Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 15411 KI
Eingetragen
2.1.2014
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)
Gegenstand
Tiefbau, Rohrleitungs- und Kanalbau sowie der Straßenbau, Stahlund Betonbau, Rohrvortrieb und sanierung sowie Wasserbauarbeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Paul Willi Pohl
seit 17.2.2023
Prokura
Jörg Zittlau
seit 5.6.2015
Prokura
Hannes Pohl
seit 2.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Paul Willi Pohl
Kreuzstücken 20, 24594 Hohenwestedt
12.500 €
50.00%
Hannes Pohl
Kreuzstücken 7, 24594 Hohenwestedt
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hanse Pohl GmbH

Hohenwestedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 18. Oktober 2024

rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Sander, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Hanse Pohl GmbH

Amtsgericht Kiel, HRB 15411 KI

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 198.284,00 149.333,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.324,00 213.348,00
396.608,00 362.681,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 5.039.103,14 9.971.393,47
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.293.546,80 -8.407.386,10
745.556,34 1.564.007,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.509.226,26 11.627.863,73
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.620.998,69 4.747.218,66
21.875.781,29 17.939.089,76
22.272.389,29 18.301.770,76

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.000.000,00 5.900.000,00
III. Bilanzgewinn 8.262.171,31 5.585.625,14
16.287.171,31 11.510.625,14
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.841.849,43 1.529.335,33
C. VERBINDLICHKEITEN 3.143.368,55 5.261.810,29
22.272.389,29 18.301.770,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.046.380,65 11.587.341,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.473.438,65 -4.165.679,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.721.620,44 -1.574.368,28
-6.195.059,09 -5.740.047,60
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -118.494,72 -111.554,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.455.598,58 -1.368.977,77
5. Erträge aus Beteiligungen 321.252,66 466.959,10
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 437.202,00 92.838,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.258,19 -6.527,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.221.720,36 -1.526.748,58
9. Ergebnis nach Steuern 4.793.704,37 3.393.282,38
10. Sonstige Steuern -17.158,20 -1.551,00
11. Jahresüberschuss 4.776.546,17 3.391.731,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Bei der Aufstellung des Anhangs wird von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet. Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellkosten umfassen den handelsrechtlichen Mindestumfang. Die erhaltenen Anzahlungen werden bezogen auf die einzelnen Bauvorhaben, soweit sie den Bilanzwert der Vorräte nicht übersteigen, offen von diesen abgesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen für alle Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von 43,7 T-Euro (Vorjahr: 120,8 T-Euro) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 3.000,0 T-Euro (Vorjahr: 0,0 T-Euro) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in Höhe von 2.100,0 T-Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt und im Übrigen vorgetragen.

Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zwei Avalkreditrahmen in Höhe von 4.205,0 T-Euro, die zum 31.12.2023 mit 3.916,1 T-Euro in Anspruch genommen sind.

Ferner bestehen gemeinsam mit drei nahestehenden Unternehmen drei Avalkreditrahmen in Höhe von 27.220,0 T-Euro, die zum 31.12.2023 mit 15.519,2 T-Euro in Anspruch genommen sind (davon 14.974,8 T-Euro durch nahestehende Unternehmen, für die die Hanse Pohl GmbH mithaftet).

Aufgrund ausreichender Liquidität bei den nahestehenden Unternehmen wird mit einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung nicht gerechnet.

Für die ARGE Heiligengeistfeld besteht eine Avallinie in Höhe von 2.965,4 T-Euro, die für Gewährleistungsbürgschaften in voller Höhe in Anspruch genommen wurde.

Auf fremde Rechnung hat die Hanse Pohl GmbH einen Avalkredit in Höhe von 74,3 T-Euro in Anspruch genommen.

Aufgrund ausreichender Liquidität der Arbeitsgemeinschaften wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen wie folgt:

Mieten für Immobilen (159,2 T-Euro p.a., langfristige Verträge)

Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 82 Arbeitnehmer beschäftigt. Diese lassen sich in folgende Gruppen aufteilen:

kaufmännische Angestellte 9
gewerbliche Angestellte 73
82

Organe

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch den Straßenbaumeister Hannes Pohl.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Hohenwestedt, den 18. Oktober 2024

gez. Hannes Pohl

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 486.982,54 112.527,94 0,00 2.434,70 597.075,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.749,96 42.247,48 0,00 15.260,91 459.736,53
919.732,50 154.775,42 0,00 17.695,61 1.056.812,31
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 337.649,54 61.223,24 81,00 0,00 398.791,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.401,96 57.271,48 15.260,91 0,00 261.412,53
557.051,50 118.494,72 15.341,91 0,00 660.204,31
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 198.284,00 149.333,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.324,00 213.348,00
396.608,00 362.681,00

Verbindlichkeitenspiegel

Hanse Pohl GmbH

Hohenwestedt

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten 3.143.368,55 3.143.368,55 0,00 0,00
Vorjahreswerte 5.261.810,29 5.261.810,29 0,00 0,00
Besicherte Beträge Art der Sicherheiten
EUR
Verbindlichkeiten 0,00
Vorjahreswerte 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Hanse Pohl GmbH, Hohenwestedt

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Die POHL-Gruppe

Hervorgegangen ist die POHL-Gruppe aus der Holsteiner Kabel- und Leitungsbau Willi Pohl GmbH & Co. KG. Daneben gehören heute die Gesellschaften Hanse Pohl GmbH, Plus-Pohl GmbH, Pohl Service GmbH und die Hermann Drögemüller Landeskultur u. Tiefbau GmbH ebenfalls zur Gruppe. Jedes dieser Unternehmen deckt wesentliche Bereiche des Energie-, Infrastruktur- und Verkehrswegebaus ab. Insgesamt kann die POHL-Gruppe ihren Auftraggebern einen Full Service bestehend aus Elektromontage und -technik, Beleuchtung, Rohrleitungs-, Kabel- Kanal- und Straßenbau anbieten. Dabei bedient sie industrielle Großprojekte ebenso wie kommunale Vorhaben oder gewerbliche und private Aufträge. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gruppe rund 1050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

II. Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft erbringt Bauleistungen in den Bereichen Tiefbau, Rohrleitungs- und Kanalbau sowie Asphaltbau, Stahl- und Betonbau, Rohrvortrieb und -sanierung sowie Wasserbauarbeiten. Auftraggeber sind im Wesentlichen Kommunen, kommunale Betriebe, Energieversorgungsunternehmen sowie Industrie- und Gewerbeunternehmen.

III. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

IV. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist nicht in der Forschung und Entwicklung tätig.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 geriet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Inflation hat zwar im Jahresverlauf nachgelassen und im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Lohneinkommen beschleunigt, beim privaten Konsum blieb die Erholung allerdings bislang aus. Die Realeinkommen in Deutschland sind über längere Zeit zurückgegangen. Aufgrund der höheren Energiepreise in Europa haben wichtige Bereiche des verarbeitenden Gewerbes an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Auf dem deutschen Immobilienmarkt leiteten zudem die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank einen deutlichen Einbruch ein, weshalb insbesondere die Investitionen in Wohnbauten stark zurückgingen. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %; die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Preisbereinigt fiel das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,7 % höher aus als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Dem Bund ist seit dem Verfassungsgerichtsurteil vom 15. November 2023 verwehrt, einen Teil seiner geplanten Ausgaben den Sondervermögen des Klima- und Transformationsfonds sowie des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie zuzurechnen. Dadurch muss sich die Wirtschaft auf neue Belastungen einstellen. 1

In 2023 betrug das Finanzierungsdefizit der staatlichen Haushalte 82,7 Mrd. Euro, im Vorjahr waren dies noch 96,9 Mrd. Euro gewesen. Während die Ausgaben zur Abmilderung der Corona-Maßnahmen entfielen, erfolgten umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse. Anhaltende finanzielle Belastungen durch die große Zahl an Geflüchteten machten sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar. 2

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 unterschiedlich. Im produzierenden Gewerbe sank die Wirtschaftsleistung aufgrund niedriger Produktion im Bereich Energieversorgung um 2,0 %. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe sank um 0,4 %. Die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen sanken erneut, nachdem sie im Vorjahr bereits besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel machten sich im Baugewerbe und hier vor allem im Hochbau die schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Im Tiefbau und Ausbaugewerbe hingegen konnte die Produktion gesteigert werden. Das Baugewerbe erreichte 2023 insgesamt ein kleines preisbereinigtes Plus von 0,2 %. Gestützt wurde die Wirtschaft durch die Dienstleistungsbereiche, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich wiederum ausweiten konnten. Der Anstieg fiel allerdings insgesamt schwächer aus als in den beiden Vorjahren. 3

Während der private Konsum um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr sank, nahmen die Konsumausgaben des Staates 2023 erstmalig nach nahezu 20 Jahren sogar um 1,7 % ab. Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 %. Die spürbar gestiegenen Bauzinsen und die hohen Baupreise bremsten insbesondere den Wohnungsbau, während vom Ausbaugewerbe, unter anderem der starken Nachfrage nach energetischen Sanierungen, positive Signale kamen. Deutlich mehr investiert wurde hingegen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, was unter anderem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Zulassungen zurückzuführen ist. Diese dürften unter anderem auf den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektrofahrzeuge im Firmenwagenbereich zurückzuführen sein. 4

1 GdW-Information 168 "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024"
2 DISTATIS, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024
3 DISTATIS, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024

Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen durch die hohe Inflation und die Energiekrise robust. 2023 stieg die Erwerbstätigkeit sogar auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte nahm die Beschäftigung zu, aber auch durch eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Trotz der guten Nettozuwanderung (2023 kamen rd. 650.000 Personen mehr nach Deutschland als ins Ausland fortgezogen sind) ist der Fachkräftemangel in Deutschland zunehmend zum flächendeckenden Problem geworden, der nahezu alle Regionen und Wirtschaftsbereiche betrifft. 5 Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe stagnierte 2023 bei 928.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. 6

II. Geschäftsverlauf

Die stagnierende bzw. nachlassende Nachfrage im Baugewerbe spiegelte sich im Geschäftsverlauf der Hanse Pohl GmbH bisher kaum wider, da mittel- bis langfristige Rahmenverträge vor kurzem verlängert wurden. Der Bedarf an hohen Investitionsvolumen in die öffentliche Infrastruktur sowie den Ausbau des Glasfasernetzes ist nach wie vor vorhanden.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Hanse Pohl GmbH insgesamt rd. 145 Maßnahmen termin- und fristgerecht fertigstellen und abrechnen. Besonders hervorzuheben sind hier die Projekte Leitungsneubau FA1 (6.044 T-Euro), Gottschalkweg (Volumen 2.537 T-Euro) und U5 Ost Überseering (1.908 T-Euro).

Zudem befanden sich am Bilanzstichtag noch 45 Projekte, insbesondere ARGE Lutterrothstraße, Aurubis Stadtwasserleitung, Berner Straße und Gebietssanierung Weygandtstraße mit einem Honorarvolumen von insgesamt ca. 15,9 Mio. Euro in Bearbeitung, die im Wesentlichen im Jahr 2024 abgeschlossen werden.

III. Lage

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Eigenkapitalquote heran.

4 DISTATIS, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024
5 GdW-Information 168 "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024"
6 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., "Auf den Punkt gebracht, Fachkräftesituation im Bauhauptgewerbe" vom 23.02.2024

Dabei berechnen wir die Umsatzrendite aus dem Jahresergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung. Als interne Vorgabe ist eine Umsatzrendite von 10,0 % vorgesehen. Die Entwicklung der Umsatzrendite erläutern wir im Abschnitt B. III. 2. Ertragslage.

Die Eigenkapitalquote ermitteln wir aus dem Verhältnis des wirtschaftlichen Eigenkapitals (Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) zum Gesamtkapital. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote erläutern wir im Abschnitt B. III. 3. Vermögens- und Finanzlage.

2. Ertragslage

Die Ertragslage In Zahlen zusammengefasst:

2023 2022 Veränd.
T-Euro % T-Euro % T-Euro
Umsatzerlöse 26.048 123,0 16.507 87,5 9.541
Bestandsveränderungen -4.932 -23,3 2.236 11,8 -7.168
betriebliche Erträge 66 0,3 139 0,7 -73
Gesamtleistung 21.182 100,0 18.882 100,0 2.300
Aufwendungen für
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -2.387 -11,3 -2.240 -11,9 -147
- bezogene Leistungen -4.748 -22,4 -5.055 -26,8 307
- Personal -6.195 -29,2 -5.739 -30,4 -456
- Abschreibungen -118 -0,6 -112 -0,6 -6
- Verwaltung und Vertrieb -1.456 -6,9 -1.368 -7,2 -88
- sontige Steuern -17 -0,1 -2 0,0 -15
Betriebsergebnis 6.261 29,5 4.366 23,1 1.895
Finanzergebnis 738 3,5 553 3,0 185
Ertragsteuern -2.222 -10,5 -1.527 -8,1 -695
Jahresergebnis 4.777 22,5 3.392 18,0 1.385

Die Gesamtleistung ist aufgrund der guten Auftragslage zu auskömmlichen Preisen deutlich um 2.300 T-Euro bzw. 12,2 % gestiegen und übertrifft damit die Vorjahresprognose. Gleichzeitig verbleibt der Materialaufwand (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen) mit 7.135 T-Euro etwa auf dem Vorjahresniveau, während der Personalaufwand um 456 T-Euro auf 6.195 T-Euro gestiegen ist. Ursache ist, dass die Bautätigkeiten verstärkt von eigenem Personal statt von Nachunternehmern ausgeführt werden. Insgesamt liegt das Jahresergebnis mit 4.777 T-Euro um 1.385 T-Euro über dem Vorjahresergebnis von 3.392 T-Euro.

Insgesamt wurde die prognostizierte Umsatzrendite (10,0 %) mit 22,5 % (Vorjahr: 18,0 %) deutlich übertroffen. Ursache hierfür ist, dass in Vorjahren begonnene Projekte fertiggestellt und somit abgerechnet werden konnten.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage in Zahlen zusammengefasst:

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022 Veränd.
T-Euro % T-Euro % T-Euro
Aktiva
Langfristiges Vermögen
- Anlagevermögen 397 1,8 363 2,0 34
- Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 8.000 35,9 6.000 32,8 2.000
- sonstige Aktiva 3.063 13,9 0 0,0 3.063
Kurzfristiges Vermögen
- Vorräte 746 3,3 1.564 8,5 -818
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.946 13,2 3.189 17,4 -243
- Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 367 1,6 1.291 7,1 -924
- Bankguthaben (gebunden) 0,0 0,0 0
- Bankguthaben (frei) 6.621 29,7 4.747 26,0 1.874
- sonstige Aktiva 132 0,6 1.148 6,3 -1.016
22.272 100,0 18.302 100,0 3.970
Passiva
Langfristiges Kapital
Eigenkapital 16.287 73,1 11.511 62,8 4.776
kurzfristiges Kapital
- Rückstellungen 2.842 12,8 1.529 8,4 1.313
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunge 297 1,3 825 4,5 -528
- Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 484 2,2 1.164 6,4 -680
- Sonstige Passiva 2.362 10,6 3.273 17,9 -911
22.272 100,0 18.302 100,0 3.970

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.970 T-Euro auf 22.272 T-Euro erhöht. Sie ist wesentlich geprägt durch freie liquide Mittel (29,7 %) und langfristige Forderungen gegen nahestehende Unternehmen (gesamt 35,9 %). Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital gedeckt. Die sonstigen Passiva enthalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen (1.413 T-Euro) und Steuerverbindlichkeiten (651 T-Euro).

Im Rahmen des Finanzmanagements wird sichergestellt, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachkommen zu können. Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro, so dass sich Währungsrisiken nicht ergeben.

Die Eigenkapitalquote beträgt 73,1 % und liegt bei um 4,0 Mio. Euro gestiegener Bilanzsumme über dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (hohe Inflation und Fachkräftemangel) erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des unverändert hohen Auftragsbestands eine Gesamtleistung von ca. 23 Mio. Euro sowie ein leicht steigendes Jahresergebnis.

Aufgrund der geplanten Entwicklung des Jahresergebnisses gehen wir davon aus, dass die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2024 die interne Zielvorgabe von 10,0 % wieder erreichen wird. Zudem planen wir aufgrund der Thesaurierung des Jahresüberschusses eine Eigenkapitalquote von mindestens 75 %.

II. Chancen- und Risikobericht

1. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Wesentliche Risiken für die Bauwirtschaft sind der Fachkräftemangel und die deutlich gestiegenen Zinsen. Dem Fachkräftemangel versuchen wir durch attraktive Arbeitsbedingungen und eine intensive Ausbildung unserer Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Von dem Zinsanstieg sind wir im Rahmen des Infrastrukturbaus deutlich geringer betroffen, als der private Wohnungsbau und der gewerbliche Hochbau.

Chancen bestehen insbesondere beim Nachholbedarf an einzelnen Infrastrukturmaßnahmen sowie der Energiewende als zentralem Zukunftsprojekt der Bundesregierung. Ihr Gelingen ist von herausragender Bedeutung für Deutschland, allerdings liegt Deutschland in der Umsetzung der Ziele weit zurück. So hinkt der notwendige Netzausbaum dem Zeitplan um rd. 7 Jahre hinterher, was dem Fehlen von 6.000 Kilometern an Versorgungsleitungen entspricht.

2. Ertragsorientierte Chancen und Risiken

Unsere Ertragskraft ist besonders von den stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten betroffen. Waren bereits in Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten Rohstoffe wie Öl, Holz, Aluminium, Stahl und Kupfer knapp, hat sich die Situation Ende 2023 durch die Energiekrise nochmals verschärft. Sowohl die Rohstoffe als auch die Energiepreise sind nochmals stark gestiegen, wodurch sich das Bauen weiter verteuert hat. Es besteht das wesentliche Risiko, dass diese Kosten nicht vollständig an die Auftraggeber weitergereicht werden können. Zudem wirken sich zunehmend steigende Personalkosten auf die Ertragslage aus. Die Nominallöhne in Deutschland waren im ersten Quartal 2024 um 6,4% höher als im Vorjahresquartal; das entspricht der dem zweithöchsten Anstieg gegenüber einem Vorjahresquartal seit 2008.

Chancen ergeben sich aus der oben erwähnten Nachfrage nach umfangreicher Erneuerung und stetigem Ausbau von Infrastruktur. Die hohen Auftragsbestände sowohl durch die öffentliche Hand als auch durch Energieversorger und private Auftraggeber führen zu einer guten Auslastung der Gesellschaft zu auskömmlichen Preisen. Es ist davon auszugehen, dass die Investitionsbereitschaft als erklärtes Ziel der Politik in den nächsten Jahren beibehalten wird.

3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Den finanzwirtschaftlichen Risiken wird durch ein Risikomanagementsystem begegnet, das vorrangig auf dem Controlling und der unterjährigen internen Berichterstattung basiert. Im Vordergrund stehen hierbei das Vertrags- und Projektcontrolling sowie die Beobachtung der geplanten Kostenansätze, um wesentliche Veränderungen in der Unternehmensentwicklung rechtzeitig erkennen zu können.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt nahezu ausschließlich über thesaurierte Gewinne und in geringem Maße aus Mitteln der POHL-Gruppe. Fremdfinanzierungen werden kaum in Anspruch genommen, sodass Zinsänderungs- und Währungsrisiken ausgeschlossen sind.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Bei den in der Gesellschaft eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen sowie Lieferanten- und Bankkredite. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten gehalten. Alle Bankkonten werden in Euro geführt, so dass sich hieraus keine Wechselkursrisiken ergeben. Etwaige überschüssige Liquidität wird ausschließlich auf Geldmarktkonten angelegt. Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Kommunen und kommunale Betriebe. Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mittels Lieferantenkrediten, welche wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist zahlen.

Derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. Oktober 2024 festgestellt.

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