MSEC Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silke Andrea Kull seit 9.4.2026 | Prokura |
David Greco seit 24.11.2025 | Prokura |
Ralf Gerber seit 8.8.2025 | Prokura |
Michael Karl Stolzer seit 20.1.2023 | Geschäftsführer |
Edgar Franz Mörtl seit 16.4.2018 | Geschäftsführer |
Wolfgang Kienzler seit 8.9.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Stolzer Parkhaus Verwaltungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
SICK INTERNATIONAL GMBHAufgelöst | 100.00% |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STOPA Anlagenbau GmbHAchernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtKennzahlen:
Geschäftsaktivitäten und Steuerung Unternehmensprofil Die STOPA Anlagenbau GmbH (STOPA) ist ein führender Premium-Hersteller in Europa, spezialisiert auf automatisierte Lagersysteme für Bleche und Langgut sowie automatische Parkhaussysteme. Unser Produktspektrum reicht von Stand-Alone-Anwendungen bis hin zu integrativen Automatisierungsmodulen. Mit unseren Logistiklösungen verbessern wir in über 60 Ländern den Material- und Informationsfluss in Produktionsbetrieben und Vertriebszentren. Zum 31. Dezember 2023 waren mehr als 2.300 STOPA-Systeme bei Kunden aus verschiedenen Industrien auf sechs Kontinenten im Einsatz. Unsere Kernkompetenzen liegen in Produktqualität, Prozesssicherheit, Prozessautomatisierung und Softwareentwicklung. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, unsere Kunden während des gesamten Produktlebenszyklus aus einer Hand zu betreuen. Seit 38 Jahren arbeiten wir partnerschaftlich und seit mehr als einem Jahr auch auf gesellschaftsrechtlicher Ebene mit dem weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller TRUMPF zusammen, der unsere Produkte in seinen Projekten einsetzt und vertreibt. Zusätzlich haben wir in den letzten vier Jahren unser Direktvertriebs- und Partnernetzwerk weiter ausgebaut. Unsere Hauptmärkte sind Deutschland und Europa, die 76 Prozent unseres Umsatzes ausmachen. In Nordamerika und Kanada sind wir durch unsere Tochtergesellschaft STOPA America Inc. vertreten und haben dort im letzten Kalenderjahr fast 17 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. Unsere 2016 gegründete Tochtergesellschaft STOPA Storage & Parking Technologies Co. Ltd. (Changzhou) in China agiert seit 2021 nahezu eigenständig und erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 3,2 Mio€. Überblick über die Bereiche Das integrierte Geschäftsmodell der STOPA Anlagenbau GmbH umfasste im Berichtsjahr die Geschäftsfel der LAGERSYSTEME und PARKSYSTEME mit deren Tätigkeitsfeldern: • Neugeschäft: • Automatisierte Lagersysteme: Entwicklung, Produktion und Verkauf von Lagersystemen und Komponenten für Bleche und Langgut (Fördertechnik). Diese Systeme finden in der industriellen Serienfertigung und -bearbeitung vielfältige Anwendungen, von der Apparatefertigung bis zur Zerspanung. • Automatisierte Parksysteme: Entwicklung, Produktion und Verkauf von vollautomatisierten Parksystemen für PKWs. • Umbauten / Erweiterungen / Retrofit: Funktionale Anlagen-Umbau- bzw. Erweiterungs -Maßnahmen oder Modernisierung bis zur Erreichung des technisch neuesten Standes. • Kundenservice: Umfassender Support inklusive Wartung, Reparatur und Ersatzteilgeschäft für unsere automatisierten Lager- und Parksysteme. Das Geschäftsfeld Maschinen- und Stahlbau (Lohnfertigung) wurde bereits zum Jahresende 2022 aufgrund der enormen Auslastung und der seinerzeit erwarteten Steigerung der Gesamtleistung (+25 Prozent) stillgelegt. Bis dahin beinhaltete dieser Bereich die Durchführung von Schweißarbeiten, mechanischer Bearbeitung, Montage und Lackierung. Im Berichtsjahr wurden durch letzte Bestellmöglichkeiten für die Bestandskunden noch Umsätze in diesem Bereich generiert. Unsere Kombination aus spezialisierten Geschäftsbereichen und tiefem Produkt-Know-how sowie die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unserem Großkunden TRUMPF ermöglicht es uns, Synergieeffekte optimal zu nutzen - insbesondere bei größeren Projekten. STOPA verfolgt das Ziel, durch die Entwicklung zum Lösungsanbieter in den Bereichen Lager- und Parksysteme kontinuierlich zu wachsen und sich durch eine überdurchschnittlich hohe Profitabilität im Branchenvergleich auszuzeichnen. Die Grundlagen unserer Wettbewerbsfähigkeit liegen in der Erhaltung einer führenden technologischen Position in unseren Anwendungsfeldern und einer exzellenten, international ausgerichteten Servicequalität. Diese wird durch unsere Präsenzen in Italien, Österreich, China und den USA verstärkt. Steuerungsprozess und Steuerungsgrößen Die zentralen Steuerungsgrößen der STOPA Anlagenbau GmbH umfassen Auftragseingänge, Umsatzerlöse, Gesamtleistung, Cashflow und das Ergebnis vor Steuern. Diese Kennzahlen werden regelmäßig während des Jahres erfasst, berichtet und überwacht. Besonders im Rahmen der Projektsteuerung ist der Deckungsbeitrag II unsere wichtigste Kennzahl zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit. Geschäftsverlauf und Ertragslage Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter verlangsamt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Januar-Prognose (IWF, Januar 2024) von einem Wachstum der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 3,1 Prozent aus nach 3,5 Prozent im Vorjahr. Unter anderem haben die Belastungen durch den fortdauernden Ukraine-Krieg, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer nur schwachen Erholung der Weltwirtschaft beigetragen. Trotz dieser negativen Einflüsse entwickelte sich das reale Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds, getrieben durch das in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 stärker als erwartete Wirtschaftswachstum in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern so wie staatlichen Konjunkturmaßnahmen in China, besser als noch in der im Oktober 2023 veröffentlichten Prognose angenommen. Ebenfalls positiv wirkte sich der Rückgang der Inflation aus, der stärker ausfiel als erwartet. Die steigende Wirtschaftsdynamik war nicht überall zu spüren; so fiel das Wachstum im Euroraum aufgrund der schwachen Verbraucherstimmung, der anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und der Schwächephase des zins- sensiblen verarbeitenden Gewerbes und der allgemeinen Unternehmensinvestitionen besonders gedämpft aus. Die deutliche Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität führte zu ungünstigeren Finanzierungsbedingungen, allerdings bei deutlichen regionalen Unterschieden. In den entwickelten Volkswirtschaften bildete sich die Teuerungsrate laut IWF von 7,3 Prozent (2022) auf 4,6 Prozent im Berichtsjahr zurück. In den Entwicklungs- und Schwellenländern fiel der Effekt wesentlich geringer aus, dort lag die Inflationsrate im abgelaufenen Jahr bei 8,4 Prozent nach 9,8 im Vorjahr. Die straffe Geldpolitik beeinflusste ebenso die Wachstumsdynamik, da sich unter anderem die Investitionsneigung der Unternehmen durch die Verschärfung der Kreditbedingungen zurückbildete. Die entwickelten Volkswirtschaften steigerten ihre Wirtschaftsleistung im Jahresverlauf 2023 um lediglich 1,6 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent). Dabei fiel der Rückgang in der Eurozone von 3,4 auf 0,5 Prozent deutlich aus. In den USA konnte die moderate Wachstumsrate des Vorjahres (1,9 Prozent) mit 2,5 Prozent gesteigert werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer wiesen ein Wachstum von 4,1 Prozent auf, verglichen mit ebenfalls 4,1 Prozent im Vorjahr. China er reichte gegenüber dem durch die Corona-Pandemie belasteten Vorjahr (3,0 Prozent) einen Anstieg der Wachstumsrate auf 5,2 Prozent. Das Welthandelsvolumen, das im Vorjahr noch um 5,2 Prozent gewachsen war, verharrte mit einer Wachstumsrate von nur 0,4 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Aus Sicht der Geschäftsleitung der STOPA Anlagenbau GmbH haben sich die Ergebnis-Erwartungen insbesondere im Verlauf des zweiten Halbjahres aufgrund der hohen Umsatzrealisierung, der zurück gehenden Stahlpreise und der daraus teilweise sehr guten Deckungsbeiträge mehr als erfüllt, sodass das Jahr 2023 sehr erfreulich abgeschlossen werden konnte. Im Laufe des Geschäftsjahres zeigte sich allerdings aufgrund der globalen Marktunsicherheiten eine Investitionszurückhaltung seitens der Kunden, weshalb die Auftragslage spürbar rückläufig im Vergleich zum Vorjahr war. Gesamtentwicklung und Auftragslage Dank der Erholung der Stahlpreise und einer besseren Verfügbarkeit von Materialien haben sich die Lieferzeiten für Lagersysteme in der zweiten Jahreshälfte wieder normalisiert. Dies führte allerdings noch nicht zu einer Reduzierung der Logistikkosten, da die Anzahl unfertiger Erzeugnisse zum Jahresende 2023 sogar noch an wuchs. Eine merkliche Absenkung bei dieser Bilanzposition erwarten wir erst zum Jahresende 2024. Die gestiegenen Herstellungskosten des Vorjahres konnten durch Preisanpassungen kompensiert werden, was sich positiv auf Umsatz und Ergebnis auswirkte. Zur Jahresmitte mussten wir aufgrund des sinkenden Auftragseingangs unseren FORECAST beim Umsatz und der Betriebsleistung jeweils um 10 Mio€ auf 90 Mio€ verringern, dennoch konnte ein um ca. 100 T€ verbessertes EBT herausgegeben werden. Der wertmäßige Auftragseingang verringerte sich im Berichtszeitraum um 30,4 Prozent auf 71,2 Mio€ (Vorjahr: 102,2 Mio€). Der globale Markt für Lagerautomatisierungslösungen gab nach den wachstumsstarken Vorjahren erwartungsgemäß nach, weshalb die Kundennachfrage im Projektgeschäft sowohl im Bereich TRUMPF als auch im DIREKT-Geschäft spürbar rückläufig war. Die bei den Bestandskunden über die letzten Jahre gewachsene installierte Basis führte im Zug -e ihrer erforderlichen Instandhaltung, Modernisierung und Upgrades zu einem Anstieg im margenstärkeren Servicegeschäft. Die verbesserte Auftragslage im Servicegeschäft konnte jedoch das geringere Bestellvolumen im Projektgeschäft im Berichtsjahr nur zu einem kleinen Teil kompensieren. Beim Auftragsbestand zum Jahresende 2023 mit 71,8 Mio€ zeichnete sich ein ähnliches Bild wie beim Auftragseingang ab. Gegenüber dem Jahresende 2022 (93,1 Mio€) war eine Absenkung von 22,9 Prozent festzustellen. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ergebnisentwicklung und Rentabilität Der Return on Investment (ROI) auf Basis des EBT verbesserte sich ebenfalls deutlich. Mit einer Steigerung des EBT um 7.162 T€ und einem leichten Abfallen des Gesamtkapitals um 1,6 Prozent, ergab sich für 2023 ein ROI vor Steuern von 14,3 Prozent, verglichen mit -6,1 Prozent im Vorjahr. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse (nach Abzug von Erlösminderungen) gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und Lieferorten wie folgt:
Die Auslandsquote verminderte sich auf 69,8 Prozent, gegenüber 72,6 Prozent im Vorjahr. Das COMPACT II Lagersystem trägt nun 26,7 Prozent zum Gesamtumsatz bei, im Vergleich zu 34,1 Prozent im Vorjahr und 30,0 Prozent in 2021. Bei den Neulagersystemen macht es 54,4 Prozent des Umsatzes aus, eine deutliche Absenkung gegenüber 71,0 Prozent im Vorjahr. Hintergrund ist der "Einbruch" der COMPACT I Lagersysteme im Jahr 2022, welche im Berichts -jahr wieder zu alten Umsatzstärke von ca. 13 Mio€ zurückgefunden haben. Erwähnenswert ist auch der Zuwachs bei den Standard-Komponenten, die inzwischen 11,6 Prozent (Vorjahr 12,5 Prozent) zum Gesamtumsatz beitragen. Auch der Umsatzanteil der Umbauten / Erweiterungen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, der Anteil am Gesamtumsatz betrug im Berichtsjahr 17,6 Prozent (Vorjahr 18,4 Prozent). Materialaufwand Der absolute Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 54,6 Mio€, was einem Anstieg von 12,5 Prozent im Vergleich zur Gesamtleistung (+24,8 Prozent) entspricht. Trotz dieses Anstiegs konnte die Materialeinsatzquote um 6,2 Prozentpunkte auf 56,5 Prozent gesenkt werden. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Berichtsjahr eine Bestandserhöhung um 3,7 Mio€, während 2022 bereits eine Erhöhung von 10,0 Mio€ in die Gesamtleistung einfloss. Aufgrund dieses Umstands und der gesunkenen Materialpreisen konnte eine Senkung und damit eine Verbesserung der Materialeinsatzquote erzielt werden. Personalaufwand Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr von 19,7 Mio€ auf 23,9 Mio€. Hauptursachen hierfür waren die Neueinstellungen und die zum 01.06.2023 für Grundlöhne und Gehälter durchgeführt Tariferhöhung um 5,2 Prozent. Trotz der gestiegenen Personalkosten verbesserte sich die Wertschöpfungsquote im Berichtsjahr deutlich von 68,1 Prozent auf 56,8 Prozent und unterschritt die 60-Prozent-Marke, was in den drei Vorjahren nicht gelang. Diese Quote errechnet sich aus dem Verhältnis des Personalaufwands zu den vom Unternehmen im Geschäftsjahr erwirtschafteten Leistungen, abzüglich sämtlicher Vorleistungen. Abschreibungen Infolge des signifikanten Investitionsvolumens der vergangenen Jahre haben sich die Abschreibungen des Anlagevermögens um 9,8 Prozent auf 2.014 T€ erhöht. Sonstige betriebliche Aufwendungen Strukturell betrachtet haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen geringfügig von 12,8 Prozent der Gesamtleistung auf 12,1 Prozent reduziert. Absolut gesehen entspricht dies jedoch einer Erhöhung um 1.724 T€. Die Mehraufwendungen entstanden hauptsächlich durch höhere Verwaltungs- und Reisekosten sowie durch gestiegene Ausgangsfrachten und höhere allgemeine Betriebskosten. Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund höherer Zinserträge von -153 T€ auf -66 T€ verbessert. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Das Ergebnis war im Unterschied zum Vorjahr positiv. Die effektive Steuerquote belief sich auf 21,0 Prozent. Dank des Verlustvortrages konnten wir unsere Steuerbelastung effizient managen und somit unsere finanzielle Position weiter stärken. Vermögenslage und Kapitalstruktur
Die mittel- und langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf 20.390 T€ (Ende 2022: 22.020 T€). Ein bedeutender Teil des Investitionsvolumens wurde in die Fertigstellung eigener Lagersysteme gesteckt (TRUMPF Customer Center, Messeexponat, Compact-Lager in der Vorfertigung). Bei den kurzfristigen Vermögenswerten ist der erneute Anstieg der Vorräte hervorzuheben. Während die Erhöhung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen geringfügig war, verzeichneten die unfertigen Erzeugnisse mit 23,9 Mio€ einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Mio€. Das insbesondere im Jahr 2022 stark gestiegene Auftragsvolumen und die Umsatzrückstände sind die Hauptursachen hierfür. Gleichzeitig führte der Stopp der nur temporär mit TRUMPF vereinbarten Zahlungsbedingung dazu, dass sich die erhaltenen Anzahlungen sehr deutlich auf 24,9 Mio€ (-23,1 Prozent) reduzierten. Im Vorjahr betrugen diese zum Bilanzstichtag 32,4 Mio€ und überstiegen seinerzeit den Wert der Vorräte um 7,5 Mio€ (Ausweis auf der Passivseite der Bilanz). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfuhren resultierend aus der Umsatzerhöhung und der Rechnungsstellungen im November und Dezember 2023 eine Steigerung auf 10,0 Mio€ (Vorjahr 7,9 Mio€).
Dank des positiven Ergebnisses im Jahr 2023 entwickelte sich unsere finanzielle Situation erfreulich. Zum Jahresende 2023 lag das Eigenkapital (inklusive Nachrangverbindlichkeiten) bei 17.477 T€, was einem Anstieg von 14,6 Prozent entsprach. Die Eigenkapitalquote hat sich von 42,9 Prozent auf 50,0 Prozent verbessert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, inklusive der Nachrangverbindlichkeiten, die in der obigen Darstellung dem Eigenkapital zugerechnet werden, wurden plangemäß von 4.569 T€ auf 2.042 T€ reduziert, unterstützt durch Auszahlungen aus dem Annuitätenswap. Dieser wurde zum 31.12.2023 mit 2.761 T€ bilanziert (Vorjahr: 1.336 T€). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das positive Jahresergebnis 2023 und die durchgeführten Tilgungszahlungen unsere finanzielle Stabilität gestärkt haben. Finanzlage Ziel der STOPA-Finanzpolitik ist es, die Gesellschaft(en) optimal und kosteneffizient mit Finanz mitteln zu versorgen. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird durch die umfassende Nutzung aller Finanzierungsmöglichkeiten sichergestellt, sodass jederzeit ausreichend liquide Mittel für den operativen und strategischen Finanzbedarf zur Verfügung stehen. In diesem Rahmen verfolgen wir konsequent die Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten und prüfen unter bestimmten Voraussetzungen die Optimierung der Finanzierung durch langfristiges, außerbilanzielles Leasing. Die Fremdfinanzierung der STOPA ist strategisch bis zum Jahr 2028 ausgerichtet. Mit einem vor ausschauenden Risikomanagement und einer soliden Finanzierungsstrategie stellen wir eine nachhaltig gute Bonität an den Kapital- und Finanzierungsmärkten sicher. STOPA genießt bei allen ihren Bankpartnern eine stabile und gute Bonitätseinstufung, die sich in attraktiven Finanzierungskonditionen niederschlägt. Dank der positiven Entwicklung des Free Cashflow konnten die Finanzschulden weiter reduziert werden. Die kurz- und langfristigen Bankschulden wurden gegenüber dem Jahresendwert 2022 (4.569 T€) um 2.527 T€ auf 2.041 T€ verringert. Der Annuitätenswap, welcher bei den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert wird, erhöhte sich dabei plan mäßig von 1.336 T€ auf 2.761 T€. Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit auf -308 T€ gegenüber +11.177 T€ zum Bilanzstichtag 2022 wurde maßgeblich durch den deutlichen Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 7.466 T€ bestimmt, welcher wiederum seine Ursache in der Rückführung auf die vereinbarte Zahlungsbedingung fand. Aufgrund des in 2022 erzielten Verlustes und den somit zurückgefahrenen Investitionen betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.375 T€ nach -4.217 T€ im Vorjahr. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind im Berichtsjahr die Auszahlungen für die Tilgungen von Krediten in Höhe von 2.529 T€ enthalten. Eine Ausschüttung an die Anteilseigner fiel resultierend aus dem Verlust im Jahr 2022 im Berichtsjahr nicht an. Dadurch verbesserte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -2.893 T€ auf -2.529 T€. Der Bestand an flüssigen Mitteln verringerte sich im Berichtsjahr um 5.212 T€ auf 736 T€ (Bestand Ende 2022: 5.947 T€). Um die finanzielle Flexibilität und Zahlungsfähigkeit langfristig zu gewährleisten, standen der STOPA zum Jahresende 2023 frei verfügbare Kreditlinien sowie liquide Mittel in einer Gesamthöhe von 4.029 T€ (Ende 2022: 10.745 T€) zur Verfügung. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen des Unternehmens als robust und positiv. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der vor allem im Jahr 2022 stark gestiegene Auftragseingang und die mittelfristigen Prognosen führten in den beiden vergangenen Jahren zu neuen Personalaufstockungsmaßnahmen. Es war eine der größten Herausforderungen im Bereich Personal, diese Positionen mit geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten zu besetzen und diese schnell und effektiv zu integrieren. Durch ein neu eingeführtes Patenkonzept, unterstützende Einarbeitungsgespräche sowie dem hohen Stellenwert von Schulungen und Weiterbildungsangeboten wurde neben der Rekrutierung auch der Personalentwicklung große Aufmerksamkeit gewidmet. Die digitale Arbeitswelt und das mobile Arbeiten wurden im Jahr 2023 weiter ausgebaut und durch eine Betriebsvereinbarung zum Jahresbeginn in Form gebracht und fest verankert. Forschung und Entwicklung Für eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit unserer F&E-Abteilung mit unserem Großkunden und mit dem Einkauf. Innovation ist für uns eine wichtige Säule, um die Position als ein weltweit führender Anbieter von integrierten, automatisierten Blech-/ Langgut-Automation-Lösungen zu sichern und für die Zukunft nachhaltig zu stärken. Die Ausgaben für Innovationsprojekte konnten, ausgehend von einem überdurchschnittlich hohen Betrag von 1,1 Mio€ im Vorjahr, erneut auf 1,1 Mio€ und somit auf einem guten Niveau gehalten werden. Dies entspricht einer Innovationsquote von 1,2 Prozent (Vorjahr 1,7 Prozent). Gemäß unserer Strategie wollen wir sowohl den Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) als auch die Zahl der F&E-Mitarbeiter in den kommenden Jahren auf einem hohen Niveau halten. Im Berichtsjahr war ein bedeutender Anteil der Belegschaft im Bereich F&E tätig (Innovation, Konstruktion, Software-Entwicklung, Automatisierung). In der Produktentwicklung standen 2023 folgenden Themen im Vordergrund, welche auch 2024 weiter forciert werden. • Erweiterung der Produktentwicklung Langgutvereinzelung • Kipp- Aushubstation (KAS): Produkt zur automatisierten Beladung von Langgutprofilen • Compact-Parker Prototyp: Standardisierung und Kostenoptimierung • Optimierung standardisierter Übergabestellen zu fahrerlosen Transportsystemen (AGV: Automated Guided Vehicle) • Standardisierung Doppelwägen / TwinCartGlobal • Einheitliche Systempalette: Reduktion der Variantenvielfalt • UL-C-XF: Mechanische Entwicklung für den chinesischen Markt Kostenoptimierung STOPA TOWER Flex Übergeordnetes Ziel unserer F&E-Arbeit bleibt, uns durch Innovation im Wettbewerb zu differenzieren und viele kundenorientierte Alleinstellungsmerkmale in unsere Produkte zu integrieren. Investitionen STOPA investierte im Jahr 2023 insgesamt 2,4 Mio€ in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, einschließlich der Finanzanlagen (Vorjahr: 4,3 Mio€). Wir führen kontinuierlich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen durch und investieren darüber hin aus beständig in die Modernisierung und Erweiterung unserer Infrastruktur, um langfristig und nachhaltig ein stabiles Unternehmenswachstum zu gewährleisten. Der Fokus lag 2023 auf folgenden Investitions-Schwerpunkten: • Produktion eines Lagersystems des Typs Compact II für das TRUMPF Customer Center, Fertigstellung 2024, • Erstellung eines Messe-Exponats des Typs Compact II, • Fertigstellung des GF-Anteils eines Lagersystems des Typs Compact in der Vorfertigung, • Kauf eines Schweißroboters zur Anbringung der Paletten-Seitenteile, • Anschaffung eines Seitenstaplers für die Vorfertigung, • Fertigstellung eines Prototyps Compact Parker, • Erwerb von IT-Hardware, Lizenzen sowie weiteren Erneuerungen der It-Systemlandschaft. Die Investitionsquote, gemessen als Verhältnis der Investitionen zu den Abschreibungen, betrug im Berichtsjahr 135 Prozent (Vorjahr: 226 Prozent), ohne Berücksichtigung der Finanzanlagen. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Die Geschäftstätigkeit der STOPA ist naturgemäß mit Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken und deren Steuerung ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Unser übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen umfassend zu nutzen, während die Risiken jederzeit kontrolliert bleiben. STOPA definiert Risiko als die Möglichkeit, dass Ereignisse, Entscheidungen oder Handlungen das Unternehmen daran hindern, seine definierten Ziele zu erreichen oder Strategien erfolgreich umzusetzen. Unsere Unternehmensplanung zielt darauf ab, Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Als Teil der Unternehmenssteuerung haben wir ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert. Diese interne Risikoberichterstattung ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der bestehenden Geschäftsrisiken durch die Unternehmensleitung. Risikobezogene Informationen werden an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet, um eine schnelle und fundierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Bestehende Risiken werden nach Verantwortungs- und Funktionsbereichen tabellarisch erfasst, analysiert und bewertet. Wir begegnen den identifizierten Risiken durch entsprechende Gegenmaßnahmen und versuchen, diese zu vermeiden, zu vermindern oder, soweit möglich, auf Dritte (z.B. Versicherungen) zu übertragen. Ein umfassender Maßnahmenkatalog zur Risikobegrenzung ist im Rahmen unseres Risikomanagementsystems dokumentiert. Wettbewerbs- und Marktrisiken Einen großen Teil unseres Umsatzes erzielen wir in Zusammenarbeit mit unserem Hauptkunden TRUMPF. Das Risiko der Abhängigkeit wird jedoch aufgrund der jahrzehntelangen erfolgreichen Partnerschaft und der hohen Adaptionsfähigkeit unserer Produkte als gering eingeschätzt. Mit Wirkung zum 01.01.2023 hat unser Hauptkunde eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent an der STOPA erworben, was dieses Risiko weiter reduziert. Zusätzlich wird das Risiko durch den Ausbau des Direktvertriebs für Fördertechnik und die Erweiterung des Geschäftsfeldes Parksysteme weiter minimiert. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie schwankende Einkaufspreise von Rohstoffen, Vor- und Zwischenprodukten, Logistikdienstleistungen und Energie potenzielle Risiken dar. Im Berichtsjahr haben sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr erfreulich erweise erholt und sind gesunken, was die Beschaffungsrisiken bei STOPA positiv beeinflusst hat. Zur Bewertung des Risikos von Lieferausfällen werden die relevanten Lieferanten jährlich hinsichtlich ihres Ausfallrisikos bewertet, auch durch Lieferantenaudits, welche mögliche Alternativen aufzeigen. Bei der Auswahl neuer Lieferanten aber auch bei der Analyse der Bestandslieferanten müssen unsere hohen Qualitätsanforderungen eingehalten werden, welche in Verfahrensanweisungen schriftlich festgelegt sind. Den negativen Auswirkungen von Preissteigerungen begegnen wir, soweit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen und Qualitätssicherungsvereinbarungen. Durch diese Maßnahmen können wir die Risiken auf der Beschaffungsseite wirksam steuern und sicher stellen, dass STOPA auch in einem herausfordernden Marktumfeld gut aufgestellt ist. Risiken aus der Produktion und der Projektabwicklung Im Produktionsumfeld von STOPA ergeben sich Risiken und Chancen hauptsächlich aus Abweichungen im Produktherstellungsprozess, wie zum Beispiel durch Schwankungen in der Auslastung von Produktionsmaschinen oder der geplanten Produktionsmenge. Die Auswirkungen dieser produktionsbezogenen Risiken werden weiterhin als hoch eingestuft. Die Stabilität unseres Produktionsbetriebs hängt in hohem Maße von den Lieferketten ab. Risiken wie Rohstoffverfügbarkeiten, potenzielle Cyber-Angriffe oder Insolvenzen von Lieferanten stellen wesentliche Gefahren für die Aufrechterhaltung des Herstellungsprozesses dar. Darüber hinaus können unwahrscheinliche Szenarien wie Betriebsunterbrechungen durch Brände die Produktion stark beeinträchtigen. Dank umfassender präventiver Maßnahmen sowie Schadensversicherungen sind die Auswirkungen dieser Risiken jedoch gering. Bei Bedarf können wir zudem auf externe Kapazitäten zu rückgreifen, um Engpässe in der Fertigung zu kompensieren. Durch diese Strategien sichern wir die Stabilität und Kontinuität unserer Produktionsprozesse auch in herausfordernden Zeiten ab. IT-Risiken Die Risiken im Bereich der Informationstechnologie betreffen maßgeblich die Stabilität der gesamten Informationsinfrastruktur. Hierzu zählen insbesondere Risiken in der Informationssicherheit sowie die Widerstandsfähigkeit der IT-Systeme gegenüber externen Cyber-Angriffen. Diese informationstechnologischen Risiken werden weiterhin als hoch eingestuft. Ein Cyber-Angriff kann weitreichende Folgen haben, insbesondere durch den Verlust der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit oder Integrität von Informationen und IT-Systemen. Um diese Risiken zu minimieren und die sichere, zuverlässige sowie effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden unsere IT-Systeme kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt. Die monatlichen Patching-Tage tragen dazu bei, dass unsere Server engmaschig mit den aktuellen Sicherheits-Patches ausgestattet sind. Zur Reduktion der Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt STOPA auf ein effektives IT-Notfallmanagement, die Einhaltung industrienüblicher Standards, redundante Netzverbindungen und den Betrieb eines Zweitrechenzentrums. Beteiligungsrisiken Die Beteiligungsstrategie sieht vor, sich mittelfristig ausschließlich auf die STOPA-Tochterunter nehmen in CHINA und USA zu konzentrieren. Dabei ist es unser Bestreben, etwaige Finanz bedarfe durch Planzahlen und Forecast-Rechnungen frühzeitig zu ermitteln. Sollten darüber hin aus weitere Budgets erforderlich sein, werden diese nach vorheriger Prüfung ausschließlich von den Gesellschaftern in Abstimmung mit dem Beirat freigegeben. Chancen und Prognose Die nachfolgend beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den aktuellen Erwartungen und Einschätzungen der STOPA zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts. Diese Aussagen beinhalten daher eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten. Die prognostizierten Entwicklungen gründen auf der mehrjährigen Markt-, Geschäfts- und Finanzplanung der STOPA, die verschiedene Annahmen berücksichtigt. Der IWF erwartet für das Jahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 3,1 Prozent und damit auf einem vergleichbaren Niveau zum Jahr 2023; der Durchschnittswert der vergangenen Jahre (2000-2019) lag bei 3,8 Prozent. Belastet wird das Wirtschaftswachstum durch die restriktive Geldpolitik, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen sowie das niedrige zugrunde liegende Produktivitätswachstum (IWF, Januar 2024). Für die entwickelten Volkswirtschaften wird insgesamt mit einer Steigerungsrate von 1,5 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr gerechnet, wobei einer leichten Wachstumsbeschleunigung im Euro raum (0,9 Prozent) ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Wachstum in den USA (2,1 Prozent) gegen übersteht. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird mit einem Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent eine stabile Entwicklung auf dem Niveau von 2023 erwartet. Für China wird dabei von einer nachlassenden Dynamik (4,6 Prozent) ausgegangen. Die globale Inflationsrate wird sich nach Einschätzung des IWF im Jahr 2024, beeinflusst durch die restriktive Geldpolitik und die damit verbundene Abschwächung am Arbeitsmarkt sowie die sinkenden Energiepreise, auf 5,8 Prozent verringern. Für die entwickelten Volkswirtschaften wird dabei ein deutlicher Rückgang der Inflation auf 2,6 Prozent erwartet, wohingegen die Teuerungsrate in den Schwellen- und Entwicklungsländern nur leicht abnehmen dürfte (8,1 Pro zent). Das Welthandelsvolumen wird nach der weitgehenden Stagnation im Jahr 2023 nach Einschätzung des IWF im Jahr 2024 um 3,3 Prozent zunehmen. Aus Sicht des IWF bestehen allerdings erhebliche Risiken für die makroökonomische Prognose. So könnten aufgrund des Nahostkonflikts, der anhaltenden Angriffen im Roten Meer und des Kriegs in der Ukraine an- gebotsseitige Schocks zu erneut stark steigenden Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten führen. Ein daraus resultierender Anstieg der Inflation würde zugleich eine Verfestigung der wachstumshemmenden Geldpolitik bedeuten. Zudem wird eine verstärkte Umsetzung von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufgrund der in vielen Volkswirtschaften notwendigen Haushaltskonsolidierung als Risiko für das Wirtschaftswachstum gesehen. In China könnte sich der anhaltend angeschlagene Immobiliensektor weiterhin negativ auf das Binnenwachstum und die Handelspartner auswirken. Im beschriebenen konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld erwartet die STOPA Anlagen bau GmbH eine zum Jahresende zunehmende Stabilisierung im Vergleich zu den rückläufigen Wachstumsraten im Berichtsjahr. In diesem schwierigen Marktumfeld prognostizieren wir für das Jahr 2024 einen Auftragseingang von ca. 80 Mio€. Dabei legen wir zu Grunde, dass sich der fortschreitende Automatisierungstrend und die im Jahresverlauf sinkenden Kapitalkosten positiv auf Investitionsentscheidungen in Lagerautomatisierungslösungen auswirken. Unsere langfristige Einschätzung geht derzeit von einem Wachstum im Neulagersystem-Bereich im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen ähnlich hohen Umsatz wie im vergangenen bei sinkender Auslastung und damit einhergehender niedrigerer Gesamtleistung. Das absolute EBT sollte sich aus unserer Sicht auf 80 bis 90 Prozent des absoluten Jahreswertes 2023 ein- pendeln. Es ist jedoch zu beachten, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von den Prognosen der STOPA abweichen kann. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der TRUMPF Werkzeugmaschinen SE & Co. KG sieht sich die STOPA insgesamt sehr gut für die Zukunft aufgestellt.
Achern-Gamshurst, den 31. Mai 2024 Michael Stolzer Edgar Mörtl Edgar Börsig BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die STOPA Anlagenbau GmbH hat ihren Sitz in Achern und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Register-Nr. HRB 712723. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Gesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265, 266 ff. HGB). Das Gliederungsschema des § 266 HGB wurde im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses, sowie einer verbesserten Einschätzung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB, um den Posten B. "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Rangrücktritt" erweitert. Unter diesem Posten werden Darlehen von Kreditinstituten ausgewiesen, für die keine Sicherheiten zu stellen sind und bei denen der Kreditgeber einen unwiderruflichen Rangrücktritt erklärt hat (sogenanntes Nachrangkapital). B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. In Anlehnung an die steuerlichen Vorgaben erfolgten die Abschreibungen bei Zugängen im Berichtsjahr zeitanteilig (pro-rata-temporis). Bei den Zugängen dieses Jahres wurde von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ausleihungen sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die niedrigeren Wertansätze erfolgen entsprechende Zuschreibungen. In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Einstandspreisen am Jahresende bewertet. Auf nicht gängige Artikel wurden angemessene Abschläge vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse (Anlagen) sind zu Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten wurden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und Material- sowie Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt; soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen in Abzug gebracht. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sog. Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projekt- Unit-Credit-Method) bewertet. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmänischer Beurteilung notwendig ist. Soweit Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen sind, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufs. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsumrechnung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Latente Steuern werden auf Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen; außerdem auf steuerliche Verlustvorträge. Aktive und passive Latenzen werden saldiert. C. Einzelangaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend gesondert dargestellt (Anlagenspiegel); hierin sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten. Bei den Finanzanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 35) vorgenommen worden. In den geleisteten Anzahlungen sind Anzahlungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 643) enthalten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Soweit die Anzahlungen die Summe der Aktivpositionen übersteigen, ergibt sich über die aktivische Verrechnung hinaus ein Ausweis auf der Passivseite der Bilanz unter "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen". In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 875 (Vorjahr TEUR 1.046). Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 4) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82%, Rententrend 2,0%, Gehaltstrend 0,0% und der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck gebildet. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 12. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Für die Saldierung von Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen und Garantieverpflichtungen. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten hinsichtlich der Laufzeit sowie Art und Form der Sicherheit ist nachfolgend dargestellt.
Anmerkung: (1) Ungesichert (2) Übliche Eigentumsvorbehalte (3) Grundpfandrechte In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 212 (Vorjahr TEUR 2) enthalten. Passive Steuerlatenzen resultieren aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen bei einer Pensionsrückstellung. Aktive Steuerlatenzen ergeben sich aus unterschiedlichen Ansätzen bei den weiteren Pensionsrückstellungen, bei sonstigen Rückstellungen und der abweichenden Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen und Forderungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden sich saldiert ergebende aktive latente Steuern nicht aktiviert. Der Bewertung lag vereinfacht ein Steuersatz von 30 % zugrunde. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB zum 31. Dezember 2023 die nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, ergibt sich wie folgt:
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverpflichtungen: Die Gesellschaft hat gegenüber einer Tochtergesellschaft (verbundenes Unternehmen) zur Vermeidung von möglichen Insolvenzantragspflichten dieser Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben und sich darin verpflichtet, jederzeit eine entsprechende Liquiditäts- und Finanzausstattung sicherzustellen. Diese Gesellschaft befindet sich in der Liquidation. D. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Umsatzerlöse (nach Erlösminderungen) verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen und Lieferorten wie folgt:
Erträge bzw. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 97) bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 65) enthalten. In den Erträgen des Geschäftsjahres sind wesentliche periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 161) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. E. Sonstige Angaben Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die STOPA Anlagenbau GmbH Anteile von mehr als 20 % hält:
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren bestellt: Michael Stolzer, Betriebswirt - COO Edgar Mörtl, Dipl-Ingenieur (FH) - CEO Edgar Börsig, Kaufmann - CFO Die Gesellschaft wendet die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung an. Die Gesellschaft hat einen Beirat installiert, der sich am Ende des Geschäftsjahres wie folgt zusammensetzt: Georg Erdrich, Unternehmer (Vorsitzender) Elmar Emde, Finanz- und Vermögensberater (stellvertretender Vorsitzender) Peter Ulrich Schwörer, Unternehmensberater Zur Absicherung des Zinsrisikos werden Finanzinstumente eingesetzt. Derivativgeschäfte werden am Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Als Bewertungsgrundlage dienen aktuelle Marktdaten zum Jahresende. In der Höhe der sich daraus ergebenden Verluste wird gegebenenfalls eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.
1) Der Annuitäten-Swap-Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 wurde am 31. März 2020 abgeschlossen. Er bewirkt eine Tilgungsstreckung. Es erfolgte die Bildung einer Bewertungseinheit zwischen Derivat und Darlehen gemäß § 254 HGB, so dass eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit gegeben ist. Aus diesem Grund unterblieb die Berücksichtigung eines negativen beizulegenden Zeitwerts in Form einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. In 2023 erfolgten Auszahlungen in den Annuitäten-Swap in Höhe von TEUR 1.425 (Vorjahr sonstige Verbindlichkeit TEUR 908), die im Posten sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Das für das Geschäftsjahr erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 40. Hiervon entfallen TEUR 40 auf Abschlussprüfungsleistungen. F. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Geschäftsjahr eingetreten Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergegeben.
Achern, den 31. Mai 2024 STOPA Anlagenbau GmbH Michael Stolzer Edgar Mörtl Edgar Börsig Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.535.745,61 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die STOPA Anlagenbau GmbH, Achern Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STOPA Anlagenbau GmbH, Achern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STOPA Anlagenbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, 10. Juni 2024 KAISER
& SOZIEN GmbH
Sabine Gehring, Wirtschaftsprüferin Michael Dörle, Wirtschaftsprüfer |
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