adapa Administration Kempten GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Merk seit 18.4.2012 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CFS Kempten GmbHKemptenJahresabschluss zum 28. Februar 2009 und Lagebericht 2008/2009Lagebericht1. AllgemeinesDie CFS Kempten GmbH ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der CFS Holding in Wallau verbunden. Die CFS Holding in Wallau erstellt keinen eigenen Konzernabschluß. Es erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluß der CFS Holdings B.V. in Bakel/ Niederlande. In Zusammenhang mit der Umstrukturierung der CFS Gruppe im Jahre 2005 wurde eine kundenorientierte Organisation eingeführt. Speziell der Standort Kempten, vertreten durch die juristische Person CFS Kempten GmbH, hat die Führung des gesamten Supply-Chain im Bereich der Verpackungsmaterialien übernommen. Deshalb wurden alle strategischen Entscheidungen im Bezug auf Vertrieb und Distribution bei CFS Kempten zentralisiert. Das Geschäftsjahr 2008/2009 war geprägt von den immer deutlicher werdenden Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Weltwirtschaft. Vor diesem Hintergrund war eine erneute Restrukturierung der CFS Gruppe geboten und das Management handelte. Für den Standort Kempten manifestierten sich diese notwendigen Änderungen im Wesentlichen in der Umwandlung der Liddingaktivitäten, der Fremdvergabe und Schließung der eigenen Druckkapazität und dem Abbau von Personal. 2. AktivitätenCFS ist ein weltweiter Lieferant von Veredelungs-, Verarbeitungs- und Verpackungslösungen (Einzelkomponenten und Komplettsysteme) hauptsächlich für die Fleisch-, Meeresfrüchte- und Käseindustrie. CFS spielt eine wichtige Rolle als Lieferant mit vielfältigen Produkten für die Lebensmittelindustrie, welche umweltschonend, sicher und kosteneffizient hergestellt und vertrieben werden. Die höchste Priorität bei CFS hat der Kunde. Dadurch wird die Zielsetzung unterstützt, der bevorzugte Partner für die Lieferung von Schlüsselkomponenten, Modulen, kompletten Produktionslinien sowie von einzigartigen Materialien zu bleiben oder zu werden. Die Produktionsstätten liegen in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und den USA. Der Antrieb von CFS ist der Markt und die dafür zur Verfügung stehenden Technologien. Schlüsselfaktoren sind, unseren Kunden einen Mehrwert und die entsprechende Unterstützung durch qualitativ hochwertige Produkte, Innovationen, ergebnisorientierte Arbeitsweise, Partnerschaft und Effizienz zu bieten. CFS Kempten GmbH deckt den Bereich Verpackungsmaterial (Packaging Materials) ab. 3. Darstellung des GeschäftsverlaufsUmsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz ist während des Geschäftsjahres 2009 auf € 45,8 Mio. zurückgegangen, d.h. € 1,0 Mio. oder 2,1 % niedriger als im Vorjahr. Dies war zum einen bedingt durch die strategischen und taktischen Maßnahmen innerhalb der Restrukturierung, in deren Verlauf das Produktportfolio um unwirtschaftliche Produkte bereinigt wurde. Zum anderen führte die schwierige Lage auf den Finanzmärkten dazu, dass einige Kunden ihre Beschaffungsstrategie ändern mussten und wegen der entsprechenden Kapitalbindung weniger Produkte auf Lager nahmen. Allerdings gelang es, nicht zuletzt dank neuausgerichteter Vertriebsaktivitäten, den Auftragseingang auf € 62,7 Mio. zu steigern, 39,2 % höher als im letzten Jahr. Den Löwenanteil daran hatten Rahmenverträge, deren Laufzeit sich teilweise über mehrere Jahre erstreckt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze für Schrumpfbeutel um 5,4% und für Folie um 5,2% gesunken. Lediglich für Baseprodukte konnte der Umsatz um 4,5% gesteigert werden. Der Export betrug im Geschäftsjahr 2008/2009 67,6% des gesamten Umsatzes, dies bedeutet eine geringe Veränderung zum Vorjahr (69,7%). Gegenläufig konnte das zweite Jahr in Folge eine Steigerung des Umsatzes in Zentral- und Osteuropa erzielt werden. Auch diese Steigerung ist ein Ergebnis der strategischen Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten im Rahmen der Restrukturierung. Obwohl einige Länder Osteuropas stärker von der Finanzkrise betroffen sind als ihre Nachbarn im Westen, so birgt der osteuropäische Markt nach wie vor ein großes Absatzpotenzial, welches es mit den neuausgerichteten Vertriebsaktivitäten zu erschließen gilt. Produktion Spiegelbildlich zur Umsatz- und Auftragslage bedingte die im Zuge der Restrukturierung angestoßene Bereinigung des Produktportfolios in der Konsequenz auch den Produktionsstop unwirtschaftlicher Produkte. Als direkte Folge davon sank das Produktionsvolumen um 6,9%. Im Einzelnen sank die Produktion von Fertigerzeugnissen im Bereich Schrumpfbeutel (3D) um 7,8%, im Bereich Tubing (3D) um 12,5% und in Folie um 13,2%. Einzig im Bereich Base konnte eine Steigerung des Volumens von 3,3% realisiert werden. Der Abteilung Produktentwicklung ist es in enger Abstimmung mit dem Vertrieb gelungen, einen Bestandteil der Baseproduktion erfolgreich nicht nur zur Markt-, sondern gleichzeitig auch zur Serienreife zu entwickeln. Des Weiteren wurde die im Vorjahr eingeführte Produktlinie "ShrinkPak - Systems" weiter optimiert und an die im Wandel begriffenen Kundenbedürfnisse erfolgreich angepasst. Beispielsweise sind unsere Kunden dank verbesserter Produktstrukturen in der Lage, ihrerseits ihre Produktionsverfahren zu vereinfachen, sprich ihre Maschinen schneller und dadurch kosteneffizienter einzusetzen. Ferner gilt es hervorzuheben, dass die neu angeschaffte Recyclinganlage Mitte des Jahres in Betrieb genommen wurde. Durch Recycling sind wir in der Lage, einen erheblichen Teil unserer Produktionsabfälle entweder auf Kundenwunsch umweltschonend wieder dem Produktionsprozess zuzuführen oder als Regranulat zu verkaufen, beides reduziert die Umweltbelastung deutlich. Gleichzeitig entsprechen wir damit nicht nur den Marktanforderungen an umweltschonende, zeitgemäße Produkte, sondern tragen auch unserer gesellschaftlichen Verpflichtung eines verantwortungsvollen Umgangs mit knappen Ressourcen Rechnung. Die Produktionskosten konnten trotz tariflicher Steigerung unter das Niveau des vergangenen Wirtschaftsjahres gesenkt werden. Dies wurde in der Hauptsache durch Rationalisierungsmaßnahmen und die effizientere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten erreicht. CFS Kempten hat sich der fortwährenden Verbesserung der Produkt- und Produktionsqualität für unsere Kunden verschrieben und setzt damit Maßstäbe, beispielsweise im Bereich der Hygiene. Aus diesem Grund wurde CFS Kempten mit dem neuen und im Vergleich zum Vorjahr anspruchsvolleren Hygienestandard BRC (British Retail Certification) zertifiziert. Der BRC Standard verbrieft eine hohe Qualität und Hygiene der Prozessabläufe und ist kaufentscheidendes Merkmal, vor allem bei Händlern in Großbritannien aber auch im restlichen Europa. Beschaffung Hauptlieferanten von CFS Kempten sind die größten Firmen der chemischen Industrie. Die Strategie des Rohmaterialeinkaufs basiert auf:
Um ein stabiles Portfolio an Zulieferern und Materialien aufweisen zu können, sucht die Entwicklungsabteilung von CFS Kempten ständig nach alternativen Materialien. Investitionen 2009 betrugen die Investitionen von CFS Kempten € 0,7 Mio.. Davon entfallen € 0,14 Mio. auf Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, von denen wiederum € 0,08 Mio. auf die Erweiterungen von Demomaschinen entfallen. Weitere € 0,54 Mio. wurden in Maschinen und Anlagen investiert, die sich im Wesentlichen wie folgt aufteilen:
Personal- und Sozialbereich Ende Februar 2009 waren 213 Mitarbeiter beschäftigt, die sich aus 64 Gehalts-, 138 Lohnempfänger und 11 Auszubildenden zusammensetzten. Die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen zwangen das Unternehmen, im Zuge der Restrukturierung insgesamt 27 Arbeitsplätze abzubauen. Auf die Details zur Restrukturierung wird in Abschnitt 4 genauer eingegangen. 4. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Die der CFS Kempten zur Verfügung stehenden Mittel sind überwiegend kurzfristig gebunden. Als mittel- und langfristig gebunden anzusehen sind das Anlagevermögen in Höhe von 3.504 T€ (Vorjahr 4.475 T€) sowie die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 291 T€ (Vorjahr 259 T€). Bei einer Bilanzsumme von 15.603 T€ (Vorjahr 18.701 T€) sind somit zum Bilanzstichtag 24% (Vorjahr 25 %) der Gesellschaftsmittel lang- und mittelfristig gebunden, entsprechend 76% (Vorjahr 75 %) kurzfristig, die Relationen der Mittelbindung verhält sich also im Vorjahresvergleich annähernd konstant. Die Reduzierung der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite überwiegend auf den Rückgang der kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände zurückzuführen, die sich zum 28.02.2009 auf 11.769 T€ belaufen (Vorjahr 13.967 T€). Die Mittelbindung konzentriert sich im kurzfristigen Bereich auf die Posten Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Mittelbindung in den Vorräten belief sich auf 4.826 T€ (Vorjahr 7.354 T€) und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 34 % reduziert werden. Dies steht direkt im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen, dem verbesserten Bestandsmanagement und einer gezielten Produktion auf Auftrag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen konzernfremde und gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt um 549 T€ auf 5.585 T€ gesunken. Die Erhöhung der Forderungen gegenüber konzernfremden Unternehmen in Höhe von 263 T€ wurde durch die Reduzierung des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 811 T€ überkompensiert. Gleichzeitig sind auf der Passivseite die Kreditorenbestände gegenüber Dritten um 921 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 3.726 T€ gestiegen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um 623 T€ auf 2.121 T€ zurück. Finanzlage Bei einem im Vorjahresvergleich unveränderten Eigenkapital in Höhe von 25 T€ finanziert sich CFS Kempten fast ausschließlich durch kurzfristige Finanz- und Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber konzernverbundenen Unternehmen. Diese belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 7.799 T€ (Vorjahr 12.600 T€) und stellen somit die wichtigste Finanzierungsquelle dar. Der wesentliche Teil hiervon entfällt auf Cashpool-Verbindlichkeiten, da die CFS Kempten in den Cashpool des CFS Konzerns eingebunden ist. Das Bankkonto der CFS Kempten wird über den Cashpool täglich ausgeglichen. Die Inanspruchnahme beträgt zum 28.02.09 14.318 T€ (Vorjahr 17.007 T€). Diese formal kurzfristige Finanzierung hat wirtschaftlich langfristigen Charakter. Die CFS Kempten ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der CFS Holding in Wallau verbunden. Die Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von 8.750 T€ (Vorjahr 7.150 T€) wurde mit der gegenüber der CFS Holding bestehenden Cashpool-Verbindlichkeit saldiert. Ertragslage
Das Bruttoergebnis wird insbesondere von den folgenden Faktoren beeinflusst.
Neben dem rückläufigen Umsatz und der Einflussfaktoren in den Umsatzkosten haben die folgenden Aufwendungen die Ertragslage im Geschäftsjahr 2008/2009 geprägt: Darüber hinaus wird das Ergebnis des Berichtsjahres in erheblichem Maße von Restrukturierungskosten geprägt, vgl. hierzu die Ausführungen auf der folgenden Seite.
Die Ausgaben für Managementgebühren an die Konzernmutter stellen sich wie folgt dar:
Nachdem die im Zusammenhang mit der Restrukturierung stehenden Aufwendungen allesamt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst wurden, haben diese einen erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis. Die Restrukturierungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
Das Jahresergebnis 2009 ist mit einem Verlust in Höhe von 8.750 T€ um 1.600 T€ schlechter als im Vorjahr. 5. Chancen und Risiken / Perspektive für die ZukunftUnsere Rohmaterialbeschaffung hängt von den Gegebenheiten an den internationalen Rohstoffmärkten ab. Die Rohstoffpreise innerhalb der Verpackungsindustrie stehen in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung des Ölpreises. Die Rohstoffpreise erreichten im November 2008 ihren Tiefpunkt und sind seither wieder leicht angestiegen. Für das Jahr 2009/2010 sind stark steigende Preise auf den Beschaffungsmärkten zu erwarten. Den steigenden Rohstoffpreisen wird bereits durch Veränderungen in den Rezepturen unserer Produkte entgegengewirkt. Dies geschieht aus rein betriebswirtschaftlichen Überlegungen, allerdings nur in dem Maße, in dem die Qualität unserer Produkte aufrechterhalten und für die Zukunft sichergestellt werden kann. Durch die im Rahmen der Restrukturierung getroffenen Maßnahmen sollen weitere zukünftige Gestaltungsspielräume geschaffen werden. Im Vordergrund der strategischen Ausrichtung steht die Konzentration auf Kernkompetenzen. Im Zuge dessen wurde beispielsweise die Fremdvergabe unserer Druckkapazität beschlossen. Dadurch sind wir in die Lage, die Kundenwünsche in diesem Bereich auf höchstem technologischen Niveau zu befriedigen, ohne unsere Kapitalbindung erhöhen zu müssen. Mit einer für das Jahr 2009/2010 geplanten und genehmigten Investition in eine ShrinkPak Produktionslinie demonstriert CFS in konsequenter Weise seine Entwicklungsstrategie, kundenorientierte und technologisch hochwertige Prototypen so schnell als möglich zur Markt- und Serienreife zu entwickeln. Der Markt hat bisher positiv auf die Einführung von ShrinkPak reagiert. Mit der Investition bietet sich die Chance, neue Märkte zu erschließen. Des Weiteren ist für 2009/2010 eine Investition im Base - Bereich geplant. Diese ist das Ergebnis eigener Entwicklungsbemühungen, mit dem Ziel, CFS unabhängig von Rohstoffmonopolen zu machen und Kosten einzusparen. Ein weiterer positiver Effekt wird von der in 2008/2009 gestarteten Bereinigung des Produktportfolios zu erwarten sein. Letzten Endes wird nur die Konzentration auf margenträchtige Produkte und Vermeidung verlustträchtiger Geschäfte den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichern. Es besteht nach wie vor das Risiko, dass die angekündigten Preiserhöhungen auf den Beschaffungsmärkten weder an die Kunden weitergegeben, noch durch interne Kosteneinsparungen und Innovationen kompensiert werden können. Denkbar wäre fernerhin, dass eine Verschärfung der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise die o.g. Investition im Base - Bereich unmöglich macht. Somit wäre die Kostenposition in einem Preiswettbewerb geschwächt. Sollten die Hersteller und Lieferanten von Rohmaterialien ihre Ankündigung wahrmachen, und die Rohmaterialpreise unter Außerachtlassung der Weltwirtschaft weiter erhöhen, droht ein Preiskampf. Dabei wird das Gesamtabsatzvolumen des Marktes zurück gehen und Wettbewerb stark zunehmen. Trotz der Konzentration auf margenträchtige Produkte würde dies zwangsläufig zu Umsatzeinbußen und schlechten Ergebnissen führen. Wie auch in den vergangenen Wirtschaftsjahren sind die saisonalen Schwankungen in den hohen Umsatzzahlen des 1. Halbjahres gegenüber den wesentlich niedrigeren Zahlen des 2. Halbjahres widergespiegelt (Barbecue-Effekt). Umweltfaktoren wie beispielsweise schlechtes Wetter oder Umfeldfaktoren wie beispielsweise Arbeitslosigkeit erhöhen das Risiko von Nachfrageschwankungen, die zu einer ungleichmäßigen Kapazitätsauslastung führen. Für die nahe Zukunft wollen wir das vorhandene Vertriebsvolumen trotz der Weltwirtschaftskrise erhalten, speziell durch eine Verstärkung und Umstrukturierung des Vertriebsapparates und Ausdehnung im Export auf den Mittleren Osten und Asien. Es liegen für diese Märkte Volumen an langfristigen Auftragsanfragen vor, die wir für die folgenden Wirtschaftjahre hoffen realisieren zu können. Der Ausbau und die Umstrukturierung des Vertriebapparates haben in diesem Wirtschaftsjahr die erhofften Erfolge gezeigt und die Umsatzzahlen konstant gehalten. Gleichzeitig erhöht sich aufgrund der Wirtschaftskrise auch das Risiko, dass Forderungen als uneinbringlich verbucht werden müssen. Das Wechselkursrisiko wird durch Währungsabsicherungen zum Zeitpunkt der Auftragserteilung abgedeckt. Ein starker Euro kann allerdings Kaufzurückhaltung bzw. Margenreduzierung im Auslandsgeschäft bedeuten. Währungsderivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Organisatorisch erfolgt der Abschluss dieser Geschäfte stets unter Einschaltung des Bereiches Treasury unserer Konzernmutter CFS Holdings B.V., Bakel. Durch unsere Einbindung in den Cashpool des CFS Konzerns und den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit unserer Muttergesellschaft ist unsere Finanzierung stark von der Liquidität des CFS Konzerns abhängig. Diese Tatsache birgt ein grundsätzliches Abhängigkeitsrisiko, aus dem derzeit jedoch keine negativen Auswirkungen ersichtlich sind. Unter Berücksichtigung aller Faktoren, insbesondere der aktuellen Unsicherheiten auf den Weltmärkten, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein insgesamt negatives Ergebnis.
Kempten, den 27. November 2009 Die Geschäftsführung Brian McCluskie Simon Greaves Gary Kulesza BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. AllgemeinesBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches beachtet worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss der CFS Kempten GmbH wird in den Konzernabschluss der CFS Holdings B.V., Bakel/Niederlande, einbezogen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätzlich werden für die Bilanzierung und Bewertung die gleichen Grundsätze wie im Vorjahr (Vj.) angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, und entsprechend ihren voraussichtlichen Nutzugsdauern vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis 150,00 € werden sofort abgeschrieben, GWG's ab 150,01 € bis 1.000,00 € werden auf einem Sonderposten gesammelt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilig Fertigungsgemeinkosten. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Beteiligung ist mit dem unter den Anschaffungskosten liegenden beizulegenden Wert bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die unfertigen sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für Wertminderungen aus Lagerrisiken und Ungängigkeit bewertet. Bis zum Vorliegen eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags wird zu Standardkosten und anschließend mit gleitenden Durchschnittpreisen bewertet. Nach den steuerlichen Vorschriften nicht aktivierungspflichtige Kosten werden nicht angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen bilanziert. Zusätzlich ist für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet, die aktivisch abgesetzt ist. Fremdwährungsforderungen werden mit den Kursen des Bilanzstichtages bewertet, soweit dadurch keine unrealisierten Gewinne ausgewiesen werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Der Aktivwert der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Rückdeckungsversicherung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle dem Grunde nach bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind teilweise im Wege der Schätzung ermittelt und entsprechen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Für die nach der Teilwertmethode auf der Basis eines Zinsfußes von 6% unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck ermittelten Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten vor. Der als Abfindung zu wertende Teil der bestehenden Altersteilzeitrückstellungen (Blockmodell) erfolgte unverändert zum Vorjahr unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 5,5%. Die Verbindlichkeiten sowie die erhaltenen Anzahlungen werden mit den Rückzahlungsbeträgen bilanziert. Währungsverbindlichkeiten werden mit den zum Zeitpunkt der Erstverbuchung gültigen Kursen oder mit den höheren Kursen vom Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Einzelangaben zur Bilanza) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. b) Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält einen Anteil von weniger als 1 % am gezeichneten Kapital der BKV Beteiligungs- und Verwertungs GmbH. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 3.530.918,31 EUR (Vj.: 4.342 T-EUR) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr handelt es sich um Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen der DBV. d) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000 EUR. Es wird von der CFS Holding GmbH, Wallau, gehalten und ist vollständig eingezahlt. e) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen personalbezogene Rückstellungen (1.805 T-EUR; Vj.: 998 T-EUR), Garantie- und Reklamationsrückstellungen (56 T-EUR; Vj.: 31 T-EUR) und andere Rückstellungen. f) Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 5.647 T-EUR (Vj.: 9.969 T-EUR) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und 2.121 T-EUR (Vj.: 2.744 T-EUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt aus den Konten 800100 - 801990:
b) Materialaufwand Der Materialaufwand in den Herstellungskosten gliedert sich folgendermaßen:
c) Personalaufwand Der gesamte Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
5. Ergänzende Angabena) Haftungsverhältnisse Die Vermögenswerte der Gesellschaft sind als Sicherheit für die Verbindlichkeiten der CFS Holdings B.V., Bakel/Niederlande, sicherungsübereignet. b) Derivate Finanzinstrumente Bei der CFS Kempten GmbH werden derivate Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt. Bei den eingesetzten Derivaten handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entspricht grundsätzlich dem Marktwert der derivaten Finanzinstrumente, wie er uns von den Kreditinstituten mitgeteilt wurde. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte betreffend den Verkauf von Schweizer Franken mit einem Volumen von 485 T-CHF (Vj.: 325 T-EUR) und einem leicht negativen Marktwert von 2 T-EUR, sowie betreffend den Verkauf von US-Dollar mit einem Volumen von 5.081 T-USD (Vj.: 3.559 T-EUR) und einem negativen Marktwert von 440 T-EUR. Weiterhin bestehen Devisentermingeschäfte betreffend den Verkauf von Britischen Pfund mit einem Volumen von 1.083 T-GBP (Vj.: 1.282 T-EUR) und einem positiven Marktwert in Höhe von 67 T-EUR. Die Devisentermingeschäfte dienen der Sicherung von Absatzgeschäften und bilden mit diesen jeweils Bewertungseinheiten, so dass für die Devisentermingeschäfte mit negativen Marktwerten keine Drohverlustrückstellungen gebildet wurden. c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige Verpflichtungen in der Gesamthöhe von 5.401 T-EUR ergeben sich im Wesentlichen aus den Mieten für Grundstücke und Gebäude. Sie gliedern sich in folgende Fälligkeiten:
Das Bestellobligo liegt im geschäftsüblichen Rahmen. d) Mitarbeiterbestand Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand während des Geschäftsjahres betrug:
e) Geschäftsführung Geschäftsführer war bis zum 30.09.2008
Geschäftsführer sind seit dem 30.09.2008:
Da nur einer der Geschäftsführer im Berichtsjahr Bezüge aus der Gesellschaft erhalten hat, unterbleiben gemäß §286 Abs. 4 HGB die Angaben der Geschäftsführerbezüge.
Kempten, den 27. November 2009 Die Geschäftsführung Brian McCluskie Simon Greaves Gary Kulesza Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CFS Kempten GmbH, Kempten, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2008 bis 28. Februar 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Siegen, den 14. Dezember 2009 PricewaterhouseCoopers
Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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