Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 9569
Eingetragen
26.5.1976
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von PrüfmaschinenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen (Schreibfehler) berichtigt, nun: Gegenstand des Unternehmens sind der Vertrieb von Geräten, Anlagen Software, und die Beratung auf dem Gebiet der Messtechnik, der Vertrieb und die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Kraus
seit 17.12.2025
Geschäftsführer
Craig Poultney
seit 30.5.2025
Prokura
Stefan Möhn
seit 8.9.2023
Prokura
David Müller
seit 17.4.2023
Prokura
Daniela Karow
seit 13.9.2022
Prokura
Prokura
Rainer Schwöbel
seit 8.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AVL List GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AVL Holding GmbH
Austria
500000
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVL Deutschland GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Organisation der Gesellschaft

Die AVL Deutschland GmbH, Mainz-Kastel, ("AVL Deutschland") ist in den Konzern der AVL List GmbH, Graz / Österreich eingebunden.

1.2. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Geräten, Anlagen, Software und die Beratung auf dem Gebiet der Messtechnik sowie der Vertrieb und die Erbringung von Engineering-Dienstleistungen (Motor- und Antriebsstrangentwicklung), die durch die Verschmelzung mit der AVL Thermal und HVAC GmbH, Heilbronn, seit 2021 spezifisch ergänzt werden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 erfolgte zudem die Verschmelzung der Schwestergesellschaft AVL Tractor Engineering Germany GmbH, Neuss, auf die AVL Deutschland. Die vertriebenen Geräte werden im Wesentlichen von verbundenen Unternehmen bezogen. Die Kunden sind überwiegend Unternehmen aus der Automobilbranche.

Seit dem Jahr 2016 ergänzt der Betrieb des AVL TechCenter Stuttgart die früheren Geschäftsaktivitäten vor allem im Prüfstandbetrieb. Damit bietet AVL auch lokal die gesamte AVL-Entwicklungsmethodik, von der modellbasierten Entwicklung am virtuellen Prüfstand über den Motorenprüfstand inkl. Hochvoltverbundtests, den Antriebsstrangprüfstand bis zur Validierung im Gesamtfahrzeug an.

Der technologische Wandel hin zu elektronischen Antrieben und der Elektrifizierung in Fahrzeugen bestimmt mittlerweile die Entwicklungsschwerpunkte. Die Integration von Systemen mittels Software nimmt mehr und mehr Raum in der Fahrzeugentwicklung ein. In beiden Themenblöcken ist die AVL-Gruppe mit Ihren Produkten vertreten.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungsaktivitäten. Die Innovationskraft der AVL wird in erheblichem Maße durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Konzernverbund gewährleistet. Die AVL Deutschland GmbH beteiligt sich im Rahmen von einzelnen Projekten an den Entwicklungsaktivitäten.

AVL Deutschland beteiligt sich an Entwicklungsvorhaben, teilweise öffentlich gefördert, teilweise in Kooperationen mit Zulieferern, Herstellern und Forschungseinrichtungen im Automobil- und Antriebsektor zur Entwicklung neuer Methode und Antriebsformen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 1,2 Mio. € (VJ: 0,7 Mio. €) aktiviert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft ist nach den ersten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IMF) im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %-Punkte auf 3,1 % p.a. gesunken. Gleichzeitig gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während die USA im Jahr 2023 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,5 % p.a. verzeichneten, ist die Konjunktur im Euroraum vergleichsweise schwach mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,5% p.a. Die Schwellenländer ("Emerging Markets and Developing Economies") konnten dagegen ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 4,1% erzielen. Indien bzw. China konnten im Jahr 2023 sogar einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 6,7 % p.a. bzw. 5,2 % p.a. verzeichnen. 1

Die deutsche Wirtschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 die Vorjahreszahlen nicht erreichen und rutschte mit -0,3% in eine Rezession. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu. Die Investitionen gingen dagegen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück. So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende 2023 mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück.

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich ab. Die Exporte sanken um 4,0 %, da die Ausfuhr von Waren deutlich zurückging (-5,1 %). Die Importe insgesamt nahmen im selben Zeitraum mit preisbereinigt mit -5,6 % noch stärker ab als die Exporte. Vor allem die Einfuhr von Waren zeigte mit -8,9 % eine stark negative Entwicklung, bedingt durch Rückgänge vor allem bei Metallen, Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen. Die Dienstleistungsimporte wiesen hingegen ein deutliches Plus von 5,2 % auf, dank eines deutlichen Anstiegs der unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Für die Erbringung der Wirtschaftsleistung waren im Jahr 2022 46,2 Millionen Erwerbstätige verantwortlich, dies sind 0,5% mehr bzw. 216.000 Personen mehr als im Vorjahr. 2

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten.

Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Monat Dezember stiegen die Verkäufe im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kräftig um 13 Prozent auf ein Volumen von 1,4 Mio. Einheiten. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Im Monat Dezember lag das Wachstum bei 24 Prozent. Ein weiterer Rekord: Die knapp 2,8 Mio. verkauften Pkw waren das höchste jemals in einem Monat erreichte Absatzniveau. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 % weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im Monat Dezember 2023 wie folgt: Frankreich (+15 %), Spanien (+11 %), Vereinigtes Königreich (+10 %), Italien (+6 %), Deutschland (-23 %).

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. 3

Zum Jahresabschluss erreichte die Pkw-Inlandsproduktion im Dezember ein Volumen von 264.500 Einheiten, knapp 1 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Insgesamt konnte die Produktion auf 4,1 Mio. Pkw gesteigert werden, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert. Im Gesamtjahr 2023 wurden 3,1 Mio. Pkw exportiert, 17 Prozent mehr als 2022. Damit bleibt der Export um knapp 11 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019, als 3,5 Mio. neue Pkw aus Deutschland exportiert wurden. Auf dem deutschen PKW-Markt wurden 2023 insgesamt gut 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, 7 Prozent mehr als 2022. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ. Im vergangenen Jahr wurden 21 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019. Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Mit 241.900 Einheiten wurden 23 Prozent weniger neue Pkw zugelassen als im Dezember 2022. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark durch die damalige Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV) geprägt. Das veränderte Förderungsregime schlug sich auch in der Gesamtjahresperspektive deutlich nieder: Im Jahresverlauf wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein genauerer Blick offenbart allerdings, dass BEV in den letzten zwölf Monaten um 11 Prozent zulegten, während der Markt für PHEV um 51 Prozent schrumpfte. 4

2.2. Geschäftsverlauf

Trotz der eher schwachen gesamtwirtschaftlichen Vorgaben und den herausfordernden Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft konnte die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 % auf insgesamt 355,4 Mio.€ steigern.

Insbesondere konnte sich wie im Vorjahr der Bereich der Engineering-Dienstleistungen im Berichtsjahr gut entwickeln und einen Anstieg der Umsatzerlöse um 38,8 Mio. € auf 189,2 Mio. € verzeichnen. Hauptgrund war eine spürbar gestiegene Nachfrage nach Entwicklungsdienstleistungen, die zu einer weiteren Erhöhung des Personalstandes zum Jahresende 2023 hinführte.

Dagegen sind die Umsatzerlöse im Bereich Messtechnik und Prüfsystem um 1,3 Mio. € auf 135,5 Mio. € zurückgegangen. Der starke Wettbewerb und die Zurückhaltung bei den Investitionen führten zu deutlich geringen Auftragseingängen im Geschäftsjahr 2023 als geplant und einer Vielzahl von Projekten, die entgegen unseren Erwartungen nicht im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen werden konnten und deren Finalisierung in das Jahr 2024 verschoben werden musste.

Insbesondere aus diesem Grund war es der AVL Deutschland nicht möglich, den im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten deutlichen Anstieg des Umsatzniveaus und das geplante Jahresergebnis mit einem tatsächlich erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 2,4 Mio. € voll zu erreichen. Allerdings wurde gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung der Umsatz- und Ergebnissituation erreicht und erstmals seit der Corona-Krise wieder ein positives Jahresergebnis ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein positiver operativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,4 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 6,6 Mio. €). Damit wurde unsere Planung für das Jahr 2023 leicht übertroffen.

Der Krieg in der Ukraine, der am 24. Februar 2022 begann, hatte im Geschäftsjahr 2023 - wie im Vorjahr - keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft der AVL Deutschland, da die Gesellschaft bereits in der Vergangenheit kaum in den Ländern Russland, Ukraine und Weißrussland aktiv war.

Zusammenfassung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. 5

Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 war wie das Vorjahr geprägt von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Der Verlauf der Zins- und Inflationsentwicklung führte abermals zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum.

Dies führte auch bei den Kunden der AVL Deutschland zu einer Zurückhaltung bei vielen Investitionsentscheidungen und teilweise Verschiebungen von Projektentscheidung ins Folgejahr.

Diese Effekte führten insgesamt dazu, dass die Gesellschaft ihre Ziele für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Jahr 2023 nicht voll erreicht hat. Auch wenn die Gründe für die Zielverfehlungen aus unserer Sicht nicht primär in der Verantwortung der AVL Deutschland liegen, ist die Gesamtentwicklung für die AVL Deutschland daher als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen.

Die im Jahr 2023 erfolgte Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft AVL Tractor Engineering GmbH, Neuss hat zur besseren strategischen Ausrichtung sowie zu Synergieeffekten unter anderem im Bereich der Verwaltungskosten geführt.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 liegt der Gesamtumsatz mit 355,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahresumsatz von 313,7 Mio. €. Auf die oben gemachten Erläuterungen im Abschnitt 2.2. "Geschäftsverlauf" wird verwiesen.

Der Materialaufwand ist aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens im Berichtsjahr verglichen zum Vorjahr um 6,3% oder 12,4 Mio. € auf 210,4 Mio. € gestiegen. Die Bruttogewinnmarge als Differenz der Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 142,8 Mio. €, ein Anstieg von 18,9% bzw. 22,7 Mio. €, und entspricht im Berichtsjahr 40,2% (Vorjahr 38,3%) der Umsatzerlöse. Die Marge ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Der Personalaufwand der Gesellschaft liegt infolge der Erhöhung des Personalstandes sowie einer Gehaltsanpassung deutlich über dem des Vorjahres (+10,9% oder 9,6 Mio. €).

Die Abschreibungen sind trotz der im Berichtsjahr gestiegenen Investitionen in das Anlagevermögen um 6,6% oder 0,4 Mio. € gesunken.

Infolge des gesteigerten Geschäftsvolumens sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 43,6% oder 14,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, insbes. für Miet- und Leasingaufwendungen, als auch für beauftragte Dienstleistungen zur Personalaussteuerung innerhalb des AVL-Konzerns.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von 2,4 Mio. € verzeichnet, was gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 4,1 Mio. € ist.

2.3.2. Personal

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 1.072 Mitarbeiter (Vorjahr: 995 Mitarbeiter) beschäftigt. Das Unternehmen verfügt aus unserer Sicht wie im Vorjahr über eine erfahrene Stammbelegschaft.

AVL Deutschland bietet seinen Mitarbeitern persönliche Entwicklungsmöglichkeiten durch individuelle Förderung in Fach- und Führungskarrieren an. Die Erneuerung der Führungskultur wird mit einem angepassten Leitbild, das stetig auf die aktuellen Herausforderungen geprüft wird, vorangetrieben und in allen Ebenen kommuniziert.

Die Basis unseres Geschäfts bilden gut ausgebildete Mitarbeiter in den Gebieten der Ingenieur- und Naturwissenschaften wie auch der Informatik. Die AVL-Gruppe unterstützt und fördert Frauen in technologischen Berufen. Der Anteil von Frauen in den technologischen Berufen ist leider noch unterrepräsentiert, so hat der Gesellschafter im April 2022 für die Geschäftsführung eine Zielgröße von Frauen in Führungspositionen von Null mit einer Frist zur Erreichung der Zielgröße von 5 Jahren festgelegt. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung im April 2022 die Zielgröße von Frauen in Führungspositionen von 7,14% bzw. 1 Person mit einer Frist zur Erreichung der Zielgröße von 5 Jahren festgelegt. Jede Besetzung von Führungspositionen, die zu einem Übertreffen der Zielgröße führt, wird ausdrücklich begrüßt.

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Frauenquote in der Geschäftsführung bei null und in den beiden obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung, wie in den beiden Vorjahren, unverändert bei 7,14 % bzw. 1 Person. Diese wird für 2024 und die Folgejahre nahezu gleichbleibend erwartet.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 Mio. € auf 130,0 Mio. € verringert. Diese Veränderung resultiert auf der Aktivseite der Bilanz hauptsächlich aus dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die mit den Vorräten verrechnet werden, sowie gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite der Bilanz ist der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen auf die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die Investitionen in das Anlagevermögen auf 8,4 Mio. €. Das Investitionsvolumen resultiert hauptsächlich aus den Investitionen in Modernisierung und Nachrüstung vorhandener Ausrüstungen im TechCenter Stuttgart für zusätzliche und vielfältigere Anwendungstest sowie in die Anschaffung neuer Gerätschaften als auch zur Optimierung der Energieeffizienz. Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der AVL Tractor Engineering Germany GmbH, Neuss, zum 1. Januar 2023 sind der AVL Deutschland immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 30 T€ (Restbuchwerte) zugegangen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen 5,9 Mio. € und fallen somit 2,6 Mio. € geringer aus als die Investitionen im Berichtsjahr. Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Durch das von der Gesellschaft betriebene Projektgeschäft verändern sich die Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Rückstellungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Abrechnungsstatus von Aufträgen am Jahresende und unterliegen damit größeren abrechnungsbedingten Schwankungen.

Nach Verrechnung mit den erhaltenen und geleisteten Anzahlungen betragen die Vorräte zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. € (Vorjahr 17,2 Mio. €). Ohne Berücksichtigung von erhaltenen und geleisteten Anzahlungen beträgt der Vorratsbestand zum Stichtag 20,8 Mio. €, was einem Rückgang von 1,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die darin enthaltenen unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind um 2,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr auf 17,5 Mio. € gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des im Dezember 2023 erstmalig durchgeführten "echten" Factorings um 20,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gesunken auf 73,4 Mio. € zum 31. Dezember 2023. Der Mittelzufluss aus dem Verkauf von Forderungen in Höhe von 27,3 Mio. € haben die Cash-Pooling Forderungen zum Bilanzstichtag auf 68,7 Mio. € erhöht, die auf Basis einer bestehenden Aufrechnungsvereinbarung mit höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr verrechnet wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 16,6 Mio. € (Vorjahr 2,6 Mio. €) beruhen daher nach erfolgter Verrechnung der Cash-Pooling Forderungen ausschließlich auf dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 2,4 Mio. € und der Einbuchung des Reinvermögenszugangs (zu Buchwerten) aus der zum 1. Januar 2023 erfolgten Verschmelzung mit der AVL Tractor Engineering Germany GmbH, Neuss, in Höhe von 1,12 Mio. € in die Kapitalrücklage auf 41,3 Mio. € (01.01.2023: 38,9 Mio. €; Vorjahr 37,7 Mio. €) erhöht. Die Eigenkapitalquote steigt auf 31,8% (01.01.2023: 25,2%; Vorjahr 24,7%).

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber Vorjahr um 3,4 Mio. € bzw. 3,3 Mio. € gegenüber 01.01.2023 auf 31,2 Mio. € angestiegen, was im Wesentlichen auf die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Gesellschaft zurückzuführen ist.

Am Bilanzstichtag sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellung auf 9,5 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund einer mit der Gesellschafterin vereinbarten Aufrechnung von Netto-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Cash-Pool Forderungen in Höhe von 68,7 Mio. € (Vorjahr 51,1 Mio. €) auf 15,1 Mio. € (64,5 Mio. €) gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 8,4 Mio. € im Vergleich zum 01.01.2023 als auch zum Vorjahr auf 20,1 Mio. € erhöht und enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatz- und sonstige Steuern in Höhe von T€ 17,2 Mio. € und Verbindlichkeiten gegenüber der Factoringgesellschaft in Höhe von 1,7 Mio. € aus vereinnahmten Kundenforderungen. Die ebenfalls hierin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Mietkäufen sind aufgrund der planmäßigen Tilgungen um 2,6 Mio. € auf 1,0 Mio. € zurückgegangen. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Verbindlichkeiten bei Finanzierungsgesellschaften eingegangen.

2.3.4. Finanzlage

Aufgrund des im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschusses in Höhe von 2,4 Mio. € konnte die Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2023 einen positiven operativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,4 Mio. € erzielen (Vorjahr 6,6 Mio. €). Die Investitionstätigkeit ins Anlagevermögen von 8,4 Mio. € konnte daher aus im Berichtsjahr erwirtschafteten Eigenmitteln aufgebracht werden.

Durch die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf 31, 7 Mio. € und den im Dezember 2023 erfolgten Verkauf von Forderungen in Höhe von 27,3 Mio. € konnte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag ihre Liquiditätssituation stark verbessern.

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 betrug 0,2 Mio. € (01.01.2023: 1,8 Mio. €; Vorjahr 0,5 Mio. €). Kurzfristige Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - keine (0,0 Mio. €; 01.01.2023: 0,0 Mio. €; Vorjahr 0,0 Mio. €).

Im Oktober 2022 hat die AVL List GmbH, Graz / Österreich, einen Cash-Pool aufgesetzt, in den die AVL Deutschland einbezogen wird. Der Gesellschaft wird hieraus eine Kreditlinie in Höhe von 25,0 Mio. € gewährt, die zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzt war.

Darüber hinaus hat die AVL-Gruppe einen Konsortialkredit mit ESG-Kriterien abgeschlossen, bei dem die AVL Deutschland GmbH als Garant beteiligt ist.

Zusammenfassung

Die Gesellschaft erwirtschaftete nach mehreren Verlustjahren einen positiven Jahresüberschuss mit 2,4 Mio. €.

Der Personalaufwand der Gesellschaft liegt infolge der Erhöhung des Personalstandes aufgrund der Erhöhung der Engineering-Dienstleistung sowie einer Gehaltsanpassung deutlich über dem Vorjahr.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen fallen geringer aus als die Investitionen im Berichtsjahr. Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen den Jahresüberschuss übersteigenden operativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielen und ihre Liquiditätssituation darüber hinaus durch einen Forderungsverkauf im Dezember 2023 und eines konsequentes Anzahlungsmanagements stark verbessern. Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Gesellschafterin AVL List GmbH, Graz / Österreich, verfügt die Gesellschaft auch über eine bislang nicht ausgenutzte Kreditlinie.

Die Eigenkapitalquote konnte durch das positive Jahresergebnis weiter gesteigert werden.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz, Jahresergebnis und der operative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der wesentliche nicht-finanzieller Leistungsindikator stellt die Kundenzufriedenheit dar, welche zwar regelmäßig durch Befragungen und Qualitätsrunden ermittelt wird, und einer laufenden Verbesserung unserer Leistungsstrukturen dient, allerdings nicht zur Steuerung der Gesellschaft herangezogen wird.

Unsere Qualitätsziele sind in einem integrierten Managementsystem nachhaltig festgeschrieben und bestimmen alle Tätigkeiten und Prozesse. Es werden definierte Qualitäts-Kennzahlen aus den Quelldaten der betrieblichen ERP-, CRM- und BI-Systemen ermittelt. Die Ziele betreffen alle Unternehmensbereiche und werden als Schwellwerte jährlich überprüft und neu festgesetzt. Um den eigenen Qualitätsanspruch weiterzuentwickeln, haben wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess implementiert und bewerten unsere Qualitätsmaßnahmen somit regelmäßig. Auch in 2023 wurden die turnusgemäßen Überprüfungen der Qualitätszertifikate souverän und ohne Abweichungen absolviert.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2024 von einem weltweiten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 3,1 % p.a. aus. Haupttreiber für das weltweite Wirtschaftswachstum sollen mit 4,1 % p.a. wieder die Schwellenländer mit Indien und China ("Emerging Markets and Developing Economies") sein. Die Eurozone soll dabei um 0,9 % p.a. wachsen, Deutschland lediglich um 0,5% p.a. 6

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024, der am 21. Februar 2024 veröffentlicht wurde, erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2%. 7

Der Ausblick für 2024 ist geprägt von vielen Unsicherheiten. Die vermehrt auftretenden geopolitischen Krisen, wie der Ukraine- oder Gaza-Krieg, die Auseinandersetzungen im Roten Meer und auch weiterhin die Spannungen zwischen den USA und China belasten die Planungsprämissen der Unternehmen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor wird vermutlich mit der Wahl in den USA im Herbst 2024 hinzukommen. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen. Die hohen Energiepreise ließen in Deutschland die Inflation in die Höhe schießen. Deutschlands Geschäftsmodell als exportorientiertes Land, mit günstiger Energie aus Russland und starken Absatzmärkten in China steht infrage. Die Konjunktur-Prognosen dürften daher volatil bleiben Positiv ist, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin stabil ist. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter erstmals seit über zwei Jahren wieder stärker als die Preise. Die Kaufkraft der Einkommen nimmt also zu. Das dürfte den privaten Konsum und damit die Konjunktur stützen. 8

Für die Inflationsentwicklung prognostiziert die Bundesregierung, dass die Inflationsrate im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,8% deutlich geringer ausfallen wird als im Berichtsjahr. 9 Im Vergleich zu den Konjunkturprognosen sind die Erwartungen für die Forschungs- und Entwicklungsdienstleister in der Automobilindustrie positiv. Der Druck auf den technologischen Wandel im Antriebssektor ist aus unserer Sicht nach wie vor vorhanden und führt zum Fortführen von bereits begonnen Projekten. Die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie investieren in den Jahren von 2023 bis 2027 weltweit mehr als 250 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, was einem jährlichen Volumen von rechnerisch über 60 Milliarden Euro entspricht. Das geht aus dem Report "The 2022 EU Industrial R&D Investment Scoreboard" der Europäischen Kommission hervor, den der Verband der Automobilindustrie (VDA) ausgewertet hat.

Unabhängig von dem Ausblick erwarten wir aber auch, dass der Wettbewerb, wie in den Vorjahren, weiter intensiv bleibt und Margendruck auf absehbare Zeit erhalten bleiben wird, was zu einem gleichbleibend hohen Effizienzdruck in der Entwicklung führen dürfte.

Nach aktueller Einschätzung der Lage für 2024 und trotz der bestehenden konjunkturellen Risiken infolge der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie der geopolitischen Risiken und die nachlassenden Inflations- und Zinsrisiken gehen wir von einem leichten Anstieg des Umsatzniveaus um ca. 3% gegenüber dem Jahr 2023 aus.

Gestützt wird diese positive Einschätzung durch ein im Vergleich zum Vorjahr gestiegenes Auftragsvolumen - die Auftragseingangssituation im 4. Quartal 2023, einem höheren Auftragsbestand zum Jahresende 2023 als im Vorjahr - sowie einer hohen Anzahl von potenziellen Kundenprojekten.

Mit der Umsetzung eines stringenten Kostenmanagements gehen wir weiterhin davon aus, im Geschäftsjahr 2024 ein Jahresergebnis und einen operativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit jeweils im positiven einstelligen Millionenbetrag zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen gegenwärtigen hohen konjunkturellen Unsicherheit als Folge der Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten, der Inflations- und Zinsunsicherheit und der ungewissen politischen Entwicklung nach der Präsidentschaftswahl in den USA und dem damit einhergehenden politischen Verhältnis zwischen China und den USA kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Prognosen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 nicht voll erreicht werden können.

Die Digitalisierungen zur Optimierung und Verschlankung von Unternehmensprozessen sollen im Jahr 2024 weiter auf hohem Stand fortgeführt werden, um den technologischen Standard in der Bearbeitung und Abwicklung weiter erhöhen.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der AVL Deutschland stellt sicher, dass potenzielle Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden, um deren Auswirkungen durch vorsorgliche und schnelle Gegenmaßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren.

Kernprozess des Risikomanagements des AVL-Konzerns ist ein mehrstufiger Planungs-, Informations- und Kontrollprozess. Dieser Prozess dient der Früherkennung bzw. Aufdeckung von Entwicklungen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AVL Deutschland GmbH negativ beeinflussen können.

Das Qualitäts-Management-System bei AVL Deutschland ist Teil des Risikomanagements und kann Erfordernisse mit den definierten Prozessen und der Unternehmensorganisation abgleichen, um die Qualität und eine effiziente Abwicklung zu gewährleisten. Dies hat zum Ziel, die erwarteten wie auch evtl. augenblickliche Wachstumspotentiale zu erkennen und zu bewerten. Damit soll sichergestellt werden, dass die durch den notwendigen Ressourcenbedarf prognostizierte Kostenentwicklung kongruent zur Umsatzentwicklung verläuft.

Die bereits im Jahr 2020 verbesserten internen Planungsprozesse und -zyklen werden auch im Berichtsjahr fortgeführt. Besonderer Fokus hatte hierbei die Liquiditätsplanung und -sicherung, die Auftragslage und die Auslastung des Personals. Derzeit sind keine wesentlichen Risiken erkennbar und auch Auftragsstornierungen liegen nicht vor. Seit dem Jahr 2020 erfolgt an Stelle einer alleingültigen Hochrechnung auf das Gesamtjahr eine parallele Betrachtung mehrerer Szenarien, um etwaige Veränderungen im Blick zu behalten und rechtzeitig gegenzusteuern. Die Maßnahmen zur Kostenoptimierung sind konsequent eingeleitet und größtenteils auch sockelwirksam umgesetzt worden.

Chancen

Die von der Geschäftsführung identifizieren Chancen sind im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt.

Chancen sehen wir insbesondere in einer weiteren Erholung der weltweiten PKW-Neuzulassungen sowie durch die zu erwartende Zunahme der Varianten bei den Automobilherstellern.

Die Ergebnisentwicklung bei den deutschen Premium-Herstellern stellt sich unverändert sehr positiv dar, und die deutschen Automobilhersteller berichten auch für das Geschäftsjahr 2023 von guten Absatz- und Ergebniszahlen. So vermeldete die Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart, ein beachtliches Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Jahr 2023 in Höhe von 19,7 Mrd. € (2022: 20,5 Mrd. €). 10

Gute Finanzergebnisse der Hersteller stellen für uns als Entwicklungsdienstleister eine Chance dar, da nur finanziell erfolgreichen Unternehmen auch die notwendigen finanziellen Mittel für die Auftragsvergabe von Entwicklungsprojekten zur Verfügung stehen.

Laut dem Verband der deutschen Automobilindustrie e.V., Berlin, (VDA) prüfen und überarbeiten die Automobilhersteller und -zulieferer ihre mittelfristigen Modellplanungen. Der Fokus der Investitionen der Unternehmen der Automobilindustrie liegt dabei auf der Transformation, insbesondere der Elektromobilität - inklusive Batterietechnik, autonomes Fahren und Digitalisierung. Die intelligente Vernetzung von Fahrzeugen sowie die Digitalisierung in und um das Auto werden demnach den zukünftigen Verkehr maßgeblich beeinflussen. Besonders durch den Green Deal der EU und erste Konkretisierungen für den Verkehrssektor wie beispielsweise die Einigung auf klimaneutrale Neuwagen ab dem Jahr 2035 wird der klare Fokus auf die Elektromobilität gelegt. 11

Mit CSR haben die Fragen zur Nachhaltigkeit (Stichwort "CO 2 Footprint") zugenommen, die in zukünftigen Ausschreibungen an Bedeutung gewinnen. Zukünftige Lösungen müssen stärker den CO 2 -Footprint und die Energieeffizienz berücksichtigen. Ebenso kommen durch Digitalisierung der Prozesse Anforderungen zur technologischen Kompatibilität, IT- und Cyber-Sicherheit hinzu 12 .

Die aus Sicht der Geschäftsführung für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung von AVL Deutschland wesentlichen Megatrends "umweltfreundliche, individuelle Mobilität", "Digitalisierung", "vernetztes und autonomes Fahren" sowie "zunehmende Modell- und Variantenvielfalt bei elektrifizierten Fahrzeugen" erachten wir daher als unverändert intakt an. Für die Umsetzung dieser Mega-Trends sehen wir große Marktpotentiale bei den Entwicklungsdienstleistern.

Aus der Ausweitung alternativer Antriebsvarianten, insbesondere der Elektromobilität - inklusive Batterietechnik, aber auch die Nutzung von E-Fuels, Wasserstoff oder regenerativer Kraftstoffe, dem autonomen Fahren sowie der Digitalisierung wird aus Sicht von AVL Deutschland durch die Adaption von verschiedenen Antriebs- und Getriebevarianten neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit für das Fahrzeug weiteres Geschäftspotenzial für Entwicklungsdienstleister ergeben.

Da die AVL Deutschland und die gesamte AVL- Gruppe ist technologieoffen aufgestellt, so dass wir auch zukünftig von Anfragen und an AVL vergebene Projekte im nennenswerten Umfang durch die Automobilhersteller und Zulieferer ausgehen.

Aus Sicht der Geschäftsführung haben sich die Geschäftschancen der AVL Deutschland trotz der bestehenden Risiken aus der gegenwärtigen volkswirtschaftlichen Unsicherheit und geopolitischer Krisen leicht verbessert.

Risiken

Die von der Geschäftsführung identifizieren Risiken sind im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt.

Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen insbesondere im Absatzmarktrisiko. Hier stellen unseres Erachtens die möglichen negativen Auswirkungen der aktuell herrschenden Kriege, die schwachen Konjunkturaussichten für den Standort Deutschland und die Tendenz zur Deindustrialisierung sowie die Abwanderung von Unternehmen aus Deutschland ein hohes Risiko dar. Zusätzlich stellen die Auswirkungen der weltweiten politischen Spannungen sowie die Inflations- und Zinsrisiken auf die Konjunkturentwicklung im Allgemeinen und auf die Automobilindustrie im Speziellen hinsichtlich der Höhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit das bedeutendste Risiko für unsere Umsatz- und Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 dar.

Die AVL Deutschland wurde von einem Kunden beim Landgericht Stuttgart auf Schadensersatz verklagt. Die Klage mit einem Streitwert im zweistelligen Millionenbetrag ist am 16. Januar 2024 bei der AVL Deutschland GmbH eingegangen. Nach rechtlicher Würdigung der Klage sehen wir das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme aus der Klage als sehr unwahrscheinlich an, so dass im vorliegenden Jahresabschluss keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet wurde.

Das Risiko steigender Zulieferpreise und gestörter Lieferketten wird aber voraussichtlich weiterbestehen. Projektverschiebungen sind auch im Jahr 2024 wahrscheinlich. AVL Deutschland GmbH hat sich hier mit dem Einkauf entsprechend vorbereitet, um Preiserhöhungen von Lieferanten abwehren zu können.

In Bezug auf ihre Finanzinstrumente sieht sich AVL Deutschland GmbH hauptsächlich Ausfall-, Liquiditäts- und Preisänderungsrisiken gegenüber.

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft kommt dem Geschäftspartnerrisiko eine große Bedeutung zu. Grundsätzlich besteht ein Risiko aus der Uneinbringlichkeit von Kundenforderungen. Insbesondere durch sorgfältige Prüfung bei der Vergabe von Kundenkrediten werden Risiken aus Forderungsausfällen minimiert. In der mittelständischen Zulieferindustrie ist nach dem Auslaufen der vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzpflicht und aufgrund der multiplen Krisen sowie der anhaltenden technologischen Transformation bei den Antrieben weiterhin mit Insolvenzen zu rechnen. Um diesem Risiko zu begegnen haben wir im gleichen Zuge das Forderungsmanagement deutlich engmaschiger gestaltet und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung regelmäßig in die Vergabe von Kreditlinien oder gegebenenfalls der Einforderung von Vorauszahlungen auf Bestellungen einbezogen.

Die voraussichtliche Entwicklung der Liquidität wird von der Gesellschaft mit Hilfe von laufend aktualisierten Prognosen überwacht. Im Herbst 2022 hat die AVL List GmbH, Graz / Österreich, einen konzernweiten Cash-Pool installiert, in den die AVL Deutschland GmbH aufgenommen ist. Die Steuerung der Finanzplanung erfolgt dabei in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft AVL List GmbH, Österreich, woraus sich hieraus ein gewisses Abhängigkeitsrisiko hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung ergibt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird durch die Erzielung von operativen Cashflows, sowie der Möglichkeit der Prolongation von Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sichergestellt, von der die Gesellschaft auch in der Vergangenheit Gebrauch gemacht hat. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde der AVL Deutschland darüber hinaus eine Kreditlinie aus dem Cash-Pool in Höhe von 25,0 Mio. € gewährt.

Preisänderungsrisiken bestehen insbesondere bei den Verbindlichkeiten durch das Risiko von Preissteigerungen für Materialien in dem gegenwärtigen inflationären Preisumfeld. Die Politik der Gesellschaft, ihre Materialien größtenteils von verbundenen Unternehmen zu beziehen, mindert dieses Risiko teilweise ab.

Ein Zahlungsstromrisiko besteht wie im Vorjahr nicht.

Verzögerungen komplexer Kundenprojekte sowie Anpassungen im Projektverlauf bergen für Umsatz- und Kostenplanung naturgemäß Risiken, die durch installierte Systeme und Prozesse eines Projektcontrollings verfolgt werden.

Der Fachkräftemangel war bereits vor der Corona-Krise spürbar und wird aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund des anhaltenden technologischen Wandels und einer besonderen Personalknappheit im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich auch in der Zukunft erhalten bleiben. Diesem Risiko begegnet die AVL Deutschland mit einem vielfältigen Angebot zur Mitarbeiterbindung sowie der teilweisen Einbindung von kleineren Wettbewerbern als Sublieferanten in Projekten.

Die konsequente, fachliche Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter folgt sowohl dem Wandel hin zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs und der Vernetzung des Fahrzeugs mit der dazugehörigen Entwicklungsumgebung.

Fixe Kostenstrukturen und deren Erhöhung, z.B. infolge von allgemeinen Preissteigerungen und Gehaltserhöhungen, beeinflussen die Profitabilität der Gesellschaft je nach den Grad der Auslastung. Mittel- bis langfristige Entwicklungsaufträge in den Geschäftsfeldern sichern die benötigte Grundauslastung, um das Risiko von Unterauslastung zu minimieren. Mit erweiterten Schicht- und Gleitzeitmodellen sowie der flexiblen Abstimmung innerhalb der AVL-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 eine optimale Bearbeitung der Kundenprojekte erreicht. Damit wird auch in den kommenden Jahren der erwarteten Marktnachfrage Rechnung getragen werden.

Risiken bestehen prinzipiell auch aus aktuell nicht absehbaren rechtlichen und behördlichen Verfahren, denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann und die, je nach Ausgang, zu unvorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen könnten. Im Übrigen sind die allgemeinen Geschäftsrisiken durch ausreichend dotierte Versicherungspolicen abgedeckt.

Aus unserer Sicht hat sich die Risikoposition der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr auch unter Berücksichtigung der aktuellen geopolitischen Krisen, wie der Ukraine-Krieg, der Krieg im Gaza-Streifen, den Spannungen zwischen den USA und China sowie den Inflations- und Zinsrisiken, insgesamt nicht wesentlich geändert.

Sonstige Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung erheblich beeinträchtigen könnten, sind für die Geschäftsleitung derzeit nicht erkennbar.

 

Mainz-Kastel, den 28. März 2024

AVL Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Roland Jeutter

Jan Marek

Rainer Schwöbel

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
2 Quelle: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html)
3 Quelle: https:// www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum
4 Quelle: https:// www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240104_PM_Pkw_Produktionszahlen_Dezember_2023
5 Quelle: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html)
6 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
7 Quelle: https://Jahreswirtschaftsbericht 2024 (bmwk.de)
8 Quelle: https:// Alle Prognosen für die Konjunktur in Deutschland 2024 und 2025 - Business Insider
9 Jahreswirtschaftsbericht 2024 (bmwk.de) 3
10 Quelle: https://group.mercedes-benz.com/investoren/berichte-news/geschaeftsberichte/2022/
11 www.vda.de/de/aktuelles/artikel/2023/forschung-und-entwicklung
12 https://www.vda.de/de/aktuelles/ /artikel/2023/forschung-und-entwicklung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
01.01.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.713.416,44 2.327.689,11 2.327.689,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 401.934,43 412.613,12 412.612,62
4.115.350,87 2.740.302,23 2.740.301,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.997.536,39 8.202.579,91 8.202.579,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.430.200,78 17.311.946,14 17.282.414,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.428.145,54 1.224.751,22 1.224.751,22
27.855.882,71 26.739.277,27 26.709.745,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.184,44 15.532,88 15.532,88
31.984.418,02 29.495.112,38 29.465.579,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 125.032,99 108.205,83 108.205,83
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.515.244,96 19.593.359,71 19.593.359,71
3. Waren 3.205.240,10 2.901.181,11 2.901.181,11
4. Geleistete Anzahlungen 1.316.855,83 386.297,19 386.297,19
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -22.162.373,88 -5.789.598,32 -5.789.598,32
0,00 17.199.445,52 17.199.445,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.407.947,57 94.274.164,90 94.274.164,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.601.841,66 2.631.372,33 2.631.372,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.128.117,88 3.159.505,22 2.892.589,45
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 537.112,29; 01.01.2023: € 538.439,45; Vorjahr € 288.675,00)
93.137.907,11 100.065.042,45 99.798.126,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 239.954,08 1.783.761,67 502.631,20
93.377.861,19 119.048.249,64 117.500.203,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.652.972,64 5.597.579,14 5.593.309,21
130.015.251,85 154.140.941,16 152.559.092,49

Passiva

31.12.2023
01.01.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94 255.645,94
II. Kapitalrücklage 34.552.090,16 34.552.090,16 33.430.692,46
III. Gewinnvortrag 4.050.029,77 4.050.029,77 5.697.774,44
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 2.444.578,45 0,00 -1.647.744,67
41.302.344,32 38.857.765,87 37.736.368,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.157.294,35 1.124.883,56 411.888,00
2. Steuerrückstellungen 222.516,39 22.554,23 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 31.160.080,42 27.830.780,29 27.710.705,29
32.539.891,16 28.978.218,08 28.122.593,29
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 315,52 306,20 306,20
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.523.393,85 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.458.683,58 7.500.818,46 7.496.630,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.151.255,31 64.073.688,71 64.503.851,52
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20.100.198,15 11.755.786,23 11.724.985,13
(davon aus Steuern € 17.229.842,52; 01.01.2023: € 7.952.566,55; Vorjahr € 7.929.130,80)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 606,61; 01.01.2023: € 27.193,79; Vorjahr € 19.828,66)
54.233.846,41 83.330.599,60 83.725.773,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.939.169,96 2.974.357,61 2.974.357,61
130.015.251,85 154.140.941,16 152.559.092,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 355.361.632,49 313.688.893,97
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -2.078.114,75 4.427.201,16
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.306.981,96 1.297.343,16
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.059.452,66 4.414.438,70
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 9,26; Vorjahr € 14,33)
364.649.952,36 323.827.876,99
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -61.742.885,20 -76.881.025,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -148.701.408,24 -121.118.673,88
-210.444.293,44 -197.999.698,88
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -83.979.801,83 -75.917.171,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -13.752.779,92 -12.214.960,53
(davon für Altersversorgung € 39.850,70; Vorjahr € 17.902,00)
-97.732.581,75 -88.132.131,58
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.853.279,16 -6.267.434,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -47.266.844,49 -32.914.016,82
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 819,67; Vorjahr € 126,38)
3.352.953,52 -1.485.405,21
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129.551,35 54.395,30
(davon aus verbundenen Unternehmen € 66.935,58; Vorjahr € 19.850,05)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -2.348,44 -1.501,38
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -610.204,32 -150.311,49
(davon an verbundene Unternehmen € 340.575,38; Vorjahr € 0,00)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 7.308,00; Vorjahr € 9.347,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -308.303,46 4.616,00
13. Ergebnis nach Steuern 2.561.648,65 -1.578.206,78
14. Sonstige Steuern -117.070,20 -69.537,89
15 Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 2.444.578,45 -1.647.744,67

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich folgende gesellschaftsrechtliche Veränderungen ergeben:

Mit notariellem Vertrag vom 11. Juli 2023 wurde die AVL Tractor Engineering Germany GmbH, mit Sitz in Neuss, auf die AVL Deutschland GmbH verschmolzen. Die AVL Tractor Engineering Germany GmbH hat im Wege eines sogenannten "side-stream merger" ihr Vermögen als Ganzes, mit allen Rechten und Pflichten unter Ausschluss der Abwicklung nach §§ 2 Nr. 146 ff UmwG auf die AVL Deutschland GmbH übertragen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten und gemäß § 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG ohne Gegenleistung für die Übertragung des Vermögens, da die übertragende und die übernehmende Gesellschaft beteiligungsidentische Schwestergesellschaften sind. Die Übertragung des Vermögens erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2023, 00:00 Uhr (Verschmelzungsstichtag gem. § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG).

Zur Darstellung der Effekte der Verschmelzung auf die Eröffnungsbilanz der AVL Deutschland GmbH zum 1. Januar 2023 wurde die Bilanz zum 31. Dezember 2021 in einem Dreispaltenformat aufgestellt.

Die Eintragung der Verschmelzungen in das Handelsregister Wiesbaden erfolgte am 1. August 2023.

Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten vorgenommenen Verschmelzung sind die Vorjahresvergleichswerte in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Anhang und im Lagebericht nicht vergleichbar.

Die AVL Deutschland GmbH, mit Sitz in Mainz-Kastel (Amtsgericht Wiesbaden HRB 9569), ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel) und wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte in EUR.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die Gesellschaft wendet die für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB an. Die Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten bewertet. Dazu gehören die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Forschungs- und Vertriebskosten werden nicht einbezogen. Die Bewertung entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zwischen 3 und 7 Jahren. Sofern in Ausnahmefällen die voraussichtliche Nutzungsdauer eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands des Anlagevermögens nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden planmäßige Abschreibungen auf die Herstellungskosten über einen Zeitraum von 10 Jahren vorgenommen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden ebenfalls linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die für Gebäude je nach Ausführung zwischen 20 und 33 Jahren und für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren liegt. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben.

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird das Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen, wonach diese, auch nach Anhebung des zulässigen Höchstbetrages auf € 800,00 seit 01.01.2018, weiterhin bis zu einem Wert von € 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt werden.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, wie Material- und Lohnkosten, angemessene Materialgemeinkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs werden in den Herstellungskosten ebenso wie Fremdkapitalzinsen nicht aktiviert. Die Vorräte werden zum Abschlussstichtag abgewertet, soweit die Wiederbeschaffungskosten oder der Marktwert niedriger sind.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden einzeln zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden wie im Vorjahr nicht gebildet.

Für Zwecke der Finanzierung hat die Gesellschaft im Dezember 2023 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines "echten Factorings" an eine Factoringgesellschaft verkauft. Das Delkredererisiko in Bezug auf die Forderungen trägt die Factoringgesellschaft.

Ansonsten werden sie wie die liquiden Mittel zu Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Verwendung eines Zinssatzes von 1,820 % p.a. (Vorjahr 1,780 % p.a.) angesetzt. Der Zinssatz entspricht wie im Vorjahr dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewendet sowie ein Rententrend von 2,5% p.a. (Vorjahr 1,750 % p.a.) berücksichtigt.

Bankguthaben in Höhe von T€ 257 (01.01.2023: T€ 302; Vorjahr T€ 0) stellen ein saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar und werden mit den Rückstellungen für Pensionen, deren Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag T€ 1.414 (01.01.2023: T€ 1.427; Vorjahr T€ 412) beträgt, nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögen betragen jeweils T€ 257 (01.01.2023: T€ 302; Vorjahr T€ 0). Zinserträge, die gemäß § 285 Nr. 20a HGB mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 9) zu verrechnen sind, bestehen im Berichtsjahr nicht.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Bei den langfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen wurden im Zuge der Berechnung der Abzinsung Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Es wurde daher darauf verzichtet, einen Zinsertrag aus der Abzinsung und eine Erhöhung der Rückstellung aufgrund von Preis- und Kostensteigerungen zu buchen.

Verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passive Rechnungsabgrenzung beinhaltet empfangene Zahlungen, die erst nach dem Stichtag ertragswirksam werden.

Latente Steuern

Aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ergeben sich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 aktive latente Steuern. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips keine aktiven latenten Steuern gebildet. Daneben bestehen aus den aktivierten, selbstgeschaffen immateriellen Vermögensgegenstände passive latente Steuern. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (Gesamtdifferenzbetrachtung). Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz i.H.v. 30,5%. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind allesamt kurzfristig. Diese werden mit dem aktuellen Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls eingebucht und mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtages bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch und aktiviert im Berichtsjahr selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.172 (01.01.2023 T€ 741; Vorjahr T€ 741). Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beläuft sich auf T€ 6.645 (Vorjahr T€ 4.713).

Sachanlagen

Die Zunahme des Sachanlagevermögens auf T€ 27.856 (01.01.2023: T€ 26.739; Vorjahr T€ 26.710) resultiert hauptsächlich aus Zugängen zu den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (+ T€ 4.229) und anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (+T€ 2.065) mit der Folge, dass die im Berichtsjahr erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen (T€ 6.648) die planmäßigen Abschreibungen (T€ 5.512) übersteigen.

Finanzanlagen

Anteilsbesitz der AVL Deutschland GmbH zum 31. Dezember 2023:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis 2023
T€
Beteiligungen
CBN Engineering GmbH Mainz-Kastel 100 13 -2

Das Tochterunternehmen ist von untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 296 Abs. 2 HGB. Es erzielt keine Umsatzerlöse, beschäftigt keine Mitarbeiter und die Bilanzsumme liegt insgesamt unter einem Prozent der Bilanzsumme der AVL Deutschland GmbH.

Daher ist die AVL Deutschland GmbH gemäß § 290 Abs. 5 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Vorräte

In Ausübung des Wahlrechtes des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (T€ 22.162; 01.01.2023: T€ 5.790; Vorjahr T€ 5.790) offen von den Vorräten (T€ 22.162) abgesetzt, soweit diese dadurch nicht negativ werden. Der zum Bilanzstichtag die Vorräte übersteigende Anzahlungsbetrag (T€ 9.523; 01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0) wird unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Einschließlich der geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 1.317 (01.01.2023: T€ 386; Vorjahr T€ 386) ergibt sich damit zum Stichtag ein Vorratsbestand in Höhe von T€ 0 (01.01.2023: T€ 17.199; Vorjahr T€ 17.199).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Stichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ T€ 27.325 (01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0) an eine Factoringgesellschaft verkauft.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 16.602 (01.01.2023: T€ 2.631; Vorjahr T€ 2.631) betreffen T€ 13.402 (01.01.2023: T€ 550; Vorjahr T€ 550) Forderungen gegen die Gesellschafterin AVL List GmbH, Graz / Österreich, nach Verrechnung von zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von T€ T€ 68.672 (01.01.2023: T€ 51.063; Vorjahr T€ 51.063) mit Netto-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 55.270 (01.01.2023; T€ 102.515 ; Vorjahr T€ 102.945) auf Basis einer gesonderten Aufrechnungsvereinbarung. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.200 (Vorjahr T€ 2.631) bestehen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr von T€ 537 (01.01.2023: T€ 538; Vorjahr T€ 289) enthalten. Hierbei handelt es sich um den Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung, der wie im Vorjahr nicht als mit den Pensionsrückstellungen saldierungsfähiges Deckungsvermögen eingestuft wird.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Mietvorauszahlungen für die geleaste Immobilie TechCenter bestimmen den wesentlichen Teil der aktiven Rechnungsabgrenzung im aktuellen Berichtsjahr. Dieser Posten wird jährlich ratierlich aufgelöst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00, was umgerechnet € 255.645,94 entspricht.

Die Kapitalrücklage erhöht sich aus der zum 1. Januar 2023 erfolgten Verschmelzung mit der AVL Tractor Engineering Germany GmbH, Neuss, um den Reinvermögenszugang zu Buchwerten in Höhe von T€ 1.121 und beträgt zum 31.12.2023 T€ 34.552 (01.01.2023: T€ 34.552; Vorjahr T€ 33.431).

Pensionsrückstellungen

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 1.157 (01.01.2023 € 1.125; Vorjahr T€ 412). Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Bewertung der Pensionsrückstellungen basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 10 (01.01.2023 T€ 37; Vorjahr T€ 7). Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen, Gewährleistungen, Urlaub und Überstunden sowie für sonstige personalbezogene Sachverhalte sowie aus Kosten für Nacharbeiten.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Der zum Bilanzstichtag die Vorräte übersteigende Anzahlungsbetrag (T€ 9.523; 01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0) wird unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 15.151 (01.01.2023: T€ 64.074; Vorjahr T€ 64.504) resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin AVL List GmbH, Graz / Österreich bestehen zum Bilanzstichtag nicht (01.01.2023: T€ 51.452; Vorjahr T€ 51.882), sondern stattdessen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 13.402 (01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0), nach Verrechnung von zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von T€ T€ 68.672 (01.01.2023 T€ 51.063; Vorjahr T€ 51.063) mit Netto-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 55.270 (01.01.2023 T€ 102.515; Vorjahr T€ 102.945) mittels separater Aufrechnungsvereinbarung.

Zum Bilanzstichtag haben sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Umsatz- und sonstigen Steuern in Höhe von T€ 17.230 (01.01.2023: T€ 7.953; Vorjahr T€ 7.929), Verbindlichkeiten gegenüber der Factoringgesellschaft in Höhe von T€ 1.727 (01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0) aus vereinnahmten Kundenforderungen und Verbindlichkeiten aus der Mietkauf-Finanzierung. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus der Mietkauf-Finanzierung in Höhe von T€ 952 (01.01.2023 und Vorjahr jeweils T€ 3.581) sind durch die Sicherungsabtretung von Anlagevermögen besichert. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 19.859 (01.01.2023: T€ 10.804; Vorjahr T€ 10.773) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten aus der Mietkauf-Finanzierung in Höhe von T€ 241 (01.01.2023 T€ 952; Vorjahr T€ 952) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aber von weniger als fünf Jahre.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr zu 88,9 % (Vorjahr 90,5 %) im Inland sowie zu 9,1 % (Vorjahr 8,7 %) im EU-Ausland erzielt und resultieren aus den folgenden Geschäftsbereichen:

2023
T€
2022
T€
Messtechnik und Prüfsysteme (Instrumentation & Test Systems) 135.505 136.868
Engineering-Dienstleistungen (Powertrain Engineering) 189.178 150.427
Übrige 30.678 26.394
355.362 313.689

Andere aktivierte Eigenleistungen

Andere aktivierte Eigenleistungen resultieren aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in das Anlagevermögen (§ 248 Abs. 2 HGB) sowie aus aktivierten Eigenleistungen im Rahmen von Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Sonstige betriebliche Erträge

Ansonsten enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Sachbezüge aus privater Kfz-Nutzung (T€ 1.783, Vorjahr T€ 1.862), abgegrenzte und erhaltene Erträge aus Subventionen und Förderungen (T€ 2.540, Vorjahr T€ 2.042), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 115, Vorjahr T€ 39), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 158, Vorjahr T€ 38) sowie periodenfremde Erträge aus Versicherungen (T€ 0, Vorjahr T€ 154).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdarbeiten (T€ 15.580, Vorjahr T€ 8.053), IT-Aufwendungen (T€ 6.053, Vorjahr T€ 5.257) Reisekosten (T€ 2.933, Vorjahr T€ 1.927), Pkw-Aufwendungen (T€ 3.788, Vorjahr T€ 3.588), Raumkosten (T8.783, Vorjahr T€ 7.507) inkl. darin enthaltene Leasingaufwendungen (T€ 1.484, Vorjahr T€ 1.113), sowie Werbe- und Messekosten (T€ 408, Vorjahr T€ 354).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 100 (Vorjahr T€ 10) enthalten, die den Aufwand aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens betreffen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter Verwendung des Verlustvortrages aus Vorjahren und Berücksichtigung der Mindestbesteuerung sind im Geschäftsjahr 2023 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 308 angefallen. In dem Betrag ist auch periodenfremder Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 120 aus der Nachzahlung von Steuern für Vorjahren infolge der Finalisierung einer steuerlichen Betriebsprüfung im Berichtsjahr enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres betrafen periodenfremde Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von T€ 5.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 (festangestellten) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer belief sich im Geschäftsjahr auf 1.072 Personen (01.01.2023: 1.019 Personen; Vorjahr 995 Personen), allesamt im Angestelltenverhältnis. Davon sind 224 Personen überwiegend im Bereich Vertrieb und Verwaltung tätig, alle anderen Personen (848) sind in den operativen Bereichen (insbesondere in den Bereichen Service- und Instandhaltungsdienstleistungen, Projektierung und Entwicklung inkl. Engineering) tätig.

Von der Gesamtzahl sind 161 weibliche, 910 männliche und 1 diverse Person. In Teilzeit beschäftigt waren durchschnittlich 112 Personen, davon 55 weibliche und 57 männliche Personen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und sonstige nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen wie folgt und werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angegeben:

T€
2024 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 138 (Vorjahr T€ 17) 8.270
2025 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0) 5.948
2026 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0) 4.065
2027 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0) 3.259
2028 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0) 2.171
2029 und Folgejahre (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€0) 4.765
28.478

Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Der Miet- und Leasingaufwand des Jahres 2023 beläuft sich auf T€ 7.119 (Vorjahr T€ 7.090). Hierbei handelt es sich insbesondere um die Beträge aus dem Immobilienleasing TechCenter Stuttgart, Miete für Gebäude, Geschäfts- und Betriebsräume, Leasing von EDV-Systemen und Firmenfahrzeugen. Die Verpflichtungen für die folgenden fünf Jahre betragen aus Miet- und Leasingverträgen T€ 22.014 (Vorjahr T€ 20.896) sowie aus sonstigen Dienstleistungsverträgen T€ 1.380 (Vorjahr T€ 262). Für die Jahre nach 2028 betragen die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen T€ 4.765 (Vorjahr T€ 6.092).

In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte/Gegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der im Vergleich zum Erwerb geringeren Kapitalbindung sowie im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten (Drohverlustrückstellung), wozu es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt.

Darüber hinaus besteht eine sonstige finanzielle Verpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Nutzungsüberlassung von IT-Systemen durch die Gesellschafterin, AVL List GmbH, Graz / Österreich, in Höhe von T€ 5.331. Die Aufwendungen des Jahres 2023 belaufen sich auf T€ 4.324 (Vorjahr T€ 3.784), die Verpflichtungen für die folgenden fünf Jahre steigen auf Basis der gestiegenen Personalbasis deutlich auf T€ 26.655 (Vorjahr T€ 21.450).

Die im Geschäftsjahr 2020 getätigte Zuführung zur Kapitalrücklage vom Gesellschafter in Höhe von € 13.000.000,00 wird künftig bei Überschreiten einer Eigenkapitalquote von 35% (Stand zum 31.12.2023: 32%) um den übersteigenden Betrag jeweils anteilig zurückgeführt.

Die AVL-Gruppe hat im Geschäftsjahr die Kreditlinie eines bestehenden Konsortialkredits mit ESG-Kriterien auf 350 Mio. € (Vorjahr 250 Mio. €) erhöht, wovon 60 Mio. € (Vorjahr 30 Mio. €) zum 31.12.2023 in Anspruch genommen waren. Die AVL Deutschland GmbH ist bei diesem Konsortialkredit als Garant beteiligt.

Zudem hat die Muttergesellschaft der AVL-Gruppe, AVL List GmbH, Graz / Österreich, im Geschäftsjahr eine F&E Finanzierung in Höhe von 45 Mio. € abgeschlossen und in Anspruch genommen, bei der die AVL Deutschland GmbH ebenfalls als Garant beteiligt ist.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Bonität der Muttergesellschaft, AVL List GmbH, als sehr niedrig angesehen.

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Dipl.-Ing. Roland Jeutter, Leonberg,

Leitung Instrumentation & Test Systems und Human Resources

Herr Dipl.-Ing. Jan Marek, Reichertshausen,

Leitung Powertrain Engineering und Advanced Simulation Technologies

Herr Rainer Schwöbel, Bernstadt,

Leitung Finanzen, IT und zentrale Funktionen

Ein Geschäftsführer ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie der Angabe der Bezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Die Vergütung für die Abschlussprüfung durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, beträgt im Jahr 2023 T€ 85.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft übliche Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. darunter auch verbundene Unternehmen. die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Bezug von Waren und Dienstleistungen (T€ 200.743; Vorjahr T€ 178.719) und Verbindlichkeiten hieraus (T€ 70.421; 01.01.2023: T€ 64.074; Vorjahr T€ 64.504)

Lieferung von Waren und Erbringung von Dienstleistungen (T€ 36.898; Vorjahr T€ 26.684) und Forderungen hieraus (T€ 16.602; 01.01.2023: T€ 2.631; Vorjahr T€ 2.631)

Verbindlichkeiten aus erhaltenen Finanzierungen inkl. Cash-Pool (T€ 0; 01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0); Zinsaufwendungen hieraus (T€ 341; Vorjahr T€ 0) und

Finanzmittelanlagen inkl. Cash-Pool (T€ 68.672; 01.01.2023: T€ 0; Vorjahr T€ 0); Zinserträge hieraus (T€ 67; Vorjahr T€ 20)

Der Forderungssaldo in Höhe von T€ 68.672 aus dem Cash-Pool wurde auf Basis einer Aufrechnungsvereinbarung mit der Gesellschafterin AVL List GmbH, Graz / Österreich, zum Ausgleich der zum Bilanzstichtag bestehenden Netto-Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 55.270 verrechnet. Nach Verrechnung betragen die Forderungen gegen die Gesellschafterin zum Bilanzstichtag T€ 13.402; Verbindlichkeiten gegenüber der AVL List GmbH, Graz / Österreich, bestehen nach erfolgter Aufrechnung keine.

Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Nachtragsbericht

Die AVL Deutschland wurde von einem Kunden beim Landgericht Stuttgart auf Schadensersatz verklagt. Die Klage mit einem Streitwert im zweistelligen Millionenbetrag ist am 16. Januar 2024 bei der AVL Deutschland GmbH eingegangen. Nach rechtlicher Würdigung der Klage wird das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme aus der Klage als sehr unwahrscheinlich angesehen, so dass im vorliegenden Jahresabschluss keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet wurde.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB und des § 268 Abs. 8 HGB

In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und 7-Jahres-Durchschnittszinsatz liegt ein ausschüttungsgesperrter Betrag von T€ 10 (01.01.2023: T€ 37; Vorjahr T€ 7) vor. Der ausschüttungsgesperrte aktivierte Betrag selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beträgt T€ 3.713 (01.01.2023 und Vorjahr jeweils T€ 2.328) abzüglich hierauf entfallender passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 1.133 (01.01.2023 und Vorjahr jeweils T€ 698), die mit den höheren aktiven latenten Steuern verrechnet wurden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 2.444.578,45 auf neue Rechnung vorgetragen.

VI. Angaben zum Mutterunternehmen

Die AVL Deutschland GmbH wird in den am Sitz der Muttergesellschaft erhältlichen Konzernabschluss der AVL List GmbH, Hans List-Platz 1, 8020 Graz / Österreich, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft in Graz veröffentlicht.

 

Mainz-Kastel, den 28. März 2024

AVL Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Roland Jeutter

Jan Marek

Rainer Schwöbel

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge Verschmelzung
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.360.166,39 0,00 1.171.535,45
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.042.169,48 11.800,00 851.770,70
5.402.335,87 11.800,00 2.023.306,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.160.988,82 0,00 131.528,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.540.000,91 216.640,83 2.064.922,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.224.751,22 0,00 4.228.964,48
65.925.740,95 216.640,83 6.425.415,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 113.316,66 0,00 0,00
113.316,66 0,00 0,00
71.441.393,48 228.440,83 8.448.721,59
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 84.402,00 476.554,20 3.923.854,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.876,80 -698.746,33 3.205.117,05
86.278,80 -222.192,13 7.128.971,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.880,00 0,00 10.282.637,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 246.861,95 247.762,29 56.822.464,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -25.570,16 5.428.145,54
256.741,95 222.192,13 72.533.247,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 113.316,66
0,00 0,00 113.316,66
343.020,75 0,00 79.775.535,15
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge Verschmelzung
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 32.477,28 0,00 144.682,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.629.556,86 11.799,50 196.980,47
2.662.034,14 11.799,50 341.663,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.958.408,91 0,00 333.608,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.257.586,77 187.108,83 5.178.007,36
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
39.215.995,68 187.108,83 5.511.615,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.783,78 0,00 2.348,44
97.783,78 0,00 2.348,44
41.975.813,60 198.908,33 5.855.627,60
Abschreibungen
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 33.277,41 210.437,60
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.876,80 -33.277,41 2.803.182,62
1.876,80 3.013.620,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.916,00 0,00 2.285.101,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.439,60 0,00 42.392.263,36
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
237.355,60 0,00 44.677.364,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 100.132,22
0,00 0,00 100.132,22
239.232,40 0,00 47.791.117,13
Restbuchwerte
31.12.2023
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.713.416,44 2.327.689,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 401.934,43 412.612,62
4.115.350,87 2.740.301,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.997.536,39 8.202.579,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.430.200,78 17.282.414,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.428.145,54 1.224.751,22
27.855.882,71 26.709.745,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.184,44 15.532,88
13.184,44 15.532,88
31.984.418,02 29.465.579,88

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AVL Deutschland GmbH, Mainz-Kastel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVL Deutschland GmbH, Mainz-Kastel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVL Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Dietzel, Wirtschaftsprüfer

Entgelttransparenzbericht der AVL Deutschland GmbH für den Zeitraum Januar 2022 bis Dezember 2022

1. Vormerkung

AVL Deutschland GmbH beschäftigt überwiegend Mitarbeitende in technischen Berufen und Ingenieurberufen. Diese Berufsgruppen werden weiterhin zum großen Teil von Männern dominiert.

Zu den Berufsgruppen gehören insbesondere Techniker, Maschinenbau-, Elektro- und Wirtschaftsingenieure sowie kaufmännische Berufsgruppen, wie Betriebswirte, IT-Fachkräfte und Controller und Buchhalter.

Die Zuwächse von Frauen bei der AVL Deutschland GmbH in den von Männern ausgeübten Tätigkeiten sind noch gering, es ist ein leichter Anstieg weiblicher Arbeitskräfte in den beschriebenen Berufsgruppen zu erkennen. Dieser Trend wird sich vermutlich fortsetzen.

2. Statistische Angaben für das Jahr 2022 und Vergleich zum Jahr 2019

Jahr 2022 Jahr 2019 Veränderung
Durchschnittliche Gesamtzahl der weiblichen Beschäftigten 163 162 +1
Durchschnittliche Gesamtzahl der männlichen Beschäftigten 912 902 +10
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten in Vollzeit 103 103 0
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten in Vollzeit 838 841 -3
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten in Teilzeit 60 59 +1
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten in Teilzeit 74 61 +13
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten 2022 in Führungsposition 8 11 -3
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten 2022 in Führungsposition 113 111 +2

3. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und ihre Wirkung

Inhalt der Maßnahme Beschreibung der Maßnahme Zielsetzung Resonanz Erfahrung/ Wirkung
Flexible Arbeitszeiten Mitarbeitende haben die Möglichkeit, Kommens- u. Gehens Zeiten jeweils in einem Zeitkorridor zwischen 06:00 und 20:00 Uhr zu wählen. Mitarbeitende mit und ohne Kinder sollen die Möglichkeit haben, tägliche Arbeitszeiten im Einklang mit den privaten und familiären Erfordernissen zu organisieren. Von der Möglichkeit, die Arbeitszeiten flexibel zu wählen, wird rege Gebrauch gemacht. Die Flexibilität ist für die Belegschaft ein geschätztes Element, ohne die die Berufswahl in vielen Fällen gar nicht möglich wäre.
Daneben kann die Dauer der täglichen Arbeitszeit schwanken, so dass die wöchentlich definierte Arbeitszeit im Durchschnitt sichergestellt bleibt. Gleiches soll für die Wochentag-spezifischen Erfordernisse gelten.
Seit 01.2022: Flächendeckende Zeiterfassung für Alle - ersetzt die bisherige Vertrauensarbeitszeit Allen Mitarbeitenden wird eine digitale Zeiterfassung zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der obenstehenden flexiblen Arbeitszeit kann die An- und Abwesenheiten nach individuellen Erfordernissen gebucht werden. Alle geleisteten Arbeitsstunden werden über das System erfasst. Zudem wird ein Gleitzeitkonto mit einem GLZ-Rahmen von -80 bis +80 zur Verfügung gestellt. Ziel ist die Maximierung der Work-Life-Balance. Das transparente Zeitsystem wird sehr positiv von der Belegschaft angenommen. Etwaige Überzeiten werden zeitnah über Freizeit ausgeglichen. Die Flexibilität ist für die Belegschaft ein geschätztes Element, ohne die die Berufswahl in vielen Fällen gar nicht möglich wäre.
Personalentwicklungspläne zur Förderung von Frauen und Männern in Führungspositionen Sie dienen auch zur Steigerung der beruflichen Aufstiegschancen für Frauen. Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen durch gezielte Förderung junger Mitarbeiterinnen. Geringe Resonanz Die Steigerung der Frauenquote in Führungspositionen wird überwiegend durch den Anstieg neu eingestellter Mitarbeiterinnen indiziert.
Kindergarten- Zuschuss von max. 50 € (steuer- u. sozialversicherungsfrei) zur Deckung der Kindergartenkosten für nicht schulpflichtige Kinder. Kostenentlastung für Mitarbeitende mit nicht schulpflichtigen Kindern. Der Zuschuss wird von ca. einem Sechstel der Belegschaft in Anspruch genommen. Kindergartenzuschuss ist zu wichtigem Entgeltbestandteil geworden.
zuschuss Dies gilt insbesondere bei alleinerziehenden Elternteilen.
EGYM Wellpass Sport, Wellness und Coach-Modell wird zur Verfügung gestellt (kleiner Eigenbeitrag von 15€) Berücksichtigung der Wünsche von Mitarbeiterinnen, in Fitness-Centern ausschließlich für Frauen trainieren zu können. Teilnahmequote steigt und ist auf einem hohen Niveau. Angebot an Studios ausschließlich für Frauen kann durch den Arbeitgeber nicht beeinflusst werden und wird durch generelle Kostenübernahme gefördert.
Digitale Angebote zum Tainieren von zuhause.
App Angebote für Ernährungscoaching, Yoga, etc.
Vermögenswirksame Leistungen & betriebliche Altersvorsorge Allen Mitarbeitenden werden 40 € VWL Leistungen gezahlt, zudem kann die VWL in eine geförderte betriebliche Altersvorsorge eingebracht werden. Ziel ist es, die Altersabsicherung für weibliche und männliche Mitarbeitende aktiv zu fördern und mit einem monatlichen Zuschuss i.H.v 20 % und einem jährlichen Zuschuss von 480 € (Beschäftigungsgrad unabhängig) zu unterstützen. Das Angebot der BAV und der VWL wird rege von der Belegschaft in Anspruch genommen. Die Quote der teilzeitbeschäftigten Frauen liegt im Vergleich höher als bei den Männern, aus diesem Grund fördert die Beschäftigungsgrad unabhängige Förderung insb. TZ-Beschäftigte & alleinerziehende Eltern zur Sicherung der Altersrente.

4. Maßnahmen zur Förderung/Herstellung der Entgeltgleichheit
für Frauen und Männer

Inhalt der Maßnahme Beschreibung der Maßnahme Zielstrebung Resonanz Erfahrung/ Wirkung
Vergütung des Festgehalts (=Fixgehalt) über Gehaltsrange bzw. Gehaltsbänder Das Grundgehalt wird aus Vergleichsgehältern oder zugrundeliegenden Gehaltsbändern gebildet. Ziel ist die gleichberechtigte Vergütung von Mitarbeitenden bei vergleichbaren Tätigkeiten und damit die Vermeidung von ungleicher Vergütung in gleichen Berufsgruppen. Die Gehaltsfindung und -entwicklung findet standardisiert über Vergleichsgruppen statt. Die Entwicklung von Gehaltsbändern wird fortlaufend definiert.
Variable Vergütung gem. " MBO" (Management by Objektives) Definierte Funktionen (geschlechtsunabhängig) erhalten ein MBO: Mitarbeitende sollen geschlechtsunabhängig entsprechend der Erreichung vorab definierter Ziele sowie im Vorfeld beschriebener Zielerreichungsstufen vergütet werden. Finanzielle Honorierung von Leistungen anhand des Beitrags zur Zielerreichung. Anwendung der MBO-Vergütung erfolgt ganz überwiegend nur bei Führungs- bzw. exponierten Fachkräften Hoher Grad von Transparenz u. Gerechtigkeit
Jährlicher Gehaltserhöhungs- Prozess zum Stichtag Einmal im Jahr findet zu einem definierten Stichtag eine Gehaltsüberprüfung statt. Ziel ist die fortwährende (jährliche) Überprüfung der Vergütung im Hinblick auf die Performance sowie auf Vergleichsgruppen. Damit kann insbesondere dem Gleichberechtigungs- Erfordernis Rechnung getragen werden. In der Belegschaft besteht eine entsprechende Erwartungshaltung in Bezug auf Überprüfung und Erhöhung der Gehälter. Durch Budgetierung der Erhöhungssummen wird das im Vorfeld definierte Budget kollektiv an alle Mitarbeitenden verteilt.

 

Mainz-Kastel den, 01.03.2022

Rainer Schwöbel, Geschäftsführer AVL Deutschland GmbH

Roland Jeutter, Geschäftsführer AVL Deutschland GmbH

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. April 2024 wird der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.444.578,45 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. April 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.