Großhandel mit Anstrichmitteln
IVOSTUD GmbH
Schützenstraße 6, 58339 Breckerfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Joseph Quinn seit 29.10.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Doncasters Limited c/o Doncasters Group Limited | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IVOSTUD GmbHBreckerfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Informationen 1. Geschäftsmodell IVOSTUD GmbH bietet mit einer hochspezialisierten Entwicklung und Fertigung in Deutschland sowie Vertriebsgesellschaften in China, USA, Frankreich, Mexiko und Großbritannien innovative Produkte und Lösungen für das Bolzenschweißen in der Automobilindustrie. Sie erfüllt dabei die anspruchsvollsten Anforderungen an die Schweißverbindungen in der Fahrzeugtechnik. Außerdem bietet IVOSTUD GmbH anwendungsspezifisch konstruierte Systeme für eine Vielzahl von Anwendungen einschließlich ortsfester manueller und automatischer Zuführsysteme für Produktionsumgebungen mit hohem Durchsatz und kurzen Zykluszeiten an. Die Gesellschaft ist Teil der Doncasters Group, einer führenden Technologie-Gruppe für hochpräzise Komponenten. Seit Abschluss der Restrukturierung der Doncasters Group Limited im März 2020 ist die Konzernobergesellschaft die Alloy Topco Limited, Jersey. Die Gesellschaft wurde am 9. Januar 2018 gegründet, am 16. Februar 2018 von der Doncasters Limited erworben und hat mit Wirkung zum 29. März 2018 den Geschäftsbereich Automotive der Nelson Bolzenschweiß-Technik GmbH & Co. KG im Rahmen eines Assets Deals übernommen. Mit Vertrag vom 13. September 2021 und mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 wurden der Schweißbolzenbereich und das Endkundengeschäft der OBTEC GmbH, Menden, erworben. Darüber hinaus wurden 12 Mitarbeiter von der OBTEC GmbH übernommen. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte das Unternehmen 140 Mitarbeiter (Vorjahr 136) (davon 74 gewerblich und 66 angestellt (Vorjahr 77 bzw. 59) am Standort Breckerfeld. 2. Forschung und Entwicklung Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von IVOSTUD ist in großem Maße von der Fähigkeit abhängig, bestehende Produkte erfolgreich zu verbessern und neue Produkte zu entwickeln. IVOSTUD GmbH unterhält eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit 12 Mitarbeitern (Vorjahr 12), in der Produkte rund um das Bolzenschweißen entwickelt werden. Dazu gehören mechanische und elektronische Komponenten und weitreichende Softwareentwicklungen. Die Aufwendungen betrugen 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €), zudem wurde in 2023 ein Betrag von T€ 99 (Vorjahr T€ 131) als aktivierte Eigenleistungen erfasst. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das konjunkturelle Umfeld im Geschäftsjahr 2023 war durch diverse politische Krisen und vor allem die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Energiepreiskrise geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, sowie den Energiepreiserhöhungen und einem damit verbundenen Anstieg der Inflation. In 2023 haben sich zusätzlich die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpfend ausgewirkt. Die Folgen der Pandemie waren im Jahresverlauf 2023 nicht mehr zu spüren. Trotz dieser schwierigen Bedingungen und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die Wirtschaft positiv entwickeln und sich wieder über dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Im Euroraum konnte sich die Konjunktur bis zum Ende des Jahres 2023 weiter erholen, und lag damit um 3,0 % über dem Niveau des Schlussquartals von 2019. Die Erholung von der pandemiebedingten Rezession setzte sich im Jahr 2023 fort. Belastet wurde die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Die Warenhandelsbilanz im Euroraum wurde durch die höheren Energiekosten und eine nachlassende weltweite Nachfrage beeinträchtig (EZB-Jahresbericht 2023). Die Entwicklung in der Automobilkonjunktur war im Jahr 2023 durch Unsicherheit gekennzeichnet. Trotz einer Entspannung der Lieferkettenengpässe kam es im Jahr 2023 zu kurzzeitigen Produktionsstillständen. Des Weiteren besteht das Risiko, dass durch die hohen Energiepreise und die Inflation, sowie der Sorge vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, der Standort Deutschland besonders unter Druck ist. Der Hochlauf der Elektromobilität verlangsamte sich in Deutschland, stieg aber in den automobilen Leitmärkten China und USA weiter deutlich an. (VDA, Automobiljahr 2023). 2. Geschäftsverlauf Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das erzielte Jahresergebnis sowie der EBIT. Der generelle Geschäftsverlauf im Berichtsjahr brachte nicht die erwarteten Umsatzsteigerungen und war durch eine noch immer verhaltene Nachfrage bei gleichzeitiger Kostensteigerung geprägt. Der Jahresfehlbetrag ist im Geschäftsjahr 2023 durch Sondereffekte im Vorratsvermögen (Abwertung der Vorräte zur Bereinigung des Vorratsbestands) in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) belastet und liegt bei 6,5 Mio. €. Budgetiert war ein Jahresfehlbetrag von 1.253 T€. Der EBIT liegt bei -6.484 T€, budgetiert war ein EBIT von +667 T€. 3. Ertragslage 2023 war ein weiteres Transformationsjahr für die IVOSTUD GmbH. Zur Kompensation von Leerkosten wurden auch in diesem Jahr Kostensenkungsprogramme initiiert. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen leicht über Vorjahresniveau. Bei stabilen Margen beläuft sich das Rohergebnis auf 12,9 Mio. € (Vorjahr 13,0 Mio. €). Die Personalkosten sind in 2023 mit 11,1 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €) leicht erhöht. Die Abschreibungen in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €) betreffen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,9 Mio.€ (Vorjahr 2,1 Mio. €) und Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,0 Mio. € (Vorjahr 6,0 Mio. €) betreffen insbesondere Rechts- und Beratungsleistungen, Provisionen, Fremdarbeiten, Kosten der Warenabgabe, Instandhaltungsaufwendungen, Energie und Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Insgesamt ergibt sich ein negatives operatives Ergebnis (EBIT) von -6,5 Mio. € (Vorjahr -6,7 Mio. €). Nach Berücksichtigung von Zinsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) und Zinserträgen in Höhe von 0,6 Mio € (Vorjahr 0 €) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 6,5 Mio. € nach 7,4 Mio. € im Vorjahr. 4. Vermögens- und Finanzlage Am 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme 42,4 Mio. € (Vorjahr 33,0 Mio. €). Bei Investitionen von 0,6 Mio. € und Abschreibungen von 1,9 Mio. € ist das Sachanlagevermögen von 7,4 Mio. € auf 6,1 Mio. € gefallen. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Maschinen und maschinelle Anlagen, sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Vorratsbestand bleibt auf Niveau des Vorjahres und dient der Sicherung der Lieferbereitschaft. Im Jahr 2023 wurde im Vorratsvermögen eine Abwertung der Vorräte zur Bereinigung des Vorratsbestands in Höhe von 0,4 Mio. € durchgeführt. Die Forderungen gegen Gesellschafter von 22,2 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) betreffen Forderungen gegen die Doncasters Limited aus der Erhöhung der Kapitalrücklage sowie aufgelaufener Zinsen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Schwestergesellschaften in China, Frankreich, Mexiko und den USA. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 2,6 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch das mit Rangrücktritt versehene Darlehen der IVOSTUD LLC welches zum 31. Dezember 2023 21,5 Mio. € (Vorjahr T€ 21,5 Mio. €) beträgt, sowie über das Verrechnungskonto mit der Doncasters Ltd., welches zum Stichtag eine Verbindlichkeit von 10,2 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €) aufweist. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Vorjahre konnte durch die Erhöhung der Kapitalrücklage ausgeglichen werden. Die Eigenkapitalquote liegt 2023 bei 5 % (Vorjahr 0 %). Die größten Positionen auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 3,3 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 35,5 Mio. € (Vorjahr 29,4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen das mit Rangrücktritt versehene Darlehen der IVOSTUD LLC sowie das Verrechnungskonto der Doncasters Ltd.. III. Risikobericht Ziel des Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten ergeben sich Risiken, die gesamtwirtschaftlich oder unternehmensspezifisch bedingt sein können. Im Rahmen einer zeitnahen Berichterstattung werden die Informationen aus Einkauf, Verkauf, Produktion, Personal und Rechnungswesen gebündelt und die Geschäftsführung sowohl in regelmäßigen Abständen als auch ad hoc über die Abweichungen des eingetretenen vom prognostizierten Verlauf der Geschäfte unter Angaben der identifizierten Risiken informiert. Basis bildet ein detailliertes Budget, das jeweils im laufenden Geschäftsjahr für das künftige Geschäftsjahr verabschiedet wird. Monatlich wird an die Konzernobergesellschaft berichtet. Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Einschätzungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Die Risiken werden gemäß ihren geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung ist die Gesellschaft weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Doncasters Group angewiesen. Die bilanzielle Überschuldung der Vorjahre konnte beendet werden. Mit Datum vom 6. Mai 2020 hat die Gesellschaft eine unbefristete Rangrücktritterklärung über Darlehensforderungen der IVOSTUD LLC in Höhe von T€ 24.178 erhalten. Das Darlehen der IVOSTUD LLC ist nur aus einem künftigen Bilanzgewinn, aus einem etwaigen Liquiditätsüberschuss oder aus sonstigem freiem Vermögen zu erfüllen. Eine Zahlung darf nicht zu einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft führen. Zum 31.12.2023 beträgt die Darlehensverbindlichkeit noch T€ 21.466. Für diese veränderte Summe liegt ebenfalls eine neue Rangrücktrittsvereinbarung vom 17.05.2024 vor. Das Darlehen läuft bis zum 30.9.2025. In Verbindung mit einer befristeten Patronatserklärung bis zum 31.12.2025 seitens der Alloy Topco Ltd. vom 7. Juli 2024, in der eine allgemeine Liquiditätszusage und Eigenkapitalgarantie zugesichert werden, erfolgt die Bilanzierung nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung. Darüber hinaus erfolgte in 2023 eine Kapitalerhöhung. Die Gesellschafterversammlung hat am 2. Oktober 2023 den Beschluss gefasst, das Stammkapital der Gesellschaft um € 100 gegen Bareinlage zu erhöhen. Die neuen Geschäftsanteile wurden mit einem korporationsrechtlichen Aufgeld in Höhe von € 21.500.000 ausgegeben, welches in die Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 1 HGB eingestellt wurde. Das Aufgeld wurde nicht in Form einer Bareinlage, sondern in Form eines abstrakten Schuldversprechens über diesen Betrag erbracht. Das abstrakte Schuldversprechen erfolgt in der Weise, dass es die Zahlungsverpflichtung der Doncasters Ltd, Leeds, Großbritannien, selbstständig begründen soll. Die Gesellschaft kann jederzeit die unverzügliche Auszahlung des ganzen Betrages oder eines Teils verlangen. Am 31. März 2025 ist der sich aus dem Schuldversprechen ergebene Restbetrag fällig. Bis dahin hat auch Doncasters das Recht, den ganzen Betrag oder einen Teil des Betrages jederzeit auszuzahlen. Die Gesellschaft kann das abstrakte Schuldversprechen frei an Dritte übertragen, ohne dass eine Zustimmung von Doncasters erforderlich ist. Bis Ende September 2024 ist ein Abruf noch nicht erfolgt. Sollten sich die Planungen der Gesellschaft bezüglich der Cash-Flow Planungen für den Prognosezeitraum nicht bewahrheiten (vgl. hierzu Abschnitt V. Prognosebericht), hängt die Fähigkeit der Gesellschaft, den Betrieb fortzuführen, von einer ausreichenden Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Gruppe ab. Insofern ist die Gesellschaft davon abhängig, dass die am 22. November 2023 gewährte und am 7. Juli 2024 verlängerte befristete Patronatserklärung der Alloy Topco Ltd. sowie das kurzfristige Verrechnungskonto der Doncasters Ltd. aufrechterhalten bleiben und dass das im Rahmen der in 2023 beschlossenen Kapitalerhöhung vereinbarte korporationsrechtliche Aufgeld entsprechend den Abrufen der Gesellschaft zeitnah gezahlt wird, so dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen im Prognosezeitraum fristgerecht nachkommen kann. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. (Das Risko der Unternehmensfortführung wird als hoch Risiko eingestuft.) Die Gesellschaft ist als Garantiegeber in die Finanzierung der Doncasters Group eingebunden und hat Sicherheiten für Darlehen und Bankverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestellt. Wesentliche Vermögenswerte der Gesellschaft sind verpfändet bzw. sicherungsübereignet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Vermögens- und Finanzlage der verbundenen Unternehmen können die derzeit bestehenden Darlehen durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden, daher wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. (Mittleres Risiko) Dem Absatzrisiko, das sich aus Volumenrückgängen oder dem Verlust von Aufträgen ergibt, mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken sowie dem Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden, wird mittels einer zeitnahen Produktionssteuerung und einer fortlaufenden Überwachung und Planung entgegengewirkt. (Hohes Risiko) Risiken aus den Bereichen Produktion und Arbeitssicherheit sowie Umwelt und Gesundheitsschutz tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Prozesskontrolle Rechnung. Hierzu gehört die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach deutschen und internationalen Normen und die ständige Verbesserung unserer Anlagen und Verfahren. (Mittleres Risiko) Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert. (Mittleres Risiko) Der relevante Markt für Stahldraht bleibt weiterhin volatil. Voraussagen zur Stahlpreisentwicklung sind spekulativ. IVOSTUD bewegt sich in diesem Umfeld mit entsprechender Vorsicht und arbeitet weiterhin daran, größere Risiken nicht entstehen zu lassen. Bei der physischen Belieferung mit Stahldraht sind weiterhin keine Versorgungsengpässe erkennbar. (Geringes Risiko) Den Risiken im finanziellen Bereich wird durch eine konsequente Liquiditätsplanung begegnet. Die Liquidität wird über das Verrechnungskonto mit der Doncasters UK sichergestellt. Forderungsausfällen wird durch ein ausgeprägtes Kredit-Managementsystem entgegengewirkt. (Geringes Risiko) Die Optimierung des Umlaufvermögens im Verhältnis zum Umsatz geschieht fortlaufend. (Geringes Risiko) Zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen. (Geringes Risiko) IV. Chancenbericht Die besonderen Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft liegen in der weiteren Marktanteilsvergrößerung im Automobilsegment unter Ausnutzung der globalen Präsenz und der vorhandenen Produktentwicklungsstärke. Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie im Vorjahr, zusätzliche Kunden aus dem Industriegeschäft akquiriert. Weitere Chancen sehen wir in unserer hohen Lieferbereitschaft, um den Markt schnell bedienen zu können, sowie der Ausweitung der Geschäfte auf dem US- und mexikanischen Markt. V. Prognosebericht Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die wirtschaftliche Erholung 2023 war noch anfällig für Rückfälle, da die Auswirkungen der "Russland-Ukraine-Krise" auf die allgemeine wirtschaftliche Lage weiterwirken. Die Folgen der Russland-Ukraine-Krise haben bis heute keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Auch wenn die IVOSTUD GmbH keine Geschäftsbeziehungen in die betroffenen Länder unterhält und somit keine direkte Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit eingetreten sind, ergaben sich mittelbare Auswirkungen durch erhöhte Rohstoff- und Energiepreise.
In 2023 konnte sich die Weltwirtschaft vom pandemiebedingten Einbruch der Vorjahre weiter erholen. Belastet wurde die Weltwirtschaft durch den Ukraine-Krieg, der sich unter anderem negativ auf die Energiepreise und die Inflation ausgewirkt hat. Insgesamt wurden die Verbraucherstimmung und das Investitionsklima negativ beeinflusst und bewirkten eine nicht der Planung angemessene Geschäftsentwicklung sowohl im Umsatz als auch im Ertrag. Die Weltwirtschaft im Jahre 2023 expandierte in sehr moderatem Tempo (Quelle: ifw Kieler Konjunkturbericht Nr. 105 /23). Dies sorgte auch dafür, dass wir unsere Entwicklung nur geringfügig erweitern konnten, da die geplanten Umsätze nicht erreicht wurden und geplante Preiserhöhungen nicht durchgesetzt werden konnten. In unserer Prognose für 2023 gingen wir von einer vollständigen Eindämmung der Pandemie aus, hatten aber die Auswirkungen des Ukraine-Krieges zum Zeitpunkt der Prognose noch nicht berücksichtigen können. Unter diesen Gegebenheiten und unter Berücksichtigung der Optimierung unserer Vertriebs-strukturen gingen wir von einer deutlichen Verbesserung des EBITs aus. Die Erwartungen erfüllten sich durch die oben dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht. Wir erwarten, dass das Wachstum der Weltwirtschaft in 2024 anhalten wird und gehen davon aus, dass die Beeinträchtigungen der Lieferketten und auch die Störfaktoren, wie z.B. die Energiepreise nicht weiter anhalten werden. Wir glauben jedoch, dass die Gesamtsituation stabil ist und erwarten deshalb keine wesentlichen negativen Auswirkungen mehr auf unsere Geschäfte aus den Folgen des Kriegs gegen die Ukraine. Unsere hohe Flexibilität lässt uns zudem schnell reagieren. Für 2024 gehen wir von einer deutlichen Verbesserung des EBITs und des Jahresergebnisses aus. Hierfür wurde ein Programm aufgelegt, dass zur Ausweitung der Gesamtleistung und zu nachhaltigen Kosteneinsparungen führt. Bei den verstärkten Vertriebsaktivitäten sind insbesondere die Maßnahmen zur Ausgestaltung eines Servicebereiches hervorzuheben. Nachhaltige Kosteneinsparungen werden durch die Optimierung der Prozessstruktur in der Produktion und Verwaltung mit Hilfe eines neuen ERP-Systems realisiert. Die Ist-Zahlen (August 2024) liegen hinter den Planzahlen zurück, da die gesetzten Umsatzziele trotz einer deutlichen Verbesserung zum Vorjahr bisher nicht erreicht wurden. Der aktualisierte Forcast 2024 plant mit einem EBIT von TEUR -2.624 und einem Jahresergebnis von TEUR -2.807. Die Gesellschaft weist auf Basis der Ist-Zahlen 2024 (bis August 2024) eine Liquiditätslücke aus dem operativen Geschäft auf, die auf Grundlage eines mit der Doncasters Ltd, Leeds, Großbritannien, bestehenden Verrechnungskontos geschlossen wurde. Die Planzahlen der Monate September bis Dezember 2024 sowie des Jahres 2025 gehen von einem positiven operativen Cash Flow aus. Sollten sich die Planungen der Gesellschaft bezüglich der Cash-Flow Planungen für den Prognosezeitraum nicht bewahrheiten, hängt die Fähigkeit der Gesellschaft, den Betrieb fortzuführen, von einer ausreichenden Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Gruppe ab. Hier ist die Gesellschaft auf die Aufrechterhaltung der am 22. November 2023 gewährten und am 7. Juli 2024 verlängerten Patronatserklärung der Alloy Topco Limited, St. Helier, Jersey, die bis zum 31. Dezember 2025 befristet ist sowie auf die Aufrechterhaltung des vom verbundenen Unternehmen IVOSTUD LLC, Delaware, USA, gewährten, mit einer Rangrücktrittserklärung vom 6. Mai 2020 versehenen Darlehens (Rangrücktrittserklärung wurde am 22. November 2023 aufgrund erfolgter Tilgungen auf die aktuelle Darlehenssumme von TEUR 21.466 angepasst) sowie der Durchführung der Anfang Oktober 2023 beschlossenen Kapitalerhöhung und der daraus resultierenden Liquiditätszuflüsse angewiesen.
Breckerfeld, den 27. September 2024 IVOSTUD GmbH Michael Quinn, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen unter der Register-Nummer HR B 10912. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Aus gleichem Grunde werden die Posten im Anhang in T€ dargestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Wir verweisen hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt, auch auf das Kapitel "Eigenkapital" in diesem Anhang sowie auf die Kapitel "III. Risikobericht" und "V. Prognosebericht" des Lageberichts. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear über drei Jahre, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Erwerb des Schweißbolzenbereichs und des Endkundengeschäfts der OBTEC GmbH, Menden, zum 13. September 2021 und mit Wirkung vom 1. Dezember 2021 von T€ 350 unterliegt einer Abschreibungsdauer von 10 Jahren. Diese Abschreibungsdauer basiert auf einer Annahme über die Erweiterung der vorhandenen Produktionskapazitäten, um die Marktposition zu stärken. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben; die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu letzten Einstandspreisen aktiviert oder zu den niedrigeren tatsächlichen Anschaffungskosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Handelswaren sind zum letzten Einstandspreis bzw. zu den niedrigen tatsächlichen Anschaffungskosten bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen in einer Bandbreite von 25 % bis 100 % berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Bei den ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich ausschließlich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und eine Rentendynamik von jährlich 2,2 % zugrunde gelegt sowie eine branchenübliche Fluktuation unterstellt. Der Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Ein Teil der Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde vollständig mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Stichtag ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Mit Ausnahme von sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 55,3 (Vorjahr T€ 55,3) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 22.164 (Vorjahr T€ 51) betreffen eine Forderung aus der Erhöhung der Kapitalrücklage (inkl. Zinsen). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 781 (Vorjahr T€ 1.060) betreffen Lieferungen und Leistungen. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 zum T€ 35.563 (Vorjahr T€ 14.063). Das Eigenkapital im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist wieder positiv. Die bilanzielle Überschuldung der Vorjahre konnte beendet werden. Die Gesellschafterversammlung der Doncasters Ltd, Leeds, Großbritannien, hat am 2. Oktober 2023 den Beschluss gefasst, das Stammkapital der Gesellschaft um € 100 gegen Bareinlage zu erhöhen. Die neuen Geschäftsanteile wurden mit einem korporationsrechtlichen Aufgeld in Höhe von € 21.500.000 ausgegeben, welches in die Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 1 HGB eingestellt wurde. Das Aufgeld wurde nicht in Form einer Bareinlage, sondern in Form eines abstrakten Schuldversprechens über diesen Betrag erbracht. Das abstrakte Schuldversprechen erfolgt in der Weise, dass es die Zahlungsverpflichtung der Doncasters Ltd, Leeds, Großbritannien, selbstständig begründen soll. Die Gesellschaft kann jederzeit die unverzügliche Auszahlung des ganzen Betrages oder eines Teils verlangen. Am 31. März 2025 ist der sich aus dem Schuldversprechen ergebene Restbetrag fällig. Bis dahin hat auch Doncasters das Recht, den ganzen Betrag oder einen Teil des Betrages jederzeit auszuzahlen. Die Gesellschaft kann das abstrakte Schuldversprechen frei an Dritte übertragen, ohne dass eine Zustimmung von Doncasters erforderlich ist. Bis Ende September 2024 ist ein Abruf noch nicht erfolgt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft weiterhin auf die finanzielle Unterstützung, insbesondere auf die Aufrechterhaltung der am 22. November 2023 gewährten und am 7. Juli 2024 verlängerten Patronatserklärung der Alloy Topco Limited, St. Helier, Jersey, die bis zum 31. Dezember 2025 befristet ist sowie auf die Aufrechterhaltung des von der IVOSTUD LLC, Delaware, USA, gewährten, mit einer Rangrücktrittserklärung vom 6. Mai 2020 und 22. November 2023 versehenen Darlehens mit einer Gesamthöhe von € 21,5 Mio. (Vorjahr Mio. € 21,5 Mio.) zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen angewiesen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft darauf angewiesen, dass weiterhin eine ausreichende Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Doncasters Ltd, Leeds, Großbritannien, auf der Grundlage des kurzfristigen Verrechnungskontos erfolgt. Die Rückstellungen für Pensionen von T€ 975 (Vorjahr T€ 914) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 72 (Vorjahr T€ 74) verrechnet; so dass Rückstellungen für Pensionszusagen in Höhe von T€ 903 (Vorjahr T€ 839) ausgewiesen werden. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen von T€ 72 entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Durchschnittszinssatz der letzten 10 Jahre abgezinst. Diese liegen um T€ 16 (Vorjahr T€ 68) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,75 % ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen T€ 1 (Vorjahr T€ 2) wurden mit den Zinszuführungen T€ 16 (Vorjahr T€ 14) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferanten- und Dienstleistungsrechnungen, Altersteilzeit, tariflichen Entgeltausgleich, ungenutzte Zeitguthaben sowie Urlaubsansprüche gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 25.012 (Vorjahr T€ 24.422) ein Darlehen (inkl. Zinsen), mit T€ 10.451 (Vorjahr T€ 4.696) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und mit T€ 83 (Vorjahr T€ 261) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Darlehen (inkl. Zinsen) hat eine Laufzeit über einem Jahr. Wie auch im Vorjahr haben sämtliche übrigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den unter dem Rohergebnis zusammengefassten sonstigen betrieblichen Erträgen sind Wechselkursgewinne von T€ 29 (Vorjahr T€ 50) sowie periodenfremde Erträge von T€ 14 (Vorjahr T€ 117) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste von T€ 17 (Vorjahr T€ 106) sowie periodenfremde Aufwendungen von T€ 1 (Vorjahr T€ 121). Die Zinsaufwendungen beinhalten mit T€ 590 (Vorjahr T€ 593) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen und mit T€ 15 (Vorjahr T€ 12) die Abzinsung von Rückstellungen. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführer ist Michael Joseph Quinn, Castletroy, Limerick/Irland, Chief Executive der Doncasters Group Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge und sind wie folgt fällig:
Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Immobilien in Breckerfeld und Radevormwald sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Sämtliche Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Alloy Topco Limited, St. Helier, Jersey (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Jersey Companies Registry unter der Nummer 130426 veröffentlicht. Haftungsverhältnisse Im Zusammenhang mit der Bestellung von Sicherheiten für Darlehen und Bankverbindlichkeiten verbundener Unternehmen in Höhe von GBP 485 Mio. hat unsere Gesellschaft die Vorräte und die Gegenstände des Anlagevermögens der Gesellschaft sicherungsübereignet, die Forderungen der Gesellschaft abgetreten sowie die Bankkonten der Gesellschaft verpfändet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Vermögens- und Finanzlage der verbundenen Unternehmen können die derzeit bestehenden Darlehen durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden, daher wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Altersteilzeit-Guthaben Die Gesellschaft bietet ihren Mitarbeitern Altersteilzeitvereinbarungen an und kommt ihrer Verpflichtung der Insolvenzversicherung von Arbeitnehmeransprüchen nach, indem ein gesperrtes Depotguthaben bei der Hausbank unterhalten und treuhänderisch von der Generali Versicherung betreut wird. Rangrücktrittserklärung Mit Datum vom 6. Mai 2020 hatte die Gesellschaft eine unbefristete Rangrücktrittserklärung über die Darlehensforderungen der IVOSTUD LLC in Höhe von T€ 24.178 erhalten. Das Darlehen der IVOSTUD LLC ist nur aus einem künftigen Bilanzgewinn, aus einem etwaigen Liquiditätsüberschuss oder aus sonstigem freiem Vermögen zu erfüllen. Am 17. Mai 2024 wurde die Rangrücktrittserklärung aktualisiert und an die aktuelle Darlehenshöhe von T€ 21.466 angepasst. Das Darlehen läuft bis zum 30.9.2025. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Breckerfeld, den 27.09.2024 IVOSTUD GmbH Michael Quinn Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ivostud GmbH, Breckerfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ivostud GmbH, Breckerfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ivostud GmbH, Breckerfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter "II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf die Angaben in den Abschnitten "III. Risikobericht" und "V. Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die Geschäftsführung beschreibt, dass die Gesellschaft aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gruppe angewiesen ist. Weiter führen die gesetzlichen Vertreter aus, dass die Gesellschaft davon abhängig ist, dass die am 7. Juli 2024 gewährte befristete Patronatserklärung der Alloy Topco Ltd., St. Helier, Jersey, sowie das kurzfristige Verrechnungskonto der Doncasters Ltd., Leeds, Großbritannien, aufrechterhalten bleiben und dass das im Rahmen der in 2023 beschlossenen Kapitalerhöhung vereinbarte korporationsrechtliche Aufgeld entsprechend den Abrufen der Gesellschaft zeitnah gezahlt wird, sodass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen im Prognosezeitraum fristgerecht nachkommen kann. Wie in der Angabe "II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang und den Abschnitten "III. Risikobericht" und "V. Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlußprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Arnsberg, den 30. September 2024 WWP Weckerle Wilms Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Frohwein, Wirtschaftsprüfer gez. Wilms, Wirtschaftsprüfer |
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