Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 92888
Vorher
SKY Harbor Capital Management GmbH
Eingetragen
18.11.2011
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Erbringung der Anlagevermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 3 des Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG), die Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 des WpIG und das Eigengeschäft gemäß § 15 Abs. 3 WpIG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Aron Jakob Balog
seit 14.9.2020
Geschäftsführer
Stefan David Balog
seit 6.4.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Impax Asset Management Group plcGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Impax Asset Management Group plc
United Kingdom
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SKY Harbor Capital Management GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 539.282,40 587.243,35
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 24.478,70 35.196,07
3. Sachanlagen 7,00 7,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 900.764,31 922.675,96
5. Rechnungsabgrenzungsposten 7.866,14 11.606,09
1.472.398,55 1.556.728,47

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 7.616,39 15.850,94
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 5.512,00 7.558,11
b) sonstige Rückstellungen 453.984,67 459.496,67 599.430,45
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Bilanzgewinn 955.285,49 883.888,97
1.472.398,55 1.556.728,47

Handelsrecht

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

SKY Harbor Capital Management GmbH

Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 82,61 0,00
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren 0,00 259,59
3. Provisionserträge 1.225.882,81 1.378.220,03
4. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 551,00
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 902.067,36 1.046.561,13
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 17.150,17 919.217,53 16.696,75
b) andere Verwaltungsaufwendungen 221.138,52 219.358,19
1.140.356,05 1.282.616,07
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 2.372,23
7. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiern 529,82 0,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 86.139,19 94.042,32
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.742,67 15.000,08
10. Jahresüberschuss 71.396,52 79.042,24
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 883.888,97 804.846,73
12. Bilanzgewinn 955.285,49 883.888,97

Handelsrecht

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A) Allgemeine Angaben

Die SKY Harbor Capital Management GmbH ist ein Wertpapierinstitut im Sinne der Vorschrift des § 2 Abs. 1 WplG.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 92888 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften der RechKredV sowie unter der Berücksichtigung der Anforderungen des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 340 ff. HGB hat die SKY Harbor Capital Management GmbH die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für den Jahresabschluss und Lagebericht anzuwenden.

B) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des HGB und der RechKredV. Bei der Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sowie die für Wertpapierinstitute geltenden Vorschriften des § 340e HGB beachtet.

Die Bilanzierung der Forderungen an Kreditinstitute erfolgt zum Nennwert. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Wertberichtigungen für erkennbare oder latente Risiken erforderlich.

Wertpapiere wurden ausschließlich im Anlagevermögen gehalten und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip sowie unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die entgeltlich erworbenen Sachanlagen werden gemäß § 340e HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Der Bilanzausweis ergibt sich aus den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibung. Eine zugrunde liegende Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der wirtschaftlichen Betrachtungsweise.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend der periodischen Abgrenzung ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital ist in Höhe des Nennwerts ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Wesentliche Erträge oder Aufwendungen ergaben sich hieraus im Berichtsjahr nicht.

C) Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute betragen € 539.282,40 (Vorjahr € 587.243,35).

2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Betrag i.H.v. € 24.478,70 (Vorjahr € 35.196,07) umfasst die Investition in verschiedene Teilfonds des SKY Harbor Global Funds, eine in Luxemburg ansässige offene Investmentgesellschaft in der Rechtsform der Société Anonyme, welche als Société d'Investissement à Capital Variable (SICAV) qualifiziert. Die Fondsanteile sind nicht börsennotiert. Im Geschäftsjahr erfolgte der Verkauf einer Position. Die im Bestand verbliebenen Fondsanteile wurden teilweise auf den beizulegenden Wert zugeschrieben. Wesentliche stille Lasten bestehen nicht.

3. Sachanlagen

Bei dem Sachanlagevermögen handelt es sich ausschließlich um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Über die Entwicklung des Anlagevermögens unterrichtet der nachfolgende Anlagenspiegel.

Anlagenspiegel

Anschaffungs Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge(-) Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
Betriebsausstattung 7.796,05 0,00 7.796,05
SICAV Funds 37.695,59 -11.757,74 25.937,85
45.491,64 -11.757,74 45.491,64
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibunge Geschäftsjahr Zuschreiben Geschäftsjahr Abschreibunge Abgänge kumulierte Abschreibunge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Betriebsausstattung 7.789,05 0,00 7.789,05
SICAV Funds 2.499,52 0,00 260,74 779,63 1.459,15
10.288,57 0,00 260,74 779,63 9.248,20
Buchv 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Betriebsausstattung 7,00 7,00
SICAV Funds 24.478,70 35.196,07
24.485,70 35.203,07

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die Forderungen aus dem "Global Service Agreement" gegenüber der Muttergesellschaft SKY Harbor Capital Management, LLC. Die Forderung gegenüber der Muttergesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag € 880.070,60 (Vorjahr € 906.418,32). Die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Beträge sind kurzfristig zur Zahlung fällig (Restlaufzeit kürzer als ein Jahr).

Die Restlaufzeit der in den sonstigen Vermögensgengenständen enthaltenen Kautionszahlung in Höhe von € 8.406,00 (Vorjahr € 12.552,06) ist mit der Mietzeit verbunden. Diese ist voraussichtlich länger als ein Jahr. Ein angemieteter Büroraum in Lausanne, Schweiz wurde zum 31.12.2023 gekündigt. Die Mietkaution in Höhe von € 4.226,26 wurde im Januar 2024 zurückgezahlt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten daneben Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben in Höhe von insgesamt € 1.594,20 (Vorjahr € 514,33). Die Umsatzsteuerforderung entspricht dem Umsatzsteuer-Guthaben der Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember 2023. Der Umsatzsteuervoranmeldung wurde im Januar 2024 von der Finanzkasse zugestimmt und der Betrag wurde erstattet.

5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten (Restlaufzeit kürzer als ein Jahr) gegenüber den Angestellten für die Spesenabrechnungen in Höhe von €5.263,55 (Vorjahr € 13.527,31) sowie Lohnsteuer- und Sozialversicherungsverbindlichkeiten in Höhe von € 2.352,84 (Vorjahr € 2.323,63) zusammen.

6. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 453.984,67 (Vorjahr € 599.430,45) sind folgende Positionen enthalten:

in €
Personalkosten (Bonuszahlungen) 416.504,67
Abschluss- und Prüfungskosten 2023 26.200,00
Honorar für die Buchhaltung 10-12/2023 10.050,00
Regus Service Kosten 12/2023 100,00
Unternehmensregister für Offenlegung Jahresabschluss 2023 800,00
Engagement Bestätigung 2023 330,00
453.984,67

7. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 50.000,00 (Vorjahr € 50.000,00) und ist voll eingezahlt.

Der im Bilanzgewinn enthaltene Gewinnvortrag beträgt € 883.888,97.

8. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände

Auf fremde Währung lautet ausschließlich die Investition in Fondsanteile des SKY Harbor Global Funds in Höhe von € 12.478,70 (Vorjahr € 23.196,07).

D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Provisionserträge und Sonstige Erträge

Die Provisionserträge in Höhe von € 1.225.882,81 (Vorjahr € 1.378.220,03) resultieren ausschließlich aus einem mit der Muttergesellschaft am 21. März 2012 abgeschlossenen Global Service Agreement. Die Vergütungen auf Basis des Global Service Agreements stellen einen Ersatz für die der SKY Harbor Capital Management GmbH entstandenen, in der GuV abgebildeten Aufwendungen, zuzüglich eines Aufschlags dar.

2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von insgesamt € 1.140.356,05 haben sich gegenüber dem Vorjahr (€ 1.282.616,07) um € 142.260,02 reduziert. Sie setzen sich zusammen aus dem Personalaufwand in Höhe von € 919.217,53 (Vorjahr € 1.063.257,88), bestehend aus den Gehältern und Sozialabgaben, und den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von € 221.138,52 (Vorjahr € 219.358,19).

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von € 14.742,67 (Vorjahr € 15.000,08) betreffen im Wesentlichen Aufwand für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr.

E) Sonstige Angaben

1. Verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SKY Harbor Capital Management, LLC, Greenwich, CT, USA. Sie wird in den Konzernabschluss der SKY Harbor Capital Holdings LLC, Greenwich, CT, USA (Muttergesellschaft der SKY Harbor Capital Management, LLC) einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der SKY Harbor Capital Holdings LLC erhältlich.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Philippe Descheemaeker, Anlagenberater

Herr Stefan Balog, Anlagenberater

Herr Aron Jakob Balog, Anlagenberater

Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführergehälter verzichtet.

3. Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigt neben den Geschäftsführern keine Mitarbeiter.

4. Abschlussprüfungshonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Prüfungshonorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und beträgt € 16.400,00 zgl. MwSt.

5. Sonstige Verpflichtungen

Es bestehen zum 31.12.2023 Mietverpflichtungen in Höhe von €29.469,00 aus dem Mietvertrag mit Regus Management GmbH, die bis 31.03.2025 laufen.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Bilanzgewinn in Höhe von € 955.285,49 aus. Dieser soll entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Frankfurt am Main, den 15. März 2024

Philippe Descheemaeker, Geschäftsführer

Aron Jakob Balog, Geschäftsführer

Stefan David Balog, Geschäftsführer

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1. SKY Harbor Capital Management GmbH

1.2. Wirtschaftliches Umfeld

1.3. Aussagen zur geschäftlichen Tätigkeit

2. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

2.1. Wichtige Kennzahlen

2.2. Vermögens- und Finanzlage

3. RISIKOBERICHT

3.1. Beschreibung des Risikomanagementsystems

3.2. Wichtige Risiken

3.3. Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken

3.3.1. Kreditrisiko

3.3.2. Liquiditätsrisiko

3.3.3. Marktpreisrisiko

3.4. Operative- und Reputationsrisiken

3.4.1. Kundenservice- und Kommunikationsrisiko

3.4.2. Personalrisiko

3.4.3. Betrugsrisiko

3.4.4. Compliance-Risiko

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

1. GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1. SKY Harbor Capital Management GmbH

SKY Harbor Capital Management GmbH (die "Gesellschaft" oder "SKY Harbor GmbH") ist eine 100-prozentige Tochter der SKY Harbor Capital Management, LLC (die "Muttergesellschaft" oder "SKY Harbor LLC"), einer registrierten, unabhängigen Anlageberaterin mit Sitz in Greenwich, CT, USA. Die Muttergesellschaft ist eine spezialisierte Verwalterin von Portfolios, die in hochverzinsliche US- und globale Unternehmensanleihen investiert sind.

Die Gesellschaft wurde gegründet, um ein institutionelles Vertriebsnetz außerhalb der USA für SKY Harbor Global Funds (der "Fonds" oder "OGAW"), ein in Luxemburg domizilierter OGAW, aufzubauen und um als globaler Marketing- und Vertriebsarm der Muttergesellschaft außerhalb der USA zu fungieren. Der Fonds ist in drei Teilfonds aufgeteilt, den "Global Responsible High Yield Fund", den "U.S. Short Duration Responsible High Yield Fund" sowie den " Global Short Maturity Responsible High Yield Fund"

Die Gesellschaft ist ein Wertpapierinstitut unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (die "BaFin") und verfügt über die Erlaubnis zur Anlagevermittlung und Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 bzw. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG, sowie die Erlaubnis gemäß § 15 Abs. 3 WpIG das Eigengeschäft aufzunehmen, d.h. Finanzinstrumente für eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern, ohne die Voraussetzungen für den Eigenhandel zu erfüllen. Die Gesellschaft nimmt keine Kundenvermögen entgegen und verfolgt per interner Anlagerichtlinien keinerlei Gewinnabsicht durch das Eigengeschäft, weder kurz- oder langfristiger Natur. Zeichnungs- oder Rücknahmeanträge werden ausschließlich direkt von der jeweiligen Bank des Anlegers an die Depotbank und Verwahrstelle des Fonds, J.P. Morgan SE Luxembourg Branch weitergeleitet und dort bearbeitet.

1.2. Wirtschaftliches Umfeld

Nach einem volatilen und negativen Vorjahr, erlebten die Finanzmärkte 2023 ein positives Comeback, sowohl für den Aktien- als auch den Anleihemarkt. Währen die Wirtschaft in den meisten europäischen Industrieländern stagnierte, zeigte sich die US-Konjunktur weiterhin solide und das trotz der Sorge vor einer Rezession aufgrund des raschen Anstiegs der Zinssätze. Vor allem der Rückgang der Inflationsrate und ein absehbares Ende der Zinserhöhungen der Zentralbanken, beflügelten die Märkte, wobei der S&P 500 das Jahr mit einem Zuwachs von ca. +26% beendete und der Tech-Sektor, gemessen am Nasdaq 100, sogar ca. +55% erzielte, angetrieben durch das massive Interesse an Künstlicher Intelligenz (KI) und das damit verbundene Wachstumspotential, insbesondere im Zusammenhang mit der Halbleiterindustrie. Auch der Markt für Hochzinsanleihen, speziell der ICE BofA US High Yield Index, verbuchte eine positive Rendite von ca. +13.5% für 2023 und beendete das Jahr mit Spreads bei rund 334 Basispunkten.

Der SKY Harbor Global Funds-U.S. Short Duration Responsible High Yield Fund verzeichnete eine ebenfalls positive Rendite für das Jahr mit +9.68%. Die anderen beiden Teilfonds beendeten das Jahr ebenfalls positiv, wobei der SKY Harbor Global Funds-Global Short Maturity Responsible High Yield Fund das Jahr mit +7.25% beendete und der SKY Harbor Global Funds-Global Responsible High Yield Fund eine Rendite von +11.53% erzielte. Das verwaltete Gesamtvermögen des Fonds betrug währungsbereinigt per Berichtsstichtag ca. EUR 1,544 Milliarden.

1.3. Aussagen zur geschäftlichen Tätigkeit

Die Kerntätigkeit der Gesellschaft besteht auch wie in den letzten Berichtsjahren darin als Hauptvertriebsgesellschaft des Fonds dessen Vertrieb in verschiedenen EWR-sowie einzelnen nicht-EWR Mitgliedsstaaten zu steuern.

Im Berichtszeitraum hatte die Gesellschaft, unverändert wie im Vorjahr, insgesamt 13 aktive Vertriebs- und 10 Gebührenvereinbarungen zum Ende des Berichtsjahres 2023.

2. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

2.1. Wichtige Kennzahlen

Die SKY Harbor Capital Management GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft, die weder Handelsgeschäfte betreibt, mit Ausnahme des Eigengeschäfts unter gewissen Auflagen, noch Kundenvermögen entgegennimmt. Die Einnahmen der Gesellschaft sind ausschließlich auf die Verrechnungspreisvereinbarung mit der Muttergesellschaft, welche die Vergütung der Mitarbeiter sowie die Rückerstattung von Reise-, Unterhalts- und Verwaltungskosten vorsieht, zurückzuführen. Es werden keinerlei Einnahmen von Dritten erwirtschaftet, mit Ausnahme von geringen Zinserträgen aus Bankguthaben oder Erlöse aus dem Verkauf der gehaltenen Fondsanteile.

Somit ist das von der Muttergesellschaft gesamtverwaltete Vermögen, darunter auch das Sondervermögen des Fonds und die daraus resultierende unternehmerische Entwicklung der SKY Harbor LLC, der wichtigste Indikator für die finanzielle Stärke der Gesellschaft, in Anbetracht der Rolle der Muttergesellschaft als alleinige Finanzierungsquelle der operativen Aktivitäten der Gesellschaft.

Eine Übersicht der jährlichen Ertragslage für die Geschäftsjahre 2020-2023 wird in der nachfolgenden Gewinn- und Verlust Tabelle dargestellt:

Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahre 2020-2023

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023
Erträge
Kostenverrechnungseinnahmen € 1,248,808 € 1,326,856 € 1,378,220 € 1,225,883
Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen und Auflösungen - - - -
Sonstige betriebliche Erträge 97,135.56 - 551.00 -
€ 1,345,944 € 1,326,856 € 1,378,771 € 1,225,883
Betriebsaufwand
Gehälter und damit verbundene Sozialabgaben 987,733 1,063,672 1,063,258 919,218
Abschreibungen und Wertberichtigungen 3,152 249 2,372 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 173,752 170,613 219,358 221,139
Erträge aus Wertpapieren und Darlehen (4,596) (145,932) (260) (530)
Sonstige Zinsen - - - (82.61)
Zinsaufwendungen 6000 3112.9 - -
€ 1,166,041 € 1,221,008 € 1,284,729 € 1,139,744
Ergebnis vor Steuern 179,903 235,142 94,042 86,139
Ertragssteuern 49.810 56,002 15,000 14,743
Nettoergebnis € 130,093 € 179.140 € 79,042 € 71,397

Erträge aus Kostenverrechnungseinnahmen sind mit EUR 1.225.883 per Berichtsstichtag im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 1.378.220 um ca. 11,05% gefallen. Der Hauptgrund ist auf etwas niedrigere Gehaltszahlungen sowie geringere Reisetätigkeiten und damit verbundenen Spesen während des Berichtzeitraums zurückzuführen.

2.2. Vermögens- und Finanzlage

Per 2023 Jahresultimo verfügte die Gesellschaft über EUR 539.282 an Barreserven bei ihrer Hausbank (Vorjahr ca. EUR 587.243). Der Großteil der liquiden Mittel wurden während des Berichtsjahres bei einer örtlichen Bank zu Geldmarktkonditionen angelegt.

Außerdem weist die Gesellschaft weiterhin eine Investition in Anteile des SKY Harbor Global Funds von EUR 24.479 per Ende des Berichtsjahres auf der Aktivseite auf, die ausschließlich als vertriebsunterstützende Maßnahme erworben wurden, um z.B. die Aktivierung neuer Anteilsklassen für Kunden zu ermöglichen jedoch nicht um Kapitalerträge zu erwirtschaften.

Durch das positive Nettoergebnis im Jahr 2023 - siehe 2.1. Wichtige Kennzahlen - wuchs das Gesellschafterkapital von EUR 933.889 am Ende des Geschäftsjahres 2022 auf EUR 1.005.285 zum Berichtsstichtag - siehe nachfolgende Tabelle.

Gesellschafter-Eigenkapitalentwicklung Geschäftsjahre 2020-2023

Nettoergebnis per 31. Dezember 2020 130.093
Saldo per 31. Dezember 2020 € 675,707
Nettoergebnis per 31. Dezember 2021 179,140
Saldo per 31. Dezember 2021 € 854,847
Nettoergebnis per 31.Dezember 2022 79,042
Saldo per 31. Dezember 2022 € 933,889
Nettoergebnis per 31. Dezember 2023 71,397
Saldo per 31. Dezember 2023 € 1,005,286

3. RISIKOBERICHT

3.1. Beschreibung des Risikomanagementsystems

Die SKY Harbor GmbH unterhält in allen wesentlichen Aspekten angemessene und effektive Risikomanagementrichtlinien, die aus Sicht der gesamten SKY Harbor Gruppe gesteuert werden, wobei die begrenzte Risikoexposition und der geschäftliche Zweck der Gesellschaft berücksichtigt werden. Das Proportionalitätsprinzip findet vor allem durch die Beschränkungen, die den Aktivitäten der SKY Harbor GmbH gemäß ihrer Erlaubnis durch die Aufsichtsbehörde auferlegt werden, Anwendung, sowie durch den geschäftlichen Zweck in erster Linie als Hauptvertriebsgesellschaft von SKY Harbor Global Funds zu fungieren als auch in Ihrer Funktion als globaler Marketing- und Vertriebsarm der Muttergesellschaft außerhalb der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in Einklang mit den MaRisk-Anweisungen angemessene interne Überwachungsverfahren aufgestellt und Prozesse dazu erstellt und dokumentiert, zu denen sowohl eigene interne Risikokontrollen sowie koordinierte Risikokontrollen durch die Muttergesellschaft zählen.

Insbesondere umfasst das interne Kontrollsystem Regeln, Richtlinien und Vorgehensweisen hinsichtlich der strukturellen und betrieblichen Vorkehrungen und Prozessen zur regelmäßigen Identifizierung, Bewertung, Behandlung, Überwachung und interner Kommunikation von Risiken. Details der Risikomanagementfunktion der SKY Harbor GmbH sind in verschiedenen Risikomatrizen und Tabellen, sowie einem Auslagerungsregister, Risiko- und Geschäftsführerberichten dokumentiert.

3.2. Wichtige Risiken

Die Risiken der Gesellschaft sind stark mit ihrem Mandat verflochten, bestehende Vertriebsbeziehungen zu vertiefen, während die Gesellschaft gleichzeitig die Kundendiversifikation durch Erschließung neuer Vertriebskanäle innerhalb der EU und in Drittländern anstrebt. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft profitiert von der großen organisatorischen Erfahrung der Muttergesellschaft in Form von zusätzlicher personeller Unterstützung, sowie durch kundenspezifische Technologieplattformen, die Automatisierung, Transparenz und kontinuierliche Einblicke in neue Trends wichtiger Risikokennzahlen erlaubt.

3.3. Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken

Da die Gesellschaft selbst keine Vermögensverwaltung anbietet und keine Finanzinstrumente handelt oder auf eigene Rechnung hält - mit Ausnahme der unter bestimmten Voraussetzungen unter 3.3.3. Marktpreisrisiko dargelegten Investition in Anteilsklassen des Fonds - noch Verwahrung oder Kontrolle von Kundenvermögen annimmt, sind die unter 3.3. typischen Risiken von Finanzdienstleistungsunternehmen wie Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken keine bedeutenden Risiken, obwohl diese einen wesentlichen indirekten Einfluss auf die Gesellschaft haben, bedingt durch die Auswirkung dieser Risiken auf den Fonds und/oder das verwaltete Sondervermögen und folglich auf die geschäftliche Entwicklung der Muttergesellschaft.

Ein Risikocontrolling-Team der Gruppe, bestehend aus Mitarbeitern der Muttergesellschaft und der SKY Harbor GmbH, hält regelmäßige Risikositzungen - On- und Offline - um potenzielle Risiken früh zu identifizieren, zu bewerten und um effektive Risikocontrolling- und Risikomanagement-Maßnahmen holistisch auf Gruppenebene zu implementieren.

3.3.1. Kreditrisiko

Abgesehen von Ihrer Muttergesellschaft, die alle operativen Tätigkeiten der Gesellschaft finanziert, ist die SKY Harbor GmbH nicht abhängig von anderen Gegenparteien bezüglich Finanzierung oder sonstigen Geschäftserträgen.

Im Rahmen des internen Risikomanagements wird die monatlich aktuelle Bilanz der Muttergesellschaft regelmäßig überwacht, um sicher zu stellen, dass die Finanzierung des kurzfristigen operativen Geschäfts der Gesellschaft gewährleistet ist. Zusätzlich implementierte die Gesellschaft per MaRisk einen Stresstest während des Berichtsjahres, der mindestens einmal jährlich durchgeführt wird, um die Erträge der Muttergesellschaft unter verschiedenen Bedingungen zu stressen und die Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Finanzierung über SKY Harbor LLC zu quantifizieren.

3.3.2. Liquiditätsrisiko

Dieses Risiko wird aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft, die sich in der Regel nur kurzfristigen Verbindlichkeiten wie Mitarbeiterkosten und Gebühren externer Dienstleister ausgesetzt sieht, als niedrig angesehen.

Sämtliche Forderungen werden komplett von der Muttergesellschaft gedeckt, durch monatliche Überweisungen und bei Bedarf auch durch Einzeltransfers an die Gesellschaft, um tägliche Geschäftsaktivitäten zu gewährleisten.

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über die nötigen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen als Deckungsmasse für kurzfristige Forderungen für den unwahrscheinlichen Fall, dass kurzfristig auftretende außerordentliche Faktoren eine Finanzierung durch die Muttergesellschaft nicht erlauben, sowie um gesetzliche Anforderungen gemäß Art. 54 IFR - (EU) 2019/2033 an die Mindestreserve zu erfüllen. Es sei jedoch angemerkt, dass für die Gesellschaft typische Forderungen, z. B. das Honorar des Wirtschaftsprüfers oder des Steuerberaters, in der Regel mit einer Zahlungsfrist von einer oder zwei Wochen in Rechnung gestellt werden - besonders wenn es sich um größere Beträge handelt - somit ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses in jedem Fall sehr gering.

3.3.3. Marktpreisrisiko

Die Gesellschaft investiert ihre Reserven überwiegend in EUR Geldkonten zu Geldmarktsätzen. Zins- oder Währungsrisiken sind somit für die Gesellschaft von geringer Bedeutung.

Daher ist die Gesellschaft unter normalen Umständen keinen nennenswerten Marktpreisrisiken ausgesetzt. Die einzige Ausnahme bilden die Fondsanteile, die erworben wurden, um Vertriebsaktivitäten zu unterstützen - das Kapital wurde bisher ausschließlich für die Aktivierung neuer Anteilsklassen des Fonds für potenzielle Investoren genutzt.

Die Basiswährung des Fonds ist US-Dollar. Des Weiteren bietet der Fonds verschiedene währungsgesicherte Anteilsklassen, u.a. gesichert zu EUR, CHF oder NOK, in die seitens der Gesellschaft investiert wurde, um eine Anteilsklassenaktivierung für Fondsinvestoren zu ermöglichen. Neben dem offensichtlichen Markpreisrisiko birgt somit die Investition in gewisse währungsgesicherte Anteilsklassen des Fonds ein inhärentes Währungsrisiko.

Als Hauptvertriebsgesellschaft des Fonds beobachtet die SKY Harbor GmbH nicht nur die Fondspreisentwicklung an jedem Handelstag im Rahmen ihrer normalen Aufgaben, sondern implementierte zusätzliche Risikomanagement- Maßnahmen aufgrund der gehaltenen Fondsanteile, indem die eigenen Bestände mindestens monatlich anhand der von der Depotbank des Fonds versandten monatlichen Aufstellung überwacht werden.

3.4. Operative- und Reputationsrisiken

3.4.1. Kundenservice- und Kommunikationsrisiko

Es wurden weitere potenzielle Risiken identifiziert, die mit dem Mandat der Gesellschaft einhergehen und sich direkt aus ihrer Funktion als Kundenbetreuer der Vertriebspartner des Fonds und in gewissem Maße mit wichtigen Kunden dieser Vertriebspartner ergeben, die Anteilseigner des Fonds sind und sich auf die Gesellschaft verlassen, um Informationen und Updates zur Wertenwicklung des Fonds und regelmäßige Offenlegungen zu erhalten. Daher könnte das Risiko einer fehlerhaften oder mangelhaften Kommunikation bzw. einem Standard der Kundenbetreuung, der nicht die Erwartungen der Vertriebspartner und Fondsanleger erfüllt, zu Kundenbeschwerden führen, die dem Verwaltungsrat des Fonds und der CSSF, der luxemburgischen Aufsichtsbehörde des Fonds, zu melden wären. Bis dato sind keinerlei derartige Kundenbeschwerden eingegangen.

Die Gesellschaft sichert ihre hohen Service-Standards einerseits durch die fortlaufende Weiterbildung des Personals zu Rechts- und Regulierungsfragen und "best practice", sowie durch Kundenmanagement Software- Applikationen, die es den Mitarbeitern erlauben Kundenkommunikation strukturiert zu dokumentieren.

3.4.2. Personalrisiko

Die relativ kleine Größe der Gesellschaft im Vergleich zum Gesamtvermögen des Fonds erhöht das Risiko des Verlustes von wichtigen Mitarbeitern und der daraus folgenden Beeinträchtigung zentraler Funktionen. Obwohl genutzte Systeme und Infrastruktur der SKY Harbor Gruppe ein hohes Niveau an technischer Ausgereiftheit besitzen, hat die Gesellschaft angesichts dieses Risikos Vorkehrungen getroffen, indem Kunden nicht ausschließlich durch eine Person betreut werden, sondern als Team, um einen reibungslosen Kundenservice zu gewährleisten, falls einer der Mitarbeiter die Gesellschaft verlassen sollte. Die Muttergesellschaft besitzt außerdem weitere Ressourcen, die der Gesellschaft zur Verfügung stehen, und zwar in den folgenden Bereichen: Verwaltung und Finanzen; IT und Infrastruktur;

Marktforschung; und Kundenbetreuung.

3.4.3. Betrugsrisiko

Das Management hat breitgefächerte Prozesse implementiert, um das Risiko eines nicht ordnungsgemäßen Umgangs mit Barmitteln und Umsätzen der Gesellschaft zu begrenzen. Implementierte Kontrollmechanismen bedingen die schriftliche Bewilligung bzw. Freigabe der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft, bevor Überweisungen im Namen der Gesellschaft an außenstehende Parteien ausgeführt werden können. Die Geschäftsleitung hat sich mit dem Risiko der wesentlichen Falschdarstellung der Finanzlage der SKY Harbor GmbH befasst und folgenden Prozess entwickelt: Die Muttergesellschaft erstellt gemeinsam mit den Mitarbeitern der Gesellschaft und ihrem ausgelagerten Bilanzbuchhalter monatliche Finanzausweise nach den deutschen Rechnungslegungsstandards und US- GAAP. Überdies erhält die Geschäftsleitung und Finance Comptroller der Muttergesellschaft eine monatliche Finanzübersicht direkt aus einem unabhängigen Berichtssystem, um den Finanzverlauf fortlaufend überwachen zu können und ist gleichzeitig autorisiert die Bankkonten der Gesellschaft einzusehen.

3.4.4. Compliance-Risiko

Die Aufrechterhaltung eines hohen, globalen Standards der Wachsamkeit und Compliance in Bezug auf die Regulierungsvorschriften in mehreren Ländern sowie die feste Integration der spezifischen Compliance- und Risikokontrollverfahren der Gesellschaft im Zusammenspiel mit den etablierten Compliance-Prozessen der Muttergesellschaft, sind wesentlich für den nachhaltigen Erfolg der Unternehmensgruppe. Der gesamte Compliance- Überwachungsprozess wird durch den Compliance-Beauftragten und die Geschäftsführung der Gesellschaft sowie durch den Chief Compliance Officer der Muttergesellschaft fortlaufend verwaltet und in dem jährlichen Bericht des Compliance-Beauftragten dokumentiert.

4. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Der Markt setzte seine positive Entwicklung zu Beginn des Jahres 2024 fort, trotz eines bereits starken Vorjahres und der anhaltenden Sorge einiger Marktteilnehmer vor einer Rezession und anderen potenziellen Risiken, wie einer Eskalation der geopolitischen Lage.

Vor allem die Aussicht auf mehrere Zinssenkungen der Zentralbanken in diesem Jahr hat den Optimismus der Anleger gestützt, auch wenn das Risiko einer festsitzenden Inflation diese Aussicht jüngst etwas gedämpft hat. Ebenso besteht aufgrund der weiterhin schwachen europäischen- und chinesischen Konjunktur ein erhöhtes Risiko einer Rezession und potenziellen Korrektur am Markt, zusätzlich zu der anhaltenden Ungewissheit hinsichtlich der diesjährigen US-Präsidentschaftswahlen.

Zudem sind die bevorstehenden Fälligkeitstermine ("maturity wall") auf dem US-Hochzinsmarkt ein weiteres Thema, das einige Anleger derzeit zögern lässt, ihre Allokation in dieser Anlageklasse zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund sind unsere Erwartungen bezüglich des verwalteten Gesamtvermögens eher konservativ ausgerichtet und liegen bei einem unveränderten bis niedrigen einstelligen Anstieg, abgesehen von unvorhergesehenen externen negativen Marktereignissen.

Darüber hinaus sind unsere langfristigen Erwartungen optimistisch ausgerichtet, aufgrund der nachhaltigen Anlagestrategie, die in den Fonds integriert ist, sowie das vorhandene Interesse von vielen Anlegern sich unter Berücksichtigung bestimmter ESG-Kriterien dementsprechend zu positionieren. Eine ähnliche Entwicklung ist für das Ergebnis der Gesellschaft zu erwarten.

 

Stefan Balog, CFA, Geschäftsführer, Managing Director

Philippe Descheemaeker, Geschäftsführer, Managing Director

Aron Balog, Geschäftsführer, Managing Director

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SKY Harbor Capital Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SKY Harbor Capital Management GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, den 21. Mai 2024

App Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

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