AIP GmbH & Co. KG

87490 Haldenwang, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRA 8463
Vorher
MAHA Automotive Industry Products GmbH & Co. KGMAHA - AIP GmbH & Co. KG
Eingetragen
6.12.2005

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

2 von 3 angezeigt

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AIP GmbH & Co. KG

Haldenwang

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AIP GmbH & Co. KG, Haldenwang

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AIP GmbH & Co. KG, Haldenwang, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AIP GmbH & Co. KG, Haldenwang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, 25. Juni 2024

DORNBACH GmbH
NIEDERLASSUNG SAARBRÜCKEN
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesselschaft

Koch, Wirtschaftsprüfer

Westenburger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 729.126,00 966.421,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
729.126,50 966.421,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.778.435,94 12.144.976,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 850.648,50 444.088,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.680.892,50 1.742.585,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.121,55 393.071,77
14.403.098,49 14.724.722,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 477.573,98 477.573,98
2. Beteiligungen 295.068,92 295.068,92
772.642,90 772.642,90
15.904.867,89 16.463.787,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.062.853,01 8.329.646,10
2. Unfertige Leistungen 38.517.272,05 44.450.353,41
3. Fertige Erzeugnisse 3.370.617,01 1.855.474,64
4. Geleistete Anzahlungen 2.735.834,20 2.288.089,26
5. Erhaltene Anzahlungen -41.887.889,06 -45.842.212,67
10.798.687,21 11.081.350,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.312.737,03 4.152.309,14
2. Forderungen gegen Gesellschafter 386.189,33 643.643,25
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 175.071,00 240.281,74
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 156.375,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 352.727,67 904.681,17
11.226.725,03 6.097.290,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.334.415,86 9.631.448,67
35.359.828,10 26.810.089,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268.760,57 215.265,11
51.533.456,56 43.489.141,93

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile 8.339.275,87 8.339.275,87
II. Rücklagen 12.600.000,00 12.600.000,00
20.939.275,87 20.939.275,87
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.445.071,41 3.071.363,06
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5.350.101,32
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.654.151,01 1.914,05
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.759.035,24 2.206.203,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.050.939,63 9.530.365,43
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88.459,27 378.854,50
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.584.038,13 1.996.967,15
davon aus Steuern: EUR 1.515.986,34 (Vorjahr: EUR 1.887.189,63)
26.136.623,28 19.464.406,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.486,00 14.097,00
51.533.456,56 43.489.141,93

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 73.655.940,10 47.411.739,11
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -4.674.628,51 8.241.120,10
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 129.750,98 166.278,74
4. Sonstige betriebliche Erträge 362.104,81 368.753,87
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 114,42 (Vorjahr: EUR 4.354,08)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.271.194,32 27.289.237,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.578.409,54 4.923.700,50
38.849.603,86 32.212.938,28
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.663.281,32 13.016.069,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.042.960,23 2.660.254,23
davon für Altersversorgung: EUR 4.196,24 (Vorjahr: EUR 4.427,64)
18.706.241,55 15.676.324,17
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.487.630,67 1.531.212,04
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.220.361,04 5.466.361,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Erträge aus Beteiligungen 3.052.902,44 421.010,41
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.103,09 7.180,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 784.790,07 345.752,02
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 394.290,00 -51.940,81
13. Ergebnis nach Steuern 5.118.255,72 1.435.435,38
14. Sonstige Steuern 22.753,93 28.534,32
15. Jahresüberschuss 5.095.501,79 1.406.901,06
16. Gutschrift auf Gesellschafterkonten -5.095.501,79 -1.406.901,06
17. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Firma lautet "AIP GmbH & Co. KG". Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haldenwang und ist im Registergericht beim Amtsgericht Kempten unter HRA 8463 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften §§ 266 ff. HGB. Die besonderen Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Personenhandelsgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. § 264a HGB auf.

Die Bilanz wird unter vollständiger Ergebnisverwendung erstellt.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.

Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going-concern).

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv und linear über einen Zeitraum von drei bis dreiunddreißig Jahren vorgenommen. Bei Sachanlagen, die degressiv abgeschrieben werden, erfolgt der Wechsel auf die lineare Methode zu dem Zeitpunkt, zu dem die linearen Abschreibungsbeträge die degressiven überschreiten.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 250,00 werden handelsrechtlich in Anlehnung an die steuerrechtlichen Regelungen gemäß § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a Satz 1 bis 3 EStG als Sammelposten ausgewiesen und dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht.

Leih- und Vorführgeräte werden zu Herstellungskosten aktiviert und über die Laufzeit von vier Jahren abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des gleitenden Durchschnittspreises einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen für Überreichweiten in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Für Hilfs- und Betriebsstoffe wurde ein Festwert gebildet.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Abschreibungen sowie der sonstigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit wurden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen.

5. Geleistete Anzahlungen

Die geleisteten Anzahlungen auf das Vorratsvermögen sind zum Nominalbetrag ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

6. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nominalwert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Sie werden offen von den Vorräten abgesetzt.

7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten aktiviert. Zweifelhafte Forderungen sind nicht existent. Demnach sind keine Einzelwertberichtigungen erforderlich. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Vorauszahlung der Dachpacht für den Betrieb einer Photovoltaikanlage wird linear auf die Dauer von 20 Jahren verteilt.

10. Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs, unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips, bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zwingend mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen).

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird mit einem Erinnerungswert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

2. Finanzanlagen

Der Posten betrifft die Beteiligungen an der PA-Systems GmbH & Co. KG (vormals MAHA-PA GmbH & Co. KG), Karlsruhe, mit TEUR 289, der PA-Systems Verwaltungs GmbH (vormals MAHA-PA Verwaltungs-GmbH), Karlsruhe, mit TEUR 7 und der AIP automotive China Co., Ltd., Shanghai, mit TEUR 477.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Gesellschafter resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

4. Flüssige Mittel

Die Position besteht im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

5. Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei nachstehend aufgeführten Bilanzposten:

Bemessungsgrundlage für latente Steueransprüche 31.12.2023 Bemessungsgrundlage für latente Steuerschulden 31.12.2023
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.842 0
Sonstige Rückstellungen 217 0
Zwischensumme 15.059 0
Saldierungen O 0
Steuerlatenz nach Saldierung 15.059 0

Der sich ergebende Aktivüberhang wird nicht aktiviert. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 12,25 %.

6. Kapitalanteile

Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen unverändert TEUR 8.339.

7. Rücklagen

Das Jahresergebnis des Berichtsjahres wurde den Verrechnungskonten der Gesellschafter gutgeschrieben. Die Rücklagen betragen TEUR 12.600.

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

TEUR
Mitarbeiteransprüche 989
Gewährleistung 1.156
Erfüllungsrückstand 725
Sonstige 1.575
4.445

9. Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten O 0 O 0
(Vorjahr) (5.350) (2.155) (3.195) (o)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.654 12.654 0 0
(Vorjahr) (2) (2) (0) (o)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.759 1.759 O 0
(Vorjahr) (2.206) (2.206) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.051 6.051 0 0
(Vorjahr) (9.530) (9.530) (o) o
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 89 89 0 0
(Vorjahr) (379) (379) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.584 5.584 0 0
(Vorjahr) (1.997) (1.997) (0) (o)
Summe 26.137 26.137 0 0
(Vorjahr) (19.464) (16.270) (3.195) (0)

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 17 solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.516 1.887
Übrige sonstige Verbindlichkeiten (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 4.080 124
5.596 2.011

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse 2023 teilen sich auf die einzelnen Regionen wie folgt auf:

Mio. EUR %
Inland 41,8 57
EU 7,6 10
Sonstiges Drittland 24,3 33
73,7 100

Die Gesellschaft erwirtschaftet ausschließlich Umsätze aus dem Sondermaschinenbau.

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 146) ausgewiesen.

3. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4) und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

4. Verbundene Unternehmen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 76) verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 256 (Vorjahr: 235). Hiervon entfallen 109 auf die Gruppe der Arbeiter und 129 auf die Gruppe der Angestellten.

2. Gesellschaftsorgan

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung, der

AIP Verwaltungsgesellschaft mbH, Haldenwang,

wahrgenommen.

Die Geschäftsführung der Komplementärin setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Herr Christian Hartmann, Dipl.-Ingenieur (FH), MBA, Altusried

Herr Steffen Herter, Augsburg

Herr Benedikt Grob, Kaufbeuren

Die Komplementärin erhält eine jährliche Haftungsvergütung in Höhe von EUR 1.500,00.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
Name, Sitz % TEUR TEUR
PA-Systems GmbH & Co. KG, Karlsruhe 26,00 * 1.110 * 1.705
PA-Systems Verwaltungs GmbH, Karlsruhe 26,00 * 39 * 13
AIP automotive China Co., Ltd., Shanghai 100,00 * 2.100 * 756

* Es werden die Werte des letzten vorliegenden Jahresabschlusses zum 31.12.2023 angegeben.

4. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die AIP Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Haldenwang. Das gezeichnete Kapital dieser Gesellschaft beträgt TEUR 25.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 767.

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge 291 476 0

Mit Abschluss des Konsortialkreditvertrags vom 22. August 2023 hat die AIP gegenüber der APL Landau GmbH aus Finanzierungsaspekten eine Garantieverpflichtung mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 267 Mio. abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist gering.

6. Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da diese Angaben für alle Konzernunternehmen im Konzernabschluss gemacht werden.

7. Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die AIP GmbH & Co. KG, Haldenwang, wird in den von der APL Automobil-Prüftechnik Landau GmbH, Landau, aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung mit einbezogen. Der Konzernabschluss bildet zugleich den kleinsten und größten Konsolidierungskreis und wird im Unternehmensregister offengelegt.

 

Haldenwang, 25. Juni 2024

AIP GmbH & Co. KG vertreten durch

AIP Verwaltungsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Benedikt Grob

Christian Hartmann

Steffen Herter

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.584.909,19 87.116,49 0,00 0,00 4.672.025,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.700.000,00 0,00 0,00 0,00 3.700.000,00
8.284.909,19 87.116,49 0,00 0,00 8.372.025,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.047.079,21 95.000,00 19.496,00 0,00 16.122.583,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.005.839,08 77.328,80 0,00 403.100,47 1.486.268,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.514.321,22 587.868,91 16.872,38 0,00 6.085.317,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 393.071,77 103.150,25 0,00 -403.100,47 93.121,55
22.960.311,28 863.347,96 36.368,38 0,00 23.787.290,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 477.573,98 0,00 0,00 0,00 477.573,98
2. Beteiligungen 295.068,92 0,00 0,00 0,00 295.068,92
772.642,90 0,00 0,00 0,00 772.642,90
32.017.863,37 950.464,45 36.368,38 0,00 32.931.959,44
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.618.488,19 324.411,49 0,00 3.942.899,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.699.999,50 0,00 0,00 3.699.999,50
7.318.487,69 324.411,49 0,00 7.642.899,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.902.102,27 442.045,00 0,00 4.344.147,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 561.750,58 73.869,27 0,00 635.619,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.771.735,72 647.304,91 14.615,38 4.404.425,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.235.588,57 1.163.219,18 14.615,38 9.384.192,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
15.554.076,26 1.487.630,67 14.615,38 17.027.091,55
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 729.126,00 966.421,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
729.126,50 966.421,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.778.435,94 12.144.976,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 850.648,50 444.088,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.680.892,50 1.742.585,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.121,55 393.071,77
14.403.098,49 14.724.722,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 477.573,98 477.573,98
2. Beteiligungen 295.068,92 295.068,92
772.642,90 772.642,90
15.904.867,89 16.463.787,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die AIP GmbH & Co. KG ("AIP") ist seit Anfang 2006 ein eigenständiges Unternehmen, welches innerhalb der MAHA Maschinenbau Haldenwang Gruppe ("MAHA") errichtet wurde. Seit 4. März 2017 ist die AIP mehrheitlich Tochterunternehmen der APL Automobil-Prüftechnik Landau GmbH ("APL") und damit Teil der APL-Gruppe. Zum 31. Dezember 2023 hat die APL ihren Anteil an der AIP auf 100% erhöht.

AIP plant und fertigt spezielle Prüfstandstechnik und Messgeräte für die Entwicklungszentren namhafter Fahrzeughersteller (OEM), staatliche Zertifizierungs- und Zulassungsbehörden sowie Entwicklungsdienstleister und die Zulieferindustrie im In- und Ausland.

Zur Abrundung der Produktpalette bietet AIP seinen Kunden weltweit einen After Sales Service mit entsprechenden Serviceprodukten in hoher Qualität an.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist zwar - angesichts der bekannten Umstände - vergleichsweise gut in das Jahr 2023 gestartet, hat dann aber im Laufe des Jahres deutlich an Schwung verloren. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen.

Auch die Inflation sinkt in fast allen Weltregionen nur langsam von sehr hohem Niveau. Der durch sie erzeugte Kaufkraftentzug wird jedoch zunehmend durch Lohnzuwächse kompensiert. Im Allgemeinen ist davon auszugehen, dass die Inflation in 2024 weiter sinken wird.

Internationale Organisationen wie der Internationalen Währungsfonds IWF oder die OECD bestätigen die Trends, dass sich die Weltwirtschaft verlangsamt, aber gleichzeitig die Inflation gegenüber dem Hochpunkt des letzten Jahres zurückgeht. Der IWF erwartet, dass sich das Wachstum des Welthandels nach 5,1% im Jahr 2022 und 3,1% in 2023 (derzeitige Schätzung) in den Jahren 2024 und 2025 bei 3,1% resp. 3,2% stabilisiert. Damit läge des Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 - 2019 von 4,9%.

Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen. Darüber hinaus haben die nach der Pandemie eingetretene Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die erhöhte Unsicherheit über die künftige geoökonomische Lage zu einer Investitionszurückhaltung geführt.

Gerade in Deutschland, aber auch in anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften nehmen zudem die demografischen Herausforderungen zu, die zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung führen.

Im Moment sind es vor allem die geopolitischen Schauplätze, die einen mittel- und langfristigen Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung haben werden. Neben dem Krieg in der Ukraine ist hier vor allem der Konflikt im Gaza-Streifen zu nennen, sowie die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer. Letztere haben bereits heute konkreten Einfluss auf den internationalen Handel, wenn auch noch im überschaubaren Bereich.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Bereich Testausrüstung im Automobilbereich liegen aus Sicht der AIP die Investitionsschwerpunkte der Industrie derzeit im Bereich der Prüfung von E-Fahrzeugen und deren Komponenten, sowie generell im Bereich EMV. Während im Verlauf des Jahres 2023 noch große Projekte verhandelt und schließlich vergeben wurden, ist inzwischen eine zunehmende Zurückhaltung der OEMs wahrzunehmen, die sich in Projektverschiebungen und erhöhter Preissensitivität der OEMs bzw. sonstigen Kunden widerspiegelt.

Ein wesentliches Ereignis im Jahr 2023 war die Einigung von Ministerrat, EU-Kommission und EU-Parlament auf die Details der neuen Euro-7 Abgasnorm im Dezember. Entgegen vorherigen Entwürfen enthält diese keine wesentlichen Verschärfungen der Abgasgrenzwerte für PKW. Dies hat insofern negative Auswirkungen auf die AIP, als dass unsere Kunden im Wesentlichen mit der Messtechnik, die bereits für die Euro-6 Messungen im Einsatz ist, weiterarbeiten können. Hierdurch entfällt weitgehend das im Kontext von Euro-7 erwartete Neugeschäft mit Messausrüstung. Teilweise bereits in Vorleistung von der AIP erbrachte Entwicklungsleistungen, beispielsweise für ein Euro-7 taugliches PEMS-Gerät, werden daher nicht im geplanten Umfang in Projekten genutzt werden. Chancen für die AIP ergeben sich potenziell aus den mit der Euro-7-Norm etablierten Feinstaubgrenzwerten, die auch für Bremsen und Reifen gelten. Um hierzu Marktchancen zu nutzen, bietet die AIP in Partnerschaft mit ZF Test Systems entsprechende Prüfstände an.

2.3 Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Betriebsleistung und Ergebnis) wie folgt entwickelt:

Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen mit EUR 73,7 Mio. (VJ: EUR 47,4 Mio.) deutlich über dem Vorjahr. Die realisierte Betriebsleistung ist um rd. EUR 13,3 Mio. auf EUR 69,1 Mio. gestiegen und liegt damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr. Das Jahresergebnis hat sich von TEUR 1.407 um TEUR 3.689 auf TEUR 5.096 verändert, entsprechend einem Ergebnis vor Steuern von EUR 5,5 Mio. (VJ: EUR 1,4 Mio.).

Darüber hinaus werden als weitere bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens die Finanzkennzahlen laut Konsortialkreditvertrag (Covenants) herangezogen.

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

Die Personalkosten liegen im Berichtsjahr mit EUR 18,7 Mio. um EUR 3,0 Mio. über dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand der AIP liegt mit EUR 143,7 Mio. zum Geschäftsjahresende rund EUR 25,2 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert. Sowohl Umsatz als auch Betriebsleistung, Ergebnis vor und nach Steuern liegen über der Planung für das Geschäftsjahr.

2.4.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Vorfinanzierung der Aufträge ist bis dato überwiegend durch Anzahlungen sichergestellt. AIP nimmt hierzu Avale von Kreditinstituten in Anspruch, welche in der Regel bis zum Projektende bestehen bleiben und mit erfolgreicher Endabnahme zurückgegeben werden.

Investitionen

Es wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von EUR 0,9 Mio. getätigt, die aus eigenen Mitteln finanziert wurden. Der Fuhrpark wird über Leasing finanziert.

Liquidität

Zum Berichtsstichtag stehen der AIP liquide Mittel von EUR 13,3 Mio. (VJ: EUR 9,6 Mio.) zur Verfügung. Aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel und der freien Linien können wir die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als jederzeit gesichert ansehen.

2.4.3 Vermögenslage

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird zu 74,1% (VJ: 73,8%) durch Grundstücke und Bauten geprägt, auf die ein Buchwert von EUR 11,8 Mio. (VJ: EUR 12,1 Mio.) entfällt.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist stark durch die erhaltenen Anzahlungen geprägt, die zum Bilanzstichtag EUR 41,9 Mio. betragen. Daher haben die Vorräte am gesamten Umlaufvermögen von EUR 35,4 Mio. rechnerisch einen Anteil von 30,5% (VJ: 41,3%). Dementsprechend setzt sich das Umlaufvermögen im Wesentlichen zu 37,7% (VJ: 35,9%) aus flüssigen Mitteln und zu 31,8% (VJ: 22,7%) aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 40,6% (VJ: 48,1%).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in 2023 zurückgezahlt, zum Bilanzstichtag bestehen daher keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mehr (VJ: EUR 5,4 Mio.).

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Die Prognose des Vorjahres für 2023 wurde weitgehend erreicht oder übertroffen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz unterhalb des Niveaus von 2023. Dies ergibt sich - trotz des insgesamt sehr hohen Auftragsbestands - aus der spezifischen Terminierung von Projekten, insbesondere werden einige große Projekte erst ab 2025 umsatzwirksam. Bei Betriebsleistung und Rohertrag erwarten wir ein Ergebnis auf oder über dem Niveau von 2023. Das Jahresergebnis erwarten wir positiv, jedoch unter dem Niveau von 2023.

Selbstverständlich werden unsere Planungen durch Forecast-Rechnungen ständig aktualisiert. Generell möchten wir darauf hinweisen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen können.

Unsere Investitionen sollen das Unternehmen weiter ergänzen und zukunftsfähig halten. Eine wesentliche Investition ist eine Erweiterung des Standorts in Haldenwang um eine weitere Produktionshalle mit ca. 3.000 qm sowie Büroarbeitsplätzen für ca. 50 Mitarbeiter. Hierfür wurde bereits eine Genehmigungsplanung erstellt, eine Umsetzung wird - abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung - im Laufe des Jahres 2025 angestrebt.

3.2 Risikobericht

Das von der Geschäftsleitung installierte Berichtswesen informiert die Entscheidungsträger monatlich über die wichtigsten Faktoren (Finanzierung, Liquidität, Erfolg, Planung mit Soll-/Ist- Vergleich, etc.). Die Berichtsunterlagen lassen Gefährdungen erkennen und ermöglichen ein rechtzeitiges und kurzfristiges Gegensteuern, lassen aber auch Zeit, mittel- bzw. langfristige Strategien zur Risikominimierung zu entwickeln.

Als allgemeine Geschäftsrisiken sind für AIP die Verfügbarkeit von Fachkräften, die im Zuge der Inflation dynamische Entwicklung der Beschaffungspreise und des Lohnniveaus, sowie die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Transformation des Geschäftsmodells hin zu emissionsfreien Antrieben, welche auch weiterhin kontinuierliche Investitionen in neue Technologien und Kompetenzen erfordert, zu nennen.

Daneben sind weitere Risiken die Abhängigkeit von einzelnen OEMs, welche auch weiterhin durch die Akquisition zusätzlicher Kunden und durch das Besetzen von lukrativen Marktnischen vermindert werden sollen.

Ansonsten spielen auch für die AIP die geopolitische Lage und die sich daraus ergebenden Risiken eine wesentliche Rolle, da diese zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zu weiteren Beeinträchtigungen führen könnten. Hier sei unter anderem der Ukraine-Konflikt, sowie der Gaza-Konflikt und die daraus resultierenden Auswirkungen durch die Einschränkungen der Schifffahrt im Roten Meer genannt.

Mit Abschluss des Konsortialkreditvertrags vom 22. August 2023 hat die AIP gegenüber der APL Landau GmbH aus Finanzierungsaspekten eine Garantieverpflichtung mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 267 Mio. abgegeben.

Der im Berichtsjahr abgeschlossene Konsortialdarlehensvertrag zur Sicherstellung der Finanzierung der APL-Gruppe über die kommenden fünf Geschäftsjahre beinhaltet branchenübliche Finanzkennzahlen (Covenants), bei deren Nichteinhaltung der finanzierenden Kreditinstituten ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt wird. Unter anderem ist dabei auf ein nach den vertraglichen Bestimmungen zu ermittelndes EBITDA abzustellen. Die Bereinigungen des EBITDA umfassen dabei auch außerordentliche Ergebniseffekte. Die APL Landau GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 wesentliche strukturelle Maßnahmen zur langfristigen Verbesserung wesentlicher Ergebniskennzahlen. Nach intensiver, interner Prüfung des Sachverhalts sowie Einholung von externen Expertisen ist die Geschäftsführung der APL-Gruppe zu dem Ergebnis gelangt, dass die im Geschäftsjahr 2024 geplanten strukturellen Maßnahmen als außerordentliche Aufwendungen im Sinne des Konsortialdarlehensvertrages anzusehen sind und somit nicht in die Berechnung der Finanzkennzahlen einbezogen werden müssen.

Sollten die finanzierenden Kreditinstitute diese Auffassung nicht teilen, könnten die vertraglich vereinbarten Kennzahlen nicht eingehalten werden. Gleiches gilt für den Fall, dass die für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 geplanten Kostensenkungsmaßnahmen nicht wie vorgesehen umgesetzt werden können. Somit besteht das Risiko, dass die mittelfristig angelegte Finanzierung der Gesellschaft nicht aufrechterhalten werden kann. Ausweislich der aktuellen Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 der APL-Gruppe ist jedoch davon auszugehen, dass die vertraglich vereinbarten Finanzkennzahlen erreicht werden. Gleiches gilt auch für das Geschäftsjahr 2025. Entsprechend sehen wir unter Berücksichtigung der vorstehenden Sachverhalte für die AIP derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko.

3.3 Chancenbericht

Als Chance der Gesellschaft ist ihr ständiges Bestreben anzusehen, den neuesten technologischen Anforderungen gerecht zu werden und somit die anhaltende Diversifizierung innerhalb ihrer Angebotspalette am Markt zu orientieren. In der Fähigkeit, die Transformation in der geforderten hohen Geschwindigkeit, in Bezug auf die Realisierung von neuen Produkten und dem Aufbau neuer Kompetenzfelder, umzusetzen, sehen wir eine weitere Chance für die Gesellschaft.

 

Haldenwang, 25. Juni 2024

AIP GmbH & Co. KG vertreten durch

AIP Verwaltungsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Benedikt Grob

Christian Hartmann

Steffen Herter

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