HE2 Gutenberg 11 Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Dr. Kieser seit 16.1.2025 | Prokura |
Tanja Hanni Hofmann seit 16.1.2025 | Prokura |
Lucas-Christopher Haaß seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FUCHS Finanz-service GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LUBRICANT CONSULT GmbH (Gesellschaft für Schmier- und grenzflächenaktive Stoffe)MaintalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023LUBRICANT CONSULT GmbH (Gesellschaft für Schmier- und grenzflächenaktive Stoffe)Konjunkturelle Lage und Branchenentwicklung Im Jahr 2023 hat die Weltwirtschaft stark unter den Auswirkungen der Kriege und unter dem Handelsboykott einiger Länder gelitten. Die Entwicklungen in den einzelnen Ländern waren sehr unterschiedlich. In den meisten Ländern des Euroraumes hat sich die Konjunktur positiv entwickelt und der Umsatz konnte gesteigert werden. Der Umsatz im Inland ist jedoch gegenüber dem Vorjahr um -9% zurückgegangen, ebenso im Ausland mit -18%, hier vor allem in Asien. Die Gesamtbetriebsleistung ist um 19,8% im Vergleich zu 2022 gesunken. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die LUBRICANT CONSULT GmbH ist ein seit 1980 in Deutschland ansässiges mittelständiges Familienunternehmen, welches weltweit tätig ist. Zur LUBRICANT CONSULT GmbH gehören 12 operativ tätige Gesellschaften sowie ein "Regional Headquarter" in Bahrain / Middle East und ein Büro in Malaysia. Als globales Unternehmen ist die Gesellschaft auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Spezialschmierstoffen unter dem geschützten Markennamen "LUBCON" spezialisiert. Die LUBRICANT CONSULT GmbH hat einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) erstellt. Dieser Verhaltenskodex definiert die unternehmensweiten Grundsätze und Anforderungen an alle Mitarbeiter und Repräsentanten der LUBRICANT CONSULT GmbH sowie deren Tochtergesellschaften im In- und Ausland einschließlich der jeweiligen Geschäftsführer bezüglich deren Verantwortung für Mensch und Umwelt. Des Weiteren hat die Gesellschaft eine Datenschutzverordnung verfasst und alle Mitarbeiter hierüber belehrt und geschult. Verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung wurden eingeführt und definiert. Aufgrund der größenabhängigen Befreiung des § 293 HGB besteht keine Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses. Die breite Palette des Produktportfolios sowie die Vielfalt der branchenunabhängigen Absatzmärkte in nahezu allen Industriebereichen reduzieren etwaige Risiken. Die individuelle Betreuung, Kooperation mit lokalen und internationalen Kunden und die hohe Dienstleistungsbereitschaft durch den Vertrieb ermöglichen eine langfristige Kundenbindung, die Erschließung neuer Branchen und Märkte und bilden die wesentlichen Grundpfeiler einer stetigen Unternehmensentwicklung. Qualität, Sicherheit und das Vertrauen unserer Kunden sind die Basis für unseren weltweiten Erfolg. Unter Qualität verstehen wir nicht nur das Angebot qualitativ hochwertiger Produkte, sondern auch die Sicherheit und Transparenz des kompletten Herstellungs- und Vertriebsprozesses sowie die nachhaltige Schonung der Umweltressourcen. Deswegen legen wir höchsten Wert auf die Einhaltung des Qualitäts- und Umweltmanagements und sind zum wiederholten Male nach den Normen DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifiziert worden. Die Produktionsanlagen und der gesamte Betriebsablauf unterliegen stetigen internen Überprüfungen und externen Zertifizierungen. Die Orientierung an höchstem technisch verlässlichem Standard ist stets Ausgangspunkt der Investitionsentscheidungen. Darauf aufbauende Planung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Produktions- und Betriebsanlagen sowie in die EDV-technische Unterstützung ist Teil der Investitionspolitik. Wir richten uns nach den europäischen Normen und Vorgaben der EU-Verordnung sowie internationalen Normen, wie zum Beispiel REACH (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals), RoHS (Restriction of Hazardous Substances Directive), GOST (gossudarstwenny standart / Staatlicher Standard) und erfüllen die Klassifizierung und Etikettierung für Transport und Umgang mit gefährlichen Chemikalien GHS (Global Harmonized System). Neueste industrielle Technologien helfen uns bei der Entwicklung und Herstellung hochwertiger, z.B. lebensmittelunbedenklicher Schmierstoffe (H1 geprüfte Produkte), die unter Einhaltung nationaler und internationaler Lebensmittelgesetze verarbeitet werden. Im Vordergrund der eigenen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen steht der Wille, dem spezifischen Kundenbedarf effiziente Produktlösungen anbieten zu können, sowie die Produktionsqualität stetig zu verbessern. Diese Kundennähe auf der einen Seite wird ergänzt durch langjährige Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten, wobei die Qualität der eingesetzten Rohstoffe und deren Preiswürdigkeit immer wieder auf den Prüfstand kommen, um den Kunden marktgerechte Produkte konkurrenzfähig anbieten zu können. 2023 war für die LUBRICANT CONSULT GmbH ein Jahr mit großen Herausforderungen. Der Umsatz des Jahres 2022 konnte nicht erreicht werden. Bedingt durch unveränderte Einkaufspreise bei unseren Lieferanten und damit verbundenem relativ gleichbleibendem Materialaufwand veränderte sich das Rohergebnis um -19%. LUBRICANT CONSULT GmbH positioniert sich im Wettbewerbsumfeld seit Jahrzehnten erfolgreich als kundenorientierter Hersteller von Spezialschmierstoffen für höchste Ansprüche. Durch finanzielle Unabhängigkeit und Konzentration auf gesundes inneres Wachstum, anstelle auf Expansion in ruinösen Massenproduktbereichen, kann ein angemessener Marktanteil stabil gehalten und sukzessive ausgebaut werden. Das Geschäftsjahr 2023 konnte das sehr gute Betriebsergebnis des Vorjahres von 15 % der Gesamtleistung nicht erreichen, sondern hat mit 12 % abgeschlossen. Die Organisations- und Kommunikationsstrukturen werden stetig angepasst, um den Herausforderungen, die das wirtschaftliche, geschäftliche und gesellschaftliche Umfeld stellt, gerecht zu werden. Ein wesentlicher Baustein sind die Mitarbeiter der LUBRICANT CONSULT GmbH, die nach außen und innen die Werte des Unternehmens - Leistungsbereitschaft, Vertrauen, Respekt, Verlässlichkeit und Integrität - repräsentieren. Unser Dank geht an alle unsere Mitarbeitenden weltweit für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit. Der Arbeitsplatzsicherheit gilt unsere Sorge. Die Vereinbarkeit von geschäftlichen Interessen mit den privaten und familiären Vorstellungen unserer Mitarbeiter ist unser Antrieb. Krankheitsbedingte Fehltage und Fluktuation bewegen sich seit Jahren stabil auf gleichem Niveau. Das notwendige fachlich qualifizierte Personal ist aufgrund des weiterhin akuten regionalen und nationalen Personalmangels kaum zu finden. Dies gilt besonders für Mitarbeitende in allen Bereichen der Produktion. Die Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen ist daher weiterhin notwendig, wurde jedoch aufgrund des gesunkenen Umsatzes deutlich verringert. Die hervorragende Eigenkapitalbasis gewährte wie auch in den Vorjahren, eine Finanzierungsstrategie unabhängig von Kreditgebern. Die hohe Liquidität ermöglichte weltweit knapper werdende Rohstoffe zu beschaffen und trotz der Verteuerung aller Rohstoffe immer produktions- und lieferfähig zu bleiben. Die meisten Tochtergesellschaften haben im Jahr 2023 eine hervorragende Umsatzsteigerung erzielt. Darstellung der Lage des Unternehmens Umsatz / Ertragslage Die Rohstoffpreise konnten durch gute Preisverhandlungen und teils langfristige Preisvereinbarungen gehalten werden. Der Materialeinsatz hat sich entsprechend dem gesunkenen Umsatz sowie den gleichbleibenden Einkaufskosten um 3.638 TSD € verringert, prozentual beträgt er 47,8 % der Gesamtleistung, gegenüber 48,7 % im Vorjahr. Durch die um 19% gesunkene Produktionsleistung konnten auch die allgemeinen Kosten gegenüber dem Vorjahr leicht gesenkt werden. Die Personalkosten sind um 3,2 % gesunken, real um 303 TSD €. Dies ist vor allem auf die Reduzierung der Kosten für Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen zurückzuführen. Das Berichtsjahr 2023 zeigt, dass die Lubricant Consult GmbH auch ein schwieriges Jahr gut überstehen kann. Gegenüber dem Vorjahr ist der Rohertrag um 3.324 TSD € und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Materialaufwand) um rd. 341 TSD € gesunken. Das Jahresergebnis verringerte sich um 823 TSD € oder 20,8%. Das Verhältnis von Inlands- / Auslandsumsatz hat sich nur wenig verändert und verteilt sich auf 35 % Inland- und 65 % Auslandsumsatz. Im Berichtsjahr 2023 belief sich der Umsatz auf 28 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 1.5 Mio. € und haben sich somit gegenüber dem Vorjahr (262 TSD €) um 1.257 Mio.€ erhöht. Der betriebliche Rohertrag ist um 3,3 Mio. € auf 14,7 Mio. € gegenüber 18 Mio. € in 2022 gesunken. Der Personalaufwand hat sich in Relation zur Gesamtleistung um 5,6 %-Pkte. erhöht, ist real aber um 303 TSD € gefallen. Der Personalbestand der LUBRICANT CONSULT GmbH hat sich mit 114 Beschäftigten am Jahresanfang und 111 am Jahresende leicht verändert. Abgänge konnten nur teilweise ersetzt werden und wurden durch Zeitarbeiter ausgeglichen, bzw. dem Bedarf angepasst. Die Aufwendungen für Mieten und Instandhaltungskosten sind nahezu konstant geblieben, ebenso die Werbe- und Reisekosten. Die Kosten der Warenabgabe haben sich durch den verminderten Umsatz um 141 TSD € oder 24% reduziert. Die Abschreibungen sind um 8,8 % von 720 TSD € auf 783 TSD € gestiegen. Die Zinsen und ähnliche Erträge haben sich von 85 TSD € im Vorjahr auf 293 TSD € im Jahr 2023 erhöht. Dies war vor allem durch eine gute Verzinsung von Festgeldkonten möglich. Die Dividendenerträge sind nahezu gleich geblieben von 257 TSD € in 2023 gegenüber 256 TSD € in 2022. Trotz guter Ertragslage und Liquidität der Tochtergesellschaften haben wir teilweise auf Dividendenzahlungen verzichtet, um jederzeit einen erhöhten Liquiditätsbedarf für Investitionen zu ermöglichen. Es wurden Dividenden in Höhe von insgesamt 257 TSD € (Vj.: 256 TSD €) von Tochtergesellschaften sowie 129 TSD € aus Aktienanteilen ausgeschüttet. Die gesetzliche Änderung der Bewertung von Pensionsrückstellungen hat auch Auswirkungen auf die Darstellung der Zinsaufwendungen. Die Abzinsung der Pensionsrückstellung wurde mit 39 TSD € als Zinsaufwand in der Bilanz ausgewiesen. Langfristigen Zinsen sind keine angefallen. Es gab aber wieder Zinserträge in Höhe von 163 TSD €. Das Betriebsergebnis bezogen auf die Betriebsleistung beträgt 11,9 %. Die Ertragssteuern sind entsprechend dem niedrigeren Gewinn gesunken und betragen 945 TSD € gegenüber 1,6 Mio. € im Vorjahr. Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 823 TSD € € auf 3,1 Mio. € gesunken. Bezogen auf die Betriebsleistung beträgt es 11,1 % (im Vorjahr 11,2 %). Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist unverändert sehr zufriedenstellend. Vorteilhaft ist die solide Finanzierung der Gesellschaft mittels Eigenkapital. Die Gesellschaft kann Investitionsentscheidungen kurzfristig und rein nach sachlichen Bedürfnissen fällen. Die Netto-Zugänge zum Sachanlagevermögen (einschließlich Immaterielle Vermögensgegenstände) betragen 760 TSD €. Diesen stehen Abschreibungen (inklusive Sofortabschreibungen von GWG) von rd. 782 TSD € entgegen. Der Buchwert des Sachanlagevermögens einschl. Grundstück / Gebäude und der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich um 23 TSD € erhöht. Die Beteiligung an der LUBCON Lubrication India Pyt. Ltd. wurde um TEUR 700 aufgestockt. Der Betrag wurde als Kapitalzuschuss (Kapitalrücklage) gewährt. Die Mittel dienen dem Erwerb von Grundvermögen zur Errichtung von Produktions- und Verwaltungsgebäuden. Die an die LUBCON Lubrication India Pvt. Ltd. im Jahr 2018 und 2019 gegebenen zinslosen Darlehen in Höhe von insgesamt TSD € 128 valutieren unverändert. Dies gilt auch für die Darlehen an Lubcon South Afrika in Höhe von TSD € 30 sowie an Lubcon Mexiko in Höhe von TSD € 66. Die Verzinsung von 2% erfolgt planmäßig. Die Lagervorräte haben sich aufgrund des gesunkenen Umsatzes ebenfalls verringert um € 1.637 TSD oder 18 %, dies betrifft vor allem den Bestand an Rohstoffen und Halbfabrikaten. Der Auslandskundenanteil von 65 % des Gesamtumsatzes, sowie das vielfältige Produktportfolio erfordern auch weiterhin eine breite Basis an Vorräten. Es fehlen immer mehr Rohstoffe am internationalen Markt, sodass wenn möglich größere Mengen eingekauft wurden. Auch haben sich die Lieferzeiten durch Engpässe in den Häfen durch fehlende Containerschiffe bedeutend verlängert. Alle Tochtergesellschaften kommen ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nach, die Zahlungsziele konnten teils durch die positiven Geschäftsentwicklungen der Gesellschaften verkürzt werden. Der Produktionsaufbau von LUBCON Lubrication India Pvt. Ltd., die Etablierung am Markt und Lieferzeiten der Waren nach Asien / Indien von 2 bis 3 Monaten, erfordern hier noch immer längere Zahlungsziele. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden einschließlich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Jahresende 7,5 Mio. € und damit 2,1 Mio. € weniger als im Vorjahr. Durch das allgemeine wiedererstarken des Wachstums ist auch die Liquidität sowohl bei den Tochtergesellschaften als auch bei den Kunden gestärkt worden. Vor allem die Forderungen der Tochtergesellschaften sind überproportional gesunken. Die Sonstigen Forderungen betreffen vor allem Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Forschungszulagen für die Jahre 2020, 2021 und 2022 in Höhe von 530 TSD €. Das Ergebnis des Jahres 2023 hat die Liquidität des Unternehmens und damit die Vermögens- und Finanzlage weiter gestärkt. Der Bestand an liquiden Mitteln ist auf 13,2 Mio. € gegenüber 11,2 Mio. € im Vorjahr gestiegen. Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Höhe von ca. 33 % der Bilanzsumme. Eingeräumte Kontokorrentkredite werden nicht in Anspruch genommen. Das Eigenkapital des Unternehmens belief sich zum Bilanzstichtag auf 34 Mio. € gegenüber 36 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang um 5,5 % ist durch Dividendenausschüttungen in Höhe von 5,1 Mio. € bedingt. Die hohe Eigenkapitalquote von 84 % ist zum einen der positiven Ertragslage zu verdanken und zum anderen der restriktiven Ausschüttungspolitik der letzten Jahrzehnte. Die Pensionsrückstellung ist um rd. 104 TSD € auf 2,1 Mio. € gesunken. Die Bewertung entspricht den neuen gesetzlichen Vorschriften für Pensionsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 273 TSD € (im Vorjahr 123 €). Es bestehen Verbindlichkeiten für Steuernachzahlungen in GJ von rd. 13 TSD €. Rückstellungen für Steuernachzahlungen wurden in Höhe von 568 TSD € gebildet. Bis zum Bilanzstichtag sind darüber hinaus keine sonstigen Risiken oder Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Chancen Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen ist das Ziel unserer Geschäftspolitik. Das Leben mit den Gefahren des Ukraine Krieges sowie des Krieges in Nahost und dadurch einer möglichen Weltwirtschaftskrise ist eine tägliche Herausforderung für alle Unternehmen in der Welt. Die Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Märkten sind weiterhin sehr schwankend und länderspezifisch sehr unterschiedlich, jedoch ist eine allgemeine Erholung sichtbar. Besonders hat sich die wirtschaftliche Situation in China wieder verbessert. Die weiterhin überaus positive Entwicklung unserer Gesellschaft in Indien bringt neues Wachstum und eröffnet neue Märkte. Der Aufbau der dortigen Produktion ist die Grundlage für dieses Wachstum. Der Umzug in die neuen Produktions- und Büroräume wurde im 1. Halbjahr 2024 abgeschlossen Vorbehaltlich unvorhersehbarer Umstände rechnen wir auch in den nächsten Monaten mit wachsenden und zufriedenstellenden Geschäftszahlen. Das weltweit steigende Umweltbewusstsein bietet weitere Chancen für die Schmierstoffbranche. Insbesondere der dadurch zu erwartende zunehmende Bedarf an Premium Schmierstoffen entspricht dem Geschäftsmodell der LUBRICANT CONSULT GmbH und ist Grundlage für positive Aussichten. Risiken Ein umfangreiches Controlling-System der Lubricant Consult GmbH, auch für alle Tochtergesellschaften hilft, Risiken und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die exportabhängige deutsche Industrie reagiert empfindlich auf alle Internationalen Handelskonflikte. Auch für die LUBRICANT CONSULT GmbH, mit einem Auslandskundenanteil von fast 70 %, sind die Unsicherheiten in manchen asiatischen Ländern und nationale Alleingänge auf internationaler Ebene eine Belastung. Die Wachstumserwartungen richten sich vor allem auf eine Besserung im Außenhandel und auf eine Erholung der stagnierenden Inlandsindustrie. Prognose Oberstes Ziel der Geschäftspolitik ist die Bestandssicherung des Unternehmens. Dies bedeutet, Chancen zu identifizieren und Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Abwägung von Chancen und Risiken ist daher Bestandteil der täglichen Geschäftsführung sowie der strategischen Planungsprozesse. Soweit möglich und sinnvoll werden Risiken auf Dritte (z.B. Versicherungen) übertragen. Darüber hinaus sichert die Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern die Resistenz gegenüber Unwägbarkeiten. In der technisch sehr gut ausgestatteten und personell gut bestellten Forschungs- und Entwicklungsabteilung werden ständig neue Produkte entwickelt und vorhandene Produkte verbessert. Durch Kundennähe im Vertrieb, strukturierte betriebliche Prozesse und direkte interne Kommunikations- und Entscheidungsprozesse begegnen wir den Herausforderungen und Risiken, die die beschleunigte technische und sonstige wirtschaftliche Entwicklung bereithalten. Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 zeigt sich eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Auftragslage. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Auslandsumsatz sind ab Jahresbeginn 2024 stetig gestiegen. Die Zuversicht in die Weltwirtschaftslage hat sich auch im Jahr 2024 nicht sehr gebessert und wird durch immer neue negative Meldungen beeinträchtigt. Die Unsicherheiten bleiben weiterhin hoch und das Kaufverhalten der Kunden spiegelt dies wider. Die kontinuierliche Erweiterung und der Ausbau besonders in den ausländischen Produktionsstandorten gehören in 2024 zu den wichtigsten Zielen und Anforderungen. Nach dem Umzug in die neue Immobilie in Indien, wird erfolgreich eine moderne Produktionsstätte errichtet. Im April 2024 wurde mit der Fuchs-Gruppe Mannheim eine Vereinbarung über den Erwerb der Lubricant Consult GmbH mit allen Tochtergesellschaften unterzeichnet. Das Ziel ist eine gemeinsame innovative Weiterentwicklung der hochwertigen LUBCON Spezialschmierstoffe. Es war wichtig, den passenden Partner für LUBCON zu finden und mit der Fuchs Gruppe, ebenfalls ein Spezialist für Schmierstoffe und familiär geprägt, haben wir einen optimalen und Zukunft sichernden Käufer für die Gesellschaft und alle Mitarbeiter gewinnen können. Die gute Finanzlage ermöglicht der Gesellschaft auch weiterhin ein stetiges Wachstum und Investitionen in eine prosperierende Zukunft. Unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen ist auch in 2024 für die LUBRICANT CONSULT GmbH ein positiver Geschäftsverlauf zu erwarten.
Maintal, im Juli 2024 Hedy Engelke, Geschäftsführerin Heiko Engelke, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023LUBRICANT CONSULT GmbHAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 2.139. Die Steuerrückstellungen beinhalten i.W. die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: TEUR 7.692. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: TEUR 8.065. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind in Anlage II zum Anhang dargestellt. Umlaufvermögen Bankguthaben in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde in Übereinstimmung mit den Regeln der IAS 19 die "Projected Unit Credit Method" angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 32. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Der Posten sonstige Rückstellungen enthält im wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, ausstehende Rechnungen, einen laufenden Rechtsstreit, sowie für noch nicht genommenen Urlaub. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 2.023.668,59 (Vorjahr: 212.224,72). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht mehr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von rd. TEUR 400 sonstige jährliche finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gesamtumsatzerlöse verteilen sich auf das Inland mit 35% und das Ausland mit 65%. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 114 Arbeitnehmer beschäftigt, davon rd. 70 % männlich und 30 % weiblich. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs bestand die Geschäftsführung unverändert aus den Personen: Frau Hedy Engelke, Kauffrau Herr Heiko Engelke, Dipl.-Ing. Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB). Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss von TEUR 3.128 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die weltweit im Schmierstoffbereich tätige Fuchs-Gruppe, Mannheim, hat mit der Lubricant-Gruppe eine Vereinbarung über den Erwerb aller Geschäftsanteile der Lubricant durch die Fuchs-Gruppe geschlossen. Es wird erwartet, dass die Transaktion im dritten Quartal 2024 abgeschlossen wird. Die Anteile der Fuchs SE werden an der Börse gehandelt und sind im MDAX notiert. Unterschrift der Geschäftsführung
Maintal, 18.07.2024 gez. Hedy Engelke Der Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen:
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LUBRICANT CONSULT GmbH (Gesellschaft für Schmier- und grenzflächenaktive Stoffe) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LUBRICANT CONSULT GmbH (Gesellschaft für Schmier- und grenzflächenaktive Stoffe) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LUBRICANT CONSULT GmbH (Gesellschaft für Schmier- und grenzflächenaktive Stoffe) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. Juli 2024 SMC
Revisions- und Treuhand GmbH
Dr. Thomas Schinogl, Wirtschaftsprüfer |
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