Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
STI POS Solutions GmbHLiquidiert
Richard-Stabernack-Straße, 36341 Lauterbach (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Bergner seit 15.7.2024 | Prokura |
Daniel Niklas Herting seit 8.4.2021 | Geschäftsführer |
Jakob Rinninger seit 26.6.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gustav Stabernack GmbHLauterbach (Hessen)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Gustav Stabernack GmbH, LauterbachAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft: Firma: Gustav Stabernack GmbH Sitz: Lauterbach (Hessen) Registergericht: Amtsgericht Gießen, HRB 5463 Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) erstellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Gustav Stabernack GmbH (nachfolgend "Mutterunternehmen") und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Wilhelm + Kristina Stabernack Handels- und Beteiligungs GmbH (nachfolgend "Wilhelm + Kristina Stabernack GmbH") einbezogen. Das Mutterunternehmen ist daher grundsätzlich wegen § 291 Abs. 1 HGB von der Konzernabschlusspflicht befreit. Der vorliegende Konzernabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2022 freiwillig aufgestellt, um die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB und des § 264 Abs. 3 HGB für die Tochterunternehmen der Gustav Stabernack GmbH in Anspruch nehmen zu können. Das inländische Tochterunternehmen STI d+v Display + Verpackung GmbH & Co. KG, Neutraubling, erfüllt die Voraussetzungen des § 264b HGB und ist daher von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Die inländischen Tochterunternehmen STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach, und STI Corrugated GmbH, Alsfeld, erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Die inländischen Tochterunternehmen STI Pro Grafik GmbH, Lauterbach, STI CAD Laser Form GmbH, Lauterbach, STI Vertriebs- und Industrieservice GmbH, Lauterbach, STI POS Solutions GmbH, Lauterbach, STI Immobilienverwaltung GmbH, Lauterbach, STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Lauterbach, STI Schräder Verpackungen GmbH, Greven, und STI Logistikzentrum VB GmbH, Alsfeld, sind kleine Kapitalgesellschaften bzw. Kleinstkapitalgesellschaften, erfüllen ebenso die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von den Offenlegungs- bzw. Hinterlegungspflichten befreit. 2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze a) Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Stichtag In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind alle in- und ausländischen Unternehmen, an denen die Gustav Stabernack GmbH, direkt oder indirekt beteiligt ist, einbezogen worden. Bilanzstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist jeweils der 31. Dezember. Der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 umfasst damit folgende Unternehmen:
b) Veränderung des Konsolidierungskreises Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. c) Konsolidierungsgrundsätze (1) Bilanz Die Konsolidierung der Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen der Gustav Stabernack GmbH erfolgt jeweils unter Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung gemäß § 301 Abs. 2 S. 5 HGB auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, in denen diese Tochterunternehmen des obersten Mutterunternehmens Wilhelm + Kristina Stabernack GmbH geworden sind (vgl. DRS 23.15). Die Kapitalkonsolidierung für die bis 2006 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde nach der sogenannten Buchwertmethode entsprechend § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durchgeführt. Für die ab dem Geschäftsjahr 2007 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewandt. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen mit den zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Als Firmenwert wird der Betrag aktiviert, um den die Anschaffungskosten für die erworbenen Unternehmen den Anteil des erwerbenden Unternehmens an der Summe neubewerteter Schulden in der Konzernbilanz übersteigen. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet worden. Die Eliminierung von Zwischenergebnissen betrifft ausschließlich das Anlagevermögen. Beim Vorratsvermögen wurde nach § 304 Abs. 2 HGB von einer Eliminierung abgesehen. Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurden latente Steuern gebildet. (2) Gewinn- und Verlustrechnung Die konzerninternen Umsätze sind mit den auf sie entfallenden Materialaufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Lieferungs- und Leistungsempfänger aufgerechnet worden. Des Weiteren werden andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet sowie Beteiligungserträge und Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen von konsolidierten Unternehmen eliminiert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung sowie latente Steuern a) Bilanzierung Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den für die Gustav Stabernack GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die ausländischen Gesellschaften haben aus ihren Buchführungen zunächst Jahresabschlüsse nach den geltenden nationalen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt, die den jeweiligen handelsrechtlichen und steuerlichen Belangen sowie den Publizitäts- und Finanzierungserfordernissen dieser Gesellschaften Rechnung tragen. Soweit die Gliederungsgrundsätze dieser Abschlüsse nicht den Vorschriften des HGB bzw. den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen, sind entsprechende Anpassungen an die Gliederungsvorschriften des Mutterunternehmens vorgenommen worden. Die notwendigen Anpassungen an die für das Mutterunternehmen geltenden inländischen Bewertungsvorschriften sind bei der STI Petöfi Nyomda Kft., Kecskemet (Ungarn), der STI Petöfi Service Kft., Kecskemet (Ungarn), der STI Line Ltd., Gillingham (Großbritannien) sowie der STI Cesko s.r.o. (Tschechien) vorgenommen worden. b) Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen bzw. degressiven Methode vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden vereinfachend in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird jahrgangsbezogen auf die Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt und als Aufwand berücksichtigt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen wurden die Ausleihungen zum Nennwert bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Einstandspreisen oder mit den niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Einstandspreise entsprechen den Rechnungspreisen, gegebenenfalls zuzüglich Inlandsfracht und sonstigen Nebenkosten. Die unfertigen Erzeugnisse sind nach der progressiven Methode zu Herstellungskosten bewertet worden. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. In den Fällen, in denen die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten niedriger lagen, kamen diese zum Ansatz (verlustfreie Bewertung). Bei den fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung auf Grundlage der Netto-Verkaufspreise, wobei zur Ermittlung der Herstellungskosten ein pauschaler Abschlag für Verwaltungsgemeinkosten, Vertriebskosten und Gewinn vorgenommen wurde. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert. Uneinbringliche Forderungen sind abgeschrieben, zweifelhafte Forderungen wertberichtigt worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch aktivisch berücksichtigte Pauschalabschläge auf Forderungen angemessen Rechnung getragen worden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "projected unit credit method" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78% p.a. (im Vorjahr: 1,87% p.a.) herangezogen. Hierbei wurden Rentensteigerungen in Höhe von 2,0% bzw. 1,5% p.a. berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 46.719 €. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem und ausreichendem Umfang ab. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Abzinsungen vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wird. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen enthalten Posten, denen Beträge in fremder Währung zugrunde liegen. Die Umrechnung der Fremdwährungsposten erfolgte mit den Mittelkursen am Buchungstag, Verluste aus Wechselkursänderungen wurden berücksichtigt. c) Währungsumrechnung Grundsatz Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt werden, werden entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 308a HGB wie folgt umgerechnet: Bilanzposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird erfolgsneutral als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. Unterschiedsbetrag Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2022 sind negative Währungsdifferenzen in Höhe von insgesamt T€ -2.592 (Vorjahr: T€ 64) entstanden. Der im Konzerneigenkapital per 31.12.2022 ausgewiesene negative Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung beträgt T€ 10.912 (Vorjahr: T€ 8.320). Es wurden folgende Umrechnungskurse zugrunde gelegt:
d) Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, auf Wertansatzdifferenzen aufgrund von Korrekturen dieser Jahresabschlüsse im Rahmen der konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung (primäre latente Steuern) sowie auf Wertansatzdifferenzen, die aus den Konsolidierungsmaßnahmen nach §§ 300 bis 307 HGB resultieren (sekundäre latente Steuern). Für die primären latenten Steuern wurde das Wahlrecht, nur den passivischen Überhang latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz zu bilanzieren, für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht ausgeübt. Die Berechnung der primären latenten Steuern erfolgte mit dem individuellen Ertragsteuersatz des betroffenen Konzernunternehmens. Bei der Bewertung der sekundären latenten Steuern wurde der zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich geltende individuelle Steuersatz des Konzernunternehmens zugrunde gelegt, bei dem sich die Differenzen voraussichtlich abbauen. Im Rahmen von konzerninternen Lieferungen und Leistungen (Zwischenergebniseliminierung) war der Steuersatz desjenigen Unternehmens maßgeblich, das die Lieferung oder Leistung empfangen hatte. Bei der Ermittlung von latenten Steuern inländischer Kapitalgesellschaften wurde der Berechnung ein kombinierter Ertragsteuersatz, der die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag umfasst, zugrunde gelegt bzw. bei inländischen Personengesellschaften der Steuersatz aus der Gewerbesteuerbelastung sowie bei ausländischen Gesellschaften der Steuersatz der Ertragsteuer, der der deutschen Körperschaftsteuer entspricht. 4. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung der in der Bilanz zum 31.Dezember 2022 zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 ist dem Anlagenspiegel (Seite 15) zu entnehmen. Der bei Erwerb der Joachim Schräder KG, Greven, im Rumpfgeschäftsjahr 2009 entstandene und aktivierte Firmenwert wird planmäßig über eine Dauer von 15 Jahren abgeschrieben. Innerhalb des Postens "sonstige Vermögensgegenstände" ist u. a. gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. mit § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB ein Betrag in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 392) für Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen sind zum Bilanzstichtag vollständig mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Innerhalb des Postens "sonstige Verbindlichkeiten" ist u.a. gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V. mit § 268 Abs. 5 Satz 3 HGB ein Betrag in Höhe von T€ 117 (Vorjahr: T€ 67) für rückständige Umsatzvergütungen und Provisionen enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die im Konzernabschluss ausgewiesenen latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen:
5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die Gesellschaften in:
In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind als periodenfremde Erträge Buchgewinne aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 2.281), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 122 (Vorjahr: T€ 308), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von T€ 67 (Vorjahr: T€ 130) sowie Erträge aus Schadensfällen in Höhe von T€ 64 (Vorjahr: T€ 44) enthalten. Von den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" entfällt als periodenfremder Aufwand ein Betrag in Höhe von T€ 742 (Vorjahr: T€ 67) auf Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen, in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 854) auf Buchverluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens sowie in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 14) auf Aufwendungen aus Schadensfällen. 6. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die auf der Aktivseite unter der Bilanzposition B III. "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" ausgewiesenen liquiden Mittel in Form von Kassenbeständen in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 18) und Kontokorrentguthaben in Höhe von T€ 6.902 (Vorjahr: T€ 5.627). Die Konzernkapitalflussrechnung wurde für das Geschäftsjahr 2022 auf Grundlage des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21) erstellt. 7. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres 2022 waren im Konzern durchschnittlich beschäftigt:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt T€ 3.955. Im Interesse einer Schonung der Liquiditätssituation und einer Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur haben einige Konzernunternehmen ab dem Geschäftsjahr 2011 mit verschiedenen Finanzierungsgesellschaften Leasingverträge über diverse Hardwarekomponenten sowie ab Geschäftsjahr 2013 und 2018 über Druckmaschinen neu abgeschlossen. Durch diese Maßnahme konnte der Konzern hohe einmalige Liquiditätsabflüsse zur Realisierung betriebsnotwendiger Investitionen vermeiden, worin der wesentliche Vorteil dieser Geschäfte liegt. Aufgrund von überschaubaren Restlaufzeiten von unter 3 Jahren bei der Anmietung der Hardwarekomponenten bzw. von unter 7 Jahren bei der Anmietung von Druckmaschinen rechnet der Konzern nicht mit einem Risiko dergestalt, dass bei einem eintretenden technischen Fortschritt diese Anlagegüter nicht durch Neuanschaffungen kompensiert werden können. Daneben haben Konzernunternehmen Leasingverträge für einzelne Maschinen, Stapler, Dienstfahrzeuge sowie Mobiltelefone abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Lagerräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Zum 31. Dezember 2022 bestehen folgende finanziellen Verpflichtungen für die Zukunft:
Risiken könnten sich durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge ergeben. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für den Konzern nicht notwendigen Kapitalbindung bei der Beschaffung betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Konzernunternehmen kein Verwertungsrisiko, eine effektivere Beschaffung und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgte im Geschäftsjahr 2022 durch:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Rückstellungen aufgrund von Pensionszusagen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf 830 T€. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Bezüge an diese Personengruppe in Höhe von 442 T€ gewährt. Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gliedert sich wie folgt auf:
* davon an verbundene Unternehmen 73 T€
Lauterbach, 9. Mai 2023 Gustav Stabernack GmbH Jakob Rinninger Niklas Herting Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz zum 31.12.2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns I.1 Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern der Gustav Stabernack GmbH ist ein mittelständischer Verpackungs- und Displayhersteller und tritt am Markt unter der Dachmarke "STI Group" auf. Die STI Group verfügt über ein breites Angebot von Waren und Dienstleistungen im Bereich der Verpackungs- und Displayherstellung und gehört zu den diversifizierten Unternehmen der Branche mit mehreren Produktionsbetrieben im In- und Ausland. Der Konzernabschluss der Gustav Stabernack GmbH wird als Teilkonzernabschluss in den Konzernabschluss der Wilhelm + Kristina Stabernack Handels- und Beteiligungs GmbH, dem obersten Mutterunternehmen der STI Group, einbezogen. Als Einzelauftragsfertiger entsprechen unsere Produkte den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden. Dabei verstehen wir uns als Full-Service Dienstleister, welcher bedingt durch ein breites Spektrum an Produktionstechnologien und Dienstleistungen in der Lage ist, seine Kunden erfolgreicher zu machen. Wir setzen uns dabei intensiv mit den Herausforderungen und projektspezifischen Anforderungen unserer Kunden auseinander und zählen viele der international beliebtesten Marken sowie führende Handelskonzerne und Agenturen zu unseren Kunden. Unsere Kreativität und Leistungsfähigkeit werden durch eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen und gewonnener Wettbewerbe dokumentiert. Der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 umfasst die Gustav Stabernack GmbH sowie insgesamt 19 in- und ausländische Tochtergesellschaften. I.2 Forschung und Entwicklung Im Rahmen der Entwicklung und Herstellung von Verpackungen und POS-Auftritten beraten wir unsere Kunden mit spezialisierten Teams, von der Markenpositionierung über Lebensmittelunbedenklichkeit bis hin zur Fälschungssicherheit etc. Wir investieren einen hohen Anteil unseres Cash-Flows in die Methoden- und Fachkompetenzen unserer Mitarbeiter, um ganzheitliche und vom Kunden ausgehende Forschungs- und Entwicklungsansätze (z.B. Design-Thinking) zu forcieren. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Die Covid-19-Pandemie hat in Europa an Einfluss verloren, was in 2022 zu einer Stabilisierung der Gesamtwirtschaft geführt hat. International waren jedoch weiterhin durch strikte Covid-Maßnahmen Lieferverzögerungen festzustellen, insbesondere wenn es sich um Bezug von Produkten oder Vorprodukten aus Fernost handelte. Diese Erholung und Stabilisierung wurde jedoch schlagartig am 23. Februar 2022 durch den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine unterbrochen. Dieser völkerrechtswidrige Angriff hat schlimmes, menschliches Leid für die ukrainische Bevölkerung zur Folge, was zur größten Fluchtbewegung seit der Nachkriegszeit in Europa geführt hat. Neben der allgemeinen Verunsicherung der europäischen Bevölkerung als unmittelbare Nachbarn waren handfeste, wirtschaftliche Folgen festzustellen. Die hohe Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von günstigem Gas aus Russland wurde schnell zu einem hohen Risiko. Durch die geleerten Gasspeicher, die allgemeinen Risiken der Gasversorgung und Sanktionen stiegen die Energiepreise dramatisch an. Dieser Anstieg führte in Deutschland laut "destatis" insgesamt zu einer Inflation von 7,9%, der höchste Wert wurde dabei im Oktober mit 10,4% erreicht. Energieprodukte verteuerten sich zum Vorjahr um 34,7%, Nahrungsmittel wurden um 13,4% teurer. Diese außergewöhnlich hohe Inflation führte zu einem erheblichen Kaufkraftverlust der Konsumenten und starken Verwerfungen von Preisen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg dennoch um 1,9%, da Nachholeffekte durch das Abflachen der Covid-19-Pandemie wirkten. Andere Länder mit STI Standorten zeigten dabei folgende Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr: in UK wuchs die Wirtschaftsleistung um 5,1%, Ungarn meldet ein Wachstum von 4,6%, Frankreich in Höhe von 2,6%. Die deutlich angestiegenen Energiekosten haben eine direkte Auswirkung auf die Papier- und Kartonhersteller und damit die papierverarbeitende Industrie insgesamt. Die Herstellung von Papier und Karton ist sehr energieintensiv, sodass die Auswirkungen auf den Energiemärkten zu dramatischen Kostenanstiegen für diese Rohstoffe führten. Die deutlichen Versorgungsschwierigkeiten aus 2021 lösten sich im Verlaufe des Jahres 2022 weiter auf. Dennoch wurden die Lagerbestände von allen Marktteilnehmern aufgrund der Teuerungsraten und der Sorge vor energiebedingten Abstellmaßnahmen deutlich erhöht. Die Unternehmen der papierverarbeitenden Industrie sind gemäß Verbandsangabe in 2022 umsatzseitig um 16,9% gewachsen. Der Auftragseingang ist im gleichen Zeitraum um 11,9% gestiegen. Seit Mitte des Jahres ist der Produktionsindex jedoch negativ und zeigt einen deutlichen konjunkturellen Abschwung. II.2 Umsatz- und Ertragslage Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 entwickelte sich die Auftragssituation zunächst sehr positiv. Wir konnten die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr kontinuierlich steigern und zum Halbjahr die geplanten und auch die Vorjahreswerte deutlich übertreffen. Allerdings zeigte sich bereits ab Mai 2022 eine Eintrübung der Auftragslage, dies hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wesentlich verändert. Insgesamt konnten die Auftragseingänge in 2022 um 3% gegenüber dem Plan und 4% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Volumen der Gruppe ist in 2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 3% zurückgegangen. Lediglich im Bereich der Kartonfaltschachtel und der Wellpappe konnten leichte Mengenzuwächse von ca. 1% erzielt werden. Bedingt durch Steigerungen der Rohstoffpreise und die erfolgreiche Weitergabe dieser Erhöhungen an den Markt ist der Umsatz der Unternehmensgruppe deutlich angestiegen. Die Umsatzerlöse sind von 278,8 Mio. € im Geschäftsjahr 2021 auf 312,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 gestiegen, dies entspricht einem Zuwachs von ca. 12,2%. Den größten prozentualen Umsatzzuwachs in 2022 konnte dabei unsere französische Tochtergesellschaft erzielen, gefolgt vom ungarischen Standort und den Gesellschaften in Deutschland. Die Neuausrichtung unseres Displaygeschäfts konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2020 vorerst abgeschlossen werden. Nach der Stilllegung des Werks Grebenhain galt es in den Jahren 2021 und 2022 die übernommenen Mitarbeiter in die Schwesterwerke zu integrieren, die Displayaufträge produktionstechnisch optimal auf die Gruppenstandorte zu verteilen und die Prozesse in den Bereichen Planung, Arbeitsvorbereitung und Produktion weiter zu optimieren. Im Jahr 2022 reduzierte sich der Umsatzanteil der Produktgruppe Display am Gesamtumsatz weiter. Dies untermauert wiederum die in den vergangenen Jahren getroffenen Maßnahmen. Wir rechnen mit einem weiteren Fortschreiten dieser Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 veränderte sich die Umsatzverteilung zwischen den Inlands- und Auslandsanteilen nicht, der Anteil des Inlandsumsatzes liegt wie bereits im Vorjahr bei ca. 65%. Der Hauptteil des Umsatzes wurde in Europa erwirtschaftet, ein geringer Umsatzanteil hat seinen Ursprung in Asien. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zu- bzw. abzüglich Bestandsveränderungen) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Mio. € von 284,6 Mio. € auf 316,4 Mio. €, dies entspricht einem Plus von 11,2%. Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten mit 4,6 Mio. € nicht den Wert des Vorjahres mit 5,3 Mio. €, da nennenswerte Ergebnisse aus Anlagenverkäufen in 2022 nicht anfielen. Die Preise für Papier und Karton sind bis Ende des zweiten Quartals weiter kontinuierlich angestiegen. Erst ab dem 3. Quartal bei Papier und dem 4. Quartal bei Karton ergaben sich erste Reduzierungen. Alle anderen Materialien und Dienstleistungen im Zusammenhang mit unseren Produkten weisen eine ähnliche Entwicklung auf. Dies führte zu einer Steigerung des Materialaufwands von 149,8 Mio. € auf 168,3 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Materialanteil an der Gesamtleistung stieg dadurch von 52,6% auf 53,2%. Als nicht integriertes Unternehmen, ist die STI Group in hohem Maße von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten abhängig und kann auf Preisanstiege nur in bedingtem Maße bzw. mit einer zeitlichen Verzögerung durch Preisanpassungen auf Kundenseite reagieren, dies ist in 2022 gelungen. Die Personalkostenquote (Personalaufwand gemessen an der Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr von 29,4% auf 26,7% gesunken. Mit 84,4 Mio. € liegt der absolute Personalaufwand im Jahr 2022 leicht über dem Vorjahreswert von 83,7 Mio. €, obwohl teilweise erhebliche Tarifsteigerungen zu erfüllen waren, wie z.B. 5% in Frankreich, 7,9% in Tschechien oder bis zu 17% in Ungarn. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 5,5 Mio. € unverändert. Dagegen erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im betrachteten Zeitraum um 4,0 Mio. € von 44,9 Mio. € auf 48,9 Mio. €. Auf Grund der ansteigenden Zinsen und einer erhöhten Verschuldung stieg der Zinsaufwand, saldiert mit den Zinserträgen, von 770 T€ in 2021 auf 954 T€ in 2022. In den vergangenen Jahren haben wir große Anstrengungen und finanzielle Ressourcen in die Neustrukturierung unseres Displaygeschäftes investiert. Die Umsetzung des Themas konnte größtenteils bereits in 2021 erfolgreich finalisiert werden. Auch diese Maßnahmen halfen uns die Einschränkungen durch die "Covid-19 Pandemie" mit den extremen Auswirkungen auf nahezu allen Märkten erfolgreich zu bewältigen. So konnten wir das Geschäftsjahr 2022 mit einem erfreulichen Ergebnis vor Ertragssteuern mit 11.806 T€ abschließen, im Vergleich zum Vorjahr mit 4.084 T€ eine wesentliche Ergebnissteigerung. In Anbetracht der vorgenannten Umstände sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 zufrieden. II.3 Vermögens- und Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2022 beträgt die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe 160,1 Mio. € und liegt damit 11,5 Mio. € über dem Vorjahr mit 148,6 Mio. €. Bei nominal leicht reduziertem Anlagevermögen ist der Zuwachs somit vollständig dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen auf Grund des höheren Preisniveaus und einer höheren Lagermenge um 7,9 Mio. €, die fertigen Erzeugnisse um 2,6 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 2,7 Mio. €, hier wirkten sich die gestiegenen Umsätze, aber auch erweiterte Zahlungsziele von Kunden aus. Das Verhältnis von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen hat sich durch diese Veränderungen verringert. Dies hat aktuell einen Anteil von 25,8% (Vorjahr 28,9%) am Gesamtvermögen. Auf Grund des sehr positiven Jahresergebnisses und damit einhergehend steigendem Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote von 46,1% im Vorjahr auf 47,3% in 2022 gestiegen. Das Fremdkapital in der Gruppe stieg ebenfalls um 4,2 Mio. €, was zum größten Anteil auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen ist. Hier musste ein Anteil am gestiegenen Working Capital finanziert werden. Ebenso trugen die Rückstellungen mit einer Erhöhung um 1,6 Mio. € zur Veränderung des Fremdkapitals bei. Nach Gesamtinvestitionen von 7,1 Mio. € in 2021 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Volumen von 4,5 Mio. € investiert. Diesen Wert werden wir im laufenden Geschäftsjahr wieder wesentlich steigern. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2022 bei 4,1 Mio. € (Vorjahr - 11,9 Mio.€). Strukturelle Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Finanzierungsbasis der Unternehmensgruppe, durch den Abschluss eines neuen ESG-Linked Konsortialvertrages mit geänderter Bankenbeteiligung, neu geordnet. Der Vertrag konnte am 13. Dezember 2022 unterschrieben werden und löst den Konsortialvertrag aus dem November 2014 ab. Der Vertrag läuft zunächst über drei Jahre mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr. Es wurden vier Darlehenstranchen mit unterschiedlichen Modalitäten eingerichtet, wobei eine hohe Flexibilität der Liquiditätsaufnahme berücksichtigt wurde. Neben diesem Konsortialvertrag wurde Raum für die Nutzung weiterer Finanzierungsformen mit anderen Marktteilnehmern geschaffen. Auch diese konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits teilweise erfolgreich vertraglich vereinbart werden. Hierdurch haben wir die notwendige finanzielle Sicherheit geschaffen, die die Voraussetzung ist, um die in den kommenden Jahren anstehenden Investitionen durchführen zu können und die Unternehmensgruppe für zukünftige Aufgaben zu wappnen. Innerhalb der Unternehmensgruppe sind alle deutschen Gesellschaften in das zentrale Treasury- System der Gustav Stabernack GmbH integriert, die Auslandsgesellschaften nutzen teils eigene Systeme. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung möglicher Skontobeträge zu begleichen. Alle Gesellschaften waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. II.4 Entwicklung des Personalbereichs Der Stand der Beschäftigten innerhalb der Unternehmensgruppe der Gustav Stabernack GmbH hat sich im Verlauf des Jahres 2022 nochmals gegenüber dem Vorjahr verringert. So waren im Durchschnitt des Jahres 2022 insgesamt 1.988 produktive Vollzeitkräfte (FTE) im Unternehmen beschäftigt, während im Vorjahr noch 2.036 FTE für die Unternehmensgruppe tätig waren. Davon waren 1.060 FTE im Inland angestellt (Vorjahr 1.083). Absolut lag der Personalbestand bei 2.147 Mitarbeitern gegenüber 2.186 im Vorjahr. Der für die Branche gültige Tarifvertrag der deutschen Gesellschaften sieht eine wöchentliche Regelarbeitszeit von 35 Stunden vor. Die Öffnungsklausel, die es gegen eine Beschäftigungsgarantie erlaubt u. a. die Wochenarbeitszeit auf maximal 38 Stunden ohne Entgeltausgleich zu erhöhen, wird aktuell in keinem Werk genutzt. Es wird in allen Werken in einer 35-Stunden-Woche gemäß dem Manteltarifvertrag der Branche gearbeitet. Mit den Betriebsräten wurden jedoch, im Rahmen von Betriebsvereinbarungen, flexible Schicht- und Zeitkontenmodelle auf Basis der 35-Stunden-Woche vereinbart, um die seitens des Marktes geforderte Flexibilität gewährleisten zu können. Der auch für das Jahr 2022 gültige Tarifabschluss in der Branche lief bis zum 31.01.2023 und wurde bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht verlängert. Im Jahr 2022 wurden gemäß dem Tarifabschluss die Entgelte für die Arbeitnehmer der deutschen Gesellschaften zum 01.05.2022 um 2,4 % erhöht. Am Standort in Ungarn ist - aufgrund der dauerhaft hohen Kapazitätsauslastung - eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden vereinbart und im Produktionsbereich wird im Drei- bzw. Vier-Schicht-Betrieb gearbeitet. Ungarn vermeldet für 2022 durchschnittliche Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 17%. Die Gustav Stabernack GmbH ist Gründungsmitglied des Fördervereins Bildung, Wissenschaft und Forschung. In diesem Verein haben sich Unternehmen aus der Region Vogelsberg zusammengeschlossen, um die Region für junge Menschen attraktiver zu machen und in Lauterbach einen Hochschulstandort (Lauterbach Steinbeis Center of Management and Technology) zu etablieren. In diesem Zusammenhang war im Jahre 2022 ein Bachelorabsolvent beschäftigt. Ein Absolvent des Masterstudiengangs konnte 2022 nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums in die Organisation Unternehmensgruppe integriert werden. Darüber hinaus wurde auch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region ausgeweitet. Ein Bachelorstudent wird an der Technischen Hochschule Mittelhessen ausgebildet. In Fulda wurde mit dem Fachbereich Informatik die Zusammenarbeit intensiviert. Diese Formen der Hochschulausbildung sind integraler Bestandteil unserer Strategie zur operativen Exzellenz, einer stetig lernenden und sich kontinuierlich verbessernden Organisation. Die Veränderung der Arbeitsplatzorganisation in den letzten Jahren hat auch in der Unternehmensgruppe zu einer Erhöhung von Remote-Arbeitsplätzen geführt. Dies wirkt sich positiv auf die Personalbeschaffung für entsprechende Funktionsbereiche aus. Der demographische Wandel ist da und wird das nächste Jahrzehnt mitbestimmen. Unsere Aktivitäten im Rahmen der klassischen Ausbildung setzen wir deshalb unvermindert fort. Das Finden von Bewerbern für die gewerblich-technischen Ausbildungsgänge wird eine große Herausforderung für die nächsten Jahre bleiben. Im Jahre 2022 war wieder die Teilnahme an Ausbildungsmessen und Schulveranstaltungen möglich. Durch diese Präsenz konnten auch wieder vermehrt Schülerpraktika angeboten werden, welche zahlreich von den Schülern angenommen wurden. Gerade für die klassischen Berufsbilder wie die des Packmitteltechnologen, Maschinen- und Anlagenführers und des Medientechnologen Druck ist der Kontakt über ein Praktikum der beste Weg zu einem späteren Ausbildungsplatz. Zudem sind wir wieder in die Ausbildung zum Fachinformatiker eingestiegen. Darüber hinaus findet das Recruiting von Auszubildenden weiterhin in den verschiedenen Social-Media-Kanälen seine Berechtigung. Das Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" wird erfolgreich weitergeführt. Wir binden unsere loyalen Mitarbeiter bei deren erfolgreichen Vermittlung eines Bewerbers in den Beschaffungsprozess mit ein und honorieren diese aktive Unterstützung. Es entsteht eine Win-Win-Win Situation für den Mitarbeiter, den Bewerber und uns als Unternehmen. II.5 Materialwirtschaft Der Trend der steigenden Preise aus dem Vorjahr 2021 setzte sich auch mit Beginn des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine weiter fort. Hatte man zu Beginn des Jahres noch mit stagnierenden oder fallenden Preisen gerechnet, so kam es durch den Kriegsausbruch zu weiteren Verknappungen und Turbulenzen am Rohstoffmarkt. Besonders betroffen waren davon die Energiepreise. Die Kostensteigerungen haben zu einer weiteren Verteuerung wesentlicher Rohstoffe in 2022 geführt. Die Preise an den Beschaffungsmärkten für den Hauptrohstoff Papier stiegen infolgedessen im 2. Quartal um weitere 10-15%. Ab dem 4. Quartal gaben die Preise wieder etwas nach und die Verfügbarkeit am Markt entspannte sich seit Sommer 2022 zusehends. Im Bereich "Frischfaserkarton" kam es zu weiteren Preisanstiegen zum Jahresbeginn und in der Jahresmitte im Bereich von 15-20%, welche bis zum Jahreswechsel auf diesem hohen Niveau verharrten. Auch beim Karton aus Recycling stiegen die Preise im Laufe des Jahres um 20-25%. Hinzu kamen weitere Energiekostenzuschläge in Höhe von 50 - 150 €/t. Durch die sinkenden Energiepreise sind auch die Preise für Recycling Karton zum Ende des Jahres bereits leicht gesunken. Auch alle anderen eingesetzten Rohstoffe wie Farben, Lacke, Leime, Paletten, etc. waren getrieben von weiteren Preiserhöhungen um bis zu 100%, welche sich zum Jahresende leicht verringerten. Auftretenden Lieferengpässen konnte frühzeitig durch Qualifizierung von Alternativlieferanten und - materialien entgegengewirkt werden. Die Frachtraten im Markt stiegen in 2022 kontinuierlich an. Der Frachtkostenindex der Verkehrsrundschau berichtet von einem Anstieg von 14% in 2022. Gründe dafür sind die Auswirkungen der hohen Energiepreise auf Diesel und AdBlue, Leasingraten für Zugmaschinen und Auflieger, sowie der generelle Fahrermangel. Eine sehr hohe Nachfrage führte fast das gesamte Jahr zu Engpässen auf dem Frachtmarkt. Durch Jahresverträge mit den Dienstleistern kam es bei STI zu keinen größeren Problemen. Die Energiekosten im Bereich Strom, Gas, Öl sind nach Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts massiv angestiegen und verharren zum Jahresende weiterhin auf hohem Niveau. II.6 Operative Excellenz Die strukturelle und organisatorische Änderung in 2021 hat sich im vergangenen Jahr als Erfolgsfaktor gezeigt. Die vorhandene Gliederung in OPEX und Managementsysteme hat weiterhin bestand. Die monatlichen Kommunikationsprozesse mit den Standorten, dem damit einhergehenden kontinuierlichen Berichtswesen zu GAE und Reklamationen und davon abgeleitete Maßnahmen führten zu messbaren Effizienzgewinnen in den Operations und einer erheblichen Reduzierung von Reklamationen und damit verbundenen Kosten. Für das Folgejahr wird das bereits im Jahr 2022 neu überarbeitete und gestarteten Format "GAE-Gespräch" mit einer vereinheitlichten Struktur fortgeführt. Die im Mittelpunkt stehende GAE-Kennzahl wird um die Leistungsreports, im Speziellen die Effizienzkennzahlen, erweitert und durch die monatlichen SOLL/IST-Abgleiche ergänzt. Je Prozessstufe sind durch die Standorte zwei bis maximal drei nachhaltige Handlungsfelder festgelegt, die sich mit dem Thema der Effizienzsteigerung beschäftigen. Aus dem CSR-Council heraus sind die Themenschwerpunkte "Energieeinsatz", "Abfallaufkommen" und "Arbeitsunfälle" mit in den turnusmäßigen Austausch aufgenommen worden. Durch das Nachschärfen der bestehenden Struktur versprechen wir uns eine kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und eine ständige Weiterentwicklung der Organisation. Abweichungen werden frühzeitig erkannt und Maßnahmen zum Gegensteuern eingeleitet. Alle Prozesse werden mit einer konsequenten Fokussierung auf den Kundenerfolg geleitet, gestaltet und implementiert. Dies bestätigen diverse erfolgreiche Zertifizierungs- und Kundenaudits im vergangenen Jahr. II.7 Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Akquisitionen in neue Beteiligungen getätigt. Die Konsolidierung der Gesellschaftsstrukturen innerhalb der Unternehmensgruppe wurde zum Großteil bereits in den Vorjahren abgeschlossen. II.8 Besondere Ereignisse, Messen und Vertrieb Marketing und Vertrieb Die im Frühjahr 2022 durchgeführte Kundenbefragung diente als Startpunkt für eine Repositionierung der Unternehmensgruppe in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Pionier der Verpackungsindustrie. Der Fokus der Marketing-Aktivitäten lag darauf, die Positionierung unserer Unternehmen als Verpackungsanbieter am Markt zu schärfen. Mit umfangreichen Werks-Workshops an allen deutschen Standorten sowie zahlreichen Vertriebstrainings wurde hierfür die Basis gelegt. In der Außendarstellung unterstützten ein Verpackungsworkshop in Greven, ein Kundenevent rund um nachhaltige Verpackungslösungen in Lauterbach sowie unser Messeauftritt auf der Plastic Waste Free World in Köln diese Zielsetzung. Ergänzt wurde dies durch Keynote-Präsentationen auf der Eurocis in Köln, der Future Print Summit in Genf, der FachPack in Nürnberg sowie auf den virtuellen Verpackungstagen des Deutschen Fachverlags. Die physischen Formate und Kundenworkshops wurden auch in 2022 durch Webcasts und Online- Führungen ergänzt. In Summe konnten so über 1.500 Kontakte bei Kauf- und Zielkunden erreicht werden. Mit der Einführung der Sustainability Scorecard haben wir ein Tool geschaffen, um eine Vergleichbarkeit verschiedener Verpackungsalternativen unter Nachhaltigkeitsaspekten zu ermöglichen und dazu ein passendes Whitepaper eröffnet, das uns gleichzeitig in der Kundenakquise unterstützt. In unserem wichtigsten Kommunikationskanal, LinkedIn, konnten wir unsere Reichweite deutlich ausbauen und mit unseren Posts eine Reichweite von über 500.000 Kontakten erzielen. Eine erweiterte Schulung unserer Vertriebsteams sowie der Ausbau der Posting-Aktivitäten über die Company-Seiten der Gesellschaften und von InContrast tragen zu einer positiven Wahrnehmung der Unternehmensgruppe bei. Auszeichnungen In 2022 war die Unternehmensgruppe mit 16 Produkten bei Awards in UK, Frankreich, Deutschland und Ungarn erfolgreich. Positionierung in der Kommunikation Im Fokus der Kommunikationsmaßnahmen 2022 stand die Unterstützung der strategischen Positionierung als "Pioneers in Packaging", d.h. der Gruppe als innovativer und nachhaltiger Verpackungsanbieter. Durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen wurde das Unternehmensimage intern und extern weiter im Sinne dieser strategischen Ausrichtung gestärkt. Darüber hinaus wurde das 2021 entwickelte Corporate Design im Laufe des Jahres 2022 an vielen Stellen realisiert und für die internen und externen Stakeholder erlebbar. In der externen Kommunikation setzte die Unternehmensgruppe verstärkt auf Verpackungs- und Nachhaltigkeitsthemen. Nachhaltige Innovationen wie der Einsatz eines Barrierelackes, welcher die Plastik-Beschichtung von faserbasierten Verpackungen ersetzen kann, wurden über die Fachmedien erfolgreich kommuniziert. Die Berichterstattung im Bereich Corporate Social Responsibility wurde auf ein noch professionelleres Level gehoben. Mit dem im Frühjahr erschienenen CSR-Bericht 2022 startete eine neue Ära der Nachhaltigkeitskommunikation im Unternehmen. In der internen Kommunikation spielte die Positionierung als Familienunternehmen eine wichtige Rolle. Die Rückbesinnung auf den Aspekt des Pioniertums als Teil der Unternehmens-DNA, soziales Engagement im Rahmen des Vereins Home for Kids e.V. sowie der Wilhelm-Stabernack-Stiftung oder der Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge sowie die Beteiligung an der Langenscheidt-Publikation "Aus bester Familie" stehen für die hohe Wertschätzung, die dem Thema Familienunternehmen entgegengebracht wird. Neben der strategischen Positionierung des Unternehmens war das Jahr 2022 auch in der Kommunikation vom Angriffskrieg in der Ukraine, massiven Energie- und Materialpreiserhöhungen und gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen geprägt. Diese Situation bestimmte häufig den internen sowie externen Kommunikationsbedarf. Extern - bspw. in der direkten Kommunikation mit Kunden - wurden aktuelle Themen transparent dargestellt und deren Auswirkungen auf den Markt und das Unternehmen offen kommuniziert. Intern wurde die Belegschaft regelmäßig mit Updates zur Situation im Unternehmen und zu den wirtschaftlichen Entwicklungen in Bezug auf die Gesellschaften informiert. Zum Jahresende war die Geschäftsführung an allen Werksstandorten für die Mitarbeiter*innen bei sogenannten Dialog-Veranstaltungen persönlich präsent, erläuterten die Vorgänge des vergangenen Jahres und die Pläne für die Zukunft. Ausblick III.1 Künftige Entwicklungen und Chancen Der Start in das neue Geschäftsjahr 2023 verlief durchaus vielversprechend, wir konnten für die ersten vier Monate ein EBT über Plan und über Vorjahr erzielen. Die Auftragseingänge der ersten 17 Wochen des Jahres liegen unter unseren Planwerten, und leicht unter Vorjahresniveau. Die gebremsten Auftragseingänge haben in manchen Bereichen der Unternehmensgruppe zu einer Unterauslastung geführt und wir mussten Kapazitätsanpassungen durch Stundenabbau und Kurzarbeit gezielt ausgleichen. Wir rechnen bis zur Jahresmitte wieder mit einer Belebung der Bestellaktivitäten unserer Kunden und mit einer Normalisierung in unseren Produktionsstätten. Die Erreichung unserer Ziele ist u.a. stark davon abhängig, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung bei unseren Kunden im Jahr 2023 fortsetzt und inwieweit wir in der Lage sind, die erwarteten Personal-, Rohstoff- und Logistikkostensteigerungen über eine Anpassung der Verkaufspreise an den Markt weiterzugeben. Weiterhin ist festzustellen, dass der Markt nach wie vor durch eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet ist, welche auf einen branchenspezifischen Angebotsüberhang zurückzuführen ist. Auch im Jahr 2023 wollen wir die konsequente Ausrichtung des Konzerns an den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden fortsetzen. Der Zweck unserer Unternehmensgruppe besteht darin, unsere Kunden erfolgreicher zu machen und gemeinsam mit Ihnen spezifische Lösungen für individuelle Problemstellungen bzw. Bedürfnisse zu erarbeiten. Um dieses Werteversprechen erfüllen zu können, richten wir sämtliche Prozesse im Unternehmen konsequent an den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und Märkte aus. Das kontinuierliche Wachstum des Faltschachtelmarktes und die Positionierung der Unternehmensgruppe hat dazu geführt, dass das Werk in Tschechien zu einem weiteren Faltschachtelstandort für die Unternehmensgruppe ausgebaut wird. Opportunitäten am Markt haben es ermöglicht, dass wir die dafür notwendige maschinelle Ausstattung zügig erwerben konnten. Wir planen den Fertigungsbereich bis zum Jahresende vollständig in Produktion zu nehmen. Durch diese weitreichenden Maßnahmen innerhalb unserer Unternehmensgruppe sehen wir uns gut gerüstet, um den vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und erwarten hieraus für die kommenden Jahre weitere positive Effekte. III.2 Risiken Die Unternehmensgruppe verfügt über ein integriertes Risikomanagementsystem, welches gewährleistet, dass vertretbare Risiken aktiv gesteuert und unangemessene Risiken vermieden werden. Weitere Maßnahmen sind darüber hinaus u.a. in Form von monatlichen "Plant Reviews" implementiert, welche eine schnelle und übergreifende Identifikation von Risiken gewährleisten. Die identifizierten Risiken werden gemäß den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Bezüglich der operativen und übergreifenden Risikosteuerung wurden klare Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen definiert, die eine Risikosteuerung im Einklang mit der Gesamtunternehmensstrategie sicherstellen sollen. Das Risikomanagementsystem der Unternehmensgruppe wird durch einen Prozess für die Risikokontrolle, Abgleich der tatsächlichen Risikosituation mit dem bewerteten Risiko und durch eine Risikokommunikation, rechtzeitige Weiterleitung von relevanten Informationen an die Verantwortlichen, flankiert. Auch im Geschäftsjahr 2022 haben wir einen signifikanten Anteil des Umsatzes mit unseren TOP 10-Accounts erwirtschaftet. Der Verlust eines dieser Kunden hätte maßgebliche negative Auswirkungen auf unsere Beschäftigungs- und Ergebnissituation zur Folge. Als Unternehmensgruppe des produzierenden Gewerbes sind wir in hohem Maße von den Rohstoffmärkten und deren Entwicklungen abhängig, da wir als nicht-integriertes Unternehmen keinen direkten Zugang zu den benötigten Rohstoffen haben. Auf Grund der aktuellen Entwicklung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr zunächst keine weiteren Kostensteigerungen bei den von uns eingesetzten Materialien. Die operative und strategische Steuerung der Unternehmensgruppe ist maßgeblich von einer leistungsfähigen und stabilen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die Aufrechterhaltung und stetige Weiterentwicklung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter, der Partnerschaft mit leistungsstarken Dienstleistern, Wartungsverträgen für die eingesetzten Hard- und Software sowie verschiedener technologischer Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Dabei setzte die Unternehmensgruppe zuvor begonnene Investitionen in die informationstechnologischen Grundlagen (Programm "IT Foundations") 2022 konsequent fort. Die Umstellung des unternehmensübergreifenden IT-Netzwerk (WAN - Wide-Area-Network) auf eine hybride Topologie, insbesondere zur weiteren Förderung des mobilen Arbeitens, wurde abgeschlossen. Auf dieser Basis wurde die Einführung von Microsoft 365 Plattform als zentrale Kommunikations- und Kollaborationsplattform des Unternehmens (UCC - Unified Collaboration und Communication) konsequent fortgesetzt. Den geänderten, mobilen Arbeitsweisen trägt auch die Erneuerung der Arbeitsplatzrechner Rechnung, bei der bisherige Standrechner konsequent durch Notebooks ersetzt wurden. Nach Lieferverzögerung der Hardware konnte dieser Austausch im ersten Halbjahr 2022 trotz anhaltender Corona-Pandemie erfolgreich abgeschlossen werden. Die Lieferengpässe in der Halbleiterindustrie sorgten auch dafür, dass die Erneuerung der unternehmenseigenen Rechenzentren (in der Zentrale der Unternehmensgruppe in Lauterbach sowie den nationalen und internationalen Produktionsstandorten) 2022 nicht vollständig umgesetzt werden konnte; wir erwarten einen Abschluss der Maßnahme im ersten Halbjahr 2023. Ebenso wird die geplante Modernisierung der IT-Netzwerke an den Standorten, die zu deutlich mehr Transparenz und einem höheren Sicherheitsniveau führt, erst im Jahr 2023 umgesetzt werden können. Die betrieblichen Anwendungssysteme (Business Solutions) wurden 2022 kontinuierlich verbessert und durch diese unterstützte Geschäftsprozesse stabilisiert und verschlankt. Hierbei kommen u.a. die Möglichkeiten zur Anwendung, die uns die neue UCC Plattform bietet. Im kommenden Jahr wird dieses Process Re-Engineering konsequent fortgesetzt und um neue betriebliche Anwendungssysteme, etwa im Bereich der Planung, ergänzt. Die digitale Anbindung unserer Kunden wurde speziell durch ein interdisziplinäres "Customer Integration" Team gefördert - erste Kundenprojekte konnten bereits erfolgreich in 2022 realisiert werden. Dieser Ansatz wird 2023 konsequent weiterfolgt und es werden weitere Kunden prozessual angebunden. Ebenso werden die Lieferantenprozesse weiter digitalisiert, so etwa der Rechnungseingangsprozess weitgehend automatisiert. Zur Verhinderung teilweiser Produktionsausfälle in unseren Werken verfügen wir über entsprechende Redundanzen für unsere wesentlichen Produktionsanlagen und Prozesse. Aufgrund einer weitgehend einheitlichen Infrastruktur sowie harmonisierten Prozessen sind wir in der Lage, Aufträge schnell zwischen den einzelnen Werken zu verlagern. Hierdurch ist es uns möglich, flexibel auf Auslastungsspitzen oder Ausfälle zu reagieren. Darüber hinaus können auch externe Bezugsquellen in Anspruch genommen werden. Für die Unternehmensgruppe ergeben sich keine nennenswerten Umweltrisiken, da die eingesetzten Rohstoffe keine - nicht vermeidbaren - Umweltgefahren mit sich bringen. Seit Jahren rücken wir die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in das Zentrum unseres unternehmerischen Handelns. Bereits in 2016 haben wir die Einführung der DIN-ISO-Norm 50001 erfolgreich durch eine Zertifizierung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2023 werden wir im Bereich Energiemanagement mit Energieteams an den Produktionsstandorten in Lauterbach, Alsfeld, Neutraubling und Kecskemét weiter an der Reduktion des Energieeinsatzes arbeiten. Aktuell liegt der Fokus auf der Umsetzung des Gasreduktionsplans und dem Ausbau der Energieträgerunabhängigkeit. Dazu werden Photovoltaikkapazitäten geschaffen und Heizungssysteme sowie Dampferzeugungsanlagen überprüft und dort wo es opportun erscheint umgerüstet. Zusätzlich haben wir das Ziel unseren Energiebedarf, bezogen auf den Materialeinsatz, kontinuierlich weiterhin zu senken. Personal- und Finanzierungsrisiken sind zum jetzigen Zeitpunkt weder absehbar noch zu erwarten. Darüber hinaus sind wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, d. h. wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale, die über die allgemeinen konjunkturellen und branchenimmanenten Risiken hinausgehen, derzeit nicht zu erkennen. Materielle Bestandsrisiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Dem Risiko gegen Ausfälle aus Kundenforderungen wird durch das straff organisierte Mahnwesen der Konzerngesellschaften begegnet. Das Forderungsmanagement ist organisatorisch auf die frühzeitige Erkennung und die Risikobegrenzung von kritischen Kunden ausgelegt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen möglichst unter Abzug von Skonto gezahlt. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt über den im Abschnitt II.3 erwähnten neuen Konsortialvertrag. Im Rahmen dieser Finanzierung ist eine flexible Bereitstellung von Fremdmitteln zu wettbewerbsfähigen Konditionen sichergestellt. Der Konsortialdarlehensvertrag sieht die vertragliche Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen vor, deren Einhaltung quartalsweise durch die Unternehmensgruppe nachzuweisen ist. Bei Nichteinhaltung stehen den Kreditinstituten Sonderkündigungsrechte zu. Entsprechend unserer Planung ist ein Verstoß nicht zu erwarten. III.3 Prognosen Die deutsche Wirtschaft hat die befürchtete Rezession scheinbar gerade noch einmal abgewendet, so die aktuelle Ansicht der "Wirtschaftsweisen". Wurde in der letzten Konjunkturprognose noch von einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung 2023 um 0,2% ausgegangen, wird dieser Wert nunmehr als Wachstumswert angesehen. Die Lage bleibt insgesamt sehr angespannt. Viel wird davon abhängen, wie die Energieversorgung in 2023 fortschreiten wird und wie es uns gelingt, die Abhängigkeiten von Russland adäquat zu reduzieren. Weitere Themen wie Tarifpolitik, inflationsbedingte Kaufkraftverluste, schlechtere Finanzierungsbedingungen oder Entwicklung der Auslandsnachfrage machen Zukunftsprognosen nicht leichter. Die Planung der Unternehmensgruppe für das laufende Geschäftsjahr geht von einer Umsatzgröße von knapp 315 Mio. € bei einem geplanten EBT i.H.v. 3,3 Mio. € aus. Nach den ersten 17 Wochen des Geschäftsjahres 2023 liegen die Auftragseingänge gruppenweit unter den Planwerten und leicht unterhalb des Vorjahreswertes. Demgegenüber liegt das erreichte EBT Januar bis April 2023 über Plan und über Vorjahr. Durch die unter Plan liegenden Auftragseingänge ergeben sich in manchen Bereichen Unterauslastungen, die wir durch den Einsatz von Stundenabbau und Kurzarbeit überbrücken. Bis Mitte des Jahres rechnen wir wieder mit einer Normalisierung der Nachfrageentwicklung und somit auch eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung in allen Produktionswerken. Seit Jahren bestätigt sich der Trend, dass der Anteil des Produktsegments Display am Gesamtumsatz rückläufig ist. Daher haben wir bereits 2019 erste Maßnahmen ergriffen, die dieser Veränderung Rechnung getragen haben. Der bisherige Höhepunkt dabei war die Schließung unseres Produktionsstandorts in Grebenhain. Im laufenden Geschäftsjahr werden wir das Produktportfolio unseres Standorts in Tschechien verändern und neben der Displayendfertigung um eine Faltschachtelproduktionslinie erweitern. Dies eröffnet uns neue Möglichkeiten, im wachstumsstärkeren Faltschachtelmarkt weitere Aufträge zu generieren. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von Investitionen in Höhe von gruppenweit 13 Mio. € aus. Auf der Beschaffungsseite erwarten wir für 2023 aufgrund der sinkenden Nachfrage, bedingt durch die hohen Inflationsraten in Europa, sinkende Preise. Dies gilt insbesondere für sämtliche Papiersorten und Karton aus Recyclingmaterial. Bei Frischfaserkarton rechnen wir, zumindest für das erste Halbjahr, weiterhin mit Preisen auf hohem Niveau. Die Verfügbarkeit wird sich jedoch gegenüber 2022 bereits ab dem ersten Quartal wesentlich verbessern. Eine gewisse Unsicherheit verbleibt jedoch weiterhin aufgrund der Situation in Russland und der Ukraine und der Entwicklung auf den derzeit weiterhin volatilen Energiemärkten.
Lauterbach, 9. Mai 2023 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gustav Stabernack GmbH, Lauterbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Gustav Stabernack GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gustav Stabernack GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 9. August 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Marco Brokemper, Wirtschaftsprüfer Philipp Jarzina, Wirtschaftsprüfer |
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