährigen Wachstumsphase bedingt durch die Pandemie eine Rezession mit einem preisbereinigten Rückgang von 5,0 % gegenüber 2019. Die Anzahl der Erwerbstätigen ist nach 14 Jahren zum ersten Mal gesunken und erreichte 44,8 Mio. Personen (-1,1%) (Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung Nr. 020, 14.01.2021). Mit 15,2 Mrd. € weist der Süßwarenmarkt (Lebensmitteleinzelhandel, Drogeriemärkte) ein Wachstum von 6,3 % gegen über dem Vorjahr aus. Insbesondere der für Chipita wichtige Bereich der salzigen Snacks wuchs überproportional und konnte mit einem Wachstum von 12,7 % deutlich zulegen (Quelle: Nielsen Süßwarenmonitor YTD KW 52/2020). Chipita hat zur Begleitung von Marktforschungsprojekten Marktdaten von Information Resources, Inc. (IRI) für die Bereiche salzige Snacks und Brot- und Backwaren erworben. Die Daten zeigen weiterhin die eindrucksvolle Entwicklung der 7DAYS Croissants. Während der Gesamtmarkt für Croissants im Vergleich zu 2019 ein Wachstum von 4,7 % zeigt, konnte Chipita nach dem eindrucksvollen Wachstum in den letzten Jahren erneut um 20,5 % gegenüber Vorjahr zulegen. Während die Handelsmarken lediglich ein Wachstum von 0,5 % gegenüber 2019 zeigen, konnten die 7DAYS Croissants den Marktanteil auf 55,6 % ausbauen (52 % in 2019) (IRI Jahresreport 2020). Die für Chipita bedeutendste Kategorie Brotchips zeigte in 2020 ein starkes Wachstum von 12,9 %, an dem wir mit einem Wachstum von 45,2 % einen überproportionalen Anteil haben. Unser stärkster Wettbewerber, die Handelsmarke, entwickelte sich deutlich negativ mit-19,2 % gegenüber 2019, was auf die verstärkten Vermarktungsaktivitäten der Marke 7DAYS Bake Rolls und die Wiederaufnahme der Belieferung eines großen Kunden mit unserer Markenware zurückzuführen ist (IRI Jahresreport 2020). b. Geschäftsverlauf Das Rohergebnis, welches unsere wichtigste Steuerungsgröße darstellt, berechnet als Differenz zwischen Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen für bezogene Waren, verbesserte sich um T€ 1.644 auf T€ 10.284. Dies entspricht einer Steigerungs-Rate von 19 %. Unsere Erwartung, ein starkes Wachstum des Rohergebnisses in 2020 zu erzielen, haben wir damit erreicht. Diese Entwicklung konnte trotz leicht angestiegener Wareneinsatzquote erzielt werden und lässt sich im Wesentlichen durch die deutlichen Umsatzausweitungen im Vergleich zum Vorjahr erklären. Die Wareneinsatzquote verschlechterte sich, wie oben bereits angesprochen, im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,5 %-Punkte und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr, pauschaliert berechnet über alle Produktgruppen, bei 75,9 % (Vorjahr: 75,4 %). Erklären lässt sich dieser Anstieg durch eine qualitative Verbesserung der Verpackung der Markenware. Zudem erfolgte ein teilweiser Warenbezug aus den konzerninternen griechischen, rumänischen und bulgarischen Produktionsstätten aufgrund von Kapazitätsengpässen in den übrigen Werken der Chipita-Gruppe. Diese Lieferungen belasten das Ergebnis durch höhere Transportkosten. Wie im Vorjahr konnten wir auch in 2020 moderate Preiserhöhungen durchführen, die zu Preis erhöhungen auf Konsumentenebene führten, die Volumenentwicklung aber nicht negativ beeinträchtigten. Diese Preisanpassungen dienen ausschließlich der Deckung von Kostensteigerungen durch Forderungen unserer Handelspartner. Neben dem Rohergebnis ist das operative Ergebnis (= Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) als finanzieller Leistungsindikator zu nennen. Das operative Ergebnis beträgt T€ 2.015 (Vorjahr: T€ 1.715). Dieses Ergebnis entspricht unseren Erwartungen und lässt sich insbesondere durch Umsatzausweitungen erklären. Positiv zu berichten ist auch, dass das Markengeschäft, das für gewöhnlich mit höheren Deckungsbeiträgen (unter Berücksichtigung aller direkt zuzuordnenden Aufwendungen) einher geht, auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr gehalten werden konnte. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Produktgruppen Bake Rolls, Pizzeti und vor allem auch Single Croissants. Das Netto-Finanzergebnis, ohne Berücksichtigung der Abschreibungen auf Finanzanlagen, (T€ -742; Vorjahr: T€ 112) resultiert vor allem aus der Aufnahme und Ausreichung von konzerninternen Darlehen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Finanzergebnis durch folgende finanzwirtschaftliche Transaktionen negativ beeinflusst: Zum 24. März 2020 erfolgte ein Forderungsverzicht der Darlehensforderung an CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI in Höhe von T€ 33.600 mit anschließender Einlage in das Eigenkapital unserer türkischen Tochtergesellschaft. Die nach dem Forderungsverzicht verbleibende Darlehensforderung gegen die türkische Toch tergesellschaft CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI belief sich unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen, der erneuten Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 900 sowie einer Teilrückzahlung seitens unserer türkischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 4.514 auf einen Betrag von T€ 904 (Vorjahr: T€ 37.862). Durch den Forderungsverzicht sowie die Teilrückzahlung der Ausleihungen sind die Erträge aus Ausleihungen in 2020 deutlich gegen über dem Geschäftsjahr 2019 gesunken. Unsere Gesellschafterin Chipita Participations Ltd. sprach erst im Geschäftsjahr 2021 den Forderungsverzicht aus, mit dem unsere Darlehensverbindlichkeiten, die unseren Darlehensforderungen korrespondierend gegenüberstanden, größtenteils erlassen wurden. Nach dieser Transaktion (31. März 2021) standen sich Darlehensforderung und -verbindlichkeit in Höhe von T€ 900 gleichlautend gegenüber. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte eine Abwertung unserer Beteiligung an CHIPITA GIDA ÜRE TIM ANONIM SIRKETI auf den im Geschäftsjahr 2022 erzielten Verkaufserlös. Die Zuführung zur Wertberichtigung in Höhe von T€ 44.012 gehört als Abschreibung auf Finanzanlagen ebenfalls zum Finanzergebnis. Hinsichtlich weiterer Details verweisen wir auf Abschnitt 2.c ,,Vermögens-, Finanz- und Ertragslage". Beschaffung Der Anteil der in konzerneigenen Werken produzierten Waren hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Quote liegt bei 99,2 % (Vorjahr: 99,1 %). Die Gesellschaft bezog im Geschäftsjahr Waren aus konzerneigenen Werken in Polen, Bulgarien, Griechenland und Rumänien sowie aus einer fremdproduzierenden Produktionsstätte in Finnland. Vertrieb Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte analog zum Vorjahr erneut eine positive Umsatzentwicklung festgestellt werden. Umsatzrückgänge waren lediglich in der Kategorie Cake Bars zu verzeichnen. Der Rückgang (-33,8 %) erklärt sich dadurch, dass im Vorjahr durchgeführte Aktionen im Berichtsjahr nicht wiederholt werden konnten. Erwähnenswert ist insbesondere aber die Umsatzentwicklung der Produktgruppe Single Croissant (+25,5 %). Marketing Chipita Germany hat mit der Basketball Euroleague eine Sponsorenvereinbarung getroffen, die unsere Marke 7DAYS Croissants prominent bei den Spielen der Basketball Euroleague auftreten lässt. Wir haben die Namensrechte für den 7DAYS EuroCup erworben und waren somit in allen TV-Berichterstattungen mit der Marke 7DAYS prominent vertreten. Am 7DAYS Euro Cup nahm in der Saison 2020/21 eine deutsche Mannschaft teil, Ratiopharm Ulm. c. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Abwertung des Finanzanlagevermögens in Höhe von T€ 44.012 führte zu einem Verlust in Höhe von T€ 43.178. • Die weiteren Ausführungen zur Ertragslage berücksichtigen die oben angesprochene Abwertung nicht und konzentrieren sich auf das operative Geschäft. Das Geschäftsjahr 2020 konnte mit einem operativen Überschuss von T€ 834 abgeschlossen werden. Der Rückgang des Ergebnisses (T€ -380) erklärt sich, wie bereits unter Abschnitt 2.b.,,Geschäftsverlauf' angesprochen, durch ein deutlich negatives Finanzergebnis. Das operative Ergebnis (vor Steuern und Finanzergebnis) verbesserte sich dagegen im Ver gleich zum Vorjahr um T€ 300, bedingt durch eine deutliche Umsatzausweitung. Die Erhöhung der Personalaufwendungen in Höhe von ca. 8,3 % lässt sich zum einen durch ergebnisabhängige Bonusansprüche der Mitarbeiter erklären. Ohne Bonusvereinbarungen erhöhte sich der Personalaufwand um 5,6 %, wobei zu berücksichtigen ist, dass im September 2019 ein neuer Mitarbeiter auf Teilzeitbasis eingestellt wurde und die Zahlen somit nur einge schränkt vergleichbar sind. Hinsichtlich der im Geschäftsjahr ausgewiesenen Abschreibungen auf immaterielle Vermö gensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen kann ein Rückgang von 18 % festgestellt werden, wobei dieser Effekt durch eine vollständig abgeschriebene Software (SAP) er klärt werden kann. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 1.221. Dieser Anstieg lässt sich durch die mit den ansteigenden Umsatzerlösen korrespondierenden Aufwendungen (Transportkosten, Umpackarbeiten) sowie höhere Konzernumlagen erklären. Weiterhin wurde ein Betrag in Höhe von T€ 300 für einen Rechtsstreit berücksichtigt. Die Gesellschaft hat sich auf einen Vergleich mit der gegnerischen Partei geeinigt. Der Rückstellungsbetrag über T€ 300 wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 ausbezahlt. Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vor jahr um T€ 174 gesunken. Dieser Rückgang steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem rückläufigen Ergebnis vor Steuern. Finanzlage Das Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft, die fälligen Zahlungsverpflichtungen jeder zeit zu erfüllen und darüber hinaus keinerlei Kontokorrentkredite in Anspruch zu nehmen, wurde vollständig erfüllt. Die Finanzierung erfolgte weitestgehend aus dem operativen Geschäft. Wesentliche Finanzverbindlichkeiten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ +167 (Vorjahr: T€ +261). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ +1.562 und Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ +251 deutlich verändert. Erklären lässt sich dies durch die höheren Umsatzerlöse, die zu einem entsprechend höheren Forderungsbestand führen. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um T€ 466. Hintergrund ist der, dass die im Geschäftsjahr 2019 ausgewiesene Forderung gegen das Finanzamt beglichen worden ist. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ -107), bereinigt um die Darlehens- und Zinsverpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin, lässt sich weitestgehend aus einer Reduzierung der Zahlungsziele erklären. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ins Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 10 lässt sich durch geringe Investitionen im IT-Bereich/Büroausstattung erklären. Die von der Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2020 ausgezahlten Darlehen (T€ 900) sind in voller Höhe genutzt worden, um unsere Tochtergesellschaft in der Türkei ebenfalls mit liquiden Mitteln auszustatten (siehe auch Vermögenslage). Die oberste Konzerngesellschaft Chipita S.A., Athen, Griechenland, hat sich unserer türkischen Tochtergesellschaft mit Datum vom 31. Mai 2019 gegenüber verpflichtet, diese mit zusätzlicher Liquidität und sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um alle fälligen Forderungen der Gläubiger - inklusive der Forderungen der Chipita Germany GmbH- zu bedienen. Diese Erklärung hatte ursprünglich eine Gültigkeit bis zum 31. Mai 2021. Mit Datum vom 7. September 2020 wurde diese Erklärung bis zum 10. Dezember 2022 verlängert. Hierdurch war sichergestellt, dass einerseits unser Tochterunternehmen seinen Verpflichtungen nachkommen konnte und andererseits unsere Darlehensverpflichtungen gegenüber unserem Mutterunternehmen ebenfalls erfüllt werden konnten. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich auf T€ 47.911 gegenüber 2019 mit T€ 60.628. Erklären lässt sich diese Entwicklung im Wesentlichen durch die bereits angesprochene Abwertung des Finanzanlagevermögens sowie durch weitere Maßnahmen zur Finanzierung der operativen Tätigkeit der türkischen Tochtergesellschaft (CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI). Zur Finanzierung der operativen Tätigkeit der türkischen Gesellschaft wurden Darlehensverträge mit einem Volumen von T€ 35.600 (Vorjahr: T€ 34.100) abgeschlossen. Von diesem Betrag sind T€ 34.500 (Vorjahr: T€ 33.600) bis einschließlich 2020 zur Auszahlung gekommen. Die Mittel wurden durch die Gesellschafterin ebenfalls im Rahmen von Darlehensgewährungen zur Verfügung gestellt. Zum 24. März 2020 erfolgte der Forderungsverzicht der Darlehensforderung mit Einlage in das Eigenkapital der CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI in Höhe von T€ 33.600. Darüber hinaus wurden Zahlungen in Höhe von T€ 4.320 als Einzahlung in das Eigenkapital der türkischen Tochtergesellschaft geleistet. Aus den oben angeführten Transaktionen ergibt sich ein Beteiligungsansatz - vor Abwertung - von T€ 49.547 und nach Abwertung von T€ 5.535. Die nach der Kapitalisierung verbleibende Darlehensforderung gegen die türkische Tochtergesellschaft CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI beläuft sich unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen auf einen Betrag von T€ 904 (Vorjahr: T€ 37.862). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von T€ 41.980 auf T€ 43.906 ist ebenfalls in der Bereitstellung weiterer Darlehen inklusive Zinsen begründet. Darüber hinaus führten das höhere Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2020 zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 9.445 sowie des Vorratsvermögens auf T€ 1.379. Die oben angesprochenen Transaktionen erklären im Wesentlichen die Veränderung der Bilanzsumme. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist - wie oben beschrieben - auf die Gewährung weiterer Darlehen zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Darlehensverbindlichkeit gegenüber Gesellschafter sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 640 um T€ 107 auf T€ 533 aufgrund früherer Zahlungen der Verbindlichkeiten gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote deutlich verändert. Bedingt durch die Abwertung der türkischen Tochtergesellschaft zeigen wir einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 28.728. Das negative Eigenkapital ist lediglich stichtagsbedingt und hat keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Gesellschaft. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2021 weiterhin operative Gewinne erzielen und verfügte über ausreichend Liquidität. Das negative Eigenkapital konnte zum 31. März 2021 durch den Forderungsverzicht durch unsere Gesellschafterin Chipita Participations Ltd. in Höhe von T€ 43.223 kompensiert werden. Die Kapitalrücklage erhöhte sich dadurch von T€ 8.531 aufT€ 51.754. Die Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin verminderten sich entsprechend. d. Abschließende Gesamtbeurteilung durch die Geschäftsführung Im Berichtsjahr konnten wir unser operatives Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis um T€ 300 gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Verantwortlich für diese Entwicklung war die deutliche Umsatzausweitung, dies insbesondere auch vor dem Hintergrund leicht gestiegener Wareneinsatzkosten. Insgesamt, unter Berücksichtigung des hohen Wettbewerbsdrucks im Lebensmittelhandel in Deutschland, werden die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend bewertet. 3. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2021 zeigt, dass eine deutliche Umsatzausweitung erzielt werden konnte. Zu den Wachstumsfaktoren gehörten weiterhin die Produktgruppen Bake Rolls und insbesondere auch Croissants. In der zweiten Jahreshälfte erfolgte die Einführung einer neuen Bake Rolls Variante (Bake Rolls Vollkorn). Durch gestiegene Einstandspreise ist das Rohergebnis im Vergleich zu 2020 jedoch leicht rückläufig. Auch für das Geschäftsjahr 2022 wird ein deutliches Umsatzwachstum erwartet, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass ein weiteres großes Discountunternehmen sich dazu entschlossen hat, unsere Produkte (Bake Rolls) permanent im Sortiment zu führen. Wir erwarten ein weiterhin leicht rückläufiges Rohergebnis in 2022 im Vergleich zu 2021, da die Preise für unsere Waren weiter angestiegen sind. Das Geschäftsjahr 2021 zeigt signifikante Erhöhungen der Rohstoffkosten. Zudem erfolgte ein verstärkter Warenbezug aus den konzerninternen griechischen, rumänischen, bulgarischen und slowakischen Produktionsstätten aufgrund von Kapazitätsengpässen in den übrigen Werken der Chipita-Gruppe. Das Werk in der Slowakei wurde im Sommer 2021 in Betrieb genommen. Diese Lieferungen haben das Ergebnis durch höhere Transportkosten belastet. Hierdurch wird das operative Ergebnis deutlich unter dem Jahr 2020 liegen. Die oben beschriebene Entwicklung ist unserer Einschätzung nach, zumindest für die erste Jahreshälfte 2022, weiterhin zu erwarten. Die zum Teil massiven Preiserhöhungen für unsere Produkte wurden zum Anlass genommen, um von unseren Handelspartnern ebenfalls höhere Verkaufspreise einzufordern. Mit einigen bedeutenden Kunden wurden bereits finale Vereinbarungen getroffen. Aufgrund der kommunizierten Preiserhöhungen ist es aktuell aber nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Handelspartner zukünftig auf unsere Produkte verzichten wird. Aufgrund der steigenden Energie- und Transportkosten erwarten wir für 2022 ein weiterhin leicht sinkendes operatives Ergebnis. Aufgrund von volumengebundenen Preisabsprachen in der Logistik (Outbound), der bedeutendsten Aufwandsart innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, kam es im Geschäftsjahr 2021 zu keinen negativen Überraschungen. Auch für 2022 erwarten wir in diesem Bereich keine Überraschungen, da die jeweiligen Kontrakte finalisiert sind und auch innerhalb des Budget-Prozesses entsprechende Berücksichtigung gefunden haben. Hinsichtlich der Personalkosten ist es im Geschäftsjahr 2021 zu keinen Erhöhungen aufgrund von Personalaufstockungen gekommen. Die erfolgsabhängigen Bonuszahlungen sind geringer als im Vorjahr ausgefallen, sodass insgesamt ein nahezu konstanter Personalaufwand ausge wiesen wurde. Für das Geschäftsjahr 2022 sind ebenfalls keine Personalaufstockungen zu er warten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine größeren Investitionen durchgeführt. Dies gilt uneingeschränkt auch für 2022. Die durch das Corona-Virus weltweit hervorgerufenen wirtschaftlichen Probleme haben keine direkten negativen Einflüsse auf unser Geschäft. Gegenwärtig kann man die weitere Entwicklung der Pandemie nicht treffend einschätzen, sodass es kaum möglich ist über bedeutende Chancen und Risiken zu berichten. Die Planzahlen aus dem Budget 2021 konnten, aufgrund der gestiegenen Rohstoffkosten und der Kapazitätsengpässe in den Werken, nicht vollständig erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2022 sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir unsere Planzahlen erreichen werden. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Unternehmensgruppe integriert, so dass mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Die Geschäftsführung ist bestrebt, die Risiken zu minimieren. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Die Finanzanlagen betreffen aus schließlich die türkische Tochtergesellschaft. Die türkische Gesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit gegen Ende des Geschäftsjahres 2014 aufgenommen. Grundsätzlich besteht für Neuunternehmungen das Risiko, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt. Für unsere Gesellschaft würde dies zu einem potentiellen Bewertungsrisiko für die Finanzanlagen führen. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft hat man sich in Zusammenarbeit mit der obersten Konzerngesellschaft in Griechenland (Chipita S.A.) zu einer Unternehmensbewertung entschlossen, um somit einen etwaigen Abwertungsbedarf der Beteiligung zu identifizieren. Bevor dieser Prozess final abgeschlossen werden konnte, erfolgte im Geschäftsjahr 2022 der Verkauf der Beteiligung an ein Unternehmen der Mondelez-Gruppe. Der erzielte Verkaufspreis wurde als Grundlage für die Abwertung zum 31. Dezember 2020 herangezogen. Des Weiteren hat sich die oberste Konzerngesellschaft Chipita S.A., Athen, Griechenland, unserer türkischen Tochtergesellschaft mit Datum vom 7. September 2020 gegenüber verpflichtet, diese mit zusätzlicher Liquidität und sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um alle fälligen Forderungen der Gläubiger - inklusive der Forderungen der Chipita Germany GmbH - zu bedienen. Diese Erklärung hat eine Gültigkeit bis zum 10. Dezember 2022. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird diesen durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken ist ein entsprechendes Mahnwesen installiert. Unsere Verbindlichkeiten begleichen wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen. Das Liquiditätsrisiko, unsere finanziellen Verpflichtungen nicht zu erfüllen, reduzieren wir durch die Möglichkeit einer konzerninternen Finanzierung. Derivative Finanzinstrumente werden nicht genutzt. Als deutsche Vertriebsgesellschaft innerhalb der Chipita-Gruppe waren wir in verstärktem Maße von den Konzernentscheidungen abhängig. Dies betraf sowohl die Beschaffungsseite, da wir ca. 99 % unserer vertriebenen Produkte von Gesellschaften des Konzerns bezogen haben, als auch die Finanzierung der Gesellschaft, die durch Gesellschaften des Konzerns sichergestellt wurde. Gegen Mitte des Geschäftsjahres 2021 erfolgte ein Verkauf der Chipita-Gruppe an den US amerikanischen Lebensmittelkonzern Mondelez. Der finale Übergang der Eigentümer-Struktur erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2022. Nach den aktuellen Plänen wird die Chipita Ger many GmbH zum 1. Juli 2022 auf die Mondelez Deutschland GmbH verschmolzen. Auswirkungen auf das operative Geschäft der Chipita Germany GmbH können aktuell nicht vorhergesehen werden. Voraussichtlich werden die Geschäfte von der Mondelez Deutschland GmbH weitergeführt. Der Konflikt in der Ukraine hatte bislang auf die Hauptproduktionsstätte in Polen keine we sentlichen negativen Einflüsse. Der planmäßige Warenfluss zwischen Polen und unseren Lägern in Deutschland ist weiterhin gewährleistet. Anzusprechen sind an dieser Stelle die weiterhin steigenden Rohstoffkosten, die zumindest auch mittelbar durch den Konflikt in der Ukraine zu erklären sind. Steigende Einkaufspreise für unsere Waren konnten zumindest teilweise durch Erhöhungen unserer Verkaufspreise kompensiert werden. Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risi ken.
Düsseldorf, den 20. Mai 2022 Chipita Germany GmbH Joachim Rossa, Geschäftsführer Kerstin Fischer, Geschäftsführer Bettina Gott-Schlüter, Geschäftsführer Bert Kriewolt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangChipita Germany GmbH, Düsseldorf(Amtsgericht Düsseldorf, HRB 55433) Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Chipita Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von der größenabhängigen Erleichterung des § 276 HGB sowie des § 288 Abs. 2 HGB bei der Erstellung des Anhangs macht die Gesellschaft Gebrauch. Aufgrund der kompetitiven Marktbedingungen möchte die Gesellschaft möglichen Mitbewerbern keine expliziten Informationen hinsichtlich der Umsatzentwicklung zur Verfügung stellen, sodass wie im Vorjahr das Wahlrecht des § 276 HGB in Anspruch genommen wurde. Die Chipita Germany GmbH, Düsseldorf, wird für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis in den Konzernabschluss der Chipita S.A., Athen/Griechenland, einbezogen. Der Konzernabschluss der Chipita S.A., Athen/Griechenland,ist an deren Sitz erhältlich. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern abnutzbar, entsprechend der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rech ten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten bei 3 Jahren und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bei 3 bis 10 Jahren. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Zugänge im Berichtsjahr werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren Wert. Sollte lediglich eine vorübergehende Wertminderung vorliegen, wird keine Abwertung vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das sogenannte Durchschnittsverfahren angewendet. Bei der Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände zum Nennwert sind alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden bei Zugang mit dem Tageskurs und mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Dabei werden Verluste aus Kursänderungen stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei einer Restlauf zeit von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu ihrem Nennwert bilanziert. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstich tag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rech nungsabgrenzungsposten ermittelt. Ebenso werden steuerliche Verlustvorträge bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. Ergibt sich aus dem Vergleich der Gesamtdifferenz der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang, wird das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich ergebende Steuerentlastung nicht ausgeübt. Der zur Ermittlung latenter Steuern maßgebliche Steuersatz beträgt wie im Vorjahr 31,2 %. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennwert bewertet. Die Rückstellungen beinhalten sämtliche nach vorsichtiger vernünftiger kaufmänni scher Beurteilung erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei Zugang mit dem Tageskurs und mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Dabei werden Verluste aus Kursänderungen stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Die Realisation der Umsatzerlöse erfolgt mit Gefahrenübergang an den Empfänger. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die separate Anlage zum Anhang verwiesen. 2. Finanzanlagevermögen Unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens wird folgende Beteiligung ausgewiesen:
Aufgrund der bisherigen negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft hatte man sich in Zusammenarbeit mit der obersten Konzerngesellschaft in Griechenland (Chipita S.A.) zu einer Unternehmensbewertung entschlossen, um somit einen etwaigen Abwertungsbedarf der Beteiligung zu identifizieren. Bevor dieser Prozess final abgeschlossen werden konnte, erfolgte im Geschäftsjahr 2022 der Verkauf der Beteiligung an ein Unternehmen der Mondelez-Gruppe (siehe Nachtragsbericht). Der Verkaufspreis in Höhe von TEUR 5.535 wurde als Grundlage für die Abwertung herangezogen. Veränderung des Finanzanlagevermögens: Zur Finanzierung der operativen Tätigkeit der türkischen Gesellschaft wurden Darlehensverträge mit einem Volumen von TEUR35.600 (Vorjahr: TEUR 34.l 00) abgeschlossen. Von diesem Betrag sind TEUR 34.500 (Vorjahr: TEUR 33.600) zur Auszahlung gekommen. Die Mittel wurden durch die Gesellschafterin ebenfalls im Rahmen von Darlehensgewährungen zur Verfügung gestellt. Zum 24. März 2020 erfolgte ein Forderungsverzicht der Darlehensforderung an CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI in Höhe von TEUR 33.600 mit anschließender Einlage in das Eigenkapital der Chipita Gida. Darüber hinaus wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 4.320 als Einzahlung in das Eigenkapital der türkischen Tochtergesellschaft geleistet. Wie bereits erwähnt, erfolgte aufgrund der Veräußerung der Beteiligung eine Abwertung auf den erzielten Verkaufspreis. Aus den oben angeführten Transaktionen ergab sich zum 30. April 2020 ein Beteiligungsansatz von TEUR 49.547. Aufgrund der Abwertung der Beteiligung auf den Verkaufspreis von TEUR 5.535 wurde zum 31. Dezember 2020 eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 44.012 vorgenommen. Die nach dem Forderungsverzicht verbleibende Darlehensforderung gegen die türki sche Tochtergesellschaft CHIPITA GIDA ÜRETIM ANONIM SIRKETI beläuft sich unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen, einer weiteren Darlehensgewährungin Höhe von TEUR 900 sowie der unterjährigen Rückzahlung seitens Chipita Gida in Höhe von TEUR 4.514 auf einen Betrag von TEUR 904 (Vorjahr: TEUR 37.862). Die entsprechenden Darlehensverträge sehen grundsätzlich eine Laufzeit von vier Jahren vor. Mit Datum vom 31. Mai 2019 hat sich die oberste Konzerngesellschaft Chipita S.A., Athen/Griechenland, unserer türkischen Tochtergesellschaft gegenüber verpflichtet, diese mit zusätzlicher Liquidität und sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um alle fälligen Forderungen der Gläubiger - inklusive der Forderungen der Chipita Germany GmbH - zu bedienen. Diese Erklärung hatte ursprünglich eine Gültigkeit bis zum 31. Mai 2021. Mit Datum vom 7. September 2020 wurde diese Erklärung allerdings bis zum 10. Dezember 2022 verlängert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Forderun gen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel stehen der Gesellschaft in voller Höhe zur Verfügung. Die in Vorjahren existierende Mietbürgschaft und die damit korrespondierende Sicherheitseinlage über TEUR 30 wurde im Geschäftsjahr gekündigt. 5. Eigenkapital Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von TEUR 28.728 erklärt sich durch die bereits angesprochene Abwertung der Beteiligung. Das negative Eigenkapital ist lediglich stichtagsbedingt und hat keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Gesellschaft. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2021 weiterhin operative Gewinne erzielen und verfügte über ausreichend Liquidität. Das negative Eigenkapital konnte zum 31. März 2021 durch einen Forderungsverzicht seitens der Gesellschafterin Chipita Participations Ltd. in Höhe von TEUR 43.223 kompensiert werden. Die Kapitalrücklage erhöhte sich dadurch von TEUR 8.531 auf TEUR 51.754. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin verminderten sich entsprechend. 6. Rückstellungen Die Steuerrückstellung berücksichtigt die operative Steuerbelastung für das Berichts jahr 2020 hinsichtlich der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages (TEUR30). Hinsichtlich der Gewerbesteuer 2020 besteht aufgrund der Vorauszahlungen eine Forderung gegenüber den Finanzbehörden in Höhe von TEUR 47. Diese Forderung wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni (TEUR 2.168; Vorjahr: TEUR 2.631) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 85; Vorjahr: TEUR 109). Weiterhin wurde zum 31. Dezember 2020 ein Betrag in Höhe von TEUR 300 für einen Rechtsstreit berücksichtigt. Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2021 auf einen Vergleich mit der gegnerischen Partei geeinigt. Der Rückstellungsbetrag über TEUR 300 wurde zu Beginn des Geschäftsjahres2021 ausbezahlt. Weitere Rechtsstreitigkeiten be stehen aktuell nicht. Sämtliche Rückstellungen haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der zypriotischen Gesellschafterin, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von bis zu fünf Jahren hat, haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR 640) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die bereits angesprochene Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin CHIPITA PARTICIPATIONS LTD. beläuft sich, unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen, auf einen Betrag von TEUR 43.906 (Vorjahr: TEUR 41.980). Die entsprechenden Darlehensverträge haben zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Nicht in der Bilanz vermerkte finanzielle Verpflichtungen (Zeitraum 5 Jahre), die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 753,2 (Vorjahr: TEUR 278,0) aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
D. Sonstige Angaben Im Berichtjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 9 Vollzeitmitarbeiter (ohne Geschäftsführung) (Vorjahr: 9) und 3 Teilzeitmitarbeiter (Vorjahr: 3). Gewerbliche Arbeitnehmer wurden nicht beschäftigt. Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind folgende Personen bestellt: Joachim Rossa, Düsseldorf, Geschäftsführer mit der Zuständigkeit Vertrieb, operative Geschäftstätigkeit und kaufmännische Leitung loannis Voukakis, Erithrea Attikis/Griechenland, Geschäftsführer mit der Zuständigkeit kaufmännische Leitung (bis 8. Februar 2022) Maria Georgalou, Kifisia Attikis/Griechenland, Geschäftsführer mit der Zuständigkeit kaufmännische Leitung (bis 8. Februar 2022) Antonios Pouftis, Kifisia Attikis/Griechenland, Geschäftsführer mit der Zuständigkeit kaufmännische Leitung (bis 8. Februar 2022) Kerstin Fischer, Bremen, Direktor Customer Service & Logistic DACH im Mondelez Kon zern (ab 8. Februar 2022) Bettina Gott-Schlüter, Bremen, Director Marketing Meals DACH im Mondelez Konzern (ab 8. Februar 2022) Bert Kriewolt, Bremen, Senior Director Marketing Activation Chocolate CE im Mondelez Konzern (ab 8. Februar 2022) Die Geschäftsführer Georgalou, Pouftis und Voukakis übten ihre hauptberuflichen Tätigkeiten innerhalb anderer Bereiche des Chipita Konzerns aus und bezogen von der Gesellschaft kein Gehalt. Herr Rossa ist hauptberuflich als Geschäftsführer tätig. Im Übrigen unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB. E. Nachtragsbericht Zum 31. März 2021 erfolgte ein Forderungsverzicht seitens der Gesellschafterin Chipita Participations Ltd. in Höhe von TEUR 43.223. Dadurch erhöhte sich die Kapitalrücklage von TEUR 8.531 auf TEUR 51.754. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin verminderten sich entsprechend. Gegen Mitte des Geschäftsjahres 2021 erfolgte ein Verkauf der Chipita-Gruppe an den US-amerikanischen Lebensmittelkonzern Mondelez. Der finale Übergang der Eigentümer-Struktur erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2022. In 2022 wurde zudem die türkische Tochtergesellschaft an ein Unternehmen des Mondelez Konzerns verkauft. Auswirkungen auf das operative Geschäft der Chipita Germany GmbH können aktuell nicht vorhergesehen werden. Es ist jedoch geplant, die Chipita Germany GmbH zum1. Juli 2022 auf die Mondelez Deutschland GmbH zu verschmelzen. Am 24. Februar 2022 ist Russland in die Ukraine einmarschiert. Der Konflikt in der Ukraine hatte bislang auf die Hauptproduktionsstätte in Polen keine wesentlichen negativen Einflüsse. Der planmäßige Warenfluss ist weiterhin gewährleistet. Anzusprechen sind an dieser Stelle die weiterhin steigenden Rohstoffkosten, die zumindest auch mittelbar durch den Konflikt in der Ukraine zu erklären sind. Steigende Einkaufspreise für unsere Waren konnten zumindest teilweise durch Erhöhungen unserer Verkaufspreise kompensiert werden. Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.
Düsseldorf, den 20. Mai 2022 Chipita Germany GmbH Joachim Rossa, Geschäftsführer Kerstin Fischer, Geschäftsführer Bettina Gott-Schlüter, Geschäftsführer Bert Kriewolt, Geschäftsführer Anlage zum Anhang
Sonstige Berichtsbestandteile Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte mit Gesellschafterbeschluss am 9. Juni 2022. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Chipita Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Chipita Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Chipita Germany GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. Mai 2022 Deloitte
GmbH
Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Angela Schroeder, Wirtschaftsprüferin |
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