Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 94468
Vorher
IDS Scheer EMEA GmbHIDS Scheer Consulting GmbH
Eingetragen
26.6.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die kaufmännische Verwertung von Informationsverarbeitungsprogrammen sowie aller anderen Produkte aus dem Gebiet der Informationsverarbeitung, die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung, insbesondere Entwicklung und Implementierung von Anwendungsprogrammen, Beratung, Schulung sowie sämtlicher damit zusammenhängender Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Harald Hoch
seit 12.8.2015
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Software Aktiengesellschaft

Darmstadt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

2019 GESCHÄFTSBERICHT

Kennzahlen

in Mio. EUR (soweit nicht anders vermerkt) 2019 2018 +/-
in %
+/- in % acc 1
Umsatz 890,6 865,7 3 1
Digital Business Platform (DBP, inkl. Cloud & IoT) 474,5 464,7 2 0
davon DBP (exkl. Cloud & IoT) 432,2 434,4 -1 -3
davon DBP (Cloud & IoT) 42,3 30,3 39 38
Adabas & Natural (A&N) 228,9 218,3 5 3
Lizenzen 245,1 249,4 -2 -4
Wartung 435,0 415,4 5 3
Software as a Service (SaaS) 22,7 17,6 29 27
Anteil wiederkehrender Umsätze DBP (inkl. Cloud & IoT) 79 %
Normalisierter Auftragseingang DBP (inkl. Cloud & IoT) 2 307,0
davon ARR 3 DBP (exkl. Cloud & IoT) 2 241,1
davon ARR 3 DBP (Cloud & IoT) 2 65,9
Normalisierter Auftragseingang A&N 2 100,8
Operatives Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) 260,3 272,9 -5
in % vom Umsatz 29,2 % 31,5 %
Segmentergebnis DBP 130,6 147,0 -11
Segmentmarge in % 27,5 % 31,6 %
Segmentergebnis A&N 159,8 155,4 3
Segmentmarge in % 69,8 % 71,2 %
Nettoergebnis (Non-IFRS) 188,1 195,0 -4
Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) 4 2,54 2,64 -4
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 172,0 195,1 -12
CapEx 5 -10,0 -11,0
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -16,2
Free Cashflow 145,8 184,1 -21
Bilanz 30.12.2019 30.12.2018
Bilanzsumme 2.116,1 2.007,9 5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513,6 462,3 11
Netto-Cash-Position 217,0 149,0 46
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) 4.948 4.763 4

1 At constant currency (um Wechselkurseffekte bereinigt).
2 Normalisierter Auftragseingang gemäß neuer Definition 2020.
3 Annual Recurring Revenue (jährlich wiederkehrende Umsätze).
4 Basierend auf durchschnittlich ausstehenden Aktien (unverwässert) GJ 2019: 74,0 Mio. / GJ 2018: 740 Mio.
5 Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Akquisitionen und Anlagen in Schuldtiteln.

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Wir schaffen Verbindungen

Unsere Reise begann 1969. Dem Jahr, in dem dank moderner Technologie der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Dem Jahr, das als die Stunde null der Softwarebranche gilt. Seither widmen wir alle unsere Kraft unseren Zielen: Unabhängigkeit, Innovation und Teilhabe.

Wir arbeiten fair und flexibel mit anderen Unternehmen zusammen und wollen einen nachhaltigen Beitrag zu einer Welt voller Verbindungen leisten.

Wir sorgen dafür, dass Daten frei fließen und Unternehmen durch diese Daten Erkenntnisse gewinnen, Entscheidungen treffen und handeln können. Wir stellen sicher, dass der per App bestellte Kaffee auf dem Tresen bereitsteht, Flugpläne funktionieren und Menschen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort begegnen, dass aus Wind Strom wird, der in jedem Haushalt ankommt.

Wir schaffen Verbindungen, die unsere Welt lebenswert machen.

Das Jahr 2019 in Zahlen

890,6 Millionen Euro (+3 % zum Vorjahr) Gesamtumsatz

+3 % Gesamtumsatz Adabas & Natural (währungsbereinigt)

+10 % Annual Recurring Revenue DBP (inkl. Cloud & IoT) (währungsbereinigt)

29,2 % Operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS)

4.948 Mitarbeiter (+4 % zum Vorjahr)

51,5 % SaaS/Subs in % des normalisierten Auftragseingangs DBP (inkl. Cloud & IoT)

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung (zum Beispiel Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter) verzichtet. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung der jeweils anderen Geschlechter. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.

An unsere Aktionäre

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Vorstandsbrief

Solide Ergebnisse im Geschäftsjahr 2019; angesichts weitreichender Unternehmenstransformation liegt Umsatz im Rahmen der Erwartungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ich freue mich, dass ich Ihnen im Namen des Vorstands der Software AG diesen Geschäftsbericht vorlegen darf. Wir haben 2019 unser Transformationsprogramm Helix gestartet, um unser Unternehmen zu nachhaltigem, profitablem Wachstum zu führen. Die Fortschritte, die wir im ersten Jahr beim Umbau der Software AG gemacht haben, erfüllen mich mit Stolz auf unser Team!

Ein mehrjähriges Transformationsprogramm

Wir sind mit unserer Transformation gestartet, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu erreichen, und haben 2019 den Grundstein für zukünftige Erfolge gelegt. Trotz vieler Veränderungen im Vertrieb und der Umstellung auf Subskriptionsverträge erreichte der Konzernumsatz mit 890,6 Millionen Euro ein Plus von drei Prozent. Der Produktumsatz stieg ebenso um drei Prozent auf 702,7 Millionen Euro. Besonders erfreulich war die verbesserte Umsatzstruktur im Digital- und Cloudgeschäft (Geschäftsbereich Digital Business Platform inkl. Cloud & IoT). Der Anteil von neuen Subskriptionen und Mietsoftware (SaaS) am Umsatz ist bereits auf 21 Prozent angewachsen, beim Auftragseingang im DBP-Geschäft (inkl. Cloud & IoT) machen Subskriptionen und SaaS 51,5 Prozent aus. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue) ist in diesem wichtigen Zukunftsgeschäft um 11 Prozent gewachsen; das verbessert die Planbarkeit unseres Geschäfts. Der Geschäftsbereich Adabas & Natural konnte getrieben von der Initiative Adabas & Natural 2050+ ein Wachstum von 3 Prozent ausweisen und lag damit am oberen Ende unserer optimistischen Jahresprognose.

Wir haben 2019 in den Konzernumbau investiert und eine solide Basis geschaffen. Diese Investition hat sich auf das Nettoergebnis ausgewirkt, das mit 155,3 Millionen Euro oder 2,09 Euro pro Aktie um sechs Prozent unter dem Vorjahr liegt. Der Free Cashflow von 145,8 Millionen Euro ermöglicht es uns, Liquidität an unsere Aktionäre zurückzuführen und - wie schon in den beiden Vorjahren - die Dividende erneut anzuheben.

2019 haben wir mit unserem strategischen Umbau begonnen, der sich auf drei Säulen stützt: Fokus, Umsetzung und Team. Die Investitionen in Produkte, Go-to-Market, Subskriptionen, Partnerschaften sowie in Mitarbeiter und Unternehmenskultur haben eine stabile Wachstumsgrundlage geschaffen. Im Verlauf des Jahres wurden die Anzeichen für eine positive Entwicklung immer deutlicher: Wir haben ein übersichtliches Produktportfolio, unsere Produkte schneiden in neun Analystenquadranten bzw. -Waves hervorragend ab, unser Net Promoter Score liegt auf Rekordhöhe. Wir haben in jedem Quartal weitere Cloud-Innovationen eingeführt und die Entwicklungsgeschwindigkeit um 37 Prozent gesteigert. In der Region EMEA legten wir zweistellig zu, und wir haben in einem wettbewerbsintensiven Markt weltweit 342 Neukunden gewonnen. Wir haben 2019 die bestehenden Partnerschaften mit ADAMOS, der Deutschen Telekom und Siemens erweitert und vertieft; mit Adobe, Microsoft und Dell haben wir neue Partnervereinbarungen geschlossen. Diese Partnerschaften haben uns erste Umsätze beschert. Wir haben in unsere Mitarbeiter, die Unternehmenskultur und in Trainingsmaßnahmen investiert; ein neuer Chief Human Resources Officer ist als Mitglied des Vorstands an Bord, um unsere Führungsebene neu zu strukturieren, ein Talentmanagement aufzubauen und unsere Mitarbeiter für die Neuausrichtung des Unternehmens zu gewinnen.

Dynamische Entwicklung

Alle Zeichen stehen auf Erfolg. 2019 haben wir unsere Strategie in die Praxis umgesetzt. Wenn im Geschäftsjahr 2020 die Helix-Maßnahmen ihre Wirkung entfalten, wird es darum gehen, diese Entwicklung dynamisch voranzutreiben. Dafür werden wir in Vertriebsmaßnahmen investieren, die unsere Präsenz in den Kernregionen stärken. Gemeinsam mit starken Partnern werden wir unsere Aktivitäten in einem wachsenden Markt beschleunigen. Wir gehen davon aus, dass diese Investitionen 2020 zu hohen Auftragseingängen führen. Das zeigt auch die Prognose für 2020, die wir auf dem Capital Markets Day im Februar kommuniziert haben. Die Entscheidung, jetzt in Wachstum zu investieren, wird sich 2020 in der Marge niederschlagen. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass diese Investitionen unerlässlich sind, damit wir mittelfristig unser Potenzial ausschöpfen können.

Wir haben die Kennzahlen angepasst, die für den Ausblick herangezogen werden, und tragen damit dem Unternehmensumbau Rechnung. Der Ausblick erfolgt nun auf der Basis von vier Kennzahlen: Eine ist wie gehabt die EBITA-Marge (Non-IFRS), die drei anderen Kennzahlen sind neu. Sie beziehen sich nicht auf den Umsatz, sondern auf den Auftragseingang in den drei Geschäftsbereichen, die unabhängig vom Lizenzierungsmodell den Vertriebserfolg abbilden.

Marktchancen besser nutzen

Wir stehen im Zentrum der digitalen Wirtschaft und unser Produktportfolio unterstützt Unternehmen bei den Kernaufgaben ihrer digitalen Transformation. Diese Transformation nimmt Fahrt auf, und dank unseres eigenen Transformationsprozesses sind wir in der Lage, unseren Marktanteil auszubauen, innovative Produkte und Services zu entwickeln und unsere Kundenbasis zu vergrößern. Meiner Meinung nach gibt es drei Marktbereiche, in denen wir uns einen großen Anteil sichern können - und in denen Kunden sich jetzt festlegen:

Das vernetzte Unternehmen - Zuverlässigkeit, Qualität und Konsistenz sind selbstverständlich geworden, das vernetzte Kundenerlebnis macht heute den Unterschied aus. Technologien wie IoT, 5G und Narrowband-IoT gewinnen an Akzeptanz und zwingen Unternehmen, sich neuen Kundenerwartungen zu stellen. Dank unserer leistungsfähigen IoT- und Edge-Technologien, kombiniert mit Technologien für Hybrid Integration und Business Transformation, sind wir ideal aufgestellt, um diese Firmen in die Lage zu versetzen, wahrhaft vernetzte Unternehmen zu werden.

Hybrid Cloud und Multi Cloud - Cloud ist alles andere als einfach; die Notwendigkeit, Systeme in die Cloud zu migrieren, wird immer drängender. Das stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Eine schlanke, unabhängige Integrationsschicht wird entscheidend sein für den Erfolg in Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebungen. Wir stellen eine solche Schicht bereit und können so Cloud-Migrationen vereinfachen und beschleunigen.

Demokratisierung von Daten - Daten sind die Lebensader moderner Unternehmen, die -wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen - ihre Daten schnell analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen müssen. Wir ermöglichen Unternehmen den Zugriff auf Self-Service-Analytics, Maschinenlernen und Künstliche Intelligenz und helfen ihnen dabei, relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Damit hat jeder im Unternehmen eine Datenbasis, um die Qualität der operativen Prozesse so zu optimieren, dass die Unternehmensleistung steigt.

2019 haben wir bereits erfolgreich mit großen Kunden und Partnern wie LANXESS, Smart City Dubai und Microsoft an Lösungen in diesen drei Marktbereichen gearbeitet.

Die Grundpfeiler, die Unternehmensgründer Dr. h. c. Peter Schnell gelegt hat, und seine Prinzipien sind auch heute noch fest in der Unternehmenskultur der Software AG verankert. Wir sind zutiefst überzeugt von verantwortlichem und nachhaltigem Handeln. Diese Prinzipien gelten für unsere Kundenbeziehungen, unsere Technologien, unsere Partnerschaften und unsere Investitionsentscheidungen - zum Wohle unserer Aktionäre und zum Wohle der Gesellschaft. Unsere neue Brand-Story ist ein Spiegel dieser Haltung und zeigt unseren Platz in einer Welt voller Verbindungen. Wir helfen, die Welt lebenswerter zu machen, indem wir Menschen, Orte, Dinge und Technologie verbinden - indem wir diese Verbindungen Realität werden lassen.

Unsere Transformation geht weiter, und ich möchte mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die Loyalität bedanken, mit der Sie unseren Weg begleiten. Das Potenzial unserer Märkte im Zusammenspiel mit den Grundlagen, die wir 2019 geschaffen haben, und den zusätzlichen Investitionen, die wir vornehmen werden, stimmen mich zuversichtlich, dass wir 2023 beim Umsatz die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sanjay Brahmawar

Vorsitzender des Vorstands

Sanjay Brahmawar

Chief Executive Officer (CEO)

Dr. Elke Frank

Vorstand Personal, Legal und IT (CHRO)

John Schweitzer

Chief Revenue Officer (CRO)

Dr. Stefan Sigg

Chief Product Officer (CPO)

Arnd Zinnhardt

Chief Financial Officer (CFO)

Weitere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands finden Sie im Konzernanhang unter Ziffer [38].

Die Aktie

Das Börsenjahr

Aktienindizes erholen sich von schwachem Vorjahr

Nach einem schwachen Vorjahr startete der deutsche Leitindex DAX mit 10.478 Punkten in das Jahr 2019 und schloss bereits am 3. Januar 2019 mit 10.417 Punkten auf seinem niedrigsten Jahreswert. Der Jahreshöchstwert wurde nach einem erfolgreichen Jahr am 16. Dezember 2019 mit 13.408 Punkten erreicht. Der Schlusskurs 2019 lag bei 13.249 Punkten. Nachdem 2018 für den deutschen Leitindex noch das verlustreichste Jahr seit der internationalen Finanzkrise 2008 war, konnte 2019 mit einem Anstieg von über 25 Prozent erfreulich abgeschlossen werden.

Der MDAX, in dem auch die Aktie der Software AG notiert ist, zeigte einen vergleichbaren Verlauf: Er startete mit 21.700 Punkten und erreichte bereits am zweiten Handelstag mit 21.398 Punkten sein Jahrestief. Zum Ende des letzten Handelstags zeigte der MDAX dann eine starke Performance und schloss mit 28.313 Punkten. Dies entspricht auf Jahressicht einem Zuwachs von über 30 Prozent.

Der deutsche Index für Technologieunternehmen, der TecDAX, kann ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Lediglich an einem Handelstag schloss der Index unter seiner Startmarke von 2.465 Punkten, und am Ende des Jahres 2019 stehen erfreuliche 3.015 Punkte sowie ein Plus von 22,3 Prozent.

Software AG-Aktie im Zeichen der Transformation

Nachdem die Software AG-Aktie am 2. Januar 2019 mit einem Kurs von 30,80 Euro in das Berichtsjahr gestartet war, ging es zunächst leicht aufwärts. Die Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse des vierten Quartals sowie die Einführung und Erklärung der Strategieerneuerung auf dem Capital Markets Day in London trieben den Kurs auf den Jahreshöchstwert von 34,20 Euro.

Im weiteren Verlauf des Jahres gab der Aktienkurs wieder nach. Die Restrukturierungsmaßnahmen in der Vertriebsorganisation in Nordamerika veranlassten das Management im Juli 2019 zu einer Anpassung des Jahresausblicks für den Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP).

Infolgedessen sank der Kurs der Software AG-Aktie auf den Jahrestiefstwert von 23,51 Euro. Nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen des dritten Quartals und intensiver Kommunikation mit dem Kapitalmarkt wurde das Potenzial der mehrjährigen Transformationsphase am Kapitalmarkt wieder deutlich höher bewertet, und so konnte die Software AG-Aktie den Handel 2019 mit 31,10 Euro beenden.

Die Marktkapitalisierung der Software AG lag zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bei 2,3 Milliarden Euro.

Im Börsenjahr 2019 konnte die Software AG-Aktie mit einem täglichen Handelsvolumen auf Xetra von durchschnittlich 215.039 Stück die Liquiditätsanforderung des Prime Standards der Deutschen Börse erneut übererfüllen.

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Am 28. Mai 2019 hielt die Software AG ihre jährliche ordentliche Hauptversammlung in Darmstadt ab.

Die mit rund 65 Prozent der Stimmrechte vertretenen Aktionäre teilten die Zuversicht von Aufsichtsrat und Vorstand in Bezug auf die eingeschlagene Strategieerneuerung. Alle von der Verwaltung vorgeschlagenen Tagesordnungspunkte fanden hohe Zustimmung.

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde erneut eine erhöhte Dividendenzahlung auf Rekordniveau von 0,71 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie beschlossen. Es war bereits die fünfte Dividendenerhöhung in Folge. Das Ausschüttungsvolumen stieg auf den Rekordwert von 52,5 Millionen Euro. Gemessen am Jahresschlusskurs der Aktie (30. Dezember 2018: 31,59 Euro) erreichte die Dividendenrendite 2,25 (Vj. 1,39) Prozent.

Kennzahlen zur Aktie

2019 2018
Jahresschlusskurs in EUR 31,10 31,59
Jahreshöchstkurs in EUR 34,20 48,69
Jahrestiefstkurs in EUR 23,51 30,83
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 73.979.889 73.979.889
Von der Software AG gehaltene eigene Aktien 20.111 20.111
Börsenkapitalisierung zum Ende des Geschäftsjahres in Mio. EUR 2.301,4 2.337,7
Streubesitz (Free Float) in % 66,27 66,27

Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 kann das Unternehmen seine werthaltige Dividendenpolitik fortsetzen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2020 für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 0,76 Euro vorschlagen. Die von der Software AG gehaltenen eigenen Aktien sind nicht dividendenberechtigt.

Eigene Aktien

Die Software AG besitzt zum Ende des Geschäftsjahres 2019 insgesamt 20.111 Stück eigene Aktien; das entspricht einem Anteil von 0,03 Prozent am Grundkapital der Software AG.

Aktionärsstruktur

Die Software AG-Stiftung bleibt mit 33,7 Prozent des Grundkapitals weiterhin der größte Anteilseigner und damit wichtiger Ankerinvestor der Software AG. Als eigenständige und gemeinnützige Förderstiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Darmstadt konzentriert sich das Engagement der Software AG-Stiftung auf Projekte in den Bereichen Erziehung und Bildung, Kinderund Jugendarbeit sowie Behinderten- und Altenhilfe. Darüber hinaus ist die Stiftung Förderin in vielfältigen Wissenschaftsbereichen sowie der Naturhilfe.

Nach Abzug der Bestandspositionen der Software AG-Stiftung und der vom Unternehmen selbst gehaltenen Aktien ergibt sich für die Software AG ein Streubesitz (Free Float) von rund 66 Prozent. Dieser berücksichtigt nach der Definition der Deutschen Börse den Anteil der Aktien einer Gesellschaft, der sich nicht in festen Händen befindet, sondern frei über die Börse handelbar ist.

Die regionale Analyse der Aktienbestände des identifizierten Streubesitzes ergibt, dass 24 Prozent der Anteile in Deutschland, 10 Prozent in den USA, 7 Prozent in Großbritannien und 7 Prozent in Skandinavien gehalten werden. Weitere 8 Prozent des Gesamtkapitals werden in Frankreich und Benelux, 3 Prozent in Kanada und 1 Prozent in der Schweiz gemanagt.

Kontinuierlicher Investorendialog

Aktive Investor-Relations-Arbeit zeichnet sich neben einem kontinuierlichen Dialog mit bestehenden Investoren durch eine gezielte Anpassung der Investorenbasis aus. Die fokussierte Ansprache potenzieller Investoren gehört zu den Herausforderungen der Investor-RelationsArbeit und bedarf einer genauen Analyse der Finanzmärkte. Entsprechend der neuen Wachstumsstrategie der Software AG verlagerten sich das Interesse und die Ansprache von Investoren auf Kapital, das langfristig auf Wachstum ausgerichtet ist. Verstärktes Interesse zeigten insbesondere Investoren aus den USA, die Erfahrung mit der Transformation von Softwareunternehmen haben.

2019 wurden zahlreiche Gespräche mit Investoren und Analysten geführt. Insgesamt nahm das Unternehmen an 21 Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland teil.

Darüber hinaus bildeten Roadshows sowie Analystenbesuche in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den USA sowie Investorenbesuche am Firmensitz in Darmstadt die Schwerpunkte der Investorenansprache.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr genoss die Software AG eine hohe Aufmerksamkeit bei den Finanzanalysten. Das zeigt sich an der hohen Zahl renommierter deutscher und internationaler Wertpapierbroker, welche die Software AG-Aktie handeln. Am 5. Februar 2019 fand der Capital Markets Day der Software AG zudem im europäischen Finanzzentrum London statt. Zahlreiche Investoren und Finanzanalysten aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz nahmen die Gelegenheit wahr, den neuen Vorstandsvorsitzenden Sanjay Brahmawar kennenzulernen, der sich bei diesem Anlass einer breiteren Öffentlichkeit vorstellte und zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern die von ihm initiierte Transformationsstrategie Helix präsentierte. Das große Interesse von Investoren und Finanzanalysten spiegelte sich später auch in der Teilnehmerzahl der Investor-Relations-Events im Rahmen der Hannover Messe wider.

Derzeit verfolgen Analysten von 20 Bankhäusern die Software AG und veröffentlichen regelmäßig ihre Studienergebnisse. Davon bewerteten 18 Finanzanalysten die Aktie Ende 2019 positiv oder neutral. Das durchschnittliche erwartete Kursziel aller Analysten lag bei 31,71 Euro.

Wesentliche Investoren (nach Schwellenberührung) 1

Stimmrechtsmitteilungen nach § 26, Abs. 1 WpHG Stimmrechtsanteil
in %
Datum der Schwellenberührung
Software AG-Stiftung 32,67 30.04.2015
BlackRock, Inc. 4,52 15.08.2019
Allianz Global Investors GmbH 3,06 23.10.2019
Axxion S.A. 2,97 16.04.2019
Norges Bank 2,87 16.10.2019
DWS Investment GmbH 2,84 06.02.2019

1 Stand 31. Dezember 2019

Professionelle Investor-Relations-Arbeit

Das Investor-Relations-Team der Software AG hat auch im Geschäftsjahr 2019 das Ziel der umfassenden und zeitnahen Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern verfolgt und diese Aufgabe kontinuierlich vorangetrieben. Dabei sind hohe Anforderungen zu erfüllen: Allen Anlegern muss zeitgleich der Zugang zu denselben Informationen ermöglicht werden, und eventuelle Missverständnisse im Kapitalmarkt müssen zügig ausgeräumt werden. Weiterhin gilt es, die Anregungen der Zielgruppen aufzunehmen und damit die Kommunikation stetig zu optimieren.

Die zahlreichen Investor-Relations-Events, eine Vielzahl persönlicher Gespräche und Telefonate sowie die Hauptversammlung bilden neben der Investor-Relations-Website wesentliche Plattformen der Anlegerkommunikation. Über ihre Investor-Relations-Website (SoftwareAG.com/Investoren) stellt die Software AG allen Akteuren des Kapitalmarktes zeitnah aktuelle und wesentliche Informationen zur Verfügung.

Indizes (Auswahl)

MDAX, TecDAX

Prime All Share

LTecDAX

Technology All Share

HDAX

CDAX

EURO STOXX

TecDAX-Kursindex

DAXglobal Sarasin Sustainability Germany Index EUR

DAXglobal Sarasin Sustainability Germany

Stammdaten der Aktie

ISIN DE 000A2GS401
WKN A2GS40
Symbol SOW
LEI 529900M1LIO0SLOBAS50
Reuters SOWGn.DE
Bloomberg SOW:GR
Gelistet an Börse Frankfurt
Börsensegment Prime Standard
Index MDAX, TecDAX
IPO am 26.04.1999
Erst-Emissionspreis am 26.04.1999 10 EUR 1

1 1:3 Aktiensplit im Mai 2011.

Corporate-Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Alle in dieser Erklärung zur Unternehmensführung / diesem Corporate-Governance-Bericht enthaltenen Angaben geben den Stand vom 31. Januar 2020 wieder.

Grundverständnis

Gute Corporate Governance ist bei der Software AG ein zentraler Bestandteil der Unternehmensführung: Vorstand und Aufsichtsrat fühlen sich ihr verpflichtet, alle Unternehmensbereiche orientieren sich daran. Die verantwortungsvolle, qualifizierte und transparente Unternehmensführung ist auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Dies umfasst nicht nur die Einhaltung von Gesetzen, sondern auch die weitgehende Befolgung allgemein anerkannter Standards und Empfehlungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Wertorientierung.

Organe der Software AG

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsleitung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstands der Software AG sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand der Software AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Als Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat das vollendete 65. Lebensjahr bestimmt. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Berichts gehören dem Vorstand Herr Sanjay Brahmawar, Frau Dr. Elke Frank (seit 1. August 2019), die Herren John Schweitzer, Dr. Stefan Sigg und Arnd Zinnhardt (bis 31. März 2020) an:

Sanjay Brahmawar, Jahrgang 1970 (Nationalität: belgisch), Master of Business Administration (MBA) in Finance & Marketing an der University of Leeds in England sowie Bachelor-Abschluss im Fach Bauingenieurwesen am indischen Delhi College of Engineering, ist seit 1. August 2018 Vorstandsvorsitzender der Software AG. Er ist bestellt bis 2023.

Dr. Elke Frank, Jahrgang 1971 (Nationalität: deutsch), Volljuristin und Dr. jur. (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), ist seit August 2019 Mitglied des Vorstands der Software AG und verantwortet die Bereiche Global Human Resources, Talent Management und Transformation, Global Legal und Global Information Services. Sie ist bestellt bis 2024.

John Schweitzer, Jahrgang 1968 (Nationalität: US-amerikanisch), Bachelor of Science in Wirtschaft und Finanzen an der Northern Arizona University, ist seit November 2018 Mitglied des Vorstands der Software AG und in seiner Funktion als Chief Revenue Officer verantwortlich für Global Sales und Professional Services. Er ist bestellt bis 2023.

Dr. Stefan Sigg, Jahrgang 1965 (Nationalität: deutsch), Diplom-Mathematiker und Dr. rer. nat., Mathematik, ist seit April 2017 Mitglied des Vorstands der Software AG und als Chief Product Officer für die Bereiche Produktmanagement, Forschung und Entwicklung und Global Support verantwortlich. Er ist bestellt bis 2022.

Arnd Zinnhardt, Jahrgang 1962 (Nationalität: deutsch), Diplom-Kaufmann, ist seit Mai 2002 Mitglied des Vorstands der Software AG und in seiner Funktion als Finanzvorstand verantwortlich für die Bereiche Global Finance & Controlling, Corporate Investor Relations, Treasury, Globaler Einkauf, Mergers & Acquisitions, Steuern und Business Operations. Sein Amt als Vorstandsmitglied der Gesellschaft endet am 31. März 2020 vorzeitig.

Herr Zinnhardt ist Mitglied des Verwaltungsrats der Hessischen Landesbank (Helaba) und des Aufsichtsrats der Warth & Klein Grant Thornton AG (seit 7. Oktober 2019).

Dr. Matthias Heiden, Jahrgang 1972, BTEC Higher National Diploma in Business and Finance at European College of Business and Management, Suffolk College, Großbritannien, Diplom-Kaufmann und Dr. rer. oec. (PhD), Business Administration (beides Universität des Saarlandes), wird als Finanzvorstand die Verantwortungsbereiche von Herrn Zinnhardt übernehmen.

Diversitätskonzept für Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 19. Dezember 2019 das 2017 entwickelte Diversitätskonzept für Aufsichtsrat und Vorstand überprüft. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass Diversität für die erfolgreiche Entwicklung der Software AG von wesentlicher Bedeutung ist. Diversität im Unternehmen zu fördern, konkret auch bei der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand, soll dazu beitragen, den nachhaltigen Erfolg der Software AG zu sichern. Das Konzept beinhaltet Altersgrenzen und Amtsdauerbegrenzungen, Geschlechterquoten (wie sie im Weiteren unter Zielgrößen für den Frauenanteil beschrieben sind) sowie den expliziten Anspruch, einen sinnvollen und möglichst breiten Bildungs- und Erfahrungsmix (berufliche Erfahrung) sowie eine breite internationale Erfahrung / Internationalst in den Gremien abzubilden.

Konkret hat der Aufsichtsrat Ziele für Altersgrenzen, maximale Amtszeiten und den Frauenanteil festgesetzt:

Ziel Aufsichtsrat Vorstand
Altersgrenze 70 Jahre, 65 Jahre bei Wahl 65 Jahre
Maximale Amtszeit Für alle erstmals nach dem 30. Juli 2015 gewählten Mitglieder: 15 Jahre Für alle anderen Mitglieder: 20 Jahre Unbefristet
Frauenzielanteil 16,70 % 0 % 1

1 Entsprechend Beschlussfassung vom 17. Mai 2017 (s. Zielgrößen für den Frauenanteil).

Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich der Aufsichtsrat zudem die folgenden Ziele gegeben, die -ergänzt um die Anforderungen, dass a) ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen muss und b) die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist (Unternehmenssoftware), vertraut sein müssen - als Teilaspekt des Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat auch das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats abbilden:

1. Der fachliche Hintergrund der Mitglieder soll in einem oder mehreren der folgenden Bereiche liegen:

a) ITK und Medienbranche

b) Direkte oder indirekte Befassung mit Unternehmens-IT bzw. Verständnis der Themen Digitalisierung und Softwarelösungen für Unternehmen

c) CTO oder F&E-Vorstand eines großen Technologiekonzerns

d) Kenntnis der Anforderungen an Unternehmen mittelständischer Größenordnung

e) Vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung

2. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen mit den Anforderungen und Verantwortlichkeiten der zweistufigen Organstruktur des deutschen Aktienrechts vertraut sein.

3. Internationale Erfahrung

Zusammenfassend ist der Aufsichtsrat bestrebt, in der Zusammensetzung der Gremien - stets unter Berücksichtigung aktueller geschäftlicher und strategischer Prioritäten -auf einen möglichst breit gefächerten Erfahrungsfundus zu achten, sodass die Gremien in ihrer Meinungsbildung aus ihrer Vielfalt heraus die bestmöglichen Entscheidungen für die Software AG treffen können. Der Aufsichtsrat sieht das Kompetenzprofil sowie die konkreten Ziele für seine Zusammensetzung als erfüllt an.

Für den Vorstand sieht der Aufsichtsrat keinen Grund, ein starres Kompetenzprofil festzuschreiben. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats betrachtet regelmäßig die Zusammensetzung des Vorstands und gleicht das im Vorstand vertretene Kompetenz- und Erfahrungsprofil mit seinen aktuellen Anforderungen an den Vorstand ab. Der Umgang mit den Ergebnissen dieser Abgleiche liegt im Ermessen des Personalausschusses des Aufsichtsrats. Auch bei der Auswahl von Frau Dr. Elke Frank und Herrn Dr. Matthias Heiden als neue Vorstandsmitglieder der Software AG hat der Personalausschuss darauf geachtet, dass die vor dem Hintergrund der aktuellen und künftig möglichen Geschäftsentwicklung bestmögliche Kompetenz- und Erfahrungsvielfalt für das Gesamtgremium Vorstand erreicht wird. Darüber hinaus ist die Umsetzung der Ziele für den Vorstand hinsichtlich Altersgrenze und Frauenanteil (Details dazu siehe auch nachstehend) erreicht bzw. übertroffen.

Zielgrößen für den Frauenanteil

In seiner Sitzung am 17. Mai 2017 hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 0 Prozent festgelegt. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgröße läuft bis zum 30. April 2022. Die derzeitige Besetzung des Vorstands übertrifft diese Zielgröße um 20 Prozentpunkte.

Entsprechend den Vorgaben des § 76 IV AktG hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 20. Juli 2017 Zielgrößen für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegt: Diese lauten für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 12 Prozent und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 15 Prozent. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgrößen läuft bis zum 30. Juni 2022. Zum 31. Dezember 2019 lag der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 11,9 (Vj. 9,4) Prozent und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 15,5 (Vj. 16,9) Prozent.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand. Regelmäßig wird der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah und umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Strategie, die Unternehmensplanung sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Einhaltung der Compliance unterrichtet. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Vergütung der Mitglieder des Vorstands fest, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und hält mit dem Vorsitzenden des Vorstands regelmäßig zwischen den Aufsichtsratssitzungen Kontakt und berät mit ihm die Strategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung, die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Er wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Software AG wesentlich sind, vom Vorstandsvorsitzenden unverzüglich informiert. Die Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand.

Zusammensetzung

Der Aufsichtsrat des Unternehmens ist nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammengesetzt. Die von der wahlberechtigten Belegschaft der Software AG-Gruppe am 2. Januar 2015 in den Aufsichtsrat gewählten Vertreter sind die Herren Guido Falkenberg (stellvertretender Vorsitzender, Mitarbeiter Software AG) und Christian Zimmermann (Mitarbeiter Software AG).

Deren Amtszeit begann nach Beendigung der Hauptversammlung am 13. Mai 2015. Von den Aktionärsvertretern wurden Herr Dr. Andreas Bereczky (Vorsitzender, bis Dezember 2018 Produktionsdirektor ZDF), Frau Eun-Kyung Park (ab Januar 2020 SVP & General Manager Media, The Walt Disney Company Germany GmbH), Herr Alf Henryk Wulf (bis Dezember 2018 Vorsitzender des Vorstands der GE Power AG) und Herr Markus Ziener (Vorstand Vermögensverwaltung der Software AG-Stiftung, Darmstadt) während der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 in den Aufsichtsrat gewählt. Die Amtszeit der Aktionärsvertreter begann mit Eintragung der Satzungsänderung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats nach dem Drittelbeteiligungsgesetz in das Handelsregister am 27. Mai 2015.

Der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr insgesamt zu sechs ordentlichen Sitzungen zusammengekommen, wobei pro Quartal mindestens eine Sitzung stattfand. Darüber hinaus führte der Aufsichtsrat vier außerordentliche Sitzungen durch, bei denen er in drei Fällen von der satzungsgemäß eingeräumten Möglichkeit Gebrauch machte, die Sitzung telefonisch abzuhalten. Zudem nutzte der Aufsichtsrat zweimal das Umlaufbeschlussverfahren.

Ausschüsse

Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats der Software AG sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Diese regelt neben den Aufgaben und Befugnissen des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, der Organisation von Sitzungen und der Beschlussfassung unter anderem die Bildung von Ausschüssen. Vorstand, Aufsichtsrat und die Ausschüsse arbeiten mit dem Ziel der nachhaltigen Wertsteigerung der Software AG eng zusammen.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss.

Der Personalausschuss bereitet Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, soweit sie die Vergütung, Bestellung, Wiederbestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern betreffen. Der Personalausschuss hat drei Mitglieder: Dr. Andreas Bereczky (Vorsitz), Guido Falkenberg (Arbeitnehmervertreter) und Alf Henryk Wulf (Anteilseignervertreter). Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat der Personalausschuss zu vier ordentlichen und fünf außerordentlichen Sitzungen zusammen. Außerdem nutzte der Personalausschuss einmal das Umlaufbeschlussverfahren.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich mit Fragen der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des Risikomanagements, der Halbjahres- und Quartalsberichte, der Abschlussprüfung, insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie der internen Revision und der Compliance. Der Prüfungsausschuss hat drei Mitglieder: Eun-Kyung Park (Vorsitz), Christian Zimmermann (Arbeitnehmervertreter) und Markus Ziener (Anteilseignervertreter). Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal und nutzte dreimal das Umlaufbeschlussverfahren.

Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vor. Er besteht aus drei Vertretern der Kapitalanteilseigner: Dr. Andreas Bereczky (Vorsitz), Markus Ziener und Alf Henryk Wulf. Der Nominierungsausschuss trat im Berichtsjahr fünfmal zusammen.

Jährlich evaluieren die Mitglieder des Aufsichtsrats die Effizienz der Gremienarbeit (Selbstbeurteilung); anhand eines Fragebogens werden alle Bereiche der Arbeit des Aufsichtsrats von den Mitgliedern individuell beurteilt. Die Ergebnisse dieser jährlichen Effizienzprüfung werden ausführlich im Gremium diskutiert und gegebenenfalls werden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vereinbart.

Weitere Einzelheiten zur konkreten Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden. Nähere Angaben zu den aktuellen Mitgliedern des Aufsichtsrats, deren Lebensläufe und Zugehörigkeiten zu den Ausschüssen finden sich unter www.softwareag.com/de/company/management/svb/default.html. Die Lebensläufe werden regelmäßig, mindestens einmal jährlich, aktualisiert.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 30. Juli 2015 wurde gemäß § 111 Abs. 5 AktG eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 16,67 Prozent festgelegt. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgröße lief bis zum 30. Juni 2017. Mit der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder durch die Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 wurde mit Eun-Kyung Park eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt, womit die Zielgröße von 1/6 im Bezugszeitraum bereits erreicht war. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße in seiner Sitzung vom 17. Mai 2017 weiterhin mit 16,67 Prozent festgesetzt. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgröße läuft bis zum 30. April 2022.

In seiner Sitzung am 28. Januar 2016 hat der Aufsichtsrat die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex auf drei festgelegt, was nach wie vor 50 Prozent der Mitglieder des Aufsichtsrats entspricht. Die Besetzung des Aufsichtsrats entspricht der Zielsetzung. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 19. Dezember 2019 die Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter beurteilt. Anhand der Präsenzzahlen der letzten drei Hauptversammlungen hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass die Software AG keinen kontrollierenden Aktionär mit nachhaltiger Hauptversammlungsmehrheit hat. Bei Herrn Ziener sieht der Aufsichtsrat daher trotz seiner Beschäftigung bei der Software AG-Stiftung keine Abhängigkeit.

Auch Herrn Dr. Bereczky, Frau Park und Herrn Wulf betrachtet der Aufsichtsrat als unabhängig. Die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von Herrn Dr. Bereczky und Herrn Wulf allein sieht der Aufsichtsrat nicht als maßgeblich für eine etwaige Abhängigkeit an. Gegen eine Abhängigkeit spricht außerdem, dass alle Vorstandsressorts seit April 2017 neu besetzt wurden und dass die Software AG, abgesehen von den arbeitsvertraglichen Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern, keine direkten oder mittelbaren geschäftlichen Beziehungen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats unterhält. Es existieren insbesondere keine Berater- und sonstigen Dienstleistungsoder Werkverträge untereinander.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Hauptversammlung ist ein zentrales Organ der Software AG. Über dieses können die Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechte ausüben. Die Software AG lädt ihre Aktionäre zur Teilnahme an ihrer Hauptversammlung ein. Dort werden wichtige Beschlüsse wie die Entlastung des Vorstands und Aufsichtsrats, die Wahl des Aufsichtsrats und des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen sowie kapitalverändernde Maßnahmen gefasst. Nicht zuletzt entscheiden die Aktionäre über die Gewinnverwendung. Nach einem festen Finanzkalender erhalten die Aktionäre regelmäßig viermal im Jahr Informationen über die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Software AG. Die letzte ordentliche Hauptversammlung wurde am 28. Mai 2019 in Darmstadt mit einer Präsenz von rund 64,8 Prozent des stimmberechtigten Kapitals durchgeführt. Die nächste ordentliche Hauptversammlung wird am 20. Mai 2020 in Darmstadt stattfinden.

Gemäß der Empfehlung des Corporate Governance Kodex führt die Software AG ihre Hauptversammlung konzentriert in einem Zeitrahmen von möglichst vier Stunden durch. Im Sinne einer effizienten Durchführung hat der Versammlungsleiter die Möglichkeit, Redebeiträge zu straffen und bei umfangreichen Antworten auf bereits veröffentlichte detaillierte Informationen zu verweisen. Aktionäre, die nicht persönlich von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen wollen, können dieses auch einem weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft übertragen. Die Hauptversammlung wird zudem in Teilen im Internet übertragen. Die Einladung zur Hauptversammlung, der Geschäftsbericht sowie die vom Gesetz verlangten Berichte und Unterlagen werden wie auch die Tagesordnung mit dem Tag der Einladung auf der Website der Software AG (https://investors.softwareag.com/de/events/annual-general-meeting) leicht erreichbar zugänglich gemacht. Dort sind auch die Beschlüsse vorangegangener Hauptversammlungen sowie die Quartalsberichte der abgelaufenen Geschäftsjahre veröffentlicht.

Compliance-Management-System

Die Software AG verfügt über ein angemessenes und effizientes Compliance-Management-System, das im Rahmen des Global Code of Business Conduct and Ethics der Software AG agiert und mit dem Compliance Board eine an den Vorstandsvorsitzenden berichtende Compliance-Organisation besitzt, die auch die Maßnahmen zur Sicherstellung der Compliance in der Software AG im Rahmen des Compliance-Managements im engeren Sinne anstößt und orchestriert.

Code of Business Conduct and Ethics

Die Software AG hat sich im Geschäftsjahr 2011 einen Code of Business Conduct and Ethics (Verhaltenskodex) gegeben. Dieser ist auf der Website der Software AG unter https://investors.softwareag.com/de/corporate-governance/csr veröffentlicht und enthält die unternehmensweit gültigen ethischen Standards. Dabei finden auch lokale Besonderheiten Berücksichtigung. Der Kodex ist für alle Mitarbeiter der Software AG und ihrer Tochtergesellschaften verbindlich. Im Berichtsjahr haben 670 (Vj. 605) neue Mitarbeiter erfolgreich an Schulungen zum Kodex teilgenommen und ein Schulungszertifikat erworben. Über Zweifelsfragen entscheidet das monatlich tagende Compliance Board.

Compliance Board

Mitarbeiter der Software AG haben im Jahr 2019 insgesamt 36 (Vj. 68) und Externe haben im Berichtsjahr insgesamt eine Anfrage an das Compliance Board gerichtet. Das Compliance Board setzte sich im Berichtsjahr zusammen aus:

Bis August 2019 Christine Schwab, ab September 2019 Stefan Langolf (Senior Director, Human Resources)

Frank Simon (Senior Vice President, Audit, Processes and Quality)

Bis Mai 2019 Dr. Benno Quade, ab Juni 2019 Martin Clemm (Senior Vice President, Global Legal & General Counsel)

Die Software AG hat eine E-Mail-Adresse im Intranet und im Internet veröffentlicht, unter der jedermann geschützt - also auch anonym - Mitteilungen direkt an das Compliance Board richten kann. Von dieser Möglichkeit haben im Berichtszeitraum sowohl Interne als auch ein Externer Gebrauch gemacht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg (nachfolgend BDO AG), ist von der Hauptversammlung 2019 erneut zum Abschlussprüfer der Software AG gewählt worden.

Die BDO AG berät die Software AG außerdem bei einzelnen steuerlichen Sachverhalten im Zusammenhang mit Steuererklärungen und steuerlichen Außenprüfungen. Zustimmungspflichtige Nichtprüfungsleistungen dürfen von der BDO AG seit dem 1. Januar 2017 nur noch erbracht werden, wenn und insoweit diese vom Prüfungsausschuss gemäß dem gesetzlich vorgesehenen Billigungsverfahren gebilligt worden sind. Geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen der BDO AG und ihren Organen und Prüfungsleitern einerseits und der Software AG und ihren Organmitgliedern andererseits, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten, haben zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Der Aufsichtsrat, vertreten durch die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, hat gemäß Hauptversammlungsbeschluss dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag erteilt und mit ihm das Honorar vereinbart. Im Rahmen der Auftragserteilung vereinbart die Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Abschlussprüfer auch die Berichtspflichten gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Die BDO AG nimmt an den Beratungen des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats über den Jahresund Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Vor Erteilung des Prüfungsauftrags hat sich der Prüfungsausschuss von der Unabhängigkeit der BDO AG überzeugt.

Wesentliche Prüfungshonorare und Leistungen

Konzern

In der Position Allgemeine Verwaltungsaufwendungen im Konzern sind Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfers BDO AG in Höhe von 958 (Vj. 932) Tausend Euro enthalten. Davon entfallen 923 (Vj. 867) Tausend Euro auf die Abschlussprüfung der inländischen Gesellschaften und des Konzerns sowie 35 (Vj. 34) Tausend Euro auf andere Bestätigungsleistungen sowie 0 (Vj. 31) Tausend Euro auf Steuerberatungsleistungen.

Einzelabschluss der Software AG

Die Gesamtaufwendungen für den Abschlussprüfer sowie den Konzernabschlussprüfer BDO AG für das Geschäftsjahr 2019 betrugen 958 (Vj. 932) Tausend Euro. Diese Honorare setzen sich zusammen aus 923 (Vj. 867) Tausend Euro für Abschlussprüfungsleistungen sowie weiteren 35 (Vj. 34) Tausend Euro für andere Bestätigungsleistungen und 0 (Vj. 31) Tausend Euro für Steuerberatungsleistungen. Um die Vergleichbarkeit gewährleisten zu können, wurden die Vorjahresangaben an die Zuordnungsanforderungen des IDW HFA 36 angepasst.

Kapitalmarktkommunikation

Offene und transparente Kommunikation

Die Software AG informiert alle Marktteilnehmer offen, transparent, umfassend und zeitnah. Das Unternehmen hat auch im Geschäftsjahr 2019 an zahlreichen Investorenkonferenzen, Roadshows und anderen Kapitalmarktveranstaltungen teilgenommen.

Weltweit konsistente Unternehmensbotschaften sind die Voraussetzung für das Vertrauen von Investoren, Analysten und Journalisten. Regulierungsbehörden sowie die Medien überprüfen Veröffentlichungen und Pressemitteilungen auf Konsistenz und Einhaltung geltender Gesetze und Regularien. Die Kommunikationsrichtlinien der Software AG definieren den Rahmen, in dem Kommunikation im Unternehmen gehandhabt wird. Sie sind auf der Software AG-Website im Bereich Investor Relations unter dem Kapitel Corporate Governance nachzulesen. Investoren, Analysten und Journalisten werden von der Software AG nach einheitlichen Kriterien informiert. Die Informationen sind für alle Kapitalmarktteilnehmer transparent.

Der Vorstand veröffentlicht die Software AG betreffende Insiderinformationen unverzüglich, wenn er sich nicht im Einzelfall bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Selbstbefreiung von der Veröffentlichungspflicht entschieden hat. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben führt die Software AG elektronische Insiderverzeichnisse, in denen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über Personen erfasst werden, die über Insiderkenntnisse verfügen und von der Gesellschaft über ihre entsprechenden gesetzlichen Verpflichtungen belehrt worden sind.

Für die europaweite Verbreitung der Pflichtmitteilungen nutzt die Software AG einen geeigneten Dienstleister. Ad-hoc-Mitteilungen werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Dem seit dem 1. Januar 2007 gültigen "Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG)" entspricht die Software AG ebenfalls vollständig. Alle publikationspflichtigen Unterlagen werden dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers wie vorgeschrieben in elektronischer Form übermittelt.

Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen sowie die Präsentationen von Presse- und Analystenkonferenzen und Roadshows werden umgehend auf der Website der Software AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die entsprechenden Termine stehen im Finanzkalender, der ebenfalls auf der Unternehmenswebsite unter https:// investors.softwareag.com/de/events/financial-calendar einzusehen ist.

Die Software AG lässt von einem unabhängigen Beratungsunternehmen jährlich eine Perception Study durchführen. Damit wird die Wahrnehmung ihrer Finanzkommunikation von den Investoren und Finanzanalysten bewertet. Kritik und Anregungen sind für die Software AG Ansporn für weitere Verbesserungen. Die zuletzt im Oktober 2019 durchgeführte Studie erzielte eine gute Gesamtnote von 2,35.

Veränderung von Stimmrechtsanteilen (gemäß § 40 Abs. 1 WpHG)

Informationen zur Aktionärsstruktur der Software AG sind im Kapitel Aktie zu finden. Die im Geschäftsjahr 2019 veröffentlichten Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen gemäß § 40 Abs. 1 WpHG sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht (https://investors.softwareag.com/de/financial-news).

Directors' Dealings

(Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 MAR)

Das Unternehmen veröffentlicht auch Eigengeschäfte von Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie von mit diesen in enger Beziehung stehenden (natürlichen und juristischen) Personen in Einklang mit den Vorschriften des Art. 19 MAR (Directors' Dealings). Diese Transaktionen sind innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen auf der Unternehmenswebsite einzusehen.

Im Kalenderjahr 2019 wurde kein mitteilungspflichtiges Geschäft gemeldet (die Details sind im Internet unter https://investors.SoftwareAG.com/de/financial-news/managers-transactions veröffentlicht).

Chancen und Risiken

Mit Chancen und Risiken geht die Software AG verantwortungsvoll um. Dazu trägt ein umfangreiches Chancen- und Risikomanagement bei, das die wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert und überwacht. Dieses wird beständig weiterentwickelt und an sich ändernde Rahmenbedingungen angepasst. Das Risikomanagementsystem der Software AG wird im Chancen- und Risikobericht vorgestellt. Unternehmensstrategische Chancen werden im Ausblick des Lageberichts beschrieben. Die Informationen zur Konzernrechnungslegung sind im Anhang zu finden.

Aktienoptionsprogramme

Konkrete Angaben über die Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Software AG finden sich im ausführlichen Vergütungsbericht, der im Lagebericht abgedruckt ist.

Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zum 31. Januar 2020

Vorstand

Mitglieder des Vorstands Anzahl der Aktien
Sanjay Brahmawar 0
John Schweitzer 0
Dr. Stefan Sigg 0
Arnd Zinnhardt 25.353

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats Anzahl der Aktien
Dr. Andreas Bereczky 0
Alf Henryk Wulf 400
Eun-Kyung Park 0
Markus Ziener 0
Guido Falkenberg 0
Christian Zimmermann 0

Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG von Vorstand und Aufsichtsrat der Software AG, Darmstadt, zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 30. Januar / 1. Februar 2019 den Verhaltensempfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen wurde und zukünftig den Empfehlungen der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen wird, jeweils mit den nachfolgend dargestellten Ausnahmen.

(a) Abweichend von Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 DGCK sind für die variablen Vergütungskomponenten keine betragsmäßigen, sondern prozentuale Höchstgrenzen festgelegt, aus denen eine betragsmäßige Höchstgrenze berechnet werden kann. Eine explizit betragsmäßige Höchstgrenze für die Gesamtvergütung ist nicht festgesetzt; daher wird vorsorglich eine Abweichung von Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 DGCK erklärt.

(b) Abweichend von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 S. 1, S. 3 und Absatz 5 DCGK ist in allen Vorstandsdienstverträgen das Jahreszieleinkommen die Bemessungsgrundlage für die Abfindungs-Caps (einschließlich des Abfindungs-Caps im Falle des Kontrollwechsels), um auch im Falle eines unterjährigen Ausscheidens eine einfache und eindeutige Berechnungsgrundlage zu haben.

 

Darmstadt, den 28. Januar / 31. Januar 2020

Software AG

Der Vorstand

Sanjay Brahmawar

Vorsitzender des Vorstands

Der Aufsichtsrat

Dr. Andreas Bereczky

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Dr.-Ing. Andreas Bereczky,

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Informationen zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats enthält der Konzernanhang unter Ziffer [38].

Das Geschäftsjahr 2019 war für die Software AG ein Jahr der Transformation, das der Aufsichtsrat aktiv begleitet hat. Die strategische Neuausrichtung (Projekt Helix) wurde im Aufsichtsrat ausführlich vorgestellt und intensiv diskutiert. Meilensteine und Fortschritte wurden im Laufe des Jahres aktiv nachverfolgt und besprochen. Teil der Neuausrichtung war die Bestellung von Frau Dr. Elke Frank als Personalvorstand. Frau Dr. Frank ist unter anderem für die kulturelle Transformation verantwortlich.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Dabei war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für die Software AG waren, unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Aspekte der neuen Strategie, des Stands der Strategieumsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance und stand dem Aufsichtsrat in den Sitzungen für Fragen und Erörterungen zur Verfügung. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden detailliert erläutert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und beriet mit ihm die Strategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung, die Risikolage, das Risikomanagement sowie die Compliance der Software AG. Er wurde über wichtige Ereignisse unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstands informiert. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war von enger, vertrauensvoller Kooperation und einem offenen, konstruktiven Dialog geprägt.

Die Beratungen im Aufsichtsrat erstreckten sich unter anderem auf die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die Maßnahmen der Strategieumsetzung und des Risikomanagements sowie personelle Veränderungen im Vorstand. Der Aufsichtsrat hat zusammen mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresergebnisse und -berichte diskutiert und die laufende Geschäftsentwicklung eingehend analysiert. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Genehmigung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Entscheidungsrelevante Unterlagen wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der jeweiligen Sitzung zugeleitet.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr insgesamt zu sechs ordentlichen Sitzungen zusammengekommen, wobei pro Quartal mindestens eine Sitzung stattfand. Darüber hinaus führte der Aufsichtsrat vier außerordentliche Sitzungen durch, bei denen er in drei Fällen von der satzungsgemäß eingeräumten Möglichkeit Gebrauch machte, die Sitzung telefonisch abzuhalten. Sofern ein Mitglied des Aufsichtsrats verhindert war, an einer Sitzung teilzunehmen, war die Möglichkeit zur telefonischen Teilnahme oder zur schriftlichen Stimmabgabe eröffnet. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben mindestens an der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen, die innerhalb des Berichtsjahres stattfanden, teilgenommen.

Die Sitzungsteilnahme der Mitglieder an den im Geschäftsjahr 2019 abgehaltenen Sitzungen des Aufsichtsrats wird in nachstehender Tabelle dargestellt.

In seiner ersten außerordentlichen Sitzung im Geschäftsjahr 2019 am 18. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat über die strategische Neuausrichtung des Unternehmens beraten.

In der Sitzung am 1. Februar 2019 hat der Aufsichtsrat unter anderem das vorläufige Ergebnis 2018 erörtert und Beschluss über das Budget 2019 gefasst. Neben einer Strategiesession wurden unter anderem die Ziele für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 festgelegt.

In der Bilanzsitzung am 22. März 2019 wurden in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer ausführlich der Jahresabschluss und der Konzernabschluss 2018 diskutiert und dann auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eingehender Prüfung durch den Aufsichtsrat gebilligt. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Stand der Umsetzung der neuen Strategie informiert und die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung verabschiedet. In Vorstandsangelegenheiten legte der Aufsichtsrat, nachdem die Wirtschaftsprüfer die Korrektheit der Berechnungen bestätigt hatten, die erzielte variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 fest.

Am 27. Mai 2019, dem Tag vor der Hauptversammlung, kam der Aufsichtsrat zusammen, um sich tiefgreifend mit dem Go-to-Market zu befassen. In der Sitzung am Morgen des Tages der Hauptversammlung, dem 28. Mai 2019, kam der Aufsichtsrat auch zu einer Sitzung zusammen, in der unter anderem das Ergebnis des ersten Quartals 2019 und wiederum der Stand der Umsetzung der Strategie diskutiert wurde.

Aufsichtsratssitzungen 2019

18.01.2019 Telefonkonferenz 01.02.2019 22.03.2019 27.05.2019/ 28.05.2019 19.06.2019 Telefonkonferenz 25.07.2019
Bereczky x x x x x x
Falkenberg x x x x x x
Park x x x x x x
Wulf x x x x x x
Ziener x x x x e x
Zimmermann x x x x x x
23.08.2019 Telefonkonferenz 23.10.2019 11.12.2019 19.12.2019 Telefonkonferenz
Bereczky x x x x
Falkenberg x x x x
Park x x * x x
Wulf x x x x
Ziener x x x x
Zimmermann x x x x

e = entschuldigt tel. = telefonische Teilnahme * = teilweise = außerordentliche Sitzungen

In seiner außerordentlichen Sitzung am 19. Juni 2019 hat der Aufsichtsrat nach Vorbereitung und auf Empfehlung des Personalausschusses über die Bestellung von Frau Dr. Elke Frank zum Vorstandsmitglied (CHRO) Beschluss gefasst.

Am 25. Juli 2019 erörterte der Aufsichtsrat unter anderem die Ergebnisse des zweiten Quartals 2019 sowie des ersten Halbjahres 2019; neben der Befassung mit dem Stand der Umsetzung der Strategie informierte sich der Aufsichtsrat unter anderem über die einzelnen Geschäftsbereiche und die Technologievision des CTO.

Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 23. August 2019 diente der Befassung mit dem Ausscheiden von Herrn Arnd Zinnhardt und der Erörterung der damit zusammenhängenden, vom Personalausschuss federführend vorbereiteten vertraglichen Angelegenheiten, über die im Wege des Umlaufbeschlusses am 23. September 2019 Beschluss gefasst wurde.

In seiner Sitzung am 23. Oktober 2019 beriet der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig - nach Vorbereitung und auf Empfehlung des Personalausschusses - über die Nachfolge von Herrn Arnd Zinnhardt sowie über die Geschäftsverteilung zwischen den Vorstandsbereichen. Es wurde darüber Beschluss gefasst, die Rechtsabteilung sowie die IT-Abteilung dem Vorstandsbereich von Frau Dr. Elke Frank zuzuordnen. Außerdem wurden neben einer Strategiesession die Ergebnisse des dritten Quartals 2019 diskutiert.

In der Sitzung am 11. Dezember 2019 informierte sich der Aufsichtsrat über die Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Fälle im Konzern. Außerdem wurden die Zwischenergebnisse der Transformation diskutiert und Beschluss über die Auswahl eines neuen Finanzvorstands gefasst.

In seiner letzten außerordentlichen Sitzung des Berichtsjahres am 19. Dezember 2019 befasste sich der Aufsichtsrat mit den angekündigten Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben einen Personal-, einen Prüfungs- und einen Nominierungsausschuss errichtet. Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vor. Entscheidungsbefugnisse sind, soweit zulässig, auf die Ausschüsse übertragen. Der Ausschussvorsitzende berichtet grundsätzlich regelmäßig im Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der jeweiligen Ausschusssitzungen. Jedes Aufsichtsratsmitglied hat innerhalb des Berichtsjahres an allen Sitzungen der Ausschüsse teilgenommen, denen es angehört.

Der Personalausschuss bereitet Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, soweit sie Regelungen zu Bezügen von Vorstandsmitgliedern oder Bestellungsbeschlüsse betreffen. Er hat drei Mitglieder und ist drittelmitbestimmt. Vorsitzender ist Herr Dr. Andreas Bereczky. Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 neunmal. Der Personalausschuss befasste sich mit Personalangelegenheiten des Vorstands, insbesondere mit den Zielvereinbarungen der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 sowie der Vorbereitung der Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat über die Zielerreichung der Mitglieder des Vorstands und der daraus resultierenden Festlegung der erzielten variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018. Des Weiteren bereitete der Personalausschuss die Bestellung von Frau Dr. Elke Frank zum Personalvorstand und die Auswahl von Herrn Dr. Matthias Heiden als neuen Finanzvorstand vor. Der Personalausschuss hat die personellen Veränderungen im Vorstand eng und intensiv begleitet.

Der Prüfungsausschuss befasst sich mit Fragen der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des Risikomanagements, der Halbjahres- und Quartalsberichte, der Abschlussprüfung, insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie der internen Revision und der Compliance. Des Weiteren bereitet der Prüfungsausschuss die Diskussion und die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses vor. Der Prüfungsausschuss hat drei Mitglieder und ist drittelmitbestimmt. Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist Frau Eun-Kyung Park. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 zweimal. Er befasste sich in seiner Sitzung am 22. März 2019 in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit dem Jahresabschluss und Lagebericht, dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht, dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Auswahl und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 und der entsprechenden Beschlussempfehlung des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Darüber hinaus informierte sich der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung über die interne Revision und Fragen der Compliance. Am 11. Dezember 2019 erörterte der Prüfungsausschuss in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer unter anderem die Ergebnisse der Vorprüfung und den Risikobericht. Des Weiteren wurde die Erbringung bestimmter Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer erörtert und gebilligt.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nahmen an den Sitzungen wie folgt teil:

Prüfungsausschuss 2019

22.03.2019 11.12.2019
Park x x
Ziener x x
Zimmermann x x

Die Mitglieder des Personalausschusses nahmen an den Sitzungen wie folgt teil:

Personalausschuss 2019

31.01.2019 14.03.2019 22.03.2019 19.06.2019 25.07.2019 23.08.2019
Bereczky x x x x x x
Falkenberg x x x x x x
Wulf x x x x x x
30.08.2019 Telefonkonferenz 23.10.2019 28.11.2019
Bereczky x x x
Falkenberg x x x
Wulf x x x

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Alle drei Mitglieder des Nominierungsausschusses (Dr. Andreas Bereczky, Alf Henryk Wulf und Markus Ziener) sind Aktionärsvertreter. Vorsitzender des Nominierungsausschusses ist Herr Dr. Andreas Bereczky. Der Ausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 fünfmal und diskutierte jeweils Kandidaten für Wahlvorschläge an die Hauptversammlung 2020.

Die Mitglieder des Nominierungsausschusses nahmen an den Sitzungen wie folgt teil:

Nominierungsausschuss 2019

22.03. 2019 28.05. 2019 25.07. 2019 23.10. 2019 11.12. 2019
Bereczky x x x x x
Wulf x x x x x
Ziener x x x x x

Jahresabschlussprüfung

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg (nachfolgend BDO AG), erteilt. Die BDO AG prüft die Software AG seit dem Jahr 1997.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Unterzeichner des Bestätigungsvermerks und innerhalb der BDO AG für die Prüfung zuständig sind die Herren Wirtschaftsprüfer Ralf Pfeiffer und Klaus Eckmann. Herr Klaus Eckmann ist zum dritten Mal für die Prüfung zuständig und Herr Ralf Pfeiffer war erstmals bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2015 tätig.

Die Prüfungsberichte wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und sowohl dem Prüfungsausschuss als auch dem gesamten Aufsichtsrat und dem Vorstand durch die für die Durchführung der Prüfung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer persönlich erläutert. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben die Berichte in ihren Sitzungen am 20. März 2020 eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Damit ist der vorgelegte Jahresabschluss festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns unterstützt der Aufsichtsrat.

Die nichtfinanzielle Erklärung für das Geschäftsjahr 2019 ist von der BDO AG mit eingeschränktem Prüfungsumfang geprüft worden.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Auch im Geschäftsjahr 2019 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Thema Corporate Governance sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). So hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. Februar 2019 die jährliche Entsprechenserklärung (DCGK) verabschiedet.

Interessenkonflikte aufseiten der Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Es wurden keine Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern abgeschlossen.

Über die Umsetzung des DCGK berichten Vorstand und Aufsichtsrat im Einzelnen ausführlich im Corporate-Governance-Bericht. Die Entsprechenserklärung ist auf der Website der Gesellschaft unter https://investors. softwareag.com/de/corporate-governance/compliance-declaration veröffentlicht.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Frau Dr. Elke Frank ist seit 1. August 2019 Mitglied des Vorstands. Ansonsten ergaben sich in Vorstand und Aufsichtsrat der Software AG 2019 keine weiteren personellen Veränderungen. Die Änderungen im Bereich des Finanzvorstands kommen erst im Berichtsjahr 2020 zum Tragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2019.

 

Darmstadt, 20. März 2020

Der Aufsichtsrat

Dr. Andreas Bereczky

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats finden sich im Konzernanhang unter Ziffer [38] sowie im Internet unter https://www.softwareag.com/de/company/management/svb/default.

Zusammengefasster Lagebericht

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Grundlagen des Konzerns

Organisation und Konzernstruktur

Rechtliche Konzernstruktur

Der Software AG-Konzern wird vom Mutterunternehmen Software AG weltweit als Holding geführt. Die wirtschaftliche Lage der Software AG ist geprägt durch die des Konzerns. Aus diesem Grund fasst der Vorstand der Software AG den Bericht über die Lage des Konzerns und der Software AG in einem zusammengefassten Lagebericht zusammen. Soweit nicht anders ausgeführt, wird nachfolgend unter dem Namen "Software AG" der Software AG-Konzern verstanden.

Die Software AG wurde am 30. Mai 1969 in Darmstadt (Deutschland) gegründet. Die Börsennotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. April 1999.

Zwischen der Software AG und drei deutschen Tochtergesellschaften, der SAG Deutschland GmbH, der SAG Consulting Services GmbH und der SAG LVG mbH, bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Ansonsten weist die Gruppe eine Matrixorganisation auf, die ihren Ausdruck in Berichtslinien, globalen Richtlinien und Gremien findet. Insgesamt besteht die Unternehmensfamilie aktuell aus 77 verbundenen Unternehmen, zehn davon sind inländische Gesellschaften, während die übrigen weltweit verteilt sind. Damit stellt sich der Konsolidierungskreis der Software AG wie im Konzernanhang unter Ziffer [2] aufgeführt dar.

Wesentliche Standorte

Mit einem breit aufgestellten Vertriebs- und Partnernetzwerk sucht die Software AG als global agierender Konzern die geografische Nähe zu ihren Kunden. Sie ist deshalb weltweit an mehr als 70 Standorten für ihre Kunden tätig und deckt alle Kontinente ab. Hauptsitz der Gesellschaft ist Darmstadt (Deutschland). Die größten Standorte befinden sich neben Deutschland in Indien, Spanien, den USA und Israel. Im Rahmen der globalen geografischen Strategie positioniert sich die Software AG gleichermaßen in etablierten sowie aufstrebenden und zukunftsfähigen Regionen.

Mitarbeiter

Weltweit beschäftigt die Software AG 4.948 (Vj. 4.763) Mitarbeiter. Umgerechnet auf Vollzeitkräfte ist das ein Zuwachs von 4 Prozent. Die Mitarbeiter lassen sich den vier Funktionsbereichen Consulting und Services, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Verwaltung zuordnen. Weltweit verteilen sich die Beschäftigten wie folgt über die Funktionen und Länder:

Mitarbeiter nach Funktionen und Ländern

Vollzeitkräfte 31.12.2019 31.12.2018 +/-
in %
Insgesamt 4.948 4.763 4
Consulting und Services 1.915 1.901 1
Forschung und Entwicklung 1.419 1.310 8
Vertrieb und Marketing 961 926 4
Verwaltung 653 626 4
Deutschland 1.278 1.243 3
Indien 1.004 895 12
USA 584 580 1
Andere Länder 2.082 2.045 2

Im zentralen Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) wurde die Mitarbeiterzahl um 8 Prozent aufgestockt, wobei die neuen F&E-Mitarbeiter überwiegend für die Weiterentwicklung neuer Produkte eingesetzt werden. Der Aufbau der indischen F&E-Standorte führte zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl in Indien um 12 Prozent.

Leitung und Kontrolle

Der Vorstand der Software AG setzt sich zusammen aus dem Chief Executive Officer (CEO) Sanjay Brahmawar, dem Chief Financial Officer (CFO) Arnd Zinnhardt (bis 31. März 2020), dem Chief Human Resources Officer (CHRO) Dr. Elke Frank (seit 1. August 2019), dem Chief Revenue Officer (CRO) John Schweitzer und dem Chief Product Officer (CPO) Dr. Stefan Sigg. Alle Mitglieder des Vorstands sowie die personellen Veränderungen im Geschäftsjahr 2019 werden im Konzernanhang unter Ziffer [38] vorgestellt. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat bestellt, überwacht und beraten.

Der Aufsichtsrat der Software AG ist nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammengesetzt. Er umfasst im Geschäftsjahr 2019 sechs Aufsichtsratsmitglieder: vier Aktionärsvertreter sowie zwei Vertreter der Belegschaft der Software AG. Weitere Informationen zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats enthält der Konzernanhang unter Ziffer [38].

Geschäftstätigkeit

Geschäftsmodell

Für den langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells der Software AG ist entscheidend, dass es gelingt, Kunden kontinuierlich einen Mehrwert zu bieten. Seit 50 Jahren stellt die Software AG ihren Kunden Produkte und Services mit innovativen, vollständig mit vorhandenen IT-Architekturen integrierbaren Funktionen bereit, die ihnen einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen.

Die Software AG schützt die IT-Investitionen ihrer Kunden und liefert ihnen moderne Softwarewerkzeuge und -applikationen, die für sie einen hohen Nutzen haben; entsprechend hoch ist die Kundenloyalität. Dies wiederum erlaubt der Software AG eine langfristige Planung, die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte sowie Technologieakquisitionen, wann und wo diese sinnvoll sind.

Bei seiner Technologie achtet das Unternehmen auf Offenheit, auf eine herstellerneutrale Herangehensweise zur Integration der besten Softwarelösungen. Es legt Wert darauf, dass seine Kunden frei bleiben in der Wahl ihrer Anwendungen und flexibel und schnell auf veränderte Märkte und wirtschaftliche Bedingungen reagieren können.

Als globaler Technologiedienstleister hat die Software AG einen besonderen Bezug zu Kunden- und Arbeitnehmerbelangen. Verantwortliches und integres Handeln bilden ein zentrales Anliegen der Gesellschaft in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, in dem der Einsatz innovativer Technologieentwicklungen der Software AG auch zur Ressourcenschonung bei den Kunden beitragen kann.

50 Jahre Erfahrung mit Technologieentwicklung, Kundenbetreuung, Herstellerneutralität und Branchenwissen: Damit unterstützt die Software AG Unternehmen auf dem Weg in die digitale Wirtschaft, die durch das Internet of Things (IoT) oder die Industrie 4.0 entsteht.

Nicht zuletzt bietet die Software AG flexible Lizenzierungsoptionen: Subskriptionen, zeitlich befristete und Dauerlizenzen sowie Jahresverträge für Wartung. Entsprechend ihrer strategischen Neuausrichtung konzentriert sie sich auf die Umstellung von einem Lizenz- auf ein Subskriptionsmodell.

Von zentraler Bedeutung für das Geschäftsmodell der Software AG ist und bleibt der Geschäftsnutzen. Gleichzeitig gelingt es ihr seit einem halben Jahrhundert, die Herausforderungen der weltweiten digitalen Transformation zu bewältigen.

Informationen zur Strategie der Software AG finden sich im nachfolgenden Kapitel Strategie und Ziele.

Geschäftsbereiche

Die Geschäftstätigkeit der Software AG gliedert sich in drei komplementäre Geschäftsbereiche, die unterschiedliche Kundenanforderungen und Geschäftsziele abdecken:

Digital Business Platform (DBP, inkl. Cloud & IoT)

Adabas & Natural (A&N)

Professional Services

A&N und DBP (inkl. Cloud & IoT) repräsentieren das umfangreiche Produktportfolio der Software AG und sind mit Lizenz- und Wartungserlösen die wichtigste Einnahmequelle. Lizenzen für das Produktportfolio der Software AG gliedern sich in zeitlich befristete Lizenzen, Dauerlizenzen sowie Subskriptionen. Wartungsverträge beziehen sich auf Dauerlizenzen und beinhalten Support-Leistungen und regelmäßige Produkt-Updates mit verbesserten Produktfunktionen.

Der Geschäftsbereich Professional Services umfasst Entwicklungsleistungen und Know-how zur Unternehmensorganisation. Damit beschleunigt die Software AG die Einführung ihrer Produkte und verkürzt deren Amortisierungszeit.

Mit ihrem Gesamtangebot ermöglicht die Software AG Unternehmen eine erfolgreiche digitale Transformation, unabhängig davon, wie ihre Ausgangslage ist und für welchen Weg sie sich entscheiden.

Ein Überblick über das Ergebnis der einzelnen Geschäftsbereiche findet sich im Kapitel "Ertragslage des Konzerns" des Wirtschaftsberichts im Abschnitt Segmentberichterstattung.

Bereich Digital Business Platform

Der Geschäftsbereich DBP (inkl. Cloud & IoT) umfasst unterschiedliche Technologien, die zentrale Anforderungen der digitalen Transformation und neue digitale Geschäftsmodelle unterstützen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde der Geschäftsbereich intern in drei Produktlinien gruppiert. Ziel dieser Neugruppierung war es, Zuständigkeiten besser zu definieren und die Entwicklung und Markteinführung des Produktportfolios des Bereichs DBP (inkl. Cloud & IoT) stärker zu fokussieren. Die drei Produktlinien sind: Business Transformation, Integration & Application Programming Interface (API) sowie IoT & Analytics.

Cumulocity IoT und webMethods sind offene, benutzerfreundliche Technologien und werden von Unternehmen weltweit im Rahmen von OEM-Verträgen unter eigenem Namen vermarktet.

Bereich Adabas & Natural

Adabas (Datenbank) und Natural (4GL-Entwicklungssprache) waren die ersten Produkte der Software AG (1971 bzw. 1979). Sie unterstützen weltweit (in über 30 Ländern) Finanzinstitute und staatliche Stellen (A&N ist in über der Hälfte der US-Bundesstaaten im Einsatz). Sie laufen bei Fluglinien, Bahngesellschaften, Frachtdienstleistern und unterstützen ganze Logistiknetze. Sie werden überall dort gebraucht, wo es um geschäftskritische, großvolumige Transaktionen und Produktionsanwendungen mit hohen Anforderungen an Leistung, Verfügbarkeit und Sicherheit geht.

2016 hat die Software AG ihr Programm Adabas & Natural 2050+ gestartet, das mit Technologieerweiterungen sowie Support- und Wartungsleistungen sicherstellen wird, dass Kunden ihre A&N-Anwendungen auch über das Jahr 2050 hinaus sicher betreiben können.

Ein erstes wichtiges Ergebnis von Adabas & Natural 2050+ ist die Strategie zur vollständigen Integration mit dem Internet of Things, einschließlich:

Hosting von A&N-Applikationen in der Cloud

Bereitstellung von A&N-Anwendungen als StandardAPIs

Senkung der Mainframe-Kosten mit Adabas & Natural for zIIP zur Verlagerung von Workload vom Mainframe auf die kostengünstigen IBM z Systems Integrated Information Prozessoren (zIIP)

Wenn es um den Mehrwert für den Kunden geht, denkt und plant die Software AG in Generationen.

Professional Services

Die Professional Services der Software AG sind entscheidend für die Umsetzung der digitalen Transformation. Sie unterstützen Kunden in allen Phasen der Planung, des Designs, der Entwicklung und des Einsatzes digitaler Anwendungen. Das gilt nicht nur für die Technologie, sondern auch für die neuen Geschäftsmodelle und zahlreichen neuen Möglichkeiten der digitalen Welt.

Die Professional Services unterstützen sowohl den DBP- als auch den A&N-Geschäftsbereich und stellen sicher, dass Kunden mit ihren Investitionen in die Technologie der Software AG so schnell wie möglich einen Nutzen erwirtschaften können.

Produkt- und Markenportfolio

Die Marken Alfabet, ARIS, Apama, Cumulocity IoT, TrendMiner, webMethods und Zementis sind dem Geschäftsbereich DBP zugeordnet, alle Cloud-Verträge des Portfolios werden im Unterbereich Cloud & IoT separat ausgewiesen. Adabas & Natural und CONNX bilden das Produktangebot des Geschäftsbereichs A&N. Das gesamte Produktportfolio ist darauf ausgerichtet, die Kunden bei der Transformation zum digitalen Unternehmen umfassend zu unterstützen. Über eine klar strukturierte Markenarchitektur sind die einzelnen Marken vier Marktbereichen zugeordnet, die alle Kernthemen der digitalen Transformation von Unternehmen abdecken:

Produktportfolio

Business-Transformation: Die Marke ARIS ist seit über 25 Jahren für die Dokumentation und Optimierung von Geschäftsprozessen bekannt, von der Strategie und Analyse bis zum Design und zur Steuerung. Daneben sorgt Alfabet für die enge Verzahnung der Geschäftsprozesse mit allen Ebenen der IT-Systemlandschaft, von der Planung, Budgetierung und Projektierung bis zur Implementierung und Überwachung.

Integration & API: Mit den Produktfamilien der Marke webMethods lassen sich Systeme, Anwendungen und Prozesse über APIs oder Direktverbindungen integrieren. Außerdem helfen die Produkte webMethods Business Process Management und webMethods AgileApps bei der Entwicklung agiler Anwendungen und dem Geschäftsprozessmanagement sowie bei der Analyse des operativen Betriebs. Komplettiert wird das Angebot von den In-Memory-Datenmanagement- und Universal-Messaging-Anwendungen, mit deren Hilfe digitale Unternehmen große Datenmengen ablegen, analysieren und wiederverwenden können, um so die Systemperformance enorm zu steigern. Die In-Memory-Daten können anschließend in Echtzeit von jedem Gerät an jedes beliebige andere Gerät geschickt werden: Web, Mobilgeräte, POS-Terminals usw.

IoT & Analytics: Mit Cumulocity IoT haben unsere Kunden den idealen Partner, um digitale Geräte und Sensoren über eine IoT-Device-Management- und Application-Enablement-Plattform ins Internet of Things einzubinden und die Daten über Dashboards und Regelsysteme konsumierbar und nutzbar zu machen. Komplettiert wird diese Plattform durch: Apama Streaming Analytics für Big-Data-Analysen in Echtzeit, Zementis, eine Lösung für vorausschauende Analysen (Predictive Analytics), Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinenlernen sowie TrendMiner, eine intuitiv bedienbare, webbasierte Analyseplattform für die flexible Visualisierung industrieller Prozesse und Messdaten.

A&N: Die Plattformen der Software AG für die Transaktionsverarbeitung basieren auf Adabas & Natural und CONNX. Mit Adabas & Natural erschließen digitale Unternehmen neue Wege, ihre Kernsysteme zu nutzen, und ermöglichen die schnelle Entwicklung, Modernisierung und den zuverlässigen Betrieb geschäftskritischer Anwendungen. Die A&N-Funktionen für die hoch performante Datenverarbeitung und Anwendungsmodernisierung versetzen Unternehmen in die Lage, mit ihren vorhandenen Systemen einen maximalen Nutzen zu erzielen. Darüber hinaus bietet CONNX die Möglichkeit, das Potenzial von Unternehmensdaten zu nutzen, wo auch immer diese gespeichert sind. CONNX bietet Funktionen für den Lese- / Schreibzugriff auf SQL-Daten sowie Integrationsfunktionen; dabei spielt die Datenbank-Architektur keine Rolle.

Das Portfolio der Software AG steht ihren Kunden sowohl in der Cloud, On-Premise, als auch hybrid und als Edge-Lösung bereit. Außerdem betreibt die Software AG mit SoftwareAG.Cloud eine hochmoderne, offene Cloud-Plattform für Unternehmen, über die sowohl einfache Apps als auch komplexe, cloudfähige Unternehmensund IoT-Anwendungen erstellt, getestet, implementiert und verwaltet werden können.

Branchenweite Anerkennung

Nach Ansicht der Software AG bestätigen die Beurteilungen unabhängiger Marktforschungsinstitute die Strategie des Unternehmens und belegen die Qualität des Produkt- und Serviceangebots. Die Software AG sieht ihr Portfolio seit Jahren an der Spitze der Rangliste von Marktanalysten. Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Software AG wie folgt positioniert:

Ein Leader

Das Analysehaus Gartner 1 hat die Software AG in den folgenden Forschungsarbeiten als einen "Leader" positioniert:

"Magic Quadrant for Full Life Cycle API Management" 2

"Magic Quadrant for Enterprise Architecture Tools" 3

"Magic Quadrant for Integrated IT Portfolio Analysis Applications" 4

Das Analysehaus Forrester hat die Software AG in den folgenden Reports als einen "Leader" positioniert:

"The Forrester Wave(tm): iPaaS And Hybrid Integration Platforms, Q1 2019" 5

"The Forrester Wave(tm): Enterprise Architecture Management Suites, Q1 2019" 6

"The Forrester Wave(tm): Streaming Analytics, Q3 2019" 7

"The Forrester Wave(tm): Strategic Portfolio Management For Agile Organizations, Q4 2019" 8

MachNation, ein auf Tests und vergleichende Analysen von IoT-Plattformen spezialisiertes Unternehmen, hat Cumulocity IoT der Software AG in den folgenden internationalen Ranglisten als einen "Leader" positioniert:

MachNation's "2019 IoT Application Enablement Scorecard" 9

MachNation's "2019 IoT Edge Scorecard" 10

MachNation's "2019 IoT Device Management Scorecard" 11

Ein Visionary

Als ein "Visionary" wird die Software AG von Gartner in der folgenden Forschungsarbeit geführt:

"Magic Quadrant for Industrial IoT Platforms" 12

Ein Strong Performer

Zudem bezeichnet Forrester die Software AG in dem folgenden Report als einen "Strong Performer":

"The Forrester Wave(tm): Industrial IoT Software Platforms, Q4 2019" 13

1 Gartner Inc. (nachfolgend "Gartner") spricht keine Empfehlung für die in seinen Forschungspublikationen untersuchten Anbieter, Produkte oder Dienstleistung aus und rät Technologieanwendern nicht, nur die Anbieter mit den besten Bewertungen oder anderen Bezeichnungen auszuwählen. Die Gartner-Forschungspublikationen repräsentieren die Meinungen des Gartner-Forschungsbereichs, ihre Inhalte sind nicht als Tatsachenfeststellungen zu interpretieren. Gartner schließt jegliche ausdrückliche oder stillschweigende Gewährleistung in Bezug auf diese Studie aus; das gilt auch für die Gebrauchstauglichkeit oder Zweckmäßigkeit der untersuchten Produkte und Dienstleistungen. Die hier aufgeführten Gartner-Studien (die "Gartner Reports") geben die Forschungsmeinungen und Standpunkte wieder, die von Gartner, Inc. ("Gartner") im Rahmen eines kombinierten Abonnementservice veröffentlicht wurden, und sind keine Tatsachenfeststellungen. Die Aussagen jedes Gartner-Reports beziehen sich auf das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum (und nicht auf das Datum dieses Geschäftsberichts), und die in den Gartner-Reports zum Ausdruck gebrachten Meinungen können ohne Vorankündigung geändert werden.
2 Gartner "Magic Quadrant for Full Life Cycle API Management", Paolo Malinverno, Mark O'Neill et al., 9. Oktober 2019.
3 Gartner "Magic Quadrant for Enterprise Architecture Tools", Marty Resnick and James McGovern, 22. Oktober 2019.
4 Gartner "Magic Quadrant for Integrated IT Portfolio Analysis Applications", Daniel B. Stang et al., 13. November 2019.
5 The Forrester Wave(tm): iPaaS And Hybrid Integration Platforms, Q1 2019, Forrester Research, Inc., 3. Januar 2019.
6 The Forrester Wave(tm): Enterprise Architecture Management Suites, Q1 2019, Forrester Research, Inc., 5. März 2019.
7 The Forrester Wave(tm): Streaming Analytics, Q3 2019, Forrester Research, Inc., 23. September 2019.
8 The Forrester Wave(tm): Strategic Portfolio Management For Agile Organizations, Q4 2019, Forrester Research, Inc., 5. November 2019.
9 MachNation: 2019 IoT Application Enablement ScoreCard, Januar 2019.
10 MachNation: 2019 IoT Edge ScoreCard, Februar 2019.
11 MachNation: 2019 IoT Device Management ScoreCard, Juni 2019.
12 Gartner "Magic Quadrant Industrial IoT Platforms", Eric Goodness et al., 25. Juni 2019.
13 The Forrester Wave(tm): Industrial IoT Software Platforms, Q4 2019, Forrester Research, Inc., 13. November 2019.

Marktpositionierung

Absatzmärkte

Die Software AG zeichnet sich durch eine globale Marktabdeckung aus. Die geografischen Absatzmärkte sind in folgende fünf Regionen gegliedert:

Regionen Absatzmärkte
Nordamerika (NAM) USA Kanada
Mittel- und Südamerika (LATAM) Lateinamerika
DACH Deutschland Österreich Schweiz
Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) Alle nicht deutschsprachigen EMEA-Länder
Asien-Pazifik und Japan (APJ) Australien Japan Asien und China

Der nordamerikanische Markt bleibt als weltweit größter IT-Markt wesentlicher Treiber für das Geschäft der Software AG und ihr größter geografischer Absatzmarkt. Gemessen am Anteil des Gesamtumsatzes folgen dahinter die Regionen EMEA, DACH, APJ und LATAM. In der EMEA-Region sind Großbritannien und Frankreich die wichtigsten Absatzmärkte. Im Rahmen ihrer globalen geografischen Strategie positioniert sich die Software AG gleichermaßen in etablierten und in bestimmten aussichtsreichen Märkten.

Neben der geografischen Betrachtung lassen sich die Zielmärkte auch nach Branchen aufteilen. Durch eine stetig wachsende, sehr loyale Kundenbasis mit vielen führenden Großunternehmen hat sich die Software AG vor allem im öffentlichen Sektor, im Finanzmarkt und in der IT-Dienstleistungsbranche (einschließlich Outsourcing) fest etabliert. Daneben sind die Fertigungsindustrie, der Dienstleistungssektor, die Transport- und Logistik- sowie die Telekommunikations- und Medienbranche wichtige Absatzmärkte. Informationen zum Produktumsatz nach Regionen im Geschäftsjahr 2019 finden sich im Kapitel "Ertragslage des Konzerns" des Wirtschaftsberichts.

Wettbewerbssituation

Der Markt für Unternehmenssoftware befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle hat mit Technologie-Start-ups und ursprünglich branchenfremden Unternehmen neue, innovative Wettbewerber auf den Plan gerufen. Gleichzeitig ist die Marktmacht auf Kundenseite gestiegen. Etablierte Unternehmen stehen unter einem hohen Innovationsdruck. Wichtige Erfolgskriterien sind vor diesem Hintergrund die Angebotsqualität und -weiterentwicklung sowie die klare Differenzierung vom Wettbewerb mithilfe einzigartiger Lösungen.

Zahlreiche Analystenstudien belegen, dass sich die Software AG unter diesen verschärften Bedingungen weltweit als einer der führenden Anbieter digitaler Funktionen etabliert hat. Die Zusammensetzung ihres Software- und Serviceportfolios für die Digitalisierung, Automatisierung und Integration von Geschäftsprozessen sowie für Maschinen und Geräte ist in seiner Spezialisierung auf dem Weltmarkt einmalig. Die Software AG kann ihre Kunden ganzheitlich bei der unternehmensweiten digitalen Transformation unterstützen - von der Planung über die Integration bis hin zur Auswertung, Analyse und zu automatisierten Entscheidungen.

Das Unternehmen setzt sich durch seine unabhängige Position klar vom Wettbewerb ab und hat im hart umkämpften Softwaremarkt eine ausgezeichnete Wettbewerbsposition. Zusammengefasst leiten sich daraus die folgenden zentralen Differenzierungsmerkmale ab:

Alleinstellungsmerkmale der Software AG

Herstellerunabhängiges Portfolio Die Software AG ermöglicht die Verknüpfung unterschiedlicher Systeme und Technologien verschiedener Anbieter - heute und in Zukunft.
Zuverlässig und bewährt Seit 50 Jahren arbeitet die Software AG vertrauensvoll mit Tausenden führenden Unternehmen in über 70 Ländern zusammen. Gartner, Forrester und andere Marktanalysten zählen die Software AG aufgrund ihrer hohen Innovationskraft jedes Jahr erneut zu den Technologieführern.
Die richtige Größe Die Software AG ist einerseits groß genug, um Großunternehmen zu unterstützen, anderseits ist sie agil genug, um auf individuelle Kundenanforderungen adäquat einzugehen.
Schneller Return on Investment Digitalisierung ist für die Software AG nur der Ausgangspunkt. Denn es geht darum, die Potenziale zur Marktdifferenzierung an der Schnittstelle der Technologien zu erkennen und auszuschöpfen. Hierbei unterstützt die Software AG ihre Kunden.
Konsequente Kundenorientierung Ziel der Software AG ist es, Innovationen gemeinsam mit den Kunden zu entwickeln und eng auf Managementebene zusammenzuarbeiten.

Mit diesen Differenzierungsmerkmalen entspricht die Software AG dem zunehmenden Bedarf der Kunden nach maßgeschneiderten Lösungen auf höchstem Qualitätsniveau. Mit ihren Produkten zur Prozessverbesserung, zur digitalen Transformation und IoT-Technologien positioniert sie sich zudem in wichtigen Wachstumsmärkten.

Der Marktzugang hat sich insbesondere in den Kernmärkten Europas, in denen die Software AG eine kritische Größe erreicht hat, weiter verbessert. Zudem hat das Unternehmen die Basis für eine effektive Marktbearbeitung und eine höhere Vertriebsproduktivität durch ein fokussiertes, skalierbares Go-to-Market-Modell geschaffen. Ergänzt wird diese Ausrichtung durch die Erweiterung des Partnernetzwerks sowie durch enge Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Weitere Informationen zum Thema strategische Partnerschaften und Kooperationen finden sich in den nachfolgenden Abschnitten Vertrieb, Kunden und Partner. Informationen zum wissenschaftlichen Beirat der Software AG finden sich im Kapitel Forschung und Entwicklung.

Branchenumfeld und Einflussfaktoren

Das Wachstum der Software AG wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Zentrale externe Einflussgrößen sind die Konjunktur weltweit, insbesondere in den großen Märkten Europa und Nordamerika, sowie die Entwicklung des globalen IT-Markts. Wie sich diese Faktoren im Berichtsjahr 2019 auf das Geschäft der Software AG ausgewirkt haben, ist im Kapitel Überblick über den Geschäftsverlauf des Wirtschaftsberichts dargestellt.

Zudem können sich makroökonomische Unsicherheiten und Währungsschwankungen, wie bei allen Akteuren in der freien Wirtschaft, auf das global ausgerichtete Geschäft der Software AG auswirken. Welchen Einfluss Währungskursveränderungen auf den Konzern haben, wird im Chancen- und Risikobericht unter Finanzwirtschaftliche operative Risiken beschrieben.

Vertrieb

Die Software AG versteht sich als "Trusted Advisor" in allen Fragen der Integration, der digitalen Transformation und des IoT, der mit mehr als 2.800 Mitarbeitern in den Bereichen Dienstleistungen und Vertrieb einen Mehrwert für seine Kunden schafft und langfristig zu deren Erfolg beiträgt. 2019 wurde die Basis gelegt für einen kunden- und wertorientierten Vertriebsansatz sowie für ein globales Partnernetzwerk, das zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Umsatzwachstum leisten wird.

Die bisherigen Versuche, das Go-to-Market zu modernisieren, waren ambitioniert, zeigten aber nicht die erwartete Wirkung. Mit ihrer neuen, klaren Strategie und Fokussierung schuf die Software AG im Geschäftsjahr 2019 die Voraussetzungen für eine nachhaltige, grundlegende Modernisierung und Neugestaltung des Go-to-Market-Modells. Unter anderem wurden das Go-to-Market-Modell aktualisiert sowie eine neue Vertriebsmethode (Engage 2) und ein neues System für das Opportunity-Management eingeführt. Außerdem wird eine sogenannte Customer-Success-Management-Funktion eingerichtet, um die Umstellung des Geschäftsmodells auf Subskriptionen zu unterstützen. Viele dieser Neuerungen wurden auf dem jährlichen Sales Kick-off der Software AG im Januar 2020 ausgerollt.

Zu den Vertriebs- und Marketingaktivitäten der Software AG gehörten auch zahlreiche Messen und Kundenveranstaltungen, bei denen die Software AG ihr innovatives Produktportfolio präsentierte und sich mit Kunden, Interessenten, Partnern und Brancheexperten austauschen konnte.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona, der größten Mobilfunkmesse der Welt, auf der über 2.400 Unternehmen Innovationen und modernste Technologie vorstellten, demonstrierte die Software AG, wie sie Kundendaten in neue IoT-Services ummünzt. Anhand vieler interaktiver Showcases, beispielsweise "Smart City" und "Industrial IoT (IIoT) in a Box", zeigte sie, wie Cumulocity IoT das Kundenerlebnis unterstützt.

Auf der Innovation Tour 2019 präsentierte die Software AG ihr Portfolio gemeinsam mit Siemens, T-Systems, Dell, A1 Digital und anderen Partnern zahlreichen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stationen der Tour waren Hamburg, München, Düsseldorf, Wien und Zürich. Auch in anderen europäischen Städten (etwa in London und Stockholm), im Nahen Osten, in Südafrika und in Singapur konnte die Innovation Tour mit innovativen Software AG-Produkten und Produkten ihrer Partner sowie interessanten Anwendungsfällen Kunden und Interessenten begeistern.

Die IoT World 2019 in Santa Clara (USA) ist eine internationale, branchenübergreifende IoT-Konferenz, die über 12.500 Besucher, 400 Referenten und 300 Aussteller nach Kalifornien lockte. Die Software AG hat dort innerhalb kurzer Zeit viele Kundenkontakte geknüpft, obwohl der US-IoT-Markt und die entsprechenden Zielgruppen sich deutlich vom Markt und den Zielgruppen in Europa unterscheiden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Vertrieb stellte sicher, dass die Kontakte zügig nachverfolgt wurden.

Die Hannover Messe ist mit 6.500 Ausstellern und über 200.000 Besuchern die internationale Leitmesse und der Hotspot der Transformation in der Industrie. Auch die Software AG war in Hannover mit einem Stand prominent vertreten. Gemeinsam mit strategischen Partnern wie ADAMOS, Autosen, A1, Bilfinger, Dell und vielen anderen IoT-Partnern, von denen einer sogar aus Australien kam, stellte die Software AG auf ihrem Stand ihr umfassendes IoT-Portfolio vor.

Die Gitex in Dubai ist mit über 100.000 Gästen eine wichtige Messe für die Software AG. Sie stellte dort ihr Gesamtportfolio vor; Schwerpunkt war jedoch das Thema "Smart City", einer der Megatrends in der Region. Gemeinsam mit regionalen Partnern zeigte die Software AG, wie wertvoll Partnerschaften sind, und setzte bei Kunden Impulse für die bahnbrechenden Technologien des nächsten Jahrzehnts.

Die SPS - Smart Production Solutions bildet mit ihrem einzigartigen Konzept das komplette Spektrum der smarten und digitalen Automation ab, vom einfachen Sensor bis zu intelligenten Lösungen, vom heute Machbaren bis zur Vision einer umfassend digitalisierten Arbeitswelt. Die Software AG hat auf der SPS gemeinsam mit autosen, SMC und Open Industry Alliance 4.0, alles Firmen, die ihrem Partnernetzwerk angehören, Cumulocity IoT und webMethods.io vorgestellt.

Der Deutsche Logistik-Kongress, eine der wichtigsten Veranstaltungen für Logistikthemen, ist für alle Branchen relevant und hat eine große politische Bedeutung. Über 3.000 Manager und Entscheider treffen sich dort jedes Jahr zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Software AG stellte gemeinsam mit Siemens und ihrem neuen Kunden Trailar aus und zeigte, wie Digitalisierung in der Praxis aussehen kann. Ein weiterer Kunde der Software AG, Dachser, hielt einen Plenarvortrag.

Zum Gartner Symposium/ITXpo 2019 kamen über 2.500 CIOs nach Barcelona. Die Software AG zeigte auf dieser Veranstaltung, wie Vernetzung von der App bis zum Edge funktioniert. Schwerpunktmäßig stellte sie ihr IoT-Angebot vor, jedoch kamen auch die anderen Bereiche nicht zu kurz: Integration, API-Management und Business Transformation. Die Software AG zeigte mehrere interaktive Showcases (Smart Asset Management, Smart IIoT, Smart City und Smart Logistics) und führte über 40 Gespräche mit Kunden und Interessenten, sechs Meetings mit Gartner-Analysten und ein Vortrag des Vorstandsvorsitzenden Sanjay Brahmawar unterstützte die Präsentation des IoT- und Integrationsangebots auf Managementebene.

Mit 9.000 Besuchern, mehr als 80 Konferenzen und 250 Referenten ist die SiDO in Lyon eine der wichtigsten europäischen Fachmessen für das IoT sowie für Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz und Robotik basieren. Die Software AG überzeugte die Besucher mit ihren IoT-Lösungen, die sie anhand konkreter Industrie-4.0-Anwendungsfälle vorstellte.

Kunden

Ihre Kunden als vertrauensvoller Partner mit innovativen Technologien erfolgreich beim Wandel zu agilen, digitalen Unternehmen zu unterstützen, das ist das oberste Ziel der Software AG. Deshalb setzt sie auf das Konzept der Co-Innovation und arbeitet bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte mit den Anwendern bei ihren Kunden zusammen. Die Innovationskraft des Produktportfolios der Software AG wurde auch 2019 von verschiedenen Analysten bestätigt.

Zu den wichtigsten Instrumenten zur Stärkung der Kundenbindung zählen die Anwendergruppen (User-Groups). In diesen Gruppen sind Nutzer der wichtigsten Produktlinien der Software AG zusammengeschlossen. Im Rahmen regelmäßiger regionaler Treffen findet ein Erfahrungsaustausch der Anwender untereinander statt. Wie die Produkte weiterentwickelt werden können, diskutieren die Kunden dabei gemeinsam mit der Software AG. In den internationalen User-Groups sind knapp 1.850 Mitglieder aus über 1.150 Unternehmen und 70 Ländern organisiert. Das jährliche Treffen der internationalen User-Groups vom 3. bis 7. Juni 2019 in Riga, Lettland, besuchten 550 Teilnehmer von 276 Firmen aus 44 Ländern. Das nächste Treffen findet vom 15. bis 19. Juni 2020 in Den Haag, Niederlande, statt. Zu den Treffen der deutschsprachigen Benutzergruppen konnte die Software AG 2019 rund 300 Teilnehmer aus 130 Firmen empfangen.

Die Bedeutung der Software AG als Global Player der digitalen Transformation spiegelt sich in einer wachsenden internationalen Kundenbasis mit langjährigen Beziehungen wider. Im Jahr 2019 hat sich der Kundenstamm weiter vergrößert. Software AG konnte 2019 306 (Vj. 241) Neukunden gewinnen, das entspricht einem Plus von 27 (Vj. 13) Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die Relevanz der Software AG-Produkte.

Partner

Ausbau des Partnernetzwerks

Die Software AG hat im Jahr 2019 den Ausbau ihres Partnernetzwerks weiter systematisch vorangetrieben und sowohl das bestehende Partnernetzwerk analysiert, konsolidiert und bereinigt als auch gezielt neue Partner rekrutiert.

Ergebnis dieser in den Regionen durchgeführten Maßnahmen war eine signifikante Steigerung des Geschäfts mit Resellern, wo ein zweistelliges Wachstum (66 Prozent) erreicht werden konnte.

Bei der Rekrutierung neuer Partner lag der Fokus vor allem auf globalen Partnern, die über eine große Kundenbasis verfügen und somit der Software AG erhebliche Skalierungsmöglichkeiten bieten (sogenannte Hyperscaler). Vor allem in den Bereichen IoT und Integration, mit den Produkten webMethods.io und Cumulocity IoT, hat es die Software AG geschafft, neue Partner zu gewinnen. Die strategischen Partnerschaften mit Dell und AWS wurden fortgeführt, daneben konnten weitere namhafte Unternehmen für eine Zusammenarbeit gewonnen werden:

Im Mai kündigten Adobe und die Software AG auf dem Adobe Summit EMEA eine Partnerschaft an, die Unternehmen die Transformation ihres Customer-Experience-Managements ermöglichen soll. Dafür werden die Kundendaten aus mehreren Systemen in einem zentralen, verlässlichen Echtzeit-Kundenprofil zusammengeführt. Adobe und die Software AG werden entsprechende Integrationen zwischen der Adobe Experience Platform und den webMethods-Services der Software AG für Integration und API-Management bereitstellen.

Dazu Shantanu Narayen, President und CEO, Adobe: "Adobe und die Software AG arbeiten an einer gemeinsamen Lösung, mit der Unternehmen große Mengen an Kundendaten erfassen und nutzen können, um in umfangreichem Maßstab personalisierte Echtzeit-Kundenerlebnisse bereitzustellen."

Im Juli gab die Software AG eine wichtige Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Gemeinsam haben die Unternehmen eine Lösung entwickelt, mit der Unternehmen den Umzug zu Microsoft Azure beschleunigen und vereinfachen und dabei die Geschäftskontinuität sicherstellen. Der neue Cloud Migration Accelerator der Software AG basiert auf der Plattform webMethods.io Integration und ermöglicht es Unternehmen, sich schneller und einfacher als je zuvor mit Anwendungen, Cloud-Services und Daten zu verbinden und somit Teil eines vernetzten Ecosystems zu werden.

Ein weiterer Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2019 war die Gewinnung neuer Kunden- und Marktsegmente mithilfe von Partnern. Ein neues Go-to-Market-Modell in Verbindung mit einer systematischen Kundensegmentierung schuf attraktive Räume, die exklusiv durch Partner adressiert werden sollen. Dadurch gelang es der Software AG, zahlreiche neue regionale Value Added Reseller und Distributoren zu rekrutieren und in diesen partnergeführten Märkten im Jahr 2019 insbesondere in den Regionen EMEA (ohne DACH) und LATAM ein zweistelliges Absatzwachstum (78 Prozent) zu erzielen. Besonders erfreulich ist, dass 2019 auch eine Zusammenarbeit mit TechData als Distributor für die USA angebahnt wurde.

Gleichzeitig wurden Schritte eingeleitet, um das Partnerprogramm noch attraktiver zu gestalten. So wurde das Ausbildungsprogramm um weitere Self-Learning-Elemente ergänzt. Damit können Partner in einem virtuellen Klassenzimmer selbst bestimmen, wann und in welchem Tempo sie sich mit den angebotenen Lerninhalten vertraut machen wollen. Die neuen virtuellen Lerninhalte erfreuen sich in der Partner-Community der Software AG bereits großer Beliebtheit. Die Anzahl der absolvierten Kurse hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent erhöht.

Weiterhin wurden die bereits seit Langem verfügbaren Standard-Produktdemos für Partner um cloudbasierte Lösungen ergänzt, die einfach über das Partner-BusinessPortal abrufbar sind. Nicht zuletzt wurde das Incentive-Modell für Partner stark vereinfacht und attraktiver gestaltet.

Lieferantenbeziehungen und Lieferkette

Die Software AG und ihre Tochterunternehmen kaufen Güter und Dienstleistungen, die zur Umsetzung der betrieblichen Prozesse erforderlich sind, bei einer Vielzahl von Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern nach klar definierten Richtlinien ein: Die operative Beschaffung erfolgt lokal durch das jeweilige Tochterunternehmen. Der übergeordnete Beschaffungsprozess obliegt jedoch der zentralen Abteilung Einkauf. Über ein Berichtssystem analysiert der Einkauf alle weltweiten Beschaffungen, überprüft die Einhaltung festgelegter Richtlinien über die Abteilung Audit, Processes & Quality und leitet strategische Maßnahmen ab. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass eine Beschaffung nur nach entsprechender Genehmigung erfolgen darf und somit die Kosten stets unter Kontrolle bleiben.

Investment and Expenditure Policy

Die Bedingungen für den Beschaffungsprozess sind in der Investment and Expenditure Policy geregelt. Diese enthält eine Beschreibung der Einkaufsprinzipien, Grundregeln für die Bestellung und die Lieferantenauswahl sowie den global definierten Genehmigungsprozess.

Global Sourcing

Der gesamte Genehmigungs- und Beschaffungsprozess und das Berichtswesen für die Einkaufsabteilung werden in dem Genehmigungs- und Bestellsystem "Global Sourcing" für die Software AG und ihre Tochtergesellschaften digital abgebildet. Dort gliedert sich der Prozess wie folgt auf:

Global-Sourcing-Prozess

Anforderung Genehmigung Beschaffung Reporting + Auswertung
Anforderung Genehmigungsmatrix Investment and Expenditure Policy Generierung Reports
benötigter Waren und Dienstleistungen durch den jeweiligen Fachbereich • Rolle • Lieferantenauswahl • Einkaufsvolumen
• Kostenart • Bestellung /Vertrag • Relative Einsparungen
• Warengruppe • Einkaufsprinzipien Supplier Code of Conduct • Absolute Einsparungen
• Limit • Lieferantenauswertung
• Bestelldurchlaufzeiten

Supplier Code of Conduct

Ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln der Lieferanten der Software AG, in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht, ist im Supplier Code of Conduct geregelt, der aktuell in acht Sprachen vorliegt (Deutsch, Englisch, Hebräisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Slowakisch, Spanisch). Vor jeder Bestellung wird der Lieferant verpflichtet, die daraus resultierenden Bedingungen zu akzeptieren. Eine entsprechende Guideline definiert den Prozess zur Anwendung des Supplier Code of Conduct, und eine Checkliste dient der Überprüfung der Einhaltung aller Anforderungen. Der Supplier Code of Conduct regelt nachfolgende Punkte:

Umgang mit Mitarbeitern (unter anderem Kinderarbeit, Diskriminierung, Zwangsarbeit, Mitarbeiterrechte, Vergütung und Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit)

Umweltgesetze, -standards und -regelungen

Verhalten im geschäftlichen Umfeld (unter anderem Bekämpfung von Korruption, Vermeidung von Interessenkonflikten, freier Wettbewerb)

Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette

Richtlinie für die Verwaltung von Kreditorenstammdaten

Um eine hohe Datenqualität der Empfängerbankdaten zu gewährleisten und das Risiko betrügerischer Zahlungen zu reduzieren, wurde ein dedizierter Genehmigungsprozess für die Datenverwaltung definiert. Jede Eingabe oder Änderung kritischer Lieferanten-Stammdaten muss durch entsprechende Dokumentation belegt werden. Die internen Richtlinien der Software AG erfordern ein Vier-Augen-Prinzip in Bezug auf neue oder geänderte kritische Lieferanten-Stammdaten. Um dies zu gewährleisten, wurde ein Erfassungsformular für Lieferanten "Vendor Registration Form" (VRF) für alle neuen Lieferanten implementiert. Das zu verwendende Formular ist ein separates Dokument, das bei der Einkaufsabteilung oder beim lokalen FC&A-Ansprechpartner angefordert werden kann. Der Lieferant muss vor der ersten Bestellung in den Systemen der Software AG eingerichtet werden. Diese Richtlinie definiert den Prozess zum Anfordern, Erstellen und Verwalten der Lieferanten-Stammdaten.

Personalgewinnung und -entwicklung

Die hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiter der Software AG tragen entscheidend zum Geschäftserfolg des Konzerns bei. Ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen sind ausschlaggebend dafür, dass sich Kunden, Investoren und Geschäftspartner für das Unternehmen entscheiden. Besonders in Zeiten harten Wettbewerbs um die besten Talente stellen strategische Human-Resources-Maßnahmen, wie eine individuelle Personalentwicklung und eine hochwertige Aus- und Weiterbildung, große Wettbewerbsvorteile dar. Denn nur exzellent ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind in der Lage, in dem dynamischen Digitalsektor stets auf dem Laufenden zu sein und die beste Lösung für die Kunden zu entwickeln. Mit einer neuen Talent-Management-Strategie reagiert der Personalbereich der Software AG auf die Erwartungen am Markt und im Unternehmen und adressiert Themen wie Nachfolgeplanung und Recruitment. Ein ganzheitliches Programm verknüpft die Personalgewinnung und -entwicklung und stärkt in Verbindung mit der einzigartigen Unternehmenskultur die Arbeitgebermarke der Software AG.

Die Corporate University der Software AG ist integraler Bestandteil des Personalbereichs. Sie bietet Mitarbeitern weltweit ein umfassendes Schulungsangebot - in Form von E-Learning, Präsenztraining und zunehmend auch in neuen digitalen und interaktiven Formaten. Die Schwerpunkte liegen auf der fachlich-technischen Ausbildung sowie auf der Förderung von Talenten und Führungskräften, mit besonderem Fokus auf der Entwicklung von Führungsqualitäten und der Förderung sozialer Kompetenzen. Über "iLearn", die digitale Lernplattform der Software AG, werden allen Mitarbeitern weltweit fachspezifische Schulungsangebote rund um die Uhr zugänglich gemacht.

Auf der Suche nach den besten Nachwuchskräften spielt das University-Relations-Programm eine wichtige Rolle. Zu Hochschulen und deren Absolventen werden durch unterschiedliche Aktivitäten enge Beziehungen geknüpft. Die Software AG stellt mehr als 1.850 Hochschulen in über 70 Ländern kostenlos Softwareprodukte zu Lehr- und Forschungszwecken zur Verfügung. Bisher haben über 24.700 Studierende davon profitiert und sich mit Lösungen der Software AG vertraut gemacht. Bereits seit 2017 gibt es für Studierende die Möglichkeit, sich in ARIS online zu zertifizieren. Mit den heruntergeladenen Zertifikaten sind bisher über 1.000 Nachwuchsexperten in der Lage, ihre erworbenen Kenntnisse in ihren Bewerbungsunterlagen zu dokumentieren. Ebenfalls seit 2017 hat die Software AG begonnen, über das University-Relations-Programm ihre Aktivitäten in Schulen auszuweiten, und trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Digitalisierung immer mehr Lebensbereiche zu einem immer früheren Zeitpunkt erfasst.

Mittels differenzierter Arbeitgebermarke-Aktivitäten, unter anderem einer Kampagne namens "b 5 ", wird die Sichtbarkeit der Mitarbeiter als Botschafter der Software AG erhöht. Zusätzlich sind einzelne Mitarbeiterbelange wichtig; das zeigt sich auch in einer global angelegten Mitarbeiterbefragung, in der alle Mitarbeiter um ihr Feedback gebeten wurden. In einzelnen Workshops arbeiten die jeweiligen Teams gemeinsam an den nächsten Schritten. Damit stärkt die Software AG nicht nur ihre Positionierung als Marktführer, sondern motiviert und fördert die Mitarbeiter mit ihrem langjährigen Wissen um Produkte, Kundenbedürfnisse und Prozesse.

Die Unternehmenskultur der Software AG ist geprägt durch ein hohes Engagement der einzelnen Mitarbeiter, eine internationale, aufgeschlossene Belegschaft sowie ein globales und gleichzeitig familiäres Arbeitsumfeld. Die Förderung dieser vielfältigen Belegschaft, ihrer Führungsstärken und ihres Expertenwissens sowie die Stärkung der globalen und zugleich individuellen Identität haben einen sehr hohen Stellenwert für die Software AG. Diese hohe Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern manifestiert sich neben der individuellen Anerkennung in einer marktgerechten Vergütung mit umfassenden Sozialleistungen, einem flexiblen Arbeitsumfeld und einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheits- und Nachhaltigkeitsmanagement. All das hilft der Software AG die Fach- und Führungskräfte von morgen zu finden und zu akquirieren.

Strategie und Ziele

Vision und Unternehmensstrategie

"We connect technology and people for a smarter tomorrow" ist der Purpose, den sich die Mitarbeiter der Software AG gegeben haben. In Einklang damit steht ihr langfristiges Ziel, mithilfe von Daten eine bessere Zukunft zu gestalten. Die Software AG arbeitet auf dieses Ziel hin, indem sie ihren Kunden die führende IoT- und HybridIntegration-Plattform bereitstellt, die es ihnen erlaubt, ihre Daten in echte Werte zu verwandeln. Technologisch geht sie mit diesen Plattformen bei der Integration von Cloud, Anwendungen, Geräten und Daten neue Wege.

Anfang 2019 veröffentlichte die Software AG ihr Transformationsprogramm Helix: ein Programm, das auf ein nachhaltiges, profitables Wachstum bis 2023 abzielt. Die Transformation ist ein mehrjähriger Prozess, der auf drei Säulen aufbaut:

Überblick über die Unternehmenstransformation

Fokus Team Umsetzung
Die richtigen Produkte Mitarbeiter und Unternehmenskultur Einfacheres, fokussierteres GTM-Modell
Die richtigen Märkte und Ressourcen Wachstum durch Partnerschaften Umstellung auf Subskriptionen
Verbessertes Betriebsmodell und verbesserte Zuordnung

Fokus

Die richtigen Produkte: Die Software AG reduziert die Komplexität ihres Produktangebots und konzentriert ihre F&E-Investitionen auf Produktqualität, Cloud und Innovation sowie die Teile des Portfolios mit den besten Wachstumsaussichten. Ihr Geschäft mit allgemeinen Technologiedienstleistungen stellt sie außerdem um auf Professional-Services-Leistungen zur Förderung des Produktumsatzes.

Die richtigen Märkte: Die Software AG gestaltet ihr Go-to-Market-Modell um; sie investiert verstärkt in Regionen, in denen sie die größten Chancen sieht, ihren Umsatz und ihren Marktanteil zu steigern. Das sind Nordamerika, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und andere ausgewählte Regionen. Ergänzend segmentiert die Software AG ihre Kundenbasis und führt ein Vertriebsmodell mit spezialisierten Vertriebsteams ein, um sich bei der Markteinführung der Produkte und der Nachfragegenerierung stärker zu fokussieren.

Team

Mitarbeiter und Unternehmenskultur: Beim Unternehmensumbau setzt die Software AG auf ihr wertvollstes Kapital: ihre Mitarbeiter. Das beinhaltet Anstrengungen, um den kulturellen Wandel zu erreichen, der erforderlich ist, um als Unternehmen wachsen zu können, sowie Investitionen in Talente und in die Bereiche, die für die Mitarbeiter des Unternehmens die größte Bedeutung haben.

Wachstum durch Partnerschaften: Die Software AG wird ihr Partnernetzwerk stärker nutzen, um ihr Wachstum voranzutreiben. Sie wird mit Partnern neue Marktzugänge erschließen, Partner befähigen, Software AG-Kunden zu unterstützen, und ihr Marktabdeckungsmodell anpassen, um Partner zu ergänzen.

Umsetzung

Umstellung auf Subskriptionen: Als Reaktion auf die Veränderung der Kundenanforderungen und um die Chancen, die ein Subskriptionsmodell bietet, zu nutzen, überarbeitet die Software AG ihre Betriebsabläufe und ihr Go-to-Market-Modell mit dem Ziel, die Umstellung ihres eigenen Geschäftsmodells auf Subskriptionen zu beschleunigen.

Einfacheres, fokussierteres Go-to-Market-Modell:

Die Software AG modernisiert ihr Go-to-Market-Modell, um ihr Wachstum voranzutreiben. Die Abläufe in Vertrieb und Marketing werden optimiert und die entsprechenden Teams gestärkt, sodass sie in der Lage sind, Nachfrage nach den Produkten der Software AG zu schaffen und sicherzustellen, dass die Marke die richtige Aufmerksamkeit im Markt erhält.

Verbessertes Betriebsmodell und verbesserte Zuordnung: Die Software AG führt eine neue "Performance-Matrix" ein, um Zuständigkeiten durchgängig festzulegen und gemeinsame Ziele für Vertriebsregionen und Produkteinheiten zu definieren. Im Zuge dieser Änderung wurde der Geschäftsbereich DBP (inkl. Cloud & IoT) in drei Produktlinien gruppiert: Business Transformation, Integration & API sowie IoT & Analytics. Innerhalb der neuen Struktur sind Führungsverantwortung und Zuständigkeiten klar zugeordnet.

Strategische Ziele

Im Rahmen ihrer Neuausrichtung hat die Software AG einige neue Kennzahlen eingeführt, die externen und internen Stakeholdern die mittelfristigen Ziele für Fortschritt und Auswirkungen der Neuausrichtung deutlich machen. Diese externen Kennzahlen wurden auf dem Capital Markets Day am 5. Februar 2020 veröffentlicht und sind im Folgenden beschrieben.

Beschleunigtes Wachstum, höhere Qualität und Planbarkeit der Umsätze, attraktive Marge und attraktiver Cashflow

Neben diesen externen Kennzahlen hat die Software AG eine interne Transformation Scorecard eingeführt, die die oben beschriebenen Kennzahlen um qualitative Aspekte ergänzt und den Fortschritt des Transformationsprozesses zeigt.

Finanzielle Ziele

Auf Basis des Geschäftsmodells strebt die Software AG bis 2023 die Erreichung der Umsatzmilliarde an und erwartet dabei eine hohe operative Non-IFRS-EBITA-Marge im Bereich von 25 bis 30 Prozent. Dabei wird das A&N-Segment in seiner Umsatzentwicklung bei weiterhin hohen Margen stabil erwartet. Im DBP-Segment wird mittelfristig ein durchschnittliches Wachstum von um die 15 Prozent angestrebt, was unter anderem durch die weitere Forcierung der Marktaktivitäten im Bereich IoT getrieben werden soll, wo ein dynamisches Wachstum erwartet wird. Die DBP-Marge wird mittelfristig insbesondere durch den stetigen Anstieg der wiederkehrenden Umsatzerlöse Produktgeschäft aus Subskription, Software as a Service (SaaS) und Wartung gefördert, die mittelfristig auf 85 bis 90 Prozent des Gesamtumsatzes ansteigen sollen. Darüber hinaus soll die Marge durch Produktivitätsverbesserungen im Vertrieb und durch ein wachsendes Partnernetzwerk unterstützt werden. Im Segment Professional Services wird ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich bei stabilen bis leicht ansteigenden Margen erwartet.

Nichtfinanzielle Ziele

Die Software AG strebt nach einem langfristigen und nachhaltigen Unternehmenswachstum. Die konstante Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios bildet einen wichtigen Baustein der Erfolgsstrategie der Software AG. Hierzu leisten insbesondere die Integration der getätigten Technologieakquisitionen sowie die Co-Innovation mit Kunden und Partnern einen zentralen Beitrag. Um das Wachstum voranzutreiben, hat die Software AG Faktoren für eine nachhaltige Weiterentwicklung identifiziert. Diese sind im Abschnitt Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im nachfolgenden Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem" aufgeführt. Informationen zu den bedeutsamsten Treibern der nachhaltigen Unternehmensführung finden sich in der Zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.

Strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche

Digital Business Platform (DBP)

Mit Blick auf die Geschäftsbereiche legt die Software AG ihren strategischen Fokus insbesondere auf den intensiven Ausbau des Zukunftsbereichs DBP, der über die letzten Jahre zum Hauptumsatzträger des Unternehmens geworden ist. Hintergrund ist, dass der Wandel zum digitalen Unternehmen auch die Transformation der internen IT-Architektur voraussetzt. Dabei konzentriert sich heute für Unternehmen alles auf eine ereignisgesteuerte EchtzeitPlattform, die praktisch in allen Feldern benötigt wird -von der Produktentwicklung bis hin zu Kundeninteraktionen. Das Ziel dieses Geschäftsbereichs ist es, eine vollständige, konsistente, flexible, cloudbasierte und auf modernen Architekturelementen (API, Microservices, Container, Events) aufbauende Plattform zu liefern, die dem Wettbewerb technologisch immer einen Schritt voraus ist. Hierzu entwickelt die Software AG die verschiedenen Bausteine der DBP im Rahmen ihrer F&E-Arbeit sowie mit gezielten Zukäufen kontinuierlich weiter und stärkt so ihre Technologieführerschaft in diesem Bereich. Weiterführende Informationen hierzu sind dem nachfolgenden Abschnitt Kapitalbeteiligungen sowie dem Kapitel Forschung und Entwicklung zu entnehmen.

Internet of Things (IoT)

Das IoT markiert einen Wendepunkt der digitalen Transformation. Die IoT-Lösung der Software AG, Cumulocity IoT, gibt Kunden die Freiheit, jedes "Ding" zu integrieren -zu jeder Zeit, an jedem Ort. Als führender Anbieter von Integrations- und IoT-Technologie ermöglicht es die Software AG, Produkte innerhalb weniger Minuten zu verbinden und die Amortisierungszeit zu beschleunigen. Es gibt keinerlei Einschränkungen dafür, was Kunden verbinden können, um ihren Geschäftsbetrieb bis zum Edge zu optimieren, das Kundenerlebnis zu verbessern oder neue Geschäftsmodelle einzuführen. Cumulocity IoT der Software AG wird von Branchenanalysten als ein "Leader" eingestuft und kann von Anwendern unter eigener Marke angeboten werden (White Label). Das heißt, Kunden und Partner können auf Basis der leistungsstarken, sicheren, hochverfügbaren Software AG-IoT-Plattform ihr eigenes IoT-Produktangebot entwickeln.

Adabas & Natural (A&N)

Der Geschäftsbereich A&N bietet eine solide, hochprofitable Basis, um flexible, strategische Investitionen in innovative Zukunftsfelder zu tätigen. Außerdem kann das Unternehmen in diesem Segment auf einen etablierten Kundenstamm zurückgreifen, der aussichtsreiche Absatzpotenziale für DBP-Produkte bietet. Der strategische Fahrplan für das A&N-Segment ist die Agenda Adabas & Natural 2050+. Diese hat das Unternehmen im Sommer 2016 vorgestellt und damit seine Entscheidung untermauert, das Produktportfolio A&N über das Jahr 2050 hinaus weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Mit diesem in der Branche beispiellosen Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Investitionssicherheit für ihre Kunden hat die Software AG auf eine unabhängige Umfrage reagiert, die aufgezeigt hat, dass 98 Prozent der A&N-Kunden ihre strategischen und geschäftskritischen Unternehmensanwendungen auf der Hochleistungsplattform betreiben. Mit der Langfristagenda verfolgt das Unternehmen außerdem das Ziel, seine Kunden bei dem Generationenwechsel zu unterstützen, mit dem die gesamte Softwarebranche aktuell konfrontiert ist. Die Software AG will ihren Kunden dabei helfen, das Know-how im Bereich der Unternehmensanwendungen, in dem Jahrzehnte an Entwicklungsarbeit stecken, zu sichern und auszubauen. Das Ziel ist es, den Kunden eine einzige, integrierte Plattform für die Digitalisierung zur Verfügung zu stellen, mit der sie die nächste Generation zukunftsfähiger Geschäftsanwendungen entwickeln können.

Professional Services

Die Geschäftsstrategie für das Segment Professional Services basiert auf zwei Zielen: nachhaltige Rentabilität und hohe Servicequalität. Entsprechend liegt der Fokus hier auf Projekten und Services, die das Produktgeschäft des Unternehmens ganzheitlich unterstützen. Gleichzeitig fährt die Software AG die Präsenz in Regionen mit niedrigen Gewinnerwartungen sukzessive zurück.

Kapitalbeteiligungen

Mergers-&-Acquisitions-(M&A-)Strategie

Unternehmenszukäufe und Beteiligungen sind bei der Software AG ein strategisches Instrument, um neue Märkte zu erschließen, Marktanteile auszubauen und die Technologieführerschaft zu festigen. In der 50-jährigen Firmengeschichte ist es dem Unternehmen gelungen, sich immer wieder selbst zu transformieren und neu zu erfinden - eine zentrale Voraussetzung, um angesichts rasanter Veränderungen und immer kürzerer Innovationszyklen in der heutigen IT-Welt zu bestehen. Mit den Technologieakquisitionen der vergangenen Jahre hat die Software AG neue Impulse und Know-how aufgenommen und integriert. Von 2007 bis 2018 hat das Unternehmen 21 Akquisitionen zur Weiterentwicklung des Produktportfolios getätigt. Vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung Helix wurde im Geschäftsjahr 2019 auch die M&A-Strategie neu definiert. Gezielte Übernahmen und Zukäufe sollen das organische Wachstum insbesondere in Märkten mit erheblichem Wachstumspotenzial ergänzen und beschleunigen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Akquisitionen getätigt.

Die Zentrale der M&A-Abteilung der Software AG befindet sich am Firmensitz in Darmstadt und ist stetig in engem Austausch mit dem Vorstand. Die M&A-Abteilung bewegt sich dabei in einem internationalen, stark vernetzten Ökosystem, bestehend aus zahlreichen Investmentbanken, M&A-Boutiquen, Finanzinvestoren sowie führenden IT-Unternehmen und Start-ups. Durch regelmäßige Präsenz im Silicon Valley werden die Kontakte zu den dort ansässigen Start-ups und weltweit führenden IT-Unternehmen gepflegt und weiter ausgebaut. Unter Zuhilfenahme dieses Ökosystems und stetiger Markt- und Wettbewerbsanalysen ist die Software AG in der Lage, zukünftige IT-Trends früh zu erkennen, zu prüfen und nutzbar zu machen. Ob in Europa, im Silicon Valley oder an anderen aussichtsreichen Standorten - auch in Zukunft wird die Software AG den Markt der Technologieentwicklung genau im Auge behalten, um ihr Produktangebot und ihre Marktdurchdringung durch gezielte Übernahmen zu vergrößern und ihre weltweite Präsenz auszubauen.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Steuerungskennzahlen und Monitoring

Das interne Steuerungssystem unterstützt die Erreichung der strategischen Unternehmensziele. Die Software AG fokussiert sich darauf, ihr profitables Wachstum weiter zu fördern sowie die Finanzkraft des Konzerns kontinuierlich zu stärken. So schafft sie die Voraussetzungen, um ihre Kunden einerseits bei der digitalen Transformation zu unterstützen und andererseits den Wert des Unternehmens zu steigern. Dazu hat die Software AG ein umfangreiches unternehmensinternes Steuerungssystem etabliert, das sowohl harte als auch weiche Leistungsindikatoren bei der Erfolgsmessung berücksichtigt.

Bei Zielwerten, die unterjährig nicht oder nur knapp erfüllt werden, steuert die Software AG in der folgenden Periode entsprechend nach. Dazu hat das Unternehmen einen zwischen den lokalen Commercial Teams und dem Controlling vereinbarten quartalsweise durchgeführten Standardprozess etabliert. Grundlage und Ausgangspunkt dieses Prozesses ist ein Financial-Scorecard-Modell. Werden Zielabweichungen festgestellt, werden entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet und initiiert, deren Ergebnisse anschließend in einen rollierenden Forecasting- und Budgetierungsprozess unmittelbar Eingang finden. Kernpunkt des rollierenden Forecasting- und Budgetierungsprozesses bildet ein um zwei Quartale erweiterter Planungshorizont von insgesamt sechs Quartalen. Dies ermöglicht es, die Auswirkungen entsprechender Maßnahmen bereits über das aktuelle Kalenderjahr hinaus abzubilden. Rollierend bedeutet, dass sich der Planungshorizont von Quartal zu Quartal verschiebt.

Zielerreichung 2019

in % Untere Bandbreite Obere Bandbreite Finanzkennzahlen 2019
Produktumsatz Digital Business Platform (exkl. Cloud & IoT) 1,2 -6 +0 -3
Produktumsatz DBP Cloud & IoT 1 +75 +125 +38
Produktumsatz Adabas & Natural 1,3 -3 +3 +3
Operative Ergebnismarge (Non-IFRS) 4 28,0 30,0 29,2

1 Währungsbereinigt
2 Ursprüngliche Prognose von +3 % bis +7 % wurde im Juli 2019 auf - 6 % bis 0 % gesenkt.
3 Ursprüngliche Prognose von -5 % bis +0 % wurde im April 2019 auf - 3 % bis +3 % erhöht.
4 Vor Berücksichtigung nichtoperativer Einflussfaktoren (vgl. Non-IFRS Ergebnisreporting).

Unternehmensweite Finanzkennzahlen

Von hoher strategischer Bedeutung für die Steuerung des Konzerns sind vor allem der währungsbereinigte DBP-Umsatz (exkl. Cloud & IoT), der DBP Cloud & loT-Umsatz, der A&N-Produktumsatz sowie die operative Ergebnismarge (Non-IFRS). Im Zentrum der unternehmensinternen Steuerung steht die operative Ergebnismarge (Non-IFRS). Diese Kennziffer berechnet sich wie folgt:

Operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS)

Ergebnis vor allen Steuern und Zinsaufwendungen (EBIT)

+ Akquisitionsbedingte Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

+ Akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze durch Kaufpreisallokationen

+/- Sonstige akquisitionsbedingte Ergebniseffekte

+/- Aufwendungen / Erträge aus aktienkursabhängigen Vergütungen

+ Restrukturierung / Abfindungen / Rechtsstreitigkeiten

= Operatives Ergebnis (EBITA, Non-IFRS)

Die operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) ergibt sich aus dem EBITA (Non-IFRS) dividiert durch den um akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze bereinigten Konzerngesamtumsatz.

Wie für Unternehmen der Softwarebranche üblich sind für die Software AG kapitalorientierte Steuerungsgrößen von untergeordneter Bedeutung. Das liegt daran, dass das Geschäftsmodell nur in geringem Maße Kapital bindet. Der größte Aufwandsblock im Geschäft der Software AG ist, wie unter Ziffer [14] des Konzernanhangs dargestellt, der Personalaufwand. Weitere wichtige Kennzahlen liefern die Segmente sowie Erlösarten, auf denen das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert.

Um auch steuerliche Aspekte und das Finanzergebnis zu berücksichtigen, weist die Software AG die Kennziffer Operatives Nettoergebnis je Aktie (Non-IFRS) aus. Diese errechnet sich wie folgt:

Operatives Nettoergebnis je Aktie (Non-IFRS)

Ergebnis vor Ertragsteuern

+ Sonstige Steuern

+/- Finanzergebnis

Ergebnis vor allen Steuern und Zinsaufwendungen (EBIT)

+ Akquisitionsbedingte Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

+ Akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze durch Kaufpreisallokationen

+/- Sonstige akquisitionsbedingte Ergebniseffekte

+/- Aufwendungen/Erträge aus aktienkursabhängigen Vergütungen

+ Restrukturierung / Abfindungen / Rechtsstreitigkeiten

Operatives Ergebnis EBITA (Non-IFRS)

+/- Finanzergebnis

- Sonstige Steuern

Operatives Ergebnis vor Ertragsteuern

- Ertragsteuern ermittelt zu den Ertragsteuersätzen des Konzerns

Operatives Nettoergebnis (Non-IFRS)

Dividiert durch die durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien

= Operatives Nettoergebnis je Aktie (Non-IFRS)

Segmentkennzahlen

Im Produktgeschäft stehen Steuerungskennzahlen im Vordergrund, welche die Effizienz im Vertriebsbereich abbilden. Die Effizienzentwicklung wird durch die Vertriebsaufwandsquote ausgedrückt, die den Vertriebsaufwand im Produktbereich in Relation zu den zugehörigen Produktumsätzen abbildet. Die der Optimierung der Vertriebsaufwandsquote zugrunde liegenden Einflussfaktoren werden mithilfe weiterer Effizienzkennzahlen ermittelt, beispielsweise der Entwicklung des Umsatzes pro Vertriebsmitarbeiter bzw. der Entwicklung der durchschnittlichen Auftragsgröße.

Im Professional-Services-Bereich stellt insbesondere die im Segmentbericht ausgewiesene Segmentmarge (Umsatz abzüglich Herstellkosten und Vertriebsaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz) eine wichtige Steuerungskennzahl dar. Sie wird im Wesentlichen durch die Auslastung der im Bereich Delivery tätigen Mitarbeiter, den Vertriebsaufwand und die Kosten pro Mitarbeiter beeinflusst, die durch die Steuerung des On- / Off-Shore- bzw. High-/Low-Cost-Anteils optimiert werden.

Monitoring der Erlösarten

Bis zum 31. Dezember 2017 berichtete die Software AG die Erlösarten Lizenzen, Wartung und Dienstleistungen, wobei die Lizenzumsätze den wesentlichen Wachstumstreiber für die Wartungs- und Dienstleistungsumsätze darstellten. Infolge der zunehmenden Bedeutung zeitlich begrenzter Lizenz-, Miet- und Nutzungsmodelle in der Softwarebranche hat die Software AG seit dem Geschäftsjahr 2018 im DBP-Segment die Erlösart "Software as a Service/nutzungsbasiert" (SaaS) aufgenommen. Bei "Software as a Service" erwirbt der Kunde ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht inklusive des Betriebs der Software (Hosting).

Aufgrund des erwarteten steigenden Anteils einjähriger subskriptionsbasierter Lizenzmodelle mit einer der ratierlichen Umsatzrealisierung angenäherten Realisation (im Gegensatz zur sofortigen Umsatzrealisierung einer Dauerlizenz bei Vertragsbeginn) ist das Monitoring der Vertriebsleistung allein auf Basis von Umsätzen nicht mehr ausreichend. Deshalb hat die Software AG zwei zusätzliche Kennzahlen implementiert, die den Vertriebserfolg unabhängig von der jeweiligen Umsatzrealisierung der verschiedenen Lizenzvertragstypen normiert ausweist, nämlich die Kennzahlen "Bookings" (normalisierter Auftragseingang) und "ARR" (annualisierte wiederkehrende Umsatzerlöse).

Bookings (normalisierter Auftragseingang)

Die Kennzahl Bookings weist die Vertriebsleistung einer Berichtsperiode auf Basis des Auftragseingangs aus. Um die Auftragseingänge über die verschiedenen Lizenzmodelle hinweg vergleichbar zu machen, werden diese auf drei Jahre normalisiert und wie folgt berechnet:

Lizenzen zeitlich unbegrenzt Voller Auftragswert
Wartungsleistungen auf neue zeitlich unbegrenzte Lizenzen 3 Jahre Wartungsleistungen
Subskriptionsverträge 1 Vertragsvolumen dividiert durch die Vertragslaufzeit multipliziert mit 3 Jahren
Software as a Service (SaaS) 1 Vertragsvolumen dividiert durch die Vertragslaufzeit multipliziert mit 3 Jahren
Nutzungsabhängige Lizenzmodelle inkl. Wartung Der Auftragseingang entspricht dem gebuchten Umsatz basierend auf der gemessenen Nutzung im jeweiligen Quartal

1 Verträge mit einer Laufzeit kleiner als 90 Tage werden nicht als Auftragseingang gewertet. Ferner werden Verträge mit einer Vertragslaufzeit kleiner als 360 Tage mit ihrem Vertragsvolumen als Auftragseingang herangezogen.

Annual Recurring Revenue (ARR)

Diese Kennzahl zeigt den annualisierten Auftragswert 2 der am Ende des Berichtszeitraumes aktiven Verträge mit wiederkehrenden Umsatzerlösen. ARR ist somit ein Indikator für die zu erwartenden wiederkehrenden annualisierten Zahlungsströme bei Fortführung der aktiven Verträge folgender Vertragstypen:

Befristete Lizenzen / Subskriptionslizenzen

Wartung aus befristeten und unbefristeten Lizenzen

SaaS-Lizenzen

Nutzungsbasierte Lizenzen 3

Daneben überwacht die Software AG kontinuierlich in einer mehrdimensionalen Matrixstruktur die EBITA-Entwicklung jedes Profit- und Cost-Centers. Die Matrix ist nach Geschäftsbereichen, nach Erlösarten sowie innerhalb der Geschäftsbereiche regional untergliedert. Darüber hinaus beobachtet das Unternehmen stets das operative Ergebnis des Dienstleistungsgeschäfts auf Projektebene -von der Angebotserstellung bis zum Projektabschluss. Eines der wichtigsten Ziele ist die stetige Verbesserung der Vertriebseffizienz. Diese erreicht die Software AG durch ihre kundenzentrierte Go-to-Market-Strategie (Vertriebs- und Marktbearbeitungsstrategie). Weiteres Potenzial bei Marktabdeckung und Wachstum ergibt sich durch eine regionenübergreifende Vertriebs- und Servicestruktur sowie den sukzessiven Ausbau des Partnernetzwerks.

2 Auftragswert aller aktiven Verträge am Periodenende (ohne Einmaleffekte) geteilt durch die Vertragslaufzeit in Monaten mal 12.
3 Realisierter Monatsumsatz von nutzungsbasierten Lizenzverträgen am Periodenende mal 12.

Total Contract Value (TCV)

Der TCV zeigt die aus den Vertragsabschlüssen einer Periode vertraglich vereinbarten Cashflows jeweils bis zum Vertragsende. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die Vertriebsleistung der jeweiligen Periode und beinhaltet die erwarteten Cashflows bis zum Vertragsablauf aus Dauerlizenzen, Subskription und SaaS des Produktgeschäfts.

Steuerung von Kosten und Cashflow

Alle Kostenpositionen im Konzern unterliegen einer strengen und umfassenden Budgetkontrolle und werden entsprechend ihren Funktionsbereichen (F&E, Vertrieb, Verwaltung) klar definierten Controlling-Bereichen zugeordnet. Monatlich werden die Profit- und Cost-Center dahingehend überprüft, ob die Budgets eingehalten wurden, wie sich die prognostizierten Kosten entwickeln und wie sich die Kostenentwicklung im Vergleich zur Umsatzentwicklung verhält. Die Grundlage bildet ein dynamisches Budgetmodell, welches das Kostenbudget in Relation zur Umsatzentwicklung in den wesentlichen Komponenten flexibel gestaltet. Um die geplante Profitabilität zu erreichen bzw. zu übertreffen, passt die Software AG das Kostenbudget unterjährig bedarfsgerecht an.

Wesentlichen Einfluss auf den Cashflow hat das Forderungsmanagement. Dieses wird zentral von der Software AG gesteuert und in den Landesgesellschaften dezentral operativ umgesetzt. Dabei unterliegt das Forderungsmanagement diversen internen Kontrollprozessen.

Die Cash-Steuerung erfolgt zentral am Unternehmenssitz in Darmstadt. Dafür verwendet das Unternehmen ein weltweit standardisiertes Cash-Management-System, mit dem die Anlagestrategie optimiert und Anlagerisiken minimiert werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenswert der Software AG wird, neben den finanziellen Kennzahlen, durch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bestimmt. Diese sind nach Überzeugung der Software AG Bausteine für ihren nachhaltigen Unternehmenserfolg. Um zu verdeutlichen, wie das Unternehmen die jeweiligen Leistungsindikatoren misst, finden sich in der folgenden Tabelle Beispiele zur Operationalisierungspraxis.

Leistungsindikator Beispiele für Operationalisierung
Strategische Produktpositionierung im Markt Externe Analystenbewertungen
Kundenzufriedenheit und -loyalität sowie Kunden-Feedback Durchschnittliche Auftragsgrößen, Kündigungsraten von Wartungsverträgen, regionale Entwicklungen, Kundenzufriedenheitsanalysen
Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung Erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile, Betriebszugehörigkeit, Fluktuation
Forschung und Entwicklung Anzahl der Produktversionszyklen, Analystenbewertungen
Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten Vertriebseffizienz und -effektivität
Partnernetzwerk Anzahl der Vertriebs- und Technologiepartner, Umsatz über Partner oder durch Partner beeinflusst
Antikorruption Schulungsquote Code of Conduct

Unternehmensspezifische Frühwarnindikatoren

Bei den Frühwarnindikatoren, die von der Software AG verwendet werden, ist zwischen bereichsübergreifenden und bereichsspezifischen Indikatoren zu unterscheiden.

Der wesentliche bereichsübergreifende Frühwarnindikator ist die Entwicklung des Lizenzgeschäfts, da die Lizenzverkäufe die Profitabilität des Unternehmens sowohl direkt als auch indirekt über das resultierende Wartungs- und Professional-Services-Geschäft beeinflussen. Für die Entwicklung des Lizenzgeschäfts ist die zu Beginn einer Berichtsperiode vorhandene qualifizierte Projektpipeline der entscheidende Frühwarnindikator. In dieser qualifizierten Projektpipeline werden die vorhandenen Opportunitäten in Höhe und Wahrscheinlichkeit evaluiert und in Relation zu den erwarteten Umsätzen gesetzt. Da im Laufe des Vertriebsprozesses Opportunitäten naturgemäß sukzessive entweder ausqualifiziert, verschoben, verloren oder kontrahiert werden, ist die Relation zwischen Pipeline und Umsatz nicht fix, sondern unterliegt bis zum Ende einer Berichtsperiode einer permanenten Veränderung. Um die Komplexität dieses Frühwarnindikators aktiv zu gestalten, verwendet die Software AG ein entsprechendes Customer-Relationship-Management-Tool, das die Relation zwischen existierender Pipeline und erwartetem Umsatz in Echtzeit ausweist. So sollte zu Beginn eines Quartals der Wert der Opportunitäten eines Quartals mindestens das Dreifache des erwarteten Umsatzvolumens betragen. Ist dies nicht der Fall, müssen die Aktivitäten im Lizenzvertrieb entsprechend intensiviert werden.

Mit dem Geschäftsjahr 2018 wurde die Kennzahl ARR als Indikator für die zukünftige Entwicklung ergänzt, die im Rahmen des Produktgeschäfts die erwarteten künftigen wiederkehrenden Cashflows abbildet. Des Weiteren spielt der Auftragseingang im Bereich Professional Services und in Teilbereichen des Produktgeschäfts als wesentlicher Indikator für die zukünftige Unternehmensentwicklung eine Rolle. So wird im Bereich Professional Services der Auftragseingang der akquirierten Professional-ServicesProjekte monatlich berichtet. Dabei ist in der Regel nur der Auftragseingang bei Werkverträgen klar quantifizierbar, während bei Dienstleistungsverträgen mit den Kunden nur ein voraussichtliches Volumen vereinbart wird. Da sowohl die Auftragslosgrößen als auch die Auftragseingangszeitpunkte nicht gleich verteilt sind, kann der Auftragseingang deutlich schwanken, sodass die Software AG im Professional-Services-Bereich der Entwicklung des Auftragsbestands eine höhere Bedeutung als dem Auftragseingang beimisst. Der Auftragsbestand am Ende einer Periode ist definiert als Anfangsbestand einer Periode zuzüglich aller Auftragseingänge dieser Periode abzüglich aller in der Periode realisierten (abgearbeiteten) Auftragseingänge. Die Entwicklung des Auftragsbestands in einer Berichtsperiode sollte dabei etwa mit den gleichen Wachstumsraten steigen wie das avisierte Umsatzwachstum der Folgeperioden. Ist dies nicht der Fall, müssen die Vertriebsaktivitäten im Geschäftsbereich Professional Services intensiviert werden.

Ein weiterer bereichsspezifischer Frühwarnindikator ist die Kündigungsrate bei Wartungsverträgen. Aufgrund vertraglich definierter Kündigungsfristen lassen sich mithilfe der unterjährig eingegangenen Kündigungen, verbunden mit den erwarteten Lizenzumsätzen, Rückschlüsse auf die Wartungsumsatzentwicklung der nachfolgenden Berichtsperioden ziehen. Bei Kündigungsraten von 6 bis 7 Prozent kann die Software AG erfahrungsgemäß bei positiver Lizenzumsatzentwicklung ceteris paribus (unter sonst gleichen Bedingungen) steigende Wartungsumsätze im Vergleich zum Vorjahr von währungsbereinigt um die 3 (2019: 2,7) Prozent erwarten.

Integriertes Managementsystem

Ein ergänzendes Steuerungssystem ist das 2016 implementierte integrierte Managementsystem, das mittlerweile die Bereiche Qualitätsmanagement, Business-Continuity-Management und Informationssicherheits-Management (Cloud) beinhaltet. Es wurde initiiert, um adäquat auf die gestiegenen Compliance-Anforderungen der Kunden reagieren zu können.

Mit der Festlegung interner Qualitätsziele und der kontinuierlichen Überprüfung ihrer Einhaltung anhand von Management-Reviews sowie dem Monitoring von Qualitätskennziffern schafft die Software AG eine Unternehmenskultur, die sich hohen Qualitätsstandards verschrieben hat. Dies wurde durch eine erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 9001:2015 bestätigt.

Durch eine gezielte Analyse der Unternehmensprozesse und der dazugehörigen IT-Systeme hat die Software AG Strategien entwickelt, um die aus Kundensicht kritischsten Prozesse aufrechtzuerhalten bzw. schnellstmöglich wiederherstellen zu können. Dazu gehören unter anderem Konzepte zur redundanten Datenhaltung. Durch ein regelmäßiges Training der weltweiten Incident-Response-Teams und kontinuierliches Testen von Krisen-Szenarios stellt das Unternehmen jederzeit seine Bereitschaft sicher. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wurde durch die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 22301:2012 (Business-Continuity-Management) bestätigt.

Weitere Informationen zur Qualitätssicherung sowie zu dem nach ISO 27001 zertifizierten Cloud-Informationsmanagement-System (Cloud-IMS) finden sich in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung im Kapitel "Aspekte" unter dem Abschnitt Kundenbelange.

Forschung und Entwicklung

Strategische Ausrichtung

Ziel der Software AG ist es, die Daten der innovativsten Unternehmen der Welt in Werte zu verwandeln. Was die Software AG als Datenpionier mit einer 50-jährigen Tradition antreibt, sind Unternehmergeist, Ideenreichtum und der Wille, die Unabhängigkeit ihrer Kunden zu stärken -ein Start-up, das erwachsen geworden ist.

Innovationskraft und operative Exzellenz bleiben bei der Software AG die Eckpfeiler erfolgreicher Forschung und Entwicklung. Gezielte Technologiezukäufe und die eigene Forschung und Entwicklung sowie daraus resultierende Innovationen bilden die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg der Software AG.

Durch ständige Weiterentwicklung des eigenen Portfolios, Partnerschaften und Co-Innovationsprojekte mit Kunden sowie gemeinsame Forschungsprojekte mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups stellt die Software AG sicher, auf Basis aktueller Technologietrends stets die praktischen Bedürfnisse ihrer Kunden adressieren zu können.

Ziel der F&E-Aktivitäten ist es, das Produktportfolio unter der Berücksichtigung von Kundenanforderungen sowie betriebswirtschaftlichen Belangen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Megatrends Internet of Things (IoT), Datenvisualisierung und -analyse sowie Maschinenlernen.

Innovationen und Sicherheitskompetenz

Die Software AG strebt sowohl organisches als auch Wachstum durch Zukäufe an. Viele ihrer Produkte sind zukunftsweisend und führend im Markt. Die Software AG arbeitet im Bereich F&E im Rahmen ihres Co-Innovationsansatzes eng mit ihren Kunden und strategischen Partnern zusammen, zum Beispiel mit Siemens und Microsoft. Sie ist Mitglied in diversen Standardgremien und Open-Source-Projekten, beteiligt sich an verschiedenen Forschungsprogrammen und hat seit 2017 einen wissenschaftlichen Beirat (Scientific Advisory Board). Ebenso unterstützt und fördert das Unternehmen Innovationen, die von den Mitarbeitern kommen und in internen Projekten oder Veranstaltungen entwickelt werden.

Eine weitere wichtige Komponente für den Zugewinn an Know-how sind innovative Technologieakquisitionen. Weiterführende Informationen zur Konzernstruktur und zur Mergers-&-Acquisitions-(M&A-)Strategie finden sich in den Grundlagen des Konzerns.

Das erworbene Know-how sichert die Software AG zudem rechtlich mit Patenten ab. Details zur Patentpraxis der Software AG sind im Abschnitt "Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken und Chancen" des "Chancen- und Risikoberichts" unter Rechtliche Risiken aufgeführt.

Sicherheit

Die Sicherheit der Softwareentwicklung gewährleistet ein auf OpenSAMM basierendes Sicherheitssystem. Die Einhaltung gängiger Sicherheitsprozesse schon während der Entwicklung ist ein Garant für eine hohe Softwaresicherheit. Darüber hinaus beschäftigt das Unternehmen externe Sicherheitsberater, welche die Software auf Schwachstellen untersuchen, um ihre Sicherheit kontinuierlich zu verbessern. In Deutschland arbeitet die F&E-Abteilung der Software AG mit dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) zusammen, das auf die Prozessaspekte der sicheren Softwareentwicklung spezialisiert ist.

F&E-Steuerungskennzahlen

Für die Software AG steht bei der Entwicklung von Produkten und Lösungen der Kundennutzen an erster Stelle. Der Kundennutzen und die daraus resultierende Kundenzufriedenheit und -loyalität werden anhand des Net Promoter Score (NPS) gemessen. Diesen NPS misst die Software AG an unterschiedlichen Punkten des Kundenlebenszyklus (Vertragsverhandlungen, Projektumsetzung, Support-Fälle usw.).

Außerdem untersucht die Software AG, insbesondere für neue Lösungen, inwiefern sie die Kundenerwartungen erfüllen und deshalb entsprechend eingesetzt werden.

Neben der Kundenakzeptanz bewertet die Software AG auch ihre Innovationskraft, die anhand der angemeldeten Patente gemessen wird.

Ergänzt werden diese strategischen Indikatoren durch eine Vielzahl operativer Kennzahlen, die Teil eines Frühwarnsystems sind.

Mitarbeiter und Standorte

Dank intensiver F&E-Tätigkeit ist die Software AG ein Pionier und Innovationsführer in der Softwarebranche. Mit der ersten Digital Business Platform hat sie Ende 2014 neue Standards gesetzt und arbeitet permanent an der Weiterentwicklung ihres Produktportfolios. Im Berichtsjahr 2019 hat das Unternehmen unter anderem umfangreiche Produkt-Updates auf den Markt gebracht sowie intensiv am Wachstumsthema IoT gearbeitet.

Entsprechend der hohen strategischen Bedeutung der F&E für den Konzern wächst die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich seit 2014 kontinuierlich und hat 2019 mit 1.419 (Vj. 1.310) Mitarbeitern einen neuen Höchststand erreicht. Die Software AG ist in den folgenden Ländern mit F&E-Standorten vertreten:

F&E-Standorte

USA

Großbritannien

Belgien

Deutschland

Slowakei

Bulgarien

Indien

Israel

Malaysia

Weiterentwicklung des Produktportfolios

Im Geschäftsjahr 2019 lag der Schwerpunkt des F&E-Bereichs auf einer kundenzentrierten Entwicklung mit besonderem Fokus auf einem komplementären Produktportfolio, der Integration von Technologien neuer Partner und übernommener Unternehmen in die Produktfamilien DBP und A&N sowie auf der Umsetzung der Co-Innovationsstrategie. Die zentralen F&E-Themen im DBP-Bereich waren das digitale Unternehmen (Cloud, Analytics, Datenintegration und API-Management) sowie das IoT (PlattformServices, Device-Management sowie Daten-Streaming und Analytics). Im Bereich A&N wurde schwerpunktmäßig am Re-Hosting und an Hardwareoptimierungen gearbeitet. Für den Innovationsprozess kommen Ansätze wie Scrum und Design-Thinking sowie Testautomation zum Einsatz.

Partnerschaften und Co-Innovation

2019 war ein wichtiges Jahr für neue Partnerschaften: Mit Microsoft konnte die Software AG nicht nur einen weiteren strategischen Cloud-Infrastruktur-Anbieter für ihre Produkte gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Microsoft erstreckt sich auch auf die Entwicklung und Bereitstellung neuer und gemeinsamer Lösungen, die im riesigen MicrosoftNetzwerk relevant sind und der Software AG so neue Märkte erschließen. Im Rahmen dieser neuen Partnerschaft profitiert die IoT-Lösung der Software AG, Cumulocity IoT, nicht nur von der Microsoft-Azure-Infrastruktur, sondern auch von Microsoft-Daten- und -Analyseservices wie Azure Data Lake, Power BI oder Azure Machine Learning. Für die Integrations- und API-Produkte des Unternehmens (webMethods) bedeutet dies, dass die Software AG nun auch Cloud-Migrationen schützen und beschleunigen kann.

Außerdem wurde die Software AG Mitglied der Open Data Initiative (ODI), eines Branchenkonsortiums, das von Microsoft, Adobe und SAP gegründet wurde. Die ODI stellt eine Plattform für eine einheitliche, umfassende Datensicht bereit und kombiniert und reichert Daten aus allen Geschäftsbereichen und Systemen an, um Echtzeit-Informationen in Anwendungen und Services einzuspeisen.

Eine weitere wichtige Partnerschaft, die 2019 geschlossen wurde, ist die mit Adobe. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, Unternehmen bei der Transformation ihres Customer Experience Managements zu unterstützen. Dafür werden Kundendaten aus ihren verschiedenen Unternehmenssystemen in einem zentralen Profil zusammengeführt.

F&E-Aufwendungen und interne Ausrichtung

Die Ausgaben für F&E erhöhten sich 2019 um 6 Prozent auf 131,3 (Vj. 124,4) Millionen Euro. Entsprechend stieg ihr Anteil am Produktumsatz (Lizenzen, Wartung und SaaS) von 18,2 Prozent im Vorjahr auf 18,7 Prozent im Geschäftsjahr 2019. Dieser Anstieg ist bedingt durch erhöhte F&E-Investitionen in Höhe von 105,1 (Vj. 100,6) Millionen Euro in den Wachstumsbereich DBP. Um die Position als Innovationsführer zu stärken, setzt die Software AG gezielt auf die Produkte und Märkte im Digitalbereich - als eine langfristige Kapitalanlage in die Zukunft. Die Software AG treibt die Evaluierung und Entwicklung neuer Technologien für das digitale Unternehmen konsequent voran und verfolgt somit eine nachhaltige und kundenzentrierte Investitionsstrategie. Ein weiterer Grund für das mit dem Geschäftsjahr 2017 angestiegene Niveau der F&E-Ausgaben liegt in der Ende 2016 eingeführten Strategie, das Datenbankgeschäft mit der Produktfamilie A&N über das Jahr 2050 hinaus weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Dieses Innovationsprogramm schlug sich sowohl 2018 als auch 2019 in einem Anstieg der A&N-Lizenzerlöse nieder.

Darüber hinaus wurden die Ausgaben für Nearshore- und Offshore-Kapazitäten, vor allem durch Mitarbeiteraufbau in Indien, erhöht. Damit verfolgt die Software AG eine effiziente Verteilung der F&E-Ausgaben unter Einbeziehung von Entwicklungskapazitäten in verschiedenen Ländern.

Mehrperiodenübersicht zum Bereich F&E

in Mio. EUR 2019 +/-
in %
2018 2017 2016 2015
F&E-Aufwendungen für A&N 26,2 10 23,8 23,8 22,5 20,7
F&E-Aufwendungen für DBP 105,1 4 100,6 96,9 89,9 85,7
Insgesamt 131,3 6 124,4 120,6 112,4 106,4
in % vom Produktumsatz 18,7 - 18,2 17,8 16,7 15,7
in % vom Gesamtumsatz 14,7 - 14,4 13,7 12,9 12,2
F&E-Mitarbeiter (Vollzeitstellen) 1.419 8 1.310 1.176 1.110 992

Mittlerweile unterhält das Unternehmen in Indien drei große und leistungsstarke Entwicklungszentren, in Bangalore, Chennai und Hyderabad. Die Standortstrategie orientiert sich an der globalen Verfügbarkeit ausgezeichneter Talente und verteilt entsprechend Produktverantwortung an die F&E-Standorte. Des Weiteren wird der Ressourceneinsatz der Software AG durch die gezielte Kombination von Technologiezukäufen und Eigenerstellung optimiert.

Aus diesen Gründen ist die Anzahl der Mitarbeiter im F&E-Bereich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 1.419 (Vj. 1.310) Mitarbeiter gestiegen (umgerechnet auf Vollzeitkräfte). Das entspricht einer Erhöhung von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und zeigt die nachhaltige Zukunftsorientierung des Unternehmens. Im Berichtsjahr waren die F&E-Experten in 17 Ländern weltweit tätig, der Großteil davon in Deutschland, Indien, den USA und Bulgarien.

Kooperation mit Wissenschaft und Forschung

Der wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board) der Software AG hat auch 2019 wieder wichtige Impulse zu Technologietrends gegeben. Das stärkt die Weiterentwicklung des Produktportfolios, wovon in erster Linie die Kunden profitieren werden. Aufgabe des wissenschaftlichen Beirats ist es, die F&E-Aktivitäten der Software AG zu unterstützen; dabei nimmt er eine beratende Funktion ein und handelt nicht als gesellschaftsrechtliches Kontrollorgan. Welche Schwerpunkte gesetzt werden, entscheiden die Mitglieder des Beirats mindestens einmal pro Jahr. Neben Topmanagern der Software AG setzt sich das Gremium aus externen Vertretern aus Wissenschaft und Forschung zusammen, die für eine Amtsdauer von mindestens drei Jahren berufen werden.

Auch im Geschäftsjahr 2019 beteiligte sich die Software AG gemeinsam mit anderen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wieder an zahlreichen öffentlich geförderten Forschungsprojekten. Durch diesen Know-howTransfer zwischen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft lassen sich Markt- und Technologietrends frühzeitig erkennen. Diese exklusiven Einsichten nutzt die Software AG, um ihren Kunden ein breites Spektrum erstklassiger Innovationen anbieten zu können. Im Folgenden sind einige der aktuellen Forschungsprojekte beschrieben:

Ziel des AMCOCS-Projekts ist die Entwicklung einer auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Plattform für digitale Test- und Zertifizierungsverfahren in der additiven Fertigung (3D-Druck). Mithilfe von KI können noch vor dem Ausdruck zuverlässige Prognosen über die Qualität der gedruckten Bauteile und die Güte des Fertigungsprozesses getroffen werden. AMCOCS kann zeitaufwendige und teure manuelle Prozesse verbessern, beschleunigen oder sogar ersetzen. Diese Senkung der Kosten und des Zeitaufwands ist eine wichtige Voraussetzung für die Einführung des 3D-Drucks im verarbeitenden Gewerbe.

Im Rahmen des Projekts EVAREST sollen Datenströme aus der Lebensmittelproduktion in verwertbare Datenprodukte verwandelt und Lebensmittelherstellern so neue Umsatzfelder erschlossen werden. Dank EVAREST können sie Daten aus ihren Sensoren, Maschinen und Fabriken, die bisher nur der Optimierung und Überwachung der Produktion dienten, verwerten und beispielsweise dem Handel oder Informations- oder Finanzdienstleistern als Wirtschaftsgut anbieten. So schafft EVAREST einen finanziellen Anreiz für Lebensmittelproduzenten, ihre Daten anderen zur Verfügung zu stellen und so in Deutschland die Entwicklung einer Echtzeit-Datenwirtschaft voranzutreiben.

Die Bevölkerung in Europa altert schnell, und 2050 wird jeder dritte Europäer über 60 Jahre alt sein. Das wirkt sich auch auf die Arbeitswelt aus, denn das Durchschnittsalter der Belegschaften wird natürlich ebenfalls ansteigen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt sustAGE will deshalb erreichen, dass Arbeitnehmer später in Rente gehen und länger gesund bleiben. Dafür entwickelt sustAGE auf Basis des Internets der Dinge ein digitales Empfehlungssystem, das Arbeitnehmern helfen soll, ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten und ihre Aufgaben entsprechend ihrer individuellen Konstitution auszuführen. Darüber hinaus sollen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz verbessert werden. Insgesamt leistet sustAGE einen wichtigen Beitrag zur Abfederung der Folgen des demografischen Wandels in der Arbeitswelt.

ZDMP befasst sich mit der Entwicklung einer digitalen Plattform für die (teil)automatisierte Null-Fehler-Produktion. In der Fertigung werden Fehler definiert als Abweichung eines Produkts oder Prozesses von den festgelegten Spezifikationen oder Eigenschaften. Je früher im Produktionsprozess man solche manchmal extrem kostspieligen Fehler entdeckt, umso schneller und kostengünstiger können sie behoben werden. Hier setzt ZDMP an: Durch den Einsatz von Echtzeit-Datenanalyse und KI werden Fehler nicht nur in einem frühen Produktionsstadium erkannt, sondern können auch exakt prognostiziert werden. Wegen der so erzielten Kosteneinsparungen leistet ZDMP einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie.

Sonstiges Engagement in Forschung und Entwicklung

Die Software AG engagiert sich in vielen nationalen und europäischen Gremien, Verbänden und Organisationen. So kann sie schnell auf zukünftige Herausforderungen reagieren, Standards setzen und den digitalen Wandel inklusive seiner gesellschaftlichen Folgen zum Wohle aller gestalten. Ein Beispiel dafür ist das Engagement der Software AG in der Plattform Industrie 4.0, die sich nicht nur mit technologischen, sondern auch mit gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekten von Industrie 4.0 auseinandersetzt. Die Software AG ist im Lenkungskreis der Plattform vertreten, arbeitet in mehreren Arbeitsgruppen mit und stellt den Co-Vorsitzenden des Forschungsbeirats der Plattform.

Netzwerkmitgliedschaften und politische Mitgestaltung (Auswahl)

Organisation Zusätzliche Informationen
BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. bdi.eu
BDVA - Big Data Value Association bdva.eu
Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. bitkom.org
DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH dfki.de
GI - Gesellschaft für Informatik e. V. gi.de
House of IT e. V. house-of-it.eu
ITEA 3 itea3.org
Plattform Industrie 4.0 plattform-i40.de
Plattform Lernende Systeme plattform-lernende-systeme.de
Rat für Informationsinfrastrukturen (RFII) www.rfii.de
Software Campus softwarecampus.de
Software-Cluster software-cluster.org

Wirtschaftsbericht

Überblick über den Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum hat sich 2019 weiter verlangsamt. Im dritten Quartal 2019 legte die weltweite Produktion nur um 0,8 Prozent zu, für das vierte Quartal prognostizierte der IfW-Indikator eine weitere Abkühlung. Insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat sich die Konjunktur im vergangenen Jahr weiter verschlechtert, während sie sich in vielen Schwellenländern stabilisiert hat und gegen Jahresende sogar wieder aufwärts tendierte. Prägend für die konjunkturelle Schwäche sind vor allem die Industrie und der Welthandel, die ab dem Jahreswechsel 2017/18 zunehmend an Schwung verloren haben. Die Schwellenländer profitierten dabei noch von der Produktion in China, deren Entwicklung zwar deutlich verlangsamt, aber immer noch aufwärtsgerichtet war.

Für das Gesamtjahr 2019 prognostiziert das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) nun einen Anstieg der Weltproduktion um 3,0 Prozent. Dies ist damit die geringste Rate seit der großen Rezession im Jahr 2009. 2018 hatte das Plus noch bei 3,7 Prozent gelegen.

Auch die zuvor recht robuste Konjunktur in den USA hat zuletzt an Fahrt verloren. Dabei verlangsamte sich insbesondere die Investitionstätigkeit spürbar. Zudem liefen die kräftigen fiskalischen Impulse aus, die 2018 gesetzt worden waren, und die Exporte wurden schwächer. Im dritten Quartal 2019 legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent zu; danach verlor die kräftige Konsumnachfrage jedoch an Fahrt und die Unternehmensinvestitionen gaben erneut nach. Für das Gesamtjahr 2019 prognostiziert das IfW ein Wachstum von 2,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im Vorjahr.

Im Euroraum hat die Konjunktur seit Anfang 2018 ebenfalls spürbar an Schwung verloren, insbesondere da die Wertschöpfung in der Industrie aufgrund fehlender außenpolitischer Impulse nachgab. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal 2019 dank eines höheren privaten Konsums und etwas stärkerer Exporte um 0,2 Prozent. Dennoch schwächte sich 2019 das Wachstum auf ein Niveau von 1,2 Prozent ab, nachdem es im Vorjahr noch bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

In Deutschland stand das Jahr 2019 weiterhin im Zeichen des Abschwungs, der bereits im Vorjahr eingesetzt hatte. Dazu hat insbesondere das eingetrübte weltwirtschaftliche Umfeld beigetragen, wobei vor allem die globalen Unsicherheiten die auf die Produktion von Investitionsgütern spezialisierte deutsche Wirtschaft belastet haben. Für 2019 rechnet das IfW dementsprechend nur mit einem Wachstum von 0,5 Prozent nach 1,5 Prozent im Jahr 2018.

Branchenumfeld und Einflussfaktoren

Das Geschäft der Software AG ist eng an die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft gebunden. Denn Software ist der fundamentale Werkstoff und Treiber für Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT). Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wird entscheidend von der Fähigkeit abhängen, softwarebasierte Produkte und Dienstleistungen mit höchster Qualität zu erstellen. Softwarekompetenz wird auch die Voraussetzung dafür sein, dass Deutschland seine führende Stellung im Ingenieurwesen halten und seine Position als führende Exportnation untermauern kann. Von einer dynamischen und erfolgreichen deutschen Softwareindustrie gehen starke Impulse für sämtliche Wirtschaftszweige und damit für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft aus. Innovative Produkte und Dienstleistungen sind ohne Software in Zukunft nicht mehr denkbar. Diese Gegebenheiten haben auch im Geschäftsjahr 2019 positive Impulse für die Geschäftsentwicklung der Software AG gegeben. Umgekehrt ist es überlebenswichtig für die Softwareindustrie, auf eine stabile, sichere und leistungsfähige Infrastruktur zugreifen zu können. Dazu gehört, neben klaren rechtlichen Rahmenbedingungen etwa bezüglich der Sicherheit von Cloud-Angeboten, auch der Ausbau schneller Breitbandnetze mit genügend Leitungskapazitäten. Regulatorische sowie politische Änderungen und Unsicherheiten in den Ländern und Märkten, in denen die Software AG aktiv ist, sind somit weitere wichtige Faktoren, die auf den Geschäftsverlauf Einfluss nehmen können. Die Chancen und Risiken, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, sind im Chancen- und Risikobericht im Abschnitt Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken und Chancen beschrieben.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der globale IT-Markt hat sich auch 2019 positiv weiterentwickelt. Die weltweiten IT-Ausgaben sind im Berichtsjahr laut Angaben des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner voraussichtlich auf 3,72 (Vj. 3,65) Billionen US-Dollar gestiegen. Wie schon in den Vorjahren waren die Marktbereiche, in denen die Software AG tätig ist, von Unternehmensseite besonders stark nachgefragt. Die Ausgaben für Unternehmenssoftware erhöhten sich 2019 um 8,8 Prozent auf 456 (Vj. 419) Milliarden US-Dollar. Die Investitionen in IT-Dienstleistungen stiegen um 3,7 Prozent auf 1.030 (Vj. 993) Milliarden US-Dollar.

Die weltweiten Umsätze mit Produkten und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 ebenfalls positiv. Gemäß Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) erhöhten sie sich um 3,0 Prozent auf 3,4 (Vj. 3,3) Billionen Euro. Den größten Marktanteil hatten erneut die USA mit 31,3 Prozent oder gut 1 Billion Euro inne. Auf die EU entfielen 11,2 Prozent der globalen Umsätze. Auch in Deutschland wuchs der ITK-Markt weiter. Gemäß aktuellen Schätzungen von EITO und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e. V. (Bitkom) erhöhte sich der Umsatz 2019 in Deutschland um 1,5 Prozent auf 168,5 (Vj. 166,0) Milliarden Euro. Mit einem Umsatz von 92,9 (Vj. 90,3) Milliarden Euro und einem Zuwachs von 2,9 Prozent blieb die Informationstechnik dabei das größte und wachstumsstärkste Teilsegment.

Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Seit dem 1. August 2019 ist Dr. Elke Frank Mitglied des Vorstands der Software AG. Als neuer Chief Human Resources Officer (CHRO) ist sie für alle Aspekte des Personalwesens verantwortlich, einschließlich Talentmanagement, Personalentwicklung und kulturelle Transformation im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie. Seit dem 1. Januar 2020 ist sie zudem für die Bereiche Legal und IT verantwortlich.

Mit der Bestellung ihres ersten CHRO trägt die Software AG dem Stellenwert des Personalbereichs für ihre Wachstumsstrategie Rechnung und würdigt die wichtige Rolle, die ihre Mitarbeiter beim Aufbau und der Bewahrung des geistigen Eigentums des Unternehmens spielen.

Dr. Frank verfügt über mehr als 20 Jahre internationale HR-Führungserfahrung in unterschiedlichen Branchen -Stationen waren unter anderem Daimler AG, Carl-Zeiss Vision, Microsoft und zuletzt Deutsche Telekom - und sie wird maßgeblich zur Weiterqualifikation und zum Aufbau einer vielfältigen und agilen Belegschaft beitragen. Sie arbeitet seit vielen Jahren eng mit Führungsteams zusammen, um ein kooperatives, aufgeschlossenes, leistungsförderndes Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter und Führungskräfte ihr Wachstumspotenzial ausschöpfen können.

Die Ergebnisse des Geschäftsbereichs Digital Business Plattform (DBP) der Software AG wurden durch eine Restrukturierung der Vertriebsorganisation in Nordamerika beeinträchtigt. Die notwendige Reorganisation konnte mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2019 lieferte die Software AG solide Ergebnisse. Vor dem Hintergrund einer weitreichenden Unternehmenstransformation entspricht der Konzernumsatz den Erwartungen. Der Geschäftsbereich Adabas & Natural (A&N) war mit einem Umsatzzuwachs von währungsbereinigt 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr sehr erfolgreich. Die Ergebnisse des Geschäftsbereichs DBP (exkl. Cloud & IoT) lagen unter den Erwartungen zu Jahresbeginn 2019 und in der Mitte des im Juli 2019 nach unten korrigierten Zielkorridors. Hier verbesserten strukturelle Änderungen im Vertrieb und im Go-to-Market in der zweiten Jahreshälfte die Qualität und Zuverlässigkeit der Umsatzplanung in der Region Nordamerika. Das Wachstum bei Cloud & IoT blieb unter den Erwartungen. Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 214,8 (Vj. 231,6) Millionen Euro. Das entspricht einer EBIT-Marge von 24,1 (Vj. 26,8 Prozent). Das EBITA (Non-IFRS) erreichte 260,3 (Vj. 272,9) Millionen Euro, entsprechend lag die EBITA-Marge (Non-IFRS) mit 29,2 Prozent in der oberen Hälfte des am Jahresanfang kommunizierten Zielkorridors.

Die Investitionen, die 2019 im Rahmen des Unternehmensumbaus in Produkte, Vertrieb und Go-to-Market, Umstellung auf Subskriptionsverträge, Partnernetzwerk und Unternehmenskultur geflossen sind, zeigen erste positive Ergebnisse und bestätigen die eingeschlagene Richtung. Deshalb werden wir 2020 weiter investieren. Die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2019 sind Grundlage für Umfang und Ausrichtung dieser zusätzlichen Investitionen, die letztendlich auf ein früheres und höheres Umsatzwachstum als ursprünglich geplant abzielen.

Ausführliche Informationen zu unseren Erwartungen für 2020 finden sich im Prognosebericht.

Vergleich der tatsächlichen Entwicklung mit dem im Vorjahr prognostizierten Geschäftsverlauf

Bei den Prognosen ist zu beachten, dass die Umsatzprognosen um Währungskurseffekte bereinigt sind. Die Ergebnisprognosen sind bereinigt hinsichtlich aktienkursbasierter Vergütungskomponenten, akquisitions- und restrukturierungsbedingter Aufwendungen sowie kurzfristig unterjährig auftretender Effekte, die allesamt nicht vorhersehbar sind.

Am 31. Januar 2019 hatte die Software AG bei der Vorlage der Konzernjahresergebnisse für 2018 die nachstehende Prognose für das Geschäftsjahr 2019 bekannt gegeben:

Wachstum des DBP-Geschäfts (exkl. Cloud & IoT) zwischen 3 und 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Das Wachstum von Cloud & IoT-Umsätzen wird voraussichtlich zwischen 75 und 125 Prozent im Jahresvergleich betragen.

Bei A&N wird eine Umsatzentwicklung im Bereich von -5 bis 0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Die EBITA-Marge (Non-IFRS) soll in der Bandbreite von 28,0 bis 30,0 Prozent liegen.

Nach Abschluss des ersten Quartals 2019 hatte die Software AG am 11. April 2019 den Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2019 mit der Anhebung der Prognose für den A&N-Umsatz verändert und am selben Tag per Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Der neue Ausblick für A&N erwartete ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von -3 bis +3 Prozent (vorher -5 bis 0 Prozent). Gleichzeitig wurden die Umsatzprognose 2019 für DBP (exkl. Cloud & IoT), Cloud & IoT sowie der Zielkorridor für die operative Marge (EBITA, Non-IFRS) bestätigt.

Am 18. Juli 2019 hat die Software AG bei der Vorlage der Geschäftsergebnisse des zweiten Quartals ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 vom 11. April 2019 für alle Key-Performance-Indikatoren bestätigt, mit Ausnahme des Umsatzwachstums im Geschäftsbereich DBP (exkl. Cloud & IoT). Für diesen erwartete der Vorstand nun einen Rückgang des Korridors von währungsbereinigt -6 Prozent bis 0 Prozent (vorher Zuwachs von 3 Prozent bis 7 Prozent).

Diesen Ausblick hat der Vorstand bei der Vorlage der Geschäftsergebnisse des dritten Quartals am 22. Oktober 2019 bestätigt.

Ausblick Gesamtjahr 2019

Ergebnis Gesamtjahr 2018 (Stand: 31.12.2018)
in Mio. EUR
Ausblick Gesamtjahr 2019 (zum Stand 31.01.2019)
in %
Ausblick Gesamtjahr 2019 (zum Stand 11.04.2019)
in %
Ausblick Gesamtjahr 2019 (zum Stand 18.07.2019)
in %
Ergebnis Gesamtjahr 2019 (Stand: 31.12.2019)
in Mio. EUR
DBP-Umsatz 464,7 - - - 474,5
DBP exkl. DBP Cloud & IoT 1 434,4 3 bis 7 2 3 bis 7 2 -6 bis 0 432,2
DBP Cloud & IoT 30,3 75 bis 125 2 75 bis 125 2 75 bis 125 2 42,3
A&N-Umsatz 3 218,3 -5 bis 0 2 -3 bis 3 2 -3 bis 2 228,9
Operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) 4 31,5 % 28,0 bis 30,0 28,0 bis 30,0 28,0 bis 30,0 29,2 %

1 Der Ausblick für das DBP-Segment wurde am 18.07.2019 von 3 % bis 7 % auf -6 % bis 0 % angepasst.
2 Währungsbereinigt
3 Der Ausblick für das A&N-Segment wurde am 11.04.2019 von -5 % bis 0 % auf -3 % bis 3 % angepasst.
4 Vor Berücksichtigung nichtoperativer Einflussfaktoren (vgl. Non-IFRS-Ergebnisdefinition).

Im Gesamtjahr 2019 hat die Software AG die folgenden Ergebnisse erwirtschaftet:

Der Geschäftsbereich DBP (exkl. Cloud & IoT) verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 432,2 (Vj. 434,4) Millionen Euro und damit einen Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt 3 Prozent). Dieser Wert lag mittig im Bereich des zuletzt nach unten korrigierten Jahreszielkorridors von -6 bis 0 Prozent. Die Verringerung gegenüber der ursprünglichen Prognose von 3 bis 7 Prozent resultiert im Wesentlichen aus Rückgängen im Integrationsgeschäft insbesondere in Nordamerika.

Das Cloud & IoT-Geschäft verzeichnete 2019 einen Umsatz von 42,3 (Vj. 30,3) Millionen Euro und damit ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt 38 Prozent). Aufgrund zeitlicher Verschiebungen bei Vertragsabschlüssen wurden die Erwartungen für das Jahr nicht erfüllt.

Der Geschäftsbereich A&N generierte im Gesamtjahr 2019 einen Umsatz von 228,9 (Vj. 218,3) Millionen Euro; das entspricht einem Wachstum von 5 (währungsbereinigt: 3) Prozent im Vorjahresvergleich. Diese starke Entwicklung im Jahresverlauf erfüllte die im April 2019 erhöhte Jahresprognose von -3 bis +3 Prozent am oberen Ende. A&N entwickelte sich deutlich besser als am Jahresanfang prognostiziert, was im Wesentlichen an erweiterten Produktfunktionalitäten in der Großrechnerumgebung und Vertragserneuerungen sowie Rückgewinnung von A&N-Kunden liegt.

Das absolute operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) der Software AG erreichte 2019 mit 260,3 (Vj. 272,9) Millionen Euro einen Wert, der mit -5 Prozent leicht unter Vorjahr lag. Gleichwohl erreichte die operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) mit 29,2 (Vj. 31,5) Prozent die obere Hälfte des Prognosekorridors von 28,0 bis 30,0 Prozent.

Darstellung der Entwicklung der nachrangigen Key-Performance-Indikatoren, die nicht als Basis der Konzernsteuerung dienen

Für den Konzernumsatz wurde im Vorjahr eine währungsbereinigt positive Entwicklung im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Am 18. Juli 2019 hat die Software AG bei der Vorlage der Geschäftsergebnisse des zweiten Quartals ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 hinsichtlich des erwarteten Konzernumsatzes reduziert. Die neue Prognose ging nunmehr von einer Abschwächung des währungsbereinigten Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Tatsächlich wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Konzernumsatz von 890,6 (Vj. 865,7) Millionen Euro erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 3 Prozent und währungsbereinigt einer Steigerung von 1 Prozent. Damit lag der Konzernumsatz im Bereich der ursprünglichen Erwartungen und übertraf den am 18. Juli 2019 reduzierten Ausblick deutlich.

Für den Umsatz aus Professional Services wurde währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verringerung erwartet. Der Umsatz aus Professional Services erreichte im Geschäftsjahr 2019 mit 187,2 (Vj. 182,5) Millionen Euro jedoch eine Steigerung von 3 Prozent und währungsbereinigt eine Steigerung von 1 Prozent. Damit lag auch die Umsatzentwicklung aus Professional Services über den Erwartungen.

Der Vorstand der Software AG erwartete im letztjährigen Prognosebericht, dass sich bei stabilen Rahmenbedingungen (ohne damals nicht vorhersehbare Sondereffekte) der IFRS-Konzernjahresüberschuss im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich reduzieren würde. Der für das Geschäftsjahr 2019 erreichte IFRS-Konzernjahresüberschuss betrug 155,3 (Vj. 165,2) Millionen Euro und reduzierte sich um 6 Prozent. Damit lag der erreichte IFRS-Konzernjahresüberschuss im Rahmen der Erwartungen.

Für die Geschäftsbereiche DBP (inkl. Cloud & IoT), A&N sowie Professional Services erwartete der Vorstand im letztjährigen Prognosebericht, dass sich die Segmentmargen auf ähnlicher Höhe einstellen werden wie im Vorjahr 2018. Im Segment DBP verringerte sich die Segmentmarge von 31,6 Prozent im Vorjahr 2018 auf 27,5 Prozent im Jahr 2019. Damit lag diese Margenentwicklung unter den Erwartungen, sie resultierte überwiegend aus den im Rahmen des Helix-Projekts durchgeführten zusätzlichen Investitionen in Vertrieb und Marketing. Die Marge des Segments A&N erreichte mit 69,8 Prozent den Spitzenwert des Vorjahres von 71,2 Prozent und die Erwartungen nicht ganz. Hier machten sich R&D-Investitionen für Innovationen zur nachhaltigen Umsatzsicherung bemerkbar. Die Marge bei den Professional Services erhöhte sich dagegen aufgrund schlankerer Kostenstrukturen von 11,1 Prozent im Vorjahr auf 12,1 Prozent im Jahr 2019 und lag damit über den Erwartungen.

Ertragslage des Konzerns

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 890,6 (Vj. 865,7) Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum um 3 Prozent; währungsbereinigt lag der Anstieg bei 1 Prozent.

Der zukunftsorientierte Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP) konnte seine Umsatzerlöse erneut etwas ausweiten: Der DBP-Bereichsumsatz (inkl. Cloud & IoT) erhöhte sich um 2 Prozent auf 474,5 (Vj. 464,7) Millionen Euro; währungsbereinigt lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Adabas & Natural (A&N) erreichte Umsatzerlöse in Höhe von 228,9 (Vj. 218,3) Millionen Euro. Diese lagen damit 5 Prozent über Vorjahr, währungsbereinigt betrug das Wachstum 3 Prozent.

Die wiederkehrenden Erlöse (ARR, Annual Recurring Revenue) im Geschäftsbereich DBP (inkl. Cloud & IoT) erhöhten sich im Berichtsjahr um 11 Prozent, währungs-bereinigt um 10 Prozent. ARR ist ein guter Indikator für zukünftige Cashflows, die aus zurückliegenden Aktivitäten entstehen. Der ARR von 340,0 (Vj. 305,4) Millionen Euro beinhaltet alle zukünftig wiederkehrenden Erlöse aus Abschlüssen, die bis zum 31. Dezember 2019 getätigt wurden, sowie zukünftige Software-as-a-Service-(SaaS)-Erlöse (SaaS, nutzungsbasierte Erlöse aus Transaktionen), die bis zum Ende des vierten Quartals abgeschlossen wurden.

Einfluss der Wechselkurse auf den Umsatz

Die Wechselkurse hatten im Geschäftsjahr 2019 einen positiven Einfluss auf den Umsatz - im vergangenen Jahr hatten sie den Umsatz belastet. Insgesamt belief sich der Wechselkurseffekt auf 16,5 Millionen Euro (2 Prozent). Haupttreiber war dabei der starke US-Dollar, der den größten Anteil an Fremdwährungen im Konzern einnimmt.

Nach wie vor macht der Euro (EUR) mit 33 (Vj. 34) Prozent den größten Anteil am Gesamtumsatz aus. Der US-Dollar (USD) ist mit einem Anteil von 31 (Vj. 31) Prozent die stärkste Fremdwährung. Danach folgen der Israelische Schekel (ILS) mit 6 (Vj. 4) Prozent und das Britische Pfund (GBP) mit 5 (Vj. 6) Prozent. Das übrige Währungsvolumen von 25 (Vj. 25) Prozent verteilt sich auf sonstige Währungen. Die breite Streuung der Währungsanteile spiegelt die starke internationale Ausrichtung der Software AG wider.

Auf die Erlösarten hatten die Währungen mit jeweils 2 Prozent dieselben Effekte. Im Bereich Wartung machte dies absolut mit 8,1 Millionen Euro den höchsten Betrag aus. Im Lizenzgeschäft belief sich der Effekt auf 4,8 Millionen Euro, im Servicegeschäft auf 3,2 Millionen Euro und bei den SaaS-Erlösen auf 0,4 Millionen Euro.

Umsatzentwicklung nach Quartalen

Q1 Q2 Q3
in Mio. EUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Konzernumsatz 201,4 186,6 210,0 205,7 224,2 208,8
in % vom Gesamtjahresumsatz 23 22 23 24 25 24
Q4
in Mio. EUR 2019 2018
Konzernumsatz 255,0 264,6
in % vom Gesamtjahresumsatz 29 31

Wechselkurseinfluss auf den Umsatz

in Mio. EUR 2019 in %
Lizenzen 4,8 2
Wartung 8,1 2
SaaS 0,4 2
Dienstleistungen und Sonstige 3,2 2
Insgesamt 16,5 2

Umsatz nach Erlösarten

Der Konzernumsatz der Software AG setzt sich aus den Erlösarten Produktumsatz, bestehend aus Lizenz-, Wartungs- und SaaS-Erlösen, sowie Dienstleistungsund sonstigem Umsatz zusammen. Der Produktumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 auf 702,7 (Vj. 682,4) Millionen Euro. Damit belief sich das Wachstum auf 3 Prozent, währungsbereinigt auf 1 Prozent. Gemessen am Gesamtumsatz lag der Anteil der Produktumsätze mit 78,9 (Vj. 78,8) Prozent auf Vorjahresniveau. Die Lizenzumsätze der DBP- und A&N-Produkte der Software AG waren mit 245,1 (Vj. 249,4) Millionen Euro knapp 2 Prozent niedriger als im Vorjahr. Währungsbereinigt belief sich der Rückgang auf knapp 4 Prozent. Die Wartungserlöse aus den beiden Produktbereichen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 435,0 (Vj. 415,4) Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 5 Prozent, währungsbereinigt um 3 Prozent. Mit 48,8 (Vj. 48,0) Prozent war der Wartungsanteil am Gesamtumsatz noch etwas höher als im Geschäftsjahr 2018. Dies ist das Ergebnis der konsequenten Fokussierung der Software AG auf wiederkehrende und profitable Umsatzerlöse. Die SaaS-Erlöse stiegen 2019 um 29 Prozent bzw. währungsbereinigt um 27 Prozent auf 22,7 (Vj. 17,6) Millionen Euro. Der Umsatz im Professional-Services-Bereich, der sich auf hochwertige Projekte rund um die eigenen Softwareprodukte konzentriert, erhöhte sich im Berichtsjahr um 3 Prozent, währungsbereinigt um 1 Prozent, auf 187,2 (Vj. 182,5) Millionen Euro (ohne sonstige Erlöse). Die Software AG legt den Fokus auf eine hohe Beratungsqualität und Profitabilität.

Produktumsatz nach Regionen

Der globale Produktumsatz der Software AG wird fünf geografischen Regionen zugeordnet:

Die Region Americas (NAM und LATAM) erzielte 2019 einen Umsatz von 298,5 (Vj. 306,2) Millionen Euro und trug damit 42 (Vj. 45) Prozent zum Produktumsatz bei. Nach Ländersicht entfiel der stärkste Anteil erwartungsgemäß auf die USA, gefolgt von Brasilien und Kanada. Insgesamt erzielte NAM einen Umsatz von 263,4 (Vj. 266,5) Millionen Euro. LATAM erzielte einen Umsatz von 35,1 (Vj. 39,8) Millionen Euro.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika ohne DACH) erreichte einen Umsatz von 239,0 (Vj. 203,0) Millionen Euro und hatte damit einen Anteil von 34 (Vj. 30) Prozent am globalen Produktumsatz. Die wichtigsten Einzelmärkte in dieser Region sind Großbritannien, Frankreich, Israel, Skandinavien und Spanien.

Die Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) erreichte einen Umsatz von 103,8 (Vj. 107,6) Millionen Euro und hatte damit einen Anteil von 15 (Vj. 16) Prozent am globalen Produktumsatz. Deutschland trug mit einem Anteil von 89,2 (Vj. 89,6) Millionen Euro wie im Vorjahr einen Anteil von 13 Prozent zum Produktumsatz bei.

Die Region Asien-Pazifik (APJ, Australien, Japan, Asien und China) erzielte einen Produktumsatz von 61,2 (Vj. 65,8) Millionen Euro; damit trug sie 9 (Vj. 10) Prozent zum Produktumsatz des Konzerns bei. Der größte Einzelmarkt in dieser Region war Australien, gefolgt von Japan.

Weitere Informationen zum Thema Absatzmärkte sind im Abschnitt "Marktpositionierung" des Kapitels "Grundlagen des Konzerns" zu finden.

Auftragseingang

Wie in den Grundlagen des Konzerns dargestellt, ist die Entwicklung des Auftragsbestands insbesondere im Bereich Professional Services ein wichtiger unternehmensspezifischer Frühwarnindikator. Der Auftragsbestand hat sich zum 31. Dezember 2019 weiterhin stabil entwickelt und ist damit die Basis für den erwarteten stabilen Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2020. Ende 2019 lag die Auftragsreichweite (Auftragsbestand/Umsatzerlöse x 365 Tage) bei über 6 (Vj. mehr als 5) Monaten.

Im Produktgeschäft spielt der Auftragseingang beim unbefristeten Lizenzgeschäft (Perpetual Licenses) keine Rolle, da hier der Auftragseingang in der Regel sofort zum Umsatz führt. Die Auftragseingänge in den Bereichen Wartungsverlängerung und Wartungsneuabschlüsse sowie im Produkt-Subskriptionsgeschäft und bei SaaS stellen im Konzern keine separate Steuerungsgröße dar. Sie werden analog zum Professional-Services-Geschäft über die Entwicklung des Auftragsbestands in Form des ARR gesteuert. Dieser bildet die wiederkehrenden Umsätze des Wartungs- und des Subskriptionsgeschäfts für einen Zwölfmonatszeitraum ab. Der ARR für diese Umsatzbestandteile ist im Berichtszeitraum im Bereich DBP kursbereinigt um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Die Berechnung einer Reichweite für das gesamte Produktgeschäft erfolgt nicht, da die Aussagekraft aufgrund der Heterogenität der Teilkomponenten (Perpetual Licenses, Wartungsverlängerung, Wartungsneuabschlüsse und Subskription) beschränkt wäre.

Entwicklung wesentlicher Gewinn- und Verlustposten - Aufwandsstruktur

Im Geschäftsjahr 2019 sind die Herstellkosten leicht überproportional zum Umsatz gestiegen. Sie beliefen sich auf 203,1 (Vj. 195,0) Millionen Euro. Dennoch stieg das Bruttoergebnis um 2 Prozent auf 687,5 (Vj. 670,7) Millionen Euro. Mit 77,2 Prozent konnte die Bruttomarge bezogen auf den Konzernumsatz so wieder annähernd den hohen Vorjahreswert von 77,5 Prozent erreichen. Diese anhaltend hohe Profitabilität ist insbesondere auf den hohen Anteil des Produktgeschäfts sowie ein aktives Management des Deckungsbeitrags von Professional-Services-Aufträgen zurückzuführen.

Um die Technologieführerschaft der Software AG im dynamischen Digitalmarkt weiter zu festigen, wurden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) um 6 Prozent auf 131,3 (Vj. 124,4) Millionen Euro erhöht. Gemessen am Produktumsatz (Lizenzen, Wartung und SaaS) erhöhten sich die F&E-Aufwendungen mit 18,7 Prozent noch einmal gegenüber dem Vorjahreswert von 18,2 Prozent.

Die Vertriebsaufwendungen stiegen mit 8 Prozent gegenüber Vorjahr und beliefen sich im Gesamtjahr 2019 auf 265,0 (Vj. 244,7) Millionen Euro. Gemessen am Gesamtumsatz lagen sie bei 29,8 (Vj. 28,3) Prozent. Diese Erhöhung spiegelt die Investitionen in Vertriebsmaßnahmen im Rahmen des Helix-Programms wider, die darauf abzielen, die Präsenz des Konzerns in Schwerpunktregionen zu stärken und zu erweitern. Die Vertriebseffizienz bleibt weiterhin eine der wichtigsten operativen Kennzahlen bei der Steuerung des globalen Unternehmens.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen nur unterproportional zum Umsatzwachstum um 1 Prozent auf 74,8 (Vj. 74,0) Millionen Euro. Gemessen am Gesamtumsatz sanken die Verwaltungsausgaben weiter auf 8,4 (Vj. 8,5) Prozent.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2019

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
+/- in % acc 1
Lizenzen 245,1 249,4 -2 -4
Wartung 435,0 415,4 5 3
SaaS 22,7 17,6 29 27
Dienstleistungen 187,2 182,5 3 1
Sonstige 0,6 0,9 -18 -18
Umsatzerlöse 890,6 865,7 3 1
Herstellkosten -203,1 -195,0 4
Bruttoergebnis vom Umsatz 687,5 670,8 2
F&E-Aufwendungen -131,3 -124,4 6
Vertriebsaufwendungen -265,0 -244,7 8
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -74,8 -74,0 1
Sonstige Erträge/Aufwendungen, netto -1,6 3,9 -
Sonstige Steuern -6,8 -7,0 -3
Betriebsergebnis 208,0 224,6 -7
Finanzergebnis 7,1 4,3 65
Ergebnis vor Ertragsteuern 215,1 228,9 -6
Ertragsteuern -59,8 -63,7 -6
Konzernüberschuss 155,3 165,2 -6
davon auf Aktionäre der Software AG entfallend 155,0 164,9 -6
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 0,34 0,3 -
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 2,09 2,23 -6
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 2,09 2,23 -6
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 73.979.889 73.978.520 -
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 73.979.889 73.980.884 -

1 acc = at constant currency = währungsbereinigt

Ergebnisentwicklung

Das Betriebsergebnis (IFRS) verminderte sich im Berichtsjahr auf 208,0 (Vj. 224,6) Millionen Euro. Die Betriebsmarge lag mit 23,3 (Vj. 25,9) Prozent unter dem hohen Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf die höheren Aufwendungen in den Bereichen F&E sowie Vertrieb im Rahmen unseres Helix-Programms zurückzuführen. Dem gegenüber stand der weiterhin margenstarke Produktumsatz mit einem Anteil von 78,9 (Vj. 78,8) Prozent am Gesamtumsatz sowie das erneut starke, hoch profitable A&N-Geschäft.

Das EBIT (Konzernüberschuss plus Ertragsteuern plus sonstige Steuern plus/minus Finanzergebnis) lag mit 214,8 (Vj. 231,6) Millionen Euro um 7 Prozent bzw. währungsbereinigt um 10 Prozent unter dem Vorjahr. Diese Verminderung resultierte aus dem Saldo der im Folgenden genannten Effekte. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 24,9 Millionen Euro auf 890,6 (Vj. 865,7) Millionen Euro. Die Herstellkosten stiegen um 4 Prozent bzw. 8,1 Millionen Euro auf 203,1 (Vj. 195,0) Millionen Euro. Die F&E-Aufwendungen wuchsen um 6 Prozent bzw. 6,9 Millionen Euro auf 131,3 (Vj. 124,4) Millionen Euro. Die sonstigen Erträge / Aufwendungen verminderten sich um 5,5 Millionen Euro auf -1,6 (Vj. 3,9) Millionen Euro. Das EBIT lag im vierten Quartal 2019 mit 65,9 (Vj. 82,8) Millionen Euro um 20 Prozent und damit deutlich unter dem Rekordwert des vierten Quartals 2018. Entsprechend ging die EBIT-Marge im vierten Quartal 2019 auf 25,9 (Vj. 31,3) Prozent zurück.

Die sonstigen Aufwendungen/Erträge (netto) beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf -1,6 (Vj. 3,9) Millionen Euro, im Wesentlichen bedingt durch Rechtsaufwendungen und Aufwendungen aus Desinvestitionen. Das Finanzergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr mit 7,1 (Vj. 4,3) Millionen Euro erneut. Diese im Vorjahresvergleich sehr positive Entwicklung resultiert in erster Linie aus dem Saldo höherer Zinseinnahmen, niedrigerer Bankschuldzinsen und Zinsaufwendungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern verminderte sich um 6 Prozent auf 215,1 (Vj. 228,9) Millionen Euro. Die Ertragsteuern sanken um 6 Prozent auf 59,8 (Vj. 63,7) Millionen Euro. Dabei profitiert die Software AG seit 2018 von der geänderten Steuergesetzgebung in den USA. Der effektive Ertragsteuersatz im Konzern blieb damit konstant wie im Vorjahr bei 27,8 Prozent.

Der Konzernüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 155,3 (Vj. 165,2) Millionen Euro um 6 Prozent unter dem Vorjahr. Dies führte zu einem Ergebnis je Aktie (unverwässert) von 2,09 (Vj. 2,23) Euro bei durchschnittlich 73.979.889 (Vj. 73.978.520) im Umlauf befindlichen Aktien (unverwässert).

Insgesamt ist die Ertragslage der Software AG als stabil zu beurteilen.

Ergebnisse 2019

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
Gesamtumsatz 890,6 865,7 3
Herstellkosten -203.1 -195,0 4
Bruttoergebnis 687.5 670,8 2
Marge in % 77,2 77,5 -
F&E-Aufwendungen -131,3 -124,4 6
Vertriebsaufwendungen -265,0 -244,7 8
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -74,8 -74,0 1
Sonstige Erträge/Aufwendungen (netto) -1,6 3,9 -
EBIT 214,8 231,6 -7
Marge in % 24,1 26,8 -

Gewinnverwendung

Die Software AG verfolgt eine nachhaltige Ausschüttungspolitik, die an der langjährigen Entwicklung der Wertsteigerung des Konzerns ausgerichtet ist. Im Sinne verlässlicher Aktionärsbeziehungen wird diese Strategie fortgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 20. Mai 2020 vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 0,76 Euro pro Aktie auszuschütten. Im Vorjahr war die Dividende 0,71 Euro pro Aktie und wird damit um 0,05 Euro je Aktie (+7 Prozent) erhöht werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung entspräche dies bei 74,0 (Vj. 74,0) Millionen dividendenberechtigten Aktien einer Ausschüttungssumme von 56,2 (Vj. 52,5) Millionen Euro. Im Verhältnis zum Jahresschlusskurs 2019 (Xetra-Schlusskurs vom 30. Dezember 2019: 31,10 [Vj. 31,59] Euro) entspricht dieser Vorschlag einer Dividendenrendite von 2,52 (Vj. 2,24) Prozent.

Im Geschäftsjahr 2019 beschloss der Vorstand, den Korridor der Ausschüttungsquote der bisher zwischen 25 und 33 Prozent lag, auf 30 bis 40 Prozent vom Durchschnitt aus Konzernüberschuss (auf Aktionäre der Software AG entfallend) und Free Cashflow zu erhöhen. Bezogen auf den Durchschnitt aus Free Cashflow (145,8 bzw. Vj. 184,1 Millionen Euro) und Konzernüberschuss (155,0 bzw. Vj. 164,9 Millionen Euro) würde die Ausschüttungsquote 37,4 (Vj. 30,1) Prozent betragen. Diese kontinuierliche Dividendenpolitik, die als klares Bekenntnis zur Beständigkeit und Wertorientierung des Unternehmens zu verstehen ist, soll auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

Zusätzliche Ergebniskennziffern

Um die Vergleichbarkeit des Unternehmens zu verbessern, insbesondere mit Wettbewerbern aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die nicht nach IFRS-Standards bilanzieren, weist die Software AG zusätzliche Non-IFRS-Kennziffern aus (siehe Erläuterungen im Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem"). Diese Kennzahlen leiten sich wie folgt ab:

Operatives Nettoergebnis je Aktie (Non-IFRS)

in Mio. EUR 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 215,1 228,9
Sonstige Steuern 6,8 7,0
Finanzierungserträge -13,3 -10,5
Finanzierungsaufwendungen 6,2 6,2
Finanzergebnis -7,1 -4,3
EBIT (vor allen Steuern) 214,8 231,6
+ Akquisitionsbedingte Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 21,9 21,1
+ Akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze durch Kaufpreisallokationen 0,0 0,0
+/- Sonstige akquisitionsbedingte Ergebniseffekte 3,2 2,3
+/- Aufwendungen/Erträge aus aktienkursabhängigen Vergütungen 11,3 11,0
+ Restrukturierung/Abfindungen/ Rechtsstreitigkeiten 9,0 6,9
Operatives EBITA (Non-IFRS) 1 260,3 272,9
in % vom Umsatz (Non-IFRS) 29,2 31,5
Finanzergebnis 7,1 4,3
Sonstige Steuern -6,8 -7,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 260,6 270,2
Ertragsteuern (GJ 2019: 27,8 %; GJ 2018: 27,8 %) 1 -72,5 -75,2
Nettoergebnis (Non-IFRS) 188,1 195,0
Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) 2 2,54 EUR 2,64 EUR
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (Stücke) 74,0 Mio. 74,0 Mio.

1 Die dargestellten Ertragsteuersätze entsprechen den tatsächlichen Ertragsteuersätzen für die Geschäftsjahre 2019 und 2018.
2 Das Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) ergibt sich durch Division des Nettoergebnis (Non-IFRS) durch die durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien.

Die operative Ergebnismarge (EBITA-Marge, Non-IFRS) ist die entscheidende Kennziffer der Software AG für die Steuerung der Unternehmensprofitabilität. Im Geschäftsjahr 2019 verminderte sich das operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) mit 260,3 (Vj. 272,9) Millionen Euro um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT ging um 7 Prozent auf 214,8 (Vj. 231,6) Millionen Euro zurück. Die Amortisationen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich hingegen um 4 Prozent auf 21,9 (Vj. 21,1) Millionen Euro. Die Steigerung resultierte im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Euro gestiegenen Wert des US-Dollars sowie der im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Akquisitionen von TrendMiner im Juni 2018 und von Build.io Ende September 2018.

Ein weiterer Effekt ergab sich aus den erhöhten Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungskomponenten, die sich überwiegend durch die Einführung des neuen MIP-2019-Plans um 3 Prozent auf 11,3 (Vj. 11,0) Millionen Euro erhöhten. Deutlich gestiegen ist die Position für Restrukturierungen, Abfindungen und Rechtsstreitigkeiten: um 31 Prozent auf 9,0 (Vj. 6,9) Millionen Euro. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung wurde 2019 der Verkauf des nicht strategischen spanischen Beratungsgeschäfts vorbereitet. Die Aufwendungen für Merger-&-Akquisition-Aktivitäten erhöhten sich um 0,9 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro.

Die operative Ergebnismarge (EBITA-Marge, Non-IFRS) gemessen am Konzernumsatz verringerte sich geringfügig auf 29,2 (Vj. 31,5) Prozent. Damit lag die Marge leicht über dem Mittelwert der Prognose, da unverändert gezielt in Produkte, Go-to-Market-Strategie sowie Marketing und Partnernetzwerk investiert wurde. Diese nach wie vor hohe Ergebnismarge bildet wiederum eine solide finanzielle Basis für die weiteren Investitionen in die Bereiche des Helix-Programms, die das Unternehmenswachstum im Jahr 2020 unterstützen werden.

Das Nettoergebnis (Non-IFRS) reduzierte sich um 4 Prozent auf 188,1 (Vj. 195,0) Millionen Euro. Demgegenüber verringerte sich 2019 das Non-IFRS-EBITA von 272,9 Millionen Euro im Vorjahr um 5 Prozent auf 260,3 Millionen Euro. Die geringere Abschwächung des Nettoergebnisses (Non-IFRS) gegenüber der Reduktion des Non-IFRS-EBITAs resultiert überwiegend aus dem im Vergleich zum Vorjahr mit 7,1 (Vj. 4,3) Millionen Euro um 64 Prozent besseren Finanzergebnis und dem im Vergleich zum Vorjahr mit 75,6 Millionen Euro um 3,1 Millionen Euro auf 72,5 Millionen Euro reduzierten operativen Ertragssteueraufwand. Das Nettoergebnis je Aktie (Non-IFRS) beträgt 2,54 (Vj. 2,64) Euro, basierend auf durchschnittlich 74,0 (Vj. 74,0) Millionen im Umlauf befindlichen Aktien (unverwässert). Dies entspricht einem Rückgang um 4 Prozent.

Umsatzerlöse SaaS / nutzungsbasiert

Infolge der zunehmenden Bedeutung neuer Lizenzmodelle in der Softwarebranche hat die Software AG seit dem Geschäftsjahr 2018 im DBP-Segment die Erlösart "SaaS/nutzungsbasiert" aufgenommen. Bei SaaS erwirbt der Kunde ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht an der Software inklusive des Betriebs der Software (Hosting). Dabei verfügt der Kunde nicht über die Software, sondern er kann diese nur online nutzen. Die Umsätze aus der Erlösart SaaS/nutzungsbasiert beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 22,7 (Vj. 17,6) Millionen Euro und lagen damit um 29 Prozent über dem Vorjahr.

Annual Recurring Revenue (ARR)

Aufgrund des steigenden Anteils von Lizenzmodellen mit wiederkehrenden Erlösen (im Gegensatz zur einmaligen Lizenzumsatzrealisierung einer Dauerlizenz) ist das Monitoring der Vertriebsleistung allein auf Basis von Umsätzen nicht mehr ausreichend. Deshalb wurde mit dem Geschäftsjahr 2018 die Kennzahl "ARR" (Annual Recurring Revenue) als zusätzliche Monitoringkomponente im DBP-Segment implementiert. Diese Kennzahl zeigt die Summe der annualisierten Auftragseingänge aus folgenden Vertragstypen:

Zeitlich befristete Lizenzen / Subskriptionslizenzen

Wartung aus befristeten und unbefristeten Lizenzen

Software as a Service (SaaS)

Nutzungsbasierte Lizenzen

Bei den nutzungsbasierten Lizenzen wird der realisierte Monatsumsatz des letzten Monats einer Periode mit zwölf multipliziert, um den annualisierten Wert zu ermitteln.

Der ARR des Geschäftssegments DBP (inklusive Cloud & IoT) betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 340,0 (Vj. 305,4) Millionen Euro. Im Bereich Cloud & IoT belief er sich im Berichtsjahr auf 41,7 (Vj. 30,1) Millionen Euro.

Mehrperiodenübersicht zur Ertragslage

in Mio. EUR 2019 2018 2017 2016 2015
Gesamtumsatz 890,6 865,7 879,0 871,8 873,1
davon Produktumsatz 702,7 682,4 679,4 675,2 678,8
EBIT (vor allen Steuern) 214,8 231,6 222,8 213,9 209,4
in % vom Gesamtumsatz 24,1 26,8 25,3 24,5 24,0
Konzernüberschuss 155,3 165,2 140,6 140,4 139,6
in % vom Gesamtumsatz 17,4 19,1 16,0 16,1 16,0

Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten der Software AG untergliedern sich in drei Segmente: DBP, A&N und Professional Services. Das stark wachsende Cloud & IoT-Geschäft ist Teil des Bereichs DBP.

Das Segment DBP steuerte mit seiner zukunftsorientierten Produktplattform für die digitale Transformation der Kunden wie im Vorjahr mehr als die Hälfte zum Konzernumsatz bei: Der DBP-Anteil lag mit 53 (Vj. 54) Prozent auf Vorjahresniveau. Dies belegt die hohe Geschäfts- und Marktrelevanz dieses zukunftsträchtigen Bereichs. Insbesondere das darin enthaltene Geschäft aus Cloud & IoT-Umsätzen stieg währungsbereinigt signifikant um 38 Prozent auf 42,3 (Vj. 30,3) Millionen Euro. Damit blieb das Wachstum im Geschäftsjahr 2019 jedoch unter den Erwartungen.

Das traditionelle A&N-Segment wuchs währungsbereinigt mit 3 Prozent am oberen Ende des im April 2019 nach unten angepassten Zielkorridors auf 228,9 (Vj. 218,3) Millionen Euro. Damit trug das Segment 26 (Vj. 25) Prozent zum Gesamtumsatz der Software AG bei.

Das Segment Professional Services erbrachte mit 21 (Vj. 21) Prozent einen Umsatzanteil auf Vorjahresniveau.

Umsatzverteilung 2019

2019 in Mio. EUR in %
Gesamtumsatz 890,6 100
DBP 474,5 53
Davon DBP Cloud & IoT 42,3 5
A&N 228,9 26
Professional Services 187,2 21

Segment Digital Business Platform

Die Software AG hat alle Produkte zur digitalen Transformation, einschließlich des stark wachsenden Cloud & IoT-Geschäfts im Geschäftssegment DBP gebündelt. Dieses generierte 2019 einen Umsatz von 474,5 (Vj. 464,7) Millionen Euro, der damit 2 Prozent über dem Vorjahr bzw. währungsbereinigt auf Vorjahresniveau lag. Der ARR des Geschäftssegments DBP (inkl. Cloud & IoT) betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 340,0 (Vj. 305,4) Millionen Euro.

Der Umsatz im DBP-Segment exkl. Cloud & IoT ging um 1 Prozent bzw. währungsbereinigt 3 Prozent auf 432,2 (Vj. 434,4) Millionen Euro zurück. Damit lag er trotz der besonderen Herausforderungen in der Region Nordamerika im Bereich des im Juli 2019 nach unten angepassten Zielkorridors für das Gesamtjahr. Die Lizenzumsätze sanken um 9 Prozent bzw. währungsbereinigt 11 Prozent auf 151,3 (Vj. 166,2) Millionen Euro. Demgegenüber erhöhte sich aufgrund der Umsetzung der Helix-Strategie der Anteil der jährlich wiederkehrenden Umsätze deutlich. Die Wartungserlöse stiegen im Vorjahresvergleich um 5 Prozent bzw. währungsbereinigt um 3 Prozent auf 280,9 (Vj. 268,2) Millionen Euro.

Gleichzeitig gelang es der Software AG, den Umsatz ihres Cloud & IoT-Geschäfts um 39 Prozent bzw. währungsbereinigt 38 Prozent auf 42,3 (Vj. 30,3) Millionen Euro zu steigern. Damit wurden die Erwartungen auch aufgrund zeitlicher Verschiebungen bei Vertragsabschlüssen nicht erfüllt. Der ARR im Bereich Cloud & IoT lag im Berichtsjahr bei 41,7 (Vj. 30,1) Millionen Euro - ein Plus von 39 Prozent bzw. währungsbereinigt 37 Prozent.

Das DBP-Segmentergebnis belief sich auf 130,6 (Vj. 147,0) Millionen Euro; angesichts gestiegener Herstellkosten sowie F&E- und Vertriebsinvestitionen lag es unter dem Vorjahr. Die Segmentmarge des DBP-Bereichs betrug im Berichtsjahr entsprechend 27,5 (Vj. 31,6) Prozent.

DBP Cloud & IoT

2019 2018 + /- % acc 1
Lizenzen 12,6 8,7 44
Wartung 7,0 4,1 71
SaaS / nutzungsbasiert 22,7 17,6 28
Gesamtumsatz 42,3 30,3 38
Annual Recurring Revenue 41,7 30,1 37

1 acc = at constant currency = währungsbereinigt

Segmentbericht Digital Business Platform 2019

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
+/- in % acc 1
DBP (exkl. Cloud&IoT) 432,2 434,4 -1 -3
davon Lizenzen 151,3 166,2 -9 -11
davon Wartung 280,9 268,2 5 3
DBP Cloud&IoT 42,3 30,3 39 38
Gesamtumsatz 474,5 464,7 2 0
Herstellkosten -40,6 -35,9 13 12
Bruttoergebnis 433,9 428,8 1 -1
Vertriebsaufwendungen -198,2 -181,2 9 7
F&E-Aufwendungen -105,1 -100,6 4 4
Segmentergebnis 130,6 147,0 -11 -14
Marge in % 27,5 31,6 - -

1 acc = at constant currency = währungsbereinigt

Segment Adabas & Natural

Das Datenbanksegment für Großrechner (A&N) erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 228,9 (Vj. 218,3) Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 5 Prozent, währungsbereinigt von 3 Prozent. Da der Markt für klassische Datenbanksoftware im Großrechnerumfeld aufgrund seiner Reife und Sättigung allgemein rückläufig ist, rechnet die Software AG seit einigen Jahren mit einem leichten Rückgang dieses Geschäfts. Die Tatsache, dass der Rückgang dieses traditionellen Geschäfts verlangsamt werden konnte, spiegelt die Treue der A&N-Kundenbasis wider, die beim Betrieb ihrer geschäftskritischen Applikationen weiterhin auf die zuverlässige Technologie der Software AG setzt. Ein wesentlicher Grund für das gestärkte Vertrauen ist der Ende 2016 angekündigte Beschluss der Software AG, das A&N-Portfolio über das Jahr 2050 hinaus weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Dieses Innovationsprogramm Adabas & Natural 2050+ hat sich seither positiv ausgewirkt und wird mittelfristig weitere Impulse für diesen Bereich mit sich bringen.

Die A&N-Lizenzerlöse stiegen im Berichtsjahr um 9 Prozent bzw. währungsbereinigt um 7 Prozent auf 81,2 (Vj. 74,4) Millionen Euro. Die Wartungsumsätze dieses Segments erreichten 147,0 (Vj. 143,2) Millionen Euro; das entspricht einer Verbesserung um 3 Prozent bzw. währungsbereinigt um 1 Prozent.

Das A&N-Segmentergebnis stieg entsprechend auf 159,8 (Vj. 155,4) Millionen Euro. Dabei erhöhten sich die Herstellkosten des Segments deutlich überproportional, und auch die F&E- und Vertriebsaufwendungen wuchsen stärker als der Umsatz. Die Segmentmarge im A&N-Bereich lag mit 69,8 (Vj. 71,2) Prozent leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres.

Segmentbericht Adabas & Natural 2019

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
+/- in % acc 1
Lizenzen 81,2 74,4 9 7
Wartung 147,0 143,2 3 1
Produktumsatz 228,2 217,6 5 3
Sonstige 0,7 0,7 - -
Gesamtumsatz 228,9 218,3 5 3
Herstellkosten -8,1 -6,3 29 27
Bruttoergebnis 220,9 212,1 4 2
Vertriebsaufwendungen -34,9 -32,8 6 5
F&E-Aufwendungen -26,2 -23,8 10 7
Segmentergebnis 159,8 155,4 3 1
Marge in % 69,8 71,2 - -

1 acc = at constant currency = währungsbereinigt

Segment Professional Services

Dieses Segment - bis einschließlich 2018 "Consulting" genannt - wurde 2019 einer Neuausrichtung unterzogen mit Fokus auf die Implementierung von Lösungen in Kooperation mit Kunden und Partnern. Der Bereich Professional Services generierte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 187,2 (Vj. 182,6) Millionen Euro. Dies bedeutet ein Plus von 2 Prozent, währungsbereinigt von 1 Prozent. Das Segmentergebnis erhöhte sich um 12 Prozent bzw. währungsbereinigt um 11 Prozent auf 22,7 (Vj. 20,3) Millionen Euro. Dazu haben insbesondere die währungsbereinigt leicht niedrigeren Herstellkosten beigetragen, die den mit Abstand größten Anteil der Aufwendungen ausmachen. Die Vertriebsaufwendungen sind hingegen leicht gestiegen. Die Segmentmarge lag entsprechend bei 12,1 (Vj. 11,1) Prozent für das Gesamtjahr 2019.

Die strategischen Beratungsleistungen der Software AG waren auch im Geschäftsjahr 2019 von hoher Relevanz für ihre Kunden. Das Unternehmen hat sich nachhaltige Rentabilität und hohe Servicequalität als Unternehmensziele gesteckt - nicht schnelles Umsatzwachstum. Somit konnte das Beratungsgeschäft den Erfolg der anderen beiden produktgetriebenen Geschäftsbereiche erneut nachhaltig unterstützen.

Segmentbericht Professional Services 2019

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
+/- in % acc 1
Gesamtumsatz 187,2 182,6 2 1
Herstellkosten -146,2 -144,9 1 -1
Bruttoergebnis 41,0 37,8 9 7
Vertriebsaufwendungen -18,2 -17,4 5 3
Segmentergebnis 22,7 20,3 12 11
Marge in % 12,1 11,1 - -

1 acc = at constant currency = währungsbereinigt

Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Mit ihrem Finanzmanagement verfolgt die Software AG das Ziel, das Wachstum des Konzerns sowie die kontinuierliche Portfolio-Optimierung durch eine adäquate Finanzierungsstruktur zu unterstützen - unabhängig von kurzfristigen Veränderungen der Kapitalmarktbedingungen. Die Zahlungsfähigkeit aller Tochtergesellschaften im Konzern wird durch eine zentrale Organisation des Liquiditätsmanagements sichergestellt. Dazu stehen ausreichende Finanzmittel aus dem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sowie aus bestehenden Kreditvereinbarungen zur Verfügung. Die hohe Eigenkapitalquote und der Free Cashflow der Software AG bieten die finanzielle Flexibilität für die Stärkung des organischen Wachstums sowie für gezielte Akquisitionen.

Die zentrale Finanzabteilung setzt die Finanzpolitik und das Risikomanagement auf Basis der vom Vorstand festgelegten Richtlinien um. Durch ein aktives Working-Capital-Management wird die Liquiditätsposition der Software AG zentral gesteuert. Geldanlagen sind grundsätzlich kurzfristig orientiert, was zu einer geldmarktnahen Verzinsung des Konzernguthabens führt. Um Ausfallrisiken konsequent zu minimieren, streut die Software AG ihre Anlagen breit und selektiert ihre Geschäftspartner nach strengen Kriterien.

Darüber hinaus überwacht die zentrale Finanzabteilung die Währungsrisiken für alle Konzerngesellschaften, steuert interne Verrechnungen von Währungspositionen und minimiert verbleibende Salden selektiv mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Dabei werden ausschließlich bestehende Bilanzposten oder zu erwartende Cashflows abgesichert.

Finanzierungsanalyse

Zum 31. Dezember 2019 verfügte die Software AG über eine Nettoliquidität von 217,0 (Vj. 149,0) Millionen Euro. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultierte überwiegend aus dem Saldo des positiven operativen Cashflows von 172,0 Millionen Euro, dem üblicherweise negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit von 15,2 Millionen Euro und dem mit 118,5 Millionen Euro negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, davon 52,8 Millionen Euro Dividendenzahlungen und Rückzahlung von kurzfristigen Finanzierungen in Höhe von 49,4 Millionen Euro sowie Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 16,2 Millionen Euro. Der Free Cashflow reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 145,8 (Vj. 184,1) Millionen Euro. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Millionen Euro reduzierten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit aufgrund der erhöhten Ausgaben für Vertrieb und Marketing.

Auf Basis des positiven operativen Cashflows erfolgte eine Nettokreditrückführung von 49,4 (Vj. 7,7 Nettokreditaufnahme) Millionen Euro. Auf der Auszahlungsseite standen 5,1 (Vj. 46,7) Millionen Euro Nettoauszahlungen für Akquisitionen sowie Dividendenzahlungen von 52,8 (Vj. 48,3) Millionen Euro.

Das Eigenkapital betrug 1.357,5 (Vj. 1.239,1) Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2019 und lag damit um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich aufgrund des Saldos aus dem Konzernüberschuss von 155,0 Millionen Euro abzüglich der gezahlten Dividende von 52,8 Millionen Euro. Die sonstigen Rücklagen betrugen -41,3 (Vj. -59,1) Millionen Euro. Dieser negative Wert der sonstigen Rücklagen ergibt sich überwiegend aus der Anpassung aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit -44,5 Millionen Euro und der Anpassung der Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von -8,4 Millionen Euro.

Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage

in Mio. EUR 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513,6 462,4 365,8 374,6 300,6
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 96,4 111,9 210,3 101,5 113,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 200,2 201,4 100,3 200,0 213,2
Liquide Mittel, netto/Nettoverschuldung 217,0 149,0 55,2 73,1 -25,7
Eigenkapital 1.357,5 1.239,1 1.118,3 1.196,8 1.089,7
Eigenkapitalquote in % 64 62 59 61 60
Bilanzsumme 2.116,1 2.007,9 1.907,5 1.957,2 1.814,8

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr von -59,1 Millionen Euro 2018 auf -41,3 Millionen Euro 2019 resultierte überwiegend aus dem Effekt des starken US-Dollars, der die Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe mit 32,5 Millionen Euro positiv beeinflusste. Dem stand ein negativer Effekt aus der Anpassung der Pensionsrückstellung von -12,7 Millionen Euro gegenüber. Der Wert der eigenen Aktien war gegenüber dem Vorjahr stabil bei 0,8 (Vj. 0,8) Millionen Euro. Die Kapitalrücklage blieb mit 22,6 (Vj. 22,6) Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Die Eigenkapitalquote, gemessen an der Bilanzsumme, erhöhte sich weiter auf 64,2 Prozent gegenüber 61,7 Prozent im Vorjahr - eine deutliche Steigerung trotz Dividendenausschüttung. Das Grundkapital der Software AG von 74.000.000 Aktien per 31. Dezember 2019 ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Finanzierungsinstrumente

Die Finanzierung der Software AG basiert im Wesentlichen auf einem anhaltend starken Free Cashflow. Für darüber hinausgehenden Finanzierungsbedarf werden Bankkredite, Schuldscheindarlehen, Factoring und Leasingmodelle eingesetzt. Ein Hauptrisiko bei der Finanzierung besteht darin, dass der Konzern bestehenden finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen könnte. Dazu zählen etwa Kreditvereinbarungen, Leasingverträge oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ein aktives Working-Capital-Management sowie eine konzernweite Liquiditätssteuerung begrenzen dieses Risiko. Daher können fällige Zahlungsverpflichtungen durch vorhandene Barmittel und bilaterale Kreditlinien ausgeglichen werden. Die in Anspruch genommenen Kredite weisen überwiegend variable Zinssätze aus und haben Restlaufzeiten bis maximal fünf Jahre. Im Falle variabler Zinszahlungen wird auf das zum Bilanzstichtag gültige Zinsniveau abgestellt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen berechnet die Software AG zum Umrechnungskurs per 31. Dezember 2019.

Strategische Finanzierungsmaßnahmen

Im Zentrum der Finanzierungsstrategie der Software AG steht ihr starker Free Cashflow, der zusammen mit der hohen Eigenkapitalquote die finanzielle Flexibilität für die Stärkung des organischen sowie des anorganischen Wachstums bietet. Geldanlagen sind bei der Software AG grundsätzlich kurzfristig orientiert, sodass eine geldmarktnahe Verzinsung des Konzernguthabens erzielt wird. Seine Anlagen streut das Unternehmen breit und selektiert Geschäftspartner nach strengen Kriterien. Die vom Unternehmen in Anspruch genommenen Kredite sind überwiegend variabel verzinst mit Laufzeiten bis maximal fünf Jahre. In Verbindung mit der komfortablen Liquiditätsposition wird eine von kurzfristigen Änderungen der Kapitalmarktbedingungen unabhängige Finanzierungsstruktur erreicht, mit der die Zahlungsfähigkeit aller Tochtergesellschaften sichergestellt wird.

Investitionsanalyse

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind für ein Softwareunternehmen wie die Software AG im Allgemeinen von untergeordneter Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten größeren Einzelinvestitionen in Anlagevermögen getätigt.

Liquiditätsanalyse

Im Geschäftsjahr 2019 hat sich der Cashflow etwas abgeschwächt. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sank um 12 Prozent auf 172,0 (Vj. 195,1) Millionen Euro.

Dieser Rückgang resultiert im Saldo aus einem mit 31,1 Millionen Euro um 62,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr stärkeren Aufbau der Forderungen und anderer Aktiva sowie mit 65,7 Millionen Euro um 9,2 Millionen höheren Steuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr. Dem standen positive Cashflow-Entwicklungen in Höhe von 40,5 Millionen Euro durch den Aufbau der Verbindlichkeiten und anderer Passiva in Höhe von 1,0 Millionen Euro gegenüber, während diese Position im Vorjahr um 39,5 Millionen Euro abgebaut wurde. Darüber hinaus haben sich um 15,4 Millionen höhere Abschreibungen und Amortisationen, die überwiegend aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultieren, positiv auf den operativen Cashflow ausgewirkt.

Die Software AG hat weiterhin ein konsequentes Forderungs- und Kostenmanagement betrieben, um den Cashflow auf einem hohen Niveau zu halten.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich um 74 Prozent auf -15,2 Millionen Euro im Vergleich zu -58,4 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Verminderung resultiert überwiegend aus den mit 5,1 Millionen Euro um 41,6 Millionen geringeren Nettoauszahlungen für Akquisitionen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich um 192 Prozent auf -118,5 Millionen Euro im Vergleich zu -40,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018. Diese Zunahme des negativen Finanzierungs-Cashflows beruht im Wesentlichen auf einer mit 49,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um 57,0 Millionen Euro höheren Rückzahlung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2019 erstmals durch die Einführung der Bilanzierung nach IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 16,2 Millionen Euro zurückgeführt. Diese Position war im Vorjahr belastend im operativen Cashflow ausgewiesen. Außerdem war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit durch die um 4,5 Millionen Euro auf 52,8 Millionen Euro gestiegenen Dividendenzahlungen belastet, da die Dividende pro Aktie von 0,65 Euro im vorangegangenen Jahr auf 0,71 Euro im Geschäftsjahr 2019 angehoben wurde.

Der Free Cashflow erreichte 145,8 (Vj. 184,1) Millionen Euro im Berichtsjahr 2019 und lag damit um 21 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert. Gemessen am Konzernumsatz entspricht dies einem Anteil von 16,4 Prozent im Vergleich zu 21,3 Prozent im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Cashflow-Conversion-Rate (Verhältnis von Free Cashflow zum Konzernüberschuss: 145,8 / 155,3 Millionen Euro) betrug 93,9 (Vj. 111,4) Prozent. Der Free Cashflow pro Aktie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 2,49 Euro um 21 Prozent auf 1,97 Euro. Die Software AG definiert den Free Cashflow als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit ohne Mittelzufluss aus dem Verkauf kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte, Auszahlungen für Investitionen in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Einzahlungen aus dem Abgang von Veräußerungsgruppen, Nettoauszahlungen für Akquisitionen sowie Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.

Insgesamt spiegelt die Kapitalflussrechnung die wertorientierte Ausrichtung der Software AG auf Wachstum wider, das heißt, der starke Cashflow wird gezielt für zukunftsorientierte Investitionen, Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe eingesetzt.

Kapitalflussrechnung 2019

in Mio. EUR 2019 2018
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 172,0 195,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15,2 -58,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -118,5 -40,6
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 51,3 96,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 513,6 462,4
Free Cashflow 145,8 184,1

Vermögensstrukturanalyse

Die Bilanz der Software AG zeigt sich weiterhin robust. Zum 31. Dezember 2019 hat sich die Bilanzsumme auf 2.116,1 Millionen Euro im Vergleich zu 2.007,9 Millionen Euro zum Vorjahresstichtag erweitert.

Auf der Aktivseite stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 776,0 (Vj. 724,9) Millionen Euro, dabei hat sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten seit Jahresanfang 2019 erhöht. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultierte überwiegend aus dem Saldo des positiven operativen Cashflows von 172,0 Millionen Euro, dem üblicherweise negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit von 15,2 Millionen Euro und dem mit 118,5 Millionen Euro negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der im Geschäftsjahr neu bilanzierte Posten "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" in Höhe von 4,8 (Vj. 0,0) Millionen Euro resultiert aus dem geplanten Verkauf des spanischen Beratungsgeschäfts.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 9,6 Millionen Euro auf 5,7 (Vj. 15,3) Millionen Euro. Diese Verringerung resultiert überwiegend aus den reduzierten Marktwerten der Sicherungsinstrumente für die aktienkursabhängigen Vergütungsmodelle bedingt durch den Kursrückgang der Software AG-Aktie. Hinzu kamen die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen in Höhe von 206,6 (Vj. 207,5) Millionen Euro. Die sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 6,2 Millionen Euro. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus um 5,8 Millionen Euro erhöhten aktiven Abgrenzungsposten für vorausbezahlte Aufwendungen des Folgejahres 2020.

Bei den langfristigen Vermögenswerten war ebenfalls ein Anstieg um 57,1 Millionen Euro auf 1.340,1 (Vj. 1.283,0) Millionen Euro zu verzeichnen. Dieser Anstieg ergab sich aus der fremdwährungsbedingten Zunahme der Geschäfts- oder Firmenwerte um 15,7 Millionen Euro auf 980,1 (Vj. 964,4) Millionen Euro. Des Weiteren erhöhten sich die Sachanlagen von 71,0 Millionen Euro im Vorjahr um 33,0 Millionen Euro auf 104,0 Millionen Euro. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus der Aktivierung der gemieteten Bürogebäude, den geleasten Firmenfahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung des neuen IFRS-16-Standards zur Leasingbilanzierung. Darüber hinaus erhöhten sich die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen um 27,8 Millionen Euro auf 96,5 (Vj. 68,7) Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist der vermehrte Einsatz von Subskriptionsverträgen zum Jahresende 2019, die mit einer längeren Verteilung der Zahlungsströme einhergingen. Dem stand die amortisationsbedingte Reduktion der immateriellen Vermögenswerte um 20,4 Millionen Euro auf 116,6 (Vj. 137,0) Millionen Euro gegenüber.

Wie die kurzfristigen sind auch die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gesunken, jedoch nur um 2,5 Millionen Euro auf 17,1 (Vj. 19,6) Millionen Euro. Dieser Rückgang basiert ebenfalls überwiegend auf den reduzierten Marktwerten der Sicherungsinstrumente für die aktienbasierten Vergütungsmodelle durch die rückläufige Kursentwicklung der Software AG-Aktie.

Auf der Passivseite reduzierten sich die kurzfristigen Schulden zum 31. Dezember 2019 um 4 Prozent auf 468,2 (Vj. 488,4) Millionen Euro. Insbesondere die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken im Wesentlichen durch Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten um 14 Prozent auf 96,4 (Vj. 111,9) Millionen Euro. Zudem verringerten sich die sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten um 20 Prozent auf 116,4 (Vj. 145,8) Millionen Euro, überwiegend bedingt durch geringere Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern. Im Vorjahr war in dieser Position eine hohe Verbindlichkeit aus dem im Januar 2019 zur Auszahlung gelangten Management Incentive Plan MIP 2016 enthalten.

Die im Geschäftsjahr neu bilanzierte Position "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" in Höhe von 5,1 (Vj. 0,0) Millionen Euro ergab sich aus dem geplanten Verkauf des Beratungsgeschäfts in Spanien.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 25 Prozent auf 38,1 (Vj. 30,6) Millionen Euro. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus höheren Rückstellungen für Abfindungen und variable Vergütungsbestandteile.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf 35,8 (Vj. 38,8) Millionen Euro.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 4 Prozent auf 290,4 (Vj. 280,4) Millionen Euro. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus den von 34,6 im Vorjahr um 13,4 auf 48,0 Millionen Euro im Jahr 2019 gestiegenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Diese Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund der marktbedingten Reduktion des Abzinsungssatzes im Vereinigten Königreich von 3,0 auf 2,0 Prozent, in Deutschland von 2,0 auf 1,0 Prozent und in der Schweiz von 1,0 auf 0,0 Prozent deutlich angestiegen.

Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Rückstellungen, die sich um 2,9 Millionen Euro auf 7,4 (Vj. 10,3) Millionen Euro verringerten. Diese Reduktion ergab sich überwiegend aus der kursverlaufsbedingten Abnahme der aktienkursabhängigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Vorständen sowie Auszahlungen aus dem Performance-Phantom-Share-Programm.

Die wiederkehrenden Erlöse aus dem Wartungsgeschäft führten zu kurz- und langfristigen Abgrenzungsposten, die einen signifikanten Teil der Passiva ausmachen. Sie betrugen in Summe zum Bilanzstichtag 161,1 (Vj. 139,5) Millionen Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Millionen Euro resultierte mit 18,0 Millionen Euro zum größten Teil aus dem erhöhten Wartungsgeschäft. Darüber hinaus resultierte der Anstieg zu geringeren Anteilen mit 3,6 Millionen Euro aus Währungskurseffekten -insbesondere dem gestiegenen Wert des US-Dollars.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 betrug die Nettoliquidität 217,0 (Vj. 149,0) Millionen Euro, das Eigenkapital 1.357,5 (Vj. 1.239,1) Millionen Euro; es lag damit um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg des Eigenkapitals resultierte größtenteils aus dem Saldo des hohen Konzernüberschusses von 155,3 Millionen Euro und den gezahlten Dividenden von 52,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote, gemessen an der Bilanzsumme, lag bei 64,2 Prozent gegenüber 61,7 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Nichtbilanziertes Vermögen

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt die Software AG auch nichtbilanzierungsfähige Vermögenswerte. Zu den nichtbilanzierten Vermögenswerten gehören die Marke Software AG sowie die selbst hergestellten Softwareprodukte als wichtige immaterielle Vermögenswerte. Auch die Mitarbeiter sind mit ihrer Qualifikation und ihrem Engagement für den Erfolg der Software AG maßgeblich.

Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslage

in Mio. EUR 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Aktiva
Kurzfristiges Vermögen 776,0 724,9 650,3 642,0 584,2
Langfristiges Vermögen 1.340,1 1.283,0 1.257,2 1.315,2 1.230,6
2.116,1 2.007,9 1.907,5 1.957,2 1.814,8
Passiva
Kurzfristiges Fremdkapital 468,2 488,4 582,6 467,6 439,5
Langfristiges Fremdkapital 290,4 280,4 206,6 292,8 285,5
Eigenkapital 1.357,5 1.239,1 1.118,3 1.196,8 1.089,7
2.116,1 2.007,9 1.907,5 1.957,2 1.814,8

Finanz- und Vermögenslage der Software AG

Einzelabschluss

Der Einzelabschluss der Software AG wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Ertragslage der Software AG

Die wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio. EUR 2019 2018 +/-
in %
Lizenzen 48,2 47,0 2,6
Wartung 105,8 102,8 2,9
Software as a Service 5,5 4,4 25,0
Dienstleistungen 108,4 99,4 9,1
Umsatzerlöse 267,9 253,6 5,6
Operative Erträge und Aufwendungen -256,5 -250,8 2,3
Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisübernahmen 101,4 61,2 65,7
Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern 112,8 64,0 76,2
Finanzergebnis -1,3 -1,0 30,0
Ergebnis vor Steuern 111,5 63,0 77,0
Steuern -16,0 -13,3 20,3
Jahresüberschuss 95,5 49,7 92,2

Die Lizenzerlöse resultieren aus lizenzbezogenen Royalties von den Tochtergesellschaften sowie aus eigenem Lizenzgeschäft im Inland.

Die Erlöse aus Wartung beinhalten die wartungsbezogenen Royalties von den Tochtergesellschaften und Wartungsumsätze mit Produkten von Drittanbietern.

Die Software-as-a-Service(SaaS)-Umsätze resultieren aus SaaS-bezogenen Royalties von den Tochtergesellschaften sowie aus eigenem SaaS-Geschäft im Inland.

Die Dienstleistungen beinhalten die - an die Tochtergesellschaften weiterbelasteten - Managementgebühren sowie die Leistungen des zentralen Supports und weiterbelastbare Forschungs- und Entwicklungskosten.

Die operativen Erträge und Aufwendungen beinhalten die Bestandsveränderungen der unfertigen Leistungen, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen, Personalaufwand und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Saldo nahezu unverändert.

Im Posten Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisübernahmen sind Dividenden der Tochtergesellschaften, Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Saldo der um 90,9 Millionen Euro höheren Dividendenausschüttungen von den Tochtergesellschaften sowie den um 47,4 Millionen Euro höheren Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Das Finanzergebnis ergibt sich aus dem Saldo der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie der Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert in erster Linie aus den niedrigeren Zinserträgen für Darlehen gegenüber den Tochtergesellschaften.

Finanz- und Vermögenslage der Software AG

Zum 31. Dezember 2019 ist die Bilanzsumme der Software AG von 925,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 850,6 Millionen Euro um insgesamt 74,9 Millionen Euro gesunken.

Im Folgenden sind die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr dargestellt:

in Mio. EUR 2019 2018 + /-
Immaterielle Vermögensgegenstände 10,1 12,4 -2,3
Sachanlagen 39,7 38,8 0,9
Finanzanlagen 698,2 772,7 -74,5
Vorräte 0,1 0,1 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 76,7 88,2 -11,5
Liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere 15,8 6,7 9,1
Rechnungsabgrenzungsposten 10,0 6,6 3,4
Aktiva 850,6 925,5 -74,9
Eigenkapital 311,4 268,5 42,9
Rückstellungen 101,3 97,7 3,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 258,9 308,5 -49,6
Übrige Verbindlichkeiten 178,8 250,6 -71,8
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,2 0,0
Passiva 850,6 925,5 -74,9

Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände um 2,3 Millionen Euro resultiert aus den Abschreibungen und den Zugängen des laufenden Jahres.

Die Finanzanlagen verringerten sich um 74,5 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Abschreibung der Beteiligung an der Cumulocity GmbH in Höhe von 47,4 Millionen Euro sowie um den Rückgang der Darlehen an Tochtergesellschaften um 31,8 Millionen Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen zum 31. Dezember 2019 um 11,5 Millionen Euro zurück. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr reduzierten positiven Marktwert von Derivaten in Höhe von 12,4 Millionen Euro.

Die liquiden Mittel erhöhten sich um 9,1 Millionen Euro. Die Liquidität der Software AG wird überwiegend konzernintern durch Royalty-Einnahmen, Dividendenausschüttungen, Konzernfinanzierungen und Managementgebühren von den Tochtergesellschaften generiert. Daher ist der Cashflow der Software AG weitgehend von Entscheidungen bezüglich Dividendenausschüttungen der Tochtergesellschaften sowie Finanzierungen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften abhängig. Eine eigenständige Kapitalflussrechnung für die Software AG ist somit wenig aussagefähig, weshalb auf die Aufstellung einer solchen verzichtet wurde.

Die Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Millionen Euro. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus der früheren Erfassung und Zahlung der Eingangsrechnungen unserer Lieferanten.

Das Eigenkapital der Software AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 42,9 Millionen Euro. Dieser Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus dem Saldo des Jahresüberschusses von 95,5 Millionen Euro und der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Dividendenausschüttung an die Anteilseigner der Software AG in Höhe von 52,5 Millionen Euro.

Die Rückstellungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 49,6 Millionen Euro. Im Wesentlichen steht dies im Zusammenhang mit den erhöhten Dividendenausschüttungen der Tochtergesellschaften.

Die übrigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 71,8 Millionen Euro. Diese Veränderung resultiert überwiegend aus den im Saldo um 51,8 Millionen Euro verminderten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere aus den deutlich erhöhten Dividendenzahlungen. Darüber hinaus verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aufgrund der Auszahlung aktienbasierter variabler Vergütungsbestandteile um 13,5 Millionen Euro.

Ausblick

Die zukünftige Ertragslage der Software AG resultiert aus der Ertragssituation des Software AG-Konzerns sowie aus den Entscheidungen hinsichtlich der Ausschüttungen konzerninterner Dividenden. Insoweit wird auf den Ausblick im Konzernlagebericht verwiesen.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Grundlagen

Berichtssystematik

Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Software AG bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019. Die Berichterstattung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2017 in dieser Form im zusammengefassten Lagebericht.

Gemäß § 289c des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung jeweils diejenigen Angaben zu machen, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkungen seiner Tätigkeit auf die in § 289c Absatz 2 HGB genannten Aspekte erforderlich sind. Bei der Erstellung dieses Berichts und somit auch bei der Analyse der Erforderlichkeit zur Berichterstattung hat die Software AG von der Möglichkeit des § 289d HGB Gebrauch gemacht und sich bei der Erstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung an dem internationalen Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI) orientiert.

Der Berichtsinhalt der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung bezieht sich auf die Software AG und den Konzern. Die zugrunde liegende Datenbasis für die nichtfinanziellen Kennzahlen für den Konzern der Software AG entspricht grundsätzlich dem Konsolidierungskreis der Finanzberichterstattung. Sofern ein abweichender Einbezug vorliegt, erfolgt eine entsprechende Erläuterung. Die in Bezug auf die jeweiligen Aspekte dargestellten Maßnahmen sind in ihrer zeitlichen Dimension fortlaufend, sofern nicht anders ausgeführt.

Externe Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung

Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Software AG wird von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg (BDO), mit dem Ziel der Erlangung einer begrenzten Sicherheit auf der Grundlage des Prüfungsstandards ISAE 3000 (Revised) geprüft.

Beschreibung des Geschäftsmodells

Informationen zur Geschäftstätigkeit sowie zum Geschäftsmodell der Software AG finden sich im Kapitel "Grundlagen des Konzerns" im zusammengefassten Konzernlagebericht. Die Wesentlichkeitsanalyse wird im nachfolgenden Abschnitt "Wesentliche Themen" dargestellt.

Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit

Verantwortungsvolles Handeln und Nachhaltigkeit sind leitende Prinzipien für die Software AG. Nachhaltigkeit im Sinne der Software AG bezieht sich neben der Schaffung langfristiger Werte für die Stakeholder des Unternehmens auch auf die Beziehungen zu ihren Kunden, ihre Technologie, ihre Partnerschaften, ihre Investitionen in das Unternehmen sowie das Know-how ihrer Mitarbeiter. Dies sind zentrale Werte, die seit Jahren bestehen und zum Nutzen der Aktionäre und der Gesellschaft als Ganzes von der Software AG nachhaltig weiterentwickelt werden.

Ihrer Verantwortung kommt die Software AG durch eine entsprechende Zuordnung von nichtfinanziellen Belangen zu den Zuständigkeiten ihrer Vorstandsmitglieder nach. Die Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (umfasst die Bekämpfung von Korruption und Bestechung) sind auf höchster Ebene beim Vorstandsvorsitzenden verankert.

Die Software AG ist davon überzeugt, dass moralische Leitlinien und ökonomische Erfolge nicht nur zusammenpassen, sondern auch zusammengehören. Aus Rücksicht auf künftige Generationen ist es ihr wichtig, ressourcenschonend zu handeln, um nachhaltigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erreichen und langfristig sicherzustellen.

Verantwortliches Handeln heißt für die Software AG:

Einen Beitrag zum nachhaltigen Erfolg ihrer Kunden zu leisten

Eine kontinuierliche Verbesserung der Standards zu erarbeiten

Ein langfristiger und somit verlässlicher Partner zu sein

Die Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu entwickeln

Einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen

Höchste soziale Standards in ihrem täglichen Handeln zu beachten

Bildung und Innovation - global und an den Software AG-Standorten - zu fördern

Werte wie Vertrauen und Respekt, Offenheit und Transparenz prägen die internationale Geschäftstätigkeit der Software AG. Als globales Unternehmen ist die Software AG in mehr als 70 Ländern tätig. Dabei treffen viele verschiedene Kulturen und Rechtssysteme aufeinander. Daher hat das Unternehmen bereits 2011 einen weltweiten Verhaltenskodex eingeführt. Dieser benennt die Werte, die alle Mitarbeiter weltweit teilen und auf deren Basis die Software AG als Unternehmen agiert, sowohl im Umgang mit Kunden als auch mit Partnern und Mitarbeitern.

Anspruchsgruppen

Die Anspruchsgruppen der Software AG werden vom Unternehmen in interne und externe Stakeholder unterteilt. Die internen Gruppen umfassen die Mitarbeiter, den Vorstand, den Aufsichtsrat, das Compliance Board und den Betriebsrat des Unternehmens. Die externen Gruppen umfassen die Kunden, die Investoren, das Partnernetzwerk, die Lieferanten, zukünftige Mitarbeiter, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, lokale Gemeinschaften sowie wichtige Multiplikatoren wie Analysten und die Medien.

Gelebte Wertschätzung gegenüber den Stakeholdern der Software AG

Die Software AG legt großen Wert auf einen kontinuierlichen Dialog mit ihren Stakeholder-Gruppen. Dies spiegelt sich auch im Aufbau zahlreicher Fachbereiche wider, die klar auf den Dialog mit den wichtigsten Stakeholder-Gruppen ausgerichtet sind. Dazu zählen beispielsweise die Fachbereiche Vertrieb, Kundensupport, Human Resources und Interne Kommunikation, Marketing, University Relations und Investor Relations.

Zentrale Stakeholder-Gruppen haben zudem ein direktes Sprachrohr in das Unternehmen, zum Beispiel über die International User Groups, die Arbeitnehmervertreter, den Aufsichtsrat, die Hauptversammlung oder den wissenschaftlichen Beirat.

Die folgende Übersicht zeigt beispielhaft eine Auswahl der Gremien sowie den Turnus der jeweiligen Treffen und Befragungen:

Stakeholder-Gruppe Gremium / Mittel Turnus / Sitzungen
Investoren, Mitarbeiter, Hauptaktionär (Software AG-Stiftung) Gewählte Vertreter im Aufsichtsrat Regelmäßige Sitzungen
Investoren Hauptversammlung (HV) 1 ordentliche HV pro Jahr
Mitarbeiter Betriebsrat (Deutschland) Regelmäßige Betriebs- und Mitarbeiterversammlungen
Mitarbeiter Mitarbeiterbefragung 1 globale Befragung pro Jahr, themenbezogene Umfragen
Kunden Globale Kundenbefragung (Customer Survey) 1 Befragung pro Jahr
Kunden International User Groups 1 überregionale Konferenz pro Jahr, regelmäßige regionale Treffen
Forschung und Entwicklung Wissenschaftlicher Beirat Regelmäßige Sitzungen

Wesentliche Themen

Wesentlichkeitsanalyse

Die Software AG hat die für das Unternehmen relevanten nichtfinanziellen Themen bereits im Geschäftsjahr 2017 im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse und unter Einbeziehung der internen und externen Stakeholder eruiert. Zur Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse hat die Software AG mit einer externen Beratungsagentur aus Darmstadt zusammengearbeitet, die auf die Implementierung nachhaltiger Konzepte spezialisiert ist. Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops wurden die wichtigsten internen und externen Stakeholder sowie potenziell relevante Sachverhalte identifiziert, zu denen die Stakeholder befragt werden sollten. Auf dieser Basis wurde ein Fragebogen für interne und externe Stakeholder mit Orientierung an den GRI-Standards ausgearbeitet. Diese Umfrage wurde im Geschäftsjahr 2018 wiederholt.

Im Februar 2019 hat die Software AG eine neue mittelfristige Strategie zur Beschleunigung des Umsatzwachstums bekannt gegeben. Wesentliche Veränderungen in den Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit der Software AG ergaben sich für das Geschäftsjahr 2019 nicht, da die Maßnahmen überwiegend im Geschäftsjahr 2020 implementiert werden. Aus der für das Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse ergaben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 nur unwesentliche Unterschiede, die in der Aufnahme weniger zusätzlicher Sachverhalte für das Geschäftsjahr 2018 begründet waren. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die für das Geschäftsjahr 2018 als wesentlich erachteten Themen und Sachverhalte unverändert weiterhin Gültigkeit besitzen.

Liste der wesentlichen Themen

Im Rahmen der zuletzt im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse hat die Software AG die folgenden Sachverhalte für das Geschäftsjahr 2019 als weiterhin sehr relevant eingestuft:

Sehr relevante Sachverhalte 1 GRI-Standards HGB-Mindestinhalte und weitere als wesentlich erachtete Aspekte Seite
Kundenzufriedenheit n/a Kundenbelange 98
Hohe Qualität der Software AG-Produkte und -Services n/a Kundenbelange 99
Verfügbarkeit von Produktsupport für den Kunden n/a Kundenbelange 100
Schutz der Kundendaten GRI 418 Kundenbelange 101
Transparente und vertrauensvolle Unternehmenskultur n/a Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 95
Gleichbehandlung aller Mitarbeiter der Software AG GRI 405 Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 91
Bereitstellung von Mitarbeiter-Trainingsprogrammen und -Weiterbildungsmaßnahmen GRI 404 Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 95
Berücksichtigung von Mitarbeiterbelangen n/a Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 92
Flexible Arbeitszeit/Teilzeitmodelle n/a Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 93
Chancengleichheit aller Mitarbeiter der Software AG GRI 405 Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 91
Beitrag der Software AG-Produkte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung der Software AG-Kunden n/a Kundenbelange 98
Regeln und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung GRI 205 Antikorruptionsaspekte (§ 289c Abs. 2 Nr. 5) 97
Einhaltung von Wettbewerbs- und Kartellgesetzen und -vorschriften GRI 206 Antikorruptionsaspekte (§ 289c Abs. 2 Nr. 5) 97
Geringe Mitarbeiterfluktuation GRI 401 Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 93
Regelmäßige Leistungsbeurteilung und Feedback zur Karriereentwicklung und -weiterentwicklung GRI 404 Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2) 95
Weitere Sachverhalte 2
Dialog auf regionaler Ebene und Entwicklung lokaler Gemeinschaften GRI 413 Sozialbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 3) 101
Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit GRI 412/408 Menschenrechtsaspekte (§ 289c Abs. 2 Nr. 4) 90
Energieverbrauch GRI 302 Umweltbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 1) 103

1 Bei allen von den Stakeholdern als sehr relevant eingestuften Sachverhalten wird von einer Geschäfts- und Auswirkungsrelevanz im Sinne des § 289 c Abs. 3 HGB ausgegangen.
2 Um den Anforderungen des HGB entsprechend vollumfänglich zu berichten, geht die Software AG zusätzlich auf die Bereiche Achtung der Menschenrechte sowie Umwelt- und Sozialbelange ein.

Verhaltenskodizes sowie Abkommen und Empfehlungen internationaler Organisationen

Die überwiegende Anzahl der Konzepte und Due-Diligence-Prozesse der Software AG im Hinblick auf die oben aufgeführten Aspekte werden in den verschiedenen Verhaltenskodizes der Software AG dargestellt. Daher werden diese zunächst zusammenfassend dargestellt:

Global Code of Business Conduct and Ethics

Der Global Code of Business Conduct and Ethics (Code of Conduct) enthält Regelungen für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Er legt fest, was die Software AG als ethisch korrektes Verhalten im Geschäftsalltag betrachtet. Die Beziehungen der Software AG-Mitarbeiter zu Kunden, Partnern und Mitbewerbern folgen diesen Richtlinien. Alle Mitarbeiter müssen den Code of Conduct lesen und die Inhalte verstehen. Um dies sicherzustellen, existieren verpflichtende, webbasierte Trainings für alle neuen Mitarbeiter, die mit einer Zertifizierung enden. Der Code of Conduct liegt derzeit in acht Sprachen vor. Zusätzlich existieren weitere spezielle Verhaltensrichtlinien für Partner und Lieferanten.

Der Code of Conduct deckt unter anderem die folgenden Themenbereiche ab:

Die Grundwerte der Software AG und professionelles Verhalten

Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer

Gleichbehandlung und Antidiskriminierung

Datenschutz und Betriebsgeheimnisse

Fairer Wettbewerb und Kartellrecht

Compliance und Antikorruption

Schutz von Firmeneigentum

Verhalten bei Interessenkonflikten und bei der Klärung ethischer Fragen

Einhaltung des Code of Conduct

Die Software AG hat diverse Mechanismen eingeführt, um ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen, die Anforderungen des Code of Conduct einzuhalten. Zum Beispiel:

Alle neuen Mitarbeiter müssen ein Online-Training absolvieren, das sie anhand von Beispielen aus der Praxis mit den unterschiedlichen Aspekten des Code of Conduct der Software AG vertraut macht.

Das Online-Training wird über das Learning-Management-System der Software AG angeboten, das die Durchführung und den Abschluss des Trainings überprüft. Die Dauer hängt von der individuellen Geschwindigkeit ab und wird deshalb nicht dokumentiert.

Das webbasierte Training wird durch einen Multiple-Choice-Test abgeschlossen; nach Bestehen des Tests wird ein Zertifikat ausgestellt.

Bei allen Fragen und Genehmigungen kann das Compliance Board (auch anonym) kontaktiert werden. Zu diesem Zweck hat die Software AG unter complianceboard@SoftwareAG.com ein Meldesystem eingerichtet, an das Vorfälle per E-Mail gemeldet werden können.

Die Software AG hat ein Compliance Board eingerichtet, das für die Einführung, Umsetzung und Überwachung des Compliance-Programms zuständig ist. Dieses Board prüft und bewertet die Compliance-Fragen und -Bedenken und stellt sicher, dass sich die Mitarbeiter gesetzeskonform verhalten, interne Regeln und Verfahren befolgt werden und das Verhalten dem Code of Conduct der Software AG entspricht.

Das Compliance Board berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und besteht aus folgenden Mitgliedern:

Das Compliance Board setzte sich im Berichtsjahr zusammen aus:

Bis August 2019 Christine Schwab, ab September 2019 Stefan Langolf (Senior Director, Human Resources)

Frank Simon (Senior Vice President, Audit, Processes & Quality)

Bis Mai 2019 Dr. Benno Quade, ab Juni 2019 Martin Clemm (Senior Vice President, Global Legal & General Counsel)

Die wesentlichen Pflichten und Aufgaben des Compliance Boards umfassen:

Weiterentwicklung sowie die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Code of Conduct, um seine weltweite, nachhaltige Anwendung sicherzustellen

Kontrolle der Umsetzung und Anwendung des Code of Conduct

Durchführung von Schulungen zu Compliance-Themen und zum Code of Conduct

Beratung von Mitarbeitern in Compliance-Fragen und zum Code of Conduct

Untersuchung von Compliance-Verstößen sowie die Empfehlung geeigneter Maßnahmen als Reaktion auf die Verstöße

Im Fall von Verstößen prüft das Compliance Board, ob die Compliance-Regeln (einschließlich des Code of Conduct), -Verfahren, -Trainings und organisatorischen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen

Mitarbeiter der Software AG haben im Jahr 2019 insgesamt 36 (Vj. 68) und Externe haben im Berichtsjahr insgesamt eine Anfrage an das Compliance Board gerichtet.

Rechtswidrige Absichten bzw. absichtliches Fehlverhalten der Mitarbeiter können nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Verstöße gegen den Code of Conduct können durch disziplinarische Maßnahmen (zusätzlich zu möglichen gesetzlichen Strafen) sanktioniert werden.

Geltungsbereich

Der Code of Conduct gilt für die Software AG weltweit, unter anderem - aber nicht ausschließlich - für Mitarbeiter sowie Vertreter, die im Namen der Software AG auftreten und handeln.

Code of Conduct für Partner

Die Geschäftsbeziehungen zu den Partnern der Software AG werden durch den "Code of Conduct for Software AG Partners & Self-Assessment" geregelt. Darin müssen die Partner Auskunft geben und sich schriftlich dazu verpflichten, den Code of Conduct der Software AG einzuhalten. Dazu unterzeichnen sie den "Code of Conduct for Software AG Partners" und führen ein Self-Assessment durch. Das Compliance Board nimmt dabei eine prüfende und regulierende Position ein.

Supplier Code of Conduct

Auch für Lieferanten gibt es eine entsprechende Verhaltensrichtlinie: Der Supplier Code of Conduct der Software AG liegt in acht Sprachen vor und ist verbindlich von allen Lieferanten des Software AG-Konzerns in schriftlicher Form zu bestätigen. Eine Enforcement Guideline regelt den Prozessablauf für bestehende und neue Lieferanten sowie die Archivierung der unterschriebenen Verhaltensrichtlinien. Zudem überträgt sie dem Compliance Board das Recht einer regelmäßigen Überprüfung, um sicherzustellen, dass die Lieferanten die Verhaltensstandards des Code of Conduct einhalten. Für Lieferanten, die einen eigenen Verhaltenskodex eingeführt haben, dient die "Checklist - Compliance with Supplier Code of Conduct" als Basis für einen Abgleich und die Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen der Software AG.

Abkommen und Empfehlungen internationaler Organisationen

Neben den Gesetzen und Bestimmungen der einzelnen Länder, in denen die Software AG tätig ist, gibt es eine Reihe von Abkommen und Empfehlungen internationaler Organisationen. Sie sind primär an die Mitgliedstaaten adressiert, nicht unmittelbar an die einzelnen Unternehmen. Sie sind aber für das Verhalten eines international tätigen Unternehmens und seiner Mitarbeiter eine sehr bedeutsame Leitlinie. Die Software AG legt deshalb weltweit großes Gewicht auf die Übereinstimmung mit diesen Leitlinien. Nachfolgend sind die wichtigsten Abkommen dieser Art aufgeführt:

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UNO), 1948

Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, 1950

Dreigliedrige Grundsatzerklärung der International Labor Organization (ILO) über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik, 1977

ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, 1998 (vor allem mit folgenden Themen: Beseitigung von Kinderarbeit, Abschaffung von Zwangsarbeit, Diskriminierungsverbot, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen)

OECD-Übereinkommen zur Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr, 1997

OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen, 2000

Aspekte

Die Software AG verfügt über Konzepte für die Achtung der Menschenrechte, zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie für Arbeitnehmer-, Kunden-, Umwelt- und Sozialbelange. Im Folgenden werden diese Aspekte auf Sachverhaltsebene dargestellt.

Achtung der Menschenrechte (§ 289c Abs. 2 Nr. 4 HGB)

Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Achtung und der Schutz der Menschenrechte stellen für die Software AG eine Grundlage ihrer internationalen Geschäftstätigkeit dar. Um sowohl die Einhaltung der Menschenrechte als auch die Vermeidung von Kinderarbeit sicherzustellen, hat die Software AG jeweils für Mitarbeiter, Lieferanten und Partner einen verbindlichen Verhaltenscodex (Code of Conduct) eingeführt. Als umfassender Managementansatz regelt der Code of Coduct nicht nur, was die Software AG als ethisch korrektes Verhalten im Geschäftsalltag betrachtet, sondern er behandelt auch Themen wie Gleichberechtigung, (sexuelle) Belästigung, Kinderarbeit sowie die Einhaltung grundlegender Verhaltensnormen und Menschenrechte. Darüber hinaus verweist er auf zentrale Abkommen und Empfehlungen internationaler Organisationen.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 408 und 412)

Für global tätige Unternehmen besteht grundsätzlich ein Risiko, dass die Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes innerhalb der Geschäftsbeziehungen und der Lieferkette nicht umfassend gewährleistet ist. Aus diesem Grund ergreift die Software AG mit dem Code of Conduct gezielt Maßnahmen, um das Risiko für Kinderarbeit auszuschließen. Möglichen Risiken, die sich aus der Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten ergeben, wirkt die Software AG entgegen, indem sich diese im Rahmen der entsprechenden Verhaltensrichtlinien (Partner Code of Conduct, Supplier Code of Conduct) zum Ausschluss von Kinderarbeit und zur Achtung der Menschenrechte verpflichten müssen. Mit Blick auf die eigene Geschäftstätigkeit kommt hinzu, dass - wie für die IT-Branche üblich -ein akademischer Hintergrund oder eine langjährige Ausbildung für die große Mehrheit der Software AG-Mitarbeiter eine absolute Grundvoraussetzung ist. Entsprechend besteht aus Sicht des Unternehmens kein Risiko für Kinderarbeit, weder im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit noch in Bezug auf die Verwendung der Produkte und Dienstleistungen der Software AG. Aus diesem Grund hat die Software AG, neben den im Code of Conduct festgehaltenen Konzepten, keine weiteren internen Verfahren oder Steuerungskennzahlen zum Ausschluss von Kinderarbeit implementiert.

Zudem sieht die Software AG im Rahmen ihrer weltweiten Tätigkeit kein wesentliches Risiko, dass ihre Tätigkeit sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Einhaltung der Menschenrechte hat oder haben wird. Der Software AG ist kein Fall bekannt, bei dem Produkte oder Produktbestandteile mit der Verletzung von Menschenrechten in Verbindung standen. Die Software AG setzt voraus, dass sich ihre Geschäftspartner an geltende Gesetze sowie den Code of Conduct halten. Mit dem Code of Conduct stellt sie sicher, dass ihre Geschäftspartner sich an ethische Verhaltensgrundsätze halten, die über geltendes Landesrecht hinausgehen. Als Ergebnis dieser Maßnahmen schätzt die Software AG das Risiko, dass ihre Geschäftspartner Menschenrechtsverletzungen begehen oder den Kinder- und Jugendschutz missachten, als sehr gering ein.

Arbeitnehmerbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Gleichbehandlung und Chancengleichheit aller Mitarbeiter der Software AG

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Der Vorstand der Software AG ist davon überzeugt, dass Vielfalt zu einer innovativen Unternehmenskultur beiträgt und alle Menschen ein Recht auf Chancengleichheit haben. Der Aufsichtsrat der Software AG ist sich der Chancen durch Vielfalt im Unternehmen bewusst, führte auch im Geschäftsjahr 2019 sein bestehendes Diversitätskonzept weiter und setzte hinsichtlich der Diversität bei der Besetzung des Vorstands und Aufsichtsrats ein Zeichen. Darüber hinaus fordert der Code of Conduct der Software AG einen diskriminierungsfreien Umgang miteinander und enthält die grundlegenden Richtlinien und Verfahrensweisen der Software AG.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 405)

Als global tätiges Unternehmen profitiert die Software AG von der hohen Diversität ihrer Mitarbeiter. Eine weitere Steigerung der Diversität der Belegschaft sowie eine innovative Unternehmenskultur bieten große Chancen für die nachhaltige Entwicklung des Geschäftsmodells. Für die Software AG birgt ein niedriger Frauenanteil in den MINT-Studiengängen ein hohes Risiko für eine spätere Ungleichverteilung von Frauen und Männern in den technischen Fachbereichen. Aus diesem Grund unternimmt die Software AG in Deutschland und anderen Ländern erhebliche Anstrengungen, um die Attraktivität der IT-Berufe für Frauen zu erhöhen. In Deutschland werden bereits während der Schulzeit Informationsveranstaltungen sowie Kurzpraktika für Schüler angeboten und in Deutschland, den USA und Brasilien mehrwöchige Praktika für Studenten. Darüber hinaus beteiligt sich die Software AG als zertifizierte "MINT Minded Company" an diversen Projekten ausschließlich für weibliche Schülerinnen bzw. Frauen, um deren Interesse für MINT-Berufe zu erhöhen. In Deutschland ist die Software AG formelles Mitglied in der Initiative "International Women for Leadership".

Software AG Indien hat speziell für Frauen, die vorübergehend aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, ein Programm entwickelt. Diese Initiative, "SoftwareAGain", ebnet insbesondere Informatikerinnen und Softwareingenieurinnen den Weg zurück in das Berufsleben. Diese bestehenden Initiativen werden auch 2020 weiterhin im Fokus stehen.

Das eingeführte Diversitätskonzept für die Besetzung des Vorstands und Aufsichtsrats wurde im Berichtsjahr 2019 im Rahmen des Auswahlverfahrens eines weiblichen Personalvorstands berücksichtigt.

Darüber hinaus bestehen aus Sicht der Software AG keine wesentlichen Risiken, die mit ihren Geschäftsbeziehungen, Produkten oder Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Gleichbehandlung haben oder haben werden. Grundlegende Kennzahlen zur Messung und Steuerung der Diversität werden in den folgenden Tabellen aufgeführt:

Vorstand und Aufsichtsrat nach Geschlecht und Altersgruppe

31.12.2019

Aufsichtsrat in % nach Altersgruppe
davon männlich 83,3 > 50 Jahre
davon weiblich 16,7 30 -50 Jahre
Vorstand nach Altersgruppe
davon männlich 60 > 50 Jahre
davon männlich 20 30 -50 Jahre
davon weiblich 20 30 -50 Jahre

Mitarbeiter 1 nach Geschlecht und Altersgruppe

in % 31.12.2019 31.12.2018
Weiblich nach Altersgruppe 29,4 29,9
< 30 5,5 4,9
30 - 50 16,5 17,3
> 50 7,5 7,7
Männlich nach Altersgruppe 70,5 69,9
< 30 10,4 10,7
30 - 50 41,1 40,5
> 50 19,0 18,7
Divers nach Altersgruppe 0,0 0,2
30 - 50 0,0 0,1
> 50 0,0 0,1
Insgesamt 100 100

1 Um ruhende Anstellungsverhältnisse bereinigt. Unterjährig liegen keine signifikanten Änderungen oder saisonbedingten Schwankungen der Mitarbeiterzahlen vor.

Gesamtzahl der Mitarbeiter 1 nach Geschlecht

Vollzeitkräfte 31.12.2019 31.12.2018 +/-
in %
Männlich 3.422 3.359 2
Weiblich 1.429 1.347 6
Divers 2 11 -82
Vollzeitkräfte insgesamt 4.853 4.717 3

Gesamtzahl der Mitarbeiter 1 nach Region

Vollzeitkräfte 31.12.2019 31.12.2018 +/-
in %
EMEA 1.645 1.631 1
DACH 1.268 1.247 2
davon im HQ (Darmstadt) 862 844 2
davon in DACH excl. HQ 406 403 1
APJ 1.230 1.123 10
NAM 601 602 0
LATAM 109 114 -4
Vollzeitkräfte insgesamt 4.853 4.717 3

Gesamtzahl der Mitarbeiter 1 nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlecht

31.12.2019 31.12.2018 +/-
in %
Vollzeit 4.544 4.402 3
davon männlich 3.327 3.263 2
davon weiblich 1.215 1.128 8
davon divers 2 11 -82
Teilzeit 309 315 -2
davon männlich 95 96 -1
davon weiblich 214 219 -2
davon divers 0 0 0
Angestellte insgesamt 4.853 4.717 3

1 Jeweils in Vollzeitäquivalenten, um ruhende Anstellungsverhältnisse bereinigt. Ohne Mitarbeiter der FACT AG. Unterjährig liegen keine signifikanten Änderungen oder saisonbedingte Schwankungen der Mitarbeiterzahlen vor.

Alle Angaben beruhen auf den wesentlichen Daten zum Personalbestand aus dem globalen Datenbestand der Software AG. Die Daten wurden zum Stichtag 31. Dezember 2019 abgerufen, und alle Angaben werden einheitlich in FTE (Vollzeitäquivalenten) angegeben. Arbeitnehmer, die nicht Angestellte der Software AG sind, verrichten keinen signifikanten Anteil der Aktivitäten der Organisation.

Berücksichtigung von Mitarbeiterbelangen

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Nach Amtsantritt des Vorstandsvorsitzenden Sanjay Brahmawar im Sommer 2018 wurden weltweit Mitarbeiterversammlungen durchgeführt. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter, die dort gesammelt wurden, wurden thematisch aufbereitet und waren Ausgangspunkt für das Strategieprojekt Helix, das die Software AG bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgesetzt hatte. Im Jahr 2019 lag einer der Schwerpunkte von Helix auf der Transformation von "People and Culture" sowie einem nachhaltigen, profitablen Wachstum; damit sind auch die Ziele für die nächsten fünf Jahre skizziert. Um die Belange der Mitarbeiter zu erfahren und entsprechend Stellung zu beziehen, wurde unter dem Namen MyVoice im zweiten Halbjahr 2019 eine weltweite Mitarbeiterbefragung mit unterschiedlichen Fragen zum Thema "People and Culture" durchgeführt. Die Ergebnisse wurden intern offengelegt. Um die Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen, wurden länderübergreifende Workshops eingerichtet. Auch dies unterstreicht die Bedeutung, die der Zufriedenheit der Mitarbeiter zugemessen wird. Im Rahmen von Helix werden weitere Initiativen, beispielsweise der "Give Back to the Word Day", durchgeführt. Für Inhalt und Umsetzung der Initiativen sind die Mitarbeiter selbst verantwortlich.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren

Die Software AG profitiert von der Mitarbeiterbefragung MyVoice in vielfältiger Weise. Das Feedback kann beispielsweise zu Verbesserungen der Abläufe führen sowie Fehlsteuerungen oder Defizite im Leistungsangebot für die Mitarbeiter beheben. Die Berücksichtigung der Belange der Arbeitnehmer führt insgesamt zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung.

Neben der globalen Mitarbeiterbefragung wurden 2019 von den verschiedenen Bereichen der Software AG 30 (Vj. 14) weitere themenbezogene Befragungen durchgeführt, etwa zur Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sowie anderen internen Belangen. Der Anstieg der themenbezogenen Umfragen im Vergleich zum Vorjahr lässt sich damit erklären, dass das von der Software AG genutzte Umfrage-Tool seit 2018 verstärkt intern beworben wurde.

Flexible Arbeitszeit / Teilzeitmodelle

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Anforderungen an die Flexibilität von Arbeitszeiten und -modellen variieren an den unterschiedlichen Standorten der Software AG. Den Mitarbeitern in Deutschland bietet die Software AG über flexible Arbeitszeiten, vielfältige Teilzeitmodelle sowie eine 50-Plus-Initiative die Möglichkeit, im Rahmen der betrieblichen Erfordernisse ihre Arbeitszeiten bestmöglich den persönlichen Anforderungen anzupassen. In Indien beinhaltet das bereits genannte Programm "SoftwareAGain" einen stufenweisen Aufbau der Arbeitszeit.

Das Angebot des Homeoffice wird weltweit - entsprechend individuellen Vereinbarungen und im Rahmen der betrieblichen Vorgaben und gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften - von den Führungskräften und Mitarbeitern ganz, teilweise und nach Bedarf genutzt. So lassen sich die Anforderungen der internationalen Zusammenarbeit und die privaten Belange der Mitarbeiter bestmöglich vereinbaren.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren

Im Wettbewerb um die besten Talente profitiert die Software AG von dem vielfältigen Angebot im Bereich Arbeitszeit und -modelle. Dieses Angebot trägt wesentlich zu den überdurchschnittlichen Bewertungen von "Work-Life-Balance" auf der globalen ArbeitgeberBewertungsplattform Glassdoor (4,2) sowie der deutschen Bewertungsplattform Kununu (3,84) bei. Die Software AG ist bestrebt, ihr Angebot laufend an den Anforderungen ihrer Mitarbeiter auszurichten und die Bewertungen auf den Bewertungsplattformen stetig zu verbessern. Aber auch die vielen Initiativen zur Kultur und Zusammenarbeit helfen, die besten Talente als Mitarbeiter zu gewinnen.

Geringe Mitarbeiterfluktuation

In Zeiten des Fachkräftemangels setzt die Software AG gezielt auf Maßnahmen zur Nachwuchs- und Mitarbeiterförderung, eine gute Nachfolgeplanung sowie spezielle Trainings, um neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und Fachkräfte zu halten. So leisten die Fördermaßnahmen gleichzeitig einen Beitrag zur Senkung der Mitarbeiterfluktuation.

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die genaue Beobachtung und Analyse der Fluktuationsrate an Standorten und Bereichen ist eine wesentliche Messgröße im Bereich Mitarbeiterzufriedenheit, Erfolg im Wettbewerb um die besten Talente sowie des Ansehens und der Attraktivität der Software AG insgesamt in den jeweiligen Bereichen bzw. an den jeweiligen Standorten. Hohe Fluktuationsraten erfordern eine unverzügliche Identifikation des zugrunde liegenden Problems und entsprechende Gegenmaßnahmen. Des Weiteren führt die Software AG eine Reihe von Förderungs- und Ausbildungsmaßnahmen für Schüler, Studenten und Nachwuchskräfte durch, um so früh wie möglich mit der Entwicklung junger Talente zu beginnen. Eine weitere Gegenmaßnahme ist im Generationswechsel zu sehen. Die Software AG fördert die Zusammenführung von Jung und Alt in den verschiedensten Bereichen.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 401)

Eine hohe Fluktuation führt zum Verlust von MitarbeiterKnow-how und gefährdet damit die Kontinuität des Marktauftritts. Die notwendigen Neueinstellungen bedeuten verstärkte Einarbeitungsaktivitäten; die dafür notwendigen Ressourcen zahlen zumindest zeitweise nicht auf die operative Tätigkeit und Produktivität ein. Fluktuationszahlen sind derzeit bei der Software AG nur auf lokaler Basis vorhanden, da das weltweite HR-Informationssystem erst im Mai 2019 eingeführt wurde. Die Nutzung der Daten zur Erstellung von Kennzahlen ist bereits möglich, eine weitere Simplifizierung von Personalprozessen ist in Arbeit. Die Software AG fördert den Dialog zwischen den verschiedenen Generationen und kombiniert vorhandenes Know-how mit dem Know-how für die digitale Zukunft.

Nachwuchs- und Mitarbeiterförderung

Zielgruppe Initiativen (Beispiele)
Schüler Calliope-mini-Kurse in Deutschland
• Programmierkurse für Grund- und weiterführende Schulen online als YouTube-Kanal.
Girls' Day in Deutschland und der Slowakei
• Mädchen schnuppern einen Tag in technische Berufe hinein.
Schülerpraktika
• Schüler bekommen die Möglichkeit, bei der Software AG technische oder kaufmännische Berufe kennenzulernen.
Teilnahme an Ausbildungsmessen für Schüler
• Hobit 2019, Ausbildungsmesse des SV Darmstadt 98, Ausbildungsplatzmesse "Zukunft zum Anfassen" in Saarbrücken, Berufsinfoabend des Rotary-Club Main-Taunus
Kindertag der Industrie bei der Software GmbH Österreich
• Unternehmen haben durch eigenständig durchgeführte "Junior-Labs" Kindern und Jugendlichen im Alter von von fünf bis 14 Jahren die Branche nähergebracht.
"Talent at Home" in Spanien und Indien
• Kinder der Software AG-Mitarbeiter werden eingeladen, sich einen Tag lang die Arbeit ihrer Eltern anzusehen.
Hessen-Technikum
• Schulabsolventinnen mit (Fach-)Abitur erhalten die Möglichkeit, durch eine Kombination aus Schnupperstudium und Unternehmenspraktika MINT-Fächer in der Praxis kennenzulernen.
Auslandseinsätze im Rahmen der Ausbildung
• Die Software AG ermöglicht ihren Auszubildenden und Studenten auch Projekteinsätze im Ausland.
Studenten Master of Digital Transformation Management
• Die Software AG hat an der Schaffung eines Master-Studiengangs "Digital Transformation Management" mitgewirkt; hier wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, berufsbegleitend diesen Studiengang zu absolvieren.
University-Relations-Programm
• Über das University-Relations-Programm pflegt die Software AG enge Kontakte zu Hochschulen und bietet ausgewählte Softwareprodukte für Forschung und Lehre in sogenannten Education Packages kostenlos an.
• Gastvorträge an Universitäten und Firmenbesuche für Studierende und Hochschulangehörige fördern das Kennenlernen der Software AG-Technologie und -Unternehmenskultur.
Hackathons
• 2019 konnten Studenten in Darmstadt und Indien an verschiedenen Hackathons teilnehmen, um gemeinsam in kürzester Zeit Projekte und Anwendungen für Systeme zu entwickeln. Über die Talent Community der Software AG in LinkedIn erhalten Studierende weltweit die Möglichkeit, ein zwei- bis dreimonatiges Auslandspraktikum in den Niederlassungen der Software AG zu absolvieren.
Software Campus
• Als Gründungs- und Kooperationspartner des Software Campus leistet die Software AG einen aktiven Beitrag dazu, IT-Führungskräften von morgen exzellente Karriereperspektiven in Deutschland zu eröffnen.
Nachwuchskräfte Das Future-Talents-Programm
• Dieses Programm wurde entwickelt, um Talente zu identifizieren, sie weiterzuentwickeln und zu motivieren, die nächste Generation kreativ denkender Schlüsselpersonen und Führungskräfte der Software AG zu werden.
Leadership Essential Program for New Leaders
• Hier werden Führungskräfte auf die Herausforderung der Führungsrolle optimal vorbereitet.
Führungskräfte Corporate-Executive-Programm
• Ein Programm speziell für Führungskräfte und Experten, die als Multiplikatoren der Digitalisierungsgeschichte der Software AG im externen Markt auftreten sollen.
Leadership Essential Program for Experienced Leaders
• Für Mitarbeiter, die bereits eine Führungsrolle innehaben und ihre Fähigkeiten im Bereich Personalführung reflektieren und verbessern wollen.
Nachfolgeplanung
• 2019 wurde für das Executive Leadership Team (ELT) eine erste Nachfolgeplanung aufgesetzt, die 2020 intensiviert und auf weitere Führungsebenen ausgeweitet wird.

Förderung einer transparenten und vertrauensvollen Unternehmenskultur

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Unternehmenskultur der Software AG umfasst die Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, Handlungen und das Verhalten der Mitglieder des Unternehmens prägen. Diese Werte und Normen werden tagtäglich von den Mitarbeitern der Software AG gelebt. Um die verantwortungsvolle Unternehmensführung nachhaltig sicherzustellen, wurden die gemeinsamen Verhaltensrichtlinien im bereits genannten Code of Conduct festgehalten. Darüber hinaus hat die Software AG ihre 2017 implementierten Leadership Principles in sämtlichen Führungskräftetrainings verankert.

Die Leadership Principles wurden durch die b 5 -Werte aus der Helix-Strategie ergänzt: "Be a performer", "Be engaged", "Be one team", "Be an innovator"und "Be accountable".

Der Fokus der Software AG liegt auf jedem einzelnen Mitarbeiter, damit er mit seinen Stärken zum Unternehmenserfolg beitragen kann (Beispiel "Be engaged": Call me, don't email).

Die b 5 -Werte sind Bestandteil der kulturverändernden Initiative "BeYourBestYou", zu der auch folgende Initiativen gehören:

Growth Days: Zeitbudget für Lern- und Fortbildungsaktivitäten

Give Back to the World Day: Tag für Umwelt und Soziales "Widme einen Tag pro Jahr einem sozialen oder einem Umweltprojekt, und gib der Welt etwas zurück"

Team-Empowerment-Budget: Erfüllung von Team-Wünschen

b 5 Ambassadors: Mitarbeiter sind Multiplikatoren und Ansprechpartner der #BeYourBestYou-Initiative, damit diese an allen Standorten weltweit gefestigt wird

Über diese globalen Initiativen der Mitarbeiterbindung und Talentförderung hinaus gibt es zahlreiche lokale Aktivitäten, die den Gegebenheiten vor Ort angepasst sind, darunter Buddy- und Mentoring-Programme, Programme zur Förderung von Frauen, Innovationswettbewerbe, Sportprogramme sowie spezielle Reward- und Recognition-Programme.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren

Die Software AG konnte keine wesentlichen Risiken identifizieren, die sich in Bezug auf eine transparente Unternehmenskultur aus der eigenen Geschäftstätigkeit, aus den Beziehungen zu Lieferanten und Partnern sowie aus den eigenen Produkten und Dienstleistungen ergeben.

Die Maßnahmen zur Förderung einer transparenten und vertrauensvollen Unternehmenskultur werden kontinuierlich umgesetzt und erweitert.

Regelmäßige Leistungsbeurteilung und Feedback zur Karriereentwicklung und -Weiterentwicklung

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Regelmäßige Gespräche über Leistung und Karriereentwicklung sind bei der Software AG obligatorisch. Diese Gespräche werden von einer entsprechenden Software unterstützt und finden im ersten und zweiten Quartal eines Jahres für das Vorjahr statt. Die Software AG honoriert des Weiteren in regelmäßigen Abständen in den Bereichen Vertrieb, Professional Services und Entwicklung nach festgelegten Leistungskriterien die besten Mitarbeiter oder Teams in der jeweiligen Kategorie.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 404)

Regelmäßige Gespräche über Leistung und Karriereentwicklung sind ein wesentliches Instrument der Mitarbeitermotivation und -bindung, das sicherstellt, dass die besten Talente am Markt nicht nur gewonnen, sondern auch im Unternehmen gehalten werden können. Ein strukturierter Prozess für die Nachfolgeplanung wurde gestartet, denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter sich permanent gemäß den Anforderungen des Markts inhaltlich und beruflich weiterentwickeln. Der interne Wettbewerb um die Auszeichnungen der besten Mitarbeiter bzw. Teams eines Quartals oder Jahres führt zu einem internen Leistungswettbewerb, der von den teilnehmenden Mitarbeitern aufgrund der erfahrenen Anerkennung als sehr motivierend empfunden wird.

Trainingsprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Corporate University der Software AG bietet zahlreiche Trainings für alle Mitarbeiter an und macht diese über das Learning-Management-System iLearn zugänglich. Das Angebot umfasst Online- und Präsenzschulungen durch eigene und externe Trainer. Die Corporate University verwendet dabei modernste Trainingsformate, von leichtgewichtigen kurzen Video-Tutorials über Massive Open Online Courses bis hin zu TV-Formaten, die in einem eigenen professionellen TV-Studio live gesendet bzw. aufgezeichnet werden. Schulungen in iLearn können von Mitarbeitern zu jeder Zeit selbst gebucht werden, in der Regel ohne dass ein Vorgesetzter dies genehmigen müsste. Kostenpflichtige Weiterbildungen werden dagegen mit der Führungskraft abgestimmt. Darüber hinausgehende Schulungsmaßnahmen, zum Beispiel Business-School-Programme, vermittelt der Personalbereich bzw. die Corporate University.

In iLearn wird allen Mitarbeitern das gesamte Trainingsprogramm online zur Verfügung gestellt. Das Schulungsangebot der Software AG umfasste 2019 über 1.800 (Vj. 1.600) Kurse, zumeist als E-Learning. Die Software AG setzt bei ihrem Kursangebot bewusst auf einen Mix aus Eigenentwicklung und gezielt ausgewählten externen Angeboten, da sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass ein solcher Mix eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeitern findet.

Das Kursangebot der Corporate University ist eng synchronisiert mit den Anforderungen des Markts, der Nutzer der Produkte der Software AG, der Organisation sowie der Führungskräfte und Mitarbeiter. Besonderes Augenmerk lag 2019 auf der Unterstützung von Helix durch passende Schulungsangebote. Beispiele sind das firmenweite Change-Training in Form eines interaktiven Video-Trainings mit über 400 Registrierungen oder die Schulungen für die b 5 Ambassadors und die sogenannten Growth Catalysts (ein Team von 100 ausgewählten Mitarbeitern und Führungskräften aus allen Bereichen, die als Change Angels agieren).

Ausgearbeitete Entwicklungspfade bereiten auf Produktzertifizierungen vor oder dienen der Aus- und Weiterbildung der Software AG-Produktberater (Consultants). Mitarbeiter und Führungskräfte stimmen einen individuellen Lernplan ab, der in iLearn dokumentiert und verfolgt werden kann. Einen Teil des weltweiten Schulungsangebots in iLearn bilden standardisierte Trainingsprogramme, etwa die Grundlagenschulung für neue Mitarbeiter. Darüber hinaus bietet die Corporate University Programme für spezielle Zielgruppen an, beispielsweise ein Global Architect Program für Berater, attraktive Weiterbildungen für junge Talente wie das Future Talent Program oder auch Schulungen zu Schwerpunktthemen wie Design Thinking. Gerade hier zeigten sich die hohe Innovationsbereitschaft und das große Interesse der Mitarbeiter an kreativen Arbeitsmethoden. Seit dem Start der Design-Thinking-Trainingsoffensive 2017 haben mehr als 800 Mitarbeiter eine entsprechende Schulung inhouse absolviert.

Bereits 2018 wurde eine großangelegte globale Initiative zur Führungskräfteausbildung gestartet - das sogenannte Leadership Essentials Program. Bis Ende 2019 haben rund 200 Führungskräfte aus allen Bereichen und Ländern dieses Programm durchlaufen. Für 2020 ist ein darauf aufbauendes Advanced-Leadership-Programm geplant. Der Schwerpunkt dieses Programms ist der kulturelle Turn-around und die Transformation der Software AG. Die Top-Executive-Leadership-Teams werden weiter ausgebaut. Zudem wird 2020 verstärkt Wert gelegt auf die Entwicklung der "Führungskräfte von morgen".

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 404)

In einem stark wettbewerbsorientierten Marktumfeld ist es ein Risiko für Unternehmen, die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter zu vernachlässigen. Die Software AG setzt daher auf die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und sieht darin eine Chance zur Erreichung eines entscheidenden Wettbewerbsvorteils. Denn die Mitarbeiter der Software AG tragen mit ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen entscheidend zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei.

Die Zufriedenheit der Kursteilnehmer wird kontinuierlich überprüft, das Schulungsangebot evaluiert und an die Nachfrage angepasst. Informationen zur Registrierung, Anzahl sowie Zufriedenheit der Teilnehmer stellt das System über Reports zur Verfügung. Das durchschnittliche Kurs-Feedback liegt über die letzten Jahre konstant bei einem Zufriedenheitswert von über 85 Prozent (2019: 87,8). Seit 2019 misst die Software AG auch die Zeit, die Lerner in ihre Weiterbildung investieren - als sogenannte Growth Days. Ziel ist die Förderung der Eigeninitiative zur Weiterbildung, gerade auch in Themen jenseits der aktuellen Jobanforderung bzw. außerhalb der eigenen Komfortzone. Anerkannt werden dabei alle Themen, die für die Mitarbeiter von Interesse und für ihre persönliche Weiterentwicklung in der Software AG relevant sind. Akzeptierte Lernformate reichen von externen Seminaren über Angebote bekannter Lernplattformen (Coursera, Udemy, LinkedIn-Learning etc.), den Besuch von Konferenzen, die Nutzung von Mentoring und Coaching bis hin zur Lektüre von Sachbüchern. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, diese Zeiten auf ihr eigenes Lernkonto in iLearn einzutragen.

Insgesamt gab es in iLearn knapp 45.000 Registrierungen für Kurse, Programme und Zertifizierungen; das entspricht einer Netto-Lernzeit von 147.000 Stunden. Gegenüber 2018 ist das eine Steigerung von ca. 10 Prozent. Mit Netto-Lernzeit ist die reine Bearbeitungszeit von Inhalten oder die Abspieldauer von Videos oder E-Learnings gemeint. Berücksichtigt man Vor- und Nacharbeiten des Inhalts sowie das Durcharbeiten von Übungen, ist erfahrungsgemäß die reale Lernzeit im Schnitt über alle Kurse um den Faktor 2 größer. Damit ist das selbstgesteckte Ziel von 50 Stunden pro Mitarbeiter pro Jahr klar übertroffen worden. Der relativ große Anstieg der Registrierungen gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus einer geänderten Erfassung. Früher wurden nur die Buchungen von Mitarbeitern erfasst, die zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch aktiv im Unternehmen waren. Seit 2019 wird die komplette Historie aller Mitarbeiter erfasst. Die gesteigerte Lernbereitschaft der Mitarbeiter zeigte sich auch an einem Zuwachs an Buchungen kostenpflichtiger Schulungen. Die dafür getätigten Investitionen stiegen gegenüber 2018 um 16 Prozent auf rund 2,6 Millionen Euro.

Bekämpfung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten (§ 289c Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Der Ruf eines Unternehmens ist eines seiner wichtigsten Güter. Darauf basieren alle Beziehungen zwischen den Mitarbeitern, Kunden, Partnern, Aktionären und auch den Mitbewerbern des Unternehmens. Es ist ein zentrales Anliegen der Software AG, ihr Bestreben, in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld zu bestehen, durch verantwortliches, integres Handeln zu ergänzen.

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Software AG hat deshalb einen Code of Conduct eingeführt, der ein faires (Wettbewerbs-)Verhalten verlangt und alle Mitarbeiter dazu anhält, sämtliche anwendbaren Kartell- und Wettbewerbsgesetze einzuhalten. Entsprechende Trainings sowie die klaren Vorschriften des Code of Conduct fördern bei der Software AG Integrität und faire Geschäftspraktiken in den vielen Ländern, in denen sie tätig ist. Mitarbeiter können alle Fragen zum Wettbewerbs- und Kartellrecht an die für ihre Region zuständige Rechtsabteilung oder das Compliance Board richten. Die Software AG unternimmt alle Anstrengungen, um Integrität und Fairness walten zu lassen und die entsprechenden Kontrollmaßnahmen zu etablieren.

Folgende Verbote sind unter anderem im Code of Conduct festgelegt (ohne Einschränkungen):

Absprachen mit Mitbewerbern, die Kunden schaden, wie Preisabsprachen, Angebotsabsprachen und Absprachen, die den Wettbewerb für Kunden oder Verträge ausschließen

Absprachen, nach denen ein Kunde oder Lieferant in seiner Freiheit, ein Produkt zu verkaufen, in unangemessener Weise eingeschränkt wird; dazu zählen auch die Festlegung eines Wiederverkaufspreises für ein Produkt oder eine Dienstleistung oder die Festlegung unangemessener Bedingungen für den Verkauf von Produkten, Technologien oder Dienstleistungen sowie eine Absprache, nach der andere Software AG-Produkte und Dienstleistungen erworben werden

Monopolisierungsversuche, zum Beispiel Ausnutzung einer dominierenden Marktstellung, um andere vom Wettbewerb auszuschließen

Erwerb von Informationen über den Wettbewerb durch illegale oder unethische Methoden

Das Compliance Board prüft und bewertet Compliance-Fragen und -Bedenken und hilft dabei sicherzustellen, dass sich die Mitarbeiter gesetzeskonform verhalten, interne Regeln und Verfahren befolgt werden und das Verhalten des Unternehmens dem Code of Conduct der Software AG entspricht. Das Compliance Board berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Bei möglichen Compliance-Verstößen kann das Compliance Board interne Überprüfungen anfordern. Diese werden vom Vorstandsvorsitzenden genehmigt und durch Internal Audit durchgeführt. Die Ergebnisse der Prüfung und entsprechende Korrekturmaßnahmen werden dem Compliance Board und dem Vorstandsvorsitzenden berichtet und von diesen geprüft und bewertet.

Der Senior Vice President Audit, Processes & Quality der Software AG berichtet dem Prüfungsausschuss (Audit-Komitee) des Aufsichtsrats regelmäßig die Ergebnisse der internen Prüfungen. Dies gilt auch für die Ergebnisse der Prüfungen, die vom Compliance Board angefordert werden. Die Berichte erstrecken sich auch auf andere Themen, etwa die kontinuierliche Verbesserung der Compliance-Instrumente der Software AG und die Wirksamkeit interner Kontrollen.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 205 und 206)

Im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens entstehen Risiken von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten aufgrund eines auf Länderebene variierenden Verständnisses einer ethischen und moralischen Geschäftspraxis. Ziel der Software AG ist es, dass sich alle Mitarbeiter an den eingeführten Verhaltenskodex des Unternehmens halten. Dazu werden die Mitarbeiter der Software AG regelmäßig über die Bestimmungen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten informiert. Darüber hinaus ist die Schulung zum Code of Conduct Bestandteil des Mitarbeiter-Onboarding-Prozesses, den jeder Mitarbeiter weltweit beim Eintritt in das Unternehmen zu durchlaufen hat. Im Geschäftsjahr 2019 haben 670 (Vj. 605) neue Software AG-Mitarbeiter das Training zum Code of Conduct absolviert und die geforderte Zertifizierung erhalten. Alle Geschäftspartner der Software AG müssen den Supplier Code of Conduct der Software AG unterzeichnen. Ausnahmen davon werden durch das Compliance Board bewertet und entschieden.

Der jährliche interne Auditplan für Länder mit einem bestimmten Betrugswahrnehmungsindex wurde von der Software AG um Fragen der Betrugsprävention und -erkennung ergänzt. Ein Risikomanagement, das sich explizit mit der Erkennung von Betrug in den Betriebsstätten beschäftigt, ist nicht vorhanden.

Am 31. Juli 2018 hat die spanische Wettbewerbsbehörde (Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia, CNMC) im Kartellverfahren aus dem Jahr 2015 Bußgelder gegen insgesamt elf Unternehmen, darunter auch die Software AG Spanien, verhängt. Die CNMC sah es als erwiesen an, dass die Software AG Spanien Preisabsprachen vorgenommen, an sogenannten "verdeckten Ausschreibungen" teilgenommen und weitere wettbewerbswidrige Handlungen vorgenommen hat. Das der Software AG Spanien auferlegte Bußgeld beträgt 6.016 Tausend Euro und wurde gemäß richterlicher Aufforderung am 19. Januar 2019 gezahlt. Die Software AG Spanien hat gegen diese Verwaltungsentscheidung Rechtsmittel eingelegt. Eine Entscheidung wird für das Jahr 2020 erwartet. Der Vorstand der Software AG hat auf Empfehlung des Compliance Boards diverse Maßnahmen zur Verhinderung vergleichbarer Vorfälle beschlossen und umgesetzt; dazu zählen die Einstellung eines lokalen Inhouse-Juristen in Spanien, die enge juristische Begleitung (intern und extern) öffentlicher Ausschreibungen sowie Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiter (sowohl Präsenz- als auch Videoschulungen). Insgesamt stuft die Software AG aufgrund der ergriffenen Maßnahmen das Risiko von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten auch weiterhin als gering ein.

Kundenbelange

Kundenzufriedenheit

Gut funktionierende Partnerschaften basieren auf Vertrauen, Engagement und Austausch. Der Erfolg ihrer Kunden ist und bleibt für die Software AG ein Ziel, für das sie sich entschieden einsetzt. Deshalb befragt sie regelmäßig ihre Kunden, fordert und fördert Vorschläge für kundenzentrierte Lösungen aus dem Kreis ihrer Mitarbeiter und wendet Design-Thinking-Methoden an, damit sie ihren Kunden schnell Lösungen zur Verfügung stellen kann, die einen hohen Nutzen bieten.

Konzepte und Due Diligence

Ein zentrales Ziel der Software AG ist es, bei ihren Kunden Innovation und Wettbewerbsdifferenzierung voranzutreiben und ihre erfolgreiche digitale Transformation zu unterstützen. Eng damit verbunden sind die drei Schwerpunkte des Kundenzufriedenheitsprogramms der Software AG.

Kommunikation: Der Software AG liegt sehr an einer offenen Kommunikation mit ihren Kunden. Um ihre Prozesse, Produkte und Services zu verbessern, erfasst und prüft sie regelmäßig Kundenrückmeldungen.

Zusammenarbeit: Die Software AG arbeitet unternehmensintern, innerhalb ihres Partnernetzwerkes und mit ihren Kunden eng zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Kunden mit Software AG-Technologie einen maximalen Nutzen erzielen.

Co-Innovation: Die Software AG wendet in Forschung und Entwicklung moderne Design-Thinking-Methoden an, damit sie konstruktive und relevante Kundenlösungen so schnell wie möglich bereitstellen kann.

Messung der Kundenzufriedenheit

Um sich einen Überblick über das Kundenerlebnis zu verschaffen, führt die Software AG Umfragen durch. Je nach Art der Zusammenarbeit befragt die Software AG ihre Kunden auch regelmäßig zu ihren Erfahrungen mit der Software AG. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder Kunde in allen Phasen der Interaktion vollkommen mit der Zusammenarbeit zufrieden ist.

2019 war, auch was die Messung der Kundenzufriedenheit angeht, ein Jahr der Transformation. Die weltweite Kundenbefragung wurde ausgesetzt, weil die Verknüpfung zu bestimmten Kontaktpunkten im Kunden-Lebenszyklus fehlte und nicht die entsprechenden Rücklaufquoten und verwertbaren Erkenntnisse hätte liefern können. Zukünftig misst die Software AG den Net Promoter Score (NPS) im direkten Kontext eines Kundenkontaktpunkts (Vertriebsprozess, Projektabwicklung, Supportfall, Produktnutzung usw.). Dadurch erhält sie für den gesamten Lebenszyklus umfassende Erkenntnisse zum Kundenerlebnis und zu konkreten Maßnahmen, die sie als Reaktion auf diese Erkenntnisse ergreifen kann.

Für Support-Fälle misst die Software AG den Produkt-NPS bereits seit vielen Jahren. Mit einem NPS von 40 erreichte sie im Jahr 2019 einen historischen Höchstwert (Vj. 36, 2017: 31). Da der NPS die Kundenzufriedenheit und -loyalität widerspiegelt, gehört er zu den strategischen Unternehmenskennzahlen und wird auch in die Geschäftsbereiche heruntergebrochen.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren

Die Software AG konnte keine wesentlichen Risiken identifizieren, die sich in Bezug auf die Kundenzufriedenheit aus der eigenen Geschäftstätigkeit, aus den Beziehungen zu Lieferanten und Partnern sowie aus den eigenen Produkten und Dienstleistungen ergeben.

Beitrag der Software AG-Produkte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung der Software AG-Kunden

Konzepte und Due Diligence

Die Software AG-Vertriebsmethode (Engage 2) sieht vor, dass bei jedem Verkauf ein Nutzenversprechen für den Kunden ausgearbeitet wird, das auch als Business Case quantifiziert werden kann. Es ist die Grundlage für die Ermittlung eines fairen Preises und Bestandteil des Discounting- bzw. Global-Deal-Desk(GDD)-Freigabeprozesses. Es ist aber nicht Vertragsbestandteil, sondern dient lediglich der Veranschaulichung eines Wertvorteils. Teilweise wird der Business Case mit vorherigen Erfolgen (Kundenreferenzberichten) untermauert, die von anderen Software AG-Kunden als Teil eines Anwendungsfalls freigegeben wurden. Unter Umständen greift die Software AG auch auf unabhängige Analysten zurück, um Kundenzahlen zu erfragen und eine neutrale, werbefreie Sicht zu erhalten. Ein Beispiel dafür ist die Forrester-Studie "Der Total Economic Impact(tm) der Digital Business Platform der Software AG" vom April 2018.

Die Software AG hat sich einen neuen Slogan gegeben, "Turn Data into Value" (Daten in Werte verwandeln). Dieser soll zum Ausdruck bringen, dass die Software AG ihre Kunden in die Lage versetzen möchte, den Nutzen zu steigern, den sie aus vorhandenen bzw. neuen Daten mithilfe von Datenintegration, Datenanalyse (Zeitreihendaten oder Datenströme usw.) und intelligenten datengestützten Entscheidungen ziehen. Kunden sind oft überrascht, wie wertvoll die Erkenntnisse sind, die sich aus ihren Daten ableiten lassen. Die Software AG ist stets offen für Gespräche mit ihren Kunden über den Geschäftsnutzen ihrer Produkte.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren

Intern werden Vertriebsmitarbeiter und Berater nicht an der Erreichung dieser Ziele gemessen; es gibt weder explizite Kennzahlen noch ein Bewertungsverfahren. Idealerweise sollte aber jeder Kunde als Referenzkunde gewonnen werden. Da die Business Cases nicht Vertragsbestandteil sind, entstehen bei Nicht-Erreichung auch keinerlei Risiken.

Sicherung einer hohen Qualität der Software AG-Produkte und -Services

Konzepte und Due Diligence

Das Bestreben, einen Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen und damit zu ihrem Erfolg beizutragen, bestimmt das Handeln der Software AG. Die Software AG will es ihren Kunden ermöglichen, sich in der digitalen Welt von ihren Mitbewerbern abzugrenzen. Um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, bekennt sich jeder Software AG-Mitarbeiter zu folgenden Werten:

Der Kunde steht im Mittelpunkt allen Handels, von der Kollaboration und Co-Innovation bei der Entwicklung neuer Produkte bis zur Art und Weise, wie die Software AG ihre Dienstleistungen und Lösungen vertreibt

Compliance mit Gesetzen und Vorschriften zu Qualitäts-, Sicherheits- und Leistungsanforderungen in allen Ländern, in denen die Produkte und Dienstleistungen der Software AG vertrieben werden

Unterstützung und kontinuierliche Verbesserung des Geschäftskontinuitäts- und QualitätsmanagementSystems der Software AG

Diese Verpflichtungen wird die Software AG nachvollziehbar und konsequent verfolgen, mithilfe eindeutig dokumentierter Prozesse, Kennzahlen (wie Qualitätsziele, routinemäßige Überprüfungen des Qualitätsmanagements) und einer Unternehmenskultur, die auf Qualität ausgerichtet ist. Die Maßnahmen der Software AG zielen auf eine kontinuierliche Zertifizierung in den Bereichen Qualitätsmanagement, Geschäftskontinuität und Informationssicherheit ab. Mit den im Folgenden beschriebenen Maßnahmen reduziert die Software AG mögliche Risiken, die aus einer unzureichenden Produktqualität entstehen, auf ein geringes Maß.

Nach ISO 9001 zertifiziertes QualitätsmanagementSystem

Das nach ISO 9001 zertifizierte QualitätsmanagementSystem (QMS) der Software AG schafft die Grundlage für eine hohe Kundenzufriedenheit, erstklassige SupportDienstleistungen und Software sowie kontinuierliche Verbesserungen. Die Systeme, die von Produktentwicklung, Global Support und Professional Services genutzt werden, sowie alle unterstützenden Funktionen sind Bestandteile des Software AG-QMS. Sie beschreiben die Prozesse, Rollen und Regeln, die für jeden Mitarbeiter in seinem Arbeitsalltag gelten.

Qualitätsvorgaben bei der Produktentwicklung

Die Investitionen der Software AG in das Qualitätsmanagement sind eng verbunden mit ihrem Bekenntnis zu einer kundenzentrischen Entwicklung. Das heißt, der Kunde wird eng in den Zyklus einbezogen - von der Idee bis zum Produkt. Regelmäßige Software-Releases, Updates und ständige Verbesserungen sind ein gutes Fundament für die operative Effizienz und Exzellenz.

Das QMS

Prüft, ob Gesetze und Vorschriften bezüglich Qualität, Sicherheit und Leistung eingehalten werden

Stellt die Fähigkeit der Software AG, ihren Kunden Support-Leistungen bereitzustellen, sicher

Definiert eindeutige, transparente Prozesse

Ist die Basis für kontinuierliche Innovation im Rahmen einer agilen Entwicklungsumgebung

Integriert Rückmeldungen, um sicherzustellen, dass die Software AG hochwertige Software bereitstellen kann, mit der ihre Kunden einen Wettbewerbsvorsprung erzielen können

Nach ISO 22301 zertifiziertes GeschäftskontinuitätsManagementsystem

Das nach ISO 22301 zertifizierte GeschäftskontinuitätsManagementsystem der Software AG fokussiert auf die Sicherstellung der Support-Dienstleistung. Es ist hoch digitalisiert. Es beinhaltet bewährte Governance-Prozesse und sieht Incident-Response-Teams sowie Redundanzen wichtiger Infrastruktur und Anwendungen vor. Damit ist sichergestellt, dass die zentralen, von den Kunden der Software AG benötigten Systeme verfügbar sind. Das System gewährleistet, dass die Software AG ihren Kunden die benötigten Dienstleistungen auch in Krisensituationen schnell zur Verfügung stellen kann. Es wird ständig an veränderte Anforderungen angepasst und regelmäßig überprüft; seine Effizienz wird kontinuierlich verbessert.

Nach ISO 27001 zertifiziertes Cloud-Informationssicherheits-Managementsystem

Das Cloud-Informationssicherheits-Managementsystem beschreibt den Ansatz der Software AG für ein ganzheitliches und umfassendes Sicherheitsmanagement für ihre Cloud-Dienste und beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen zur Informationssicherheit:

Schutz von Cloud-Informationssystemen vor unbefugtem Zugriff, unbefugter Nutzung, Offenlegung, Unterbrechung, Änderung, Einsicht, Aufzeichnung oder Zerstörung

Proaktives Erkennen von Sicherheitsrisiken, das Verhindern und Erkennen von und Reagieren auf Sicherheitsverletzungen

Einhalten gesetzlicher, regulatorischer und vertraglicher Anforderungen

Einführen eines übergreifenden Managementprozesses, der sicherstellt, dass die Kontrollen der Informationssicherheit stets den Anforderungen an die Informationssicherheit entsprechen

Die Software AG ist nach ISO/IEC 27001:2013, ISO/IEC 27017:2015 und ISO/IEC 27018:2014 zertifiziert. Die Standard-Cloud-Services, die unter die Zertifizierungen fallen, sind unter www.softwareag.com/iso-certified-cloud aufgeführt.

Diese Zertifizierung hilft entscheidend, das Vertrauen potenzieller und bestehender Cloud-Kunden zu gewinnen und zu halten sowie die Compliance-Anforderungen, die diese an ihre Lieferanten stellen, zu erfüllen.

Weiterführende Informationen zu allen Zertifizierungen sind der Webseite "Quality and Continuity" (www.softwareag.com/corporate/company/quality_and_ continuity/) zu entnehmen.

Integrated Management System

Die Software AG hat alle drei Managementsysteme zu einem gemeinsamen "Integrated Management System" (IMS) zusammengefasst, um Synergien zu nutzen und Schnittstellenprobleme und Mehrfachaufwand bei den Governance-Prozessen zu reduzieren.

Verfügbarkeit von Produktsupport für Kunden

Konzepte und Due Diligence

In der digitalen Welt erwarten die Kunden, dass der weltweite Support der Software AG rund um die Uhr verfügbar und damit die Kontinuität ihrer zentralen Geschäftssysteme stets gewährleistet ist. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, verpflichtet sich der Global Support der Software AG, auf allen Organisationsebenen höchste Qualitätsvorgaben zu erfüllen. Das wird erreicht durch:

Befähigung der Mitarbeiter

Kontinuierliche Verbesserung der Kompetenzen der Mitarbeiter

Kontinuierliche Messung und Überprüfung der Kundenzufriedenheit

Nutzung von Innovationen zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und der eigenen Effizienz

Qualitätsvorgaben des Global Support

Der Global Support der Software AG ist nach ISO 9001 zertifiziert. Diese Zertifizierung spricht für die hohe Qualität der Prozesse und Werkzeuge der Software AG. Der Erfolg ihrer Kunden steht für die Software AG an oberster Stelle, und zwar ab dem ersten Tag, an dem der Kunde ein Produkt einsetzt. Mit dem Enterprise Active Support bietet die Software AG einen schnellen, agilen und proaktiven Kundensupport für all ihre Produkte an.

Kunden, die sich für den Enterprise Active Support entscheiden, profitieren von branchenführenden Leistungen und schnellen Reaktionszeiten in jeder Zeitzone. Zu den Leistungen des Enterprise Active Supports zählen:

24/7-Support, einschließlich Telefon-Support

Technischer Support für kritische Fälle

Zugriff auf Empower, das rund um die Uhr verfügbare Kundensupportportal und Self-Service-Extranet

Neue Produktversionen, Patches und Fixes

Internetgestützte Beratungsgespräche

Multiregionaler Support

Weitere Services werden im Factsheet ausführlich beschrieben (https://resources.softwareag.com/services/enterprise-active-support-fact-sheet)

Der Global Support der Software AG unterstützt Kunden im Problemfall durch ein breites Spektrum an Problemlösungsmaßnahmen. Dazu zählt auch die Unterstützung der Kunden bei der Fehleranalyse und -diagnose. Gibt es unterschiedliche mögliche Problemlösungsmaßnahmen, berät der Global Support Kunden bei der Entscheidung für die optimale Lösung. Gegebenenfalls bietet die Software AG auch proaktiv Maßnahmen zu Problemlösungen an und weist auf mögliche Code-Fixes hin.

Darüber hinaus stellt der Global Support mit Empower ein Self-Service-Portal bereit. Dieses robuste, internetbasierte Portal unterstützt Kunden proaktiv und liefert zeitnah Informationen und Lösungsvorschläge. Über Empower haben Kunden Zugriff auf eine umfangreiche Wissensdatenbank mit Whitepapers, Artikeln über vorhandene Probleme, Beiträgen zu Fixes und vielen weiteren relevanten Informationen. Empower ist auch die direkte Verbindung zu den Software AG-Gruppen und -Diskussionsforen, über die Kunden mit der erweiterten Software AG-Community in Kontakt treten können.

Der Global Support der Software AG arbeitet mit einem umfassenden, flexiblen Eskalationsprozess. Um Probleme bestmöglich zu lösen, können Kunden einen Strategic Support Manager anfordern.

Für die globale Support-Organisation der Software AG steht Kundenzufriedenheit stets im Mittelpunkt. Zur Verbesserung des Kundenservice werden Prozesse, Know-how und Tools kontinuierlich überprüft und überarbeitet sowie entsprechende Investitionen vorgenommen. Außerdem gibt es einen ständigen Feedback-Kanal. Sobald ein Problem gelöst ist, werden Kunden zu ihren Erfahrungen mit dem Global Support und der Software AG insgesamt befragt. Anhand dieses Kunden-Feedbacks wird der Support ausgebaut und optimiert.

Schutz der Kundendaten

Der Schutz personenbezogener Daten ist ein Grundrecht aller natürlichen Personen. In Artikel 8 der Grundrechtecharta der Europäischen Union (EU) ist der Schutz personenbezogener Daten als Grundrecht festgelegt; nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist er auch Bestandteil der EU-Datenschutzgesetze. Die Software AG achtet den Schutz der personenbezogenen Daten ihrer Kunden sowie deren Kunden und setzt deshalb angemessene Maßnahmen um.

Konzepte und Due Diligence

Die Software AG hat einen Datenschutzbeauftragten ernannt und ein Datenschutzteam etabliert, das die Geschäftsbereiche zum Datenschutz berät. Nach den Anforderungen der DSGVO wurde ein integriertes Datenschutz-Managementsystem (DMS) umgesetzt, mit dem die Datenschutzaspekte dokumentiert, überwacht und bei Bedarf angepasst werden. Integrale Bestandteile des DMS sind die Prozesse zur allgemeinen Behandlung von Datenschutzvorfällen und -verstößen und somit auch von Vorfällen und Verstößen, die Kundendaten betreffen. Die Software AG setzt dieses DMS mit ihren eigenen Produkten ARIS, ARIS Risk & Compliance Manager, Alfabet und webMethods AgileApps um.

Die Datenschutzprozesse werden im Rahmen des ISO-9001-Audits auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden dokumentiert, der Fortschritt wird in einem zentralen Audit-System gemessen. Das Management wird in entsprechenden Meetings regelmäßig informiert.

Die speziellen Datenschutzmaßnahmen, die im Rahmen von Cloud-Dienstleistungen umgesetzt werden, wurden im Jahr 2019 erstmals gemäß ISO 27018 im Rahmen der ISO-27001-Zertifizierung der Cloud Service Unit überprüft.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 418)

Im Jahr 2019 gab es bei der Software AG keinerlei Vorfälle, bei denen Kundendaten verletzt wurden oder verloren gingen. Es wurden keine Vorfälle nach den Vorschriften der anwendbaren Datenschutzgesetze bekannt. Insgesamt stuft das Unternehmen diesen Sachverhalt unter Berücksichtigung der vorstehenden Maßnahmen als risikoneutral ein.

Sozialbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 3 HGB)

Dialog auf regionaler Ebene und Entwicklung lokaler Gemeinschaften

Konzepte und Due Diligence

Die Software AG verfolgt das Ziel, konzernweit regional vernetzt und als guter "Corporate Citizen" zum Wohl ihres jeweiligen Umfelds beizutragen. Das Konzept der Software AG sieht vor, Sozialbelange auf regionaler Ebene zu adressieren. Dementsprechend ist die Führung lokal vor Ort in die Entwicklung von Maßnahmen eingebunden. Dabei ist das gesellschaftliche Engagement seit Unternehmensgründung ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur der Software AG. Das Unternehmen ist stolz darauf, dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen weltweit in zahlreichen ehrenamtlichen Projekten engagieren. Diesen Einsatz fördert und honoriert das Unternehmen gerne. Das soziale Engagement der Software AG-Mitarbeiter zeigt sich in vielen lokalen Projekten an allen Standorten weltweit. Informationen zu einer Auswahl der aktuellsten Projekte werden regelmäßig unter https:// www.softwareag.com/csr/de/default veröffentlicht.

Den Grundstein für Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln hat der Unternehmensgründer Dr. h. c. Peter Schnell gelegt, und seine Prinzipien sind noch heute fest in der Unternehmenskultur der Software AG verankert. Vor 28 Jahren rief er die Software AG-Stiftung ins Leben, die mit einem Aktienanteil von knapp 34 Prozent Ankerinvestor ist.

Weltweit schlägt die Software AG mit der Kampagne "Move Your Feet to Give a Hand" die Brücke zwischen Betriebssport, Teamgeist sowie karitativem und sportlichem Engagement: Für jeden von Mitarbeitern bei offiziellen Laufwettbewerben zurückgelegten Kilometer spenden die Software AG, die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie die Software AG-Stiftung einen festen Geldbetrag. Im Jahr 2019 legten die Mitarbeiter eine Strecke von 10.208 (2018: 7.459) Kilometern zurück und erliefen eine Spendensumme von 43.500 (2018: 32.500) Euro. Seit Beginn der Aktion vor zwölf Jahren haben die Mitarbeiter der Software AG zusammen 105.618 Kilometer zurückgelegt und gut zweieinhalbmal die Welt umrundet. An welche gemeinnützigen Organisationen gespendet werden soll, schlagen ebenfalls die Mitarbeiter vor.

Im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens hat die Software AG den "Give Back to the World Day" ins Leben gerufen: ein Bekenntnis zu sozialer und ökologischer Verantwortung. Mitarbeiter der Software AG können einen Arbeitstag pro Jahr nutzen, um soziale oder Umweltprojekte zu unterstützen. Im ersten Jahr beteiligten sich über 500 Mitarbeiter aus 13 Standorten an 20 Projekten. Projektschwerpunkte waren Umweltschutz und die Unterstützung von Kindern:

Im Rahmen des "Give Back to the World Day" haben Mitarbeiter der Software AG ihren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels geleistet: In Darmstadt haben Mitarbeiter im Stadtwald 1.000 Bäume gepflanzt. In Bangalore (Indien) säuberten sie einen See und pflanzten ebenfalls Bäume, und in San Jose (USA) halfen sie bei der Pflege eines historischen Rosengartens.

Teams aus Darmstadt und Sofia (Bulgarien) haben Tierschutzprojekte unterstützt: Sie halfen beim Bau zusätzlicher Tiergehege in einem Tierheim, das verletzte Tiere aufnimmt. Sie reinigten Boxen in einem Tierheim, und sie sammelten Futterspenden für die über 5.000 Katzen und Hunde im rumänischen Tierheim Smeura.

Mitarbeiter der Software AG haben in Bangalore Spenden für ein NGO-Projekt gesammelt, das Kindern eine Mittagsmahlzeit bietet. In Spanien haben sie Spenden für Stiftungen gesammelt, die Familien mit langzeiterkrankten Kindern Wohnungen bereitstellen. Das Team in Sydney (Australien) leistete Freiwilligendienste für Obdachlose und Benachteiligte im Vorort Parramatta. In Großbritannien haben Mitarbeiter der Software AG eine Einrichtung für autistische oder behinderte Kinder und Erwachsene gereinigt und renoviert und in Südafrika Schulbücher, Spielsachen und Decken an ein Zentrum für Kinder und Frauen in Notsituationen gespendet. Dies sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie sich Mitarbeiter der Software AG für eine sichere Zukunft von Kindern engagieren.

Auch die Unterstützung sozial benachteiligter Menschen im Santa Clara County (USA), die Trinkwasserreinigung und der Anschluss einer Schule an die Stromversorgung im von der Odisha-Flut betroffen indischen Dorf Pikol sind nur einige Beispiele für die Solidarität der Software AG-Mitarbeiter mit Menschen in Not.

Im Rahmen des "Give Back to the World Day" haben Professional-Services-Mitarbeiter gemeinsam ein Jugendbildungszentrum in einem sozial benachteiligten Viertel in Santa Clara (USA) renoviert.

Mit dem "Give Back to the World Day" haben alle Mitarbeiter der Software AG die Chance, sich für Menschen, die Hilfe brauchen, zu engagieren und gute Wünsche in Taten umzusetzen, um gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten.

An ihrem Hauptsitz in Darmstadt ist die Software AG fest mit der Region verwurzelt und engagiert sich in Projekten mit und für verschiedene Stakeholder-Gruppen. Im Dezember 2019 hat die Software AG ihren Vertrag als Sponsor des Darmstädter Fußballclubs SV Darmstadt 98, "Die Lilien", bis 2024 verlängert. Die Software AG sponsert die "Lilien" seit der Saison 2008/2009 und engagiert sich auch für die soziale Kampagne des Clubs "Im Zeichen der Lilie" zugunsten von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung.

Die fortschreitende Digitalisierung ist auch in der Bildung zu einem zentralen Handlungsfeld der digitalen Agenda der Bundesregierung geworden - in den Klassenzimmern, den Hörsälen, Berufsschulen und Betrieben. Digitalisierung als wirtschaftliches und gesellschaftliches Querschnittsthema erfordert dabei eine breit angelegte digitale Grundbildung bereits ab dem Grundschulalter. Die Software AG verfolgt mit dem eigenen University-Relations-Programm seit 2007 diese gesellschaftliche Verantwortung, um digitale Kompetenzen an Berufs- und Hochschulen sowie Universitäten weltweit sowie seit 2017 auch an Schulen auszubauen. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit der Software AG mit der Hessischen Landesregierung.

Weiterhin war es der Software AG 2019 ein Anliegen, die IT-Branche in Deutschland und Europa zu stärken. Das Unternehmen ist Mitglied in zahlreichen Branchennetzwerken, welche die politische und wirtschaftliche Landschaft aktiv mitgestalten. Zudem beteiligt sich die Software AG als Unternehmenspartner an Forschungsund Innovationsprojekten.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 413)

Die Software AG hat in Bezug auf den Sachverhalt Sozialbelange keine wesentlichen Risiken identifiziert und sieht hier vielmehr die Chance, der Gesellschaft und insbesondere den lokalen Gemeinschaften an den weltweiten Standorten im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung etwas zurückzugeben. So gibt es lokale Programme zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte. Jeder Vollzeitmitarbeiter der Software AG in Nordamerika hat ein Anrecht, acht Stunden pro Jahr einer freiwilligen gemeinnützigen Tätigkeit zu widmen. Ein ähnliches Programm gibt es auch in Deutschland: Hier können Mitarbeiter im gesetzlich vorgegebenen Rahmen bezahlten Urlaub nehmen, um freiwillige Jugendarbeit zu leisten. Mit dem "Give Back to the World Day" wurde ein neuer Rahmen für dieses Engagement geschaffen.

Umweltbelange (§ 289c Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Die technologischen Lösungen der Software AG helfen schon heute vielen Kunden dabei, ihre Ressourcen optimal und somit nachhaltig zu nutzen. Auch die Software AG selbst nimmt sich dabei nicht aus der ökologischen Verantwortung: Die 1.385 Mitarbeiter in Deutschland werden durch Ökostrom versorgt. Darüber hinaus wird in der Firmenzentrale in Darmstadt die Abwärme der Server zum Heizen des Gebäudes genutzt. Die Kantine bietet den Mitarbeitern in Darmstadt ein reichhaltiges Angebot an Gerichten in Bioqualität mit Produkten lokaler Anbieter.

Energieverbrauch

Konzepte und Due-Diligence-Prozesse

Die Software AG ist davon überzeugt, dass innovative Technologieentwicklungen auch immer eine Chance zur Effizienzsteigerung und damit zur Ressourcenschonung in sich tragen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Umweltbilanz aus. Als IT-Unternehmen möchte die Software AG einen positiven Beitrag zur Reduzierung ihrer CO 2-Bilanz leisten, indem sie sich auf die Reduktion des eigenen Energieverbrauchs fokussiert und an allen Standorten in Deutschland erneuerbare Energien nutzt.

Die Software AG betrachtet alle Aspekte des Energiemanagements, des Energiebedarfs und der Energiebeschaffung an allen Standorten ganzheitlich und arbeitet daran, ihre Energiebilanz durch Energieeinsparungen und eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien zu senken. Bei den genutzten Energiequellen steht Strom an erster Stelle. Dabei bevorzugt das Unternehmen Strom aus erneuerbaren Quellen. In Deutschland bezieht die Software AG ihren Strom bereits zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Zur Steuerung des Stromverbrauchs an allen Standorten setzt die Software AG kontinuierlich Energiesparmaßnahmen um, zum Beispiel Nachrüstung der Beleuchtungssysteme, Austausch von Motoren und Nachrüstung der Gebäudetechnik. Beim Neubau von Gebäuden achtet sie schon bei der Planung auf Tageslichtnutzung, Beschattung und verbesserte Gebäudetechnik. Auch sucht die Software AG nach Wegen, die Energieintensität und Leistung ihrer Rechenzentren zu verbessern und durch Innovationen den Energiebedarf zu senken. Insgesamt konnte die Software AG ihren Energieverbrauch an den betrachteten Standorte 1 im Jahresvergleich senken.

Wesentliche Risiken und bedeutsamste Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen nach GRI 302)

Energieeffizienz ist für die Software AG von wesentlicher Bedeutung: Sie trägt zu Kostensenkungen bei, hilft Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und (Umwelt-)Risiken zu senken. Denn es geht nicht nur um Einsparungen. Das Produktportfolio der Software AG bildet die Grundlage für den Geschäftsbetrieb zahlreicher Unternehmen weltweit. Ihnen ermöglicht die Software AG einen intelligenten und effizienten Ressourceneinsatz. Somit können die Kunden die Lösungen der Software AG nutzen, um ihre eigene Energiebilanz zu verbessern und den CO 2-Ausstoß zu reduzieren.

Das Geschäftsmodell der Software AG enthält grundsätzlich nur ein sehr geringes Risiko für negative ökologische Auswirkungen. Auch im Bezug auf die weitere Betrachtung der Lieferkette, der Produkte und Dienstleistungen stuft das Unternehmen den Sachverhalt Umweltbelange als risikoneutral ein.

Eine Reduzierung von 121 auf 119 kWh/m 2 (-2 Prozent) und die gleichzeitige Verbesserung des Energieverbrauchs pro Mitarbeiter von 2.553 kWh/MA auf 2.514 kWh/MA (- 2 Prozent) im Jahr 2019 resultiert aus einer kontinuierlichen Verbesserung der Gebäudetechnik, zusätzlichen Isolierungen und energieeffizienteren Anlagen, wie Beleuchtungssystemen (Umrüstung auf LED), modernen Jalousie- oder Klimaanlagen sowie effizienteren IT-Komponenten und Servern.

Energieverbrauch 2019

Kennzahlen zum Energieverbrauch 1

Jahr Mitarbeiter (MA) m 2 kWh/Jahr kWh/m 2 kWh/MA
2018 3.327 70.250 8.494.935 121 2.553
2019 3.265 68.949 8.209.159 119 2 2.514

1 Standorte, bei denen keine eigenständigen Abrechnungen vorliegen, werden nicht berücksichtigt. Die erfassten Daten repräsentieren ca. 80 Prozent der gesamten Nutzfläche der Software AG weltweit. Zum Erhebungsstichtag lagen die Daten aus den Standorten der USA noch nicht vor.
2 Aufgrund eines Umzugs des Büros in Bracknell (Großbritannien) im Jahr 2019 ist nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr gegeben.

Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den folgenden Geschäftsjahren

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die weltwirtschaftliche Entwicklung wird in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich nicht weiter an Fahrt verlieren. Bereits jetzt zeichnet sich am Rand eine erste Stabilisierung der Konjunktur ab. Insbesondere in den Schwellenländern scheinen sich die Aussichten bereits etwas aufzuhellen. Eine Lockerung der Geldpolitik und Anregungen von der Finanzpolitik wirken stützend. Für 2020 prognostiziert das IfW einen Zuwachs des weltweiten BIP um 3,1 Prozent und damit leicht über Vorjahr. Für 2021 wird ein Plus von 3,4 Prozent vorhergesagt. Risiken liegen in einer spürbaren Verschlechterung der Rahmenbedingungen des internationalen Handels und einer zusätzlichen Belastung des Investitionsklimas.

In den USA lässt die konjunkturelle Dynamik allmählich nach. Bereits in den letzten Quartalen hat die US-Wirtschaft an Fahrt verloren. Die Verlangsamung der wirtschaftlichen Expansion dürfte vor allem durch das Auslaufen fiskalischer Impulse, die schwächere globale Konjunktur und eine höhere handelspolitische Unsicherheit ausgelöst werden. Das IfW erwartet, dass die Konjunktur in der Grundtendenz zunächst weiter nachgibt, die Produktion aber aufwärtsgerichtet bleibt. Für 2020 wird eine Wachstumsrate von 1,5 Prozent prognostiziert, für 2021 ein wieder etwas stärkerer Zuwachs um 1,7 Prozent.

Für die Konjunktur im Euroraum wird in den kommenden zwei Jahren eine leichte Belebung erwartet. Günstige Finanzierungsbedingungen und eine leicht expansive Finanzpolitik sollen positive Impulse entfalten. Die bessere Lage am Arbeitsmarkt, damit zusammenhängend stärker steigende Löhne und eine höhere Konsumnachfrage werden sich ebenfalls positiv auswirken. Wenn sich der Welthandel im Jahresverlauf 2020 wie erwartet belebt, soll auch der Außenhandel wieder stimulierend wirken. Für 2020 wird ein Wachstum von 1,2 Prozent und damit auf Vorjahresniveau erwartet. Für 2021 wird mit einem etwas stärkeren Anstieg von 1,5 Prozent gerechnet. Auch für Deutschland hellen sich die Aussichten wieder etwas auf. Kommen im ersten Halbjahr 2020 die Impulse noch vornehmlich von der Binnenwirtschaft, insbesondere von Konsum und Bau, sollte auch die Industrie ab dem zweiten Halbjahr wieder anziehen. Für 2020 prognostiziert das IfW ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,1 Prozent und für 2021 eine Erhöhung auf 1,5 Prozent.

Die Wirtschaftsdynamik in China wird voraussichtlich in den kommenden zwei Jahren weiter an Fahrt verlieren. Für 2020 und 2021 werden Wachstumsraten von 5,9 Prozent bzw. 5,7 Prozent prognostiziert. In den übrigen Schwellenländern soll sich der Produktionsanstieg angesichts der allgemeinen konjunkturellen Schwäche und zahlreicher innenpolitischer Probleme nur leicht verstärken.

Eckdaten zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland

Für die Jahre 2018 - 2021 1 2018 Prognose 2019 Prognose 2020 Prognose 2021
Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt 1,5 0,5 1,1 1,5
Bruttoinlandsprodukt, Deflator 1,5 2,0 1,9 1,8
Verbraucherpreise 1,7 1,4 1,5 1,6
Arbeitsproduktivität (Stundenkonzept) 0,3 -0,1 0,3 1,2
Erwerbstätige im Inland (1.000 Personen) 44.854 45.253 45.488 45.719
Arbeitslosenquote in % 5,2 5,0 4,9 4,9

1 Bruttoinlandsprodukt, Verbraucherpreise, Arbeitsproduktivität: Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent; Arbeitslosenquote: Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit.

Quelle: Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), Konjunkturberichte, Deutsche Konjunktur im Winter 2019 Nr. 62 (2019 | Q4), 11. Dezember 2019

Bruttoinlandsprodukt in ausgewählten Ländern und Regionen

Bruttoinlandsprodukt 1 Prognose 2019 Prognose 2020 Prognose 2021
USA 2,3 1,5 1,7
Japan 1,0 0,5 1,3
Euroraum 1,2 1,2 1,5
Vereinigtes Königreich 1,3 0,6 1,4
China 6,2 5,9 5,7
Lateinamerika -0,5 0,8 2,1
Indien 5,0 6,3 6,6
Ostasien 4,5 4,7 4,7
Russland 0,8 1,3 1,8
Weltwirtschaft insgesamt 3,0 3,1 3,4

1 Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent.

Quelle: Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), Konjunkturberichte, Weltkonjunktur im Winter 2019 Nr. 61 (2019 | Q4), 11. Dezember 2019

Branchenspezifische Entwicklung

Da die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten abnehmen, investieren die Unternehmen wieder zunehmend in IT. Das US-Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass die weltweiten IT-Ausgaben 2020 um 3,4 Prozent auf 3,9 Billionen US-Dollar ansteigen. Im Jahr 2021 soll mit einem Plus von 3,7 Prozent im Vorjahresvergleich erstmals die 4-Billionen-US-Dollar-Marke überschritten werden. Da die Rezession 2019 nicht eingetreten ist, wird dies auch nicht für das wahrscheinlichste Szenario für 2020 und darüber hinaus angesehen. Vielmehr erwarten die Unternehmen Umsatzzuwächse und steigern dementsprechend ihre IT-Ausgaben. Für die Segmente, in denen die Software AG tätig ist, sind die Prognosen am besten: Für den Bereich Unternehmenssoftware wird 2020 ein Wachstum um 10,5 Prozent auf 503 Milliarden US-Dollar und 2021 ein Plus von 10,5 Prozent auf 556 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Im Bereich IT-Dienstleistungen erwartet Gartner für 2020 einen Zuwachs um 5,0 Prozent auf 1,08 Billionen US-Dollar und für 2021 eine Steigerung um 5,5 Prozent auf 1,14 Billionen US-Dollar. Für den deutschen ITK-Markt prognostizieren EITO und Bitkom für 2020 ein Wachstum um 1,5 Prozent auf 172,2 Milliarden Euro.

Prognose der weltweiten IT-Ausgaben

in Milliarden US-Dollar 2020 Ausgaben 2020 Wachstum
in %
2021 Ausgaben 2021 Wachstum
in %
Unternehmenssoftware 503 10,5 556 10,5
IT-Dienstleistungen 1.081 5,0 1.140 5,5
Gesamte IT 3.865 3,4 4.007 3,7

Quelle: Gartner Says Global IT Spending to Reach $3.9 Trillion in 2020 www.gartner.com/en/newsroom (15. Januar 2020)

Ausrichtung des Konzerns

Die Software AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 steigende Umsätze und eine weiterhin hohe Profitabilität. Dazu beigetragen hat der Start von Helix, des Transformationsprogramms des Konzerns, Anfang 2019. Dieses mehrjährige Transformationsprogramm basiert auf den zentralen Stärken und der Tradition der Software AG, gleichzeitig treibt es den Wandel des Unternehmens voran, sodass es veränderte Markt- und Kundenanforderungen besser erfüllen und Wachstumschancen besser nutzen kann. Ziel des Programms ist es, die Software AG zu nachhaltigem profitablem Wachstum und an die Spitze des Technologiesektors zu führen.

Der Konzern ist an den drei strategischen Säulen des Helix-Transformationsprogramms ausgerichtet.

Fokus

Die Software AG wird sich auf Wachstumsmärkte und -produkte fokussieren: Sie wird Ressourcen und Fähigkeiten in den Bereichen ihres Produktangebots und in den Marktsegmenten konzentrieren, für die sie die besten Wachstumsaussichten sieht. Demzufolge wurde im Geschäftsjahr 2019 das Produktportfolio der Digital Business Platform (DBP) in drei Geschäftsbereiche mit einem jeweils eigenen Go-to-Market gegliedert:

Integration & API

IoT & Analytics

Business Transformation

Umsetzung

Die Software AG wird die Umstellung von einem klassischen Lizenzierungsmodell auf ein Subskriptionsmodell beschleunigen. Damit reagiert sie nicht nur auf entsprechende Markttrends und kommt Kundenwünschen entgegen, sondern kann auch die Schwankungen der Quartalsergebnisse reduzieren und mittelfristig die Sichtbarkeit der Umsätze verbessern. Sie wird ein einfacheres, disziplinierteres Go-to-Marktet-Modell und eine entsprechende Vertriebsmethodik einführen. Dies umfasst auch ein neues Performance-Matrix-Betriebsmodell mit vom Produkt bis zum Vertrieb durchgängig festgelegten Verantwortlichkeiten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Wachstum anzustoßen sowie Go-to-Market-Methoden und Vertriebsstrategien für Cross- und Upselling zu etablieren.

Team

Das wichtigste Kapital der Software AG sind ihre Mitarbeiter. Schwerpunkte der Software AG sind deshalb die Nutzung und Förderung von Talenten, die zusammen mit dem Vorstand und dem Executive Leadership Team (ELT) die Transformation vorantreiben werden, und die Weiterentwicklung der besonderen Kultur der Software AG -eine gute Mischung aus Tradition und Moderne.

Zum erweiterten Team der Software AG gehören auch die Partner in ihrem Partnernetzwerk. Gemeinsam mit diesen Partnern wird die Software AG ihr Go-to-Market-Modell skalieren und strebt an, den Umsatz mit Partnern signifikant zu erhöhen.

Erwartete Ertragslage

Voraussichtliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die im Folgenden beschriebene erwartete Ertragslage geht von stabilen Rahmenbedingungen ohne derzeit nicht vorhersehbare Sondereffekte aus. Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind derzeit noch nicht quantifizierbar und wurden demgemäß bei der Prognose nicht berücksichtigt.

Unter der Annahme einer normalisierten Auftragseingangsentwicklung wie in der Kapitalmarktprognose unterstellt sowie einem weiteren Anstieg der subskriptionsbasierten Lizenzmodelle geht der Vorstand der Software AG davon aus, dass auf Jahresebene die Segmentmargen im Bereich Digital Business Platform (DBP) um 20 bis 30 Prozent, im Bereich Adabas & Natural (A&N) um etwa 10 Prozent und im Bereich Professional Services um etwa 20 Prozent sinken. Der Rückgang der Margen ist in allen Bereichen auf weitere Investitionen im Rahmen des Strategieprojekts Helix zurückzuführen, die das mittelfristige Wachstum der Software AG fördern sollen. Insbesondere im Segment DBP liegt der Rückgang der Marge ferner in einer veränderten Vertragsgestaltung im Subskriptionsbereich begründet, welche dazu führt, dass Teile der subskriptionsbasierten Lizenzumsätze, die bislang zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gezeigt wurden, zukünftig verstärkt ratierlich über die Vertragsdauer hinweg realisiert werden.

In Folge erwartet der Vorstand der Software AG, dass sich bei stabilen Rahmenbedingungen der IFRS-Konzernjahresüberschuss um 20 bis 30 Prozent reduziert. Diese Entwicklung entspricht weitgehend der operativen EBITA-Marge (Non-IFRS). Die operative Non-IFRS-Marge wird demnach für 2020 auf 20 bis 22 Prozent geschätzt. Der IFRS-Konzernjahresüberschuss ist keine Steuerungsgröße für das Management der Software AG, da diese Kennzahl im Saldo absolute Umsatz- und Kostengrößen und die jeweiligen Währungseffekte unterschiedlicher Geschäftsfelder vermischt und somit wenig aussagekräftig ist.

Für 2020 werden insbesondere die Themen Cloud-Computing, Maschinenlernen und Künstliche Intelligenz (KI) sowie Internet of Things (IoT) im Fokus stehen, vier zentrale Technologiefelder, die Unternehmen den Weg in die Welt neuer datengestützter Geschäftsmodelle weisen.

Basis für den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Gesamtplan, einschließlich der erwarteten Entwicklung der normalisierten DBP-, DBP Cloud & IoT- und A&N-Auftragseingänge (Bookings) bzw. Umsätze, der Dienstleistungsumsätze und der operativen EBITA-Marge, sind die individuellen Länderplanungen. Diese beruhen auf den erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der jeweiligen lokalen Märkte, dem vorhandenen Auftragsbestand, der existierenden Pipeline, den erwarteten Erneuerungsraten für wiederkehrende Umsätze (Wartung und Subskription) und der erwarteten Auslastung der Berater im Professional-Services-Bereich.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet der Vorstand der Software AG, basierend auf den normalisierten Auftragseingängen (Bookings), wie in der Guidance kommuniziert (siehe nachstehende Tabelle), die im Folgenden beschriebenen Umsatzentwicklungen. Im DBP-Geschäft (exkl. Cloud & IoT) erwartet der Vorstand eine Umsatzreduktion im niedrigen unteren einstelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum von Cloud & IoT-Umsätzen wird voraussichtlich zwischen 40 und 60 Prozent im Jahresvergleich betragen. Bei A&N wird eine weitgehend flache bis leicht rückläufige Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Unter der Voraussetzung, dass die gegenwärtige Konzernstruktur trotz des Projekts Helix weitgehend stabil bleibt, erwartet die Gesellschaft unter Berücksichtigung eines voraussichtlichen Abgangs des spanischen Beratungsgeschäfts in der Mitte des Jahres 2020 einen Umsatzrückgang im Bereich Professional Services im hohen einstelligen Prozentbereich. Insgesamt wird gegenüber dem Vorjahr ein weitgehend stabiler Konzernumsatz erwartet. Diese Prognose basiert auf den Währungskursen des Vorjahres 2019. Die positiven Auswirkungen der strategischen Neuausrichtung (Helix) spiegelt sich vor allem in dem erwarteten Anstieg der Bookings wider, wohingegen die erwartete operative Ergebnismarge (Non-IFRS) durch die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 belastet wird.

Die EBITA-Marge (Non-IFRS) soll in der Bandbreite von 20,0 bis 22,0 Prozent liegen. Die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2020 stellt sich wie folgt dar:

Ausblick Gesamtjahr 2020

GJ 2019
in Mio. EUR
Ausblick GJ 2020 Stand 29.01.2020
in %
DBP (exkl. Cloud & IoT) normalisierter Auftragseingang 241,1 +10 bis +15 1
DBP (Cloud & IoT) normalisierter Auftragseingang 65,9 +40 bis +60 1
A&N normalisierter Auftragseingang 100,8 -3 bis +3 1
Operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) 2 29,2 % 20,0 bis 22,0

1 Währungsbereinigt, exklusive Hosting-Services.
2 Vor Berücksichtigung nichtoperativer Einflussfaktoren (vgl. Non-IFRS-Ergebnisdefinition auf Seite 50).

Mittelfristige Geschäftsentwicklung

Mittelfristig strebt die Software AG ein profitables Geschäftswachstum an. Dabei soll die Einführung neuer Lizenzierungsmethoden den Anteil der wiederkehrenden Umsätze deutlich steigern. Die Gesellschaft wird zudem weiterhin auf einen starken operativen Free Cashflow achten.

Ausblick der Software AG-Holding (Einzelabschluss)

Die zukünftige Ertragslage der Software AG resultiert aus der Ertragssituation des Software AG-Konzerns und wird durch Ergebnisabführungen und Entscheidungen hinsichtlich der Ausschüttungen konzerninterner Dividenden bestimmt. Insoweit wird auf die dargestellte erwartete Ertragslage des Software AG-Konzerns verwiesen.

Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Gewinn-und-Verlust-(GuV-)Posten

Die Herstellkosten, die größtenteils aus Personalkosten für Professional-Services-Leistungen und Kosten für den Ausbau der Cloud-Infrastruktur bestehen, werden voraussichtlich zum Vorjahr im oberen einstelligen Bereich ansteigen. Die F&E-Aufwendungen werden im Vorjahresvergleich voraussichtlich um ca. 10 Prozent wachsen, um insbesondere die Innovationen im Bereich Cloud & IoT voranzutreiben. Dabei ist der Aufbau von F&E-Ressourcen an Low-Cost-Standorten weiterhin von hoher Bedeutung. Die Vertriebsaufwendungen werden voraussichtlich 10 bis 15 Prozent steigen, um das Wachstum im DBP- und Cloud & IoT-Bereich voranzutreiben und die A&N-Kundenbasis weiter intensiv zu betreuen. Die operativen Verwaltungsaufwendungen werden ebenfalls im oberen einstelligen Bereich ansteigen, um das zukünftige Wachstum administrativ und prozessual zu unterstützen, um insbesondere im Personalbereich der hohen Bedeutung der Personalentwicklung gerecht zu werden.

Voraussichtliche Entwicklung der Dividenden

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Software AG verfolgt eine nachhaltige Ausschüttungspolitik, die an der langjährigen Entwicklung der Wertsteigerung des Konzerns ausgerichtet ist. Diese Kontinuität soll im Sinne verlässlicher Aktionärsbeziehungen und der Wertschätzung der Aktionäre fortgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 20. Mai 2020 vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 0,76 Euro pro Aktie auszuschütten. Im Vorjahr war die Dividende 0,71 Euro pro Aktie und wird damit um 0,05 Euro je Aktie (+7 Prozent) erhöht werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung entspräche dies bei 74,0 (Vj. 74,0) Millionen dividendenberechtigten Aktien einer Ausschüttungssumme von 56,2 (Vj. 52,5) Millionen Euro. Im Verhältnis zum Jahresschlusskurs 2019 (Xetra-Schlusskurs vom 30. Dezember 2019: 30,15, Vj. 31,59 Euro) entspricht dieser Vorschlag einer Dividendenrendite von 2,52 (Vj. 2,24) Prozent. Dies ist eine Rendite, die im Vergleich zum aktuellen Kapitalmarktumfeld attraktiv ist. Im Geschäftsjahr 2019 beschloss der Vorstand, den Korridor der Ausschüttungsquote, der bisher zwischen 25 und 33 Prozent lag, auf 30 bis 40 Prozent vom Durchschnitt aus Konzernüberschuss (auf Aktionäre der Software AG entfallend) und Free Cashflow zu erhöhen. Bezogen auf den Durchschnitt aus Free Cashflow (145,8 bzw. Vj. 184,1 Millionen Euro) und Konzernüberschuss (155,3 bzw. Vj. 164,9 Millionen Euro) würde die Ausschüttungsquote 37,4 (Vj. 30,1) Prozent betragen. Die Dividendenpolitik ist als klares Zeichen der Wertorientierung des Unternehmens zu verstehen und soll in Zukunft weiterverfolgt werden.

Erwartete Finanzlage

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Aufgrund des hohen positiven operativen Cashflows sowie der komfortablen Liquiditätsposition ist kein externer Finanzierungsbedarf absehbar. Externe Finanzierungsmaßnahmen werden nahezu ausschließlich zur Finanzierung größerer Akquisitionen benötigt. Da sich der zeitliche Horizont für solche Übernahmen nicht vorhersehen lässt, können auch der Zeitpunkt sowie das benötigte Finanzierungsvolumen nicht genau vorhergesagt werden. Sollte sich jedoch eine größere Akquisition abzeichnen, könnten jederzeit Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Geplante Investitionen

Die Software AG ist immer bereit, sich bietende Gelegenheiten für technologiegetriebene Akquisitionen zu nutzen. Auch größere strategische Übernahmen könnten bei günstiger Gelegenheit erfolgen, da die Software AG aufgrund ihres hohen, stabilen Cashflows Zugang zu attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten hat.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Basierend auf dem positiven Ausblick für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet die Software AG eine weiterhin stabile Entwicklung des Free Cashflows. Entsprechend den Vorjahren sollte auch für 2020 von einem auf ähnlichem Niveau des Konzernüberschusses liegenden Free Cashflow ausgegangen werden können. Damit würde der operative Mittelzufluss die Dividendenzahlungen sowie die vertraglichen Kredittilgungen erneut übersteigen. Dies sollte zu einem weiteren Anstieg der Liquiditätsposition führen und damit die finanziellen Möglichkeiten der Gesellschaft für mögliche Akquisitionen nochmals verbessern.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und zur voraussichtlichen Lage

Im ersten Jahr des Unternehmensumbaus konnten wir mit den Investitionen, die wir 2019 getätigt haben, eine solide Wachstumsgrundlage schaffen. Das Ziel für 2020 ist eine dynamische Weiterentwicklung des Unternehmens zu nachhaltigem, profitablem Wachstum.

Um das Wachstum zu steigern und vorhandene Markchancen bestmöglich zu nutzen, wird die Software AG wichtige Investitionen in Vertriebsressourcen, den Umstieg auf Subskriptionen, das Partnernetzwerk sowie seine Mitarbeiter und seine Unternehmenskultur verstärken.

Die Software AG sieht zwei konkrete Bereiche, in denen sie ihren Marktanteil vergrößern kann: Hybrid Integration und IoT.

Aufgrund der geplanten Investitionen strebt die Software AG 2023 einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro an.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Ziele

Das primäre Ziel der Software AG ist es, nachhaltiges sich beschleunigendes Wachstum zu generieren, um dadurch den Unternehmenswert zu steigern. Um dies zu erreichen, werden etablierte Geschäftsaktivitäten mit dem Engagement in aussichtsreichen, neuen Marktsegmenten und Regionen kombiniert. Dabei werden die Vertriebsmodelle von einmalig zu Beginn der Vertragslaufzeit zu erfassenden Umsatzerlösen sukzessive auf nachhaltig jährlich zu erfassende Umsatzerlöse umgestellt. Dabei wird in der Umstellungsphase eine vorübergehende Dilutierung der Non-IFRS-EBITA-Ergebnismarge bewusst in Kauf genommen. Um die langfristige, nachhaltige Entwicklung der Software AG sicherzustellen, verzichtet das Unternehmen auf kurzfristige opportunistische Ergebnissteigerungen und daraus möglicherweise resultierende kurzfristige positive Effekte auf den Aktienkurs. Die Software AG strebt mit einer auf nachhaltigen, langfristigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis an und geht Risiken nur dann ein, wenn die damit verbundenen Geschäftsaktivitäten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wertsteigerung der Software AG mit sich bringen. Voraussetzung ist stets, dass das Unternehmen die Risiken einschätzen kann und sie überschaubar und beherrschbar bleiben. Darüber hinaus werden die Risiken und Chancen aus dem laufenden Geschäft systematisch beobachtet. Dazu zählen beispielsweise die ständige Beobachtung der Produkt- und Servicequalität sowie das Management von Währungsentwicklungen.

Organisation

Mit einem konzernweiten Chancen- und Risikomanagementsystem identifiziert die Software AG frühzeitig mögliche Risiken, um diese richtig zu bewerten und so weit wie möglich zu begrenzen. Risiken sind dabei als Abweichungen von den geplanten Werten zu verstehen. Risiken im engeren Sinne sind, wie im allgemeinen Sprachgebrauch üblich, als negative Abweichungen und Chancen als positive Abweichungen von den Planwerten definiert. Indem die Risiken kontinuierlich betrachtet werden, kann das Unternehmen den Gesamtstatus stets systematisch und zeitnah einschätzen sowie die Wirksamkeit entsprechender Gegenmaßnahmen besser beurteilen. Dabei werden sowohl operative als auch finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingte Risiken einbezogen. Chancen ergeben sich generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. Um die identifizierten Risiken laufend zu überwachen, setzt die Software AG verschiedene Controlling-Instrumente ein, die sich sowohl auf die Entwicklung des Gesamtunternehmens als auch auf bereichsspezifische Themenstellungen beziehen. Durch definierte Berichtswege wird der Vorstand kontinuierlich über derzeitige und künftige Chancen und Risiken sowie die aggregierte Risikostruktur informiert. Die Software AG aktualisiert und kontrolliert stetig die konzernweit gültigen Vorgaben zur Prävention und Reduzierung von Gefährdungen.

Verantwortung

Die in der Konzernzentrale für das Risikomanagement verantwortlichen Bereiche steuern und kontrollieren die weltweite Chancen- und Risikovorsorge der Software AG sowie der Konzerngesellschaften. Sie erstellen die Chancen- und Risikoberichte, initiieren die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und erarbeiten risikomindernde Vorgaben für den gesamten Konzern. Funktion und Zuverlässigkeit des Systems sowie der Berichterstattung werden fortlaufend überprüft. Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Software AG operationalisiert die Geschäftsrisiken. Es beinhaltet interne Richtlinien (Policies) zu Geschäftspolitik und -praktiken sowie eine konzernweite Vorgabe wirksamer interner Kontrollen, deren Einhaltung kontinuierlich überprüft wird. Die Policies regeln interne Prozesse und Verantwortungsbereiche auf lokaler und globaler Ebene. Sie dienen sowohl der Information des Managements als auch der Überwachung der operativen Geschäftsrisiken des Software AG-Konzerns. Um die Transparenz zu erhöhen, werden diese Policies zentral verwaltet, veröffentlicht und deren Einhaltung kontinuierlich überprüft. Zentrale Geschäftsprozesse werden durch Softwareapplikationen, welche überwiegend auf eigener Technologie basieren, zentral gesteuert und überwacht. Ein weiterer Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist der Risikotransfer von operativen Risiken auf Versicherer. Die weltweite Koordination hiervon erfolgt in der Konzernzentrale durch die Abteilung General Services.

Struktur des Chancen- und Risikomanagementsystems

Controlling

Das weltweit unter einheitlicher Leitung stehende Controlling überwacht zeitnah die sich aus dem operativen Geschäft ergebenden Risiken, unter anderem auch aus dem Professional-Service-Geschäft, und berichtet fortlaufend die steuerungsrelevanten Kennzahlen an den Vorstand. Darüber hinaus werden sowohl operative als auch strategisch relevante Risiken mithilfe eines strukturierten Reporting-Systems analysiert. Dabei werden mittels Kennzahlen die Entwicklungen aller relevanten Unternehmensbereiche beleuchtet und fortlaufend monatlich bzw. quartalsweise (je nach Kennzahl) an den Vorstand berichtet. Überdies werden bei auftretenden Sondersituationen hinsichtlich möglicher Geschäftschancen bzw. -risiken Ad-hoc-Analysen durchgeführt und an den Vorstand berichtet.

Finanzen

Der Bereich Finanzen ist für die Erstellung aller rechnungslegungsrelevanten Richtlinien in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) verantwortlich. Alle abschlussrelevanten Bilanzierungsentscheidungen sowie der Umsatzlegungsprozess werden durch den weltweit verantwortlichen Corporate-Finance-Bereich überwacht bzw. getroffen. Dadurch wird die konzernweite Einhaltung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften sichergestellt.

Treasury

Das Corporate-Treasury-Team erstellt tägliche Cash Reports für den Vorstand. Des Weiteren werden alle Sicherungsgeschäfte wöchentlich und darüber hinaus die European Monetary Infrastructure Regulations Reports (EMIR) monatlich an den Vorstand berichtet. Alle risikobehafteten Fremdwährungs- sowie Sicherungsgeschäfte dürfen ausschließlich durch das direkt dem Finanzvorstand unterstehende Corporate-Treasury-Team durchgeführt werden. Den Landesgesellschaften sind mittels einer globalen Treasury-Richtlinie alle risikobehafteten Geschäfte mit Derivaten verboten. Die Einhaltung dieser Richtlinie wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft. Der weltweite Prozess des Forderungseinzugs wird zentral in der Treasury-Abteilung überwacht.

Interne Revision

Die Interne Revision der Software AG ist ein aktiver Bestandteil des Risikomanagements des Unternehmens. Sie stellt durch einen systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements sowie die Bewertung und kontinuierliche Verbesserung des IKS und der Führungs- und Überwachungsprozesse sicher. Weiterhin ist sie darauf ausgerichtet, durch die Beurteilung der Effektivität und Effizienz von Geschäftsprozessen Mehrwerte für die Software AG zu schaffen. Die Interne Revision berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und operiert weltweit.

Risikomanagement im Rechnungslegungsprozess

Um Fehlerrisiken bei der Rechnungslegung weitgehend auszuschließen, wurden die folgenden Prozesse implementiert:

Es bestehen detaillierte, weltweit einheitliche IFRS-konforme Bilanzierungsrichtlinien, die verpflichtend anzuwenden sind. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird durch Corporate Finance sichergestellt und durch die Interne Revision geprüft.

Die Buchhaltungen der Länder werden durch die lokal verantwortlichen Finance-Controlling-&-Administration-(FC&A)-Manager kontrolliert, die wiederum von den regional verantwortlichen FC&A-Managern überwacht werden. Die Landesgesellschaften melden ihre Zahlen an das zentrale Konzernrechnungswesen, das einen Teil des Corporate-Finance-Teams bildet. Dort werden die Zahlen der Landesgesellschaften mit dem Softwaretool SAP/BCS konsolidiert. Gleichzeitig konsolidiert Corporate Controlling die Gewinn- und Verlustrechnungen der Länder mit dem Office-Plus-System (Management-Informations-System). Abschließend werden die beiden konsolidierten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen gegeneinander gespiegelt, eventuelle Abweichungen untersucht und gegebenenfalls aufgetretene Unstimmigkeiten berichtigt.

Die weltweite Funktionstrennung bei der Erstellung und Überprüfung buchhalterischer Zahlen ist durch die Separierung der Bereiche in Corporate Finance und Corporate Controlling gewährleistet. Beide berichten mit unterschiedlichen Bereichsleitern jeweils getrennt an den Finanzvorstand.

Im Rahmen der Monatsberichtserstellung werden durch die Abteilungen Corporate Finance und Corporate Controlling die Berichtszahlen aller Reporting-Einheiten analysiert und geprüft. Eventuell auftretende Differenzen werden monatlich korrigiert.

Alle konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zentral verwaltet und durch Kooperationsverträge rechtlich geregelt. Die wesentlichen Leistungsverrechnungen erfolgen über zentrale Abteilungen in den Bereichen Corporate Finance und Corporate Controlling. Darüber hinaus sind die konzerninternen Abstimmungsprozesse in der Policy "Intercompany Transactions" weltweit einheitlich geregelt. Der Prozess der Umsatzlegung wird durch zentral gesteuerte weltweite Genehmigungsprozesse mit Beginn der Vertragsanbahnung streng überwacht. Das System zur präventiven internen Kontrolle (Global Deal Desk) ist weltweit implementiert. Alle Angebote zum Abschluss von Kundenverträgen durchlaufen diesen Genehmigungsprozess, in den neben der Rechtsabteilung auch Corporate Finance, Corporate Controlling sowie der Vorstand involviert sind.

Die Interne Revision prüft kontinuierlich alle wesentlichen Kundenverträge weltweit im Hinblick auf die Einhaltung des Genehmigungsprozesses und die korrekte Abbildung im Rechnungswesen.

Die Zugriffsvorschriften auf die lokalen und zentralen Buchhaltungsprogramme sind mittels einer Policy weltweit einheitlich geregelt und werden durch die Abteilung Global Information Services (GIS) überwacht.

Auf die Daten des SAP/BCS-Konsolidierungsprogramms haben nur die Mitarbeiter der Konzernrechnungslegung Zugriff.

Alle Konzernberichte werden im Rahmen des VierAugen-Prinzips im Bereich Corporate Finance von einer zweiten Person überprüft.

Die Software AG beauftragt zur Bewertung komplexer Sachverhalte, wie Aktienoptionsprogramme, Pensionsrückstellungen, Rechtsrisiken oder Kaufpreiszuordnungen im Rahmen von Akquisitionen, regelmäßig externe Sachverständige.

Strategisches Risiko- und Chancenmanagement

Das strategische Risiko- und Chancenmanagement(RCM)-System besteht aus einem zentralen interdisziplinären Kernteam, das sich aus den Leitern der Konzernbereiche Finanzen, Interne Revision und Recht zusammensetzt und in dieser Funktion an den Finanzvorstand berichtet. Für die Bewertung, das Überwachen sowie das Managen der identifizierten strategischen Risiken ist jeweils eine für das entsprechende Fachgebiet verantwortliche Führungskraft als Risikopate zuständig. Die Risikopaten werden von dem Kernteam vorgeschlagen und durch den verantwortlichen Vorstand benannt. Die Risikobewertung erfolgt nach einem einheitlichen Bewertungssystem. Es berücksichtigt dabei als Risikoklassen die möglichen Auswirkungen der Risiken auf das Konzern-EBIT der nächsten drei Jahre. Diese Auswirkungen sind unter Einbeziehung der vom Management durchgeführten, risikominimierenden Maßnahmen ermittelt.

Erwartete EBIT-Auswirkungen für die nächsten 3 Jahre (kumuliert) Risikoklasse
20 bis 50 Millionen Euro gering
50 bis 200 Millionen Euro mittel
> 200 Millionen Euro hoch

Dabei werden die EBIT-Auswirkungen der nächsten drei Jahre in drei Klassen unterschieden. Auswirkungen von bis zu 50 Millionen Euro auf das Konzern-EBIT der nächsten drei Jahre sind der Risikoklasse gering zugeordnet. EBIT-Auswirkungen von 50 bis 200 Millionen Euro sind der Risikoklasse mittel und EBIT-Effekte von über 200 Millionen Euro Auswirkungen in den nächsten drei Jahren sind der Risikoklasse hoch zugeordnet.

Diesen EBIT-Auswirkungen in den nächsten drei Jahren werden in einem gesonderten Schritt Eintrittswahrscheinlichkeiten in drei Risikostufen zugeordnet.

Eintrittswahrscheinlichkeiten Risikostufen
0 % - 33 % unwahrscheinlich
34 % - 66 % wahrscheinlich
> 66 % höher wahrscheinlich

Eintrittswahrscheinlichkeiten von 0 bis 33 Prozent werden mit der Risikostufe unwahrscheinlich, von 34 bis 66 Prozent mit der Risikostufe wahrscheinlich und über 66 Prozent mit der Risikostufe höher wahrscheinlich bewertet. Die Risikoklassen und -stufen werden dann mittels der Erwartungswerte in Äquivalenzkennzeichen aggregiert. Diese werden anschließend in Dreierstufen den kumulierten Risikosignalen zugeordnet.

Risikosignale Risikorelevanz
Grün untergeordnet
Gelb mittel
Rot signifikant

Alle strategischen Risiken und Chancen werden mit dieser Risikomatrix einheitlich bewertet. Risiken und Chancen, die nicht als strategisch erachtet werden, werden nicht in die Risikomatrix aufgenommen. Alle Verantwortungsträger des Konzerns sind dafür verantwortlich, neu erkannte strategische Risiken und Chancen an das Kernteam in der Konzernzentrale zu melden, das seinerseits den Vorstand informiert, um mögliche Bewältigungsstrategien zu beraten. Das Kernteam berichtet regelmäßig die fortlaufende Entwicklung der erkannten Risiken und Chancen an den Vorstand. Der Vorstand stellt das RCM-System regelmäßig dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vor und diskutiert mit diesem die Beurteilung der identifizierten Risiken und Chancen sowie geeignete Maßnahmen zur Administration der Risiken und Chancen.

Sicherstellung der Wirksamkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Internen Kontrollsystems

Das RCM-System und das IKS werden durch die Interne Revision regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft. Bei Bedarf werden Verbesserungsvorschläge erarbeitet, deren Umsetzung zentral überwacht wird. Rechnungslegungsrelevante Kontrollprozesse werden regelmäßig durch die Bereiche Corporate Finance und Corporate Controlling intern überprüft und den neuen Entwicklungen angepasst.

Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken und Chancen

Die Software AG stellt aus der Gesamtheit der im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements identifizierten Risiken und Chancen wesentliche Risiko-Chancen-Felder sowie Einzelrisiken und Chancen im Risiko- und Chancenbericht dar.

Umfeld- und Branchenrisiken/-chancen

Marktrisiken

Marktrisiken bestehen unter anderem in den unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen einzelner Länder bzw. Regionen. Die technologische Evolution der einzelnen Sektoren der IT-Industrie kann die jeweiligen Geschäftspotenziale der einzelnen Geschäftsbereiche sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Der ausgewogene Umsatzmix der Software AG reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen geografischen oder fachlichen IT-Teilmarkt. Das Unternehmen vermarktet Technologien, die einen weitgehend branchenunabhängigen Einsatz finden. Damit besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder Kunden. Mit technischen Innovationen, ständigen F&E-Investitionen sowie dem Zukauf neuer Technologien im Rahmen der technologiegetriebenen Akquisitionen hat die Software AG ihr Produktportfolio deutlich erweitert und wird es auch in Zukunft weiter ausbauen. Das fördert die Flexibilität von vorhandenen IT-Infrastrukturen bei den Kunden, welche erhebliche Kostenreduktionen erzielen, und sichert dem Unternehmen damit langfristig eine breite Kundenbasis. Die Return-on-Investment-Zeiten sind für Kunden der Software AG verhältnismäßig kurz. Daher bieten sich die neuen Produkte auch in konjunkturellen Schwächephasen zur Bewältigung des marktbedingten Kostendrucks an. Die Software wird beim überwiegenden Teil der Kunden für geschäftskritische Anwendungen verwendet, die bei Zufriedenheit Jahre oder oft Jahrzehnte genutzt werden. Daher ist der Umsatzstrom, insbesondere aus den Wartungsleistungen, stabil.

Marktchancen

Die Software AG sieht sich als Technologieführer bei der Ermöglichung der Unternehmensdigitalisierung. Der starke Trend im Bereich IoT bedeutet eine große Chance für die zukünftige Entwicklung der Software AG. Insbesondere im IoT-Bereich erwartet die Software AG in den nächsten Jahren ein starkes, dynamisches Wachstum. Durch die strategische Neuausrichtung, in welche die Ergebnisse eines umfassenden Strategieprojekts eingeflossen sind, wird die Software AG sich weiterhin verstärkt auf die technologischen und regionalen Wachstumsmärkte konzentrieren. Zugleich wird die Software AG ihr Programm Adabas & Natural 2050+ fortsetzen und angesichts der Bedeutung, die Ökosysteme für den erfolgreichen Softwarevertrieb haben, auch ihr Partnermodell noch attraktiver gestalten. Durch diese Maßnahmen erschließen sich der Software AG überdurchschnittlich gute Chancen, Marktanteile in Kernmärkten auszubauen bzw. zu behaupten.

Brexit

Durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union entstehen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der britischen Wirtschaft, aber auch der gesamten europäischen Wirtschaft. Nach dem Wahlsieg von Boris Johnson im November 2019 hat Großbritannien die Europäische Union zum 31. Januar 2020 verlassen. Bis zum Ende des Jahres 2020 wird die Europäische Union mit Großbritannien über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der zukünftigen Zusammenarbeit verhandeln. Die Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und Großbritannien bezüglich der Austrittsmodalitäten werden einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftsbeziehungen und auch auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung beider Wirtschaftsräume haben.

Die konkreten Auswirkungen des Brexits sind derzeit noch nicht absehbar. Aus diesem Grunde sind außer der bestehenden Unsicherheit keine genauen Prognosen möglich. Zurzeit werden die genauen Auswirkungen des Brexits auf die konzerninternen Verträge innerhalb der Software AG-Landesgesellschaften untersucht. Dabei wird jedoch nicht mit größeren Effekten auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Software AG-Konzerns gerechnet. Der britische Markt ist für die Software AG einer der bedeutsamsten Märkte. Die Software AG arbeitet jedoch schon sehr lange erfolgreich in vielen Nicht-EU-Staaten, wie den USA, Brasilien, Indien und anderen Ländern. Aufgrund dieser Erfahrung geht die Software AG nicht davon aus, dass der Brexit einen erheblichen Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in Großbritannien hat. Darüber hinaus sollte risikomitigierend wirken, dass die Software AG in allen wesentlichen Finanzzentren der Europäischen Union tätig ist. Daher können die aus dem Vereinigten Königreich möglicherweise abwandernden Finanzunternehmen von den Tochtergesellschaften der Software AG in den relevanten EU-Zielländern wie Deutschland, Frankreich und Irland bedient werden.

USA

Die USA sind für die Software AG der weltweit wichtigste Markt. In den USA verfügt die Software AG über einen eigenen Vertrieb sowie bedeutende Teile der KonzernZentralabteilungen, wie Marketing und F&E, mit wesentlichen lokal vorhandenen IP-Rechten, die zu erheblichen Lizenzzahlungen innerhalb des Konzerns in die USA führen. Große Teile des Konzerngewinns werden in den USA erwirtschaftet und versteuert. Die zum Ende des Jahres 2017 durchgeführte Steuerreform reduzierte die Steuerlast der Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2018 gegenüber den Vorjahren deutlich. Die Konzernsteuerquote reduzierte sich auf ca. 30,0 Prozent gegenüber mehr als 37,0 Prozent in den früheren Jahren. Auch in den kommenden Jahren wird sich voraussichtlich der Steueraufwand, unter sonst gleichen Bedienungen, nachhaltig auf diesem geringeren Niveau stabilisieren. Da wesentliche Teile des Software AG-Konzerns in den USA angesiedelt sind, erwartet die Gesellschaft durch die "Amerika-firstStrategie" der gegenwärtigen US-Regierung keine großen Nachteile als deutsches Unternehmen. Auch für das globale Geschäft sieht die Software AG derzeit noch keine substanziellen Risiken aus der amerikanischen Welthandelspolitik entstehen. Bisher haben sich auch im dritten Jahr dieser Strategie der US-Regierung keine negativen Entwicklungen für den Geschäftsverlauf der Software AG ergeben. Inwieweit sich die weiteren Handelskonflikte zwischen den USA einerseits und China sowie der Europäischen Union andererseits negativ auf die globale Entwicklung des Software AG-Konzerns auswirken, ist nicht absehbar. Da sich die US-Wirtschaft immer noch robust entwickelt, dürften jedoch die Marktchancen die Risiken überwiegen.

Coronavirus-Pandemie

Die sich mit hoher Geschwindigkeit immer weiter ausbreitende Coronavirus-Pandemie belastet inzwischen die Weltwirtschaft dadurch, dass insbesondere in China ganze Städte unter Quarantäne gestellt und Fabrikanlagen stillgelegt wurden. Folglich werden die weltweit vernetzten Produktions- und Lieferketten teilweise unterbrochen, sodass viele Produkte nicht mehr fertiggestellt und verkauft werden können. Dieser Sachverhalt, im Zusammenspiel mit den von den Medien und der Politik geforderten Vorsichtsmaßnahmen, die zu ersten Panikreaktionen in der Zivilgesellschaft führten, kann sich in einem kumulativen wirtschaftlichen Abschwungeffekt niederschlagen. Die OECD geht davon aus, dass sich das weltweite Wachstum im Jahr 2020 halbieren könnte, sollte sich die Situation beim Coronavirus nicht stabilisieren.

Einzelne Großkonzerne haben bereits Investitionsstopps verhängt. Darüber hinaus wurden bei sehr vielen Unternehmen Dienstreisestopps verhängt. Vertragsverhandlungen mit Kunden werden dadurch deutlich erschwert. Sowohl diese Reisestopps als auch die Investitionsstopps bei einem Teil der Software AG-Kunden können sich negativ auf die zukünftigen Umsatzerlöse der Software AG des Jahres 2020 auswirken.

In Anbetracht der Kürze der Zeit zwischen der schnellen Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie und dem Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2019 waren detaillierte Analysen zur Ermittlung der möglichen Auswirkungen auf den prognostizierten Geschäftsverlauf der Software AG im Jahr 2020 nicht möglich. Grundsätzlich ist die Software AG von einem Ausfall der Lieferketten aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht betroffen. Negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Software AG können sich jedoch im Falle eines nachhaltigen wirtschaftlichen Abschwungs ergeben.

Unternehmensstrategische Risiken und Chancen

Produktinnovation und Produktportfolio

Die Softwarebranche unterliegt sehr schnellen Innovationszyklen, sowohl hinsichtlich neuer Produkte als auch der Go-to-Market-Modelle, wie verbrauchsabhängige Modelle (Pay per Use) im IoT-Umfeld und Cloud-Geschäft. Diese basieren auf sich ständig ändernden Kunden-, Markt- und Integrationserfordernissen. Neue Innovationstrends sind nur schwer vorhersehbar oder werden unter Umständen zu spät erkannt. Aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Softwaremarkts besteht das Risiko, neue Innovationstrends nicht oder nicht rechtzeitig erkennen zu können. Im Zusammenhang mit dem Innovationsrisiko besteht eine der wesentlichen branchenüblichen Herausforderungen darin, die Unternehmensressourcen, wie F&E, Produktmarketing, Marketing, Vertrieb und zukünftige Akquisitionen (M&A), auf die richtigen Produkte mit zukünftig großen Umsatzpotenzialen zu allokieren. Das kann zu unzureichender Fokussierung auf zukünftig wachstumsrelevante Produkte führen. Wenn das angebotene Produktportfolio nicht die Kundenwünsche trifft, verringern sich die Umsatzpotenziale. Große Mitbewerber verfügen über größere finanzielle Ressourcen zur Neu- und Weiterentwicklung der Produktportfolios. Daher kann das Geschäft der Software AG durch neue Produkte der Wettbewerber in seiner Entwicklung negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus darf auch die Fokussierung auf die bestehenden Märkte der Software AG nicht beeinträchtigt werden. Um die Kundenerfordernisse bei der Produktentwicklung noch besser zu berücksichtigen, wurde die F&E im Bereich Digital Business Platform (DBP) nach einer neuen Matrixstruktur in die Produktlinien Integration & Application Programming Interfaces (API), Business Transformation (ARIS & Alfabet) und IoT & Analytics aufgegliedert.

Die zukünftige Marktentwicklung wird durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit den führenden Technologieanalysten Gartner und Forrester analysiert.

Die Produktinnovation muss in hoher Geschwindigkeit erfolgen. Dabei ergeben sich hohe Anforderungen an das richtige Austarieren zwischen schneller Produktinnovation auf der einen Seite und Produktqualität auf der anderen Seite. Sofern die den Kunden versprochene Produktqualität nicht der angebotenen Produktqualität entspricht, entstehen erhebliche Reputationsrisiken.

Um dieses Innovationsrisiko zu minimieren, wurden und werden erhebliche Investitionen in die Weiterentwicklung des Produktportfolios getätigt. Darüber hinaus wurden die Investitionen in die Produktqualität insbesondere im IoT-Bereich und im Bereich webMethods.io. (iPaaS-Lösung) deutlich ausgebaut. Durch diese Investitionen werden Produktfehler so früh wie möglich korrigiert. Die Produktqualität wird darüber hinaus durch die eingeführten Produktstandards, den Chief Quality Officer sowie das nach ISO 9001:2015 zertifizierte Qualitätsmanagementsystem sichergestellt. Hierdurch werden die Produktqualität, die Anwenderfreundlichkeit der Produkte und des Kundensupports kontinuierlich überwacht.

Die Entwicklung des Cloud-Geschäfts ist sehr herausfordernd und kostenintensiv. Im Cloud-Geschäft sind die technischen und rechtlichen Risiken hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit deutlich höher als im bisher dominierenden On-Premise-Geschäft. Neue Start-up-Unternehmen, ohne eine lange Historie im On-Premise-Geschäft, können das Cloud-Geschäftsmodell von Beginn an anwenden und sind daher schneller in der Lage, dieses Geschäftsmodell zu entwickeln und umzusetzen. Durch ein konsequentes, extern zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001 zur Überwachung sowie die bereichsübergreifenden Reaktionsteams für auftretende Störfälle im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit wird dem gestiegenen Risiko aus dem Cloud-Geschäft Rechnung getragen. Des Weiteren wurde die Zusammenarbeit mit externen "Digitalen Forensikern" weiter ausgebaut.

Bei neueren Entwicklungstrends wird das Produktangebot der Software AG zwecks Verkürzung der Time-to-Market auch durch Akquisitionen arrondiert. Insbesondere durch den Ausbau des IoT-Geschäfts sowie durch die im Produktbereich DBP erreichte Technologieführerschaft, welche von führenden Technologieanalysten wie Gartner und Forrester mehrfach bestätigt wurde, ergeben sich erhebliche Marktchancen für die Software AG. Bei dem sich immer mehr beschleunigenden Trend zu Industrie 4.0 und IoT, mit einer immer weiter fortschreitenden Digitalisierung der Unternehmen und der staatlichen Verwaltungen, kann die Software AG aus der Position eines Innovationsführers die Märkte mit entwickeln.

Die hier dargestellten Produktportfolio- und Innovationsrisiken wurden zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal gelb (Vj. gelb) bewertet.

Marktrisiken und Chancen für die Digital Business Platform

Im Rahmen des Strategieprojekts Helix wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Software AG genau analysiert. Diese Analysen kamen zu dem Ergebnis, dass durch einen gesteigerten Produktfokus ein effizienterer und effektiverer Einsatz der Ressourcen unterstützt werden kann.

Die enge Zusammenarbeit des Vertriebs, des Produktmarketings und -managements sowie der F&E mit Kunden wurde im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen des Strategieprojekts Helix durch die Einführung einer neuen Matrixstruktur weiter verbessert. Dadurch wurde die komplexe DBP in besser verständliche und stärker fokussierte Produktangebote nach den Produktlinien Integration & API, Business Transformation (ARIS & Alfabet) und IoT & Analytics aufgegliedert, ohne die technische Interoperabilität der DBP-Komponenten aufzugeben. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Kunden- und Marktanforderungen an die Produktentwicklung in der richtigen Priorisierung in die Produkt-Roadmap eingehen. Hierin liegt eine erhebliche Chance, die Wettbewerbsvorteile der Produkte der Software AG weiter auszubauen und die hervorragende Positionierung in den relevanten Technologiestudien zu erhalten. Doch auch die Kundenzufriedenheit kann mit einer stärker fokussierten F&E ausgebaut und damit der Geschäftserfolg gesteigert werden. Dadurch wird auch das Risiko im Rahmen der Produktentwicklung, die Kundenerfordernisse nicht ausreichend zu berücksichtigen, reduziert. Darüber hinaus werden von den General Managern der Produktlinien die Umsatzerlöse der einzelnen Produkte überwacht, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und erforderliche Managementaktivitäten einzuleiten und durchzuführen.

Durch diese Aktivitäten soll auch die Vertriebskomplexität verringert und die Stärke der einzelnen Produkt-Offerings, die von den Technologieanalysten fortwährend bestätigt wird, vermehrt in den Mittelpunkt gestellt werden. Darin sieht der Vorstand Chancen, die Sichtbarkeit der Produkte bei den Bestands- und Zielkunden zu steigern, die Identität der Software AG zu schärfen und die Kundenzufriedenheit und den Kundenerfolg signifikant zu verbessern. All dies wird nach Einschätzung des Vorstands dazu beitragen, den Anteil in den Wachstumsmärkten im Bereich Integration & API, Business Transformation und IoT & Analytics deutlich zu steigern. Der gesamte Bereich DBP bietet erhebliche Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Software AG, insbesondere durch die Technologieführerschaft sowie die schnelle Entwicklung des IoT-Markts und den stark zunehmenden Trend zur Unternehmensdigitalisierung.

Wachstum des Integrations- und API-Geschäfts

Die Produktlinie Integration & API aus dem Segment DBP hat das größte Geschäftsvolumen aller Software AG-Produktlinien. Um das Wachstum der Software AG zu ermöglichen, muss diese Produktlinie wachsen. Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete diese Produktlinie jedoch einen Umsatzrückgang. Die Wettbewerbsintensität ist in diesem Geschäftsfeld sehr hoch. Aufgrund der notwendigen schnellen Innovationszyklen besteht ein hohes Risiko, die Entwicklungsgeschwindigkeit und die benötigte Produktqualität richtig auszubalancieren. Die dadurch möglicherweise entstehenden Qualitätsprobleme müssen jeweils schnell behoben werden. Da das Marketing der Gesellschaft sich stark auf die Produktlinie IoT & Analytics fokussierte, waren die verfügbaren Marketingressourcen für diese Produktlinie ausbaufähig. Start-up-Cloud-Wettbewerber ohne eine lange Historie im On-Premise-Geschäft haben es deutlich leichter, im Cloud-Geschäft zu wachsen, da sie keine Umstellungshindernisse überwinden müssen.

Um die strategischen Risiken in dieser Produktlinie aktiv zu managen, wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

Marktbeobachtung und Verfolgung der Markttrends auch in Zusammenarbeit mit den führenden Technologieanalysten Gartner und Forrester

Evaluation der Kundenerfordernisse durch Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit Kunden (Customer-Centric Innovation)

Weiterer Ausbau der Produktqualitätsüberwachung

Reallokation von Marketingressourcen zu dieser Produktlinie

Reallokation von F&E-Ressourcen zu dieser Produktlinie zwecks Sicherstellung der Cloud-Verfügbarkeit

Ausbau der Cloud-Operations-Ressourcen

Cloudorientierte Vertriebsstrategie sowohl im Direkt-als auch im Partnervertrieb

Stärkere Zusammenarbeit zwischen den BusinessDevelopment-Teams und dem Vertrieb

Aufbau von dezidierten Vertriebsressourcen für diese Produktlinie in den Fokusländern

Die Produktlinie Integration & API bietet erhebliche Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Software AG, insbesondere durch die Technologieführerschaft und den stark zunehmenden Trend zur Unternehmensdigitalisierung. Diese Risiken wurden zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal rot (Vj. rot) bewertet.

Entwicklung des Business-Transformation-Geschäfts

Die Produktlinie Business Transformation aus dem Segment DBP besteht im Wesentlichen aus den Produkten ARIS und Alfabet und hat die zweithöchste Wachstumsrate aller Produkte der Software AG. Diese Produkte sind besonders als Einstiegsprodukte in die Software AG-Technologie geeignet. Da jedoch die durchschnittlichen Auftragsgrößen bei diesen Produkten das zweitgeringste Volumen aller Produktlinien haben, ist die Vertriebseffizienz im direkten Vertrieb geringer. Daher sind für den Vertrieb dieser Produkte bei den Kunden andere Vertriebskanäle wie Partner- oder Online-Vertrieb stärker im Fokus. Für die Unterstützung der Kunden bei der Implementierung dieser Softwareprodukte sind mehr Implementierungspartner erforderlich. Diese sind jedoch bei der Software AG noch nicht in erforderlichem Umfang verfügbar und werden zurzeit ausgebaut. Die Produkte dieser Produktlinie sind für den Betrieb in einer Cloud geeignet. Im April 2020 soll eine neue ARIS-Process-Mining-Cloud-Lösung freigegeben werden. Wettbewerber haben jedoch im Bereich der Prozess-Mining-Software einen deutlich höheren Anteil an Cloud-Umsätzen als die Software AG. Um in diesem Produktbereich das Wachstum und den Übergang in das Cloud-Geschäft zu beschleunigen, sind eine eigene Vertriebseinheit sowie Software-as-a-Service(SaaS)-Teams und Customer-Success-Manager in den Fokusländern USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland erforderlich. Diese Einheiten befinden sich aktuell im Aufbau. Auch die für diesen Produktbereich verfügbaren Marketingressourcen sind noch ausbaufähig.

Diese Risiken wurden zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal grün bewertet. Im Vorjahr wurden die strategischen Risiken dieser Produktlinie nicht gesondert, sondern als Teil der DBP bewertet. Daher gab es keine Bewertung im Vorjahr.

Dynamisches Wachstum des IoT-Geschäfts

Gemäß der neuen strategischen Ausrichtung der Software AG soll das Geschäft der Produktlinie IoT & Analytics aus dem Segment DBP (Cloud & IoT-Geschäft) der wesentliche Wachstumstreiber der Software AG in Zukunft werden. Der IoT-Markt ist ein schnell wachsender Markt, der einem starken Wettbewerb unterliegt. Das Marktwachstum wird ausgebaut von Hyperscalern (Hyperscaler sind Computing-Netzwerke zur Erzielung massiver Skalierungen im Bereich Cloud-Computing und Big Data), Systemintegratoren und auch von Industrieunternehmen, die ihre eigene IoT-Systemlandschaft entwickeln. Zu den Wettbewerbern gehören auch große IT-Konzerne wie Microsoft und PTC. Da es sich bei den IoT-Produkten um neue Software handelt, welche auch schnell weiterentwickelt wird, gibt es naturgemäß noch Varianzen hinsichtlich der Produktqualität. Um die offenen technischen Probleme abzuarbeiten und die erforderlichen Weiterentwicklungen basierend auf Kundenerfordernissen sicherzustellen, sind hohe F&E-Investitionen erforderlich. Diese Herausforderungen vergrößern sich mit der Kundenanzahl und dem Umsatzwachstum dieser Produktlinie. Die Software AG liefert eine IoT-Plattform und Implementierungsservices. Die Kunden wünschen jedoch des Öfteren eine durchgängige IoT-Lösung.

Um diese Produktlinie zu einem dynamischen Wachstum zu führen wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

Permanentes Monitoring der IoT-Märkte und fokussierte innovative Weiterentwicklung der Produkte zur Sicherstellung der technologischen Alleinstellungsmerkmale

Fokussierte F&E-Investitionen zur Sicherstellung der Qualität, Stabilität und Verfügbarkeit der IoT-Plattform

Weiterer Aufbau der Innovationskapazitäten in F&E, Produktmanagement und -marketing, Co-Innovationen mit Kunden und Unternehmenszukäufe zur Vervollständigung der Produktpalette

Land-and-Expand-Vertriebsstrategie, welche zentral gesteuert, aber im lokalen Geschäft eingebunden ist

Dezidierte Vertriebsaktivitäten zur Erschließung von Neukunden (Land) und Aufbau von Customer-Success-Teams zum Ausbau der Vertragsvolumen mit einzelnen Kunden (Expand)

Weiterer Ausbau der strategischen Partnerschaften in unterschiedlichen Bereichen, um die IoT-Software-Plattform als führende Basistechnologie in möglichst vielen und großen IoT-Partnerschaften zu implementieren

Überwachung der Vertriebsaktivitäten zur Sicherstellung der Kundenerwartungen

Investment in dezidierte IoT-Partnerteams und Aufbau eines Partnerökosystems

Etablierung eines den Geschäftserfordernissen der Fokusländer (USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) angepassten Geschäftsplans

Ausbau des IoT-Partnergeschäfts für Länder, die nicht im Fokus des weiteren Aufbaus sind

Die Land-and-Expand-Strategie in den Cloud & IoT-Märkten erfordert eine Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und der Vertriebsvergütungsmodelle. Die bisherige Kultur des Vertriebs von zeitlich unbegrenzten Lizenzen mit der vollen Lizenzerlösrealisierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses muss transformiert werden in eine nachhaltigere Vertriebskultur, welche mittels Subskriptions- und Cloud-Verträgen eine über die Zeit verteilte Lizenzerlösrealisation ermöglicht. Das Kaufverhalten der Unternehmenskunden im Softwaremarkt hat sich verändert, wodurch die Nachfrage nach Subskriptions- und SaaS-Angeboten ständig zunimmt. Deshalb hat der Vorstand der Software AG im Rahmen der strategischen Neuausrichtung auch das "Subscription-first-Prinzip" definiert, nach dem 2020 alle Produkte der Software AG vornehmlich als Subskription angeboten werden sollen. Dieses Angebot wird die Kundennachfrage nach "Pay per Use" und Subskriptionsangeboten befriedigen und unabhängig vom Deployment-Modell die Vorteile dieser Konsumptionsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Die Software AG wird ihre Produkte weiterhin hybrid anbieten, also sowohl zur Installation On-Premise als auch als Cloud- / SaaS-Angebot. Die Vorbereitungen hierfür wurden im Übergangsjahr 2019 getroffen und werden im Jahr 2020 durchgeführt.

Im Cloud-Geschäft ist das Informationssicherheits- und Datenschutzrisiko signifikant höher als im bisherigen Geschäft, da die Software AG als Datenverarbeiter auftritt. Hierdurch wird dieses Risiko nunmehr auf den CloudAnbieter Software AG transferiert. Durch diese Transformation ergibt sich ein ansteigendes Rechtsrisiko aus Cloud-Verträgen. Um dieses erhöhte Risiko zu reduzieren, wurde ein Information-Security-Management-System (ISMS) nach ISO 27001 eingeführt und extern zertifiziert.

Die Risiken aus dem sich im Aufbau befindlichen Cloud & IoT-Geschäft wurden mit dem Risikosignal gelb (Vj. grün) bewertet.

Marktrisiken und Chancen für den Produktbereich Adabas & Natural (A&N)

Der traditionelle A&N-Produktbereich befindet sich in einer reifen Phase des Produktlebenszyklus. Auch die Altersstruktur der A&N-Mitarbeiter stellt sowohl die Software AG als auch die Kunden vor Herausforderungen. Der erforderliche Generationenwechsel bei allen kundenorientierten Unternehmensfunktionen muss gut organisiert werden. Ansonsten besteht das Risiko, Kundenkontakte zu verlieren, mit entsprechenden Know-how-Verlusten und dementsprechend negativen Auswirkungen auf Vertriebsopportunitäten. Es gibt nahezu kein Neukundengeschäft in diesem Segment. Das Produktportfolio basiert auf Bestandskunden. Der steigende Kostendruck auf Kundenseite führt zu vermehrter Migration von Mainframe nach Open Systems. Es bestehen jedoch Ressourcenengpässe für die Unterstützung der Kunden bei dieser Migration. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die Kunden zu neuen Produkten anderer Mitbewerber wechseln, was negative Auswirkungen auf den Umsatz und die Ergebnismarge hätte. Darüber hinaus würde dies auch die Cross-Selling-Potenziale für andere Produkte der Software AG verringern. Ein Teil der Software AG-Strategie basiert darauf, bestehende Lizenzrechte der Kunden zu erweitern bzw. arrondierende Produkte zu verkaufen. Das Potenzial aus der Erweiterung von Lizenzrechten hat sich allerdings gegenüber den Vorjahren verringert. Die Software AG hat jedoch weiterhin eine sehr hohe Kundenloyalität im Produktbereich A&N. Dies steht im Zusammenhang mit einer großen Wertschätzung für die A&N-Produkte aufgrund:

Hoher Verfügbarkeit der Systeme

Niedriger Betriebskosten

Hoher strategischer Relevanz der mit A&N betriebenen Applikationen für den Geschäftsbetrieb der Kunden

Zukunftssicherheit der Systeme

In diesem Zusammenhang besteht die Chance, Kunden mit positiver Software AG-Erfahrung für einen langfristigen Wartungsbetrieb und für eine Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur unter Beibehaltung der A&N-Technologie zu gewinnen, für die die Software AG der beste Partner ist. Dies wird ermöglicht durch den Erhalt und zusätzlichen Aufbau von Produkt-Know-how. Die weitere Innovation und Fortsetzung der F&E-Aktivitäten führt zu deutlich besseren Zukunftsaussichten des A&N-Bereichs. Die Gesellschaft hat bereits im Jahr 2015 begonnen, ihr Programm Adabas & Natural 2050+ zu kommunizieren, und ist grundsätzlich bereit, A&N über 2050 hinaus weiterzuentwickeln und ihre A&N-Kunden zu unterstützen. Diese Initiative führte zu sehr positiven Kundenrückmeldungen und erhöht die Loyalität der Bestandskundenbasis.

Die Software AG wirkt den genannten Risiken durch folgende Maßnahmen entgegen:

Das Programm Adabas & Natural 2050+ kann den langfristig erwarteten Umsatzrückgang deutlich verzögern

Unterstützung der Kunden bei der Migration von Mainframe- zu Open-Systems-Plattformen auf A&N-Technologie (Rehosting) zur Kostenreduktion der Hardware auf Kundenseite und zur Verlängerung der Wartungsperioden

Ausbau der Servicekapazitäten für A&N zur Unterstützung von lokalen Partnern bei Rehosting-Aktivitäten

Weiterentwicklung der Hosting- und Private-Cloud-Verfügbarkeiten von A&N-Produkten führt zu neuem Geschäft

Weiterentwicklung der Vertriebsmodelle hin zu Subskriptionen

Generationswechselprogramme in Ausbildung und Fortbildung für junges A&N-Personal in der Entwicklung und Pre-Sales, sowohl bei der Software AG als auch bei den Kunden

Erweiterter Applikations-Support zwecks Unterstützung der Kunden bei A&N-Personalbestand

Ausbau von Offshore-Entwicklungs- und Support-Zentren

Fokussierung auf die wesentlichen Betriebssystemplattformen, wie z / OS, Linux und Windows

A&N-Modernisierung zur kontinuierlichen Verlängerung des Produktlebenszyklus, zum Beispiel Weiterentwicklung und Vertrieb der zIIP-Funktionalitäten für Online-Transaktionen und Adabas for zIIP TM

Regelmäßige Durchführung von Kundenzufriedenheitsumfragen

Die getroffenen Maßnahmen können den rückläufigen Trend der A&N-Umsätze deutlich verlangsamen und bieten Chancen, zusätzliche Umsatzquellen zu generieren. Aus diesen Gründen erhöhte sich der Gesamtumsatz dieses Segments im Geschäftsjahr 2019 um 5 Prozent (währungsbereinigt um 3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr, was am oberen Ende der unterjährig erhöhten Guidance lag.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die Software AG eine weitere Stabilisierung der normalisierten Produktauftragseingänge (Bookings) im A&N-Geschäftssegment. Es wird eine Entwicklung der normalisierten Produktauftragseingänge von -3 Prozent bis +3 Prozent erwartet. In den Folgejahren geht die Software AG von einer Stabilisierung dieser normalisierten Produktauftragseingänge aus. Durchgeführte Kundenanalysen haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrzahl aller A&N-Installationen für die Kunden unternehmenskritisch ist. Das bedeutet, dass die wirtschaftliche Existenz vieler Kunden von der Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit dieser A&N-Produkte abhängt. Diese Kunden haben in den letzten Jahrzehnten sehr hohe Investitionen in diese Technologie getätigt, auf die sie nicht verzichten möchten und können. Demnach besteht die Chance, dass dieser Geschäftsbereich auch in Zukunft hohe Erträge erwirtschaftet.

Die Chancen von Produktinnovationen und Modernisierungs-/Digitalisierungspaketen im Produktbereich A&N sind erheblich; ein Angebot dieser Leistungen kann die Notwendigkeit großer und sehr kostenintensiver Projekte zur Substitution der A&N-Technologie unnötig werden lassen. A&N bleibt auf diese Weise eine zukunftsfähige Technologie, was Investitionsentscheidungen der A&N-Kunden positiv beeinflussen kann.

Diese Risiken wurden zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal gelb (Vj. gelb) bewertet.

Akquisitionen

Durch gezielte Übernahmen vergrößert die Software AG ihr Technologieangebot und baut ihre weltweite Präsenz weiter aus. Akquisitionen sind eine Chance zur Partizipation an Innovationswellen, zur Erweiterung des Produktportfolios und zur Vergrößerung der Relevanz am Markt auch für bisherige Nichtkunden. Durch Akquisitionen kann bei neuen Produkttrends die Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte deutlich verkürzt werden. Vor dem Hintergrund unbestimmter zukünftiger Markt- und Technologieentwicklungen ergibt sich das Risiko, die richtigen Zielunternehmen zu bestimmen. Im Falle der Auswahl ungeeigneter Zielunternehmen werden hohe Managementkapazitäten und Investitionsmittel gebunden, ohne ausreichenden Return on Investment. Dies kann dazu führen, dass Risiken für potenzielle Impairment-Abschreibungen entstehen, die Zahlungsmittel der Software AG unnötig verbraucht werden und das Wachstumspotenzial der Gesellschaft verringert wird.

Die lang anhaltende Niedrigzinsphase hat die Preise möglicher Zielunternehmen stark ansteigen lassen, wodurch sich die Rentabilität möglicher Akquisitionen ungünstig darstellt. Potenzielle Zielunternehmen sind daher selten, zu hochpreisig und haben oft nicht die richtige Größe. Unternehmen mit wegweisenden Technologien sind selten zum Verkauf gestellt und haben einen hohen Preis.

Der Markt im IoT-Geschäftsfeld ist aufgrund seines frühen Stadiums noch stark fragmentiert, jedoch hoch innovativ. Daher ergeben sich in diesem Bereich deutlich größere Chancen für Akquisitionen. Aus diesen Gründen liegt zurzeit der Fokus auf der Akquisition von IoT-Technologieunternehmen.

Für die Zeit vor und nach der Akquisition wurden die folgenden risikominimierenden Prozesse definiert:

Pre-Akquisitionsphase

Zur Reduktion des Auswahlrisikos wird der Markt der Technologieentwicklung sowohl im Silicon Valley als auch in Europa durch die unternehmenseigene Merger-&-Akquisition-Abteilung ständig beobachtet und analysiert. Um die Risiken bei Due-Diligence-Prozessen zu reduzieren, erfolgt vor einer Akquisition eine kritische Analyse des Geschäftsmodells möglicher Zielunternehmen. Der implementierte Due-Diligence-Prozess identifiziert frühzeitig Probleme, Ausschlusskriterien und unkontrollierbare Risiken. Dabei wird jeweils eine intensive Due Diligence hinsichtlich der technologischen, strategischen und operationalen Integrierbarkeit durchgeführt. Im Vorfeld einer Übernahme prüft das Unternehmen intensiv, ob die Technologie des infrage kommenden Unternehmens das Produktportfolio der Software AG effizient erweitert, wie sich der Marktzugang sowie die Marktdurchdringung ändern und welche Synergiepotenziale realisiert werden können. Jeder Akquisition geht eine genaue Analyse des wirtschaftlichen Zustands des Zielunternehmens voraus. Dabei werden erfahrene Due-Diligence-Teams eingesetzt. Diese Teams setzen sich jeweils aus einem Kernteam und erfahrenen Spezialisten aus den Fachabteilungen zusammen. Des Weiteren ist zu klären, ob die Unternehmenskultur des Zielunternehmens mit der der Software AG in Einklang zu bringen ist. Dabei werden die späteren Integrationsverantwortlichen schon frühzeitig in den Due-Diligence-Prozess eingebunden, um abgestimmte Integrationspläne zu erstellen.

Die Risiken in der Pre-Akquisitionsphase wurden im Geschäftsjahr 2019 wie im Vorjahr mit dem Risikosignal grün bewertet.

Post-Akquisitionsphase

Darüber hinaus besteht das Risiko, die übernommenen Unternehmen nicht erfolgreich zu integrieren. Unzureichende Integration könnte zu Wachstums- und Rentabilitätsproblemen sowie ungenügender Zielerfüllung bei den kombinierten Geschäftsplänen führen. Dies würde auch ein schnelles Heben von Umsatz- und Kostensynergien erschweren. Ein weiteres potenzielles Risiko besteht in dem Verlust von wichtigen Know-how-Trägern, sofern nicht zeitnah ausreichend attraktive Stellen geschaffen werden können. Dabei ergibt sich insbesondere bei kleineren Akquisitionen die Herausforderung, dass bisher als Generalisten arbeitende Führungskräfte nach der Akquisition nunmehr in einer größeren Organisation als Spezialisten tätig sein sollen. Die wesentlichen Herausforderungen beziehen sich auf die Integration des Produktportfolios, der Prozesse, der Organisation, des Personals sowie der unterschiedlichen Unternehmenskulturen.

Mit etablierten Kontrollmechanismen werden eventuelle Integrationsrisiken und Chancen schon in der Due-Diligence-Phase identifiziert. Die implementierten Integrationsprozesse unter zentraler Verantwortung stellen die Integration aller Bereiche sicher und ermöglichen das zeitnahe Heben von Umsatz- und Kostensynergien. Dabei werden schon zu Beginn die möglichen Einsatzgebiete der zukünftigen neuen Mitarbeiter geprüft. Darüber hinaus wird auch untersucht, wie der mögliche Know-howTransfer sichergestellt werden kann. Des Weiteren wird das Budget des akquirierten Geschäftes für den Zeitraum nach der Akquisition ausgearbeitet, um den weiteren Geschäftsverlauf sicherzustellen. Dabei werden für jede Integration spezifische Integrations-KPIs identifiziert und nachgehalten. Ein zentraler Bestandteil dieser Aktivitäten ist die Integration des Vertriebs. Dabei werden die neuen Vertriebsmodelle und Produktangebote in den Vertrieb der Software AG integriert, um die Umsatzpotenziale zu heben. Sowohl die neuen zugekauften Produkte können bei den Kunden vertrieben werden (Upselling) als auch bisherige Produkte können den neuen Kunden verkauft werden (Cross-Selling). Der akquirierte Vertrieb kann dabei als Overlay-Funktion des bisherigen Vertriebs agieren.

Die Chancen und Risiken der Post-Akquisitionsphase im Rahmen der Integration waren zum Jahresende 2019 aufgrund zweier kleinerer Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016, einer kleineren Akquisition im Geschäftsjahr 2017 sowie zweier kleinerer Akquisitionen im Geschäftsjahr 2018 und keiner Akquisition im Geschäftsjahr 2019 eher gering.

Da jedoch in der näheren Zukunft eine Intensivierung der Akquisitionsaktivitäten geplant ist, wurde das Integrationsrisiko mit dem Risikosignal gelb (Vj. gelb) bewertet.

Risiken und Chancen aus der strategischen Neuausrichtung (Helix)

Während zu den Chancen der strategischen Neuausrichtung bereits in den einzelnen Abschnitten oben Stellung genommen worden ist, ist dem Vorstand der Gesellschaft auch bewusst, dass die strategische Neuausrichtung der Software AG ein substanzielles mehrjähriges Change-Projekt darstellt. Aus einem solchen Change-/Transformationsprozess können erhebliche Risiken erwachsen, wenn der Prozess nicht sauber strukturiert begleitet und gemanagt wird. Das größte Risiko besteht darin, dass die Organisation aufgrund zu vieler gleichzeitig gestarteter Initiativen strukturell überfordert wird und die bestehenden Governance-Strukturen dem Wandel im Wege stehen bzw. durch einen unpräzisen/unkoordinierten Wandel unwirksam werden. Diesem erheblichen und jedem massiven Change-Projekt innewohnenden Risiko begegnet der Vorstand durch folgende Maßnahmen:

Ein zentrales Transformation Office unter der Leitung eines erfahrenen Senior Vice President, Strategy and Change, wurde installiert mit 3,5 Mitarbeitern (zwei Change-Managern und einer langjährig im Unternehmen tätigen Programm-Managerin), die hauptberuflich alle Change-Aktivitäten strukturieren, begleiten (Workstream Partnering), überwachen und miteinander abstimmen. Dieses Transformation Office berichtet an den Personalvorstand.

Es ist ein detaillierter Ausführungsplan (Execution Plan) aller Change-Teilbereiche (Workstreams) aufgestellt worden, der benutzt wird, um die Initiativen und einzelnen Maßnahmen zeitlich aufeinander abzustimmen, die Fortschritte der Transformation zu verfolgen und eine vollständige Transparenz über das Change- /Transformations-Programm zu haben sowie Abhängigkeiten zu managen.

Die Verantwortung für die größten Teile der Transformationsinitiativen ist in die Hände der zuständigen Unternehmensbereiche gelegt worden. Workstream Leads der jeweiligen betroffenen Unternehmensbereiche sorgen für die Ausführung des entsprechenden Teils des Gesamtausführungsplans. Eine strukturelle und inhaltliche Abstimmung zwischen den Workstreams erfolgt einerseits durch das Transformation Office, andererseits durch regelmäßige Result-To-Action(RTA)-Meetings, in denen alle Workstreams ihren Fortschritt, KPIs und Klärungsbedarfe präsentieren. Da eine intensive Kollaboration für den Change-Prozess unerlässlich ist, bietet dieses Forum die Möglichkeit, über Abteilungsgrenzen hinweg, Change-Prozesse ganzheitlich zu managen.

Um die regionale Adaption des Transformationsprozesses zu bewerten und voranzutreiben, wurden "Quarterly Business Reviews" etabliert, in denen eine ganzheitliche Betrachtung der Regionen und Bereiche hinsichtlich der Business Performance und Transformation erfolgt. Resultierend daraus werden Maßnahmen definiert.

In die bestehenden Governance-Strukturen sind Transformations- / Change-Komponenten integriert worden, die sicherstellen, dass alle Abweichungen vom Ausführungsplan zeitnah identifiziert und, falls erforderlich, an die richtigen Stellen eskaliert werden können. So wird zum Beispiel regelmäßig eine Change-Impact-Analyse angefertigt, die die Hauptrisiken aufdeckt und Maßnahmen definiert, um diesen Risiken zu begegnen.

Durch externe Beratung und Begleitung des Change- und Transformations-Prozesses, vor allem in den Bereichen People & Culture und Subscription, soll sichergestellt werden, dass das Change- / TransformationsManagement und die Ausführung der Pläne den hohen Qualitätsansprüchen der Software AG genügen.

Da die Unternehmenskultur und deren Adaption an die Neuausrichtung kritisch für den Erfolg der Transformation ist, wird besonders viel Augenmerk auf folgende Maßnahmen gelegt: Mitarbeiter werden aktiv in den Change-Prozess einbezogen, ausgebildet, Talente gefördert, es wird zielgruppengerecht kommuniziert, es werden Feedback-Runden und Round Tables durchgeführt, Mitarbeiterbefragungen aufgesetzt und Verhaltensweisen identifiziert, die den Change-Prozess behindern können, um diese zu adressieren. Dies wird auch durch eine firmenweite Simplifizierungs-Initiative unterstützt, in welcher die Prozesse angepasst werden, um die Transformation schnell und direkt für jeden Mitarbeiter greifbar zu machen.

In den ersten Jahren der Implementierung wird das Risiko mit Rot (Vj. Rot) bewertet. Die Chancen der strategischen Neuausrichtung überwiegen dieses Risiko jedoch bei Weitem.

Leistungswirtschaftliche Risiken und Chancen

Vertriebseffizienz sowie Vertriebsrisiken und Chancen

Die Komplexität der Software AG-Produkte einerseits sowie die Komplexität der Anforderungen der Kunden andererseits erfordern einen versierten, in hohem Maße spezialisierten Vertrieb und führen zu relativ langen Verkaufszyklen. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen weiter an und lagen im Geschäftsjahr 2019 mit 108 Prozent des Lizenzumsatzes über dem Vorjahr mit 98 Prozent. Eine ineffektive Vertriebsorganisation kann eine Indikation für einen unzureichenden Vertriebsansatz oder nicht wettbewerbsfähige Produkte hinsichtlich Fähigkeiten, Preisen oder möglicher Verwendungen sein. Die geplante Umstellung auf das jährliche Subskriptionsmodell kann gegenüber dem bisher dominierenden Vertriebsmodell der zeitlich unbegrenzten Lizenzen dazu führen, dass Kunden die Verträge schneller kündigen, falls die Produkte die Kundenwünsche nicht vollumfänglich erfüllen. Die Vertriebseffizienz kann durch Erhöhung des durchschnittlichen Vertragsvolumens und eine verbesserte Skalierbarkeit erreicht werden. Hierfür ist eine Fokussierung des Vertriebs auf große strategische Kunden entscheidend. Dies erhöht jedoch die Abhängigkeit des Lizenzumsatzes von einer geringeren Anzahl von großen Kundenverträgen. Das komplexe Produktportfolio mit langen Vertriebszyklen führt zu einer stärkeren Verlagerung des Jahreslizenzgeschäftes in das vierte Quartal. Bei zu geringen durchschnittlichen Vertragsvolumen der direkten Vertriebsorganisation mit voller Unterstützung der administrativen Bereiche Recht und Finanzen bei gleichzeitig zu geringem Einsatz von Standardverträgen und Prozessen reduzieren sich die Vertriebseffizienz und Rentabilität. In kleineren Landesorganisationen gibt es zum Teil zu wenige Technologieberater (Pre-Sales-Mitarbeiter) und Kompetenzen, um eine technologische Beratung der Kunden hinsichtlich der gesamten Plattform zu ermöglichen. Aufgrund des implementierten Customer-first-Prinzips werden selbst bei kleineren Vertragsvolumen noch zu wenig Standardverträge verwendet.

Mittels folgender Maßnahmen beabsichtigt die Software AG, die Vertriebseffizienz in Zukunft kontinuierlich zu steigern und damit das Wachstum des DBP-Auftragsvolumens zu beschleunigen:

Beschleunigte Weiterführung des Übergangs zu wiederkehrenden Lizenzierungsmodellen, wie Subskription und nutzungsbasierten Lizenzen, in allen Produktlinien mit verbesserter Skalierbarkeit und Planungstreue

Reduktion der Komplexität der Produktangebote und der Preisgestaltung durch Vereinfachung der Produkt-Bundles

Einführung verbesserter Vertriebsmethoden und Ausbau des Erfolgsmanagements

Implementation des Land-and-Expand-Vertriebsansatzes zur Reduktion des Vertriebsaufwands

Einführung einer Customer-Success-Manager-Organisation im Jahr 2020

Reorganisation der Vertriebsorganisation auch durch die neue Funktion des Chief Operating Officers (COO)

Verstärkte Nutzung von Standardverträgen bei kleineren Kundenverträgen

Erhöhte Fokussierung auf das Pipeline-Management

Stärkere Kundensegmentierung und Einführung eindeutigerer Definitionen des Neukundenbereichs (Whitespace) für den indirekten Vertrieb

Aufgrund der weiterhin hohen Bedeutung der Themen rund um die Vertriebseffizienz ist das Risikosignal der Risikobewertung gegenüber dem Vorjahr mit rot unverändert. Diese Einschätzung wurde auch im Projekt zur strategischen Neuausrichtung bestätigt. Im Helix-Projekt wurden außerdem die besonderen Chancen für die Software AG deutlich, die sich aus einem fokussierten und strukturierten Marktangang und einer optimierten Vertriebsstringenz ergeben. Der Produktfokus und das entsprechende Enablement der Vertriebsmitarbeiter in den Regionen einerseits und die neu etablierte Performance-Matrix andererseits beinhalten erhebliche Chancen für die Vertriebsoptimierung und damit auch für den Vertriebserfolg.

Risiken und Chancen aus dem Partnergeschäft

Die Wachstumsstrategie der Software AG beruht auch auf der Erweiterung des Partnerökosystems, um die vertikale und geografische Marktabdeckung zu steigern. Durch die Entwicklung von Lösungen und Anwendungen auf Basis der DBP sowie die Implementierung eigener Software durch Partner der Software AG kann sich das Wachstum beschleunigen. Das mögliche Risiko einer ineffektiven Partnerauswahl könnte zu einer unzureichenden Entwicklung des Partnerökosystems beim Vertrieb führen und damit die Erschließung neuer Marktsegmente sowie die Marktrelevanz und Technologieakzeptanz der Software AG negativ beeinflussen. Die gegenwärtige Zusammenarbeit mit global agierenden Systemintegratoren wie Wipro, Tata Consulting Services, Capgemini usw. ist noch stark auf Vertriebszusammenarbeit ausgerichtet. Ab 2020 soll die Zusammenarbeit weiter in Richtung eigenständigen Vertrieb durch die Partner entwickelt werden. Dieser neue Partnervertriebsansatz ist noch nicht ausreichend in der Praxis erprobt und birgt daher noch zukünftige Risiken. Der Mangel an geschulten Consultants bei Systemintegratoren hinsichtlich der Software AG-Produkte könnte zu Engpässen bei Beratungsdienstleistungen führen. Bei partnerverursachten Projektproblemen und -verzögerungen könnten sich Garantieansprüche der Kunden ergeben, könnte das Image der Software AG leiden und die Kundenzufriedenheit negativ beeinflusst werden. Unzureichendes Produkt-Know-how bei den Partnern kann die Wahrnehmung am Markt schwächen und den Vertriebserfolg gefährden. Das Partnerökosystem ist noch nicht in ausreichendem Maße auf das Neukundengeschäft fokussiert. Die Abgrenzung der Märkte nach Zuständigkeiten für den Partnervertrieb und den Direktvertrieb ist noch ausbaufähig. Daher besteht ein Risiko, dass sich Direkt- und Partnervertrieb nicht wirksam genug ergänzen. Aufgrund der noch verbesserungsfähigen Einzigartigkeit der Software AG-Produkte kann der Vertrieb über Hyper-scaler-Plattformen, wie Microsoft Azure und Amazon Web Services, noch deutlich ausgebaut werden.

Eine unzureichende Partner-Governance könnte zu möglichen Rechts- und Reputationsrisiken für die Software AG führen sowie den Erfolg des Partnergeschäfts gefährden.

Um das Partnergeschäft auszubauen, wurden folgende Maßnahmen eingeleitet:

Aufbau eines globalen Partnermanagement-Teams zum Ausbau der Partnerbeziehungen und zur Vernetzung auf allen Ebenen

Etablierung von Pre-Sales-Teams für den Support der globalen Systemintegratoren in allen Pre-Sales-Aktivitäten

Umstellung des Vertriebsvergütungsmodells zur Unterstützung der Zusammenarbeit der direkten Vertriebsorganisation mit dem Partnervertrieb

Konsequente Entwicklung und Erweiterung eines effektiven und skalierbaren Partnerschulungs- und -qualifizierungsprogramms zur Erhöhung der Dienstleistungskapazität und Qualität

Stärkere Verpflichtung der Softwarevertriebsorganisation, die globalen Systemintegratoren in die strategischen Großkundenbeziehungen einzubinden

Implementierung einer eindeutigen Abgrenzung des Neukundengeschäfts (Whitespace), welches über Partner abgewickelt werden soll

Aufbau einer vertriebskanalorientierten Partnerorganisation mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zur Generierung von Neukundenbeziehungen zusammen mit Partnern

Angebot von auskömmlichen, vorhersehbaren Margen zur Gewinnung von Value-added Resellern

Entwicklung von einfacheren einzigartigen Softwarelösungen, Bundles, Use-Cases

Vereinfachung des Preismodells der Software AG

Implementierung von Prozessen und Systemen in allen Regionen zur Vereinfachung der Partnerbeziehungen

Ausbau der Einzigartigkeit der Software AG-Produkte zur Erhöhung der Attraktivität für die Partnerorganisationen, insbesondere für die Hyperscaler

Entwicklung einfacher Geschäftsmodelle für Allianzen und Vertriebspartner inklusive Umsatzverpflichtungen

Platzierung der IoT-Plattform bei einer steigenden Anzahl von OEM-Partnern zur Erhöhung der Chance auf zukünftigen Erfolg

Kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der spezifischen Partner-Channel-Compliance-Instrumente, der strikten Anwendung der Standard-Partner-Power-up-Verträge sowie Schulung der Partner zum Software AG-Geschäftsmodell

Auch beim Partnergeschäft hat die strategische Neuausrichtung des Konzerns zum Ziel, die als erheblich eingeschätzten Chancen aus einem konsistenten und ganzheitlichen Aufbau eines globalen Partnerökosystems bestmöglich zu realisieren. Durch die Etablierung der neuen Performance-Matrix und die Fokussierung auf die vielversprechendsten Partnerschaftsmodelle in den verschiedenen Produktgruppen darf davon ausgegangen werden, dass ein mittelfristiges Umsatzwachstum mit dem Partnerökosystem generiert werden kann.

Die Risiken aus dem Partnergeschäft wurden zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal gelb (Vj. grün) bewertet.

Personalrisiken und Chancen

Arbeitgeberattraktivität

Das wichtigste Kapital der Software AG sind ihre Mitarbeiter. Daher ist eine der zentralen Herausforderungen, jederzeit über eine ausreichende Anzahl von hoch qualifizierten Mitarbeitern an allen relevanten Standorten zu verfügen. Die Attraktivität als Arbeitgeber, um qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen und vor allem zu halten, ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Die Software AG ist in einer Transformationsphase in den sehr wettbewerbsintensiven Cloud & IoT-Markt. Für diese 3 gefunden werden und die vorhandenen hoch qualifizierten Mitarbeiter den Change-Prozess motiviert unterstützen. Die Unsicherheit im Hinblick auf den künftigen Erfolg der Gesellschaft in diesen neuen Märkten könnte die Attraktivität der Software AG als Arbeitgeber sowohl bei neu zu suchenden hoch qualifizierten Mitarbeitern als auch bei den schon vorhandenen Talenten negativ beeinflussen. Darüber hinaus könnte die demografische Entwicklung in einzelnen Volkswirtschaften oder einzelnen Märkten zu einer Reduktion des Wachstumspotenzials mangels geeigneter Nachwuchskräfte führen. Im Bereich A&N kann die fortgeschrittene Altersstruktur zu einem Verlust an Kompetenzen führen.

Diesem Risiko wird durch folgende Maßnahmen begegnet:

Mitarbeiterentwicklung und kultureller Turnaround standen 2019 und stehen auch in Zukunft weiterhin im Fokus

Weitere Verbesserung des Arbeitgeberimages und der Attraktivität der Software AG als Arbeitgeber

Kontinuierliche Sicherstellung marktgerechter Vergütungssysteme und Zielgehälter durch weltweites Benchmarking

Bedarfsgerechte Weiterbildung für alle Mitarbeiter und Führungskräfte weltweit

Umsetzung der bei Mitarbeiterbefragungen festgestellten Verbesserungsmöglichkeiten

Kontinuierliches Monitoring der Software AG-bezogenen Aktivitäten in den Social Media

Verstärkte Rekrutierung von Talenten im internationalen Umfeld

Entwicklungsprogramme für hochtalentierte Mitarbeiter und Führungskräfte von morgen

Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl von hoch qualifizierten jungen Mitarbeitern in allen Regionen

Personalentwicklungsprogramme für alle Mitarbeiter weltweit

Gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsentwicklung im Rahmen des Generationentransfers des Programms Adabas & Natural 2050+

Optimierung der Allokation der Mitarbeiter auf High-und Low-Cost-Standorte

Insgesamt geht die Software AG davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen eine gute Basis für die Sicherstellung des langfristigen Erfolgs der Software AG darstellen.

Der War of Talents im IT-Sektor wird sich weiter zuspitzen; die strategische Neuausrichtung der Software AG und die im Rahmen der Helix-Strategie entworfene Employee Value Proposition (b 5) werden dazu beitragen, die Attraktivität der Software AG als wachsendes Softwareunternehmen weiter zu steigern.

Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen im Hinblick auf den intensiveren Wettbewerb der Unternehmen um die besten Mitarbeiter wurden die Personalthemen zum Jahresende 2019 mit dem Risikosignal grün (Vj. grün) bewertet.

Rechtliche Risiken

Schutz der Intellectual Property (IP) Rights (IP Protection)

Dieses strategische Risiko beinhaltet im Wesentlichen die im Folgenden beschriebenen zwei Teilbereiche:

Schutz der Intellectual Property Rights von Software AG-Partnern

Da die Software AG auch Drittprodukte an ihre Kunden lizenziert, besteht die Verpflichtung, auch die an die Kunden gewährten Rechte, beispielsweise Nutzungsrechte bestimmter Kapazitäten, zu verteidigen. Unberechtigte nicht festgestellte Nutzungen durch die Kunden können zu Haftungsrisiken bezüglich entgangener Lizenzgebühren gegenüber den Softwarelieferanten führen. Um dieses Risiko zu vermindern, wurden in allen Kundenverträgen Prüfungsrechte vorgesehen, welche der Software AG die Möglichkeit einräumen, zu überwachen, inwieweit die Kunden die Produkte gemäß den vertraglichen Vereinbarungen nutzen. Alle Vertriebsverträge für Fremdsoftware werden von einer Zentralabteilung auf ungünstige Vertragskonditionen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus wurde der Einkaufsprozess weiterentwickelt und verbessert.

Patentrechtsverfahren

Die Patentrechtspraxis, mit einer vor allem in den USA großzügigen Gewährung von Softwarepatenten in Verbindung mit den Besonderheiten des US-amerikanischen Verfahrensrechts, begünstigt patentrechtliche Auseinandersetzungen. Diese Situation wird auch von Patentverwertungsgesellschaften ohne eigenen Geschäftsbetrieb (Patenttrolle) genutzt, welche oft von Hedgefonds finanziert werden, um gegen Softwareunternehmen Patentrechtsverfahren anzustrengen. Davon ist auch die Software AG betroffen. Patentrechtliche Streitigkeiten in den USA bergen das Risiko hoher Aufwendungen für Verfahrenskosten zur Verteidigung gegen behauptete Ansprüche, deren Erstattung das amerikanische Prozessrecht nicht vorsieht. Dieses Risiko hat sich hinsichtlich der Patenttrolle durch eine geänderte Rechtsprechung der US-Gerichte in den letzten Jahren entschärft. Darüber hinaus haben sich große US-Softwaregesellschaften in einem LOT-Netzwerk organisiert (das LOT-Netzwerk ist eine gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um die gegenseitige Lizenzierung von Patenten zu fördern und gemeinsam gegen Patenttrolle vorzugehen). Die Software AG prüft zurzeit eine Zusammenarbeit mit diesem Netzwerk zur Stärkung der eigenen Position. Das letzte Verfahren eines Patenttrolls wurde im Geschäftsjahr 2019 durch Vergleich abgeschlossen. Seit diesem langjährigen Verfahren hat es in den letzten Jahren keine weiteren Angriffe durch Patenttrolle mehr gegeben. Darüber hinaus besteht auch das Risiko, von konkurrierenden Softwareunternehmen hinsichtlich Patentverletzungen verklagt zu werden. Um solchen Patentrechtsstreitigkeiten entgegenzutreten, unterhält die Gesellschaft ein Intellectual-Property-Rights-Team. Dieses Team betreut neben anderen Aufgaben des Patentrechtsschutzes die eigenen Patentanmeldungen und koordiniert die Abwehr von Patentrechtsklagen. Ein eigenes Patentportfolio schützt am besten vor der Inanspruchnahme durch andere Marktteilnehmer, da es Möglichkeiten von Cross-Lizenzierungsabkommen bietet. Aus diesen Gründen wird die Software AG die Erweiterung ihres Patentbestands in Zukunft forcieren. Der Eintritt in Patentierungsverfahren führt jedoch auch zu Risiken. So können in einem solchen Verfahren auch intellektuelle Schutzrechte (IPs) durch Auflagen der patentgewährenden Organisationen verloren gehen. Darüber hinaus können solche Rechte durch Einbau in Open-Source-Software verloren gehen. Die Software AG ist Inhaberin einer großen Anzahl von Patenten, welche zum Schutz des Geschäfts der Gesellschaft und zur Abwehr von Patenrechtsklagen eingesetzt werden können. Außerdem können diese Patente in Zukunft auch zur Generierung zusätzlicher Lizenzerlöse beitragen.

Zur zukünftigen Abwehr von Patentrechtsklagen wurden und werden systematisch alle relevanten technischen und Marketingdokumentationen zentral gespeichert, um im Falle eines Rechtsstreits alle benötigten Unterlagen in kürzester Zeit liefern zu können. Dieses Dokumentationsverfahren wird auch bei neu akquirierten Unternehmen eingesetzt. Alle neuen Produkte werden vor Veröffentlichung auf mögliche Patenverletzungen intern geprüft. Die Mitarbeiter in der Entwicklung und im Produktmarketing werden im Umgang mit Patentschutzrechten fortgebildet. Aufgrund der implementierten Maßnahmen und Prozesse reduzierte sich das Risiko für die Software AG deutlich. Seit dem Jahr 2012 wurden keine neuen Patentklagen mehr gegen die Software AG erhoben. Inwieweit die weltweit zunehmend nationalistischen Tendenzen zukünftige Patentrechtsklagen befördern, ist zurzeit noch nicht absehbar.

Das Risiko aus dem Schutz der Intellectual Property Rights wurde zum 31. Dezember 2019, wie auch im Vorjahr, mit dem Risikosignal grün bewertet.

Informationssicherheit und Datenschutz

Als Dienstleister für Wartungsleistungen, Cloud-Services und Beratung arbeitet die Software AG mit sensiblen Kundendaten und handelt somit als Auftragsverarbeiter. Darüber hinaus administriert die Software AG auch sensible Informationen über ihr eigenes Geschäft, ihre Mitarbeiter und Kunden, potenzielle Kunden, Partner und Lieferanten in der Rolle als Verantwortlicher für diese Daten. Die Gesellschaft ist rechtlich dazu verpflichtet, diese Daten zu schützen, während die Anzahl der externen Hacker-Attacken ständig zunimmt. Gleichzeitig erhöht die vermehrte Nutzung von Cloud-Computing die Angriffsflächen für Datenangriffe. In den Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV) bzw. englisch Data Processing Agreements (DPAs) mit den Kunden garantiert die Software AG, die Datenschutzgesetze - insbesondere die DatenschutzGrundverordnung (DSGVO) bzw. englisch General Data Protection Regulation (GDPR) der Europäischen Union -einzuhalten. Um den geforderten Datenschutz sicherzustellen, sind erhebliche Investitionen nötig. Im Falle von Verstößen gegen diese gesetzlichen Regelungen können bis zu 4 Prozent des Jahreskonzernumsatzes als Strafe verhängt werden. Um alle diese Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben zu erfüllen, sind ständig erhebliche Investitionen erforderlich.

Die Software AG begegnet diesen Risiken durch die Implementierung eines Datenschutz-Management-Systems (DPMS), in dem definierte Prozesse festgelegt sowie die Informationssicherheit und der Datenschutz sichergestellt werden können. In den AVVs werden Haftungsbeschränkungen im Falle möglicher Datenverluste festgelegt. Vollständige IT-Sicherheit kann nicht erreicht werden. Daher werden zur Risikoreduktion die Sicherheitsmaßnahmen wie folgt stetig ausgebaut:

Kontinuierliche Messung von Risikofaktoren und Steigerung des Datensicherheit durch eine systematische Datensicherheitsstrategie

Implementation von Früherkennungssystemen, um Hackerattacken möglichst früh erkennen zu können

Konsequente Umsetzung der Maßnahmen eines festgelegten Notfallplans im Falle eines Hackerangriffs oder einer Systempanne

Für das Cloud-Kundengeschäft wurde ein nach ISO 27001 zertifiziertes Information-Security-Management-System (ISMS) eingeführt

Für die unternehmensinterne Datensicherheit wurden interne Datensicherheitsrichtlinien und Standardprozesse, ein Datensicherheitskomitee und eine IT-Sicherheitsorganisation etabliert, welche die IT-Datensicherheit ständig überwacht und die Datensicherheitsmaßnahmen sowie die Datensicherheitsrichtlinien stetig weiterentwickelt

In den mit den Kunden abgeschlossenen AVVs werden die von der Software AG zu übernehmenden Risiken, soweit rechtlich zulässig, minimiert

Das Risiko zu Informationssicherheit und Datenschutz wurde zum 31. Dezember 2019 mit dem Risikosignal gelb (Vj. grün) bewertet.

Sonstige Rechtsrisiken

Regulatorische Risiken, Compliance-Risiken und Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Regulatorische und politische Änderungen, zum Beispiel Embargos, können Einfluss auf die geschäftlichen Aktivitäten der Software AG in verschiedenen nationalen Märkten haben, was den künftigen Geschäftsverlauf und auch die Ertragslage des Konzerns negativ beeinflussen könnte. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit in regionalen Rechtsordnungen die Durchsetzung eigener Rechte (zum Beispiel gewerblicher Schutzrechte) erschweren oder behindern.

Der Software AG-Konzern ist als global agierendes Unternehmen weltweit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen und behördlichen Verfahren ausgesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Ergebnis negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzern haben werden; in der Regel gilt, dass die Ertragslage des Konzerns durch Rechtsstreitigkeiten selbst dann negativ beeinflusst werden kann, wenn die Rechtsstreitigkeiten in der Hauptsache gewonnen werden, da zum Zwecke der Verteidigung gegen Anschuldigungen zum Beispiel in den USA wesentliche Rechtsanwalts- und sonstige Rechtsverteidigungskosten getragen werden müssen. Trotz sorgfältiger Risikobewertungen und vorausschauender bilanzieller Risikovorsorge besteht das Risiko, dass der tatsächliche Mittelabfluss aus einer Rechtsstreitigkeit höher ist als in der Risikobewertung angenommen.

Für Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten siehe Angabe 36 im Konzernanhang und Kapitel Sonstige Rückstellungen im Anhang des Jahresabschlusses der Software AG (Einzelabschluss).

Finanzwirtschaftliche operative Risiken

Wechselkursrisiken

Aufgrund seiner weltweiten Geschäftstätigkeit ist der Software AG-Konzern Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Vertriebsorganisationen der Software AG operieren in den Landeswährungen der Länder, in denen auch die Umsätze getätigt werden. Aus diesem Grund ergeben sich Währungsrisiken und -chancen für die Konzernumsatzerlöse. Siehe dazu auch die Grafik Währungssplit 2019 im Kapitel Etragslage des Konzerns des Wirtschaftsberichts.

Auswirkungen der Wechselkursänderungen auf den Konzernumsatz im Jahr 2019:

Währungsveränderung 2019 Änderung des Fremdwährungskurses volumengewichtet 2019 vs. 2018 Auswirkungen auf den Umsatz 2019 in Mio.
EUR
US Dollar, 30,6 % vom Umsatz +5,2 % +13,4
Britisches Pfund, 4,9 % vom Umsatz +1,1 % +0,5
Israelischer Schekel, 5,5 % vom Umsatz +6,8 % +3,1
Australischer Dollar, 3,5 % vom Umsatz -2,0 % -0,6
Brasilianischer Real, 2,9 % vom Umsatz -2,5 % -0,7
Kanadischer Dollar, 2,4 % vom Umsatz +3,5 % +0,7
Südafrikanischer Rand, 2,5 % vom Umsatz -5,0 % -1,2
Sonstige Fremdwährungen, 14,3 % vom Umsatz +1,0 % +1,3
Währungseffekt aus dem Gesamtumsatz +2,0 % +16,5

Den Umsätzen in Landeswährung stehen jedoch auch Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber. Diese natürliche Absicherungsbeziehung wird in den USA dadurch verstärkt, dass Teile von Forschung und Entwicklung sowie des globalen Marketings in den USA beheimatet sind. Darüber hinaus setzt die Software AG zur Absicherung derivative Finanzinstrumente ein und reduziert so die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis. Außerdem wurden Teile der liquiden Mittel in den USA gehalten. Die Sicherungsinstrumente des Unternehmens berücksichtigen bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie erwartete Zahlungsströme. Auch in Fremdwährung erwirtschaftete Ergebnisse einzelner Konzerngesellschaften werden gegen Wertänderungen durch Wechselkursschwankungen abgesichert. Die Überwachung sämtlicher Währungskursrisiken erfolgt zentral.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken hinsichtlich derivativer Finanzinstrumente werden dadurch ausgeschlossen, dass das Unternehmen nur bestehende Bilanzpositionen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Cashflows absichert. Auf Basis der am Bilanzstichtag offenen Finanzinstrumente hätte eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte den Konzernüberschuss 2019 um 2,0 (Vj. 1,4) Millionen Euro erhöht. Bei unveränderten Rahmenbedingungen, wie etwa gleicher Umsatzstruktur, gleichen Bilanzrelationen und ohne weitere Absicherungsgeschäfte, würde dieses Verhältnis in etwa auch für künftige Geschäftsjahre gelten. Unter den gleichen Voraussetzungen hätte eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um zehn Prozent zum 31. Dezember 2019 zur Folge gehabt, dass der Konzernüberschuss 2019 um 1,9 (Vj. 1,4) Millionen Euro höher gewesen wäre. Eine solche Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar hätte keine Auswirkung auf die übrigen Rücklagen im Eigenkapital (Vj. Erhöhung um 2,8 Millionen Euro). Das Risiko des Ausfalls von Geschäftspartnern, mit denen die Software AG derivative Finanzinstrumente abschließt, wird durch laufende Bonitätsüberwachung der betreffenden Banken reduziert.

Sonstige finanzielle Risiken

Die sonstigen finanziellen Risiken beziehen sich überwiegend auf das Risiko von Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Märkte und Kundenstruktur der Software AG bestehen keine Klumpenrisiken. Durch die überwiegend hohe Bonität der Kunden sind im langjährigen Durchschnitt die Forderungsausfallrisiken eher gering. Zur Reduzierung der Auswirkungen dieses Risikos verwendet die Software AG das automatisierte Genehmigungsverfahren für Kundenverträge, den Global Deal Desk, der auf der eigenen Technologie basiert. Zur Sicherung der Zahlungsmittelbestände überwacht das Unternehmen die Bonität seiner Partnerbanken laufend und passt die Anlageentscheidungen dementsprechend an.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Die konsolidierte Gesamtsicht der Risikosituation des Software AG-Konzerns stellt sich gegenüber dem Vorjahr ungünstiger dar. 2019 waren 30,8 (Vj. 54,5) Prozent der strategischen Risiken mit dem Risikosignal grün, 46,1 (Vj. 27,3) Prozent mit dem Risikosignal gelb und 23,1 (Vj. 18,2) Prozent mit dem Risikosignal rot eingestuft.

Der Vorstand der Software AG geht davon aus, dass die strategischen Risiken begrenzt und überschaubar sind. Es sind keine Risiken zu erkennen, die einzeln oder in der Gesamtbetrachtung, weder nach Höhe ihrer Auswirkung noch nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, den Fortbestand des Unternehmens heute oder künftig gefährden könnten.

Risikoübersicht

EBIT-Auswirkung für die nächsten 3 Jahre Eintrittswahrscheinlichkeiten Risikosignale Zukünftige Entwicklung
Unternehmensstrategische Risiken und Chancen
Produktinnovation und Produktportfolio mittel wahrscheinlich gelb ansteigend
Wachstum des Integrations- und API-Geschäftes mittel sehr wahrscheinlich rot ansteigend
Entwicklung des Business-Transformation-Geschäfts gering wahrscheinlich grün ansteigend
Dynamisches Wachstum des IoT- & Analytics-Geschäfts mittel wahrscheinlich gelb ansteigend
Marktrisiken und Chancen für den Produktbereich A&N mittel wahrscheinlich gelb gleichbleibend
Akquisitionen Pre-Akquisitionsphase (Auswahl) mittel nicht wahrscheinlich grün gleichbleibend
Akquisitionen Post-Akquisitionsphase (Integration) mittel wahrscheinlich gelb gleichbleibend
Strategische Neuausrichtung (Helix) mittel sehr wahrscheinlich rot gleichbleibend
Leistungswirtschaftliche Risiken und Chancen
Vertriebseffizienz sowie Vertriebsrisiken und Chancen mittel sehr wahrscheinlich rot gleichbleibend
Risiken und Chancen aus dem Partnergeschäft mittel wahrscheinlich gelb ansteigend
Personalrisiken und Chancen
Arbeitgeberattraktivität gering unwahrscheinlich grün gleichbleibend
Rechtliche Risiken
Schutz der Intellectual Property Rights (IP Protection) gering nicht wahrscheinlich grün abnehmend
Informationssicherheit und Datenschutz mittel wahrscheinlich gelb ansteigend

Rating der Software AG

Aufgrund ihrer soliden Finanzstruktur und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente ergab sich nicht die Notwendigkeit, ein externes Rating durchführen zu lassen. Demgemäß gibt es kein offizielles externes Rating der Software AG. Gleichwohl gibt es einige Anhaltspunkte für die externe Ratingeinstufung der Software AG.

Basierend auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde die Gesellschaft, wie schon in den Vorjahren, von der Deutschen Bundesbank als notenbankfähig eingestuft. Das bedeutet, dass die kreditgebenden Banken Kreditforderungen gegenüber der Software AG als Sicherheit für die Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank einsetzen können.

Die Hausbanken der Software AG beurteilen die Bonität der Gesellschaft zum Jahresende 2019 im höheren Bereich des Investment Grades.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 7. Februar 2017 (im Folgenden DCGK) sowie nach den Regelungen des deutschen Rechnungslegungsstandards in der 2017 geänderten Fassung Nr. 17 (DRS 17) aufgestellt.

Er beinhaltet demgemäß die Angaben, die nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), nach dem DCGK sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erforderlich bzw. empfohlen sind. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und enthält sowohl die Grundzüge der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat als auch einen Ausweis von Höhe und Struktur der Vergütung. Die Vergütung der Organmitglieder wird, wie im DCGK empfohlen, als Gesamtvergütung der einzelnen Organmitglieder aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen Komponenten, einjährigen und mehrjährigen erfolgsbezogenen Komponenten mit langfristiger, aktienbasierter Anreizwirkung dargestellt. Darüber hinaus wird, wie im DCGK empfohlen, der Zufluss aus den einzelnen Vergütungskomponenten dargestellt.

Zufluss (1)

Sanjay Brahmawar Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.08.2018 Karl-Heinz Streibich Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.10.2003 - Austritt 31.07.2018 Dr. Elke Frank Personalvorstand Eintritt 01.08.2019
in EUR 2018 2019 2018 2019
Festvergütung (Grundvergütung) 416.666,65 999.999,96 406.958,37 208.333,35
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 18.939,29 59.086,27 13.491,19 504.704,33
Summe 435.605,94 1.059.086,23 420.449,56 713.037,68
Einjährige variable Vergütung 629.694,45 1.003.333,33 2.803.792,74 167.222,24
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Komponenten Performance Phantom Shares - PPS 2 0,00 11.544,60 3.407.365,90 0,00
mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan V -(MIP V) (2015 - 2018) 3 0,00 0,00 3.395.200,00 0,00
Management Incentive Plan 2016 -(MIP 2016) (2016 - 2019) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Zufluss 1.065.300,39 2.073.964,16 10.026.808,20 880.259,92
Versorgungsaufwand 226.794,17 555.192,12 0,00 0,00
Gesamtvergütung Zufluss (DCGK) 1.292.094,56 2.629.156,28 10.026.808,20 880.259,92
Eric Duffaut Vertriebsvorstand Eintritt 01.10.2014 - Austritt 31.10.2018
in EUR 2018
Festvergütung (Grundvergütung) 500.000,00
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 1.690.471,89
Summe 2.190.471,89
Einjährige variable Vergütung 1.180.000,00
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Komponenten Performance Phantom Shares - PPS 2 3.192.533,72
mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan V -(MIP V) (2015 - 2018) 3 1.697.600,00
Management Incentive Plan 2016 -(MIP 2016) (2016 - 2019) 4 0,00
Summe Zufluss 8.260.605,61
Versorgungsaufwand 0,00
Gesamtvergütung Zufluss (DCGK) 8.260.605,61

1 Nebenleistungen enthalten die Gestellung eines Dienstwagens, Familienheimfahrten, freiwillige Sozialversicherungsleistungen und Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen sowie Abfindungen. In den Nebenleistungen sind bei Herrn Brahmawar Mieterstattungen in Höhe von 25 Tausend Euro und Familienheimfahrten in Höhe von 28 Tausend Euro enthalten.
2 Bei den Zuflüssen aus dem Performance-Phantom-Share-Programm (PPS) handelt es sich um Zahlungen auf die PPS-Bestände der Vorstandsmitglieder zum Zeitpunkt der Hauptversammlung in Höhe der beschlossenen Dividende in Höhe von 0,71 Euro je Aktie analog für jede PPS und teilweise Ausübungen bestehender PPS-Bestände. Die Auszahlungen an Herrn Dr. Sigg betreffen mit 16 Tausend Euro die oben dargestellten Dividenden auf seine Bestände sowie mit 87 Tausend Euro die planmäßige Auszahlung aus diesem Programm. Zum 31. Dezember 2019 hat Herr Zinnhardt noch 80.131 PPS mit einem Wert von 2.492 Tausend Euro in die Software AG investiert und sich 37.652 PPS zu einem Wert von 1.221 Tausend Euro auszahlen lassen. Die übrige Auszahlung betrifft mit 57 Tausend Euro die oben genannten Dividenden.
3 Die Auszahlungen aus dem MIP V im Vorjahr 2018 resultieren aus dem automatischen Ausüben dieses Programms gemäß den Programmrichtlinien durch alle berechtigten Vorstandsmitglieder.
4 Die dargestellten Zuflüsse aus dem MIP 2016 resultieren aus dem automatischen Ausüben dieses Programms gemäß den Programmrichtlinien durch den berechtigten Vorstand Herrn Zinnhardt.

Zufluss

Die folgenden Tabellen beinhalten den Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2019 aus der Festvergütung, den Nebenleistungen und der einjährigen variablen Vergütung für das Berichtsjahr 2019 sowie die, zum Teil prolongierten, Beträge aus den mehrjährigen variablen Vergütungen mit langfristiger, aktienbasierter Anreizwirkung, die während des Geschäftsjahres 2019 ausgezahlt wurden.

Zufluss (2)

Dr. Wolfram Jost Technologievorstand Eintritt 09.07.2010 Niederlegung des Amtes als Vorstand 08.01.2019 Ende Dienstvertrag 30.06.2019 John Schweitzer Vertriebsvorstand Eintritt 01.11.2018
in EUR 2018 2019 2018 2019
Festvergütung (Grundvergütung) 714.913,33 0,00 102.559,20 625.324,64
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 2.052.413,01 0,00 7.078,92 88.596,13
Summe 2.767.326,34 0,00 109.638,12 713.920,78
Einjährige variable Vergütung 1.384.500,00 0,00 221.895,28 839.422,49
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 2 2.372.775,18 0,00 0,00 5.261,37
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Management Incentive Plan V -(MIP V) (2015 - 2018) 3 1.697.600,00 0,00 0,00 0,00
Anreizwirkung Management Incentive Plan 2016 -(MIP 2016) (2016 - 2019) 4 1.212.350,10 0,00 0,00 0,00
Summe Zufluss 9.434.551,62 0,00 331.533,40 1.558.604,64
Versorgungsaufwand 218.732,88 0,00 0,00 0,00
Gesamtvergütung Zufluss (DCGK) 9.653.284,50 0,00 331.533,40 1.558.604,64
Dr. Stefan Sigg Entwicklungsvorstand Eintritt 01.04.2017 Arnd Zinnhardt Finanzvorstand Eintritt 01.05.2002 Niederlegung des Amtes als Vorstand 31.03.2020 Ende Dienstvertrag 30.09.2020
in EUR 2018 2019 2018 2019
Festvergütung (Grundvergütung) 500.000,04 558.333,35 441.715,32 441.715,32
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 33.112,11 33.449,71 39.619,09 37.905,67
Summe 533.112,15 591.783,06 481.334,41 479.620,99
Einjährige variable Vergütung 377.816,67 309.361,09 2.035.317,12 1.351.251,61
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 2 5.245,50 103.355,12 1.973.150,68 1.277.947,37
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Management Incentive Plan V -(MIP V) (2015 - 2018) 3 0,00 0,00 1.697.600,00 0,00
Anreizwirkung Management Incentive Plan 2016 -(MIP 2016) (2016 - 2019) 4 0,00 0,00 0,00 1.161.303,78
Summe Zufluss 916.174,32 1.004.499,27 6.187.402,21 4.270.123,75
Versorgungsaufwand 492.900,72 474.290,82 172.704,36 214.541,70
Gesamtvergütung Zufluss (DCGK) 1.409.075,04 1.478.790,09 6.360.106,57 4.484.665,45

1 Nebenleistungen enthalten die Gestellung eines Dienstwagens, Familienheimfahrten, freiwillige Sozialversicherungsleistungen und Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen sowie Abfindungen. In den Nebenleistungen sind bei Herrn Brahmawar Mieterstattungen in Höhe von 25 Tausend Euro und Familienheimfahrten in Höhe von 28 Tausend Euro enthalten.
2 Bei den Zuflüssen aus dem Performance-Phantom-Share-Programm (PPS) handelt es sich um Zahlungen auf die PPS-Bestände der Vorstandsmitglieder zum Zeitpunkt der Hauptversammlung in Höhe der beschlossenen Dividende in Höhe von 0,71 Euro je Aktie analog für jede PPS und teilweise Ausübungen bestehender PPS-Bestände. Die Auszahlungen an Herrn Dr. Sigg betreffen mit 16 Tausend Euro die oben dargestellten Dividenden auf seine Bestände sowie mit 87 Tausend Euro die planmäßige Auszahlung aus diesem Programm. Zum 31. Dezember 2019 hat Herr Zinnhardt noch 80.131 PPS mit einem Wert von 2.492 Tausend Euro in die Software AG investiert und sich 37.652 PPS zu einem Wert von 1.221 Tausend Euro auszahlen lassen. Die übrige Auszahlung betrifft mit 57 Tausend Euro die oben genannten Dividenden.
3 Die Auszahlungen aus dem MIP V im Vorjahr 2018 resultieren aus dem automatischen Ausüben dieses Programms gemäß den Programmrichtlinien durch alle berechtigten Vorstandsmitglieder.
4 Die dargestellten Zuflüsse aus dem MIP 2016 resultieren aus dem automatischen Ausüben dieses Programms gemäß den Programmrichtlinien durch den berechtigten Vorstand Herrn Zinnhardt.

Gewährte Zuwendungen (1)

Sanjay Brahmawar Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.08.2018
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2019 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 416.666,65 999.999,96 999.999,96 999.999,96
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 18.939,29 59.086,27 59.086,27 59.086,27
Summe 435.605,94 1.059.086,23 1.059.086,23 1.059.086,23
Einjährige variable Vergütung 2 629.694,45 1.003.333,33 0,00 1.666.666,67
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares PPS 3 527.353,39 571.729,79 0,00 3.011.763,60
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 294.782,03 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 1.216.744,78 0,00 3.600.000,00
Gesamtvergütung DRS 17 1.887.435,81 3.850.894,13 1.059.086,23 9.337.516,50
Versorgungsaufwand 226.794,17 555.192,12 555.192,12 555.192,12
Gesamtvergütung (DCGK) 2.114.229,98 4.406.086,25 1.614.278,35 9.892.708,62
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 0,00 -21.625,80 0,00 -692.414,40
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 2.114.229,98 4.384.460,45 1.614.278,35 9.200.294,22
Karl-Heinz Streibich Vorsitzender des Vorstands Eintritt 01.10.2003 Austritt 31.07.2018 Dr. Elke Frank Personalvorständin Eintritt 01.08.2019
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2019 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 406.958,37 208.333,35 208.333,35 208.333,35
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 13.491,19 504.704,33 504.704,33 504.704,33
Summe 420.449,56 713.037,68 713.037,68 713.037,68
Einjährige variable Vergütung 2 2.803.792,74 167.222,24 0,00 277.777,80
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares PPS 3 234.672,75 46.836,44 0,00 313.930,50
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 253.481,63 0,00 750.000,00
Gesamtvergütung DRS 17 3.458.915,05 1.180.577,99 713.037,68 2.054.745,98
Versorgungsaufwand 0,00 211.996,67 211.996,67 211.996,67
Gesamtvergütung (DCGK) 3.458.915,05 1.392.574,66 925.034,35 2.266.742,65
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 -4.654.233,60 0,00 0,00 -15.612,15
Wirtschaftliche Gesamtvergütung -1.195.318,55 1.392.574,66 925.034,35 2.251.130,50

1 Nebenleistungen enthalten die Gestellung eines Dienstwagens, Familienheimfahrten, freiwillige Sozialversicherungsleistungen und Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen sowie Abfindungen. In den Nebenleistungen sind bei Herrn Brahmawar Mieterstattungen in Höhe von 25 Tausend Euro und Familienheimfahrten in Höhe von 28 Tausend Euro und bei Herrn Zinnhardt 2.545 Tausend Euro Abfindungen enthalten.
2 Die einjährige variable Vergütung hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert sie auf der Zielerreichung von individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Zielen. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Ein Drittel der Zielübererfüllung (größer 100 Prozent) wird nicht in bar ausbezahlt, sondern muss in PPS angelegt werden. Der maximal erreichbare Betrag einjähriger variabler Vergütung reduziert sich daher entsprechend.
3 Die Mitglieder des Vorstands legen Teile ihrer variablen Vergütung in PPS an, die eine Wartezeit für je ein Drittel der PPS von einem, zwei und drei Jahren haben. Der anzulegende Betrag hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert er auf der Zielerreichung der individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Ziele. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Der Umrechnungsbetrag erhöht sich bei einer Übererfüllung größer 100 Prozent um ein Drittel des Übererfüllungsbetrags aus der einjährigen variablen Vergütung, der bei Übererfüllung nicht ausbezahlt, sondern in PPS angelegt wird. Die Umrechnung in PPS erfolgt auf Grundlage des Durchschnittskurses der Software AG-Aktie im Februar des jeweiligen Folgejahres abzüglich 10 Prozent. Anstelle der Auszahlung der fälligen Beträge nach Ablauf der Wartezeit können die Mitglieder des Vorstands wählen, die fälligen Beträge weiterhin ganz oder teilweise als PPS anzulegen. Die Laufzeit dieser Wiederanlage ist begrenzt auf maximal sechs Jahre und vier Monate nach Beendigung der Laufzeit des Vorstandsvertrags. Die Mitglieder des Vorstands können in definierten Zeitfenstern jederzeit die Rückzahlung verlangen.
4 Der MIP 2018 wurde im Dezember 2017 neu aufgelegt. Dabei wurden Vorständen Aktienoptionen in vier Tranchen mit einer Laufzeit von im Durchschnitt 3,3 Jahren bis zum 27. August 2021 zugesagt. Der Basispreis dieser Aktienoptionen resultiert aus dem gewichteten Durchschnittskurs der Software AG-Aktie an den 20 Handelstagen ab dem 15. November 2017 und beträgt 45,27 Euro. Diese Aktienoptionen werden jeweils zu einem Viertel der Stücke mit dem Durchschnittskurs der jeweils ersten 20 Handelstage im November 2020, im Februar 2021, im Mai 2021 und im August 2021 fällig. Als Performance-Ziel muss der Kurs der Software AG-Aktie inklusive der in der Zwischenzeit ausbezahlten Dividenden an zehn zusammenhängenden Handelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 den Basispreis von 45,27 Euro um 20 Prozent übertreffen. Die Zusage aus diesem Programm an Herrn Brahmawar wurde im Vergütungsbericht 2018 und die Zusagen an die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Vergütungsbericht 2017 dargestellt. Die im Geschäftsjahr 2017 den Herren Duffaut und Dr. Jost jeweils zugesagten 100.988 MIP-2018-Aktienoptionen sind im Zuge des Ausscheidens beider Herren aus dem Vorstand entfallen.
5 Der MIP 2019 wurde im März 2019 neu aufgelegt. Im Juni wurden erstmalig Rechte aus diesem neuen Management Incentive Plan an die Vorstandsmitglieder zugeteilt. Der Plan unterscheidet zwischen zwei Arten von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights, SARs), zum einen Retention Shares (RSARs) und zum anderen Performance Shares (PSARs). Beide Formen gewähren in Abhängigkeit von bestimmten Bedingungen ein Anrecht auf Zahlung eines Geldbetrags, der dem volumengewichteten Aktienkurs der 20 Handelstage vor und inklusive des 24. März 2023 entspricht. Die Anzahl der zugeteilten RSARs wurde im Rahmen der Zuteilung festgelegt. Die Anzahl der für die Auszahlung relevanten PSARs basiert auf der Anzahl zugeteilter Rechte mal eines Faktors, der sich auf Basis der relativen Performance des Software AG-Aktienkurses zu einem Vergleichsindex ergibt. Als Vergleichsindex wurde der Nasdaq 100 Stock Index festgelegt. Der sich hieraus ergebende Faktor kann zwischen null und zwei liegen. Die Outperformance wird berechnet als [(Differenz des volumengewichteten Durchschnitts-Abrechnungskurses und des Basispreises von 31,14 Euro) dividiert durch den Basispreis] abzüglich [(dem endgültigen Referenzindexpreis abzüglich anfänglichem Referenzindexpreis) dividiert durch den anfänglichen Referenzindexpreis von 7.539,286 US-Dollar]. Sowohl der anfängliche als auch der finale Referenzindexpreis wurden und werden als arithmetisches Mittel der Tagesschlusskurse der Zeitperioden jeweils 20 Handelstage vom 27. Februar 2019 und dem 24. März 2019 sowie den 20 Handelstagen vor und inklusive des 24. März 2023 ermittelt. Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung des Performancefaktors nicht berücksichtigt.
6 In der Spalte 2019 sind die aufgrund des Kursrückgangs der Software AG-Aktie gesunkenen inneren Werte der PPS-Bestände vergütungsreduzierend dargestellt. In der Spalte 2019 (max.) wurden die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen des PPS-Programms dargestellt. Darüber hinaus sind in dieser Spalte bei den Herren Dr. Sigg und Zinnhardt die Werte des im Geschäftsjahr 2019 verfallenen MIP 2017 negativ berücksichtigt.

Gewährte Zuwendungen (2)

Eric Duffaut Vertriebsvorstand Eintritt 01.10.2014 Austritt 31.10.2018
in EUR 2018
Festvergütung (Grundvergütung) 500.000,00
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 1.690.471,89
Summe 2.190.471,89
Einjährige variable Vergütung 2 1.180.000,00
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 3 38.026,95
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00
Gesamtvergütung DRS 17 3.408.498,84
Versorgungsaufwand 0,00
Gesamtvergütung (DCGK) 3.408.498,84
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 113.596,77
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 3.522.095,61
Dr. Wolfram Jost Technologievorstand Eintritt 09.07.2010 Niederlegung des Amtes als Vorstand 08.01.2019 Ende Dienstvertrag 30.06.2019
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2019 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 714.913,33 0,00 0,00 0,00
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 2.052.413,01 0,00 0,00 0,00
Summe 2.767.326,34 0,00 0,00 0,00
Einjährige variable Vergütung 2 1.384.500,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 3 24.977,55 0,00 0,00 0,00
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtvergütung DRS 17 4.176.803,89 0,00 0,00 0,00
Versorgungsaufwand 218.732,88 0,00 0,00 0,00
Gesamtvergütung (DCGK) 4.395.536,77 0,00 0,00 0,00
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 207.866,13 0,00 0,00 0,00
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 4.603.402,90 0,00 0,00 0,00
John Schweitzer Vertriebsvorstand Eintritt 01.11.2018
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2019 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 102.559,20 625.324,64 625.324,64 625.324,64
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 7.078,92 88.596,13 88.596,13 88.596,13
Summe 109.638,12 713.920,77 713.920,77 713.920,77
Einjährige variable Vergütung 2 221.895,28 839.422,49 0,00 1.483.591,48
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 3 243.482,70 659.812,82 0,00 3.591.781,10
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 540.162,32 0,00 1.602.278,80
Gesamtvergütung DRS 17 575.016,10 2.753.318,40 713.920,77 7.391.572,15
Versorgungsaufwand 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtvergütung (DCGK) 575.016,10 2.753.318,40 713.920,77 7.391.572,15
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 0,00 -8.602,44 0,00 -419.338,61
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 575.016,10 2.744.715,96 713.920,77 6.972.233,54

1 Nebenleistungen enthalten die Gestellung eines Dienstwagens, Familienheimfahrten, freiwillige Sozialversicherungsleistungen und Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen sowie Abfindungen. In den Nebenleistungen sind bei Herrn Brahmawar Mieterstattungen in Höhe von 25 Tausend Euro und Familienheimfahrten in Höhe von 28 Tausend Euro und bei Herrn Zinnhardt 2.545 Tausend Euro Abfindungen enthalten.
2 Die einjährige variable Vergütung hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert sie auf der Zielerreichung von individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Zielen. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Ein Drittel der Zielübererfüllung (größer 100 Prozent) wird nicht in bar ausbezahlt, sondern muss in PPS angelegt werden. Der maximal erreichbare Betrag einjähriger variabler Vergütung reduziert sich daher entsprechend.
3 Die Mitglieder des Vorstands legen Teile ihrer variablen Vergütung in PPS an, die eine Wartezeit für je ein Drittel der PPS von einem, zwei und drei Jahren haben. Der anzulegende Betrag hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert er auf der Zielerreichung der individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Ziele. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Der Umrechnungsbetrag erhöht sich bei einer Übererfüllung größer 100 Prozent um ein Drittel des Übererfüllungsbetrags aus der einjährigen variablen Vergütung, der bei Übererfüllung nicht ausbezahlt, sondern in PPS angelegt wird. Die Umrechnung in PPS erfolgt auf Grundlage des Durchschnittskurses der Software AG-Aktie im Februar des jeweiligen Folgejahres abzüglich 10 Prozent. Anstelle der Auszahlung der fälligen Beträge nach Ablauf der Wartezeit können die Mitglieder des Vorstands wählen, die fälligen Beträge weiterhin ganz oder teilweise als PPS anzulegen. Die Laufzeit dieser Wiederanlage ist begrenzt auf maximal sechs Jahre und vier Monate nach Beendigung der Laufzeit des Vorstandsvertrags. Die Mitglieder des Vorstands können in definierten Zeitfenstern jederzeit die Rückzahlung verlangen.
4 Der MIP 2018 wurde im Dezember 2017 neu aufgelegt. Dabei wurden Vorständen Aktienoptionen in vier Tranchen mit einer Laufzeit von im Durchschnitt 3,3 Jahren bis zum 27. August 2021 zugesagt. Der Basispreis dieser Aktienoptionen resultiert aus dem gewichteten Durchschnittskurs der Software AG-Aktie an den 20 Handelstagen ab dem 15. November 2017 und beträgt 45,27 Euro. Diese Aktienoptionen werden jeweils zu einem Viertel der Stücke mit dem Durchschnittskurs der jeweils ersten 20 Handelstage im November 2020, im Februar 2021, im Mai 2021 und im August 2021 fällig. Als Performance-Ziel muss der Kurs der Software AG-Aktie inklusive der in der Zwischenzeit ausbezahlten Dividenden an zehn zusammenhängenden Handelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 den Basispreis von 45,27 Euro um 20 Prozent übertreffen. Die Zusage aus diesem Programm an Herrn Brahmawar wurde im Vergütungsbericht 2018 und die Zusagen an die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Vergütungsbericht 2017 dargestellt. Die im Geschäftsjahr 2017 den Herren Duffaut und Dr. Jost jeweils zugesagten 100.988 MIP-2018-Aktienoptionen sind im Zuge des Ausscheidens beider Herren aus dem Vorstand entfallen.
5 Der MIP 2019 wurde im März 2019 neu aufgelegt. Im Juni wurden erstmalig Rechte aus diesem neuen Management Incentive Plan an die Vorstandsmitglieder zugeteilt. Der Plan unterscheidet zwischen zwei Arten von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights, SARs), zum einen Retention Shares (RSARs) und zum anderen Performance Shares (PSARs). Beide Formen gewähren in Abhängigkeit von bestimmten Bedingungen ein Anrecht auf Zahlung eines Geldbetrags, der dem volumengewichteten Aktienkurs der 20 Handelstage vor und inklusive des 24. März 2023 entspricht. Die Anzahl der zugeteilten RSARs wurde im Rahmen der Zuteilung festgelegt. Die Anzahl der für die Auszahlung relevanten PSARs basiert auf der Anzahl zugeteilter Rechte mal eines Faktors, der sich auf Basis der relativen Performance des Software AG-Aktienkurses zu einem Vergleichsindex ergibt. Als Vergleichsindex wurde der Nasdaq 100 Stock Index festgelegt. Der sich hieraus ergebende Faktor kann zwischen null und zwei liegen. Die Outperformance wird berechnet als [(Differenz des volumengewichteten Durchschnitts-Abrechnungskurses und des Basispreises von 31,14 Euro) dividiert durch den Basispreis] abzüglich [(dem endgültigen Referenzindexpreis abzüglich anfänglichem Referenzindexpreis) dividiert durch den anfänglichen Referenzindexpreis von 7.539,286 US-Dollar]. Sowohl der anfängliche als auch der finale Referenzindexpreis wurden und werden als arithmetisches Mittel der Tagesschlusskurse der Zeitperioden jeweils 20 Handelstage vom 27. Februar 2019 und dem 24. März 2019 sowie den 20 Handelstagen vor und inklusive des 24. März 2023 ermittelt. Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung des Performancefaktors nicht berücksichtigt.
6 In der Spalte 2019 sind die aufgrund des Kursrückgangs der Software AG-Aktie gesunkenen inneren Werte der PPS-Bestände vergütungsreduzierend dargestellt. In der Spalte 2019 (max.) wurden die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen des PPS-Programms dargestellt. Darüber hinaus sind in dieser Spalte bei den Herren Dr. Sigg und Zinnhardt die Werte des im Geschäftsjahr 2019 verfallenen MIP 2017 negativ berücksichtigt.

Gewährte Zuwendungen (3)

Dr. Stefan Sigg Entwicklungsvorstand Eintritt 01.04.2017
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2018 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 500.000,04 558.333,35 558.333,35 558.333,35
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 33.112,11 33.449,71 33.449,71 33.449,71
Summe 533.112,15 591.783,06 591.783,06 591.783,06
Einjährige variable Vergütung 2 377.816,67 309.361,09 0,00 513.888,87
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 3 567.060,31 360.994,94 16.118,42 1.624.365,16
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 608.384,16 0,00 1.800.000,00
Gesamtvergütung DRS 17 1.477.989,13 1.870.523,25 607.901,48 4.530.037,09
Versorgungsaufwand 492.900,72 474.290,82 474.290,82 474.290,82
Gesamtvergütung (DCGK) 1.970.889,85 2.344.814,07 1.082.192,30 5.004.327,91
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 -87.398,10 -533.681,33 0,00 -1.331.257,51
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 1.883.491,75 1.811.132,74 1.082.192,30 3.673.070,40
Arnd Zinnhardt Finanzvorstand Eintritt 01.05.2002 Niederlegung des Amtes als Vorstand 31.03.2020 Ende Dienstvertrag 30.09.2020
in EUR 2018 2019 2019 (min.) 2019 (max.)
Festvergütung (Grundvergütung) 441.715,32 441.715,32 441.715,32 441.715,32
Erfolgsunabhängige Komponenten Nebenleistungen 1 39.619,09 2.582.647,83 2.582.647,83 2.582.647,83
Summe 481.334,41 3.024.363,15 3.024.363,15 3.024.363,15
Einjährige variable Vergütung 2 2.035.317,12 1.351.251,61 0,00 2.244.604,00
Mehrjährige variable Vergütung
Erfolgsbezogene Performance Phantom Shares - PPS 3 1.568.235,46 707.613,17 56.893,01 3.642.936,58
Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung Management Incentive Plan 2018 - (MIP 2018) 4 0,00 0,00 0,00 0,00
Management Incentive Plan 2019 - (MIP 2019) 5 0,00 608.384,16 0,00 1.800.000,00
Gesamtvergütung DRS 17 4.084.886,99 5.691.612,09 3.081.256,16 10.711.903,73
Versorgungsaufwand 172.704,36 214.541,70 214.541,70 214.541,70
Gesamtvergütung (DCGK) 4.257.591,35 5.906.153,79 3.295.797,86 10.926.445,43
Kursgewinne und -verluste sowie die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen 6 -593.298,92 -651.912,69 0,00 -3.313.833,28
Wirtschaftliche Gesamtvergütung 3.664.292,43 5.254.241,10 3.295.797,86 7.612.612,15

1 Nebenleistungen enthalten die Gestellung eines Dienstwagens, Familienheimfahrten, freiwillige Sozialversicherungsleistungen und Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen sowie Abfindungen. In den Nebenleistungen sind bei Herrn Brahmawar Mieterstattungen in Höhe von 25 Tausend Euro und Familienheimfahrten in Höhe von 28 Tausend Euro und bei Herrn Zinnhardt 2.545 Tausend Euro Abfindungen enthalten.
2 Die einjährige variable Vergütung hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert sie auf der Zielerreichung von individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Zielen. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Ein Drittel der Zielübererfüllung (größer 100 Prozent) wird nicht in bar ausbezahlt, sondern muss in PPS angelegt werden. Der maximal erreichbare Betrag einjähriger variabler Vergütung reduziert sich daher entsprechend.
3 Die Mitglieder des Vorstands legen Teile ihrer variablen Vergütung in PPS an, die eine Wartezeit für je ein Drittel der PPS von einem, zwei und drei Jahren haben. Der anzulegende Betrag hängt zum einen von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr ab, zum anderen basiert er auf der Zielerreichung der individuellen, auf den Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds zugeschnittenen, strategischen, qualitativen oder quantitativen Ziele. Die mögliche Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 Prozent. Der Umrechnungsbetrag erhöht sich bei einer Übererfüllung größer 100 Prozent um ein Drittel des Übererfüllungsbetrags aus der einjährigen variablen Vergütung, der bei Übererfüllung nicht ausbezahlt, sondern in PPS angelegt wird. Die Umrechnung in PPS erfolgt auf Grundlage des Durchschnittskurses der Software AG-Aktie im Februar des jeweiligen Folgejahres abzüglich 10 Prozent. Anstelle der Auszahlung der fälligen Beträge nach Ablauf der Wartezeit können die Mitglieder des Vorstands wählen, die fälligen Beträge weiterhin ganz oder teilweise als PPS anzulegen. Die Laufzeit dieser Wiederanlage ist begrenzt auf maximal sechs Jahre und vier Monate nach Beendigung der Laufzeit des Vorstandsvertrags. Die Mitglieder des Vorstands können in definierten Zeitfenstern jederzeit die Rückzahlung verlangen.
4 Der MIP 2018 wurde im Dezember 2017 neu aufgelegt. Dabei wurden Vorständen Aktienoptionen in vier Tranchen mit einer Laufzeit von im Durchschnitt 3,3 Jahren bis zum 27. August 2021 zugesagt. Der Basispreis dieser Aktienoptionen resultiert aus dem gewichteten Durchschnittskurs der Software AG-Aktie an den 20 Handelstagen ab dem 15. November 2017 und beträgt 45,27 Euro. Diese Aktienoptionen werden jeweils zu einem Viertel der Stücke mit dem Durchschnittskurs der jeweils ersten 20 Handelstage im November 2020, im Februar 2021, im Mai 2021 und im August 2021 fällig. Als Performance-Ziel muss der Kurs der Software AG-Aktie inklusive der in der Zwischenzeit ausbezahlten Dividenden an zehn zusammenhängenden Handelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 den Basispreis von 45,27 Euro um 20 Prozent übertreffen. Die Zusage aus diesem Programm an Herrn Brahmawar wurde im Vergütungsbericht 2018 und die Zusagen an die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Vergütungsbericht 2017 dargestellt. Die im Geschäftsjahr 2017 den Herren Duffaut und Dr. Jost jeweils zugesagten 100.988 MIP-2018-Aktienoptionen sind im Zuge des Ausscheidens beider Herren aus dem Vorstand entfallen.
5 Der MIP 2019 wurde im März 2019 neu aufgelegt. Im Juni wurden erstmalig Rechte aus diesem neuen Management Incentive Plan an die Vorstandsmitglieder zugeteilt. Der Plan unterscheidet zwischen zwei Arten von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights, SARs), zum einen Retention Shares (RSARs) und zum anderen Performance Shares (PSARs). Beide Formen gewähren in Abhängigkeit von bestimmten Bedingungen ein Anrecht auf Zahlung eines Geldbetrags, der dem volumengewichteten Aktienkurs der 20 Handelstage vor und inklusive des 24. März 2023 entspricht. Die Anzahl der zugeteilten RSARs wurde im Rahmen der Zuteilung festgelegt. Die Anzahl der für die Auszahlung relevanten PSARs basiert auf der Anzahl zugeteilter Rechte mal eines Faktors, der sich auf Basis der relativen Performance des Software AG-Aktienkurses zu einem Vergleichsindex ergibt. Als Vergleichsindex wurde der Nasdaq 100 Stock Index festgelegt. Der sich hieraus ergebende Faktor kann zwischen null und zwei liegen. Die Outperformance wird berechnet als [(Differenz des volumengewichteten Durchschnitts-Abrechnungskurses und des Basispreises von 31,14 Euro) dividiert durch den Basispreis] abzüglich [(dem endgültigen Referenzindexpreis abzüglich anfänglichem Referenzindexpreis) dividiert durch den anfänglichen Referenzindexpreis von 7.539,286 US-Dollar]. Sowohl der anfängliche als auch der finale Referenzindexpreis wurden und werden als arithmetisches Mittel der Tagesschlusskurse der Zeitperioden jeweils 20 Handelstage vom 27. Februar 2019 und dem 24. März 2019 sowie den 20 Handelstagen vor und inklusive des 24. März 2023 ermittelt. Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung des Performancefaktors nicht berücksichtigt.
6 In der Spalte 2019 sind die aufgrund des Kursrückgangs der Software AG-Aktie gesunkenen inneren Werte der PPS-Bestände vergütungsreduzierend dargestellt. In der Spalte 2019 (max.) wurden die maximal möglichen Verluste aus den unverfallbaren aktienkursabhängigen Vergütungsbestandteilen des PPS-Programms dargestellt. Darüber hinaus sind in dieser Spalte bei den Herren Dr. Sigg und Zinnhardt die Werte des im Geschäftsjahr 2019 verfallenen MIP 2017 negativ berücksichtigt.

Gewährte Zuwendungen

Festvergütung

Die mit den Vorstandsmitgliedern vereinbarte Festvergütung wird in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt.

Nebenleistungen

Die Nebenleistungen bestehen aus der Gewährung eines angemessenen Dienstwagens, freiwilligen Sozialversicherungsleistungen, Unfallversicherungsprämien, Mieterstattungen, Familienheimfahrten sowie Abfindungen.

Einjährige variable Vergütung

Die einjährige variable Vergütung hängt zu 80 Prozent von der Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns ab. Darüber hinaus sind mit jedem Vorstandsmitglied unterschiedliche quantitative oder qualitative Ziele aus dem jeweiligen Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds vereinbart, die der mittel- bis langfristigen strategischen Unternehmensentwicklung dienen. Die Bemessung der Tantieme erfolgt in Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad. Bei einem Zielerreichungsgrad von null wird keine einjährige variable Vergütung bezahlt, nach oben ist die maximal erreichbare Zielerreichung auf 200 Prozent begrenzt. Ein Drittel der Übererfüllung über 100 Prozent wird nicht in bar ausbezahlt, sondern in Performance-Phantom-Shares (PPS) angelegt und erst zu einem späteren Zeitpunkt unter Berücksichtigung der zukünftigen Aktienkursentwicklung ausbezahlt. Der maximal erreichbare Betrag einjährig variabler Vergütung reduziert sich entsprechend.

Mehrjährige variable Vergütung

Erfolgsbezogene Komponenten mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung

Performance-Phantom-Share(PPS)-Programm

Ein Teil der variablen Managementvergütung wird als mittelfristiger Vergütungsbestandteil basierend auf einem PPS-Programm ausgezahlt. Wie im letzten Jahr wird der das Geschäftsjahr 2019 betreffende Anteil mit dem Durchschnittskurs der Software AG-Aktie des Februars 2020 abzüglich 10 Prozent (Referenzkurs) in virtuelle Aktien (PPS) umgerechnet. Die daraus resultierende Aktienstückzahl wird in drei gleichen Tranchen mit Laufzeiten von einem, zwei und drei Jahren fällig gestellt. Zum Fälligkeitszeitpunkt im März der Jahre 2021 bis 2023 wird die Anzahl der PPS mit dem dann aktuellen Durchschnittskurs der Aktie des Monats Februar multipliziert. Im Jahr 2014 wurde die vom damaligen DCGK erstmals empfohlene Vergütungsbegrenzung eingeführt. Gemäß dieser Begrenzungsregelung partizipieren sowohl die PPS-Altbestände als auch die neu zu vergebenden PPS nicht mehr vollständig an zukünftigen Aktienkurssteigerungen, sondern nur noch bis zum Zweifachen des Referenzkurses bei Vergabe der jeweiligen Tranchen der PPS. Diese Obergrenze für die Auszahlung wird jährlich für den Bestand der den Vorstandsmitgliedern zugeteilten PPS auf Basis des Durchschnitts der Zuteilungskurse ermittelt.

Die an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende pro Aktie wird mit dem gleichen Betrag je Bestands-PPS an die Berechtigten ausgezahlt.

Die nach der beschriebenen Wartezeit erstmals fälligen PPS kann ein Berechtigter bis zu maximal sechs Jahre und vier Monate nach Beendigung der Laufzeit des jeweiligen Vorstandsvertrags der Gesellschaft weiter zur Verfügung stellen und somit weiter am Unternehmenserfolg partizipieren.

Zum Auszahlungszeitpunkt wird der jeweilige Auszahlungsbetrag ermittelt aus dem Auszahlungskurs je Aktie, multipliziert mit der Anzahl der zur Auszahlung anstehenden PPS. Der Auszahlungskurs entspricht bei Tranchen, die nicht verlängert werden, dem Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse für die Software AG-Aktie, die im Monat Februar vor der Auszahlung der PPS an der Börse in Frankfurt am Main börsentäglich erreicht wurden. Bei Tranchen, die innerhalb der Verlängerung ausgezahlt werden, entspricht der Auszahlungskurs dem Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse für die Software AG-Aktie des sechsten bis zehnten Handelstages nach der Entscheidung zur Ausübung der entsprechenden PPS. Die Entscheidung zur Ausübung ist im Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Finanzergebnisse und dem folgenden fünften Handelstag möglich. Aus diesem Programm entstanden im Geschäftsjahr 2019 bezüglich der Vorstände Aufwendungen für die Software AG in Höhe von 2.358 (Vj. 3.131) Tausend Euro. Die für das Geschäftsjahr 2019 auf Basis des Aktiendurchschnittskurses Februar 2020 auszugebenden PPS und die Effekte auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Software AG aus diesem Vergütungsprogramm sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Darstellung Performance Phantom Shares

Für das Jahr 2019 gewährte PPS
Anzahl
Aufwand für die im Jahr 2019 gewährten PPS 1
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender) 16.839 573.037,52
Dr. Elke Frank (seit 01.08.2019) 1.408 46.836,44
John Schweitzer 20.689 660.333,02
Dr. Stefan Sigg 10.367 362.906,91
Arnd Zinnhardt 19.561 714.814,51

1 Dieser Aufwand resultiert aus der Zuteilung für das Geschäftsjahr 2019 bei einem Kurs zum Zusagezeitpunkt in Höhe von 33,27 (Vj. 32,43) Euro je PPS, der Auszahlung von Dividenden auf Bestands-PPS in Höhe von 90 Tausend Euro sowie Zinsaufwand für die Kursabsicherung der PPS-Bestände in Höhe von 11 Tausend Euro.

Aktienoptionsprogramme

1. Management Incentive Plan 2016 (MIP 2016)

Im Dezember 2015 wurde ein an der Entwicklung des Aktienwerts der Software AG orientierter Management Incentive Plan 2016 beschlossen. Die Rechte hatten eine Laufzeit von 3 Jahren. Die Auszahlung des Ausübungsgewinns wurde an eine Ausübungshürde geknüpft. Die Ausübungshürde wurde erreicht, wenn der tägliche volumengewichtete Durchschnittskurs (Volume-weighted Average Price, VWAP) der Software AG-Aktie am Xetra-Handel an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. November 2018 den definierten Kurs von 30,00 Euro überstiegen hat. Diese Ausübungshürde wurde in den ersten zehn Handelstagen des Dezember 2017 erfüllt. Das aktienkursabhängige Vergütungsprogramm wurde zum Ende der Laufzeit im Dezember 2018 ausgeübt. Nachdem das Ausübungsziel erreicht wurde, entsprach der Brutto-Ausübungsgewinn dem Durchschnitt des VWAP der Software AG vom 15. November bis zum 15. Dezember 2018 in Höhe von 35,49 Euro je Aktienoption.

Der maximal mögliche Ausübungsgewinn war pro Option auf 200 Prozent des Referenzkurses von 25,94 Euro, somit auf 51,88 Euro begrenzt. Damit kam bei der Ausübung zum Jahresende 2018 der tatsächlich erreichte Kurs von 35,49 Euro zur Anwendung. Die Auszahlung der Vergütung aus diesem Programm wurde im Januar 2019 durchgeführt. Der Referenzkurs ergab sich aus dem Durchschnitt des VWAP der Software AG vom 15. November bis zum 15. Dezember 2015.

Der beizulegende Zeitwert zum Zusagezeitpunkt entsprach 18,68 Euro je Aktienäquivalent.

Mit Ausnahme der bereits im Dezember 2018 im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausgezahlten 32.722 Rechte sind alle weiteren 130.888 Rechte im Januar 2019 zur Auszahlung gekommen. Der Auszahlungsbetrag pro Recht betrug 35,49 Euro.

Aus diesem Programm ergab sich im Geschäftsjahr 2019 kein weiterer Aufwand mehr (Vj. 857 Tausend Euro).

2. Management Incentive Plan 2017 (MIP 2017)

Der aktienorientierte Management Incentive Plan 2017 (MIP 2017) wurde im Dezember 2016 aufgelegt. Dabei wurden Vorständen Aktienoptionen in vier Tranchen mit einer Laufzeit von im Durchschnitt 3,3 Jahren bis zum 28. August 2020 zugesagt. Der Basispreis dieser Aktienoptionen resultiert aus dem VWAP der Software AG-Aktien an den 20 Handelstagen ab dem 15. November 2016 und beträgt 33,18 Euro. Diese Aktienoptionen werden jeweils zu einem Viertel der Stücke mit dem Durchschnittskurs der jeweils ersten 20 Handelstage im November 2019, im Februar 2020, im Mai 2020 und im August 2020 fällig. Als Performance-Ziel muss der Kurs der Software AG-Aktie inklusive der in der Zwischenzeit ausbezahlten Dividenden an 10 zusammenhängenden Handelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2018 bis zum 30. November 2019 den Basispreis von 33,18 Euro um 20 Prozent übertreffen. Die maximal mögliche Vergütung aus diesem Programm wurde für Herrn Dr. Sigg auf 1.413 Tausend Euro und für Herrn Zinnhardt auf 1.884 Tausend Euro festgelegt. Der durchschnittliche beizulegende Zeitwert zum Zusagezeitpunkt entsprach bei Herrn Dr. Sigg 5,39 Euro je Aktienoption und bei Herrn Zinnhardt 4,79 Euro je Aktienoption.

Aufgrund der Schwäche des Software AG-Aktienkurses in der oben genannten Performance-Ziel-Periode vom 1. Dezember 2018 bis zum 30. November 2019 wurde das oben genannte Performance-Ziel nicht erreicht. Daher konnten und können diese Aktienoptionen von den Berechtigten nicht ausgeübt werden. Durch den Verfall im Jahr 2019 ergaben sich hinsichtlich der aktiven Vorstände die in folgender Tabelle dargestellten Erträge aus diesem Programm:

Darstellung Management Incentive Plan 2017

Bestand 31.12.2019 MIP-2017-Aktienäquivalente
Anzahl
Erträge aus MIP-2017-Aktienäquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender) 0 0,00
Dr. Elke Frank (seit 01.08.2019) 0 0,00
John Schweitzer 0 0,00
Dr. Stefan Sigg 0 -148.800,10
Arnd Zinnhardt 0 -208.023,45

3. Management Incentive Plan 2018 (MIP 2018)

Der aktienorientierte Management Incentive Plan 2018 (MIP 2018) wurde im Dezember 2017 neu aufgelegt. Dabei wurden Vorständen Aktienoptionen in vier Tranchen mit einer Laufzeit von im Durchschnitt 3,3 Jahren bis zum 27. August 2021 zugesagt. Der Basispreis dieser Aktienoptionen resultierte aus dem VWAP der Software AG-Aktien an den 20 Handelstagen ab dem 15. November 2017 und beträgt 45,27 Euro. Diese Aktienoptionen werden jeweils zu einem Viertel der Stücke mit dem Durchschnittskurs der jeweils ersten 20 Handelstage im November 2020, im Februar 2021, im Mai 2021 und im August 2021 fällig. Als Performance-Ziel muss der Kurs der Software AG-Aktie inklusive der in der Zwischenzeit ausbezahlten Dividenden an zehn zusammenhängenden Handelstagen in der Zeit vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 den Basispreis von 45,27 Euro um 20 Prozent übertreffen. Die maximal mögliche Vergütung aus diesem Programm wurde für den Vorstandsvorsitzenden Herrn Brahmawar aufgrund seines späteren Eintritts in die Gesellschaft am 1. August 2018 auf 1.313 Tausend Euro und für die übrigen berechtigten Vorstände auf 2.095 Tausend Euro festgelegt.

Der durchschnittliche beizulegende Zeitwert zum Zusagezeitpunkt entsprach bei Herrn Brahmawar 4,20 Euro und für die übrigen Vorstände 6,72 Euro je Aktienoption.

Aus diesem Programm wurden im Geschäftsjahr 2017 und 2018 die folgenden MIP-2018-Aktienäquivalente zugeteilt, welche zu folgenden Aufwänden führten:

Darstellung Management Incentive Plan 2018

Im Jahr 2017 und 2018 zugesagte MIP-2018-Aktienäquivalente
Anzahl
Bestand 31.12.2019 MIP-2018-Aktienäquivalente
Anzahl
Aufwand aus MIP-2018-Aktienäquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender) 70.228 70.228 3.231,97
Dr. Elke Frank (seit 01.08.2019) 0 0 0,00
John Schweitzer 0 0 0,00
Dr. Stefan Sigg 1 100.988 100.988 -11.731,16
Arnd Zinnhardt 2 100.988 100.988 5.533,02

1 Der negative Aufwand für Herrn Sigg resultiert aus den gesunkenen Marktwerten der Aktienäquivalente basierend auf den reduzierten Aktienkursen.
2 Der Aufwand aus diesem Programm wurde für Herrn Zinnhardt auf die Zeit bis zum Ablauf seines Vorstandsvertrags verteilt.

4. Management Incentive Plan 2019 (MIP 2019)

Der Management Incentive Plan 2019 (MIP 2019) wurde im März 2019 neu aufgelegt. Im Juni wurden erstmalig Rechte aus diesem neuen MIP 2019 an die Vorstandsmitglieder zugeteilt. Der Plan unterscheidet zwischen zwei Arten von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights (SARs), zum einen Retention Shares (RSARs) und zum anderen Performance Shares (PSARs). Beide Formen gewähren in Abhängigkeit von bestimmten Bedingungen ein Anrecht auf Zahlung eines Geldbetrags, der dem VWAP der Software AG-Aktie der 20 Handelstage vor und inklusive des 24. März 2023 entspricht. Die Anzahl der zugeteilten RSARs wurde im Rahmen der Zuteilung festgelegt. Die Anzahl der für die Auszahlung relevanten PSARs basiert auf der Anzahl zugeteilter Rechte mal eines Faktors, der sich auf Basis der relativen Performance des Software AG-Aktienkurses zu einem Vergleichsindex ergibt. Als Vergleichsindex wurde der NASDAQ-100 Stock Index festgelegt. Der sich hieraus ergebende Faktor kann zwischen null und zwei liegen. Die Outperformance wird berechnet als [(Differenz des volumengewichteten Durchschnitts-Abrechnungskurses und des Basispreises von 31,14 Euro) dividiert durch den Basispreis] abzüglich [(dem endgültigem Referenzindexpreis abzüglich anfänglichem Referenzindexpreis) dividiert durch den anfänglichen Referenzindexpreis von 7.539,286 US-Dollar]. Der anfängliche Referenzindexpreis und der finale Referenzindexpreis wurden und werden als arithmetisches Mittel der Tagesschlusskurse der 20 Handelstage vom 27. Februar 2019 und dem 24. März 2019 sowie den 20 Handelstagen vor und inklusive des 24. März 2023 ermittelt. Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung des PerformanceFaktors nicht berücksichtigt.

Darstellung Management Incentive Plan 2019

Zuteilung gleich Bestand 31.12.2019 MIP-2019-RSARs
Anzahl
Zuteilung gleich Bestand 31.12.2019 MIP-2019-PSARs
Anzahl
Zuteilung gleich Gesamtbestand 31.12.2019 MIP-2019
Anzahl
Gesamtaufwand aus MIP-2019-Aktien-äquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender) 19.512 29.267 48.779 213.076,23
Dr. Elke Frank (seit 01.08.2019) 4.065 6.097 10.162 44.389,87
John Schweitzer 8.662 12.993 21.655 94.592,89
Dr. Stefan Sigg 9.756 14.634 24.390 106.539,85
Arnd Zinnhardt 1 9.756 14.634 24.390 188.361,68

1 Der Aufwand aus diesem Programm wurde für Herrn Zinnhardt auf die Zeit bis zum Ablauf seines Vorstandsvertrags verteilt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands sowie die Angaben über die Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind im Konzernanhang sowie im Anhang der Software AG (Einzelabschluss) enthalten.

Sonstige Vergütungskomponenten

Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb von zwölf Monaten nach einem Wechsel der Unternehmenskontrolle ohne wichtigen Grund aus, so erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindungszahlung in Höhe von eineinhalb (in vier Vorstandsdienstverträgen) bzw. drei Jahresgehältern (in einem Vorstandsdienstvertrag) auf Grundlage der zuletzt vereinbarten Jahreszielvergütung. Im Falle der Kündigung durch das Vorstandsmitglied gilt vorstehende Regelung nicht, wenn die Stellung des Vorstandsmitglieds durch den Wechsel der Unternehmenskontrolle nur unwesentlich berührt wird.

Die Abfindungszahlung im Falle einer nicht durch das Vorstandsmitglied zu vertretenden vorzeitigen Beendigung des Vorstandsdienstvertrags ist auf die Zielvergütung für ein (in vier Vorstandsdienstverträgen) bzw. zwei Jahre (in einem Vorstandsdienstvertrag), maximal jedoch auf die Restlaufzeit des Vertrags begrenzt.

Im Krankheitsfall werden den Mitgliedern des Vorstands die Bezüge auf der Grundlage der Jahreszielvergütung in voller Höhe für die Dauer von sechs Monaten weitergezahlt. Danach wird das variable Gehalt für jeden folgenden Monat um 1/12 gekürzt. Die Gehaltsfortzahlung endet in jedem Fall mit Ende der Laufzeit des Vertrags. Leistungen der Krankenversicherung sind anzurechnen.

Im Falle dauernder Arbeitsunfähigkeit endet der Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds mit Ablauf des dritten Monats, in dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde. Die dauernde Arbeitsunfähigkeit wird im Zweifelsfall durch ein Gutachten festgestellt und gilt in vier Vorstandsverträgen als festgestellt, wenn das Vorstandsmitglied zwölf Monate ununterbrochen arbeitsunfähig war. Ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres erhält ein Vorstandsmitglied eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von monatlich 13,0 (Vj. 0) Tausend Euro, ein Vorstandsmitglied erhält 13,4 (Vj. 13,2) Tausend Euro, ein Vorstandsmitglied erhält 14,7 (Vj. 14,5) Tausend Euro und der Vorstandsvorsitzende erhält monatlich 19,8 (Vj. 19,5) Tausend Euro. Die Berufsunfähigkeitsrente wird jährlich in dem Umfang erhöht, in dem sich im vorangegangenen Kalenderjahr der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.

Die Gesellschaft unterhält für die Vorstandsmitglieder eine Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 1.500 Tausend Euro für den Todesfall und 3.000 Tausend Euro für den Invaliditätsfall. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft eine Director-&-Officer(D&O)-Versicherung, in deren Schutz auch die Vorstandsmitglieder einbezogen sind; der Selbstbehalt liegt bei 10 Prozent des Schadens bis zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds.

Für die in Deutschland ansässigen Vorstandsmitglieder besteht eine Pensionsregelung, die ihnen unabhängig vom Alter bei Diensteintritt ab Vollendung des 62. Lebensjahres eine lebenslängliche Altersrente zusagt.

Die Altersrente beträgt bei einem Vorstandsmitglied monatlich 13,0 (Vj. 0) Tausend Euro, ein Vorstandsmitglied erhält 13,4 (Vj. 13,2) Tausend Euro, ein Vorstandsmitglied erhält 14,7 (Vj. 14,5) Tausend Euro und der Vorstandsvorsitzende erhält monatlich 19,8 (Vj. 19,5) Tausend Euro. Die Ansprüche auf Alters- und Berufsunfähigkeitsrente des amerikanischen Vorstandsmitglieds werden aus dem für die US-amerikanischen Mitarbeiter gültigen Sozialversicherungssystem bedient, welches Zahlungen an einen externen Rentenversicherungsträger vorsieht. Daher sind für dieses Vorstandsmitglied keine Pensionsrückstellungen zu bilden.

Die Altersrente wird jährlich in dem Umfang erhöht, in dem sich im vorangegangenen Kalenderjahr der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Die Pensionszusage umfasst auch eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der Altersrente des Vorstandsmitglieds. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Erreichen des 62. Lebensjahres und vor Erreichen des 15. Dienstjahres als Vorstandsmitglied der Gesellschaft aus den Diensten der Gesellschaft aus, bleibt der Anspruch bestehen, wird jedoch zeitanteilig gekürzt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Erreichen des 62. Lebensjahres und nach Erreichen des 15. Dienstjahres als Vorstandsmitglied der Gesellschaft aus den Diensten der Gesellschaft aus, bleibt der Anspruch in voller Höhe bestehen. Im Rahmen der Flexibilisierung der Altersversorgung wurde den damaligen Vorständen im Geschäftsjahr 2015 die Möglichkeit eingeräumt, statt der Rentenzahlungen die Altersversorgung in Form einer einmaligen Kapitalleistung auszuzahlen. Der Wert dieser einmaligen Kapitalleistung richtet sich nach dem Rückkaufswert der zur Rückdeckung der Pensionsansprüche durch die Gesellschaft abgeschlossenen, an die Vorstände verpfändeten Lebensversicherungen. Diese Optionsausübung zur einmaligen Kapitalleistung muss vom Berechtigten bis zu drei Monate und einer Woche vor dem regulären Rentenbeginn gegenüber der Gesellschaft erklärt werden.

Die Veränderung des Barwerts aus Pensionszusagen (IFRS) im Jahr 2019 und der Barwert der Pensionszusagen zum 31. Dezember 2019 stellen sich wie folgt dar:

Darstellung Pensionszusagen

in EUR Veränderung Barwert (DBO) aus Pensionszusagen 2019 Barwert der Pensionszusagen 31.12.2019
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender) 783.038,00 1.057.541,00
Dr. Elke Frank (seit 01.08.2019) 255.680,00 255.680,00
John Schweitzer 0,00 0,00
Dr. Stefan Sigg 818.516,00 1.687.539,00
Arnd Zinnhardt 1.335.691,00 4.920.071,00

Darüber hinaus kann einem deutschen Vorstandsmitglied mit einer Dienstzugehörigkeit als Vorstandsmitglied von mehr als drei Jahren im Ermessen der Gesellschaft die Möglichkeit eingeräumt werden, auf Teile seiner zukünftigen variablen Zielvergütung zu verzichten, um eine weitere Zusatzversorgung zu finanzieren. In diesem Fall bezahlt die Gesellschaft jährlich einen dem Verzichtsbetrag entsprechenden Betrag, erhöht um den Prozentsatz der durchschnittlichen Zielerfüllung des Vorstandsmitglieds der letzten drei Geschäftsjahre vor dem jeweiligen Verzicht, in eine von der Gesellschaft zugunsten des Vorstandsmitglieds abgeschlossene Direktversicherung ein. Diese Option wurde bisher noch keinem Vorstandsmitglied eingeräumt.

Darüber hinaus haben alle Vorstandsmitglieder Anspruch auf Stellung eines angemessenen Dienstwagens bzw. einer entsprechenden Kfz-Pauschale.

Weitere als die oben dargestellten Zusagen auf Abfindungen, für den Fall der Nichtverlängerung des Dienstvertrags oder bei Anteilseignerwechsel auf Überbrückungsgelder, Gehaltsfortzahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit oder verrentete Abfindungsleistungen, bestehen nicht. Es bestehen auch keine Ansprüche auf Leistungen aufgrund betrieblicher Übung.

Vergütung des Vorstands im Vorjahr 2018

Die einzelnen Komponenten der Vorstandsvergütung des Vorjahres 2018 sind in den Gesamtübersichten gemäß DCGK enthalten. Daher wird hier auf eine erneute Darstellung dieser Komponenten verzichtet. Demzufolge werden an dieser Stelle des Vergütungsberichts nur die Entwicklungen bei den Vergütungen aus Aktienoptionen und Pensionszusagen im Vorjahr 2018 gesondert dargestellt.

Aus dem MIP V ergaben sich im Geschäftsjahr 2018 keine weiteren Aufwendungen mehr. Alle Aufwendungen wurden in den Jahren 2014 bis 2017 erfasst.

Aus dem MIP 2016 resultieren im Geschäftsjahr 2018 die folgenden Aufwände:

Darstellung MIP 2016

Bestand 31.12.2018 MIP-2016-Aktienäquivalente
Anzahl
Aufwand aus MIP-2016-Aktienäquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender seit 01.08.2018) 0 0,00
Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender bis 31.07.2018) 65.444 116.715,56
Eric Duffaut 1 (bis 31.10.2018) 32.722 268.107,34
Dr. Wolfram Jost 2 (bis 08.01.2019) 0 261.981,64
John Schweitzer (seit 01.11.2018) 0 0,00
Dr. Stefan Sigg (seit 01.04.2017) 0 0,00
Arnd Zinnhardt 32.722 210.935,30

1 Der Aufwand aus diesem Programm wurde für die Herren Streibich und Duffaut auf die Zeit bis zum Ablauf ihres jeweiligen Vorstandsvertrags verteilt.
2 Herr Dr. Wolfram Jost hat sich seine MIP-2016-Bestände von 32.722 Aktienäquivalenten im Zuge seines Ausscheidens bereits im Jahr 2018 zu einem Kurs von 37,05 Euro auszahlen lassen.

Aus dem MIP 2017 wurden im Geschäftsjahr 2018 die folgenden MIP-2017-Aktienäquivalente zugeteilt, die zu folgenden Aufwänden führten:

Darstellung MIP 2017

Bestand 31.12.2018 MIP-2017-Aktienäquivalente
Anzahl
Erträge 1 aus MIP-2017-Aktienäquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender seit 01.08.2018) 0 0,00
Karl-Heinz Streibich 2 (Vorstandsvorsitzender bis 31.07.2018) 252.548 840.773,56
Eric Duffaut 2 (bis 31.10.2018) 126.274 120.218,86
Dr. Wolfram Jost (bis 08.01.2019) 126.274 93.491,37
John Schweitzer (seit 01.11.2018) 0 0,00
Dr. Stefan Sigg 94.706 90.574,05
Arnd Zinnhardt 126.274 186.947,09

1 Die Erträge ergaben sich aus dem Rückgang des Aktienkurses der Software AG im Geschäftsjahr 2018.
2 Der Aufwand aus diesem Programm wurde für die Herren Streibich und Duffaut auf die Zeit bis zum Ablauf ihres jeweiligen Vorstandsvertrags verteilt.

Aus dem MIP 2018 wurden im Geschäftsjahr 2018 die folgenden MIP-2018-Aktienäquivalente zugeteilt, welche zu folgenden Aufwänden führten:

Darstellung MIP 2018

Im Jahr 2018 zugesagte MIP-2018-Aktienäquivalente
Anzahl
Bestand 31.12.2018 MIP-2018-Aktienäquivalente
Anzahl
Aufwand aus MIP-2018-Aktienäquivalenten
in EUR
Sanjay Brahmawar 1 (Vorstandsvorsitzender seit 01.08.2018) 70.228 70.228 16.791,04
Karl-Heinz Streibich 2 (Vorstandsvorsitzender bis 31.07.2018) 0 117.820 134.550,71
Eric Duffaut (bis 31.10.2018) 0 0 -4.062,71
Dr. Wolfram Jost (bis 08.01.2019) 0 0 -3.173,00
John Schweitzer (seit 01.11.2018) 0 0 0,00
Dr. Stefan Sigg 0 100.988 42.179,49
Arnd Zinnhardt 0 100.988 42.179,49

1 Da Herr Brahmawar am 1. August 2018 in die Software AG eintrat, erhielt er, so wie die anderen Vorstandsmitglieder auch, einen Teil der Anzahl des bisherigen Vorstandsvorsitzenden, der bereits im Dezember 2017 die Aktienoptionen des MIP 2018 erhielt.
2 Der Aufwand aus diesem Programm wurde für Herrn Streibich auf die Zeit bis zum Ablauf seines Vorstandsvertrags verteilt.

Die Veränderung des Barwerts aus Pensionszusagen (IFRS) im Jahr 2016 und der Barwert der Pensionszusagen zum 31. Dezember 2017 stellen sich wie folgt dar:

Darstellung Barwert aus Pensionszusagen

in EUR Veränderung Barwert (DBO) aus Pensionszusagen 2018 Barwert der Pensionszusagen 31.12.2017
Sanjay Brahmawar (Vorstandsvorsitzender seit 01.08.2018) 274.503,00 274.503,00
Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender bis 31.07.2018) 780.307,00 10.517.664,00
Eric Duffaut (bis 31.10.2018) 0,00 0,00
Dr. Wolfram Jost (bis 08.01.2019) 762.459,00 2.725.840,00
John Schweitzer (seit 01.11.2018) 0,00 0,00
Dr. Stefan Sigg 459.372,00 869.023,00
Arnd Zinnhardt 849.472,00 3.584.380,00

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasst eine feste kurzfristige Vergütung. Die Arbeit in den Ausschüssen (Personalausschuss, Prüfungsausschuss, Strategieausschuss, Vermittlungsausschuss sowie im Nominierungsausschuss) wird gesondert vergütet.

Die feste kurzfristige jährliche Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beträgt 66.000 (Vj. 66.000) Euro. Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 betrug 618 (Vj. 614) Tausend Euro.

Vergütung Vorsitzender / Stellvertreter

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2,2-Fache und jeder Stellvertreter das 1,5-Fache der Vergütung.

Sonstige Regelungen

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 2.000 Euro. Für mehrere Sitzungen eines Ausschusses, die an einem Tag stattfinden, oder für eine Sitzung, die an aufeinanderfolgenden Tagen stattfindet, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Für Ausschussvorsitzende beträgt das Sitzungsgeld 4.000 Euro. Diese Regelung trat am 1. Januar 2017 in Kraft.

Die Vergütung wird eine Woche nach Feststellung des Jahresabschlusses für das Vergütungsjahr durch den Aufsichtsrat - oder gegebenenfalls durch die Hauptversammlung - zur Zahlung fällig. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten im ersten Monat ihrer Tätigkeit eine auf den Tag genaue Vergütung und jeden weiteren Monat ein Zwölftel der jährlichen Vergütung.

Die Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019 setzt sich wie folgt zusammen:

Darstellung Vergütung des Aufsichtsrats

in EUR Fixe Vergütung Vergütung für Ausschusstätigkeit Summe
Dr. Andreas Bereczky (Vorsitzender) 145.200,00 44.000,00 189.200,00
Guido Falkenberg (stellv. Vorsitzender) 99.000,00 18.000,00 117.000,00
Eun-Kyung Park 66.000,00 8.000,00 74.000,00
Alf Henryk Wulf 66.000,00 22.000,00 88.000,00
Markus Ziener 66.000,00 14.000,00 80.000,00
Christian Zimmermann 66.000,00 4.000,00 70.000,00

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats ist im Konzernanhang und im Anhang der Software AG (Einzelabschluss) enthalten.

Die Vorjahresvergütung 2018 des Aufsichtsrats stellt sich wie folgt dar:

Darstellung Vorjahresvergütung des Aufsichtsrats

in EUR Fixe Vergütung Vergütung für Ausschusstätigkeit Summe
Dr. Andreas Bereczky (Vorsitzender) 145.200,00 40.000,00 185.200,00
Guido Falkenberg (stellv. Vorsitzender) 99.000,00 20.000,00 119.000,00
Eun-Kyung Park 66.000,00 12.000,00 78.000,00
Alf Henryk Wulf 66.000,00 20.000,00 86.000,00
Markus Ziener 66.000,00 8.000,00 74.000,00
Christian Zimmermann 66.000,00 6.000,00 72.000,00

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in den Schutz der von der Gesellschaft unterhaltenen Director-&-Office(D&O)-Versicherung einbezogen. Der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent des Schadens bis zum Eineinhalbfachen der jährlichen Vergütung.

Übernahmerechtliche Angaben

Gezeichnetes Kapital und Stimmrechte

Das Grundkapital der Software AG beträgt 74.000.000 Euro vor Abzug eigener Anteile und ist in 74.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Auf jede Stückaktie entfällt ein Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Aktionäre nehmen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus.

Bedingtes Kapital

Es besteht kein bedingtes Kapital.

Genehmigtes Kapital

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. Mai 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrfach um bis zu insgesamt 39.500.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 39.500.000 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Aktienrückkauf

Darüber hinaus ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Mai 2021 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, um die mit dem Erwerb von eigenen Aktien verbundenen Vorteile im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu realisieren. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

Detaillierte Informationen zum bedingten Kapital, zum genehmigten Kapital und zum Erwerb eigener Aktien sind im Konzernanhang unter Ziffer [29] enthalten.

Bedeutende Aktionäre

Die Software AG-Stiftung, Darmstadt, hält rund 34 Prozent der ausstehenden Aktien der Software AG. Die Stiftung ist eine eigene gemeinnützige Rechtspersönlichkeit und widmet sich weltweit den Themen Heilpädagogik, Sozialtherapie, Pädagogik, Jugendarbeit, Altenhilfe, Umwelt und Forschung. Daneben gibt es keine weiteren Aktionäre mit einem Anteil am Grundkapital der Software AG von über 10 Prozent.

Ernennung/Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Vorstandsmitglieder werden gemäß § 84 f. Aktiengesetz bestellt und abberufen. Satzungsänderungen werden gemäß § 179 Aktiengesetz durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.

Wechsel der Unternehmenskontrolle

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 200,0 (Vj. 200,0) Millionen Euro können im Falle eines Kontrollwechsels von den Kreditgebern ganz oder teilweise fällig gestellt werden (Stichtag jeweils 31. Dezember). Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb von zwölf Monaten nach einem Wechsel der Unternehmenskontrolle ohne wichtigen Grund aus, so erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindungszahlung in Höhe von eineinhalb (in vier Vorstandsdienstverträgen) bzw. drei Jahresgehältern (in einem Vorstandsdienstvertrag) auf der Grundlage der zuletzt vereinbarten Jahreszielvergütung. Im Falle der Kündigung durch das Vorstandsmitglied gilt vorstehende Regelung nicht, wenn die Stellung des Vorstandsmitglieds durch den Wechsel der Unternehmenskontrolle nur unwesentlich berührt wird.

Die Stock Appreciation Rights, welche die Gesellschaft unter den Management-Incentive-Plänen 2017, 2018 und 2019 zugesagt hat, verpflichten die Gesellschaft im Falle eines Kontrollwechsels innerhalb der Laufzeit der Rechte zur Zahlung des Zeitwerts an die entsprechenden Teilnehmer.

Andere in diesem Kapitel nicht erwähnte übernahmerechtliche Angaben treffen auf die Software AG nicht zu.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Gesellschaft hat die Erklärung zur Unternehmensführung/Konzernerklärung zur Unternehmensführung am 28. Februar 2020 abgegeben und am 2. März 2020 auf der Homepage unter www.softwareag.com/statement_de der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Diese Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die am 28. Januar/31. Januar 2020 gesondert abgegeben und auf der Homepage unter www.softwareag.com/erklaerung veröffentlicht wurde.

Konzernabschluss

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

in TEUR Anhang 2019 2018
Lizenzen 245.100 249.365
Wartung 434.959 415.400
SaaS 22.651 17.555
Dienstleistungen 187.196 182.540
Sonstige 701 851
Umsatzerlöse [5] 890.607 865.711
Herstellkosten [6] -203.095 -194.965
Bruttoergebnis vom Umsatz 687.512 670.746
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -131.269 -124.423
Vertriebsaufwendungen [7] -265.012 -244.721
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen [8] -74.767 -73.952
Sonstige Erträge [9] 15.100 16.163
Sonstige Aufwendungen [10] -16.721 -12.220
Sonstige Steuern [13] -6.805 -7.044
Betriebsergebnis 208.038 224.549
Finanzierungserträge [11] 13.299 10.482
Finanzierungsaufwendungen [11] -6.218 -6.161
Finanzergebnis, netto 7.081 4.321
Ergebnis vor Ertragsteuern 215.119 228.870
Ertragsteuern [12] -59.802 -63.675
Konzernüberschuss 155.317 165.195
davon auf Aktionäre der Software AG entfallend 154.974 164.875
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 343 320
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) [15] 2,09 2,23
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) [15] 2,09 2,23
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 73.979.889 73.978.520
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 73.979.889 73.980.884

Gesamtergebnisrechnung Für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

in TEUR Anhang 2019 2018
Konzernüberschuss 155.317 165.195
Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 32.494 11.557
Nettogewinn/(-verlust) aus der Absicherung des Cashflows 1.258 -6.472
Währungseffekte aus Nettoinvestitionsdarlehen in ausländische Geschäftsbetriebe -1.736 1.768
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 32.016 6.853
Nettogewinn / (-verlust) aus Eigenkapitalinstrumenten, die als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis designiert werden -1.514 -4.858
Anpassung aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen [28] -12.668 5.772
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -14.182 914
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen [29] 17.834 7.767
Gesamtergebnis 173.151 172.962
davon auf Aktionäre der Software AG entfallend 172.808 172.642
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 343 320

Konzernbilanz Zum 31. Dezember 2019 und 2018

Aktiva

in TEUR Anhang 2019 2018
Kurzfristige Vermögenswerte
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte [4] 4.795 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513.632 462.362
Sonstige finanzielle Vermögenswerte [16] 5.720 15.302
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen [17] 206.596 207.494
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte [18] 26.299 20.109
Ertragsteuererstattungsansprüche [19] 18.943 19.680
775.985 724.947
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte [20] 116.601 136.972
Geschäfts- oder Firmenwerte [20] 980.088 964.377
Sachanlagen [21] 103.977 71.023
Sonstige finanzielle Vermögenswerte [16] 17.078 19.563
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen [17] 96.544 68.675
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte [18] 3.024 2.924
Ertragsteuererstattungsansprüche [19] 10.835 9.416
Latente Steueransprüche [22] 11.955 10.007
1.340.102 1.282.957
Summe Vermögenswerte 2.116.087 2.007.904

Passiva

In TEUR Anhang 2019 2018
Kurzfristige Schulden
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten [4] 5.092 0
Finanzielle Verbindlichkeiten [23] 96.389 111.888
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten [24] 35.793 38.831
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten [25] 116.367 145.839
Sonstige Rückstellungen [26] 38.099 30.630
Ertragsteuerschulden [27] 35.569 37.953
Vertragsverbindlichkeiten/Passiver Abgrenzungsposten 140.893 123.276
468.202 488.417
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten [23] 200.225 201.432
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten [24] 90 3.245
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten [25] 1.343 266
Sonstige Rückstellungen [26] 7.360 10.320
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen [28] 47.963 34.621
Ertragsteuerschulden [27] 2.643 2.898
Latente Steuerschulden [22] 10.594 11.398
Vertragsverbindlichkeiten/Passiver Abgrenzungsposten 20.212 16.245
290.430 280.425
Eigenkapital [29]
Gezeichnetes Kapital der Software AG 74.000 74.000
Kapitalrücklage der Software AG 22.580 22.612
Gewinnrücklagen 1.302.257 1.201.689
Sonstige Rücklagen -41.304 -59.138
Eigene Aktien -757 -757
Aktionären der Software AG zurechenbarer Anteil 1.356.776 1.238.406
Nicht beherrschende Anteile 679 656
1.357.455 1.239.062
Summe Eigenkapital und Schulden 2.116.087 2.007.904

Kapitalflussrechnung [30] Für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

in TEUR 2019 2018
Konzernüberschuss 155.317 165.195
Ertragsteuern 59.802 63.675
Finanzergebnis -7.081 -4.321
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 47.451 32.069
Mittelabfluss für in bar ausgeglichene Ansprüche anteilsbasierter Vergütung mit Erfüllungswahlrecht -32 -53
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 5.304 -1.033
Veränderungen der Forderungen sowie anderer Aktiva -31.092 31.810
Veränderungen der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 973 -39.513
Gezahlte Ertragsteuern -65.685 -56.472
Gezahlte Zinsen -6.220 -6.779
Erhaltene Zinsen 13.299 10.480
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 172.036 195.058
Mittelzufluss aus dem Abgang von Sachanlagen / immateriellen Vermögenswerten 1.624 304
Investitionen in Sachanlagen / immaterielle Vermögenswerte -11.634 -10.222
Mittelzufluss aus dem Abgang von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 2.060 1.811
Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte -1.989 -2.836
Mittelzufluss aus dem Verkauf von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 809 271
Investitionen in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte -953 -994
Nettoauszahlungen für Akquisitionen -5.135 -46.693
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.218 -58.359
Verwendung eigener Aktien 0 88
Gezahlte Dividenden -52.846 -48.348
Ein- / Auszahlungen kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten -49.353 7.673
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -16.249 0
Aufnahme langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten 0 100.028
Tilgung langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten -5 -100.021
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -118.453 -40.580
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 38.365 96.119
Bewertungsbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.905 428
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 51.270 96.547
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 462.362 365.815
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 513.632 462.362

Entwicklung des Konzerneigenkapitals [29] Für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen
Im Umlauf befindliche Stammaktien
(Stücke)
Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Anpassung aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Eigenkapital zum 01.01.2018 73.976.239 76.400 22.715 1.172.853 -39.333 3.154
Gesamtergebnis 164.875 11.557 -11.330
Transaktionen mit Gesellschaftern
Dividendenzahlung -48.085
Ausgabe und Verwendung eigener Aktien 3.650 -103
Einzug eigener Aktien -2.400 -87.954
Transaktionen zwischen Gesellschaftern
Eigenkapital zum 31.12.2018 73.979.889 74.000 22.612 1.201.689 -27.776 -8.176
Übernahme von IFRS 16 -1.881
Eigenkapital zum 01.01.2019 73.979.889 74.000 22.612 1.199.808 -27.776 -8.176
Gesamtergebnis 154.974 32.494 -256
Transaktionen mit Gesellschaftern
Dividendenzahlung -52.526
Sonstige Veränderungen -32 1
Transaktionen zwischen Gesellschaftern
Eigenkapital zum 31.12.2019 73.979.889 74.000 22.580 1.302.257 4.718 -8.432
in TEUR Sonstige Rücklagen Eigene Aktien Aktionären der Software AG zurechenbarer Anteil Nicht beherrschende Anteile Insgesamt
Anpassung aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen Währungseffekte aus Nettoinvestitionsdarlehen in ausländische Geschäftsbetriebe
Eigenkapital zum 01.01.2018 -37.617 6.891 -91.249 1.113.814 599 1.114.413
Gesamtergebnis 5.772 1.768 172.642 320 172.962
Transaktionen mit Gesellschaftern
Dividendenzahlung -48.085 -263 -48.348
Ausgabe und Verwendung eigener Aktien 138 35 35
Einzug eigener Aktien 90.354 0 0
Transaktionen zwischen Gesellschaftern
Eigenkapital zum 31.12.2018 -31.845 8.659 -757 1.238.406 656 1.239.062
Übernahme von IFRS 16 -1.881 -1.881
Eigenkapital zum 01.01.2019 -31.845 8.659 -757 1.236.525 656 1.237.181
Gesamtergebnis -12.668 -1.736 172.808 343 173.151
Transaktionen mit Gesellschaftern
Dividendenzahlung -52.526 -320 -52.846
Sonstige Veränderungen -31 -31
Transaktionen zwischen Gesellschaftern
Eigenkapital zum 31.12.2019 -44.513 6.923 -757 1.356.776 679 1.357.455

Konzernanhang

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Allgemeine Grundsätze

[1] Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Software AG wird in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB), den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2019 anzuwendenden IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet.

Die Software AG ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Darmstadt und wird beim Amtsgericht Darmstadt unter der Handelsregisternummer HRB 1562 geführt. Sie ist oberstes Mutterunternehmen eines weltweit in den Geschäftsbereichen Softwareentwicklung, -lizenzierung, -wartung sowie IT-Dienstleistungen tätigen Konzerns. Die funktionale Währung der Software AG ist der Euro.

Der Vorstand der Software AG stellte den Konzernabschluss am 2. März 2020 auf. In seiner Sitzung vom 20. März 2020 befasst sich der Prüfungsausschuss der Software AG mit dem Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat billigt den Konzernabschluss in seiner Sitzung vom 20. März 2020.

Der Konzernabschluss der Software AG wird - soweit nicht anders angegeben - in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

[2] Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Software AG und alle von ihr beherrschten Unternehmen. Beherrschung besteht, wenn die Software AG Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihren Beteiligungen ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Zum Konzern der Software AG als Mutterunternehmen gehören folgende verbundene Unternehmen:

a) Inländische Gesellschaften Beteiligungsgrad
in %
Eigenkapital 1 31.12.2019
in TEUR
Ergebnis 1 2019
in TEUR
SAG Deutschland GmbH, Darmstadt, mit der ausländischen Tochtergesellschaft 100 22.478 5.275
• Alfabet Saudi Arabia LLC, Riad / Saudi-Arabien 95
an der auch die Software AG (Gulf) S.P.C. direkt Anteile hält 5 -175 -335
SAG Consulting Services GmbH, Darmstadt 100 149 272
SAG LVG mbH, Darmstadt mit der ausländischen Tochtergesellschaft 100 959 0
• Software Dutch License Company C.V., Al's-Gravenhage / Niederlande (liquidiert zum 29. März 2019) 99 -4 21
FACT Unternehmensberatung GmbH, Darmstadt mit der Tochtergesellschaft 100 700 361
• FACT Informationssysteme und Consulting AG, Neuss 55 1.508 761
itCampus Software- und Systemhaus GmbH, Leipzig 100 55 304
SAG Cloud GmbH, Darmstadt, mit den Tochtergesellschaften 100 365 -8
• Software AG Cloud Americas Inc., Wilmington (New Castle) / USA 100 260 57
• Software AG CLOUD APJ PTY LTD, North Sydney / Australien 100 14 0
Cumulocity GmbH, Düsseldorf 100 3.654 -3.601
b) Ausländische Gesellschaften Beteiligungsgrad
in %
Eigenkapital 1 31.12.2019
in TEUR
Ergebnis 1 2019
in TEUR
Software A.G. Argentina S.R.L., Buenos Aires / Argentinien 95
an der auch die SAG Deutschland GmbH direkt Anteile hält 5 2.981 927
Software AG Sydney PTY LTD, North Sydney / Australien 100 inaktiv 0 0
Software AG (Gulf) S.P.C., Manama / Bahrain, mit der Tochtergesellschaft 100 7.210 2.404
• Software AG International FZ-LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 95 2.442 526
an der auch die SAG Deutschland GmbH direkt Anteile hält 5
TrendMiner NV, Hasselt / Belgien mit den Tochtergesellschaften 100 -299 831
• TrendMiner B.V., BL Breda / Niederlande 100 -889 -347
• TrendMiner GmbH, Köln / Deutschland 100 223 368
• TrendMiner Inc., Houston, Texas / USA 100 -2.206 -525
IDS Scheer Sistemas de Processamento de Dados, Sao Paulo / Brasilien 100 50 -9
Software AG Development Center Bulgaria EOOD, Sofia / Bulgarien 100 2.875 698
Software AG China Ltd., Schanghai / China 100 -5.568 -1.123
Software AG (Hong Kong) Limited, Hongkong / China 100 -2.891 -148
Software AG Denmark A/S, Hvidovre / Dänemark, mit der Tochtergesellschaft 100 5.712 1.720
• Software AG Nordic A/S, Oslo / Norwegen 100 inaktiv 23 -5
Software AG Finland Oy, Helsinki / Finnland 100 1.512 856
Software AG France S.A.S, Paris La Défense Cedex / Frankreich 100 25.004 2.889
Software AG (UK) Limited, Derby / Großbritannien, mit den Tochtergesellschaften 100 49.354 15.331
• Software AG Belgium S.A., Watermael-Boitsfort / Belgien 76 6.404 1.974
an der auch die Software AG direkt Anteile hält 24
• PCB Systems Limited, Derby / Großbritannien 100 inaktiv 2.125 0
• SAG SALES CENTRE IRELAND LIMITED, Dublin / Irland 100 412 140
SGML Technologies Limited, Derby / Großbritannien 100 inaktiv 2.068 0
Software AG India Sales Private Ltd, Bangalore, Karnataka / Indien 100 3.373 313
Software AG (India) Private Limited, Bangalore / Indien 100 15 -4
PT SoftwareAG Indonesia Operations, Jakarta / Indonesien 99 1.229 1.084
an der auch die SAG Deutschland GmbH direkt Anteile hält 1
S.P.L. Software Ltd, OR-Yehuda / Israel, mit der Tochtergesellschaft 100 79.048 8.536
• Software A.G. (Israel) Ltd, OR-Yehuda / Israel 100 22.263 2.040
Software AG Italia S.p.A, Mailand / Italien 100 700 -782
SAG Software AG Luxembourg S.A., Capellen, Luxemburg 100 500 125

1 Die angegebenen Werte basieren auf unkonsolidierten IFRS-Werten. Die Umrechnung in Euro erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, für das Ergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs.

b) Ausländische Gesellschaften Beteiligungsgrad
in %
Eigenkapital 1 31.12.2019
in TEUR
Ergebnis 1 2019
in TEUR
Software AG Nederland B.V., Den Haag / Niederlande 100 12.665 2.657
Software GmbH Österreich, Wien / Österreich 100 6.777 857
Software AG (Philippines), Inc., Makati / Philippinen 100 673 71
Software AG Polska Sp. z o.o., Warschau / Polen 100 5.543 2.244
Limited Liability Company Software AG (RUS), Moskau / Russland 100 1.904 830
IDS Scheer Saudi Arabia LLC, Riad / Saudi-Arabien (liquidiert zum 7. März 2019) 95 0 0
an der auch die SAG Software Systems AG direkt Anteile hält 5
Software AG Sweden AB, Kista / Schweden 100 2.917 1.071
SAG Software Systems AG, Zürich / Schweiz 100 1.329 1.127
Software AG (Singapore) Pte LTD, Singapur / Singapur 100 9.629 1.013
Software AG Development Centre Slovakia s.r.o., Kosice / Slowakei 100 452 108
Software AG Espana, S.A. Unipersonal, Tres Cantos, Madrid / Spanien, mit den Tochtergesellschaften 100 71.654 9.934
• Software AG Espana Consulting SL, Tres Cantos, Madrid / Spanien (Neugründung am 2. Dezember 2019) 100 3 0
• Software AG Brasil Informática e Servicos Ltda, Sao Paulo/SP / Brasilien 100 17.826 300
• Software AG Factoria S.A., Santiago de Chile / Chile 100 -1 -1
• Software AG De Panamá, S.A., Corregimiento de Pueblo Nuevo / Panama, und der Tochtergesellschaft 100 -722 -12
• Software AG De Costa Rica, S.A., San Jose / Costa Rica 100 35 -10
• Software AG (Portugal) Alta Tecnologia Informática, Ltd., Lissabon / Portugal 97 1.908 302
an der auch die Software AG direkt Anteile hält 3
• Software AG De Puerto Rico, Inc., San Juan / Puerto Rico 100 944 137
• A. Zancani & Asociados, C.A., Chacao Caracas / Venezuela 100 inaktiv 0 0
• Software AG Venezuela, C.A., Caracas / Venezuela 100 1 0
Software AG South Africa (Pty) Ltd, Bryanston / Südafrika 100 6.417 5.126
Software AG Bilgi Sistemleri Ticaret A.S., Istanbul / Türkei 100 1.082 -311
Software AG, Inc., Reston, VA / USA, mit den Tochtergesellschaften 100 400.814 84.009
• Software AG (Canada) Inc., Kitchener, Ontario / Kanada 100 16.582 6.741
• Software AG, S.A. de C.V. (Mexico), Distrito Federal / Mexiko 100 2.809 1.007
• Operadora JackBe Mexico, Mexiko-Stadt / Mexiko 100 478 -3
• Software AG USA, Inc., Reston, VA / USA, und den Tochtergesellschaften 100 582.968 109.747
• Software AG Australia (Holdings) Pty. Ltd., North Sydney / Australien, und der Tochtergesellschaft 100 -16.944 -2.075
• Software AG Australia Pty. Ltd., North Sydney / Australien 100 69.024 6.832
• Software AG Bangalore Technologies Private Ltd., Derarabisanahalli Bangalore / Indien 100 10.145 4.901
b) Ausländische Gesellschaften Beteiligungsgrad
in %
Eigenkapital 1 31.12.2019
in TEUR
Ergebnis 1 2019
in TEUR
• Software AG Chennai Development Center India Pvt. Ltd, Chennai / Indien 100 2.252 441
• Terracotta Software India Pvt. Ltd., Bangalore, Karnataka / Indien 100 inaktiv 129 4
• Software AG Kochi Pvt. Ltd., Bangalore, Karnataka / Indien 98
an der auch die Software AG, Inc. direkt Anteile hält 2 278 11
• Software AG Ltd. Japan, Minato-ku, Tokio / Japan 100 3.130 1.692
• Software AG Operations Malaysia Sdn Bhd., Selangor / Malaysia 100 2.193 -197
• Software AG Korea Co., Ltd., Seoul / Südkorea 100 1.801 298
• Software AG Distribution LLC, Reston, VA / USA 100 5.384 55.447
• Software AG Government Solutions, Inc., Herndon, VA / USA 100 44.926 9.658

1 Die angegebenen Werte basieren auf unkonsolidierten IFRS-Werten. Die Umrechnung in Euro erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, für das Ergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis veränderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 wie folgt:

Inland Ausland Insgesamt
31.12.2018 10 71 81
Zugänge 0 1 1
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 0 5 5
31.12.2019 10 67 77

Die Abgänge resultieren aus der Verschmelzung von zwei konsolidierten Unternehmen sowie der Liquidation von drei Gesellschaften. Bei dem Zugang handelt es sich um die Gründung der SAG Espana Consulting in Tres Cantos, Spanien. Die Veränderung des Konsolidierungskreises hat die Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht wesentlich beeinflusst.

[3] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Verwendung von Schätzwerten

Im Konzernabschluss werden in einigen Fällen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die getroffenen Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten. Sie werden laufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen im Bereich der Umsatzrealisierung, Bilanzierung anteilsbasierter Vergütung, Bilanzierung von Akquisitionen, der Folgebilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten, Bewertung von Pensionsverpflichtungen, Beurteilung von Rechtsrisiken, Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bilanzierung von Ertragsteuern sowie latenter Steuern.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen, den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2019) aufgestellt. Für die bei der Kapitalkonsolidierung angewandte Methode der Erstkonsolidierung wurde bei den selbst gegründeten Gesellschaften auf die jeweiligen Gründungszeitpunkte abgestellt. Die erstmalige Einbeziehung erworbener Gesellschaften erfolgt zum Zeitpunkt, zu dem die Software AG die Beherrschung erlangt. Veränderungen des Beteiligungsgrads (Ownership Interest), die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst.

Die Bewertung der zuvor nach der handelsrechtlichen Bilanzierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt seit der Umstellung auf die IFRS-Bilanzierung am 1. Januar 2003 nach den Regelungen des IAS 36.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden herausgerechnet, sofern sie nicht durch Leistungen an Dritte realisiert wurden. Nicht beherrschende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von dem auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallenden Anteil ausgewiesen.

Unternehmenszusammenschlüsse

Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode abgebildet. Die Software AG entscheidet für jede Transaktion, ob sie den nicht beherrschenden Anteil am erworbenen Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert oder mit dem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen bewertet.

Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung anhand der modifizierten Stichtagsmethode gemäß IAS 21 umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in organisatorischer, finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht eigenständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung.

Aufwendungen und Erträge werden zu Monatsdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen in Euro umgerechnet.

Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und in einer separaten Spalte der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein aus Wechselkursänderungen resultierender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Währungsumrechnungsdifferenz ausgewiesen.

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs bewertet. Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und -verluste sind erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Ausgenommen hiervon sind Umrechnungsdifferenzen langfristiger, konzerninterner monetärer Positionen, die Teil einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft darstellen. Diese werden erfolgsneutral in den sonstigen Rücklagen innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Die Software AG berücksichtigt Venezuela - und seit 2018 Argentinien - als Hochinflationsländer im Sinne des IAS 29. Die Effekte hieraus sind für den Konzernabschluss unwesentlich.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zum Euro gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

Stichtagskurs

1 EUR 31.12.2019 31.12.2018 Veränderung der Fremdwährung
in %
US-Dollar 1,1234 1,1450 1,9 %
Brasilianischer Real 4,5157 4,4440 -1,6 %
Britisches Pfund 0,8508 0,8945 4,9 %
Australischer Dollar 1,5995 1,6220 1,4 %
Israelischer Schekel 3,8845 4,2972 9,6 %
Südafrikanischer Rand 15,7773 16,4594 4,1 %
Kanadischer Dollar 1,4598 1,5605 6,5 %

Durchschnittskurs

1 EUR 31.12.2019 31.12.2018 Veränderung der Fremdwährung
in %
US-Dollar 1,1196 1,1815 5,2 %
Brasilianischer Real 4,4135 4,3087 -2,4 %
Britisches Pfund 0,8773 0,8847 0,8 %
Australischer Dollar 1,6106 1,5799 -1,9 %
Israelischer Schekel 3,9908 4,2438 6,0 %
Südafrikanischer Rand 16,1731 15,6134 -3,6 %
Kanadischer Dollar 1,4857 1,5302 2,9 %

Umsatzerlöse

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Umsatzerlöserfassung sind wie folgt:

Klassen von Umsatzerlösen

Die Umsatzerlöse der Software AG beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter oder zeitlich unbegrenzter Softwarelizenzen, Erlöse aus Software-as-a-Service(SaaS)-Angeboten, Wartungserlöse und Erlöse aus Dienstleistungen. Bei SaaS-Angeboten hat der Kunde nicht das Recht, den Hosting-Vertrag zu kündigen und die Software in Besitz zu nehmen, um sie entweder auf seiner eigenen IT-Infrastruktur zu betreiben oder einen anderen Hosting-Anbieter als die Software AG mit dem Hosting und Management der Software zu beauftragen. Diese Klassen von Umsatzerlösen spiegeln auch den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen wider.

Identifizierung des Vertrags

Ein Vertrag ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien, die durchsetzbare Rechte und Pflichten schafft und festlegt, dass die Durchsetzbarkeit eine Frage des Rechts ist. Die Software AG trifft ausschließlich schriftliche Vereinbarungen. Die Vereinbarung muss von beiden Parteien in der Berichtsperiode unterzeichnet werden, um die Erlöse in dieser Berichtsperiode erfassen zu können. Erlöse aus einem danach unterschriebenen Vertrag werden in der Periode erfasst, in der er unterschrieben wurde.

Ein Vertrag, der ein Kündigungsrecht des Kunden und keine damit verbundenen wesentlichen für den Kunden nachteiligen Zahlungen vorsieht, wird für Zwecke der Erlöserfassung nur für den Zeitraum berücksichtigt, der nicht dem Kündigungsrecht unterliegt.

Bei Geschäften mit Resellern besteht ein Vertrag nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass ein Vertrag zwischen dem Reseller und dem Endkunden besteht (Endkundenvertrag) und alle anderen Kriterien zur Erlöserfassung erfüllt sind.

Identifizierung der Leistungsverpflichtungen

Die Kundenverträge der Software AG enthalten oft verschiedene Produkte und Dienstleistungen. In der Regel sind die im vorangegangenen Abschnitt "Klassen von Umsatzerlösen" dargestellten Produkte und Dienstleistungen als separate Leistungsverpflichtungen einzustufen. Der ihnen zugeordnete Teil des Vertragspreises wird separat erfasst. Die Bestimmung, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung als separate Leistungsverpflichtung betrachtet wird, ist jedoch mit Ermessensausübungen verbunden.

Beim Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen räumt die Software AG ihren Kunden teilweise Optionen zum Erwerb zusätzlicher Produkte oder Dienstleistungen ein. Bei der Bestimmung, ob solche Optionen dem Kunden ein wesentliches Recht gewähren, das dieser ohne den Abschluss dieses Vertrags nicht erhalten würde, übt das Unternehmen Ermessen aus. Bei dieser Beurteilung wird berücksichtigt, ob die Optionen dem Kunden das Recht auf einen Rabatt einräumen, der über dem Rabatt liegt, der für die entsprechenden zusammen mit der Option verkauften Produkte oder Dienstleistungen gewährt wird.

Bestimmung des Transaktionspreises

Bei der Bestimmung der Gegenleistung, die die Software AG im Austausch für die Übertragung der zugesagten Produkte oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird, übt das Unternehmen Ermessen aus. Dies schließt Schätzungen ein, ob und in welchem Umfang dem Kunden nachträgliche Zugeständnisse oder Zahlungen gewährt werden und ob der Kunde die vertraglich vereinbarten Entgelte den Erwartungen entsprechend zahlen wird. Bei dieser Ermessensausübung berücksichtigt die Gesellschaft vor allem ihre bisherigen Erfahrungen mit dem entsprechenden oder vergleichbaren Kunden. Diese Schätzungen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Grundsätzlich enthalten die Verträge der Software AG keine variable Gegenleistung. Im Einzelfall kann es jedoch zu nachträglichen Anpassungen des Transaktionspreises kommen, die zum Zeitpunkt der Anpassungen als Umsatzkorrektur zu erfassen sind.

In einigen Fällen enthalten die Verträge signifikante Finanzierungskomponenten. Die Software AG bilanziert Finanzierungskomponenten, sofern die Zeitspanne zwischen der Übertragung der zugesagten Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden und der Bezahlung dieser Produkte oder Dienstleistungen durch den Kunden mindestens ein Jahr beträgt.

Aufteilung des Transaktionspreises

Der Transaktionspreis wird grundsätzlich anhand der Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen des Kundenvertrags verteilt. Zeitlich unbegrenzte Softwarelizenzen werden häufig kombiniert mit Wartung und Dienstleistungen verkauft. In diesem Fall von Mehrkomponentenverträgen werden Umsätze auf Basis der einzeln identifizierbaren Vertragskomponenten realisiert. Da für Softwarelizenzen keine verlässlichen Einzelveräußerungspreise bestimmt werden können, erfolgt die Aufteilung des Umsatzes auf die einzelnen Umsatzarten nach der Residualmethode. Dabei werden zuerst alle bestimmbaren Einzelveräußerungspreise vom Gesamtvertragswert abgezogen und der verbleibende Betrag auf die Softwarelizenzen anhand der Listenpreise verteilt.

Zeitlich befristete Softwarelizenzen werden regelmäßig kombiniert mit Wartungsleistungen verkauft. Die beiden Leistungsverpflichtungen sind regelmäßig untrennbar miteinander verbunden (sogenannte Subskriptionen). Bei der Aufteilung des Transaktionspreises übt das Unternehmen Ermessen aus. Die Aufteilung des Transaktionspreises orientiert sich an der Aufteilung des Transaktionspreises bei zeitlich unbefristeten Softwarelizenzen. Die durchschnittliche Laufzeit dieser Subskriptionsverträge wird geschätzt und beträgt aktuell drei Jahre.

Realisierung von Umsatzerlösen

Erlöse aus SaaS-Angeboten erfasst die Software AG nach der abgelaufenen Zeit über den Zeitraum, in dem entsprechende Leistungen erbracht werden.

Softwarelizenzerlöse werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem den Kunden Zugriff auf die Software eingeräumt wurde, wobei der Lizenzzeitraum mit der Einräumung des Zugriffs beginnt. Die Software AG erfasst die Erlöse für diese On-Premise-Lizenzen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde Zugriff auf und somit Verfügungsgewalt über die Software erhalten hat. Bei der Entscheidung, dass die Softwareangebote dem Kunden ein Recht auf Nutzung des geistigen Eigentums und nicht ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum einräumen, hat die Gesellschaft die Nützlichkeit ihrer Software für den Kunden -ohne nachfolgende Updates - berücksichtigt.

Wartungserlöse werden ratierlich über die Laufzeit des Wartungsvertrags erfasst.

Dienstleistungen, die auf Basis der geleisteten Stunden abgerechnet werden, werden in Abhängigkeit von den durch die Software AG-Gesellschaften erbrachten Leistungen realisiert. Umsatzerlöse und Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage of Completion, PoC), wenn durch die Leistung der Software AG ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die Software AG aufweist, und die Software AG einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen hat. Falls durch die Leistung der Software AG bei einem Festpreisvertrag ein Vermögenswert erstellt oder verbessert wird und der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert innehat, wird ebenfalls die PoC-Methode der Umsatzlegung angewendet. Der Fertigstellungsgrad eines Auftrags wird anhand des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten Gesamtauftragskosten bestimmt. Hierfür werden die Kosten teilweise anhand der angefallenen Beraterstunden bzw. Beratertage geschätzt.

Die Verträge der Software AG enthalten grundsätzlich keine Rücknahme-, Erstattungs- und ähnliche Verpflichtungen.

Inkrementelle Kosten bei der Auftragserlangung

Die Vermögenswerte, die die Software AG als Kosten für die Erlangung eines Kundenvertrags aktiviert, bestehen vorwiegend aus Verkaufsprovisionen für ihre Vertriebsmitarbeiter. Die Vermögenswerte werden linear über die erwartete Dauer der Verträge abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume bewegen sich zwischen 2,5 und 4,5 Jahren. Die Abschreibung der aktivierten Kosten für die Auftragserlangung ist in den Vertriebsaufwendungen enthalten.

Die Software AG erfasst die inkrementellen Kosten der Auftragserlangung zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand, wenn sie davon ausgeht, dass der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Herstellkosten

Die Herstellkosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung. Im Einzelnen enthalten die Herstellkosten den Aufträgen direkt zurechenbare Einzelkosten sowie fixe bzw. variable Gemeinkosten.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst.

Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich.

Vertriebsaufwendungen

In den Vertriebsaufwendungen sind Personal- und Sachkosten, Abschreibungen des Vertriebsbereichs sowie Kosten für Marketing und Werbung enthalten.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen des Verwaltungsbereichs.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur realisiert, sofern eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen der Software AG zufließen. Dies ist regelmäßig erst mit dem Erhalt der Zahlung gewährleistet. Die Zuwendungen werden in den sonstigen Erträgen ausgewiesen.

Sofern Darlehen der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz gewährt werden, wird der Zinsvorteil als Unterschiedsbetrag zwischen dem ursprünglichen Buchwert des Darlehens, der gemäß IFRS 9 ermittelt wurde, und den erhaltenen Zahlungen bewertet. Der Zinsvorteil wird in den sonstigen Erträgen ausgewiesen, sobald alle Bedingungen für die Realisierung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfüllt sind.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 sowie im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Aktienbasierte Vergütung

Nach IFRS 2 wird bei der aktienbasierten Vergütung grundsätzlich zwischen Transaktionen mit Barausgleich und solchen mit Eigenkapitalabgeltung unterschieden. Für beide Instrumente wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Dieser wird dann als Vergütungsaufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Zusagen mit Barausgleich werden bis zur Begleichung der Zusage zu jedem Abschlussstichtag neu zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derzeit bestehen keine Rechte mit möglicher Eigenkapitalabgeltung.

Sofern die Software AG ein Wahlrecht hat, die Zusagen entweder durch Barzahlung oder durch Hingabe von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien) zu erfüllen, bilanziert die Software AG die Zusage als Transaktion mit Eigenkapitalabgeltung, sofern keine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich vorliegt.

Nichtderivative finanzielle Vermögenswerte

Die Software AG bilanziert nichtderivative finanzielle Vermögenswerte zu dem Zeitpunkt, zu dem sie ein vertragliches Recht auf den Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten eines anderen Unternehmens hat. Marktübliche Käufe oder Verkäufe werden zum beizulegenden Zeitwert am Valutatag bilanziert.

Die Folgebewertung richtet sich nach der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien:

a) Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)

b) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)

c) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI)

Die sich im Bestand der Software AG befindlichen Eigenkapitaltitel wurden als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis" klassifiziert. Grundsätzlich nutzt die Software AG die Option, für jeden neuen Eigenkapitaltitel eine individuelle Entscheidung über die Klassifizierung in "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis" oder "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" vornehmen zu können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Klassifizierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt anhand des Geschäftsmodells ("hold to collect" versus "hold to sell"). Forderungen, für die ein Verkauf nicht beabsichtigt ist bzw. nicht infrage kommt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen, die für einen Verkauf zur Verfügung stehen ("hold to collect and sell"), werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern die Abweichungen gegenüber einer Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten wesentlich sind. Soweit die Abweichungen jedoch unwesentlich sind, werden auch die Forderungen, die für einen Verkauf zur Verfügung stehen ("hold to collect and sell"), der Bewertungskategorie "finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet.

Die Software AG wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell auf Basis einer Wertminderungsmatrix an. Diese Wertminderungsmatrix basiert im Wesentlichen auf historischen Erfahrungen mit Kreditverlusten sowie aktuellen Daten überfälliger Forderungen.

Ausstehende Forderungen werden darüber hinausgehend kontinuierlich auf lokaler und zentraler Ebene dahingehend überwacht, inwieweit objektive Hinweise vorliegen, dass die entsprechenden Forderungen in ihrer Bonität beeinträchtigt sind. Sofern die Software AG auf dieser Basis zu der Annahme kommt, dass die Realisierung als unwahrscheinlich anzunehmen ist, werden die entsprechenden Forderungen über die Werte gemäß Wertminderungsmatrix hinaus teilweise oder vollständig abgeschrieben.

Derivative Finanzinstrumente

Sofern es sich bei den derivativen Finanzinstrumenten gemäß IAS 32 um finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Schulden handelt, erfolgt der Ansatz zum Marktwert. Instrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, klassifiziert das Unternehmen als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert". Für diese Instrumente werden Marktwertveränderungen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Sofern die Voraussetzungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 erfüllt sind, wird das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument designiert und entsprechend den Vorschriften des IFRS 9 für Sicherungsbeziehungen bilanziert.

Dementsprechend wird im Rahmen der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) der effektive Teil der Marktwertänderungen derivativer Instrumente erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Umbuchung der im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Geschäftsjahren, in denen das Grundgeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst.

Es wurden keine Absicherungen von beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Hedges) bilanziert.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert (einschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Die Software AG hat ihre vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder ist eine vertragliche

Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer sogenannten Durchleitungsvereinbarung eingegangen. Dabei müssen entweder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder aber die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.

Sofern die Software AG vertragliche Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet sie, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihr verbleiben. Im Rahmen der Übertragung bzw. dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zur Beurteilung der verbundenen Chancen und Risiken im Wesentlichen auf das mit den Forderungen verbundene Bonitätsrisiko abgestellt. Wenn die Software AG im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst sie den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang ihres anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst die Software AG auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die die Software AG behalten hat, Rechnung getragen wird.

Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten

Die Software AG klassifiziert nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9 in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert".

Die Folgebewertung für "zu fortgeführten Anschaffungskosten" klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle Kassenbestände, Bankguthaben und Festgelder mit Laufzeiten bis zu drei Monaten sowie kurzfristige, äußerst liquide Wertpapiere des Umlaufvermögens, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit sie eine bestimmbare wirtschaftliche Nutzungsdauer haben, zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauer bzw. Abschreibungsmethoden für die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte sind wie folgt:

Abschreibungsdauer in Jahren Abschreibungsmethode
Erworbene Software 5 - 12,5 linear
Erworbener Kundenstamm 5 - 17 linear
Erworbener Auftragsbestand - nach Abarbeitung

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Mindestens einmal jährlich werden die immateriellen Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer auf mögliche Wertminderungen überprüft. Darüber hinaus wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, sofern ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen nicht der planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich (zum 31. Dezember) auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle von Wertminderungen auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Darüber hinaus wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, sofern ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Jeglicher Wertminderungsaufwand wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und darf in der Folgeperiode nicht mehr aufgeholt werden.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen angesetzt. Bei Veräußerung oder Verschrottung von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis, einschließlich eventueller Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähiger Erwerbsteuern, sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den für seine vorgesehene Verwendung betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Nachträgliche Ausgaben für Sachanlagen werden nur dann aktiviert, wenn der Zustand des Vermögenswertes durch die Ausgaben über seine ursprünglich veranschlagte Ertragskraft hinaus verbessert wird.

Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf in der Regel nach der linearen Methode vorgenommen:

Jahre
Gebäude 25 - 50
Einbauten in Gebäude/Mietereinbauten 5 - 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13
Computer und Zubehör 1 - 7

Nutzungsrechte (right-of-use assets) werden über den kleineren Zeitraum von wirtschaftlicher Nutzungsdauer und Leasinglaufzeit abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden periodisch überprüft, um sicherzustellen, dass sie mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsverlauf in Einklang stehen.

Anlagen im Bau werden zu den Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf diese Positionen erfolgen erst ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Wertminderung immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen

Sobald Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen vorliegen, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt und, sofern notwendig, eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und dem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden. Soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung.

Wertminderungen werden innerhalb der Kosten des jeweiligen Funktionsbereichs bzw. in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse sind Vereinbarungen, bei denen der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Recht auf Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum und gegen Zahlung eines Entgelts überträgt.

Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert die Software AG als Leasingnehmer für Leasingverhältnisse Nutzungsrechte (right-of-use assets) an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen.

Hierzu werden zu Nutzungsbeginn alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und als Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst.

Leasingzahlungen sind alle fixen Zahlungen, reduziert um künftige Anreizzahlungen des Leasinggebers.

Darüber hinaus werden angesetzt:

variable Zahlungen, die an eine Rate oder einen Index gekoppelt sind

erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien

Zahlungen für die Ausübung von hinreichend sicheren Kauf- und Kündigungsoptionen

Zahlungen für Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen angenommener Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird

Die Zahlungsreihe wird mit dem adäquaten Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingverhältnisses abgezinst, da der implizite Zins des Leasingverhältnisses regelmäßig nicht bekannt ist. Alle übrigen variablen Zahlungen werden als Aufwand erfasst.

Im Rahmen der Bestimmung der Leasinglaufzeit werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von bestehenden Optionen bieten. Die unterstellte Laufzeit umfasst daher auch Perioden, die von Verlängerungsoptionen abgedeckt sind, wenn mit einer hinreichenden Sicherheit von einer Ausübung ausgegangen wird. Eine Änderung der Laufzeit wird berücksichtigt, wenn eine Änderung hinsichtlich der hinreichenden sicheren Ausübung bzw. Nichtausübung einer bestehenden Option eintritt.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und denjenigen in der Konzernbilanz gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist.

Die latenten Steuern werden auf Basis derjenigen Steuersätze ermittelt, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden.

Latente Steuererstattungsansprüche und -schulden werden nicht abgezinst; die Buchwerte der ausgewiesenen Ansprüche und Verpflichtungen werden regelmäßig überprüft und, soweit erforderlich, angepasst.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schätzungen.

Sofern der Abzinsungseffekt wesentlich ist, erfolgt der Ansatz der Rückstellung in Höhe des Barwertes der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Barwert der Versorgungsverpflichtungen für leistungsorientierte Versorgungspläne sowie der daraus resultierende Aufwand werden versicherungsmathematisch nach dem in IAS 19 (überarbeitet 2011, IAS 19 R) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden, außer den am Bilanzstichtag bekannten Renten, auch erwartete zukünftige Steigerungen der Renten und Gehälter berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen werden in Höhe des vollen Anwartschaftsbarwertes abzüglich des Marktwertes der Rückdeckungsansprüche gegenüber Lebensversicherungen, soweit diese verpfändet und somit dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, bzw. abzüglich des Marktwertes der zur Abdeckung der Pensionsansprüche vorgesehenen Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ergebnisse aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, dem Ertrag aus Planvermögen und den Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenze abzüglich jeweils der bereits in den Nettozinsen berücksichtigten Beträge zusammen.

Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden als Aufwand im laufenden Ergebnis erfasst, wenn die Arbeitnehmer die vereinbarte Arbeitsleistung erbracht haben.

Vertragsverbindlichkeiten/ Passiver Abgrenzungsposten

Der passive Abgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen von Kunden auf in zukünftigen Perioden zu erbringende Wartungs- sowie Software-as-a-Service(SaaS)-Leistungen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt in der Periode, in der die Leistung erbracht wird.

Eigene Anteile

Der für eigene Aktien gezahlte Betrag einschließlich der direkt zurechenbaren Kosten wird vom Eigenkapital abgezogen. Die eigenen Aktien werden als separater Posten im Eigenkapital unter "eigene Aktien" ausgewiesen.

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Am 1. Januar 2019 hat die Software AG IFRS 16 (Leasingverhältnisse) unter Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes eingeführt. Damit erfasst die Software AG den kumulierten Effekt aus der erstmaligen Anwendung des Standards als Anpassung des Eröffnungsbestands der Gewinnrücklagen zum Zeitpunkt der Erstanwendung. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Auswirkungen aus der Anwendung des neuen Standards ergaben sich auf die Bilanzierung von Miet- bzw. Leasingverhältnissen, bei denen die Software AG Leasingnehmer ist, da nach IFRS 16 grundsätzlich alle Miet- bzw. Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer bilanziert einen Vermögenswert, der sein Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung, Miet- bzw. Leasingzahlungen zu leisten, widerspiegelt. Die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Miet- bzw. Leasingverhältnissen hat sich entsprechend geändert. Zum einen wird Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht und zum anderen werden Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten erfasst. Diese Änderungen gelten für Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die zuvor nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert waren. Die Software AG hat von den im Standard vorgesehenen Ausnahmeregelungen zur Nichtaktivierung von kurzfristigen Leasingverhältnissen und von Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte Gebrauch gemacht.

Die Anpassungen an den Eröffnungsbeständen ergeben sich aus der Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 und waren wie folgt:

Sachanlagen: Anstieg um 36.460 Tausend Euro

Latente Steueransprüche: Anstieg um 8.165 Tausend Euro

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung und sonstige Verbindlichkeiten: Rückgang um 2.474 Tausend Euro

Finanzielle Verbindlichkeiten: Anstieg um 41.062 Tausend Euro

Latente Steuerschulden: Anstieg um 7.918 Tausend Euro

Der Nettoeffekt auf die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 war ein Rückgang um 1.881 Tausend Euro. Die Überleitung zu den Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 per 1. Januar 2019 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen nach IAS 17 zum 31. Dezember 2018 46.160 1
Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse / Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten -1.500
Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen (undiskontiert) 44.660
Effekt aus der Abzinsung -3.598
Buchwert der Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 zum 1. Januar 2019 41.062

1 Der im Geschäftsbericht 2018 angegebene Betrag für vertraglich vereinbarte Mindestzahlungen in Höhe von 59.175 Tausend Euro wurde angepasst, da dieser unter anderem Zahlungen für NichtLeasingkomponenten enthielt.

Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz beträgt 4,75 Prozent.

Darüber hinaus hat die Software AG noch IFRIC 23 sowie die "Amendments" zu IAS 19, IAS 28 und IFRS 9 übernommen. Diese hatten aber keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat verschiedene Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung jedoch noch nicht verpflichtend ist und die von der Software AG auch nicht vorzeitig für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 angewandt wurden. Aus diesen zukünftigen Änderungen erwartet die Software AG jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

[4] Nicht fortgeführtes Geschäft / Veräußerungsgruppen

Zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Schulden

Am 14. Januar 2020 gaben Software AG und Babel Tenedora de Participaciones, S.L bekannt, dass sie eine Vereinbarung über einen Zusammenschluss des Software AG-Servicegeschäfts der Software AG Espana unter der Leitung von Babel unterzeichnet haben. Da der Verkauf des Servicegeschäfts der Software AG Espana bereits im Dezember 2019 als höchstwahrscheinlich angenommen wurde, wurden die abgehenden Vermögenswerte und Schulden bereits per 31. Dezember 2019 in eine Veräußerungsgruppe umgegliedert. Der Ansatz der entsprechenden Vermögenswerte und Schulden erfolgte gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2019 nicht mehr mit ihren Buchwerten, sondern mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten.

Die Werte der Veräußerungsgruppe zum 31. Dezember 2019 sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

in TEUR Buchwert vor Neubewertung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 9.362
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 64
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 30
Sachanlagen 376
Latente Steueransprüche 128
Vermögen der Veräußerungsgruppe 9.960
Finanzielle Verbindlichkeiten 101
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.178
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 2.807
Sonstige Rückstellungen 6
Schulden der Veräußerungsgruppe 5.092
Summe Vermögen abzüglich Schulden der Veräußerungsgruppe 4.868
Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten -5.165
Beizulegender Zeitwert der Veräußerungsgruppe abzüglich Veräußerungskosten -297

Der Übergang des Servicegeschäfts der Software AG España auf Babel erfolgt voraussichtlich im Sommer 2020. Die Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe in Höhe von 5.165 Tausend Euro wurden unter den sonstigen Aufwendungen (siehe Textziffer [10]) ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[5] Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach Segmenten und Regionen sind im Segmentbericht unter Textziffer [31] dargestellt. Alle dargestellten Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus Verträgen mit Kunden. In den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2019 sind 131.962 (Vj. 123.935) Tausend Euro Erlöse enthalten, die zu Beginn der Periode im Saldo der als passiver Abgrenzungsposten ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. Der den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordnete Transaktionspreis zum 31. Dezember 2019 beträgt 559.303 (Vj. 585.170) Tausend Euro.

Die Software AG rechnet mit einer Erfassung der entsprechenden Erlöse über die folgenden Zeiträume:

in TEUR 2020 2021 2022 -2025
Voraussichtlich zu erfassende Erlöse 332.367 92.860 134.076

[6] Herstellkosten

Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr setzten sich die Herstellkosten wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Personalaufwand 156.637 153.805
Sonstige Herstellkosten 38.235 33.288
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 8.223 7.872
203.095 194.965

[7] Vertriebsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr setzten sich die Vertriebsaufwendungen wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Personalaufwand 207.025 193.116
Sonstige Vertriebsaufwendungen 23.818 21.247
Sonstige Marketingaufwendungen 20.492 17.081
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 13.677 13.277
265.012 244.721

[8] Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr setzten sich die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Personalaufwand 72.851 71.335
Sonstige Verwaltungsaufwendungen 1.916 2.617
74.767 73.952

[9] Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten folgende Positionen:

in TEUR 2019 2018
Wechselkursgewinne 9.980 12.271
Erträge aus der nachträglichen Anpassung der Kaufpreisallokation der TrendMiner N.V. 2.609 0
Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von zinsbegünstigten Darlehen 1.639 3.843
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Verbindlichkeiten 0 49
Übrige sonstige Erträge 872 0
15.100 16.163

[10] Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen resultieren aus folgenden Positionen:

in TEUR 2019 2018
Wechselkursverluste 8.449 11.337
Aufwendungen aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen der Veräußerungsgruppe 5.165 0
Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten 2.900 0
Übrige sonstige Aufwendungen 207 883
16.721 12.220

[11] Finanzergebnis

Der Finanzertrag enthält Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 11.484 (Vj. 9.704) Tausend Euro. Im Finanzaufwand sind Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 3.219 (Vj. 3.710) Tausend Euro enthalten.

[12] Ertragsteuern

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern des Konzerns wie folgt:

in TEUR 2019 2018
Laufende Steuern - Inland -12.699 -13.677
Laufende Steuern - Ausland -46.547 -44.640
-59.246 -58.317
Latente Steuern - Inland -2.517 -3.124
Latente Steuern - Ausland 1.961 -2.234
-556 -5.358
-59.802 -63.675

Im Inland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich für den deutschen Organkreis im Geschäftsjahr 2019 ein Ertragsteuersatz von 31,83 (Vj. 31,83) Prozent. Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 10 und 37,5 (Vj. zwischen 10 und 39) Prozent.

Der Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 59.802 (Vj. 63.675) Tausend Euro ist um 8.670 Tausend Euro niedriger als der erwartete Ertragsteueraufwand in Höhe von 68.472 (Vj. 72.850) Tausend Euro, der sich bei Anwendung des gültigen inländischen Steuersatzes von 31,83 (Vj. 31,83) Prozent auf Konzernebene ergibt. Der effektive Steuersatz im Konzern für Ertragsteuern beträgt 27,80 (Vj. 27,82) Prozent.

Der Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

in TEUR 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 215.119 228.870
Erwartete Ertragsteuern (31,83 %; Vj. 31,83 %) -68.473 -72.850
Unterschied zu ausländischen Steuersätzen und Änderung von Steuersätzen 13.652 12.340
Aperiodische Ertragsteuereffekte 2.854 5.851
Steuermehrungen aufgrund steuerfreier Erträge bzw. steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -7.838 -4.232
Korrektur steuerlicher Verlustvorträge und Veränderung Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 110 -85
Nicht abzugsfähige oder anwendbare ausländische Steuer und Quellensteuer -104 -4.638
Sonstige Abweichungen -3 -61
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand -59.802 -63.675

Die aperiodischen Steuereffekte in Höhe von 2.854 Tausend Euro enthalten aperiodische latente Ertragsteuereffekte in Höhe von 1.845 Tausend Euro.

Die latenten Steueraufwendungen in Höhe von 556 Tausend Euro beinhalten Steuererträge von 989 (Vj. -323 Steueraufwand) Tausend Euro im Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Differenzen.

Aus der Änderung von Ertragsteuersätzen ergibt sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt ein positiver Effekt von 653 (Vj. -760 negativer Effekt) Tausend Euro, der im Wesentlichen aus den USA kommt.

Der Betrag des latenten Steueraufwands hat sich um 738 (Vj. 715) Tausend Euro und des laufenden Steueraufwands um 446 (Vj. 88) Tausend Euro im Geschäftsjahr 2019 infolge der Wertaufholung auf Verlustvorträge gemindert.

[13] Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern in Höhe von 6.805 (Vj. 7.044) Tausend Euro beinhalten royaltyabhängige indirekte Steuern in Brasilien, Grundsteuern, Kfz-Steuern, Abzugsteuer in Österreich sowie sonstige indirekte Steuern, die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 238 Tausend Euro gesunken sind.

[14] Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr setzten sich die Personalaufwendungen wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Löhne und Gehälter 417.885 413.815
Sozialabgaben 61.431 57.653
Aufwendungen für Altersversorgung 10.936 10.204
490.252 481.672

Im Geschäftsjahr 2019 betrug die durchschnittliche effektive Mitarbeiterzahl (Teilzeitkräfte werden nur anteilig berücksichtigt) nach Tätigkeitsbereichen:

2019 2018
Wartung und Service 1.869 1.913
Forschung und Entwicklung 1.374 1.245
Vertrieb und Marketing 951 916
Verwaltung 633 612
4.827 4.686

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 waren absolut (Teilzeitkräfte werden voll erfasst) 5.119 (Vj. 4.938) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.

[15] Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Software AG zurechenbaren Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien. Die Software AG hat ausschließlich Stammaktien emittiert. Im Geschäftsjahr 2019 lag die durchschnittlich gewichtete Anzahl bei 73.979.889 (Vj. 73.978.520) Stück.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt 5.750 (Vj. 6.650) Aktienoptionen ausgeübt. Zur Erfüllung der Aktienoptionen wurden keine (Vj. 3.650) eigenen Aktien eingesetzt. Demgemäß erhöhte sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien nicht (Vj. um 3.650). Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien (Vj. 0) zurückgekauft und keine eigenen Aktien (Vj. 2.400.000) eingezogen. Die Anzahl eigener Aktien veränderte sich somit gegenüber dem Vorjahr nicht und belief sich dementsprechend auf 20.111 (Vj. 20.111). Bei den eigenen Aktien wird nicht von einem Verwässerungseffekt ausgegangen, da sie zu Marktwerten veräußert werden können.

Aus dem Management Incentive Plan III (MIP III) können keine weiteren Aktienoptionen (Vj. 5.750) ausgeübt werden.

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Konzernüberschuss 155.317 165.195
Abzüglich auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -343 -320
Konzernüberschuss, der auf die Aktionäre der Software AG entfällt 154.974 164.875
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien in Stück 73.979.889 73.978.520
Effekt aus verwässernd wirkender aktienbasierter Vergütung 0 2.364
Gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) 73.979.889 73.980.884
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 2,09 2,23
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 2,09 2,23

Erläuterungen zur Konzernbilanz

[16] Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

31.12.2019 31.12.2018
in TEUR Kurzfristig Langfristig Insgesamt Kurzfristig Langfristig Insgesamt
Eigenkapitaltitel 0 3.377 3.377 0 3.873 3.873
Investmentfonds 2.275 1.534 3.809 2.125 994 3.119
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 2.009 9.175 11.184 2.015 9.737 11.752
Derivate 1.436 2.992 4.428 11.162 4.959 16.121
Insgesamt 5.720 17.078 22.798 15.302 19.563 34.865

Erläuterungen zur Bewertung der finanziellen Vermögenswerte finden Sie unter Textziffer [32].

[17] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

31.12.2019 31.12.2018
in TEUR Kurzfristig Langfristig Insgesamt Kurzfristig Langfristig Insgesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.155 12.156 147.311 159.009 6.006 165.015
Noch nicht abgerechnete bzw. fakturierte Leistungen (Vertragsvermögenswerte) 70.882 83.614 154.496 47.757 61.967 109.724
Sonstige Forderungen 559 774 1.333 728 702 1.430
Insgesamt 206.596 96.544 303.140 207.494 68.675 276.169
davon im Geschäftsmodell Halteabsicht (hold to collect) 238.569 217.855
davon im Geschäftsmodell Halte- und Verkaufsabsicht (hold to collect and sell) 64.571 58.314

Vertragsvermögenswerte sind Ansprüche gegenüber Kunden, deren zugrunde liegenden Leistungen bereits von der Software AG erbracht wurden, die jedoch aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen später zu fakturieren sind. Die Umgliederung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt mit Rechnungstellung. Der Anstieg der Vertragsvermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus dem erhöhten Anteil von Subskriptionsverträgen insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres 2019. Diese haben in der Regel über die vertraglich vereinbarte Laufzeit verteilte Zahlungsziele.

Die Brutto-Forderungen sowie die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte vor Wertberichtigungen 303.070 277.070
Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste 1.263 2.331
Buchwert 301.807 274.739

Die Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf unter 500 Tausend Euro.

Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Buchwert 147.311 165.015
davon zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig 109.270 131.487
davon zum Bilanzstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
1 bis 3 Monate 30.903 25.817
4 bis 6 Monate 5.630 3.049
7 bis 12 Monate 1.005 2.868
> 12 Monate 503 1.794

[18] Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Abgrenzungsposten 19.351 13.731
Aktivierte Kosten für die Erlangung von Kundenverträgen (Verkaufsprovision) 5.740 5.312
Forderungen gegen Finanzbehörden 1.674 2.489
Sonstige 2.558 1.501
29.323 23.033

[19] Ertragsteuererstattungsansprüche

Die Steuerforderungen in Höhe von 29.778 (Vj. 29.096) Tausend Euro beruhen im Wesentlichen auf Forderungen aufgrund von zu hoch geleisteten Vorauszahlungen für Ertragsteuerzwecke.

[20] Immaterielle Vermögenswerte/ Geschäfts- oder Firmenwerte

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2019

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2019 966.277 522.229 1.488.506
Währungsumrechnungsdifferenz 15.711 9.075 24.786
Zugänge 0 1.027 1.027
Abgänge 0 -438 -438
Stand zum 31.12.2019 981.988 531.893 1.513.881
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2019 -1.900 -385.257 -387.157
Währungsumrechnungsdifferenz 0 -7.192 -7.192
Zugänge 0 -23.242 -23.242
Abgänge 0 399 399
Stand zum 31.12.2019 -1.900 -415.292 -417.192
Restbuchwerte zum 01.01.2019 964.377 136.972 1.101.349
Restbuchwerte zum 31.12.2019 980.088 116.601 1.096.689

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2018

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2018 923.315 485.440 1.408.755
Währungsumrechnungsdifferenz 12.668 11.561 24.229
Zugänge aus Akquisitionen 30.294 23.407 53.701
Zugänge 0 1.983 1.983
Abgänge 0 -162 -162
Stand zum 31.12.2018 966.277 522.229 1.488.506
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2018 -1.900 -353.776 -355.676
Währungsumrechnungsdifferenz 0 -9.201 -9.201
Zugänge 0 -22.442 -22.442
Abgänge 0 162 162
Stand zum 31.12.2018 -1.900 -385.257 -387.157
Restbuchwerte zum 01.01.2018 921.415 131.664 1.053.079
Restbuchwerte zum 31.12.2018 964.377 136.972 1.101.349

Die immateriellen Vermögenswerte setzten sich im Wesentlichen aus der im Rahmen der Akquisitionen erworbenen Software, Kundenstämmen und Markennamen zusammen.

Für den Konzernabschluss sind dabei insbesondere die folgenden immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer von Bedeutung:

in TEUR Buchwert zum 31.12.2019 Buchwert zum 31.12.2018 Verbleibender Abschreibungszeitraum
in Jahren
Im Rahmen der Cumulocity-Akquisition erworbene Software 7.418 9.396 3,8
Im Rahmen der TrendMiner-Akquisition erworbene Software 7.515 9.043 5,0
Im Rahmen der Zementis-Akquisition erworbene Software 7.545 8.188 9,5
Im Rahmen der Built.io-Akquisition erworbene Software 6.641 7.886 4,8

Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2019 die folgenden wesentlichen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:

in TEUR Buchwert zum 31.12.2019 Buchwert zum 31.12.2018 Grund für die Annahme einer unbegrenzten Nutzungsdauer
Im Rahmen der IDS-Scheer-AG-Akquisition erworbene Markennamen (ARIS & sonstige) 22.300 22.300 Die Marken sollen auf unbestimmte Zeit geführt und weiter aufgebaut werden.
Im Rahmen der webMethods-Akquisition erworbener Markenname (webMethods) 22.253 21.836 Die Marke soll auf unbestimmte Zeit geführt und weiter aufgebaut werden.

Die aufgeführten Markennamen unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Die Veränderung des Buchwerts resultiert aus Währungsumrechnungseffekten.

Die Aufteilung der Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Segmente stellt sich wie folgt dar:

Segment

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Adabas & Natural (A&N) 329.918 322.908
Digital Business Platform (DBP) 626.137 617.869
Professional Services 24.033 23.600
Geschäfts- oder Firmenwerte 980.088 964.377
davon aus Erwerb der SAG Inc. USA 2001 174.591 174.591
davon aus Erwerb der webMethods Inc. USA 2007 242.936 238.062
davon aus Erwerb der IDS Scheer AG 2009 240.759 240.759

Die Aufteilung der Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf die Segmente stellt sich wie folgt dar:

Segment

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Adabas & Natural (A&N) 0 0
Digital Business Platform (DBP) 43.445 41.535
Professional Services 5.476 5.439
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer 48.921 46.974

Die Segmente stellen die kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Konzern dar. Sie entsprechen der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die Liquiditätszuflüsse erzeugt, die weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderungen überprüft.

Dabei wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der einem Geschäfts- oder Firmenwert bzw. einem immateriellen Vermögenswert zugeordnet ist, mit seinem erzielbaren Betrag verglichen. Im Rahmen der Überprüfung wird der erzielbare Betrag regelmäßig unter dem Gesichtspunkt des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten betrachtet.

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten resultiert aus den diskontierten Zahlungsströmen, die basierend auf den vom Management genehmigten strategischen Finanzplänen ermittelt wurden. Diese umfassen einen Zeitraum von 4 (Vj. 5) Jahren. Das Vorgehen bei der Budgetplanung für 2020 entspricht im Wesentlichen dem der Vorjahre. Jedoch wurde aufgrund der Fokussierung auf Wachstum im Rahmen des Strategieprojekts Helix (siehe hierzu auch die Ausführungen im Lagebericht) bei der Planung das Thema "Bookings" (siehe auch hierzu die Ausführungen im Lagebericht) und nicht mehr wie in der Vergangenheit Umsätze, in den Vordergrund gestellt. Die zukünftigen Umsätze wurden indirekt über die geplanten "Bookings" abgeleitet und nicht wie in der Vergangenheit originär geplant. Die Segmentplanung enthält die wie beschrieben abgeleiteten Umsätze je Segment sowie die den Segmenten direkt zurechenbaren Kosten. Die nicht direkt zurechenbaren Kosten werden auf die Segmente geschlüsselt. Innerhalb des Segments DBP erfolgt eine Aufteilung der Umsätze nach Digital Business Platform (exkl. Cloud & IoT) sowie Cloud & IoT. Bei den zu einem gewissen Grad getrennt abgeleiteten Umsatzströmen des Segments DBP handelt es sich aufgrund des stark verflochtenen Vertriebsansatzes aber nicht um weitgehend voneinander unabhängige Liquiditätszuflüsse im Sinne des IAS 36. Die Planung für die Jahre 2021 bis 2023 bildet die im Zuge des Strategieprojekts Helix erarbeitete Neuausrichtung ab. Diese Mittelfristplanung fokussiert auf die Abbildung der Gesamtentwicklung vor dem Hintergrund der Umstellung von zeitlich unbegrenzten Lizenzen auf zeitlich begrenzte Lizenzen, bei denen der Charakter einer Nutzungsüberlassung überwiegt (Mietlizenzen und Subskriptionen).

In die Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, zum Beispiel die Umsatzentwicklung auf Länderebene, sind mit Unsicherheit behaftet. Das Vorgehen entspricht somit Stufe drei der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13.

Die Prognosen berücksichtigen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit und Einschätzungen über künftige Entwicklungen. Die Veräußerungskosten werden mit 2 (Vj. 2) Prozent des jeweiligen beizulegenden Zeitwerts angesetzt.

Die für das Segment A&N prognostizierten Cashflows wurden mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) nach Steuern von 6,5 (Vj. 7,5) Prozent abgezinst. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde mit 0 (Vj. 0) Prozent angenommen. Im Detailplanungszeitraum wird ein in etwa unverändertes Umsatzniveau unterstellt. Zur Bestimmung des nachhaltigen Cashflows wurde ein Abschlag von 20 (Vj. 20) Prozent auf das letzte Detailplanungsjahr gerechnet. Jedoch selbst bei einem Abschlag von 90 Prozent auf das letzte Detailplanungsjahr würde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten über dem Buchwert liegen.

Für das Segment Digital Business Platform (DBP) wurde mit gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) nach Steuern von 6,0 (Vj. 6,1) Prozent sowie einer nachhaltigen Wachstumsrate von 1 (Vj. 1) Prozent gerechnet. Im Detailplanungszeitraum wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund 15 (Vj. 11) Prozent unterstellt. Zudem wird nach einer deutlichen Reduktion der EBITA-Marge im Budgetplan 2020 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 mit einer Verdoppelung der EBITA-Marge bis 2023 auf ein Niveau leicht über dem des Geschäftsjahres 2019 gerechnet. Jedoch selbst bei einem im Detailplanungszeitraum im Vergleich zur Planung um 50 Prozent reduzierten Umsatzwachstum und gleichzeitig einer im Vergleich zur Planung um 50 Prozent reduzierten Margenverbesserung (bezogen auf die EBITA-Marge) würde der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten über dem Buchwert liegen.

Für das Segment Professional Services wurde mit gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) nach Steuern von 6,4 (Vj. 6,4) Prozent sowie einer nachhaltigen Wachstumsrate in der ewigen Rente von 1 (Vj. 1) Prozent gerechnet. Im Detailplanungszeitraum wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund 2 Prozent unterstellt. Auf dieser Basis lag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten knapp über dem entsprechenden Buchwert. Da die Planung 2020 für das Segment Professional Services eine im Vergleich zu 2019 um mehr als 50 Prozent reduzierte EBITA-Marge vorsieht, stellt die geplante Margenerhöhung in den Folgejahren (2021 - 2023) auf einen Wert, der unter der im Jahr 2019 erzielten Marge liegt, eine kritische Annahme bei der Überprüfung der Werthaltigkeit dar. Bei einer im Detailplanungszeitraum im Vergleich zur Budgetplanung 2020 um 25 Prozent reduzierten Margenverbesserung (bezogen auf die EBITA-Marge) würde der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten dem Buchwert entsprechen.

[21] Sachanlagen

Entwicklung des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2019

in TEUR Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2019 89.627 35.188 124.815
Nutzungsrecht aus Erstanwendung von IFRS 16 55.225 9.866 65.091
Angepasster Stand zum 01.01.2019 144.852 45.054 189.906
Währungsumrechnungsdifferenz 1.047 771 1.818
Umgliederung Veräußerungsgruppe -1 -375 -376
Zugänge 9.948 13.745 23.693
Abgänge -7.949 -9.175 -17.124
Stand zum 31.12.2019 147.897 50.020 197.917
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2019 -33.041 -20.751 -53.792
Nutzungsrecht aus Erstanwendung von IFRS 16 -24.727 -3.904 -28.631
Angepasster Stand zum 01.01.2019 -57.768 -24.655 -82.423
Währungsumrechnungsdifferenz -434 -521 -955
Zugänge -14.014 -10.195 -24.209
Abgänge 5.410 8.237 13.647
Stand zum 31.12.2019 -66.806 -27.134 -93.940
Restbuchwerte zum 01.01.2019 (vor Erstanwendung von IFRS 16) 56.586 14.437 71.023
Restbuchwerte zum 31.12.2019 81.091 22.886 103.977

Entwicklung des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2018

in TEUR Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2018 90.182 32.391 122.573
Währungsumrechnungsdifferenz 103 82 185
Zugang aus Akquisitionen 28 73 101
Zugänge 956 7.038 7.994
Abgänge -1.642 -4.396 -6.038
Stand zum 31.12.2018 89.627 35.188 124.815
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2018 -31.178 -18.580 -49.758
Währungsumrechnungsdifferenz -16 -122 -138
Zugänge -3.461 -6.165 -9.626
Abgänge 1.614 4.116 5.730
Stand zum 31.12.2018 -33.041 -20.751 -53.792
Restbuchwerte zum 01.01.2018 59.004 13.811 72.815
Restbuchwerte zum 31.12.2018 56.586 14.437 71.023

Die Grundstücke und Gebäude befinden sich im Wesentlichen im Anlagevermögen des Mutterunternehmens und der spanischen Tochtergesellschaft. Dabei handelt es sich unter anderem um die zentralen Verwaltungsgebäude der Gesellschaften.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet im Wesentlichen Büromöbel und EDV-Equipment. Die Investitionen in Höhe von 13.745 (Vj. 7.038) Tausend Euro bestehen überwiegend aus der Ersatzbeschaffung von EDV-Equipment. In den Sachanlagen in Höhe von 103.977 (Vj. 71.023) Tausend Euro sind Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (right-of-use assets) in Höhe von 33.267 Tausend Euro enthalten.

[22] Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich vor Saldierung zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in TEUR 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Immaterielle Vermögenswerte 1.706 1.503 30.115 33.183
Sachanlagen 747 747 11.900 2.309
Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 5.472 5.678 8.890 6.835
Aktive Rechnungsabgrenzung 0 0 247 0
Sonstige Verpflichtungen 19.753 10.321 2.686 3.332
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.663 9.173 0 0
Passive Abgrenzungsposten 2.335 2.545 164 19
Steuerliche Verlustvorträge 12.686 14.320 0 0
Summe 55.362 44.287 54.002 45.678
Saldierung -43.407 -34.280 -43.407 -34.280
Bilanzausweis 11.955 10.007 10.595 11.398

Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.634 Tausend Euro gesunken. Die Veränderung ergibt sich aus dem laufenden Verbrauch aufgrund der zu versteuernden Einkommen.

Zum 31. Dezember 2019 bestehen im Konzernkreis noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 12.030 (Vj. 14.236) Tausend Euro, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt worden sind. Von den Verlustvorträgen, auf die keine latenten Steuern gebildet worden sind, verfallen 6.800 Tausend Euro im Zeitraum von 2020 bis 2028, 163 Tausend Euro im Zeitraum von 2029 bis 2038 und 5.067 Tausend Euro sind unbegrenzt nutzbar.

Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von 16.563 (Vj. 12.945) Tausend Euro, auf die gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuern passiviert worden sind, da in absehbarer Zeit weder Veräußerungen noch Gewinnausschüttungen fest geplant sind.

Im Geschäftsjahr 2019 entfallen latente Steuern in Höhe von insgesamt 14.746 (Vj. 9.943) Tausend Euro auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung der versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie der erfolgsneutralen Behandlung von Finanzinstrumenten.

Die laufenden Steuern, die im Geschäftsjahr 2019 direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind, belaufen sich auf insgesamt 2.581 (Vj. 0) Tausend Euro. Die Beträge resultieren aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Währungseffekten aus Darlehen in ausländische Geschäftsbetriebe.

[23] Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.326 104.008
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 14.819 5.957
Derivate 1.244 1.923
96.389 111.888
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 175.047 200.063
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 24.556 109
Derivate 622 1.260
200.225 201.432

Die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzverbindlichkeiten Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16)
31. Dezember 2018 304.071 6.066 0
Übernahme von IFRS 16 41.062
1. Januar 2019 304.071 6.066 41.062
Mittelabfluss
Zahlungswirksame Veränderungen (Netto-)Tilgung kurzfristiger sowie langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten -49.358 -498
Ausstehende Kaufpreisverbindlichkeiten -5.135
Leasingverbindlichkeiten -16.249
Finanzkauf Anlagevermögen
Kapitalerhöhung ADAMOS 1.000
Zugänge Leasingverbindlichkeiten 10.349
Nicht zahlungswirksame Veränderungen Bewertung
Zinsanpassung für ein Darlehen der öffentlichen Hand 160
Aufzinsung Leasing 1.717
Sonstige Bewertung 501 -1 1.063
31. Dezember 2019 255.374 1.432 37.942
Gesamtveränderung +/- 48.697 4.634 -37.942
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten
in TEUR Derivate Insgesamt
3.183 313.320
41.062
3.183 354.382
Zahlungswirksame Veränderungen -49.856
-5.135
-16.249
1.000
10.349
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
160
1.717
-1.317 246
1.866 296.614
1.317 16.706
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 96.389
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 200.225
in TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzverbindlichkeiten Derivate Insgesamt
31. Dezember 2017 307.116 1.044 2.437 310.597
Mittelzufluss
(Netto-)Neuaufnahme langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten 100.028 100.028
Zahlungswirksame Veränderungen (Netto-)Neuaufnahme kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten 7.673 7.673
Mittelabfluss
(Netto-)Tilgung langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten -107.694 -107.694
Finanzkauf Anlagevermögen
Ausstehende Kaufpreisverbindlichkeiten 5.000 5.000
Nicht zahlungswirksame Veränderungen Bewertung
Zinsanpassung für ein Darlehen der öffentlichen Hand -2.037 -2.037
Sonstige Bewertung -1.015 22 746 -247
31. Dezember 2018 304.071 6.066 3.183 313.320
Gesamtveränderung +/- -3.045 5.022 746 2.723
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 111.888
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 201.432

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Fristen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden:

in TEUR bis zu 1 Jahr >1 Jahr
Darlehen mit variabler Verzinsung 51.327 175.047
Darlehen mit Festzinsvereinbarung 29.000 0

Die Marktwerte der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen den Buchwerten. Die Marktwerte der Verbindlichkeiten mit fester Zinsvereinbarung betragen 29.154 Tausend Euro. Diese wurden durch Abzinsung der künftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt.

[24] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten 27.972 31.339
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.053 6.174
Sonstige Verbindlichkeiten 858 4.563
35.883 42.076

[25] Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten entfallen auf die folgenden Positionen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 84.626 111.175
Verbindlichkeiten aus Steuern 20.846 22.128
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.545 6.874
Übrige 5.693 5.928
117.710 146.105

[26] Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR Sonstige personalbezogene Rückstellungen Übrige sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen gesamt
Stand zum 01.01.2019 23.526 17.424 40.950
Währungsumrechnungsdifferenz 18 38 56
Zuführung 11.816 3.986 15.802
Inanspruchnahme -3.392 -7.301 -10.693
Auflösung -102 -554 -656
Stand zum 31.12.2019 31.866 13.593 45.459
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 7.316 44 7.360
Stand zum 01.01.2018 59.762 18.243 78.005
Währungsumrechnungsdifferenz -3 -52 -55
Zugang Konsolidierungskreis 1 0 1
Zuführung 10.723 1.177 11.900
Inanspruchnahme -46.888 -1.077 -47.965
Auflösung -69 -867 -936
Stand zum 31.12.2018 23.526 17.424 40.950
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 10.232 88 10.320

Übrige sonstige Rückstellungen

Die übrigen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Rechtsstreitigkeiten 11.976 15.440
Rückbauverpflichtungen 890 828
Sonstige belastende Verträge 297 676
Drohverluste im Zusammenhang mit Professional-Service-Projekten 11 70
Sonstige Rückstellungen 419 410
13.593 17.424

[27] Ertragsteuerschulden

in TEUR 2019 2018
Stand 01.01. 40.851 32.014
Währungsumrechnungsdifferenz -110 -579
Zugang Konsolidierungskreis 0 9
Zuführung 11.552 15.578
Inanspruchnahme -12.172 -4.298
Auflösung -1.909 -1.873
Stand 31.12. 38.212 40.851
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 2.643 2.898

Für weitere Informationen zu Rechtsstreitigkeiten siehe Textziffer [36].

[28] Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Leistungsorientierte Pläne

Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Auswirkungen der Vermögensbegrenzung
in TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Deutschland 53.088 42.467 22.740 21.712 0 0
Großbritannien 96.486 79.381 84.168 69.553 0 0
Schweiz 6.957 6.649 4.324 4.772 0 0
Sonstige unwesentliche Pensionsund pensionsähnliche Pläne
Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen
in TEUR 2019 2018
Deutschland 30.348 20.755
Großbritannien 12.318 9.828
Schweiz 2.632 1.877
Sonstige unwesentliche Pensionsund pensionsähnliche Pläne 2.665 2.161
47.963 34.621

Bei den Pensionszusagen in Deutschland handelt es sich um fixe Zusagen an einen ausgewählten Personenkreis. Ein Teil dieser Zusagen ist durch Rückdeckungs-Lebensversicherungen abgesichert. In Deutschland bestehen keinerlei gesetzliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen.

Die Zusagen in Großbritannien betreffen Zusagen der Software AG (UK) Limited. Diese umfassen Leistungen für Mitarbeiter für den Ruhestand sowie für deren Angehörige im Todesfall des Mitarbeiters in der aktiven Zeit.

Die Zusagen in der Schweiz resultieren aus den gesetzlichen Anforderungen des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Danach hat jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter zu gewähren.

Aus den leistungsorientierten Zusagen ergeben sich aufgrund möglicher Schwankungen der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sowie Schwankungen des Planvermögens Risiken für das Unternehmen. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Verpflichtungen resultieren insbesondere aus Änderungen finanzieller Annahmen wie den Abzinsungszinssätzen sowie der Änderung demografischer Annahmen (eine Änderung der Lebenserwartung). Mögliche Änderungen erwarteter langfristiger Lohn- und Gehaltssteigerungen haben aufgrund der Struktur der Zusagen keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Verpflichtungen. Der Marktwert des Planvermögens und somit dessen Schwankung hängt maßgeblich von der Lage an den Kapitalmärkten ab. Dem versucht die Software AG durch eine Steuerung der Vermögensanlagen Rechnung zu tragen.

Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen
in TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Saldo 01.01. 128.497 134.866 -96.037 -92.603 32.460 42.263
Laufender Dienstzeitaufwand 3.154 2.765 0 3.154 2.765
Nettozinsergebnis 3.238 2.997 -2.595 -2.129 643 868
6.392 5.762 -2.595 -2.129 3.797 3.632
Anpassungsbedingter Aufwand / Ertrag
Rendite des Planvermögens nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags 0 0 -6.171 4.772 -6.171 4.772
Erwartungsanpassung 1.548 -65 0 0 1.548 -65
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen -2.780 30 0 0 -2.780 30
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen 22.252 -10.949 0 0 22.252 -10.949
21.020 -10.984 -6.171 4.772 14.848 -6.212
Währungsbedingte Veränderungen 2.640 -140 -3.557 -121 -916 -260
Arbeitgeberbeiträge 671 0 -5.562 -6.701 -4.891 -6.701
Arbeitnehmerbeiträge 366 375 -366 -376 0 -1
Aus dem Plan geleistete Zahlungen -1.489 -1.383 1.489 842 0 -542
Abgeltungszahlungen -1.566 0 1.566 280 0 280
-2.018 -1.008 -2.873 -5.956 -4.891 -6.964
Saldo 31.12. 156.531 128.497 -111.233 -96.037 45.298 32.460

Die für die Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wesentlichen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

in % 2019 2018
Abzinsungssatz
Deutschland 1,00 2,00
Großbritannien 2,00 3,00
Schweiz 0,00 1,00
Gehaltstrend
Deutschland 2,00 2,00
Großbritannien 4,50 5,00
Schweiz 1,50 1,50
Rententrend
Deutschland 1,75 1,75
Großbritannien 2,75 3,25
Schweiz 0,00 0,00

Eine Veränderung der oben genannten Annahmen um einen halben Prozentpunkt würde sich wie folgt auf die jeweiligen DBOs auswirken:

Veränderung DBO

in TEUR Deutschland Großbritannien Schweiz
Abzinsungssatz (- 0,5 %) 5.201 11.095 676
Abzinsungssatz (+ 0,5 %) -4.547 -11.095 -673
Gehaltstrend (- 0,5 %) -229 -965 85
Gehaltstrend (+ 0,5 %) 236 612 -92
Rententrend (- 0,5 %) -3.882 4.342 n/a 1
Rententrend (+ 0,5 %) 4.345 -4.342 408

1 Rententrend in der Schweiz bereits mit 0 Prozent angenommen (siehe oben).

Zur Ermittlung der Sensitivitäten wurde der jeweils betrachtete Parameter bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen variiert.

Die Aufgliederung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert

in TEUR 2019 2018
Aktien 63.555 37.529
Rückdeckungs-Lebensversicherungen 27.065 26.484
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.588 4.453
Festverzinsliche Wertpapiere 5.025 27.571
111.233 96.037

Mit Ausnahme der Rückdeckungs- und Lebensversicherungen gab es für alle Bestandteile des Planvermögens eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt.

Die erwarteten Beiträge des Software AG-Konzerns zu den leistungsorientierten Plänen für das Geschäftsjahr 2020 betragen 7.604 Tausend Euro.

Die erwarteten Leistungszahlungen in den kommenden zehn Jahren stellen sich wie folgt dar:

in TEUR Erwartete Leistungszahlungen
2020 4.600
2021 3.310
2022 3.559
2023 3.313
2024 4.926
2025 - 2029 21.173

Beitragsorientierte Pläne

In geringem Umfang bestehen beitragsorientierte Pensionszusagen. In deren Rahmen werden festgelegte Beiträge an externe Versicherungen oder Fonds entrichtet. Hauptsächlich in Deutschland leistet die Software AG darüber hinaus Beiträge an staatliche bzw. gesetzliche Rentenversicherungsträger. 2019 betrug der Aufwand im Zusammenhang mit beitragsorientierten Pensionszusagen 15.564 (Vj. 14.944) Tausend Euro.

[29] Eigenkapital

Grundkapital

Zum 31. Dezember 2019 beträgt das Grundkapital der Software AG 74.000 (Vj. 74.000) Tausend Euro. Das Grundkapital ist in 74.000.000 (Vj. 74.000.000) auf den Namen lautende Stückaktien zu je 1 Euro eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Bedingtes Kapital

Zum 31. Dezember 2019 sowie im Vorjahr bestand kein bedingtes Kapital.

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2019 ist der Vorstand ermächtigt in der Zeit bis zum 30. Mai 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 39.500 Tausend Euro durch Ausgabe von bis zu 39.500.000 Stück neuen auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2019 von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Erwerb eigener Aktien

Zu Beginn des Berichtszeitraums hielt die Gesellschaft 20.111 eigene Aktien mit einem Anteil von 20.111 Euro, entsprechend 0,03 Prozent am Grundkapital.

Der Bestand eigener Aktien zum 31. Dezember 2019 ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Es ergaben sich im Geschäftsjahr keine Transaktionen.

Im Vorjahr entwickelte sich der Bestand eigener Aktien wie folgt:

Stichtag/Zeitraum Aktienanzahl Grund der Veränderung
01.01.2018 2.423.761
Q1 2018 -2.400.000 Einziehung mit Kapitalherabsetzung
Q2 2018 -3.650 Verwendung im Rahmen der Erfüllung aktienorientierter Vergütungsprogramme (MIP III)
31.12.2018 20.111

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2016 ist die Software AG bis zum 30. Mai 2021 ermächtigt, Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

Eigenkapitalmanagement

Der Software AG-Konzern ist langfristigem profitablem Wachstum verpflichtet. Aufgrund der für Softwareunternehmen typischen geringen Investitionen in Sachanlagen steht das Eigenkapital nicht im Fokus der Unternehmenssteuerung. Die Dividende orientiert sich am Durchschnitt aus dem auf die Aktionäre der Software AG entfallenden Konzernüberschuss und dem Free Cashflow. Daraus ergibt sich eine Dividendensumme von 56.224 (Vj. 52.526) Tausend Euro und eine Ausschüttungsquote von 37,4 (Vj. 30,1) Prozent.

Dividende

Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung am 28. Mai 2019 aus dem Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft Software AG des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 85.520 (Vj. 83.914) Tausend Euro eine Dividende in Höhe von 52.526 (Vj. 48.085) Tausend Euro auszuschütten. Dies entsprach einer Dividende in Höhe von 0,71 (Vj. 0,65) Euro je Aktie. Ein Betrag in Höhe von 32.994 (Vj. 35.829) Tausend Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen auf Basis der sich zum 2. März 2020 im Umlauf befindlichen Aktien der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der Software AG des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 128.479 Tausend Euro eine Dividende in Höhe von 56.224 Tausend Euro auszuschütten und 77.255 Tausend Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von 0,76 Euro je Aktie.

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen entwickelten sich unter Berücksichtigung von Steuereffekten wie folgt:

2019 2018
in TEUR Vor Steuern Steuereffekt Netto Vor Steuern Steuereffekt Netto
Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 32.494 0 32.494 11.557 0 11.557
Anpassung aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten 379 -635 -256 -14.165 2.835 -11.330
Währungseffekte aus Nettoinvestitionsdarlehen in ausländische Geschäftsbetriebe 844 -2.580 -1.736 1.768 0 1.768
Anpassung aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen -18.106 5.438 -12.668 6.478 -706 5.772
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 15.611 2.223 17.834 5.638 2.129 7.767

Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung des Cashflows haben folgende Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Ergebnis:

in TEUR Im sonstigen Ergebnis erfasster Gesamtgewinn (-verlust) aus der Absicherung Im Periodenergebnis erfasster unwirksamer Teil Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Im sonstigen Ergebnis erfasste Kosten der Absicherung Aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederter Betrag Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019
Erwartete Auszahlungen im Zusammenhang mit Zusagen an Vorstände, Führungskräfte und Mitarbeiter -433 0 n/a 0 -2.277 Funktionskosten
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018
Erwartete Auszahlungen im Zusammenhang mit Zusagen an Vorstände, Führungskräfte und Mitarbeiter -11.608 0 n/a 0 2.862 Funktionskosten

Sonstige Erläuterungen

[30] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind 13 (Vj. 12) Tausend Euro enthalten, die von der Vertriebstochter in Venezuela gehalten werden. Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Einschränkungen in Bezug auf den Devisenverkehr in Venezuela stehen diese Mittel der Software AG nur eingeschränkt zur Verfügung.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen gezahlten Dividenden enthalten Dividendenzahlungen in Höhe von 320 (Vj. 263) Tausend Euro an Minderheitsaktionäre von Tochtergesellschaften.

Die Nettoauszahlungen für Akquisitionen im Jahr 2019 in Höhe von 5.135 (Vj. 46.693) Tausend Euro resultieren aus der Zahlung einer noch ausstehenden restlichen Kaufpreiszahlung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der TrendMiner NV, Hasselt, im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 5.135 (Vj. 47.080) Tausend Euro sowie erhaltenen Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 0 (Vj. 387) Tausend Euro.

Die Steuerung der operativen Mittelzuflüsse und -abflüsse erfolgt zentral auf Basis des Free Cashflows. Die Software AG definiert den "Free Cashflow" als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit ohne Auszahlungen für Investitionen in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Einzahlungen aus dem Verkauf kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte, Einzahlungen aus dem Abgang von Veräußerungsgruppen sowie Nettoauszahlungen für Akquisitionen und abzüglich Cashflow aus Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Damit betrug der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2019 145.848 (Vj. 184.115) Tausend Euro. Die Steuerung des Free Cashflows erfolgt auf Basis des Gesamtkonzerns und nicht auf Ebene der Segmente. Dementsprechend werden auch keine Segment-Cashflow-Daten erhoben.

Die Software AG verfügt über Kreditlinien in Höhe von rund 196.000 Tausend Euro, wovon zum 31. Dezember 2019 rund 137.000 Tausend Euro nicht genutzt wurden.

[31] Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung folgt der internen Steuerung des Konzerns. Die interne Steuerung fokussiert insbesondere auf die währungsbereinigten Produktumsätze der beiden Produktsegmente. Die Margen- bzw. Ergebnissteuerung erfolgt primär auf Gruppenebene. Die Segmentbeiträge und Segmentergebnisse haben lediglich eine deutlich nachgelagerte Bedeutung auf der zweiten Steuerungsebene. Dementsprechend berichtet die Software AG über die folgenden drei Segmente:

Digital Business Platform

(DBP: Integration, Geschäftsprozessmanagement und Big Data mit den Produktfamilien webMethods, ARIS, Alfabet, Apama und Terracotta)

Adabas & Natural

(A&N: Datenmanagement mit den Produktfamilien Adabas und Natural)

Professional Services

(Implementierung von Lösungen in Kooperation mit Kunden und Partnern)

Aufwendungen aus planmäßigen Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen erworbene immaterielle Vermögenswerte sind nicht in den Segmentbeiträgen enthalten. Sie werden daher in der separaten Überleitungsspalte gezeigt. Diese Darstellung entspricht der Darstellung für die interne Steuerung und Berichterstattung (Management Approach). Ein Großteil der Vertriebsaufwendungen wird auf Basis des Umsatzanteils geschlüsselt, sodass aufgrund der Interdependenzen zwischen den beiden Produktsegmenten eine Fokussierung auf den absoluten Ergebnisbeitrag eines Segmentes nur bedingt sinnvoll ist. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden auf Basis von direkt zurechenbaren Aufwandskomponenten und geschlüsselten Gemeinkosten des Bereichs Forschung und Entwicklung auf die Segmente verteilt und haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die interne Steuerung.

Die Segmentinformationen stellen sich für das Geschäftsjahr 2019 und 2018 wie folgt dar:

Segmentbericht für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

Digital Business Platform (inkl. Cloud & IoT) (DBP) Adabas & Natural (A&N)
in TEUR 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS
Lizenzen 163.893 160.872 174.915 81.207 79.417 74.450
Wartung 287.926 282.020 272.231 147.033 144.803 143.169
SaaS 22.651 22.259 17.555 0 0 0
Produktumsätze 474.470 465.151 464.701 228.240 224.220 217.619
Dienstleistungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige 0 0 47 701 701 703
Umsatzerlöse 474.470 465.151 464.748 228.941 224.921 218.322
Herstellkosten -40.579 -40.254 -35.945 -8.069 -7.981 -6.263
Bruttoergebnis vom Umsatz 433.891 424.897 428.803 220.872 216.940 212.059
Vertriebsaufwendungen -198.226 -194.459 -181.200 -34.874 -34.445 -32.820
Segmentbeitrag 235.665 230.438 247.603 185.998 182.495 179.239
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -105.104 -104.134 -100.612 -26.165 -25.579 -23.811
Segmentergebnis 130.561 126.304 146.991 159.833 156.916 155.428
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Sonstige Erträge
Sonstige Aufwendungen
Sonstige Steuern
Betriebsergebnis
Finanzierungserträge
Finanzierungsaufwendungen
Finanzergebnis, netto
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ertragsteuern
Konzernüberschuss
Professional Services Überleitung Insgesamt
in TEUR 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS 2019 IFRS 2018 IFRS 2019 IFRS
Lizenzen 245.100
Wartung 434.959
SaaS 22.651
Produktumsätze 0 0 0 0 0 702.710
Dienstleistungen 187.196 184.010 182.540 187.196
Sonstige 0 0 101 701
Umsatzerlöse 187.196 184.010 182.641 0 0 890.607
Herstellkosten -146.224 -143.574 -144.885 -8.223 -7.872 -203.095
Bruttoergebnis vom Umsatz 40.972 40.436 37.756 -8.223 -7.872 687.512
Vertriebsaufwendungen -18.235 -17.894 -17.425 -13.677 -13.276 -265.012
Segmentbeitrag 22.737 22.542 20.331 -21.900 -21.148 422.500
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 0 0 0 0 0 -131.269
Segmentergebnis 22.737 22.542 20.331 -21.900 -21.148 291.231
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -74.767
Sonstige Erträge 15.100
Sonstige Aufwendungen -16.721
Sonstige Steuern -6.805
Betriebsergebnis 208.038
Finanzierungserträge 13.299
Finanzierungsaufwendungen -6.218
Finanzergebnis, netto 7.081
Ergebnis vor Ertragsteuern 215.119
Ertragsteuern -59.802
Konzernüberschuss 155.317
Insgesamt
in TEUR 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS
Lizenzen 240.289 249.365
Wartung 426.823 415.400
SaaS 22.259 17.555
Produktumsätze 689.371 682.320
Dienstleistungen 184.010 182.540
Sonstige 701 851
Umsatzerlöse 874.082 865.711
Herstellkosten -194.965
Bruttoergebnis vom Umsatz 670.746
Vertriebsaufwendungen -244.721
Segmentbeitrag 426.025
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -124.423
Segmentergebnis 301.602
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -73.952
Sonstige Erträge 16.163
Sonstige Aufwendungen -12.220
Sonstige Steuern -7.044
Betriebsergebnis 224.549
Finanzierungserträge 10.482
Finanzierungsaufwendungen -6.161
Finanzergebnis, netto 4.321
Ergebnis vor Ertragsteuern 228.870
Ertragsteuern -63.675
Konzernüberschuss 165.195

1 Die währungsbereinigten Positionen werden zu den Monatsdurchschnittskursen des Vorjahres umgerechnet. Fremdwährungseffekte auf Bilanzpositionen aus gruppeninternen Transaktionen bleiben bei den Aufwandspositionen unberücksichtigt.

Segment DBP mit Umsatzaufteilung für die Geschäftsjahre 2019 und 2018

DBP (Cloud & IoT) DBP (exkl. Cloud & IoT)
in TEUR 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS
Lizenzen 12.624 12.530 8.702 151.269 148.342 166.213
Wartung 6.992 6.928 4.061 280.934 275.092 268.170
SaaS 22.651 22.259 17.555 0 0 0
Produktumsätze 42.267 41.717 30.318 432.203 423.434 434.383
Dienstleistungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige 0 0 1 0 0 46
Umsatzerlöse 42.267 41.717 30.319 432.203 423.434 434.429
Herstellkosten
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebsaufwendungen
Segmentbeitrag
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Segmentergebnis
DBP (inkl. Cloud & IoT)
in TEUR 2019 IFRS 2019 währungskursbereinigt 1 2018 IFRS
Lizenzen 163.893 160.872 174.915
Wartung 287.926 282.020 272.231
SaaS 22.651 22.259 17.555
Produktumsätze 474.470 465.151 464.701
Dienstleistungen 0 0 0
Sonstige 0 0 47
Umsatzerlöse 474.470 465.151 464.748
Herstellkosten -40.579 -40.254 -35.945
Bruttoergebnis vom Umsatz 433.891 424.897 428.803
Vertriebsaufwendungen -198.226 -194.459 -181.200
Segmentbeitrag 235.665 230.438 247.603
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -105.104 -104.134 -100.612
Segmentergebnis 130.561 126.304 146.991

1 Die währungsbereinigten Positionen werden zu den Monatsdurchschnittskursen des Vorjahres umgerechnet. Fremdwährungseffekte auf Bilanzpositionen aus gruppeninternen Transaktionen bleiben bei den Aufwandspositionen unberücksichtigt.

Informationen über geografische Bereiche

Die Umsätze teilen sich auf geografische Bereiche wie folgt auf (Aufteilung erfolgt auf Basis des Sitzes der jeweiligen Konzerngesellschaft):

Geografische Aufteilung der Umsatzerlöse

2019
in TEUR Inland USA Sonstige Drittländer Konzern
Lizenzen 28.197 85.241 131.662 245.100
Wartung 62.513 150.899 221.547 434.959
SaaS 4.445 6.924 11.282 22.651
Dienstleistungen 32.808 28.039 126.349 187.196
Sonstige 701 0 0 701
Insgesamt 128.664 271.103 490.840 890.607
2018
in TEUR Inland USA Sonstige Drittländer Konzern
Lizenzen 30.295 95.945 123.125 249.365
Wartung 60.911 143.684 210.805 415.400
SaaS 4.769 4.664 8.122 17.555
Dienstleistungen 34.974 24.834 122.732 182.540
Sonstige 665 47 139 851
Insgesamt 131.614 269.174 464.923 865.711

Drittländer werden einzeln dargestellt, wenn die dort erzielten Umsätze eine wesentliche Höhe erreichen. Da die Umsätze in den USA mehr als 10 Prozent zum Konzernumsatz beitragen, werden diese separat aufgeführt. Die Umsätze werden in US-Dollar erwirtschaftet, daher ist bei einem Vergleich zur Vorperiode die Wechselkursentwicklung zu berücksichtigen.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte enthalten die immateriellen Vermögenswerte und die Sachanlagen.

in TEUR 2019 2018
USA 584.869 580.048
Inland 431.763 427.478
Drittländer 184.034 164.846
Konzern 1.200.666 1.172.372

[32] Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente und Risikomanagement

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die beizulegenden Zeitwerte entsprechend der Zuordnung zu den Stufen der Fair-Value-Hierarchie dar. Die jeweiligen Stufen werden wie folgt definiert:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachten lassen

Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

31.12.2019

Bewertungskategorie Buchwert
in TEUR Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zum beizulegenden Zeitwert Zwingend zu FVPL sonstige Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513.632
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 303.140
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.377
Investmentfonds 3.809
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.184
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen 3.581 3.581
Aktientermingeschäfte 99 99
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 628 628
Aktientermingeschäfte 120 120
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 35.883
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen 255.374
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 39.375
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 51 51
Aktientermingeschäfte 1.815 1.815
in TEUR Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten Eigenkapitalinstrumente FVOCI
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513.632
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 303.140
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.377
Investmentfonds 3.809
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.184
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen
Aktientermingeschäfte
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte
Aktientermingeschäfte
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte
Aktientermingeschäfte
Beizulegender Zeitwert
in TEUR Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Insgesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Insgesamt
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513.632
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 303.140
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.377 3.377 3.377
Investmentfonds 3.809 3.809 3.809
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.184
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen 3.581 3.581 3.581
Aktientermingeschäfte 99 99 99
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 628 628 628
Aktientermingeschäfte 120 120 120
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 35.883
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen 255.374 255.374 255.528 255.528
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 39.375 39.375 39.375 39.375
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 51 51 51
Aktientermingeschäfte 1.815 1.815 1.815

31.12.2018

Bewertungskategorie Buchwert
in TEUR Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zum beizulegenden Zeitwert Zwingend zu FVPL sonstige Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 462.362
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 276.169
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.873
Investmentfonds 3.119
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.752
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen 4.959 4.959
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 69 69
Aktientermingeschäfte 446 446
Forderungen aus fälligen Aktienderivaten
Aktienoptionen 10.647 10.647
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 42.076
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen 304.071
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.067
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 629 629
Aktientermingeschäfte 2.554 2.554
in TEUR Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten Eigenkapitalinstrumente FVOCI
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 462.362
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 276.169
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.873
Investmentfonds 3.119
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.752
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte
Aktientermingeschäfte
Forderungen aus fälligen Aktienderivaten
Aktienoptionen
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte
Aktientermingeschäfte
Beizulegender Zeitwert
in TEUR Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Insgesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Insgesamt
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 462.362
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen 276.169
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalanteile 3.873 3.873 3.873
Investmentfonds 3.119 3.119 3.119
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen 11.752
Derivative Finanzinstrumente
als Sicherungsinstrument designiert
Aktienoptionen 4.959 4.959 4.959
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 69 69 69
Aktientermingeschäfte 446 446 446
Forderungen aus fälligen Aktienderivaten
Aktienoptionen 10.647 10.647 10.647
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 42.076
Finanzielle Verbindlichkeiten
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen 304.071 304.071 304.480 304.480
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.067 6.067 6.067 6.067
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
nicht als Sicherungsinstrument designiert
Devisentermingeschäfte 629 629 629
Aktientermingeschäfte 2.554 2.554 2.554

Weder im Geschäftsjahr 2019 noch im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Die Eigenkapitalanteile wurden vollständig als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet designiert, um die eher langfristige Investitionsabsicht im Ergebnis abzubilden.

Die nachstehende Tabelle stellt dar, wie die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bestimmt werden.

Finanzielle Vermögenswerte/finanzielle Verbindlichkeiten Hierarchiestufe Bewertungsverfahren und wesentliche Eingangsparameter Bedeutende nicht beobachtbare Eingangsparameter Verhältnis nicht beobachtbarer Eingangsparameter zum beizulegenden Zeitwert
Zinsswaps 2 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt, diskontiert mit einem Zinssatz, der das Bonitätsrisiko der verschiedenen Gegenparteien berücksichtigt. n/a n/a
Devisentermingeschäfte 2 Discounted-Cashflow-Verfahren; künftige Cashflows werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt, diskontiert mit einem Zinssatz, der das Bonitätsrisiko der verschiedenen Gegenparteien berücksichtigt. n/a n/a
Aktienoptionen 2 Optionspreismodell, das die modellbeeinflussenden Optionspreisparameter (Aktienkurs, Ausübungspreis der Option, Volatilität der Aktie, Aktiendividende in Form einer Dividendenrendite, Zinssatz, Restlaufzeit der Option) berücksichtigt. n/a n/a
Aktientermingeschäfte 2 Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand der inneren Werte der Aktientermingeschäfte ermittelt. Diese ergeben sich anhand der Börsenkurse der Aktien an einem aktiven Markt. n/a n/a
Investmentfonds 1 Notierte Kurse an einem aktiven Markt n/a n/a
Eigenkapitalanteile (derzeit ausschließlich nicht börsennotierte Eigenkapitaltitel) 3 Gesamtheitlicher Bewertungsansatz unter Berücksichtigung einer Vielzahl quantitativer und qualitativer Faktoren wie Ist- und geplanter Ergebnisse, der Liquiditätsposition, kürzlicher oder geplanter Transaktionen n/a n/a

Der Marktwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Termingeldern, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente.

Das Unternehmen bewertet langfristige Forderungen auf der Basis verschiedener Parameter. Im Wesentlichen sind dies Zinssätze und individuelle Bonitätsrisiken der Kunden. Anhand dieser Bewertung bildet die Software AG die Wertberichtigungen für erwartete Forderungsausfälle. Demnach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen zum 31. Dezember 2019 und 2018 annähernd ihren Marktwerten.

Den Marktwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt die Software AG durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.

Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen ist lediglich durch Währungseffekte sowie Zinseffekte wesentlich beeinflusst. Das Nettoergebnis der ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang gehaltenen Derivate beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf 2.284 (Vj. 8.110) Tausend Euro. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Nettoergebnis aus als Cashflow Hedge designierten Derivaten beträgt im Geschäftsjahr 2019 5.388 (Vj. 12.873) Tausend Euro.

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Wertberichtigungen auf Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 1.616 (Vj. 4.858) Tausend Euro, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.

Marktrisiken und Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Die Software AG unterliegt aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit sowie ihrer Investitions- und Finanzierungstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken. Das Management überwacht diese Risiken fortlaufend. Auf Grundlage interner Richtlinien werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Zinssatzänderungen, Wechselkursänderungen, Cashflow-Risiken oder Wertänderungen der Geldanlagen zu reduzieren. Der Abschluss derivativer Sicherungsgeschäfte erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender Risikopositionen oder von Geschäftsvorfällen, deren Eintritt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

a) Zinsrisiken

Die Gesellschaft ist auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz Zinsschwankungen ausgesetzt.

Auf der Aktivseite unterliegen insbesondere die Erträge aus der Anlage der frei verfügbaren liquiden Mittel sowie die künftigen Zinserträge aus der Diskontierung der langfristigen Forderungen dem Zinsänderungsrisiko. Auf der Passivseite unterliegen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen bezüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Rückstellungen für Pensionen und die anderen Positionen des langfristigen Fremdkapitals dem Risiko sich ändernder Zinssätze.

Die durch den IFRS 7 geforderte Sensitivitätsanalyse bezieht sich auf Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten monetären Finanzinstrumenten.

Basierend auf der aktuellen Struktur der verzinslichen Finanzinstrumente würde eine hypothetische Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte das Finanzergebnis um 2.048 (Vj. 1.392) Tausend Euro erhöhen.

b) Wechselkursrisiken

Zur Absicherung von zukünftigen Wechselkursschwankungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach Möglichkeit saldiert und lediglich die verbleibende Nettoposition wird selektiv abgesichert. Auch zu erwartende Cashflows können entsprechend den internen Regeln abgesichert werden.

Die Bewertung der Sicherungsgeschäfte erfolgt zum Marktwert. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bzw. der finanziellen Verbindlichkeiten. Da die Sicherungsgeschäfte regelmäßig nicht als Hedge Accounting designiert werden, werden Marktwertänderungen sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die durch den IFRS 7 geforderte Sensitivitätsanalyse bezieht sich auf Wechselkursrisiken aus monetären Finanzinstrumenten, die auf eine andere Währung lauten als die funktionale Währung, in der sie bewertet sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) und nichtmonetäre Posten bleiben unberücksichtigt. Wesentliche monetäre Finanzinstrumente sind überwiegend in funktionaler Währung denominiert. Für die Software AG ergeben sich lediglich aus dem Kursverhältnis des Euros gegenüber dem US-Dollar materielle Effekte auf das Ergebnis (Ergebnis vor Ertragsteuern). Sicherungsgeschäfte basieren auf bestehenden Grundgeschäften oder geplanten Cashflows und reduzieren daher die möglichen Ergebniseffekte. Bei designierten Cashflow Hedges hat eine Wechselkursänderung Effekte auf die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital.

Basierend auf dem zum Bilanzstichtag vorliegenden Bestand an monetären Finanzinstrumenten hätte eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 10 Prozent das Ergebnis um 1.935 (Vj. 1.376) Tausend Euro erhöht und die sonstigen Rücklagen um 0 (Vj. 2.818) Tausend Euro erhöht. Dieser Wert stellt für die Software AG lediglich ein theoretisches Risiko dar, da es sich hierbei um Absicherungspositionen bilanzieller Geschäfte, also nicht um offene Handelspositionen, handelt.

c) Marktwertänderungsrisiken

In Übereinstimmung mit der Konzernpolitik werden die Anlagen über die Merkmale Laufzeit, Art der Verzinsung und Rating derart gesteuert, dass aus Sicht des Unternehmens nennenswerte Wertschwankungen nicht zu erwarten sind.

d) Kreditrisiken

Die Software AG ist im operativen Geschäft und aus bestimmten Finanztransaktionen einem Ausfallrisiko ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Die wesentlichen Geldanlagen und die derivativen Finanzinstrumente sind mit Banken abgeschlossen, deren Bonität mindestens Investment Grade beträgt und deren Credit-Default-Swap(CDS)-Sätze fortlaufend überwacht werden. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte wiedergegeben. Aufgrund der vom Management vorgegebenen Richtlinien ist eine Verteilung des Kreditrisikos aus Finanzinstrumenten auf verschiedene Banken gewährleistet.

Im operativen Geschäft werden die Forderungen fortlaufend überwacht. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag anhand einer Wertberichtigungsmatrix zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste analysiert. Zum 31. Dezember 2019 lagen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass über die gebuchten Wertberichtigungen hinausgehende Risiken bestehen. Aufgrund der Größe des Kundenstamms sowie der Umsatzverteilung auf verschiedene Branchen und Länder gibt es kein gebündeltes Kreditrisiko gegenüber einzelnen Kunden. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, wird durch die Buchwerte der Forderungen wiedergegeben.

e) Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Konzerngesellschaften ihren bestehenden finanziellen Verpflichtungen zum Beispiel aus Kreditvereinbarungen, Leasingverträgen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht nachkommen können. Durch ein aktives Working-Capital-Management sowie eine konzernweite Liquiditätssteuerung wird das Risiko limitiert und, soweit erforderlich, durch vorhandene Barmittel und bilaterale Kreditlinien ausgeglichen.

Durch Kreditvereinbarungen im Volumen von insgesamt 200,0 (Vj. 200,0) Millionen Euro ist die Software AG verpflichtet, die Nettoverschuldung im Konzern auf das maximal 3,25-Fache des EBITDA zu begrenzen und den Zinsdeckungsgrad von 4,25 nicht zu unterschreiten. Zum Jahresende 2019 wurde die Kennzahl Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA deutlich unterschritten und der Zinsdeckungsgrad deutlich überschritten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen aus finanziellen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Umrechnungskurs per 31. Dezember 2019 bewertet.

2019

in TEUR bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre >5 Jahre Insgesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (dieser Bilanzposten) 28.812 18 0 28.830
Finanzielle nichtderivative Verbindlichkeiten 81.756 175.051 0 256.807
Leasingverbindlichkeiten 13.390 22.885 1.667 37.942
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.244 622 0 1.866

2018

in TEUR bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre >5 Jahre Insgesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (dieser Bilanzposten) 32.656 3.245 0 35.901
Finanzielle nichtderivative Verbindlichkeiten 109.965 100.173 100.000 310.138
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.923 1.260 0 3.183

Volumen und Bewertung derivativer Finanzinstrumente

Der Einsatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zur Absicherung bestehender oder erwarteter Fremd-währungs-, Zins- oder sonstiger Marktrisiken.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Nominalvolumen, die Buchwerte sowie die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2019 und per 31. Dezember 2018. Der Marktwert von Devisentermingeschäften bestimmt sich in Abhängigkeit von Devisenterminkursen. Die Marktwerte der Aktienoptionen und Aktientermingeschäfte zur Sicherung des PPS-Programms sowie der MIP-Pläne basieren auf Marktwerten, die die aktuelle Marktsituation wiedergeben, und entsprechen den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag.

2019 2018
in TEUR Nominalvolumen Marktwert Buchwert Nominalvolumen Marktwert Buchwert
Derivate mit positivem Marktwert
Derivate (ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang) 749 749 516 516
Devisentermingeschäfte Restlaufzeit < 1 Jahr 11.897 628 628 12.673 69 69
Aktientermingeschäfte 3.930 120 120 6.686 446 446
Derivate (Cashflow Hedges) 3.680 3.680 4.959 4.959
Aktienoptionen / Aktientermingeschäfte 86.369 3.680 3.680 103.788 4.959 4.959
Forderungen aus fälligen Aktienderivaten 0 0 10.647 10.647
Aktienoptionen 0 0 0 n/a 10.647 10.647
Derivate mit negativem Marktwert
Derivate (ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang) -1.866 -1.866 -3.183 -3.183
Devisentermingeschäfte Restlaufzeit < 1 Jahr 4.275 -51 -51 49.879 -589 -589
Devisentermingeschäfte Restlaufzeit > 1 Jahr 349 -40 -40
Aktienoptionen / Aktientermingeschäfte 14.690 -1.815 -1.815 12.090 -2.554 -2.554

Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung eines erfassten Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit. Wertänderungen der Sicherungsinstrumente wurden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zur Absicherung von wechselkursbedingten Wertänderungen künftiger Cashflows werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen.

Zur Absicherung der aus dem PPS-Programm und den MIP-Programmen resultierenden Wertänderungsrisiken hat die Gesellschaft mit Banken Sicherungsinstrumente auf die Aktie der Software AG abgeschlossen.

Die Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken weisen Laufzeiten von maximal 1,0 Jahren aus. Die Restlaufzeiten der Sicherungsgeschäfte zur Absicherung der PPS- und MIP-Programme belaufen sich auf maximal 3,2 Jahre.

Geldanlagepolitik

Die Geldanlagen der Software AG erfolgen konservativ. Es werden überwiegend kurzfristige Festgelder sowie kurzfristige festverzinsliche Wertpapiere erworben, deren Bonität mindestens Investment Grade erreicht. Im Rahmen der Bonitätsüberwachung der Geldanlagen hat die Software AG einen Monitoring-Prozess zur Überwachung der Schuldner eingeführt. Danach wird die Entwicklung der jeweiligen Credit Default Swaps (CDS) oder der externen Ratings regelmäßig überwacht und die Anlageentscheidungen werden entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden für Währungsanlagen im Ausland Zinssätze bis zu 60 Prozent per annum erreicht.

[33] Angaben zu Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Die Software AG mietet bzw. least Bürogebäude sowie in geringem Umfang Fahrzeuge und Hardware. Diese Mietbzw. Leasingverhältnisse wurden nach IAS 17 bisher (bis zur Einführung von IFRS 16 am 1. Januar 2019) als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Die Software AG mietet darüber hinaus IT-Ausstattung mit vertraglichen Laufzeiten zwischen in der Regel einem und drei Jahren. Diese Leasingvereinbarungen sind entweder kurzfristig oder ihnen liegen Gegenstände von geringem Wert zugrunde. Für diese Vereinbarungen nimmt die Software AG die Vereinfachungen des IFRS 16 in Anspruch und erfasst für diese Leasingvereinbarungen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten.

Nutzungsrechte im Zusammenhang mit gemieteten Bürogebäuden sowie Fahrzeuge und Hardware werden als Sachanlagen dargestellt (siehe Textziffer [21]) und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Insgesamt
Stand zum 01. 01.2019 30.498 5.962 36.460
Abschreibungen im Geschäftsjahr -10.344 -3.040 -13.384
Zugänge 8.256 2.093 10.349
Abgänge -1.104 -11 -1.115
Währungsumrechnungsdifferenzen 945 12 957
Stand zum 31.12.2019 28.251 5.016 33.267

Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit gemieteten Bürogebäuden sowie Fahrzeuge und Hardware sind innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR Leasingverbindlichkeiten
Stand zum 01. 01.2019 41.062
Veränderungen im Geschäftsjahr (für Details siehe Textziffer [23]) -3.120
Stand zum 31.12.2019 37.942
davon kurzfristig 13.390
davon langfristig 24.552

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2019 erfassten Beträge für Leasingvereinbarungen gemäß IFRS 16 stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2019
Aufwendung für Leasingverhältnisse innerhalb des Betriebsergebnisses
Abschreibungen im Geschäftsjahr 13.384
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 1.235
Aufwendung für Leasingverhältnisse innerhalb des Finanzergebnisses, netto
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 1.717

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2018 gemäß IAS 17 erfassten Aufwendungen für Leasingvereinbarungen betrugen 17.680 Tausend Euro.

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Die Software AG vermietet, nur in sehr geringem Umfang, Teile eigener oder angemieteter Bürogebäude.

[34] Haftungsverhältnisse

Zu den angabepflichtigen Eventualverbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Rechtsstreitigkeiten unter Textziffer [36].

[35] Saisonale Einflüsse

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern verteilen sich über das Geschäftsjahr 2019 wie folgt:

in TEUR 1. Quartal 2019 2. Quartal 2019 3. Quartal 2019 4. Quartal 2019 2019
Lizenzumsatzerlöse 42.580 50.174 64.142 88.204 245.100
in % des Jahreslizenzumsatzes 18 20 26 36 100
Umsatzerlöse 201.416 210.018 224.157 255.016 890.607
in % des Jahresumsatzes 22 24 25 29 100
Ergebnis vor Steuern 42.141 47.772 59.793 65.413 215.119
in % des Jahresergebnisses 20 22 28 30 100

Die Umsatz- und Ergebnisverteilung 2019 ist auf Basis der Erfahrungen der vergangenen Jahre eingeschränkt repräsentativ. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisverteilung sind regelmäßig durch große Einzelverträge beeinflusst und daher schwer vorhersehbar.

Die nachfolgende Grafik zeigt den Verlauf der Lizenzerlöse 2019 und 2018:

[36] Rechtsstreitigkeiten

Ein Softwareunternehmen aus Virginia, USA, hat die Software AG zusammen mit elf weiteren Beklagten, darunter auch IBM und SAP, im Februar 2010 auf Verletzung mehrerer ihrer Softwarepatente verklagt. Die Klage wurde vor einem Gericht in Virginia, USA, anhängig gemacht. Das Verfahren wurde für die Software AG und weitere Beklagte auf Anordnung des Gerichts ausgesetzt und nur gegen eine der Beklagten aktiv fortgeführt. Das Gericht hat die Klage im Musterverfahren abgewiesen, die Klägerin hat hiergegen Berufung eingelegt. Das Berufungsgericht hat die Berufung im Januar 2012 abgewiesen. Nach weiterem Rechtsmittel der Klägerin hat die Rechtsmittelinstanz das Verfahren im Oktober 2013 teilweise bestätigt und teilweise an die erste Instanz zurückverwiesen. Das Gericht hat im September 2014 das weitere Ruhen des Verfahrens angeordnet, bis das US-Patentamt über die von den Beklagten initiierte Validierungsüberprüfung der der Klage zugrunde liegenden Patente entschieden hat. Im Mai 2015 urteilte das Gericht im summarischen Verfahren zugunsten eines Beklagten; gegen diese Entscheidung legte die Klägerin Berufung ein, die die Klägerin, wie am 18. August 2016 bekannt gemacht, teilweise gewonnen hat. Nachdem sich die ursprüngliche Richterin selbst von dem Verfahren abgezogen hatte, wurde das Verfahren einem neuen Richter zugewiesen. Das US-Patentamt hat zwischenzeitlich eine Entscheidung bestätigt, die die Unwirksamkeit eines TecSec-Patents zum Gegenstand hatte. Nachdem Adobe in einem parallelen Juryverfahren zur Zahlung von 1,75 Millionen US-Dollar verurteilt wurde, erließ der zuständige Richter am 24. September 2019 eine Anordnung, nach der die Software AG und alle anderen verbleibenden Beklagten die Aufklärung und Dokumentation binnen sechs Monaten abzuschließen hatten. Die Software AG legte daraufhin als erste Partei das Verfahren zur Vermeidung potenzieller Ausgleichszahlungen für die etwaige Verletzung von fünf Patenten sowie der diesen Betrag deutlich übersteigenden, nicht erstattungsfähigen Gerichts-, Anwalts- und E-Discovery-Kosten durch Zahlung eines Betrags von 975.000 US-Dollar bei. Für die Software AG ist das Verfahren damit abgeschlossen.

Im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der IDS Scheer AG sind eine Vielzahl von Spruchverfahren beim Landgericht Saarbrücken eingeleitet worden, in denen die Antragsteller eine Erhöhung der Barabfindung und der jährlichen Ausgleichszahlung anstreben. Die erhobenen Bewertungsrügen hält die Software AG nicht für durchgreifend. Das Landgericht Saarbrücken hat mit Beschluss vom 6. Juni 2018 die Anträge der Antragsteller zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss sind innerhalb der Beschwerdefrist Beschwerden mehrerer Antragsteller eingelegt worden. 2019 hat sich das Verfahren nicht wesentlich bewegt.

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der IDS Scheer AG auf die Software AG sind eine Vielzahl von Spruchverfahren beim Landgericht Saarbrücken eingeleitet worden, in denen die Antragsteller die gerichtliche Überprüfung des festgesetzten Umtauschverhältnisses und Korrektur durch bare Zuzahlung anstreben. Die erhobenen Bewertungsrügen hält die Software AG nicht für durchgreifend. Mit Beschluss vom 15. März 2013 hat das Landgericht Saarbrücken die Börsenwertrelation als das für die Bewertung anzuwendende Verfahren erklärt und für jede Aktie von außenstehenden Aktionären eine bare Zuzahlung in Höhe von 7,22 Euro zuzüglich Zinsen festgesetzt. Daraus ergibt sich rechnerisch ein maximales Risiko von etwa 7,6 Millionen Euro zuzüglich Zinsen. Die Software AG hat gegen die Entscheidung Rechtsmittel eingelegt. Im dritten Quartal 2017 hat der vom Gericht bestellte Sachverständige sein Gutachten vorgelegt. Zu diesem hat auch die Software AG im vierten Quartal 2017 detailliert Stellung genommen. Das Gericht hat am 12. Januar 2018 beschlossen, dass der Sachverständige sein Gutachten in einem Anhörungstermin erläutern und es terminvorbereitend schriftlich ergänzen soll. Die Ergänzung ist noch nicht erfolgt. Der Anhörungstermin wurde noch nicht festgesetzt. Die Rückstellungsbildung erfolgte auf Basis der Einschätzung des wahrscheinlich tatsächlichen Ressourcenabflusses.

Am 28. und 29. Oktober 2015 hat die spanische Kartellbehörde (Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia, CNMC) Geschäftsräume der Software AG Espana, S.A. Unipersonal (Software AG Spanien) wegen des Verdachts auf eine unzulässige Wettbewerbsabsprache durchsucht. Am 25. April 2016 hat die CNMC auf ihrer Website bekannt gegeben, dass sie ein kartellrechtliches Verfahren gegen insgesamt elf Unternehmen, darunter Software AG Spanien, eingeleitet hat. Am 19. Oktober 2017 erweiterte die CNMC das Verfahren auf drei weitere Unternehmen. Die CNMC wirft der Software AG Spanien unter anderem unzulässige Preisabsprachen und sogenannte "Cover Tenders" vor. Nach einer mündlichen Anhörung am 12. Juni 2018 hat die spanische Wettbewerbsbehörde am 31. Juli 2018 in der Sache entschieden und gegen elf Unternehmen Strafen verhängt, darunter auch gegen die Software AG Spanien. Die der Software AG Spanien auferlegte Strafe beträgt 6 Millionen Euro und ist gemäß gerichtlicher Aufforderung am 28. Januar 2019 gezahlt worden. Die Software AG hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Behörde eingelegt und am 23. Mai 2019 die abschließende Stellungnahme eingereicht.

Nachdem ein Kunde der Software AG in Shelby County, Tennessee, USA, 2017 und 2018 eine Freistellung von eventuellen Ansprüchen gegen das County und / oder seine Mitarbeiter durch die Software AG verlangt hat, wurde am 18. Januar 2019 die Software AG Cloud Americas, Inc. als Beklagte in ein Sammelklageverfahren vor dem United States District Court for the Western District of Tennessee hinzugefügt. Hintergrund sind diverse Verfahren gegen einen Kunden der Software AG, Shelby County, Tennessee, USA. Die Sammelklage ist noch nicht zugelassen worden und befindet sich in der frühen Aufklärungsphase.

Die Risikobewertung für sonstige Rechtsstreitigkeiten und Rechtsrisiken wurde im Weiteren aktualisiert und die Rückstellungsbildung auf Basis einer erneuerten Einschätzung des wahrscheinlich tatsächlichen Ressourcenabflusses aktualisiert.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betragen zum 31. Dezember 2019 11.976 (Vj. 15.440) Tausend Euro.

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 20.818 (Vj. 20.678) Tausend Euro, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung war. Diese betreffen einzelne Rechtsstreitigkeiten sowie mit 8.200 (Vj. 8.200) Tausend Euro steuerliche Risiken.

Darüber hinaus gab es weder Veränderungen in Bezug auf die zum 31. Dezember 2018 berichteten Rechtsstreitigkeiten noch gab es neue Rechtsstreitigkeiten oder andere Rechtsrisiken, die potenziell wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten.

[37] Aktienoptionsprogramme

Die Software AG hat unterschiedliche Aktienoptionsprogramme für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns.

Insgesamt entstand aus anteilsbasierter Vergütung im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 11.341 (Vj. 10.969) Tausend Euro.

Es wurden keine Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungstransaktionen als Vorräte oder Anlagevermögen aktiviert.

Management Incentive Plan 2019

Im Mai und im Juni 2019 wurden erstmalig Rechte unter dem neuen Management Incentive Plan 2019 an Vorstandsmitglieder, Führungskräfte sowie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zugeteilt.

Der Plan unterscheidet zwischen zwei Arten von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights "SARs"), zum einen "Retention Shares" ("RSARs") und zum anderen Performance Shares ("PSARs").

Beide Formen gewähren in Abhängigkeit bestimmter Bedingungen ein Anrecht auf Zahlung eines Geldbetrags, der dem über 20 Handelstage gemittelten Aktienkurs zum Fälligkeitszeitpunkt entspricht.

Die Anzahl der für die Auszahlung relevanten PSARs basiert auf der Anzahl zugeteilter Rechte mal eines Faktors, der sich auf Basis der relativen Performance des Software AG-Aktienkurses zu einem Vergleichsindex ergibt. Als Vergleichsindex wurde der Nasdaq 100 Stock Index festgelegt. Der sich hieraus ergebende Faktor kann zwischen null und zwei liegen.

Die Outperformance wird wie folgt berechnet:

[(Durchschnittlicher Abrechnungskurs für PSARs abzüglich Basispreis) dividiert durch den Basispreis] abzüglich [(endgültiger Referenzindexpreis abzüglich anfänglicher Referenzindexpreis) dividiert durch den Anfangsindex-Referenzindexpreis].

Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung des Performance-Faktors nicht berücksichtigt.

Der zu berücksichtigende Faktor ergibt sich wie folgt aus der errechneten Outperformance:

Outperformance Faktor
> 20 % 2
< 20 % > 18 % 1,9
< 18 % > 16 % 1,8
< 16 % > 14 % 1,7
< 14 % > 12 % 1,6
< 12 % > 10 % 1,5
< 10 % > 8 % 1,4
< 8 % > 6 % 1,3
< 6 % > 4 % 1,2
< 4 % > 2 % 1,1
< 2 % > 0 % 1,0
< 0 % 0
PSARs RSARs 1. Tranche RSARs 2. Tranche RSARs 3. Tranche RSARs 4. Tranche
Laufzeit der Rechte (Auszahlungstermin) März 2023 März 2020 März 2021 März 2022 März 2023
Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2019 (in EUR) 17,72 30,93 30,41 29,76 29,01
Anzahl im Geschäftsjahr 2019 zugeteilter Rechte 152.693 65.077 65.077 65.077 116.828
Im Geschäftsjahr 2019 verfallene Rechte -10.565 -3.523 -3.523 -3.523 -8.401
Zum 31.12.2019 ausstehende Rechte 142.128 61.554 61.554 61.554 108.427
Obergrenze je Recht (in EUR) 73,80 73,80 73,80 73,80 73,80

Die beizulegenden Zeitwerte der PSARs wurden anhand der Preise für die mit einer Bank abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte abgeleitet, deren Parameter mit den Zusagen an die Mitarbeiter im Wesentlichen übereinstimmen. Die beizulegenden Zeitwerte der RSARs wurden anhand eines Optionspreismodells, das die modellbeeinflussenden Optionspreisparameter berücksichtigt, bestimmt.

Aus dem Programm resultierte im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 5.028 Tausend Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einem Aufwand in Höhe von 4.988 Tausend Euro aus der originären Zusage sowie einem Aufwand in Höhe von 39 Tausend Euro aus der als Cashflow Hedge bilanzierten Sicherung der Zusage.

Die Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2019 4.988 Tausend Euro.

Management Incentive Plan 2018

Im Dezember 2017 wurde analog zum Vorjahr ein an der Entwicklung des Aktienwertes orientierter Management Incentive Plan 2018 für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte sowie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen beschlossen. Dabei handelt es sich um europäische Standard-Kaufoptionen, für die ein Barausgleich vorgesehen ist. Die Zuteilung erfolgte in vier Tranchen, die sich nur anhand der Laufzeit unterscheiden. Für Vorstandsmitglieder ist die Auszahlung des Ausübungsgewinns an eine Ausübungshürde geknüpft. Die Ausübungshürde ist erreicht, wenn der tägliche gewichtete Durchschnittskurs (Volume Weighted Average Price, VWAP) der Software AG-Aktie am Xetra-Handel an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen im relevanten Zeitraum einen definierten Kurs übersteigt. Der relevante Kurs entspricht dem Ausübungsziel (54,32 Euro) abzüglich seit Programmbeginn gezahlter Dividenden.

Die Zuteilung erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Referenzkurs bei Ausgabe/Basispreis 45,27 EUR
Laufzeit der Rechte
Tranche 1 36 Monate
Tranche 2 39 Monate
Tranche 3 42 Monate
Tranche 4 45 Monate
Ausübungsziel 54,32 EUR
Zur Erreichung der Ausübungshürde relevanter Zeitraum (nur für Vorstandsmitglieder relevant) 01.12.2019 bis 30.11.2020
Obergrenze 67,91 EUR

Unter dem Management Incentive Plan 2018 wurden im Dezember 2017 1.464.122 Rechte zugesagt, die sich gleichmäßig auf die vier Tranchen verteilen.

Die unter dem Management Incentive Plan 2018 zugesagten Rechte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:

Bestand zum 31.12.2017 1.464.122
Gewährt 288.912
Verfallen -378.226
Bestand zum 31.12.2018 1.374.808
Gewährt 0
Verfallen -219.000
Bestand zum 31.12.2019 1.155.808

Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand der Preise für die mit einer Bank abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte abgeleitet, deren Parameter mit den Zusagen an die Mitarbeiter übereinstimmen.

Die beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 betragen:

in EUR 2019 2018
Tranche 1 0,29 1,02
Tranche 2 0,50 1,23
Tranche 3 0,73 1,43
Tranche 4 0,88 1,51

Aus dem Programm resultierte im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 2.268 (Vj. 3.943) Tausend Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einem Ertrag in Höhe von 194 (Vj. -589) Tausend Euro aus der originären Zusage sowie einem Aufwand in Höhe von 2.462 (Vj. 3.354) Tausend Euro aus der als Cashflow Hedge bilanzierten Sicherung der Zusage.

Die Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2019 395 (Vj. 589) Tausend Euro.

Management Incentive Plan 2017

Im Dezember 2016 wurde ein an der Entwicklung des Aktienwerts orientierter Management Incentive Plan 2017 für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte sowie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen beschlossen. Dabei handelt es sich um europäische Standard-Kaufoptionen, für die ein Barausgleich vorgesehen ist. Die Zuteilung erfolgte in vier Tranchen, die sich nur anhand der Laufzeit unterscheiden.

Die Zuteilung erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Referenzkurs bei Ausgabe / Basispreis 33,18 EUR
Laufzeit der Rechte
Tranche 1 36 Monate
Tranche 2 39 Monate
Tranche 3 42 Monate
Tranche 4 45 Monate
Ausübungsziel 39,82 EUR
Zur Erreichung der Ausübungshürde relevanter Zeitraum (nur für Vorstandsmitglieder relevant) 01.12.2018 bis 30.11.2019
Obergrenze 49,77 EUR

Für Vorstandsmitglieder ist die Auszahlung des Ausübungsgewinns an eine Ausübungshürde geknüpft. Die Ausübungshürde lag bei einem Kurs von 39,82 Euro abzüglich seit Programmbeginn gezahlter Dividenden. Diese wäre erreicht worden, wenn der tägliche VWAP der Software AG-Aktie am Xetra-Handel an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen im relevanten Zeitraum 2019 den definierten Kurs überstiegen hätte. Da die Ausübungshürde 2019 nicht erreicht wurde, sind alle Rechte der Vorstandsmitglieder wertlos verfallen.

Unter dem Management Incentive Plan 2017 wurden im Dezember 2016 1.654.570 Rechte zugesagt, die sich gleichmäßig auf die vier Tranchen verteilen.

Die unter dem Management Incentive Plan 2017 zugesagten Rechte haben sich in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 wie folgt entwickelt:

Bestand zum 31.12.2017 1.785.676
Gewährt 0
Verfallen -82.575
Bestand zum 31.12.2018 1.703.101
Gewährt 0
Verfallen -1.162.576
Bestand zum 31.12.2019 540.525

Die zum 31. Dezember 2019 ausstehenden Rechte verteilen sich wie folgt auf die Tranchen:

Anzahl Rechte Restlaufzeit in Jahren
Tranche 1 0 n/a
Tranche 2 180.175 2 Monate
Tranche 3 180.175 5 Monate
Tranche 4 180.175 8 Monate

Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand der Preise für die mit einer Bank abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte abgeleitet, deren Parameter mit den Zusagen an die Mitarbeiter übereinstimmen.

Die beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 betragen:

in EUR 2019 2018
Tranche 1 0 1 2,05
Tranche 2 0,38 2,35
Tranche 3 1,19 2,58
Tranche 4 1,68 2,57

1 Wertlos verfallen.

Aus dem Programm resultierte im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 539 (Vj. 2.092) Tausend Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einem Ertrag in Höhe von 2.346 (Vj. 2.442) Tausend Euro aus der originären Zusage sowie einem Aufwand in Höhe von 2.885 (Vj. 4.534) Tausend Euro aus der als Cashflow Hedge bilanzierten Sicherung der Zusage.

Die Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2019 504 (Vj. 2.850) Tausend Euro.

Management Incentive Plan 2016

Im Dezember 2015 wurde ein an der Entwicklung des Aktienwertes orientierter Management Incentive Plan 2016 für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte sowie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen beschlossen. Die Rechte haben eine Ursprungslaufzeit von drei Jahren.

Die Zuteilung erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Referenzkurs bei Ausgabe 25,94 EUR
Basispreis 0 EUR
Laufzeit der Rechte 3 Jahre
Ausübungsziel 30,00 EUR
Zur Erreichung der Ausübungshürde relevanter Zeitraum 01.12.2017 bis 30.11.2018
Obergrenze 51,88 EUR

Die Ausübungshürde wurde bereits im Dezember 2017 erreicht. Somit waren alle 411.199 zum 31. Dezember 2017 ausstehenden Rechte unverfallbar.

Mit Ausnahme der bereits im Dezember im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausgezahlten 32.722 Rechte sind alle weiteren 378.477 Rechte im Januar 2019 zur Auszahlung gekommen. Der Auszahlungsbetrag pro Recht betrug 35,49 Euro.

Aus dem Programm resultierte im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 123 (Vj. -753) Tausend Euro.

Der Auszahlungsbetrag in Höhe von 13.555 Tausend Euro wurde im Januar 2019 an die Vorstände, Führungskräfte und Mitarbeiter ausgezahlt. Zeitgleich erfolgte der Zahlungseingang aufgrund der Ansprüche aus der Sicherung in Höhe von 10.647 Tausend Euro.

Management Incentive Plan 2007-2011 (MIP III)

2007 wurde ein an der Entwicklung des Aktienwertes orientierter Management Incentive Plan für Vorstandsmitglieder und Führungskräfte aufgelegt. Insgesamt wurden unter diesem Programm 7.342.500 Beteiligungsrechte an Vorstände und Führungskräfte ausgegeben.

Die vorgesehenen Performance-Ziele wurden mit Abschluss des Geschäftsjahres 2010 erreicht. Dementsprechend sind die Rechte seit diesem Zeitpunkt ausübbar.

Die Planbedingungen der Rechte waren wie folgt:

Standard-Kaufoption mit einem Basispreis von 24,12 Euro. Die Gesellschaft hat die Wahl zur Fremd- oder Eigenkapitalabgeltung. Es besteht eine Obergrenze bei 45,00 Euro, die den maximalen Erlös aus der Ausübung eines Rechts auf 20,88 Euro begrenzt.

Die unter dem Management Incentive Plan 2007-2011 (MIP III) gewährten Rechte haben sich in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 wie folgt entwickelt:

Anzahl ausstehende Rechte Ausübungspreis je Recht
in EUR
Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren Aggregierter innerer Wert
in TEUR
Bestand per 01.01.2018 12.400 24,12 1,5 282 1
Ausgeübt -6.650 24,12
Bestand per 31.12.2018 5.750 24,12 0,5 42 1
Ausgeübt -5.750 24,12
Bestand per 31.12.2019 0 0

1 Basierend auf dem jeweiligen Jahresschlusskurs.

Die im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Ausübungen von 5.750 Rechten erfolgten zu einem gewichteten Durchschnittsaktienkurs von 29,76 Euro. Die Bedienung der 5.750 Rechte erfolgte in bar.

Die im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Ausübungen von 6.650 Rechten erfolgten zu einem gewichteten Durchschnittsaktienkurs von 41,34 Euro. Die Bedienung von 3.650 Rechten erfolgte mit eigenen Aktien. Die restlichen 3.000 Rechte wurden in bar bedient.

Aus dem Programm entstand weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Geschäftsjahr 2018 ein Aufwand.

Performance-Phantom-Share-Programm

Ein Teil der variablen Managementvergütung wird als mittelfristiger Vergütungsbestandteil basierend auf einem Performance-Phantom-Share(PPS)-Programm ausgezahlt. Wie im Vorjahr wird der das Geschäftsjahr 2019 betreffende Anteil zum Februar 2020 mit dem Durchschnittskurs der Software AG-Aktie abzüglich 10 Prozent in PPS umgerechnet. Die daraus resultierende Aktienstückzahl wird in drei gleichen Tranchen mit Laufzeiten von einem, zwei und drei Jahren fällig gestellt. Zum Fälligkeitszeitpunkt im März der Jahre 2021 bis 2023 wird die Anzahl der PPS mit dem dann aktuellen Durchschnittskurs der Aktie des Monats Februar multipliziert. Die bis zur Auszahlung einer PPS-Tranche an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende pro Aktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an die Berechtigten ausgezahlt.

Die nach der beschriebenen Wartezeit erstmals fälligen PPS kann ein Berechtigter bis zu sechs Jahre und vier Monate nach seinem Ausscheiden aus der Software AG dieser weiter zur Verfügung stellen und somit weiter am Unternehmenserfolg partizipieren.

Zum Auszahlungszeitpunkt wird die Anzahl an PPS mit dem Durchschnittskurs der Software AG-Aktie des sechsten bis zehnten Handelstags nach der Entscheidung zur Ausübung der entsprechenden PPS multipliziert. Die Entscheidung zur Ausübung ist der Gesellschaft zwischen dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Finanzergebnisse und dem folgenden fünften Handelstag mitzuteilen. Die bis zum Auszahlungszeitpunkt der PPS an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende pro Aktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an die Berechtigten ausgezahlt.

Aus diesem Programm entstand im Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 3.383 (Vj. 5.687) Tausend Euro. Dieser setzt sich mit einem Aufwand von 2.725 (Vj. -2.977) Tausend Euro aus der originären Zusage sowie einem Aufwand in Höhe von 658 (Vj 8.630) Tausend Euro aus im Rahmen der Zusagen abgeschlossenen Sicherungsgeschäften mit Banken zusammen.

Die Rückstellung für die unter dem PPS-Programm ausstehenden Rechte betrug zum 31. Dezember 2019 17.210 (Vj. 15.456) Tausend Euro.

Der innere Wert der zum 31. Dezember 2019 ausübbaren Rechte unter dem Performance-Phantom-Share-Programm betrug zum 31. Dezember 2019 10.513 (Vj. 9.216) Tausend Euro.

[38] Organe

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Dr. Andreas Bereczky Dr.-Ing. Maschinenbau Anteilseigner-Vertreter Vorsitzender
Weitere Aufsichtsrats- und vergleichbare Mandate: • Mitglied des Verwaltungsrats GFT Technologies SE, Stuttgart • Mitglied des Verwaltungsrats Eurovision Services S.A., Genf (seit 1. Februar 2019)
Guido Falkenberg Dipl.-Informatiker Arbeitnehmer-Vertreter Stellvertretender Vorsitzender Mitarbeiter der Software AG, Darmstadt
Weitere Aufsichtsratsmandate: • Keine
Eun-Kyung Park Dipl.-Kauffrau Anteilseigner-Vertreterin Geschäftsführerin (Vorsitzende) ProSiebenSat.1 Digital GmbH, Unterföhring (bis 16. Oktober 2019) und Geschäftsführerin ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, Unterföhring (bis 16. Oktober 2019)
Weitere Aufsichtsratsmandate: • Mitglied des Aufsichtsrats ad pepper media International N.V., Amsterdam, Niederlande (bis 11. Dezember 2019)
Alf Henryk Wulf Dipl.-Ingenieur Anteilseigner-Vertreter
Weitere Aufsichtsrats- und vergleichbare Mandate: • Mitglied des Aufsichtsrats 1NCE GmbH, Köln • Mitglied des Verwaltungsrats VHV Versicherungs AG, Hannover • Mitglied des Aufsichtsrats Pfisterer Holding AG, Winterbach (bis 12. August 2019) • Mitglied des Aufsichtsrats DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg (bis 1. Mai 2019) • Mitglied des Aufsichtsrats GE Grid GmbH, Frankfurt am Main (bis 1. Februar 2019)
Markus Ziener Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Betriebswirt (BA) Anteilseigner-Vertreter Mitglied des Vorstands Software AG-Stiftung, Darmstadt
Weitere Aufsichtsratsmandate: • Mitglied des Aufsichtsrats Amryt Pharma plc, Dublin, Irland (bis 24. September 2019) • Mitglied des Aufsichtsrats GLS Bank eG, Bochum (seit 15. Juni 2019)
Christian Zimmermann Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Arbeitnehmer-Vertreter Mitarbeiter der SAG Deutschland GmbH, Darmstadt
Weitere Aufsichtsratsmandate: • Keine

Mitglieder des Vorstands:

Sanjay Brahmawar MBA in Finance & Marketing und Bachelor im Bauingenieurwesen Vorstandsvorsitzender Global Human Resources (bis 31. Juli 2019), Global Legal (bis 31. Dezember 2019), Global Information Services (IT) (bis 31. Dezember 2019), Marketing, Corporate Communications, CTO Office, Global Processes, Audits & Quality und Corporate Office
Aufsichtsratsmandate: • Keine
Dr. Elke Frank Juristin Personalvorstand (seit 1. August 2019) Global Human Resources, Helix Transformation Office, Global Legal (ab 1. Januar 2020), Global Information Services (IT) (ab 1. Januar 2020)
Aufsichtsratsmandate: • Keine
Dr. rer. nat. Wolfram Jost Dipl.-Kaufmann Technologievorstand (bis 8. Januar 2019) Product Management, Product Marketing, Analyst Relations, CTO Community, Strategic Customer Programs
Aufsichtsratsmandate: • Keine
John Schweitzer Bachelor of Science in Wirtschaft und Finanzen Vertriebsvorstand Global Sales, Professional Services und Alliances & Channels
Aufsichtsratsmandate: • Keine
Dr. Stefan Sigg Dipl.-Mathematiker Produktvorstand Product Development and Delivery, Product Management, Research and University Alliances, Global Support, Product Design and Architecture, R&D Operations and Shared Services, Cloud Operations
Aufsichtsratsmandate: • Mitglied des Aufsichtsrats Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Kaiserslautern (seit 24. Mai2019)
Arnd Zinnhardt Dipl.-Kaufmann Finanzvorstand (bis 31. März 2020) Finanzwesen, Controlling, Treasury, Steuern, M&A, Business Operations, Investor Relations, Globaler Einkauf
Aufsichtsrats- und vergleichbare Mandate: • Mitglied des Verwaltungsrats Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main • Mitglied des Aufsichtsrats Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf (seit 7. Oktober 2019)

Vergütung des Vorstands gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2019 inklusive der neu ausgegebenen MIP 2019 (Vj. MIP 2018) Aktienoptionen 15.347 (Vj. 19.070) Tausend Euro. Darin enthalten sind die zugesagten Werte des neuen aktienbasierten Vergütungsprogramms MIP 2019 in Höhe von 3.227 (Vj. 295) Tausend Euro. Dieser Wert wurde durch einen externen Gutachter ermittelt.

In den Bezügen des Vorstands sind weiterhin die Gegenwerte für 68.864 (Vj. 88.022) zugesagte PPS in Höhe von 2.291 (Vj. 2.855) Tausend Euro enthalten. Die zugesagten PPS hatten zum Zeitpunkt der Gewährung einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 33,27 (Vj. 32,43) Euro pro PPS.

Insgesamt betrugen die Vergütungen aus diesem Programm im Geschäftsjahr 2019 2.347 (Vj. 3.204) Tausend Euro.

Die Bezüge ehemaliger Vorstände betrugen 1.743 (Vj. 582) Tausend Euro.

Die Pensionsrückstellungen nach Verrechnung mit Planvermögen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrugen 18.319 (Vj. 12.767) Tausend Euro. Die Pensionsverpfichtungen gegenüber ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern betrugen 32.706 (Vj. 24.831) Tausend Euro. In diesen Werten sind auch Rückstellungen für Zeiten enthalten, in denen zwei Vorstände als leitende Angestellte oder als Group Executive Board Member tätig waren.

Weder im Geschäftsjahr 2019 noch im Geschäftsjahr 2018 hat die Software AG den Vorständen Vorschüsse oder Kredite gewährt. Sie ist für diese Personen auch keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

Detaillierte Angaben zur Vorstandsvergütung sind im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts dargestellt.

Vergütung des Aufsichtsrats gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 618 (Vj. 614) Tausend Euro.

Weder im Geschäftsjahr 2019 noch im Geschäftsjahr 2018 hat die Software AG den Aufsichtsräten Vorschüsse oder Kredite gewährt. Sie ist für diese Personen auch keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

Detaillierte Angaben zur Aufsichtsratsvergütung sind in dem im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Vergütungsbericht dargestellt.

[39] Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Software AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Software AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere juristische oder natürliche Personen, die einen Anteil an der Software AG halten, der ihnen einen maßgeblichen Einfluss auf die Software AG gewährt (Software AG-Stiftung), nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und ferner die Organmitglieder der Software AG, deren Bezüge der Textziffer [38] sowie dem Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen sind.

Angaben zur Vergütung nahestehender Personen gemäß IAS 24

Die der Software AG nahestehenden Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die Vergütung für den Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Kurzfristig fällige Leistungen 7.241 12.210
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1 4.014 5.562
Anteilsbasierte Vergütung 2 2.645 2.885
13.900 20.657

1 Hier werden der Dienstzeitaufwand aus den Pensionsverpflichtungen gemäß IAS 19 sowie gesetzliche und freiwillige Leistungen an Rentenversicherungsträger in den USA angegeben. Darüber hinaus sind in dieser Position Abfindungen für Herrn Zinnhardt in Höhe von 2.545 Tausend Euro (im Vorjahr waren Abfindungen inkl. der Sozialabgaben für Herrn Duffaut in Höhe von 2.046 Tausend Euro und Herrn Jost in Höhe von 2.022 Tausend Euro) enthalten.
2 Hier werden die Aufwendungen aus dem Performance-Phantom-Share-Programm, dem Management Incentive Plan 2017 (MIP 2017), dem Management Incentive Plan 2018 (MIP 2018) sowie dem Management Incentive Plan 2019 (MIP 2019) angegeben.

Gegenüber dem Vorstand bestehen Netto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.343 (Vj. 47) Tausend Euro. Die Brutto-Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands betrugen 7.921 (Vj. 7.454) Tausend Euro.

Darüber hinaus bestehen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands Verpflichtungen aus den aktienbasierten Vergütungsprogrammen, einschließlich der zum Jahresende in PPS umgewandelten Tantiemen, in Höhe von 6.725 (Vj. 7.275) Tausend Euro.

Aus den kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteilen bestehen Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern des Vorstands in Höhe von 3.672 (Vj. 3.265) Tausend Euro.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 betrug 618 (Vj. 614) Tausend Euro. Diese Vergütung umfasst eine feste kurzfristige Vergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit.

Die Grundzüge der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung sind detailliert im Vergütungsbericht dargestellt. Dieser Bericht stellt die Struktur und Höhe der einzelnen Komponenten der Vergütung dar. Der Vergütungsbericht ist im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr fanden keine weiteren Geschäftsvorfälle zwischen der Software AG und den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats statt.

[40] Honorare des Abschlussprüfers

Im Posten allgemeine Verwaltungsaufwendungen sind Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Höhe von 958 (Vj. 932) Tausend Euro enthalten. Davon entfallen 923 (Vj. 867) Tausend Euro auf die Abschlussprüfung der inländischen Gesellschaften und des Konzerns sowie 35 (Vj. 34) Tausend Euro auf andere Bestätigungsleistungen und 0 (Vj. 31) Tausend Euro auf Steuerberatungsleistungen. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten vor allem Prüfungen im Zusammenhang mit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung und den EMIRAnforderungen.

[41] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 14. Januar 2020 hat die Software AG die Ernennung von Dr. Matthias Heiden zum neuen Chief Financial Officer (CFO) angekündigt. Arnd Zinnhardt hat sein Vorstandsmandat per 31. März 2020 niedergelegt. Dr. Matthias Heiden wird nach Ablauf einer Übergangszeit das Amt als Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands offiziell antreten.

Da die Amtszeit des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Andreas Bereczky sowie der Aufsichtsratsmitglieder Herrn Markus Ziener, Herrn Alf Henryk Wulf und Frau Eun-Kyung Park am Tag der nächsten Hauptversammlung am 20. Mai 2020 ausläuft, hat der Aufsichtsrat am 2. März 2020 beschlossen, für die Aufsichtsratswahl der nächsten Hauptversammlung am 20. Mai 2020 die folgenden Kandidaten vorzuschlagen:

Den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Software AG, Herrn Karl-Heinz Streibich

Frau Ursula Soritsch-Renier, Group CIO und Digital Leader bei Nokia

Herrn Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Markus Ziener, Vorstand der Software AG Stiftung, wird sich zur Wiederwahl stellen

Darüber hinaus gab es in dem Zeitraum nach dem 31. Dezember 2019 und vor der Freigabe des Konzernabschlusses keine weiteren Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den Konzernabschluss.

[42] Erklärung zur Unternehmensführung

Die Gesellschaft hat die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315 d HGB in Verbindung mit 289 ff. HGB am 28. Februar 2020 abgegeben und am 2. März 2020 auf der Homepage unter SoftwareAG.com/statement_de der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Diese Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die am 28. Januar / 31. Januar 2020 gesondert abgegeben und auf der Homepage veröffentlicht wurde unter: www.softwareag.com/erklaerung.

[43] Befreiung der inländischen Konzerngesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die in den Konzernabschluss der Software AG einbezogenen Gesellschaften SAG Deutschland GmbH, Darmstadt, SAG Consulting Services GmbH, Darmstadt, und SAG LVG mbH, Darmstadt, sind mit Zustimmung der Gesellschafterversammlungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines den Vorschriften für Kapitalgesellschaften entsprechenden Jahresabschlusses und Lageberichts sowie deren Prüfung befreit.

Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand der Software AG hat den Konzernabschluss am 2. März 2020 genehmigt.

 

Darmstadt, 2. März 2020

Software AG

S. Brahmawar

Dr. E. Frank

J. Schweitzer

Dr. S. Sigg

A. Zinnhardt

Weitere Informationen

Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sowie des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.

 

Darmstadt, 2. März 2020

Software AG

S. Brahmawar

Dr. E. Frank

J. Schweitzer

Dr. S. Sigg

A. Zinnhardt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Software Aktiengesellschaft, Darmstadt

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Software Aktiengesellschaft, Darmstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben folgende Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

1. Umsatzrealisierung aus Softwarelizenzen

2. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

3. Bilanzierung und Bewertung von Ertragsteuern

Umsatzrealisierung aus Softwarelizenzen

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der Software AG werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 890,6 Mio. ausgewiesen. Die Umsatzerlöse ergeben sich im Wesentlichen aus der Einräumung von Softwarelizenzen (EUR 245,1 Mio.), Wartung (EUR 435,0 Mio.) und Dienstleistungen (EUR 187,2 Mio.). Dabei werden den Kunden Softwarelizenzen häufig kombiniert mit Wartung und/oder Dienstleistungen in Mehrkomponentenverträgen eingeräumt. Um bei der hohen Komplexität der umsatzgenerierenden Geschäftsvorfälle eine einheitliche und stetige Umsatzrealisierung sicherzustellen, hat die Software AG im Rahmen der anzuwendenden Rechnungslegungsstandards detaillierte Bilanzierungsrichtlinien und konzernweit einheitliche Prozesse eingerichtet. Aufgrund der Größenordnung einzelner Verträge können Ermessensentscheidungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Erhebliche Ermessensentscheidungen können sich vor allem bei der Identifizierung einzelner Leistungsverpflichtungen eines Vertrags, der Bestimmung und der Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen ergeben.

Die entsprechenden Angaben der Software AG über Umsatzerlöse sind im Konzernanhang in den Abschnitten "[3] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", "[5] Umsatzerlöse" und "[31] Segmentberichterstattung" enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Wir haben die Übereinstimmung der Bilanzierungsrichtlinien der Software AG mit IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden untersucht. Die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur bilanziellen Abbildung der Umsatzerlöse aus der Einräumung von Softwarelizenzen, insbesondere im Rahmen von Mehrkomponentengeschäften, haben wir beurteilt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Dabei wurden insbesondere Kontrollen im Zusammenhang mit der sachgerechten Identifikation einzelner Leistungsverpflichtungen, der Bestimmung und der Aufteilung des Transaktionspreises getestet. Unter Hinzuziehung unserer IT-Spezialisten haben wir zudem die relevanten Systeme zur Erfassung der Umsatzerlöse beurteilt. Alle wesentlichen Verträge und eine Auswahl aus den verbleibenden Verträgen zur Gewährung von Softwarelizenzen wurden dahingehend geprüft, ob sie entsprechend den IFRS im Konzernabschluss abgebildet wurden, eine konzerneinheitliche Bilanzierung auf Basis der Bilanzierungsrichtlinien der Software AG erfolgte und Ermessensentscheidungen ausgewogen ausgeübt wurden. Durch entsprechende Anweisungen an die Teilbereichsprüfer haben wir sichergestellt, dass Prüfungshandlungen konzernweit einheitlich durchgeführt werden. Die nach IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden notwendigen Anhangangaben haben wir nachvollzogen.

Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir die der Erfassung der Umsatzerlöse zugrunde liegenden Annahmen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter, insbesondere im Bereich der Identifikation einzelner Leistungsverpflichtungen, der Bestimmung und der Aufteilung des Transaktionspreises bei Mehrkomponentenverträgen, nachvollziehen.

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der Software AG werden unter den langfristigen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 980,1 Mio. ausgewiesen, die 46 % der Konzernbilanzsumme ausmachen. Die Geschäftsoder Firmenwerte wurden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit Geschäftsoder Firmenwerten werden mindestens einmal jährlich sowie ergänzend bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (sog. Impairment Test) unterzogen. Die Bewertung erfolgt dabei mittels eines Bewertungsmodells nach dem sog. Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Liegt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem erzielbaren Betrag, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und erfordert zahlreiche Schätzungen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter, vor allem hinsichtlich des Umsatzwachstums und der Margenentwicklung im Detailplanungszeitraum von vier Jahren, der nachhaltigen Wachstumsrate für die Prognose der über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Cashflows und des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes. Aufgrund der betragsmäßigen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte für den Konzernabschluss der Software AG und den mit der Bewertung verbundenen erheblichen Unsicherheiten liegt ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt vor.

Die Angaben der Software AG zu Geschäfts- oder Firmenwerten sind im Abschnitt "[20] Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwerte" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und ermessensbehafteten Parameter sowie der Berechnungsmethode der Werthaltigkeitstests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Wir haben ein Verständnis der Planungssystematik und des Planungsprozesses sowie der wesentlichen von den gesetzlichen Vertretern in der Planung getroffenen Annahmen erlangt. Das vom Aufsichtsrat genehmigte Budget des Folgejahres bildet dabei den Ausgangspunkt der Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im Detailplanungszeitraum. Wir haben die der Planung zugrunde liegenden Annahmen und die bei der Prognose der über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Cashflows unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen nachvollzogen. Die Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im ersten Jahr des Detailplanungszeitraums haben wir mit dem vom Aufsichtsrat genehmigten Budget abgestimmt und uns anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit von der Planungstreue der Gesellschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt. Unsere Prüfung umfasste auch die von der Software AG vorgenommenen Sensitivitätsanalysen. Hinsichtlich der Auswirkungen möglicher Veränderungen der Kapitalkosten und der unterstellten Wachstumsraten haben wir zusätzlich eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt.

Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern bei der Durchführung des Werthaltigkeitstests getroffenen Annahmen und die verwendeten Bewertungsparameter nachvollziehbar sind und innerhalb einer angemessenen Bandbreite liegen.

Bilanzierung und Bewertung von Ertragsteuern

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der Software AG mindern Ertragsteuern das Ergebnis vor Steuern um 27,8 %. Die Minderung setzt sich zusammen aus Aufwendungen für laufende Steuern (27,5 %) sowie aus latenten Steuern (0,3 %). Die Software AG ist in zahlreichen Rechtssystemen tätig und unterliegt folglich einer Vielzahl von Steuergesetzen weltweit. Die Erfassung und Bewertung von Ertragsteuerschulden und -erstattungsansprüchen einschließlich der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, inwieweit ertrag-steuerrelevante Sachverhalte zu Zahlungsverpflichtungen führen, verlangen wesentliche Ermessensentscheidungen und erfordern ein hohes Maß an Expertise. Zudem unterliegt die Beurteilung, inwieweit Steuerbehörden steuerliche Sachverhalte hinterfragen werden, hohen Unsicherheiten. Neben den laufenden Steuern umfassen die Steuerposten auch latente Steuern, die sich aus temporären Differenzen sowie steuerlichen Verlustvorträgen ergeben und sich erst in künftigen Geschäftsjahren realisieren werden. Insbesondere die Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen erfordert Ermessensentscheidungen.

Die Angaben der Software AG zu Ertragsteuern und latenten Steuern sind in den Abschnitten "[3] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", "[12] Ertragsteuern", "[19] Ertragsteuererstattungsansprüche", "[22] Latente Steuern" und "[27] Ertragsteuerschulden" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Im Rahmen der Prüfung der Ertragsteuern haben wir interne Spezialisten aus dem Steuerbereich in das Prüfungsteam eingebunden. Mit ihrer Unterstützung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Ermittlung, Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Steuerposten beurteilt. Wir haben die Berechnung der Ertragsteuerschulden und -erstattungsansprüche unter Berücksichtigung von IAS 12 Ertragsteuern sowie des im Geschäftsjahr 2019 erstmalig anzuwendenden IFRIC 23 -Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung auf Basis unserer Kenntnisse der einschlägigen steuerlichen Vorschriften sowie ihrer derzeitigen Anwendung durch Behörden und Gerichte nachvollzogen. Zur Beurteilung von ertragsteuerlichen Risiken wurde darüber hinaus die Korrespondenz mit Steuerbehörden sowie die Verrechnungspreisdokumentation kritisch durchgesehen. Als Grundlage für den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge wurde die Plausibilität der Annahmen der gesetzlichen Vertreter über die zukünftige steuerliche Ertragssituation beurteilt. Bei den wesentlichen ausländischen Tochterunternehmen haben uns die Steuerspezialisten unseres internationalen Netzwerks bei der Beurteilung der steuerlichen Posten sowie der Einschätzung steuerlicher Risiken unterstützt und die Ergebnisse ihrer Beurteilung an uns berichtet. Diese Berichterstattung haben wir unter Hinzuziehung unserer Steuerspezialisten ausgewertet.

Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir die der Bilanzierung und Bewertung der laufenden und latenten Steuern zugrunde liegenden Annahmen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter insgesamt nachvollziehen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung,

auf die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts verwiesene, gesondert veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung und

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. August 2019 vom Prüfungsausschuss beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1997 als Konzernabschlussprüfer der Software AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ralf Pfeiffer.

 

Berlin, 4. März 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Ralf Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung

An den Aufsichtsrat der Software AG, Darmstadt

Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Software AG, Darmstadt, nach § 315b HGB, die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289b HGB zusammengefasst ist, bestehend aus dem Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" im zusammengefassten Lagebericht sowie dem durch Verweisung als Bestandteil qualifizierten Abschnitt "Geschäftsmodell" für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB.

Diese Verantwortung umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Angaben ist.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung abzugeben.

Wir sind von dem Unternehmen in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften unabhängig und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie den vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandard: "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1).

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung, die zum größten Teil im Monat Februar 2020 erfolgte, haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern

Befragungen von Mitarbeitern, die in die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über ausgewählte Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung

Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlich falscher Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung

Analytische Beurteilungen von ausgewählten quantitativen Angaben

Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente

Beurteilung der Darstellung ausgewählter Angaben

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Software AG, Darmstadt, für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.

Verwendungszweck des Vermerks

Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke des Aufsichtsrats der Software AG, Darmstadt, durchgeführt und der Vermerk ist nur zu dessen Information über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen.

Unsere Verantwortung besteht allein dem Aufsichtsrat der Software AG, Darmstadt, gegenüber und ist auch nach Maßgabe der mit dem Aufsichtsrat vereinbarten "Besonderen Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" vom 1. Januar 2020 sowie der vom IDW herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" vom 1. Januar 2017 (www.bdo.de) beschränkt. Wir verweisen auf die dort enthaltenen Haftungsregelungen. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.

 

Hamburg, 4. März 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ellen Simon-Heckroth, Wirtschaftsprüfer

Nils Borcherding, Wirtschaftsprüfer

Glossar

Adabas (Adaptierbares Datenbanksystem)

Adabas ist die vom Gründer der Software AG Dr. h. c. Peter Schnell entwickelte erste transaktionale Hochleistungsdatenbank. Seit der Markteinführung im Jahr 1971 bildet Adabas - gemeinsam mit Natural - das IT-Rückgrat vieler Großunternehmen und öffentlicher Institutionen. Mit Adabas for zIIP bietet die Software AG die Möglichkeit, Workload vom allgemeinen Prozessor (General Purpose Processor, GPP) auf günstigere IBM-zIIP-Prozessoren verlagern.

Adabas & Natural (A&N)

Geschäftsbereich der Software AG, der die Technologien Datenbankmanagement, Anwendungsentwicklung und Mainframe-(Großrechner-)Anwendungen abdeckt. Im Rahmen der Initiative Adabas & Natural 2050+ entwickelt die Software AG das A&N-Produktportfolio über das Jahr 2050 hinaus weiter und unterstützt die A&N-Kunden langfristig dabei, die Innovationspotenziale der Digitalisierung zu nutzen.

Alfabet

Die Alfabet-Produkte der Software AG für IT-Planung und Enterprise Architecture Management ermöglichen es Unternehmen, ihre IT-Umgebung zu analysieren, basierend auf dieser Analyse IT-Investitionsentscheidungen zu treffen und ihre zukünftige IT-Architektur zu planen.

Apama

Mit der Apama-Streaming-Analytics-Plattform der Software AG lassen sich Big-Data-Ströme kontinuierlich analysieren, um daraus intelligente, automatisierte Maßnahmen abzuleiten und Daten, die beispielsweise vom Internet of Things erzeugt werden, in sinnvolle, relevante Informationen umzuwandeln.

ARIS (Architektur integrierter Informationssysteme)

Wissenschaftlich fundierte Methode zur Dokumentation, Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen. Die Produkte der ARIS-Produkte der Software AG dienen der Strategiedefinition sowie dem Design, der Modellierung, Implementierung, Steuerung und Messung von Prozessen.

Big Data

Oberbegriff für die riesige Menge unstrukturierter Daten, die durch digitale Technologien entsteht.

Business Process Management (BPM)

Methoden, Konzepte und Werkzeuge für Design, Ausführung, Steuerung und Analyse operativer Unternehmensabläufe, an denen Menschen, Systeme, Anwendungen, Daten und Organisationen beteiligt sind.

Cloud

Die Cloud (Cloud Computing) ist eine IT-Infrastruktur, die über ein Rechnernetz zur Verfügung gestellt wird.

CONNX

Die CONNX-Produkte der Software AG ermöglichen den Zugriff auf (Schreib-/Lesezugriff in Echtzeit) und die Integration von SQL-Daten.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, die soziale und ökologische Aspekte ebenso wie nachhaltig ausgerichtetes Wirtschaften umfasst. Sie basiert auf der Annahme, dass ein auf diese Faktoren ausgerichtetes Geschäftsmodell mit ökonomischem Erfolg einhergeht.

Cumulocity IoT

Die IoT-Plattform der Software AG, über die digitale Geräte und Sensoren ins Internet of Things eingebunden werden und die daraus entstehenden Daten über Dash-boards und Regelsysteme zugänglich und nutzbar gemacht werden können.

Digital Business Platform (DBP)

Die agile Softwareplattform hilft Unternehmen, adaptive Anwendungen sowie auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Softwarelösungen schnell und flexibel zu realisieren. Das Zusammenspiel aus Prozess-, Daten-, Integrations- und (Echtzeit-)Entscheidungslogik sowie Applikationen bildet die Grundlage für die digitale Transformation von Unternehmen. DBP bezeichnet seit 2015 auch den größten Geschäftsbereich der Software AG.

Edge Computing

Beim Edge Computing werden die Daten dort verarbeitet, wo sie erzeugt werden: dezentral am Netzwerkrand (Edge). Moderne Analysemethoden und Maschinenlernen können direkt auf die von Sensoren erzeugten Daten angewendet werden. Besonders bei offenen, verteilten IT-Architekturen beschleunigt Edge Computing Datenströme und ermöglicht Datenverarbeitung in Echtzeit. Die Cumulocity-IoT-/Apama-basierte Lösung der Software AG ermöglicht solche Analysen am Netzwerkrand und stellt sicher, dass die Daten der Sensoren bestmöglich genutzt werden können.

Enterprise Architecture Management (EAM)

Ganzheitliches Managementkonzept zur Optimierung der IT-Systemlandschaft. EAM beinhaltet sowohl die Dokumentation der Ist-Landschaft als auch die Konzeption und Planung einer zukünftigen Soll-Landschaft der Unternehmens-IT.

EVP (Employee Value Proposition)

Mit einer EVP beschreibt ein Unternehmen seine Angebote und seine Erwartungen an potenzielle und bereits eingestellte Mitarbeiter. Die Software AG definiert mit der EVP "BeYourBestYou" ihre zentralen Werte: Leistungsbereitschaft, Engagement, Teamarbeit, Innovationsstärke und Verantwortung. Der Konzern hat den Anspruch, den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, in dem sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können.

Global Reporting Initiative (GRI)

Die GRI ist eine unabhängige internationale Organisation, die seit 1997 Pionierarbeit in der Nachhaltigkeitsberichterstattung leistet. Die GRI-Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung bieten Berichterstattungsgrundsätze, Standardangaben und eine Umsetzungsanleitung zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten für alle Organisationen, unabhängig von Größe, Branche oder Standort.

Helix

Helix ist die Strategie der Software AG, mit der sie das Ziel eines nachhaltigen, organischen und profitablen Wachstums verfolgt. Sie basiert auf den Kernkompetenzen und der langjährigen Expertise des Unternehmens und setzt auf die Fokussierung auf Wachstumsmärkte, die Umsetzungskraft des Unternehmens und die Entwicklung eines hoch leistungsfähigen Teams.

Industrial Internet of Things (IIoT)

Das IIoT ist eine Variante des Internet of Things, die sich auf die Anwendung des IoT im industriellen und produzierenden Umfeld konzentriert.

Industrie 4.0

Dieser Begriff steht für die Digitalisierung der Produktion (vierte industrielle Revolution), also die digitale Vernetzung aller an der Wertschöpfungskette beteiligten Komponenten zur Erhöhung der Produktivität und Qualität sowie der Schaffung neuer Mehrwerte.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das IKS der Software AG operationalisiert die Geschäftsrisiken. Es beinhaltet interne Richtlinien (Policies) zu Geschäftspolitik und -praktiken sowie eine konzernweite Vorgabe wirksamer interner Kontrollen, deren Einhaltung kontinuierlich überprüft wird.

Internet of Things (IoT)

Konzept, nach dem intelligente Objekte, wie eingebettete Geräte oder Sensoren, detaillierte Informationen zum Zustand von Produkten und Systemen, zur Umwelt oder sogar gesundheitsrelevante Daten liefern können. Durch die Verknüpfung physischer Objekte mit der virtuellen Welt in einer internetähnlichen Struktur soll der Mensch bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützt werden.

Integration Platform as a Service (iPaaS)

iPaaS bezeichnet cloudbasierte Dienste, mit denen sich Anwendungen und Daten aus verschiedenen Cloud- und On-Premise-Umgebungen integrieren lassen. Installation und Verwaltung eigener Hard- und Middleware für die Integration ist dabei nicht notwendig. Die webMethods Integration Cloud der Software AG ist eine Integrationsplattform, die sowohl die Cloud-zu-Cloud-Integration als auch die Integration von Cloud- und On-Premise-Systemen ermöglich.

Middleware

Verbindungssoftware in einer komplexen IT-Infrastruktur, deren Aufgabe es ist, die Zugriffsmechanismen auf unterhalb angeordnete Schichten zu vereinfachen. Die Middleware-Plattform webMethods der Software AG erleichtert den Datenaustausch zwischen vorhandenen Anwendungssilos.

Natural

Hochproduktive Entwicklungs- und Laufzeitumgebung der Software AG zur Erstellung von Unternehmensanwendungen auf Mainframe- und Open-Systems-Plattformen (Linux, UNIX, Windows). Seit der Markteinführung 1979 bildet Natural - gemeinsam mit Adabas - das IT-Rückgrat vieler Großunternehmen und staatlicher Institutionen. Mit Natural for zIIP bietet die Software AG Entwicklern die Möglichkeit, Workloads vom allgemeinen Prozessor (General Purpose Processor, GPP) auf günstigere IBM-zIIP-Prozessoren zu verlagern.

On-Premise

On-Premise ist das klassische Lizenzierungs- und Nutzungsmodell für serverbasierte Computerprogramme, bei dem die Software vor Ort (On-Premise) auf unternehmenseigener Hardware installiert und betrieben wird.

Policies

Interne Richtlinien der Software AG zu Geschäftspolitik und -praktiken.

SoftwareAG.Cloud

Die Software AG betreibt mit SoftwareAG.Cloud eine hochmoderne, offene Cloud-Plattform für Unternehmen, über die sowohl einfache Apps als auch komplexe, cloud-fähige Unternehmens- und IoT-Anwendungen erstellt, getestet, implementiert und verwaltet werden können.

Software as a Service

Ein Softwarenutzungsmodell, bei dem ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht inklusive des Betriebs der Software (Hosting) erworben wird.

Subskription

Subskriptionen sind zeitlich befristete Softwarelizenzen, die regelmäßig kombiniert mit Wartungsleistungen verkauft werden. Die beiden Leistungsverpflichtungen sind regelmäßig untrennbar miteinander verbunden.

TrendMiner

TrendMiner ist eine intuitiv bedienbare, webbasierte Analyseplattform der Software AG für die flexible Visualisierung industrieller Prozesse und Messdaten.

webMethods

Mit den webMethods-Produkten der Software AG können zügig Systeme, Geschäftspartner, Daten, Geräte und SaaS-Anwendungen integriert werden. Die webMethods-Produktfamilie umfasst Agile Applications, API Management, Business Process Management, Integration und Operational Intelligence.

Zementis

Künstliche Intelligenz, Maschinenlernen und Predictive Analytics (Vorhersage zukünftiger Entwicklungen) sind die Grundlage der nächsten Softwaregeneration. Zementis ist ein leicht bedienbares Softwarewerkzeug der Software AG für Predictive Analytics, über das Unternehmen schnell Einblicke in ihre Daten gewinnen und fundierte Geschäftsentscheidungen treffen können.

Finanzkalender

Highlights 2020

21. Oktober Ergebnis Q3 / 2020 (IFRS, nicht testiert) Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q3 / 2020
22. Juli Ergebnis Q2 / 2020 (IFRS, nicht testiert)
20. Mai Hauptversammlung - abgesagt * Darmstadt, Deutschland
23. April Ergebnis Q1 / 2020 (IFRS, nicht testiert) Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q1 / 2020

Die aktuellen Termine für Veranstaltungen sowie Roadshows finden Sie auf unserer Website unter https:// investors.softwareag.com/de/events/financial-calendar.

* Vor dem Hintergrund des Coronavirus (COVID-19) und der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen sowie Einschränkungen für Versammlungen wurde die ursprünglich für den 20. Mai 2020 geplante Hauptversammlung abgesagt. Ein neuer Termin für die Hauptversammlung wird festgelegt, sobald sich die Gefährdungslage entspannt hat oder eine Durchführung ohne erhöhtes Risiko möglich ist. Die Möglichkeit einer virtuell stattfindenden Veranstaltung ("Online-HV") wird geprüft. Die Software AG wird ihre Aktionärinnen und Aktionäre sowie die Öffentlichkeit zeitgerecht informieren.

Impressum

Herausgeber

Software AG | Investor Relations

Uhlandstraße 12 | 64297 Darmstadt | Deutschland

Tel. +49 6151-92-0 | Fax +49 6151-1191

investor.relations@softwareag.com | SoftwareAG.com

Konzept und Layout

MPM Corporate Communication Solutions

Mainz, Düsseldorf

www.mpm.de

Sechsjahresübersicht

Konzerndaten im Überblick

in Mio. EUR (soweit nicht anders vermerkt) 2019 2018 2017 2016 2015 2014
Umsatz 890,6 865,7 879,0 871,8 873,1 857,8
Nach Erlösart
Produkte
davon Lizenzen 245,1 249,4 250,1 263,0 271,9 270,1
davon Wartungen 435.0 415,4 420,2 412,2 406,9 371,3
davon SaaS 1 22,7 17,6 9,1 - - -
Dienstleistungen und sonstige Umsätze 187,8 183,3 199,6 196,6 194,3 216,4
Nach Geschäftsbereich
Digital Business Platform (DBP, inkl. Cloud & IoT) 474,5 464,7 456,5 441,4 431,5 394,5
Adabas & Natural (A&N) 228,9 218,3 223,7 234,6 248,0 245,3
Consulting 187,2 182,6 198,8 195,8 193,6 218,0
EBIT 2 214,8 231,6 222,8 213,9 209,4 176,0
in % vom Umsatz 24,1 26,8 25,3 24,5 24,0 20,5
Nettoergebnis 155,3 165,2 140,6 140,4 139,6 110,6
in % vom Umsatz 17,4 19,3 16,0 16,1 16,0 12,9
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 4.948 4.763 4.596 4.471 4.337 4.421
davon in Deutschland 1.278 1.243 1.155 1.148 1.178 1.216
Bilanz
Bilanzsumme 2.116,1 2.007,9 1.907,5 1.957,2 1.814,8 1.848,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 513,6 462,3 365,8 374,6 300,6 318,4
Nettoverschuldung/ Zahlungsmittelüberschuss 217,0 149,0 55,2 73,1 25,7 132,9
Eigenkapital 1.357,5 1.239,1 1.118,3 1.196,8 1.089,7 1.013,4
in % der Bilanzsumme 64,2 61,7 58,6 61,1 60,0 54,8

1 Für die Jahre 2009 - 2016 wurden die SaaS-Umsätze innerhalb Lizenz bzw. Wartung gezeigt; (2009 - 2016 ist dementsprechend nur eingeschränkt mit der Darstellung 2017 und 2018 vergleichbar).
2 EBIT: Konzernüberschuss + Ertragsteuern + sonstige Steuern + Finanzergebnis.

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